Freitag, 29. Juli 2016

USA: Die vertane letzte Chance

Die Nominierung Hillary Clintons zur Präsidentschaftskandidatin der Demokraten ist eine politische Katastrophe 

Bernie Sanders outete sich beim Nominierungsparteitag der US-Demokraten als ein politischer Masochist. Die Nackenschläge des neoliberalen demokratischen Establishments, das dem verhassten linken Hoffnungsträger reihenweise politische Niederlagen zufügte, schienen kein Ende nehmen zu wollen. 

Das Wahlprogramm der Demokraten konnte weitgehend von der rechten Fraktion um Hillary Clinton diktiert werden, während dem linken Flügel nur ein paar kosmetische Zugeständnisse gemacht wurden. Die Wahlplattform der Demokraten sei "ein Sieg für Clinton, nicht für Sanders", tönte gehässig die Washington Post, eins der zuverlässigsten Propagandaorgane Clintons.
mehr:
- USA: Die vertane letzte Chance (Tomasz Konicz, Telepolis, 28.07.2016)

Doku EXTREM Hillary Clinton - Der Kampf ums Weiße Haus [HD Doku DEUTSCH] 2016 [38:28]

Veröffentlicht am 05.04.2016

siehe auch:
- Who the fuck is Bernie? (Post, 20.07.2016)
- "In den USA gehen sechs Millionen Stimmen verloren" (Post, 19.07.2016)
- Ein zerrissenes Land im Wahlkampf mit ungeliebten Präsidentschaftskandidaten (Post, 12.07.2016)
- Der unerklärte 100jährige Krieg der US-amerikanischen Polit-Elite gegen Sowjetunion und Russland (06.07.2016)
zur Stimmung in den USA siehe:
- "Jedes Polizeiauto sollte eine Mini-Antiterroreinheit mit schweren Waffen, Schusswesten und Helmen sein" (Florian Rötzer, Telepolis, 27.07.2016)
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Putins Sommer-Schachzug: Größte Umbesetzung leitender Staatsbeamter seit Jahren

Größte Umbesetzung leitender Staatsbeamter seit Jahren, Putin setzt Ex-KGB-Mitarbeiter auf leitende Posten 

Der russische Präsident Wladimir Putin hat gestern die größte Umbesetzung unter Spitzenbeamten in den letzten Jahren durchgeführt. Putins persönliche Vertreter in vier der insgesamt acht russischen Großregionen wurden ausgetauscht (Süd, Sibirien, Nordwest, Nordkaukasus), vier Gouverneure wurden neu ernannt (Kaliningrad, Jaroslawl, Kirow, Sewastopol). Die Zollverwaltung bekam einen neuen Leiter. Drei Beamte, die ihre berufliche Karriere im KGB begonnen hatten, bekamen leitende Posten als Gouverneure der Regionen Kaliningrad und Jaroslawl sowie als Leiter der Zollverwaltung. Zwei Umbesetzungen haben mit Korruptionsfällen zu tun. Der liberale Gouverneur des Kirow-Gebiets, Nikita Belych, war vor einem Monat wegen der Entgegennahme von 400.000 Euro Schmiergeld verhaftet worden (Ein russischer Milliardär mit politischen Ambitionen bekommt Probleme). Der Leiter der russischen Zollverwaltung, Andrej Beljaninow, ist offenbar in einen Schmuggel mit Cognac verwickelt und wurde abgesetzt. Der Gouverneur der Stadt des Gebiets Jarowslawl wurde wegen "mangelnder Effektivität" ausgetauscht.
mehr:
- Putins Sommer-Schachzug (Ulrich Heyden, Telepolis, 29.07.2016)

Putin's Warning: Full Speech 2016 [12:18]

Veröffentlicht am 24.07.2016
Initially, I translated only a small portion of this segment as I felt the key message must be made obvious. However, I have been pleasantly surprised with many people around the world reaching out to translate this into other languages, as well as to see the full address. This candid conversation took place with representatives of various media outlets during the St Petersburg International Economic Forum, in June 2016. Putin urged journalists to report genuinely on the impending danger that is a nuclear arms race.

Nobody has anything to gain from a nuclear stand-off against Russia. The power hungry decision-makers are few in number, but powerful enough to have subverted mainstream media to misrepresent Russia as the main threat to international security.

If you are a journalist or a blogger, please do your part and share this message. Time is of the essence , especially in light of the recent NATO summit in Warsaw (July 2016) where the alliance stipulated that Russia is the main threat to international security (did you think that might be ISIS?) YouTube would not let me upload the video I did on the Summit, but it can be found on my Vimeo: https://vimeo.com/174777588

Back in 2007, Putin informed the Western world that Russia will develop its weaponry to counter US advances. This was said in response to the US missile defense system that was starting to be developed at the time (previously prohibited in international law.)

With the NATO missile defense system on Russia’s doorstep – the threat to international security is very real; not that you would know it via mainstream Murdoch media.

In 2002, the United States unilaterally and without consultation, withdrew from the landmark Anti-Ballistic Missile (ABM) Treaty. President George W. Bush noted that the treaty is “now behind us,” describing the ABM Treaty as a Cold War relic.

Signed in 1972, the ABM Treaty barred both the US and the USSR from deploying national defenses against long-range ballistic missiles. The treaty was based on the premise that if either superpower constructed a strategic defense, the other would build up its offensive nuclear forces to offset the defense.

The superpowers would therefore quickly be put on a path toward a never-ending offensive-defensive arms race, as each tried to balance its counterpart’s actions. Until Bush took office, the Treaty was referred to as a “cornerstone of strategic stability” because it facilitated later agreements, reducing U.S. and Russian strategic nuclear arsenals.

The US, assuming that a weakened Russia will never again be in a position to counter US hegemonic power, proceeded to encroach on Russia’s borders through its manipulation of NATO objectives.

Today, there is no instrument in international law that prevents the possibility of mutually assured destruction. Putin has been sending out warnings for over 10 years – all of which fell on deaf ears. Who will push the button first?
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Der Einfluß der Politik auf die Medien

Die Macht der Politik in den Medien - Wieviel Einfluss hat die Politik wirklich? [6:31]

Veröffentlicht am 17.05.2014
Wie groß ist der Einfluss der Politik auf die Massenmedien wirklich? Nikolaus Brender kann ein Lied davon singen. 10 Jahre lang leitete er als Chefredakteur die Berichterstattung des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF). Doch seine Karriere fand ein jähes Ende, trotz großer Beliebtheit bei den Zuschauern und der Unterstützung des ZDF Intendanten. Der Grund: Die von CDU/CSU dominierten Aufsichtsgremien des ZDF verlängerten seinen Vertrag nicht, Brender musste gehen. Beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland packte Brender nun aus über den wahren Einfluss der Politik auf die Medien - und geriet prompt mit dem CDU-Minister und Mitglied des ZDF-Fernsehrates Jürgen Gnauck aneinander...

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siehe auch:
- Einfluss der Medien auf die politische Willensbildung (Politik-Leistungskurs der Odenwaldschule, Mini-Wiki über das politische System der BRD, abgerufen am 29.07.2016)
- Medienwissenschaft: „Mainstreamthemen werden bevorzugt“ – Soziale Medien übernehmen zunehmend die Gatekeeper-Funktion des Journalismus (Interview mit Dr. Juliane Lischka, Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung, Universität Zürich, Medienpolitik.net, 21.03.2016)
- Meinungsbildung und Kontrolle der Medien (Uwe Hasebrink, Bundeszentrale für politische Bildung, 21.09.2015)
- Social Media beeinflusst politische Meinungsbildung (Bernd Gillich, Social Media für Unternehmen, 25.10.2012)
- Tagesschau, Google und BILD: Was den Deutschen für ihre politische Meinungsbildung wichtig ist (Hans-Bredow-Institut, 13.06.2012)
- Macht und Einfluss der Medien in Deutschland (Christian Klenk, OWEP 2/2010, Ost-West – Europäische Perspektiven)

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Rückbau Atomkraftwerke: »Ein gigantischer Griff ins Klo«

Exclusiv im Ersten - Der große Atom Deal [29:21]

Veröffentlicht am 25.07.2016
Exclusiv im Ersten: Der große Atom-Deal 25.07.2016 

700 Arbeiter, die seit über 20 Jahren damit beschäftigt sind, atomare Altlasten zu beseitigen, Tag für Tag, Schraube für Schraube: So sieht sie aus, die Realität des deutschen Atomausstiegs. Die Reportage führt an Orte, an dem die Altlasten der Atomenergie besonders gut sichtbar werden: zu den abgeschalteten Atomkraftwerken nach Biblis und Greifswald sowie 750 Meter unter die Erde, ins marode ehemalige Endlager Asse.
»Gesellschaftspolitisch ist diese Technologie ein gigantischer Griff ins Klo.« [Henry Cordes, Leitung Energiewerke Nord

ZDF-History - Die großen Illusionen des Atomzeitalters (HD-Doku) [41:49]

Veröffentlicht am 06.04.2015
Am Anfang standen große Hoffnungen. Der Nachweis, dass Atome spaltbar sind, beflügelte seit 1938 eine ganze Generation von Forschern und Erfindern.

Doch als erstes demonstrierte eine Waffe die ungeheure Kraft, die im Atomkern steckt. Die Bomben auf Hiroshima und Nagasaki markierten den Beginn der nuklearen Aufrüstung.

"ZDF-History" untersucht, wie systematisch Militärs und Atomindustrie über Jahrzehnte Gefahren verharmlost und Risiken verschwiegen haben.

Georg Schramm zu Atomenergie, Finanzkrise und Grexit [37:11]

Veröffentlicht am 02.07.2015
Georg Schramm schlägt beim Schönauer Stromseminar einen atemberaubenden Bogen von den Machenschaften der Atomwirtschaft über das Syndikat des billigen Geldes bis zum Verrat von europäischen Grundwerten in der Griechenlandkrise, um mit einem persönlichen Dank an Ursula und Dr. Michael Sladek für ihre Beharrlichkeit im Kampf gegen scheinbar übermächtige Strukturen zu enden. „Mir haben diese beiden sehr viel gegeben. Und in Zeiten, wo ich dachte, ich rede immer nur, wusste ich, es gibt Leute, die machen was. Das hat mir und vielen anderen sehr viel bedeutet.“ Georg Schramm, der sich von den Kabarettbühnen zurückgezogen hat, schenkte den Schönauer Energiewendepionieren zum Abschied eine Sternstunde des politischen Kabaretts.

- "Atomkraftwerke sind wirtschaftlich nicht tragbar" (Ralf Streck, Telepolis, 17.05.2016)
- Die lästige teure Endlagerfrage (Ralf Streck, Teleplis, 26.02.2016)
- Explosives Endlager (Wolfgang Pomrehn, Telepolis, 23.02.2016)
- Rückstellungen für Atommüllentsorgung reichen nicht (Wolfgang Pomrehn, Telepolis, 17.02.2016)
- Wer bezahlt den Rückbau der deutschen Kernkraftwerke? (Christoph Jehle, Telepolis, 29.07.2015)
Der teure Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg (Post, 02.10.2014)
- Wer kommt für Stilllegung und Entsorgung der deutschen AKWs auf? (Silvio Duwe, 12.04.2012)
- Atomkraft: Horrende Folgekosten (Thorsten Stegemann, Telepolis, 23.01.2008)

Piet Klocke-Ruhe bewahren [6:03]
Veröffentlicht am 27.03.2013

Video Nr. 2 hinzugefügt am 19.08.2016

Donnerstag, 28. Juli 2016

Kein Endlager für Atommüll Warum Raumschiffe nicht zur Sonne kommen

Im Vergleich zu anderen Himmelskörpern ist die Sonne relativ nah an der Erde. Dennoch ist es fast unmöglich, eine Rakete in die Sonne hineinzufliegen, um etwa Atommüll sauber zu entsorgen. Das hat einen speziellen Grund.


Mehr als ein halbes Jahrhundert nach Beginn des Raumfahrtzeitalters hat die Menschheit schon zu allen großen Himmelskörpern im Sonnensystem eine Sonde geschickt. Auf einigen ist sie sogar gelandet. Man könnte meinen, unsere unmittelbare Nachbarschaft im All sei zum Vorgarten des Menschen geworden: Sogar Milliarden Kilometer entfernte Eiszwerge wie den Pluto bereisen wir und arbeiten bereits daran, die Rohstoffe auf Millionen Kilometern entfernten Asteroiden abzubauen. Eine andere Idee kursiert auch bereits seit Jahrzehnten in den Köpfen der Wissenschaftler - man könnte den schädlichen und für Millionen Jahre strahlenden Atommüll der Menschheit einfach in der Sonne entsorgen. Eine tolle Idee, die nur einen Haken hat: Es ist unglaublich schwierig, zur Sonne zu fliegen.
mehr:
- Kein Endlager für Atommüll – Warum Raumschiffe nicht zur Sonne kommen (Kai Stoppel, n-tv, 27.07.2016)

10 unglaubliche Fakten über die Sonne [3:12]

Veröffentlicht am 05.02.2013
Unsere Sonne steckt voller Energie und einfach unglaublichen Fakten. Hier sind die zehn interessantesten!

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Die Sonne - Mythen & Fakten | Harald Lesch [6:38]

Veröffentlicht am 06.07.2016
Ohne sie wäre ein Leben auf der Erde kaum möglich. Mit ihr unter bestimmten Umständen aber auch nicht. Harald Lesch klärt die wichtigsten Mythen und Fakten rund um die Sonne auf.

Dieses Video ist eine Produktion des ZDF, in Zusammenarbeit mit objektiv media.
Grafiken: Kurzgesagt - In a Nutshell - https://www.youtube.com/user/Kurzgesagt
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Kernspaltung und Kernfusion (1/3) [10:02] (das jeweils nächste Video startet am Ende automatisch)

Hochgeladen am 04.11.2010

Dienstag, 26. Juli 2016

IPPNW: Body Count

Die Gesamtzahl der Todesopfer der Kriege in Afghanistan, Pakistan und dem Irak wird öffentlich erheblich unterschätzt. Sie liegt bei weit über einer Million Toten. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung, die heute zeitgleich in Berlin, Washington und Ottawa veröffentlicht wurde. Die deutsche, US-amerikanische und die kanadische Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) stellten die erschreckenden Ergebnisse zwölf Jahre nach Beginn des Irakkrieges vor.
Die Zahl der Opfer des sogenannten "Krieges gegen den Terror" wurde öffentlich kaum diskutiert. Wenige Zahlen wurden bekannt gegeben und diese schienen erheblich zu niedrig. Da die Todesopfer von offizieller Seite nicht gezählt wurden, gründete sich in Großbritannien während des Irakkrieges eine zivilgesellschaftliche Initiative namens "Iraq Body Count" (IBC). Ihrer Homepage zufolge hat der Irakkrieg bis heute etwa 211.000 Menschen das Leben gekostet. IBC addiert die Zahlen von überprüften Mediendaten aus Krankenhäusern und Leichenhäusern, von Nicht-Regierungsorganisationen und offiziellen Daten.

Die tatsächliche Zahl an Todesopfern, die der Krieg kostete, ist jedoch fast 10-mal so hoch: Das belegen mehrere Studien. 2006 veröffentlichte eine Gruppe von WissenschaftlerInnen um den US-Epidemiologen Les Roberts eine mortalitäts-basierte Studie im "Lancet" (eine weltweit renommierte Medizin-Fachzeitschriften), in der die Zahl der Todesopfer nach damals drei Jahren Krieg im Irak auf etwa 655.000 geschätzt wurde. Die angesehene britische Umfrageagentur Opinion Research Business (ORB) errechnete 2007 nach einer Befragung der Bevölkerung  sogar über eine Million Tote bis zu diesem Zeitpunkt. 
mehr:
- IPPNW-Pressemitteilung vom 19.3.2015 – Opferzahlen des "Krieges gegen den Terror"– 12. Jahrestag des Irak-Krieges (Jens Peter Steffen, IPPNW, 19.03.2015)

- Body Count: Opferzahlen nach 10 Jahren »Krieg gegen den Terror« – Iraq, Afghanistan, Pakistan, September 2015 
(IPPNW - Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in soz. Verantwortung (deutsche Sektion), Berlin; 
PSR - Physicians for Social Responsibility (US-amerikanische Sektion), Washington DC; 
PGS - Physicians for Global Survival (kanadische Sektion), Ottawa 
der International Physicians for the Prevention of Nuclear War – IPPNW [Hrsg.], 
 3., aktualisierte Auflage mit neuen Zahlen, August 2014, PDF)

30 Jahre IPPNW - Rezepte fürs Überleben [4:10]

Hochgeladen am 28.09.2011
In Herbst 2011 begingen wir das 30. Jubiläum unserer internationalen Ärztevereinigung für die Verhütung des Atomkriegs - zu diesem Anlass feierten wir mit Gästen aus drei Kontinenten und erinnerten an Meilensteine unseres Wirkens.

Bei unserem Symposium am Samstag, den 19. September 2011 wurde Rückschau gehalten, fundierte Analysen über die Drohungen in unserer globalisierten Welt gehört -- und "Rezepte fürs Überleben" und konkrete Heilmaßnahmen präsentiert.

Kulturzeitinterview Claussen IPPNW Harnasch Kommentar [8:23]

Hochgeladen am 06.08.2007
Dieter Moor interviewt für die Kulturzeit Angelika Claussen über die Internationalen Ärzte zur Verhinderung des Atomkriegs. David Harnasch sieht sich zum Kommentar genötigt.

mein Kommentar:
So sieht die Wüste aus, in der die IPPNW ruft…

Philip Breedlove: Wie ein Netzwerk um den Nato-Militärchef den Ukrainekonflikt anheizte

Mit zweifelhaften Informationen hat eine Gruppe um Nato-Oberbefehlshaber Breedlove versucht, Waffenlieferungen in die Ukraine durchzusetzen.
Privat trägt der General gern Leder. Philip Mark Breedlove, 60, bis vor wenigen Wochen Oberbefehlshaber der Nato und der US-Truppen in Europa, ist bekennender Harley-Davidson-Fan. Auch als militärischer Chef der Allianz tauschte der amerikanische Viersternegeneral seine blaue Luftwaffenuniform gegen die Motorradkluft und erkundete zusammen mit Kameraden Europa.

Breite Schultern, breiter Gang, noch breiteres Grinsen - so zeigen ihn Fotos von den Spritztouren, die seit Kurzem auf der Enthüllungsplattform DC Leaks zu finden sind. Zurückhaltung war Breedloves Sache nie.

Die Fotos sind der unterhaltsame Teil einer ansonsten hochbrisanten Sammlung von Breedloves privatem E-Mail-Verkehr. Ein Großteil der insgesamt 1096 gehackten Mails datiert aus den dramatischen zwölf Monaten der Ukrainekrise nach der russischen Annexion der Krim im März 2014. Tausende starben in den Gefechten zwischen Kiews Truppen und moskautreuen Separatisten; über zwei Millionen Zivilisten flohen aus der Ostukraine.

mehr:
- Philip Breedlove: Wie ein Netzwerk um den Nato-Militärchef den Ukrainekonflikt anheizte (Christoph Schult, Klaus Wiegrefe, SPON, 23.07.2016)
dazu habe ich – außer bei Telepolis – nur beim Blauen Boten was gefunden:
- E-Mail-Leak: General Breedlove wollte USA in einen Krieg mit Russland in der Ukraine ziehen (Blauer Bote, 01.07.2016)

siehe auch:
- General Breedlove – Geleakte E-Mails des Ex-NATO-Kommandanten belegen Kriegspropaganda (04.07.2016)

US-Zentralkommando der Streitkräfte: Was nicht paßt, wird passend gemacht (06.04.2016)
Der Konflikt spielt sich vielmehr zwischen den Militärs im Zentralkommando und den Zuträgern von Informationen ab, den so genannten Analysten, von denen 1.500 im Centcom-Hauptquartier in Tampa, Florida, arbeiten. Sie sind mit der DIA (Defense Intelligence Agency) verbunden und sollen dem Militärkommando mit Lage-Einschätzungen und Fakten über Entwicklungen in Kriegsgebieten zuarbeiten.

Im gegenwärtigen Machtkampf zwischen der militärischen Centcom-Führungsebene und den Analysten geht es um Informationen zum US-Krieg gegen den IS im Irak und in Syrien. Darum, wie etwa die syrische Opposition eingeschätzt wird. Oder wie es um die Möglichkeit steht, eine von den USA finanzierte und mit Waffen unterstützte Bodentruppe aus "moderaten Rebellen" aufzustellen. Wie die Resultate des Bombenkriegs gegen den IS, was etwa die Öleinnahmen der Dschihadisten betrifft, aussehen. Wie generell die US-Strategie im Kampf gegen den IS einzuschätzen ist, etc.

Bekannt ist mittlerweile, dass das 500 Millionen Dollar teure US-Programm zum Aufbau einer Bodentruppe aus syrischen Oppositionellen als peinliches Fiasko endete (US-Programm zur Ausbildung von syrischen Kämpfern gescheitert, Vom Pentagon ausgebildete syrische Kämpfer übergeben ihre Waffen an al-Nusra). Bemerkenswert ist, dass das Pentagon bis zuletzt daran festhielt, wie ein Bericht des US-Magazins Daily Beast noch einmal bestätigt.

Dies zeigt eine gewisse Hartnäckigkeit und Sturheit in der Verfolgung eigener Pläne und Vorstellungen an, die sich von der Realität auf dem Boden stark unterscheiden. 50 Analysten aus den obersten Rängen, die für Centcom arbeiteten, hatten dann im Oktober 2015 genug von dieser Haltung.

Sie beschwerten sich beim Generalinspekteur des Pentagon darüber, dass abweichende Geheimdienstinfos unterdrückt würden und gar manipuliert. Das militärische Kommando im Centcom würde nur passende Infos zulassen.

Schon zuvor, im August 2015, hatte die New York Times berichtet, dass Geheimdienstinformationen zur Analyse der Bombenangriffe gegen den IS im Irak manipuliert und "schön gefärbt" würden. Im September stellte sich dann heraus, dass Gregory Hooker, der Anführer der widerspenstigen Analysten, schon im Irakkrieg unter George W.Bush als ungeliebter Störenfried aufgefallen war. 
[US-Centcom: Vorwürfe der manipulierten Geheimdienstinfos im Haus, Thomas Pany, Telepolis, 05.04.2016]
mein Kommentar:
Das paßt ungefähr in die gleiche Schublade wie die Aussage eines US-Militärexperten zum Great Men Made River Project in Libyen:
Ende letzten Jahres zitierte die "New York Times" einen US-Militärexperten: "Wenn Sie hören, Saddam Hussein baut ein riesiges Tunnelsystem, das bis an die Grenze zu einem verfeindeten Nachbarstaat reicht, würden Sie dann nicht auch mißtrauisch werden? Das ist bei Gaddafi genauso." [Das Geheimnis des Wüstentunnels (Peter Münder, Spiegel Special, 1998) Mehr zu dem Thema:
- Wüstenflüsse, wie ein Diktator verrückt wird, westliche Werte und ein moderater Moderator (Post, 23.07.2016)

 - Stephen R. Shalom, Die Vereinigten Staaten und Naher Osten: Warum hassen "sie" uns? auf zmag.de  (Übersetzung nicht mehr auffindbar)
Original:

Why Do "They" Hate Us? (Stephen R. Shalom, www.zmag.org/, December 12, 2001, ThirdWorldTraveller)

Die Antwort, die wir nicht hören wollen lautet: Weil wir – und damit meine ich unsere abendländische Kultur – so unglaublich viel Scheiße gebaut haben.

»Der Westen gewann die Weltherrschaft 
nicht durch die Überlegenheit seiner Ideen 
oder Werte oder Religion, 
sondern vielmehr durch seine Überlegenheit 
bei der Anwendung organisierter Gewalt.
Wir im Westen vergessen diese Tatsache oft.
Die anderen vergessen das nie.«

(Samuel Phillips Huntington, 1927-2008, US-amerikanischer Politikwissenschaftler und Autor)


WOW: Hacked emails show NATO general Breedlove plotting US war against Russia [1:47]

Veröffentlicht am 01.07.2016
A GLOBAL RENAISSANCE: RI Spring Crowdfunding Campaign: https://igg.me/at/Gp17O7r2ymo/x/11078070
Hacked private emails of the US general formerly in charge of NATO reveal a campaign to pressure the White House into escalating the conflict with Russia over Ukraine, involving several influential players in Washington.
The emails, posted by the site DCLeaks, show correspondence between General Philip M. Breedlove, former head of the US European Command and supreme commander of NATO forces, with several establishment insiders concerning the situation in Ukraine following the February 2014 coup that ousted the elected government in favor of a US-backed regime.

Breedlove served as the NATO Supreme Commander between May 2013 and March 2016. His personal email incorporated his Air Force call sign “Bwana” – a Swahili word for “boss.”

The hacked emails reveal his frequent and intense communications with retired General Wesley Clark, as well as former Secretary of State Colin Powell, and involving a senior fellow at the Atlantic Council, State Department official Victoria Nuland, and US Ambassador to Ukraine Geoffrey Pyatt.
Clark, who commanded NATO during the 1999 war in Yugoslavia, reached out to Breedlove in April 2014. On April 8, he forwarded “intelligence” obtained by Anatoly Pinchuk and Dmitry Tymchuk, activists close to the new regime, claiming a Russian invasion was in the works.

Read more
NATO Supreme Allied Commander, U.S. Air Force General Philip Breedlove. © Jonathan Ernst‘Cold War pensioner’: Defense Ministry blasts US general over ‘Russophopic’ essay
The information was conveyed by Phillip Karber, an ex-Marine and president of the Potomac Foundation, whom Clark calls a “colleague” and “our guy.” Karber wrote about observing the Russian border from inside a Ukrainian tank, and eagerly transmitted Tymchuk and Pinchuk’s calls for support. Contacted by The Intercept on Friday, Karber confirmed the authenticity of several emails in the leaked cache.

Reporting on his meeting with Ambassador Pyatt on April 6, Karber wrote: “State is the one trying to be pro-active and recognizes need to do more faster,” while General Martin Dempsey – at that point the chairman of the Joint Chiefs of Staff – was “dragging his feet in order to save [military] relations with Russians.”

In an email dated April 12, Clark referred to his exchange with “Toria” Nuland – the assistant secretary of state for Europe and Eurasia, who personally backed the Ukrainian revolution – pushing for open US support for the regime in Ukraine to use force against protesters in the east. Prior to the coup, Washington had strongly warned Kiev not to use force against the anti-government demonstrators in the city.

Kiev’s summer “anti-terrorist operation” ended in crushing defeat in August, and the first armistice between the government and rebels was signed in Minsk in September. Meanwhile, the so-called Islamic State jihadist group arose in Iraq and Syria, drawing US attention away from Eastern Europe with gruesome beheadings of Westerners. Frustrated by the White House’s reluctance to back his belligerent agenda in Ukraine, Breedlove reached out to Powell, a retired general and former secretary of state.

“I seek your counsel on two fronts,.... how to frame this opportunity in a time where all eyes are on ISIL all the time,... and two,... how to work this personally with the POTUS,” Breedlove wrote to Powell in September 2014. Powell’s response was not made available.

via DCLeaks
via DCLeaks
Breedlove was introduced to Powell by Harlan Ullman, a senior fellow at the Atlantic Council and the author of the “shock and awe” doctrine used by the Bush administration in the 2003 invasion of Iraq.

In October 2014, Ullman urged Breedlove to reach out to Vice President Joe Biden. Aside from Powell, Ullman wrote, “I know of no better way of getting into 1600,” referring to the White House’s address on Pennsylvania Avenue.

In November, Ullman also suggested Breedlove should get together with David O'Sullivan, the new EU envoy to Washington. Noting that Europe “seems to be a six letter expletive in the White House,” Ullman adds that “perhaps quiet collaboration between him and NATO (SecGen) as well might be useful.”

“Obama or Kerry needs to be convinced that Putin must be confronted,” Ullman wrote in February 2015, before the ‘Minsk II’ talks.

He also gave Breedlove pointers on getting into the good graces of Ash Carter, the new Defense Secretary. “I would take or pretend to take careful notes. Ash is an academic. And he is trained that students who take good notes rise to be A grades. This may be maskarova. But it is useful maskarova,” Ullman wrote, misspelling the Russian word for camouflage (maskirovka).

Gen. Breedlove at Munich Security Conference 2016 [7:42]


Veröffentlicht am 13.02.2016
Credit: Staff Sgt. John Archiquette | Date Taken: 12/02/2016
Supreme Allied Commander Europe Gen Philip Breedlove holds a media pool discussion and AFN Interview at the Munich Security Conference.

Gen. Breedlove deconstructs Putin's strategy. 25 Feb 2016 [6:21]

Veröffentlicht am 25.02.2016
Gen. Philip Breedlove, U.S. European Command.
Testimony on Full Spectrum Security Challenges in Europe.
U.S. House Armed Services Committee: Feb.25.2016
Full video: https://www.youtube.com/watch?v=qm3m_...
Posture Statement: http://www.eucom.mil/media-library/ar...

INTERVIEW WITH HENRY KISSINGER: 'DO WE ACHIEVE WORLD ORDER THROUGH CHAOS OR INSIGHT?' - 13 Nov 2014 - (excerpt)
KISSINGER. … But if the West is honest with itself, it has to admit that there were mistakes on its side. The annexation of Crimea was not a move toward global conquest. It was not Hitler moving into Czechoslovakia.
SPIEGEL. What was it then?
KISSINGER. One has to ask oneself this question: Putin spent tens of billions of dollars on the Winter Olympics in Sochi. The theme of the Olympics was that Russia is a progressive state tied to the West through its culture and, therefore, it presumably wants to be part of it. So it doesn’t make any sense that a week after the close of the Olympics, Putin would take Crimea and start a war over Ukraine. So one has to ask oneself, Why did it happen?
SPIEGEL. What you’re saying is that the West has at least a kind of responsibility for the escalation?
KISSINGER. Yes, I am saying that. Europe and America did not understand the impact of these events, starting with the negotiations about Ukraine’s economic relations with the European Union and culminating in the demonstrations in Kiev. All these, and their impact, should have been the subject of a dialogue with Russia. This does not mean the Russian response was appropriate.
Read more: http://www.spiegel.de/international/w...

TOP US COMMANDER: RUSSIA WANTS TO 'REWRITE' INTERNATIONAL ORDER - 25 Feb - The era of trying to work with Russia is over, the top U.S. commander in Europe said Thursday while arguing for the rebuilding of U.S. forces in that region.
“Russia does not want to challenge the agreed rules of the international order,” Gen. Philip Breedlove told the House Armed Services Committee. “It wants to rewrite them.”
Breedlove was on Capitol Hill defending the Pentagon’s budget request for fiscal 2017, which includes a fourfold increase in funding for the European Reassurance Initiative (ERI) to deter an aggressive Russia.

The increase would bring the initiative's funding to $3.4 billion.
Read more: http://thehill.com/policy/defense/270...

hier noch so eine Meisterleistung von Breedlove:
- Nato-General attackiert Russland: Russland setze Flüchtlinge als Waffe gegen Europa ein (sda/afp, Neue Zürcher Zeitung, 01.03.2016)
siehe auch;:
- Der NATO-Generalsekretär warnt mal wieder: Russland rüstet auf (Post, 04.07.2016)
aber auch:
- Ex-US-Geheimdienstmitarbeiter fordern Merkel auf: Weitere Eskalationen verhindern (Post, 08.07.2016)

NATO-Generalsekretär vs. Jung & Naiv - Bundespressekonferenz [3:16]

Lucky Luka mal wieder schneller als sein Schatten
gefunden bei: Lucky Luke: Go West! (NDS)
(Videogameszone), Bild gehört nicht zur 

Videobeschreibung, von mir eingefügt
Veröffentlicht am 13.06.2015
Ihr fragt uns sehr oft: Was ist euer bisheriges Highlight in der Bundespressekonferenz? Wir konnten euch die Szene bisher nie zeigen, da wir im letzten Sommer noch nicht selbst gefilmt hatten... Nun haben wir die BPK vom 2. Juli 2014 mit NATO-Generalsekretär Anders Rasmussen wiedergefunden: Tilo konfrontierte Rasmussen mit NATO-Propaganda und verlangte Beweise. Rasmussens Argumentation ist einmalig...
- Sharing is caring!

(Quelle: Nato http://bit.ly/1IBoYLJ; Mit deutscher Simultanübersetzung: https://youtu.be/0ydDSRf_DFU?t=20m10s)

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Tilo Jung
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mein Kommentar:
Wenn ich den Ausdruck »gesicherte Geheimdienst-Informationen« höre, wird mir schon übel! Obama müßte eigentlcic vor Wut weiße Haare kriegen, daß er von seinen hochrangigen Militärs manipulierte Informationen erhält!
Ich weiß nicht, was gefährlicher ist: Trump plus das Duett Rassmussen/Breedlove 
oder Hillary plus das Duett Rasmussen/Breedlove…
Das die beiden gestört sind, steht für mich außer Zweifel, bei Gaddafi ist es nur mehr aufgefallen…
Noch was: Wenn Medien wie Telepolis oder Russia Today diese Informationen nicht veröffentlichen würden, wie wahrscheinlich wäre es, daß wir vom SPIEGEL davon erfahren würden?

Europa – Nachkriegsgeschichte und Neuaufbruch…

Die Bundesregierung will die deutsch dominierte EU nach dem Brexit zu einer eigenständigen militärischen Großmacht transformieren
Für gewöhnlich bereitet russischen Medien kaum etwas mehr Freude, als Berichte über Verwerfungen und Machtkämpfe innerhalb des übermächtigen westlichen Bündnissystems zu verfassen, mit dem sich Russland konfrontiert sieht. Beim Ausscheiden Großbritanniens aus der EU dürften somit die Sektkorken im Kreml geknallt haben. Doch eine Folge des "Brexit" scheint auch russischen Kommentatoren ein flaues Gefühl in der Magengrube zu verschaffen.

Habe der Brexit "Großbritannien aus dem Weg" geräumt, um nun Deutschland die strategische Option zu verschaffen, die eigene Armee zu verstärken, fragte sich besorgt Russia Today (RT) Mitte Juli. Der staatliche Auslandssender verwies dabei auf die "militaristische Nazivergangenheit", die Deutschlands jahrzehntelang davon abhielt, zu einer Militärgroßmacht aufzusteigen. Doch nun scheine Berlin trotz alledem entschlossen, dabei "helfen" zu wollen, "die Weltordnung zu formen".

Russia Today bezog sich dabei auf ein strategisches Positionspapier aus dem Berliner Regierungsbezirk, das schon vor dem Brexit - im Rahmen der üblichen Vorgehensweise bei heiklen Themen - zuerst als eine "europäische" Initiative der konservativen Fraktion des EU-Parlaments lanciert worden war (Die Militarisierung der EU). Nach dem Brexit wurden die ambitionierten Planungen am 13. Juli der Öffentlichkeit präsentiert. Neben der anvisierten massiven Aufrüstung der Bundeswehr, plädiert das "Weißbuch" für den raschen Aufbau europäischer Militärstrukturen - jenseits der NATO.

mehr:
- Die Mobilmachung Resteuropas (Tomasz Konicz, Telepolis, 25.07.2016)

mein Kommentar:
Das Vorhaben paßt gut in den amerikanischen Wahlkampf. Leider berichten unsere Leitmedien mal wieder nicht davon. Die haben aber anscheinend genug mit sich selbst zu tun:
- Lügenpresse? Wieso Lügenpresse?!? (Dietmar Jazbinsek, Telepolis, 25.07.2016)
Die Neue Zürcher Zeitung hat ihre ganz eigene Sichtweise auf das aktuelle Post-Brexit-Geschehen:
- Europäische Integration nach dem Brexit: Geschichtsphilosophisch taub (Oliver Zimmer, Neue Zürcher Zeitung, 25.07.2016)

Nizza: Streit über die "offizielle Story des Attentats"

Die Kommune sollte angeblich auf Drängen des Innenministeriums die Videoaufzeichnungen über den Abend des Attentats zerstören
In Frankreich bringen sich die Politiker und ihre Lager in Position für die im April nächsten Jahres anstehenden Wahlen zum Staatspräsidenten. Das hat zwar durchaus seinen Reiz, da mit Marine Le Pen laut Umfragen eine Kandidatin für die Stichwahl bereits als "gesetzt" gilt und dadurch die Konkurrenz der anderen, links wie rechts, von einem Arithmetik-Taktik-Ratlosigkeits-Mix ziemlich aufgewirbelt wird.

Üblicherweise stoßen die damit verbundenen Erregungen hierzulande auf begrenztes Interesse. Eine Ausnahme ist der innenpolitische Streit im Nachbarland über das Amok-Attentat in Nizza mit IS-Hintergrund am Nationalfeiertag. Zwei Elemente einer größeren Diskussion stießen auch hierzulande auf Hellhörigkeit.

Einmal ist es die Forderung von übergeordneten Stellen in Paris an eine Behörde in Nizza, die Überwachungsvideos über das Geschehen an der Promenande des Anglais zu löschen und den Polizeibericht zu ändern, wie auch hierzulande berichtet wurde, zum Beispiel von der Publikation Der Westen.

Zum anderen sorgten die Zeitangaben der Leiterin des Zentrums für die städtische Überwachung (Centre de supervision urbain - CSU) in Nizza für Irritation.

mehr:
- Nizza: Streit über die "offizielle Story des Attentats" (Thomas Pany, Telepolis, 26.07.2016)

Islamistischer Terroranschlag in Nizza 2016 - Zusammenfassung des Terroranschlags - 84 Tote [1:08]

Veröffentlicht am 14.07.2016
Islamistischer Anschlag in Nizza 2016 - Zusammenfassung des Terroranschlags
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Sonntag, 24. Juli 2016

Also nun doch: GLADIO – Staatsterrorismus zur Meinungsmanipulation

Ich habe mich ja die ganze Zeit drumherum gedrückt, aber nach Auffinden des Videos mit Bommi Baumann (siehe Michael "Bommi" Baumann ist tot – Benno Ohnesorgs Tod als Fanal, Post, 21.07.2016) muß es denn jetzt wohl sein:

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Wappen & Leitmotto der
italienischen Einheit Gladio:
 „Durch 

Schweigen bewahre ich die Freiheit“
Gladio (ital. „Kurzschwert“; von lat. Gladius) war der Deckname für eine geheime paramilitärische Einheit der NATO in Italien. Gladio sollte im Fall einer Invasion von Truppen des Warschauer Paktes Guerilla-Operationen und Sabotage gegen die Invasoren durchführen.Im August 1990 wurde die Beteiligung dieser Einheit an einigen Terroranschlägen in Italien und die damit verbundene Strategie der Spannung aufgedeckt. Wie stark die Central Intelligence Agency (CIA) und die NATO an den Aktionen von Gladio beteiligt waren, wird in der historischen Forschung kontrovers diskutiert. Die NATO hat bisher keine Informationen dazu veröffentlicht.Ähnliche geheime Militäreinheiten anderer Staaten Westeuropas werden als Stay-behind-Organisationen zusammengefasst. Einige davon wurden infolge der Aufdeckung von Gladio 1990 bekannt. [Gladio, Wikipedia]
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Entschließung des Europäischen Parlaments 1990: Forderung nach Aufklärung der Terrortätigkeit von Gladio und Protestnote gegen die NATO
Das Europäische Parlament drückte nach einer Sonderdebatte am 22. November 1990 seinen „entschiedenen Protest“ gegenüber der NATO und den beteiligten Geheimdiensten aus.[10] Es ging dabei davon aus, dass die Aktivitäten von der Exekutive ausgingen und keiner parlamentarischen Kontrolle unterlagen, die Legislativen der betroffenen Staaten also nicht involviert waren.[11]
Der italienische Parlamentarier Enrico Falqui (Grüne) betonte in der Sonderdebatte des EP:
„Dieses Europa wird keine Zukunft haben, wenn es nicht auf der Wahrheit und der vollständigen Transparenz seiner Institutionen aufgebaut wird. Daher müssen wir wissen, welche und wie viele Gladio-Netzwerke es in den Mitgliedstaaten der EU gibt.“
Der EU-Resolution folgten parlamentarische Anfragen in mehreren Ländern und die Resolution führte zu Untersuchungskommissionen in Italien, Belgien und der Schweiz. Am 5. November 1990 erklärte der NATO-Sprecher Jean Marcotta, dass „die NATO niemals einen Guerillakrieg oder Geheimaktionen in Betracht gezogen hat.“ Einen Tag später bezeichnete ein anderer NATO-Sprecher dies als inkorrekt. Die Journalisten erhielten ein kurzes Kommuniqué, das besagte, dass die NATO sich grundsätzlich nicht zu geheimen militärischen Angelegenheiten äußere und Marcotta gar nichts hätte sagen sollen.[12] Die Presse protestierte gegen dieses Verhalten. In der Berichterstattung dominierte in der Folge die Aussage, dass die Geheimarmeen Teil einer NATO-Organisation waren.[13] [Gladio, Aufdeckung, Verurteilung durch das Europäische Parlament, Wikipedia]
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Deckname Gladio: Geheime NATO-Truppen im Kalten Krieg(ZDF2015) {44:07}

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Am 09.03.2016 veröffentlicht
Deckname Gladio - Geheime NATO-Truppen im Kalten Krieg
Am Ende des Zweiten Weltkrieges schuf die NATO eine Geheimorganisation, für die Zivilisten in ganz Europa rekrutiert wurden. Ihre Mission: eine kommunistische Invasion der Russen stoppen.
Die Operation wurde später als "Gladio" oder "Stay Behind" bekannt. Durch einen Eid zur Verschwiegenheit verpflichtet, operierten sie im Verborgenen. In den 1990er-Jahren schließlich aufgedeckt, hielten sich die einst Aktiven bis jüngst an ihren Eid.
In der Dokumentation "Deckname Gladio" brechen frühere Mitglieder der Organisation ihr Schweigen und sprechen zum ersten Mal darüber, was sie während ihrer aktiven Zeit taten.

Gladio: Geheimarmeen in Europa [1:24:41]

Infokrieger119
Am 19.02.2011 veröffentlicht
In Italien und Deutschland sterben in den 60er bis 80er Jahren zahlreiche Menschen bei Bombenanschlägen. Indizien belegen bestimmte Zusammenhänge, die Spuren führen zu einer geheimen Struktur namens "Gladio". Ursprünglich als Spionage- und Sabotageorganisation im Falle eines sowjetischen Angriffs gegründet, diente Gladio politischen Interessen und wird nun verdächtigt, im Umfeld rechtsradikaler Gruppen Gewalttaten im Auftrag politischer Interessen begangen zu haben.
In den 60er bis 80er Jahren erschüttert eine Serie von Bombenanschlägen Italien. So sterben 1969 in Mailand 16 Menschen bei einem Bombenanschlag. Im August 1980 detoniert eine Bombe im Bahnhof Central in Bologna - 85 Menschen sterben. Im September des gleichen Jahres gibt es auch in Deutschland Bombenopfer. Beim schwersten Anschlag der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte sterben 13 Menschen auf dem Münchner Oktoberfest. Im Lauf der Jahre häufen sich die Indizien, dass diese Anschläge in einem bestimmten Zusammenhang stehen: Alle Täter kommen aus dem Umfeld rechtsradikaler Gruppen, mehrfach wird militärischer Sprengstoff benutzt.
Die Spuren führen zu einer geheimen Struktur, koordiniert von der NATO und den nationalen Geheimdiensten - ohne parlamentarische Kontrolle. Ihr Name: "Stay behind", später auch "Gladio". Sie geht auf eine US-Initiative für "verdeckte Operationen" von 1948 zurück. Geheime Waffendepots werden angelegt und Agenten ausgebildet. Im Falle eines sowjetischen Angriffs auf Westeuropa sollten sie sich überrollen lassen und hinterrücks Sabotageakte und Guerillaoperationen durchführen. Doch der sowjetische Angriff blieb aus. Was aus den geheimen Strukturen wurde, ist weitgehend unbekannt.
Spuren von Gladio finden sich in Italien. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Strukturen seit den 60er Jahren benutzt wurden, Regierungen an der Macht zu halten. Trotz massiver Behinderung der italienischen Justiz durch Geheimdienste und Behörden gelingt es, die Existenz von Gladio nachzuweisen. 1990 räumt der damalige italienische Ministerpräsident Giulio Andreotti öffentlich ein, dass Gladio nicht nur in Italien, sondern europaweit existierte und existiert. Es wird umfassende Aufklärung gefordert - passiert ist wenig.
So auch in der Bundesrepublik. Obwohl es Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Gladio und dem Attentat auf das Münchner Oktoberfest von 1980 gibt. Die Ermittlungen werden eingestellt. Die Asservate, die dank neuer, kriminaltechnischer Methoden Hinweise geben könnten, sind mittlerweile vernichtet. Haben Rechtsextremisten Gladio-Strukturen auch in Deutschland benutzt, um ihre politischen Ziele zu verfolgen? Die Frage bleibt offen. Die Wahrheit über Gladio findet sich in den Archiven - unter Verschluss. Nur deren Öffnung könnte Klarheit bringen. Aber bis heute fehlt der politische Wille zur Aufklärung.
"Man musste Zivilisten angreifen, Männer, Frauen, Kinder, unschuldige Menschen, unbekannte Menschen, die weit weg vom politischen Spiel waren. Der Grund dafür war einfach. Die Anschläge sollten das italienische Volk dazu bringen, den Staat um größere Sicherheit zu bitten. [...] Diese politische Logik liegt all den Massakern und Terroranschlägen zu Grunde, welche ohne richterliches Urteil bleiben, weil der Staat sich ja nicht selber verurteilen kann." [Vincenzo Vinciguerra]
Die geheimen Armeen der NATO: http://blip.tv/file/4787556
Interview mit Dr. Daniele Ganser [WE ARE CHANGE Switzerland]: http://wearechange.ch/main/index.php/...

NATO Geheimarmeen - Prof. Daniele Ganser [1:29:03]

Alpenparlament: Wenn der Staat zum Killer wird {41:35}

2MoshPit
Am 30.07.2013 veröffentlicht
Original-Upload: http://www.alpenparlament.tv/video/in... - herzlichen Dank für Eure Arbeit!
Dr. Daniele Ganser im Gespräch mit Michael Vogt darüber, wie Demokratien zu Staatsterroristen werden.
Daniele Ganser, einer der wenigen Wissenschaftler im deutschsprachigen Raum, die in Sachen Geheimdienste und deren Rolle im modernen Kriegen Klartext reden, zeichnet ein erschreckendes Bild: Ein durch die NATO und die militärischen Geheimdienste koordiniertes Netzwerk von Geheimarmeen war bis zum Auseinanderfall der Sowjetunion in mehreren westeuropäischen Ländern in schwere Verbrechen verwickelt, darunter Mord, Folter, Staatsstreich und Terror.
Daniele Ganser ist in seiner mehrjährigen Forschungsarbeit auf brisante Dokumente gestoßen: Sie belegen, dass die von den USA angeführte Militärallianz nach dem Zweiten Weltkrieg in allen Ländern Westeuropas geheime Armeen aufgebaut hat, welche von den Geheimdiensten CIA und MI6 trainiert wurden. Ihr (angebliches) Ziel: im Falle einer sowjetischen Invasion als Guerilla zu kämpfen, um die besetzten Länder wieder zu befreien. Doch als diese Invasion nie eintrat, wurden die Aufgaben erweitert. Gezielt wurden Attentate gegen die eigene Bevölkerung ausgeführt, um Unsicherheit zu erzeugen und den Ruf nach einem starken Staat zu unterstützen. Sowohl die ursprüngliche Planung als auch die antikommunistisch motivierten Verbrechen sind heute der Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt.
Und wie der Staat zum Terrorist wird, belegen die jüngsten Enthüllungen zum demnach vom BND veranlassten Anschlag auf das Oktoberfest 1980: Ein Staat wird zum Massenmörder.
Weitere Themen: Warum Friedensforschung? Wie steht es um die Forschungsfreiheit in der Schweiz? Warum Erdöl und Peak Oil, was sind da die neusten Daten? Frage nach abiotischer Erdöltheorie, daß Erdöl aus dem Erdinnern aufsteigt und endlos vorhanden ist, diese Theorie teile ich nicht Frage nach globalem Kampf ums Erdöl, Saudi Arabien, Libyen, Irakkrieg etc NATO, Terror und Bommeleer Prozeß in Luxemburg Terroranschlag in München 1980: Lügt Kramer oder sagt er die Wahrheit?
Exkurs zum Öl: 88 Millionen Fässer Erdöl werden weltweit täglich verbraucht. Das sind 44 Supertanker. Woher kommt das Öl? Wie hat es die europäische Geschichte in den letzten 150 Jahren beeinflußt? Und vor allem: Warum geht es uns jetzt aus? Jetzt werden die Folgen von Europas Erdöl-Abhängigkeit deutlich: vom Beginn der Erdölindustrie über das durch billige Energie angetriebene Wirtschaftswachstum, die Erdölkrisen der 1970er-Jahre und die Hintergründe des andauernden, blutigen Kampfs ums Erdöl bis hin zu den jüngsten Kriegen im Irak und in Libyen. Absoluten Neuigkeitswert hat Gansers Nachweis, daß beim konventionellen Erdöl weltweit bereits 2005 das Fördermaximum erreicht wurde. Für heiße Diskussionen werden auch seine Szenarien zur energiepolitischen Zukunft sorgen: Spitzt sich der globale Kampf ums Erdöl zu?
Website
www.siper.ch
Kontakt
Dr. Daniele Ganser
Institutsleiter
SIPER AG
Tellstrasse 1
CH-4053 Basel
+41 61 301 68 20
daniele.ganser@siper.ch
www.siper.ch
Lesestoff
Daniele Ganser, Europa im Erdölrausch -- Die Folgen einer gefährlichen Abhängigkeit
Daniele Ganser, Nato-Geheimarmeen in Europa: Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung
Daniele Ganser, Die Kubakrise -- UNO ohne Chance: Verdeckte Kriegsführung und das Scheitern der Weltgemeinschaft 1959-1962

Dr. Daniele Ganser im Gespräch mit Karl-Heinz Hoffman [1:21:27]

Veröffentlicht am 15.03.2014
Am 26. September 1980 riss eine Bombe am Haupteingang des Münchner Oktoberfestes 13 Menschen in den Tod, 211 weitere wurden verletzt. Der Anschlag gilt als der schwerste Terrorakt in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Von den Behörden wurde Gundolf Köhler als Alleintäter für das Attentat verantwortlich gemacht, bei dem er auch selbst starb. Köhler hatte Verbindungen zur neonazistischen Wehrsportgruppe Hoffmann. Doch stimmt die offizielle Geschichte? 2004 veröffentlichte der Historiker Daniele Ganser Forschungsergebnisse, die auf eine Verstrickung der NATO-Geheimarmee Gladio hindeuten.

COMPACT ist es gelungen, erstmals überhaupt Karl-Heinz Hoffmann, Gründer der Wehrsportgruppe, und Daniele Ganser zu einem Streitgespräch vor die Kamera zu bitten. Das einmalige und erhellende Video „Täter, Attentäter, Einzeltäter: Rechtsterrorismus und NATO-Geheimarmee Gladio" ist nach der erfolgreichen Welturaufführung in Berlin im Februar jetzt erstmals und exklusiv hier auf COMPACT TV zu sehen.

Erfahren Sie mehr zu den Hintergründen dieses Gesprächs auf http://www.compact-magazin.com

Gladio - Bommi Baumann Teil 1 [7:53]

Hochgeladen am 20.04.2010
Interview zum Thema Nato-Geheimarmeen und Terrorismus in der BRD während des kalten Krieges. 

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Von 2012 bis 2017 war Ganser «Lehrbeauftragter für Reflexionskompetenz» an einem Institut der Universität St. Gallen[15] und hielt dort mit Rolf Wüstenhagen eine Lehrveranstaltung zur Geschichte und Zukunft von Energiesystemen.[16] 2017 kritisierten mehrere Schweizer Wissenschaftler Gansers Lehrauftrag wegen seiner 9/11-Thesen als schädlich für die Reputation jenes Instituts; andere verteidigten ihn.[17] Nach Angaben des verantwortlichen Professors Caspar Hirschi strich die Universität St. Gallen für das Jahr 2018 Gansers Lehrauftrag aufgrund der Reform des betreffenden Studienganges.[11]
[Daniele Ganser, Leben, Wikipedia, abgerufen am 21.08.2019]
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Mein Kommentar:
Zivilcourage ist sowas von out!


zuletzt aktualisiert am 21.08.2019