Montag, 5. November 2012

Heute vor 75 Jahren – 5. November 1937: Hitler gibt der Wehrmacht seine Kriegsabsichten bekannt.

Plädoyer für den »Weg der Gewalt« 

 Für den 5. November 1937 hatte Reichskanzler Adolf Hitler die Führung der Wehrmacht sowie den Kriegs- und den Außenminister nach Berlin in die Reichskanzlei geladen, um Probleme der Rüstung und der Streitkräfte zu besprechen. Bei der Unterredung war auch Oberst Friedrich Hoßbach anwesend, Hitlers Wehrmachtsadjutant. Er fertigte einige Tage nach dem Treffen anhand von Notizen eine Niederschrift an, die später eine wichtige Quelle zur Erforschung der Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs wurde. 


Wehrmachtparade in Berlin am Geburtstag von Adolf Hitler, 1937

 Während der Konferenz hielt Hitler einen sehr langen Vortrag über seine außenpolitischen Absichten. Eine seiner zentralen Aussagen ist in der Hoßbach-Niederschrift so wiedergegeben: »Zur Lösung der deutschen Frage könne es nur den Weg der Gewalt geben, dieser (kann) niemals risikolos sein. Stelle man an die Spitze der nachfolgenden Ausführungen den Entschluss zur Anwendung von Gewalt unter Risiko, dann bleibe noch die Beantwortung der Fragen ›wann‹ und ›wie‹.« Die Hoßbach-Niederschrift war in den Nürnberger Prozessen (1945-49) gegen die Hauptkriegsverbrecher das wichtigste Beweismittel der Anklage, das belegte, dass ein Angriffskrieg vorbereitet worden war. 

 Was am 5. November noch geschah: 
 2006: Der iranische Diktator Saddam Hussein wird zum Tod durch den Strang verurteilt.
 Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2012

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