Sonntag, 12. März 2017

Deutschland: Selbstzweifel vs. Großartigkeit – oder beides…


Revolution in Deutschland?
Das wird nie etwas,
wenn diese Deutschen
einen Bahnhof stürmen wollen,
kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!
 
Wladimir Iljitsch Lenin



Sagt, ist noch ein Land außer Deutschland,
wo man
die Nase eher rümpfen lernt
als putzen?


Der Deutsche
erlebt keine Zeit so gern
als die Bedenkzeit.


Ich kenne die Deutschen:
sie wollen wie die
Metaphysiker alles von
vorn an wissen, recht
genau, im Großoktav, ohne
übertriebene Kürze und
mit einigen citatis.
Sie versehen ein Epigramm
mit einer Vorrede und
ein Liebesmadrigal mit einem
Sachregister - sie bestimmen
den Zephir mit einer
Windrose - und das Herz
eines Mädchens mit einem
Kegelschnitt - sie bezeichnen
alles mit Fraktur wie
Kaufleute, und beweisen alles
wie Juristen - ihre Gehirn-
häute sind lebendige
Rechenhäute, ihre Beine
geheime Meßstangen und
Schrittzähler - sie
zerschneiden den Schleier
der neun Musen und setzen
auf die Herzen dieser
Mädchen Tasterzirkel und in
ihre Köpfe Visierstäbe.
Der Deutsche fügt sich unter
allen zivilisierten Völkern
am leichtesten und
dauerhaftesten der Regierung,
unter der er ist,
und ist am leichtesten
von Neuerungssucht
und Widersetztlichkeit
gegen die eingeführte
Ordnung entfernt.

Die lieben Deutschen
kenn' ich schon;
erst schweigen sie, dann
mäkeln sie, dann beseitigen,
dann bestehlen
und verschweigen sie.


Scheltet mir nicht die
Deutschen! Wenn sie auch
Träumer sind, so haben
doch manche unter
ihnen so schöne Träume
geträumt, daß ich sie
kaum vertauschen möchte
gegen die wachende Wirklichkeit unserer Nach-
barn. Wenn einst, was
Gott verhüte, in der ganzen
Welt die Freiheit
verschwunden ist, so
wird ein deutscher Träumer
sie in seinen Träumen
wieder entdecken.


Selbst im Fall einer
Revolution würden die
Deutschen sich nur
Steuerfreiheit, nie Gedanken-
freiheit zu erkämpfen suchen.


Wir denken gut
und reden schlecht, reden
viel und tun wenig, tun
manches und vollbringen
nichts. Aber unsre
Gleichgültigkeit gegen
Handlungen entspringt nicht
aus unserer Vorliebe für
Worte, sondern umgekehrt,
unsere Vorliebe für Worte
entspringt aus Scheu
vor Handlungen.
Die keuschen Deutschen
wenden ihre Augen weg vor
jeder nackten Tat.


Wer unter Deutschen
zu leben hat, leidet sehr an
der berüchtigten Grauheit
ihres Lebens und ihrer Sinne,
an der Formlosigkeit,
dem Stumpf- und Dumpf-
sinne, an der Plumpheit
im zarteren Verkehre, noch
mehr an der Scheelsucht
und einer gewissen Versteckt-
heit und Unreinlichkeit
des Charakters;
es schmerzt und beleidigt
ihn die eingewurzelte
Lust am Falschen und
Unechten, am übel Nach-
gemachten, an der
Übersetzung des guten
Ausländischen in ein
schlechtes Einheimisches.


Wir haben die Vaterlands-
liebe kennengelernt
als ein Gefühl, das nur beim
Schmettern der
Trompeten mächtig wirkt.

Der Hang zur Selbstkritik,
der oft bis zum Selbstekel, zur
Selbstverfluchung ging,
ist kerndeutsch, aber ewig
unbegreiflich wird
bleiben, wie ein so zur
Selbsterkenntnis angelegtes
Volk zugleich den
Gedanken der Weltherrschaft
fassen konnte.


Nie geraten die Deutschen
so außer sich, wie
wenn sie zu sich kommen
wollen.


Deutschland, unsere Heimat,
hat sich in ein Volk
von 2 Millionen Spitzeln und
80 Millionen Bespitzelten
verwandelt. Sein
Leben besteht in dem Prozeß,
der ihm gemacht wird. Es
besteht nur aus Schuldigen.


Die Deutschen kommen
immer zu spät. Sie sind spät
wie die Musik, die immer
von allen Künsten die letzte
ist, einen Weltzustand
auszudrücken - wenn dieser
Weltzustand schon im
Vergehen begriffen ist. Sie
sind auch abstrakt und
mystisch wie diese ihnen
teuerste Kunst -
beides bis zum Verbrechen.
Ihre Verbrechen, sage ich,
gehörten nicht notwendig
zu ihrem verspäteten
Ausbeutungsunternehmen;
sie waren ein Hinzu-
kommendes, ein Luxus, den
sie sich leisteten
aus theoretischer Anlage, zu
Ehren einer Ideologie, des
Rassenphantasmas. Klänge es
nicht wie abscheuliche
Beschönigung, so möchte
man sagen, sie hätten ihre
Verbrechen aus weltfremdem
Idealismus begangen.


Ein Deutscher
ist ein Mensch, der keine
Lüge aussprechen kann, ohne
sie selbst zu glauben.


Deutschland ist kein
Modell, es ist ein Grenz-
und Sonderfall.


Mittwoch, 8. März 2017

Der scheinheilige Dissens gegen Trump

Nicht das System ist skandalös, sondern nur die Präsenz eines einzigen Mannes
Zu oft verläuft der Dissens wechselstromartig. Wir empören uns, nicht ohne Grund, über das, was in uns eine natürliche Wutreaktion verursacht, die dann in eine oppositionelle Stellungnahme gipfelt. Dann aber, wenn es ebenso viele gute Gründe für einen Widerspruch und einen energischen Widerstand gäbe, geschieht nichts: Wir nehmen die Geschehnisse einfach still und tatenlos hin.

Oft halten wir Geschehen für selbstverständlich, einfach weil sie erfolgen. Es überwiegt die Gewohnheit, die uns tödlich normal erscheinen lässt, was bei näherer Betrachtung ganz und gar nicht normal ist.

In dieser Hinsicht ist es in der Tat sehr merkwürdig, dass die Amerikaner jetzt erst, also mit Herrn Trump, feststellen, kriminelle Regierungen zu haben. Nur nach dem Aufstieg des "bösen" Kaisers Trump beginnen die Amerikaner mit einem gewissen Nachdruck zu protestieren: Sie machen Formen des Dissenses geltend.

mehr:
- Der scheinheilige Dissens gegen Trump (Diego Fusaro, Telepolis, 07.03.2017)
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Noam Chomsky - When Words Lose Their Meaning {2:09}

Chomsky's Philosophy
Veröffentlicht am 13.02.2017
Source: https://www.youtube.com/watch?v=zGn-8...

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Das Universum ist vor allem leer

Nicht Wurmlöcher, Quasare oder Dunkle-Materie-Halos sind die spannendsten Objekte des Universums: Seine Leere, das Vakuum, entscheidet über unser aller Schicksal
Die Frage, was leerer Raum ist und ob es so etwas überhaupt gibt, beschäftigt die Forscher schon seit Jahrhunderten. Nach Aristoteles war der Raum jenseits der Mondsphäre mit Quintessenz gefüllt, lateinisch für "fünftes Element". Anders als Feuer, Wasser, Erde und Luft sollte dieser "Äther" als einziges Element unvergänglich sein.

Später war es dann die Fernwirkung – etwa des Lichts – die in den Vorstellungen der klassischen Physik nach einem Transportmedium verlangte. Huygens, der eine erste Wellentheorie des Lichts formuliert hatte, ging zum Beispiel von einem Lichtäther aus, der feste Materie ebenso wie das Weltall durchdringt, und auf dem sich die Lichtwellen ausbreiten.

