Mittwoch, 19. November 2014

Tagesschau sachlich und objektiv: »Putin, einsam und verlassen«

Gestern, 20 Uhr, die „Tagesschau“ berichtet vom G20-Gipfel in Brisbane. Der Korrespondent sagt: 
„Beim Barbecue am Mittag, wie symbolisch, Putin, einsam und verlassen.“ 
 Und zeigt, Tatsache: 
(Tagesschau-Clip bei 1:55)
Ein Blick ins Ausgangs-Material von Reuters verrät allerdings, dass Putin gar nicht alleine am Tisch sitzt. Links am Tisch, na sowas: Dilma Rousseff, die Präsidentin Brasiliens.
(beide Bilder aus Niggemeiers Blog, Bildunterschriften von mir)
Dreist: ARD und ZDF fälscht vorsätzlich Berichte über G20 Treffen [2:30]
Das Video gibt es auf youtube nicht mehr.
Hier ein Artikel, in welchem es eingebettet ist (Vimeo):
- Die Geschichte des "isolierten Putin" ist falsch und erlogen – Falsche Berichterstattung der ARD und anderer Medien (sott.net, November 2014)
alter Info-Text:
Veröffentlicht am 19.11.2014
Wichtig: Bitte weiterverbreiten! Die ungeheure Manipulation von ARD und ZDF geht weiter! GEZ-finanzierte Medien fälschen Beitrag über Putin beim G20-Gipfel! Der Tenor der Öffentlich-Rechtlichen in ihrer Berichterstattung über den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf dem G20 Gipfel in Australien war eindeutig: “Putin isoliert”, “Putin einsam und verlassen”. Als angeblicher Beweis wurde immer wieder eine Videosequenz gezeigt, in der Putin anscheinend alleine an einem 7er Tisch sitzt. Der ARD-Korrespondent in Brisbane, Philipp Abresch, textete dazu munter: 
“Beim Barbecue am Mittag, wie symbolisch, Putin, einsam und verlassen.” und zeigt:
http://s14.directupload.net/images/14...
Das Problem: Putin saß nicht alleine, wie die Berichterstattung suggeriert. Mit Putin am Tisch saß die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff und im weiteren Verlauf noch fünf weitere Staatsoberhäupter. Siehe:
http://s14.directupload.net/images/14...
In allen Beiträgen der ARD und des ZDF zum Thema wurde das Videomaterial so geschnitten, dass Präsidentin Rousseff nicht zu sehen ist und Putin somit als „isoliert“ dargestellt werden konnte. Im Fall der Tagesthemen-Sequenz[3] wurde das Originalmaterial von Reuters, wie von der PropagandaSchau nachgewiesen, sogar in der zeitlichen Abfolge geändert. Der Schnitt erfolgt genau in dem Moment, in dem der Kellner zur Seite tritt und Rousseff sichtbar werden würde. Danach wird eine Szene eingefügt in der sich Putin an den Tisch setzt und den Stuhl heran zieht. Auch in der Tagesschau wurde die Sequenz so geschnitten, dass die brasilianische Präsidentin nicht zu sehen ist.
Angesichts der Tatsache, dass das für die Sequenz[4] genutzte Rohmaterial[5] auch über Bilder verfügt, die Putin bei der Unterhaltung mit Rousseff zeigen (ab Minute 1:50), kann ausgeschlossen werden, dass die ARD und ZDF unwissentlich gehandelt haben.Die absichtliche Manipulation der GEZ-Medien wird zusätzlich noch durch die offizielle Sitzordnung bei diesem Mittagessen belegt. Am selben Tisch wie Putin saßen neben der brasilianischen Präsidentin Rousseff, auch Kanzlerin Merkel, der belgische Premier van Rompuy und darüber hinaus die Staatsoberhäupter von Korea, Argentinien und Italien. Das aber wurde von den ARD- und ZDF-Kommentatoren wissentlich unterschlagen. Sitzplan Mittagessen G20 Gipfel:
https://twitter.com/bkjabour/status/5...
Ein offizielles Video[5] des Treffens auf der G20-Webseite[6] zeigt zudem Putin kurz vor Beginn des Barbecues im Gespräch mit dem französischen Präsidenten François Hollande und dem japanischen Premier Shinzo Abe. Alle Regierungschefs saßen später gemeinsam unter dem Mittags-Zelt. In Anbetracht dieser Faktenlage, erscheint die Erklärung des ARD-Chefredakteurs Kai Gniffke zum Vorfall nicht sehr glaubwürdig.
“Man muss uns schon eine Menge Verbohrtheit unterstellen, um zu glauben, dass wir exakt warten, bis der Kellner Frau Rousseff Wasser nachschenkt, damit man die Brasilianerin nicht sieht”, so Gniffke in Reaktion auf einen Blogeintrag[7] des Medien-Journalisten Stefan Niggemeier. Schaut man sich aber die Zuschauer-Kommentare[8] zu dem Beitrag des ARD-Chefredakteurs an, dann fühlt man sich an den Spruch erinnert: “Deutschland ist endlich wieder das Land der Dichter und Denker: Die Medien dichten. Die Bevölkerung denkt.”
Beschwerden nimmt die ARD bzw. die Tagesschau hier entgegen:
https://www.facebook.com/tagesschau
https://www.facebook.com/DasErste
ARD Tagesschau
Hugh-Greene-Weg 1
22529 Hamburg
Telefon: 040 / 4156-0
Fax: 040 / 4156-7419
Querverweise:
[1]Neue ARD-Lügen: Chefredakteur Gniffke will manipuliertes Video vom »einsamen Putin« erklären
http://propagandaschau.wordpress.com/...
[2] “Der isolierte Putin” – ARD und ZDF (mal wieder) der Medienmanipulation überführt
http://www.rtdeutsch.com/6493/headlin...
[3] Sendung: tagesthemen 15.11.2014 23:15 Uhr
http://www.tagesschau.de/multimedia/s...
[4] Reuters: World leaders on lunch break at G20
https://www.youtube.com/watch?v=LA-ke...
[5] G20 Summit Leaders' retreat barbeque, Parliament House, Brisbane

https://streaming-01.xlent.net/?chann...
[6] Public Videos
https://www.g20.org/news/video_gallery
[7] Super-Symbolbilder: „Putin, einsam und verlassen“
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/...
[8] Putin einsam oder nicht einsam?
http://blog.tagesschau.de/2014/11/17/...


hier der Zusammenschnitt mehrerer öffentlich-rechtlicher Nachrichtensendungen durch die Propagadaschau:


ARD und ZDF-Propaganda: Der isolierte Putin from Doku Mentor on Vimeo.

