Donnerstag, 5. Februar 2015

Assange sitzt in aussichtsloser Lage fest

Großbritannien hat bereits 10 Millionen Pfund zur Überwachung des in der Botschaft Ecuadors festsitzenden WikiLeaks-Gründers ausgegeben und übt Druck auf Ecuador aus
Seit Juni 2012 lebt WikiLeaks-Mitbegründer Julian Assange im politischen Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London. Schweden verlangt weiterhin die Auslieferung, um eine Anhörung wegen der gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe durchführen zu können. Schweden hatte es abgelehnt, Assange in der Botschaft zu verhören. Die USA, die Assange Spionage vorwerfen, haben keinen Auslieferungsantrag gestellt, angeblich auch nicht an Schweden.

mehr:
  - Assange sitzt in aussichtsloser Lage fest (Florian Rötzer, Telepolis, 05.02.2015)

Dienstag, 3. Februar 2015

Der Kampf um die Wahrheit

Durch den Krieg wurde auch die Medienlandschaft der Ukraine zweigeteilt. Im besetzten Donbass werden nun neue, den Separatisten genehme Redaktionen gegründet.
mehr:
- Ukraine-Krieg: Der Kampf um die Wahrheit (Jutta Sommerbauer, ZEIT Online, 28.01.2015)

Das Versagen der selbstgerechten Etablierten

Der Populismus der Gegenwart ist keine Bewegung der völlig Abgehängten, sondern ein Phänomen der breiten unteren Mitte. Er fußt in der globalisierten Wirklichkeit und setzt an tatsächlichen Missständen an. Wo Eliten diese Probleme leugnen, werden sie den Populismus nicht zurückdrängen können
mehr:
- Das Versagen der selbstgerechten Etablierten (René Cuperus)
Zitat:
Die entscheidende Frage also lautet, wie das linke politische Lager auf diese Entwicklungen reagieren kann. Das Problem ist, dass die Parteien der linken Mitte die aktuelle Situation mit zu verantworten haben, denn durch die Reform- und Austeritätspolitik haben sie den populistischen Unternehmern und Abenteurern erst den nötigen Raum gegeben. Beispiel Niederlande: In den siebziger Jahren haben wir die klassisch-sozialdemokratische Partei PvdA modernisiert und in eine fortschrittliche Partei verwandelt. Wir propagierten in erster Linie postmaterialistische Werte – durchaus vergleichbar mit den Grünen Parteien in Europa heute. Nicht gute Arbeit, sondern Kernenergie, Feminismus, Entwicklungshilfe und Multikulturalismus standen im Mittelpunkt unserer Politik. Die gesellschaftlichen Spannungen zwischen dem Weltbild der Akademiker und der Nicht-Akademiker wurden damals noch durch den Sozialvertrag über den allgemeinen Wohlfahrtsstaat abgemildert. Das schien zu funktionieren, zumindest für eine Weile. Doch als wir, die postmodernen Sozialdemokraten, den Sozialvertrag brachen oder sogar verrieten, wie die permanenten Reformen des Sozialstaats bisweilen wahrgenommen wurden, öffneten wir dem Misstrauen Tür und Tor. Zorn, Ressentiments und Frustration waren die Folge.

Wir müssen verstehen, dass der Populismus in der Wirklichkeit fußt. Er kommt nicht einfach aus dem Nirgendwo. Populistische Bewegungen repräsentieren äußerst reale Ängste und Sorgen, die wir ernstnehmen müssen. Dass die Gebildeten die weniger gebildete Klasse und deren legitime Sorgen verachten, ist alles andere als hilfreich. Ebenso wenig nützt es, den schlechter ausgebildeten Bürgern ihren niedrigeren Bildungsgrad und ihren mangelnden Enthusiasmus in Bezug auf Europa zum Vorwurf zu machen. Denn dabei gerät aus dem Blick, dass die Menschen mit geringerer Bildung im Alltag sehr viel direkter mit den Komplexitäten der europäischen Integration und Einwanderung konfrontiert sind als die Akademiker, die sich die so genannte weiße Flucht in weniger multikulturelle Stadtteile, Schulen und Sportklubs leisten können. […]

Das vielleicht größte Problem aber besteht darin, dass die besser ausgebildete Hälfte der Gesellschaft ein falsches Selbstbild entwickelt hat: Die Leute geben vor, kosmopolitisch und universalistisch, für Einwanderung und gegen Islamophobie, für die EU und gegen eine Politik des „Law and Order“ zu sein. Doch viele dieser Einstellungen beruhen zumeist nur auf dem Bemühen um soziale Statusabgrenzung gegenüber den als ordinär und vulgär wahrgenommenen unteren Klassen. Denn wie kosmopolitisch, pro-europäisch und islamfreundlich ist diese akademische Elite bei genauerer Betrachtung wirklich? Provozierend kann man sagen: Die wirkliche Avantgarde sind heute die weniger Gebildeten, indem sie auf die Schattenseiten der Globalisierung hinweisen und die ungerechte und ungleiche Lastenverteilung der Globalisierung auf die politische Agenda setzen. Es gibt also auch Hoffnung: In Wirklichkeit sind die besser und die weniger gut ausgebildeten Bürger einander in Gesellschaftsfragen vielleicht näher als angenommen. Daraus könnten sich ein neues wechselseitiges Verständnis und eine neue Zusammenarbeit entwickeln.

