Samstag, 20. Juni 2015

Grüne Lügen?

Friedrich Schmidt-Bleek über die umweltschädigenden Auswirkungen der Energiewende
Friedrich Schmidt-Bleek meint, dass das Ökosystem der Erde zu komplex für unser Wirtschaftssystem ist und dass die Umweltpolitik nur die drängendsten Brandherde löscht, anstatt ihre Entstehung zu bekämpfen. Telepolis führte befragte den Doyen und Kritiker des deutschen Umweltschutzes über sein neues Buch Grüne Lügen.
► Herr Schmidt-Bleek, in ihrem Buch schreiben Sie, dass die von der Politik propagierte Energiewende die gegenwärtigen Umweltprobleme nicht nur nicht löst, sondern sogar noch verschärft. Wie das?

Friedrich Schmidt-Bleek: Die Energiewende führt nicht zur ökologischen Nachhaltigkeit, weil sie nur einen Teil des Klimawandels betrifft, weil sie nur eines einer Reihe von wesentlichen Umweltprobleme zu lösen sucht und weil die vorgesehenen technischen Maßnahmen zu einer Erhöhung der Ressourcenintensität der Wirtschaft führt, anstatt sie zehnfach abzusenken, was ja Voraussetzung für ökologische Stabilität ist.
► Bedeutet das: Weder E- noch Hybridautos, weder Photovoltatikanlagen noch Öko-Siegel sind in ihren ökologischen Auswirkungen umweltfreundlich?
Friedrich Schmidt-Bleek: Genau. Weder das E- Auto noch das Hybridauto senken die Materialintensität für den gefahrenen Kilometer. Das Hybridauto verdoppelt sie sogar nahezu, verglichen mit einem Benziner vergleichbarer Größe. Die Messlatte "CO2-Fußabdruck" ist aus mehreren Gründen kein generell gültiger Indikator für ökologische Qualität von Dingen, weil die Umweltgefährlichkeit vieler Produkte mit der Emission von CO2 nur wenig oder gar nichts zu tun hat.
Das gilt zum Beispiel für Kernkraftwerke. Außerdem ist CO2 nur eine von vielen gefährlichen Emissionen. Denken Sie an die Ozonkiller FCKW. Hingehen ist der von mir entwickelte "Materielle Fußabdruck" ein weltweit für alle Güter, Dienstleistungen und Handlungen richtungssichere und berechenbare Abschätzung ihrer Umweltverträglichkeit.

mehr:
- Grüne Lügen? (Reinhard Jellen, Telepolis, 16.06.2015)

Enzyklika Laudatio si: Die Kultur des Abfalls

Der Papst wendet sich in seiner neuen Enzyklika gegen die menschlichen Ursachen des Klimawandels 
Die Enzyklika von Papst Franziskus ist eine "grüne". In seiner Lehrschrift geht es um Schutz unserer natürlichen Umgebung, um diesseitiges, wenn man so will. In Rom sorgt sie bereits für Unruhe, weil sie vorab veröffentlicht wurde.
Wer ausreichend Italienisch kann, mag sie beim l’Espresso studieren.

Der Vatikan reagierte gereizt auf die Vorabveröffentlichung - vorgesehen war, dass Laudato Si erst am Donnerstag den Augen der Welt präsentiert wird. L’Espresso wurde die HolySee Presse-Akkreditierung entzogen. Im Vatikan werden Mutmaßungen über eine Intrige von Papstgegnern angestellt.

Ein gewisses Aufsehen hat die Schrift also schon erzielt. Ob sie, die sich in der Titelgebung und wahrscheinlich auch im Geiste vom Sonnengesang Franziskus von Assisi, einem Lob der Schöpfung, hat inspirieren lassen, "nachhaltige" Wirkung auf das Verhalten größerer Mengen entfalten wird, ist der Punkt, an dem es nicht nur für Katholiken, sondern auch für anderen Konfessionen und auch für Atheisten interessant wird.

Soweit Inhaltliches bekannt wurde, gibt es zwei Ansätze, die ein gewisses Potential haben, wenn man unterstellt, dass der Papst bestimmte, aber nicht wenige, Menschen auf besondere Weise ansprechen kann und sein Wort Gewicht hat: einmal die Überzeugung, dass die Erderwärmung von Menschen verursacht ist und zum anderen sein Augenmerk auf das Schicksal der Ärmeren.

mehr:
- Die Kultur des Abfalls (Thomas Pany, Telepolis, 16.06.2015)
- Öko-Enzyklika: Papst nennt Lebensstil der Menschen "selbstmörderisch" (SPIEGEL Online, 18.06.2015)
In seinem Ökomanifest schlägt Papst Franziskus einen für die katholische Kirche neuen Weg ein. Provokativ prangert er Umweltzerstörung und globale Gleichgültigkeit an. Die Erde sieht er auf dem Weg in zahlreiche Katastrophen.
- Papst Franziskus warnt vor sozialen Medien (ZEIT Online,18.06.2015)
Wirkliche Weisheit bekommt man nicht in sozialen Medien, schreibt der Papst in seiner Öko-Enzyklika. Vielmehr drohe dort Vereinsamung und "geistige Umweltverschmutzung".
- Papst-Enzyklika Ein ökologisches Manifest (Daniel Deckers, FAZ, 18.06.2015)
Die neue päpstliche Enzyklika „Laudato si“ ist teils ein klares, kluges und abwägendes Lehrschreiben. Teils aber auch ein moralinsaures Gebräu. Ein Kommentar.
- Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus – Vom Paradies zur Müllhalde (Tilmann Kleinjung, Tagesschau, 18.06.2015)
Der Papst hat in seiner ersten eigenen Enzyklika Umweltzerstörung, Klimawandel und Konsumrausch angeprangert. Franziskus sieht vor allem reiche Länder in der Pflicht, ihren Lebensstil zu verändern. Wissenschaftler lobten ihn für die klaren Worte.

mein Kommentar:
Franziskus sollte sich ein Beispiel am Dalai Lama nehmen. Der bläst nur noch Puderzucker – und alle sind begeistert!

Freitag, 19. Juni 2015

Chinas Ein-Kind-Politik war grausam – und überflüssig

Angesichts der vielen Zwangsabtreibungen und anderen drakonischen Strafen halten die meisten Bevölkerungsexperten Chinas Ein-Kind-Politik zwar für grausam. Doch sie glauben: Sie war ein notwendiges Übel. Immerhin habe sie seit ihrer Einführung vor 35 Jahren 400 Millionen Geburten in dem ohnehin bevölkerungsreichsten Land der Welt verhindert. Ohne sie hätte China heute nicht 1,4 Milliarden Einwohner, sondern fast zwei Milliarden. Die Ein-Kind-Politik sei ein wesentlicher Grund für Chinas erfolgreiche Armutsbekämpfung gewesen, meinen sie.

Der britische Economist nannte in einem Themenheft zum Klimawandel im vergangenen Herbst Chinas Ein-Kind-Politik sogar als einen der wichtigsten Gründe zur Eindämmung des weltweiten CO2-Ausstoßes. Ohne diese restriktive Politik wären bis 2005 rund 1,3 Milliarden Tonnen mehr Kohlenstoffdioxid ausgestoßen worden, schrieben seine Autoren.