mehr:
- Super-Symbolbilder: „Putin, einsam und verlassen“ (Stefan Niggemeiers Blog, 16.11.2014)
Merke: Man sieht, was man will.
Und: Sie lernen nichts.
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Unter Lernen versteht man den absichtlichen (intentionales Lernen) und den beiläufigen (inzidentelles und implizites Lernen), individuellen oder kollektiven Erwerb von geistigen, körperlichen, sozialen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Aus lernpsychologischer Sicht wird Lernen als ein Prozess der relativ stabilen Veränderung des VerhaltensDenkens oder Fühlens aufgrund von Erfahrung oder neu gewonnenen Einsichten und des Verständnisses (verarbeiteter Wahrnehmung der Umwelt oder Bewusstwerdung eigener Regungen) aufgefasst.Die Fähigkeit zu lernen ist für Mensch und Tier eine Grundvoraussetzung dafür, sich besser den Gegebenheiten des Lebens und der Umwelt anpassen zu können, darin sinnvoll zu agieren und sie gegebenenfalls im eigenen Interesse zu verändern. So ist für den Menschen die Fähigkeit zu lernen auch eine Voraussetzung für Bildung, also ein reflektiertes Verhältnis zu sich, zu den anderen und zur Welt. Die Resultate des Lernprozesses sind nicht immer von den Lernenden in Worte fassbar (implizites Wissen) oder eindeutig messbar. 
[Lernen, Wikipedia, abgerufen am 19.11.2014]
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Aufmerksam gemacht wurde Niggemeier durch den facebook-Eintrag von Moritz Gathmann, 15.11.2014.
»Moritz Gathmann schreibt für viele Zeitungen (z. B. auch für Rolling Stone). Als bekannt wurde, daß er auch von russischer Seite Geld erhält, kündigte – wenige Tage nach Veröffentlichung obigen Artikels – die ZEIT die Zusammenarbeit.« (Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik?, Post, 25.03.2014; Kurzer Prozess: „Zeit Online“ und der geschasste 150-Euro-Reporter, Stefan Niggemeiers Blog, 11.03.2014)

ARD-Spezial - Der einsame Putin in Brisbane zum G20-Treffen [0:58]

Veröffentlicht am 21.11.2014
Für wie blöd halten die Dummbatzen von der ARD die Menschen in diesem Lande eigentlich!!! Nehmt diesen Propaganda-Leuten das Geld weg! Kein Geld für Lügen: http://youtu.be/dq08YzXA6yg
Quelle: Propagandasender Russia Today
http://youtu.be/XOHfGflKBK0
mit sichtbaren Fakten gegen zusammengeschnitten Lügen!
http://blog.tagesschau.de/2014/11/17/...

Nachtrag, 17. November. ARD-Chefredakteur Kai Gniffke hat sich zu einer Art Antwort herabgelassen.
- ARD-aktuell – 17. November 2014 – Putin einsam oder nicht einsam? (Tagesschau-Blog, 17.11.2014)
Text:
Die Berichterestattung deutscher Medien über den Ukraine-Konflikt ist ja seit Monaten Diskussionsthema in Print-, Online-, TV- und Hörfunkredaktionen. Fast hatte ich schon die Sorge, dass die ARD mit dem Putin-Interview von gestern in den Verdacht geraten könnte, Russland-Versteher zu sein. Da stellt Stefan Niggemeier unser Weltbild wieder vom Kopf auf die Füße. Wir sind und bleiben die heimlichen Unterstützer der NATO, die täuschen, fälschen und verdrehen.

Anlass für die Diskussion ist ein Beitrag in der Tagesschau vom G20-Gipfel in Brisbane. Unser Korrespondent Philipp Abresch textete, dass Putin beim Barbecue “einsam und verlassen” sei. Dazu zeigt der Bericht folgendes Bild:
[Bild ganz oben]
Nun wirft uns Niggemeier vor, absichtlich diesen Ausschnitt gewählt zu haben, in dem Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff vom Kellner verdeckt ist, um so zu tun, als ob Putin allein am Tisch gesessen habe. Nun weiß ich nicht, wie es Ihnen geht, wenn Sie auf einer Party am 8er-Tisch sitzen und links und rechts neben Ihnen jeweils drei bzw. zwei Stühle frei bleiben. Ich nenne das einsam und verlassen. Ob mit oder ohne Roussef, mit oder ohne Kellner, das Bild erzählt genau diese Geschichte: Putin ist isoliert. Insofern stehe ich hundertprozentig hinter der Formulierung unseres Korrespondenten. Abresch hat ja nicht gesagt “allein am Tisch”, aber selbst wenn, hätte ich ihm das durchgehen lassen, denn Putin sitzt am Tisch und ist einsam.

Man muss uns schon eine Menge Verbohrtheit unterstellen, um zu glauben, dass wir exakt warten, bis der Kellner Frau Rousseff Wasser nachschenkt, damit man die Brasilianerin nicht sieht. Wirklich Leute, dafür gibt es Korrespondenten vor Ort, die die Bilder (zum Glück unvoreingenommen) einordnen können. Und Putin war auf diesem Gipfel isoliert, was durch die Recherche belegt ist und was durch das Bild auch noch augenfällig wird. Oder hatte jemand den Eindruck, dass es Putin und Rousseff am Tisch richtig haben krachen lassen?


Man beachte:
»[…] weiß ich nicht, wie es Ihnen geht, wenn Sie auf einer Party am 8er-Tisch sitzen und links und rechts neben Ihnen jeweils drei bzw. zwei Stühle frei bleiben. Ich nenne das einsam und verlassen.«
Exakt das hat Stefan Niggemeier zum Ausdruck bringen wollen: Wer sagt, daß diese Stühle frei bleiben?
»Putin sitzt am Tisch und ist einsam.«
Exakt das hat Stefan Niggemeier zum Ausdruck bringen wollen: Wer sagt, daß Putin einsam ist? Wer sagt, daß er sich einsam fühlt?
»Putin war auf diesem Gipfel isoliert, […] was durch das Bild auch noch augenfällig wird.«
Exakt das hat Stefan Niggemeier zum Ausdruck bringen wollen: Was hat das Hineininterpretieren von Gefühlen und vermeintlichen Beziehungs-Situationen mit sauberer journalistischer Arbeit zu tun?
Angesichts dieser Ansammlung völlig unkritischer und unreflektierter Annahmen über eine andere Person (zudem: über eine bestimmte andere Person) kann man einen Eindruck davon bekommen, wie schwierig die Kommunikation zwischen Medien und Medien-Kritikern ist. Von dieser Schwierigkeit kann man auf die Schwierigkeit in der Kommunikation zwischen Putin und dem Westen schließen.
Als Therapeut lade ich dazu ein, darüber nachzudenken, wie Bewegung in diese verfahrene Angelegenheit zu bringen wäre und welche Interessen dem entgegenstehen…


Zitate aus den Kommentaren zu Gniffkes Stellungnahme (Nr. in Klammern):
Herr Niggemeier stellt nur fest, dass dieses Bild die brasilianische Präsidentin verdeckt. Dazu passt natürlich die Aussage, dass Putin isoliert sei.

Warum kann Herr Niggemeier plötzlich diese beiden Bilder aus dem Hut zaubern und die ARD tut so, als gäbe es nur ein Bild?

Wenn die ARD den Propaganda-Geruch loswerden mag, welcher heute den Mainstream-Medien anhängt, wäre es sinnvoll, möglichst neutral zu berichten und sich dabei nicht allein auf die deutsche Perspektive zu beschränken. Wie haben denn die australischen Medien über den G20-Gipfel berichtet, wie die russischen Medien, wie die amerikanischen, wie die chinesischen?

Vergleichen Sie das alles einmal und Sie werden feststellen, dass die Berichterstattung in Deutschland irgendwie durchgängig arg tendenziös ist.

Nachdem Sie das alles sorgfältig verglichen haben, werden Sie sich wohl auch nicht mehr darüber wundern, dass der ARD Meinungsmache unterstellt wird.
(4)


Ich lese die Blogs von Herrn Niggemeier seit langem, und dieser Mensch hat den Öffentlich-Rechtlichen sehr lange sehr wohlwollend gegenübergestanden, sie sehr oft verteidigt (und würde das vermutlich auch jetzt noch tun, wenn es einen entsprechenden Anlass gäbe). Wie die ARD nun mit Kritik von diesem, eigentlich Verbündeten, umgeht spricht wirklich für sich. (5)


Bei so wenig Einsicht, sehe ich schwarz für eine zukünftige ausgewogene Berichterstattung des ARD. Da scheint die ganze Chefetage Beratungs- und Kritikresistent zu sein.

Gut gibt es noch wirklich unabhängige Geister wie Stefan Niggemeier, die sich nicht vom Medienmainstream einlullen lassen, sondern mit kritischem Geist dessen Auswüchse begleiten.

Man sieht immer was man sehen will. Darum war die Einordnung von Putins Sitzplatz als “Isolierung” völlig manipulativ und auf dem besseren Auge blind. Man nimmt einfach das Bild, welches zur (schon im vornherein) angefertigen These (hier = Putin ist isoliert) passt.

Auch die Japaner waren nämlich einsam am Tisch und wer weiss, ob sich zu Putin nicht noch andere Leute hinzugesetzt haben (die geplante Sitzordnung war ja diese hier: https://twitter.com/bkjabour/status/533440985225637890).
(7)
Quelle: Bridie Jabour, Twitter, 15.11.2015, bei Propagandaschau (Nachtrag)
Wo ist eigentlich Kommentar Nr.1 hin? (8) 
(Das erinnert mich an den Witz mit George Bush in der Grundschule aus der Osho-Times: Lachen ist gesund! – Die Vierte, Post, 03.11.2006, Anmerkung von mir)

Die Darstellung in der Sendung war, dass dieses Bild belegt wie isoliert Putin ist. Aber das Bild eignet sich eben genau dafür nicht. Und genau das bemängelt Stefan Niggemeier.

Wie man sehen kann sitzen an den Tischen nur ganz wenige der Staatschefs. Saudi-Arbien im Hintergrund ist genauso “isoliert” denn es sitzt dort wohl nur noch Indonisien. Am Tisch links scheint auch nicht viel los. Ich vermute mal dass die restlichen PLätze noch leer waren weil die meisten noch Gespräche führten.

Solche mutwilligen Falschinterpretationen sind für die ARD unwürdig.
(19)

Von einem Chefredakteur erwarte ich ein wenig mehr Professionalität, sowohl im Umgang mit Informationen als auch mit Kritik. Ihre Reaktion auf den Beitrag von Hr. Niggemeier ist das exakte Gegenteil von professionellem Journalismus: sie ist anmaßend, persönlich und trieft förmlich vor persönlicher Kränkung. Das geht wirklich besser. Mein Tipp: Lernen Sie draus für die Zukunft! (23)

Die Aussage, dass Putin isoliert sei ist ganz einfach sachlich falsch. Erst eine Woche zuvor beim APEC-Gipfel in China wurde Putin vom Gastgeber demonstrativ an seine Seite gestellt, während Obama an den Rand gestellt wurde. Auch beim Südamerika-Treffen war von der Isolierung Russlands nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil: es wurde eine Bank der BRICS-Staaten gegründet – als Alternative zur Weltbank, die unter US-amerikanischer Kontrolle steht. (44)

“Man muss uns schon eine Menge Verbohrtheit unterstellen, um zu glauben, dass wir exakt warten, bis der Kellner Frau Rousseff Wasser nachschenkt, damit man die Brasilianerin nicht sieht.” Genau Herr Dr. Gniffke, das unterstelle ich mittlerweile unseren Qualitätsmedien. (48) Oh, vom Alten Mann! (Bemerkung von mir)

Ihre patzige Antwort ist ganz schön peinlich. Ich finde nicht gut, wie die Tagesschau Fehlerkultur betreibt. Hier wurden einige Fehler begangen: Putin ist einsam – das ist eine ganz schöne Unterstellung. Oder hat Putin Ihnen das ins Mikro diktiert? Wie auch immer, hier wurde ein Fehler begangen und in Ihrer Antwort reagieren Sie beleidigt. Das finde ich nicht angemessen für die Tagesschau. (72)

Deutschland ist endlich wieder das Land der Dichter und Denker: Die Medien dichten. Die Bevölkerung denkt. Es ist schön anzusehen wie der Widerstand wächst. Vor einem Jahr waren die Denker noch in Unterzahl, nun erobern sie Stück für Stück das Wort und mir soll der Hund in den Arsch beißen wenn das nicht wahrgenommen wird. In gut 2 Jahren sind die Medien am Ende und das Deutsche Volk wird zum zivilen Ungehorsam auf die Straßen gehen. Mir wäre es ganz lieb wenn dies schon Heute geschehen würde.
(132)

siehe auch:
- Angeblich einsamer Putin im Bild: “Tagesschau”-Chef Gniffke kanzelt Kritiker ab (meedia, 18.11.2014)

aktualisiert am 27.05.2018

RT Deutsch: Propaganda mit dem Holzhammer

Der staatliche russische Propaganda-Kanal RT ist seit Kurzem mit einem deutschen Angebot auf dem Markt. Es ist erschreckend, wie dort gelogen und verbogen wird.

Wenn Millionen aus dem Kreml hineingesteckt werden, kann nur Propaganda herauskommen. Das Misstrauen gegenüber dem deutschen Ableger des staatlichen russischen Auslandsfernsehens RT (ehemals Russia Today) war groß, bevor auf der Seite rtdeutsch.com Anfang November auch nur ein Artikel oder Video erschienen war. Gleichzeitig hat eine nach eigenen Worten an "Meinungsvielfalt und Informationsfreiheit in Europa" interessierte Zielgruppe sehnsüchtig darauf gewartet, gut 30.000 Menschen unterschrieben im Frühjahr sogar eine Petition für eine deutsche Ausgabe.

Schon der Muttersender erschafft mit seinem wilden Mix aus gezielten Manipulationen, obskuren Theorien und fragwürdigen Experten ein Paralleluniversum, das mit der Realität wenig gemein hat und dazu dient, die Sicht der russischen Regierung durchzusetzen oder Zweifel an anderen zu wecken. Nicht alles ist gelogen und verbogen, manch kritischer Beitrag hat seine Berechtigung, das sei vorweg gesagt. Echte Nachrichten und Analysen neben irrelevant Buntem und purem Unsinn – das macht diese Art der Propaganda aus. Insgesamt ist es haarsträubend, was dort als Journalismus verkauft wird, nun auch auf Deutsch.

mehr:
- RT Deutsch – Das hat uns gerade noch gefehlt (Carsten Luther, ZEIT, 19.11.2014)
man genieße auch die Kommentare!

einige Zitate (Nr. in Klammern):

Ich genieße seit einem guten Jahr die direkte Nachbarschaft von BBC und rt auf direkt benachbarten Kanälen meines Fernsehers, und ich habe dort die Berichterstattung über das Geschehen in der Ukraine verfolgen dürfen.

Und was soll ich Ihnen sagen? Die größten Lügen liefen bei BBC.

Traurig, weil beep für mich einmal ein Musterbild seriösen Journalismus war, aber wenn man zum wiederholten Mal mit Meldungen über russischen Panzerkolonnen bombardiert wird, Panzerkolonnen, die sich ohne Gegendarstellung nach einigen Tagen in blauen Dunst auflösen, dann wird man skeptisch. (2)

Die hysterische Reaktion der ZEIT Online, aber auch so mancher anderer Medien, auf das Auftauschen von RT zeigt recht deutlich, dass dieser RT-Sender wichtig für echten Pluralismus ist. Wollen wir ihn doch mal endlich ernst nehmen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich jetzt nicht nur westeuropäische, sondern auch einen russischen Staatssender im Original und unverfälscht empfangen und mir eine eigene Meinung bilden kann. Die einseitige Berichterstattung auch von ZEIT Online in der letzter Zeit vor allem zum Ukraine-Konflikt hat dazu beigetragen, dass dieses dringende Bedürfnis bei mir und vielen anderen entstanden ist. (7)

Die Unterschiede zu uns im Westen sind nicht wirklich groß. In Russland nennen wir es 'Propaganda', bei uns heißt es 'Puplic Relations'. Hier gibt man sich nur mehr Mühe das Ganze realistisch zu verpacken. Manchmal fliegt es aber doch auf wie, die Sache mit den irakischen Massenvernichtungswaffen, der Brutkastenlüge und dem Celler Loch. (10)

RT auf Deutsch ist fuer mich der schlagende Beweis, warum sich dieser Konflikt lohnt. Denn RT auf Deutsch zeigt was in Russland Realitaet ist - und die Tatsache, das RT auf Deutsch existieren darf, zeigt warum es sich lohnt, fuer Europaeische Werte zu kaempfen. (30)

Das Bild vom weinenden Mädchen "mit einer Puppe im Arm zu sehen, hinter ihm liegt angeblich die tote Mutter, die von ukrainischen Soldaten getötet wurde" erinnert mich irgendwie an einen bärtigen Separatisten mit einem Stofftier im Arm. (32)

... ist mir unvergesslich mit einem in meinen Augen ganz schlimmen Artikel kurz nach dem (unaufgeklärten) Abschuss der MH17: "Keine Sanktion ist zu hart". Der Artikel beginnt folgendermaßen: "Sind das die westlichen Werte, von denen dieser Tage immer die Rede ist? Man kann also einfach so ein ziviles Flugzeug mit 298 Menschen vom Himmel holen, ohne schwerwiegende Folgen befürchten zu müssen? "

Ich frage mich, ob Herr Luther angesichts eines derartigen "Journalismus" die richtige Person ist, über Kollegen zu urteilen. (39)


MH17-Abschuß – Keine Sanktion ist zu hart (Carsten Luther, ZEIT, 22.07.2014)
Der Abschuss von MH17 über der Ostukraine ist noch nicht endgültig aufgeklärt. Trotzdem darf der Westen nicht wieder den Fehler machen, zu lange auf Russland zu warten.

Wer jedoch anders Informierte pauschal zum Troll erklärt - was soll ich von so einem halten? (49)

Gerade im Ukraine Konflikt ist es doch bezeichnend, wie die Ursachen des Konflikts (Vorstoss von USA/EU/NATO in Richtung Ukraine) verdraengt und geleugnet werden! Es tobt dadurch nun ein Stellvertreterkrieg in der Ukraine zwischen USA/EU/NATO und Russland, und bei uns als (verdeckter) Kriegspartei laeuft die Propaganda genauso auf Hochtouren wie in den russischen Medien! 


Ein Beispiel: Die USA fliegen entlang der Russischen Grenze im Baltikum, im Schwarzen Meer usw., im Schwarzen Meer haben sie sogar ihre Flotte vor der Krim aufgefahren. Aber unsere Medien mokieren sich nur darueber, dass nun auch die Russen (wieder wie zu Zeiten des Kalten Krieges) ebenfalls Bomber bis an die Grenzen der USA schicken und Kriegsschiffe z,B, vor die australische Kueste. 

In den gleichgeschalteten westlichen Medien findet ein Propagandakrieg statt! Mich wuerde mal interessieren, wie das funktioniert?! Reicht es dafuer aus, dass alle Medien ihre Artikel bei Reuters kaufen? Oder erhalten die Journalisten Weisungen von den Chefredakteuren? Nach dem Motto, schreib heute mal ueber russische Propaganda?! (55)


Man schaue sich die beeindruckende Rede von Außenminister Steinmeier anlässlich der Verleihung der Lead Awards in Hamburg, 14. November 2014 (Auswärtiges Amt, 15.11.2014) an!

Steinmeier über den Zustand des Journalismus in Deutschland

Frank-Walter Steinmeier hat auf den Lead-Awards gestern in Hamburg eine Rede über den Zustand des Journalismus in Deutschland und die Glaubwürdigkeitskrise deutscher Medien gehalten, die ich für außerordentlich hellsichtig halte.
mehr:
- Steinmeier beklagt „erstaunliche Homogenität“ und „Konformitätsdruck“ in Medien (Stefan Niggemeiers Blog, 15.11.2014)

- Rede von Außenminister Steinmeier anlässlich der Verleihung der Lead Awards in Hamburg, 14. November 2014 (Auswärtiges Amt, 15.11.2014)

Interview: Putin und der russische Standpunkt

NATO-Erweiterung, EU-Assoziierungsabkommen mit der Ukraine, die Annexion der Krim, Wirtschaftssanktionen - wie sieht der russische Präsident die Politik des Westens? Wladimir Putin spricht im exklusiven Interview über den Standpunkt Russlands. Hier der Wortlaut des Interviews, das er dem NDR Autor Hubert Seipel gegeben hat und das am Sonntag bei Günther Jauch in der ARD ausgestrahlt wurde. Aktuelle Berichterstattung zum Thema gibt es bei tagesschau.de.
mehr:
- Interview: Putin und der russische Standpunkt (NDR, wahrscheinlich 17.11.2014)
- Das Putin-Interview – wohin steuert der Kreml-Chef? (Das Erste, 16.11.2014, nächster Sendetermin: So, 23.11.2014, 21:45)
- Das Putin-Interview - wohin steuert der Kreml-Chef? (ARD Mediathek, 16.11.2014, verfügbar bis 16.11.2015) 


Screenshot von Jauchs Sendung; ich vermute, ein Medienwissenschaftler
würde die Verwendung dieses Bildes so kommentieren:
»Es wird gezeigt, daß nur Journalisten, die sich dem militaristischen Spiel
Putins anpassen und unterwerfen, ein Interview mit ihm
 erhalten. Damit 
wird Hubert Seipel schon gleich zu Beginn der Sendung desavouiert

Zitat von Hupert Seibel zu Beginn der Sendung (auf die Frage Jauchs, weshalb er gelacht habe):
»Wunderschönes Bild haben Sie sich ausgesucht, muß ich mich bedanken, Militär-Camouflage, ist offensichtlich alles in Ordnung … mit dem Feindbild. […] Nicht die Anmoderation, die Sie [also Jauch] gerade gemacht haben, daß er das Böse in der Welt darstellt…«
Entgegnung Jauch:
»Habe ihn nicht als das Böse in der Welt dargestellt, habe die Sichtweise von vielen Leuten wiedergegeben, wie die ihn sehen.«

mein Kommentar:
Da könnte man sich ja schon gleich zu Beginn der Sendung in die Haare kriegen. Ich bin mal gespannt darauf, wann eine solche Sendung mit der Sichtweise der anderen Seite anmoderiert und mit einem anderen Photo eingeführt wird…

Die Verwendung dieses Bildes erinnert mich an Plasbergs Sendung »Hart, aber fair«, die im »Freitag« so kommentiert wurde:
»Kalter Medienkrieg Montag Abend talkte Frank Plasberg über die Krim, Ukraine und Russland. Ein einziger Gast durfte die russische Sicht erklären und wurde alles andere als fair behandelt. […] Besonders perfide waren Kameraeinstellungen, die regelmäßig einen maskierten russischen "Heckenschützen" in Rodionovs Rücken platzierten.« (“Hart aber unfair” – Plasbergs Propagandashow (der Freitag, 19.03.2014, LogIn erforderlich)
[Bild aus dem Freitag-Artikel]
In
- Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik? (Post, 25.03.2014) finden sich noch Auszüge aus dem Freitag-Artikel
siehe auch:
- “Hart aber unfair” – Plasbergs schäbige Propagandashow (Die Propagandaschau, 19.03.2014)

Journalisten-Kommentare unter
- “Hier lief Kreml-TV”: Pressestimmen zum ARD-Interview mit Wladimir Putin (meedia, 17.11.2014)

Heute wäre Ofra Haza 57 Jahre alt geworden

Israels berühmteste Sängerin Ofra Haza hat diesen Satz nicht nur gesagt, sie hat ihn auch gelebt. Sie starb mit 41 Jahren. 

