Donnerstag, 4. November 2010

Im Dienst der Wirtschaftsmafia - Ein Geheimagent packt aus

Im Dienst der Wirtschaftsmafia
Ein Geheimagent packt aus
Ein Film von Stelios Kouloglou

Ein Insider-Bericht über den Ausbau der Wirtschaft auf Kosten der Dritten Welt:

John Perkins war ein „Economic Hit Man", ein Wirtschaftskiller. Seine Aufgabe war es, Entwicklungsländer zu besuchen und den Machthabern überdimensionierte, überteuerte Großprojekte zu verkaufen, die sie in wirtschaftliche Abhängigkeit von den USA brachten.

Zwölf Jahre lang hat Perkins seine Seele verkauft – bis er ausstieg. Weitere zwei Jahrzehnte später hatte er den Mut, auszupacken. Auslöser dafür war die Frage „Warum hassen sie uns so?", die Präsident George W. Bush nach den Anschlägen am 11. September 2001 gestellt hatte.

Ein Vorgeschmack:

Economic Hitmen, (HD) im Dienst der Wirtschaftsmafia. Ein Geheimagent packt aus [1:29:14]

Nico Hecker Veröffentlicht am 25.07.2013
Im Dienst der Wirtschaftsmafia Ein Geheimagent packt aus Wie kauft man die Weltpolitik? Ein packender Insider-Dokumentarfilm über den Ausbau von Wirtschaftsimperien auf Kosten der Dritten Welt: John Perkins war ein "Economic Hit Man", ein Wirtschaftskiller. Seine Aufgabe war es, Entwicklungsländer zu besuchen und den Machthabern überdimensionierte, überteuerte Großprojekte zu verkaufen, die sie in eine Abhängigkeit von den USA brachten. Zwölf Jahre lang hatte Perkins seine Seele an den Geheimdienst verkauft ... bis er ausstieg und den Mut hatte, den Skandal aufzudecken, sich öffentlich für seine kriminellen Akte im Staatsauftrag zu entschuldigen und Aufklärungsarbeit zu leisten. Der Film liefert dabei unglaublich spannende Einblicke in das Netz der modernen Wirtschaftsmafia und offenbart Zusammenhänge, die oft als Verschwörungstheorien abgetan werden. Heute leitet John Perkins die Organisation "Dream Change Coalition", die zusammen mit den indigenen Völkern Südamerikas deren Umwelt und Kulturen zu schützen versucht. Der griechische Dokumentarfilmer Stelios Koul folgt in seinem spannenden Film den detaillierten Berichten Perkins' über die Ermordung des ecuadorianischen Präsidenten Jaime Roldos, der sein Land dem US-amerikanischen Einfluss entziehen wollte und am Aufbau einer lateinamerikanischen Allianz gegen die US-Dominanz arbeitete. Im Detail widmet sich Regisseur Koul in seinem Wirtschaftsthriller aber auch den strategischen Interventionen der Weltbank, die bis in die unmittelbare Gegenwart Entwicklungs- und Schwellenländer durch Kreditvergabe oft in unkündbare Abhängigkeiten verstrickt und zu Befehlsempfängern der Industrienationen degradiert. John Perkins, Jahrgang 1946, wurde von einer internationalen "Beratungsfirma" im Auftrag der National Security Agency (NSA) als Geheimagent entdeckt und ausgebildet. Von 1970 bis 1982 arbeitete er undercover in zahlreichen Entwicklungsländern als "Economic Hit Man" und war an der Beeinflussung der lokalen Regierungen oder an deren Sturz maßgeblich beteiligt.


siehe dazu:
- Bekenntnisse eines Economic Hit Man (Wikipedia, abgerufen am 12.11.2016)
Wikipedia über Manuel Noriega

Wie sagt John Perkins: »Erst schicken wir die Hit-Men, dann die Schakale (Attentäter), dann kommt das Militär. Interessant: zwei amerikanische Verteidigungsminister wurden Präsidenten der Weltbank (Robert S. McNamara von 1968 bis 81 und Paul Wolfowitz von 2005 bis 2007)

John F. Kennedy warnte uns vor einer globalen Verschwörung (GERMAN SUBTITLE) {5:53}

Am 17.04.2017 veröffentlicht 
Infokriegerkev
John F. Kennedy, 35. Präsident der Vereinigten staaten, warnte uns schon 1963 vor einer globalen Verschwörung, aber leider ignoriert der Mensch.
www.facebook.de/infokriegerkev
x
aktualisiert am 12.11.2016

Frauen als Täter bei häuslicher Gewalt

Erhebungen zeigen, dass in jedem fünften bis siebten Fall von Gewalt in Beziehungen Frauen die Täter sind. Auch das Bundesfamilienministerium konstatiert, dass es sich um ein Phänomen ernsthaften Ausmaßes handelt.
Mehr bei der Tagesschau

siehe auch meinen Post Männer immer Täter, Frauen immer Opfer?

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Ein wenig Relativitätstheorie

In seinem Buch »Das elegante Universum« beschreibt der amerikanische Physiker Brian Greene das Gedankenexperiment zweier sich relativ zueinander bewegender Lichtuhren.
- Bei Einstein Online und
- Bei Leifiphysik: Seite 11 und Seite 12 (hier mit Formeln)
werden die sich daraus ergebenden Fakten (Stichwort: Zeitdilatation) – und damit das Grundprinzip der Speziellen Relativitätstheorie – sehr anschaulich und gut nachvollziehbar erklärt.

Keine Angst: es wird nicht mehr vorausgesetzt als der Satz des Pythagoras.

Während sich nun die Spezielle Relativitätstheorie mit sich gleichförmig bewegenden Systemen beschäftigt, hat die Allgemeine Relativitätstheorie bescheunigte Systeme zum Gegenstand. Einstein macht bei letzterer keinen Unterschied zwischen Beschleunigung und Gravitation.

Das Bild am besten in einem neuen Fenster öffnen.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Leonard Cohen war hier

Eigentlich wollte ich ihn nur mal gesehen haben, seine Musik hat mich nie besonders angemacht. Ein Mann, der den gesamten Schmerz der Welt auf seinen Schultern trägt, war für mich nicht interessant.
Ein Glück für seine Fans, daß Leonard Cohens langjährige Managerin und Geliebte mit seiner Altersrücklage (mehrere Millionen Dollar) untergetaucht ist, was ihn dazu zwang, wieder auf die Bühne zu gehen.
Aber wahrscheinlich auch ein Glück für ihn, weil er von seinem Publikum wirklich geliebt wird.