Erst in der speziellen Relativitätstheorie konnte Einstein dann auf den Äther verzichten, weil er sich von der Idee des absoluten Raums verabschiedete. Für eine kurze Zeit betrachtete man das Vakuum als absolut leer, auch wenn der Raum der Allgemeinen Relativitätstheorie (ART) natürlich physikalische Eigenschaften besitzt, es sich also um kein "Nichts" handelt.

mehr:
- Das Universum ist vor allem leer (Matthias Matting, Telepolis, 18.02.2017)
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Das Huygenssche Prinzip (Elementarwelle | Einhüllende | Kreiswelle | Wellenfront) {5:41}

Latiniculus
Veröffentlicht am 15.11.2016
1678 veröffentlichte Christiaan Huygens den Traktat „Traité de la lumière“, in dem er das heute nach ihm benannte Huygensche Prinzip formuliert hat. Dieses Huygenssche Prinzip trifft Aussagen darüber, wie sich Wellen ausbreiten. Dabei könne jeder Punkt einer Wellenfront als Ausgangspunkt einer neuen Kreiswelle angesehen werden. Wie das aussieht und was eine Elementarwelle ist, erfahrt ihr in diesem Video. Literaturtipp: Giancoli, Douglas C., Physik – Lehr- und Übungsbuch. Links zu Videos aus dem Bereich mechanische Schwingungen und Wellen: 1 Grundbegriffe zu Schwingungen (harmonische Schwingung | Amplitude | Frequenz | Periode): https://youtu.be/-ZngR-CGadA 2 Weg-Zeit-Gesetz von Schwingungen (Zeit-Elongation-Gesetz) - Bewegungsgesetze harmonischer Schwingungen I: https://youtu.be/sB-6d1FjYF0 3 Bewegungsgesetze von harmonischen Schwingungen II (Zeit-Geschwindigkeit, Zeit-Beschleunigung) + Rückstellkraft: https://youtu.be/EezQJoI8-8A 4 Energie von ungedämpften harmonischen Schwingungen (kinetische Energie | Spannenergie): https://youtu.be/dkYAIISrnPI 5 Überlagerung von harmonischen Schwingungen (Schwebung | Sinus | Phasenverschiebung): https://youtu.be/7fxHcYDNwW0 6 Grundbegriffe zu Wellen (Wellenlänge | Wellenberg | Wellental): https://youtu.be/NhD149Zatqs 7 Das Huygenssche Prinzip (Elementarwelle): https://youtu.be/ZhWiC4upCu8 8 Interferenz von Wellen (konstruktive Interferenz | destruktive Interferenz): https://youtu.be/csI93uh3My4 9 Reflexion von Wellen an losen und festen Enden: https://youtu.be/ZpEMnqqmyG8 10 Reflexionsgesetz von Wellen (Einfallswinkel | Ausfallswinkel): https://youtu.be/jWXDvWK3-rA 11 Brechung von Wellen (Brechungsgesetz | Brechungsindex): https://youtu.be/w4Vj3ym7DIg 12 Beugung am Einfachspalt und Interferenz am Einfachspalt (Beugungsmuster): https://youtu.be/NbTewqGvY4s

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Die dunkle Seite des Lichts Teil 3 {13:35}

Lina Aller
Veröffentlicht am 03.07.2013


Bis weit in die Neuzeit hinein war weitgehend unklar, was Licht tatsächlich ist. Man glaubte teilweise, dass die Helligkeit den Raum ohne Zeitverzögerung ausfüllt, und dass „Strahlen" von den Augen ausgehen und die Umwelt beim Sehvorgang abtasten. Es gab jedoch auch schon seit der Antike Vorstellungen, nach denen das Licht von der Lichtquelle mit endlicher Geschwindigkeit ausgesendet wird. Galileo Galilei (1564--1642) versuchte als einer der ersten, die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts ernsthaft zu messen, jedoch ohne Erfolg. Dafür waren die ihm zur Verfügung stehenden Mittel viel zu grob. Dies gelang erst Ole Römer anhand von Beobachtungsdaten der Jupitermonde 1676/78. Zwar betrug die Abweichung seines Messwerts vom tatsächlichen Wert (ca. 3 · 108 m/s) rund 30 %. Die eigentliche Leistung Römers bestand jedoch darin, nachzuweisen, dass sich das Licht mit endlicher Geschwindigkeit ausbreitet. Römers Messwert wurde im Laufe der folgenden 200 Jahre durch immer raffiniertere Verfahren (vor allem durch Fizeau und Foucault) mehr und mehr präzisiert. Die Natur des Lichts blieb jedoch weiter ungeklärt. Sir Isaac Newton (1643--1727) versuchte, in seiner Korpuskeltheorie die Ausbreitung des Lichts durch die Bewegung von kleinen Teilchen zu erklären. Damit könnte man zwar die Reflexion verstehen, nicht jedoch manche andere optische Phänomene, wie die Beugung. Hierbei handelt es sich eindeutig um ein Wellenphänomen. Christiaan Huygens (1629--1695) und andere begründeten die Wellentheorie des Lichts, die sich vor allem nach den Doppelspaltexperimenten von Thomas Young (1773--1829) mehr und mehr durchzusetzen begann.
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Soziale Marktwirtschaft in der Kita

Dienstpläne erstellen, Elterngespräche vorbereiten, pädagogische Konzepte entwickeln: In acht von zehn Kitas haben die Leiter dafür zu wenig Zeit, zeigt eine Studie. Besonders groß ist der Zeitmangel in Bremen.
Viele deutsche Kindertagesstätten räumen ihren Leitern nicht genügend Zeit für Führungsaufgaben ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung.

Für Betriebs- und Personalführung, die Weiterentwicklung pädagogischer Konzepte und Elterngespräche bräuchten Kitaleiter jede Woche mindestens 20 Stunden, plus 35 Minuten pro Kind. Dies sei jedoch nur in 15 Prozent der rund 51.000 Kitas in Deutschland der Fall, so die Studie. In etwas mehr als jeder zehnten Kita gebe es überhaupt keine zeitlichen Ressourcen für reine Leitungsaufgaben.

Große Unterschiede gibt es laut der Untersuchung zwischen den Bundesländern: Während in Hamburg fast jede zweite Kita den geforderten Standards entspricht, sind es in Thüringen nur drei Prozent. 28 Prozent der Kitaleiter in Bremen bleibt gar keine Zeit für Leitungsaufgaben, in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist es nur ein Prozent.

mehr:
- Studie: Kitaleitern fehlt Zeit für Führungsaufgaben (SPON, 06.03.2017)

Real existierender Kapitalismus: DVB-T2 HD

Die Zeit des günstigen Fernsehens geht zu Ende. Nach der Umstellung auf DVB-T2 HD bleibt nur ein Verbreitungsweg wirklich gratis. Und selbst der wohl nicht mehr lange.
Vergangenen Dienstag hat der durchschnittliche Deutsche laut einer Reichweitenmessung 224 Minuten ferngesehen. Für viele dürfte das bald deutlich teurer werden. Kostenloser TV-Empfang ist ein Auslaufmodell. Das Prinzip Bezahlfernsehen ist auf dem Vormarsch.

So wird ab März schrittweise das digitale Antennenfernsehen DVB-T abgewickelt, zugunsten des neuen DVB-T2 HD. Mit dem Umstieg aufs neue digitale Antennenfernsehen kommen auf Kunden in vielen Fällen neue Kosten zu. Während die öffentlich-rechtlichen Sender wie ARD und ZDF weiterhin kostenfrei empfangbar sind, müssen Nutzer für private Sender wie RTL oder ProSieben dann 69 Euro pro Jahr und pro Gerät zahlen.