Grenzen in einer entgrenzten Welt

Der Prozess der Globalisierung schien die Verflüssigung aller Verhältnisse zu bedeuten. Doch gerade Phänomene der Grenzenlosigkeit gehen überall einher mit neuen Abgrenzungen
mehr:
- Grenzen in einer entgrenzten Welt (Markus Schroer, Berliner Republik, 6/2014)
Zitat:
Schon ein oberflächlicher Blick auf die politische Weltkarte zeigt uns, dass Grenzen nach wie vor existieren und sogar zahlreiche neue hinzugekommen sind: Zwischen Nord- und Südkorea verläuft noch immer ein „Eiserner Vorhang“; die Vereinigten Staaten versuchen sich vor illegalen Einwanderern aus Mexiko mit einem über 3 000 Kilometer langen Grenzzaun zu schützen; die Israelis errichten eine Sperranlage zwischen dem von ihnen beanspruchten Land und den Gebieten der Palästinenser; ein meterhoher Zaun trennt Indien von Bangladesch; die EU umgibt sich mit starken Außengrenzen und rüstet die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Melilla so auf, dass Europa aus der Perspektive von „unerwünschten Einwanderern“ immer mehr wie eine uneinnehmbare Festung erscheint, in die sie gleichwohl verzweifelt zu gelangen versuchen[…] Befestigungsmauern, Stacheldraht und Grenzbefestigungen sind also keineswegs von der internationalen Bildfläche verschwunden. Im Gegenteil: Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Zerfall Jugoslawiens kam es zu etlichen neuen Staatsgründungen – von Estland über Serbien bis Georgien –, die mit der Errichtung neuer Grenzanlagen einhergingen. Diese intensive Produktion von Grenzen macht deutlich, was Grenzen gerade nicht sind und auch niemals waren: natürlich. Zwar sind natürliche Barrieren wie Flüsse, Küstenstreifen oder Gebirgszüge in der Vergangenheit immer wieder zu Grenzen erklärt worden, inzwischen aber herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass Grenzen das Produkt menschlicher Handlungen sind. In der Konsequenz heißt dies, dass auch der Verlauf von Grenzen veränderlich ist: Grenzen können ab- und wieder aufgebaut werden.

Die primäre Funktion der Grenze besteht darin, die Intensität von sozialen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Austauschbeziehungen zu regulieren, wobei Grenzen hinsichtlich ihres Durchlässigkeitsgrades variieren. Nur solange die Möglichkeit besteht, das Ausmaß der Grenzüberschreitungen regulieren und kontrollieren zu können, ist eine Grenze wirklich eine Grenze. Das Ziel einer Grenzerrichtung dürfte in den wenigsten Fällen darin bestehen, sie immer offen oder dauerhaft geschlossen zu halten. In aller Regel geht es darum, einen geregelten Verkehr von Personen zu ermöglichen. Grenzen bilden den Ort, an dem Grenzübertritte gewährt oder untersagt werden. Während bestimmte Menschen als unerwünscht zurückgewiesen werden, wird anderen die Einreise erlaubt. Je nach Bedarf des Einreiselandes können sich die Kriterien für die Entscheidung „erwünscht oder unerwünscht“ durchaus verändern. Grenzen sind Selektionsmaschinen, die einen Unterschied zwischen Einheimischen und Ausländern, innen und außen sowie eigen und fremd markieren.

Zur immanenten Ambivalenz der Grenze gehört, dass sie zwar Trennungen vornimmt, das Getrennte aber zugleich in Beziehung zueinander setzt. Beide Seiten – innen und außen, heimisch und fremd – sind wechselseitig konstitutiv. In dieser elementaren Funktion eines auf Differenz gegründeten Sozialen scheint auch der Grund für das hartnäckige Überdauern von Grenzen zu liegen. Weniger selbstverständlich ist hingegen, dass Grenzen sich im Raum …einschreiben. […] Grund genug, um das irenische Nachdenken über den Raum neu auszurichten und die Kämpfe um Raum wieder in den Vordergrund zu rücken. Nicht die wissenschaftlichen Theorien und Modelle bestimmen, mit welcher Art von Räumen und Konflikten wir es zu tun haben, sondern die handelnden Akteure. Wird dies nicht berücksichtigt, drohen fatale Fehleinschätzungen von politischen Situationen, vor denen auch eingefleischte Politprofis nicht gefeit sind: Erst kürzlich hat der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fischer in einem Interview mit dem Spiegel Wladimir Putins vermeintlich antiquierte Sicht der Dinge kritisiert: „Sein Kardinalfehler ist es zu glauben, dass Macht auch im 21. Jahrhundert von territorialer Größe abhängt. Aber sie hängt vor allem von wirtschaftlicher Stärke und einer breiten gesellschaftlichen Modernisierung ab.“