LEONARD COHEN - The Partisan, Hannover, 27.09.2010, TUI-Arena [4:11]


Hochgeladen am 28.09.2010

Beim Konzert in der TUI-Arena habe ich auch noch nie so viele Roadies mit Hüten gesehen. Und dann läuft da ein kleines Männchen auf die Bühne… Laufen? Der Ausdruck paßt nicht, eher: er schwebte, fast, als ob die Gravitation auf der Bühne um ein Drittel geringer wäre als für den Rest der Welt. Diese wenigen Sekunden haben mir klargemacht, daß ich ihn ziemlich anders gesehen habe als er ist. (Oder vielleicht doch nicht, er hat, wie ich im Internet lese, jahrelang unter Depressionen gelitten.)
Andere können besser über seinen Bühnenauftritt schreiben:
In der HAZ: naja…
Besser schon bei Sounds like me
- ein Interview mit Ralf Schmidt und
- eine Impression vom Konzert auf der Waldbühne in Berlin

Leonard Cohen - I'm Your Man [5:54]   Text (Songtexte)   Übersetzung (
Songtexte)   Interpretation

LeonardCohenVEVO Veröffentlicht am 02.12.2014
Music video by Leonard Cohen performing I'm Your Man. (C) 2014 Sony Music Entertainment.

Was mir noch wichtig ist: Cohen hat keinerlei Probleme damit, seine Mitmusiker gut aussehen zu lassen, und die sind wirklich gut.

… und zum Schluß mein Lieblingssong


Chicago, First we take Manhattan, Leonard Cohen, Rosemont theatre, october 29th , 2009 [6:30]   Text (AZLyrics)   Übersetzung (Songtexte)   Interpretation: Volker Pöhls, Rote Pille, LeonardCohenForum


albertnoonan Hochgeladen am 01.11.2009 

Wie sagt Cohen so schön:
»There’s a crack in every thing, that’s how the light comes in.«

John Lennon wäre 70 geworden

Vor wenigen Tagen jährte sich John Lennons Geburtstag…

John Lennon Gimme Some Truth (2010 Sterero Remaster) HD [3:16] Text (AZLyrics)    Übersetzung (Lyricstranslate) 

Veröffentlicht am 16.03.2012
I hope you like my new video, please subb and comment.
Follow me:
https://twitter.com/#!/BeatleYesItIs
https://twitter.com/#!/ArturoMetaleroC

"Gimme Some Truth" − or "Give Me Some Truth", as the title originally appeared on record sleeves − is a protest song written and performed by John Lennon. It was first released on his 1971 album Imagine. Like a number of songs on that album, the title track being one, "Gimme Some Truth" contains obvious political references emerging from the time it was written, during the latter years of the Vietnam War.
The song expresses Lennon's frustration with deceptive politicians ("short-haired yellow-bellied sons of Tricky Dicky"), with chauvinism ("tight-lipped condescending mommy's little chauvinists"), and with acts of military violence such as the My Lai massacre. The song encapsulates some widely held feelings of the time, when people were heavily participating in protest rallies against the government.
When Lennon referred to Nixon as "Tricky Dicky", he was using a nickname (Tricky Dick) that liberals had been applying for decades.
"Gimme Some Truth" references the nursery rhyme "Old Mother Hubbard", using the rhyme's content (about a woman going to get her dog a bone, only to discover that her cupboard is empty) as a political parallel to the events of the day, a practice that goes all the way back to when the rhyme was originally printed in 1805. The song's mention of "soft-soap" employs that slang verb in its classic sense − i.e., insincere flattery that attempts to convince someone to do or to think something, as in the case of politicians who use specious or beguiling rhetoric to quell public unrest or to propagandize unfairly.
Work on the song began as early as January 1969 during The Beatles' Get Back sessions, which would eventually evolve into Let It Be. Bootleg recordings of the group performing songs that would eventually go onto the members' solo recordings feature a few performances of "Gimme Some Truth".
On the official release of the song, John Lennon's fellow former Beatle George Harrison plays lead guitar, with Klaus Voormann (a longtime friend of the Beatles and designer of the cover for their Revolver album) on bass.


Seine Biographie bei Michael Arnold

Zu einer Verschwörungstheorie

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Die Welt in Zahlen

Geschätzte Zahl der Schriftrollen, die in der Bibliothek von Alexandria gelagert wurden: 700.000
Geschätzte Zahl der Internetseiten, die im Internet-Archiv Wayback Machine in San Francisco abgespeichert sind, in Milliarden: 40

Anteil der Angestellten, die nicht wissen, was eine Firewall ist, und sie daher lieber abschalten würden, in Prozent: 26

Zahl der Sitzenbleiber in allgemeinbildenden deutschen Schulen im Schuljahr 2003/2004: 252.559
Gesamtkosten der Klassenwiederholungen für das Bildungssystem im selben Jahr in Euro: 1.237.539.100

Anteil der Jugendlichen, die im Jahr 1992 angaben: "Ich fand den Deutschunterricht sehr interessant", in Prozent: 54
Anteil der Jugendlichen, die im Jahr 2000 angaben: "Ich fand den Deutschunterricht sehr interessant", in Prozent: 32
Anteil der Sechs- bis 13-Jährigen, die gar nicht oder nicht so gern lesen, in Prozent: 36

Zahl der Exemplare des Buches "Harry Potter und der Halbblutprinz", die in den ersten 24 Stunden nach Erscheinen im Oktober 2005 in Deutschland verkauft wurden, in Millionen: 1

Anteil der 14jährigen, die Aufpassen für eine sichere Verhütungsmethode halten, in Prozent: 25

Anteil der Schüler in Deutschland, die private Nachhilfestunden nehmen, in Prozent: 25

Zahl der Kinder in Deutschland, die zu Hause unterrichtet werden: 2000 bis 3000
Zahl der Kinder in den USA, die zu Hause unterrichtet werden: 2.000.000

Zahl der Analphabeten weltweit in Millionen: 785
Zahl der Länder, in denen 70 Prozent der Analphabeten leben: 9
Zahl der Analphabeten in Deutschland, in Millionen: 4

Durchschnittliche Semesterzahl, die Studierende von Diplomstudiengängen (ohne Lehrämter) an Universitäten verbrachten, im Jahr 2003: 11,2
Durchschnittliche Semesterzahl von Studenten der Soziologie der Universität Bremen, im Jahr 2003: 19,3

Anteil der 30- bis 35-jährigen Männer ohne beruflichen Bildungsabschluss in Deutschland im Jahr 2004, in Prozent: 14,5
Anteil der 30- his 35-jährigen Frauen ohne beruflichen Bildungsabschluss in Deutschland im Jahr 2004, in Prozent: 17,3

Zahl der deutschen Kinder, die glauben, der tropische Regenwald sei Lebensraum für heimische Tierarten, in Prozent: 25

Zahl der Kinder, die der Meinung sind, das Reh sei die Frau vom Hirsch, in Prozent: 62

aus Brand Eins 07/06(!)


