Sonntag, 4. Oktober 2015

Cindy Sherman – Die Frau mit den Tausend Gesichtern

In ihrer langen Karriere als Künstlerin ist Cindy Sherman in viele Rollen geschlüpft. Wir haben sie zu Hause besucht.

Drei Stunden hat die Autofahrt von New York in die Hamptons gedauert, es hat geregnet und gestürmt an diesem Sommertag, aber kurz bevor unser Auto in die Einfahrt des Anwesens der Künstlerin Cindy Sherman einbiegt, hört der Regen plötzlich auf, die Wolken verziehen sich, und die Sonne scheint. Hier leben die New Yorker, die es geschafft haben, die sich nicht nur ein Leben in einer der teuersten Städte der Welt leisten können, sondern auch noch ein zweites draußen am Meer.

mehr:
- Cindy Sherman – Die Frau mit den Tausend Gesichtern (Christoph Amend, ZEIT Magazin, 01.10.2015)
Warum war die Mutter die Gute? "Sie hat meine Geschwister und mich vor meinem Vater beschützt. Nicht, dass er uns missbraucht hätte, aber er war so unglaublich selbstbezogen. Er hat wirklich an nichts anderes gedacht als an sich selbst." Als sie längst berühmt war, erzählt sie, lud der Vater zu einer Veranstaltung in das Altersheim ein, in dem er mittlerweile wohnte. Erst freute sie sich, bis sie die Einladung sah. "Charlie Shermans Tochter kommt zum Gespräch", stand da. Es ging dem Vater wieder vor allem um sich selbst. In einem früheren Interview hat sie ihn als Rassisten beschrieben, der über Schwarze und Juden schimpfte. "Ja, er war fürchterlich bigott. Er war wie eine dieser Karikaturen, die man manchmal zufällig im Fernsehen sieht und denkt: Das meint er doch nicht wirklich ernst?"

mein Kommentar:
das kann man so sehen… »Charlie Shermans Tochter«

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