 "Ich hoffe, eines Tages wird sich alles zum Guten wenden, denn ich bin sehr optimistisch und bete dafür, dass jeder Mensch am Morgen aufstehen wird und den Zauber des Lichts Gottes erlebt. Lasst uns Frieden schließen! Lasst uns gemeinsam das Leben genießen. Das ist mein Traum!" 

Wenn in diesen Tagen überall die Nachrufe auf Israels erfolgreichste Sängerin zu lesen sind, sollte nicht vergessen werden, dass Ofra Haza besonders in ihrer Heimat weit mehr war als nur eine erfolgreiche Popsängerin. Ofra Haza war auch eine stark sozial engagierte Frau, die ihre Popularität immer wieder in den Dienst von Humanität und Frieden stellte. "Ich bin in Oslo aufgetreten, als Arafat, Perez und Rabin den Friedensnobelpreis erhielten. Ich war so glücklich. Ich sah in der Tür den Frieden, sah bereits sein Licht. Jeder war glücklich. Aber solange es auf beiden Seiten Fanatiker gibt, gibt es keinen Frieden. Diese Leute verkehren die Situation in Israel ins Schlechte."
mehr:
- Zum Tod von Ofra Haza: "Ich mag nicht weinen, ich will glücklich sein" (SPIEGEL Online, 24.02.2000)

Ofra Haza - Im Nin'alu (Original Version - 1984) [5:20] Text mit Übersetzung

Hochgeladen am 02.04.2010
"Im Nin'alu" is a hebrew poem by the 17th century's Yemenite Rabbi Shalom Shabazi, which has later been put to music and was sung by Israeli singer Ofra Haza, among others. 
Yemenite Jews have been singing it in various celebrations, mainly weddings. Most of the song is about the angels praising and singing to god.
This is the original version recorded by Ofra, from the album "Yemenite Songs" a.k.a. "Shirey Teyman".
In this album Ofra returned to her roots interpreting traditional Yemeni Jewish songs with lyrics coming from the poetry of Rabbi Shalom Shabazi. The album was recorded with both traditional and modern musical instruments; wooden and metal percussion, Yemenite tin and tambala, strings, brass and woodwind as well as drum machines and synthesizers.

In 1988, a remix of this song became an international hit for Ofra, topping the charts in various countries including the UK, Germany and the US. You can hear it here:
http://www.youtube.com/watch?v=5px-pp...
A third version was recorded by Ofra in 1997:
http://www.youtube.com/watch?v=A0TKXy...
And there is also a live version from 1978:
http://www.youtube.com/watch?v=O2xNTz...
The album Forever Ofra Haza - Her Greatest Songs Remixed was released in 2008.
My two favoriets from this album are:
the unplugged mix:
http://www.youtube.com/watch?v=IuL0CF...
and the bridge mix:
http://www.youtube.com/watch?v=Y2wcDy...

Madonna used parts of "Im Nin'alu" for her song "Isaac", when she released the album "Confessions on a Dance Floor" in 2005.
Some of the lyrics are:
IM NIN'ALU - If they are locked,
DAL THAEY NA DI VIM - The doors of the generous ones.
DAL THAEY MA ROM - The doors of the sky,
LO NIN'ALU - won't be locked.
EL HI MA RE MAM AL KARUVIM - God is alive and sublime to the angels,
KULAM BA RUHO YA'ALU - In his spirit they'll rise above.
EL HI - god is alive.

And in English only:
If the doors of the generous ones are locked,
The doors of the sky won't be locked. (sky refers to heaven/god).
If the doors of the generous ones are locked,
The doors of the sky won't be locked.
God is alive and sublime to the angels,
In his spirit they'll rise above.
God is alive.
Cause they are close to him,
They will thank and praise him.
God is alive.
Six wings around (of the angels),
They are flying (around god).

If they are locked
If they are locked,
If the doors of the generous ones are locked,
The doors of the sky won't be locked.

God is alive and sublime
God is alive and sublime,
God is alive and sublime to the angels,
In his spirit they'll rise above.

Check out my new video by Ofra:
http://www.youtube.com/watch?v=7-IUGa...


Ofra Haza - Love Song (Montreux) [3:11]


Hochgeladen am 20.03.2007
Awesome song sung live by Ofra Haza at Montreux Jazz Festival in 1990.
Playlist: Montreux Jazz Festival Live 1990
http://www.youtube.com/view_play_list...
fragment of "Love Song" recording
http://www.youtube.com/watch?v=lEBMqU...
"Love Song" from Shaday
http://www.youtube.com/watch?v=8T8yy7...]

Lyrics:
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Simeni kachotam al libecha,
simeni kachotam al z'ro'echa,
Ki aza kamavet ahava,
Ki aza kamavet ahava,
kasha kish'ol kin'ah,
Rishafeha rishpei esh,
esh shalhevet Yah.

Mayim rabim yo yuchlu l'chabot et ha'ahava,
u'n'harot lo yish't'fuha,
Im yiten ish et kawl hon beito b'ahava,
boz yavuzu lo.
(Shir HaShirim 8:6,7)
[Link zum deutschen Bibeltext, hinzugefügt von mir: Hoheslied 8.6-7]
Translation:
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Place me as a seal upon your heart, 
place me as a seal upon your arm,
For love is strong as death,
For love is strong as death, 
Jealousy is difficult as the grave,
Its flames are flames of fire, 
fire of the flame of God.

Many waters could not extinguish love, 
and rivers could not rinse it away.
If a man were to give all the wealth of his house for love,
He would surely be despised.


Ofra Haza - Middle East [4:28] Text

Hochgeladen am 01.08.2006 Rome Olympic Stadium - 1993


SODOT - SECRETS - OFRA HAZA - 2005 - english - part 1 [9:58]

Hochgeladen am 26.02.2007 English parts of documentary movie about Ofra Haza's life.
Jeffrey Katzenberg,Hans Zimmer, Paul Anka, Tom Schnabel and Don Was speaking about Ofra Haza....



Ofra Haza feat. Iggy Pop - Daw Da Hiya [4:37] Text

Hochgeladen am 24.07.2006 From the album "kirya"



siehe auch:
- The double life of Ofra Haza (Haaretz, 11.07.2007)
Statt roter Schleife: Ofra Haza – als Jungfrau in die Ehe – gestorben an AIDS (Lie In The Sound, 01.12.2008)
- Ofra Haza: Madonna of the dark soul (Guardian, 09.12.2010)
- The Ofra Haza enigma: How Israel's greatest pop star is remembered (972mag, 29.03.2013)


Ofra Haza - My Aching Heart [5:48] Text


Veröffentlicht am 26.08.2012 "My Aching Heart" by Ofra Haza, from her 1988 "Shaday" album. Enjoy.