Sonntag, 3. Oktober 2010

“European Council on Foreign Relations” und Georg Soros und Drogen und der Finanz Betrug

Georg Soros, Welt Gangster der Finanz Nr. 1 und Drahtzieher im Drogenhandel und der Geldwäsche u.a. über Mark Rich
Here it isSibel Edmonds spricht – unter Eid – im Verfahren Schmidt ./. Kirkorian.
Mein Parteibuch hat das Rohmaterial noch nicht im Detail gesichtet. Wir möchten Leser dazu anregen, diese investigative Arbeit zu übernehmen und nicht darauf zu warten, bis die Massenmedien das tun.
Die frühere FBI-Übersetzerin Sibel Edmonds hat kürzlich erklärt, Osama Bin Laden habe noch bis zum 11.09.2001 für die USA gearbeitet. Zuvor hat Sibel Edmonds bereits aufgedeckt, dass alles danach aussieht, dass auch der in den USA lebende Spiritus Rector der gegenwärtigen türkischen Regierung, Fethullah Gülen, und seine gutfinanzierte Bewegung der Islam-Schulen im türkischsprachigen Teil Mittelasiens ein Instrument der CIA sind. Und über Douglas Feith und seine Freunde soll es des weiteren eine Enge Beziehung zur Likud-Lobby von Israel und zum Drogenhandelsnetzwerk der CIA geben. Wohl bekomm’s. aus
(This domain name expired on Nov 13 2014 12:26:57:000AM )
gefunden in:
- “European Council on Foreign Relations” und Georg Soros und Drogen und der Finanz Betrug (Geopolitiker’s Blog, 03.10.2010)
Dafür spricht zum einen die personelle und familiäre Kontinuität der handelnden Personen. Zwar ist die mit dem sogenannten “Halloween-Massaker” an die Macht gekommene Clique um George H. W. Bush  die unter anderem für die als Iran-Contra-Affäre bekannt gewordenen Waffen- und Drogengeschäfte entscheidend mitverantwortlich war, mit dem Ende der Amtszeit seines Sohnes , formell entmachtet worden, doch mit den Verbrecherstrukturen der Drogenhändlerbande CIA eng verbandelte Clans bestimmen offenbar nach wie vor das weltpolitische Geschehen. So ist der Sohn des für zigtausende von Toten verantwortlichen CIA-Vize Frank Wisner, der für mehrere Staatsstreiche und das Cover der Verbrechen durch die vollständige Kontrolle über die Medien mit der Operation Mockingbird verantwortlich war, Frank Wisner Jr, derzeit als spezieller Abgesandter der USA ausgerechnet im Kosovo unterwegs, worüber derzeit ein Großteil des europäischen Heroinimportes abgewickelt wird. Schwiegersohn Nicolas Sarkozy ist nicht nur französischer Staatspräsident, sondern auch bester Freund der Bosse der französischen Waffenindustrie und organisiert mit dem Geld der Waffenindustrie ganz nebenbei eine Mediensteuerung, wovon Frank Wisner nur hätte träumen können. Senator Joseph Biden, der sich weigerte, gegen die zur Wäsche der CIA-Drogengelder gegründete Bank BCCI ermitteln zu lassen, stieg zum Vize-Präsidenten der USA auf. Die Beispiele für die personellen und familiären Kontinuitäten aus den Verbrechercliquen der Vergangeheit oder ihren Familien lassen sich praktisch ohne Ende finden.
[Das weltweite Drogennetzwerk der CIA, Mein-Parteibuch.com, 07.05.2009]
dazu siehe auch:
- European Council on Foreign Relations (Verschwörungstheorien)
- European Council on Foreign Relations (Wikipedia)
- Sibel Edmonds (Wikipedia)
- An Inconvenient Patriot (David Rose, Vanity Fair, 01.10.2005)

- Ukraine 10 - Joe Bidens Sohn fällt die Treppe hoch (Post, 12.05.2014)

Montag, 27. September 2010

9/11 und die Raketenabwehr des Pentagon

Über Abfangjäger hinaus gibt es zumindest für die wichtigsten Regierungsgebäude noch weitere Abwehrmöglichkeiten vor Angriffen aus der Luft. Erwähnt seien z.B. die Raketenbatterien im fünf Hektar großen Innenhof des Pentagon, die dieses Gebäude ebenso schützen wie auch Stingerraketen im Weißen Haus vorhanden sind.-
[Wer öffnete den Luftraum für den Terror ?, 911-archiv.net, 27.09.2010]

Warum waren die Raketenbatterien und die Luftabwehr um das Pentagon herum an diesem Tag nicht aktiviert ?
[12 Fragen zum 11.9., broeckers.com, undatiert; Quelle: www.911truth.org/article.php, nicht aufrufbar] 

siehe auch:
- UNANSWERED QUESTIONS (911truth.org, undatiert) 

Vorausgesetzt, die Boeing hätte dieses erste Hindernis genommen, dann hätte sie beim Anflug auf das Pentagon abgeschossen werden müssen. Das Sicherheitssystem, das das Verteidigungsministerium schützt, ist natürlich ein Militärgeheimnis - ebenso wie das im Weißen Haus. Höchstens weiß man, dass es nach einer Reihe von Zwischenfällen im Jahre 1994, unter anderem der Landung einer kleinen Cesna 150L auf dem Rasen des Weißen Hauses, völlig überdacht Anm.9 wurde. Man weiß außerdem, dass dieses Flugabwehrsystem über fünf Batterien Abwehrraketen, die auf dem Pentagon aufgestellt sind, sowie über Jagdflugzeuge, die auf dem Stützpunkt des US-Präsidenten in St. Andrew stationiert sind, verfügt.[Funny Team, Das Geisterflugzeug des Pentagons, FunnyPage, undatiert – Hervorhebung von mir] 



