Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
Die Panama-Papers sind die willkommene Gelegenheit, für Ordnung und Orientierung zu sorgen. Zumindest in den Gehirnen der unreflektierten Massenmedien-Konsumenten… Hier bekommen wir in Zeiten des Durcheinanders noch einmal dargelegt, wer die Bösen sind – und damit es glaubwürdig wirkt, müssen halt ein paar West-Köpfe rollen… Assad tötet kleine Kinder und beschießt sein Volk mit Faßbomben Putin ist für alles Schlechte gut und ein narzißtisch gestörter kleiner Hitler, der morgen, wenn wir nicht aufpassen, vor unserer Haustür steht und unserer Frühstücksbrötchen klauen will. siehe dazu: - „Panama Papers“: Enthüllung ohne Rückkanal (Stefan Niggemeier, Über Medien, 06.04.2016)
Während die SZ und ihre Partner seit Montag immer neue Details, vorbereitete Stücke, Kommentare, internationale Reaktionen veröffentlichten, entwickelten auf vielen anderen Seiten Widerspruch, Kritik, Fragen und Empörung eine größere Dynamik: Ein Blogeintrag des früheren britischen Botschafters in Usbekistan, Craig Murray, der schon am Sonntagabend kritisierte, dass die Informationen aus dem Leak von den beteiligten Medien in einer Weise gefiltert worden seien, die direkt der westlichen Regierungslinie folge, fand großen Widerhall. Die „NachDenkSeiten“ veröffentlichten am Montagvormittag eine deutsche Übersetzung.
Die Kritik, die sich findet, umfasst das ganze Spektrum vom leisen Zweifel bis zur hermetisch abgeschlossenen, allumfassenden Verschwörungstheorie, und eigentlich, sollte man denken, war sie nicht zu überhören. Die SZ aber schien auf diesem Ohr taub gewesen zu sein. Ihre Berichterstattung umfasste eine gewaltige Zahl von Artikeln, aber sie schien aus einem Ort zu kommen, der von dieser Kritik draußen völlig abgeschieden war.
Dabei wäre es so notwendig, darauf einzugehen, und zwar sowohl auf die völlig überzogene, vermeintlich abwegige Kritik, um ihr den Boden zu entziehen, als auch auf die berechtigte, weil sie, eben, berechtigt ist. Es als das erwartbare Krakeele der üblichen Verdächtigen abzutun, hilft gar nichts. Es helfen nur Argumente, ein Austausch, eine Auseinandersetzung.[Stefan Niggemeier in obigem Artikel]
mein Kommentar:
Austausch, Auseinandersetzung? Welches Interesse sollte die katholische Kirche an einer Auseinandersetzung über die Auferstehung Christi haben? Da kann sie nur verlieren…
Lindau am Bodensee (Hoy): direkt unter der Wasseroberfläche führt ein Weg zu der gemauerten Insel.
Die vergangenen zwei Jahre haben gezeigt, daß die politisch-wirtschaftliche Klasse der USA keinerlei Interesse an einer politischen Auseinandersetzung mit Putin hat!
Wozu auch?! übrigens: kein Panama-Papers-Artikel ohne »die üblichen Verdächtigen«
Die "Panama - Papers" sind kein Glanzstück des investigativen Journalismus, sondern ein weiterer Manipulationsversuch der Mainstream - Medien. Es fehlen nämlich sämtliche börsennotierte Unternehmen, viele Medien - Zaren, jede Menge US - Firmen und US - Milliardäre, fast alle westlichen Banken bis hin zum deutschen Geflügelzüchter in den Veröffentlichungen.
Als Arabischer Frühling (arabischالربيع العربي, DMGar-Rabīʿ al-ʿArabī) oder auch Arabellion[1] wird eine im Dezember 2010 beginnende Serie von Protesten, Aufständen und Revolutionen in der Arabischen Weltbezeichnet. Diese richten sich, beginnend mit der Revolution in Tunesien, in etlichen Staaten im Nahen Osten (Maschrek/Arabische Halbinsel) und in Nordafrika (Maghreb) gegen die dort autoritär herrschenden Regime und die politischen und sozialen Strukturen dieser Länder.[2] Der Arabische Frühling gilt für manche Geschichtswissenschaftler als historische Zäsur. Ursprünglich war der Begriff positiv besetzt und man erhoffte sich Verbesserung in Hinblick auf die Menschenrechtslage in den betroffenen Ländern;[3] mittlerweile hat sich dieses Bild ins Gegenteil verkehrt.[4] [Arabischer Frühling, Wikipedia]
====================
Peter Scholl Latour rastet aus Syrien , Salafisten, Islam Der Talkshow Eklat [12:14]
Veröffentlicht am 09.09.2012
Der arabische Frühling: Tunesien, Ägypten, Libyen, Bahrain, Jemen, Syrien [2:08]
Hochgeladen am 25.08.2011
Der arabische Frühling: Der Revolutionsfunke geht um !