Die gut gelaunt Resignierten

In der nächsten Generation von Akademikern gilt es als politisches Engagement, sich vegan zu ernähren oder eine Petition gegen Markus Lanz zu unterschreiben. Warum sind Deutschlands Studierende heute so angepasst und desinteressiert?
mehr:
- Die gut gelaunt Resignierten (Christiane Florin, Berliner Republik, 6/2014)
Zitat:
Nur 32 Prozent der Befragten halten Politik und öffentliches Leben für relevant, so das Ergebnis des Studierendensurveys. Dies sei ein Tiefstand, bemerken die Autoren ratlos. Noch im Jahr 2001 hatten immerhin 45 Prozent ein starkes Interesse bekundet. Als „bedauerlich“ bezeichnete die zuständige Ministerin diesen Rückgang um knapp ein Drittel – und ging zur Tagesordnung über.
Politisches Engagement war immer die Sache einer Minderheit, auch 1968. Es nützt nichts, den heute 20-Jährigen die Was-waren-wir-jung-und-wild-Geschichten zu erzählen. „Provoziert euch doch selbst!“, erwidern die Kritisierten auf Online-Foren eher höflich als mit ausgestrecktem Mittelfinger – und wenden sich der nächsten Prüfungsvorbereitung zu.
Wer in den Seminarräumen der Uni etwas genauer nachfragt, was es mit diesem Desinteresse auf sich hat, bekommt zwei Sorten von Antworten. Die erste lautet: Ist doch egal, ob CDU, SPD oder Grüne regieren, im Großen kann ich eh nichts ändern! Also versuche ich, für mich im Kleinen das Optimum rauszuholen. Der Studierendensurvey belegt diese Egal-Haltung: Es sei auffällig, dass sich immer weniger Studenten in ein Rechts-links-Schema einordnen wollen. Vor allem die Selbsteinschätzung als „links“ ist nicht mehr hip; sie gilt nicht mehr als Synonym für die Sehnsucht nach Veränderung. Woher soll diese Sehnsucht auch kommen, wenn sich abseits der Politik schon so viel verändert?

Frieden von unten

Seit Jahren ist der Nahe Osten eine, wenn nicht die Krisenregion der Welt. Doch in diesem Jahr hat sich die Lage noch einmal dramatisch zugespitzt, speziell in Palästina und Israel. Nach dem verheerenden Krieg gegen den Gazastreifen droht sich der Konflikt religiös und sprachpolitisch aufzuladen, unter anderem durch die Vorlage eines neuen Nationalitätsgesetzes. Käme dieses durch die Knesset, wäre die arabische Sprache als offizielle Landessprache in Israel nicht mehr vorgesehen. Wie dramatisch die Lage ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass immer wieder selbst israelische Militärs und Geheimdienstkräfte darauf aufmerksam machen, dass die Sicherheit Israels durch die Fortsetzung des jetzigen politischen Kurses stärker gefährdet ist als durch eine neue Politik der Gleichberechtigung und für friedliche Koexistenz.
mehr:
- Frieden von unten – Initiativen gegen Gewalt in Israel und Palästina (Eva Senghaas-Knobloch, Blätter für deutsche und internationale Politik)


Im November 2014 wandten sich daher 106 ehemalige IDF-Generäle, Mossad-Agenten und Polizeikommissare in einem Offenen Brief an den israelischen Premierminister Netanjahu, um ihn zu dem fälligen „diplomatischen Prozess“ aufzufordern, der auf einem regionalen Rahmen für einen Frieden mit den Palästinensern basieren müsse. Einige der Unterzeichner erklärten, dass Israel die Stärke und Mittel zur Erreichung einer Zweistaatenlösung hätte, die kein Sicherheitsrisiko darstelle. Und Generalmajor d. R. Eyal Ben-Reuven warnte im israelischen Fernsehen: „Wir befinden uns auf einer steilen Abfahrt in Richtung auf eine zunehmend polarisierte Gesellschaft und einen moralischen Zerfall wegen der Notwendigkeit, Millionen von Menschen unter Besatzung zu halten mit Behauptungen, die im Zusammenhang mit der Sicherheit genannt werden.“[2]

Auch der israelische Präsident, Reuven Rivlin, sprach während einer Konferenz im Herbst 2014 von einer „Erkrankung“ der israelischen Gesellschaft. Viele Araber seien in Israel Rassismus ausgesetzt.[3] Und schon Mitte Oktober hatten 363 namhafte israelische Persönlichkeiten, unter anderen ehemalige Diplomaten und Minister, in einem Brief das britische Parlament aufgerufen, sich für eine Anerkennung des Staates Palästina auszusprechen, was nicht dort, aber später in Schweden Gehör fand.[4]