[…] even the fallback position of manually operated batteries wouldn't really help. Because at what point would you make the shootdown decision? At an average of 400 mph, any plane approaching the Pentagon would cover the final mile in around 9 seconds. A plane could divert from a normal approach path to the airport in an even shorter period, a major problem because it takes time for missiles to launch, detect and move in on an attacker. If you can’t launch before the target is inside your minimum range (which could be half a mile or more) then you have no chance of hitting it.
And fifth, the Pentagon did use armed missile batteries in Washington during September 2002, and reports at the time made it clear that this was an exceptional event.
Pentagon arms missile batteries around D.C.
For the first time since the Cuban missile crisis almost 40 years ago, armed missile launchers will be protecting the nation's capital by day's end Tuesday -- a precaution that comes amid a heightened alert status on the eve of the one-year anniversary of the September 11 attacks.
http://archives.cnn.com/2002/US/09/10/ar911.air.defense/
No mention of any earlier Pentagon missile batteries here. Some confirmation comes in Richard Clarke’s “Against All Enemies”, where he says plans for air defence were rejected (the dates of these events aren’t made precisely clear, but the account comes from a chapter entitled “The Almost War, 1996):
The Secret Service and Customs had teamed up in Atlanta to provide some rudimentary air defense against an aircraft flying into the Olympic Stadium. They did so again during the subsequent National Security Special Events and they agreed to create a permanent air defense unit to protect Washington. Unfortunately, those two federal law enforcement agencies were housed in the Treasury Department and its leadership did not want to pay for such a mission or run the liability risks of shooting down the wrong aircraft. Treasury nixed the air defense unit, and my attempts within the White House to overrule them came to naught. The idea of aircraft attacking in Washington seemed remote to many people and the risks of shooting down aircraft in a city were thought to be far too high. Moreover, the opponents of our plan argued, the Air Force could always scramble fighter aircraft to protect Washington if there were a problem. On occasions when aircraft were hijacked (and in one case when we erroneously believed a Northwest flight had been seized), the Air Force did intercept the airliners with fighter jets. We succeeded only in getting Secret Service the permission to continue to examine air defense options, including the possibility of placing missile units near the White House. Most people who heard about our efforts to create some air defense system in case terrorists tried to fly aircraft into the Capitol, the White House, or the Pentagon simply thought we were nuts.
Page 131
Against all Enemies
Richard A Clarke
It seems if there were missile defences on 9/11, then Clarke didn’t know about them.

würde auch die Ausweichposition von manuell betriebenen Batterien nicht wirklich helfen. Denn zu welchem ​​Zeitpunkt würden Sie die Abschussentscheidung treffen? Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 400 Meilen pro Stunde würde jedes Flugzeug, das sich dem Pentagon nähert, die letzte Meile in etwa 9 Sekunden zurücklegen. Ein Flugzeug könnte in noch kürzerer Zeit von einem normalen Anflugweg zum Flughafen ablenken. Dies ist ein großes Problem, da es einige Zeit dauert, bis Raketen einen Angreifer abfeuern, erkennen und in ihn eindringen. Wenn Sie nicht starten können, bevor sich das Ziel innerhalb Ihrer Mindestreichweite befindet (die eine halbe Meile oder mehr betragen kann), haben Sie keine Chance, es zu treffen. 
Und fünftens hat das Pentagon im September 2002 in Washington bewaffnete Raketenbatterien eingesetzt, und Berichten zufolge war dies zu diesem Zeitpunkt ein außergewöhnliches Ereignis.
Pentagon Waffen Raketenbatterien um DC 
Zum ersten Mal seit der Kubakrise vor fast 40 Jahren werden bewaffnete Raketenwerfer am Dienstagabend die Hauptstadt des Landes schützen - eine Vorsichtsmaßnahme, die sich in einem erhöhten Alarmstatus am Vorabend des einjährigen Jubiläums des Septembers befindet 11 Angriffe. http://archives.cnn.com/2002/US/09/10/ar911.air.defense/
Keine Erwähnung früherer Pentagon-Raketenbatterien. Eine Bestätigung findet sich in Richard Clarkes "Against All Enemies", wo er sagt, dass Pläne zur Luftverteidigung abgelehnt wurden (die Daten dieser Ereignisse sind nicht genau bekannt, aber der Bericht stammt aus einem Kapitel mit dem Titel "The Almost War, 1996"):
Secret Service und Customs hatten sich in Atlanta zusammengetan, um eine rudimentäre Luftverteidigung gegen ein Flugzeug zu gewährleisten, das ins Olympiastadion flog. Sie taten dies bei den darauffolgenden National Security Special Events erneut und einigten sich darauf, eine permanente Luftverteidigungseinheit zum Schutz Washingtons einzurichten. Leider waren diese beiden Strafverfolgungsbehörden des Bundes im Finanzministerium untergebracht, und ihre Führung wollte für eine solche Mission weder bezahlen noch das Haftungsrisiko eingehen, wenn sie das falsche Flugzeug abschießen.Das Finanzministerium machte die Luftverteidigungseinheit fertig, und meine Versuche, sie im Weißen Haus außer Kraft zu setzen, waren gescheitert. Die Idee, Flugzeuge in Washington anzugreifen, schien vielen Menschen fern und das Risiko, Flugzeuge in einer Stadt abzuschießen, wurde als viel zu hoch eingeschätzt. Darüber hinaus argumentierten die Gegner unseres Plans, die Luftwaffe könne immer wieder Kampfflugzeuge kriechen, um Washington zu schützen, wenn es ein Problem gebe. Bei Flugzeugentführungen (und in einem Fall, als wir fälschlicherweise glaubten, ein Nordwestflug sei beschlagnahmt worden) hat die Luftwaffe die Verkehrsflugzeuge mit Kampfflugzeugen abgefangen. Es ist uns nur gelungen, Secret Service die Erlaubnis zu erteilen, weiterhin Luftverteidigungsoptionen zu prüfen, einschließlich der Möglichkeit, Raketeneinheiten in der Nähe des Weißen Hauses zu platzieren. Die meisten Leute, die von unseren Bemühungen zur Schaffung eines Luftverteidigungssystems für den Fall gehört haben, dass Terroristen versuchten, Flugzeuge in das Kapitol, das Weiße Haus oder das Pentagon zu fliegen, hielten uns einfach für verrückt. Seite 131 Gegen alle Feinde Richard A Clarke
Es scheint, als hätte es am 11. September eine Raketenabwehr gegeben, und Clarke wusste nichts davon. 
[Pentagon Missile Batteries, 911myths.com, undatiert – Google-Übersetzer]

mein Kommentar:
Die Zitate im 911myths-Artikel legen die Vermutung nahe, daß es am 11. September keine Flugabwehr-Raketen am Pentagon gab…


Kommentar zur Raketenabwehr des Pentagons: 
Alle »Verschwörungstheoretiker« in Netz sind sich sicher, daß das Pentagon – wie auch das Weiße Haus – über eine eigene Raketenabwehr verfügte.
Ich habe kein einziges Video gefunden, welches die offizielle Darstellung der 9/11-Vorgänge in Frage stellt, in welchem die Pentagon-Raketenabwehr erwähnt wird. Das spricht für sich. 
Auch habe ich kein einziges Mainstreammedium gefunden, welches eine Aussage über die Abwehrraketen des Pentagon trifft…
Im Jahr 2019 ist es schier unmöglich herauszufinden: 
Verfügte das Pentagon 2001 über eine Raketenabwehr oder nicht?

