Donnerstag, 11. August 2016

Was ist eigentlich aus Nokia in Rumänien geworden?

Anfang 2008 habe ich einen Artikel aus Publik-Forum über Nokia gepostet:
Nokia schließt ein Werk in Bochum und investiert in ein rumänisches Dorf: Dort hofft man auf 3500 neue Arbeitsplätze und eine sprudelnde Einkommenssteuer.
(»Gottes Fuß im Dorf«, Post, 30.03.2008)

HOW Did Nokia Fall? [Finalé] [12:41]

Veröffentlicht am 15.01.2015
This is part 3 of a 3 part Nokia documentary series. In this episode we'll be taking the how Nokia made one mistake after another before being destroyed from within. 
Nokia's phone business may be gone but the company is releasing an Android tablet, so there may still be a glimmer of hope.
Part 1: https://www.youtube.com/watch?v=yyRb_...
Soundtrack:
Burn Water (Dagogo Altraide) - Hide
Max Elto - Shadow Of The Sun (Adventure Club Remix)
Chase & Status - Alive (TCTS Remix)
Imagined Herbal Flows - Clouds
Portico Quartet- Isla
Perseus - Shadow of the Beast
Yakamoto Kotzuga - Your Smel
べたTOPAZ GANG - 写真photo-me (feat. nmesh)
Faux Tales - Atlas
Shining Bird - Distant Dreaming
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Editing website: www.cfnstudios.com
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Capacitive Touch Technology (The Curious Engineer): https://www.youtube.com/watch?v=FyCE2...
Textures: https://vimeo.com/115935010
Traveling Lights: https://vimeo.com/108405825

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Von 2008 bis 2012 produzierte Nokia im Nokia-Werk Cluj.
Im November 2011 beschlagnahmte der rumänische Staat das Nokia-Werk Cluj als Sicherheit für Steuerschulden in Höhe von 10 Millionen US-Dollar. Durch die Beschlagnahmung sollte ein Verkauf des Geländes durch Nokia vor Begleichung der Schulden verhindert werden.[47] Im Dezember 2011 beglich Nokia die Steuerschulden.[48] [Nokia, Nokia in Rumänien, Wikipedia, abgerufen am 11.08.2016]

Am 15. Januar 2008 kündigte Nokia die Schließung des Nokia-Werks Bochum an, um die Produktion ins Ausland, hauptsächlich ins Nokia-Werk Cluj in Rumänien, aber auch nach Ungarn und Finnland, zu verlegen. Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers, verwendete in einem Kommentar die Bezeichnung „Subventions-Heuschrecke“ als Kritik.[39] Das Nokia-Werk Bochum wurde nach zähen Verhandlungen und großem Medieninteresse zum 30. Juni 2008 geschlossen. [Nokia, Nokia in Deutschland, Wikipedia, abgerufen am 11.08.2016]
Am 17. Juli 2014 informierte Microsoft die Öffentlichkeit darüber, dass etwa 12.500 der 25.000 übernommenen Nokia-Angestellten entlassen würden.[29] Der finnische Finanzminister Antti Rinne erklärte daraufhin gegenüber der Zeitung Kauppalehti, Finnland sei bewusst getäuscht worden.[30]  [Nokia, Unternehmensgeschichte, 2014, Wikipedia, abgerufen am 11.08.2016]
Im Jahr 2009 übte Nokia Druck auf die finnische Regierung aus, um ein Gesetz beschließen zu lassen, das Unternehmen die Überwachung der elektronischen Kommunikation von Mitarbeitern ermöglicht.[69] Diese Form der Mitarbeiterüberwachung wurde unter anderem von der finnischen Polizei kritisiert, die diese Maßnahme als Form der Übertragung „behördlicher Befugnisse“ ansah. Nokia drohte, dass es im Fall der Ablehnung des Gesetzes Finnland verlassen werde.[70] Das Gesetz, von den Medien „Lex Nokia“ genannt, wurde am 4. März 2009 beschlossen.
Auch das Joint-Venture Nokia Siemens Networks stand wegen der Lieferung von Überwachungsanlagen an den Iran in der Kritik, da diese zur Beschneidung der Meinungsfreiheit, der Unterdrückung der Proteste nach den iranischen Präsidentschaftswahlen 2009 und zur Verfolgung von politischen oppositionellen Gruppierungen eingesetzt wurden.[71][72] Auch viele andere Staaten, die keine Demokratien sind, sind Kunden dieses Konzerns.[73][74]
Der Autor Frank Piasecki Poulsen hatte sich auf die Suche nach Coltan-Minen im Kongo begeben und recherchiert, wie dort die wichtigen Mineralien für die Handyproduktion unter inhumanen Bedingungen abgebaut werden. In seinem Dokumentarfilm „Blutige Handys“[75] konfrontiert er Nokia mit dem Vorwurf, die eigene Profitabilität vor die soziale Verantwortung zur Veröffentlichung der Lieferkette, wie von Menschenrechtsorganisationen empfohlen, zu stellen.[75][76] Die Kritik des Films bezieht sich dabei auf die gesamte Branche, in dem der Autor Nokia „eher [als] Vorreiter“ in Sachen Nachhaltigkeit bezeichnet. Ein Elektronik-Hersteller-Ranking von Greenpeace, in dem Nokia den dritten Platz belegte, unterstützte diese Aussage.[77]
Nokias Beschluss, das Werk in Rumänien bereits drei Jahre nach dessen Fertigstellung wieder zu schließen, stieß auf heftige Kritik seitens der rumänischen Regionalverwaltung. Der Bau auf einer abgelegenen Ackerfläche wurde erst durch millionenschwere Subventionen des rumänischen Staates möglich (bspw. der Anschluss an das Strom-, Wasser- und Straßennetz). Der rumänische Staat verkündete daraufhin, dass er prüfen werde, ob die Millionenzahlungen zurückgefordert werden können.[78]  [Nokia, Kritik, Wikipedia, abgerufen am 11.08.2016] 
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Nokia vision 2016 [3:03]

Veröffentlicht am 20.07.2016

Mittwoch, 10. August 2016

Der Tod von Dag Hammarskjöld als Höhlengleichnis…

Ottfried Fischer - Höhlengleichnis [6:40]

Hochgeladen am 02.06.2009
Ottfried Fischer am Aschermittwoch der Kabarettisten 2009
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Machtbereiche während der Kongo-Krise; im Westen Kasavubu, im Osten Gizenga und im Süden Katanga.
Die Kongo-Krise (oftmals auch als Kongowirren bezeichnet) war sowohl eine gewaltsame nationale Krise innerhalb der Demokratischen Republik Kongo als auch eine internationale Krise vor dem Hintergrund des Kalten Krieges, die ungefähr von 1960 bis 1965 dauerte. Während der Krise, die sich unmittelbar nach der Erlangung der Unabhängigkeit im Jahre 1960 ereignete, kam es zur Meuterei der Force Publique gegen ihre belgischen Offiziere, was zur Massenflucht der noch im Land befindlichen Belgier und zur Intervention belgischer Truppen führte. Diese wurde von Premierminister Patrice Lumumba als Verletzung der kongolesischen Souveränität abgelehnt, weshalb dieser die Vereinten Nationen um Hilfe bat. Die Vereinten Nationen entsandten daraufhin Blauhelm-Soldaten, die die belgischen Truppen nach und nach im ganzen Land ablösten. Dennoch gelang es Moïse Tschombé unter dem Schutz der belgischen Truppen, die Unabhängigkeit der Provinz Katanga zu erklären. Dieser Sezessionsbewegung schloss sich wenig später auch Süd-Kasai an.Im September 1960 kam es in der Hauptstadt Léopoldville zur Verfassungskrise, in deren Verlauf sich Präsident Kasavubu und Premier Lumumba gegenseitig für abgesetzt erklärten. Nach Absprache mit den USA[1] putschte schließlich Oberst Mobutu, welcher Lumumba absetzte und Kasavubu die Ernennung eines ihm genehmen Premiers ermöglichte. Es folgte ein CIA-Mordauftrag gegen Lumumba, den der Leiter der Organisation im Kongo, Lawrence R. Devlin, jedoch nicht ausführte.[2][3] Statt dessen wurde Lumumba nach Katanga verschleppt und im Januar 1961 ermordet. Die Anhänger Lumumbas bildeten eine Gegenregierung in Stanleyville mit Antoine Gizenga an der Spitze, welche den Ostteil des Landes kontrollierte.Nach diesen Ereignissen beendeten die UN-Blauhelme in den beiden Katanga-Feldzügen 1963 die Sezession Tschombés und mit der Einnahme der Provinz Orientale durch Regierungstruppen wurde die Einheit des kongolesischen Staates wiederhergestellt. 1964 begann im Osten des Landes der von Anhängern Lumumbas getragene Simba-Aufstand, welcher aber rasch durch kongolesische und ausländische Truppen niedergeschlagen wurde. Die Wahlen und der zweite Putsch Mobutus im Jahr 1965 markieren das Ende der Kongokrise, gleichwohl noch bis Ende der 1960er Jahre lokale Widerstandsnester von Regierungstruppen zerschlagen wurden. [Kongo-Krise, Wikipedia]
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Südafrika lieferte offenbar Originaldokumente zum Mordkomplott am UN-Generalsekretär von 1961

Letztes Jahr berief UN-Generalsekretär Ban Ki-moon eine Expertenkommission zur Untersuchung der geheimnisvollen Todesumstände des schwedischen Diplomaten Dag Hammarskjöld, der im gleichen Amt am 18.09.1961 beim Absturz seines Flugzeugs über dem heutigen Sambia umkam. Bereits 1998 hatte der südafrikanische Bischof Kopien von Dokumenten übergeben, die auf ein Mordkomplott hindeuteten. Während die Echtheit dieser Kopien nicht geklärt werden konnte, soll es sich bei den nun der UN vorliegenden Papieren um die Originaldokumente handeln.

Das Klima, in dem sich UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld bei seiner Friedensmission in Afrika bewegte, war in jeder Hinsicht heiß. Bereits beim Start in Elisabethsville (heute Lumbumbashi) am 17.09.1961 geriet die schwedische DC-6B "Albertina" unter Beschuss. Beim Zwischenstop in Léopoldville (heute Kinshasa) wurde lediglich ein Einschussloch festgestellt. Hammarskjöld setzte seine Reise fort, um den von Belgien und westlichen Geheimdiensten unterstützten kongolesischen Politiker Moïse Tschombé, der die Unabhängigkeit Katangas erklärt hatte, zu einem Waffenstillstand bewegen.