Das betrifft lediglich 3,4 Millionen der geschätzt 36 Millionen TV-Haushalte. Nicht betroffen von der Umstellung sind Nutzer, die ihr Programm über Satellit oder Kabel beziehen. Doch es ist auch nur der Anfang vom Ende des Free-TV.

mehr:
- DVB-T2 HD: Jetzt wird Fernsehen richtig teuer (Frank Patalong, SPON, 26.02.2017)

DVB T2 und schon wieder Konsumzwang oder ? (NDR.Markt 7.1.16) {3:16}

Der Demokrator
Veröffentlicht am 08.11.2016
Was hatte die bei der Abschaltung des Antennenfernsehens noch behauptet? "Viel bessere Qualität und mehr Programmvielfalt". Wie sah es oft dann wirklich aus? Klötzchenbildung bei Schnee, Regen oder anderen atmosphärischen Störungen und die Privatsender wollen Geld bei besserer Auflösung. Und irgendwann hat man dann seine Flimmerkister verschrottet und sich so´n Riesenflachbild gekauft, wenn man es sich leisten konnte, bis sich fast alle sowas leisten konnten, aber jetzt will der Kommerz schon wieder Knete. Da wird sich die Umwelt aber freuen wenn jetzt die TV-Geräte genauso schnell im Müll landen wie unsere Smartphones. Also ich will da nicht mitmachen, weder beim PC,noch Smartphone,Mikrowelle,Waschmaschine oder Flachbild- aber die werden schon Bedingungen schaffen das du gar keine Alternative hast.Danke dafür liebe Politik, du Hure des Kommerzes".


mein Kommentar:
mir genügen die Öffentlich-Rechtlichen, und außerdem gibt’s noch Bücher!

Dienstag, 7. März 2017

Tresor 7: CIA-Hacking-Tools enthüllt


Pressemitteilung

Heute, Dienstag, 7. März 2017, beginnt WikiLeaks mit seiner neuen Reihe von Lecks bei der US Central Intelligence Agency. Mit dem Codenamen "Vault 7" von WikiLeaks ist es die größte Veröffentlichung vertraulicher Dokumente in der Agentur, die jemals veröffentlicht wurde.

Der erste vollständige Teil der Serie, "Year Zero", umfasst 8.761 Dokumente und Dateien aus einem isolierten Hochsicherheitsnetzwerk im CIA- Zentrum für Cyber ​​Intelligence in Langley, Virginia. Es folgt eine einleitende Offenlegung der CIA im letzten Monat, die sich gegen französische politische Parteien und Kandidaten im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2012 richtet .

Vor kurzem hat die CIA die Kontrolle über den Großteil ihres Hacking-Arsenals verloren, einschließlich Malware, Viren, Trojaner, Zero-Day-Exploits mit Waffen, Malware-Fernsteuerungssystemen und zugehöriger Dokumentation. Diese außergewöhnliche Sammlung, die mehr als mehrere hundert Millionen Codezeilen umfasst, bietet ihrem Besitzer die gesamte Hacking-Kapazität der CIA. Das Archiv scheint auf nicht autorisierte Weise unter ehemaligen Hackern und Auftragnehmern der US-Regierung verbreitet worden zu sein, von denen einer WikiLeaks Teile des Archivs zur Verfügung gestellt hat.

"Year Zero" stellt den Umfang und die Richtung des globalen verdeckten Hacking-Programms der CIA, seines Malware-Arsenals und Dutzender "Zero Day" -Waffen-Exploits gegen eine Vielzahl von US- und europäischen Unternehmensprodukten vor, darunter Apples iPhone, Googles Android und Microsofts Windows und sogar Samsung-Fernseher, die zu verdeckten Mikrofonen werden.

Seit 2001 hat die CIA gegenüber der US National Security Agency (NSA) politische und haushaltspolitische Vorrangstellung erlangt. Die CIA baute nicht nur ihre mittlerweile berüchtigte Drohnenflotte auf, sondern auch eine ganz andere Art von verdeckter, weltumspannender Streitmacht - ihre eigene beträchtliche Flotte von Hackern. Die Hacking-Abteilung der Agentur befreite sie davon, ihre oft kontroversen Operationen der NSA (ihrem primären bürokratischen Rivalen) offenlegen zu müssen, um auf die Hacking-Kapazitäten der NSA zurückgreifen zu können.

Bis Ende 2016 hatte die Hacking-Abteilung der CIA, die offiziell unter das Center for Cyber ​​Intelligence (CCI) der Agentur fällt, über 5000 registrierte Benutzer und mehr als tausend Hacking-Systeme, Trojaner, Viren und andere "waffengeschützte" Malware produziert . Das Ausmaß der Verpflichtung der CIA ist so groß, dass ihre Hacker bis 2016 mehr Code verwendet haben als für Facebook. Die CIA hatte praktisch eine "eigene NSA" mit noch geringerer Rechenschaftspflicht und ohne öffentliche Beantwortung der Frage geschaffen, ob solch massive Haushaltsausgaben für die Verdoppelung der Kapazitäten einer Konkurrenzagentur gerechtfertigt sein könnten.

In einer Erklärung gegenüber WikiLeaks werden die Fragen zu den Quelldetails, von denen sie sagen, dass sie dringend öffentlich diskutiert werden müssen, einschließlich der Frage, ob die Hacking-Fähigkeiten der CIA ihre Mandatsbefugnisse überschreiten, und des Problems der öffentlichen Aufsicht über die Agentur. Die Quelle möchte eine öffentliche Debatte über die Sicherheit, Schaffung, Nutzung, Verbreitung und demokratische Kontrolle von Cyberwaffen einleiten.

Sobald eine einzelne Cyber-Waffe "lose" ist, kann sie sich innerhalb von Sekunden auf der ganzen Welt ausbreiten und von rivalisierenden Staaten, Cyber-Mafia und Hackern im Teenageralter gleichermaßen verwendet werden.

mehr:
- Tresor 7: CIA-Hacking-Tools enthüllt (Wikileaks, 07.03.2017)
siehe auch:
- xxx (Post, )
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Sonntag, 5. März 2017

Glücksfall Martin Schulz?

Stell Dir vor, es ist Bundestagswahl – und wir haben tatsächlich eine Wahl, sprich: die Chance einer Abwahl. Was wie eine demokratische Selbstverständlichkeit klingt, ist – Martin Schulz sei Dank – in dieser Republik endlich wieder möglich geworden. Nur zur Erinnerung: Bei den letzten beiden Urnengängen stand die Siegerin zu diesem frühen Zeitpunkt längst fest, waren die weithin überschätzten Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück quasi von Beginn an geschlagen.[1] Und bis vor kurzem ging es den Meisten mit Blick auf die SPD nur um die halb bange, halb zynische Frage, wer diesmal gegen die Kanzlerin verlieren muss – und wie hoch.
Doch mit dem Rückzug Sigmar Gabriels vom Posten des Parteivorsitzenden und seinem Verzicht auf die Kanzlerkandidatur hat sich die Lage in erstaunlicher Weise geändert. Die SPD ist als relevante Herausforderin der Union wieder zurück auf dem politischen Parkett. Selbst ein Sieg gegen die vor kurzem noch für unschlagbar gehaltene Kanzlerin erscheint nicht mehr unmöglich.
Wer auch immer am 24. September gewinnen wird, Martin Schulz entpuppt sich damit bereits heute als eine dreifache Chance, um nicht zu sagen als potentieller Glücksfall: erstens für unsere Demokratie, zweitens für die SPD (und damit die gesamte deutsche Linke), und drittens – pünktlich zu ihrem Schicksalsjahr – für die Europäische Union. Mit Schulz als SPD-Kanzlerkandidaten ist der funktionale Kern der Demokratie – die Option eines Wechsels an der Spitze – in das System zurückgekehrt. Das ist gleichzeitig ein wichtiger Schlag gegen die AfD, denn deren Erfolg basierte maßgeblich auf der Unfähigkeit der Linken zu einem echten Angriff auf Merkel – und damit zu einer Regierungsalternative unter Führung der SPD. Daher der vermessene, aber durchaus erfolgreiche Anspruch der AfD, die „Alternative für Deutschland“ zu sein.

mehr:
- Glücksfall Martin Schulz? (Albrecht von Lucke, Blätter für deutsche und internationale Politik, März 2017)

