Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
"Die von den USA und der EU verhängten Sanktionen gegen Syrien haben die schlimmste humanitäre Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg verursacht, wie die Webseite „The Intercept“ unter Berufung auf einen Uno-Bericht schreibt.
Demnach beeinflussen die Sanktionen vor allem die syrische Bevölkerung negativ und erschweren die Arbeit der Hilfsorganisationen. Der 40-seitige interne Uno-Bericht, der bereits im Mai 2016 veröffentlicht worden war, zu dem „The Intercept“ jedoch erst jetzt Zugang bekam, bezeichnet die amerikanischen und europäischen Maßnahmen gegen Syrien als „das komplizierteste und weitreichendste Sanktionsregime, das jemals verhängt wurde“. Die antisyrischen Sanktionen destabilisierten demnach maßgeblich die Wirtschaft des Landes, wobei sie ein selbstversorgendes Land in eine hilfsbedürftige Nation verwandelten. Zurzeit sei Syrien von Medikamenten-, Lebensmittel-, Treibstoff-, Wasserpumpen- und Ersatzteil-Lieferungen abhängig. Diese aber würden wegen der eingeschränkten Maßnahmen Washingtons verhindert. Außerdem dürften keinerlei Waren, deren US-Produktionsanteil zehn Prozent übersteigt, nicht mehr nach Syrien transportiert werden. Um diese Sanktionen zu überwinden, müssten die Hilfsorganisationen eine spezielle Lizenz beantragen, wobei aber die Kosten für Rechtsanwaltsbüros den Wert der exportierten Waren selbst überbieten würden. ..."
mehr: - UN: Westen schuld an humanitärer Katastrophe (Hans Springstein, Freitag-Community, 03.10.2016, beachte auch die Kommentare!) von einem Kommentator verlinkt: - Louay Hussein: Die Europäer sollten in Bezug auf uns nicht ihre eigenen demokratischen Prinzipien verraten (AG Friedensforschung, ursprünglich: neues deutschland, Dienstag, 24. Juli 2012) siehe auch: - Syrien: Die US-Blame-Game-Strategie knirscht (Post, 25.09.2016) - SYRIEN, von Bomben und Lügen heimgesucht (AlterMannBlog, 28.09.2016) - Syrien: Ein militärischer Sieg Russlands ist die nächste rote Linie (Post, 12.02.2016) - Wüstenflüsse, wie ein Diktator verrückt wird, westliche Werte und ein moderater Moderator (Post, 23.07.2016, dort verlinkt und Textauszug aus:) - Das Great-Man-Made-River-Projekt (Angelika Gutsche, Freitag-Community, 13.05.2015) - Syrien: Putin über die Verweigerung der USA verärgert (Post, 15.10.2015)
»Weil wir am Recht festhalten, es stärken und nicht dulden, dass es durch das Recht des Stärkeren ersetzen wird, stellen wir uns jenen entgegen, die internationales Recht brechen, fremdes Territorium annektieren und Abspaltung in fremden Ländern militärisch unterstützen. Deshalb stehen wir ein für jene Werte, denen wir unser freiheitliches und friedliches Zusammenleben verdanken. Wir werden Politik, Wirtschaft und Verteidigungsbereitschaft den neuen Umständen anpassen.«[Bundespräsident Gauck in seiner Rede zum 75. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs am 1. September 2014 in Danzig]
Das erste Material mit Öffentlichkeitswirkung veröffentlichte WikiLeaks 2007. Thema war Korruption in Milliardenhöhe in der Familie des ehemaligen kenianischen Präsidenten Daniel arap Moi. Es wurde am 31. August 2007 im Guardian veröffentlicht.[64] 2008 drehten sich die Veröffentlichungen um interne Dokumente der Julius Baer Bank & Trust Company, Inhalte der Scientology-Kirche, die Mitgliederliste der British National Party und Internetsperrlisten verschiedener Länder. Im selben Jahr gab es auch erste Rechtsstreitigkeiten mit dem Religious Technology Centre, einer Unterorganisation der Scientology-Kirche.
2010 veröffentlichte WikiLeaks ein Dokument über mögliche PR-Strategien der US-amerikanischen Geheimdienste in Deutschland und Frankreich und Planungsdokumente zur Loveparade 2010. Ebenfalls in diesem Jahr wurde eine neue Linie in der Veröffentlichungspraxis eingeschlagen. So wurde mit dem Video zu den Luftangriffen in Bagdad vom 12. Juli 2007 erstmals Material veröffentlicht, das mit Sicht auf den Endkonsumenten journalistisch aufbereitet war und mit Collateral Murder einen griffigen Titel erhielt. Außerdem wurde mit der Publikation des Afghan War Diarys und der Iraq War Logs intensiv mit verschiedenen Medienunternehmen zusammengearbeitet. Beide Publikationen waren jeweils die größte Veröffentlichung von Dokumenten des Militärs der USA.