Dag Hammarskjold's Last Trip To The Congo 221718-32 [5:36]


Veröffentlicht am 24.01.2013
For broadcast quality material of this reel or for more information about our Public Domain collection, contact us at info@footagefarm.co.uk
1961
Hammarskjold posing w/ Congo leaders; hand shaking. Local photographer; Dag & others leaving i car & thru street past cameraman.
20:28:15 Hammarskjold outside building at night poses w/ two Congo leaders seen earlier; talking.
20:28:58 Unid. Black leader, showing another into room.
20:29:03 Hammarskjold w/ ?? (Black) and ?? (White).
20:29:16 Seated at dining table eating soup w/ others; pan along table. Other shots of table & guests.
20:30:36 Airport w/ troops at attention on tarmac, pan across various groups of military. MS & CUs of United Nations (?) troops. Native band.
20:31:13 Pan American jet arriving; Hammarskjold off & greeted; introduced to others.
20:31:57 Hammarskjold & ?? stand on platform, plane behind, for photo op.
20:32:19 Reviewing troops.
1961; ; Diplomatic Mission; Seccession; Africa;
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Aus Sicherheitsgründen inszenierte man ein Ablenkungsmanöver und ließ Hammarskjölds Delegation in Léopoldville scheinbar in einer DC-4 vom gleichen Flugplatz auf direkter Route nach Ndola im damaligen Nordrhodesien abfliegen. Anschließend startete die Albertina mit den nun geheimen Passagieren bei absoluter Funkstille zunächst in Richtung Tanganjikasee.

Als die offizielle Maschine sicher gelandet war, nahm auch die Albertina Kurs auf Ndola, dessen Landebahn eine Stunde später in Sichtweite kam. Nach Erteilung der Landefreigabe um 0.10 Uhr schlug das Flugzeug ohne Absetzen eines Notsignals mit ausgefahrenen Landeklappen, jedoch eingefahrenem Fahrwerk in einem Waldstück auf.

mehr:
- Neue Spur zum mysteriösen Flugzeugabsturz von Dag Hammarskjöld (Markus Kompa, Telepolis, 08.08.2016)

Der Tod von UNO-Generalsekretär Hammarskjöld 1961 in Sambia - Mord oder Unfall ? [40:23]

Veröffentlicht am 14.09.2013
In der Nacht auf den 18. September 1961 starb der damalige UNO-Generalsekretär Hammarskjöld bei einem ungeklärten Absturz seines UN-Flugzeuges an der Grenze zwischen der abtrünnigen kongolesischen Provinz Katanga und Nordrhodesien, dem heutigen Sambia; er war auf dem Weg zu einem Treffen mit dem Präsidenten Katangas Moïse Tschombé, um im Rahmen der ONUC-Mission der Vereinten Nationen in der Kongokrise zu vermitteln. Mit an Bord war auch sein Berater für Afrikafragen, der deutsche Ethnologe Heinrich Wieschhoff.

Als Ursache für den Absturz seines Flugzeuges wurde ein Abschuss durch die Truppen Katangas oder durch Söldner mit oder ohne Beteiligung der CIA, Belgiens oder des belgischen Königs Baudouin oder auch ein technischer Defekt vermutet.

Es gibt Hinweise, dass Hammarskjöld einem raffinierten Mordkomplott der Geheimdienste Südafrikas, der USA und Großbritanniens zum Opfer gefallen ist, die ihre Interessen im Kongo bedroht sahen.
Diese Informationen sind der Wikipedia entnommen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dag_Hamm...

Die hier gezeigte Dokumentation "Nachtflug" von Hans-Rüdiger Minow wurde vom WDR am 11.02.2001 ausgestrahlt. Leider ist die Aufnahme von schlechter Qualität. Ich bitte um Entschuldigung.
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Dienstag, 9. August 2016

Ein Blick auf die Geschichte des Kongo

Afrika, der ausgeraubte - Why Poverty? (German) {52:32}

THE WHY
Am 24.02.2014 veröffentlicht

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Die Demokratische Republik Kongo (deutsch [ˈkʰɔŋgo], französisch [kɔ̃ˈgo]), von 1971 bis 1997 Zaire (frz. Zaïre), abgekürzt DR KongoKongo (Kinshasa)bzw. Kongo-Kinshasa oder einfach der Kongo, ist eine Republik in Zentralafrika. Sie grenzt (von Norden im Uhrzeigersinn) an die Zentralafrikanische Republik, den SüdsudanUgandaRuandaBurundiTansaniaSambiaAngola, den Atlantik und die Republik Kongo. Die DR Kongo ist an Fläche der zweitgrößte und an Bevölkerung der viertgrößte Staat Afrikas. Das Land wird vom Äquator durchzogen; es herrscht ein tropischesKlima. Große Teile des Staatsgebietes sind von tropischem Regenwaldbedeckt.
Quelle: Demokratische Republik Kongo [Wikipedia]
Die etwa 80 Millionen Einwohner lassen sich in mehr als 200 Ethnien einteilen. Es existiert eine große Sprachvielfalt, die Verkehrssprache ist Französisch. Etwa die Hälfte der Einwohner bekennt sich zur katholischen Kirche, die andere Hälfte verteilt sich auf Kimbanguisten, andere christliche Kirchen, traditionelle Religionen und den Islam.
Das Gebiet des heutigen Staates kam 1885 unter belgische Kolonialherrschaft. Die Herrschaft des belgischen Königs Leopold II. gilt als eines der grausamsten Kolonialregimes. Nach der Unabhängigkeit 1960 wurde es nach mehrjährigen innenpolitischen Konflikten 32 Jahre lang von Mobutu Sese Sekodiktatorisch regiert. 1997 wurde Mobutu von dem Rebellenchef Laurent-Désiré Kabila gestürzt. Auf den Machtwechsel folgte ein weiterer Bürgerkrieg, der aufgrund der Verwicklung zahlreicher afrikanischer Staaten als Afrikanischer Weltkrieg bekannt wurde. 2002 wurde ein Friedensabkommen unterzeichnet, im Osten des Landes finden aber bis heute weiterhin Kämpfe statt. Erstmals seit 1965 fanden 2006 freie Wahlen statt.
Trotz seines Rohstoffreichtums zählt der Staat, bedingt durch jahrzehntelange Ausbeutung, Korruption, jahrelange Kriege und ständige Bevölkerungszunahme, heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Im Human Development Index der Vereinten Nationen nahm die Demokratische Republik Kongo im Jahr 2013 den vorletzten Platz ein.[4] [Demokratische Republik Kongo, Wikpedia, ab gerufen am 09.08.2016]
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Die Kongoakte - Aufteilung des "schwarzen Kontinents" {1:12:29}

Mathias Tretschog - Zu Gast in KW
Am 17.04.2015 veröffentlicht
1884/1885 - Wie die Kongo-Akte den afrikanischen Kontinent verschacherte
arte - Dokumentarfilm Frankreich 2010 - Dauer: 01:24:58
Wie die Kongo-Akte den afrikanischen Kontinent verschacherte
oder wie die Kolonialmächte Freihandel um 1855 verstanden!
2015 - Vor 130 Jahren unterzeichneten die Kolonialmächte die sogenannte Kongoakte, die Grundlage für die Aufteilung Afrikas in Kolonien
Die willkürlich gezogenen Landesgrenzen lasten bis heute als schwere Hypothek auf dem Erdteil und seinen Menschen!
Vom 15. November 1884 bis 26. Februar 1885 tagten in Berlin Repräsentanten der 14 seinerzeit bedeutendsten Kolonialmächte: Belgien, Dänemark, Deutsches Reich, Großbritannien, Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich-Ungarn, Osmanisches Reich, Portugal, Russland, Schweden-Norwegen (bis 1905 in Personalunion), Spanien sowie USA.
Auf Einladung des deutschen Reichskanzlers Fürst Otto von Bismarck waren sie im Reichskanzlerpalais in der Berliner Wilhelmstraße zusammengekommen, um den Handel an den Flüssen Kongo und Niger zu regeln und ihre Einflusssphären auf dem afrikanischen Kontinent abzustecken.
Die Konferenz, die die internationale Krise um das Kongobecken beendete, löste einen regelrechten Wettlauf um koloniale Besitzungen aus. Hatten sich 1876 gerade einmal rund zehn Prozent des afrikanischen Kontinents in europäischer Hand befunden, änderte sich die Situation in nur 25 Jahren dramatisch. 1902 hatten die Kolonialmächte 90 Prozent des Territoriums Afrikas untereinander aufgeteilt. ... 26.02.2010 - heise online - Alexander Bahar
Ein Service von Zu Gast in KW
Der Landkreis Dahme-Spreewald, Europas tödliche Grenzen und die Freihandelsabkommen CETA, TTIP und Co. http://zu-gast-in-kw.jimdo.com/lds-fr...

Kolonialisierung - Kongo [1:32:14]

Veröffentlicht am 24.10.2014
Geschichte der belgischen Kolonie Kongo

Schatten über dem Kongo [1:32:14]

Veröffentlicht am 14.03.2012
Der Film erzählt die Geschichte des europäischen Imperialismus und Kolonialismus in Afrika und seiner ungeheuren Verbrechen, deren Auswirkungen bis heute nachwirken. 1885 setzte die Kongo-Konferenz in Berlin den belgischen König Leopold II. als Herrscher des Kongo-Staates ein. Während der Monarch der Welt den selbstlosen Philanthropen vorgaukelte, verwandelte sich der Kongo in ein riesiges Arbeitslager. Leopolds Gier nach Kautschuk und Elfenbein blutete das Land aus. Als man ihm 1908 den Kongo wieder wegnahm, hatte der belgische König 1,1 Milliarden Dollar Gewinn aus seiner Kolonie gezogen. Schätzungsweise 10 Millionen Menschen mussten dafür mit ihrem Leben bezahlen.

Reportage - Afrika - Kongogräuel, Weisser-Koenig, roter-Kautschuk, schwarzer-Tod [1:29:52]

Veröffentlicht am 06.06.2012
Reportage - Afrika - Kongogräuel, Weisser-Koenig, roter-Kautschuk, schwarzer-Tod

Kongo Müller: Eine deutsch-deutsche Geschichte Doku (2010) [51:49]

Veröffentlicht am 20.12.2015

siehe auch:
- Märtyrer des Kongo: Patrice Lumumba - gewählt, ermordet, verehrt (Post, 30.01.2016)

Sonntag, 7. August 2016

Die Rolling Stones auf Arte: Crossfire Hurricane

Ihre Musik prägte mehrere Generationen und sie sorgten regelmäßig für Schlagzeilen: die Rolling Stones. ARTE zeigt den Dokumentarfilm "The Rolling Stones - Crossfire Hurricane" mit unveröffentlichten Konzert- und Interview-Ausschnitten. Die Filmerzählung stammt von dem Regisseur Brett Morgen und hatte ihre Weltpremiere auf dem London Film Festival 2012. Der Film entstand 2012 anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Rock-Band und enthält altes Foto- und aktuelles Ton-Material.
mehr:
- The Rolling Stones – Crossfire Hurricane (arte, 06.08.2016)
The Rolling Stones - Crossfire Hurricane Trailer [1:07]

Veröffentlicht am 29.11.2012
Stream: http://smarturl.it/CrossfireStream
Blu-ray: http://smarturl.it/CrossfireHurricaneBR
DVD: http://smarturl.it/CrossfireHurricanedv

For more info -
http://www.eagle-rock.com/artist/the-...