Anfang Dezember entlädt sich die Wut der Tunesier auf der Straße. Sie protestieren gegen den Machthaber Ben Ali und stürzen ihn. Der Revolutionsfunke springt auf andere arabische Länder um -- mit mehr oder weniger Erfolg. -------- Don't re-upload this Video ! --------
Strippenzieher aus der Wüste - Die Islamisten und der Arabische Frühling
[57:06]
Veröffentlicht am 15.09.2013
Eine wirklich gute Doku um den Arabischen Frühling besser zu verstehen.
Peter Scholl-Latour - Vom arabischen Frühling in den arabischen Winter [1:03:27]
Rudi Carrell – Wann wird’s mal wieder richtig Sommer 1983 [3:42]
Hochgeladen am 27.02.2009
Rudi Carrell - Wann wird's mal wieder richtig Sommer 1983
(Original von 1975)
Na na na ... la la la ...
Wir brauchten früher keine große Reise. Wie wurden braun auf Borkum und auf Sylt. Doch heute sind die Braunen nur noch Weiße. Denn hier wird man ja doch nur tiefgekühlt.
Ja früher gab's noch Hitzefrei. Das Freibad war schon auf im Mai. Ich saß bis in die Nacht vor unserem Haus. Da hatten wir noch Sonnenbrand und Riesenquallen an dem Strand, und Eis und jeder Schutzmann zog die Jacke aus.
Wann wird's mal wieder richtig Sommer - ein Sommer wie er früher einmal war? Ja mit Sonnenschein von Juni bis September und nicht so naß und so sibirisch wie im diesem Jahr.
Na na na ... la la la ...
Der Sommer war der Reinfall des Jahrhunderts. es gab Regen. es gab Hagel, es gab Schnee. Mein Milchmann sagt: "Dies Klima hier wen wunderts, denn Schuld daran ist nur die SPD."
(Wir haben damit nichts zu tun, wir halten uns da völlig raus)
Und Schuld daran ist nur die CDU
(Und ich finde, das ist ein grossartiges Ergebnis)
Und Schuld daran ist nur die CSU
(Ich hoffe, dass unsere Bürger nicht so dumm sind, auf diesen Schwindel hereinzufallen)
Und Schuld daran ist nur die FDP
(Beugen werden wir uns deshalb nicht)
Wann wird's mal wieder richtig Sommer?
(weil der Sommer ein Winter war träumt man vom Urlaub das ganze Jahr von Stränden so weiss und von Wassers so blau und von Kindern, die die ...
Ich hab Ehrfurcht vor schneeweissen Haaren vor den Falten von Sorgen und Leid Do you really want to hurt me)
Wann wird's mal wieder richtig Sommer - ein Sommer wie er früher einmal war? Ja mit Sonnenschein von Juni bis September und nicht so naß und so sibirisch wie im diesem Jahr.
Peter Scholl-Latour: Der Ritt auf dem Drachen 1 - Frankreich in Indochina [43:41]
Veröffentlicht am 02.02.2013
Peter Scholl-Latour berichtet hier im Jahre 1987 über den Vietnam-Konflikt von den Anfängen bis zur damaligen Gegenwart.
Deutsche Legionäre im Indochinakrieg Doku Deutsch über Legionäre im Indochinakrieg [49:14]
Veröffentlicht am 20.05.2013 Indochina - Deutsche Legionäre im Indochinakrieg
Diese größte Niederlage der französischen Kolonialtruppen überhaupt markierte das Ende des Indochinakriegs, den Rückzug Frankreichs und die Zweiteilung Vietnams am 16. Breitengrad: der Kalte Krieg hatte das Land erreicht. Der Film nimmt die Schlacht von Dien Bien Phu vor 50 Jahren zum Anlass und erzählt vor dem Hintergrund der weltpolitischen Ereignisse die Geschichte der deutschen Fremdenlegionäre in Vietnam. Eine Geschichte, in der sich die historischen Umbrüche in der Mitte des letzten Jahrhunderts vielfältig spiegeln lassen
Peter Scholl Latour berichtet über den Vietnam Krieg, 2.Teil 1/3 [14:56]
Hochgeladen am 27.09.2010
Peter Scholl-Latour berichtet im Jahre 1987 über den Vietnam-Konflikt von den Anfängen bis zur damaligen Gegenwart. Demjenigen, der sich noch mehr für den rein militärischen Verlauf des Vietnam Krieges interessiert sei die, allerdings englischsprachige Serie "Battelfield Vietnam" empfohlen (http://www.youtube.com/watch?v=Fa1U2z... ).
Peter Scholl-Latour: Der Ritt auf dem Drachen 3 - Amerika setzt sich ab [42:58]
Veröffentlicht am 06.02.2013
Peter Scholl-Latour: Der Ritt auf dem Drachen 4 - Pekings Schatten über Vietnam [44:12]
Veröffentlicht am 06.02.2013
Verschollene Filmschätze Die wiederaufgefundenen Bilder der Roten Khmer [25:55]
Veröffentlicht am 09.02.2015
Nachdem Phnom Penh im April 1975 in die Hände der Roten Khmer gefallen ist, befindet sich Kambodscha drei Jahre lang in völliger Isolation. Die Roten Khmer machen mit ihrer Vergangenheit reinen Tisch: Das Terrorregime schließt alle Banken, jegliches Gewerbe ist verboten, auch Kinos gibt es nicht mehr.