"Klartext"-Best Of von Martin Schulz (dbate) {6:29}

dbate
Veröffentlicht am 30.01.2017
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz ist ein Mann klarer Worte. Ob im EU-Parlament, in Talkshows oder in Einzel-Interviews: Schulz sagt, was er denkt. Er übt deutliche Kritik an der Politik von Recep Tayyip Erdogan, konfrontiert Silvio Berlusconi mit seiner schwierigen Doppelrolle als Politiker und Medienmogul oder schmeißt auch mal einen "Goldene Morgenröte"-Politiker aus dem EU-Parlament: hier ist unser Best Of der "Klartext-Momente" von Martin Schulz. Mehr Videos und News findest Du hier: http://dbate.de http://facebook.com/dbate.de http://twitter.com/dbateonline

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„Die Massen flüchten in die Fiktion“

Hannah Arendt veröffentlichte 1951 ihr Buch „Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft“. Heute liest es sich wie eine unheimliche Analyse des Aufstiegs von Donald Trump. Ein fiktives Gespräch über die Atomisierung der Gesellschaft, den Niedergang der Parteien und das Spiel mit der Wahrheit

Frau Arendt, wenn man Donald Trump agieren sieht, fragt man sich immer noch, wie er in einem aufgeklärten Land wie den USA Präsident werden konnte. Ohne die beiden gleichsetzen zu wollen, gibt es in Deutschland unzählige Bücher darüber, wie Hitler hier an die Macht gelangte. Sie haben einige davon geschrieben. Klären Sie uns auf!
Totalitäre Bewegungen sind überall da möglich, wo Massen existieren, die aus gleich welchen Gründen nach politischer Organisation verlangen. Massen werden nicht von gemeinsamen Interessen zusammengehalten, und ihnen fehlt jedes spezifische Klassenbewusstsein, das sich bestimmte, begrenzte und erreichbare Ziele setzt. Der Ausdruck „Masse“ ist überall da zutreffend, und nur da, wo wir es mit Gruppen zu tun haben, die sich, entweder weil sie zu zahlreich sind, oder weil sie zu gleichgültig für öffentliche Angelegenheiten sind, in keiner Organisation strukturieren lassen, die auf gemeinsamen Interessen an einer gemeinsam erfahrenen und verwalteten Welt beruht, also in keinen Parteien, keinen Interessenverbänden, keinen lokalen Selbstverwaltungen, keinen Gewerkschaften, keinen Berufsvereinen. Potenziell existieren sie in jedem Lande und zu jeder Zeit; sie bilden sogar meist die Mehrheit der Bevölkerung auch sehr zivilisierter Länder, nur dass sie eben in normalen Zeiten politisch neutral bleiben und sich damit begnügen, ihre Stimmen nicht abzugeben und den Parteien nicht beizutreten.

mehr:
- Lektionen von Hannah Arendt zu Trump: „Die Massen flüchten in die Fiktion“ (Constantin Weißmann, Cicero, 25.02.2017)

siehe auch:

- Philosoph Marcus: Kafka und der Drehtür-Effekt (Joachim Scholl im Gespräch mit dem Philosophen Marcus Steinweg, Deutschlandradio Kultur, 16.01.2017)
- Hans-Peter Dürr über Hannah Arendt (Post, 01.03.2013)
- Die Demokratiekonzeption von Hannah Arendt (Monika Roth, in: Sebastian Lamm, Monika Roth, Hrsg., Macht – Überlegungen zu Theorien der Macht, Mensch und Buch Verlag, Berlin, 2010, PDF)
- Hannah Arendt. Vertrauen in das Menschliche (Ausstellungsbroschüre, literaturHausBerlin, PDF)
- Heute vor 100 Jahren – 14.10.2006: Hannah Arendt wird in Linden geboren (Post, 14.10.2006)
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Die griechische Odyssee nimmt kein Ende

Was Angela Merkel mit IWF-Chefin Christine Lagarde über Griechenland besprochen hat, soll vertraulich bleiben. Klar aber ist: Die griechische Odyssee nimmt kein Ende. Es ist eine politische Illusionsschau auf Kosten der Steuerzahler

Illusionisten sind Zauberkünstler, die mit besonders großen Requisiten arbeiten. So gesehen sind in Brüssel, Athen, Frankfurt und den übrigen Euro-Hauptstädten die Meister-Illusionisten am Werk, wenn es um das Thema Griechenland geht. Nicht nur wird mit großen Requisiten gearbeitet (Rettungsschirme, Garantien, Reformversprechen), sondern es werden verschiedene Bühnen bespielt. Publikum: die Öffentlichkeit in den Geberländern, in Griechenland und den anderen Krisenländern des Euroraums. Die weltweiten Finanzmärkte sind weitere Adressaten der Vorstellung. Jeder Zielgruppe wird das passende Schauspiel geboten. Ziel ist, die Macht der Illusionisten zu erhalten – die Rechnung bezahlt das Publikum, also wir alle.

mehr:
- Schauspiel der Illusionisten (Daniel Stellten, Cicero, 23.02.2017)

Notaufnahme: Was zum Teufel wollen Sie denn hier?

Bei Fachärzten muss man oft ewig auf einen Termin warten. Notaufnahmen gelten auch deswegen als chronisch überlastet. Darf deshalb der, dem seit drei Wochen schwindelig ist, nicht kommen?

Stellen wir uns für einen Moment vor, wir wären Ärzte und würden in einer Notaufnahme arbeiten. Zum Beispiel in der im Universitätsklinikum Leipzig, an einem Mittwoch, es ist kurz vor 15 Uhr. Drinnen sind alle Pritschen belegt, Betten stehen im Flur. Draußen im Wartebereich sind noch Stühle frei. Der Herr mit der Platzwunde am Kopf (an der Betonmischmaschine gestoßen) wartet seit anderthalb Stunden. Die Frau mit trockenem Blut an der Hand (mit dem Fahrrad gestürzt) ist länger da und fragt jetzt am Aufnahmeschalter, ob sie vielleicht schon aufgerufen worden sei und es verpasst habe. Hat sie nicht.

Außerdem sind gekommen:

Herr B. Er ist 67 Jahre alt und ihm ist seit drei Wochen schwindelig. Gegen Mittag ist er in die Notaufnahme gelaufen und hat gesagt: „Ich kann kaum noch laufen.“

Frau D., 53, hat seit vier Tagen Bauchschmerzen und Angst, dass das von der Galle kommt.

Und: Frau H., die 82 Jahre alt ist, seit zwei Jahren bei keinem Arzt mehr war und die sich heute Morgen plötzlich „schwach auf den Beinen“ gefühlt hat.

Was würden wir tun? Um wen kümmern wir uns zuerst? Und bei wem denken wir, heimlich (und an noch stressigeren Tagen als heute vielleicht sogar laut): Was zum Teufel wollen Sie denn hier?

mehr:
- Patienten in der Notaufnahme: Was zum Teufel wollen Sie denn hier? (Denise Speichert, FAZ, 13.12.2016)

siehe auch:
- Wiesbadener Klinik: Chefärzte verlassen HSK im Streit (Ewald Hetrodt, FAZ, 15.02.2017)
- „Patienten in Gefahr“: Notaufnahme-Ärzte rügen neue Vorschriften (FAZ, 01.03.2017)

Leben vor vier Milliarden Jahren

Halb so breit wie ein menschliches Haar: Durch die Entdeckung neuer Mikrofossilien muss die Geschichte über Entstehung des Lebens womöglich neu geschrieben werden.
Die Geschichte von der Entstehung des Lebens auf der Erde muss womöglich neu geschrieben werden: Ein Forscherteam verkündete am Mittwoch im Fachblatt „Nature“ den Fund der bislang ältesten Mikrofossilien der Erde, die es als „direkten Beweis“ für Leben auf unserem Planeten vor bereits rund vier Milliarden Jahren wertet. Diese Entdeckung könnte auch die Theorien über mögliches Leben auf anderen Planeten verändern.

Die in Kanada entdeckten Mikrofossilien seien rund 300 Millionen Jahre älter als die bislang ältesten bekannten Fossilien, schrieb Dominic Papineau vom University College London in „Nature“. Das Alter der Funde datierten er und seine Kollegen von den Bodenforschungsinstituten der Vereinigten Staaten und Norwegens sowie von der University of Ottawa auf zwischen 3,77 und 4,29 Milliarden Jahre.

mehr:
- Fossilienfund deutet auf Leben vor vier Milliarden Jahren hin (FAZ online, 01.03.2017)

Donnerstag, 2. März 2017

Harry Belafonte wird neunzig

Wer ihn für einen harmlosen Sonnyboy hält, unterschätzt ihn: Zum neunzigsten Geburtstag des subversiven Sängers, Schauspielers und Entertainers Harry Belafonte, der trotz seines Ruhms nie den Star herauskehrte.
Das haben sich die Ausrichter des Konzertes „Für den Frieden der Welt“ damals – 1983 in Ost-Berlin – wohl ganz anders vorgestellt. Als Zugpferd für die Veranstaltung der FDJ gegen die „Aggression der Nato“ hatte man neben dem coolen Rocker Udo Lindenberg auch den amerikanischen Bürgerrechtsaktivisten und Sänger Harry Belafonte eingeladen. Der aber erteilte den Einäugigen beider politischer Lager schon bei der Pressekonferenz vor dem Konzert im Palast der Republik eine schallende Lektion. Einen Tag zuvor hatten amerikanische Truppen unter Hinweis auf prokubanische Entwicklungen die Karibikinsel Grenada besetzt. Frage eines westlichen Journalisten bei der Pressekonferenz: „Mister Belafonte, was sagen Sie zu dem Einmarsch Ihrer Landsleute in Grenada?“ Belafonte: „Ich verurteile die Präsenz der Amerikaner in vielen Teilen der Welt und ebenso die Besetzung Afghanistans durch die Sowjetunion.“ Den Mitgliedern der FDJ verschlug es die Sprache wie den Redakteuren vom „Neuen Deutschland“, die tags darauf in ihrem Blatt lieber über das kollektive Absingen von „We Shall Overcome“ berichteten, statt die Pressekonferenz zu erwähnen.

Man hätte es wissen können. Harry Belafontes Calypso war nie ohne Aufruf gegen Gewalt, welcher Provenienz auch immer, zu haben gewesen. Der strahlende Beau aus den schäbigen Mietskasernen von Harlem, Spross bitterarmer, illegaler Einwanderer aus Martinique und Jamaika, wo er selbst ein paar Jahre seiner Kindheit verbrachte, war nicht umsonst von Erwin Piscator an der New School for Social Research in New York zum Schauspieler ausgebildet worden. Das Bewusstsein für die Nöte der „People of Colour“ in der amerikanischen Gesellschaft hat ihn immer begleitet, und nur die Tauben unter den Blinden haben seine Lieder, die er mit seiner attraktiven, stets heiseren Stimme vortrug, als pure Happy-Go-Lucky-Folksongs missverstanden. Unter dem Echo des „Day-O Day-ay-ay-O“ des Banana-Boat-Songs wäre schon in den fünfziger Jahren – wenn man gewollt hätte – das Ächzen der schlecht bezahlten Hafenarbeiter herauszuhören gewesen. Aber Ahnungslosigkeit gab es auch schon bei Louis Armstrong, dessen stets gezücktes Schweißtuch man fälschlicherweise für eine weiße Fahne der Kapitulation des Jazzgiganten vor den Auswüchsen des niederen Entertainments hielt.

mehr:
- Harry Belafonte wird neunzig – Bürgerrecht auf Calypso (Wolfgang Sander, SPON, 01.03.2017)

Harry Belafonte - Island In The Sun {1:39}

kester1940
Hochgeladen am 13.01.2011
A TV performance from Harry Belafonte of the title song from his 1957 movie 'Island In The Sun'. It was one of several hit records the calypso singer enjoyed during the late 1950s, which included 'Banana Boat Song' and 'Mary's Boy Child'.


Harry Belafonte - Matilda (1966) Live {14:37}

SweetSickan
Veröffentlicht am 02.06.2012
En gränslös kväll på Operan This is from of a beneficiary concert for Martin Luther Kings civil rights movement in Stockholm, Sweden. The recording took place on the 31 march 1966 in the Opera House and was aired live on Swedish, Danish and Finnish television network.


Harry Belafonte - Banana Boat Song (live) 1997 {7:47}

BalticSeaChris
Veröffentlicht am 05.03.2012
A fantastic performance of the Banana Boat Song. This concert was recorded in 1997 (State University Of New York at Purchase). The audience is great! :-) Don't stop watching when the closing credits begin - Harry's performance goes on! Oct. 2012: Hi guys, now I've also uploaded the rest of the concert. :-) Hope you enjoy!!


"Welcome to the Fourth Reich": Legendary Actor Harry Belafonte on the Election of Donald Trump {4:07}

Democracy Now!
Veröffentlicht am 06.12.2016
http://democracynow.org - On Monday night, legendary musician, actor and activist Harry Belafonte addressed more than 2,000 people who had gathered to celebrate Democracy Now!'s 20th anniversary at New York City's historic Riverside Church—the same location where Rev. Martin Luther King Jr. came out against the Vietnam War in 1967. The son of Jamaican immigrants, Belafonte grew up on the streets of Harlem and Jamaica. In the 1950s, he spearheaded the calypso craze and became the first artist in recording history with a million-selling album. Along with his rise to worldwide stardom, Belafonte became deeply involved in the civil rights movement and was one of Dr. King’s closest confidants. Belafonte spoke about Donald Trump’s election. Democracy Now! is an independent global news hour that airs weekdays on nearly 1,400 TV and radio stations Monday through Friday. Watch our livestream 8-9AM ET: http://democracynow.org Please consider supporting independent media by making a donation to Democracy Now! today: http://democracynow.org/donate FOLLOW DEMOCRACY NOW! ONLINE: Facebook: http://facebook.com/democracynow Twitter: https://twitter.com/democracynow YouTube: http://youtube.com/democracynow SoundCloud: http://soundcloud.com/democracynow Daily Email: http://democracynow.org/subscribe Google+: https://plus.google.com/+DemocracyNow Instagram: http://instagram.com/democracynow Tumblr: http://democracynow.tumblr.com Pinterest: http://pinterest.com/democracynow iTunes: https://itunes.apple.com/podcast/demo... TuneIn: http://tunein.com/radio/Democracy-Now... Stitcher Radio: http://www.stitcher.com/podcast/democ...


Harry Belafonte wrecks the Establishment #Bernie2016 {15:50}

Tannhauser108
Veröffentlicht am 12.02.2016
September 22 2005, Congressional Black Caucus Town Hall Meeting on Poverty — Broadcaster: C-SPAN On hearing the news that Harry Belafonte has just endorsed Bernie Sanders for President of the United States I wanted to take this opportunity to share this superb speech he delivered in which he takes aim at the establishment inside the Democratic Party and elsewhere, right within earshot of Hillary Clinton and Barack Obama. Belafonte's endorsement of Sanders follows his speech.


Harry Belafonte Reflects on Life as a Singer, Actor and Activist {8:55}

PBS NewsHour
Hochgeladen am 14.11.2011
Harry Belafonte is not only a musical icon, but also a lifelong political and social activist. Gwen Ifill talks with Belafonte about his life as a singer, actor and civil rights activist.

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Mittwoch, 1. März 2017

Was tun ohne Sheriff?

Die Europäische Union ist für Jürgen Trittin das Antimodell zu Trump. Dazu gehört für den Grünen auch: lieber mehr Geld für Entwicklung ausgeben als für Verteidigung.
mehr:
- Jürgen Trittin: "Der globale Sheriff fällt weg – im Guten wie im Schlechten" (Carsten Luther im Interview mit Jürgen Trittin, ZON, 28.02.2017)

Geilster Funkspruch {2:15}

xTheBoZz
Veröffentlicht am 30.09.2013

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Dienstag, 28. Februar 2017

USA, Land der Apokalypse

Die biblischen Erzählungen von Endzeit und Gottesreich sind amerikanische Urmythen. Doch mit dem apokalyptischen Denken von Donald Trumps Beratern setzt sich ein neuer Geist durch.

Inaugurations-Reden sind üblicherweise Pathosopern, deren Hauptzweck darin besteht, die politischen Gegner zu umarmen, im Inland Optimismus zu verbreiten und im Rest der Welt guten Willen. Was also war bei Donald Trump los? "Rostige Fabriken stehen verstreut in der Landschaft ... wie Grabsteine", tönte er. "Verbrechen, Gangs und Drogen haben viel zu viele Leben gestohlen." "Der Reichtum der Mittelklasse wurde aus ihren Häusern gerissen." "American carnage", amerikanisches Blutbad, war der Begriff, mit dem er die Realität seines Landes zusammenfasste. Er hielt eine Rede, die wirkte wie dekoriert für Halloween. Seit dem Wahlkampf setzt Trump diese Gothic-Rhetorik fort: Die Zahl der Morde sei auf dem höchsten Stand seit 47 Jahren, sagte er kürzlich, obwohl sie 2014 auf dem niedrigsten Stand war. Ohne sein Einreiseverbot drohe unmittelbare Gefahr für das Land, meint er, obwohl kein Angehöriger der sieben Staaten in den USA je einen Terroranschlag begangen hat.

Doch das ist nur die eine Hälfte des Narrativs. Die andere, ebenfalls aus Trumps Rede vom 20. Januar, lautet: "Von diesem Tag an wird eine neue Vision unser Land führen." "Wir stehen an der Geburt eines neuen Millenniums, bereit, die Geheimnisse des Weltalls zu erschließen, die Erde vom Elend der Krankheiten zu befreien, die Energiequellen, Industrien und Technologien von morgen zu erschließen." Die Lage sei ernst, doch Amerika sei ja geschützt, durch Militär, Polizei und Gott. 

Vielleicht meinte Trump mit "Millennium" nur das dritte Jahrtausend. Viele seiner Anhänger werden etwas anderes verstanden haben: das 1000-jährige Reich Gottes nämlich, von dem in der Offenbarung des Johannes die Rede ist. Trump ist der am wenigsten religiöse Präsident der letzten Jahrzehnte. Aber wie kein anderer hat er seinen politischen Durchmarsch auf die Apokalypse-Vorstellung gegründet, den biblischen Mythos, der zum amerikanischen Nationalmythos geworden ist.
mehr:
- Politik – USA, Land der Apokalypse (Jörg Häntzschel, SZ, 12.02.2017)

mein Kommentar:
Wie seit lassen die Amis Trump kommen, bevor sie das Impeachment starten?

Billigarbeiter: Hessen beschäftigt Doktoranden - für knapp drei Euro pro Stunde

Sie haben eine Top-Ausbildung, arbeiten mehr als Vollzeit und sind trotzdem arm: Doktoranden in Deutschland werden oft dreist ausgenutzt. Ein britischer Professor will nun sogar spenden.
Eigentlich würde Klara, 30, gern in eine eigene Wohnung ziehen. Das ist finanziell aber nicht drin. Denn Klara schreibt gerade an ihrer Doktorarbeit.

Als sie mit ihrer Promotion anfing, arbeitete Klara als wissenschaftliche Hilfskraft an einer norddeutschen Universität. Ihr monatliches Gehalt mit zwei Uniabschlüssen damals: etwas mehr als 450 Euro. Eigentlich sollte sie dafür nur knapp neun Stunden in der Woche an der Uni arbeiten, so stand es in ihrem Vertrag. Tatsächlich waren es 60 Stunden. "Da die Arbeit auch für meine Promotion war, fand ich das in Ordnung", sagt Klara rückblickend.

Ein zweiter Job kam aber nicht infrage, und die 450 Euro reichten gerade so für die Krankenversicherung und ihr WG-Zimmer. Leben musste Klara daher teilweise von Erspartem. "Ich gehe nicht viel essen oder shoppen. Mein Auto habe ich inzwischen auch nicht mehr", erzählt die angehende Doktorin.

mehr:
- Billigarbeiter: Hessen beschäftigt Doktoranden - für knapp drei Euro pro Stunde (Julia Köppe, SPON, 21.02.2017)

siehe auch:
- Die Neoliberalisierung der Universität (Post, 24.08.2016)

Leitkultur: Fußgänger vor der roten Ampel

Wissenschaftler haben untersucht, wie Menschen in Japan und Frankreich die Straße überqueren, und kamen zu überraschenden Unterschieden
Seit dem Ende des alten Kalten Krieges geistert der Kampf der Kulturen durch den öffentlichen Diskurs. Verstärkt wurde er durch die Flüchtlinge aus islamischen Länder, kulminierend 2015, aber schon länger grundiert durch nationalistische und fremdenfeindliche Strömungen und Parteien, die ein Volk mit seiner Kultur gegenüber zu vielen Neuankommenden mit einer fremden Kultur, deren Kampf schon einmal die Geschichte prägte, zu verteidigen und zu bewahren suchen. Dabei werden Verbote, Mauern, Massenabschiebungen und Rückzug von der Globalisierung zu Forderungen, die die Veränderung aufhalten sollen. Der Wahlsieg von Donald Trump mit "America First" hat diese Bewegung erstmals, sieht man von Entwicklungen etwa in der Türkei, Polen oder Ungarn ab, nach oben gespielt und an die Schalthebel der Macht gebracht.

Im Hintergrund wird dann überlegt, was deutsch sein heißen soll oder was eigentlich die berühmt-berüchtigte "Leitkultur" ist, die einem Volk, einer kulturellen Gemeinschaft, irgendwie also einer von anderen abzugrenzenden Population, in der der Regel projiziert auf ein begrenztes Territorium, zu eigen sein soll. Gerne wird dabei auf die Sprache verwiesen, aber auch auf die Geschichte, in Deutschland wahlweise des Abendlands, des Christentums, manchmal mit dem Judentum, aber ohne den Islam, die Aufklärung usw.

mehr:
- Leitkultur: Fußgänger vor der roten Ampel (Florian Rötzer, Telepolis, 22.02.2017)
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Terrorismus: die Henne und das Ei

Eine Million britische Pfund soll Ronald Fiddler erhalten haben - dafür, dass er unschuldig in Guantanamo einsaß. In Großbritannien galt er als Opfer. Für den IS ist er nun zum Täter geworden.
Mit einem umgebauten SUV fährt Abu-Zakariya al-Britani, so sein Kampfname, am Montag vor einen Stützpunkt der irakischen Armee im Südwesten Mossuls. Das Fahrzeug ist mit Stahlplatten an der Front gepanzert, damit der Fahrer trotz gegnerischen Beschusses möglichst nah an sein Ziel kommt. Dann löst al-Harith aus und der Sprengstoff in dem Wagen zündet. Er ist Teil einer Kamikaze-Angriffswelle der Terrormiliz IS in Tel Kaysum, die am Ende zwei irakische Panzer zerstört.

Wenig später verbreiten die Propaganda-Sprachrohre des IS den Namen des Attentäters. Denn er war nicht irgendein Terrorist.

Eine Ledercouch, ein Kamin, Einbauküche, gepflegter Rasen, Wintergarten – ein typisches Mittelklasse-Haus im britischen Manchester. Die Boulevardzeitung "The Sun" hat Bilder des Hauses veröffentlicht, in dem mal ein Mann wohnte, der Ronald Fiddler hieß. Der Sohn jamaikanischer Einwanderer ging in Manchester zur Schule und machte eine Ausbildung zum Webdesigner. Rund 220.000 britische Pfund soll das Haus gekostet haben. Geld, das Fiddler hatte. Denn der Staat machte ihn reich.

Wie der britische "Guardian" berichtet, konvertierte Fiddler Mitte der 1990er Jahre zum Islam und benannte sich um in Jamal Udeen Al-Harith. 2001 unternimmt er eine Rucksackreise nach Pakistan. Als die US-Armee in das Land einfiel, versuchte er sich per Anhalter mit einem LKW in den Iran abzusetzen. Der Wagen wurde von Taliban gestoppt und Fiddler kam wegen des britischen Passes in den Verdacht, ein ausländischer Spion zu sein. Er wurde verhaftet und in ein Gefängnis der Taliban gebracht.

mehr:
- Aus Ronald wurde Abu-Zakariya – Vom Guantanamo-Häftling zum IS-Attentäter (Benjamin Konietzka, n-tv, 22.02.2017)

Gitmo Prisoner Released - Given $1.2 Million Dollars - Seven Years Later Goes On Suicide Mission [4:03]

Cool Video Bro
Veröffentlicht am 22.02.2017
Gitmo Prisoner Released - Given $1.2 Million Dollars - Lives Like a King for Seven Years - Then Blows Up Coalition Forces in a Suicide Bombing Mission The Muslim convert changed his name from Ronald Fiddler to Jamal Udeen al-Harith in 1994, before fighting for ISIS under the new name Abu Zakariya al-Britani


Bertelsmann: Juristen und NRW-Lokalpresse nehmen Piraten-Kritik auf

"Gefahr, dass Einzelinteressen über das Gemeinwohl siegen" - Juristen kritisieren Zusammenarbeit der Landesregierung mit Bertelsmann

Im Dezember debattierte das NRW-Parlament eine Große Anfrage der Piraten-Fraktion zu Lobbyismus von Bertelsmann-Konzern und -Stiftung: Die Landeshauptstadt Düsseldorf wurde Schauplatz der mit 55 Minuten hierzulande vermutlich bislang längsten parlamentarischen Redeschlacht über den Einfluss eines Lobbyisten. Telepolis berichtete darüber: Lobbyismus: König Bertelsmann.

Kritikpunkt war, dass die Bertelsmann-Tochter Arvato, das ServiceCenter der Landesregierung "technisch betreut" und dabei tief in hoheitliche Aufgaben hinein tätig zu sein scheint: Sie verwaltet den Kontakt zum Bürger. Die Piraten sahen dies in der Debatte als bürgerferne Politik des Abwimmelns.

mehr:
- Bertelsmann: Juristen und NRW-Lokalpresse nehmen Piraten-Kritik auf (Thomas Barth, Telepolis, 23.02.2017)

zu Bertelsmann:
- Bertelsmann SE (LobbyPedia, abgerufen am 30.03.2017)
- Bertelsmann - Der Konzern und die Familie (Bertelsmannkritik.de, abgerufen am 30.03.2017)

Bertelsmann in den NachDenkSeiten:
- „Herrschaft durch Meinungsmache? – Einfluss und Interesse des Bertelsmann-Konzerns an der Ökonomisierung des Bildungssystems.“ (21.11.2012)
- Die Rolle der Bertelsmann Stiftung beim Abbau des Sozialstaates und der Demokratie oder: Wenn ein Konzern Politik stiftet – zum gemeinen Nutzen? (15.04.2010)
- Die Bertelsmann Stiftung und ihre Verflechtungen (27.02.2007)

siehe auch:
- Thomas Middelhoff, Sozialarbeiter (Post, 03.05.2016)
- Elektronische Gesundheitskarte, digitale Transformation und unsere Zukunft in der Obhut von Bertelsmann (Post, 06.04.2016)
- Die NachDenkSeiten geben dem Bertelsmann-Konzern die Schuld für Hasskommentare auf KenFM und anderen Facebook-Seiten (QuerfrontSeiten, 19.01.2016)
- Wie Bertelsmann die Kontrollaufgaben auf zwei Aufsichtsgremien verteilt (Jens J. Meyer, MediaTribune, 12.04.2013)
- Bertelsmann-Stiftung und Privatisierung (Archiv Labour.net Germany, aktualisiert am 18.12.2012, abgerufen am 30.03.2017)
- Arvato verlässt Würzburg (Börsenblatt, 20.02.2011)
- Die Rolle der Bertelsmann Stiftung beim Abbau des Sozialstaates und der Demokratie oder: Wenn ein Konzern Politik stiftet – zum gemeinen Nutzen? (NachdenkSeiten, 15.04.2010)

SWR2- Die Bertelsmann Stiftung in der Kritik- mit Albrecht Müller (www.NachDenkSeiten.de)(2006) 1/5 {9:46}

NachDenkZeit
Hochgeladen am 17.08.2010
SWR2- Die Bertelsmann Stiftung in der Kritik- mit Albrecht Müller (www.NachDenkSeiten.de) (2006) Schattenkabinett aus Gütersloh - Die Bertelsmann Stiftung in der Kritik, Moderation: Jürgen Heilig, Gesprächsteilnehmer: Albrecht Müller - Politikberater und Publizist ("Die Reformlüge"), Prof. Ulrich van Suntum - Wirtschaftswissenschaftler, Universität Münster, Harald Schumann - Journalist, "Berliner Tagesspiegel" Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=w35uKF... Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=akIdgX... Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=uInhnK... Teil 4: http://www.youtube.com/watch?v=1TQ0GG... Teil 5: http://www.youtube.com/watch?v=TbqbkT... Playlist: http://xlurl.de/Rj3Rxy _____________________________________________ Eine Sammlung von Angeboten zu der Internet Website www.NachDenkSeiten.de Darunter fallen zahlreiche Interviews mit Albrecht Müller und Wolfgang Lieb, sowie Beiträge die auch in den Hinweisen des Tages aufgeführt wurden. Wir bitten um Verbreitung. Danke. Playlist: http://www.youtube.com/view_play_list...


- Monopolisierung des Wissens? (Post, 20.10.2009)
- Haifische am Pokertisch (Post, 14.06.2009)
- Drahtzieher hinter den Kulissen – der Einfluss des Bertelsmann-Konzerns auf die Hochschulen (Post, 31.10.2008)
- Auf dem Weg in die Schmalspur-Gesellschaft (Post, 28.06.2008)
- Bertelsmann, Nachtrag (Post, 21.05.2008)
- Bertelsmann in Aktion (Post, 29.02.2008)
- Bertelsmann macht Staat (Post, 30.04.2007)
aktualisiert am 30.03.2017

Montag, 27. Februar 2017

Legendäre Hippiekommune: Farm im Vollrausch

Während in Vietnam US-Soldaten starben, bauten sie in Kalifornien am Paradies - die Hippies der Olompali-Ranch. Noelle Barton war 1967 eines der Gründungsmitglieder der kalifornischen Kommune. Auf einestages schildert sie deren Alltag: Perlen fädeln, tanzen, Sex.

Es war Mitte der sechziger Jahre, und die Welt geriet immer mehr aus den Fugen. Der Vietnam-Krieg war im vollen Gange, immer mehr Leute wurden eingezogen. Dazu wollten wir eine Gegenwelt schaffen, eine Oase. Wir, das waren meine Mum (Sandra Barton), Don (McCoy, der offizielle Gründer und Geldgeber der Kommune), Sheela (Don's spätere Frau) und natürlich wir, die Kinder. Olompali war die perfekte Oase. Die Ranch hatte einen riesigen Swimmingpool und 280 Hektar Land, auf dem wir Pferde halten und uns vollkommen frei bewegen konnten. Außerdem hatten vor uns Grateful Dead auf der Ranch gewohnt. Meine Mum, Sheela und Don waren hellauf begeistert und beschlossen sofort, dort zusammenzuziehen.

Geld für so ein Projekt war genug da. Don hatte als Unternehmer gearbeitet und zudem noch geerbt, er war reich, deswegen zahlte er die Miete. Anfangs waren wir lediglich 12 bis 15 Leute auf Olompali, nur der engste Freundeskreis. Dann kamen die Freunde der Freunde, und so wurden wir immer mehr. Aber das war gar kein Problem, Platz gab es genug.

Was dann passierte, nenne ich immer "Aufstieg und Fall einer utopischen Familie". Ich sehe mich selber als unsere Chronistin, schreibe alles auf und verwahre alles, halte alle zusammen. Man muss die Wahrheit über unser Leben in Olompali erzählen, sonst brennt die Phantasie mit den Leuten durch. Die ersten neun oder zehn Monate waren phantastisch, aber dann begann der Abstieg der Utopie.

mehr:
- Legendäre Hippiekommune – Farm im Vollrausch (Aufgezeichnet von Angelika Franz, SPON, 12.02.2017)

Grateful Dead and jefferson airplane and the chosen family [5:34]

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Hochgeladen am 17.05.2011
They called it the "Chosen Family," a group of families that lived together, in a mansion built in 1911, on a 760-acre ranch about 40 miles north of San Francisco. Rock musicians flocked to Rancho Olompali, which since has become a state park, for a little R&R and jamming. The Grateful Dead even lived there briefly in 1966. Members of Big Brother and the Holding Company, Jefferson Airplane and Quicksilver Messenger Service would show up to play and party.

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Arbeitszeitbetrug in Neapel: Ein Kollege, zwanzig Stechkarten

Lieber Tennis statt Arbeit: Knapp hundert Mitarbeiter einer Klinik in Neapel haben jahrelang ihren Dienst geschwänzt. Dank versteckter Kameras kam ihnen die italienische Polizei jetzt auf die Spur. 

Immerhin, ein paar Mitarbeiter kamen tatsächlich zur Arbeit - und zogen dann 94 Stechkarten von Kollegen durch, die zu Hause geblieben waren. In zweijährigen Ermittlungen und mithilfe von versteckten Kameras kam die italienische Polizei doch noch auf die Spur. 

Die meldete am Freitag ihren Erfolg: Jahrelang haben rund 100 Angestellte der Klinik Loreto Mare ein ausgeklügeltes System betrieben, um regelmäßig blauzumachen.
mehr:
- Arbeitszeitbetrug in Neapel: Ein Kollege, zwanzig Stechkarten (SPON, 24.02.2017)

Freitag, 24. Februar 2017

Die Nöte der Lehrer: Nieten oder Helden des Alltags?

Erfahrungen aus der Schweiz, die auch deutschen Lehrern nicht ganz unbekannt sein dürften.

Es geschah während einer Stadtführung in La Chaux de Fonds. Die Führerin mühte sich redlich ab, den Anwesenden die phänomenale Städtestruktur der Uhrenmetropole im Jura zu erklären. Etwa die Hälfte der 20 SchülerInnen hörte interessiert zu oder tat wenigstens so, andere liessen ihre Augen auf die vielen Uhren schweifen, die ihnen anzeigten, dass die Führung noch über eine halbe Stunde dauern sollte. Zwei Mädchen hörten nicht zu, sie redeten miteinander, zwei andere lachten laut, weil sie bemerkten, dass einer ihrer Kollegen plötzlich nicht mehr anwesend war.

Eine von Ihnen griff zum Hörer, um den Vermissten aufzuspüren. Lautes „Aha“, Wegerklärungen, saloppe Sprüche und ein Gekichere waren die Folge. Die Städteführerin musste dies bemerken, fuhr aber tapfer weiter. Der Klassenlehrer blickte zurück, verzog aber keine Miene. Am Schluss sollten die vier Mädchen nach einem freien Ausgang sagen, dass es eine doofe Stadt gewesen sei. Man habe einen Coiffeursalon gesucht, nicht einmal das gäbe es an diesem komischen Ort. Und eine meinte, Stadtführungen interessierten sie eh nicht.

Man könnte dieses Ereignis abbuchen unter dem beliebten Thema der ach so unmotivierten heutigen Schülergeneration. Die Krux ist allerdings, dass es sich bei dieser Gruppe nicht um eine Oberstufenklasse mit einem peinlich berührten Klassenlehrer handelte, sondern um einen Kollegiumsausflug. Die vier SchülerInnen waren allesamt Lehrkräfte, darunter eine Geschichtslehrerin, der Klassenlehrer war der Schulleiter.

mehr:
- Die Nöte der Lehrer: Nieten oder Helden des Alltags? (Alain Pichard, Achgut.com, 24.02.2017)
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Donnerstag, 23. Februar 2017

Millionäre : Wie Deutschlands Superreiche ticken

Über die Hochvermögenden in Deutschland ist so gut wie nichts bekannt. Eine neue Studie zeigt, was hinter dem Erfolg der Superreichen steckt.

Über Armut in Deutschland ist recht viel bekannt, wird viel veröffentlicht. Über die Welt der Millionäre und Milliardäre existieren hingegen nur Annahmen. Mutmaßungen. Es gibt kaum wissenschaftliche Studien, und seit die Vermögenssteuer 1997 ausgesetzt worden ist, haben Ökonomen nicht einmal eine Datenbasis. "Gerade dieser Personenkreis ist aber von besonderer Bedeutung, weil er einen beträchtlichen Teil des Gesamtvermögens besitzt", sagt Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.

Im letzten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung sollte deswegen zum ersten Mal die Situation von Vermögenden untersucht werden. Weil Wolfgang Lauterbach von der Universität Potsdam als führender Reichtumsforscher in Deutschland gilt, befragte er mit Grabka 130 Frauen und Männer mit einem frei verfügbaren Geldvermögen von mindestens einer Million Euro. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Befragten überwiegend Männer (75 Prozent), mindestens 50 Jahre alt (75 Prozent), verheiratet (61 Prozent) und hoch gebildet (57 Prozent) sind. Zwei Drittel gaben an, dass sie durch eine Erbschaft oder Schenkung reich geworden sind. Für 60 Prozent war es entscheidend, dass sie sich als Unternehmer selbstständig gemacht haben. Diesen Grund nannten deutlich mehr Männer (67 Prozent) als Frauen (39 Prozent). Gleichzeitig war für 21 Prozent der Frauen die Heirat der Hauptgrund; von den Männern nur bei drei Prozent.

mehr:
- Millionäre: Wie Deutschlands Superreiche ticken (Marie Rövekamp, ZON, 19,02,2017)

siehe auch:

- "Das Jahreseinkommen ist für diese Menschen eine ziemlich unwichtige Größe" (Marcus Klöckner, Telepolis, 26.02.2017)
- "Für mich ist 'neoliberal' ein Ehrentitel" (Marcus Klöckner, Telepolis, 03.03.2017)

KenFM im Gespräch mit Hans Jürgen Krysmanski - Elite 0,01% {1:55:13}

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Veröffentlicht am 14.06.2014
Anders als in den Vereinigten Staaten ist das Thema Elitenforschung in Deutschland noch weitgehend im Winterschlaf. Alle Pyramidengesellschaften wurden und werden von der Spitze her regiert. Alle. Ihnen liegt eine Struktur zugrunde, die an das Militär erinnert. Wer die Massen erreichen und beherschen will, kann dies nur über die jeweiligen Eliten bewerkstelligen. Die Geschichte kennt die politischen Eliten, die ist mit den Eliten der Kirche vertraut. Hinzu kamen später die Intellektuellen Eliten, im 20. Jahrhundert die Eliten der Wissenschaft und des Sports. Das 21. Jahrhundert hat eine völlig neue Form der Elite hervorgebracht. Die Geldelite. Es handelt sich hier um ein Machtzentrum, das weitgehend unsichtbar agiert, dafür aber global die Strippen zieht. Wenige Tausend Superreiche weltweit verfügen über ein permanentes Barvermögen von 500 Mio. Dollar cash - minimum. Einige Hundert unter ihnen Besitzen Milliarden im dreistelligen Bereich. Für diese Menschen haben Gesetze oder nationale Grenzen keine Bedeutung mehr. Sie stehen über dem Gesetz. Nicht selten stellen sie den Gesetzgeber. Die Geldeliten beherrschen die öffentliche Meinung und die internationalen Geldflüsse. Sie besitzen maximale Medienmacht und beherrschen den Finanzsektor. Alles was wir über diese Eliten Erfahren, geschieht im Zuge eigener Inszenierung.


Krysmanski-Interview hinzugefügt am 26.03.2017