Freitag, 17. September 2010

Üben…

Im Film Crossroads (Musik: Ry Cooder) studiert der junge Weiße Eugene klassische Gitarre, aber das stupide Üben geht ihm auf den Keks, und eigentlich gehört sein Herz dem Blues. Er tut sich mit dem alten Blues-Spieler Willie Brown, der seine Seele an den Teufel verkauft hat. In einem Gitarren-Duell besiegt Eugene den Gitarristen Jack Butler (Steve Vai) mit der Interpretation eines klassischen Stückes (Caprice No 5 von Niccolò Paganini). Damit hat Eugene Willies Seele gerettet.

Steve Vai - Crossroads guitar duel (HD) [4:39]


Veröffentlicht am 02.05.2013

aus einem Kommentar auf der youtube-Seite:
»the moral of the story is that even if you have the better technique you still need a little soul to kick the devil in the ass…«
man könnte es auch umgekehrt sagen…

Donnerstag, 16. September 2010

Es gibt kein neues Leben im alten

Bei ZEIT-Online findet sich eine lesenswerte Rezension des sehenswerten Films »The American« des Popfotografen Anton Corbijn mit George Clooney in der Hauptrolle.
Erwähnt wird die stilistische Ähnlichkeit mit Jean-Pierre Melvilles unterkühltem, stilisierten Thriller »Samurai« (deutsch: Der eiskalte Engel) mit Alain Delon in der Hauptrolle.
Erwähnt wird ebenfalls Clooneys Virtuosität im Spielen asozialer Männer. Zum Beleg wird der Film »Up in the Air« herangezogen, der eine andere Form mißglückter Männlichkeit darstelle, die danach schreie, endlich erlöst zu werden.
Wie diese mißglückten Formen von Männlichkeit enden, kann man sowohl in dem besprochenen wie auch in dem zitierten »Samurai« wie auch in einem weiteren Film sehen: »Ghost Dog – Der Weg des Samurai« (wir denken uns schon was) mit Forest Whitaker in der Hauptrolle (eventuell eine weitere Form mißglückter Männlichkeit). »Samurai« und »Ghost Dog« werden auf Medienkultur miteinander verglichen.
Whitaker, der 2006 mit »Der letzte König von Schottland« als Idi Amin zu sehen war (eine weitere Form mißglückter Männlichkeit), zitiert in als Ghost Dog mehrmals aus dem 300 Jahre alten Hagakure, dem Ehrenkodex der Samurai von Tsunemoto Yamamoto.



(Leider ist bei den meisten Ghost-Dog-Videos bei Youtube das Einbetten deaktiviert.)
Für das Herunterladen der in »Ghost Dog« zitierten Sprüche gibt es folgenen Link.
Bei Neue Religion findet sich eine weitere Besprechung von Ghost Dog und dem Hagakure.
Bei Reines Sein finden sich weitere Auszüge aus dem Hagakure mit Kommentaren.

Mittwoch, 15. September 2010

Taj Mahal - Ain't that a lot of love




Though you failed at love and lost
And sorrow's turned your heart to frost
I will mend your heart again
Remember the feeling as a child
When you woke up and morning smiled
Its time its time its time you felt like that again

There is just no percentage in remembering the past
Its time you learned to live again and love at last
Come with me leave your yesterday your yesterday behind
And take a giant step outside your mind

You stare at me with disbelief
You say for you there's no relief
But girl I swear it won't do you no harm
Don't sit there in your lonely room
Just looking back inside that gloom
Mama that's not were you belong

Come with me I'll take you where the taste of life is green
N' Everyday everyday hold on woman just got to be seen
Come with me leave your yesterday your yesterday behind
And take a giant step outside your mind

Though you failed at love and lost
And sorrow's turned your heart to frost
I will mend your heart again
Remember the feeling as a child
When you woke up and morning smiled
Its time its time its time you felt like that again

There is just no percentage in remembering the past
Its time you learned to live again and love at last
Come with me leave your yesterday your yesterday behind
And take a giant step outside your mind

Dienstag, 7. September 2010

A Sideman's Journey

Anscheinend hab’ ich’s nicht gepostet, ich dachte, ich hätte es.
Nun, besser zu spät als gar nicht:
Vor etwa einem Jahr veröffentlichte Klaus Voormann seine musikalische Retrospektive: A Sideman’s Journey.
Einem größeren Publikum ist er bekannt als der Grafiker, der für das Cover der LP »Revolver« der Beatles verantwortlich ist.

Eine Übersicht über sein Schaffen findet sich bei iheartklaus.
Und noch ein paar Bilder von der Präsentation.

Und noch’n bißchen Nostalgie aus Köln.

Sonntag, 5. September 2010

Föhn mich nicht zu

Ich kam an die Werner-Heisenberg-Schule in der Brunnenstraße im Stadtbezirk Berlin-Mitte. Als ich dort mein Referendariat aufnahm, schockte mich neben dem Mangel an Disziplin auch die fehlende Sprachkompetenz meiner Schüler. Ich hatte mich selbst nie für besonders sprachbegabt gehalten, aber im Klassenraum wurde ich mit meinen fehlerfreien Hauptsätzen zu einem lexikalischen und syntaktischen Genie. Wenn ich hingegen den Schülern in der Pause beim Sprechen zuhörte, dröhnten mir sofort die Ohren:
»Musstu Alexa, ja?«
»Isch Alexa, wallah.«
»Ischauch.«
»Hast du U-Bahn?«
»Hab Bus!«
»Binisch auch Bus.«
»Weißdu gestern?«
»Nee, weis nisch.«
»Musstu wissen gestern.«
»Isch?«
»Musstu wissen.«
»Was?«
»Gestern. Isch bin U-Bahn. Isch kein Fahrschein. Isch gefickt von Kontrolleur.«
»Escht? Tschüüüsch! Musstu schlagen, Kontrolleur.«
»Nee, nisch schlagen. Kontrolleur Frau.«
»Escht schwul, die Muschi!«
In der ersten Zeit stellte ich mir oft die Frage, welche Gespräche man als Lehrer hörte, wenn man nicht wie ich auf einem Gymnasium unterrichtete. Vielleicht ließen die Schüler an Haupt- und Realschulen Verben und Personalpronomen gänzlich weg und gebrauchten nur noch Nomen.