Weder in der Hauptstadt noch sonst im Land finden Filmvorstellungen statt, aber die Roten Khmer drehten zahlreiche Propagandafilme zum Ruhm ihres Regimes. Doch an welches Publikum richten sich diese Inszenierungen, und wer hat sie gedreht?
Mit den Mördern leben - Das Erbe der Roten Khmer [Doku HD] [43:59]
Veröffentlicht am 25.04.2015
„Zuerst töteten sie meinen Vater“ - der Titel eines Buches, mit dem Sie in den USA Aufmerksamkeit erregte: Loung Ung, eine junge Kambodschanerin, die heute in Washington lebt. Es ist ihre Lebensgeschichte, eine beklemmende Schilderung ihrer Kindheit unter der Schreckensherrschaft der Roten Khmer. Ihre Eltern und zwei Geschwister wurden ermordet, sie selbst überlebte in einem Dschungellager der Roten Khmer, wo „ich lernte zu töten“.
Zwei Millionen Kambodschaner fielen dem Terror-Regime damals zum Opfer. Erst jetzt, zwei Jahrzehnte danach, sollen die Führungskader der Roten Khmer vor einem Tribunal in Kambodscha wegen Völkermordes angeklagt werden. Anlass für „die story“, mit einem der Opfer, Loung Ung, nach Kambodscha zurückzukehren. Es wurde eine Reise durch ein traumatisiertes Land. Begegnungen mit Überlebenden, die dem zentralen Foltergefängnis entkommen konnten, und ihren Peinigern, den Tätern, die heute noch unbehelligt in Freiheit leben. Wie Him Huy, der vor laufender Kamera eingesteht, „nur fünf“ Gefangene vor den Killing Fields von Phnom Penh getötet zu habben.
x
Peter Scholl-Latour: Das Ende der weissen Weltherrschaft Teil 1 - Nostalgie und Höhenflug [44:52]
Veröffentlicht am 04.02.2013
Vor 500 Jahren begann mit den portugiesischen und spanischen Entdeckern das
allmähliche Entstehen einer weißen Weltherrschaft, die um 1900 ihren Höhepunkt erreichte. Heute ist diese weiße Dominanz auf ein paar amerikanische Stützpunkte begrenzt und auf jene neu entdeckten Kontinente, die von weißen Siedlermassen bevölkert wurden.
Im ersten Teil seiner Dokumentation spannt Peter Scholl-Latour den Bogen von Brasilien über Bolivien bis nach China. Im Jahr 2010 gehen wir einer kosmopolitischen Mischgesellschaft entgegen, die in Brasilien, einst portugiesische Kolonie, bereits eine erstaunliche Dynamik entwickelt hat. China wiederum, das nach den Boxeraufständen von 1900 vor der Aufteilung seines immensen Reiches durch europäische Mächte stand, entwickelt sich zum gigantischen Rivalen der USA.
Eine Dokumentation von Peter Scholl-Latour (ZDF 2010), übernommen aus dem Phoenix Programmhinweis.
Peter Scholl-Latour: Das Ende der weissen Weltherrschaft Teil 2 - Ohnmacht und Anmassung [46:17]
Veröffentlicht am 04.02.2013
Vor 500 Jahren begann mit den portugiesischen und spanischen Entdeckern das
allmähliche Entstehen einer weißen Weltherrschaft, die um 1900 ihren Höhepunkt erreichte. Heute ist diese weiße Dominanz auf ein paar amerikanische Stützpunkte begrenzt und auf jene neu entdeckten Kontinente, die von weißen Siedlermassen bevölkert wurden.
Im zweiten Teil untersucht Peter Scholl-Latour die aktuelle Situation in den zentralasiatischen Republiken Kasachstan und Kirgistan und spannt den Bogen bis nach Irak und Afghanistan. Wird der islamische Fundamentalismus auf die GUS-Staaten übergreifen? Im Mittleren Osten und Zentralasien ist auch die amerikanische Weltherrschaft in schwerste Bedrängnis geraten. In Afghanistan fällt jede Strategie eines Rückzuges so schwer, weil die islamische Aufbruchstimmung bereits auf Pakistan übergegriffen hat und ein Scheitern der NATO die westliche Allianz zutiefst erschüttern würde.
Eine Dokumentation von Peter Scholl-Latour (ZDF 2010), übernommen aus dem Phoenix Programmhinweis.
Das Ende der weißen Weltherrschaft - Peter Scholl-Latour [1:07:30]
Der neue Kalte Krieg mit Russland - P. Scholl-Latour (Nov 2012) [1:05:15]
Veröffentlicht am 20.08.2014
Peter Scholl-Latour (1924-2014) gehörte zu den stetigen Streitern um eine europäische Souveränität. Als überzeugter Gaullist lehnte er die Unterwürfigkeit Berlins gegenüber den USA ab – Deutschland müsse in seiner Außenpolitik jeweils sein nationales Interesse verfolgen und sich dabei wechselnde Verbündete suchen. „Die NATO ist obsolet. Damit meine ich nicht das politische Bündnis mit den USA. Aber die militärische Einbindung hat keinen Sinn mehr“, sagte er in einem Interview mit COMPACT. „Ich erinnere an Staatspräsident Charles de Gaulle. Er hat eine klare Unterscheidung gemacht: In der Auseinandersetzung mit Moskau war er immer an der Seite der USA, in der Berlin-Krise etwa stand er für einen ganz harten Kurs. Aber unter seiner Führung ist Frankreich 1966/67 aus der integrierten Militärstruktur des Bündnisses ausgeschert, ohne die Mitgliedschaft in der NATO insgesamt aufzukündigen.“
Im November 2012 war Scholl-Latour umjubelter Referent auf der COMPACT Souveränitätskonferenz in Berlin. Aus Anlass seines Todes veröffentlicht COMPACT erneut sein damaliges Referat.
Libyen. Wie die Einzelteile eines zerstörten Landes vom Westen eingesammelt werden.
„Libyen muss wieder ein stabiles und gefestigtes Land werden“, twitterte der italienische Premierminister Matteo Renzi aus Washington und sagte dem endlich in Tripolis eingetroffenen libyschen „Premier“ Sarradsch die größtmögliche Unterstützung zu.
In Washington, Paris, London und Rom, überall der gleiche Gedanke: Nachdem der libysche Staat durch einen Krieg destabilisiert und zerstört wurde, können nun dessen Einzelteile mittels der „Internationalen Hilfsmission für Libyen“ eingesammelt werden.
Diese Vorstellung durchzieht maßgebliche politische Äußerungen. So sagte Paolo Scaroni, der als Chef des italienischen Energiekonzerns Eni zwischen den verschiedenen Fraktionen und Söldnern in Libyen hin und her manövrierte und heute Vizepräsident der Rothschild-Bank ist, der italienischen Zeitung >Corriere della Sera<: die="" ir="" m="" ssen="" von="" vorstellung="">einem Libyen< aufgeben; denn dieses Land ist vom italienischen Kolonialismus erfunden worden.“ Man müsse die Bildung einer Regierung in Tripolitanien fördern, die nach ausländischen Kräften ruft, damit diese dem Land helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Die Kyrenaika und der Fessan müssen dazu gedrängt werden, je eigene regionale Regierungen zu bilden, auf lange Sicht auch mit dem Ziel, sich miteinander zu verbünden. Zwischenzeitlich könnte in Tripolitanien und in der Kyrenaika „jeder seine Energievorkommen selbst verwalten“. Eine ähnliche Idee äußerte in >Avenire< der katholische PD-Abgeordnete Ernesto Preziosi: „Man bilde eine libysche Union aus drei Staaten – die zusammen eine Öl-Gas-Gemeinschaft bilden“ und die von „europäischen Militärkräften ad hoc unterstützt werden.“
Dies ist die alte Kolonialismus-Politik des 19. Jahrhunderts, die – von den USA und der NATO aktualisiert – fröhliche Urstände feiert, Nationalstaaten wie Jugoslawien und Libyen zerstörte und Staaten wie Irak und Syrien spaltete, um deren Territorium und Ressourcen kontrollieren zu können.
Libyen besitzt fast 40 Prozent des afrikanischen Erdöls, das wegen seiner hohen Qualität und seiner geringen Förderkosten besonders kostbar ist. Zusätzlich verfügt Libyen über riesige Erdgasvorkommen. Die Ausbeutung dieser Ressourcen durch amerikanische und europäische multinationale Konzerne wirft jetzt weit höhere Profite als zu Zeiten Gaddafis ab, als die Ressourcen im Besitz des libyschen Staates waren. Nachdem die Konzerne es nun dank der Beseitigung eines Nationalstaates mit in der Kyrenaika und in Tripolitanien an die Macht gekommenen Gruppierungen zu tun haben, schaffen sie es, die Privatisierung der staatlichen Energiereserven durchzusetzen und können somit die direkte Kontrolle darüber ausüben.
mehr:
Thank you to all people seeking for & speaking the truth. You inspire me…
Der Bürgerkrieg in Libyen - Ereignisse, Ursachen, Fakten (Dokumentation) [25:30]
Veröffentlicht am 28.09.2012
https://www.facebook.com/gruene.revol... Diese Dokumentation beschreibt ausführlich die Ereignisse, die zum libyschen Bürgerkrieg und dem NATO-Einsatz führten. Sie führt in bisher unbekanntem Detailreichtum die neutrale Abfolge der Ereignisse, die zum Krieg führten. Außerdem beschäftigt sie sich mit der Frage der Richtigkeit der UN-Resolution. Die original Dokumentation wurde von Bürgern aus Tripolis erstellt und nun erstmals in deutscher Sprache von der Antiimperialistischen Aktion übersetzt.
Doku Muammar al Gaddafi oder Das libysche Paradox [54:01]
Hochgeladen am 18.04.2011
Die Geschichte des heutigen Libyen:
Gaddafi - Eine Dokumentation (Dauer: 51:48 min), hiess es bei SF-DRS, schamlos, manipulativ und verzerrend!
SF hat diesen bösartigen Verschnitt, der mehr die propagandistisch beworbenen Putschisten weiter bewerben sollte, aus dem Programm genommen. Grund: Urheberrechte! Das Schweizer Fernsehen hat wesentliche Teile herausgeschnitten. Nach meiner Einschätzung ca. 15.min. Dafür einen eigenen Anfang und ein neues Ende angefügt das den Aktualitäten entnommen ist, was den Globallisten direkt in die Hände spielt! Zusätzlich sprach eine Kommentatorin.
Der Unterschied zum Original ist wie Tag und Nacht!
Das ursprüngliche Original ist von ARTE France produziert! Der Titel: Muammar al-Gaddafi oder Das libysche Paradox Der Kommentator ist männlich. Dauert 54min und zeigt richtig Freude an Gaddafi. ******************************************************************* Tetament von Muammar al-Gaddafi:
Die Dokumentation gibt einen Überblick über das Leben von Muammar al-Gaddafi und ein Land, das in der internationalen Politik oft von sich reden macht und über das dennoch nur wenig bekannt ist.
Es gibt nur wenige Männer, die in so hohem Maße und seit so langer Zeit ihr Land verkörpern wie Muammar al-Gaddafi. Der libysche Staatschef ist seit 1969 an der Macht und damit länger als jeder andere Staatschef eines arabischen Landes. Zugleich ist er mit 66 Jahren der Jüngste von ihnen.
Nicht nur in dieser Hinsicht ist Libyen paradox: Gaddafi war einst leidenschaftlicher Gegner der USA und bekämpfte sie mit den Waffen des Terrorismus, zieht aber heute im Kampf gegen islamischen Extremismus und bei der Nutzung der libyschen Erdölvorräte mit Amerika an einem Strang. Er befürwortete in der Vergangenheit eine staatlich gelenkte Wirtschaft, gibt aber nun jedem Libyer die Möglichkeit, mit Hilfe ausländischen Kapitals sein eigenes Unternehmen zu gründen. Er ist überzeugter Moslem, widersetzt sich jedoch den libyschen Imamen und verlieh der libyschen Frau einen in der arabischen Welt einmaligen gleichberechtigten Status.
Gaddafi setzte sich als Anhänger Nassers für die arabische Einheit ein und wandte sich nach deren Scheitern Afrika zu, wo er heute als Vermittler auftritt. Während des Embargos wurde der libysche Staatschef vom Westen einhellig geächtet, während er in jüngerer Zeit sowohl Sarkozy als auch Blair, Schröder und Prodi in Tripolis empfing. All diesen Widersprüchen ist das Filmteam mit drei Spezialisten - den Journalisten Antoine Sfeir und Samir Sobh sowie dem Politologen Moncef Djaziri - während der einmonatigen Dreharbeiten in Libyen nachgegangen.
Das Ergebnis ist die bis heute umfassendste Dokumentation über ein Land, das in der internationalen Politik oft von sich reden macht und über das dennoch nur wenig bekannt ist.
Man stelle sich vor, in den Vereinigten Staaten würde eine Gruppe von Fanatikern mit Waffengewalt eine Stadt besetzen. Wie lange würde es bis zum Einschreiten der Armee dauern? Nur zur Erinnerung: Im Jahr 1993 weigerte sich eine religiöse Sekte mit Namen „Branche Davidians" in Waco, Texas, die Türen für eine Hausdurchsuchung zu öffnen. Die Armee rückte mit Panzern vor, belagerte das Gebäude 51 Tage lang und es kamen zumindest 74 Menschen ums Leben. Die Liste mit den Namen der bekannten Opfer zeigt 20 Kinder im Alter zwischen ein und dreizehn Jahren. http://www.theintelligence.de/index.p...
Gaddafis Geheimnisse | komplette Doku | HD [27:36]
Doku Libyens Wüstenwasser - Der künstliche Fluss durch die Sahara - Great Man Made River Libya [50:03]
Hochgeladen am 30.03.2011
Great-Man-Made-River Projekt
Über Libyens "Weltwunder", das GMMRP: Great Man Made River-Projekt. Pipelines zur Wasserversorgung der libyschen Städte und landwirtschaftlicher Nutzflächen.
Anfang der 1960er Jahre wurde in Libyen erstmals Erdöl gefunden, die Ausbeutung der Vorkommen begann. Damit verbunden war die intensive Suche neuer Lagerstätten. Die Erkundung wurde bis tief in die Sahara ausgedehnt. Sozusagen als Nebenresultat dieser Explorationstätigkeit stießen die Bohrtrupps damals auf reiche Süßwasservorkommen, deren Umfang für aride Zonen, wie sie der größte Teil Libyens darstellt, die Ausbeutung geradezu unabdingbar erscheinen lassen.
Mit diesen Wasserreserven nahmen Pläne Gestalt an, dass Libyen eines Tages die Versorgung seiner Bevölkerung mit landwirtschaftlichen Produkten aus eigenem Aufkommen sichern kann und darüber hinaus diese Erzeugnisse exportiert. Ursprüngliche Vorstellungen zur Errichtung riesiger Farmen in der Wüste nahe der Brunnen ließen sich nicht verwirklichen. Die Alternative war die Fortleitung des Wassers aus den Brunnenfeldern in die Küstenregionen, um die dort vorhandene Landwirtschaft zu vervielfachen.
Die zu transportierenden Wassermengen bewegen sich nach Abschluss der Arbeiten in Größenordnungen von über 2 Mio. Kubikmeter pro Tag, damit erscheint die Bezeichnung des Leitungssystems als größten von Menschenhand geschaffenen Fluss als gerechtfertigt. Dieses Projekt wird von dem libyschen Revolutionsführer Muammar el Gaddafi auch als 8. Wunderwerk der Welt bezeichnet und gilt bis heute als die größte Baustelle der Welt.
Das große Projekt "Fluss durch Menschenhand" startete im Januar 1984 nach anderen Berichten zufolge ab September 1984. Es transportiert die Wassermassen von Kufra und den Sareer Reservoirs unterirdisch zu den Küstengebieten Bengasi, Sirte und Tripolis. Das Wasser stammt aus riesigen unterirdischen Seen, die sich als Folge der abtauenden Gletscher nach der letzten Eiszeit gebildet haben. Das kostbare Süßwasser kommt aus 2.000 m Tiefe und ist 20.000 bis 30.000 Jahre alt. Die Versorgung der Bevölkerungszentren geschieht über ein riesiges Netzwerk von Pipelines, das nach Beendigung der Arbeiten ca. 3.380 km umfassen wird. Zwei spezielle Rohrfabriken wurden in Brega und der Sarir Region gebaut, um sicherzustellen, dass immer genügend Leitungsmaterial für das Projekt vorhanden ist. Diese Rohrstücke wiegen zwischen 73 und 78 Tonnen und haben einen Durchmesser von 4 m und sind jeweils 7,25 m lang. Dieses Jahrhundertprojekt beinhaltet drei Phasen: In der ersten Phase werden Pipelines von Tazerbon und Sarir im Süden nach Adjedabia im Norden verlegt. In der zweiten Phase werden 2 Millionen Kubikmeter Wasser täglich von den Brunnen der Fezzan - Region zuzüglich weiterer 500.000 Kubikmeter aus den Hasawna-Bergen transportiert. In der dritten Phase werden noch einmal 1,68 Millionen Kubikmeter zu den ersten zwei Phasen dazukommen.
Für das große Projekt mussten 960 Brunnen mit einer Tiefe von 450 bis 650 Meter gebohrt werden. Dieses Netz von Brunnen bedeckt eine Fläche von 8000 qkm. Jedes Rohrsegment ist mit 18 km carbonisiertem Metalldraht umsponnen. Das bedeutet allein für die erste Phase wurde eine Menge Draht verbraucht, mit der man den Globus 230-mal einwickeln könnte. Die Wasserreserven im Kufrabecken entsprechen der Wassermenge, die in 220 Jahren den Nil herunter fließen. Nach Fertigstellung des Projekts werden jeden Tag Wassermassen transportiert, die der Hälfte des weltweit geförderten Erdöls entsprechen. Mit den Sand und den Steinen, die für die Produktion der Rohrleitungen benötigt werden, hätte man 16-mal die ägyptische Pyramide von Gizeh bauen können. Der verbrauchte Zement hätte für eine Autobahn von Tripolis bis Bombay gereicht. Experten sagen voraus, dass die libysche Bevölkerung bei einen täglichem Wasserverbrauch von 6 Millionen Kubikmetern pro Tag für über 50 Jahre versorgt sein wird.
Gaddafis Rede vor der UN-Generalversammlung September 2009.
Wenige Monate nach dieser Rede wurde er gestürzt und ermordet. Wie sagte schon Hillary Clinton "We Came, We Saw, he Died" (Am Ende des Videos).
Libyen - Kampf um die Einheit [57:30]
Veröffentlicht am 07.05.2015
42 Jahre lang herrschte Muammar al-Gaddafi uneingeschränkt über Libyen, bis der Arabische Frühling seinem Regime 2011 nach acht Monaten Krieg ein Ende setzte. Heute, vier Jahre später, ist die Hoffnung auf Frieden im Chaos nahezu erloschen: Kämpfe zwischen Milizen und Armee gehören zum Alltag im neuen libyschen Staat, denn zwei Regierungen erheben Anspruch auf die Macht. Das reiche Libyen ist zu einer „Black Box“ geworden, deren Komplexität nur schwer zu durchschauen ist.
Um Libyen zu verstehen, muss man seine Geschichte kennen. Als erstes Land des Maghreb erlangte es im Dezember 1951 durch einen Uno-Beschluss die Unabhängigkeit. Doch der Nationalstaat konnte sich gegenüber dem Klientelismus der libyschen Stammesgesellschaft nicht durchsetzen, weder unter König Idris noch unter Gaddafi, geschweige denn heute. Die panarabische Union und die panafrikanische Bewegung waren Versuche, den Nationalstaat in eine supranationale Organisation einzubetten. Gaddafi proklamierte sich zum Anführer beider, um gegenüber dem Westen mehr Gewicht zu haben. Doch keine der Organisationen hatte Bestand. Unter Gaddafi fassten Islamismus und Dschihadismus in Libyen Fuß - sie spalten die Bevölkerung bis heute und stellen eine weitere Bedrohung für den zivilen Frieden dar.
Ist ein Zusammenleben aller Libyer angesichts des nicht enden wollenden Bürgerkriegs überhaupt noch möglich? Welche Ursachen stecken hinter dem politischen Chaos? Die Dokumentation sucht nach Antworten und befragt dazu im Exil lebende ehemalige Gefolgsleute von Gaddafi sowie Akteure des neuen Libyen.
Nuklearwaffen Tun Großbritannien, Indien und Pakistan zu wenig für die Abrüstung? Die Marshallinseln haben Anklage erhoben. Nun berät der Internationale Gerichtshof
Als Kampf von „David gegen Goliath“ ging der Fall durch die Presse. Die Marshallinseln, ein pazifischer Inselstaat mit 54.600 Einwohnern, haben vor zwei Jahren beim Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag gegen alle neun Atomwaffenstaaten Klage eingereicht: gegen die USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea. Der Vorwurf: Diese Staaten verstoßen gegen ihre Verpflichtung zur nuklearen Abrüstung. Nun ist das Verfahren in die erste Runde gegangen, das Gericht muss entscheiden, ob die Klage überhaupt zulässig ist.
Die symbolische Wirkung der Klage ist immens, auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass ein winziger Staat gegen militärisch und politisch teils sehr einflussreiche Länder etwas ausrichten kann. Von den neun angeklagten Staaten erkennen lediglich drei die Rechtsprechung des IGH an. Die USA haben ihre Unterwerfungserklärung im Jahr 1986 nach einem Rechtsstreit mit Nicaragua zurückgezogen. Sie waren vom Gericht zu einer Zahlung von 17 Milliarden Dollar verurteilt worden. mehr: - Atommächte vor Gericht (Julia Berghöfer, der Freitag, 12.04.2016)
Baris Uygur, Mitgründer des türkischen Satiremagazins "Uykusuz", über Erdogan gegen Böhmermann und die Lage der Satire und der Medien in der Türkei Die Gerichte urteilen nach Erdogans Wünschen – und Satiriker zensieren sich selbst. Kritik aus Deutschland kommt dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan gelegen – sagt Baris Uygur, Schriftsteller und Mitbegründer der Satire-Zeitschrift "Uykusuz" (Schlaflos). Auch seine Krimis sind voller Seitenhiebe auf die türkische Gesellschaft und Politik, eine Zensur der Literatur fürchtet Uygur aber vorerst nicht. Erdogan brauche Feinde, die er instrumentalisieren könne, sagt der Künstler.
mehr: - "Eine Kritik aus Deutschland ist für Erdogan Gold wert" (Gerrit Wustmann im Gespräch mit Baris Uygur, Telepolis, 14.04.2016)
Es gibt jetzt einfach zwei Teile der Türkei. Ein größerer Teil steht zu Erdoğan, egal was passiert, egal was er sagt oder tut. Für diesen Teil ist es eine Unverschämtheit - nicht weil sie so denken, sondern weil Erdoğans Medien es ihnen so diktieren. Vielen Kolumnisten und Journalisten in diesen Medien schreiben nur wenn sie einen Startschuss von Erdoğan oder seinen Leuten bekommen. Das Ergebnis sind oft zehn oder mehr Zeitungen, die am selben Tag dieselben Schlagzeilen haben. Viele sehen die Angelegenheit als eine Verschwörung gegen Erdogan. Das würgt jede Diskussion ab. Diskussionen dazu sind auch nicht gewollt.