Das Besatzungsregime als Kern des Problems

Der Kern des Problems ist die anhaltende Besatzung des palästinensischen Gebiets. Sie verhindert bis heute, dass zwei Völker mit gleicher Würde und auf Augenhöhe über die Art des Zusammenlebens miteinander sprechen können. Die dramatische Konsequenz: Die Palästinenser werden in dieser aussichtslos erscheinenden Situation faktisch dazu genötigt, Widerstand zu leisten als Recht und als Pflicht – so die Position von Gideon Levy, eines wegen seiner unermüdlichen kritischen Reportagen von Landsleuten bedrohten israelischen Journalisten. In der Zeitung „Haaretz“ hat er diesen Gedanken am 26. Oktober 2014 so eindringlich formuliert, dass er an dieser Stelle ausführlich zitiert sei: „Man stelle sich vor, ein Palästinenser zu sein; vielleicht ein Bewohner Ost-Jerusalems. 47 schwierige Jahre liegen hinter einem; eine große deprimierende Dunkelheit liegt vor einem. Die israelische Tyrannei, die dein Schicksal dem Untergang weiht, erklärt arrogant, dass alles auf immer so bleibt. Deine Stadt wird unter Besatzung bleiben – auf immer und ewig. Der Verteidigungsminister, der Zweite in der Regierung, die dich unterwirft, sagt, es wird niemals ein palästinensischer Staat errichtet werden. Man stelle sich vor, man sei Palästinenser und deine Kinder sind in Gefahr. Vor zwei Tagen töteten die Besatzungsmächte noch ein Kind, weil es ‚eine Feuerbombe angezündet’ habe. Die Wörter ‚Tod den Arabern!’ wurden nahe deiner Wohnung an die Wand gesprüht. Wohin man sich auch wendet, schreit dich ein Soldat oder die Grenzpolizei an. Jede Nacht könnte deine Wohnung brutal überfallen werden. Du wirst nie wie ein menschliches Wesen behandelt. Sie werden zerstören, demütigen, einschüchtern, vielleicht dich auch verhaften – möglichst ohne Gerichtsverhandlung. […] Die Palästinenser haben fast alles versucht – was auch immer geschieht – Verhandlungen und Terror mit einer Karotte und mit einem Stock, mit einem Stein und mit Bomben; in Demonstrationen und mit Selbstmordangriffen. Alles vergeblich. Werden sie verzweifeln und aufgeben? Das ist fast nie in der Geschichte geschehen, also werden sie weitermachen. Manchmal verwenden sie legitime Mittel, manchmal hässliche. Es ist ihr Recht zu widerstehen. Sie wollen nicht, dass Israel sie weiter terrorisiert, also leisten sie Widerstand. Sie werfen Steine und Brandbomben. So sieht Widerstand aus. Zuweilen handeln sie mit Mord auf abscheuliche Weise. Aber selbst dies ist nicht so schlimm wie die Gewalt des Besatzers. Es ist ihr Recht, es ist ihre Pflicht zu widerstehen.“[5]
West-Eastern Divan Orchestra Performs Beethoven {2:52}
Veröffentlicht am
PBS News Hour
The West-Eastern Divan Orchestra performs Beethoven's Symphony No. 3 at a recent concert in Boston.
Frieden in welchen Grenzen?
Angesichts dieser gewaltträchtigen Situation in Israel und Palästina kommt es umso mehr darauf an, den gesamten historischen Kontext in den Blick zu nehmen. Gleichzeitig ist dabei einer Gefahr zu wehren: Der gebannte Blick auf Gewalt, Tod und Zerstörung blendet die vielfältigen zivilgesellschaftlichen Bewegungen aus, in denen sowohl besorgte israelische als auch palästinensische Frauen und Männer gegen die Gewalt protestieren und ihre jeweiligen Landsleute auf eigene Handlungsmöglichkeiten für eine Überwindung der gewaltträchtigen Situation aufmerksam machen.
Von mehr als 120 Initiativen insgesamt ist heute die Rede. Viele verlangen ein Ende des israelischen Besatzungsregimes und die Anerkennung Palästinas, auch wenn dies nur ein symbolischer Akt sein wird. Von ihnen geht eine realpolitische Bewegung aus, die auf einen rechtsbasierten Frieden zielt.
Verständlicherweise haben, schon aufgrund der asymmetrischen Konfliktstruktur, die Aktivitäten israelischer Bürgerinitiativen andere Schwerpunkte als die palästinensischen Initiativen. Doch allen geht es um neues Denken in der eigenen Gemeinschaft, gewaltfreien Protest, öffentlichen Widerstand und alternative Handlungsmöglichkeiten.[6]

Knowledge is the Beginning [Part 1] {14:00}

Hochgeladen am 29.08.2011
HQartmusic
"The Ramallah Concert - Knowledge is the Beginning" is the story of the West-Eastern Divan Orchestra, where young Arabs and Jews perform and live side by side. It is a film about what music can do; the way it can transcend cultural barriers, bring people together, defeat prejudice and overcome religious and political differences. It also demonstrates the problems that crop up occasionally and how music can help people from different points of view find common ground. For Daniel Barenboim, founder of the ensemble, the orchestra is a symbol for what could be achieved in the Middle East.
Release: 2005
Language: English
Subtitles: Spanish

siehe auch:
In a concert hall atop a dust-swept, sun-beaten hill yesterday afternoon, Daniel Barenboim was putting an orchestra through its paces, urging them, as he brandished his way through the opening bars of Beethoven's Fifth: "Wake up! If you are tired, please stay at home! There's no point playing the concert like this. Now: TEE-ya ta-ta TEE-ya ta-ta!"
One could forgive the players for being a little distracted: the concert hall in which they were rehearsing was the Cultural Palace in Ramallah, and the ensemble the West-Eastern Divan Orchestra - the youth orchestra founded in 1998 by Barenboim and his close friend, the Palestinian intellectual Edward Said, consisting of musicians from Israel and Arab countries.
mehr:
- Barenboim's orchestra plays for peace in Ramallah (Guardian, 22.08.2005)

115 000 Euro Spenden für einen, der täglich 34 Kilometer zur Arbeit läuft

Weil der öffentliche Nahverkehr Lücken aufweist und er sich kein Auto leisten kann, läuft der Fabrikarbeiter James Robertson aus Detroit seit mehreren Jahren täglich insgesamt 34 Kilometer zur Arbeit und zurück.
mehr:
- 115 000 Euro Spenden für einen, der täglich 34 Kilometer zur Arbeit läuft (Süddeutsche, 03.02.2015)
Seit einem Bericht in einer Lokalzeitung, bekommt er Hilfe von einem Informatikstudenten - und von Menschen aus der ganzen Welt.
Per Crowdfunding wurde bis heute etwa 115 000 Euro für Robertson gesammelt.

