Mittwoch, 30. September 2015

FBI warnt vor Risiken des Internet der Dinge

"Bösartige Cyberakteure" können die schnell wachsende Zahl der mit dem Internet verbundenen "smarten" Geräte und Objekte hacken
Das Internet of Things kommt, Smart Cities, Smart Homes, vernetzte Autos, alles wird smart. Je stärker die Vernetzung, desto anfälliger werden die Dinge für Störungen und Manipulationen. Nicht nur Smartphones oder Smart Watches lassen sich abhören und hacken, auch fahrende Autos, Drohnen und Flugzeuge, Smart Homes, Fabriken oder Kraftwerke. Die Industrie verdient mit neuen Techniken und Objekten Milliarden, parallel freuen sich Geheimdienste, Militärs, Hacker und Kriminelle über neue Möglichkeiten, Daten abzusaugen und in Systeme einzugreifen, während die Sicherheitsbranche boomt.

Das FBI und das US-Heimatschutzministerium sahen sich nun veranlasst, vor den Sicherheitsproblemen zu warnen, die mit der neuen Flut an vernetzten Alltagsobjekten über das Internet of Things (IoT) auf die Benutzer zukommen, die fasziniert sind von den neuen Spielzeugen und den Möglichkeiten, die sie bieten.

Das IoT beinhaltet "alle Objekte und Geräte, die mit dem Internet verbunden sind, um automatisch Daten zu senden und zu empfangen". Um die Firmen und Menschen darauf aufmerksam zu machen, wo "bösartige Cyberakteure" angreifen könnten, wird eine Liste von IoT-Geräten als Beispiele gegeben. Dazu gehören sich automatisch regulierende oder aus der Ferne steuerbare Licht - oder Klimaanlagen, Garagen oder Thermostate, natürlich auch Sicherheitssysteme wie Überwachungskameras, Alarmanlagen, Bewegungsmelder etc., die paradoxerweise neue Risiken erzeugen, Wearables aller Art, aber auch medizinische Geräte und Implantate wie Herzschrittmacher oder Insulinpumpen, vernetzte Bürogeräte wie Drucker, smarte Kühlschränke und Fernsehgeräte , Tanksäulen an Tankstellen usw. usf. Dabei geht es keineswegs nur um Überwachung und Absaugen von persönlichen Daten, sondern auch um Datenmanipulation und mögliche physische Beschädigungen.

mehr:
- FBI warnt vor Risiken des Internet der Dinge (Florian Rötzer, Telepolis, 26.09.2015)

Das Internet der Dinge (Full Dokumentation) [58:55]

Veröffentlicht am 26.01.2014
Dokumentation 2014

siehe auch:
- iOS 9: Erneut Umgehung der Gerätesperre möglich (Post, 27.09.2015)
- USA: Hacker stahlen auch Fingerabdrücke von Millionen Bediensteten (Post, 27.09.2015)
- Kassensysteme der Hilton-Kette in den USA gehackt (Post, 27.09.2015)
- Belkin vergisst PGP-Schlüssel in Lichtschalter-Firmware (Post, 27.09.2015)

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