The Making Of Give Peace A Chance - Ofra Haza [5:25]

Hochgeladen am 24.11.2010
Give Peace A Chance - Peace Choir 
The Peace Choir: Ofra Haza, Amina, Adam Ant, Sebastian Bach, Bros, Felix Cavaliere, Terence Trent D'Arby, Flea, John Frusciante, Peter Gabriel, Kadeem Hardison, Joe Higgs, Bruce Hornsby, Lee Jaffe, Al Jarreau, Jazzie B, Davey Johnstone, Lenny Kravitz, Cyndi Lauper, Sean Ono Lennon, Little Richard, L.L. Cool J, M.C. Hammer, Michael McDonald, Duff McKagan, Alannah Myles, New Voices of Freedom, Randy Newman, Yoko Ono, Tom Petty, Iggy Pop, Q-Tip, Bonnie Raitt, Run DMC, Dave Stewart, Teena Marie, Little Steven Van Zandt, Don Was, Wendy & Lisa, Ahmet Zappa, Dweezil Zappa, Moon Zappa, and the late John Lennon.....

Everybody's talkin' 'bout:
Planet Earth
Rebirth
United Nations
Good relations
Space stations
Starvation
Radiation
Salvation
Education
Liberation

All we are saying is give peace a chance
All we are saying is give peace a chance

Everybody's talkin' 'bout:
Civil war
Revolution
Armageddon
No solution
Are we facing
Vietnam?
We don't want to
Drop the bomb

All we are saying is give peace a chance
(Ofra sings in Hebrew)

Everybody's talkin' 'bout:
Acid house
Gay spouse
Green house
Heavy metal
Hip-hop
Censorship
Has to stop
HIV
AZT
New kids dance on
MTV
With toxic waste dumps
In the sea

All we are saying is give peace a chance
All we are saying is give peace a chance

Everybody's talkin' 'bout:
Amazon's
Trees gone
Cancer cells
From the sun
Middle East
Crazy beast
Rock 'n' rollers
Sing for peace

All we are saying is give peace a chance
All we are saying is give peace a chance
All we are saying is give peace a chance
All we are saying is give peace a chance
All we are saying is give peace a chance

(John Lennon:)

All we are saying is give peace a chance
That's all we're saying
All we are saying is give peace a chance


Words/Music: John Lennon and Paul McCartney
Additional Lyrics: Sean Ono Lennon

Lyrics: Give Peace A Chance VHS tape



Mein Kommentar:
Schade, daß man von den Leuten in Israel (oder auch sonstwo), die sauber ticken, so wenig mitkriegt…
R.I.P.


Dienstag, 18. November 2014

Volker Pispers: "... bis neulich 2014"

Bei diesem Video ist mir passiert, was mir seit Jahren schon nicht mehr passiert ist: Ich habe eine Stunde lang zugesehen, und es ist mir nicht langweilig geworden…

Volker Pispers: "... bis neulich 2014" 3sat - die Bananenrepublik

Veröffentlicht am 15.09.2014

Seine Zusammenfassung der gesellschaftlichten Situation in Deutschland (ab 38:00)
»Wir reden von 13 Millionen Menschen, denen wir keine Stelle anbieten können, wo mehr als Hartz IV bei rumkommt. […] 25 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung können wir in diesem Land keine Arbeit mehr anbieten, von der man eine Perspektive entwickeln kann, geschweige denn, die eine Familie aufbauen können.«
»Man kann an einem solchen Tag nicht sagen, daß die deutschen Kernkraftwerke sicher sind. Sie sind sicher.« (Angela Merkel)
»Ich mache jetzt seit 31 Jahren Kabarett über dieselben Themen: über Rente, über Gesundheit, über Staatsverschuldung, über Arbeitslosigkeit, über Steuergerechtigkeit, über Bildungsproblematik, das sind die zentralen Themen in einer Gesellschaft.[…] Jetzt zeigen Sie mir einen einzigen Bereich, wo diese fünf Parteien […] für den Großteil der Bevölkerung irgend etwas verbessert haben.« (ab 45:55)
und die Herstellung der Beziehung zu der Entwicklung in den USA deckt sich mit meiner Überzeugung. Ein Unterschied: Er kann es besser zusammenfassen.

USA - Der Abstieg einer Familie [8:43]

Hochgeladen am 24.07.2011
Weltspiegel 17.07.11
Erst verlor die neunköpfige Familie Bongens ihr Haus, dann der Vater den Job - und dann kam der Fall ins Bodenlose. Nach einer Odyssee durch Wohnheime und Obdach-losenheime sitzt der Vater im Knast, die Mutter in einem Frauenheim und die Kinder sind auf Pflegefamilien verteilt. Eine Geschichte, die der Wirtschaftskrise in den USA ein tragisches Gesicht gibt...



In Bezug zu meinem Ferguson-Post (Ferguson: Es brodelt immer noch, 18.11.2014) bitte ich zu beachten: (ab 48:37)
»Es kann sich nichts ändern. Die haben sich diesem kapitalistischen Mördersystem verschworen. Wir sitzen in einem Zug und rasen auf einen Abgrund zu. Wie der Abgrund aussieht, das wissen wir, wenn wir ehrlich sind, das sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Das ist Kapitalismus im Endstadium. […] Da müssen Sie mal in die Außenbezirke fahren von New York oder von Los Angeles. Sie kommen nicht mehr zurück, aber dann wissen Sie, was da los ist. – Die USA ist eine komplett entsolidarisierte Gesellschaft. Das ist Kapitalismus im Endstadium. Die Reichen habe sich in speziellen Vierteln verschanzt mit Zugang-Codes und Wachpersonal, die haben ihre eigenen Unis, ihre eigenen Krankenhäuser, eigene Schulen, Kindergärten. Die Mittelschicht hat sich komplett aufgelöst in der letzten Krise. Die brauchen inzwischen zwei Jobs parallel, um leben zu können. […] Das untere Drittel, die sitzen komplett im Dreck. Die sind entweder ganz obdachlos oder sitzen in Wohnvierteln drin, wo sich keine Polizei mehr reintraut. Die einzige sozialpolitische Maßnahme ist: Wegsperren. In den USA sitzen pro 1000 Einwohnern mehr im Knast als in jedem anderen Land der Welt, inklusive Nordkorea und China. Und obwohl so viele Menschen in den USA eingesperrt sind – ist ein interessantes Geschäftsmodell – private Gefängnisse –, da kann man richtig Geld mit verdienen , ist die Haupttodesursache für junge Amerikaner Mord. Jedes Jahr werden über 30.000 Amerikaner auf offener Straße erschossen. Das sind über 80 am Tag. 80 Tote am Tag, das nennen die im Irak Bürgerkrieg. Das ist in den USA auch: Kapitalismus im Endstadium ist Bürgerkrieg. Nur daß nicht die Armen gegen die Reichen kämpfen, sondern die Armen schießen sich gegenseitig über den Haufen, mit den Waffen, die die Reichen ihnen noch verkauft haben. So, wie wir das mit Afrika machen. Das ist Kapitalismus: Teile und herrsche. Dividende et impera! 95 Prozent der amerikanischen Medien sind in der Hand von fünf reichen Familien. Die haben den Stacheldraht so perfekt durch die Köpfe der Menschen gezogen, die lehnen sogar Politiker ab, die ihnen eine Krankenversicherung besorgen wollen. Und auf diese entsolidarisierte Gesellschaft, auf diesen Abgrund rasen wir zu. […] Wir müssen den Zug anhalten und diskutieren, wie wir wirklich leben wollen. […] Das sind alles Diskussionen, die können Sie aber nicht im fahrenden Zug führen. Da müssen Sie erst den Zug anhalten. Das geht aber gegen den Willen des Lokführers nur mit der Notbremse. Und das will der Deutsche nicht: Notbremse ist zu unkalkulierbar. Da kann der Kaffee über die Hose schwappen…« (Hervorhebung von mir)
Bunker Cities Wie sich reiche abschotten und die armen sterben lassen [43:14]

