Mittwoch, 10. Februar 2016

Heute for 67 Jahren – 10. Februar 1949: Uraufführung von "Tod eines Handlungsreisenden"

Am 10. Februar 1949 wird Arthur Millers Theaterstück „Tod eines Handlungsreisenden“ am New Yorker Broadway uraufgeführt. Für das Drama, das sich sozialkritisch mit der amerikanischen Lebensweise und dem typisch amerikanischen Traum – Streben nach Erfolg, Ansehen und Wohlstand – auseinandersetzt, erhält der erst 33-jährige Miller 1949 den Pulitzer-Preis.
mehr:
- Uraufführung von „Tod eines Handlungsreisenden“ (SZ Online, 10.02.2014)

siehe auch:
- Tod eines Handlungsreisenden (Richard Albrecht, Film und Buch, 03.11.2013)
Wie bei manchen späteren Vorstellungen gab es bei der ersten Aufführung nach dem Schlussvorhang keinen Applaus. Unter den Zuschauern ereigneten sich merkwürdige Dinge. (…) Besonders Männer saßen vorgebeugt und vergruben das Gesicht in den Händen, andere weinten. (…) Zuschauer gingen durch das Theater, um sich mit jemandem leise zu unterhalten. Eine Ewigkeit schien zu vergehen ehe jemand daran dachte, zu applaudieren, und dann hörte der Beifall nicht mehr auf.« Was im ersten Moment als theatralische Inszenierung erscheinen könnte – war authentisch: Eine den Theater-Rahmen aufsprengende Reaktionsweise, merkwürdig und aufschlußreich zugleich. Und natürlich auch der (lower) middle-class-Identifikationsfigur Willy Loman (low man …) als reisendem Kleinhändler (Vertreter) zuzuschreiben…
Tod eines Handlungsreisenden - Trailer [3:24]

Veröffentlicht am 24.03.2014
Seit fast vier Jahrzehnten arbeitet Willy Loman ziemlich erfolglos als Handlungsreisender. Als ihm plötzlich gekündigt wird, versucht er weiterhin, seinen unerschütterlichen Glauben an den amerikanischen Traum und die damit verbundene Scheinwelt gegenüber seiner Familie aufrecht zu erhalten. Sein Sohn Biff führt ihm die Realität vor Augen und löst damit eine folgenschwere Reaktion bei seinem Vater aus. Volker Schlöndorffs preisgekrönte Verfilmung von Arthur Millers weltberühmtem Bühnenstück besticht durch Detailtreue und eine exzellente Besetzung. Dustin Hoffman wurde für seine herausragende Darstellung mit dem Golden Globe und dem Emmy Award ausgezeichnet. An Hoffmans Seite beeindruckt John Malkovich als sein Sohn Biff.


»Das Wunschbild der sexuell-sozialen Versorgtheit, der rationalisierten Sexualität (lässt) die Ehe zur bürgerlichen Einrichtung im Bürgertum werden (…) und setzt Familie als Refugium vor dem Lebenskampf.« Ernst Bloch (1895-1977): Das Prinzip Hoffnung
Top 10 Notes: Death of a Salesman [9:47]

Veröffentlicht am 19.03.2014
It's the first play to win a Tony, New York Drama Circle Critic Award and Pulitzer Prize. Welcome to WatchMojo.com and in this installment of Mojo Notes, we'll be exploring ten pieces of trivia about Arthur Miller's "Death of a Salesman." Special thanks to our user WackyJack322 for submitting the idea on our Suggest Page at WatchMojo.com/suggest!

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In dem Nächsten – nicht im Fernsten – stecke mithin der Knoten des Daseinsrätsels. Der Zielinhalt des Dunkel des gelebten Augenblicks sei unter der mythologischen Bezeichnung Gott intendiert und sei mit unmythologischer Bezeichnung Agens wie Kern der sich entwickelnden Materie. Diese unmittelbar zu erleben sei bislang noch nicht möglich und somit lebe noch kein Mensch wirklich, was Bloch in verschiedenen Werken mit der Formel: „Ich bin. Aber ich habe mich noch nicht.“ auszudrücken versucht. Das Carpe diem (Pflücke den Tag) der Tatmenschen sei weit davon entfernt das Jetzt erleben zu lassen und ebenso reiche reine Kontemplation nicht aus. In der Klassengesellschaft, die notwendig über das Produkt das wirklich Produzierende übersehe, finde ein Begreifen-Ergreifen der aktuellen Triebkräfte des Geschehens nicht statt, bestenfalls falle ein senkrecht einschlagendes Licht auf die Unmittelbarkeit revolutionärer Situationen. Hier sei ein militanter Optimismus angebracht, ein echtes geschichtsbewusstes Carpe diem. (Das Prinzip Hoffnung, Inhalt, Das Antizipierende Bewusstsein (Zweites Kapitel), Das Dunkel des gelebten Augenblicks, Wikipedia)
Ernst Blochs Abschlusssätze im Prinzip Hoffnung bilden ein fulminantes Furioso (Eberhard Braun) zum Thema Heimat:
Der Mensch lebt noch überall in der Vorgeschichte, ja alles und jedes steht noch vor Erschaffung der Welt, als einer rechten. Die wirkliche Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende, und sie beginnt erst anzufangen, wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden, das heißt sich an der Wurzel fassen. Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfaßt und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat. (S. 1628) (Das Prinzip Hoffnung, Wunschbilder des erfüllten Augenblicks (Fünftes Kapitel), Heimat, Wikipedia)

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