Samstag, 14. Februar 2015

Annexion – Sprache: So wird Realität hergestellt

Reinhard Merkel (Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg):
Die Krim wurde nicht annektiert (WDR, Link funktioniert nicht mehr, deshalb hier:
- Reinhard Merkel, Professor für Strafrecht: Die Krim wurde nicht annektiert, Versuch der Ostukrainer sich abzuspalten ist legitim. Der Westen spricht mit gespaltener Zunge (Stimme Russlands auf SOTT.net, 21.10.2014)

Da die verlinkte Seite beim WDR nicht mehr aufrufbar ist, deshalb hier ein Link zu einem Artikel über das WDR-Interview mit Reinhard Merkel:
- Krim-»Annexion«: Völkerrechtler wirft Angela Merkel Doppelzüngigkeit vor (Georg Lehle, Friedensblick, 04.02.2015)

Es ist in der medialen Kommunikation inzwischen selbstverständlicher Usus geworden, die »Heimholung« (anderes Wort, andere Realität) der Krim nach Russland als Annexion und Bruch des Völkerrechts zu bezeichnen.


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Am 20. Januar 1991 sprachen sich 93 Prozent der Krimbewohner in einem Referendum für die „Wiederbegründung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Krim (ASSK) als Subjekt der UdSSR und Teilnehmer des Unionsvertrages“ aus.[11]
Der Oberste Sowjet der Ukraine bestätigte in einer Entscheidung am 12. Februar 1991 die Gründung einer ASSK, verkündete dabei aber die „Wiederbegründung der ASSK im Bestand der Ukrainischen SSR“. Ein Konstrukt ASSK hatte jedoch zuvor nie innerhalb einer Ukrainischen SSR existiert, so dass die Entscheidung juristisch fehlerhaft war. Man nahm es jedoch so am 6. Juni 1991 in die Verfassung der ASSK auf und machte es so rechtsgültig.[12]
Die Ukrainische SSR selbst erklärte sich dann am 24. August 1991 in den bestehenden Grenzen, also einschließlich der Krim, für unabhängig. Beim folgenden Referendum über die staatliche Unabhängigkeit der Ukraine im Dezember 1991 stimmten 54 Prozent der Wähler in der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Krim mit „Ja“.[13] Anfangs konnte Kiew die Herrschaft über die Krim nur mühsam durchsetzen. Lediglich mit erheblichem politischem Druck konnte ein Referendum über die Unabhängigkeit der Krim verhindert werden. Als Kompromiss wurde 1992 das Gebiet zur Autonomen Republik Krim innerhalb des ukrainischen Staates erklärt. Sie erhielt Hoheitsrechte in Finanzen, Verwaltung und Recht. In der Verfassung der Autonomen Republik Krim von 1998 sind Ukrainisch, Russisch und Krimtatarisch als Sprachen festgelegt. 
Im „Budapester Memorandum“ vom 5. Dezember 1994 verpflichteten sich im Rahmen der in Budapest stattfindenden KSZE-Konferenz Russland, Großbritannien und die Vereinigten Staaten in drei getrennten Erklärungen jeweils gegenüber der Ukraine, Kasachstan und Weißrussland, als Gegenleistung für einen Nuklearwaffenverzicht die Souveränität und die bestehenden Grenzen der Länder (Art. 1) sowie deren politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu achten (Art. 2 f.) und im Falle eines nuklearen Angriffs auf die Länder unmittelbar Maßnahmen des UN-Sicherheitsrates zu veranlassen (Art. 4).
Mit der Unabhängigkeit der Ukraine kam es mit der Russischen Föderation zum Streit über die Schwarzmeerflotte und ihren Heimathafen Sewastopol. Neben ihrer Bedeutung als wichtiger Flottenstützpunkt der ehemaligen Sowjetunion gilt die Stadt zudem als nationales Symbol, u. a. wegen ihrer Rolle im Krimkrieg und im Zweiten Weltkrieg. Im Juli 1993 erklärte das russische Parlament Sewastopol zur russischen Stadt auf fremdem Territorium nach dem Vorbild von Gibraltar. Erst der Vertrag vom Mai 1997 regelte die Aufteilung der Flotte und den Verbleib der russischen Marine auf der Krim bis 2017, womit sich die Situation entspannte. Russland pachtete den größeren Teil Sewastopols auf zwanzig Jahre. Im bewaffneten Konflikt zwischen Georgien und Russland 2008 stellte sich die Ukraine unter dem damaligen Präsidenten Wiktor Juschtschenko auf die Seite von Georgien und drohte, den Stationierungsvertrag mit Russland nicht zu verlängern. Dies geschah dann aber 2010 unter Präsident Wiktor Janukowytsch, der den Pachtvertrag bis 2042 ausdehnte. Im Gegenzug sicherte Russland der Ukraine vergünstigte Erdgaslieferungen zu.[14] Die Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte lagen im Hafen von Sewastopol neben jenen der ukrainischen Flotte. Anfang 2014 verstärkte Russland die auf der Krim stationierten Soldaten.[15] 
[Krim, Abspaltung von der SowjetunionWikipedia, abgerufen am 01.06.2017]
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siehe auch:
- Krim: Berlin und Moskau streiten über das Wort Annexion (ZON, 03.06.2015)
- Krieg gegen den IS - Das Ende des Pazifismus? (Monitor, WDR, 23.10.2014)

mein Kommentar:
…Und wenn wir genügend Böse um uns herum ausgemacht haben, dürfen wir mit unseren Waffen zur Selbstverteidigung schreiten… Es bleibt uns ja nichts anderes übrig… Mit Putin und dem IS kann man ja nicht reden.
In den USA werden inzwischen Kongreßbeschlüsse zur Wahrheitsdefinition herangezogen!
- Resolution 758 / Ukraine Freedom Support Act (Post, 29.12.2014)(…was unseren Medien zu peinlich ist, deshalb wird hier kaum darüber berichtet.)