Westliche Werte: Phrasen sind wie Prügelstrafen

Rhetorik Die aktuelle Phrase der westlichen Welt lautet: „Unsere Werte“. Davon spricht auch unentwegt unsere Bundeskanzlerin. Was genau sie meint, bleibt aber Auslegungssache
mehr:
- Phrasen sind wie Prügelstrafen (Jürgen Busche, der Freitag, 03.02.2015)

Die Männerfreundschaft Schröder-Putin - Bazon Brock 3sat 30.04.2014 - die Bananenrepublik

Veröffentlicht am 02.05.2014

Zitat Brock(Video,ab 2:20): »Wir können uns selbst nicht mehr ernst nehmen in unserer Anklage, in unserem Lamento über das, was in der Welt an unrechten Dingen geschieht,[…], weil wir selber den Vorwand dafür liefern, daß man uns nicht mehr ernst nimmt, denn das, was wir diesen Herrschaften vorwerfen, dass praktizieren wir hier doch alles selbst.«

Ukraine: Russia not behaving like '21st century G8 major nation' - Kerry [1:29]

Veröffentlicht am 05.03.2014
US Secretary of State John Kerry spoke at the US embassy in Kiev on Tuesday after meeting with the Rada-appointed interim president of Ukraine, Oleksandr Turchynov, and the Rada-appointed interim prime minister of Ukraine, Arseniy Yatsenyuk.
Kerry said Russia was not behaving like a "21st century G8 major nation" by deploying troops in Crimea. Kerry added that if Moscow did not agree to cooperate with the new Ukrainian authorities, the US' partners would have no choice but to join the Obama administration in imposing sanctions "in order to isolate Russia politically, diplomatically and economically".
Kerry also confirmed that the US would, together with the IMF, provide Ukraine with $1bn (€730m) in loan guarantees in order to support the country's recovery.

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Die USA spielen mit dem Feuer

Wollen die USA Waffen an die Ukraine liefern? In der EU wächst die Angst vor einer Eskalation des Konflikts. Noch widerstehen die Europäer - aber selbst unter deutschen Politikern gibt es Sympathien für eine mögliche Kursänderung.
mehr:
- Waffenlieferungen an Ukraine: Obamas Planspiele gefährden Europas Einheit (Florian Gathmann, Pavel Lokshin und Gregor Peter Schmitz, SPIEGEL, 02.02.2015)

- US-Waffen für die Ukraine? "Der Krieg würde in Europa ausgetragen" (n-tv, 02.02.2015)
Es ist eine Nachricht, die die deutsche Presse aufschreckt: Die USA erwägen nach einem Bericht der "New York Times" nun doch, Waffen an die Ukraine zu liefern. Sie sollen Kiew bei ihrem Kampf gegen prorussische Separatisten im Osten des Landes unterstützen. Die Rebellen stellen sich indes auf schwere Kämpfe ein und kündigen eine Massen-Mobilmachung an. Sie setzen dabei weiter auf die Rückendeckung Moskaus. Steht Europa damit vor einem großen Krieg?

- US-Regierung: Waffenlieferung für Ukraine? (Thomas Pany, Telepolis, 02.2.2015)
Nach einem Zeitungsbericht soll in der Regierung Obama ein Umdenken stattfinden. Zugleich erscheint ein Bericht von mehreren Think Tanks, der für eine Waffenlieferung in Höhe von mehreren Milliarden Dollar plädiert

- USA erwägen Waffenlieferungen an Kiew (ZEIT, 02.02.2015)
Kerry, Dempsey, Rice: Hochrangige US-Politiker überlegen, Waffen an die Ukraine zu liefern. Unter anderem sollen Drohnen Kiews Kampfkraft in der Ostukraine stärken.

Manchmal helfen nur Waffen (Carten Luther, ZEIT, 02.02.2015)
Militärisch ist der Krieg in der Ukraine nicht zu lösen. Und doch könnten gerade amerikanische Waffenlieferungen an Kiew die Diplomatie wieder stärken.

mein Kommentar:
Sowas Blödes habe ich seit der Fernsehdiskussion auf Puls 4 zwischen Dirk Müller und Eric Frey (Dirk Müller vs. NATO-Propaganda-Plattform "Der Standard" ) nicht mehr gehört. Kiew will eine ethnische Säuberung, und der Westen hat sich dermaßen weit aus dem Fenster gehängt, daß es einem inakzeptablen Gesichtsverlust bedeuten würde, würde er die Kiewer Faschisten an die Leine nehmen. Kiew hört erst auf, wenn die Ostukraine frei von Putinanhängern ist. Da führt kein Weg dran vorbei.
Das Great Game ist nichts für BILD-Zeitungs-Schlagzeilen: Die Brzezinski-Doktrin (Quellenverweise bei Brzeziński ohne Maske über Russland und Ukraine, Post, 26.12.2014) gegen die Seidenstraßen-Freihandelszone zwischen Russland und China(Quellenverweise unter Pepe Escobar at his best – Seidenstraßenkarawane ohne lahme Ente, Post, 08.12.2014). Hier weiß sich die USA nur zu helfen, indem sie Russland zu destabilisieren versucht und Europa mittels TTIP an die Leine legt.

siehe auch:
Georg Ringswandl – Nix mitnehma (Post, 28.09.2014)

