Sonntag, 12. Juni 2011

Chick Corea wird heute 70 Jahre alt

https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjrdjfNqVc8277r0-P3aHm331WFpJNFaUF7WpIjP-8S5brYYjWZ1GsBC-oLLb4L4y2MyW9x6cnJt1eOA4HlcxejDM6OlIFZSyfCOzwqXjf5Dg0mGyQneaNqNCP_vPX1f-g5jrpN/s1600/Return%20To%20Forever%20-%20Romantic%20Warrior.jpg

Romantic Warrior, das sechste Studio-Album von Return to Forever mit Chick Corea (Keyboards), Stanley Clarke (elektrischer und akustischer Bass), Lenny White (Schlagzeug, Percussion) und Al Di Meola (elektrische und akustische Gitarre), war die erste Platte, die mich mit Fusion-Jazz (oder Jazz-Rock) bekannt machte.

(Bilder von lastfm.de)






















Studio-Aufnahme 1976


frei‬‏


live beim the Montreux Jazz Festival 2008


Hymn Of The Seventh Galaxy (von der "Returns Live" DVD)‬‏


Würdigungen zum 70. Geburtstag:


Seit 2008 tourt er mit seinen damaligen Kollegen um die Welt.
2011 ist er zu vier Konzerten auch in Deutschland.

Samstag, 11. Juni 2011

Alles ist Zwischenlager

Die Rede vorn sicheren Endlager für Atommull ist eine Mär. Ein Zwischenruf

________________
Von Norbert Copray

Nun geht auch der neue Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) auf die Suche nach einem sogenannten Endlager. Zu Recht durchbricht er die Einigkeit der südlichen Bundesländer, die zwar gern Atomkraftwerke bauen und deren Strom nutzen, aber das Endlager lieber im Norden unterbringen. Jetzt kommt Bewegung in dieses abgekartete Spiel. Allerdings hat sich Kretschmann die irreführende Rede vom Endlager zu eigen gemacht, wie viele andere Menschen auch.

Das Wort Endlager suggeriert, es sei möglich, Atommüll ein für alle Mal also für die gesamte notwendige Abklingzeit zu entsorgen beziehungsweise zu vergraben. Doch das ist Unsinn, wenn man sich die geologischen Veränderungen der Erde, der Kontinente und des Klimas vor Augen führt. Gewaltige und in diesem Ausmaß nicht vorhergesehene Erdbeben und Tsunamis haben daran gerade erst deutlich erinnert. Die jüngsten Vulkanausbrüche in der Eifel liegen rund 11 000 Jahre zurück, und bis heute gilt sie als aktives Vulkangebiet. Die letzte Eiszeit in Norddeutschland, aus der die heutige Berg- und Seenlandschaft hervorgegangen ist, liegt weniger als 20 000Jahre zurück. Ein Endlager, das diese Bezeichnung verdient, müsste für das Fünfzigfache der Zeit seit der letzten Eiszeit geologisch sicher sein. Geologen oder andere Naturwissenschaftler, die dies behaupten, befinden sich schon lange nicht mehr auf dem Boden der Wissenschaft, sondern der Gefälligkeitspolitik.

Denn langlebige radioaktive Stoffe wie bestimmte Arten des Urans und des Plutoniums müssen bis zu einer Million Jahre und länger gelagert werden. Uran 235 hat eine Halbwertszeit von 703,8 Millionen Jahren. Es ist ein Hauptbestandteil der atomaren Produktion. Ein anderes Uranisotop hat sogar eine Halbwertszeit von 4,4 Milliarden Jahren, so lange etwa, wie die Erde gerade mal existiert. Häufig produziert und genutzt ist Plutonium 239 mit einer Halbwertszeit von 24 110 Jahren.

Ein Endlager für solche Zeiträume wird es niemals geben. Daher ist ein atomares Endlager ein Widerspruch in sich selbst und eine gewollte Irreführung des Volkes. Es ist unmöglich. Jedes vorläufige Lager muss daher so lokalisiert, gebaut und verwaltet werden, dass dort mit allen erdenklichen Risiken umgegangen werden kann. Dazu gehört auch, bei zunehmenden geologischen, politischen und anderen Gefährdungen die Abfälle zurückholen zu können, um sie in ein anderes, sichereres Lager zu überführen. Das aber hat immense Kosten zur Folge. Die Atomtechnologie ist eine ökonomische, technische und politische Hypothek für die nächsten 3000 Generationen. Mit der Mär vom Endlager muss Schluss sein. Alles ist Zwischenlager. •

aus Publik-Forum 10/2011
Norbert Copray ist Herausgeber von Publik-Forum.

Eine traditionelle Form der Geldanlage

In der Zeit vor der großen Finanzkrise machten sich vermeintlich aufgeklärte Menschen mit Vorliebe über alte Damen lustig, die ihr Bargeld unter der Matratze oder im Schlafzimmerschrank versteckten, statt es auf die Bank zu bringen. Der große Banken-Crash zeigte dann, dass diese traditionelle Form des Sparens durchaus nicht die schlechteste war. Auch im Mittelalter hoben jene, die Geld hatten, ihre Münzen (Papiergeld gab es noch nicht) und Wertgegenstände oftmals im Schlafgemach auf, um sie vor Diebstahl zu schützen: auf der hohen Kante.

Die hohe Kante war ein kleiner, waagerecht verlaufender Balken am Bettgestell oder auf der Innenseite des Baldachins, der über dem Bett hing. Dort wurden die Münzen gestapelt: Wer viel auf der hohen Kante hatte, war also finanziell gerüstet. Von dem Baldachin und der daran befestigten Gardine rührt übrigens noch eine andere Redewendung her. Wenn der Gatte abends spät nach Hause kam und auch noch alkoholisiert zu sein schien, hielt die Dame des Hauses gern die Gardinen fest verschlossen und schimpfte ihn aus: Sie hielt ihm eine Gardinenpredigt.
aus dem Brockhaus Tageskalender »Abenteuer Geschichte«

Mommy will kill me!

Freitag, 10. Juni 2011

Stell dir vor es ist Wahl – und es gibt kein Wahlrecht

Schwarz-Gelb lässt die vom Verfassungsgericht gesetzte Frist zur Neuregelung des Wahlrechts verstreichen – und riskiert damit eine Staatskrise.
mehr bei ZEIT online

Von einem negativen Stimmgewicht spricht man, wenn eine Partei durch weniger Stimmen Mandate hinzugewinnt – oder Mandate verliert, wenn sie mehr Stimmen bekommt. Bei Bundestagswahlen ist das schon mehrfach geschehen. Nach Berechnungen von wahlrecht.de hätte beispielsweise bei der Wahl 2002 die SPD ein Bundestagsmandat hinzugewonnen, hätten alle 46.322 SPD-Wähler eines bestimmten Wahlkreises nicht gewählt. Der Grund: Die "fehlenden" 46.322 Stimmen wären zu wenige gewesen um Auswirkungen auf die Anzahl der bundesweiten SPD-Zweitstimmenmandate zu haben. An ihnen hätte sich nichts geändert. Bei der Verteilung der sozialdemokratischen Zweitstimmenmandate auf die einzelnen Bundesländer hätte es aber eine Verschiebung gegeben: Das Bundesland mit den "fehlenden" Stimmen (im vorliegenden Beispiel Thüringen) hätte ein SPD-Zweitstimmenmandat weniger bekommen, ein anderes Bundesland (hier: Bremen) eines mehr. An der Gesamtzahl der thüringischen SPD-Sitze hätte sich dennoch nichts geändert, denn die Partei gewann dort damals mehr Direktmandate, als ihr nach Zweistimmenergebnis zustanden. Diese Überhangmandate wären ihr trotz der "fehlenden" Stimmen geblieben. Bremen aber hätte einen SPD-Abgeordneten mehr in den Bundestag schicken können, die SPD-Fraktion dort wäre einen Sitz größer gewesen, als sie es tatsächlich war. (aus dem oben verlinkten Artikel auf ZEIT online)
Ich habe schon vor einiger Zeit (Post vom 17. März) beklagt, wie nachlässig die Regierung mit den Gesetzen umgeht, hier ist der nächste Fall. Sowas ist nicht mehr sauber!

Die Geschichte einer Qualtinger-Pointe

Als Helmut Qualtinger sich in den Sechzigerjahren von der Kleinkunst zurückzog und zum großen Bedauern des Publikums tatsächlich nie wieder im Kabarett auftrat, spielte er Theater, drehte Filme und betätigte sich als Autor satirischer Kurzgeschichten. Eine davon - sie trägt den Titel "Wienfilm" - zählt zu seinen köstlichsten, und sie führt uns zu einer Qualtinger-Schnurre, deren Pointe ihm leider erst posthum widerfuhr, was umso bedauerlicher ist, als sie zu erleben wohl ganz nach seinem Geschmack gewesen wäre. In Qualtingers "Wienfilm"-Satire kommt es im Foyer eines Wiener Vorstadtkinos zu einem Dialog zwischen dem Film-Operateur und einer Besucherin. Hier ein kurzer Ausschnitt:

Besucherin: "Der Johannes Heester, der Theo Lingens, der Heinz Rühmann und der Willi Forster, das sind meine Buam! Und der Hörbinger!" Kino-Operateur (korrigiert sie): "Hörbiger!" Besucherin: "Das is der Bruder!"

Das Reizvolle an dieser kleinen satirischen Szene von Helmut Qualtinger ist natürlich, dass die Kinobesucherin alle Namen ihrer Lieblinge (außer den von Heinz Rühmann) falsch aufsagt, was dem Ganzen eine sehr wienerische Note verleiht. Besagter Dialog zwischen Kino-Operateur und Besucherin ist in dem 1986 im Langen Müller Verlag von Brigitte Sinhuber herausgegebenen "Qualtinger-Buch" in völlig richtiger (weil falscher) Schreibweise nachzulesen. Zwölf Jahre später wurde eine neue "Qualtinger-Gesamtausgabe", diesmal im Deuticke Verlag, veröffentlicht. Wobei darin einmal mehr die Satire "Wienfilm" in Druck ging, und zwar im Band 3 auf Seite 264.

Der Lektor schlägt zu

Hier freilich schlug der übereifrige Lektor zu. Er las Heester, Lingens, Forster, Hörbinger und erkannte sofort mit lektoraler Gründlichkeit, dass da etwas nicht stimmen konnte. Und er verbesserte die Namen. So ist jetzt in dem Buch zu lesen:

Besucherin: "Der Johannes Heesters, der Theo Lingen, der Heinz Rühmann und der Willi Forst, das sind meine Buam! Und der Hörbiger!" Kino-Operateur (korrigiert sie): "Hörbiger!" Besucherin: "Das is der Bruder!" Womit die ganze, schöne Qualtinger-Satire zu Tode korrigiert wurde. Ein geradezu klassischer Pointenmord. Entdeckt wurde dieser nach Erscheinen der "Qualtinger-Gesamtausgabe" von Heinz Holecek, der mich damals schon auf die Vernichtung der Pointe seines Freundes aufmerksam machte. Nun aber hat er das Programm "Heinz Holecek liest und singt Helmut Qualtinger" zusammengestellt, das er von 23. bis 25. April in der Kleinkunstbühne "Brennessel" (1080 Wien, Auerspergstraße 19) präsentiert. Und dreimal dürfen Sie raten, welche Satire er darin in der richtigen (weil falschen) Version vorträgt. Natürlich die "Wienfilm". "Qausi", schau oba! georg.markus

Copyrighthinweis: © Kurier - Wien, 2009.

gefunden bei unart-forum

Heute vor 108 Jahren: Theo Lingen, »Komiker aus Versehen« und heimlicher Intellektueller

Eine der schlimmsten Gestalten, die mir Anfang der 70er in der deutschen Öffentlichkeit begegneten, war Theo Lingen. Bei Filmen wie »Wir haun’ die Pauker in die Pfanne!« oder »Hurra, die Schule brennt!« drehte sich bei mir ob des gestelzten und plumpen Humors und der hilflosen Lehrer der Magen um:



Wie jemand über sowas lachen konnte, ist mir auch heute noch unbegreiflich. Mir tat es weh. Auf die Youtube-Kommentare einzugehen erspare ich mir.



Alexander Golling als Studienprofessor Blaumeier sagt in obigem Ausschnitt aus »Hurra, die Schule brennt!«, nachdem durch das Öffnen der Tafel einen Eimer Wasser abbekommen hat: »Lauter blöde Hunde hat man hier zu unterrichten!« Heute würde er wegen dieser Äußerung möglicherweise eine Anzeige an den Hals bekommen. Golling spielte 1970 (neben Horst Frank, Christine Schuberth, Ralf Wolter, Walter Sedlmayr und Monika Dahlberg) auch in dem Film »Ein Glöcklein unterm Himmelbett« von Oskar Maria Graf mit, der in seiner Wikipedia-Filmographie verständlicherweise nicht aufgeführt ist. Die Ankündigung des Films in Moviepilot: »Die ›Dorfmatratze‹ eines bayerischen Alpendörfchens wurde dermaßen angebumst, dass es dabei zur Schwangerschaft gekommen ist. Nur wer ist der Erzeuger und kommt damit für den Unterhalt auf? Die Suche nach dem Vater gestaltet sich als Streifzug durch das Liebesleben der Ortsbewohner…«
So war die Zeit…
Dazu paßt übrigens aus die Meldung der msn-news von heute: Schläge und Mobbing: Schulleiter will Polizeischutz – Schlägereien, Erpressung und Mobbing unter Schülern, Drohungen und demolierte Autos der Lehrer - weil die Lage an der Kopernikus-Hauptschule in Garbsen bei Hannover eskaliert, hat der Direktor Polizeischutz für seine Schule gefordert. zum Artikel der HAZ

Zurück aber zu Theo Lingen: Sein Überlebenskampf in der deutschen Nachkriegs-/post 68-Kultur zwang ihn wie auch andere renommierte Künstler zu eher zweifelhaften Engagements. Hans-Peter Feldmann hat nun vor kurzem (9.2.-12.6.2011) eine Installation im Sprengel-Museum ausgestellt, in der sich ein mir völlig unbekannter Theo Lingen zeigte. (Interview mit Peter Feldmann bei monopol-magazin)

drei Dinge sind mir von meinem Besuch im Sprengel-Museum in Erinnerung geblieben:
- während sich Heinz Rühmann 1938 von seiner jüdischen Frau scheiden ließ, blieb er mit seiner jüdischen Frau Marianne Zoff, die er Bertolt Brecht ausgespannt hatte, verheiratet. (Thorsten Stegemann in der Virtuellen Kulturregion – »Komiker aus Versehen«; Marius Hetzel, Die Anfechtung der Rassenmischehe in den Jahren 1933-1939 bei googlebooks)
-Theo Lingen setzte sich während der Nazizeit nachweislich mehrfach für Verfolgte ein. (digitalvd.de, Rezension von Rolf Aurich, Wolfgang Jacobsen: Theo Lingen. Das Spiel mit der Maske, Aufbau Verlag bei nachkritik)
er rezensierte Egon Friedells Kulturgeschichte der Neuzeit
Wissenswertes:
- »Die Uraufführung der Physiker wurde zum „Theatererfolg der Saison“.[16] Unter der Regie von Kurt Horwitz spielten Hans Christian Blech, Gustav Knuth und Theo Lingen die drei Physiker sowie Therese Giehse die Mathilde von Zahnd.« (aus wikipedia)

Schmankerl:
- ein Beschwerdebrief von Dr. Anneliese Bretschneider, Gutachterin beim Kulturpolitischen Archiv des Amtes Rosenberg (offiziell »Amt Kunstpflege beim Beauftragten des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP), die fordert, »das weitere Aushängen dieser ins jüdische verzerrten Wiedergabe von« Plakaten mit dem »ausgesprochen rassefremd, vielleicht sogar jüdisch« aussehenden Theo Lingen zu verbieten. (Ernst Offermanns, Die deutschen Juden und der Spielfilm der NS-Zeit bei googlebooks) – über Frau Bretschneider läßt sich auch einiges googeln
- über den Einstieg Theo Lingens in die Rolle des Mackie Messer 1929 in Bertolt Brechts Dreigroschenoper (Ulrich Liebe, Verehrt, verfolgt, vergessen bei googlebooks) Nach dem großen Erfolg der Dreigroschenoper engagierte Brecht ihn für weitere Stücke, z.B. "Mann ist Mann" (1931) oder "Die Mutter" (1932).

Zitate:
»Es gibt immer ein Stückchen Welt, das man verbessern kann - sich selbst.«
»Ich bin nur ein stehen gebliebener Expressionist. Ich mache nur weiter, was ich Anfang der Zwanziger Jahre gelernt habe. Ich turne Ausdruck. Ich spiele weiter pathetisch. Da das alte Pathos perdu ist, wirkt das heute komisch. Die Leute lachen, weil ich so unzeitgemäß ausdrucksemsig bin.«

eine Anekdote:
Theo Lingen war ein Frühaufsteher und Liebhaber druckfrischer Zeitungen. Wenn in der Hotelhalle des Hamburger Vier Jahreszeiten gegen sieben Uhr die Morgenblätter angeliefert wurden, wartete er schon perfekt angezogen im grauen Anzug, weißen Hemd und Krawatte. Er ging hinter den gläsernen Zeitungsstand, nahm mit weißen Handschuhen „Die Welt“ und las. Als sparsamer Mensch faltete er sie anschließend korrekt wieder zusammen und steckte sie zurück. Bei diesem liebenswerten Dauergast wurde so eine Marotte gern übersehen.
Eines Morgens, Lingen hatte sich wie üblich in sein Lieblingsblatt vertieft, erschien ein anderer Gast und verlangte ein Exemplar der „Welt„. Lingen reichte dem Mann eine Zeitung, der sah ihn verblüfft an, Lingen kassierte das Geld, und der Gast ging kopfschüttelnd zum Frühstücken ins Restaurant Haerlin. Während Oberkellner Rudolf Botor ihm den Kaffee eingoss, sagte er: „Sagen Sie mal, Ihr Zeitungsverkäufer da draussen sieht aber verdammt nach Theo Lingen aus!“ Botor antwortete: „Das ist Theo Lingen.“ Der frühe Gast blickte mißbilligend auf Botor und sagte kein Wort mehr. Er fühlte sich augenscheinlich auf den Arm genommen. Dabei hätte dem Mann klar sein müssen, daß ein Hotel Lingens liebste Bühne war.
Unzählige Male hat er im Theater und in Filmen Kellner und Diener gespielt. Dem Vier Jahreszeiten blieb er mehr als zwanzig Jahre treu, wenn er zum Filmen nach Hamburg kam. Er spielte häufig Theater in Hamburg, er führte Regie, meist im Thalia Theater. (gefunden bei studi.wordpress.com)



Von September 1975 bis kurz vor seinem Tod 1978 moderierte Theo Lingen die Sendung »Lachen Sie mit Stan und Ollie« im ZDF.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Heute vor 25 Jahren: Der Hamburger Kessel – Atomkraftgegner machen sich in die Hosen

Bei einem Polizeieinsatz gegen protestierende Atomkraftgegner kam es in St. Pauli zu einem Skandal. Weit über 800 Personen wurden bis zu 15 Stunden von der Polizei eingekesselt und festgehalten. Der als »Hamburger Kessel« bezeichnete Einsatz wurde im Oktober desselben Jahres vom Verwaltungsgericht Hamburg für rechtswidrig erklärt und jede der eingekesselten Personen erhielt umgerechnet 100 Euro Schadensersatz.
aus Kalenderblatt.de



Fünf Stunden lang wird den Eingeschlossenen, die laut Innensenator Rolf Lange „Gewalttäter“, „polizeibekannte Sympathisanten der RAF“, „Leute aus der Hafenstraße und sogenannte Autonome“ sind, der Gang zur Toilette verwehrt.

Der Hamburger Kessel war Auslöser zur Gründung des »Hamburger Signals«, einer Vereinigung Hamburger Polizisten, die sich öffentlich gegen diesen Polizeieinsatz aussprachen. Aus dem Hamburger Signal ging die Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten hervor. 

Dienstag, 7. Juni 2011

»Es muss erst viele Tote geben, bis wir aufwachen«

Er warf den deutschen Gesundheitsbehörden schon 1998 "verheerende Verharmlosung und Gleichgültigkeit" gegenüber EHEC vor. Der ARD-Journalist Klaus Weidmann veröffentlichte in den 90er Jahren seine Recherchen über das Bakterium und verglich das deutsche EHEC-Management mit dem der USA und Japans. Im tagesschau.de-Interview erklärt er, was Deutschland von anderen Ländern lernen kann.

Donnerstag, 2. Juni 2011

Kontrastprogramm – Vatertag

Also Männer, raus mit den Wikingerhelmen, den Vuvuzelas, den Handkarren und den Bierkisten. Sauft Euch die Hucke und kotzt heut’ abend die Wohnung voll – Frauen lieben Baustellen…




Heute vor 90 Jahren: Ein neuer Prophet aus Indien

Der indische Dichter, Philosoph und Musiker Rabindranath Tagore (1861-1941) wurde bei seiner Lesung an der Berliner Universität begeistert gefeiert. Der Vertreter einer universalen Bruderliebe predigte die Erneuerung der Menschen aus dem Geist und stieg im Nachkriegsdeutschland zum Hauptvertreter einer neuen Heilsbotschaft auf. Tagore wurde 1913 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet, auf seinen Adelstitel, der ihm 1915 verliehen worden war, verzichtete er vier Jahre später aus Protest gegen das britische Massaker in Amritsar. Auf seinen zahlreichen Vortragsreisen durch Europa, die USA und Ostasien warb er für eine Synthese der positiven Elemente östlichen und westlichen Denkens.
aus Kalenderblatt.de

http://www1.sulekha.com/mstore/sreechandrab/albums/default/Rabindranath%20Tagore-2.jpg


http://www.indien-netzwerk.de/navigation/landleute/artikel/tagore/einstein-tagore.jpg

Tagore nahm neben Carl Gustav Jung, Max Scheler, Richard Wilhelm, und Paul Dahlke an den Jahrestagungen der von Hermann Graf Keyserling 1920 in Darmstadt gegründeten Schule der Weisheit teil. In dieser verkehrte auch Hermann Hesse.
Keyserling war verheiratet mit Gräfin Maria Goedela von Bismarck-Schönhausen (1896−1981), einer Enkelin des Reichskanzlers Otto von Bismarck, mit der er die beiden Söhne Manfred (1920–2008) und Arnold (1922–2005) hatte. Sein Sohn Arnold, Schüler von Georges I. Gurdjieff und Ramana Maharshi, begründete die Schule des Rades. (Viele seiner Schriften sind online auf der Homepage der Schule zu finden.)

Mittwoch, 1. Juni 2011

Vor 50 Jahren: Südafrika ruft die Republik aus

Herrschaft der Rassisten

Im März 1960 war es im Township Sharpeville zu einem Ereignis gekommen, in dessen Folge sich die Meinung der Weltöffentlichkeit endgültig gegen das rassistische Regime Südafrikas wandte. Die weiße Polizei hatte unter friedlichen schwarzen Demonstranten ein Massaker angerichtet, dem 69 Menschen zum Opfer fielen. Die meisten wurden dabei von hinten erschossen, als sie bereits vor der Gewalt flohen. Dieses Ereignis führte zu landesweiten Streiks und Unruhen und sorgte für eine Reihe internationaler Proteste. Das Regime verbot daraufhin den African National Congress (ANC), die wichtigste Vertretung der schwarzen Bevölkerung.
Südafrikaner protestieren gegen die Gesalt des Apartheid-Regimes; 1961

Südafrika gehörte zu jener Zeit noch dem Commonwealth an, doch dessen Staaten drängten nun auf den Ausschluss des Apartheid-Staates. Um dem zuvorzukommen, erklärte Südafrika einseitig den Austritt und rief […] am 31. Mai 1961 die Republik aus. In diesem Staat, der nur dem Namen nach eine Republik war, genossen die Weißen einen Lebensstandard, der mit dem der am höchsten entwickelten Staaten der Welt vergleichbar war, doch der größte Teil der Bevölkerung lebte rechtlos in Armut. Bis in die frühen 1990er-Jahre konnte sich das Apartheid-Regime an der Macht halten.

African National Congress
• Interessenvertretung der schwarzen Bevölkerung Südafrikas
• ging 1923 aus einer Vorläuferorganisation hervor
• stellt seit 1994 die Regierung
aus dem Bockhaus-Kalender Abenteuer Geschichte

Dienstag, 31. Mai 2011

2. Internationales Antifeminismus-Treffen vom 25. Juni 2011

Bei meinen Recherchen zu der Entlassung der Gleichstellungsbeauftragten Monika Ebeling bin ich auf die Seite der Interessengemeinschaft Antifeminismus geraten, die für den 25. Juni das zweite Antifeminismus-Treffen ankündigen.
Im Text des downgeloadeten Flyer (die Schweiz ist mir zu weit, und ich wollte einem österreichischen Kollegen von mir genauere Ortsangaben liefern) las ich dann folgenden Absatz:

Austragungsort:Der Austragungsort wird erst kurz vor dem Treffen den angemeldeten Personen bekannt gegeben. Der Ort liegt in der Region Zürich und ist mit Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar.

Nun ist das mit Außenseitern häufig so eine Sache: Bis zu einem gewissen Punkt kann man ihnen folgen, aber dann wird’s häufig irgendwann einfach zu schräg. Was jedoch kaum bestreitbar ist, daß in der Bundesrepublik sehr uncool mit politisch unkorrekten oder auch scheinbar politisch unkorrekten Meinungen umgegangen wird. Dies betrifft hauptsächlich die Gebiete Ausländer (Sarrazin), Gleichberechtigung der Frau (Ebeling) und Nationalsozialismus (Herman, Jenninger, Grass, Walser).

Wie dem auch sei: Wenn die Veranstalter den Veranstaltungsort nur kurzfristig bekanntgeben wollen, haben sie dafür ihre Gründe. Entweder sie sind paranoid oder … Naja, an dem Punkt wird es richtig spannend. Für den Fall, daß die Veranstalter keinen an der Waffel haben, müßte man sich überlegen, was denn in unserem Land so los ist. Möglicherweise gibt es ja neben der »psychologie des foules« noch eine Unterart, die «psychologie des foules intellectuels«.

Samstag, 28. Mai 2011

Frauengewalt und Männerbenachteiligung

Bei der Quellensuche zu vorigem Post bin ich bei youtube auf einige verblüffende Videos gestoßen:
3sat Kulturzeit - Tabu Frauengewalt {5:50}

Veröffentlicht am 05.11.2010
Betonmischer99
Video über das eigentliche Tabu, nämlich: Frauengewalt gegen Männer. Die Störungen wurden bewusst beibehalten.

Häusliche Gewalt gegen Männer - Tagesthemen vom 3. November 2010 {3:35}

Veröffentlicht am 05.11.2010
MHD2069
Anläßlich des Weltmännertags 2010 berichteten die Tagesthemen über Häusliche Gewalt gegen Männer. Trotz des guten Ansatzes werden in dem Bericht leider falsche Zahlen genannt, denn über 300 internationale Studien haben unabhängig voneinander ergeben, dass Gewalt etwa zu gleichen Teilen von Frauen wie auch Männern ausgeübt wird. Also nicht nur in jedem fünften bis siebten Fall sind Frauen gewalttätoig, sondern mindestens in jedem zweiten! Siehe auch Blog und Bücher von Arne Hoffmann, oder Webseite von MANNdat.
Nicht selten werden betroffene Männer durch die gewalttätige Partnerin erpresst, z.B. mit der Drohung, dass ER die Kinder nach einer Trennung nie mehr wiedersehen werde. Beliebt ist auch die Drohung, selbst die Polizei zu rufen und sich als Opfer auszugeben. Wie Berichte von betroffenen Männern zeigen, funktioniert diese Manipulation der Polizeibehörden bestens, das einseitig ausgelegte Gewaltschutzgesetz erledigt dann den Rest. Wer erst verprügelt und gedemütigt wird und dann mit Hilfe polizeilicher Gewalt ohne richterlichen Beschluss aus seiner eigenen Wohnung geschmissen und ohne Mittel auf die Straße gesetzt wird, dem fällt es schwer, an einen Rechtsstaat zu glauben.

Meine Frau schlägt mich - Häusliche Gewalt gegen Männer (1) {9:26}

Veröffentlicht am 08.12.2009
Genderforschung
Was Väter aus Angst um ihre Kinder aushalten müssen. Polizei kommt ja nicht in Frage, siehe Teil 2.

Meine Frau schlägt mich - Häusliche Gewalt gegen Männer (2) {6:22}

Veröffentlicht am 08.12.2009
Genderforschung
Was passiert eigentlich, wenn sich ein von seiner Frau geschlagener Mann an die Polizei wendet.

Frauengewalt vs Mann I {3:49}

Veröffentlicht am 08.10.2009
simsalabim006
Hunderte Studien und Fachpublikationen lügen nicht - 2012
http://frauengewalt.wordpress.com/
. Männer -- die ewigen Gewalttäter? -- 2011
...„Dass Frauen Gewalt ausüben, verschwindet laut Döge erstaunlich oft vom Radar: 30 Prozent der befragten Frauen waren Täterinnen, gegenüber 35 Prozent der Männer. Entgegen dem universellen Klischee vom männlichen Täter sei zu betonen: "65 Prozent aller Männer sind gewaltfrei."...
http://www.amazon.de/M%C3%A4nner-Ewig...
. Deutsches Dokumentationszentrum weiblicher Gewalt:
http://www.frauengewalt.fall.vn/

Frauengewalt vs Mann II {19:00}

Veröffentlicht am 08.10.2009
simsalabim006
Gleicher Info-Text wie beim vorherigen Video

Frauengewalt vs Mann III {8:30}

Veröffentlicht am 09.10.2009
simsalabim006
Gleicher Info-Text wie beim ersten Video der Serie

Frauengewalt vs Mann IV {10:09}

Veröffentlicht am 09.10.2009
simsalabim006
Gleicher Info-Text wie beim ersten Video der Serie

Frauengewalt vs Mann V {5:22}

Veröffentlicht am 07.08.2012
simsalabim006
Hunderte Studien und Fachpublikationen lügen nicht - 2012
http://frauengewalt.wordpress.com/
Männer -- die ewigen Gewalttäter? -- 2011
...„Dass Frauen Gewalt ausüben, verschwindet laut Döge erstaunlich oft vom Radar: 30 Prozent der befragten Frauen waren Täterinnen, gegenüber 35 Prozent der Männer. Entgegen dem universellen Klischee vom männlichen Täter sei zu betonen: "65 Prozent aller Männer sind gewaltfrei."...
http://www.amazon.de/M%C3%A4nner-Ewig...
. Mythen des Feminismus - 2011
http://www.freiewelt.net/blog-3214/my...
Staatsfeminismus als Angriff auf die kulturellen Grundlagen der Gesellschaft
http://sciencefiles.org/2012/08/06/st...
Deutsches Dokumentationszentrum weiblicher Gewalt:
http://www.frauengewalt.de.vu/

Entsorgte Vaeter - 2007 {29:13}

Veröffentlicht am 22.09.2011
simsalabim006
2011 - Entsorgter Vater, über den Tod seines Sohnes hinaus
http://www.youtube.com/watch?v=4aM7O_...
2013 - Wenn aus Liebe Hass wird.
http://youtu.be/89HwrUm0CtY
Schlampige Gutachten - 2012
http://www.sueddeutsche.de/panorama/s...
Der entsorgte Vater -- 1997
http://wissen.spiegel.de/wissen/image...
Die vaterlose Gesellschaft -- 1997
http://wissen.spiegel.de/wissen/image...

Alltagssexismus: Männer sind angeblich in der Evolution zurückgeblieben {1:30}

Veröffentlicht am 18.04.2013
MHD2069
"Ich glaube, dass Männer einen Evolutionsschritt brauchen. Sie sind stehengeblieben (...) und die Frauen haben sich sehr verändert, haben neue Rollen aufgenommen. Die sind nicht mehr in der Höhle und sammeln die Waldbeeren, sondern sie sind berufstätig, sie sind gut ausgebildet. Sie sorgen für die Familie und die Kinder. Und Männer sind dort stehengeblieben, sie sagen, ich gehe morgens zur Arbeit, komme abends wieder und leg´ das Geld auf den Tisch. Mit den Kindern haben sie in vielen Fällen nichts zu tun. Und da fordere ich einfach, dass wir eine gerechtere Gesellschaft auch zum Wohle der Kinder, der Frauen und der Männer haben - und darum müssen sich Männer verändern!"
Terre des Femmes Vorstandsvorsitzende und ehemalige Bundestagsabgeordnete für B90/GRÜNE Irmingard Schewe-Gerigk in der Sendung "Nachtcafe´", ausgestrahlt vom SWR am 29.6.2012
http://www.swr.de/nachtcafe/-/id=2001...

Christa Meves: Der benachteiligte Mann {27:48}

Veröffentlicht am 03.05.2011
KIRCHE IN NOT Deutschland
Christa Meves über die Benachteiligung von Jungen und Männern in Erziehung und Gesellschaft
Dieses Video können Sie auch unentgeltlich bestellen bei:
KIRCHE IN NOT
Lorenzonistraße 62
81545 München
Telefon: +49 89 - 64 24 888-0
Fax: +49 89 - 64 24 888-50
info@kirche-in-not.de
www.kirche-in-not.de

Jungen - das neue schwache Geschlecht | Politik Direkt {04:33}
Veröffentlicht am 29.01.2010
DW Deutsch
Sie können schlechter lesen,sind schlechter in Mathematik,machen das schlechtere Abitur oder gehen deutlich öfter ohne Abschluss von der Schule: Jungen.Im Gegensatz zu Mädchen sind Jungen im deutschen Schulsystem mittlerweile deutlich benachteiligt. Zu diesem Schluss jedenfalls kommt Familienministerin Kristina Köhler. Mit einem aufwändigen Programm will sie nun politisch gegensteuern.

Jungen als Bildungsverlierer {5:35}
Veröffentlicht am 31.01.2016
buten un binnen
Jungen haben schlechtere Schulabschlüsse als Mädchen und machen weniger häufig Abitur. Das bestätigt eine aktuelle Statistik der Bildungsbehörde. Doch wo liegen die Ursache? Sind Jungen dümmer, oder ist Schule nur auf die Bedürfnisse von Mädchen abgestimmt? Dazu im Studio: Christoph Fantini, Erziehungswissenschaftler an der Uni Bremen. Ein Beitrag von Kirsten Hartje.
Sonntag, 31. Januar 2016, buten un binnen, Radio Bremen TV

aktualisiert am 19.11.2017

Monika Ebeling als Gleichstellungsbeauftrage vom Rat der Stadt Goslar abgewählt

Die Geschichte habe ich in der ZEIT gelesen, auch im Stern stand ein Artikel. Zur Zeit kann ich letzteren nicht im Internet finden.

Woran ich mich aufhänge ist der Satz der grünen RatsmitgliedIn Doris Juranek:

»Ihren [Ebelings] bisherigen Tätigkeiten nach will sie Benachteiligung von Män­nern auf­zei­gen und ›be­sei­ti­gen‹ – dies ist nicht un­ser po­li­ti­scher Wil­le…«

Worum geht es? In Goslar gibt bzw. gab es eine Gleichstellungsbeauftrage, Monika Ebeling, 51. Diese hat sich nach Meinung vieler Ratsmitglieder – hauptsächlich aus den Fraktionen der Linken und der Grünen – zu sehr um Probleme von Männern und zu wenig um Probleme von Frauen gekümmert. Deshalb wurde sie abgewählt.
Sachliche Artikel über den Vorgang sind schwer zu finden. Ich liste hier auf, was mir fundiert erscheint, Sachlicheres eher am Anfang, dezidierte Meinungen am Ende.

Schlacht um Goslar - NDR-Bericht {3:28}

Am 17.05.2011 veröffentlicht
Betonmischer99  
Parteiischer Bericht über die Abwahl der Gleichstellungsbeauftragten Monika Ebeling, die sich auch für Jungen und Männer einsetzte.

Ebeling Abwahl in 80min Teil 1 {14.01}

Am 20.05.2011 veröffentlicht
57Kusi  
Die Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling wurde abgewählt.
Diese gesamte Sitzung aus der Sicht des Bürgers

07.12.2011 | Gender Mainstreaming: Die Beseitigung der Goslarer Gleichstellungsbeauftragten {7:39}

Am 12.12.2011 veröffentlicht
Kopp Verlag  
Die enthüllende Hintergrund-Berichterstattung!

Monika Ebeling: Für eine diskriminierungsfreie Gleichstellungsarbeit {13:45}

Am 27.12.2012 veröffentlicht
Normannia-Nibelungen  
Vortrag von Frau Monika Ebeling auf der 8. Bielefelder Ideenwerkstatt der Burschenschaft Normannia-Nibelungen.

- Urteil in Schleswig-Holstein: Nur Frauen dürfen Gleichstellungsbeauftragte werden (SPON, 11.01.2018)
- KLAGE ABGEWIESEN: Mann darf nicht Gleichstellungsbeauftragter werden (10.10.2017)
»Männer werden benachteiligt« (Interview in der Süddeutschen Zeitung vom 19.05.2011)

»Auch Männer haben Narben« (Interview in der taz vom 17.05.2011)
»Diese Frauen versuchen mit allen Mitteln, ihre Pfründe zu wahren« (Interview in Eigentümlich frei vom 26.04.2011)
Falsche Frau, falscher Platz (Focus Online vom 17.05.2011
Kaltgestellt statt gleichgestellt (Spiegel Online vom 25.05.2011)
eine Chronologie: Der Fall Ebeling - Chronologie einer Hexenjagd bei WikiMANNia
Frauen müssen in Goslar gleicher sein - Gleichstellungsbeauftragte Ebeling abgesetzt (medrum, 19.05.2011)
Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling abgewählt (Blog Gleichmass e. V. vom 18.05.2011, man beachte die Links)
Die Goslarer Grünen analysiert und zerlegt (FemokratieBlog, 27.05.2011)
Monika Ebeling gefeuert – Herber Pyrrhussieg für die Feministen? (Blog Arne Hoffmann, 17.05.2011)
Gleichstellungsbeauftragte: Keine Zeit für Jungs und Männer? (Blog Arne Hoffmann, 17.05.2011)
FOCUS: »Das Feminat marschiert ... aber wohin?« (Blog Arne Hoffmann, 25.05.2011)
Goslar: Monika Ebeling - Darf eine Gleichstellungsbeauftragte jungen- und männerfreundlich sein? (Blog Leonie Wichmann, 16.05.2011)
Thema Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar (Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Goslar), siehe vor allem Punkt »unsere Meinung« (Infragestellung der Ojektivität der journalistischen Arbeit)
Mit Väterselbsthilfegruppe verlinkt - Zur Strafe Entlassung (Umweltjournal 22.04.2011)
Gleichstellungs-Beauftragte abgesetzt weil sie Gleichstellung praktiziert (Ein Kommentar von André Sepeur) (Umweltjournal 20.05.2011)
Link zu Monika Ebelings Blog 
aktualisiert am 02.03.2018

Freitag, 27. Mai 2011

»Ich konnte es ja«

Dr. med. Praktikant

Von Beate Lakotta

Arzt war nicht sein Beruf, er fühlte sich bloß berufen: Das Stuttgarter Landgericht urteilt über einen Hochstapler, der es mit Hauptschulabschluss bis an den Operationstisch schaffte.
mehr bei Spiegel online

Terrorchef kaufte sein Grundstück beim Hausarzt

Hausarzt Dr. Qazi Mahfooz ul-Haq praktiziert im pakistanischen Abottabad. 2004 kaufte er für 1,5 Millionen Rupien im Viertel Bilal Town ein Stück Land, weil er mit steigenden Preisen rechnete. Schon neun Monate später konnte er sich freuen: Ein freundlicher Interessent bot ihm 2,2 Millionen Rupien, knapp 35.000 Euro. Ul-Haq willigte sofort sein. Heute ist ihm das etwas unangenehm, auch wenn er daraus kein Geheimnis machen will. Denn der nette Käufer, ein Muhammad Arshad, auch bekannt als Arshad Khan, legte das Stück Land mit zwei kleineren angrenzenden Parzellen zusammen, errichtete darauf ein stark befestigtes Wohnhaus und ließ seinen Chef dort einziehen. Vor wenigen Wochen dann drangen schwer bewaffnete US-Amerikaner in das Gebäude ein und erschossen nicht nur den Käufer, sondern auch seinen Chef, einen weltweit bekannten Greis namens Osama bin Laden.
Basler Zeitung, 9.5.2011
zitiert nach Der Hausarzt 9/11

Panorama: Die Deutsche Bank als Heuschrecke

Die Polit-Sendung Panorama, die ihren 50jährigen Geburtstag feiert, hat auf die Deutsche Bank geschossen – nicht ohne Grund:

zu sehen in der ARD-Mediathek



Die Selbstverständlichkeit mit der Joseph Ackermann da über Ethik redet, ist schon verblüffend. In der Psychotherapie wird ein solcher primitiver Abwehrmechanismus »Spaltung« genannt. Der Vorgang ist vergleichbar mit dem Abstreiten des Kokain-Konsums durch Christoph Daum oder dem Ehrenwort von Uwe Barschel. Heißt: Die Leute glauben wirklich, was sie sagen.
siehe auch:
- Heuschrecke Deutsche Bank: US-Kommunen klagen an (Panorama-Archiv, 24.05.2011)


Deutsche Bank zahlt an Wiederaufbauprogramm
Teilerfolg für Aktivisten aus Milwaukee

Frankfurt am Main (ND-Öfinger). Entgegen früherer Absichten will sich die Deutsche Bank nun doch mit 2,5 Millionen Dollar an einem kommunalen Wiederaufbauprogramm für Stadtviertel in der US-amerikanischen Industriestadt Milwaukee beteiligen. Diese Zusage machte Konzernchef Josef Ackermann bei der Hauptversammlung am Donnerstag in Frankfurt am Main. Die Bank werde die Zahlung »als guter Unternehmensbürger« leisten, ohne dazu rechtlich verpflichtet zu sein.
mehr bei Neues Deutschland



Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. (Art 14.2 GG)












Die Leute haben Probleme…

Friedxich Weber, Bischof der Landeskirche von Braunschweig, hat die Forderung des Regensburger katholischen Bischofs Gerhard Ludwig Müller zurückgewiesen, die Protestanten sollten sich offiziell von den Worten Martin Luthers distanzieren, dass der Papst der Antichrist sei (PublikForum 9/2011). Aus evangelischer Sicht sei das Thema längst »erledigt«, erklärte Weber. Diese »polemische Äußerung aus der Reformationszeit« sei schon von Zeitgenossen Luthers und anderen Reformatoren als »unangemessen und übertrieben« kritisiert worden.
Im Jahr 1984 habe die erste bilaterale Arbeitsgruppe von Vereinigter Evangelisch-Lutherischer Kirche (VELKD) und katholischer Kirche festgehalten, »dass das Papstamt damit nicht getroffen sei«, so Weber.
aus Publik-Forum 5•2011

Hartz-IV-Lebenskünstler

Heinrich Alt, Vizepräsident der Bundesagentur für Arbeit, hat erklärt, dass »nur Lebenskünstler« von den geltenden Hartz-IV-Sätzen leben könnten. Ein normaler Mensch könne auch mit dem kürzlich erhöhten Satz von 364 Euro kaum auskommen. »Als Überbrückung ist das vertretbar, aber auf lange Sicht ist Transferbezug menschenunwürdig«, sagte Alt.
aus Publik-Forum 5•2011