Die Krim war nicht annektiert. Professor des Völkerrechts Dr. Merkel. 25.10.14 {16:22}

Veröffentlicht am 19.04.2015
Ein Telefon-Interview mit Professor des Völkerrechts Dr. Reinhard Merkel.
Eine klare und eindeutige Darstellung des Völkerrechts
zum Krim Anschluss, zum Separatismus in der Ost-Ukraine
und zum Militäreinsatz von Kiew.

siehe auch:
 Der Ukraine-Konflikt 2 – Über unterschiedliche Meßlatten und die Verwendung von Sprache am Beispiel der Homosexuellen-Gesetzgebung in Deutschland und des israelisch-palästinensischen Konflikts (21.03.14, zuletzt aktualisiert am 03.09.2014)

ABC's Boston Legal [Speech on America by Alan Shore] {6:48}


Hochgeladen am 09.03.2011
Character Alan Shore, an Attorney, gives an interesting speech on the status quo of the American throng. It is a thought provoking video. The some clips are from the show, some are apparently from unidentified other youtube users, to whom some credit goes, but until I can dig up the names…
Niederschrift von Alan Shores Plädoyer [Folge: Stick It, Episode 19, 2. Staffel] bei
- James Spader's Speech on Boston Legal (911Blogger, 18.03.2006)


Politik ist die Unterhaltungsabteilung des militärisch-industriellen Komplexes. (Frank Zappa)

Es begann mit einer Lüge - 10 Jahre nach dem Irak-Krieg (ZDF) {42:20}

Veröffentlicht am 01.11.2013
Es begann mit einer Lüge - 10 Jahre nach dem Irak-Krieg - Doku/Dokumentation
Ein besonderer Flüchtling beantragte 1999 Asyl in Deutschland. Rafid Ahmed Alwan behauptete, Mitarbeiter einer Anlage im Irak gewesen zu sein, in der chemische Kampfstoffe hergestellt würden. Stundenlang, tagelang wurde er vom BND verhört. Der deutsche Geheimdienst gab die Aussagen an die US-Administration weiter, unter dem Vorbehalt, dass es Zweifel an der Glaubwürdigkeit gäbe. Von den Amerikanern bekam der vermeintliche Zeuge den Codenamen "Curveball", wie jene angeschnittenen Bälle, die beim Baseball kurz vor dem Ziel die Richtung ändern. Die Regierung Bush verwendete seine Aussagen später als Beweis für Bagdads angebliche unerlaubte Waffenprogramme.
Der damalige US-Außenminister Colin Powell präsentierte sie sogar mit nachdrücklichen Zeichnungen im Februar 2003 vor dem UN-Sicherheitsrat. Das war die Begründung für den Einmarsch der so genannten "Koalition der Willigen" in den Irak. Der Krieg begann am 20. März 2003.
Später stellte sich heraus, dass Curveball die Inhalte seiner Aussagen frei erfunden hatte. Die Weltmacht USA war blamiert. Der Irak war zu diesem Zeitpunkt längst erobert und Saddam Hussein gestürzt. Massenvernichtungswaffen, der eigentliche Grund des Einmarsches in den Irak, wurden nie gefunden. Haben die Geheimdienste versagt, oder waren die Aussagen von Curveball willkommen, um einen Krieg gegen den Irak zu rechtfertigen?
Zehn Jahre nach dem Beginn des Krieges will die Dokumentation "Es begann mit einer Lüge" den Ereignissen im Vorfeld nachgehen. Welche Gründe gab es für die offensichtlichen Unwahrheiten? Warum lehnte es die damalige Bundesregierung unter Schröder und Fischer ab, sich an dem Krieg gegen den Irak zu beteiligen?
Die Dokumentation in Zusammenarbeit mit der BBC zeigt unter anderem, wie die Aussagen eines einzigen Informanten von der Weltmacht USA genutzt wurden, um einen umstrittenen Krieg zu führen. Im Mittelpunkt steht ein langes, exklusives Fernsehinterview mit Curveball.
Anhand der Aussagen von damals Beteiligten wie Joschka Fischer, dem damaligen deutschen Botschafter bei der UN, Gunter Pleuger, und ehemaligen CIA-Mitarbeitern entsteht ein Bild darüber, wer wen benutzt hat, um den Einmarsch in den Irak zu rechtfertigen.

Film von Isabelle Tümena und Frédéric Ulferts

Völkerrechtsbruch - Der Kosovo als Blaupause für die Krim - Schröder 09.03.2014 - Bananenrepublik {7:54}

Veröffentlicht am 12.03.2014
instandgesetzt am 01.06.2017

Lügenpresse Teil 2 – Wie es dazu kam, dass es plötzlich nur noch ein einziges Märchen gab

Und es begab sich, dass eines Tages alle Spieglein im Land nur noch eine Fratze zeigten: Die des bösen Putin, russischer Despot und Schlimmeres noch: Manifestierte sich in seiner Person nicht gar der Leibhaftige?


Teil 1: Über die neue Wut auf die Medien
Am 28. August 2014 zeigte das Titelbild des aktuellen "Spiegel" Portraitfotos der Menschen, die als Passagiere Opfer des Abschusses von "MH17" geworden waren. Das Flugzeug wurde bekanntlich über der Ost-Ukraine abgeschossen, 298 Menschen fanden den Tod.

Die genaue Ursache für den Absturz ist auch heute noch unklar, geschweige denn zu der Zeit des Spiegel-Titels. Was das Nachrichtenmagazin nicht hinderte zu verkünden, "niemand" im Westen zweifle an einem Abschuss durch die Separatisten, Putin habe sein "wahres" Gesicht gezeigt, nämlich als "Paria der Weltgemeinschaft". Auf dem Titelblatt wurde gefordert: "Stoppt Putin jetzt!", im Leitartikel erklärt, dass dies aber noch nicht mit Atomwaffen geschehen müsse.