Für internationales Aufsehen sorgte ab dem 28. November 2010 die Veröffentlichung von rund einer Viertelmillion diplomatischer US-Berichte über zahlreiche Regierungen und deren Mitglieder in aller Welt. Sie wurde als Cablegate bekannt. Bis zum 20. August 2011 waren in verschiedenen Tranchen 19.791 Dokumente veröffentlicht.[66] In den folgenden Tagen wurde das Tempo der Freigabe massiv erhöht und zehntausende weitere Dokumente innerhalb kurzer Zeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.[67][68] Am 27. August belief sich die Zahl der einsehbaren Depeschen auf 143.014.[69] Etwa zeitgleich wurde durch einen Pressebericht bekannt, dass eine als cables.csv bezeichnete verschlüsselte Datei von 1,73 Gigabyte Umfang ebenso wie der dazugehörige Schlüssel im Internet verfügbar sei. Sie enthielt die vollständige, unredigierte Sammlung der Botschaftsdepeschen.[70][71] Nach der Datenpanne gab WikiLeaks selbst die komplette Sammlung der Depeschen frei.[72][Wikileaks, Wikipedia, abgerufen am 05.10.2016]
Julian Assange hat anlässlich des Wikileaks-Jubiläums weitere Enthüllungen versprochen. Die Bedeutung des bisherigen Archivs verglich er mit der Bibliothek von Alexandria.
Am 4. Oktober 2006 registrierte Julian Assange die Domain wikileaks.org. Zehn Jahre später zog der Mitinitiator der Enthüllungsplattform in einer Live-Videoschaltung aus seinem Londoner "Domizil" in den Roten Salon der Volksbühne in Berlin Resümee und kündigte für die nächsten zehn Wochen umfangreiche weitere Publikationen an. Es werde um den US-Wahlkampf, Krieg, Öl, Google und Massenüberwachung gehen. Mit dem ersten Set sei noch im Lauf der Woche zu rechnen. Wikileaks sitze insgesamt auf einem Fundus von einer Million unveröffentlichter Dokumente.
Staatsfeind Assange
Vorab gab es Gerüchte, dass Assange schon zum Geburtstag selbst Materialien veröffentlichen werde, die für Hillary Clinton weitere Steine auf dem Weg zur US-Präsidentschaft werden könnten. Zu ihrer Zeit als Außenministerin hatte sie das Gesicht von Wikileaks zum US-Staatsfeind erhoben, nachdem 2010 auf der Seite nicht nur tausende brisante Dokumente zum Irak- und Afghanistan-Krieg aufgetaucht waren, sondern auch rund 250.000 diplomatische US-Depeschen rund um ihr Ressort das Licht der Öffentlichkeit erblicken sollten.
Assange habe nicht vor, Clinton "zu zerstören". Mit dieser Behauptung sei er wieder einmal falsch zitiert worden. Anhänger des republikanischen Herausforderers Donald Trump sei er nicht. Wikileaks hatte im Juli bereits zehntausende E-Mails des Democratic National Committee (DNC) als ersten Teil einer Hillary-Serie ins Netz gestellt. Daraufhin warf die Vorsitzende der Dachorganisation der Demokraten, Debbie Wasserman Schultz, das Handtuch. Die Clinton-Kampagne äußerte den Verdacht, dass hinter dem Leak russische Hacker und "staatliche Akteure" steckten. mehr: - 10 Jahre Wikileaks: Enthüllungen zu US-Wahlkampf, Google und Massenüberwachung angekündigt (Stefan Krempl, Heise news, 04.10.2016)
WikiLeaks Top 10 [5:27]
Veröffentlicht am 03.10.2016
WikiLeaks has published 10 million documents over the last 10 years -- an average of 3,000 documents per day. What are the top 10? To support go tohttps://wikileaks.org/donate
Oder: Was sind eigentlich psychische Störungen?
Es hört sich an wie eine Pressemitteilung unter vielen: "Psychischen Störungen mit neuem Magnetresonanztomographen auf den Grund gehen". Mit dieser Überschrift wies eine Mitarbeiterin für "Unternehmenskommunikation" der Uniklinik Hamburg-Eppendorf vor Kurzem darauf hin, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft auf Antrag von zwei Professoren rund vier Millionen Euro zur Verfügung stellt.
Mit dem Geld soll ein neuer Magnetresonanztomograph angeschafft und ein bestehendes Gerät aktualisiert werden. Herzlichen Glückwunsch also - und vier Millionen Euro zur Erforschung psychischer Störungen sind doch eine gute Sache, oder nicht?
In der Pressemitteilung des "Unternehmens" Uniklinik Hamburg-Eppendorf heißt es konkreter, beforscht sollten Ursachen von Schmerzen, Angst und die Plastizität des Gehirns werden. Wenn man bedenkt, dass laut Schätzungen des Dresdner Epidemiologen Hans-Ulrich Wittchen und seiner Kollegen jährlich 14% beziehungsweise 61,5 Millionen der Menschen in den EU-Ländern an einer Angststörung leiden, scheint die Förderung angemessen. Angststörungen sind dieser Forschung zufolge übrigens die häufigsten psychischen Störungen, gefolgt von Schlaflosigkeit und Depressionen (jeweils 7%).