Ein gutes Beispiel ist der Reporter, der vor der ZDF-Zentrale kürzlich versuchte zu provozieren. Er hat bereits ein Interview mit einem Baum im Gezi-Park geführt und ein gefälschtes Interview mit Christiane Amanpour veröffentlicht. Als man beim ZDF auf seine Provokationen nicht einging, verwies er auf die "Respektlosigkeit" und darauf, dass man ihm mit Händen in den Hosentaschen begegnet. Das ist die Parallelrealität dieser Medien: Obwohl jeder sehen kann, dass gar nichts passiert, kreieren sie eine Realität, an die sie und ihr Publikum glauben wollen. [Uygur]
Yanis Varoufakis und Oskar Lafontaine warnen gemeinsam vor Krieg und Wirtschaftsdiktatur
Zum Auftakt des Kommunalwahlkampfs in Hannover hatte die Partei "Die Linke" zwei prominente Redner zusammen auf eine Bühne in der Innenstadt gebracht: den früheren griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis und den saarländischen Oppositionsführer Oskar Lafontaine. Sie warnten vor Abschottungstendenzen, vor einer Wirtschaftsdiktatur und vor einem großen Krieg.
Der Kapitalismus habe zwei große Krisen erlebt: Die Weltwirtschaftskrisen ab 1929 und ab 2007, erklärte Varoufakis. Beide Male sei die Wall Street in New York kollabiert. Und in Folge beider Krisen seien die europäischen Staaten aufeinander losgegangen. "Werden wir die Lektion noch lernen?", fragte er. "Wir haben derzeit eine Wiederholung der 1930er Jahre. Eine Krise aus New York kommt nach Europa und fragmentiert uns." Die Europäer müssten sich dagegen stemmen und solidarisch miteinander sein.
Viele Leute würden ihm aber immer wieder sagen: "Die Europäer sind so verschieden. Portugiesen, Deutsche, Ungarn haben wenig gemeinsam." Varoufakis, der ab 2013 als Ökonomie-Professor an der Universität Texas in Austin lehrte, erwidere dann immer: "Verbringen Sie mal ein Jahr in Texas. Dann wissen Sie, wie es sich anfühlt, Europäer zu sein. Dann wissen Sie, wie nah sich Portugiesen, Griechen, Deutsche und Ungarn sind."
mehr: - "Wir wiederholen die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre" (Stefan Korinth, Telepolis, )
Die Kriege weltweit resultierten letztlich aus wirtschaftlichen Auseinandersetzungen. Der Westen verrate permanent seine angeblichen Werte, so Lafontaine. "Wir plündern die armen Länder aus, wir überschwemmen diese Länder mit unseren subventionierten Landwirtschaftsprodukten, wir fischen die Weltmeere leer und Länder, die sich nicht fügen, werden mit Krieg überzogen."
Es sei erbärmlich, wie die Bundesregierung vor dem "Terrorpaten Erdogan" und vor den USA kusche, kritisierte Lafontaine. Die Kanzlerin sei weder in der Lage, gegen das Abhören durch die "weltweite Stasi" (NSA) noch gegen die von deutschem Boden betriebenen Drohnenmorde der USA aufzustehen. Die EU brauche endlich eine eigenständige Außenpolitik.
mein Kommentar: zugegeben: die Aussagen der beiden Medien-Parias (warum wohl!) klingen teilweise etwas abenteuerlich. Aber nach dem, was wir uns in den letzten Jahren von unseren Leitmedien haben vorsetzen lassen müssen, sollte es sich lohnen, über deren Standpunkte ein wenig nachzudenken. Dieter Hallervorden - Ihr macht mir Mut (in dieser Zeit) - Offizielles Video (HD) [5:32] Text (Magistrix)
Und darum fragten ihn zum runden Geburtstag auch zahlreiche Fernsehsendungen an. Zumal er auf seiner Homepage einen Song platziert hat, den er selbst zum runden Fest verfasst und gesungen hatte. Bei dem Lied verband Hallervorden allerdings deutliche Medienkritik mit dem Dank an sein Publikum: „Ihr macht mir Mut in dieser Zeit / es tut einfach gut, dass Ihr hier seid.“ Den Gewinn aus dem Song hatte Hallervorden einem Flüchtlingshilfswerk zugesagt.
Die Agentur „More than actors“, die Hallervorden vertrat, wurde mit festen Sendungswünschen zum Geburtstag geradezu überrannt: unter anderem von Carmen Nebel (ZDF), Beckmann, NDR-Talkshow und Markus Lanz. Jeweils wurden bereits auch die konkreten Sendetermine angefragt. Der Bedingung Hallervordens, den Song „Ihr macht mir Mut“ zu präsentieren, den die Agentur den Redakteuren zugemailt hatte, wurde sofort entsprochen. Aber dann kam es knüppeldick und wie abgesprochen: nachdem die Chefredaktionen jeweils ein paar Tage „in sich gegangen waren“, erhielt die Agenturchefin Claudia Neidig von allen eine Absage!
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
Ich übernehme keine Haftung für die Inhalte externer Links, verweise diesbezüglich auf RogerMurtaughund gehe im übrigen davon aus, daß die Besucher meines Blog imstande sind, sich ihre eigenen Gedanken zu machen.
(Was ja auch Ziel dieses Blogs ist!)
Für diejenigen, die es explizit zu brauchen glauben:
Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich!