Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
Libyen – Abtrünnige Soldaten wollen Islamisten vertreiben (ZEIT Online, 19.05.2014) Aus einem Kommentar von Der Schlaustehier zu einem weiteren Lybien-Artikel bei der Tagesschau: »Die Lage in Libyen bleibt unübersichtlich: Mit diesem Satz eröffnet der Artikel. Die "unübersichtliche Lage" wird
aber recht gut an Hand dieses Artikels aufgelöst: Wir haben es in Libyen
mit drei Akteuren zu tun: 1. islamistischen Milizen (in der Gut/Böse Bewertung dürften diese bei "Böse" einzuordnen sein) 2. Übergangs-Regierung 3. "Libysche Nationalarmee" von Chalifa Haftar Bei den letzten beiden wird die Bewertung (Gut/Böse) etwas schwieriger aber auch auflösbar: Beide sind eher auf der Seite der "Guten" (da beide gegen die "Bösen"
(Islamisten) sind). Die Übergangsregierung tut lt. Haftar aber zu wenig,
deshalb "erledigt" er es. Das wird von der Übergangsregierung als
Putschversuch angesehen, von Haftar aber nicht so gesehen. Die persönliche Beurteilung wer von den beiden Guten der Bessere oder
Schlechte ist wird von der Frage abhängen, ob man Haftars Vorgegen im
Kampf gegen Islamismus für nötig/angemessen erachtet oder nicht.«
Aus einem Kommentar von Mehrdimensional zu einem anderen Libyen-Artikel: »Bilanz des Arabischen Frühlings: Syrien: Bürgerkrieg, hunderttausende Tote, Diktator noch fest im Sattel,
der "befreite" Teil des Landes wird zunehmend von Islamisten
terrorisiert. Ägypten: kurzes Schauspiel der Religiösen, bis sich die Mehrheit das
Militär zurückwünschte, Wirtschaft am Boden, politisch nun gleicher
Zustand wie unter Mubarak. Libyen: Totales Chaos, permanente Bürgerkriegsgefahr, den meisten dürfte
es wirtschaftlich erheblich schlechter gehen, Gefahr eines "failed
states", ähnlich Somalia. Tunesien: politisch relativ geordneter Prozess des Übergangs,
andauerndes Wirtschaftswachstum. Die für ein islamisches Land relativ
liberale Gesellschaft wird durch die Stärke der "moderaten" Islamisten
von Ennahda, die vom Kalifat und der Befreiung Jerusalems schwafeln,
jedoch stark gefährdet.«
Peter Scholl Latour rastet aus Syrien, Salafisten, Islam Der Talkshow Eklat [12:14]
Veröffentlicht am 05.09.2012
- Das Erste: ANNE WILL am 6. Juni 2012: Assad lässt Kinder töten - wie lange wollen wir noch zuschauen? (05.06.2012) "Assad lässt Kinder töten - wie lange wollen wir noch zuschauen?" lautet das Thema bei ANNE WILL am Mittwoch, 6. Juni 2012, um 22.45 Uhr im Ersten.
Nach dem Massaker von Hula, bei dem über hundert Zivilisten, darunter viele Kinder, ums Leben kamen, zeigt sich der syrische Staatschef Baschar al-Assad unbeirrt. Nun hat die syrische Opposition den UN-Friedensplan von Kofi Annan für gescheitert erklärt. Es droht eine neue Eskalation der Gewalt. Die EU und Russland sind sich uneins über das weitere Vorgehen, und der französische Präsident Hollande denkt bereits über einen Militärschlag gegen Syrien nach. Auch in Deutschland werden Forderungen nach einer bewaffneten Intervention laut. Wie sollen wir uns angesichts der dramatischen Lage in Syrien verhalten?
Hierzu werden am 6. Juni bei Anne Will zu Gast sein: Christian Springer (Kabarettist und Gründer von "Orienthilfe e.V.") Jürgen Todenhöfer (Publizist)
Huberta von Voss-Wittig (Journalistin, Ehefrau des deutschen
UN-Botschafters Peter Wittig) Michael Wolffsohn (Historiker) Theo Sommer (ehemaliger "Zeit"-Herausgeber, Journalist und Autor) Julian Reichelt ("Bild"-Chefreporter) Zitate Peter Scholl-Latour aus dieser Diskussionsrunde mit Anne Will: - Der Titel dieser Sendung ist eine Vorwegnahme. Es ist eigentlich eine gehässige Formulierung. (»Assad läßt Kinder töten – wie lange wollen wir noch zuschauen?«, Diskussionsrunde vom 06.06.2012) - Die Zeugenaussagen sind sehr einseitig. - Die Freiheitskämpfer [in Libyen] benehmen sich genauso schlimm wie die Truppen Gaddhafis. […] Er ist gefoltert und gepfählt worden. Das sind die Methoden der Freiheitskämpfer. Man soll nicht so furchtbar einseitig schwarz-weiß denken und daran denken, daß der libanesische Bürgerkrieg 15 Jahre lang gedauert hat. - Die Jungs, die da mit Facebook rumspielen, das sind Dilettanten. - Um eine Revolution zu machen muß man Schläger haben und Ganoven haben und nicht irgendwelche jungen Leute, Idealisten. - Dieses humanitäre Geschwafel bin ich leid. - Wir werden da nicht 10.000 Tote haben in Syrien, wie jetzt, sondern wie in Algerien 200.000 Tote. (Mitte 2013 sprachen SPIEGEL und BILD übereinstimmend von 100.000 Toten in Syrien.) (Theo Sommer sprach in dieser Sendung noch von 160.000 Toten im Irak. Eine US-Studie 2012: 500.000 Tote, Heutiger Stand [Schätzung IPPNW]: 1,5 Millionen) - Ich komme doch noch mal auf die Religion zurück, verdammt nochmal. Es gibt 12 Millionen Alawiten dort [in Syrien]. Das ist eine Sekte, das sind keine Schiiten (Wikipedia rechnet sie den Schiiten zu), das ist sehr viel komplizierter. Und die Leute sind eingeschworen auf das Regime, die haben da die Schlüsselstellungen inne. Wenn die Salafisten siegen – das ist die Gegenkraft, […] dann werden die nicht nur ihre Posten und ihren Reichtum verlieren, die werden massakriert werden. Die Leute werden bis zum letzten kämpfen. Anne Will: Ein militärisches Eingreifen – sehen Sie’s ähnlich risikolos wie Julian Reichelt? Scholl-Latour [etwas fassungslos]: - Wir haben den Afghanistan-Krieg verloren, wir haben im Irak 'n Krieg verloren. Wir sind aus Somalia abgehauen. Was soll man noch verlieren? Das mit Libyen, das ist total schiefgegangen. - Wir haben das Kernproblem überhaupt nicht berührt, Frau Will! Das Kernproblem ist überhaupt nicht zur Sprache gekommen. Daß nämlich Syren das Bindeglied ist zwischen dem Iran und dem Libanon, und daß dieses Bindeglied herausgebrochen werden soll. - Im Irak ist alles schiefgelaufen, und wir reden von einer neuen militärischen Intervention, da muß man doch verrückt sein…
siehe dazu: - Talkshow – Syrien-Spezial: Scholl-Latour attackiert Anne Wills ARD-Spezial zu Syrien mit dem suggestiven Titel Assad lässt Kinder töten (Daniel D, Kriegsberichterstattung, 06.06.2012) - Humanitäres Geschwafel oder intelligenter Krieg? (Stern, 07.06.2012) - Kindermord bei Anne Will. Todenhöfer sagt ab. Bild-Reporter gibt die Richtung vor (Hintergrund, 07.06.2012) „Assad lässt Kinder töten - wie lange wollen wir noch zuschauen?“, mit dieser Überschrift warb die ARD für ihre am Mittwochnacht im Ersten ausgestrahlte Talkshow „Anne Will“. Die Zeile ist so suggestiv, dass ein ausgewogenes Gespräch nicht zu erwarten war. Ein Talkshowgast sprang daher gleich ab: Jürgen Todenhöfer, ehemaliger CDU-Politiker und Burda-Vorstand, der die Region aus eigener Anschauung gut kennt und sich seit Jahren als engagierter Kritiker der westlichen Kriegspolitik hervortut, wollte seinen Sachverstand nicht in eine Diskussion einbringen, deren Ergebnis von der Redaktion anscheinend schon vorher festgelegt worden war.
Es lautet in aller Kürze: Die syrische Regierung ist alleine schuld an dem Konflikt in ihrem Land. Sie alleine trägt die Verantwortung für geschätzt zehntausend Toten. Dementsprechend war die Diskussionsrunde von der Redaktion zusammengestellt worden. Ein Repräsentant der Friedensforschung war ebenso wenig darunter, wie ein Kriegskritiker von Seiten der Linken oder gar ein Pazifist. Die seit Monaten von der Regierung Assad erklärte Bereitschaft zu demokratischen Reformen blieb ebenso unerwähnt wie die zahlreichen Berichte über Kriegsverbrechen und systematische Folterungen von Seiten der Rebellen. Im Grunde fiel nur dem als Ersatz für Todenhöfer eingeladenen konservativen Journalisten Peter Scholl-Latour die undankbare Rolle zu, als einsamer Rufer in der Wüste ab und zu ein paar Fakten in die Diskussion zu nuscheln. Noch einmal zur Ukraine: Wenn der Westen klug wäre – und ich kann nur beten, daß es noch ein paar kluge Leute gibt, die was zu sagen haben –, würde er sich aus den innenpolitischen Angelegenheiten der Ukraine draußen halten. Als damals von der gemeinsamen EU-Währung gesprochen wurde, wurden Beitrittskriterien festgelegt (die von den Griechen – unter Augenzwinkern – umgangen wurden). Wollen wir allen Ernstes jetzt die Ukrainer, die noch weniger auf die Reihe kriegen als die Griechen, mit an den Tisch holen? Aber die schlechtere der beiden Möglichkeiten wäre anscheinend, wenn es in der Ukraine 10 bis 15 Jahre lang Bürgerkrieg gäbe, und wir schauten zu. Das könnten wir Gutmenschen nicht aushalten! Umfrage: Mehrheit gegen stärkeres Engagement Deutschlands in der Welt (Das Allgäu online, 20.05.2014) Und wir brauchen eine (politische?) Moral, die das aushält! Keiner der vom arabischen Frühling beglückten Staaten ist für eine Demokratie kulturell weit genug entwickelt. Dann sollten wir im »Freiheit und Demokratie«-hypnotisierten Westen endlich damit anfangen, nicht ständig »Hurra« zu schreien, wenn es irgendwo einer despotischen Clique an den Kragen geht! aus einem Interview mit der nigerianischen Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie über die entführten Mädchen bei Faz.net (Unser lächerlicher Optimismus) »Ich hatte wegen der entführten Mädchen
ungefähr zweitausend Interviewanfragen aus dem Westen. Aber ich spüre da
auch einen arroganten Zug in diesen Bemühungen, im Sinne von: Wieso
reißen sich diese verrückten Nigerianer nicht mal zusammen? […] Deswegen denke ich ja, dass es unser eigenes Problem ist. Ich wünsche
mir auf jeden Fall mehr Komplexität. Hört auf, es euch so leicht zu
machen! Es ist nicht wie mit den Taliban. Nicht alles in der Welt muss
in eure vorgefertigten kleinen Schubladen passen. Und hört auf,
Präsident Jonathan zur Karikatur abzustempeln. Was er tut, ist
verwerflich und nicht zu entschuldigen, aber wenn man den politischen
Kontext kennt, werden seine Handlungen verständlicher. Die Boko Haram
sind in der Vergangenheit von nigerianischen Politikern unterstützt
worden. Ich frage mich, warum niemand mal mit denen redet. Ich habe
viele Fragen, aber die Medien beantworten sie nicht, weder die in
Nigeria noch die von außerhalb.«
- Viktor Janukowitsch, ehemaliger Ministerpräsident,Vermögen: etwa 150 Millionen Dollar (SRF, 24.02.2014) Janukowitsch hatte intern die Maxime der oligarchischen
Wirtschaftsstruktur ausgegeben. Kleine und mittlere Unternehmen gelten
in seinen Augen als Brutstätte für den Wunsch nach demokratischer
Mitsprache. Und so zwang er sie steuerlich oder mittels
Übernahmeattacken aus präsidentennahen Kreisen in die Knie, sodass ihre
Zahl bereits 2010 um 30 Prozent gesunken sei und 1,5 Millionen Menschen
Arbeit verloren haben, wie Wladimir Dubrowskiy, Chefökonom beim Institut
"CASE Ukraine", erklärt.(Welt, 09.03.2014) - Oleksander Janukowitsch, Sohn von Viktor, Vermögen etwa 370-500 Millionen Dollar, gründete die Ukrainian Business Bank und die All Ukrainian Development Bank
im Kielwasser
- Andrej Klujew, unter Janukowitsch Chef der Präsidialverwaltung und früher Vizepremierminister, - Sergej Klujew, Abgeordneter der Partei der Regionen im Parlament Das Vermögen der Klujew-Brüder soll rund 618 Millionen Dollar betragen, schätzt die ukrainische Zeitschrift "Focus". (Welt, 06.03.2014) Die Herzstücke der Geschäfte im Hause Kljujew waren Buntmetalle, Bau und Finanzen, die allesamt unter dem Dach der Mischholding Ukrpodschipnik und ihres österreichischen Ablegers Slav AG gebündelt waren. Auch von Wien aus haben sie den Solarenergiemarkt in der Ukraine monopolisiert, von der Gewinnsteuer befreit und die europaweit höchsten Tarife für Solarenergie durchgesetzt. (Welt, 09.03.2014) - Sergej Arbusow, enger Freund der Janukowitsch-Familie, der später zum Chef der Nationalbank und Vizepremierminister aufstieg, leitete die Ukrainian Business Bank und die All Ukrainian Development Bank (Welt, 06.03.2014) - Sergej Kurtschenko, Unterstützer Janukowitschs, Vermögen: 650 Millionen Dollar (Welt, 06.03.2014), laut Korrespondent (zitiert nach Wikipedia) 2013 2,4 Milliarden Dollar - Mikola Asaro, Freund von Viktor Janukowitsch, ehemaliger Ministerpräsident, trat auf Anweisung Janukowitschs zurüc, Multimillionär (Welt, 06.03.2014), Sein Sohn Alexej residiert in einer Prachtvilla im Wiener Vorort Währing. - Viktor Pschonka, Ex-Generalstaatsanwalt und sein Sohn Artem - Wie die Janukowitsch-Clique Millionen scheffelte (Welt, 06.03.2014) - Auch Timoschenkos Oligarchen sind skrupellos (Welt, 09.03.2014) - Rinat Achmetow, Janukowitschs langjähriger Schutzherr und mit seiner weitverzweigten Holding System Capital Management Herrscher über den industriereichen Donbass, mit laut Forbes 12,5 Milliarden reichster Ukrainer (Welt, 09.03.2014), 16 Milliarden Dollar,(FAZ.net, 24.02.2014) =====
ukrainischer Unternehmer und Politiker tatarischer Herkunft. Mit einem Vermögen von geschätzten 11,6 Mrd. US-Dollar[1] (2014) ist Achmetow der reichste Mensch der Ukraine, er gilt auch als der einflussreichste Oligarch des Landes. [Rinat Achmetow, Wikpedia, abgerufen am 19.11.2017]
=====
die »Gas«-Gruppe:
- Dmytro Firtasch, Mitbesitzer des Gaszwischenhändlers RosUkrEnergo, der zu 50 Prozent im Besitz von Gazprom steht, geschätztes Vermögen: 10 Milliarden Dollar
weitere: - Viktor Pintschuk, Unternehmer und Mäzen, hat sich seit 2006 weitgehend aus der Politik zurückgezogen.
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Von 1998 bis 2006 gehörte Pintschuk dem ukrainischen Parlament an. Im Januar 2005, am Ende von Kutschmas Amtszeit, hatten sich die oligarchischen Gruppen mittels Übernahmen und Zusammenschlüssen von ihren jeweiligen Regionen emanzipiert und politische Schlüsselämter in Kiew erobert: die Leitung des Außenministeriums, des Energieministeriums, der Zentralbank, des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats sowie der Zollbehörde, aber auch den Vorsitz in wichtigen parlamentarischen Ausschüssen. Seit dem Jahr 2006 hat Pintschuk sich weitgehend aus der Politik zurückgezogen und hat starke Netzwerke im Westen, in den USA und in Frankreich aufgebaut. Er setzte sich für einen raschen EU-Beitritt ein und sponsert den „Ukrainischen Lunch“ beim Davoser Weltwirtschaftsforum.[2]
Im Jahr 2006 bündelte Pintschuk rund 20 von ihm kontrollierte Unternehmen zum Firmenverbund Eastone Group zusammen. Außer auf die Röhren- und Metallindustrie konzentriert sich die in London ansässige Gruppe auf den Investment- und Immobilienbereich. Zudem gehören ihr eine Reihe ukrainischer Fernsehsender und Verlagshäuser. Die Eastone Gruppe ist eine Beratungsfirma für internationales Investment, das multinationalen Unternehmen alle Werkzeuge bietet, um in die Wirtschaft des Ostens einzudringen. Zur gleichen Zeit wurde er Besitzer von vier Fernsehsender und einer beliebten Boulevardzeitung (Fakten und Kommentare) mit einer Auflage von über 1 Million. Auch seine karitativen Aktivitäten bündelte Pintschuk 2006 und gründete seine Stiftung "Viktor Pintschuk Foundation" (Pinchukfund). Die Stiftung gibt jährlich rund 10 Millionen Dollar für Projekte aus[3] und arbeitete mit der Konrad-Adenauer-Stiftung zusammen.[4] Seine Frau gründete die Elena Frantschuk Stiftung,[5] die einzigen mit privaten Mitteln finanzierten Anti-Aids-Stiftung der Ukraine.[6] Im Juni 2006 gab der britische Sänger Elton John ein Anti-Aids-Konzert auf dem Majdan, zu dem fast genauso viele Menschen kamen wie zu den Aufläufen während der Orangen Revolution. Pintschuk finanzierte auch die Open Society Stiftung von George Soros, die den Bürgerprotest von 2004 unterstützte. Pintschuk gründete die private Wirtschaftsuniversität Kyiv School of Economics.
Ab 2004 entwickelte sich Pintschuk zum Aushängeschild einer westlich gewendeten ukrainischen Elite. Hatte er noch während der Orangen Revolution, wie sein Gegenpart Rinat Achmetow, lange die Partei der Regionen und deren Spitzenkandidaten Wiktor Janukowytsch gestützt, begann er danach eine eigene Außenpolitik für seine nach Westen ausgedehnten Geschäftsinteressen zu betreiben. Zur Annäherung an die EU rief er 2004 die Yalta European Strategy (YES) ins Leben. Jedes Jahr lud er wirtschaftliche und politische Eliten im Sommerpalast des letzten Zaren auf der Krim in Jalta zu einer Konferenz ein, um die Annäherung der Ukraine an die EU voranzubringen. Zu den Gästen gehörten unter anderem Bill und Hillary Clinton, Tony Blair, Larry Summers, Bill Gates und Richard Branson. Zum weiteren Freundeskreis zählten Henry Kissinger, Steven Spielberg und die Obamas. [Wiktor Pintschuk, Biografie, Wikipedia, abgerufen am 19.11.2017]
Als Inhaber der Unternehmensgruppe Ukrprominvest, zu der Beteiligungen im Auto- und Schiffbau, der Schokoladenherstellung und Rüstung sowie Fernsehsender gehören, wurde Poroschenko zum Milliardär. 2013 listete ihn das Wirtschaftsmagazin Forbes auf Platz sieben der ukrainischen Oligarchen mit einem geschätzten Vermögen von 1,6 Milliarden US-Dollar;[2] 2005 hatte das polnische Nachrichtenmagazin Wprost sein Vermögen noch auf etwa 350 Millionen US-Dollar geschätzt.[3]Poroschenko ist Mitglied der nach ihm benannten Partei Block Petro Poroschenko, die im August 2014 aus der 2001 von ihm gegründeten Partei Solidarnost hervorging. Ab 2002 hatte er sich vor allem im 2012 aufgelösten Wahlbündnis Block Unsere Ukraine engagiert. Er bekleidete verschiedene Regierungsämter; von Februar bis September 2005 war er Vorsitzender des „Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats“, von Februar 2007 bis März 2012 Notenbank-Aufsichtsrat und Direktor der Nationalbank der Ukraine und 2009/10 Außenminister. 2012 war er mehrere Monate Wirtschaftsminister, entwickelte sich danach aber zu einem Kritiker des Präsidenten Janukowytsch. Am 25. Mai 2014 gewann er die Präsidentschaftswahl in der Ukraine 2014 im ersten Wahlgang.[4] [Petro Poroschenko, Wikipedia, abgerufen am 19.11.2017]
- Olexandr Turtschynow, derzeitiger Übergangspräsident, ehemaliger Geheimdienstchef, steht laut Wikileaks im Verdacht, in dieser Eigenschaft Dokumente
vernichtet zu haben, die Julia Timoschenkos Mafia-Kontakte bewiesen. (SRF, 24.02.2014) - Arseni Jazenjuk, Ministerpräsident der Übergangsregierung, ehemaliger Außenminister, ehemaliger Wirtschaftsminister und Ex-Notenbank-Chef dazu: - Ukraine – Nato finanziert private Stiftung von Ukraines Premier Jazenjuk (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 23.08.2014)
Angela Merkel trifft am Samstag den Übergangs-Premier Arseni Jazenjuk. Er ist eine Art „Mario Monti der Ukraine“: Ein ehemaliger Banker, als Technokrat eingesetzt, um die westlichen Interessen zu vertreten. Für seine Stiftung erhält er Geld von der Nato und der britischen Finanz-Elite. Er ist der Prototyp des globalen Netzwerkers, der nicht seinem Volk dient, sondern jenen, die von der Plünderung der Ukraine langfristig massiv profitieren wollen. 2 Zitate:
Jazenjuk ist im Grund als politischer Führer der Ukraine denkbar ungeeignet: Er hat keine Hausmacht, gilt als unberechenbar und als Einzelgänger. Seine Biografie weist den Juristen als Banker aus: Er war stellvertretender Vorsitzender des Vorstands einer der größten ukrainischen Banken, der AT AvalBank. Später war er Vizepräsident der Ukrainischen Zentralbank, ehe er als Mitglied der Timoschenko-Gruppe vollständig in die Politik ging.
Sein formaler Rücktritt vor einigen Wochen geht daher auch nicht auf die Sorge um die Zukunft der Ukrainer zurück, sondern auf einen abgelehnten Gesetzesentwurf, mit dem die Öffnung der ukrainischen Pipelines für ausländische Investoren möglich gemacht hätte werden sollen.
- Ihor Kolomojskyj, Unternehmer, mit 2,4 Milliarden Dollar drittreichster Ukrainer, Anfang März 2014 von Turtschynow zum Gouverneur von Dnipropetrowsk ernannt, gilt als Geldgeber von Klitschko Es gibt die Theorie, dass der Oligarch Ihor Kolomojskyj in der
Burisma-Holding das Sagen hat. Der mit Timoschenko verbundene Milliardär
wurde von der neuen Kiewer Regierung als Gouverneur von Dnipropetrowsk
ernannt und hat da schon einmal ein Kopfgeld
von 10.000 US-Dollar für den Fang eines Separatisten ausgelobt. In der
Stadt befindet sich mittlerweile auch die Zentrale des Rechten Sektors,
der nun ganz offiziell gegen die Separatisten in den Krieg ziehen darf.
Zudem hat der Milliardär auch eine Sondereinheit bzw. Miliz mit dem
Namen Dnepr gegründet.(Polen: Wie "sauber" ist die ukrainische Burisma-Holding?, Telepolis, 15.05.2014) Diese Oligarchen kontrollieren nicht bloss die ukrainische Wirtschaft,
sondern auch den allergrössten Teil der ukrainischen Parlamentarier.
Bloss etwa 50 der 445 Abgeordneten seien tatsächlich unabhängig, meint
Investigativ-Journalist Sergej Leschtschenko. (Ukraine: Die Oligarchen organisieren sich neu , SRF, 24.02.2014)
Die Partei sieht ihre Wurzeln in der Organisation Unabhängiger Nationalisten (OUN) und deren Partisanenarmee UPA. Die Swoboda verehrt auch Stepan Bandera[4] und sieht sich im Widerstand gegen den „russischen Imperialismus“, mit dem die Souveränität der Ukraine „in Vergangenheit und Gegenwart“ konfrontiert ist.[5][6] Ihr Parteivorsitzender ist Oleh Tjahnybok. […]
Als Reaktion auf eine Äußerung des französischen Außenministers Laurent Fabius, die Swoboda stehe „nur ein wenig weiter rechts als die anderen Parteien“,[22]erklärte das russische Außenministerium am 13. März 2014, die Aktivitäten von Swoboda hätten einen „offen nationalistischen Charakter“. Überdies vertrete die Partei „rassistische, antisemitische und fremdenfeindliche Ansichten“ und ihr „ideologisches Arsenal beinhalte einen Aufruf zum Verbot der russischen Sprache in der Ukraine“.[23]
Am Abend des 18. März 2014 drang eine Gruppe von Parlamentsabgeordneten und Unterstützern der „Swoboda“ unter Führung von Ihor Miroschnytschenko (er ist stellvertretender Vorsitzender des „Ukrainischen Komitees für Meinungsfreiheit“) in das Kiewer Büro des Chefs des staatlichen Fernsehsenders Natsionalna Telekompanija Ukraïny, Olexandr Pantelejmonow, ein und zwang ihn mit Drohungen und Remplern, eine Kündigungserklärung zu unterschreiben. Sie warfen ihm vor, er sei ungeeignet, weil er russische "feindliche" [5] Propaganda unterstütze. Der Sender hatte Ausschnitte der Rede von Wladimir Putin zum Beitritt der Krim am 18. März 2014 gezeigt, in dem dieser das Ergebnis der umstrittenen Volksabstimmung für einen Anschluss der Republik Krim an Russland begrüßte.[24]Übergangspremierminister Arsenij Jazenjuk verurteilte das Vorgehen.[25]
Mit dem im Zuge des Euromaidan entstandenen und radikaleren Prawyj Sektor („Rechter Sektor“) erhielt die Partei Konkurrenz am rechtsextremen Rand, arbeitet aber teilweise mit diesem zusammen. Der neue Sekretär des Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, Andrij Parubij, kooperierte als „Kommandant“ des Maidan eng mit dem Führer des Rechten Sektors, Dmytro Jarosch.[26] Gleichzeitig bezeichnet Jarosch die Swoboda-Partei als "zu liberal".[27]
In der Ukraine haben Zehntausende des umstrittenen Nationalistenführers Stepan Bandera gedacht.
...
euronews, der meistgesehene Nachrichtensender in Europa.
Abonnieren Sie die täglich neue Auswahl internationaler Nachrichten: http://eurone.ws/ZdYLxf
Euronews gibt es in 13 Sprachen :http://eurone.ws/ZcsZh5
http://de.euronews.com/2014/01/02/zeh...
In der Ukraine haben Zehntausende des umstrittenen Nationalistenführers Stepan Bandera gedacht.
In der Hauptstadt Kiev begingen etwa 15.000 Nationalisten den 105. Geburtstag Banderas, der ihnen als Kämpfer für die Unabhängigkeit der Ukraine von der Sowjetunion gilt. Viele andere Ukrainer werfen Bandera seine Kooperation mit den Nazis vor.
Die Demonstrationen wurden von der rechtextremen Svoboda-Partei organisiert.
"Seit 2006 marschiert Svoboda an jedem 1. Januar, um an Bandera zu erinnern und seine Ideen zu verbreiten", sagt ein Teilnehmer des Umzugs in Kiev. "Es geht ganz einfach um Unabhängigkeit und ein Vaterland, das den Ukrainern gehört."
"Nationalismus hat nichts mit Nationalisozialismus oder gar Faschismus zu tun", findet ein anderer Demonstrant. "Es waren die Kommunisten und der sowjetische Geheimdienst, die immer diese Gruselgeschichten über die Umzüge verbreitet haben."
Bandera floh nach dem Zweiten Weltkrieg nach München, wo er 1959 von einem KGB-Agenten ermordert wurde.
Schulfilm: DIE BANDERA-BANDE - GUERILLA-KÄMPFER IM 2. WELTKRIEG (DVD / Vorschau)
(2:37)
Veröffentlicht am 07.11.2011
FILMSORTIMENT.de - Schulfilme - Lehrfilme - Unterrichtsfilme
Hier DVD bestellen:
http://www.filmsortiment.de
Filmbeschreibung zu "Die Bandera-Bande - Guerilla-Kämpfer im 2. Weltkrieg" (DVD):
Die Kollaboration mit den Deutschen im Osten hatte ein Ausmaß, das lange Zeit unbekannt war, denn von der Sowjetunion wurde dieses Thema streng geheim gehalten. Die Menschen in der Ukraine erhofften sich durch die Kooperation mit der starken deutschen Schutzmacht mehr Eigenstaatlichkeit und bezahlten dies mit dem Verrat an ethnischen Minderheiten im eigenen Land. Dies führte zum "Bruderkrieg im Schatten Hitlers".
Nun haben sich die sowjetischen Archive geöffnet und diese Dokumentation berichtet erstmals objektiv über die Widerstandbewegung und die damit einhergehenden Aktionen in der Ukraine.
Laufzeit: 45 Min
Diese und weitere DVDs zum Thema: http://www.filmsortiment.de/Filmdetai...
http://www.filmsortiment.de/0/Dokumen...
Ukraine - Bandera und seine nazistische Bewegung - Doku - Deutsch {23:49}
Veröffentlicht am 01.06.2014
Wahrheitsbewegung
http://www.Wahrheitsbewegung.net - Deutsche Untertitel können aktiviert werden! Ein Dokumentarfilm über die Geschichte von Stepan Bandera und der von ihm angeführten nazistischen ukrainischen Bewegung.
Russisch mit deutschen Untertiteln.
Übersetzer: Anja Mueller
Quelle: https://www.youtube.com/channel/UCDiD...
Faschismus in der Ukraine - Stepan Bandera ein Vorbild? {9:13}
Veröffentlicht am 10.05.2014
Jörg Cölsmann
Hitlers Helfer: wie Nationalisten die Ukraine weiter spalten.
Die Lage in der Ukraine ist eskaliert, das Land erscheint tief gespalten. Das liegt auch an der geteilten Erinnerungskultur: Im 2. Weltkrieg standen Ost- und Westukrainer nach Meinung vieler auf verschiedenen Seiten.
Schaut Euch das Video an und erklärt mir im Anschluss bitte, warum Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier, Rebecca Harms etc. die Junta in Kiew unterstützen?
Die Einordnung von Banderas Wirken und seiner Person ist in der heutigen Ukraine sehr umstritten. Im Osten des Landes, aber auch in Polen, Russland und Israel gilt er überwiegend als Nazi-Kollaborateur und Kriegsverbrecher. Im Westen der Ukraine wird er hingegen von vielen Ukrainern als Nationalheld verehrt.[1] [Stepan Bandera, Wikipedia, abgerufen am 19.11.2017]
=====
Während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg (1941 bis 1943/44) stand die damalige Ukraine als Reichskommissariat Ukraine zum größeren Teil unter deutscher Zivilverwaltung. Die Ukraine war Schauplatz zahlreicher Massenmorde an Juden und sowjetischen Kriegsgefangenen (Massaker von Babi Jar).
Während der Besetzung kam es besonders im Osten und Süden der Ukraine
zu Hungersnöten, da die Deutschen der Bevölkerung die Nahrung entzogen (Backe-Plan)
und die Ernteerträge nach Deutschland brachten. Zwischen Dezember 1941
und August 1942 verhungerten aufgrund dieser Ausplünderung allein in Charkow mehr als 12.000 Menschen. Zahlreiche Ukrainer wurden als Ostarbeiter
nach Deutschland verschleppt. Der Zweite Weltkrieg forderte in der
Ukraine etwa 6,5 Millionen zivile Todesopfer, davon etwa 750.000 bis
eine Million jüdische Ukrainer. Fast die gesamte jüdische Bevölkerung,
sofern nicht geflohen, wurde ausgelöscht. Viele Dörfer und Städte wurden
1943 beim Rückzug der deutschen Wehrmacht zerstört. Es gab 1945 in der Ukraine etwa zehn Millionen Obdachlose.
Während des Zweiten Weltkrieges tobte unter der Führung von Sydir Kowpak ein prosowjetischer Partisanenkrieg gegen die deutschen Besatzer. Im Westen des Landes gab es aber auch eine Unabhängigkeitsbewegung (Ukrajinska Powstanska Armija, „Ukrainische Aufständischenarmee”), die gegen die vorrückenden Sowjets und die polnische Bevölkerung kämpfte.
Da die Angehörigen dieser Untergrundarmee wussten, dass sie in der Hand
sowjetischer Behörden dem Tod geweiht waren, dauerte ihre
Niederschlagung durch Einheiten des NKWD über das Ende des Zweiten Weltkrieges hinaus.[Ukraine, Zweiter Weltkrieg, Wikipedia, abgerufen am 18.05.2014]
===== Mein Kommentar: Viele Polen haben seit dem Zweiten Weltkrieg – und besonders zur Zeit, während der Krise in der Ukraine – Angst davor, zwischen Russland und Deutschland aufgerieben zu werden. Ob man diese Angst für realistisch hält oder nicht, ist gleichgültig: sie ist da. So sind auch die folgenden Meldungen zu verstehen, die beim Lesen möglicherweise erst einmal Kopfschütteln hervorrufen. siehe auch: - Polen – Ukraine. Der Schatten der Geschichte (Ost-West.Europäische Perspektiven, 3/2005) - Polen und die Ukraine (Polen-News, Datum nicht zu eruieren) - Kaczynski wirft Merkel großdeutsche Ambitionen vor (Focus, 04.10.2011) - Die blutgetränkte Freundschaft der EM-Gastgeber (Welt, 08.06.2012) - Polen unterstützen europäische Ukraine (Deutsche Welle, 12.12.2013) - Was die Putin-Versteher in Deutschland antreibt (Welt, 20.03.2014) - Europas schärfste Putin-Kritiker (ZEIT, 25.04.2014) - Polen ärgert sich über deutsche Putin-Versteher (Cicero, 07.05.2014) Dabei ist der Exkurs über die polnische Befindlichkeit nur ein Hilfsmittel, sich etwas mehr Klarheit über ein im Westen kaum wahrgenommenes ukrainisches Trauma zu verschaffen: die Haltung der Ukrainer im Zweiten Weltkrieg. Wie in Polen gibt es im Westen der Ukraine eine tiefe Abneigung Russland gegenüber. Dies bestimmt sowohl die Sichtweise der Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg wie auch die Handlungsintentionen im aktuellen Konflikt. Und genauso, wie die Bundesrepublik die geschichtliche Bürde des Nationalsozialismus trägt, trägt Putin die Bürde des stalinistisch gefärbten Sowjet-Kommunismus. Der Unterschied zwischen der Bundesrepublik und Russland ergibt sich hauptsächlich aus dem unterschiedlichen Bildungsniveau, dem materiellen Wohlstand und einer vom postkommunistischen Oligarchentum schwer beschädigten politischen Kultur. (Kommentar einer polnischen Freundin: »Putin regiert ein unregierbares Land.«) Während es in Deutschland während des Nazi-Regimes um den Lebensraum im Osten und den Kampf gegen das Weltjudentum und den Kommunismus ging, ging es nach dem Krieg um den Wiederaufbau und die allmähliche Normalisierung der Beziehung zur Sowjetunion. Die Ukraine hat eine längere Geschichte mit ihrem östlichen Nachbarn: Ende des 18. Jahrhunderts… ==========
[…] wurden die südlichen und östlichen Gebiete der heutigen Ukraine, die
Russland von den Osmanen erobert hatte, zu einem russischen Gouvernement
zusammengefasst (Neurussland) […] Die westlichen Gebiete kamen als „Galizien und Lodomerien“ zum Habsburgerreich. […] Der ukrainische Historiker Mychajlo Hruschewskyj
schuf Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts die Grundlage für eine
ukrainische Nationalbewegung, indem er der Auffassung eines
einheitlichen ostslawischen (russischen) „Stromes der Geschichte“ sein
Schema einer getrennten Entwicklung der Völker der Russen und Ukrainer
[Hervorhebung von mir] entgegenstellte. Daraufhin begannen sich in Kiew Kräfte zu formieren,
die eine Unabhängigkeit von Russland einforderten. Während des Ersten Weltkriegs unterstützte das Deutsche Reich die Separationsbemühungen der Ukrainer als Kriegsmittel zur Schwächung Russlands. Der ukrainische Historiker Mychajlo Hruschewskyj
schuf Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts die Grundlage für eine
ukrainische Nationalbewegung, indem er der Auffassung eines
einheitlichen ostslawischen (russischen) „Stromes der Geschichte“ sein
Schema einer getrennten Entwicklung der Völker der Russen und Ukrainer
[Hervorhebung von mir] entgegenstellte. Daraufhin begannen sich in Kiew Kräfte zu formieren,
die eine Unabhängigkeit von Russland einforderten. Während des Ersten Weltkriegs unterstützte das Deutsche Reich die Separationsbemühungen der Ukrainer als Kriegsmittel zur Schwächung Russlands. [Geschichte der Ukraine, Zwischen Russland und Österreich, Wikipedia, abgerufen am 18.05.2014]
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Im Verlauf des sehr wechselvollen und blutigen Russischen Bürgerkriegs wurde die Ukraine von der Roten Armee unter Trotzki schließlich Sowjetrussland angeschlossen. Mit der Gründung der Sowjetunion im Dezember 1922 wurde sie zur Ukrainischen SSR. […] Für die junge Sowjetunion war die Ukraine die „Kornkammer”. Als unter Stalin 1932–1933 die Landwirtschaft zwangsweise kollektiviert wurde, kam es in der Ukraine zu einer unter dem Namen Holodomor
bekannten Hungersnot, bei der nach neuesten Schätzungen ca. 3,5
Millionen Menschen starben (andere Schätzungen liegen zwischen 2,4
Millionen und bis zu 14,5 Millionen Opfer). In der Ukraine gilt Lasar Kaganowitsch bis heute für die durch die Zwangskollektivierung herbeigeführte Hungersnot in der Bevölkerung als verantwortlich.[38][39] [Ukraine, Bürgerkrieg und frühe Sowjetherrschaft, Wikipedia, abgerufen am 18.05.2014]
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Während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg (1941 bis 1943/44) stand die damalige Ukraine als Reichskommissariat Ukraine zum größeren Teil unter deutscher Zivilverwaltung. Die Ukraine war Schauplatz zahlreicher Massenmorde an Juden und sowjetischen Kriegsgefangenen (Massaker von Babi Jar). […] Der Zweite Weltkrieg forderte in der Ukraine etwa 6,5 Millionen
zivile Todesopfer, davon etwa 750.000 bis eine Million jüdische
Ukrainer. Fast die gesamte jüdische Bevölkerung, sofern nicht geflohen,
wurde ausgelöscht. Viele Dörfer und Städte wurden 1943 beim Rückzug der
deutschen Wehrmacht zerstört. Es gab 1945 in der Ukraine etwa zehn Millionen Obdachlose. Während des Zweiten Weltkrieges tobte unter der Führung von Sydir Kowpak ein prosowjetischer Partisanenkrieg gegen die deutschen Besatzer. Im Westen des Landes gab es aber auch eine Unabhängigkeitsbewegung (Ukrajinska Powstanska Armija, „Ukrainische Aufständischenarmee”), die gegen die vorrückenden Sowjets und die polnische Bevölkerung kämpfte.
Da die Angehörigen dieser Untergrundarmee wussten, dass sie in der Hand
sowjetischer Behörden dem Tod geweiht waren, dauerte ihre
Niederschlagung durch Einheiten des NKWD über das Ende des Zweiten Weltkrieges hinaus.[Ukraine, Zweiter Weltkrieg, Wikipedia, abgerufen am 18.05.2014]
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Seit Ende des 18. Jahrhunderts gibt es also in der Ukraine eine zwischen dem Osten und Süden einerseits und dem Zentrum und dem Westen andererseits unterschiedliche Entwicklung, die sich sowhol in der unterschiedlichen Beurteilung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs wie auch in der weltanschaulichen Ausrichtung niederschlägt. Die Abneigung der beiden Bevölkerungsteile gegeneinander spiegelt den jahrhundertealten Konflikt zwischen Ost- und West-Europa. Der von »Russland-Verstehern« (zu denen ich mich ebenfalls zähle) verwendete Begriff »faschistisch« dürfte die ukrainische Realität genauso wenig zu erhellen imstande sein, wie derjenige der »pro-russischen Separatisten«, den unsere Leitmedien herunterspulen. Wenn man also beginnt, über antijüdische Tendenzen hinwegzusehen (oje, da begebe ich mich jetzt wohl auf dünnes Eis!), wäre es wohl der Entspannung dienlich, wenn das Etikett »faschistisch« im Kopf mit »nationalistisch« oder »rechts-populistisch« übersetzt wird. Übersehen werden darf auch nicht, daß es Leute gibt, die versuchen, durch Fälschungen die jetzige Übergangsregierung schlecht aussehen zu lassen, indem sie sie als Faschisten »entlarven«. (Stichwort: Jazeniuk und Hitlergruß) Wobei das Verhalten der Regierung in Kiew im Sprachen-Konflikt in den letzten Jahren diesen inner-ukrainischen Konflikt geschürt hat. (Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Bevölkerung im Osten der Ukraine benachteiligt wurde.) Ein wenig mehr Souveränität wäre da wohl hilfreicher gewesen. Wenn ich mir die Geschichte der Ukraine seit der Orangenen Revolution ansehe, hat es kein Politiker geschafft, etwas gegen die Mißwirtschaft in diesem Land zu unternehmen. das Geld, welches dem Staat fehlt, dürfte sich zum größten Teil auf den Konten der Oligarchen befinden. Und wie sich in den 60er bis 80er Jahren fast jeder afrikanische Diktator an den Entwicklungsgeldern bereicherte und sich dann aus dem Staube machte, ist das in der Ukraine wohl ähnlich der Fall. Die Vermutung ist wohl nicht zu weit hergeholt, daß ein politisch-sozialer Konflikt zwischen oben und unten umgedreht wurde und dessen Energie in den vorbestehenden Konflikt Konflikt zwischen Ost- und Westukraine einfloss. An diesem Punkt dürften sich der Wunsch der ukrainischen Oligarchen, ihre Einnahmensquellen zu behalten, der Wunsch des Westens, ihre Einflußspähre in Osteuropa auszudehnen und Russland in die Defensive zu drängen und der Wunsch der west-ukrainischen Bevölkerung, sich nach Westeuropa auszurichten und sich gegen Russland abzugrenzen begegnet sein. Pepe Escobar hat in seinem Artikel auf zwei wesentliche Dinge aufmerksam gemacht: 1. die jetzige Situation hat sich dermaßen zugespitzt, daß diejenigen Ukrainer, die eine Gesamt-Ukraine erhalten wollen, kaum noch zu Wort kommen: im Moment scheint es keine Option mehr für eine föderale Umstrukturierung mehr zu geben – und ich vermute stark, daß dies für die Machthaber in der Übergangsregierung nie eine wirkliche Option war. Das war der Grund für das scheinbar unkluge militärische Vorgehen gegen die bewaffneten Gruppen im Osten. Ich nehme an, daß sowohl der US-dirigierte Westen wie auch die politische Elite der West-Ukraine keinerlei Interesse daran hatten, den Gang der Ereignisse zu verlangsamen: man wollte sich die West-Ukraine einverleiben. Verdauen … muß dies die Europäische Union. Und dieser Stein wird ihr noch schwerer im Magen liegen als Griechenland. Ich behaupte: die EU kann kein Interesse daran haben, die Ukraine an den Tisch zu holen, dafür ist die kulturelle und politische Mentalität dieser Menschen noch nicht reif genug. 2. Russland braucht die Ukraine als Tor zum Westen. Der Westen braucht die Ukraine nicht. Möglicherweise sieht die Strategie vor, Russland über einen schwelenden Konflikt in der Ukraine dauerhaft zu schwächen. Es bleibt abzuwarten, an wessen Kräften der soziale Konflikt in der Ukraine mehr zehrt… Was man angesichts des bevorstehenden Endes der noch existierenden Ukraine konstatieren muß: Unser Denken stößt, je weiter wir von Westeuropa nach Osten und Süden gehen, auf Verhältnisse (Griechenland, Türkei, Ukraine), die sich mit unseren Wertmaßstäben und Begrifflichkeiten nicht adäquat abbilden lassen. Größtes Hindernis: unsere Begriffe von Freiheit, Demokratie und Moral… In Spanien gibt’s den Stierkampf, in Großbritannien schreien sich die Politiker mittwochsnachmittags im Parlament an, um ihre Standfestigkeit zu beweisen, im mafiaversumpften Italien hat Berlusconi jahrelang gebungabungat, Griechenland zahlt keine Schulden zurück, in der Türkei gibt es keine Samthandschuhe, und die politische Kaste ist bis zur Spitze hin korrupt. Wir brauchen andere Lineale, um das zu messen, was da draußen in der Welt vor sich geht. Sei es den arabischen Frühling, sei es Zentralafrika, die somalischen Piraten oder die in Nigeria durch Boko Haram entführten Mädchen, sei es den israelisch-palästinensischen Konflikt, das Abschlachten in Ruanda, den wirtschaftlichen Niedergang Südafrikas oder was auch immer. Wenn die Globalisierung der Welt Sinn haben sollte, dann den, daß wir unsere Lineale überprüfen. Entweder wir empören uns ununterbrochen oder wir fangen an zu verstehen. Wenn Peter Scholl-Latour in einer Diskussionsrunde mit Anne Will sagt »Um eine Revolution zu machen muß man Schläger und Ganoven haben.« und »Dieses humanitäre Geschwafel bin ich leid.« sagt er das nicht, weil er böswillig ist oder borniert, sondern weil er viel gesehen hat. Der Dalai Lama sagte einmal zu dem Theologen und Religionswissenschaftler Michael von Brück: »The best you have in the west is your critical consciousness. Keep it, keep it!« Ich habe mich immer wieder gefragt, wie es kommen konnte, daß der Islam, der dem Christentum in seinen Wissenschaften wie in der Philosophie oder auch in der Gesundheitsversorgung im Mittelalter so überlegen war, ins Hintertreffen geraten konnte. Ich habe den Eindruck, daß der Westen dabei ist, in eine Stagnation zu geraten wie der Islam im Mittelalter. Und einen guten Teil der Schuld messe ich unserem unreflektierten Medienkonsum bei – sei es, daß wir einfach zu viel dummes Zeugs in unsere Hirne hineinlassen, sei es, daß unsere Medien uns für dumm verkaufen.
US-Söldner in der Ukraine, jetzt also doch! (vom 11.05.14)
Veröffentlicht am 12.05.2014
Deutsche Printmedien melden, dass US-Söldner in der
Ukraine kämpfen, das Bundeskanzleramt wusste Bescheid. MdB Christian Ströbele (Grüne) hat eine offizielle Anfrage, am 12.05.14, an die Bundesregierung gestellt... NEU: Die Bundesregierung hat die Anwesenheit bis heute, weder bestätigt noch dementiert. Damit ist klar, dass die Bundesregierung Bescheid weiß. In einer Sendung von "Hart aber Fair" wurde Altmeier vom Journalisten Hubert Seipel darauf angesprochen, dabei verhaspelte sich Altmeier und nannte die Söldner "Militärberater einer privaten US-Firma". Die Einheiten sollen u.a. auch am Massaker in Mariupol beteiligt gewesen sein, in Odessa anwesend und wer waren die Todesschützen auf dem Maidan? Zusätzlich sind offiziell ca. 2000 Mitarbeiter von CIA und FBI in der Ukraine. Das alles dürfte nur die Spitze des Eisberges sein... Quellen: Übersetzung: https://www.youtube.com/watch?v=AHXLa... Video: https://www.youtube.com/watch?v=ki5al... Berichte: http://www.n-tv.de/politik/Was-wusste... http://www.n-tv.de/politik/Kaempfen-U... http://www.spiegel.de/politik/ausland... http://www.n-tv.de/politik/politik_ko... http://www.tagesschau.de/ausland/us-s... und nach Berichten von NTV, Spiegel, Bild am Sonntag, Welt, FAZ etc. WICHTIG: Unser erster YT Kanal "Jürgen Birgit" wurde, wie so viele vor ihm die sich kritisch mit dem Ukraine- Konflikt auseinander gesetzt haben, geblockt. Auch im Internet findet, wie in den Mainstream Medien, eine Zensur statt! Mit Hilfe von vermeintlichem Jugendschutz, Video-, Bild- und Ton-Urheberschutz wird versucht Seiten, Kanäle und Videos zu sperren, die sich mit der Ukraine-Krise befassen. Daher ist es notwendig, dieses Video herunter zu laden, auf die eigene Festplatte, um es gegebenenfalls wieder hoch laden zu können. Oder es gleich zu kopieren und anderweitig hoch zu laden. Habe das Recht dazu, im Anhang des Videos, freigegeben. Achtung, mittlerweile tummeln sich bezahlte NATO-Trolle auf unserem Kanal. Falls Sie sich also über seltsame und abstruse Kommentare wundern, wissen Sie jetzt warum. Es gilt: "Don't feed the troll!" Wenn man nicht auf sie eingeht, trollen sie sich von allein...
Europäische Söldner in der Ukraine - 350$ Prämie für ein Dorf… {5:01}
Veröffentlicht am 28.07.2014
Söldner aus ganz Europa die angeworben werden um in der Ukraine in den Krieg zu ziehen. Speziell ein Französisches Unternehmen wirbt für diese "BLUTIGE SAFARI". Die Söldner werden nur nach Abschussquoten bezahlt. Warum wird das wohl von der USA/EU geduldet?! Warum berichten unsere Kriegs-Geilen Westlichen Medien nicht darüber?!
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
Ich übernehme keine Haftung für die Inhalte externer Links, verweise diesbezüglich auf RogerMurtaughund gehe im übrigen davon aus, daß die Besucher meines Blog imstande sind, sich ihre eigenen Gedanken zu machen.
(Was ja auch Ziel dieses Blogs ist!)
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