Der Spiegel stand damit nicht alleine. "News", das österreichische Nachrichtenmagazin, zeigte im März 2014 Putin als irren Clown und erklärte ihn flugs "Zum Feind der Welt". "Newsweek" bildete Putin in einer totenkopfähnlichen Fotomontage ab, beim polnischen Magazin "Niepodlegla" floss Blut aus seinem Mund und aus Putins Vornamen Vladimir wurde "Bloodymir". Vorangegangen waren diesen Titelbildern der Umsturz in der Ukraine durch militante Kräfte des Maidan, die Abtrennung der Krim und der Bürgerkrieg im Osten der Ukraine.

Thema Lügenpresse. Was ist neu an der neuen Medienkritik? In der vorangegangenen Folge ging es um die Einschätzung der Münchner Kommunikationswissenschaftler, dass die Menschen ja schon immer skeptisch gegenüber den Medien eingestellt wären (Über die neue Wut auf die Medien). Und in der Tat: Da Medien ihre spezielle Rolle in den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und sozialen Kämpfen spielen, ist es nicht verwunderlich, dass die Kritik je nach dem politischen Standort des Kritikers ausfällt. Und so gibt es seit jeher eine eher links und eine eher rechts angesiedelte Kritik an den Medien - und wen das überrascht, ist weltfremd.

Zeitungen sind nie nur bloße Übertragungsmedien von objektiven Nachrichten, sondern sie sind selbst Spieler im Spiel um die Deutung der Welt, sind selbst an der Konstruktion von Wirklichkeit beteiligt und stehen so für bestimmte weltanschaulich-politische Positionen.

mehr:
- Vom "Spiegel-Bild" (Rudolf Stumberger, Telepolis, 14.02.2015)

zum Abschuß von MH17 und die Medienberichterstattung:
- Aufrechterhaltung des westlichen Narrativs: Der Fall MH17 köchelt weiter (Post, 11.02.2016) 

zum Kampf um die Deutungshoheit:
- Zwischen Lesern und Lobbynetzwerken (Paul Schreyer, Telepolis, 04.11.2014)
Was früher in eingeübt antikommunistischer Manier über die publizistische Bühne ging, wird nun in Sachen Russland weitergeführt. Allerdings, die Reaktivierung der alten Beißreflexe gegenüber dem sowjetischen Bären, der jetzt zu einem russischen Bären umdekoriert wird, geht nicht reibungslos vonstatten.

Denn die Leser des Spiegel und anderer Blätter erkennen schon das Neue: Die Kriegstrommelei in den Redaktionsstuben bis hinauf in das Amt des Bundespräsidenten, die zunehmende Instabilität der politischen und sozialen Verhältnisse in Europa, die Wiederkehr von Alpträumen wie Bürgerkrieg, Tod, Flucht und Vertreibung.

Und die Leser erkennen auch, dass ihnen inmitten all dieser Wirrnisse vor allem eine Erzählung angeboten wird: Wir sind die Guten, böse sind immer die anderen. Denn wirklich neu an dieser medialen Situation, wie sie sich zum Beispiel am Ukraine-Konflikt zeigt, ist die uniforme Ausrichtung der Berichterstattung. Solange es in der Bundesrepublik politische Lager gab, existierte auch eine oppositionelle Presse, die einen Widerpart zum offiziellen Mainstream bildete. In Zeiten der Regierungen von Adenauer, Kiesinger und auch Kohl sorgten der Spiegel, die Frankfurter Rundschau, die Zeit oder die Süddeutsche für Kritik. Und dies auch, weil es eine identifizierbare Sozialdemokratie gab.

Seit der Neoliberalismus seine Herrschaft durch die Parteien angetreten hat, haben sich auch die politischen Konzepte angeglichen - die aktuelle "Groko" ("Große Koalition") ist dafür ein beredtes Beispiel. Wo aber keine unterschiedlichen politischen Konzepte existieren, können sich diese auch nicht in den Medien widerspiegeln. Dem politischen Einheitsbrei entspricht der einheitliche Medienbrei. Dass mittlerweile die Journalisten zwischen Bild und Spiegel beruflich hin- und herpendeln - früher völlig undenkbar -, ist dazu nur eine ergänzende, wenn auch beredte Facette.

Es geht also nicht in erster Linie darum, dass der Spiegel einen unsäglichen Titel wie den vom 28. August zu verantworten hat. Sondern darum, dass es dazu kaum eine mediale Alternative gab, auch nicht in den öffentlich-rechtlichen Sendern. So reicht mittlerweile die Front der Bellizisten, die eine Konfliktlösung mit militärischer Gewalt befürworten, von der SZ bis hin zur taz. Die "bürgerlichen" Medien sind sich ebenso wie die "bürgerlichen" Parteien einig.

Das Neue an der neuen Medienkritik ist, dass sie sich gegen diese geistige Gleichschaltung richtet. Und dass dabei der rechte Rand mit besonderem Gewicht vertreten ist, ist ein Indiz für eine neue Polarisierung der Gesellschaft.

Reaktionen auf den SPON-Titel:
Presserat tadelt "Spiegel" (Anja Janotta, W&V, 09.09.2014)
- Presserat missbilligt SPIEGEL MH17-Putin Cover (MMNews, 10.09.2014)
- Presserat missbilligt SPIEGEL-Hetze (Pressemitteilung Dieter Dehm, Die Linke, 10.09.2014)
- Presserat sanktioniert Spiegel, Bild und Stern wegen MH17-Berichterstattung (Wilhelm von Pax, NEOPresse, 11.09.2014)
- "Stoppt Putin jetzt!"-Cover war nur halbschlimm (Markus Kompa, Telepolis, 11.09.2014)
- „Spiegel“-Autor Neef: „Das ‚Stoppt Putin jetzt‘-Titelbild war misslungen“ (Blog Stefan Niggemeier, 04.11.2014)
Der Ausdruck Medienmanipulation wird in zweierlei Weise verwendet:
  • Meist wird er verwendet, um eine tatsächliche oder vermeintliche Manipulation der öffentlichen Meinung durch die Medien zu bezeichnen.
  • Ebenfalls Verwendung findet der Begriff, um eine Manipulation der Medien mit dem Ziel einer bestimmten Veröffentlichung zu beschreiben. Abgrenzung: Sofern dies nicht als Manipulation, sondern als Information transparent und den journalistischen Handwerksregeln gemäß erfolgt, spricht man von Pressearbeit oder Medienarbeit. […] 
Gezielte Manipulation durch bewusste einseitige Berichterstattung widerspricht den Grundsätzen unabhängiger journalistischer Berichterstattung und journalistischer Ethik sowie den Regeln des Deutschen Presserates. […]
Der Gebrauch eines Wortes mit positivem bzw. negativem Beigeschmack (meliorativ bzw. pejorativ) an Stelle seines neutralen Synonyms ist geeignet, den Leser zu beeinflussen. Sind Themen strittig, so zeigt sich dies meist auch darin, dass die Parteien gleiche Sachverhalte mit unterschiedlichen Begriffen bezeichnen (zum Beispiel „Flucht und Vertreibung“ (in Deutschland übliche Wortwahl) und „Umsiedlung“ (in Polen übliche Wortwahl)). Auch hier wird die Verwendung der Begrifflichkeit einer Partei leicht als parteilich oder manipulativ wahrgenommen. (Medienmanipulation, Wikipedia)
zur Verwendung von Sprache:
Alleine schon der Titel der Gesprächsrunde 
Zar Wladimir I. - Was will Putin wirklich?«] 
stellt deren Objektivität infrage und beantwortet sich selbst: »wirklich« – »Zar«
Werner Schulz’ (Bündnis 90/Grüne) Mantra im folgenden Video [ab 6:34]: 
»einen russischen Aggressonskrieg, einen russischen Aggressionskrieg, einen russischen Aggressionskrieg, einen russischen Aggressionskrieg,…«

Krone-Schmalz bei Maischberger: "Dann machen Sie Ihre Sendung doch alleine" [7:55]


Veröffentlicht am 25.02.2015
Maischberger 24.02.2015: "Zar Wladimir I. - Was will Putin wirklich?"
Frau Gabriele Krone Schmalz wird dauernd unterbrochen und ihre Aussagen als Falschbehauptungen bezeichnet.
Ganze Sendung hier:http://x2t.com/349827

nochmal zur Verwendung von Sprache:
Peter Scholl-Latour kritisiert: 
»Der Titel dieser Sendung ["Assad lässt Kinder töten - wie lange wollen wir noch zuschauen?"] ist eine Vorwegnahme […] und eine gehässige Formulierung« 

Peter Scholl Latour rastet aus Syrien , Salafisten, Islam Der Talkshow Eklat [12:14]

Veröffentlicht am 05.09.2012 

Kritik an der ARD-
Ukraine-Berichterstattung:
- ARD-Desinformation zur Ukraine: Beschwerde beim NDR-Rundfunkrat durch Ex-Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam (Barth-Engelbart, 29.04.2014)
- Volker Bräutigam über den Umgang der ARD mit seiner Programmbeschwerde (Propagandaschau, 10.07.2014)
- Ukraine-Konflikt: ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik (Malte Daniljuk, Telepolis, 18.09.2014)
- ARD-Ukraineberichterstattung: Mangelhaft, Einseitig, Tendenziös (Fabian Köhler, neues deutschland, 18.09.2014)
- Streit über Ukraine-Berichte: Programmbeirat wirft ARD "antirussische Tendenzen" vor (Benjamin Bidder, SPON, 23.09.2014)
- ZDF zerreißt Ukraine-Berichterstattung (Julian K., Freitag-Community, 24.09.2014)
- Was der Presserat empfiehlt, ist dem „Spiegel“ egal (Blog Stefan Niggemeier, 29.09.2014)
- Ukraine-Berichterstattung: Fehlschüsse der ARD (Ursula Scheer, FAZ, 03.10.2014)
- Fiese Finten der ARD (II) (Volker Bräutigam, Ossietzky 2/2015)

Kritik an der ARD-Syrien-Berichterstattung:

Programmbeschwerde: ARD Tagesschau lügt erneut zu Syrien und erhält Nachhilfeunterricht (Friedrich Klinkhammer, Volker Bräutigam, StatusQuoNews, 09.02.2016)
Was in der ARD-Tagesschau an Propaganda über Syrien verbreitet haben, spottet jeder Beschreibung. Man könnte täglich seitenweise zusammenfassen, was alles verschwiegen, verzerrt, gelogen und geheuchelt wurde. Ginge es nur um dummes Zeug, wie das Wort zum Sonntag oder boulevardesken Informationsmüll im Nach­mittags­programm, man könnte es ignorieren und über die Protagonisten müde lächeln. Aber es geht um Krieg, Massenmord und Flüchtlingselend und die verantwortlichen Täter in ARD, DLF und ZDF haben das Blut Tausender Opfer an ihren Händen.

Wenn Angela Merkel heute bei ihren neuen Freund Erdogan Richtung Russland und syrische Regierung pöbelt, dann steht die Welt einmal mehr auf dem Kopf, denn es war Erdogan, der mit seiner Unterstützung militanter Gruppen einer der Hauptverantwortlichen für das syrische Elend ist.

Merkel hat mit ihrer Unterwürfigkeit unter geopolitische Interessen der USA das deutsche Volk gleich mehrfach verraten, Milliardenverluste von Bankstern sozialisiert, Milliarden für einen Putsch und Bankrott der Ukraine aus dem Fenster geworfen, über Jahre aufgebaute Wirtschaftsbeziehungen zu Russland ruiniert, Europa mit Flüchtlingen geflutet und pumpt jetzt Milliardengelder, die man dem griechischen Volk gerade noch abgepresst hat, in eine verbrecherische Türkei, die mit dem Islamischem Staat fraternisiert um das Nachbarland Syrien zu verheeren und im eigenen Land Kurden und politische Gegner abschlachtet.

»gefärbte« Berichterstattung: 
Der Ukraine-Konflikt 5 – Die Nagelprobe des Journalismus (Post, 21.04.2014)
Richter gegen Chefredakteur 5:0 (Post, 15.05.2014)
Ukraine 13 – Unser westliches System und die MH 17-Berichterstattung, 27.07.2014)
Was sich in den Medien ändern muss (Post, 07.11.2014)
Publizist Volker Bräutigam erhebt beim Rundfunkrat Beschwerde (Post, 06.11.2014)
ARD/Ukraine-Lügen: Vom Brok zum Gärtner (Julie, Politik im Spiegel, 18.11.2014)
Von Putinverstehern und Journalistenverstehern (Post, 19.11.2014)
Tagesschau sachlich und objektiv: »Putin, einsam und verlassen« (Post, 19.11.2014)
Ukraine und USA: Interessen, Nebelkerzen und Deutungshoheit (Post, 27.11.2014)
Unsere Qualitätsmedien: Das sind keine Irrtümer; das sind Lügen, Propaganda und Zensur! (Post, 09.12.2014)

katastrophisierende Meldungen:
Ukraine 15 – Die – zumindest teilweise – Vernichtung eines gepanzerten russischen Phantom-Konvois (Post, 15.08.2014)
Publizist Volker Bräutigam erhebt beim Rundfunkrat Beschwerde (Post, 06.11.2014)
Keine Propaganda: Noch ein U-Boot! Oh Gott! (Post, 11.12.2014)


Freitag, 13. Februar 2015

Heute vor 70 Jahren – 13. Februar 1945: Alliierte Bombenangriffe auf Dresden

Am Faschingsdienstag, 13. Februar 1945 um 21:45 Uhr, wurde in Dresden der 175. Fliegeralarm ausgelöst.[8] Die Menschen begaben sich in die Keller ihrer Häuser oder Wohnblocks und die wenigen vorhandenen Luftschutzbunker.
Die Angriffe begannen bei aufgeklartem wolkenlosem Nachthimmel. Um 22:03 Uhr wurde die Innenstadt von Lancaster-Bombern des No. 83 Squadron, einer „Pfadfinder“-Einheit, mit Magnesium-Lichtkaskaden („Christbäumen“) ausgeleuchtet, zwei Minuten darauf warfen neun britische Mosquitos rote Zielmarkierungen auf das gut sichtbare Stadion am Ostragehege nordwestlich des Stadtkerns. Von 22:13 bis 22:28 Uhr fielen die ersten Bomben. 244 britische Lancaster-Bomber der No. 5 Bomber Group zerstörten die Gebäude mit 529 Luftminen und 1800 Spreng- und Brandbomben mit insgesamt 900 Tonnen Gewicht. Sie gingen südwestlich des Zielpunktes in einem 45-Grad-Fächer zwischen der großen Elbschleife im Westen der Stadt, dem industriell bebauten „Ostragehege“ (heute Messegelände) und dem etwa 2,5 km Luftlinie entfernten Hauptbahnhof nieder.
In diesen 15 Minuten wurden drei Viertel der Dresdner Altstadt in Brand gesetzt. Gezielte Treffer einzelner Gebäude waren bei diesen Nachtangriffen der RAF weder beabsichtigt noch möglich. Vielmehr sollte ein Bombenteppich die gesamte Innenstadt großflächig zerstören. Die Flammen der brennenden Innenstadt nach der ersten Angriffswelle waren im weiten Umkreis am Himmel zu sehen. Manche Brände loderten noch vier Tage lang. (Erste Angriffswelle in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar, Luftangriffe auf Dresden, Wikipedia)
Diese Angriffe verstärkten erheblich die Kritik an der Luftkriegsführung der Westalliierten seit 1942, besonders an der britischen Area Bombing Directive. Historiker diskutieren bis heute, ob diese Flächenbombardements militärisch notwendig und zweckmäßig waren und ob sie ethisch und rechtlich als Kriegsverbrechen zu werten sind.
- Angriff auf Dresden – „Ich bedauere die Zerstörung aufrichtig“ (Frederick Taylor, junge Freiheit, 13.02.2015)

Feuersturm Dresden [32:56]

Veröffentlicht am 24.02.2014
„Reported in the spring of 1945 in the Army newspaper The Stars and Stripes, with the front page headline: '250,000 Nazis killed."

Over two days and nights in February 1945 British and American bombers turned the city into a sea of flames and rubble. The victims - mostly women and children - died in savage firestorms whipped up by the intense heat of 2,400 tons of high explosive and 1,500 tons of incendiary bombs. The same wie could found in japan, corea, vietnam, iraq, afganistan, and so on. Maybe the next liberated people wich can be lucky burnded alive to ashes are the iranian people.

Read more: http://www.dailymail.co.uk/news/artic...
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Dresden
"What we want to do in addition to the horrors of fire is to bring the masonry crashing down on the Boche, to kill Boche and to terrify Boche' 'Bomber' Butch Harris

The strafing of columns of refugees by both American and British fighter planes was par for the course: "it is said that these [zoo] animals and terrified groups of refugees were machine-gunned as they tried to escape across the Grosser Garten by low-flying planes and that many bodies riddled by bullets were found later in this park" (Der Tod von Dresden, Axel Rodenberger, 25 February 1951). In Dresden, "even the huddled remnants of a children's' choir were machine-gunned in a street bordering a park" (David Irving, The Destruction of Dresden). "I think we shall live to rue the day we did this, and that it [the bombing of Dresden] will stand for all time as a blot on our escutcheon" (Richard Stokes, M.P.).

'... the long suppressed story of the worst massacre in the history of the world. The devastation of Dresden in February, 1945, was one of those crimes against humanity whose authors would have been arraigned at Nuremberg if that court had not been perverted. Rt. Hon. Richard. H.S. Crossman, MP, Labour Government Minister.

Colonel Robin Olds.
His career suffered because of his outspoken criticism. I suspect that he knew the real reason for the so-called "strategic bombing." It is was GENOCIDE."

F. J. P. Veale schreibt über den Luftangriff auf Dresden (Advance
to Barbarism, Appleton, Merrymeade Publishing Co. & C. C. Nelson
Company, deutsche Ausgabe Der Barbarei entgegen, Hamburg 1954):
„Stundenlang wogten die Menschenmassen der obdachlosen und hilflosen
Flüchtlinge straßauf, straßab hin und her, um in einer ihnen
fremden Stadt inmitten explodierender Bomben, brennenden Phosphors
und stürzender Häuser vergeblich Rettung zu suchen."
Die amerikanische und die britische Luftwaffe bombardierten alle
deutschen Städte und töteten durch Phosphor und Napalmbomben,
die sie über die Städte regnen ließen, über eine Million friedlicher,
ziviler deutsche Bürger, vorwiegend Frauen und Kinder.
Der amerikanische General Patton bekannte, daß die unablässigen
alliierten Vernichtungs-Luftangriffe auf die deutschen Städte, mit
dem Ziele, die deutsche Zivilbevölkerung zu treffen, „rechtwidrig"
waren.

Dresden war gezielter und geplanter Massenmord, das wusste man auch schon vor den exzellenten Recherchen von David Irving.

Die Abstände zwischen den Bombardierungen hat man bewusst gewählt, damit auch das Feuerwehr- und Rettungspersonal aus anderen Ortschaften die zur Hilfe kamen mit ermorden konnte.
Augen auf du hast vergessen zu erwähnen, das Zivilisten die sich retten konnten gezielt durch Tiefflieger mit ihren Maschinengewehren nieder gemacht worden.

Meine Oma sprach leider nie darüber mit uns Enkeln, dass ihre ganzen Verwandten die man nach Dresden evakuierte dort wie so unzählige andere umkamen. Meine Oma und wenige ihrer Angehörigen hatten das Glück, dass sie nach Halle usw. evakuiert wurden.

http://www.youtube.com/watch?v=kixUBr...

DIE MÜTTER VON DRESDEN

Als sie in Nürnberg saßen,
die Großen zum Gericht,
fragten in Dresden die Mütter:
Ruft man uns nicht?
Aus den Kellern wollen wir kriechen
und starren in euer Gesicht.
Wir Rest der Mütter von Dresden;
die anderen leben ja nicht.

Unmenschliches zu ahnden,
so sagt ihr, sei eure Pflicht!
Da sind wir!
Bessere Zeugen findet ihr nicht!

Wir starrten in unser Kinder
verkohltes Angesicht.
In unseren Fingern zerfiel er,
den wir geboren ins Licht.

Zu Nürnberg, ihr Großen,
nun saßt ihr zu Gericht.
Ruft ihr die Mütter
von Dresden nicht?

Heinrich Zillich
ein Siebenbürger.

- Bomben aufs Abendland (Dietmar Süss, ZEIT Online, 13.02.2015) 
Bis heute bestimmt die NS-Propaganda das Erinnern an die Zerstörung Dresdens vor 70 Jahren.


Sieben Tage und acht Nächte lang stand die Stadt in Flammen. Ihre Menschen wurden verbrannt, erschlagen, vergiftet. Die berstenden Mauern begruben 135.000 Tote, 75.000 mehr als in Hiroshima. Sodom in Sachsen überschrieb der Spiegel im Juni 1963 seine Geschichte über das neue Buch des britischen Historikers David Irving, in dem es um den "Untergang Dresdens" am 13. und 14. Februar 1945 ging. Geradezu biblisch sei das Ausmaß der Zerstörung gewesen, ein "sinnloser Terrorakt". Mit anderen Worten: Die wahren Opfer des Zweiten Weltkriegs – das konnten nur die Deutschen sein.

Das Buch Irvings, der sich später zum Holocaust-Leugner weiterentwickelte, machte tatsächlich Schlagzeilen, in Deutschland wie in England. Denn es schien Belege dafür zu liefern, wie das friedliche und wehrlose "Elbflorenz" Opfer alliierter Barbarei und einer mörderischen Luftkriegsstrategie geworden sei. Irving präsentierte auch die Schuldigen: Arthur Harris, Oberbefehlshaber der Royal Air Force, und Premier Winston Churchill.


Hellstorm - The Dresden Holocaust [18:00]

Veröffentlicht am 11.02.2015
More people died in the fire bombing of Dresden on February 13th to 14th, 1945 than in the nuclear bombings of Hiroshima and Nagasaki combined. Holocaust (noun) - "Great destruction resulting in the extensive loss of life, especially by fire."
For more information: http://hellstormdocumentary.com
Buy the book & learn more: http://www.amazon.com/Hellstorm-Death...

[Doku] ZDF-History: Die Wahrheit über Dresden (HD) [42:22]

Veröffentlicht am 27.02.2015
Vor 70 Jahren, vom 13. bis 15. Februar 1945, wurde Dresden durch alliierte Luftangriffe in weiten Teilen zerstört. Das Gedenken an die Toten wurde immer wieder politisch instrumentalisiert, die Zahl der Opfer und der Verlauf der Luftangriffe dabei sehr unterschiedlich dargestellt, je nach politischem Lager. Im Auftrag der Stadt Dresden hat eine Historikerkommission in mehrjähriger Forschung ermittelt, was tatsächlich im Februar 1945 in und über Dresden geschah. ZDF-History zeigt die dramatischen Ereignisse jener Tage und die Ergebnisse der akribischen Suche der Historiker nach der Wahrheit.

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Donnerstag, 12. Februar 2015

Englishman in New York

Sting - Englishman In New York [4:27]  Text

Hochgeladen am 11.01.2011
Music video by Sting performing Englishman In New York. (C) 1987 A&M Records

Kosovo – die labile Freiheit eines "failed state"

Es ist Augenwischerei zu glauben, dass aus dem einstigen Kriegsgebiet ein stabiler oder sogar prosperierender Staat geworden ist. Den Verantwortlichen in Pristina ist dieses Problem aber ganz recht.

Im Schatten der Euro-Krise kaum beachtet, hat in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo, eine historische Stunde geschlagen. Das Parlament des ehemaligen UN-Protektorats feierte die Entlassung in die volle Souveränität.

Seit Kriegsende im Sommer 1999 bestimmten ausländische Experten und Militärs die Geschicke der ex-jugoslawischen Provinz. Künftig werden sich zumindest offiziell keine von der internationalen Gemeinschaft entsandten Technokraten mehr einmischen, wenn der kleine Staat über seine Zukunft entscheidet.

Gescheitertes Projekt

Wenn die EU an diesem geschichtsträchtigen Tage eine ehrliche Analyse wagen würde, müsste sie zu dem unangenehmen Ergebnis kommen, dass das Projekt Kosovo in weiten Teilen einen "failed state" hervorgebracht hat – trotz der 3,3 Milliarden Euro, die seit 1999 allein aus EU-Töpfen auf den Balkan geflossen sind.

Trotz des Einsatzes von Zehntausenden Soldaten, die dort einen weitgehenden Frieden garantiert haben. Trotz unzähliger Konferenzen und Brüsseler Diplomatenkunst, um die auf die Macht pochenden Serben mit Zuckerbrot und Peitsche im Zaum zu halten.

Es ist Augenwischerei, zu glauben, dass das einstige Kriegsgebiet den Schritt zu einem stabilen oder sogar prosperierenden Staat gemacht habe. Noch immer ist fast jeder Zweite ohne Arbeit, ein Drittel der Menschen lebt unter der Armutsgrenze.

mehr:
- Kosovo – die labile Freiheit eines "failed state" (Stefanie Bolzen, Welt, 10.09.2012)

mein Kommentar: Jetzt wissen wir, was auf die Ukraine zukommt…

Sonntag, 8. Februar 2015

Der deutsch-französische »letzte Versuch«

Wir Deutschen sind ein geduldiges Volk. Wir meckern über die Regierung, wünschen sie zum Teufel, wir stürzen sie aber nicht, sondern machen einen auf Wiederwahl – nach vier Jahren. Ob neben Frau Merkel ein Guido rumkaspert, oder ein Siggi Pop den deutschen Volkscharakter erklärt, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Aber das reiche Volk ist noch nicht hysteric enough, um diese Arroganz der Macht abzuwählen. So warten wir geduldig auf unseren Tsipras und unsere Podemos. Bis es so weit ist, geht alle Macht von Obama aus. Europa kann jetzt auslöffeln, was uns die USA mit 5 Mrd. US-Dollar in der Ukraine eingebrockt hat. Gerade ins Netz gestellt: Der letzte Regierungschef unter Janukowitsch, Nikolai Azarow, berichtet wie das damals war.
mehr:
- Hollande und Merkel bei Putin (AltermannBlog, 06.02.2015)
- Der russische Hebel: Warum die Ukraine nicht zur Ruhe kommt (Moritz Gathmann, Krautreporter, 03.02.2015)
- Im beim alten Mann verlinkten Gespräch mit Prof. Reinhard Merkel (sehr empfehlenswert) spricht dieser von einem »suggestiven Überschuß an Empörung« und vergleicht das Verhalten Rußlands auf der Krim mit dem Angriff der »Willigen« auf den Irak: »Ich mißbillige die Doppelzüngigkeit des Westens«.

Propagandisten in Nadelstreifen

Einer meiner liebsten jährlichen Beschäftigungen ist das Lesen der Teilnehmerliste der Münchner Sicherheitskonferenz, die früher – zutreffender – Wehrkundetagung hieß. Was sich da in München versammelt ist schon ein sehr illustres Völkchen. Da taucht der Poroschenko auf (der ist auch lieber im noblen München als im pleiten Kiew), aber auch der Rudolf Scharping (aus Dankbarkeit, dass er damals mit im Kosovo gezündelt hat?), oder der McCain, der dann seinem Freund Cem Özdemir mal wieder die Hand schütteln kann. Das Geld ist genau so gut vertreten, wie die Waffenschmieden. Also alle, die an Kriegen – ich meine, an der Sicherheit – verdienen, lassen sich in München blicken. Auch ein Freiherr, mit dem Vornamen Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester, gibt sich die Ehre. Sogar die Prozesshansel schlagen auf und beweisen, dass die Anstalt nicht so falsch lag. Überhaupt, man soll sich diese Liste ausdrucken und neben den Fernseher legen. Wenn dann gewisse Köpfe kommentieren, Nachrichten “geklebt” werden oder in Talgschaus manche ihre bescheidene Meinung kundtun und man sich fragt, weshalb da einer solche gequirlte Scheiße erzählt, dann findet man in 80% der Fälle diesen Namen auf der Liste wieder. Die Mietmäuler des militärisch-industriellen Komplexes, vor dem Eisenhower in seinen letzten Jahren gewarnt hat, sind dort zahlreich versammelt. Auch die grüne Gegenpäpstin freut sich unter ihresgleichen zu sein. Ihre Befürwortung eines Militäreinsatzes findet unter diesem Publikum wohl einhellige Zustimmung. Wer solche Meinungen vertritt, darf im nächsten Jahr wiederkommen.
mehr:
- Münchner Unsicherheitstagung 2015 (AltermannBlog, 07.02.2015)

Das Elend Afrikas am Beispiel Mugabe

Mein Lieblingskontinent ist Afrika. Meine erlebnisstärkste Tour war die Durchquerung des Kontinentes von Kapstadt bis Kairo. Mein Lieblingsland ist Namibia. Mit dessen Geschichte habe ich mich intensiv befasst und habe – wie könnte es anders sein – eine etwas dezidiertere Meinung als die “Historiker”, die modisch all das nachplappern, was gerade so in ist und es sich auf dieser Welle gut leben lässt. Das gilt nicht nur für die blödsinnige Völkermordthese an den Hereros, sondern auch in anderen Bereichen. Nachplappern statt hinterfragen. “Viele Deutsche seien nahezu süchtig, dem gruseligen Märchen vom ersten deutschen Genozid Glauben zu schenken, um sich dafür entschuldigen zu können” hat Schneider-Waterberg mal geschrieben und der Mann kennt mehr von Land und Leute als die akademischen Trockenschwimmer, die einen Anspruch an Geschichte haben, der mir den Atem verschlagen hat: Wenn ein Henning Melber sagt: „Wir reklamieren dabei weder Neutralität noch Unparteilichkeit, sondern das genaue Gegenteil“, dann kann ich mir seine Ergüsse zum angeblichen Völkermord an den Hereros in Namibia sparen. Da wird Geschichte zur Geschichtsshow ohne Wahrheitsanspruch und Historie zur Beliebigkeit. Der Mann ist Mitglied der SWAPO. Was soll der denn sonst schreiben?
mehr:
- Das Elend Afrikas am Beispiel Mugabe (AltermannBlog, 02.02.2015)
Simbabwe-Land in Ruinen 1/3 [9:57]

Hochgeladen am 27.01.2010
Allein die Zahlen waren unfassbar: offiziell 231 Millionen Prozent Inflationsrate. Ein US-Dollar entsprach noch vor kurzem 100.000.000.000.000 Simbabwe-Dollar. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 94 Prozent und immer noch herrscht Cholera.
Und das in einem Land, das nach seiner Unabhängigkeit 1980 als einer der Hoffnungsträger auf dem afrikanischen Kontinent galt, ein Land mit einem Mut machenden Herrscher: Robert Mugabe. Doch: Als sich Robert Mugabe von der ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien verraten fühlte, fing er an, die Farmen der weißen Simbabwer zu besetzen. Tausende wurden vertrieben, die Farmen aber keineswegs an hoffnungsvolle schwarze Farmer verteilt, sondern an Minister und Generäle, die das Land brachliegen ließen. Das wirtschaftliche Rückgrat Simbabwes wurde gebrochen.
1999 wurde eine Oppositionspartei gegründet, die "Bewegung für den Demokratischen Wandel", kurz "MDC". Ihre Mitglieder wurden verfolgt, geschlagen und gefoltert. Auch ihr Vorsitzender, Morgan Tsvangirai. Der ist seit dem 11. Februar 2009 Premierminister des Landes, teilt sich zumindest offiziell die Macht mit Robert Mugabe. "Auslandsreporter" reist durch ein Land, das langsame und winzige Fortschritte macht. Südafrikanische Hilfsgelder flossen, aber keine des Westens. Der will erst einmal wissen, ob die Regierung der nationalen Einheit hält. Unterdessen gehen die Farmbesetzungen weiter.


Ramsey Clark – ein amerikanischer Justizminister

Das wird heute eine Hommage an Ramsey Clark. Den muss man nicht kennen. Er war u.a. Justizminister unter Lyndon B. Johnson. Alles andere kann man bei Wikipedia nachlesen. Er hat am 18. März 2006 an der Beerdigung des ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milošević teilgenommen und vor dem Parlament in Belgrad, wo Miloševićs Sarg aufgebahrt war, eine Rede gehalten u.a. mit dem Satz: „Die Geschichte wird beweisen, dass Milošević im Recht war. Anklagen sind nur Anklagen. Das Tribunal hatte keine Beweise“.
mehr:
- Ramsey Clark – ein amerikanischer Justizminister (AltermannBlog, 04.02.2015)

Ramsey Clark – ein amerikanischer Justizminister [7:44]

Hochgeladen am 23.12.2009
From the documentary:
'What I've Learned About U.S. Foreign Policy - The War against the Third World'. (www.addictedtowar.com)
Ramsey Clark,
Former Attorney General of the United States speaking in 1998 in Los Angeles. Ramsey's talk is very powerful as he conveys the sorry truth about U.S. foreign policy. He quotes Martin Luther King Jr. saying, "The greatest purveyor of violence on the earth is my own government."
This is part eight of nine a nine part series.
Dies ist Teil acht einer neun-teiligen Serie.
http://terrorexperte.blogspot.com/

Wer sich nicht blenden ließ, war Ramsey Clark. Dieser aufrechte und ehrenwerte Mann ist ein Beispiel dafür, dass nicht nur Hardliner vom Schlage McCains in den USA wohnen. Es gibt sie, die kritischen Geister und einem davon sei dieser Beitrag heute gewidmet. Er hat die Friedensorganisation IACenter gegründet und sein Engagement gilt u.a. auch gegen die amerikanische Beteiligung an einem Krieg in der Ukraine und gegen die Russen.

Unter Leitung von Ramsey Clark wurde im Februar 1992 ein Tribunal gebildet, welches die USA in 19 Anklagepunkten beschuldigte, im Golfkrieg gegen den Irak Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben. Das Tribunal setzte sich aus 21 Richtern der verschiedensten Ethnien und Religionen zusammen. (Ramsey Clark, Laufbahn, Wikipedia)