[…]


Verständlicherweise irritierte mich die nachlässige bis fehlerhafte Ausdrucksweise der Menschen aus den alten Bundesländern auch noch lange nach dem Mauerfall. Zehn Jahre sprachlicher DDR-Sozialisation konnte und wollte ich nicht so einfach abschütteln. So war mir an all meinen Freundinnen aus dem Westen auch immer unangenehm aufgefallen, dass sie beim Sex bestenfalls einzelne Worte stöhnten. Oft hatte ich unser Liebesspiel deshalb unterbrechen müssen und sie gebeten, das Stöhnen zu wiederholen – und zwar im ganzen Satz. Daran war manche Beziehung gescheitert. Bei meinen Schülern musste ich noch häufiger intervenieren. Eigentlich konnte ich am Werner- Heisenberg-Gymnasium keine Äußerung einfach so stehen lassen. Das führte regelmäßig zu ausgedehnten Lehrer-Schüler-Pingpongs:
»Cemal! Erläutere mir bitte, wie der Humanismus dazu beitrug, dass die Europäer damals unbekannte Regionen und Kontinente entdeckten.«
»Kolumbus.«
»Cemal, bitte antworte im ganzen Satz!«
»Wegen Kolumbus.«
»Das ist noch kein ganzer Satz, Cemal.«
»Doch!«
»Nein, da liegst du falsch.«
Über diese Streitfrage in der Klasse abzustimmen, hätte Cemal zu einem Kantersieg verholfen, weshalb ich auf solche plebiszitären Elemente verzichtete und lieber fortfuhr, ihn zu triezen.
»Welches Element gehört denn in einen Satz?«
»Weisnisch!«
»Jeder Satz braucht ein Verb. Ein Tuwort. Also: Was tat Kolumbus?«
»Amerika!«
»Das ist kein Verb, aber sicherlich auch eine Information, die in den Satz gehört. Also, ich fasse mal zusammen: Wegen Kolumbus Amerika. Nun zum Verb: Was hat Kolumbus denn getan, uni nach Amerika zu gelangen?«
»Mit Schiff.«
»Okay, halten wir fest: Wegen Kolumbus Amerika mit Schiff. Was hat er denn mit dem Schiff gemacht, um nach Amerika zu gelangen?«
»Gefahren!«
»Also: Wegen Kolumbus Amerika mit Schiff gefahren. Ist es dass, was du sagen wolltest?«
»Ja.«
»Dann wiederhole bitte: Der Humanismus trug zur Entdeckung unbekannter Regionen und Kontinente bei, weil Kolumbus mit dem Schiff nach Amerika gesegelt ist
»Der Humanismus trug zur Entdeckung bei von Regionen äh …, weil Kolumbus nach Amerika gesegelt ist, äh … also mit 'nem Schiff.«
»Sprachlich ist das jetzt so weit in Ordnung, inhaltlich aber trotzdem falsch. Leider ist die Stunde nun zu Ende. Überlegt euch bitte bis zum nächsten Mal, wie die Antwort hätte richtig lauten müssen!«
Dieses Beispiel gehörte noch zu den Erfolgserlebnissen. Normalerweise wurde ich gar nicht verstanden, zumal wenn ich die Operatoren – also die Verben mit Aufforderungscharakter – verwendete, die uns unsere Ausbilder aufnötigten.
»Ermittelt bitte aus dem Text, was die Ursachen für den Aufstieg der NSDAP waren.«
»Wasis ermitteln?«
»Das heißt soviel wie rausholen. Informationen aus dem Text rausholen.«
»Escht krass! Wieisch Informationen aus Text holen. Habisch Schere? … Nee.«
Oder: »Beurteilt bitte, ob Hitler die Macht ergriffen hat oder übertragen bekam.«
»Wasis beurteilen?«
»Zu einer Frage eine begründete Meinung formulieren.«
»Ischhasse Hitler.«
Mein Unterricht war ein täglicher Kampf um das Einhalten sprachlicher Minimalstandards. Stofflich kam ich kaum voran. Wenn ich die Schüler im Französischunterricht aufforderte, einen dreihundert Wörter umfassenden Text zu lesen und alle Adjektive zu unterstreichen, die Gefühle ausdrücken, scheiterte ich daran, dass die Schüler nicht mal im Deutschen wussten, was eigentlich Adjektive waren und durch welche Begriffe Gefühle ausgedrückt werden konnten. So begnügte ich mich am Ende damit, dass die Schüler im Text einfach alle Wörter unterstrichen, aber für jedes eine andere Farbe benutzten.

[…]