Warum im Gehirn suchen?
Es soll hier nicht darum gehen, dass diese und ähnliche Schätzungen wahrscheinlich viel zu hohe Zahlen suggerieren, die wiederum eine wichtige Funktion in Forschungsanträgen erfüllen, nämlich deren gesellschaftliche und vor allem ökonomische Relevanz untermauern. Stattdessen soll es um die überraschende Frage gehen, warum Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler überhaupt das Gehirn untersuchen, um Grundlagen psychischer Störungen zu entdecken.
"Ja, wo denn sonst?", würde jetzt vielleicht ein alter Bekannter vom Typ karrierestrebender junger Psychiater aus dem Bürgertum und von der Eliteschule fragen. "Ja, wo denn sonst!", würde es ein Ausrufungszeichen zutreffender beschreiben. Schließlich ginge es ihm um eine triviale Feststellung und keine Frage, auf die er allen Ernstes eine Antwort erwartete. Dass dies keineswegs so trivial ist, soll im Folgenden verdeutlicht werden.
Der Versuch, die Anzahl aller zu einem Dokument gehörenden Seiten in das Dokument einzufügen, kann einen schon wahnsinnig machen! In allen möglichen Foren bekommt man was von Felder, Feldfunktionen und geschweiften Klammern erzählt… Also:
1. Im Menü »Einfügen« den Befehl »Feld…« wählen.
2. In dem Dialogfeld »Nummerierung« wählen (blöde neue Rechtschreibung!) und in das Feld oberhalb des Wortes »Beschreibung« eingeben: NUMPAGES. Word fügt dann in der Liste »Feldnamen« automatisch »NumPages« ein.
3. fertig!
Irgendwo habe ich gelesen, man könne die Funktion im Menüband unterbringen…
Für Neil Postman ist das Informationszeitalter mit einem exponentiellen Wachstum von Informationen verbunden, über die die Menschheit zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügen kann. Das stetige Wachstum der verfügbaren Menge an Informationen beginnt ihm zufolge bereits mit der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg.[3] Postman weist ausdrücklich die Engführung der Standarddefinition des Begriffs Informationszeitalter zurück: „Nichts wäre irreführender als die Behauptung, die Computertechnologie habe das Informationszeitalter hervorgebracht. Die Druckpresse hat damit begonnen, und seither sind wir nicht mehr von ihr losgekommen.“
Robert Darnton behauptet, dass jedes Zeitalter ein Informationszeitalter gewesen sei.[4] Er begründet das damit, dass Informationen in der Kommunikation zwischen Menschen immer schon die Form der Nachricht angenommen hätten und dass diese Form ein „Artefakt“ sei.
Gert Scobel fragt sich zwar, „ob nicht die Einführung der Schrift den Anfang des Informationszeitalters markiert“, gibt aber zu bedenken, dass seit der internationalen Vernetzung digitaler Daten sich völlig neue Strukturen ergeben hätten, die es geboten erscheinen ließen, von einer Informationsgesellschaft im engeren Wortsinn zu sprechen.[5][Informationszeitalter in weiter gefassten Wortbedeutungen, Wikpedia]
WAG THE DOG - Beispiel, wie politisch-gesteuerte Medienmanipulation funktioniert ! (5:14 min) [5:18]
Kurzer Ausschnitt (ca. 5 min) aus dem US-SPIELFILM von 1997 "WAG THE DOG - Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt" über politisch-beeinflusste Medienmanipulation.
Auch wenn es sich nur um eine fiktive Spielfilm-Szene handelt, macht diese Szene doch sehr anschaulich deutlich, welche technischen Möglichkeiten heute vorhanden sind, um einen politischen Schwindel in den Medien zu veröffentlichen und zu propagieren...
Für eine halbe Milliarde US-Dollar wurde eine britische PR-Agentur beauftragt, gefälschte Videos unter die Menschen zu bringen, um die Zuschauer verfolgen zu können
Es hat sich auf westlicher Seite eingebürgert, Russland eine hybride Kriegsführung vorzuwerfen. Dabei wird so getan, also würde dies dem Nato-Westen völlig fremd sein, weswegen man sich nur verteidigen müsse. Dabei ist hybride Kriegsführung, zumindest wenn man den Schwerpunkt auch auf die Beeinflussung der Information legt, was einst u.a. Informations-Operation, Propaganda, psychologische Kriegsführung und dann Medienkrieg hieß, natürlich nicht neu und hat sich seit dem Kosovokrieg in Zeiten des Internet drastisch verschärft.
Besonders deutlich wurden die Anstrengungen des Pentagon und der US-Regierung nach 9/11 und seit der Vorbereitung des Kriegs gegen den Irak mit einer Propagandamaschinerie mitsamt dreisten Lügen, die man allerdings damals Saddam Hussein vorwarf, der als Figur des Bösen Milosevic und dann Osama bin Laden ablöste. Heute ist es Wladimir Putin.
Schon zur Vorbereitung des Golfkriegs 1991 hatte die in den USA sitzende (Lobby)Organisation Citizens for a Free Kuwait ein Jahr zuvor die PR-Agentur Hill and Knowlton beauftragt, finanziert durch Kuweit. Bekanntlich schickte die Agentur schließlich ein fünfzehnjähriges kuweitisches Mädchen, die als Krankenschwester "Nayirah" auftrat, in den Menschenrechtsausschuss, wo sie in einer öffentlichen Anhörung erzählte, dass irakische Besatzer angeblich mit Gewehren in Krankenhäuser eingedrungen und Säuglinge aus den Brutkäsen geholt und auf den kalten Boden geworfen oder verkauft hätten.
Möglicherweise auch nach dem "erfolgreichen" Vorbild, aber auch aufgrund gängiger Praxis etwa der CIA während des Kalten Kriegs beauftragte das Pentagon schon im Oktober 2001 die Werbefirma Rendon, um den Krieg gegen den islamischen Terrorismus besser zu verkaufen, um dann den Aufbau eines Office for Strategic Influence anzugehen (Das Pentagon will für bessere Propaganda sorgen). Das war dann noch zu öffentlich, ebenso wie das Lauschprojekt TIA (Total Information Awareness), so dass man den Plan öffentlich beerdigte, aber einzelne Projekte (Pentagon denkt über Geheimprogramm zur Manipulation der öffentlichen Meinung in befreundeten Ländern nach) weiter trieb ("Das Netz muss wie ein feindliches Waffensystem bekämpft werden").
Wie jetzt als Beispiel das Bureau of Investigative Journalism berichtet, beauftragte das Pentagon die britische PR-Firma Bell Pottinger, die u.a. für Margarete Thatcher und Asma al-Assad, die Frau des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, für über 500 Millionen US-Dollar, um im Irak ein geheimes Propagandaprogramm aufzubauen und zu betreiben. Neben dem Pentagon waren auch die CIA und der Nationale Sicherheitsrat beteiligt, die Auftragsergebnisse sollen von General David Petraeus, dem damaligen Kommandeur der Koalitionstruppen im Irak, unterzeichnet worden sein. Petraeus war danach CIA-Chef und musste wegen einer Beziehungsaffäre zurücktreten.
mehr: - Der hybride Krieg des Pentagon im Irak (Florian Rötzer, Telepolis, 03.10.2016)
Die Anstalt - Berichterstattung aus der Ukraine [53:01]
Die Warnzeichen sind allzu lange ignoriert worden. Die Informationsmedien laufen Gefahr, im Online-Zeitalter den Wettlauf mit den Propagandisten zu verlieren.
Seit Pegida-Trupps auf der Strasse «Lügenpresse» skandieren, ist der Vertrauensverlust gegenüber dem Journalismus offensichtlich – allerdings mit einem Zungenschlag, der in die Irre führt. Nur wenige Redaktionen verbreiten absichtlich Falschinformationen. Es hat andere Gründe, weshalb wir, wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel jüngst konstatierte, in «postfaktischen Zeiten» angelangt zu sein scheinen.
Die Aufmerksamkeitsökonomie, in der wir leben, verwandelt sich zusehends in eine Desinformationsökonomie, in der es sich für bestimmte Akteure rechnet, vor allem über die sozialen Netzwerke massiv Falschmeldungen, Konspirationstheorien und anderen «Bullshit» zu verbreiten. Im Folgenden geht es um jüngste Erkenntnisse von Medienforschern, die in der Zusammenschau Risiken und Nebenwirkungen moderner Kommunikationstechnologien erkennbar machen.
Viele Medienmacher sind wohl erst durch die schrillen Töne der neuen Rechten darauf aufmerksam geworden, wie prekär es um die Glaubwürdigkeit des Journalismus bestellt ist. Als gingen sie solche Erkenntnisse nichts an, haben sie zuvor beharrlich ignoriert, was Forscher seit Jahrzehnten konstatierten: den schleichenden Verfall des Vertrauens in die Medien. Es geht seit langem um Machtverschiebungen zwischen Journalismus, Public Relations und Propaganda, inzwischen aber auch darum, wie rasant sich in den Echokammern der sozialen Netzwerke Unfug ausbreitet, wie Algorithmen sowie Roboter, sogenannte Social Bots, dies verstärken – und wie gering derzeit die Chancen sind, durch Aufklärung dem Trend entgegenzuwirken. mehr: - «Bullshit» verdrängt Journalismus – Am Ende des Aufklärungszeitalters (Stephan Russ-Mohl, Neur Zürcher Zeitung, 01.10.2016) siehe auch: - Der Geist steht nicht mehr links (Alexander Kissler über die Rede von Michel Houellebecq, Cicero, 29.09.2016) - Michel Houellebecq – Europa steht vor dem Selbstmord (Michel Houellebecq, Neue Zürcher Zeitung, 27.09.2016) Michel Houellebecq Portrait (ZDF Aspekte) [5:26]
Veröffentlicht am 07.04.2014 Karte und Gebiet ist ein Roman des französischen Schriftstellers Michel Houellebecq. Er erschien 2010 unter dem Originaltitel La carte et le territoire und wurde mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Die deutsche Übersetzung von Uli Wittmann wurde 2011 im DuMont Buchverlag veröffentlicht.
Beitrag: Anna Bernard Schnitt und Gestaltung: Philipp Müller-Dorn
Michel Houellebecq: Vermessenheit als Weltanschauung (Sternstunde Philosophie, 1.5.2011) [58:12]
Veröffentlicht am 03.01.2014
Im Gespräch mit Juri Steiner erklärt der Zyniker vom Dienst, woran er glaubt und was es mit der Magie des Regionalen auf sich hat.
Bundesanwaltschaft weiß Bescheid und unternimmt nichts
Die Aktenvernichtungen im Bundesamt für Verfassungsschutz nach dem Auffliegen des NSU-Trios im November 2011 geschahen vorsätzlich und nicht wie bisher kolportiert aus Versehen. Für diese Feststellung präsentierte der Untersuchungsausschuss des Bundestages bei seiner letzten Sitzung am Freitag Belege. Die Bundesanwaltschaft kennt den Sachverhalt seit mindestens zwei Jahren und unternahm nichts. x
Nach der Vernichtung von Beweismaterial im Falle des NSU-Tatverdächtigen Jan Botho Werner, veranlasst durch die oberste Ermittlungsbehörde selbst, rückt damit der nächste Fall von Spurenverwischung durch Sicherheitsbehörden in den Fokus. Es sind Vorgänge, die Jahre zurückliegen und die belegen, wie sehr die Aufklärung des Mordkomplexes durch Behörden behindert wird. Der NSU-Skandal endet nicht 2011, sondern fand danach unter anderen Vorzeichen seine Fortsetzung und reicht bis in die Gegenwart.
Am 4. November 2011 wurde das NSU-Trio bekannt. Am 11. November veranlasste ein Referatsleiter im Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in Köln die Löschung von Akten zu mindestens sieben Quellen im rechtsextremen Thüringer Heimatschutz (THS), in dem sich auch die NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe bewegt hatten.
14 Jahre lang lebten die Neonazis Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos im Untergrund, verübten Morde, Bombenanschläge und Raubüberfälle, ohne dass die Ermittler ihnen auf die Spur kamen. Die Frontal21-Dokumentation zeichnet das Leben und die Taten der Terroristen nach und belegt das Versagen von Verfassungsschutz und Polizei. Angehörige der Täter und der Opfer, Zeugen der Taten sowie verantwortliche Ermittler nehmen Stellung zu einer in der Geschichte der Bundesrepublik einmaligen Verbrechensserie. War es die Eitelkeit einzelner Ermittler, die verhinderte, dass das Trio gefasst werden konnte? Zeugen der rassistischen Morde berichten in der Dokumentation, dass ihre Aussagen über die beobachteten Täter bewusst ignoriert wurden. Die Spur zu den Neonazis ging immer wieder verloren, weil die Fahnder irrtümlich ausländische Verbrecherkartelle hinter den Morden an acht Türken, einem Griechen und einer Polizistin vermuteten. Wären die Ermittler der richtigen Spur zum Nazi-Trio gefolgt, hätten sie den Fall an übergeordnete Behörden abgeben müssen. Das aber, so belegen Dokumente, sollte verhindert werden. Ex-Verfassungsschutzchef gesteht Fehler Der frühere Thüringer Verfassungsschutzchef Helmut Roewer gesteht Fehler des Geheimdienstes bei der Observation des Neonazi-Trios ein. So habe man die Beschaffung der Mordwaffen nicht bemerkt. "Das haben wir nicht gesehen", sagt Roewer in der Dokumentation: "Damit muss man leben." Die Eltern von Uwe Böhnhardt berichten, wie sie sich drei Mal mit den Untergetauchten treffen konnten, ohne dass Polizei und Verfassungsschutz eingriffen. Dabei wurden die Telefone der Familien intensiv abgehört und der Bekanntenkreis des Trios jahrelang überwacht. "Wenn wir als Eltern Gelegenheit haben, sie zu treffen, mit ihnen zu telefonieren, dann ist es nicht vorstellbar, dass die Behörden das nicht mitbekommen haben", sagt Brigitte Böhnhardt im Frontal21-Interview. Scheitern der Ermittlungsbehörden Die Dokumentation schildert mit Hilfe von Zeitzeugen den Werdegang des Trios Zschäpe, Böhnhardt. Mundlos von den frühen neunziger Jahren bis zum Ende der Terrorzelle im November 2011 und dokumentiert das Scheitern der Ermittlungsbehörden, deren Fahnung über ein Jahrzehnt erfolglos blieb. weitere Informationen unter: Website: http://rassismus-toetet.de Facebook: https://www.facebook.com/rassismus.totet Twitter: https://twitter.com/rassismustoetet Audiostreams zum Thema: http://www.mixcloud.com/rassismus_toetet
3 Jahre NSU Ermittlung: Pannen und Skandale oder: NSUpps die Pannenshow (Heute Show 07.11.14) [6:00]
Veröffentlicht am 09.11.2014
Drei Jahre NSU-Skandal und zahlreiche Pannen: Vernichtung von zur Ermittlung relevanten Akten, Verharmlosung rechter Terrornetzwerke, bewusste Ermittlungen in die falsche Richtung bis zur Behinderung von Ermittlungen durch den Verfassungsschutz. Wie blind sind die Ermittler auf dem rechten Auge? Christian Ehring und Oliver Welke in "NSUpps die Pannenshow"!
NSU und latenter Rassismus (Die Anstalt vom 17.11.2015) [3:10]
Veröffentlicht am 21.11.2015
Die Nazis sind nicht das Problem. Das Problem ist das "Wir-und-Die"-Denken. Das Problem ist, dass Deutsche anderen Deutschen das Recht, sich "deutsch zu fühlen" (was auch immer das sein mag) absprechen, nur weil sie andere Vorfahren, Hautfarbe oder Muttersprache besitzen (und nur _manchmal_ einen anderen Pass, weil man hier "Staatsangehörigkeit" nicht politisch, sondern kulturell zu begreifen versucht). Das Problem ist, dass diese Gesellschaft immer noch denkt —wenn auch latent—, dass "Deutsch-Sein" eine biologische Eigenschaft ist. Das Problem ist der strukturelle und latente Rassismus, und zwar in der MITTE unserer Gesellschaft. Das Problem, das sind wir.
Die Anstalt und der NSU-VS-Komplex [11:03]
Veröffentlicht am 02.06.2015
Die Satire-Sendung ›Die Anstalt‹ widmete sich am 26.5.2015 dem Ge-Heim-Dienstwesen in und mit der BRD – wieder einmal exzellent in Szene gesetzt, mit Wortwitz, bitterer Ironie und mit einem Gespür für Details.
Ein ausgezeichneter Obduktionsbericht. Zum Beispiel der Umstand, wie man mit Skandalen nicht untergeht, sondern aufblüht … Frage: »Wie machen Sie das, dass nach jedem Skandal Ihr Etat erhöht wird?« Antwort: »Das ist … geheim.« Oder die Frage nach der Demokratie … BoND fragt im Vorhof der Bundeskanzlerin: »Kann ich jetzt rein?« Antwort: »Nö, die ist beschäftigt. Die Demokratie ist im Haus.« BoND zeigt sich irittiert und neugierig: »Ach, gibt’s die noch?« Oder die Frage nach dem kriminellen Führungspersonal des Verfassungsschutzes … »Acht von zwölf Präsidenten des Verfassungsschutzes hatten Dreck am Stecken. Im Grunde genommen müßten die sich eigentlich selbst als kriminelle Vereinigung einstufen.« Die Anstalt zeigt dazu ein eigens erstelltes Fahndungsplakat mit den dazugehörigen Straftatbeständen: • Verfassungsschutzpräsident Otto Hahn – Hochverrat • Verfassungsschutzpräsident Hubert Schrubbers – NaziJustiz • Verfassungsschutzpräsident Günther Nollau – Ausspähung des Bundeskanzlers • Verfassungsschutzpräsident Richard Meier – fahrlässige Tötung • Verfassungsschutzpräsident Heribert Hellenbroich – Landesverrat • Verfassungsschutzpräsident Ludwig Holger Pfahls – Steuerbetrug • Verfassungsschutzpräsident Eckardt Werthebach – Geheimnisverrat • Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm – Ermittlungsbehinderung, Aktenvernichtung Oder die Frage nach dem staatseigenen Untergrund in Form gedeckter Nazis und geführter Neonazis. So wurde der Kriegsverbrecher Eichmann durch den BND geschützt, indem er seinen Aufenthaltsort verheimlichte … »Eichmann ist doch schon lange her … Wir haben doch ganz frische Nazis, haufenweise, die jahrelang unter den Augen des Verfassungsschutzes geraubt und gemordet haben.« Der Mann vom BfV widerspricht: »Moment einmal, der NSU waren drei Fanatiker …« »Ich habe gehört, dass es sich dabei eher um ein ganzes Nazi-Netzwerk gehandelt haben soll …« Der Mann vom BfV bessert nach: »Ja, wir waren aber ganz nahe dran …« Der Mann vom BND krätscht dazwischen: »Puhh, das ist gut … Ich würde sogar sagen, dass er mittendrin war, anstatt nur dabei, die Hälfte der V-Leute waren vom Verfassungsschutz …« Die dort gezeigten Grafiken wurden der Satiresendung ›Die Anstalt‹ zur Verfügung gestellt. Im Laufe der Recherchen zum Buch ›Der NSU-VS-Komplex‹ stellte sich mir – wie vielen anderen auch –die Frage, wie man bestimmte Schlussfolgerungen/Zwischenergebnisse anschaulich komprimieren kann, ohne die Komplexität und Vielschichtigkeit zu verwischen. Aus diesen Überlegungen ist die Idee erwachsen, drei Grafiken zu erstellen, die die verschiedenen ›Perspektiven‹ zum NSU-VS-Komplex präsentieren: Das erste illustriert die Version der Generalbundesanwaltschaft, der Anklage und des OLG in München, aber auch der meisten Medien: Der NSU bestand aus drei Mitgliedern, zwei sind tot und das Letzte schweigt. Die zweite Grafik dokumentiert das Selbstverständnis des NSU, der sich immer als ›Netzwerk von Kameraden‹ verstanden hat und versteht: »Der Nationalsozialistische Untergrund ist ein Netzwerk von Kameraden mit dem Grundsatz Taten statt Worte«. Die Namen, die wir ausgewählt haben, benennen Neonazis, die politisch und ideologisch das Konzept der ›führerlosen‹ Terrors unterstützt haben und die den NSU durch zahlreiche Unterstützungsleistungen ermöglicht und getragen haben: durch die Bereitstellung von Wohnungen, Papieren, Geld, Waffen u.sw.. Sie stehen auch auf der (konspirativen) Telefon- und Adressliste, die in der Garage in Jena 1998 gefunden wurde und das ›Who is who‹ der Neonazisszene abbildet. Die dritte Grafik soll die Wirklichkeit wiedergeben: Zahlreiche Neonazis, die zum Netzwerk des NSU gehör(t)en, waren nicht nur ›Kameraden‹, sondern auch V-Leute der Polizei und des Verfassungsschutzes bzw. des Bundesnachrichtendienstes/BND. In welchen Quantität und Qualität der NSU vom Staatsanteil durchzogen ist, gibt diese dritte Grafik sicherlich eindrucksvoll wider. Auch hier haben wir nicht alle bislang namentlich bekannten V-Leute im Nahbereich des NSU aufgeführt, sondern eine Auswahl getroffen – die man ggf. ergänzen/anders treffen kann.
Als Celler Loch wurde ein Loch bekannt, das 1978 in die Außenmauer der JVA Celle gesprengt wurde. Der Anschlag war vom Verfassungsschutz fingiert worden...
Das Celler Loch ist kein Einzelfall - NDR [6:07]
Hochgeladen am 02.01.2010
Extra 3 deckt die geheimsten Sprengstoffanschläge der GSG 9 auf. Ein Bericht vom 16.05.1986
Anlässlich der TTIP-Proteste, ein Blick zurück auf die vergessenen desaströsen Freihandelsdeals der EU, die Afrika aufgenötigt wurden
Freihandel macht mobil, zumindest die politische Opposition gegen die windigen Freihandelsabkommen zwischen der EU einerseits sowie den USA und Kanada anderseits (TTIP und CETA) kann sich über massenhaften Zulauf freuen, wenn sie zu Großdemonstrationen aufruft. Zuletzt protestierten rund 320 000 Menschen gegen die verheerenden Folgen solcher "transatlantischer" Freihandelsdeals (Proteste gegen TTIP statt soziale Kämpfe im eigenen Land), bei denen soziale Standards geschleift, und demokratische Rechte unterhöhlt werden.
Jean Ziegler ist eine lebende Legende. Der Professor für Soziologie kann als der bekannteste deutschsprachige Globalisierungskritiker bezeichnet werden. Trotz seiner 81 Jahre strotzt der Mann nur so vor Optimismus. Sein Ziel bleibt es, den entfesselten Raubtierkapitalismus endlich in die Mülltonne der Geschichte zu schicken.
Ziegler hat sich in all den Jahren, auch als UN-Sonderbotschafter für das Recht auf Nahrung, nie mit der globalen Ungerechtigkeit des vorherrschenden Wirtschaftssystems abgefunden. Er schrieb zahlreiche Bücher, in denen er Ross und Reiter benannte, und wurde dafür von Konzernen und Banken in den wirtschaftlichen Ruin geklagt. Doch Jean Ziegler gibt nie auf. Alle 5 Sekunden verhungert ein Kind, obwohl der Planet heute locker 12 Milliarden Menschen ernähren könnte. Ziegler nennt diesen Umstand Mord, doch er glaubt an die Empathie des Menschen. Ziegler hatte große Lehrer. Er war mit Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir befreundet, arbeitete vorübergehend als Chauffeur von Che Guevara, erlebte den Freiheitskampf des Thomas Sankara, und hat sich von der Aufrichtigkeit dieser Idole anstecken lassen. Wir trafen den Schweizer Menschenrechtsaktivisten an seiner Universität in Genf und erlebten einen Mann, dessen aktuelles Buch „Verändere die Welt - Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“ als Kampfschrift gedacht ist. http://www.randomhouse.de/Buch/Aender... Ziegler zieht im Buch Bilanz, stellt die Frage: "Was soll ein Intellektueller?“, um die Antwort nachzureichen. Ein Intellektueller soll bewaffnen! Mit Argumenten, denen Taten folgen. Taten gegen Untaten. Ziegler ruft im Gespräch mit KenFM mehr denn je zum Widerstand, zum zivilen Ungehorsam gegen ein Wirtschaftssystem auf, das für seinen Profit ohne Skrupel über Leichen geht. „Besetzt Ramstein!“ und „Kommt nach München zum Anti-G7-Gipfel“ sind Botschaften, die wir aus Genf mitgenommen haben, um sie der Community, der „Genration @“, ans Herz zu legen. Werdet Aktivisten. Übernehmt Verantwortung für die Ungerechtigkeit auf diesem Globus. Solidarität statt Konkurrenz! Ändert die Welt. Heute! http://www.kenfm.de http://www.facebook.com/KenFM.de http://www.twitter.com/TeamKenFM http://kenfm.de/unterstutze-kenfm
Pro/Contra: Jutta Ditfurth, Jean Ziegler u.a. zu "Ungerechte Welt, arm u. reich" [52:41]
Veröffentlicht am 05.10.2012
Pro und Contra - Der AustriaNews Talk am 01.10.2012 (PULS4)
"Ungerechte Welt: Warum werden die Reichen immer reicher, die Armen immer ärmer?" TeilnehmerInnen: Jutta Ditfurth, Eric Frey, Reinhold Lopatka, Jean Ziegler Moderation: Corinna Milborn
Neue Hacker-Plattform DCLeaks enthüllt die Macht eines Milliardärs Soros wird gefeiert als genialer Mega-Spekulant, Philanthrop und liberaler Globalisierungskritiker. Doch die Soros-Leaks enthüllen auch eine beängstigende Machtanhäufung beim reichsten Hedgefond-Manager der Welt.
Der Milliardär hat's schwer. Erst bringt Wikileaks eine E-Mail, die zeigt wie "Dear Hillary" Clinton Rat von Soros in Sachen Unruhen in Albanien bekommt, dann kommt die neue Plattform DCLeaks mit weiteren Sensationen, etwa einem Botschafter-Brunch in Kiew 2014, der Soros' Förderung der "Maidan-Revolution" (Kritiker sprechen von einem Putsch) belegt.
Das könnte Soros mühsam aufgebautes liberales Image kosten, wie er es z.B. durch Unterzeichnung einer Pro-Snowden-Petition an Obama aufgebaut hat. Soros' mächtige Open Society Foundation (OSF) ist global aktiv, fördert NGOs, Netzmedien und politische Gruppen, wie die Leaks belegen, auch in der europäischen Hackerbewegung. Könnte mehr dahinter stecken als rein karitatives Engagement eines superreichen Philanthropen für liberale, "offene" Gesellschaften?
Obwohl "Megaspekulant" George Soros als Bezwinger des Britischen Pfundes eine Berühmtheit und sein politisches Engagement in Osteuropa Legende ist, haben die Soros-Leaks bemerkenswert wenig Resonanz in den Medien gefunden. Die enthüllende Plattform DCLeaks, die sich selbst als "American Hacktivists" bezeichnet, aber von US-Medien als Instrument "russischer Hacker" bezeichnet wird, machte mehr Schlagzeilen mit E-Mails der Clintons oder des Nato-Generals a.D. Breedlove (siehe General Breedlove - oder wie man lernen soll, Bomben zu lieben).
mehr: - "Dear Hillary" - Politik und Philanthropie in den Soros-Leaks (Thomas Barth, Telepolis, 30.09.2016) siehe auch: - George Soros, seine Ukraine-Investitionen und der Maidan (Post, 08.04.2016)
"... und die jenigen, die gewählt werden haben nichts zu entscheiden." {1:18}
xj900gerry
Veröffentlicht am 18.04.2011
Der bayrische Ministerpräsident bei "Pelzig" (28.05.2010) - Eher nachdenklich stimmend als komödienhaft
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
Ich übernehme keine Haftung für die Inhalte externer Links, verweise diesbezüglich auf RogerMurtaughund gehe im übrigen davon aus, daß die Besucher meines Blog imstande sind, sich ihre eigenen Gedanken zu machen.
(Was ja auch Ziel dieses Blogs ist!)
Für diejenigen, die es explizit zu brauchen glauben:
Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich!