Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
Spanier wollen die alten Hüte behalten
Als Karl III. (1716-1788) 1759 König von Spanien wurde, beendete er den zuvor herrschenden Schlendrian. Als Vertreter des »Aufgeklärten Absolutismus- (»Dispotismo llustrado«) verpasste er dem rückständigen Land Straßenbeleuchtungen und Abwassersysteme, errichtete Nutzbauten und besiedelte karge Landstriche. Spanien blühte auf, die Einwohnerzahl stieg von 6 Mio. auf 10,5 Mio. Menschen. Karl beschnitt nicht nur radikal den Einfluss der Kirche, sondern verfügte im März 1766 auch die Abschaffung des traditionellen langen Mantels sowie der breitkrempigen Hüte zugunsten der moderneren französischen Kleidung.
Soldaten versuchen einem Bürger seinen altspanischen breitkrempigen Hut abzunehmen, Straßenszene in Madrid, 1766
Die überforderten traditionalistischen Spanier richteten ihre Wut vor allem gegen Karls italienischen Minister Marques de Esquilache (1699-1785), den er aus seiner Zeit als König von Neapel und Sizilien (1735-59) mitgebracht hatte: Heute vor 250 Jahren brach der »Madrider Hutaufstand« aus, der rasch auf andere Städte Spaniens übergriff und an dem sich etwa 50000 Menschen beteiligten. Karl, der zunächst gemeint hatte, die Spanier seien wie Kinder, die schreien, wenn man ihnen das Gesicht wäscht, musste aus Madrid fliehen, den Italiener entlassen und das Militär einsetzen. Da er die Jesuiten als Drahtzieher des Aufstands im Verdacht hatte, ließ er den Orden 1767 aus Spanien und Lateinamerika ausweisen.
Harenberg - Abenteuer Geschichte 2016
Madrider Hutaufstand im folgenden Video ab 1:50:
Geschichtlicher Rückblick von 23.03.-29.03. [5:14]
Veröffentlicht am 27.05.2015
Die ersten Wahlen in der Ukraine nach der Orangenen Revolution, der erste Flug eines Hundes ins Weltall oder der Madrider Hutaufstand, dies und mehr in dieser Folge von WikiVid Geschichte. Mehr dazu auf:https://wikivid.eu/de/VIDs-Seite/603/...
Der US-Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei, Bernie Sanders, hat die korrumpierende Rolle des Geldes in der Politik zu einem zentralen Thema seiner Kampagne gemacht. Er argumentiert, dass die Reichen durch die finanzielle Unterstützung von Wahlkämpfen und politischen Kampagnen den politischen Prozess kontrollieren. Dies führe zu einem politischen System, das sehr effektiv darin sei, die Interessen von Wall Street, Versicherungen und Pharma-Industrie zu bedienen. Es sei weit weniger effektiv darin, den Bedürfnissen der einfachen Menschen gerecht zu werden.
Diese Positionierung hat im Rennen um die Präsidentschafts-Kandidatur der Demokratischen Partei zu einer interessanten Dynamik geführt. Sanders’ Kontrahentin Hillary Clinton hat dessen Behauptung umgedreht und ihn aufgefordert, zu zeigen, wo sie eine politische Position geändert habe, um den Interessen der Reichen zu dienen.
Dies mag als Kampagnen-Taktik nützlich sein, aber es stellt die Art und Weise völlig falsch dar, in der Geld politische Kampagnen beeinflusst. Zweifellos gibt es Fälle, in denen ein Individuum oder eine industrielle Gruppe im Austausch für politische Unterstützung bei einem bestimmten Thema eine umfangreiche Zahlung verspricht, doch ist dies sehr selten. Häufiger ist die Unterstützung der Interessen der Reichen durch Politiker Teil eines sehr viel längeren Prozesses. Es ist nicht einfach so, dass der Politiker bewusst handelt, um sich die Gunst der Reichen und Mächtigen zu erschmeicheln. Viel häufiger identifizieren sich Politiker mit den Interessen der Reichen und Mächtigen, sodass sie ihr Verhalten nicht einmal für eine Verletzung von Prinzipien halten.
mehr: - Bernie Sanders, Hillary Clinton und das Geld (Dean Baker, annotazioni, 02.03.2016) siehe auch: - Ein Blick in die amerikanische Seele (Post, 22.03.2016) - So wollen die Republikaner Trump stoppen (Johannes Altmeyer, AmerikaWählt, 20.03.2016) - US-Wahl: Trump vertritt auch deutsche Interessen (Yasha Mounk, ZON, 29.02.2016) - USA:Trump, Sanders oder Clinton - Amerika rückt nach links (Claus Hulverscheidt, Süddeutsche, 14.02.2014) - Der amerikanische (Alb-)Traum (Willy Wimmer, Zeitgeist, 03.08.2015) - USA: Bekloppte aller Länder vereinigt Euch (Post, 09.12.2015) - Shutdown in den USA Stunde der Ideologen (Hubert Wetzel, Süddeutsche, 02.10.2013)
Die Schuld der Parteien: Die Parteien in den USA sind zu Heimstätten der Radikalität geworden. Die Amerikaner neigen ohnehin mehr und mehr dazu, unter Gleichgesinnten zu leben. Die Parteien verschärfen diese selbstgewählte rot-blaue Apartheid, sie vertiefen die politische, kulturelle und geografische Spaltung der Gesellschaft. Ihre Art der Kandidatenauswahl und der von ihnen gesteuerte Zuschnitt von Wahlkreisen befördert den Aufstieg kompromissloser Ideologen. Statt als Puffer wirken die Parteien als Brennkammern, in denen extreme Positionen befeuert werden.
Die Schuld der Politiker: Mandatsträger, die über ihren Wahlkreis (und ihre Karriere) hinaus denken, sind in Amerika rar; ebenso Politiker, die dem Gegner mit Respekt oder gar Verständnis begegnen. Die Republikaner beschimpfen Obama als Sozialisten (schlimmer noch: als Europäer), als heimlichen Muslim, als Lügner. Obama, der Mann, der einst versprach, den brutalen Ton in Washington zu ändern, tituliert die Republikaner heute als Verrückte. Zivilität und der Glaube ans Gemeinwohl gelten als Zeichen der Schwäche.
Renowned political theorist Noam Chomsky is often cited for his criticism of the US political system.
In the second of a special two-part interview, Chomsky sits down with Mehdi Hasan to discuss the US presidential election and the rise of Islamophobia.
The US academic says Democratic presidential candidate Bernie Sanders has the "best policies", but little chance of winning in a "mainly bought" election.
When asked if he would vote for presidential hopeful Hillary Clinton if he lived in a swing state, Chomsky says: "Oh absolutely... my vote would be against the Republican candidate."
Die meisten Menschen, die sich noch eigene Gedanken machen, haben es aufgegeben, sich auf die "Mainstream-Medien" zu verlassen. Die sich prostituierende Presse hat ihre Glaubwürdigkeit selbst zerstört, weil sie nur noch die Lügen aus Washington verbreitet – über "die Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins", die "iranische Atombombe", "Assads Giftgaseinsatz", "die russische Invasion der Ukraine" und andere Täuschungsmanöver. Das Vertrauen in die "Mainstream-Medien" ging auch deshalb verloren, weil sie ungeprüft alle Behauptungen von Regierungsbehörden über angebliche "Terroranschläge" verbreitet haben – über die Anschläge am 11.09.2001, die Explosionen beim Marathonlauf in Boston oder die Schießereien in Sandy Hook und San Bernardino. Trotz offensichtlicher Unstimmigkeiten, unglaublicher Widersprüche und des behaupteten Versagens sämtlicher Sicherheitsmaßnahmen stellen die "Mainstream-Medien" niemals Fragen und verzichten auf eigene Recherchen. Regierungsmitteilungen werden als unanfechtbare Tatsachen dargestellt.
Kennzeichen eines totalitären und autoritären Staates
Es ist ein Kennzeichen eines totalitären und autoritären Staates, wenn Medien ihre Verantwortung als Kontrollinstrumente, die den Wahrheitsgehalt von Meldungen zu überprüfen haben, nicht mehr wahrnehmen und sich stattdessen als Propagandawerkzeuge missbrauchen lassen. Die gesamten westlichen Medien verbreiten schon lange nur noch Regierungspropaganda. In den USA hat sich die Transformation von Journalisten in Propagandisten mit der Konzentration unterschiedlicher, unabhängiger Medien in sechs riesigen Medienkonzernen vollzogen, die nicht mehr von Journalisten geleitet werden.
Deshalb verlassen sich denkende und kritische Menschen zunehmend auf alternative Medien, die noch eigene Recherchen betreiben, "Tatsachen" in Frage stellen und den Wahrheitsgehalt unglaubwürdiger Regierungsmitteilungen überprüfen.
mehr: - Leben die US-Bürger in einer durch inszenierte Vorkommnisse geschaffenen Scheinwelt? (Paul Craig Roberts, Institute for Political Economy, Luftpost – Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein, 11.03.2016 )
FRA - 10 02 15 - Dr. Paul Craig Roberts - TALKS ABOUT THE ALARMING DECLINE IN WESTERN DEMOCRACY [34:00]
Veröffentlicht am 02.10.2015
FRA’s Gordon T Long talks financial repression and the decline in democracy with Paul Craig Roberts. Paul is the chairman of the institute for political economy, he was also the former assistant secretary of the US treasury for economic policy in the Reagan administration.
“As far as I can tell not only has democracy departed the western world but also compassion empathy for others, morality integrity respect for truth justice fairness self-respect western civilization has become a hollow shell there is nothing left but greed and coercion and the threat of coercion”. He believes this outcome is based on the behavior and statements of the government and the public’s acceptance of it. Part of the reason the public doesn’t care, is due to a lack of information as about 90% of the American media is owned by 6 large mega corporations that manipulate the news. “The story that is told by the American media is Washington’s propaganda line and of course whatever the corporation’s propaganda line is and there is no challenge to either”. On the republican debates, Paul questions the aggressive stands that most of the candidates seemed to have towards foreign policy. He states that this stand will simply create distrust among nuclear wielding powers. “Every American president since John F Kennedy worked with the soviet leadership to diffuse the nuclear issue”. He says that this shift in culture across the candidates is a combination of both campaign finance and a shift in culture. “There’s no such thing as a free market in the United States, it requires many producers none of which can affect price…………….look at the banks, the banks are so concentrated that they are too big to fail. How do you have capitalism if a failed enterprise doesn’t close down instead it is bailed out by the people or by the Federal Reserve printing money to buy its worthless portfolio. This not capitalism, there’s no capitalism here, this is an oligarchy!” “What has the government said that’s true? Think of anything, can you think of anything they’ve said that’s true? We know that the unemployment rate they’re reporting is false, inflation rate is false, and the gross domestic product is false. We know all of this, we know that Saddam Hussein did not have weapons of mass destruction, he did not have Al Qaeda connections, that Assad of Syria did not use chemical weapons. We know Russia did not invade Ukraine but they say this over and over and over. I can’t think of one thing that the government or corporate world has said in 20 years that’s true”.
Washington will für Hunderte von Milliarden US-Dollar die Atomwaffen – auch in Deutschland – "modernisieren", Russland erklärt, "angemessen" darauf zu reagieren
Nordkorea droht immer wieder mit seinen Atombomben. Um deren Existenz zu demonstrieren, werden auch die unterirdischen Atomwaffentests durchgeführt. Ob das Land tatsächlich über einsatzfähige Atomwaffen verfügt, ist umstritten, es hält seine Abschreckung jedenfalls auch mit Raketentests aufrecht. Angenommen wird, dass Nordkorea über einige Sprengköpfe mit Plutonium und mit angereichertem Uran verfügen könnte. Behauptet hat Nordkorea, im Januar eine Wasserstoffbombe getestet zu haben.
Aber es geht nicht allein um Nordkorea, wenn nach dem Ende des Kalten Kriegs trotz einiger Abrüstungsbemühungen die atomare Rüstung weiter als zentraler Garant der Abschreckung gilt, unter dessen Deckung auch Interventionen ausgeführt werden können, wie die USA und Russland demonstrieren. Mit der Verstärkung des Konflikts und des Rüstungswettlaufs vor allem zwischen Russland und den USA, auch China mischt zur Besorgnis der USA immer stärker mit, wird weiterhin kräftig in Atomwaffen investiert. Von der Ankündigung, eine atomwaffenfreie Welt anzustreben, mit der US-Präsident Obama angetreten ist und auch deswegen den Friedensnobelpreis erhielt, ist nichts umgesetzt worden, ganz im Gegenteil.
Die heißesten Momente des kalten Krieges - ZDF-History {42:42}
Iris Sahnewas
Veröffentlicht am 14.05.2013
Es waren die gefährlichsten 40 Jahre der Weltgeschichte. Im Kalten Krieg standen sich Ost und West unversöhnlich gegenüber. Beide Seiten verfügten über Arsenale von mehreren zehntausend Nuklearsprengköpfen.
ZDF-History rekonstruiert fünf Momente, in denen der Kalte Krieg kurz davor stand, ein Dritter Weltkrieg zu werden. Beteiligte beider Seiten beschreiben, wie störanfällig das Gleichgewicht des Schreckens tatsächlich war. Die Öffentlichkeit auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs hatte den Eindruck, dass die Regierungen der USA und der Sowjetunion die brisante Situation weitgehend im Griff hätten. Das "Gleichgewicht des Schreckens", so hieß es, sorge für stabile Verhältnisse. Tatsächlich jedoch gab es im Verlauf des Kalten Krieges mehrere Situationen, in denen das Schicksal der Menschheit am seidenen Faden hing. Die meisten dieser kritischen Momente wurden vom Militär beider Seiten verschwiegen. Nie erfuhr die Öffentlichkeit die ganze Wahrheit.Während der Kubakrise 1962 erfuhren die westlichen Medien zwar von der Seeblockade der US-Navy gegen kubanische Häfen, nicht aber von der Beinahe-Katastrophe, die dadurch um ein Haar ausgelöst worden wäre. Ebenso unbekannt blieb eine kurze, aber hochbrisante Episode im Herbst 1983. Die Entspannungspolitik der 70er Jahre war vorbei.Reagan forcierte die so genannte "Nachrüstung" der NATO, die Sowjetunion stand wegen ihrer Invasion in Afghanistan unter Druck. In dieser angespannten Lage meldete ein sowjetischer Spionagesatellit am 26. September 1983 den Abschuss von fünf US-Interkontinentalraketen. Dem diensthabenden Offizier der sowjetischen Raketenabwehr, Oberstleutnant Petrow, blieben nur wenige Minuten, um einen Gegenschlag autorisieren zu lassen. Warum er das nicht tat und weshalb er dafür von der Sowjetarmee mit einem hohen Orden ausgezeichnet wurde, berichtet er exklusiv im Interview.
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Die nächste Stufe des Wettrüstens folgte noch im selben Jahr. Diese erreichten die USA im Januar 1959 mit der Aufstellung von nuklearen Mittelstreckenraketen des Typs Thor in England sowie Jupiter-Raketen in Südostitalien (Apulien) und in der Nähe von Izmir in der Türkei. Dabei wurde selbst ein nuklearer Erstschlag nicht ausgeschlossen, der den Gegner durch massiven Einsatz von Kernwaffen vernichten und jede Vergeltung unmöglich machen sollte. Anfang der 1960er-Jahre war es erstmals möglich, dass sich beide Supermächte von heimischem Boden aus mit nuklear bestückten Interkontinentalraketen beschießen konnten. [Kubakrise, Vorgeschichte, Wikipedia, abgerufen am 22.03.2016]
Von 1959 an stationierten die USA in Italien eine Staffel mit 25 und in der Türkei zwei Staffeln mit je 25 nuklear bestückten Mittelstreckenraketen vom Typ Jupiter, die auf die UdSSR gerichtet waren. Am 26. und 27. Oktober 1960 starteten die USA von der Laughlin Air Force Base in Texas erstmals auch U-2-Aufklärungsflüge über Kuba. Am 5. September 1961 wurden erstmals Aufnahmen von Flugabwehrraketen vom Typ S-75 und von Kampfflugzeugen vom Typ MiG-21 Fishbed gemacht. Im April 1962 wurden die amerikanischen Thor- und Jupiter-Atomraketen in der Türkei einsatzbereit gemacht. Zudem fuhren auf den Meeren US-U-Boote mit Polaris-Atomraketen. Diese Submarine-launched ballistic missiles konnten auch unter Wasser abgefeuert werden und waren entsprechend schwer zu treffen. Die Sowjetunion hatte zu dem Zeitpunkt nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Ab dem 10. Juli 1962 begann die UdSSR unter dem Decknamen Operation Anadyr auf Kuba heimlich mit der Stationierung von Militär. Die sowjetische Marine und Handelsflotte transportierten mit 183 Fahrten von 86 Schiffen über 42.000 Soldaten und 230.000 Tonnen Ausrüstung nach Kuba, darunter 40 R-12- und 24 R-14-Mittelstreckenraketen mit dazugehörigen Atomsprengköpfen von 0,65 MT (R-12) bzw. 1,65 MT (R-14) (die über Nagasaki abgeworfene Fat Man hatte 0,024 MT). Diese Raketen wurden offensichtlich nicht nur zum Schutz Kubas installiert, sondern dienten vor allem dazu, ein militärisches Drohpotential aufzubauen, welches die Schwäche des sowjetischen Arsenals an Interkontinentalraketen kompensieren sollte.[3]
»Weil sie [die Thor-Raketen] wegen ihrer ungeschützten Aufstellung leicht angreifbar waren, konnten sie nur zu einem atomaren Erstschlag genutzt werden.«
ist in der aktuellen Wikipedia-Version nicht mehr zu finden! … dafür aber bei Wiktionary:🤔😝😂 - Erstschlag, Beispiele (Wiktionary, abgerufen am 16.12.2019) Zur Taktik transatlantischer Wikipedia-Veränderungen: - Die dunkle Seite der Wikipedia (Post, 18.07.2017)
Story of Thor: WS-115A, the Thor Intermediate Range Ballistic Missile {22:42}
Space and Missile Systems Center Los Angeles AFB
Veröffentlicht am 06.06.2014 ==========
Im Mai 1962 besuchte Nikita Chruschtschow, Generalsekretär der KPDSU und Vorsitzender des Ministerrats der Sowjetunion, Bulgarien. Für den dritten Tag seines Aufenthalts war ein Besuch in Burgas am Schwarzen Meer vorgesehen. Chruschtschow erinnerte sich später an seinen Spaziergang am Strand: ein sonniger Tag, das Meer windgepeitscht, und ein junger Mann aus seinem Beraterstab habe hinüber in Richtung Türkei gewiesen: »Sehen Sie, Nikita Sergejewitsch, da drüben haben die Amerikaner jetzt ihre Jupiter-Raketen stationiert. Sie erreichen mit ihren Atomsprengköpfen in 15 Minuten jeden Punkt im europäischen Teil der Sowjetunion.« In diesem Moment, so Chruschtschow, sei ihm die Idee gekommen, sowjetische Atomraketen auf Kuba zu stationieren.
Der Kremlchef glaubte auf diese Weise zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Die atomare Überlegenheit der USA würde gebrochen und Kuba erhielte einen wirksamen Schutz gegen jede Aggression. So ließ er sich denn auch gleich nach seiner Rückkehr am 20. Mai seinen Plan vom Präsidium der KPdSU bestätigen. Damit wurde eine Entwicklung in Gang gesetzt, welche die Welt an den Rand eines Atomkrieges führte.
Um Chruschtschows Vorstoß zu verstehen, muss man wissen, dass die USA Anfang der 60er eine erdrückende militärstrategische Überlegenheit erreicht hatten. Sie verfügten über 6000 einsatzbereite Atomsprengköpfe in Bombern, Raketen und Unterseebooten. Das Vernichtungspotenzial war gegen die Sowjetunion und deren Verbündete gerichtet. Die UdSSR hatte dem nichts entgegenzusetzen. Ende 1961 verstärkten die USA - nach dem Desaster in der Schweinebucht im April - ihre Vorbereitungen einer erneuten Invasion gegen Kuba. Unter Leitung des Justizministers Robert Kennedy, Bruder des US-Präsidenten John F. Kennedy, wurde Miami zur größten CIA-Basis ausgebaut, mit über 3000 Exilkubanern unter dem Kommando von 600 Offizieren, mit eigener Flotte und eigener Luftwaffe. Es war klar, dass es früher oder später zum Aggressionsakt kommen würde.
Kennedys Problem war, dass er als Herr über die gewaltigste Militärmacht keine Vorstellungen vom hohen Schutzbedürfnis der Sowjetunion vor dem Hintergrund traumatischer historischer Erfahrung hatte - des überraschenden, vertragsbrüchigen Überfalls des faschistischen Deutschlands 1941. Auch unterschätzte er die Entschlossenheit der UdSSR, dem freien Kuba zur Seite zu stehen. (Als die Welt am Abgrund stand ... Vor 50 Jahren: Die Raketenkrise um Kuba und die Missverständnisse in Moskau und Washington, Johnny Norden, Neues Deutschland, 20.10.2012, gefunden bei AG Friedensratschlag)
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Exposing Operation Anadyr {11:10}
DKH at UofM Veröffentlicht am 23.07.2014
A short film for a technological transformations class on the role of the intelligence agencies in uncovering the Soviet ballistic missiles being placed in Cuba in 1962.
Ein Glück, die Eiszeit zwischen Russland und dem Westen ist wahrscheinlich bald vorbei. Wladimir Putin hat eine ebenso verblüffende wie naheliegende Idee, um die Beziehungen zur Europäischen Union entscheidend zu verbessern. Er will härter und entschlossener gegen Oppositionelle vorgehen! mehr: - Kommt auch Putin jetzt in die EU? (SPON, 09.03.2016)
auch witzig? - Wer ist der Kriegstreiber? (SPGIEGELblog, 29.07.2014, Hervorhebung im folgenden Zitat von mir)
Der Abschuss von MH17 mag ein tragisches Versehen gewesen sein. Wer die Rakete abfeuerte, wollte vermutlich kein Verkehrsflugzeug treffen. Doch der Abschuss ist die direkte Folge davon, dass Russland die Separatisten in den vergangenen Wochen militärisch aufgerüstet hat. Er ist ein Symbol für die Ruchlosigkeit Putins - und für das Versagen der bisherigen westlichen Politik. Die Trümmer von MH17 sind auch die Trümmer der Diplomatie.
Während der Westen zunächst milde Sanktionen beschloss und "De-Eskalation" forderte, eskalierte Putin den Konflikt immer weiter und wusch seine Hände zugleich in Unschuld: Stets bestritt er, hinter den Separatisten zu stehen. Dieses Gespinst aus Lügen, Propaganda und Täuschung ist nun aufgeflogen.
Wenn ein Sachverhalt aus unterschiedlichen Perspektiven unterschiedlich gesehen werden kann und die unterschiedlichen Perspektiven zu unterschiedlichen Konsequenzen, Urteilen, Entscheidungen führen, dann verliert die Sache selbst zunehmend an Bedeutung: »Statt dessen verlagert sich das Interesse auf die Art und Weise, wie soziale Gruppen die Sache sehen, benennen und kategorisieren …«
(aus Schlippe, Schweitzer, Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung, siehe dazu Systemische Therapie 1 – Eine kurze Geschichte systemtheoretischer Wellen, Post, 23.04.2014 und
- 6.2 Eine kurze Geschichte systemtheoretischer Wellen (aus: Schlippe, Schweitzer, Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I: Das Grundlagenwissen, Vandenhoeck & Ruprecht, 3. Auflage, 2016, GoogleBooks)
As the United States readies $1 billion in loan guarantees to the new government in Ukraine, along with even more aid for reforming elections and cleaning up corruption, one thing is clear: The public is unlikely to know where that money is going for some time, if ever.
Since 1992, the U.S. has sent $3 billion to $5 billion in aid to Ukraine, with only cursory public disclosure. The U.S. State Department operates an online database, ForeignAssistance.gov, but names of foreign recipients are often left out, and entire sections are blank. Furthermore, the disclosure often comes long after the money has been distributed.
“It is incredibly hard to find this kind of information,” Nicole Valentinuzzi, communications manager for Publish What You Fund, an international organization promoting transparency for foreign aid.
Rauchende Schlote, harte Malocher und Kinder, die sich einen Panzer bauten: Hunderte Fotos schoss Erich Grisar Ende der Zwanziger im Ruhrgebiet. Eine grandiose Alltagsdokumentation.
Erich Grisar war dabei. Dabei, wenn Männer durch die Absetzbecken der Zechen wateten, um Schlammkohle vom Grund zu stehlen. Dabei, wenn Malocher in Stahlwerken ihr Mittagsbrot aßen. Dabei, wenn kleine Jungs Pferdemist von der Straße aufsammeln mussten.
Und er war einer von ihnen. Ein Dortmunder, ein Ruhrpottler. 1898 als Sohn einer Arbeiterfamilie im Norden der Stadt geboren, wo die Arbeit hart und die Freizeit kurz war, wusste Grisar, was Maloche bedeutet. Er selbst hatte Glück und musste weder ins Bergwerk einfahren noch am Hochofen schwitzen. Grisar wurde technischer Vorzeichner.
Seine eigentliche Berufung aber waren Journalismus, Schriftstellerei und die Fotografie. Und so durchstreifte der überzeugte Sozialdemokrat Ende der Zwanzigerjahre die Straßen seiner Heimatstadt Dortmund und des Ruhrgebiets auf der Suche nach Motiven und Geschichten. Grisar interessierte sich für alles. mehr: - Arbeiterfotograf Erich Grisar: Tief im Westen (Marc von Lüpke, SPON, 19.03.2016) Erich Grisar - Ruhrgebietsfotografien 1928-1933 [8:21]
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Die stählerne Zeit Der Stolz der Arbeiter - Doku über die stählerne Zeit Teil 1 [12:27]
Veröffentlicht am 22.05.2013
Das Ruhrgebiet 1873: Wie Tausende andere kommt auch der junge August Siegel in die boomende Region. Er kämpft sich hoch und wird 1889 Arbeiterführer beim ersten großen Streik im Deutschen Reich. Sein Gegner ist Emil Kirdorf, Manager der Gelsenkirchener Bergbau AG.
Auf Schicht - Dokumentation über die Arbeit mit Stahl - Ein Leben für den Stahl [42:36]
Veröffentlicht am 24.04.2013
In der ersten Folge stehen Stahlarbeiter im Mittelpunkt, ehemalige Mitarbeiter von Hoesch und Thyssen, die den Wiederbeginn nach dem Krieg, die Zeit des Wirtschaftswunders und die Stahlkrise erlebt und erlitten haben.Es ist nicht der Blickwinkel der Besitzer und Manager in der Chefetage, der am meisten interessiert, sondern die Perspektive der arbeitenden Männer und Frauen in den Fabrikhallen, an den Fließbändern und Nähmaschinen. In vielen Fällen haben sich Menschen über Generationen mit "ihrem" Unternehmen, "ihrer" Firma, "ihrer" Hütte oder Zeche identifiziert, waren stolz auf den wirtschaftlichen Erfolg und in Krisenzeiten loyal. Sie haben ein Stück Leben an ihrem Arbeitsplatz verbracht und diese Bindung an Kinder und Enkel weitergegeben.
Das Ruhrgebiet - Früher und heute 2012 [40:27]
Veröffentlicht am 17.09.2012
Das Ruhrgebiet - Früher und heute 2012
Von Duisburg bis Hamm erstreckt sich östlich des Rheins die größte zusammenhängende Industrielandschaft des europäischen Kontinents: das Ruhrgebiet. Heute steht unter Denkmalschutz, was einst Deutschlands Wohlstand sicherte. Stillgelegte Zechen erzählen Industriegeschichte. Umgenutzte neu gestaltete Orte werden zu touristischen Attraktionen. Zu sehen sind ehemals bedeutende Industrieanlagen, von namhaften Architekten entworfene Arbeitersiedlungen, Museen und auf Abraumhalden entstandene Parks:
- Emscher und Gasometer Oberhausen
- Strukturwandel in dicht besiedelter Region
- Rhein-Herne-Kanal
- Zeche Zollverein Essen
- Entwicklung des Bergbaus zur Kohleförderung
- Berg- und Stahlarbeitersiedlungen
- Zeche Zollern in Dortmund
- Schiffshebewerk am Dortmund-Ems-Kanal
- Haldenereignis Emscherblick (Tetraeder) in Bottrop
Am 19. März 1882 erfolgte die Grundsteinlegung für ein einmaliges, bis heute im Bau befindliches Gesamtkunstwerk, die Basilika Sagrada Familia in Barcelona. Der Architekt Antoni Gaudi (1852-1926) krönte damit sein Lebenswerk, das den katalanischen Jugendstil (»Modernisme«) mit seinen runden, organischen Formen und geschwungenen Linien maßgeblich geprägt hat. Auf dem Weg zur Baustelle der Sagrada Familia wurde Gaudi am 10. Juni 1926 von einer Straßenbahn erfasst. Er starb noch am selben Tag.
Die Basilika Sagrada Família in Barcelona am Bau, Foto vom Anfang des 20. Jh.s
Die 2010 vom Papst eingeweihte Kirche, deren Fertigstellung derzeit für 2026 vorgesehen ist, besitzt zwei prunkvolle Schaufassaden. Die »Geburtstassade« im Nordosten entstand bereits unter Gaudi. Die »Passionsfassade« im Südwesten wurde erst später begonnen und ist bis heute unvollendet. Besonders charakteristisch sind die zwischen 90 und 112 m hohen raketenartigen Türme. Von den insgesamt 18 geplanten Türmen – sie sind Jesus, Maria, den vier Evangelisten und den zwölf Aposteln gewidmet – wurden bisher acht vollendet. Der Jesus-Turm soll mit 170 m der höchste Kirchturm der Welt werden. Im Innenraum fallen die Säulen auf, die das Gewölbe tragen: Sie sind wie Bäume gestaltet, deren Enden sich zu Ästen verzweigen. Unter der Apsis befindet sich eine Krypta im neogotischen Stil. Was am 19. März noch geschah: 1279: Die Mongolen unter Kublai Khan beenden die Herrschaft der Song-Dynastie in China.
Harenberg - Abenteuer Geschichte 2016
2026 We build tomorrow | Construïm el demà | Construimos el mañana [1:32]
Veröffentlicht am 25.09.2013
[EN] Final stages of Gaudí's masterpiece. --- [CA] Recta final de l'obra mestra de Gaudí. --- [ES] Recta final de la obra maestra de Gaudí.
Production|Realització|Realización: Joan Carles Vendrell
Sagdrada Familia Reportage Deutsch ARD vom 21.0 2014 [51:51]
Veröffentlicht am 25.09.2014
Die Sagrada Família (vollständige katalanische Bezeichnung: Temple Expiatori de la Sagrada Família; deutsch Sühnekirche der Heiligen Familie) ist eine römisch-katholische Basilika in Barcelona. Der Bau der von Antoni Gaudí im neukatalanischen Stil entworfenen Kirche ist bis heute unvollendet. Sie wurde 1882 begonnen und soll nach jüngsten Prognosen 2026 abgeschlossen sein.
Der 1118 gegründete Ritterorden der Templer kämpfte während der Kreuzzüge im Heiligen Land. Durch Stiftungen und Schenkungen erlangte der Orden auch in Europa zahlreiche Besitzungen und agierte faktisch autonom. Frankreichs König Philipp IV., der Schöne (reg. 1285-1314), war bei den Templern hoch verschuldet und sah in ihnen eine Gefahr für die Macht des Staates.
Großmeister Jacques de Molay und der Ordenspräzeptor der Normandie, Geoffroy de Charnay, auf dem Scheiterhaufen in Paris am 18. Märzt
Der 1292 qewählte Ordens-Großmeister Jacques de Molay (um 1245-1314) wurde daher 1306 zu dem von Frankreich abhängigen Papst Clemens V. (reg. 1305-1314) nach Avignon befohlen und mit schweren Vorwürfen der Ketzerei konfrontiert. Die Ritter würden Homosexualität betreiben, eine Entweihung des Kreuzes und die Anbetung eines Götzen, des Baphomet. 1307 ließ Philipp alle Templer in Frankreich verhaften. De Molay und andere Ritter »gestanden« schließlich unter schwerer Folter alle Anschuldigungen. Clemens V. löste den Orden 1313 auf, den Besitz eigneten sich die Herrscher Europas an. Als de Molay sein erpresstes Geständnis widerrief, wurde er auf Betreiben Philipps am 18. März 1314 in Paris bei lebendigem Leib verbrannt. Das grausame Ende der Templer beschäftigt Historiker bis heute ebenso wie ein angeblicher »Fluch« de Molays, da Papst und König wenige Wochen später starben.
Harenberg - Abenteuer Geschichte 2016
13 October 1307,Friday - The day that changed the world [8:21]
Hochgeladen am 14.12.2011
In 1305, the new Pope Clement V, based in France, sent letters to both the Templar Grand Master Jacques de Molay and the Hospitaller Grand Master Fulk de Villaret to discuss the possibility of merging the two Orders. Neither was amenable to the idea but Pope Clement persisted, and in 1306 he invited both Grand Masters to France to discuss the matter.
De Molay arrived first in early 1307. Villaret was delayed for several months. While waiting, De Molay and Clement discussed charges that had been made two years prior by an ousted Templar. It was generally agreed that the charges were false but Clement sent King Philip IV of France a written request for assistance in the investigation. King Philip was already deeply in debt to the Templars from his war with the English and seized upon these rumours for his own purposes. Philip began pressuring the Church to take action against the Order, as a way of freeing himself from his debts. On Friday October 13, 1307 Philip ordered de Molay and scores of other French Templars to be simultaneously arrested. The Templars were charged with numerous heresies and tortured to extract false confessions. The confessions, despite having been obtained under duress, caused a scandal in Paris. Again under pressure from Philip, Pope Clement issued the bull Pastoralis praeeminentiae on November 22, 1307, which instructed all Christian monarchs throughout Europe to arrest all Templars and seize their assets.
Pope Clement called for papal hearings to determine the Templars' guilt or innocence. Once freed of the Inquisitors' torture, many Templars recanted their confessions. Some had sufficient legal experience to defend themselves in the trials, but in 1310 Philip blocked this attempt, using the earlier forced confessions to have dozens of Templars burned at the stake in Paris. With Philip threatening military action unless the Pope complied with his wishes, Pope Clement agreed to disband the Order, citing the public scandal that had been generated by the confessions. At the Council of Vienne in 1312, he issued a series of papal bulls, including Vox in excelso, which officially dissolved the Order, and Ad providam, which turned over most Templar assets to the Hospitallers.
The elderly Grand Master Jacques de Molay, had confessed under torture, but retracted his confession. Geoffrey de Charney, Preceptor of Normandy, followed de Molay's example, and insisted on his innocence. Both men were declared guilty of being relapsed heretics, and they were sentenced to burn alive at the stake in Paris on March 18, 1314. According to legend, he called out from the flames that both Pope Clement and King Philip would soon meet him before God. Pope Clement died a month later, and King Philip died in a hunting accident within the year.
With the Order's leaders killed, remaining Templars around Europe were either arrested and tried under the Papal investigation, absorbed into other monastic military orders, or pensioned off and allowed to live out their days peacefully. Some may have fled to other territories outside Papal control, such as Scotland (then under excommunication) or to Switzerland. Templar organisations in Portugal escaped lightly through the imaginative expedient of changing their name from Knights Templar to Knights of Christ. In 2001, a document known as the "Chinon Parchment" was found in the Vatican Secret Archives, supposedly after having been misfiled in 1628. It is a record of the trial of the Templars, and shows that Clement absolved the Templars of all heresies in 1308, before formally disbanding the Order in 1312. (In October 2007, the Scrinium publishing house published secret documents about the trial of the Knights Templar, including the Chinon Parchment.) It is now the Roman Catholic Church's position that the medieval persecution of the Knights Templar was unjust; that there was nothing inherently wrong with the Order or its Rule; and that Pope Clement was pressured into his actions by the magnitude of the public scandal and the dominating influence of King Philip IV. As on other occasions, it has not expressed an opinion as to how the highest moral authority on earth could have colluded in the torture and killing of innocent men.
The Templar Code [1:26:58]
Veröffentlicht am 08.03.2014
For nearly two centuries, the Knights Templar was the most powerful order in the medieval world. Today, the group's legacy is played out in an array of Hollywood blockbusters and numerous works of popular literature.
Despite the Knights' long reign of power, the order experienced a sudden collapse in the early fourteenth century when certain members stood accused of unspeakable crimes and were subsequently tortured and killed.
In this insightful program, Decoding The Past interviews some of the world's leading biblical scholars and visits historic sites throughout Europe and the Near East to probe the past of this mysterious order.
Did the Knights, as many believe, guard the Holy Grail? Or was the object of their attentions buried a thousand years before the birth of Christ?
The Templar Code is an in-depth examination into the remarkable rise and rapid descent of the powerful and obscure Knights Templar.
Templars Lost Treasure (Documentary) [44:48]
Veröffentlicht am 07.02.2014
full, A fascinating exploration of the legends accredited to the mysterious religious and military order of the Knights Templar.
The Order of the Templar, created after the first Crusade and disbanded by the King of France in 1307, gave birth to fabulous legends which persist to this day.
Despite in-depth research, many enigmas still surround this mythical order and its legends - not least whether mysterious discoveries at Gisors and Oak Island can really hold the fabled Templar treasures. Now, this insightful documentary relives an epic adventure based on facts, places, puzzles and legends that feed faiths and have fascinated generations.
MILITARY HISTORY : Ancient Turkey and Knights Templar [44:36]
Veröffentlicht am 11.04.2015
Uploaded by MILITARY HISTORY 2015. The Military History of Ancient Turkey and Knights Templar. Recruited from Christian populations of the Balkans and trained in the Muslim faith and culture of the Turks, the Janissaries formed a warrior caste, distinguished by military skill and unequivocal loyalty to the Sultan.
Essentially Christian warrior-monks, the Knights’ mission was to rid the Holy Land of Muslims. Usually of noble birth, the knights adhered to a strict moral code of poverty, chastity and obedience.
Janissary starts at 00:10 The Janissaries were elite infantry units that formed the Ottoman Sultan's household troops and bodyguards.
Knights Templar starts at 23:37 The Knights Templar were among the most wealthy and powerful of the Western Christian military orders and were among the most prominent actors of the Christian finance.
Much of what we know of ancient history is the history of militaries: their conquests, their movements, and their technological innovations. There are many reasons for this. Kingdoms and empires, the central units of control in the ancient world, could only be maintained through military force. Due to limited agricultural ability, there were relatively few areas that could support large communities, so fighting was common.
Weapons and armor, designed to be sturdy, tended to last longer than other artifacts, and thus a great deal of surviving artifacts recovered tend to fall in this category as they are more likely to survive. Weapons and armor were also mass-produced to a scale that makes them quite plentiful throughout history, and thus more likely to be found in archaeological digs.
Frühlingserwachen à la LettreInternational: Die 112. Ausgabe gibt es ab heute, Donnerstag, 17. März 2016, am Kiosk, im Buchhandel, an Bahnhöfen, Flughäfen oder auch ab Verlag.
Mit starkem Rückenwind starten wir ins neue Jahr: Mehr als 1.200 neue Abonnenten sind seit Oktober 2015 hinzugekommen. Das stimmt optimistisch. Print ist nicht passé, das Bedürfnis nach anspruchsvollen Texten ist ungebrochen. Wir bedanken uns bei allen neuen und langjährigen Lesern!
Unsere Themen: Der bedeutendste Mafiajäger Italiens erklärt die Welt der „ehrenwerten Gesellschaft“. Wir analysieren Dieislamische Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten. Wie transformiert sich unsere Gesellschaft durch den globalisierten Terrorismus? Wie verändert sie sich durch die Hydra der ortlosen Mächte Internet, Terrorismus, Finanzkapital? Die Unfähigkeit zum Frieden zwischen Israel und Palästina und Auswege analysieren Nahost-Experten. Wir erinnern an das französische Kolonialregime in Algerien. Ein Dichter unternimmt eine poetischeFallschirmreise durch Sternenwelten. Ein Schriftsteller blickt in Abgründe. Zugbegleiterin Olga schießt in Überschallgeschwindigkeit auf der Transsib durch den russischen Raum. Wir erleben die verspätete Ankunft Sigmund Freuds in Paris und die produktive Kraft übersetzerischer Mißverständnisse. Nietzsche und Cioran erkunden das Ressentiment. Über Kunstauktionsrekorde spekuliert ein Wirtschaftsspezialist. Ein berühmter Anthropologe entwickelt Grundzüge einer politischen Ökologie. Wir erleben experimentellen Geist, untersuchen die Asymmetrien von links und rechts und begegnen einem verkannten Genie der Sinologie. Wir belauschen journalistische Verabredungen, erzählen Budapester Märchen, verabschieden einen Avantgardisten und konstatieren Infantilismus in der russischen Staatspolitik. François Fontaine entführt uns mit farbenprächtig schillernden Tierporträts in eine Welt der Supernature und Stanislas Guigui besucht Mongolische Krieger. Und vieles mehr erwartet Sie! Ein in vielen Facetten erblühendes Heft: Wir wünschen viel Vergnügen! KOORDINATENVERSCHIEBUNG„Man stelle sich vor, die Bewertung von Nationen enthielte folgende Kriterien: Anzahl literarischer Übersetzungen / der Grad, in dem ein Staat seine früheren Verbrechen anerkennt / Anzahl der Frauen in öffentlichen Machtpositionen / Durchschnitt der täglich zurückgelegten Schritte / die täglich offline verbrachte Zeit / die Kenntnis der lokalen Umgebung / der Klang lachender alter Menschen / die Anzahl unabhängiger Buchläden / das Verständnis von Freiheit ...“Gewohnte Hierarchien würden durcheinandergewirbelt. Kraftfelder des Ich und Fragen der Herkunft und Identität erkundet Priya Basilin Woher kommst du? „Es spielt keine Rolle, wie multikulturell oder weit gereist du bist, du bleibst provinziell und beschränkt, wenn du nicht regelmäßig aus deinem Denken heraustrittst.“ Für Basil ist Literatur das beste Trainingsgelände. Geschichten bringen das Schweigen zum Tosen, erwecken Tote zum Leben, exhumieren Vernichtete, gewinnen dem Chaos erkennbare Formen ab. Über die Suche nach dem Ich zwischen den Weltkarten des Wissens, dem Raum des Miteinanders und der Logik des Herzens. Mit dem Schrecken der Hydra in der digitalen Hypermoderne konfrontiert sich Martin Burckhardt. In den sozialen Netzwerken fallen digitale Mobs über bedauernswerte Tölpel her, leben Trolle, geschützt von digitalen Tarnkappen, ihre Rachsucht aus, verströmen virale Botschaften das Gift der Desinformation. Zu Datenpaketen reduziert, wird der Nutzer enteignet, wandelt sich Intimität zum Rohstoff der Wirtschaft. In dem Maße, in dem die Globalisierung vertraute Koordinatensysteme unterminiert, greift die Hydra um sich und pervertiert die tradierten Ordnungssysteme. Überall erhebt das vielköpfige Monster sein Haupt: im Terrorismus, in hybriden Kriegsformen, in der globalen Finanzkrise, in der Machtlosigkeit Europas, in den Schwarmgebilden des Netzes. Doch die vielgepriesene Zivilgesellschaft führt sich im Wutbürger selbst ad absurdum. Die Stressoren der Globalisierung provozieren Widerstandsreaktionen – die vom Unbehagen bis hin zur Empörung, Haß und Verschwörungstheorien reichen. Und mit dem Streß wächst das Bedürfnis, sich in einer ausgeborgten Identität absichern zu können: Protect me from what I want. Folglich wird die kulturelle Differenz zum Anderen zur Ausrede dafür, sich mit der eigentlichen Ursache des Wandels, dem weltverändernden Globalisierungs- und Digitalisierungsprozeß nicht befassen zu müssen, ihn aber gleichwohl exzessiv nutzen zu können. Welche Kulturkämpfe auch immer bevorstehen: Gewiß ist, die Hydra sind nicht die anderen, die Hydra sind wir selbst. Ein Vogelflug über die gärenden Grundlagen der zeitgenössischen Gesellschaft. STRATEGIEN DER GEWALTEin pathologisches System der Macht hinter der Maske der Respektabilität analysiert der leitende Staatsanwalt von Palermo Roberto Scarpinato.Seine Vorgänger, Paolo Borsellino und Giovanni Falcone, wurden von der Mafia ermordet. Der Mafiajäger lebt in der sizilianischen Hauptstadt bewacht wie kein Zweiter und kämpft gegen das Krebsgeschwür, das die Gesellschaft zerfrißt. Er untersucht Attentate, Wirtschaftskriminalität, Korruption, Bedrohung, Erpressung, Entführung. Freunde und Kollegen wurden weggebombt, erschossen, starben bei dubiosen Unfällen. Bislang hat er überlebt. Nun formuliert er die Quintessenz seiner Erfahrungen: Die Mafia und die Angst. Er porträtiert die ehrenwerte Gesellschaft und ihre Schnittmengen mit dem Staat, schildert ihre Methoden, ihre Psychologie, Werkzeuge und Sprache. Ihr Universalinstrument ist der Tod. Sie etabliert eine auf Angst gegründete Ordnung. Eine Lectio magistralis über die perversen Verflechtungen zwischen Verbrechen und Macht, von denen die Geschichte Italiens gekennzeichnet ist, einer Macht, welche die Fesseln der Demokratie nicht anerkennt, deren bewaffneter Arm proletarisch, deren Gehirn jedoch bürgerlich ist. Wer heute nach Paris fährt, erlebt eine Stadt ungewohnter Leere, halbbesetzte Restaurants und Cafés. Die Stadt ist tief getroffen von den dschihadistischen Attentaten 2015. Woher kommt die Radikalisierung des Islam? Oder islamisiert sich hier die Radikalität? Gibt es sozialpsychologische Dispositionen für diese Enthemmung? „Eine elementare Erschütterung des seelischen Gleichgewichts“ kennzeichnet das Empfinden der Verlassenheit, so Hannah Arendt, das Vernichtetsein all dessen, was menschlicher Existenz Sinn verleiht. Die Unmöglichkeit, Anerkennung zu finden, die Erfahrung, entwurzelt und überflüssig zu sein. Erklärt dies das Denken und Handeln selbstmörderischer Dschihadisten? Welche Rolle spielen die „drei gestörten Verhältnisse“ der arabisch-islamischen Welt – die Haltung zur Freiheit, zum Tod und zur Frau? Und was ist mit dem anderen Teil der Jugend? Glaubt sie noch an Emanzipation? Könnte sie zur Jugend einer neuen Aufklärung werden? Jean-Claude Pinson sucht nach Erklärungen. Globalisierte Gewaltanalysiert der Rechtsphilosoph Antoine Garapon als hybrides Phänomen: Sie ist lokal und global, archaisch und postmodern, verbrecherisch und heilig, psychologisch und eschatologisch. Diese Gewalt ist keine Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, sondern eine destruktive Kraft, welche die Politik der betroffenen Länder zwingt, sich um die Achsen der Angst und der Sicherheit herum neu zu organisieren. Dieser Terrorismus ist beängstigend, denn er zeigt die Ambiguität der Öffnung unserer Welt auf, ja, ein mögliches Umschlagen der Globalisierung in ihr Gegenteil. Die terroristische Gewalt offenbart den tragischen Teil und die Verletzlichkeit der Moderne. UNTERM HALBMONDDie arabische Welt östlich von Suez wirkt, als sei über sie das Zeitalter der konfessionellen Bürgerkriege hereingebrochen. Die Erschütterungen des Nahen Ostens sind Anlaß für Georg Brunold, religiöse Hochspannung und den iranisch-arabischen Machtkampf auszumessen. Die islamische Spaltung gegen Mitte des 7. Jahrhunderts, die 1.350 Jahre währende Aufspaltung in Sunniten und Schiiten, wäre noch vor 50 Jahren kaum als relevant in der nachkolonialen Staatenwelt der Region wahrgenommen worden; doch aus der Tiefe der Zeit strahlt das ursprüngliche Schisma violent in die Gegenwart zurück. Über Blutlinien und Überlieferung, Gelehrte und Mystiker, Theologie und Philosophie, über Wahhabismus und Salafismus, über Fronten im Zweistromland und Märtyrer auf Gottes Pfaden. Eine kaleidoskopische Reise durch die Geschichte bis zu Leitmotiven der Gegenwart: „Unsere größte Hoffnung ist der Märtyrertod auf dem Pfad Gottes.“ Europa sucht nach einer Lösung für die Flüchtlingskrise, und die Türkei schickt sich an als Partner Europas zum Schlüsselakteur des Dramas zu werden. Im Land am Bosporus werden Zeitungen geschlossen, Journalisten eingeschüchtert und inhaftiert, Demonstranten niedergeknüppelt, die Kurdengebiete abgeriegelt, Waffen ins syrische Bürgerkriegsgebiet geschmuggelt, und lange finanzierte sich ISIS über den Ölverkauf an türkische Adressaten. Dennoch scheint man in Europa bereit, für die türkische Hilfestellung viele Augen zuzudrücken. Einst war die AKP als islamische Spielart der Christdemokratie angetreten und wollte die Türkei nach Europa führen. Gigantische Infrastrukturprojekte, ein Immobilienboom auf Kredit, Metropolenwachstum, eine prosperierende Mittelklasse – schon sah sich Erdoğan als neuer Sultan einer neoosmanischen Renaissance. Heute sind solche Illusionen verflogen. Kein neuer islamischer Halbmond unter Istanbuler Hegemonie, die Bruchlinien im Inneren des Landes und die Nachbarschaftskonflikte vervielfachen sich, die Versuchung zur Diktatur wächst. Ein Warnruf von Marco d’Eramo:Erdoğans Regime. Lina Meruanehat die Palästinensergebiete Israels besucht und ordnet ihre Eindrücke. Sie ruft sich Worte, die Stille, den Lärm in Erinnerung. Das Schweigen leerer Straßen und verlassener Märkte, das Schweigen zwischen den Zweigen alter Olivenbäume, die ungeerntet bleiben, das Schweigen der Steine von Hebron ... Und die akustische Gegenwelt: Schläge gegen Holztüren, der Lärm von Zusammenstößen und Schüssen, Polizeisirenen, Schreie von Fliehenden, die die Stille unterbrechen. Der Versuch, einem scheinbar unveränderlichen Konflikt beizukommen: Zungen voller Wörter. Stephen Eric Bronnersucht einen Ausweg aus dem Teufelskreis der Gewalt. Eine „Algebra des Blutes“ prägt das Verhältnis von Israelis und Palästinensern. Jede Seite begreift sich als Opfer eines Opfers, die Identitäten eines jeden sind zutiefst mit dem eigenen Leidensprozeß verwoben, historische Traumata entfachen den Streit darum, wer stärker gelitten hat. Schuld spielt auf beiden Seiten eine bedeutende Rolle. Lange verknoteten sich hier alle nahöstlichen Verwicklungen. Heute jedoch verschieben sich die Gewichte: Die Krisen in Irak, Libyen und Syrien, die Feindschaft zwischen Sunniten und Schiiten, die Rehabilitierung des Iran, die neue Rolle der Kurden verändern die Konstellationen. Die Zeit der Ernüchterungist gekommen. Ein Rechtsungeheueraus der Kolonialgeschichte Frankreichs in Algerien inspiziert Olivier Le Cour Grandmaison. Französische Rechtssprechung, Rechtspraktiken und Verwaltungsdekrete verknüpften sich in Algerien zu einem Disziplinarregime. Trotz der Berufung der „Grande Nation“ auf „liberté, égalité, fraternité“ wurden die autochthonen Einwohner in ihrer Heimat als Bürger zweiter Klasse behandelt. Diese Erniedrigungen durchziehen ihre kollektive Erinnerung bis heute. Die weiße Hegemonie sollte den Aufstieg der farbigen Völker blockieren, doch zuletzt markierte die Unabhängigkeit den bitteren Schlußakkord in einem grausam geführten Befreiungskampf. Eine Bestandsaufnahme. Als verspätete Religion, die sich mit den Errungenschaften der Moderne wenig auseinandergesetzt hat, erscheint der heute vorherrschende Islam als Glaube, der eine einzige Wahrheit postuliert und sich seiner hybriden Spiritualität kaum mehr bewußt ist. Der Islam fordert Ernst vom muslimischen Gläubigen und degradiert das Spiel als Ablenkung von der Frömmigkeit. Der historische Mohammed hingegen scheute weder Spiel noch Gesang und küßte seine Frauen selbst während des Fastenmonats Ramadan. Diese heitere Seite des Propheten, der Religion als Mittel der Befreiung, der Freude und Geduld verstand, fiel dem Vergessen anheim. Welche Rolle spielt Humor im Islam?, fragt der Philosoph Rachid Boutayeb. Über das Lachen Mohammeds und den tödlichen Ernst der Eiferer. EXTRAVAGANZENMit dem Naadam-Fest zelebriert die Mongolei in jedem Sommer ihre Unabhängigkeit von China. Diese Feierlichkeiten mit ihren Wettkämpfen in den Disziplinen Ringen und Bogenschießen, Pferderennen und Adlerjagd erinnern an Traditionen aus der Zeit Dschingis Khans. Beteiligte in ihren prachtvollen Kostümen photographierte Stanislas Guigui:Mongolische Krieger. Der chilenische Dichter Vicente Huidobro (1893–1948) war der Erfinder des „Creacionismo“; von seinem Werk ist hierzulande nur wenig bekannt. Wir präsentieren Auszüge aus seinem Poem Altazor oder eine Fallschirmreise erstmalig auf deutsch: Ich greife meinen Fallschirm und stürze mich von der Kante meines Kreise ziehenden Sterns in die Atmosphäre des letzten Seufzers. (...) / Und so stürzt nun mein Fallschirm Traum für Traum durch die Räume des Todes. / Am ersten Tag begegnete ich einem fremden Vogel. Er sagte: ‘Wäre ich ein Dromedar, dann hätte ich jetzt / keinen Durst. Wie spät ist es?’ Er trank von dem Tau, der sich auf meinen Haaren gesammelt hatte, / warf mir dreieinhalb Blicke zu und winkte noch mit seinem prächtigen Taschentuch, bevor er weiterflog. / Gegen zwei Uhr desselben Tages begegnete ich einem hübschen Flugzeug, das über und über von Schuppen / und Schnecken verkrustet war. Es war gerade auf der Suche nach einem Plätzchen, wo es sich unterstellen / könnte, denn es regnete. / Weit in der Ferne lagen in der Farbe der Morgenröte die Schiffe vor Anker. Auf einmal fingen sie an, / eins nach dem anderen loszufahren, und zogen dabei unbestreitbar Fetzen der Morgenröte hinter sich her, / so als wären es Fahnen. (...) / Da hörte ich den namenlosen Schöpfer sprechen. Er ist ein einfaches Loch in der Leere, schön wie ein / Bauchnabel. / ‘Ich machte Krach und aus diesem Krach entstanden der Ozean und die Wellen des Ozeans.’ / ‘Der Krach wird immer an den Wellen kleben, und die Wellen immer an ihm, genauso wie Briefmarken / auf Postkarten.’ / ‘Dann spann ich einen langen Faden aus leuchtenden Strahlen, um die Tage nach und nach miteinander / vernähen zu können (...)“ Unser Erzähler ist Technisch insolvent. Seiner Selbstwahrnehmung, zum wandelnden Fiasko zu mutieren, liegt die Erfahrung seines Scheiterns als Schriftsteller zugrunde. In eine Nachbarschaftsfehde verwickelt, unfähig, ein Darlehen zurückzuzahlen, weil seine Immobilie an Wert verloren hat, von Schreibblockaden gepeinigt, ergreifen ihn Gedanken an Flucht und Exil. Identität und Grenzen verschwimmen, sein Zeitgefühl schwindet. „Die Friedhöfe wachsen, die Zahl der Verteidiger schmilzt ... Wir schauen ins Antlitz des Hungers, ins Antlitz des Feuers, des Todes und ins ärgste Gesicht von allen – in das des Verrats/ und nur unsere Träume sind nicht gedemütigt worden.“ (Zbigniew Herbert). Ein unerschrockener Blick in seelische Abgründe von Simon Glinvad Nielsen. Sowjetische Zeiten. Ein heroisches Ereignis steht bevor. Auf der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn soll ein Geschwindigkeitsrekord aufgestellt werden. Der jetgetriebene Hochgeschwindigkeitszug „Rossija“ geht auf Jungfernfahrt von Moskau nach Irkutsk, 5.192 km in nur sechseinhalb Stunden. An Bord eine Schicksalsgemeinschaft, Pressevertreter, überdreht, in eifersüchtige Scharmützel verwickelt. Der Zug setzt sich in Bewegung, dämonische Schwere breitet sich aus, das in einen unbekannten Aggregatzustand übergegangene Rußland fliegt am Fenster vorbei. Dann der erste Schlag: Nervosität ergreift die Passagiere, niemand weiß, was draußen vor sich geht. Ein Fahrgast bricht zusammen. Was tun? Olga Slawnikowa über das Risiko, die Gesetze der Physik im Namen des Fortschritts herauszufordern: Die russische Kugel. LEBENSLINIEN UND BILANZENDer spanische Schriftsteller Enrique Vila-Matasdenkt nach über die Erzählkunst. In dieser Kunst braucht es wütende Beharrlichkeit, die Präsenz des Wahnsinnigen hinter dem Werk. Schriftsteller sind Überlebende einer aussterbenden Spezies, Menschen von uralter Kühnheit, Spinner, Gestörte, Personen, die auf faszinierende Weise besessen sind. Warum sind Schriftsteller mehr als andere leichte Beute für Depressionen? Deprimiert sind sie, weil sie den Gedanken nicht ertragen, in einer von Idioten zerstörten Welt leben zu müssen. Die Zukunft. Heinz-Norbert Jocksspricht in Paris mit Georges-Arthur Goldschmidt, der sein Leben lang in Paris als Kulturvermittler zwischen Deutschland und Frankreich wirkte: Als Freud in Paris ankam. Über Begegnungen mit Sartre, Genet, Scholem, Handke, Blumenberg und Derrida, über Sprache, über eine andere Interpretation der Psychoanalyse, die Kunst der Übersetzung und die Produktivität von Mißverständnissen: „Die Übersetzung ist dazu da, nicht richtig zu funktionieren. Es bleibt immer ein Rest, und es gibt immer einen kleinen Haken ... das Bilddes Unschuldigen vor Gericht, der seine Unschuld nicht beweisen kann. Das ist der Inhalt der Sprache. Eigentlich können Sie sich mit ihr nicht ausweisen. Sie läuft an Ihnen vorbei, und die Übersetzung um so mehr.“
Emil Cioran gilt manchen als „Nietzsche vom Balkan“. Seine Ablösung vom Stifter seines Kosenamens war ein lebenslanger Prozeß. Was Cioran von Nietzsche trennen sollte, bringt schon sein Erstlingsbuch Auf den Gipfeln der Verzweiflung zur Sprache: Die Versuche einer Überwindung des Nihilismus, der Heroismus des Willens. Nietzsches Lehre vom Ursprung der christlichen Sklavenmoral zielt ab auf die Überwindung einer Lüge von Jahrtausenden. Cioran sieht in dieser Überwindungspose Selbstbetrug und psychologische Schwäche. Er mag „rasende Denker“ nicht, und zieht ihnen Skeptiker vor: „Ich liebe die Denker, die an erloschene Vulkane erinnern“. Für ihn wird der freie Geist Nietzsche zuletzt zum Sklaven seiner Ideen. Ein Tauchgang in die Gefäßsysteme des Ressentiments vonJürgen Große. Die Rekordjagden bei Auktionen für zeitgenössische Kunst scheinen kein Ende zu nehmen. Picassos Gemälde Les femmes d’Alger von 1955 wird für 180 Millionen US-Dollar versteigert, für Modiglianis Nu couché von 1917 zahlt der chinesische Milliardär Liu Yiqian 170,4 Millionen. Auch die Umsätze einzelner Auktionsabende explodieren. Christie’s „Evening Sale“ am 13. November 2013 erbrachte 691 Millionen Dollar. Superreiche aus aller Welt mit unbegrenzter Liquidität stillen ihren Heißhunger auf Distinktionssymbole und demonstrative Souveränitätsgesten. Wer steckt hinter den Garantiesummen, mit denen Auktionshäuser ihre Einlieferer locken? Finanzinstitute stellen nicht selten die Sicherheiten dafür und verdienen mit am Kunstgeschäft. Das Gefüge des Kunstmarkts seine Sammler, Händler, Auktionshäuser und Finanziers untersucht Steffen W. Groß in Auktionsrekorde. WEGE DES WISSENSDer Anthropologe Philippe Descola untersucht Anthropologie und kulturelle Diversität. Die Menschen selbst sind zu einer Naturgewalt geworden, mit der sie auf den Planeten einwirken. Ökosysteme haben sich seit jeher verändert, doch die Veränderungen der letzten 200 Jahre sind tiefgreifender. Natur wurde als unbeschränkte Ressource für unbeschränktes Wachstum dank unbeschränkter Perfektionierung der Technik angesehen. Die atmosphärische Konzentration von CO2, die Übersäuerung der Ozeane, das Schmelzen der Gletscher hat recht junge Ursachen: den Industrialismus, die thermodynamische Revolution, die technologische Entwicklung. Wie können wir heute eine neue Ethik der Natur formulieren? „Eine politische Ökologie, eine in vollem Maße verwirklichte Kosmopolitik würde sich nicht damit zufrieden geben, der Natur unveräußerliche Rechte zuzubilligen, ohne ihr echte Mittel an die Hand zu geben, diese auch auszuüben ... Wir sollten uns von der kurzsichtigen Tyrannei des Gegenwärtigen befreien“. Wie rückt man dem Unerforschten zu Leibe? Der Molekularbiologe und Wissenschaftshistoriker Hans-Jörg Rheinberger spricht mit Michael Schwab über Experimentellen Geist. Experimentalanordnungen benötigen Raum für unerwartete Ereignisse, sind Szenerien erhöhter Geistesgegenwart. Laboratorien ähneln eher Bastelstuben als klinischen Erkenntnisräumen. Flickenteppiche aus technischen Apparaturen und architektonischen Strukturen, improvisierte Versuchsanordnungen und Aufzeichnungssysteme bilden die Infrastrukturen der Forschung. Es gilt, die esoterischen Black Boxes zu öffnen. Künstler und Wissenschaftler sind vergleichbaren Konstellationen ausgesetzt. „Der Künstler steht im Dunkeln am Ende eines Grubenschachts, den die Generation vor ihm in die Erde getrieben hat. Er muß bei seiner Exploration berücksichtigen, daß das Schachtende ihm nicht verrät, welche Richtung er einschlagen soll. Er weiß nur, welcher Richtung seine Vorgänger gefolgt sind. Das ist eine Situation, die Fragen der Orientierung aufwirft, sei es in der Literatur, der Musik, den visuellen Künsten oder den Naturwissenschaften. Es sind Explorationen in einem gefährlichen Raum, einem ungesicherten Raum.“ Der Psychoanalytiker Sergio Benvenuto geht räumlichen Asymmetrien in Neurologie und Kultur nach. Die Asymmetrie von links und rechts tritt in fast allen Sprachen zutage. Rechts ist semantisch mit dem Recht verwandt, mit „richtig“, „aufrecht“, „geradeaus“, „redlich“, mit „gerecht“ und „angemessen“. Es ist ein Privileg, zur Rechten einer Person positioniert zu sein; bei Theologen galt die linke Seite als die der Verdammten und als böses Omen. Das Wort „links“ evoziert etwas Plumpes, Linkisches, Anrüchiges. Hat diese Differenz von rechts und links neurologische Grundlagen? Dann läge das kulturelle Vorurteil bei uns modernen, rationalistischen Menschen, die rechts und links als gleichwertig einschätzen wollen und gegenüber einer angeborenen, im Gehirn wurzelnden Differenz blind sind. Eine Spektralanalyse durch Sprache und Politik, Gehirnforschung und Kommunikationstheorie: Neglect. Erwin Ritter von Zach war österreichischer Diplomat k.u.k.-Konsul in Singapur und ein ungeheures Sprachtalent, den es nach dem Untergang Kakaniens nach Niederländisch-Indien verschlug. Der virtuose Sinologe beherrschte mühelos 5.000 Charaktere der chinesischen Sprache. Leidenschaftlich, idealistisch und obsessiv, kämpfte er unerschrocken und voller Spottlust von Batavia aus gegen Dilettantismus, akademischen Dünkel und die Lebensfremdheit der deutschsprachigen Sinologie seiner Epoche. Das verkannte Genie opferte seine Karriere auf dem Altar der Unerschrockenheit vor dem Wissenschaftsestablishment. Patricia Görg porträtiert den legendären Außenseiter und Liebhaber der chinesischen Kultur. BRIEFE & KOMMENTAREReinhard Bernbeckpersifliert das Verhalten von Medien bezüglich der Bedrohung von Palmyra durch ISIS: Ur-Sachen. Der ehemalige Soldat Arkadi Babtschenko beobachtet russischen Infantilismus als Staatspolitik. Bora Ćosićsingt ein Loblied auf einen rebellischen Künstler: Abgang eines Avantgardisten.Thomas Knauf gibt Budapester Märchen zum besten. In der fröhlichsten Baracke des Sowjetimperiums herrschte der Konsens vom geringeren Übel, den Rest erledigte die Verdrängung. KORRESPONDENZENUrvashi Butaliaberichtet in Indien strahlt nicht von einer Verdüsterung des gesellschaftlichen Klimas unter der Regierung Modi. Der Honeymoon mit dem „strahlenden Indien“ der Hindu-Nationalisten ist vorüber. Biodänen und Phantastenbegegnet Suzanne Brøgger. Sie porträtiert die Provinzialisierung ihres Heimatlandes sowie den Hang, sich vor der schwierigen Wirklichkeit in Traumgebilde zu flüchten. Michail Ryklin berichtet von der Verflüchtigung der kurzen Euphorie über den Anschluß der Krim und die mißgelaunte Stimmung in der Gesellschaft. „Diese Menschen erinnern an Insassen eines Busses, die merken, daß mit dem Fahrer etwas nicht stimmt, sich aber dem Willen des Schicksals anheim geben, weil sie sowieso nichts ändern können.“ KUNSTDie imaginäre Safari des Photographen François Fontaine ist eine Hommage an die Kraft der Natur, ihre Schönheit und ihre Poesie. Die farbintensiven, traumwandlerischen Tieraufnahmen erscheinen wie Gemälde, die der erhabenen Vision einer noch wilden Natur entsprechen. Die Unschärfen derealisieren und beseelen die Objekte und lassen sie zu Auslösern vagabundierender Gedanken werden. Niemals verrät die Intimität der Bilder die Unerreichbarkeit und Rätselhaftigkeit der animalischen Wesen. „Die Diskontinuität zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Wesen ist es, die verstanden werden muß, um eine neue Ethik der Natur zu formulieren.“ (Philippe Descola) LETTRE SPEZIAL: DAS VIERECKIGE OSTEREIZu guter Letzt: Erfreuen Sie sich mit uns an einem prachtvollen Postkartenset à la Lettre: 32 der schönsten und originellsten Arbeiten von Künstlern und Photographen in Lettre – zum Beispiel John Baldessari und Leiko Ikemura, Miquel Barceló und Robert Longo, Rosemarie Trockel oder Lawrence Weiner – auf Chromosulfatkarton brillant gedruckt, gebündelt und in schöner Verpackung: Ein attraktives Geschenk zu Ostern! 22,80 €. www.lettre.de/artikel/postkartenzauber. Mit Lettre International Nr. 112 beginnt der Frühling! Wir wünschen eine spannende und genußvolle Lektüre! Mit den besten Grüßen
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
Ich übernehme keine Haftung für die Inhalte externer Links, verweise diesbezüglich auf RogerMurtaughund gehe im übrigen davon aus, daß die Besucher meines Blog imstande sind, sich ihre eigenen Gedanken zu machen.
(Was ja auch Ziel dieses Blogs ist!)
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