Veröffentlicht am 22.12.2013
Aus Angst vor den immer zahlreicher ärmer werdenden Menschen schotten sich die Reichen immer mehr ab mit privaten Sicherheitsdiensten, Mauern, Sicherheitssystemen sowie abgeschotenen Wohnvierteln die sich nur Reiche leisten können

»Nach einem Abend mit Volker Pispers kann keiner mehr sagen, er habe von nichts gewußt.« (Süddeutsche Zeitung)

Loriot - Die Volksdroge [3:36]


Hochgeladen am 16.03.2011
Aktueller denn je...
Hände weg von Psychopharmaka, Stimmungsaufhellern & Co...
genauso aber von Alkohol, Kaffee, Energiedrinks...
Nachrichten, Massenmedien, Propaganda...
- - - - - - - - -
Alternativen:
Aktion Zeigt Euch hier auf YT
Deutsches Amt für Menschenrechte
Global Non Compliance
www.wir-treten-zurueck.de
Bewusst TV
u.v.m.
MITMACHEN.
LOVE&PEACE

Ferguson: Es brodelt immer noch

Ein Gericht entscheidet, ob der Polizist, der Michael Brown erschoss, angeklagt wird. Der Gouverneur hat den Notstand ausgerufen und die Nationalgarde aktiviert.

In Ferguson im US-Bundesstaat Missouri wird die Entscheidung im Fall des erschossenen Teenagers Michael Brown erwartet. Ein Geschworenengericht in Clayton, Missouri, wird darüber befinden, ob der weiße Polizist Darren Wilson wegen der tödlichen Schüsse auf den unbewaffneten Schwarzen angeklagt wird. Der Gouverneur Jay Nixon rief den Notstand aus und aktivierte die Nationalgarde. So bereite man sich auf mögliche neue Proteste vor, sagten Behördenvertreter.

Michael Brown war unbewaffnet, als er von dem Polizisten erschossen wurde. Zeugen sollen beobachtet haben, dass er vor seinem Tod die Hände erhoben hatte. Er wurde von mindestens sechs Kugeln getroffen. Anschließend lag der leblose Körper stundenlang auf der Straße, ehe er weggebracht wurde.

mehr:
- Gouverneur von Missouri ruft Notstand für Ferguson aus (ZEIT; 18.11.2014)


dazu auch:
USA: Die Militarisierung der Polizei (Thomas Pany, Telepolis, 14.08.2014)
Ausrüstung und Art und Weise, wie die Polizei in Ferguson, Missouri auf Unruhen infolge des Todes eines jungen Schwarzen durch einen Polizisten reagiert, alarmieren Bürgerrechtler

Seit Sonntag hat die Polizei in Ferguson, Missouri, 50 Personen festgenommen; sie fährt schweres Gerät auf, arbeitet mit Tränengas und Gummigeschossen, um mit Shock & Awe gegen Demonstrationen vorzugehen, deren Auslöser tödliche Polizeigewalt gegen einen jungen Schwarzen war, in einem Vorort, dessen Bewohner, mehrheitlich schwarz, sich seit längerem über Polizeiübergriffe gegen Schwarze beschweren. An Beispielen für rohe, willkürliche Auslegungen des Gesetzes seitens der Polizei mangelt es nicht, sie gehören, wie auch aktuelle Berichte zeigen, zum Alltag schwarzer Bewohner des Vorortes von St. Louis. Nun konnten auch Journalisten am eigenen Leib feststellen, wie die Polizei von Ferguson bei Festnahmen vorgeht.
Folgt man der Geschichte seiner Festnahme, die der Reporter der Washington Post erzählt, so fällt die Unsicherheit der Polizisten auf, die zur Überreaktion in einer eigentlich harmlosen Situation führte. 


Die Journalisten saßen in einem Fastfood-Restaurant mit Hotspot und betätigten ihre elektronischen Kommunikationsgeräte. Die Polizisten wollten sie kontrollieren, Ausweispapiere etc.; die Journalisten zeigten sich etwas widerspenstig und ließen dazu ihre Aufnahmegeräte laufen; es folgte ein Disput, die Polizei reagierte mit der Festnahme, inklusive Plastikfessel und ruppigem Körpereinsatz. Ein rechtlicher Grund für Festnahme ist nicht erkennbar, Erklärungen seitens der Polizei blieben aus, wie der Chefredakteur der Zeitung zur Geschichte anmerkt.

Der Leser kommt aber an der einfachen Feststellung nicht vorbei, dass die Polizisten nicht wollten, dass man ihnen auf die Finger schaut, die Beobachtungen weitergegeben werden, dass sie große Schwierigkeiten damit haben, wenn jemand auf seine Bürgerrechte aufmerksam macht und keine Schwierigkeiten oder Skrupel damit, ihre Autorität mit Gewalt durchzusetzen. Neben dem Washington Post-Reporter wurden noch ein weiterer festgenommen und aufs Revier verbracht, ein Berichterstatter von Huffington Post, der mit kritischen Berichten über die Unruhen in Ferguson seit dem Tod von Michael Brown aufgefallen war.



"Demilitarisierung" der Polizei als Reaktion auf Ferguson (Peter Mühlbauer, Telepolis, 19.08.2014)
Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Rand Paul will das Verhältnis zwischen Sicherheitskräften und Bürgern durch den Abbau von Subventionen verbessern

Am 9. August erschoss der 28-jährige weiße Polizist Darren W. in Ferguson, einer Vorstadt von St. Louis, den achtzehnjährigen unbewaffneten Schwarzen Michael B. mit sechs Kugeln. W. glaubte seiner eigener Schilderung nach in Notwehr zu handeln. Seitdem kommt es in der Stadt zu gewalttätigen Demonstrationen, Plünderungen und Brandstiftungen. Polizisten und Nationalgardisten konnten den Krawallen bislang kein Ende setzen – dafür brachten sie durch Straßenbetretungsverbote und Tränengasgranaten Bürger und Medien gegen sich auf.

Während Obama bislang relativ zurückhaltend auf die Vorwürfe reagiert, fordert Rand Paul, der aktuell chancenreichste Anwärter auf die republikanische Präsidentschaftskandidatur 2016, als Konsequenz aus dem Vorfall eine "Demilitarisierung" der Polizei. Dabei beruft sich der Sohn des protolibertären texanischen Abgeordneten Ron Paul auf Walter Olson vom libertären Think Tank Cato Institute, der sich vorher öffentlich fragte, warum Polizisten Bürgern Tränengaskanister in ihre eigenen Vorgärten schießen, warum Veteranen erklären, sie seien in Kriegsgebieten weniger hart vorgegangen als jetzt die Polizei in Ferguson, und warum Einsatzkräfte in einer Vorstadt im amerikanischen Mittelwesten Tarnanzüge tragen.

Auch anderen Beobachtern war aufgefallen, dass sich das Auftreten amerikanischer Polizisten in Ferguson nur wenig von dem des US-Militärs in Ländern wie Afghanistan unterschied. Mashable veröffentlichte dazu einen eindrucksvollen Bildvergleich.



