Mittwoch, 10. Oktober 2012

Heute vor 50 Jahren – 10. Oktober 1962: »Bedingt abwehrbereit« – Die Spiegel-Affäre 1962

Die Spiegel-Affäre 1962 war eine politische Affäre in der Bundesrepublik Deutschland, bei der sich Mitarbeiter des Nachrichtenmagazins Der Spiegel aufgrund eines kritischen Artikels der Strafverfolgung wegen angeblichen Landesverrats ausgesetzt sahen. Es war das erste Ereignis in der Nachkriegsgeschichte, zu dem die westdeutsche Öffentlichkeit spontan und engagiert politisch Stellung nahm, weil sie darin einen Versuch sah, eine missliebige Publikation zum Schweigen zu bringen. Im Jahr 2012 wurde bekannt, dass der BND jahrelang die Redaktion bespitzelte und zu manipulieren versuchte. Eine Einsicht in die damaligen Akten wurde den recherchierenden Redakteuren des Spiegel auch fünfzig Jahre nach der Affäre verweigert.[1]
Der Ausgang der Affäre, in deren Verlauf zwei Staatssekretäre entlassen wurden und der damalige Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß aus dem Kabinett Adenauer ausscheiden musste, wird heute als Stärkung der Pressefreiheit in Deutschland angesehen.
[Spiegel-Affäre, Wikipedia, abgerufen am 02.01.2018]
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siehe auch:
- Hätten die Siegermächte der BRD den Besitz von Atomwaffen erlaubt? (Fatalistalterego, Fatalistblog, 23.04.2018)
Egon Bahr: Drei Briefe und ein Staatsgeheimnis (27.05.2015), siehe vor allem den Artikel von Egon Bahr: Mein Deutschland (Teil 9): Drei Briefe und ein Staatsgeheimnis (Egon Bahr, die Zeit, 14.05.2009)

Dirk Pohlmann über "Der duale Staat: Recht, Macht und Ausnahmezustand" {2:06:59 – Start bei 1:10:48}

Gruppe42
Am 16.05.2018 veröffentlicht 
"Der Staat - das klingt in unseren Ohren nicht unbedingt freundlich, aber es klingt nach Recht und Ordnung. In der Schule und an der Universität erfahren wir von den ehernen Regeln der Demokratie. Gewaltenteilung, Rechtsstaat, Wahlen, parlamentarische Repräsentanz, alles scheint altehrwürdig und wohlgeregelt im Staats und Verfassungsrecht. Bis in die Details und bis in die letzten Winkel ist festgelegt, wer nach welchen Regeln für was zuständig und verantworlich ist. Dass daran nicht gerüttelt wird, dafür sorgt die Demokratie, sie bezeichnet sich selbst gerne als „wehrhaft“.
Da ist ein Begriff wie „Deep State“ oder „Dualer Staat“ störend. Er legt nahe, dass es neben dem bekannten, demokratisch legitimierten Staat noch einen anderen gibt, der nicht gewählt wird, der sich selbst ermächtig, der eingreift, wann es passt. Aber wann? Wer bildet ihn? Was tut er? Wann tötet er? Warum liest man darüber so wenig? Und warum beschäftigen sich „seriöse“ Medien damit eigentlich überhaupt nicht? Medien, Politiker und Universitätslehrer verweisen den Begriff des „parallelen Staates" gerne in den Bereich der „Verschwörungstheorien“.
Und doch ist er real. In allen Staatsformen, aber insbesondere in der Demokratie, gibt es im Unterschied zum normativen Ideal die realpolitische Existenz eines „Machtstaates“ oder „Maßnahmenstaates“, des "Deep State". Auch akademische Politologen und Rechtswissenschaftler haben sich damit beschäftigt, ausnahmslos Personen, die sich mit dem Widerspruch zwischen Realpolitik einerseits und der Idee des liberalen Rechtsstaates andererseits beschäftigt haben. Sie haben erkannt: Der „Deep State" hängt mit den Erfordernissen der Hegemonialmacht im „Grossraum“ zusammen.
Dementsprechend gibt es Länder, in denen der „Tiefe Staat“ Alltagswissen ist, z.B. die Türkei oder Italien. Dort ist die Realität des parallelen Staates so unübersehbar zutage getreten, dass auch Staatspräsidenten von ihm reden - müssen. Und es gibt Länder, in denen man in öffentlichen Ämtern nicht von ihm sprechen kann, ohne Reputation und Karriere zu riskieren.
Die staatstragenden Kräfte vieler Länder blenden diese Realität deshalb weiter aus. Oder sie versuchen es zumindest. Aber auch in diesen Ländern ist der „Deep State“ aktiv geworden. Nicht nur in Vasallenstaaten, sondern auch im Zentralreich des Hegemons selbst.
Anhand praktischer Beispiele legt der Journalist Dirk Pohlmann praktisch und theoretisch dar, was es mit dem "Deep State“ auf sich hat. Sein Vortrag ist eine Mischung aus staatsrechtlicher Analyse und Bericht, wann und wo der Deep State sichtbar geworden ist. Ein spannendes Thema, dessen Bedeutung kaum überschätzt werden kann. Es ist besser, darüber Bescheid zu wissen, als nur die Konsequenzen verständnislos erleben zu müssen.
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Wir werden dicker, wenn Ihr uns füttert!

Die Spiegel-Affäre 1962 {1:37:51}

fritz51265
Am 03.05.2014 veröffentlicht 
Die Spiegel-Affäre 1962
Die Spiegel-Affäre" vom Oktober 1962 ist ein Politthriller auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges. Die Welt stand mit der Kubakrise am Rand eines Atomkrieges, in dessen strategischem Zentrum Deutschland gelegen hätte. Vor diesem bedrohlichen Hintergrund fechten zwei außergewöhnliche Alpha-Männer eine beinahe archaisch anmutende Fehde aus: der Verteidigungsminister Franz Josef Strauß und der „Spiegel"-Gründer und Herausgeber Rudolf Augstein.
„Die Spiegel-Affäre" ist nicht nur ein Film über einen Meilenstein in der Demokratisierung der jungen Bundesrepublik, sondern vor allem über Pressefreiheit sowie über Moral und Ethik in Politik und Wirtschaft: Vor dem Hintergrund von NSA, Whistleblowern und Wikileaks ist diese Geschichte von damals eine von heute.
siehe zur Spiegel-Affäre auch:
Ein Abgrund von Lüge (SPON, 17.09.2012)
zu BND-Chef Gehlen siehe auch:
Geheimdienst-Gründer Gehlen und seine Russenpanik – Rette mich, wer kann (Klaus Wiegrefe, SPON, 30.10.2017)
Der "Katzenschlosser": Eine Schlüsselfigur im Oktoberfestattentats-Rätsel? (Markus Kompa, Telepolis, 14.02.2015)
Geheimdienst-Gründer Gehlen und seine Russenpanik – Rette mich, wer kann (Wolfgang Löhde, ZON, 24.09.1971)
zur Affäre Langemann (»Operation Eva«) siehe auch:
Konkret Extra: Operation Eva (Konkret, 04.08.2015)

Heute vor 30 Jahren – 10. Oktober 1982: Heiligsprechung von Maximilian Kolbe

Märtyrertod im Bunker 


Zusätzliche Strafaktionen, bei denen Häftlinge für die Vergehen von Einzelnen mit Folter und Tod bestraft wurden, waren im Konzentrationslager Auschwitz an der Tagesordnung. Ende Juli 1941 mussten die Inhaftierten zu einem Strafappell antreten, weil einem Häftling die Flucht gelungen war. Zehn Männer sonderte Kommandant Karl Fritsch nach Gutdünken für den »Hungerbunker« aus. Das Verhängnis traf auch Franz Gajowniczek, der in lautes Klagen und Weinen verfiel und um seiner Söhne willen um Gnade flehte. Der katholische Priester Maximilian Kolbe, seit Mai in Auschwitz inhaftiert, trat vor und bot sein Leben für das des Unglücklichen an. Mit den anderen wurde er in den Bunker gepfercht. Als die Leidensgenossen schon verhungert waren, hörte man Kolbe immer noch beten. Am 14. August wurde er durch eine Giftspritze getötet.

Heute vor 30 Jahren, am 10. Oktober 1982, sprach Papst Johannes Paul II. Pater Maximilian Kolbe heilig. Bei der Feier war auch Franz Gajowniczek anwesend, dem Kolbe das Leben gerettet hatte.

Maximilian Kolbe (1894-1941) 
 • katholischer Priester deutsch-polnischer Herkunft
 • Missionar und Seelsorger
 • 1941 verhaftet und nach Auschwitz verschleppt
 • als Märtyrer verehrt
Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2012

Dienstag, 9. Oktober 2012

Vor 45 Jahren – A Whiter Shade of Pale wird veröffentlicht

A Whiter Shade of Pale ist ein Lied der britischen Gruppe Procol Harum. Es wurde am 12. Mai 1967 veröffentlicht und erreichte Platz 1 der englischen Charts. Es wurde weltweit über 2,5 Millionen Mal verkauft. Das Lied wurde über Deram Records veröffentlicht. Die Melodie stammt von Gary Brooker und Matthew Fisher, der Text von Keith Reid.



Charakteristisch für das Lied sind die von Johann Sebastian Bach inspirierten Klänge der Hammond-Orgel, die Matthew Fischer spielte. Sänger Gary Brooker singt den Song in seiner hohen Stimmlage. Das Lied erreichte bald nach Veröffentlichung die Nr. 1 in verschiedenen Ländern und wurde zum weltweiten Hit.
aus Wikipedia

Montag, 8. Oktober 2012

Heute vor 100 Jahren – 8. Oktober 1912: Beginn der Balkankriege


Explosive Lage in Südosteuropa
Mit der Zurückdrängung des Osmanischen Reichs in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts entstanden auf dem Balkan kom­plizierte politische und territoriale Strukturen: Serbien, Montenegro und Rumänien waren selbstständige Staaten geworden, Bulgarien ein den Osmanen tributpflichtiges Fürstentum und Bosnien-Herze­gowina war der Verwaltung Österreich-Ungarns unterstellt. Albanien und Makedonien blieben unter türkischer Hoheit.
Türkische Flüchtlinge vom Balkan in Istanbul, 1912
Um die verbliebenen osmanischen Gebiete unter sich aufzuteilen, verbündeten sich die Balkanstaaten, erklärten Istanbul im Oktober 1912 den Krieg und waren bald siegreich. Bei der Verteilung der Beute gerieten die einstigen Verbündeten in einen Konflikt, der 1913 zum Zweiten Balkankrieg führte: Bulgarien ging damals als der große Verlierer hervor, seine Gegner Serbien, Rumänien und Griechenland verleibten sich Territorien ein, Albanien wurde selbstständiges Fürstentum. Der Balkan mit seinen jungen Nationalstaaten, die nach Expansion strebten, und seiner komplizierten ethnischen Gemenge­lage blieb das berüchtigte »Pulverfass«, an dem schon die Lunte für den großen Knall von 1914 brannte, den Ersten Weltkrieg.

Was am 8. Oktober noch geschah:
1991: Kroatien wird unabhängig von Restjugoslawien.
Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2012 

Sonntag, 7. Oktober 2012

Vor 43 Jahren – Reflections of my Life wird veröffentlicht


The Marmalade - Reflections Of My Life [3:53] (Text)


Reflections of My Life war ein Hit der schottischen Popgruppe The Marmalade. Die Hit Single wurde im Herbst 1969 veröffentlicht und war weltweit in den Charts. Der Song erreichte den 3. Platz der Britischen Singlecharts, Platz 10 der US Billboard Hot 100 und war in Deutschland auf Platz 20 der Charts. Bis November 1971 verkaufte sich der Titel 1 Million mal, bis heute erreichte Reflections of My Life einen Umsatz von mehr als 2 Millionen Stück.

Freitag, 5. Oktober 2012

Heute vor 60 Jahren – 5. Oktober 1962: Der erste James-Bond-Film kommt ins Kino


»Mein Name ist Bond, James Bond.«
Heute vor 50 jahren, am 5. Oktober 1962, begann mit dem Streifen »James Bond jagt Dr. No« die Geschichte der erfolgreichsten Kino­filmserie aller Zeiten. Die Figur des genialen und mit allen Wassern gewaschenen britischen Geheimagenten avancierte zur Ikone, der Name des coolen Helden wurde sprichwörtlich. Die Rolle des James Bond spielen zu dürfen, war und ist für viele Schauspieler ein Traum, nachdem der Schotte Sean Connery als Geheimagent 007 weltbe­rühmt geworden war. Erdacht hat die Figur der englische Schriftstel­ler lan Fleming, der während des Kriegs selbst im Geheimdienst tätig war und 1953 den ersten Bond-Roman vorlegte.
Plakat zum ersten James-Bond-Film, 1962
Viele Details und Merkmale der Bond­-Filme sind seit der Premiere 1962 beibe­halten worden. Die Filmmusik und die Er­öffnungssequenz, die Rolle eines attraktiven Bond-Girls als Gespielin, schnelle, technisch raffinierte Fahrzeuge, ein äußerst gefährlicher Gegenspieler, heiße Verfolgungsfahrten, auf­wendige Stunts und exotische Schauplätze. Ein offensichtlich erfolg­reicher Mix: Die 25 Filme lockten weltweit über 8 Mrd. Menschen in die Kinos.

Frühe Bond-Filme
·    1963: Liebesgrüße aus Moskau
·    1964: Goldfinger
·    1965: Feuerball
·    1967: Man lebt nur zweimal
·    1969: Im Geheimdienst Ihrer Majestät 
Brockhaus - Abenteuer Geschichte 201