Samstag, 24. Januar 2015

Unwort des Jahres: Lügenpresse

Der Begriff Unwort ist ein Schlagwort aus dem Bereich der Sprachkritik und bezeichnet ein „unschönes“, aber auch ein „unerwünschtes“ Wort.[1] Es wurde populär durch die Gesellschaft für Deutsche Sprache, die das Wort des Jahres kürt und auch ein Unwort des Jahres publiziert. Die Aktion „Unwort des Jahres“ definiert Unwort als „[…] Wörter und Formulierungen aus der öffentlichen Sprache, die sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen.“[2]
  (Unwort, Wikipedia)
Mit Wort des Jahres wird ein Schlagwort bezeichnet, das für ein charakteristisches Ereignis oder eine bezeichnende Diskussion des abgelaufenen Jahres steht und aus diesem Grund besonders hervorgehoben wurde.
Ausgewählt werden solche Wörter und Phrasen, die die öffentliche Diskussion des betreffenden Jahres besonders bestimmt haben, die für wichtige Themen stehen oder sonst als charakteristisch erscheinen. Auch ist mit der Auswahl keine Wertung oder Empfehlung verbunden. (Wort des Jahres, Wikipedia)
Im Rahmen der Wahl zum Wort des Jahres werden häufig auch weitere sprachliche Markanzen gekürt, etwa ein Satz des Jahresoder ein Jugendwort des Jahres. (Wort des Jahres, Wikipedia)
Die sprachkritische Aktion Unwort des Jahres wurde in Deutschland 1991 von Horst Dieter Schlosser ins Leben gerufen. Bis 1994 wurde das „Unwort des Jahres“ im Rahmen der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) gewählt. Nach einem Konflikt mit dem Vorstand der GfdS machte sich die Jury als „Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres“ selbstständig.[1][2] (Unwort des Jahres, Wikipedia)

Medienkritik Unwort Lügenpresse (Freie Welt, 16.01.2015)
Das Unwort des Jahres lautet Lügenpresse. Wegen des historischen Missbrauchs ist diese Wahl verständlich. Allerdings wird die Presse auch indirekt vor dem Vorwurf der Manipulation in Schutz genommen.
Nun steht es also fest. Das Unwort des Jahres lautet: „Lügenpresse“. Das wird die zahlreichen Journalisten und Medienvertreter freuen. Denn von nun an können sie jederzeit eben diesen Vorwurf mit dem Hinweis kontern, dass es sich um ein Unwort handele.
Es hätte andere Kandidaten gegeben. Wie wäre es mit „Wutbürger“, „Putinversteher“ oder „Verschwörungstheoretiker“? Doch halt: Diese Wörter sind ja jene Bezeichnungen, die von spezifischen Medien gegen die Bürger verwendet werden, die auf Kundgebungen und im Internet frei ihre Meinung äußern.
Unwort des Jahres "Lügenpresse" - ein Eigentor? [7:05]

Veröffentlicht am 16.01.2015
Andreas Popp, Buchautor und Gründer der Wissensmanufaktur, und Eva Hermann, ex-Nachrichtensprecherin der Tagesschau, zum Unwort des Jahres 2014 „Lügenpresse.“ Getroffene Hunde bellen - aber wer legt das Unwort des Jahres überhaupt fest und was steckt noch dahinter?


mein Kommentar:
Ich hätte für «Putinversteher« plädiert: siehe dazu die unsägliche Vorstellung von Eric Frey (Standard) im Steitgespräch mit Dirk Müller bei Min. 5:00 des folgenden Videos:
Video: Dirk Müller vs. NATO-Propaganda-Plattform "Der Standard", in 
Ukraine und USA: Interessen, Nebelkerzen und Deutungshoheit, Post, 27.11.2014) Frey benutzt das Wort eindeutig abwertend!
Untypischerweise hat die Jury ein Wort nicht wegen seines sinnentstellenden odee verharmlosenden Charakters ausgesucht sondern, weil es in der Vergangenheit – u.a. durch die Nazis zum Ab-bzw. Entwerten von Printmedien des politischen Gegners verwendet wurde. Möglicherweise will man Pegida oder anderen »Freizeit-« oder »Gelegenheits-Nazis« die mögliche Munition entziehen. Das ist nicht sehr glücklich, wie man unten in den Mail-Kommentaren an die NachDenk-Seiten sieht. Ob unsere Medien unabhängig sind, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden.
Siehe auch:
Freiwild – Über Zähmung, Verwahrlosung und Niedergang des Journalismus (Post, 02.01.2015)
- Unsere Qualitätsmedien: Das sind keine Irrtümer; das sind Lügen, Propaganda und Zensur! (Post, 09.12.2014)
- Video: »Tagesthemen 20.05.2014 - 10.000 Menschen? Die Presse lügt!« in
- Ukraine 13 – Unser westliches System und die MH 17-Berichterstattung (Post, 27.07.2014)
- Deutsche glauben den Medien nicht (26.12.2014)
siehe auch
- Ukraine 20 – ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik (Post, 18.11.2014)
Der Programmbeirat der ARD kritisierte auf seiner Sitzung im Juni 2014 die Berichterstattung der größten öffentlichen Medienanstalt über den Ukraine-Konflikt. Die ausgestrahlten Inhalte hätten teilweise den "Eindruck der Voreingenommenheit erweckt" und seien "tendenziell gegen Russland und die russischen Positionen" gerichtet, heißt es im Protokoll (PDF) des neunköpfigen Gremiums, das Telepolis vorliegt (Hinweise auf die Quelle, die nicht genannt werden will, wurden entfernt). Wichtige und wesentliche Aspekte des Konflikts seien von den ARD-Redaktionen "nicht oder nur unzureichend beleuchtet" worden, insgesamt zeigte sich die Berichterstattung "nicht ausreichend differenziert", urteilen die Medienkontrolleure. 
- Deutsche glauben den Medien nicht (Post, 26.12.2014)
Das Wort „Lügenpresse“ war bereits im Ersten Weltkrieg ein zentraler Kampfbegriff und diente auch den Nationalsozialisten zur pauschalen Diffamierung unabhängiger Medien. Gerade die Tatsache, dass diese sprachgeschichtliche Aufladung des Ausdrucks einem Großteil derjenigen, die ihn seit dem letzten Jahr als „besorgte Bürger“ skandieren und auf Transparenten tragen, nicht bewusst sein dürfte, macht ihn zu einem besonders perfiden Mittel derjenigen, die ihn gezielt einsetzen. Dass Mediensprache eines kritischen Blicks bedarf und nicht alles, was in der Presse steht, auch wahr ist, steht außer Zweifel. Mit dem Ausdruck „Lügenpresse“ aber werden Medien pauschal diffamiert, weil sich die große Mehrheit ihrer Vertreter bemüht, der gezielt geschürten Angst vor einer vermeintlichen „Islamisierung des Abendlandes“ eine sachliche Darstellung gesellschaftspolitischer Themen und differenzierte Sichtweisen entgegenzusetzen. Eine solche pauschale Verurteilung verhindert fundierte Medienkritik und leistet somit einen Beitrag zur Gefährdung der für die Demokratie so wichtigen Pressefreiheit, deren akute Bedrohung durch Extremismus gerade in diesen Tagen unübersehbar geworden ist. (Pressemitteilung »24.UnwortdesJahres«, 13.01.2015) 
- Unsere Qualitätsmedien: Das sind keine Irrtümer; das sind Lügen, Propaganda und Zensur! (Post, 09.12.2015)


