Mittwoch, 26. April 2017

Moral als Speerspitze des Imperialismus oder Was nicht ins Narrativ paßt, wird durch Etikettierung »weggemacht«

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Heute vor 80 Jahren – 26. April 1937: Die deutsche Legion Condor bombardiert Guernica

Generalprobe für den Luftkrieg 

Im Spanischen Bürgerkrieg (1936-39) erhielt General Francisco Franco massive Unterstützung durch die faschistischen Mächte Italien und Deutschland. Hitler und Göring sahen den Krieg auch als Möglichkeit, die gerade aufgerüstete deutsche Luftwaffe zu testen, und schickten die Legion Condor. Diese bombardierte Ende März 1937 die Kleinstadt Durango; der Luftschlag forderte mehr als 330 Tote. 

Nachdem ein Aufklärungsflugzeug Menschen auf dem Marktplatz als »Partisanenbataillone« ausgemacht hatte, starteten am Nachmittag des 26. April 1937 von Vitoria und Burgos aus mehrere Bomberstaffeln der Legion Condor und warfen auf die baskische Stadt Guernica (baskisch: Gernika) in drei Wellen 22-40 Tonnen Spreng-, Splitter- und Brandbomben. Anschließend schossen die Bord-MGs auf die flüchtenden Menschen. Etwa 300 Menschen wurden getötet (früher ging man von über 1600 aus) und 80% der Gebäude zerstört. Kurz darauf eroberten Francos Truppen die bis dahin republikanische Stadt. Die Schrecken des Angriffs wurden durch das großformatige Ölbild »Guernica«, das Pablo Picasso für den spanischen Pavillon der Pariser Weltausstellung im gleichen Jahr malte, weltweit bekannt. 

Was am 26. April noch geschah: 

1925: Paul von Hindenburg wird zum zweiten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt
[Harenberg – Abenteuer Geschichte 2017]

Internationale Brigaden deutsch {43:39}
Veröffentlicht am 20.06.2012
Ein unterhaltsamer und interessanter Film über eine oftmals längst vergessene Zeit, in der Menschen alles aufgaben um für ihr Ideal einer gerechteren Gesellschaft einzustehen. Diese Doku berichtet über die Internationalen Brigaden.
Zehntausende Antifaschisten meldeten sich 1936 freiwillig, um die demokratische Republik in Spanien gegen den Putsch der Faschisten zu schützen. Allein gelassen vom Rest der Welt kämpften diese Freiwilligen zusammen mit der spanischen Bevölkerung für etwas was den meisten heute als selbstverständlich gilt. Freiheit, Gleichheit und eine Gesellschaft der Solidarität.

Volksfronten - 1936 Spanien Bürgerkrieg Anarchisten Kommunisten {10:39}

Hochgeladen am 11.11.2009

Dienstag, 25. April 2017

Vor 1340 Jahren – 677: Erste Anwendung des Griechischen Feuers

Flammenwerfer des Mittelalters 

Das Griechische Feuer war die Brand- und Fernwaffe der Byzantiner, die vor allem im Kampf zur See verheerend wirkte (»Seefeuer«). Als Erfinder wird der aus Baalbek (heute Libanon) stammende Architekt Kallinikos genannt. Die um 670 entwickelte, hoch brennbare Flüssigkeit wurde nach Art des Flammenwerfers mit Spritzrohren (Siphons) am Bug des Schiffes auf die gegnerischen Schiffe gespritzt oder in angezündeten Töpfen hinübergeschleudert. Die Siphons waren Druckpumpen aus Bronze mit einer Düse, die von unten befeuert wurden. Ab dem 9. Jahrhundert kamen auch Handsiphons für den Nahkampf (Strepton) hinzu. 
Die Verbrennung eines feindlichen Schiffes durch das Griechische Feuer,
Buchmalerei, 12. Jahrhundert
Die verwendeten Brandmittel entwickelten die Byzantiner stetig weiter. Sie bestanden aus Erdöl oder Asphalt, die mit Baumharz, Schwefel und gebranntem Kalk, später auch Salpeter, gemischt wurden. 

Erstmals zum Einsatz kam das Griechische Feuer wahrscheinlich während der arabischen Belagerung Konstantinopels (674-678) im Jahr 677 in der Seeschlacht von Kyzikos. Das neue Kampfmittel beendete nicht nur die Belagerung, sondern verschaffte Byzanz auch für Jahrhunderte die Vorherrschaft zur See. Der letzte Einsatz ist für 1187 belegt. Das von Byzanz streng gehütete Geheimwissen ging vermutlich 1204 bei der Plünderung Konstantinopels durch westliche Kreuzfahrer verloren. 

[Harenberg - Abenteuer Geschichte 2017] 

Montag, 24. April 2017

Die antirussische Sprache des westlichen Medien-Mainstreams

Die Spannungen zwischen der Nato und Russland haben die Zahl der Alarmstarts von Kampfjets drastisch ansteigen lassen. Im vergangenen Jahr wurde ein neuer Rekord in der Ära nach dem Kalten Krieg registriert. 

Kampfflugzeuge der Nato haben 2016 so viele Alarmstarts absolviert wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Von europäischen Militärbasen aus seien im vergangenen Jahr rund 780 Einsätze zur Identifizierung und Überwachung russischer Flugzeuge geflogen worden, sagte ein Sprecher des zuständigen Bündnisstützpunktes in Ramstein der Deutschen Presse-Agentur. 2015 waren es mit 410 Einsätzen nur etwa halb so viele gewesen. 

Bei sogenannten Alarmstarts müssen die Piloten mit ihren Jagdflugzeugen innerhalb von wenigen Minuten in der Luft sein, um zum Beispiel durch Sichtkontakt festzustellen, ob von einem verdächtigen Luftfahrzeug eine Gefahr ausgeht. Notfalls könnte dieses dann mit Gewalt aufgehalten werden. 

Alarmstarts, die nichts mit russischen Flugzeugen zu tun haben, sind in Europa vergleichsweise selten. Von den insgesamt 870 Einsätzen im Vorjahr wurden lediglich rund 90 wegen Militärflugzeugen anderer Staaten oder nicht sofort identifizierbarer Passagier- oder Frachtmaschinen geflogen.
mehr:
- Konflikt mit Russland – Nato fliegt Rekordzahl an Kampfjet-Einsätzen (SPON, 22.04.2017)

siehe auch:
- Sprache, Narrative und Empfindlichkeiten im Konflikt mit Russland (Post, 24.04.2017)
Deutsche glauben den Medien nicht (Post, 26.12.2014) mit langer Link-Liste!

Sprache, Narrative und Empfindlichkeiten im Konflikt mit Russland


Ein Narrativ ist eine sinnstiftende Erzählung, die Einfluss hat auf die Art, wie die Umwelt wahrgenommen wird. Es transportiert Werte und Emotionen,[1] ist in der Regel auf einen Kulturkreis bezogen und unterliegt dem zeitlichen Wandel. In diesem Sinne sind Narrative keine beliebigen Geschichten, sondern etablierte Erzählungen, die mit einer Legitimität versehen sind.[2][3]
Bekannte Beispiele sind der Mythos vom Tellerwäscher zum Millionär[4] und der Aufruf zum Wettlauf zum Mond, der in den USA starke Kräfte gebündelt und die Nation hinter einer Idee versammelt hat. Bestimmendes Element hinter einem Narrativ ist weniger der Wahrheitsgehalt,[5][4]sondern ein gemeinsam geteiltes Bild mit starker Strahlkraft.[6]
Weit verbreitet ist die Meinung, dass Narrative gefunden und nicht erfunden werden.[7] Konsens ist, dass Narrative Orientierung geben und Zuversicht vermitteln.[4]
Mit dem verstärkten Interesse an den Neurowissenschaften und der Rolle von Emotionen und des Unterbewussten in Entscheidungsprozessen ist auch die Bedeutung von Narrativen in der öffentlichen Diskussion gewachsen.[8][9]  [Narrativ, Wikipedia, abgerufen am 24.04.2017]
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Bedeutende Teile des politischen Establishments in Amerika bereiten aktiv einen Krieg gegen Russland vor. Das ist die einzig plausible Erklärung für die Wortwahl, die führende Republikaner und Demokraten seit Wochen in Bezug auf Russland und seinen Präsidenten Putin verwenden.
„Ist Wladimir Putin ein Kriegsverbrecher?“, fragte etwa der republikanische Senator Marco Rubio (Florida) Trumps designierten Außenminister Rex Tillerson während einer Anhörung am 11. Januar. „Sind Wladimir Putin und seine Gefolgsleute Ihrer Ansicht nach verantwortlich für den Befehl zur Ermordung zahlloser Dissidenten, Journalisten und politischer Gegner?“

In seiner Antwort bezeichnete Tillerson Russland zwar als bedeutende Bedrohung der US-amerikanischen Interessen, übernahm aber nicht Rubios Wortwahl. Empört gab Senatorin Jeanne Shaheen von den Demokraten daraufhin zu bedenken, dass Tillerson „nicht bereit ist, Senator Rubios Charakterisierung von Wladimir Putin als Kriegsverbrecher zuzustimmen“.

Dieses Muster wiederholte sich während der Nominierungsanhörung des designierten Verteidigungsministers, General James Mattis, vor dem Senat am 12. Januar. Der republikanische Senator John McCain, der Putin im Dezember als „Schurken und Mörder“ und das angebliche Ausspionieren von E-Mails der Demokraten als „Kriegsakt“ bezeichnet hatte, kündigte an, dass die USA „in absehbarer Zukunft in einen globalen Konflikt eintreten werden ... Wir haben handfeste [d. h. militärische] Machtmittel, wir werden damit drohen, sie zu diplomatischen Zwecken nutzen und zuweilen auch einsetzen.“

mehr:
- Sprache des Kriegs gegen Russland in Washington (Joseph Kishore, World Socialist Website, 16.01.2017)

siehe auch:
Die indoktrinierte Elite (Maren Müller, Ständige Publikumskonferenz, 02.04.2017)
besonders lesenswert:
- Ein Pawlow-Rundfunkrat: ARD-Kritiker als Geisteskranke bezeichnet (Ulli Gellermann, Rationalgalerie, Zitat:)
Sie machen sich zum Fürsprecher von Kriegstreibern und Massenmördern […] Vermutlich hätten Sie auch Journalisten verleumdet, die kritisch über die Reichspogromnacht oder die Morde in Srebrenica berichtet haben. […] Und erwägen Sie auch therapeutische Hilfe.  [Gerhard Bronner, Mitglied im SWR-Rundfunkrat, in einer Antwort-Mail an Volker Bräutigam auf dessen Programmbeschwerde]
- Programmbeschwerde: Die Manipulation wird fortgesetzt: Nichts über die Ukraine (Volker Bräutigam, 0815-Info, 30.03.2017)
- Eine Beschwerde feiert demnächst Jahrestag (Maren Müller, Ständige Publikumskonferenz, 01.10.2015)
   - Publizist Volker Bräutigam erhebt beim Rundfunkrat Beschwerde (Post, 06.11.2014, mit Putins Erläuterung der russischen Flugbewegungen)

mehr zu Volker Bräutigam:
   Programmbeschwerde: ARD Tagesschau lügt erneut zu Syrien und erhält Nachhilfeunterricht (Friedrich Klinkhammer, Volker Bräutigam, StatusQuoNews, 09.02.2016)
Fiese Finten der ARD (II) (Volker Bräutigam, Ossietzky, 2/2015) auch zu finden bei
Die nicht demokratisch gewählten „Volksvertreter“ im NDR-Rundfunkrat: Fiese Finten der ARD (Volker Bräutigam, Neue Rheinische Zeitung, 18.01.2015)

Publizist Volker Bräutigam erhebt beim Rundfunkrat Beschwerde (Post, 06.11.2014) 

siehe auch:
- Ukraine 7 – Der Sprachen- bzw. der ethnische Konflikt als Teil des Ukraine-Konfliktes (Post, 03.05.2014)
aktualisiert am 05.05.2017

Mittwoch, 12. April 2017

Birgit Dressel nahm der BRD die Unschuld

In den Jahren vor ihrem Tod 1987 nimmt die Siebenkämpferin Birgit Dressel rund 100 verschiedene Medikamente und Substanzen zu sich, darunter Anabolika. Aufgeklärt ist der Fall aber auch 30 Jahre später nicht - weil die Beteiligten noch immer schweigen.

Am 10. April 1987 verlor der bundesdeutsche Sport seine Unschuld. Eine Unschuld, mit der es schon damals nicht allzu weit her war. An jenem Freitag starb die Siebenkämpferin Birgit Dressel kurz vor ihrem 27. Geburtstag nach tagelangem Martyrium an Multiorganversagen. Ihr Tod ist bis heute nicht restlos aufgeklärt. Die Beteiligten schweigen, der Fall Dressel bleibt Trauma wie Schandfleck.

"Der Tod von Birgit Dressel vor 30 Jahren bleibt bis heute eine der größten Tragödien des deutschen Sports", sagte Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). "Sie ist ein Opfer medizinischer Praktiken geworden, die unverantwortlich waren", meinte Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Und Dopingexperte Fritz Sörgel nennt Dressels Tod "eine Folge des massiven Gebrauchs und Missbrauchs aller möglichen Stoffe. Von harmlosen Nahrungsergänzungsmitteln bis zu Dopingmitteln in Höchstdosen".

mehr:
- 30 Jahre nach dem Todesdrama Birgit Dressel nahm der BRD die Unschuld (n-tv, 10.04.2017)

SWR Aktuell RP 10.04.2017 - Der Fall Birgit Dressel {2:31}

Veröffentlicht am 16.04.2017

mein Kommentar:
Die arme BRD, Birgit Dressel nahm ihr die Unschuld…

WDR Sport inside 27.11.2016 - Die Schutzgeld-Erpresser {22:04}

Veröffentlicht am 01.01.2017

siehe auch:
- Doping bei Olympia: Der schwarze Medaillenspiegel (Post, 21.08.2016)
- Sport, Staats-Doping und zweierlei Maß (Post, 14.08.2016)
- Doping: Neue Anschuldigungen gegen Kenia (Post, 25.08.2015)

Samstag, 8. April 2017

Giftgasangriff in Chan Schaichun (Syrien): Täter sind noch unbekannt

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Bei dem Giftgasangriff am 4. April 2017 während des Bürgerkriegs in Syrien starben mindestens 86 Menschen und weitere wurden verletzt.[6] Die Provinz Idlib wurde damals von einem syrischen Rebellenbündnis kontrolliert und galt als wichtigste Hochburg der Rebellen. Von Expertenteams der Vereinten Nationen sowie von Regierungen verschiedener Staaten verantwortlich gemacht für den Angriff wurde die syrische Regierung.[7]
Nach wochenlangen Gefechten mit vorrückenden Regierungstruppen und zahlreichen Luftangriffen gaben die verbliebenen Kämpfer des HTS und verbündeter Milizen den Ort am 20. August 2019 nach eigenen Angaben auf.[8]
[Chan Schaichun, Wikipedia, abgerufen am 03.10.2019]
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Die Beschuldigungen gegen Baschar al-Assad sind deutlich. Weniger dagegen, aus welchem Interesse heraus er eine solch' verheerende Wirkung riskiert haben soll
M

Die Täter sind noch unbekannt. Niemand kann im Augenblick mit Gewissheit sagen, wer für die Giftgas-Opfer in Chan Schaichun verantwortlich ist. Auch die Institutionen nicht, deren Funktion und Glaubwürdigkeit stets als essentiell für ein nicht von Willkür geprägtes Miteinander herausgestrichen werden. Im Fall des Giftgas-Angriffs ist die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) eine erste wichtige Adresse.

Laut einem Briefing vor dem UN-Sicherheitsrat vom Mittwoch, den 05. April, das also noch am selben Tag des Angriffs abgehalten wurde, ist die OPCW erst dabei, "Informationen von allen zur Verfügung stehenden Quellen zu sammeln und zu analysieren". Man werde bei der ersten Gelegenheit ein Untersuchungsteam an Ort und Stelle schicken.

mehr:
- Giftgasangriff in Syrien: Täter sind noch unbekannt (Thomas Pany, 06.04.2017)

Michael Lüders bei M. Lanz: Syrien, Giftgas, Türkei {25:58 – Start bei 9:19}

Tu Was
Am 06.04.2017 veröffentlicht 
Markus Lanz vom 5. April 2017
Mit Rainer Langhans, Gisela Getty, Michael Lüders, Edmund Maser und Stephan Harbort. (Quelle: ZDF / Markus Lanz Videos)
Dazu: Giftgaseinsatz zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung im Umfeld von Konferenzen zu Syrien? Zynischer geht es nicht. – Siehe Lüders bei Lanz.
"Markus Lanz weist darauf hin, dass zur Zeit ein Wettkampf um die Deutungshoheit tobt. War es Assad, im Zusammenhang mit den Russen? Michael Lüders berichtete davon, dass auch ein früherer, massiver Giftgaseinsatz vom August 2013 Assad in die Schuhe geschoben worden war, tatsächlich aber der damalige Einsatz in der Nähe von Damaskus auf ein Zusammenspiel zwischen der Al Nusra-Front und dem türkischen Geheimdienst zurückging. In seinem aktuellen Buch „Die den Sturm ernten. Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte“ hat Michael Lüders den damaligen tödlichen Vorgang geschildert und belegt. (Näheres zum interessanten Buch von Michael Lüders siehe zum Beispiel)."
(siehe: http://www.nachdenkseiten.de/?p=37725)
Was geschah in Idlib? (Von Karin Leukefeld)
Syrien-Konferenz in Brüssel von vermeintlichem Giftgasangriff überschattet. Westen verurteilt Regierung – ohne Beweise
Eigentlich sollte es am Dienstag und Mittwoch in Brüssel darum gehen, wie Syrien und seine Nachbarländer in Zukunft unterstützt werden können. Eingeladen hatte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, »Kovorsitzende« waren Deutschland, Norwegen, Großbritannien, Katar und Kuwait sowie die Vereinten Nationen, die von dem Syrien-Beauftragten Staffan De Mistura vertreten wurde. Vertreter von insgesamt 70 Staaten und internationalen Hilfsorganisationen waren in die belgische Hauptstadt gereist, um darüber zu beraten, wieviel Geld für welche Gebiete in Syrien und in den Nachbarländern aufgebracht werden soll – und unter welchen Bedingungen.
Doch noch bevor die ersten Gespräche beginnen konnten, bestimmte ein Luftangriff in dem syrischen Ort Khan Scheikhun (Provinz Idlib) die Tagesordnung. Mehr als 70 Menschen waren dabei am Dienstag getötet worden, Hunderte wurden verletzt. Ein Krankenhaus, das die Verletzten versorgte, wurde mit einer Rakete beschossen.
Die Nachrichten über einen angeblichen Giftgasangriff war von der bewaffneten Opposition in Khan Scheikhun verbreitet worden. Verantwortlich seien entweder »russische oder syrische Kampfjets«. Die »Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte« in Großbritannien sorgte für die weltweite Verbreitung der Nachricht, die »Nationale Koalition« (Etilaf) in Istanbul forderte eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates. Unmittelbar darauf verurteilte Mogherini den Angriff und machte den syrischen Präsidenten verantwortlich. Frankreich, Großbritannien und die USA legten in Windeseile einen Resolutionsentwurf für den UN-Sicherheitsrat vor. US-Außenminister Rex Tillerson forderte Russland auf, den syrischen Präsidenten »zu stoppen«. Der UN-Beauftragte De Mistura forderte eine internationale Untersuchung und warnte vor vorschnellen Schuldzuweisungen.
siehe: https://www.jungewelt.de/artikel/3085...
- Niederschrift nach Gehör (Jan Reichow, Syrien-Skandals128739886.online.de, 06.04.2017)
siehe auch:
ARD-Faktenfinder unter Beschuss (Jens Bernert, Blauer Bote, 23.04.2017)
Türkei: Prozess bringt das Thema Waffenlieferungen an syrische Dschihadisten wieder auf (Florian Rötzer, Telepolis, 15.04.2017)
- Ist Michael Lüders als „Fake-News-Verbreiter“ überführt? (Stefan Niggemeier, Über Medien, 20.04.2017)
Anne Will arbeitet mit einer bösartigen Unterstellung, so Michael Lüders im NDS-Interview (Marcus Klöckner interviewt Michael Lüders, NachDenkSeiten, 15.04.2017)
Das Jüngste Gericht (Kareem Shaheen, The Guardian, übersetzt von Holger Hutt, der Freitag, 13.04.2017)
Krieg in Syrien Giftgas-Angriffe unter falscher Flagge? (Silvia Stöber und Patrick Gensing, tagesschau.de und Andrej Reisin, NDR, Tagesschau FaktenFinder, 10.04.2017)
Wer steckt hinter dem syrischen Giftgas-Angriff? (Fabian Köhler, Telepolis, 30.10.2015)

Cumhuriyet publishes video for weaponry in lorries affiliated to Turkish intelligence {2:24}

Syria Fighting Terrorism
Am 29.05.2015 veröffentlicht 
Cumhuriyet publishes video for weapons and munitions in lorries affiliated to Turkish intelligence in route to al-Nusra Front terrorists in Syria

Rote Linie, Rattenlinie (Seymour Hersh, Lettre international, Sommer 2014)
False-Flag-Operation mit zahlreichen Toten? (Peter Mühlbauer, Telepolis, 09.04.2014)
aktualisiert am 08.03.2019

Montag, 3. April 2017

Dr. Daniele Ganser in Köln: Hinter den Kulissen – Was in Syrien wirklich passiert

Dr. Daniele Ganser in Köln: Hinter den Kulissen – Was in Syrien wirklich passiert {1:39:36}

Privatinvestor TV
Am 03.04.2017 veröffentlicht 
Gratis. Alle 14 Tage neu: Meinungen, die Sie nicht mehr im Mainstream finden: https://politik.der-privatinvestor.de/
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Unsere Veranstaltung mit dem Historiker Dr. Daniele Ganser am 21. März 2017 in Köln war ein voller Erfolg. 600 interessierte Bürger verfolgten seinen 90-minütigen Vortrag.
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https://www.privatinvestor.de/gewinns...
Teilnahmeschluss ist der 15.11.2017.
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Dr. Ganser nahm den seit 2011 laufenden Krieg in Syrien zum Anlass, um detailliert die Funktionsweise von Kriegspropaganda zu beleuchten. Anhand diverser Beispiele für sogenannte „Fake News“ erklärte er Mechanismen des politischen Framings. Er zeigte, wie und warum die eigentlichen Gründe für Konflikte, die seiner Meinung nach oft im Zusammenhang mit knappen Energieressourcen stehen, weder von den Verursachern noch von den Medien korrekt benannt werden.
Die Fokussierung auf die rein militärische Terrorismusbekämpfung greife zu kurz, so Ganser, und ziele sogar absichtlich daneben, um die wahren Ursachen der zahlreichen „illegalen Kriege“ der NATO zu verschleiern. Der Historiker referierte erfreulich erfrischend und fesselnd, blieb dabei stets bei den nachweisbaren Tatsachen und machte auch deutlich, dass eine effektive Bekämpfung des ernst zu nehmenden Terrorismus durchaus notwendig ist, heute aber aufgrund der aufgeworfenen Probleme nicht stattfindet.
Im Anschluss seiner Präsentation stellte sich Dr. Ganser noch 20 Minuten lang den Fragen des engagierten Publikums.


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Freitag, 31. März 2017

Welche Schrift verwenden?

Viele book on demand veröffentlichte Bücher sind bereits an der verwendeten Schrift zu erkennen. Während kaum ein klassischer Verlag seine Bücher in der Times New Roman druckt, ist diese bei Book-on-Demand-Bücher die unangefochtene Nummer eins. Dabei gibt es zahlreiche andere, sehr viel besser geeignete Schriften.
mehr:
- Welche Schriften sind besonders zu empfehlen? (Pahlke online)
- Die Schriftklassifikation (Nixberg.at, PDF)
- Serifen-Schriften (Linotype)
- Verzeichnis von Schriftnamen (englisch, luc.devroye.org)
- Typografie_Mikrotypografie – Schriftästhetik und Schriftwahl (Michael Worgötter, typoinform.de, PDF)
- typokurz – Einige wichtige typografische Regeln (Christoph Bier, zvisionwelt.de, 21.05.2009)