"Mein kindliches Vertrauen in die US-Polizei ist dahin" (Alexander Dill, Telepolis, 19.08.2014)
Springer-Journalisten in Ferguson mit Kommunisten im US-Knast

Seit Monaten kann man in der Springer-Presse erfahren, dass Tausende Israelis Schutz im Bunker vor den Raketen der Hamas suchen, dass russische Eliteeinheiten Zivilflugzeuge abschießen und die Ost-Ukraine besetzen. Und nun das: Welt-Reporter Ansgar Graw reist ausgerechnet in den Springer-Patenstaat USA, dort nach Missouri, dort nach Ferguson, wo ein unbewaffneter achtzehnjähriger Schwarzer namens Michael Brown wahlweise "nur" mit sechs Kugeln, darunter zwei Kopfschüssen "erschossen", oder aber - aus europäischer Sicht - ermordet wurde. Der Täter ist vom Dienst suspendiert. Auf den Straßen von Ferguson wurden nun Ansgar Graw von der "Welt" und sein Kollege Frank Herrmann von der US-Polizei aufgespürt und eingesperrt.

Eine ungewöhnliche Szenerie: In der Zelle saßen bereits zwei US-Kommunisten, die den Springer-Boys Tipps gegen Tränengas gaben. Ein Springer-Journalist mit Kommunisten im US-Knast - ein Grund, Ansgar Graws Bericht von heute zu lesen. Das von ihm angekündigte Gespräch über die Weltrevolution scheint aber nicht stattgefunden zu haben. Stattdessen erfahren wir, was wir bisher nur aus Videos und Hörsagenberichten kennen, dass es nämlich eine "Polizei" im Sinne eines Ordnungsdienstes für die gemeinsam bewohnte Polis in weiten Teilen der USA nicht gibt. Stattdessen terrorisieren paramilitärische Einheiten die Zivilbevölkerung und agieren eher in der Art brasilianischer Todesschwadronen.



- Polizeistaat USA (John W. Whitehead, Telepolis, 29.08.2014)
Der Tod der Freiheit an unseren Schulen

Ganz egal wie man den Showdown zwischen Anwohnern und Gesetzeshütern in Ferguson, Missouri, auch bewertet, es lässt sich die Tatsache nicht bestreiten, dass die örtliche Polizei den Protestlern wie ein Ableger des Militärs entgegengetreten ist. Leider werden wir uns im Polizeistaat, wie er im modernen Amerika nun einmal existiert, immer wieder in Ferguson wieder finden. Nämlich immer dann, wenn ein unbewaffneter Bürger durch einen bis zur Halskrause bewaffneten Polizisten niedergeschossen wird. Oder wenn ein Polizist dazu neigt, erst zu schießen, um danach Fragen zu stellen. Oder wenn ein Polizist sich derart besorgt um ihre persönliche Sicherheit zeigt, dass alles und jedermann zu einer potenziellen Bedrohung heranreift. Wir werden uns in Ferguson wiederfinden.

"Menschen kämpfen für ihre Freiheit und gewinnen diese mittels einer sehr harten Schule. Ihre Kinder, aufgewachsen in Gelassenheit, lassen sie sich wieder entgleiten, diese armen Narren. Und deren Enkel avancieren einmal mehr zu Sklaven". D.H. Lawrence

Hierbei gibt es stets eine Sache zu bedenken. Ob über solche Vorfälle nun berichtet wird oder nicht, ob dadurch soziale Proteste, Protestmärsche oder handgreifliche Auseinandersetzungen mit der Polizei mit stetig wachsendem Aggressionspotenzial ausgelöst werden, oder ob diese Entwicklung nun Empörung unter den Bürgern hervorruft oder nicht – Ferguson spielt sich laufend um uns herum ab.

Ukraine-Krise – Platzeck fordert Anerkennung der Krim-Annexion

Brandenburgs früherer Ministerpräsident wirbt für eine Legalisierung der russischen Krim-Annexion. Der Westen müsse im Konflikt mit Präsident Putin nachgeben.

Der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums, Matthias Platzeck (SPD), hat gefordert, die Annexion der Krim durch Russland zu legalisieren. "Die Annexion der Krim muss nachträglich völkerrechtlich geregelt werden, so dass sie für alle hinnehmbar ist", sagte Brandenburgs früherer Ministerpräsident der Passauer Neuen Presse. "Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dazu gehören finanzielle Leistungen, eine Wiederholung des Referendums unter Kontrolle der OSZE und Weiteres. Das müssen Kiew und Moskau aushandeln", sagte Platzeck.

Auch die von prorussischen Separatisten kontrollierten Regionen in der Ostukraine würden wohl nicht zum ukrainischen Staat zurückkehren. "Es ist momentan kaum vorstellbar, dass Donezk und Luhansk nach allem, was passiert ist, einfach wieder in den ukrainischen Staatsverband zurückkehren", sagte der frühere SPD-Vorsitzende.

mehr:
- Platzeck fordert Anerkennung der Krim-Annexion (ZEIT, 18.11.2014)

mein Kommentar:
Junge, da kannst Du Dich aber auf einen Shitstorm gefaßt machen.
Oder er wird totgeschwiegen…

Eine Volksabstimmung wäre interessant…

Ein Putin-Interview und die stereotype Reaktion unserer Medien

Gestern gab es eingebaut in die Sendung von Jauch ein Interview des NDR-Journalisten Hubert Seipel mit dem russischen Präsidenten Putin und anschließend daran eine Diskussion Jauchs mit Verteidigungsministerin von der Leyen, der WDR Fernseh-Chefredakteurin Sonja Seymour Mikich, dem Historiker Heinrich August Winkler und Hubert Seipel. Das Interview mit Putin ist interessant und war auch sachverständig geführt. Es lohnt sich, dieses anzuschauen bzw. nachzulesen. Die Diskussion zeigte mehr über den Zustand der deutschen Medien als über das Interview mit Putin. Diese Medien sind weitgehend auf Linie. Jauch und seine Gäste beschäftigten sich mit dem Interview nur unter der schon in der Programmvorschau vorgegebenen Strategie der Konzentration auf die Person des russischen Präsidenten. „Putin ist der zentrale Strippenzieher,“ hieß es dort. Der Interviewer Hubert Seipel saß staunend dabei – so seine Körpersprache. Im Folgenden werde ich zunächst die notwendigen Links nennen (A), dann kurz und nur zum Überfliegen Elemente aus der Vorankündigung der ARD wiedergeben (B), dann folgen einige mir wichtig erscheinende Aussagen Putins (C) und dann (D) einige Anmerkungen zur Diskussion bei Jauch.
mehr:
- Reaktion auf Putin Interview: Bei Jauch nahezu vollständig auf Linie (Telepolis, 17.11.2014)
Zitat:
Keinerlei Reflexion des Zustands des Westens und der westlichen Führungsmacht, stattdessen wurde wiederholt behauptet, wir hätten im Westen immer gültige und gemeinsame Werte und funktionierende Demokratien. Wer verfolgt, wie wenig verknüpft wichtige politische Entscheidungen wie etwa die Verhandlungen zu den Freihandelsabkommen oder die Entscheidungen zur Agenda 2010 mit den Interessen des Volkes und der Mehrheit sind, konnte angesichts der kritiklosen Debatte über Werte und Demokratie nur verwundert den Kopf schütteln. Wer verfolgt, wie von Gewalt durchsetzt wichtige westliche Länder sind, kann den Diskussionsteilnehmern nur noch absolute Verlogenheit bescheinigen.