Als jemand, der „einen Jagdschein hat“, wurde und wird in Deutschland umgangssprachlich und stigmatisierend auch bezeichnet, wer als nicht zurechnungsfähig eingestuft wird. Bis in die 1960er Jahre gab es den § 51 StGB a. F., durch den psychisch Kranke generell als strafunmündig eingestuft wurden. Etwas überspitzt formuliert konnte man „frei schießen“, man hatte also den „Jagdschein“. [1] [2] [3]Diese Regelung wurde unter anderem durch § 20 StGB (Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen) ersetzt. (Jagdschein - Redewendung, Wikipedia)

- Das Unwort des Jahres - Sprachkritik oder Political Correctness? (UnwortdesJahres, PDF-Datei)

- „Lügenpresse“- das Unwort des Jahres (Stefan Hebel, NachDenkSeiten, 13.01.2015)

Mails zum Artikel von Stephan Hebel in den NachDenkSeiten (PDF-Dokument)
Zitate:
- »Das nur Russland Herrn Snowden Asyl gewähren konnte, sagt viel mehr darüber aus wie es der Westen mit Informations- und Pressefreiheit hält, als wenn ein paar Demonstranten Lügenpresse skandieren.- Wenn nun die “deutschen Mainstreammedien” ihre Bürger seit Jahren bei nahezu ALLEN essentiell-wichtigen gesellschaftspolitischen Themen belügt, manipuliert und instrumentalisiert, dann ist das Attribut “Lügenpresse” auch wenn es vor hundert Jahren zum ersten mal von diversen nationalistischen Machtinteressenten benutzt bzw. missbraucht wurde, schlicht und ergreifend die, auf einen kurzen, prägnanten Ausdruck komprimierte Wahrheit. Begibt sich Der in “schlechte Gesellschaft”, der die traurige Realität unserer Leitmedien satt hat und dies entsprechend emotional, wenn auch für den Einen oder Anderen etwas zu provokant, auf den Punkt bringt? - Er [Hebel] bringt seinen Habermas zur Sprache. Mir fällt da ein 100 Jahre alter Satz ein: „Nachrichten werden vorgetragen wie ein Buchhalter Buch führt – sorgfältig und gleichgültig und zudem tendenziös“ (Fernando Pessoa in seinem Buch Bekenntnisse. Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters ...). Was bedeutet er, der Satz: nichts, aber auch gar nichts hat sich geändert. Das Unwort „Lügenpresse“ deckt somit geschickt die eigentliche Crux zu: die Tendenzpresse, die uns stetig umweht.« 
- »Die entscheidende, elementare Stellungnahme zum Thema “Unabhängigkeit des Journalismus” findet in diesem Beitrag nicht statt: Denn was bedeutet es konkret, diese Unabhängigkeit “könnte größer sein”? Müßte sie es nicht unbedingt? Und warum so unkonkret? Welche vielerlei Hinsichten sind gemeint? Kann man diese nicht benennen? Denn die eigentlich brennende zeitgeschichtliche Frage ist doch: Kann Journalismus unter den gegebenen Umständen in den Verlagen noch funktionieren? Tut er es?« 
- »Jetzt habe ich erst gelesen, dass es 60 Einsendungen gab, die entweder “Putinversteher” oder “Russlandversteher” als Unwort vorschlungen, aber nur 7 (sieben!) die “Lügenpresse”. Ich fühle mich betrogen. Das “Unwort”-Geschäft kann man den Hasen geben. Das ist ja wie beim ADAC oder beim ZDF.«
- »Es vergeht selbst jetzt kaum ein Tag an dem den Zuhörern und Zuschauern nicht irgendein russlandkritischer Quark serviert wird.« 
Georg Schramm Leere Worte genial [1:31]

Veröffentlicht am 23.03.2011
erste sahne, danke georg 

Müssen sich die Geschlechter gegenseitig in den Schritt schauen?

n-tv meldet eine Anstands-Kampagne in der New Yorker Straßenbahn:
- Kampagne der New Yorker U-Bahn: Breitbeinig sitzende Männer sorgen für Empörung (n-tv)
Männer, setzt euch endlich anständig hin! Unter diesem Motto werben die New Yorker Verkehrsbetriebe in einer Kampagne für mehr Rücksichtnahme in Bahnen und Bussen. Dabei geht es nicht nur um das anständige Sitzen, sondern auch um mehr Platz für die übrigen Fahrgäste. Und wie ist das hierzulande? n-tv schaut in der Bahn mal genauer hin.