"Crossfire Hurricane", directed by Brett Morgen, is released as part of the ongoing 50th anniversary celebrations of The Rolling Stones. This superb new film tells the story of the Stones' unparalleled journey from blues obsessed teenagers in the early sixties to their undisputed status as rock royalty. All of The Rolling Stones have been newly interviewed and their words form the narrative arc that links together archive footage of performances, news coverage and interviews, much of it previously unseen. Taking its title from a lyric in "Jumpin' Jack Flash", "Crossfire Hurricane" gives the viewer an intimate insight into exactly what it's like to be part of The Rolling Stones as they overcome denunciation, drugs, dissensions and death to become the definitive survivors. Over a year in the making and produced with the full co-operation and involvement of The Rolling Stones, "Crossfire Hurricane" is and will remain the definitive story of the world's greatest rock 'n' roll band.

The Rolling Stones - Crossfire Hurricane World Premiere In London [3:29]

Veröffentlicht am 26.10.2012
iTunes: http://smarturl.it/CrossfireHurricaneDG
Blu-ray: http://smarturl.it/CrossfireHurricaneBR
DVD: http://smarturl.it/CrossfireHurricanedv
The Rolling Stones brought a Crossfire Hurricane to London's Leicester Square on Thursday 18th October 2012, when they attended the premiere their new documentary, celebrating their 50 years as the Greatest Rock 'N' Roll Band in the World.

http://www.rollingstones.com/crossfir...

http://www.youtube.com/subscription_c...

The Rolling Stones Sympathy For The Devil A First 1968 [6:56]   Text (Lyricsfreak)   Übersetzung (Songtexte.com)

Veröffentlicht am 09.05.2013

The Rolling Stones - Gimme Shelter - the best version ever. [9:05]   Text (Lyricsfreak)   Übersetzung (Golyr)

Hochgeladen am 28.07.2010
Rolling Stones only THE BEST Rock Band EVER!!!!!!!!!!
This is the best version of gimme Shelter, EVER! (This is my opinion) (J).

Sem mais palavras, simplesmente Rolling Stones no sangue!!!! (J).

Rolling Stone - Satisfaction (Full HD) [6:04]   Text (Magistrix)   Übersetzung (Magistrix)

Hochgeladen am 09.11.2010
Rolling Stone live..... visit my acount, I've live videos in high definition.....

The Rolling Stones - Honky Tonk Women - Live On Copacabana Beach [4:11]   Text (Songtexte.com)   Übersetzung (Songtexte.com)

Veröffentlicht am 09.07.2012
The Rolling Stones played in front of 1.5million people, the biggest concert of all time, at Copacabana Beach, Rio De Janeiro, on the 18th February 2006. To celebrate the beginning of our 50th anniversary year, on 12th July 2012 we are letting our fans watch this historic concert in its entirety. Were you there? Comment below and share your memories of one of the greatest concerts of our career.

Sprache, Politik und der olympische Marathonlauf 1936: Sohn Kee Chung

Men's Marathon at the 1936 Summer Olympics in Berlin [10:00]

Hochgeladen am 21.05.2010
Games of the XI Olympiad, was an international multi-sport event which was held in 1936 in Berlin, Germany. Filmmaker Leni Riefenstahl, a favorite of Hitler's, was commissioned by the IOC to film the Games. Her film, entitled Olympia, introduced many of the techniques now common to the filming of sports..
"The sportive, knightly battle awakens the best human characteristics. It doesn't separate, but unites the combatants in understanding and respect. It also helps to connect the countries in the spirit of peace. That's why the Olympic Flame should never die." — Adolf Hitler, commenting on the 1936 Berlin Olympic Games.

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Sohn Kee-chung, bekannt unter seinem japanischen Namen Son Kitei (* 29. August 1912 in Shingishū, damaliges Japanisches Kaiserreich, dann Nordkorea; † 15. November 2002 in DaejeonSüdkorea) war 1936 zusammen mit seinem Teamkameraden Nan Shōryū der erste koreastämmige Medaillengewinner bei Olympischen Spielen[Sohn Kee-chung, Wikipedia]
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Olympische Spiele 1936 in Berlin. Nazi-Deutschland feiert sich selbst. Die ikonischen Bilder Leni Riefenstahls gehen um die Welt. In ihrem Blick ist vor allem auch der Sieger im Marathonlauf.