Der chinesische Soziologe Cai Yong kommt nun zu einem völlig anderen Ergebnis. Nicht die Ein-Kind-Politik war ausschlaggebend für Chinas Geburtenrückgang, sondern die ökonomische Entwicklung, schreibt er. Die Grausamkeiten hätte sich die chinesische Führung also sparen können.

Cai Yong lehrt derzeit an der University of North Carolina in den USA. Anders als andere Demografen hat er nicht nur auf die Bevölkerungsentwicklung in China geschaut. Er hat sie auch in Beziehung gesetzt mit der politischen und ökonomischen Entwicklung und sie mit anderen sich entwickelnden Ländern verglichen.

mehr:
- Chinas Ein-Kind-Politik war grausam – und überflüssig (Felix Lee, ZEIT-Blog, 18.06.2015)

Siemoniak: "Die Periode des Friedens in Europa ist Vergangenheit"

Der polnische Verteidigungsminister ist von den Nato-Manövern in seinem Land begeistert und er ist nicht der einzige 
Politiker und Medien sollten den Öffentlichkeiten sagen, dass die jahrzehntelange Periode des Friedens in Europa nach dem Kalten Krieg Vergangenheit ist", wird der polnische Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak heute vom Observateur zitiert
Siemoniak untermauerte dies mit Blick auf die "russisch-ukrainische Krise, auf den IS und die komplexe Krise in Nordafrika". Europa müsse mehr für seine Sicherheit unternehmen.

Der "Schock-Satz" (l’Obs) von den vergangenen Friedenszeiten fiel bei einer Pressekonferenz, die Siemoniak heute zusammen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg im polnischen Zagan abhielt. Dort hatten beide einer Übung der superschnellen Nato-Eingreiftruppe (Very High Readiness Joint Task Force, VJTF) zugesehen.

Die Nato-Speerspitzen-Einheit lässt beim Manöver Noble Jump in Polen " ihre Muskeln spielen", wie ein Video veranschaulicht, auf das Siemoniaks Twitteraccount verweist. "Eine Demonstration militärischer Stärke", so der euphorische Begleittext dazu vom Militärreporter.


NATO Spearhead Force Flexes its Muscles in Poland [2:07]

Veröffentlicht am 17.06.2015
US Navy Petty Officer Josh Keim takes you deep into the action of an imposing display of NATO military capabilty in Zagan, Poland.
NATO’s new Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) or ‘spearhead’ force is being deployed for the first time on Exercise NOBLE JUMP, taking place in Zagan, Poland from 9-19 June 2015. Over 2,100 troops from nine NATO nations are participating in the exercise, which continues the process of testing and refining the newly-formed VJTF. 

Eine Frage der Ehre (HQ-Trailer-1992) [2:52]

Hochgeladen am 01.08.2010
Zwei US-Marines werden des Mordes an einem Kameraden angeklagt. Die beiden beteuern, sie hätten dem Opfer nur auf Befehl von oben eine Abreibung verpassen wollen. Der junge Militäranwalt Daniel Kaffee (Tom Cruise), der zeitlebens im Schatten seines Vaters stand, sieht sich einem scheinbar übermächtigen Gegner gegenüber: Colonel Jessep (Jack Nicholson) führt sein Regiment mit absolutistischer Härte. Im Gerichtssaal kommt es zum Aufeinandertreffen der beiden Gegenspieler... 

A FEW GOOD MEN "You can't handle the truth." Best Scene? Tom Cruise, Jack Nicholson [4:58]

Veröffentlicht am 09.11.2013
The best scene of the movie? "You can't handle the truth!" The rest of the movie is good too!

Sie können die Wahrheit doch gar nicht vertragen! Eine Frage der Ehre [1:14]

Hochgeladen am 17.11.2011
Sie können die Wahrheit doch gar nicht vertragen! Eine Frage der Ehre

Gestern wurde an Polens Ostseeküste ein Militärmanöver namens BALTOPS abgehalten, mit der Beteiligung von 17 Ländern, einschließlich 14 Nato-Verbündeten . Davon war der Oberkommandierende der Nato und der amerikanischen Truppen in Europa, General Philip Breedlove, sehr beeindruckt ("an amazing exercise out on the water ").

US-General Breedlove: Die Stationierung von Panzern in Osteuropa keine Verletzung der Nato-Russland-Akte
Auch Breedlove lieferte gegenüber Pressevertretern eine bemerkenswerte Aussage. Er verteidigte, "seinen Plan, die Ausrüstung einer Panzerbrigade nach Osteuropa zu verlagern" (USA planen Waffenlager in Osteuropa), mit dem Hinweis, dass er mit den Regelungen der Nato-Russland-Akte übereinstimme: "Weil die Einheit klein genug ist und über verschiedene Standorte verteilt wird."

Nach Lesart Breedloves habe sich die Nato im Vertrag von 1997 lediglich dazu verpflichtet, "substantielle Kampftruppen" nicht "dauerhaft" in Osteuropa zu stationieren.
mehr:
- Siemoniak: "Die Periode des Friedens in Europa ist Vergangenheit" (Thomas Pany, Telepolis, 18.06.2015)

siehe auch:
- Der »Freie Westen« dreht nochmal ein bißchen an der Schraube (Post, 17.06.2015)
- Russischer Einmarsch 1999: Showdown in Pristina (Benjamin Bidder, SPIEGEL, 17.02.2008)
Russland versteht sich als Serbiens Schutzmacht. Im Juni 1999 hätte dies fast zu einem bewaffneten Konflikt mit dem Westen geführt: Nato-Kommandeur Wesley Clark setzt im Kosovo auf Konfrontation - nur ein störrischer britischer General verhindert eine Eskalation.
Moskau - "Sir, ich werde für Sie nicht den dritten Weltkrieg anfangen", raunzt General Mike Jackson, Kommandeur der britischen Kfor-Truppen. Am 12. Juni 1999 rücken Tausende Nato-Soldaten in den Kosovo ein. Doch am Flughafen Pristina müssen sie verblüfft feststellen: Die Russen sind schon da. 200 Fallschirmjäger haben in den Morgenstunden das Gelände besetzt. Sie verwehren nun den Nato-Einheiten den Zutritt. US-General Wesley Clark ist düpiert - die russische Einheit ist unbemerkt aus Bosnien vorgerückt, dreieinhalb Stunden Vorsprung genügen, um den strategisch wichtigen Flughafen vor der Nato unter russische Kontrolle zu bringen - ein verwegenes Manöver. 


General Sir Mike Jackson - Ex. Head of the British Army - Keynote Speaker [5:36]
Veröffentlicht am 16.06.2015
General Sir Mike Jackson is the Former Chief of the General Staff and Head of the British Army.

His career in the British Army spanned almost 45 years.

He is was one of the British Army's most high-profile Generals since the Second World War.

He has served in many theatres of war, but is perhaps best known for his role leading British troops to end ethnic cleansing in Kosovo, for assembling the British ground component of the coalition that toppled the Taliban and for equipping and organising the army in Iraq.