Frauen Unter dem Rock schauen ! [1:31]

Hochgeladen am 08.03.2011
Funny xD jeder Mann wird es lieben

Das Verhalten der Männer wird, wie das heute so üblich ist, als machohaft und evolutionsbiologisch begründet dargesttellt.Wie wär’s, wenn man in den USA Frauen im Minirock verbieten würde, Rolltreppe zu fahren? Ich warte auf eine evolutionsbiologische Begründung des Herumnästelns an ihren Schuhen von Frauen in kurzen Röcken auf der Rolltreppe.
Glotz, ist doch eklig!
Siehe auch:
- Männer dürfen im Stehen pinkeln (Arne Hoffmann, Freie Welt, 16.01.2015)



Freitag, 23. Januar 2015

Genesis – Turn it OnAgain-Tour: Abschlußkonzert in Rom (14.07.2007)

Genesis When In Rome Full Concert [2:37:11]

Veröffentlicht am 18.01.2013
Phil and the boys on top form


The Tour was a 2007 concert tour of Europe and North America by progressive rock band Genesis. The tour was notable for the return of drummer and vocalist Phil Collins, who left the group in 1996.
[…]
The band held a press conference in New York City on 7 March 2007 at noon EST to announce the details of the North American leg of the Turn It On Again reunion tour. This leg commenced on 7 September 2007 in Toronto, Canada at BMO Field and ended on 13 October 2007 at the Hollywood Bowl in Los AngelesCalifornia. It was announced on 1 June that Genesis would be working with the Encore Series team at TheMusic.com to record each show of their European tour (and also done for their subsequent North American tour) for release as a 2-CD set (similar to the series done for the Who and Peter Gabriel). All shows were recorded directly off the soundboard and were previously available for either individual sale or as a complete box set of the entire tour.
[…]
In an interview with Tony Banks and Mike Rutherford, it was confirmed that both "Jesus He Knows Me" from We Can't Dance and "Abacab" from Abacab were rehearsed[13] though neither song was performed.
The complete set list was revealed following production rehearsals in BrusselsBelgium.[14] This set remained unchanged throughout the European leg of the tour:[15]

When in Rome
 Duke's Intro (ab 2:13)
 Turn It On Again § (ab 5:55)
 No Son of Mine § (ab 12:00) Text
 Land of Confusion § (ab 18:55) Text
 Cage Medley § (ab 24:30) Text Interpretation siehe: Genesis - The Lamb Lies Down On Broadway – Imaginäre Figuren, auf Vinyl gefangen (Martin Klinkhardt, Deutscher Genesis-Fanclub) – Petra Gehrmanns Lamb-Übersetzung (Genesis Fan-Club)
Afterglow § (ab 37:45) Text 
Hold on My Heart (ab 42:40) Text
Home by the Sea § (ab 50:00) Text §
Follow You Follow Me (ab 1:02:05) Text
Firth of Fifth (nur intrumental) (ab 1:06:25) Text
I Know What I Like (ab 1:10:55) Text
Mama Text (ab 1:19:20) §
Ripples... Text (ab 1:26:30) §
Throwing It All Away Text (ab 1:34:40) §
Domino Text (ab 1:43:10) §
Drum Duet (instrumental) (ab 1:58:15)
Los Endos (instrumental) (ab 2:01:25)
Tonight, Tonight, Tonight Text (ab 2:07:50) §
Invisible Touch Text (ab 2:11:40) §
Encore: I Can't Dance Text (ab 2:17:40) §
The Carpet Crawlers Text Übersetzung (ab 2:26:10) §
§ – performed in a lower key due to the deepening of Phil Collins's voice.
An identical setlist was performed on the North American leg of the tour,[16] with the band's producer, Nick Davis, stating that no changes are planned.[17] Tony Banks had earlier cited "In Too Deep" from Invisible Touch as a likely addition to the North American set, possibly at the expense of "Ripples" from A Trick of the Tail, but that change was not made. The only exception to the setlist was on 12 October at the Hollywood Bowl, where the last two songs had to be dropped due to the heavy rain causing problems with Tony Banks's keyboards.[13]
At the beginning of the drum duet Thompson and Collins begin drumming either side of two barstools. This idea evolved from when Collins was interviewed during the Way We Walk tour about how the duets are constructed. He said: "A lot of the patterns evolve through the tour, so the duet at the end of the tour is much longer than the one at the beginning. But initially me and Chester sit either side of a chair and drum out beats until something sticks." (Turn It On Again: The Tour, engl.Wikipedia)

Am 3. Juli 1976 habe ich Genesis zum ersten Mal gesehen  – und war hin und weg. (And then there were thirty-three…, Post, 25.06.2007) Nach Second’s Out war für mich Schluß… zu kommerziell, nichts mehr, wo man sich ’ne Viertelstunde hinlegen und die Augen schließen konnte. Aber wie die Kerle die Kurve zur Kommerzialität hingekriegt haben – alle Achtung! Und hier haben Sie's allen nochmal gezeigt: Chapeau!Ich hatte beim Konzert in Hannover einige Male Tränen in den Augen…
Und wenn manche sie als die Band für Weicheier bezeichnen
- TV-Doku über Genesis Hommage an die Band für Weicheier (Bernd Graff, Süddeutsche, 10.01.2015)
na, wenn schon…
zuletzt aktualisiert am 28.06.2015