Andere verlangten von ihren Schülern nicht einmal mehr Deutsch zu sprechen, solange sie überhaupt irgendeine Sprache benutzten – auch wenn sie als Lehrer diese gar nicht verstanden. Es musste nur ein Schüler der Klasse mit derselben Muttersprache bezeugen, dass die Äußerung richtig war. Meiner Fassungslosigkeit begegnete keiner der Kollegen mit Verständnis: »Seien Sie doch froh, dass die Schüler überhaupt antworten. An anderen Schulen würde man Sie abstechen, wenn Sie die ansprechen. Außerdem hat es einen Vorteil, wenn die Schüler kaum Deutsch beherrschen. Wollen Sie mit Kollegen über die herziehen, müssen Sie das nicht heimlich tun. Verwenden Sie einfach Nebensätze. Und schon wird Sie keiner der Schüler verstehen.«
Auch wenn mich dieses Desinteresse am sprachlichen Vermögen der Jugendlichen anfangs sehr empörte, wurde mangels Erfolg selbst bei mir der Widerstand dagegen mit der Zeit schwächer, denn mein Aufbäumen war ein einsamer und vergeblicher Kampf gegen Windmühlenräder. Irgendwann fand ich mich ebenfalls damit ab, dass sich die Schüler schlechter ausdrückten, als sie sollten, indem ich mir einredete, sie würden sich einfach anders ausdrücken. Und folglich gab auch ich mich schließlich mit Ein-Wort-Antworten zufrieden. Bezeichnete ein Schüler im Unterricht Wilhelm II. als Vollhoden, dann deutete ich das großzügig dahingehend, dass er die kriegstreibende Rolle des letzten deutschen Kaisers sehr wohl begriffen hatte. Immerhin ermöglichte mir diese neue Aufgeschlossenheit meinerseits, einige jugendsprachliche Begriffe kennenzulernen, die mir mit meiner ursprünglichen Haltung wohl entgangen wären.
Angesagte Musiker wurden als endgeil, porno, tight oder mörder bezeichnet, Stars, die out waren, als voll assig. Einen Schüler, der sich am unteren Ende der Klassenhierarchie befand, sah man als Opfa oder als Toy. Lehrer waren schizo und wurden wegen ihres Alters Kadaver genannt, in einer größeren Ansammlung als Krampfadergeschwader. Der immer elegant gekleidete und mit spitzen Lippen und distinguiert schrägem Kopf durch die dreckigen Flure eilende Herr Menz war wegen seiner Homosexualität voll gaylord. Ich wurde aufgrund meiner Größe abwechselnd als Bonsai oder Nabelküsser tituliert. Herr Rauter, der zu viel redete, föhnte die Schüler zu. Die magenkranke und auch sonst überall leidende Frau Flach hatte Mundgulli und Gesäßhusten, also einen schlechten Atem und Blähungen. Für Menschen mit Pickeln wurden alternativ die Bezeichnungen Akne-X und Clearasil-Testgelände benutzt.
Natürlich bemühte ich mich darum, mir diese Begriffe nicht zu eigen zu machen, mich weiterhin korrekt und in ganzen Sätzen zu artikulieren. Dennoch hinterließ die Sprache meiner Berlin-Mitte-Schüler bei mir Spuren. Das merkte ich aber erst, als ich nach dem Referendariat für eine kurze Zeit eine Stelle als Vertretungslehrer am Kant-Gymnasium in Zehlendorf annahm. Die sehr aufmerksamen und früh geförderten Arzt- , Psychologen- und Anwaltskinder im Französischunterricht waren ziemlich verwundert, als ich sie in der ersten Stunde darum bat, im zu lesenden Text alle Wörter mit unterschiedlichen Farben zu markieren und ihnen anbot, beim Sprechen und Schreiben einfach Verben und Artikel wegzulassen, weil die Sprache dadurch einfacher würde. In meinem Grundkurs Politik kam es sogar zum Eklat, weil ich eine Schüleräußerung nicht entsprechend würdigte:
»Einleitend bitte ich Sie, mir zu sagen, was Ihnen spontan zum politischen System der BRD einfällt … Ja, Hannes!«
»Deutschland ist eine parlamentarische Demokratie und ein Bundesstaat. Manche sprechen auch von einem Parteienstaat wegen der zentralen Bedeutung des Parteienwesens für den Prozess der Meinungs- und Willensbildung. Wahlen werden überwiegend als personalisierte Verhältniswahlen durchgeführt. Zentrale Aufgaben der politischen Institutionen werden durch das Grundgesetz geregelt, zum Beispiel die Rolle von Parlament und Regierung.«
Ich kommentierte seinen Beitrag in einer Weise, wie es mir noch nie passiert war. Es rutschte einfach so heraus: »Is jagut! Nun föhn mich mal nicht zu! Die Message ist anjekommen, du Schnellchecker! Andre wollen auch noch was sagen.«
Einen Tag später standen seine Eltern auf der Matte. Hannes war aber echt empfindlich. Der sollte froh sein, dass er in Zehlendorf zur Schule ging. In Mitte wäre er mit seinem langen Monolog von seinen Mitschülern abgestochen worden. Das habe ich den Eltern auch erklärt. Sie haben wohl nur deshalb nichts gegen mich unternommen, weil meine Zeit an der Schule sowieso nach einem Monat beendet war.


aus Stephan Serin, Föhn mich nicht zu, Rowohlt TB, 256 Seiten, 9,95€

Wie heißt es so schön in der Spiegel-Online-Rezension: Thilo Sarazin hätte seine helle Freude an diesem Buch.
Der Autor der Rezension fragt: 
Wo werden Jugendliche, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, landen, wenn sie Sachen sagen wie "Isch bin U-Bahn" (ungefähr: Ich bin in der U-Bahn)?
Antwort: PEGIDA!
Ischauch, Isch Papst!


siehe auch:


zuletzt aktualisert am 03.06.2015

David Nathan und Simon Jäger lesen vor, aus "Föhn mich nicht zu" [2:52]

Hochgeladen am 25.02.2011
Die Synchronsprecher Simon Jäger (deutsche Stimme von Josh Hartnett, Heath Ledger u.a.) und David Nathan (Johnny Depp, Christian Bale, James Marsters u.a.) trugen am 22.02.10 in Hannover / Lehmanns Lesenacht vom Publikum mitgebrachte Texte vor. 
Hier ein Auszug aus "Stephan Serin - Föhn mich nicht zu - Aus den Niederungen deutscher Klassenzimmer" 
zzz

Montag, 30. August 2010

Vor 55 Jahren – Highway 61 Revisited






















»Highway 61 Revisited« ist das am 30. August 1965 erschienene 6. Studio-Album des amerikanischen Songwriters Bob Dylan. Die meisten Musikmagazine zählen das Album zu den 10 wichtigsten Rock-Alben aller Zeiten. Es enthält den vom Rolling Stone-Magazin 2004 als besten Song aller Zeiten bezeichneten Titel »Like a Rolling Stone«, über den der amerikanische Musikjournalist und Universitätsdozent Greil Marcus 2005 ein ganzes Buch geschrieben hat. Das Album selbst wurde vom Rolling Stone Magazin auf den 4. Platz von 500 Alben gewählt.


Bob Dylan - Like a Rolling Stone (Live... von toma-uno


Text:
Once upon a time you dressed so fine
Threw the bums a dime in your prime,
Didn't you?
Yeah, people'd call, say "Beware doll, you're
bound to fall"
You thought they were just kiddin' you
You used to laugh about
Everybody that was hangin' out
And now you don't walk so proud
Now you don't talk so loud
About having to be scrounging
Your next meal

How does it feel
How does it feel
To be on your own
With no direction home
A complete unknown
Just like a rolling stone?

You went to the finest schools all right,
Miss Lonely
But you know you only used to get -
Juiced in it
Nobody taught you how to
Live out on the street
But now you are gonna have to get -
Used to it
You said you'd never compromise
With the mystery tramp, but now you realize
That he's not selling any alibis
As you stare into the vacuum of his eyes
And say: "Do you want to make a deal?"

How does it feel
How does it feel
To be on your own
With no direction home
Like a complete unknown
Just like a rolling stone?

How does it feel
How does it feel
To be on your own
With no direction home
A complete unknown
Just like a rolling stone?

Yeah, the princess on the steeple
All the pretty people
Drinkin', thinkin' that they
Got it made
Exchanging all kinds of precious gifts
But you'd better take that diamond ring,
You'd better pawn it babe
You used to be so amused
At Napoleon in rags and the language that he used
Now go to him now, he calls you, you can't refuse
When you got nothing, you got nothing to lose
You're invisible now, you got no secrets to conceal

How does it feel
How does it feel
To be on your own
With no direction home
A complete unknown
Just like a rolling stone?

(spoken)Thank you, Bob!

auf deutsch:
Damals warst du immer elegant gekleidet.
Und jedem Bettler hast du was in den Hut geworfen.
War doch so, oder?
Und dann waren da die Leute, die dich angerufen haben:
Pass auf Puppe, du bist auf dem falschen Weg.
Du hast dir gedacht, dass die dich verarschen.
Du hast drüber gelacht.
Jetzt bist du leiser geworden.
Und du bist anscheinend nicht besonderes stolz darauf,
dass du dir dein Essen zusammenschnorren musst.
OK, Miss Einsam, du warst vielleicht auf der besten Schule.
Aber da hast du nur gelernt, wie man sich ausnehmen lässt.
Und wie man auf der Straße lebt, das hat dir keiner beigebracht.
Und auf einmal musst du dich damit abfinden.
Du hast gesagt, dass du keine Kompromisse mit den Tramps machen würdest.
Aber wenn du jetzt in ihre leeren Augen starrst,
und sie um ’nen Deal angehst,
dann merkst du auf einmal,
dass sie dir keine Alibis verkaufen.

Wenn die Clowns und die Gaukler kamen,
um dir ihre Tricks zu zeigen,
dann warst du blind für die Verachtung in ihren Gesichtern.
Hast nicht hingesehen.
Hast nie kapiert, dass das nicht gut war.
Du solltest keine anderen Menschen benützen,
um dein Leben zu leben.
Du bist dauernd mit deinem Diplomatenheini in seinem Chromschlitten rumgefahren.
Der mit einer Siamkatze auf der Schulter.
Tat weh, rauszufinden,
dass er dir alles nur vorgelogen hatte,
als er mit deinem ganzen Vermögen weg war.
Hat weh getan, gell?
Immer die Prinzessin im Elfenbeinturm,
mit all den netten Leuten.
Schampus saufen und glauben, dass man es geschafft hat.
Teure Geschenke und all der Quatsch.
Deinen Diamantenring hättest du besser verpfändet.
Du hast die Napoleons der Straße in ihren Lumpen immer ausgelacht,
Dich drüber amüsiert.
Jetzt rufen sie dich.
Geh nur, du hast keine Wahl mehr.
Wenn du nichts mehr hast, dann hast du auch nichts mehr zu verlieren.
Du hast nichts mehr zu verbergen.
Du bist unsichtbar.

Und jetzt sag mir,
wie fühlt sich das an,
allein zu sein,
ohne eine Richtung, in die es heim geht,
eine Unbekannte,
ein Stück Stein?

Bob Dylan - Like a Rolling Stone - Live 1978 [5:34]   Übersetzung   Interpretation (Shmoop), Bob Dylan wird 70: Bono über Bob Dylans „Like A Rolling Stone“ (Bono, Rolling Stone, 19.05.2011)

Veröffentlicht am 14.03.2014
01/06/1978 - Los Angeles 


zuletzt aktualisiert am 03.07.2015


Donnerstag, 26. August 2010

Fernsehtip

Leider etwas spät:
»Von Löwen und Lämmern« von und mit Robert Redford, heute abend im Ersten
um 22:45 h

Samstag, 21. August 2010

Gekaufte Klimalügen

Je knapper die Zeit zum Handeln wird, desto massiver treten sogenannte „Klimaskeptiker“ auf den Plan. Als angeblich unabhängige Wissenschaftler und Organisationen säen sie gezielt Zweifel daran, dass der Mensch durch Treibhausgas-Emissionen das Klima verändere – und verzögern damit dringend notwendige Schutzmaßnahmen. Eine jetzt veröffentlichte Greenpeace-Studie führt die Hintermänner der Kampagne vor: Mit Millionen finanziert neben dem Öl-Multi ExxonMobil [Jahresumsatz 2009: über 300 Milliarden USD] vor allem der mächtige Mischkonzern Koch Industries [Jahresumsatz 2007: 85 Milliarden USD] den Kreuzzug gegen die Klimaforschung. Fast 50 Millionen Euro hat das Unternehmen zwischen 1997 und 2008 Organisationen gespendet, die den Klimawandel systematisch leugnen. Warum, liegt auf der Hand: um Milliardengewinne der Öl- und Kohleindustrie zu schützen. Leider war die Kampagne nicht ohne Erfolg: Mittlerweile hält fast jeder zweite Amerikaner die Bemühungen um C02 Reduktion für Geldverschwendung. Auch in Deutschland werden Klimaskeptiker schon wieder mehr gehört und verweisen auf den ungewöhnlich kalten Winter. Doch darf man lokale Wetterereignisse nicht mit dem globalen Klima verwechseln. Tatsächlich war 2009, der NASA zufolge, das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen vor 130 Jahren.
aus der Osho-Times Juni 2010

Appell an die Vernunft

Alarmiert durch die enorme Brisanz des Nahostkonflikts haben jetzt mehr als 6000 europäische Intellektuelle jüdischer Herkunft die israelische Siedlungspolitik scharf kritisiert. In ihrem „Appel an die Vernunft“ schreiben sie: „Wir stellen fest, dass die Existenz Israels erneut gefährdet ist. Die Gefährdung von außen ist nicht zu unterschätzen, doch ist dies nicht die einzige Gefahr. Eine Gefährdung liegt auch in der Besatzung und in dem Auf- und Ausbau von Siedlungen im Westjordanland und in den arabischen Vierteln Ost-Jerusalems, die ein moralischer Fehler und ein politischer Irrtum sind und die u. a. zu dem inakzeptablen Vorgang der Delegitimierung Israels als Staat führen.“ Israelischen Hardlinern dürfte es diesmal schwerfallen, solche Kritik als „jüdischen Selbsthaß“ abzutun, hatten doch einige der Unterzeichner selbst noch im Gaza-Krieg Anfang 2009 Partei für Israel ergriffen. Was dem Aufruf nun erst recht Gewicht gibt. „Wenn es nicht bald einen palästinensischen Staat gibt, wird Israel sich in ein Apartheid-System verwandeln“, sagt Daniel Cohn-Bendit, Grünen-Fraktionschef im Europaparlament und Mitinitiator des Aufrufs. Sein Motiv, sich für den Appell zu engagieren, bringt Cohn-Bendit auf eine griffige Formel: „Rettet Israel, bevor es zu spät ist.“
www.jcall.eu
aus der Osho-Times Juni 2010-08-21

Samstag, 14. August 2010

Google’s Street View - Widerspruchsformular

Beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz findet sich ein erklärender Text sowie ein Musterwiderspruch in unterschiedlichen Formaten zum Download.
  • „Privatsphäre ist wie Sauerstoff – man schätzt sie erst, wenn sie fehlt.“ – John Emontspool