To Book General Sir Mike Jackson to speak at your event please contact james@gordonpoole.com or visit General Sir Mike's page at http://www.gordonpoole.com/Mike-Jacks...
Frost Over The World - General Sir Mike Jackson - 14 Sep 07 [15:25]

Hochgeladen am 20.09.2007
General Jackson, former head of the British army, talks to Sir David about his comments on US military strategy in Iraq and his criticism of Donald Rumsfeld, the former US defence secretary, which made headlines earlier in September.

Senator Lee questions military leaders on nuclear negotiations with Russia [5:57]

Veröffentlicht am 30.04.2015
Today, Senator Lee in the Senate Armed Services Committee questioned General Philip Breedlove, Commander of U.S. European Command, on recent statements by the Secretary of State about our willingness to engage in more nuclear reductions with Russia. Given Russia’s violation of the Intermediate-Range Nuclear Forces Treaty (INF), belligerent behavior against its neighbors, and the failure of the New START treaty to “reset” our relationship, President Obama should immediately end any discussions of new nuclear treaties with Russia and focus instead on addressing threats to U.S. national security.

Supreme Allied Commander Europe - General Phil Breedlove - Joint Press Point - 18 Sept. 2013 [5:13]

Veröffentlicht am 19.09.2013
General Phil Breedlove, Supreme Allied Commander Europe, talks about Steadfast Jazz Exercise, the reasons for NATO to train and exercise and the size or the NATO Response Force, during a Joint Press Point with General Hans-Lothar Domröse, Commander HQ JFC Brunssum on the September 18, 2013.

Exclusive Interview: NATO General Breedlove says Russian army still in Ukraine despite ceasefire [11:54]

Veröffentlicht am 08.03.2015
Throughout the conflict in east Ukraine between Russian-backed militants and Ukrainian forces, NATO has been one of the most vocal critics of Russia's aggression in the Donbas. Even after the signing of a peace deal last month brokered by France and Germany and the announcement of a ceasefire, the military alliance continues to warn of a build-up in eastern Ukraine of Russian forces. Just last week, NATO's Supreme Allied Commander in Europe General Philip Breedlove declared that Russian President Vladimir Putin had once again "upped the ante" and said the situation in the Donbas was "getting worse everyday." To find out more about those and other comments made by the military alliance Oleksiy Bobrovnikov from Ukrainian boradcaster TSN spoke with General Breedlove in an exclusive interview.

siehe auch:
- Nato will schnelle Eingreiftruppe vergrößern (ZEIT Online, 05.02.2015)
- Erzähl nochmal den Witz vom “Einlenken”, oder: Schwarzrot freiwillig gefangen in der Eskalationsspirale (Bangemachen gilt nicht, 06.12.2014)
einige Links zur Rasmussen-Propaganda:
US-Armee fährt Panzer an russischer Grenze auf (Post, 19.10.2014)
Ukraine 9 – Wider die veröffentlichte Meinung (Post, 11.05.2014)
Ukraine 15 – Die – zumindest teilweise – Vernichtung eines gepanzerten russischen Phantom-Konvois (Post, 15.08.2014)
Ukraine 19 – Die Ukraine, korrupter Journalismus und der Glaube der Atlantiker (29.08.2014)
NATO-Osterweiterung: Nicht versprechen und nicht zuhören (Post, 11.04.2014)

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"Die ganze Privatisierung hat dazu geführt, dass wir mittlerweile fast realsozialistische Verhältnisse haben"

Franz Kotteder über Gefahren und Risiken des TTIP-Abkommens. Seit fast zwei Jahren wird hinter verschlossenen Türen über das Freihandelsabkommen TTIP verhandelt. Der Süddeutschen-Zeitungs-Autor Franz Kotteder befürchtet in seinem Buch Der große Ausverkauf, dass dieser Vertrag zwischen EU und USA einen massiven Abbau von Demokratie und Grundrechten mit sich bringt.

► Herr Kotteder, die USA und die EU sind bereits die größten Außenhandelspartner. Die dabei erhobenen Zölle machen nur einen Bruchteil des Handelsvolumens aus. Warum also TTIP? Steht hier womöglich der Investitionsschutz der Unternehmen und nicht der Freihandel im Vordergrund?

Franz Kotteder: Es geht nicht nur um den Investitionsschutz, sondern auch darum, in Deutschland und Europa bestimmte Standards durchzusetzen, die bislang noch nicht möglich sind, wie zum Beispiel gentechnisch veränderte Nahrungsmittel und Saatgut und dergleichen mehr. Das ist zwar in den USA schon längst Standard, aber in der EU bislang zu weiten Teilen verboten. Auf dem Umweg über ein Freihandelsabkommen lässt sich dieses sogenannte Handelshemmnis beseitigen.
Ein anderes Beispiel wäre der Datenschutz: Das ACTA-Abkommen ist zwar seinerzeit in Europa vor allem durch Frankreich abgeblockt worden, aber mit TTIP kann es wieder durch die Hintertür hereingeholt werden.
Oder Stichwort "Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen": Ich habe mich fast ein wenig gewundert, wie schnell letztes Jahr die EU-Kommission mit ihrem Vorhaben, die öffentliche Wasserversorgung zu privatisieren, eingeknickt ist. Genau das könnte aber jetzt durch das Dienstleistungsabkommen TISA durchgesetzt werden.

mehr:
- "Die ganze Privatisierung hat dazu geführt, dass wir mittlerweile fast realsozialistische Verhältnisse haben" (Reinhard Jellen, Telepolis, 30.04.2015)

Speichersysteme für die Herausforderungen der Energiewende

Ist eine zu 100% erneuerbare Stromversorgung überhaupt möglich?
Der Weltenergiebedarf wird von der einstrahlenden Sonne und den dadurch angefachten Winden um viele Größenordnungen übertroffen. Abbildung 1 liefert mit den "Energiekugeln" eine Vorstellung dazu.

➲ Das globale, am Boden und auf den Meeresoberflächen ankommende Energieangebot der Sonne übertrifft den Weltenergiebedarf der Menschheit um das etwa 8000-Fache,
➲ das der damit angefachten Windbewegungen um das etwa 700-Fache.
➲ Das Energieangebot der Sonne über Deutschland übertrifft den Energiebedarf Deutschlands um das etwa 160-Fache.
Regeneratives Energieangebot und Weltprimärenergieverbrauch
(Quelle: Forschungsverbund Sonnenergie, Zugriff 27.04.2015)
mehr:
- Ringwallspeicher und geotechnische Speichersysteme für die Herausforderungen der Energiewende (Matthias Popp, Telepolis, 18.06.2015)

Ringwallspeicher - Einführungsvortrag [19:14]

Veröffentlicht am 13.12.2012
Referent: Sven Pietsch (EFA)
Datum: 25.06.2012
Ort: Hörsaal Fo4, Karmán-Auditorium, Aachen
Anlass: Vortragsreihe Pumpspeicherkraftwerke

Energiespeicher im Überblick [25:11]

Veröffentlicht am 19.12.2012
Referent: Sebastian Patrick Vierschilling (EFA)
Datum: 23.04.2012
Ort: Hörsaal Fo4, Karmán-Auditorium, Aachen
Anlass: Vortragsreihe Pumpspeicherkraftwerke

"Verbrechen aus Hass": neun Tote in einer Südstaaten-Kirche

Rassismus und laxe Waffengesetze? In South Carolina hat ein unbekannter Weißer auf Besucher eines Abendgebetes in der Emanuel African Methodist Episcopal-Kirche geschossen
Über ein konkretes Motiv für die Schießerei wollte die Polizei in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina noch keine Angaben machen. Ihr Chef Greg Mullen geht von einem "Verbrechen aus Hass" aus.

Bekannt ist bisher, dass der Schütze, ein junger Weißer, gestern beim Abendgebet in der Emanuel African Methodist Episcopal-Kirche in Süd-Charleston, acht Schwarze erschossen hat, zwei wurden ins Krankenhaus eingeliefert, wo einer verstarb.

Der Schütze ist noch auf der Flucht.

Mit Angaben über die Opfer und die Überlebenden hält sich die Polizei zurück. Diverse Meldungen bestätigen, dass der Prediger der Kirche, Clementa Pinckney, ebenfalls unter den Opfern ist. Pickney war Politiker, Mitglied des Senats in South Carolina für die Demokraten, der sich für die Schwarzen engagierte.

Er sprach sich etwa im Fall Walter Scott, der im April dieses Jahres von einem weißen Polizisten wegen eines Verkehrsdelikts verfolgt und mit Schüssen in den Rücken getötet wurde, dafür aus, dass Polizisten Kameras tragen sollten.

"Downtown Charleston", wo sich die Kirche befindet, gilt als wohlhabende Gegend, die von vielen Touristen besucht wird. In der benachbarten Stadt North Charleston, etwa 100.000 Einwohner, haben sich die Spannungen seit dem tödlichen Schuss, den der weiße Polizist auf den flüchtenden Schwarzen Walter Scott abgab, aufgeheizt.

Der mörderische Tat wird in den USA die Diskussionen über die laxen Waffengesetze erneut anstoßen (seit neuestem darf man in Texas auch auf dem Universitätscampus verdeckt Waffen mitführen - laut Fürsprechern dieses gefährlichen Gesetzes zur "besseren Verteidigung gegen Amokläufer").

mehr:
- "Verbrechen aus Hass": neun Tote in einer Südstaaten-Kirche (Thomas Pany, Telepolis, 18.06.2015)

Können wir uns Demokratie noch leisten?

"Es ist die Tragik jeder Demokratie, dass bei uns jeder seine Meinung öffentlich vertreten darf und dass man politisch Verantwortliche in einer Demokratie schützen muss. In Diktaturen würde so etwas nicht passieren." (Horst Teltschik)
- Linkliste (Attac)


„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.” (Jean Claude Juncker, zitiert nach Dirk Koch, Die Brüsseler Republik, SPIEGEL Online, 27.12.1999)

Jean-Claude Juncker drunk and bitch slaps leaders [1:15]

Veröffentlicht am 28.05.2015
The President of the European Commission, Jean-Claude Juncker, was bitch slapping EU leaders, calling Hungarian PM 'dictator' in front of the press at the EU-Eastern Partnership summit in Latvia.

»Es ist nicht das Seltene, daß einer verzweifelt ist
nein, das ist das Seltene, das sehr Seltene, daß einer in Wahrheit es nicht ist. […]
Die gewöhnliche Betrachtung versteht sich sehr schlecht auf Verzweiflung. Sie übersieht ganz, daß es gerade eine Form der Verzweiflung ist, es nicht zu sein, sich nicht bewußt zu sein, daß man es ist.«
 (Søren Kierkegaard)
siehe auch:
- Auf den Gipfeln der Verzweiflung (Ludger Luetkehaus, ZEIT Online, 21.11.2002)
- Entweder die EU oder Demokratie, beides geht nicht  (AllesSchallundRauch, 18.11.2011)

When Yeltsin's drunk [0:47]

Hochgeladen am 12.04.2009
Boris Yeltsin used to drink a lot.

Könnte es sein, daß der eine genauso verzweifelt ist wie der andere?



Demokratieabbau: Vorratsdatenspeicherung – das wird natürlich nichtöffentlich behandelt

Die EU-Kommission will sich erst einmal nicht mit der Vorratsdatenspeicherung befassen, hieß es. Die Antwort auf eine Anfrage lässt jedoch auf etwas anderes schließen.
Als der EU-Kommissar Oettinger mit der Ansage vorpreschte, die (mittlerweile auch gerne als Mindest- oder Höchstspeicherfrist bezeichnete) Vorratsdatenspeicherung würde derzeit natürlich auch auf EU-Ebene behandelt, da wurde dies von der EU-Kommission schnell dementiert


Dort hieß es dazu wörtlich: "Die EU-Kommission plant keine neue EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung"

Dazu wurde jedoch noch angemerkt, dass eine Konsultation geplant sei, bei der die Meinungen der "Stakeholders" eingesammelt werden. Dabei sind die Meinungen der "Stakeholder" schon seit Jahren bekannt – auf der einen Seite die Strafverfolgungsbehörden, auf der anderen die Telekommunikationsunternehmen und auf einer dritten die Bürgerrechtler, Journalisten, Seelsorger, Ärzte usw. Eine erneute Konsultation dürfte da kaum Neuigkeiten mit sich bringen.

Michael Ebeling, seit Jahren aktiver Datenschützer und Bürgerrechtler, hat nun auf seiner Seite freiheitsfoo.de den Schriftwechsel zur aktuellen Situation online gestellt. Dort wird nicht mehr von einer Konsultation gesprochen, sondern davon, dass die nationalen Entwicklungen beobachtet werden würden. Die Wirksamkeit der VDS bei der Verbrechensbekämpfung und der Aufdeckung von Straftaten wird dabei nicht mehr in Frage gestellt.

Und noch etwas ist bemerkenswert. Während es anfangs hieß, die Kommission werde "diesen Abwägungsprozess in einem offenen Dialog mit dem Europäischen Parlament, mit den Mitgliedstaaten, den Bürgern, den Datenschutzbehörden und mit der Industrie durchzuführen", telt man nun mit, dass es keine öffentliche Konsultation geben werde.

mehr:
- Vorratsdatenspeicherung – das wird natürlich nichtöffentlich behandelt (Bettina Hammer, Telepolis, 18.06.2015)

siehe auch:
Amerika, die kaputte Demokratie (Post, 23.06.2015)
- "In den USA regiert nicht die Mehrheit!" (Post, 23.06.2015)
- Vorratsdatenspeicherung 2.0: Grundrechtsverletzung mit Zuckerguss (Post, 14.06.2015)
- Bundeswehr-Einsätze: Parlamentsvorbehalt soll abgeschwächt werden (Post, 18.06.2015)

Rückschlag für die informationelle Selbstbestimmung

Ein vom Verfassungsschutz Bespitzelter bekommt auch nach 10 Jahren keine Auskunft über die Daten
Der Berliner Verfassungsschutz kann Auskünfte an Bespitzelte auch nach 10 Jahren mit der Begründung verweigern, dass damit Quellen offengelegt werden können. Das entschied heute das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Geklagt hatte Wolfgang F. Er war Mitglied der Initiative für ein Sozialforum, das seit seiner Gründung im Jahr 2003 bis zum Sommer 2006 von mindestens fünf V-Leuten des Bundes- und des Landesamtes für Verfassungsschutz ausgeforscht wurde.

Der Kläger und andere im Sozialforum Aktive verlangten nach Bekanntwerden der Überwachung vom Berliner Verfassungsschutz Auskunft über die über ihn gesammelten Daten. Doch die meisten bekamen nur wenige, geschwärzte Auskünfte.

Seit 2008 versucht der Kläger auf juristischem Wege an die Daten zu kommen und beruft sich das Auskunftsrecht nach dem Berliner Verfassungsschutzgesetz. Der Rechtsanwalt Sönke Hilbrans, der die Klage eingereicht hat, spricht von einem Rückschlag für die informationelle Selbstbestimmung.

"Die Entscheidung der OVG konterkariert den Willen des Gesetzgebers und gibt sich im Ergebnis mit einigen Sprechblasen des Berliner Verfassungsschutzes zufrieden", erklärt Hilbrans gegenüber Telepolis. Das OVG hat keine Revision zugelassen. Ob der Kläger dagegen Beschwerde einlegt, wird er erst entscheiden, wenn er die Urteilsbegründung kennt, die lag am Abend noch nicht vor.

mehr:
- Rückschlag für die informationelle Selbstbestimmung (Peter Nowack, Telepolis, 18.06.2015)

Die Gegenwart des sogenannten "Qualitätsjournalismus"

Dominik Grafs Film "Was heißt hier Ende?" über Michael Althen ist eine Verlustanzeige. Es geht um die moralisch-ökonomische Verfassung unserer Medien
►Man müsste, wenn jemand stirbt, eigentlich keinen Nachruf auf den Toten schreiben, sondern einen auf die Gesellschaft, die ihn überlebt. Wie sie sich die Dinge zurechtlegt, um selbst gut dazustehen. Wie sie, noch angesichts des Todes, so tut, als würde sie in ihrem abschließenden Urteil letztlich doch noch immer Gnade vor Gerechtigkeit ergehen lassen. Nichts Schlechtes über die Toten heißt in Wahrheit: nichts Schlechtes über die Überlebenden.

Frank Schirrmacher, Herausgeber der FAZ, in seinem Nachruf auf Bernd Eichinger in der FAS am 30. Januar 2011. 


Ein Zufall gewiss, aber auch eine Koinzidenz, die in ihrem Zusammentreffen etwas Notwendiges hat: Soeben meldete der "Spiegel", man werde zum nächsten Jahr 15 Millionen Euro im Etat einsparen.

Die Sparmaßnahmen würden durch Stellenkürzungen und durch Kostensenkungen in der Dokumentation verwirklicht. Seit 2007 sei der Gewinn um etwa die Hälfte zurückgegangen. Immerhin macht der "Spiegel" noch Gewinn. Die FAZ macht bereits seit Jahren Verluste.

Dieser Tage jährt sich auch der Tod von Frank Schirrmacher. Sein überraschender Herz-Tod war ein böser Streich des Schicksals; er kam zu einem Zeitpunkt, an dem das "Modell Schirrmacher" ausgereizt schien. Zumindest auf Zeitungsebene. Er markierte einen Einschnitt und möglicherweise Endpunkt.

Schließlich kommt jetzt nun ein Dokumentarfilm ins deutsche Kino, der auf eine idealisierende, utopische Weise noch einmal Journalismus "at its best" feiert, und all das ins Gedächtnis ruft, was Zeitungsjournalismus sein kann und sein muss, will er Sinn machen. Heute mehr denn je.

mehr:
- Die Gegenwart des sogenannten "Qualitätsjournalismus" (Rüdiger Suchsland, Telepolis, 18.06.2015)

Was heißt hier Ende? - Offizieller Trailer [4K] [UHD] (Deutsch/German) [2:18]

Veröffentlicht am 27.05.2015
4K-Trailer abonnieren: ► http://ytb.li/4KTrailer ✔
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Was heißt hier Ende? :
Dominik Grafs Essayfilm WAS HEISST HIER ENDE? beschreibt die Suche nach Spuren, Splittern und Spiegelungen des Schaffens von Michael Althen, der im Jahre 2011 viel zu früh verstarb. Der Filmkritiker Althen hat mit offenen Sinnen Filme gesehen und sich liebend gerne von ihnen verführen lassen. Umgekehrt wiederum hatten seine Texte, seine Wahrnehmungen, all die Begegnungen mit ihm, großen Einfluss auf andere – auf Kritiker, Filmemacher und Kinogänger gleichermaßen, darunter sicherlich Tom Tykwer, Christian Petzold, Doris Kuhn, Claudius Seidl oder Wim Wenders. Gleichzeitig ist dieser Film auch eine einzigartige Liebeserklärung ans Kino. Denn so gekonnt wie Althen hat es kaum jemand sonst verstanden, die Magie des Films ins Leben zu übertragen.

Regie: Dominik Graf
Cast: Michael Althen, Adolf Althen, Christian Petzold

Sicherheit von Smartphones

Hacker werfen FBI Massenüberwachung von Smartphones vor (n24, 04.09.2012)
Das Hacker-Kollektiv Antisec wirft der amerikanischen Ermittlungsbehörde FBI vor, im großen Maßstab Daten von Mobilfunknutzern gesammelt zu haben. Um den Vorwurf zu beweisen, veröffentlichte die Gruppe im Internet eine Datei.
Sie enthält angeblich die Seriennummern von einer Million Geräte mit dem Apple-Betriebssystem iOS sowie einige persönliche Angaben zu ihren Besitzern. Das FBI wollte auf dpa-Anfrage zu dem Vorfall keine Stellung nehmen.

Die Liste sei ein Auszug einen viel größeren Datenbestandes mit zwölf Millionen Einträgen, erklärten die Hacker. Die Datei mit dem Namen "NCFTA_iOS_devices_intel.csv" habe man vom Laptop eines FBI-Mitarbeiters erbeutet, der im Regional Cyber Action Team in New York arbeite. NCFTA ist die Abkürzung für die US-amerikanische Non-Profit-Organisation National Cyber-Forensics & Training Alliance, hinter der unter anderem das FBI, einige universitäre Computersicherheits-Organisationen (CERT) sowie Partner aus der Industrie stehen. Die Echtheit der Daten konnte von neutraler Seite nicht bestätigt werden.

- Hacker-Angriffe werden 2015 massiv zunehmen (n24, 10.12.2014)
Einem neuen Report zufolge werden sich Hacker-Angriffe im kommenden Jahr häufen. Dabei sollen die Attacken immer komplexer werden. Das sind 2015 die größten Cyber-Gefahren.
Das Internet wird im neuen Jahr kaum sicherer sein, ganz im Gegenteil: Die Cyberkriminalität ist auch 2015 weiter auf dem Vormarsch, so eine neue Studie. Im kommenden Jahr werden sich die Angriffe aus dem Internet häufen. Ungeschützte Computer bleiben dabei weiterhin beliebte Ziele von Cyberkriminellen – hinzu kommt die steigende Anzahl der Bedrohungen auf mobilen Geräten. Die Attacken werden dabei immer komplexer. Das zumindest prognostiziert der Hersteller von Antivirus- und Computersicherheitssoftware McAfee in seinem aktuellen "November 2014 Threats Report".


- Angst vor Hackern – Deutsche lehnen mobiles Bezahlen weiter ab (n24, 14.06.2015)
Es kann so einfach sein: Statt Geldbörse zückt der Kunde sein Smartphone und bezahlt bargeldlos. Doch viele Deutsche sind zurückhaltend und vertrauen nicht auf die Sicherheit ihrer Daten.
Die Angst vor dem Klau sensibler Bankdaten hält viele Deutsche einer Umfrage zufolge von Geldgeschäften per Smartphone ab. Generell sehen neun von zehn Deutschen (88 Prozent) die Gefahr, dass bei mobilen Bezahlverfahren Daten gehackt und missbraucht werden. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1020 Erwachsenen im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC.

Fast genauso viele (85 Prozent) meinen, es gebe ein wachsendes Risiko, dass ihr Handy gestohlen wird und dann mit Bezahldaten kriminelle Geschäfte gemacht werden. Immerhin fast drei Viertel (72) der Befragten sind der Ansicht, sogenannte Mobile-Payment-Angebote verleiteten schneller zum Einkaufen.


- XARA-Angriff: Kennwort-Manager 1Password bestätigt Schwachstelle (heise News, 18.06.2015)
Sicherheitsforscher haben gezeigt, wie Schadprogramme anderen Mac-Apps Daten entlocken können – auch die populäre Passwort-Verwaltung ist anfällig. Es gibt derzeit keine Lösung, erklären die Entwickler, man könne sich aber wappnen.
Schad-Software ist "unter bestimmten Umständen" in der Lage, Informationen auszulesen, die die Browser-Erweiterung der Kennwort-Verwaltung 1Password an die zugehörige Helfer-App auf dem Mac übermittelt. Dies hat das Entwickler-Team AgileBits bekanntgegeben und damit die Studienergebnisse von sechs Sicherheitsforschern bestätigt, die Details zu diesem Angriffsszenario veröffentlicht hatten.

Die Gefahr ist, dass sich eine bösartige App als der Helfer "1Password mini" ausgeben kann und dadurch in der Lage ist, die von der Browser-Erweiterung übermittelten Login-Daten auszulesen – "wenn das Timing stimmt". AgileBits betont, dadurch sei aber kein vollständiger Zugriff auf alle in der Passwort-Verwaltung hinterlegten Daten möglich. Den Forschern war nach eigener Angabe möglich, eine manipulierte App von Apples Prüfprozess unbemerkt im Mac App Store zu veröffentlichen.

Das Problem beruht darauf, dass eine "vollständige Authentifizierung" der Kommunikation zwischen der Browser-Extension von 1Password und der Helfer-App 1Password mini derzeit nicht möglich sei – dies betreffe auch andere Software und sei eine systemweite Schwachstelle von Mac OS X, schreibt AgileBits. Man habe zusammen mit den Sicherheitsforschern versucht, dieses Problem für 1Password zu lösen, habe aber noch keinen "komplett zuverlässigen Weg" gefunden.

Donnerstag, 18. Juni 2015

Der Tod Osama Bin Ladens – Lügen Logik, Tatsachen – eine kritische Rekonstruktion der Ereignisse

Vier Jahre ist es jetzt her, daß ein Kommando amerikanischer Navy Seals bei einem nächtlichen Anschlag auf ein befestigtes Anwesen im pakistanischen Abbottabad Osama bin Laden erschoß. Der Mord war der Höhepunkt von Barack Obamas erster Amtszeit und trug in erheblichem Maße zu seiner Wiederwahl bei. Das Weiße Haus behauptet nach wie vor, es habe sich bei der Mission um eine rein amerikanische Aktion gehandelt; weder Pakistans höchste Militärs noch der Nachrichtendienst – die Inter-Services Intelligence Agency (ISI) – des Landes hätten von dem bevorstehenden Handstreich gewußt. Es ist dies nicht das einzige, was an der von der Regierung Obama herausgegebenen Darstellung nicht stimmt. Die Geschichte des Weißen Hauses wäre eher eines Lewis Carroll würdig: Hätte bin Laden, Objekt einer weltweiten Menschenjagd, tatsächlich zu dem Schluß kommen können, ein Urlaubsziel fünfzig Kilometer von Islamabad sei der sicherste Platz für einen Unterschlupf, von dem aus sich al-Qaida leiten ließ? Er habe sich unter aller Augen versteckt. Behaupten die USA.

Die eklatanteste Lüge war die, man habe weder den Stabschef des Heeres General Ashfaq Parvez Kayani noch den Direktor der ISI General Ahmed Shuja Pasha, Pakistans mächtigste Militärs mit anderen Worten, über die amerikanische Mission informiert. An diesem Standpunkt hält das Weiße Haus fest, und das einer Reihe von Berichten zum Trotz, die Fragen aufgeworfen haben wie etwa der von Carlotta Gall im New York Times Magazine vom 19. März 2014. Gall, die zwölf Jahre als Korrespondentin der Times in Afghanistan war, will von einem „pakistanischen Amtsträger“ erfahren haben, Pasha habe bereits vor dem Handstreich von bin Ladens Anwesenheit in Abbottabad gewußt.

Sowohl amerikanische als auch pakistanische Offizielle dementierten dies; näher darauf einlassen wollte man sich freilich nicht. In seinem Buch Pakistan: Before and after Osama (2012) behauptet Imtiaz Gul, Exekutivdirektor des Thinktanks Centre for Research and Security Studies in Islamabad, vier Geheimdienstler im verdeckten Einsatz hätten ihm gegenüber – durchaus im Einklang mit vor Ort herrschenden Ansichten – darauf bestanden, das pakistanische Militär habe definitiv von der Mission gewußt. Erneut aufgeworfen wurde das Problem im Februar, als Asad Durrani, General im Ruhestand und Anfang der 1990er Jahre Chef der ISI, al-Dschasira gegenüber sagte, es sei „durchaus möglich“, daß die Führungsriege der ISI nichts über den Verbleib bin Ladens gewußt habe, „wahrscheinlicher jedoch ist, man wußte Bescheid. Und daß man darauf spekulierte, seinen Aufenthaltsort zum gegebenen Zeitpunkt zu enthüllen. Anders gesagt, wenn sich die nötige Gegenleistung für diese Information fand – wenn man jemanden wie Osama bin Laden hat, dann verschenkt man den nicht so einfach an die USA.“

mehr:
- Der Tod Osama Bin Ladens – Lügen Logik, Tatsachen – eine kritische Rekonstruktion der Ereignisse (Seymour Hersh, Lettre International 109, Sommer 2015)

siehe auch:
The Detail in Seymour Hersh’s Bin Laden Story That Rings True (Carlotta Gall, New York Times Magazine, 12.05.2015)
The New York Times Would Like You to Know It Totally Kinda Thought the Same Thing as Hersh (Elliot Hannon, New York Times Magazine, 12.05.2015)
What Pakistan Knew About Bin Laden (Carlotta Gall, New York Times Magazine, 19.03.2015)
- Wie starb Bin Laden wirklich? Hersh: Obama hat die Welt belogen (n-tv, 11.05.2015)
- Seymour Hersh – Allein gegen Obama (ZEIT Online, 21.05.2015)
- Osama Bin Laden – US-Journalist Hersh bezichtigt Obama der Lüge (ZEIT Online, 11.05.2015)
- Tötung Bin Ladens: Weißes Haus dementiert Hersh-Bericht (SPIEGEL Online, 11.05.2015)

60 Minutes Presents: Killing bin Laden [43:45]

Veröffentlicht am 24.02.2013
A former member of SEAL Team 6, known by the pseudonym Mark Owen, recounts the raid that killed the world's most wanted man: Osama bin Laden. Scott Pelley reports.

Bundeswehr-Einsätze: Parlamentsvorbehalt soll abgeschwächt werden

Am heutigen Dienstag legte die „Kommission zur Überprüfung und Sicherung der Parlamentsrechte bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr“ ihren Bericht vor. Demnach behalte der Bundestag bei bewaffneten Auslandseinsätzen der Bundeswehr das letzte Wort, wesentliche Einschränkungen der bisherigen Mitspracherechte des Parlaments seien nicht vorgesehen. Die Reformvorschläge würden den Bundestag sogar stärken und gleichzeitig die Bündnisfähigkeit Deutschlands verbessern, sagte der frühere Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU), der die Kommission leitete.

Kritiker hatten eine Einschränkung des Parlamentsvorbehalts befürchtet, der vorsieht, dass der Bundestag bewaffneten Auslandseinsätzen der Bundeswehr zustimmen muss. Unter Verweis auf die Bündnisfähigkeit Deutschlands hatten sich Vertreter der Regierungskoalition für eine Abschwächung des Parlamentsvorbehalts ausgesprochen, da dieser NATO- oder EU-Einsätze in unverhältnismäßiger Weise blockieren oder verzögern könne. Entsprechend sollte die Kommission nach Vorstellungen der Koalitionsfraktionen unter anderem die bestehenden und künftig zu erwartenden Formen militärischer Integration im Rahmen von NATO und EU ermitteln und mögliche „Spannungsverhältnisse“ zur bestehenden deutschen Parlamentsbeteiligung identifizieren.

An der im März 2014 gebildeten Kommission hatten sich nur die Parteien der Großen Koalition beteiligt. Die Grünen lehnten eine Teilnahme mit dem Argument ab, nicht als „Feigenblatt“ in einem Gremium dienen zu wollen, das am Ende Abstriche beim Parlamentsvorbehalt empfehlen könnte. (1) Für Verdruss innerhalb der Opposition sorgte damals die Weigerung der Regierungskoalition, die Formulierung nicht nur einer „Sicherung“, sondern einer „Stärkung“ der Parlamentsrechte in den Einsetzungsbeschluss aufzunehmen. Die Linke warf der Bundesregierung zudem vor, sie plane künftig hinsichtlich der Frage von integrierten Stäben bei NATO und EU einen „Mitmachautomatismus“ einzurichten. (2)

Tatsächlich laufen die Empfehlungen der Kommission – wenn auch in abgeschwächter Form – auf die Verwirklichung eines solchen Automatismus hinaus. Zwar soll der Parlamentsvorbehalt für eine direkte Beteiligung der Bundeswehr an Kampfeinsätzen weiterhin gelten, doch durch eine Neudefinition des Begriffs der bewaffneten Einsätze soll das Parlament künftig bei wichtigen Entscheidungen umgangen werden. Bislang muss der Bundestag auch über die Entsendung von Militärberatern- und Ausbildern in Krisengebiete abstimmen. Das soll sich nun ändern. „Um mehr Rechtssicherheit zu erzielen“, soll künftig das Mitwirken von Bundeswehrsoldaten „in Stäben und Hauptquartieren der NATO, der EU oder einer anderen Organisation gegenseitiger kollektiver Sicherheit“, nicht mehr der Zustimmung des Parlaments bedürfen.

mehr:
- Bundeswehr-Einsätze: Parlamentsvorbehalt soll abgeschwächt werden (Hintergrund, 16.06.2015)

Mittwoch, 17. Juni 2015

Öffentlich-rechtlicher Qualitätsjournalismus, Böse Börsianer und das Erdöl vor Griechenland

Unsere Politiker machen sich ernsthaft Sorgen um die Wahlmüdigkeit (siehe mein letzter Beitrag). Ich behaupte, sie machen sich eher Sorgen um die Wahlkampfkostenerstattung, (wie auch Michael Klein von den ScienceFiles meint). Es wird bestimmt nicht mehr lange dauern, dann wird diese so angehoben, dass – im theoretischen Fall – falls keiner mehr wählen geht, trotzdem alle Qualitätsparteien ein vorzügliches Auskommen haben. Vielleicht können sich manche noch an die Volkskammerwahlen erinnern? Man nannte das „Zettel falten“. Das Wahlergebnis stand ja schon vor der Wahl fest.

Über diese „Wahlen“ machte man sich in glorreicher Zeit, als Vati am Samstag noch seiner Familie gehörte, lustig. Stellt Euch mal vor, dieses Plakat würde heute irgendwo hängen! Sagt mir bitte, was seit 25 Jahren besser geworden ist. Das Hauptthema TTIP wird so verhandelt, dass die Parlamentarier nicht darüber informiert werden! Das muss man sich mal vorstellen! Weshalb braucht man denn diese Bettnässer noch, wenn die sich alles gefallen lassen und weshalb soll ich deren (überbezahltes) Dasein auch noch finanzieren? Es gibt keine Alternativen. Mutti hat recht: alles ist alternativlos geworden. Die CDU ist heute dort, wo die SPD unter Schröder war. Die SPD vertritt keine Arbeitnehmerinteressen mehr, sondern nur noch Quoten. Das Streikrecht wird eingeschränkt – durch SPDler. Eine Maut wird eingeführt, nur weil es die Schluchtenkacker so wollen und die haben eine Koalitionsvertrag unterschrieben. Eine Partei, die ich nicht mal nicht wählen kann! Wer glaubt denn ernsthaft, dass sich bei der nächsten Bundestagswahl irgendetwas ändert? Mein Tipp: Wenn es rechnerisch reicht, gibt es eine schwarz-grüne Qualition. Vielleicht kommt dann die SPD wieder zu Verstand?

mehr:
- BRD = DDR – Mauer (AlterMannBlog, 15.06.2015)

Wenn sich der Alte Mann in Rage schreibt, muß man die Ohren anlegen! hier kriegt Claus Kleber mal wieder – und wahrhaft nicht unverdient – sein Fett weg:

Claus Kleber - Eine harte Wahrheit [0:54]

Veröffentlicht am 26.01.2015

- siehe auch:
- YouTube-Hit: Wie ein Freizeit-Börsianer die BBC narrte (Carsten Volkery, SPIEGEL Online, 28.09.2011)
Ein BBC-Interview machte Alessio Rastani weltbekannt: Der Hobby-Aktienhändler gab sich als Profi aus und erklärte, dass er für eine Rezession bete und die Investmentbank Goldman Sachs die Welt regiere. Tatsächlich ist der Mann wohl nur ein Selbstvermarkter auf der Suche nach ewigem Internetruhm.
Zitat AlterMann:
Lieber Herr Kleber, falls man die Frankfurter oder New Yorker Börse einen Workshop zum Thema „Wie können wir Börsenhändler Griechenland retten“ ober „Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb“ veranstaltet, sage ich Ihnen Bescheid. Dieser Clip ist so peinlich! Zeigt er doch, mit welcher Naivität unsere Nachrichtenvorleser gesegnet sind. Herr Kleber, mir wäre dieser Kommentar mehr als peinlich. Haben Sie wirklich das Wort „Schurken“ verwendet?
Das nennt man dann wohl Verschwörungstheorie für Dummies…
Und ich freue mich so sehr, daß wir solch mutige und kompetente Nachrichtensprecher haben, die das Volk endlich aufklären!Valerie Haller klärt uns in einer längeren Video-Fassung darüber auf, daß die Börsenhändler sehr wohl verantwortungsvoll und kritisch miteinander diskutieren.

Ich wage mich jetzt mal aufs Eis:
Griechenland ist nicht mehr zu retten. Egal, was jetzt kommt, es hat alles Katastrophencharakter. Der letzte Rettungsanker könnte sein, wenn Griechenland seine Ölbohrrechte an europäische Firmen abtritt. Das wäre der Hit!
siehe dazu:
- Neue Einnahmenquelle: Athen will Öl- und Gasvorkommen erschließen (dpa in Handelsblatt, 28.08.2014)
- Erdöl und Erdgas in der Nordägäis (Wikipedia)
- Nuland reist nach Griechenland – Verbindung zu den griechischen Öl-Schätzen (NEOPresse, 19.03.2015)
- Verträge unterzeichnet: Griechenland hofft auf Ölvorkommen (FAZ, 14.05.2014)
Seinen Haushalt hofft Griechenland auf längere Sicht auch mit Hilfe von Öl und Gas zu sanieren. Im Westen des Landes werden Vorkommen vermutet. Jetzt werden Probe-Bohrungen durchgeführt.
- Erdgas und Rohstoffe: Sitzen die Griechen auf immensen Reichtümern? (Peter Bloed, Focus, 17.11.2012)
- Euro-Krise: Ölmilliarden sollen Griechenland retten (Gerd Höhler, ZEIT Online, 16.10.2012)
Das Euro-Krisenland sitzt auf milliardenschweren Öl- und Gasvorkommen. Nun will Athen sie erschließen, um Staatsschulden zu tilgen. Doch mit der Türkei droht Streit.

Riesige Gasvorkommen in Griechenland? - Gezielte Destabilisierung - Dirk Müller [6:08]
(Einbetten deaktiviert)


Veröffentlicht am 12.05.2013
AntikriegTV 2
Antikrieg TV http://www.antikrieg.tv 

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xxx
siehe dazu:
- Euro-Krise: Griechenland und verbotene Wahrheiten (SEbastian Range, Hintergrund, 18.07.2013)

Countdown für Athen - Wer pokert höher? - phoenix Runde vom 16.06.2015 [45:05]

Veröffentlicht am 17.06.2015
Countdown für Athen – Wer pokert höher?
Die Verhandlungen nehmen kein Ende. Zwischen Griechenland und seinen Gläubigern scheint sich nichts zu bewegen. Aber endlos weitergehen kann das Gezerre um Reformen auch nicht. Die griechische Staatspleite ist nicht vom Tisch. Doch selbst das bringt Tsipras und seine Regierung nicht dazu einzulenken.

Alexander Kähler diskutiert in der phoenix Runde mit:
- Prof. Tanja Börzel (Politologin, Otto-Suhr-Institut, FU Berlin)
- Thomas Eigenthaler (Deutsche Steuergewerkschaft)
- Georgios Pappas (griechischer Journalist)
- Ulrike Guérot (Direktorin The European Democracy Lab)


Der »Freie Westen« dreht nochmal ein bißchen an der Schraube

In den baltischen Staaten, in Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn sollen amerikanische Panzer und anderes schweres Kriegsgerät für 4.000 bis 5.000 Soldaten stationiert werden
Im amerikanischen Verteidigungsministerium gibt es weit gediehene Pläne, schweres Kriegsgerät, Panzer und gepanzerte Fahrzeuge, in osteuropäischen Ländern zu stationieren. Vertreter der polnischen und der litauischen Regierung haben Vorbereitungen dazu bestätigt wie auch ihr Einverständnis.
Von einer Quelle aus dem US-Verteidigungsministerium hat die New York Times erfahren, dass in den drei baltischen Staaten jeweils Gerät für eine Kompanie, nach amerikanischen Maßgaben etwa 150 Soldaten, stationiert werden soll. In Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn habe man vor, Gerät für jeweils ein Bataillon (entspricht in etwa 750 Soldaten) zu lagern.

Insgesamt würde damit Waffenlogistik für bis zu 5.000 US-Soldaten bereitgestellt. Die Pläne sind inoffiziell. Weder das Weiße Haus noch Verteidigungsminister Ashton B. Carter hätten dafür eine Einwilligung gegeben. Ein Pentagon-Sprecher dementierte nur halb: Man schaue sich weiterhin nach guten Plätzen um, in Absprache mit den Verbündeten. Eine Entscheidung, ob und wann das Gerät transportiert werde, sei noch nicht getroffen worden.

Die Entscheidung soll angeblich aber bald getroffen werden: am 24. und 25. Juni ist ein Treffen der Nato-Verteidigungsminister anberaumt. Es gehe um ein Signal an Putin und Russland, die Verbündeten Litauen, Lettland, Estland, Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn seien seit der Übernahme der Krim nervös , man wolle ihren Sicherheitsinteressen damit entgegenkommen, heißt in der üblichen Begleitrhetorik.

mehr:
- USA planen Waffenlager in Osteuropa (Thomas Pany, Telepolis, 15.06.2015)

Der Westen gewann die Weltherrschaft
nicht durch die Überlegenheit seiner Ideen
oder Werte oder Religion,
sondern vielmehr durch seine Überlegenheit
bei der Anwendung organisierter Gewalt.(
Samuel Phillips Huntington, 1927-2008, US-amerikanischer Politikwissenschaftler und Autor)
siehe auch:
- Spengler: USA spielen Monopoly, Russland spielt Schach (David P. Goldman, Lars Schall, 16.09.2013)
Zitat:
Russlands Beharrungskraft bei der syrischen Frage ist das Produkt dieser Wahrnehmung. Die Frage ist weder eine der Sympathie für Syriens Diktator, noch kommerzielle Interessen, noch Stützpunkte in Tartus. Moskau ist sich sicher, wenn die Zerkleinerung säkularer autoritärer Regime weiterhin erlaubt ist, weil Amerika und der Westen die „Demokratie“ unterstützen, dass dies zu einer Destabilisierung führen wird, die alle, einschließlich Russland, überwältigen wird. Es ist daher für Russland notwendig, Widerstand zu leisten, zumal der Westen und die Vereinigten Staaten selbst zunehmend Zweifel erleben.(What Russia Learned From the Iraq War, Fyodor Lukyanov, Al Monitor, 18.03.2013)
US Außenministerium in Erklärungsnot! [4:03]

Veröffentlicht am 15.05.2015
War and Peace,Euro Union vs Russia,Please subscribe to the channel.

Sowas wir in unseren Qualitätsmedien natürlich nicht gezeigt!