Der Koreaner Sohn Kee-Chung holt das erste olympische Gold in der Geschichte Koreas. Offiziell jedoch geht die Medaille an Japan, das seit 1910 als Kolonialmacht in Korea herrscht. Das Bild von der Siegerehrung geht in die Geschichte ein.

mehr:
- Sieg unter falscher Flagge - Olympia-Marathon 1936 (Film von Friedemann Hottenbacher, ZDF, 02.08.2016)
siehe auch:
- The forgotten story of Sohn Kee-chung, Korea's Olympic hero (Andy Bull, The Guardian, 27.08.2011)
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Ökonomen als kritische Vordenker fürs Gemeinwohl

Bildung In Südwestfalen startet ein Studiengang, mit dem junge Ökonomen zu kritischen Vordenkern fürs Gemeinwohl werden sollen

Mitten im Gespräch springt Helge Peukert auf, öffnet das Fenster und lächelt. „Der Kollege nebenan soll ruhig hören, was wir hier besprechen.“ Peukert ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Erfurt. Gerade erzählt er von dem neuen Studiengang „Plurale Ökonomik“ an der Universität Siegen, im Herbst wechselt er dorthin, nach Südwestfalen. Es ist einer der ersten pluralen Wirtschaftsstudiengänge an einer deutschen Hochschule. In Erfurt sei er mit seinem alternativen Blick auf sein Fach nicht sehr beliebt gewesen, sagt Peukert.

Er ist ein untypischer Ökonom, der sich zu normativer Positionierung bekennt. Viele Kollegen versteckten sich hinter vorgegaukelter Neutralität in wissenschaftlichem Gewand, sagt er. Dabei habe jedes ökonomische Modell bestimmte politisch erwünschte Implikationen. Peukert sieht die Ökonomik in der Pflicht, dem Gemeinwohl zu dienen und ihre Schüler zu verantwortungsbewussten Gesellschaftsmitgliedern zu machen.

Wer den neuen Master mit Schwerpunkt „Management und Mitweltgestaltung“ studiert, soll sich dabei mit dem „Spannungsfeld von wirtschaftlichem Erfolg und gesellschaftlicher, ethischer wie ökologischer Verantwortung“ beschäftigen. Alternativ bietet die Uni den Schwerpunkt „Politische Ökonomie“. Vier Semester umfasst der Master, los geht es mit einer Einführung in alternative Wirtschaftsansätze, Theorien der Nachhaltigkeit sowie Wissenschaftstheorie. Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2016/17 endet am 31. August. Es soll nicht darum gehen, den heutigen Mainstream zu überwinden, sagt Peukert, sondern um die Ergänzung und Diskussion verschiedener Theorien. Plurale Ökonomik will Wirtschaft heterodox denken, keine Denkschule also kategorisch ausschließen.

Kritik an den Wirtschaftswissenschaften ist nicht neu, schon 2003 gründete sich die deutsche Sektion der „Postautistischen Ökonomik“, einer Studenteninitiative aus Frankreich, die ihren Unmut gegenüber heutigen Wirtschaftsstudiengängen kundtat. Heute bilden die Kritiker das „Netzwerk Plurale Ökonomik“. Es umfasst rund 25 Hochschulgruppen in Deutschland, sie organisieren Ringvorlesungen, Kongresse und alternative Reader.

mehr:
- Von den Siegenern lernen (Jonas Weyrosta, der Freitag, 03.08.2016)
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Die Systemfrage: Helge Peukert [27:54]

Veröffentlicht am 26.12.2014
Helge Peukert, deutscher Wirtschafts- und Staatswissenschaftler und außerplanmäßiger Professor an der Universität Erfurt.
Quelle: denkfunk: www.denkfunk.de
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Die Finanz- und Staatsschuldenkrise (Helge Peukert) [Ringvorlesung Zur Krise der Ökonomie] [1:31:05]

Veröffentlicht am 17.04.2015
Vortrag am 16.04.2015 auf dem Conti-Campus Hannover
Veranstalter Plurale Ökonomik Hannover
http://plural-hannover.de

Eurokrise - wie Hedgefonds gegen Südeuropa wetten (Monitor/ 14.07.2011) [9:42]

Hochgeladen am 15.07.2011
Ratingagenturen -- ein zutiefst korruptes System
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Freitag, 5. August 2016

KenFM im Gespräch mit: Prof. Rainer Mausfeld

KenFM im Gespräch mit: Prof. Rainer Mausfeld {1:51:57}

KenFM
Am 05.08.2016 veröffentlicht 
Wenn es einer sehr kleinen und übersichtlichen Gruppe von Menschen gelingt, die Massen global und über Jahrzehnte für die eigenen Ziele arbeiten zu lassen, kann das nur dann erfolgreich bewerkstelligt werden, wenn diese Eliten die Techniken der Gehirnwäsche auf allen Ebenen konsequent zur Anwendung bringen. Schon der Umstand, dass Völker sich für Krieg begeistern lassen, zeigt die Macht dieser Technik.
Seit dem römischen Prinzip „Teile und Herrsche“ haben sich die Werkzeuge der Gehirnwäsche extrem verfeinert. Ein großer Teil der sogenannten Sozialforschung wurde im Auftrag der Eliten finanziert, um den Menschen als Wesen, das nur im Kollektiv überleben kann, im Anschluss in seine Bestandteile zerlegen zu können - ihn gefügig zu machen.
Der Grad der Manipulation ist viel größer, als die meisten von uns auch nur ahnen. Aber gerade darin liegt die Macht dieser Elitentechnik. Massenmedien sind dabei eines der wichtigsten Werkzeuge, um die Realität zu verschleiern und unsichtbar zu machen. Wer darauf aufmerksam macht, wird vom System gnadenlos attackiert, lächerlich gemacht und ausgegrenzt. Das finale Ziel ist immer die Vernichtung derer, die die Tarnung der Eliten auffliegen lassen.
Der Soziologe Prof. Rainer Mausfeld hat sich intensiv mit den Techniken der Verschleierung und des Gefügigmachens auseinandergesetzt. Seine auch im Netz veröffentlichen Vorträge, u. a. mit dem Titel „Warum schweigen die Lämmer“, wurden zu Blockbustern im Netz.
KenFM sprach mit Rainer Mausfeld über den Status Quo einer auf den neoliberalen Kurs eingeschworenen Gesellschaft, die sich in gegenseitigen Lagerkämpfen an die Gurgel geht, während die Geldeliten weiter die Strippen ziehen. Die Manipulation ist extrem perfide, denn sie beleidigt den Menschen an sich, der nicht wahrhaben will, dass er wie Vieh zur Schlachtbank geführt werden kann und wird, indem man ihn mit den pervertierten Techniken der Demokratie davon abhält zu sehen, in welcher Situation er sich tatsächlich befindet.
Die Zeit des Erwachens steht unmittelbar bevor. Sie wird nicht ohne Schmerzen zu haben sein. Die Medienrevolution ist wie eine Geburt. Wir müssen da durch, um ein autarkes Leben wirklich beginnen zu können.
ab 00:03:24 Die Natur des Neoliberalismus
https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=3m24s
ab 00:11:40 Das Verschwinden des Elitenspektrums
https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=11m40s
ab 00:14:20 Vom Selbstbild des Menschen
https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=14m20s
ab 00:19:26 Demokratie als Herrschaftsinstrument der Eliten
https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=19m26s
ab 00:30:50 Die Atomisierung des Selbst: seine Zerlegung in ein Bündel von Kompetenzen
https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=30m50s
ab 00:41:01 Lügenpresse, Querfront, Antiamerikanismus - die Pervertierung von Begriffen
https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=41m1s
ab 00:50:04 Die Asymmetrie in der Deutsch-Amerikanischen Beziehung
https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=50m4s
ab 00:56:12 Feudalismus oder: als der Gegner noch sichtbar war
https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=56m12s
ab 01:02:21 Folgenloses Aufaddieren von Empörungsfällen, um Widerstandspotential zu schwächen
https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=1h2m21s
ab 01:03:43 Das Menschenbild des Neoliberalismus und seine Nähe zum Behaviorismus
https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=1h3m43s
ab 01:14:49 Wahlen im Kontext einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung
https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=1h14m49s
ab 01:16:36 Von Orwell und Huxley: „Wir amüsieren uns zu Tode“
https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=1h16m36s
ab 01:19:17 Bargeldabschaffung und die Aufrechterhaltung unsers Mikrokosmos
https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=1h19m17s
ab 01:35:53 Fehlinterpretationen der Aufklärung: Selbstbild-Rhetorik
https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=1h35m53s
ab 01:41:36 Wie der Neoliberalismus unsere „dunkle“ Seite nährt und die „helle“ verleugnet
https://youtu.be/OwRNpeWj5Cs?t=1h41m36s
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einige wichtige Aussagen Mausfelds:
18:00: »Wir sind soziale Lebewesen, so sind wir designt. Das hat Konsequenzen: Wir brauchen die Resonanz des Anderen. So gibt es Aufschaukel-Prozesse.«
19:10: »Das ist das Wesen der Politik. Schon die griechischen Redner haben versucht die Massen hinzureißen.«

Donnerstag, 4. August 2016

Irak-Krieg: Die andere Hälfte der Geschichte

Irak Als einer der größten Fehler der letzten Jahre betitelt, aber zu unpräzise durchleuchtet, entsteht zum Irak-Krieg ein Narrativ, das zu einseitig denkt. Ein Fehler.

Der vor einiger Zeit veröffentlichte Chilcot-Report warf Licht auf ein unangenehmes Thema: Den Irak-Krieg von 2003. 2009 vom damaligen Premierminister Großbritanniens Gordon Brown angekündigt, sollte der Bericht von unabhängiger Seite die britische Beteiligung am Einsatz untersuchen und insbesondere klären, unter welchen Aspekten es zur Entscheidung seitens der damaligen Regierung kam, die USA beim Einmarsch in den Irak zu unterstützen; insbesondere um für zukünftige Konflikte solche Fehler zu vermeiden.

Denn als das wird der Krieg gegen den Irak heute gesehen: als großer Fehler. Egal von welcher Seite, das Narrativ eines falschen Krieges, einer fatalen Entscheidung hat sich in unserer heutigen Zeit in nahezu allen Kreisen durchgesetzt. Sogar so weit, dass Präsidentschaftsbewerber in dem Land, das den Einmarsch initiierte, heftig unter Beschuss geraten, wenn sie sich nicht kritisch genug zum Thema positionieren. In diesem Sinne steht auch der Chilcot-Report. Er fragt nicht, ob der Krieg falsch war, sondern wieso man das in der britischen Regierung nicht von Anfang an gesehen hat.

Diese Einstellung ist problematisch. Weil sie dadurch genau die essentielle Frage verhindert: Was hat der Westen im Irak falsch gemacht?

Indem der gesamte Fokus auf die Märztage von 2003 gelenkt wird, rückt automatisch alles andere in Bezug auf den Irak in den Hintergrund. Ein Jeder diskutiert nach dem Chilcot-Report die Rolle der Briten im Jahr 2003, doch was ist mit den Zeiten davor? Hier ein Zeitungsartikel, der von einem gewissen Lawrence in der Sunday Time veröffentlicht wurde:

Die Menschen Englands wurden in Mesopotamien in eine Falle gelockt, aus der sie nur schwerlich in Würde und Ehre fliehen können. Sie wurden getäuscht durch eine permanente Zurückhaltung von Informationen. Die Bagdader Communiqués sind veraltet, falsch und inkomplett. Die Dinge liefen schlimmer als uns gesagt wurde; unsere Administration ist verdammter und ineffizienter als die Öffentlichkeit ahnt … wir stehen heute kurz vor einem Desaster.

Der Artikel stammt vom berühmten T.E. Lawrence und ist von August 1920. Damals besetzten britische Truppen im Zuge des 1.Weltkrieges den Irak, nachdem es zu einer arabischen Revolte gegen die osmanischen Herrscher gekommen war, bei denen erwähnter Lawrence eine wichtige Rolle spielte. Für die Araber schien ein arabischer Großstaat als Belohnung für die Abschüttelung der türkischen Herren durch die Briten in Aussicht gestellt worden zu sein; eine kapitale Fehleinschätzung wie sich herausstellte. Der Irak kam 1920 offiziell unter britisches Mandat, entgegen aller vorher gemachten Versprechungen. Die verschiedenen Stämme Iraks, zum ersten Mal in ihrer Geschichte geeint, revoltierten abermals, diesmal gegen die Briten. Berichte aus dem Irak zu den damaligen Geschehnissen lesen sich beinahe identisch, wie 83 Jahre später.

mehr:
- Die andere Hälfte der Geschichte (Abrahan Garcia, Freitag-Community, 31.07.2016)

"Hubris" (Full Film) Iraq War Documentary - Rachel Maddow (02-18-2013) [44:10]

Veröffentlicht am 18.02.2013
I do not own this, all rights reserved to NBC Universal. Also, Rachel always asks for people to put her show on YouTube, so I believe I have permission to post this.

This is going to likely be a rather controversial documentary about the War in Iraq, and what is described as the false pretenses that caused our nation to enter our most unpopular war since Vietnam. I am posting this with no intention of insulting members of the military, in fact it's the exact opposite. After watching films like this and Academy Award nominee "No End in Sight" I can't help but be discouraged by the lack of leadership in a time of national and global crisis.

Es begann mit einer Lüge 10 Jahre nach dem Irak Krieg - dokumentation 2016 [42:20]

Politik doku
Am 02.07.2016 veröffentlicht 
Der Irak Krieg begann mit eine Lüge der US Regierung unter Bush. Wegen dieser Lüge mussten viele Menschen Sterben. In wirklichkeit ging es nur um Öl. Zehn Jahre nach dem Beginn des Irak-Krieges will die Dokumentation den Ereignissen im Vorfeld nachgehen.
Alter Info-Text, veröffentlicht am 01.11.2013
Es begann mit einer Lüge - 10 Jahre nach dem Irak-Krieg - Doku/Dokumentation
Ein besonderer Flüchtling beantragte 1999 Asyl in Deutschland. Rafid Ahmed Alwan behauptete, Mitarbeiter einer Anlage im Irak gewesen zu sein, in der chemische Kampfstoffe hergestellt würden. Stundenlang, tagelang wurde er vom BND verhört. Der deutsche Geheimdienst gab die Aussagen an die US-Administration weiter, unter dem Vorbehalt, dass es Zweifel an der Glaubwürdigkeit gäbe. Von den Amerikanern bekam der vermeintliche Zeuge den Codenamen "Curveball", wie jene angeschnittenen Bälle, die beim Baseball kurz vor dem Ziel die Richtung ändern. Die Regierung Bush verwendete seine Aussagen später als Beweis für Bagdads angebliche unerlaubte Waffenprogramme.
Der damalige US-Außenminister Colin Powell präsentierte sie sogar mit nachdrücklichen Zeichnungen im Februar 2003 vor dem UN-Sicherheitsrat. Das war die Begründung für den Einmarsch der so genannten "Koalition der Willigen" in den Irak. Der Krieg begann am 20. März 2003.
Später stellte sich heraus, dass Curveball die Inhalte seiner Aussagen frei erfunden hatte. Die Weltmacht USA war blamiert. Der Irak war zu diesem Zeitpunkt längst erobert und Saddam Hussein gestürzt. Massenvernichtungswaffen, der eigentliche Grund des Einmarsches in den Irak, wurden nie gefunden. Haben die Geheimdienste versagt, oder waren die Aussagen von Curveball willkommen, um einen Krieg gegen den Irak zu rechtfertigen?
Zehn Jahre nach dem Beginn des Krieges will die Dokumentation "Es begann mit einer Lüge" den Ereignissen im Vorfeld nachgehen. Welche Gründe gab es für die offensichtlichen Unwahrheiten? Warum lehnte es die damalige Bundesregierung unter Schröder und Fischer ab, sich an dem Krieg gegen den Irak zu beteiligen?
Die Dokumentation in Zusammenarbeit mit der BBC zeigt unter anderem, wie die Aussagen eines einzigen Informanten von der Weltmacht USA genutzt wurden, um einen umstrittenen Krieg zu führen. Im Mittelpunkt steht ein langes, exklusives Fernsehinterview mit Curveball.
Anhand der Aussagen von damals Beteiligten wie Joschka Fischer, dem damaligen deutschen Botschafter bei der UN, Gunter Pleuger, und ehemaligen CIA-Mitarbeitern entsteht ein Bild darüber, wer wen benutzt hat, um den Einmarsch in den Irak zu rechtfertigen.

zuletzt am 05.01.2019 aktualisiert