Freitag, 12. Februar 2016
Der Fall eines Pornostars
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Silvesternacht in Köln: Wie mit Opfern Politik gemacht wird
Unter den Angegriffenen sind auch Männer - doch sie werden ausgeblendet. Thomas Moser fragt sich: Warum?
Mit Opfern wurde schon immer Politik gemacht. Mal wird ihre Zahl vergrößert, mal verkleinert - je nachdem, was bezweckt wird. Mal werden die Taten grausamer geschildert, mal werden sie geschönt. Mal werden die Opfer jünger gemacht, mal älter. Und mal wird das Geschlecht in den Vordergrund gerückt.
Hunderte Frauen wurden in der Silvesternacht in Köln Opfer von Übergriffen - das ist der Ausgangspunkt einer seit vier Wochen wallenden Diskussion, die zur Entlassung des Kölner Polizeipräsidenten, zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses im Düsseldorfer Landtag, zur Verschärfung der Asyl- und Flüchtlingspolitik, zur Ausweitung polizeilicher Befugnisse und nicht zuletzt zu einer unsäglichen rechtspopulistischen Mobilmachung geführt hat, in deren Rahmen die Forderung, auf Flüchtlinge zu schießen, nur eine logische Konsequenz darstellt. Der Umgang mit der Tat beherrscht die öffentliche Debatte. Die Tat selber ist nach wie vor nicht ausreichend aufgeklärt.
Zum Beispiel wird ein kleines Detail ausgeblendet: Auch Männer wurden Opfer von Übergriffen zwischen Dom und Hauptbahnhof in Köln. Sie finden bisher keinerlei Erwähnung - warum?
Auf Nachfrage teilt die Staatsanwaltschaft (StAW) Köln mit, eine "vorläufige - grobe - Auswertung der verfolgten Strafanzeigen hat ein Verhältnis der geschädigten männlichen Personen zu den geschädigten weiblichen Personen von ca. 1:5 ergeben" - Stand 20.1.2016. Ein Sechstel - das ist eine relevante Größe. Mit Stand vom 29.1.2016 gibt die Behörde die Zahl der Strafanzeigen mit "insgesamt 1016" an. Sprich: etwa 170 Männer waren betroffen. Die Frage, was diesen Männern genau widerfahren sein soll, beantwortet die StAW Köln wenig konkret. Man könne nur einen allgemeinen "Eindrucksbericht" geben. Danach seien die Männer Opfer von Diebstählen geworden. Größere körperliche Angriffe habe es aber keine gegeben. Allerdings seien Männer von den Frauen, mit denen sie unterwegs waren, "getrennt" worden. Weitere Angaben macht die Ermittlungsbehörde zur Zeit nicht.
Am 18. Februar konstituiert sich im Landtag von Nordrhein-Westfalen ein Untersuchungsausschuss (UA) zur "Silvesternacht 2015". Im Einsetzungsauftrag vom 27.1.2016 heißt es: "In der Nacht zum 01.01.2016 wurden im Bereich Kölner Dom/Hauptbahnhof eine Vielzahl von Sexual-, Raub- und Diebstahlsdelikten begangen. Opfer waren nahezu ausschließlich Frauen."
mehr:
- Silvesternacht in Köln: Wie mit Opfern Politik gemacht wird (Thomas Moser, Telepolis, 11.02.2016)
Lesenswert auach der Kommentar von Duesseldorfer vom 12.02.2016 (Ein Mann wurde vom Rad geholt…)
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Mit Opfern wurde schon immer Politik gemacht. Mal wird ihre Zahl vergrößert, mal verkleinert - je nachdem, was bezweckt wird. Mal werden die Taten grausamer geschildert, mal werden sie geschönt. Mal werden die Opfer jünger gemacht, mal älter. Und mal wird das Geschlecht in den Vordergrund gerückt.
Hunderte Frauen wurden in der Silvesternacht in Köln Opfer von Übergriffen - das ist der Ausgangspunkt einer seit vier Wochen wallenden Diskussion, die zur Entlassung des Kölner Polizeipräsidenten, zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses im Düsseldorfer Landtag, zur Verschärfung der Asyl- und Flüchtlingspolitik, zur Ausweitung polizeilicher Befugnisse und nicht zuletzt zu einer unsäglichen rechtspopulistischen Mobilmachung geführt hat, in deren Rahmen die Forderung, auf Flüchtlinge zu schießen, nur eine logische Konsequenz darstellt. Der Umgang mit der Tat beherrscht die öffentliche Debatte. Die Tat selber ist nach wie vor nicht ausreichend aufgeklärt.
Zum Beispiel wird ein kleines Detail ausgeblendet: Auch Männer wurden Opfer von Übergriffen zwischen Dom und Hauptbahnhof in Köln. Sie finden bisher keinerlei Erwähnung - warum?
Auf Nachfrage teilt die Staatsanwaltschaft (StAW) Köln mit, eine "vorläufige - grobe - Auswertung der verfolgten Strafanzeigen hat ein Verhältnis der geschädigten männlichen Personen zu den geschädigten weiblichen Personen von ca. 1:5 ergeben" - Stand 20.1.2016. Ein Sechstel - das ist eine relevante Größe. Mit Stand vom 29.1.2016 gibt die Behörde die Zahl der Strafanzeigen mit "insgesamt 1016" an. Sprich: etwa 170 Männer waren betroffen. Die Frage, was diesen Männern genau widerfahren sein soll, beantwortet die StAW Köln wenig konkret. Man könne nur einen allgemeinen "Eindrucksbericht" geben. Danach seien die Männer Opfer von Diebstählen geworden. Größere körperliche Angriffe habe es aber keine gegeben. Allerdings seien Männer von den Frauen, mit denen sie unterwegs waren, "getrennt" worden. Weitere Angaben macht die Ermittlungsbehörde zur Zeit nicht.
Am 18. Februar konstituiert sich im Landtag von Nordrhein-Westfalen ein Untersuchungsausschuss (UA) zur "Silvesternacht 2015". Im Einsetzungsauftrag vom 27.1.2016 heißt es: "In der Nacht zum 01.01.2016 wurden im Bereich Kölner Dom/Hauptbahnhof eine Vielzahl von Sexual-, Raub- und Diebstahlsdelikten begangen. Opfer waren nahezu ausschließlich Frauen."
mehr:
- Silvesternacht in Köln: Wie mit Opfern Politik gemacht wird (Thomas Moser, Telepolis, 11.02.2016)
Lesenswert auach der Kommentar von Duesseldorfer vom 12.02.2016 (Ein Mann wurde vom Rad geholt…)
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Lügenpresse Teil 1 – Über die neue Wut auf die Medien
Lügenpresse – Teil 1
"Lügenpresse in die Fresse" heißt es bekanntlich gerne bei Pegida-Aufmärschen und ähnlicher Versammlungen deutschnationaler Wutbürger. Dem hält die linke Tageszeitung "Junge Welt" als Werbegag entgegen: "Ich halte meine Presse", dazu ein Foto eines Lesers mit dem Blatt in der Hand. Aber auch die "Junge Welt" wettert in Richtung Establishment: "Sie lügen wie gedruckt. Wir drucken wie sie lügen." Und in zahlreichen Büchern wird angeprangert, wie die Medien uns manipulieren und verblöden. Klar ist, es gibt einen aktuellen gesellschaftlichen Diskurs über die Rolle der Medien und diese kommen dabei schlecht weg. Ein vierteiliger Essay über die neue Wut über die Medien und warum das so ist.
x Wer sich mit entsprechender Lektüre eindecken will, hat kein Problem. Die entsprechenden Bücher heißen "Wir sind die Guten: Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren" (2016), "Media Control: Wie die Medien uns manipulieren" (2013), "Der programmierte Mensch - wie uns Internet und Smartphone manipulieren" (2012), "Bewusstsein 2.0 - Wie die modernen Medien unser Denken manipulieren" (2014), "Die Herrschaft der Lüge - wie Politiker und Medien die Öffentlichkeit manipulieren" (1990), "Wenn Medien lügen. Ein Blick hinter die Kulissen von manipulierten Medien und gekauften Journalisten" (2015), "ARD & Co. Wie Medien manipulieren" (2015); "Volksverdummung - wie wir durch Medienmanipulation gelenkt werden!" (2014), "Gekaufte Journalisten" (2014), "Verheimlicht vertuscht vergessen. Was 2015 nicht in der Zeitung stand" (2015), "Die verblödete Republik. Wie uns Medien, Wirtschaft und Politik für dumm verkaufen" (2009), "Die große Volksverarsche. Wie Industrie und Medien uns zum Narren halten" (2015), "Das Medienmonopol. Gedankenkontrolle und Manipulation der Dunkelmächte" (2006).
Diese Buch-Liste ließe sich unschwer weiter führen, von den ungezählten Web-Seiten, die sich dem Thema Manipulation widmen ("Deutschland im Würgegriff"), sei hier gar nicht die Rede. Doch was bedeutet diese anschwellende Kritik an den Medien, die mittlerweile - wie die genannten Bücher nahe legen - auch in der "Mitte" der Gesellschaft angekommen zu sein scheint?
Erleben wir hier den Aufstand des mündigen Bürgers, der sich endlich die Zigarette mit der Bildzeitung anzündet, wie die alten 68er es gerne erlebt hätten? Oder handelt es sich hier um eine der üblichen Hypes, bei dem Autoren gerne auf einen fahrenden Zug aufspringen und schnell ein paar Euro mitverdienen wollen? Oder lügen sie jetzt wirklich, "unsere" Medien?
Gut, dass sich hier die Wissenschaft in Form von Kommunikationswissenschaftlern meldet und sagt: Alles halb so wild. Ist gar nichts dran an der Vertrauenskrise der Medien. Meinen jedenfalls Professor Carsten Reinemann und die Akademische Rätin Nayla Fawzi von der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität in ihrem Essay mit dem Titel "Eine vergebliche Suche nach der Lügenpresse". Auch sie konstatieren:
mehr:
- Über die neue Wut auf die Medien: Lügenpresse – Teil 1 (Rudolf Stumberger, Telepolis, 12.02.2016)
siehe auch:
- Medien: intellektuelle Korruption in Konfliktzeiten (Post, 06.02.2016)
"Lügenpresse in die Fresse" heißt es bekanntlich gerne bei Pegida-Aufmärschen und ähnlicher Versammlungen deutschnationaler Wutbürger. Dem hält die linke Tageszeitung "Junge Welt" als Werbegag entgegen: "Ich halte meine Presse", dazu ein Foto eines Lesers mit dem Blatt in der Hand. Aber auch die "Junge Welt" wettert in Richtung Establishment: "Sie lügen wie gedruckt. Wir drucken wie sie lügen." Und in zahlreichen Büchern wird angeprangert, wie die Medien uns manipulieren und verblöden. Klar ist, es gibt einen aktuellen gesellschaftlichen Diskurs über die Rolle der Medien und diese kommen dabei schlecht weg. Ein vierteiliger Essay über die neue Wut über die Medien und warum das so ist.
x Wer sich mit entsprechender Lektüre eindecken will, hat kein Problem. Die entsprechenden Bücher heißen "Wir sind die Guten: Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren" (2016), "Media Control: Wie die Medien uns manipulieren" (2013), "Der programmierte Mensch - wie uns Internet und Smartphone manipulieren" (2012), "Bewusstsein 2.0 - Wie die modernen Medien unser Denken manipulieren" (2014), "Die Herrschaft der Lüge - wie Politiker und Medien die Öffentlichkeit manipulieren" (1990), "Wenn Medien lügen. Ein Blick hinter die Kulissen von manipulierten Medien und gekauften Journalisten" (2015), "ARD & Co. Wie Medien manipulieren" (2015); "Volksverdummung - wie wir durch Medienmanipulation gelenkt werden!" (2014), "Gekaufte Journalisten" (2014), "Verheimlicht vertuscht vergessen. Was 2015 nicht in der Zeitung stand" (2015), "Die verblödete Republik. Wie uns Medien, Wirtschaft und Politik für dumm verkaufen" (2009), "Die große Volksverarsche. Wie Industrie und Medien uns zum Narren halten" (2015), "Das Medienmonopol. Gedankenkontrolle und Manipulation der Dunkelmächte" (2006).
Diese Buch-Liste ließe sich unschwer weiter führen, von den ungezählten Web-Seiten, die sich dem Thema Manipulation widmen ("Deutschland im Würgegriff"), sei hier gar nicht die Rede. Doch was bedeutet diese anschwellende Kritik an den Medien, die mittlerweile - wie die genannten Bücher nahe legen - auch in der "Mitte" der Gesellschaft angekommen zu sein scheint?
Erleben wir hier den Aufstand des mündigen Bürgers, der sich endlich die Zigarette mit der Bildzeitung anzündet, wie die alten 68er es gerne erlebt hätten? Oder handelt es sich hier um eine der üblichen Hypes, bei dem Autoren gerne auf einen fahrenden Zug aufspringen und schnell ein paar Euro mitverdienen wollen? Oder lügen sie jetzt wirklich, "unsere" Medien?
Gut, dass sich hier die Wissenschaft in Form von Kommunikationswissenschaftlern meldet und sagt: Alles halb so wild. Ist gar nichts dran an der Vertrauenskrise der Medien. Meinen jedenfalls Professor Carsten Reinemann und die Akademische Rätin Nayla Fawzi von der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität in ihrem Essay mit dem Titel "Eine vergebliche Suche nach der Lügenpresse". Auch sie konstatieren:
► Seit dem Ukraine-Konflikt ist die "Vertrauenskrise der Medien" ein zentraler Bestandteil des öffentlichen Diskurses geworden.◀︎
mehr:
- Über die neue Wut auf die Medien: Lügenpresse – Teil 1 (Rudolf Stumberger, Telepolis, 12.02.2016)
siehe auch:
- "Lügenpresse": Aktionismus hilft nicht gegen Desinformation im Netz, sagen Experten (Post, 28.01.2016)
- Unwort des Jahres: Lügenpresse (Post, 24.01.2016)
- Die Lügenpresse (Post, 04.02.2016)- Medien: intellektuelle Korruption in Konfliktzeiten (Post, 06.02.2016)
Syrien: Ein militärischer Sieg Russlands ist die nächste rote Linie
Wirklich verhandelt wird mit Waffengewalt? Die Nato erweitert ihre Strategie, Saudi-Arabien pocht auf militärische Gegenmaßnahmen, die Türkei droht mit einem Einmarsch. Die US-Regierung ist unter Handlungsdruck
Wollen die Mächte, die den Verlauf des syrischen Krieges bestimmen, den Konflikt ausweiten und noch weiter ihn in hineingezogen werden oder sind sie doch für eine politische Alternative zu gewinnen? Das war gestern vor den Verhandlungen der Internationalen Syrien-Unterstützergruppe (ISSG) in München die Frage.
Ein geschickter diplomatischer Vorstoß des russischen Außenministers, begleitet von guter Öffentlichkeitsarbeit, erweckte den Anschein, dass es diese beiden Möglichkeiten in der Wirklichkeit gibt. Die Nachrichtenagentur TASS, Sputnik und RT berichteten von Vorschlägen zu einer Waffenruhe, die Außenminister Lawrow mit seinem amerikanischen Amtskollegen Kerry im Vorfeld des ISSG-Treffens erörtern wollte.
"Ziemlich konkrete Vorschläge", zitierte der FAZ-Nahost-Experte Rainer Hermann, der eine Verhandlungsbereitschaft Russlands erkannte und Steinmeiers Hoffnung wiedergab, wonach der Außenminister eine "deutlich gewordene Bereitschaft auf vielen Seiten, über konkrete Schritte zu einer Verringerung der Gewalt zu beraten" sehe. Allerdings verrät die Äußerung Steinmeiers vor dem Münchner Treffen - "Wir brauchen hier so etwas wie einen Durchbruch" - auch etwas von gegenläufigen Tendenzen und der Verzweiflung darüber.
Wie die konkreten russischen Vorschläge aussehen, wußten gestern nur Eingeweihte. Klar war nur, dass Druck hinter dem Vorschlag steht. Die Bombardierungen haben schlechte Presse gemacht und auch aus dem UN-Sicherheitsrat kamen kritische Töne.
mehr:
- Syrien: Ein militärischer Sieg Russlands ist die nächste rote Linie (Thomas Pany, Telepolis, 12.02.2016)
- Russland wirft USA Angriffe auf Aleppo vor (Florian Rötzer, Telepolis, 12.02.2016)
siehe auch:
- Die Rolle der Medien im Syrienkonflikt (Vortragsankündigung, Deutsch-Syrische Gesellschaft, 03.07.2012)
- Medien heizen den syrischen Konflikt an (Sebastian Range, Hintergrund, 07.07.2012)
- Der Syrien-Konflikt: Internationale Akteure, Interessen, Konfliktlinien (Kinan Jaeger, Rolf Tophoven, Bundeszentrale für politische Bildung, 14.02.2013)
- Syrien und der Krieg in den Medien (11) (JR’s China Blog, Freitag-Community, 02.10.2013)
- Bürgerkrieg in Syrien: Wahrheitskampf über YouTube (taz, 21.10.2013)
- Syrien: Assad ist nicht die Lösung (Thomas Claes, Ilyas Saliba, ZEIT Online, 19.03.2014)
- Syrien: Berichterstattung trotz Bedrohung (Christoph Reuter im Gespräch mit Bettina Schmieding, Deutschlandfunk, 06.09.2014)
- Medienberichterstattung Nahost: Syrien - nicht abschalten! (Björn Blaschke, Deutschlandradio Kultur, 23.06.2015)
- Berichterstattung über Syrien: "Kronen Zeitung" manipuliert Flüchtlingsfoto (Irene Helmes, Süddeutsche Zeitung, 30.07.2015)
- Linksammlung: Medienbeiträge ab 2014 (AG Friedensratschlag, 31.07.2015)
- Die Wahrheit über Assad und Syrien – Was die Medien verschweigen (Peggy Gallmeister, The Intelligence, 14.02.2016)
Mit Offenen Karten - Syrien auf dem Schachbrett [10:17]
MIT OFFENEN KARTEN - Syrien: Ursprünge der Krise (1/2) [12:09]
MIT OFFENEN KARTEN - Syrien: Regionale Auswirkungen der Krise (2/2) [11:50]
WELTjournal: Syrien-Krieg - Wurzeln und Folgen einer Tragödie (DOKU 2016) [31:12]
Zu Gast bei Terroristen - Das Leben im türkischen Rückzugsgebiet des IS [Doku deutsch] HD 2015 [42:19]
Terror in syrien doku 2014 krieg der isis, al qaida und al nusra [1:17:45]
CIA Pakistan Undercover gegen Al Quaida und ISIS Doku Deutsch [1:10:35]
Wollen die Mächte, die den Verlauf des syrischen Krieges bestimmen, den Konflikt ausweiten und noch weiter ihn in hineingezogen werden oder sind sie doch für eine politische Alternative zu gewinnen? Das war gestern vor den Verhandlungen der Internationalen Syrien-Unterstützergruppe (ISSG) in München die Frage.
Ein geschickter diplomatischer Vorstoß des russischen Außenministers, begleitet von guter Öffentlichkeitsarbeit, erweckte den Anschein, dass es diese beiden Möglichkeiten in der Wirklichkeit gibt. Die Nachrichtenagentur TASS, Sputnik und RT berichteten von Vorschlägen zu einer Waffenruhe, die Außenminister Lawrow mit seinem amerikanischen Amtskollegen Kerry im Vorfeld des ISSG-Treffens erörtern wollte.
"Ziemlich konkrete Vorschläge", zitierte der FAZ-Nahost-Experte Rainer Hermann, der eine Verhandlungsbereitschaft Russlands erkannte und Steinmeiers Hoffnung wiedergab, wonach der Außenminister eine "deutlich gewordene Bereitschaft auf vielen Seiten, über konkrete Schritte zu einer Verringerung der Gewalt zu beraten" sehe. Allerdings verrät die Äußerung Steinmeiers vor dem Münchner Treffen - "Wir brauchen hier so etwas wie einen Durchbruch" - auch etwas von gegenläufigen Tendenzen und der Verzweiflung darüber.
Wie die konkreten russischen Vorschläge aussehen, wußten gestern nur Eingeweihte. Klar war nur, dass Druck hinter dem Vorschlag steht. Die Bombardierungen haben schlechte Presse gemacht und auch aus dem UN-Sicherheitsrat kamen kritische Töne.
mehr:
- Syrien: Ein militärischer Sieg Russlands ist die nächste rote Linie (Thomas Pany, Telepolis, 12.02.2016)
- Russland wirft USA Angriffe auf Aleppo vor (Florian Rötzer, Telepolis, 12.02.2016)
- Syrien-Lösung in letzter Minute? (Florian Rötzer, Telepolis, 12.02.2016)
Gabriele Krone-Schmalz zum Syrien-Krieg: Es gibt Dinge die auffallen! [3:31]
- Russische Militäroffensiven – Der Westen muss Konsequenzen ziehen (Andrew Denison, Cicero, 12.02.2016)
- Münchner Syrien-Konferenz – Eine Einigung, die den IS anspornt (Werner Sonne, Cicero, 12.02.2016)Gabriele Krone-Schmalz zum Syrien-Krieg: Es gibt Dinge die auffallen! [3:31]
Veröffentlicht am 14.02.2016
Februar 2016: Gabriele Krone-Schmalz bei Anne Will.
Bomben und Elend in Syrien - Lässt sich der Krieg stoppen?
#syrien #assad #putin #nato #usa #russland #kroneschmalz #AnneWill
Ganze Sendung und Quelle:http://x2t.com/432517
#syrien #assad #putin #nato #usa #russland #kroneschmalz #AnneWill
Ganze Sendung und Quelle:http://x2t.com/432517
siehe auch:
- Die Rolle der Medien im Syrienkonflikt (Vortragsankündigung, Deutsch-Syrische Gesellschaft, 03.07.2012)
- Medien heizen den syrischen Konflikt an (Sebastian Range, Hintergrund, 07.07.2012)
- Der Syrien-Konflikt: Internationale Akteure, Interessen, Konfliktlinien (Kinan Jaeger, Rolf Tophoven, Bundeszentrale für politische Bildung, 14.02.2013)
- Syrien und der Krieg in den Medien (11) (JR’s China Blog, Freitag-Community, 02.10.2013)
- Bürgerkrieg in Syrien: Wahrheitskampf über YouTube (taz, 21.10.2013)
- Syrien: Assad ist nicht die Lösung (Thomas Claes, Ilyas Saliba, ZEIT Online, 19.03.2014)
- Syrien: Berichterstattung trotz Bedrohung (Christoph Reuter im Gespräch mit Bettina Schmieding, Deutschlandfunk, 06.09.2014)
- Medienberichterstattung Nahost: Syrien - nicht abschalten! (Björn Blaschke, Deutschlandradio Kultur, 23.06.2015)
- Berichterstattung über Syrien: "Kronen Zeitung" manipuliert Flüchtlingsfoto (Irene Helmes, Süddeutsche Zeitung, 30.07.2015)
- Linksammlung: Medienbeiträge ab 2014 (AG Friedensratschlag, 31.07.2015)
- Die Wahrheit über Assad und Syrien – Was die Medien verschweigen (Peggy Gallmeister, The Intelligence, 14.02.2016)
Mit Offenen Karten - Syrien auf dem Schachbrett [10:17]
Hochgeladen am 13.06.2007
Syrien auf dem Schachbrett des Nahen Osten
MIT OFFENEN KARTEN - Syrien: Ursprünge der Krise (1/2) [12:09]
Veröffentlicht am 16.09.2012
ARTE, 15.09.2012
Teil 2 am 22.09.2012, 19:00 Uhr ARTE
Weitere Sendungen zum Thema Syrien:
MIT OFFENEN KARTEN - Syrien auf dem Schachbrett (2007)
http://youtu.be/obFPNXRj7Fo
MIT OFFENEN KARTEN - Der Arabische Frühling (2011)
http://youtu.be/Lk83Tc9cKrU
Weitere Sendungen zum Thema Syrien:
MIT OFFENEN KARTEN - Syrien auf dem Schachbrett (2007)
http://youtu.be/obFPNXRj7Fo
MIT OFFENEN KARTEN - Der Arabische Frühling (2011)
http://youtu.be/Lk83Tc9cKrU
MIT OFFENEN KARTEN - Syrien: Regionale Auswirkungen der Krise (2/2) [11:50]
Veröffentlicht am 22.09.2012
MIT OFFENEN KARTEN - Syrien: Die Ursprünge der Krise (1/2)
WELTjournal: Syrien-Krieg - Wurzeln und Folgen einer Tragödie (DOKU 2016) [31:12]
Veröffentlicht am 27.01.2016
ORF, 20.01.2016, 22.50 Uhr
"WELTjournal"-Nahost-Experte Alexander Steinbach zeichnet die Wurzeln und Ursachen des Syrien-Konflikts nach, von der US-Invasion im Irak bis zum Vormarsch des IS. Er zeigt, wie sich in Syrien Sunniten und Schiiten blutig bekriegen, während die großen Regionalmächte Saudi-Arabien und der Iran um die Vormachtstellung im Nahen Osten kämpfen. Zu Wort kommen Nahost-Kenner und Militärhistoriker mit ihrer Einschätzung über die Zukunft des Landes, aus dem nach wie vor tausende Vertrieben nach Europa strömen.
Zu Gast bei Terroristen - Das Leben im türkischen Rückzugsgebiet des IS [Doku deutsch] HD 2015 [42:19]
Veröffentlicht am 13.12.2015
ISIS Al-Kaida Al-Qaida Al Nusra FSA Syrien Türkei Dschihad Jihad Djihad islamisten islam grenze grenzgebied koran USA CIA geheim verschwörung krieg frieden Terror Staat Islamischer Staat Assad diktator irak russland weltkrieg waffen deutschland angela merkel Bundeswehr einatz nato Türkei grenze grenzgebiet IS Amerika amerikanische amerikanischen Folter geheimdienst erdogan obama militär soldaten konflikt dokumentation hd sahra wagenknecht gregor gysi rebellen gemäßigte freie syrische armee putin russland afghanistan taliban operation is-doku isis doku wahrheit über holland niederlande delft Dschihadist jihadisten islamisten fundamentalisten extremisten Dschihadisten jihadisten beste kämpfer krieger gottes allah gott heiliger krieg regime diktatur volk zerstörung des die der das du ich wir wieso weshalb warum
Terror in syrien doku 2014 krieg der isis, al qaida und al nusra [1:17:45]
Veröffentlicht am 16.05.2015
Doku Deutsch 2015
CIA Pakistan Undercover gegen Al Quaida und ISIS Doku Deutsch [1:10:35]
Veröffentlicht am 14.09.2015
CIA Pakistan Undercover gegen Al Quaida und ISIS Doku Deutsch
Forscher weisen Gravitationswellen nach
Nach Jahrzehnten der Suche meinen Forscher nun, erstmals Gravitationswellen nachgewiesen zu haben. Die hatte Albert Einstein vor 100 Jahren in der Allgemeinen Relativitätstheorie prognostiziert. Er hatte aber nicht gedacht, dass ein Nachweis möglich ist.
Wissenschaftler haben zum ersten Mal Verformungen in der Raumzeit nachgewiesen, die als Gravitationswellen von Albert Einstein postuliert worden waren. Der hatte sie vor 100 Jahren mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie beschrieben. Mit dem Gravitationswellen-Observatorium Ligo (Laser Interferometer Gravitation Wave Observatory) in den USA haben die Astrophysiker nun die Signatur zweier verschmelzender Schwarzer Löcher aufgespürt, berichteten die Forscher am Donnerstag in Washington. An der nobelpreisverdächtigen Entdeckung waren auch deutsche Forscher beteiligt: Zwei Wissenschaftler in Hannover hätten das Signal als erste gesehen, erklärte Bruce Allen, der Direktor des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik.
Informationen über ein unsichtbares Ereignis
Wie die Forscher erläutern, wurden die Gravitationswellen am 14. September 2015 um 9:51 Uhr UTC (11:51 Uhr MESZ) gemessen. Von den Daten ausgehend, haben sie ermittelt, dass eine Kollision deren Ursprung war, bei der ein Schwarzes Loch von 29-facher Sonnenmasse mit einem von 36-facher Sonnenmasse verschmolzen war. Das ganze habe sich demnach vor 1,3 Milliarden Jahren von uns aus in der südlichen Hemisphäre ereignet. Die 3-fache Masse der Sonne sei in Gravitationswellen umgewandelt worden. Damit unterstreichen sie auch ihre Einordnung, dass Gravitationswellen Informationen über ihren Ursprung und die Natur der Gravitation transportieren, an die man anders nicht gelangen könnte.
mehr:
- Einstein hatte Recht: Forscher weisen Gravitationswellen nach (Martin Holland, heise news, 11.02.2016)
siehe auch:
- Gravitationswellen? Na logisch (Matthias Matting, Telepolis, 11.02.2016)
- Astronomie : Und jetzt der ganz große Knall (Frank Grotelüschen, ZEIT Online, 12.02.2016)
Das Geheimnis von Raum und Zeit Einstein's Relativitätstheorie Doku 2015 (NEU in HD) {57:14}
Werner Heisenberg und die Frage nach der Wirklichkeit [1:25:22]
Alpha Centauri - Was sind Gravitationswellen - Folge 53 {14:33}
Auf der Jagd nach Gravitationswellen {8:26}
Astronomen nutzen sie als hochpräzise kosmische Uhren. Sobald eine dieser Uhren langsamer oder schneller geht, weist dies darauf hin, dass eine Gravitationswelle den Raum zwischen Pulsar und Erde durchquert haben könnte. Diese wellenförmigen Dehnungen und Stauchungen der Raumzeit, die schon von Albert Einstein hervorgesagt wurden, könnten künftig sogar helfen, miteinander verschmelzende Schwarze Löcher genauer zu untersuchen.
Verzerrung der Raumzeit: Wurde Einsteins große These der Gravitationswellen bewiesen? {0:52}
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Wissenschaftler haben zum ersten Mal Verformungen in der Raumzeit nachgewiesen, die als Gravitationswellen von Albert Einstein postuliert worden waren. Der hatte sie vor 100 Jahren mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie beschrieben. Mit dem Gravitationswellen-Observatorium Ligo (Laser Interferometer Gravitation Wave Observatory) in den USA haben die Astrophysiker nun die Signatur zweier verschmelzender Schwarzer Löcher aufgespürt, berichteten die Forscher am Donnerstag in Washington. An der nobelpreisverdächtigen Entdeckung waren auch deutsche Forscher beteiligt: Zwei Wissenschaftler in Hannover hätten das Signal als erste gesehen, erklärte Bruce Allen, der Direktor des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik.
Informationen über ein unsichtbares Ereignis
Wie die Forscher erläutern, wurden die Gravitationswellen am 14. September 2015 um 9:51 Uhr UTC (11:51 Uhr MESZ) gemessen. Von den Daten ausgehend, haben sie ermittelt, dass eine Kollision deren Ursprung war, bei der ein Schwarzes Loch von 29-facher Sonnenmasse mit einem von 36-facher Sonnenmasse verschmolzen war. Das ganze habe sich demnach vor 1,3 Milliarden Jahren von uns aus in der südlichen Hemisphäre ereignet. Die 3-fache Masse der Sonne sei in Gravitationswellen umgewandelt worden. Damit unterstreichen sie auch ihre Einordnung, dass Gravitationswellen Informationen über ihren Ursprung und die Natur der Gravitation transportieren, an die man anders nicht gelangen könnte.
mehr:
- Einstein hatte Recht: Forscher weisen Gravitationswellen nach (Martin Holland, heise news, 11.02.2016)
siehe auch:
- Gravitationswellen? Na logisch (Matthias Matting, Telepolis, 11.02.2016)
- Astronomie : Und jetzt der ganz große Knall (Frank Grotelüschen, ZEIT Online, 12.02.2016)
Das Geheimnis von Raum und Zeit Einstein's Relativitätstheorie Doku 2015 (NEU in HD) {57:14}
Veröffentlicht am 26.07.2015
Werner Heisenberg und die Frage nach der Wirklichkeit [1:25:22]
Veröffentlicht am 20.03.2014
Hans-Peter Dürr, Anton Zeilinger und Martin Heisenberg über Leben und Werk des grossen Wissenschaftlers (Vollständige Fassung).
Kapitel: Die Poesie der Physik - Was die Welt im Innersten zusammenhält - Unschärferelation - Die Angst vor der Bombe - Die Verantwortung des Wissenschaftlers - Der Teil und das Ganze (BR alpha 2011).
Teil der Sammlung/Playlist "Werner Heisenberg - Vorträge, Gespräche und ein Portrait" hier: https://www.youtube.com/playlist?list...
Teil der Sammlung/Playlist "Werner Heisenberg - Vorträge, Gespräche und ein Portrait" hier: https://www.youtube.com/playlist?list...
Alpha Centauri - Was sind Gravitationswellen - Folge 53 {14:33}
Veröffentlicht am 08.08.2012
Alpha Centauri - Was sind Gravitationswellen - Folge 53
Auf der Jagd nach Gravitationswellen {8:26}
Hochgeladen am 07.07.2011
Prof. Dr. Michael Kramer, Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn, und sein Kollege Dr. Norbert Wex (siehe "Mit Pulsaren auf der Jagd nach Gravitationsellen", Spektrum der Wissenschaft Juli 2011, S. 48, www.spektrum.de/artikel/1072101) fahnden mit Hilfe von Pulsaren nach Gravitationswellen. Pulsare sind kosmische Leuchttürme: schnell rotierende Neutronensterne, deren Radiostrahlung pulsartig auf der Erde eintrifft.
Astronomen nutzen sie als hochpräzise kosmische Uhren. Sobald eine dieser Uhren langsamer oder schneller geht, weist dies darauf hin, dass eine Gravitationswelle den Raum zwischen Pulsar und Erde durchquert haben könnte. Diese wellenförmigen Dehnungen und Stauchungen der Raumzeit, die schon von Albert Einstein hervorgesagt wurden, könnten künftig sogar helfen, miteinander verschmelzende Schwarze Löcher genauer zu untersuchen.
Verzerrung der Raumzeit: Wurde Einsteins große These der Gravitationswellen bewiesen? {0:52}
Veröffentlicht am 11.02.2016
Vor 100 Jahren von Albert Einstein vorausgesagt, sind sie bislang nur indirekt nachgewiesen worden: Gravitationswellen. Sie verbiegen die Raumzeit, sind ein Mysterium. Nun könnten sie erstmals gemessen worden sein. Laut Gerüchten soll die Sensation auf einer Pressekonferenz in Washington bekannt gegeben werden.
Donnerstag, 11. Februar 2016
Honorare in der Psychotherapie: Und das Ministerium schweigt…
Das Bundesgesundheitsministerium hat den vielfach kritisierten Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschuss vom 22. September zur Neubewertung psychotherapeutischer Leistungen nicht beanstandet.
Mit dem aktuellen Beschluss hat der Erweiterte Bewertungsausschuss die Umsetzung der gefestigten Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) verlassen: Das Mindesthonorar nach BSG-Definition soll es nur für rund zwei Prozent der Psychotherapeuten mit Maximalauslastung der Praxis geben, gemessen ausschließlich an den genehmigungspflichtigen Leistungen. Fast alle psychotherapeutisch Tätigen werden mit Abschlägen auf die Mindestvergütung belegt – über komplizierte Rechenwege zu „Strukturzuschlägen“ umbenannt. Diese werden erst ab 18 Behandlungssitzungen pro Woche auf eine um mehr als acht Prozent zu niedrig berechnete basale „Stundenvergütung“, gestaffelt nach Auslastungsgraden, zugesetzt. Zwei Monate benötigte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) zur Prüfung – um schließlich nichts Beanstandenswertes zu finden.
mehr:
- Honorare in der Psychotherapie: Und das Ministerium schweigt… (Norbert Bowe, Ärzteblatt, Januar 2016)
Mit dem aktuellen Beschluss hat der Erweiterte Bewertungsausschuss die Umsetzung der gefestigten Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) verlassen: Das Mindesthonorar nach BSG-Definition soll es nur für rund zwei Prozent der Psychotherapeuten mit Maximalauslastung der Praxis geben, gemessen ausschließlich an den genehmigungspflichtigen Leistungen. Fast alle psychotherapeutisch Tätigen werden mit Abschlägen auf die Mindestvergütung belegt – über komplizierte Rechenwege zu „Strukturzuschlägen“ umbenannt. Diese werden erst ab 18 Behandlungssitzungen pro Woche auf eine um mehr als acht Prozent zu niedrig berechnete basale „Stundenvergütung“, gestaffelt nach Auslastungsgraden, zugesetzt. Zwei Monate benötigte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) zur Prüfung – um schließlich nichts Beanstandenswertes zu finden.
mehr:
- Honorare in der Psychotherapie: Und das Ministerium schweigt… (Norbert Bowe, Ärzteblatt, Januar 2016)
Aufrechterhaltung des westlichen Narrativs: Der Fall MH17 köchelt weiter
In den Niederlande ist MH17 auch im Parlament noch ein Thema, beispielsweise was das seltsame Fehlen von primären Radardaten betrifft
Zwar wurde ein technischer Abschlussbericht des vom Dutch Safety Board (DSB) geführten internationalen Teams veröffentlicht, nach dem die malaysische Passagiermaschine MH17 am 17. Juli 2014 von einer Buk-Rakete abgeschossen wurde - vermutlich von prorussischen Separatisten oder gar von russischen Soldaten, auch wenn offen blieb, von wo aus genau die Rakete abgefeuert worden sein könnte (Nach dem niederländischen Abschlussbericht wurde MH17 mit einer 9M38M1-Buk-Rakete abgeschossen). Seitdem hat sich der "Informationskrieg" von allen Seiten verdichtet (Zweifel an der MH17-Untersuchung mehren sich).
Die Täter ausfindig zu machen, obliegt allerdings dem Gemeinsamen Untersuchungsteam (JIT), in dem Experten aus der Ukraine, Malaysia, Belgien und Australien unter Führung der niederländischen Staatsanwaltschaft und der niederländischen Polizei kooperieren. Das JIT hat sich dem Ergebnis des Dutch Safty Board angeschlossen, dass sehr wahrscheinlich eine Buk-Rakete die Maschine abgeschossen hat, man habe auch bereits Verantwortliche im Visier, müsse aber jedes andere Szenario ausschließen und gerichtsfeste Beweise liefern. Offenbar aber fehlen vor allem Zeugenaussagen. Ob sich das seither verbessert hat, ist unklar.
Dem Abschlussbericht vehement widersprochen hat die russische Regierung, die auf Experimente des Rüstungskonzerns verweist, der die Buk-Systeme herstellt. Danach müsse die Rakete von einem ukrainisch kontrollierten Gebiet abgefeuert worden sein, zudem habe es sich um eine Rakete gehandelt, die in Russland schon längst ausrangiert worden sei. Beklagt wird zudem, dass Russland nicht ausreichend in die Untersuchung einbezogen wurde, Informationen aus Russland seien nicht berücksichtigt worden (Russland kritisiert erneut MH17-Abschlussbericht).
mehr:
- Der Fall MH17 köchelt weiter (Florian Rötzer, Telepolis, 09.02.2016)
mein Kommentar:
Wenn die Ukraine-Krise hauptsächlich eine Propaganda-Angelegenheit ist, welchen Vorteil sollten die »prorussichen Separatisten« von einem MH-17-Abschluß gehabt haben? Jeder Separatisten-Kommandeur muß ein Interesse daran gehabt haben, ein solches Fanal zu vermeiden.
siehe auch:
- Ukraine 13 – Unser westliches System und die MH 17-Berichterstattung, 27.07.2014)
- Ukraine: Informationskrieg um MH17 (6) (Gabriele Wolff, Unnützliche Kommentare zur Welt, 10.10.2015)
Zwar wurde ein technischer Abschlussbericht des vom Dutch Safety Board (DSB) geführten internationalen Teams veröffentlicht, nach dem die malaysische Passagiermaschine MH17 am 17. Juli 2014 von einer Buk-Rakete abgeschossen wurde - vermutlich von prorussischen Separatisten oder gar von russischen Soldaten, auch wenn offen blieb, von wo aus genau die Rakete abgefeuert worden sein könnte (Nach dem niederländischen Abschlussbericht wurde MH17 mit einer 9M38M1-Buk-Rakete abgeschossen). Seitdem hat sich der "Informationskrieg" von allen Seiten verdichtet (Zweifel an der MH17-Untersuchung mehren sich).
Die Täter ausfindig zu machen, obliegt allerdings dem Gemeinsamen Untersuchungsteam (JIT), in dem Experten aus der Ukraine, Malaysia, Belgien und Australien unter Führung der niederländischen Staatsanwaltschaft und der niederländischen Polizei kooperieren. Das JIT hat sich dem Ergebnis des Dutch Safty Board angeschlossen, dass sehr wahrscheinlich eine Buk-Rakete die Maschine abgeschossen hat, man habe auch bereits Verantwortliche im Visier, müsse aber jedes andere Szenario ausschließen und gerichtsfeste Beweise liefern. Offenbar aber fehlen vor allem Zeugenaussagen. Ob sich das seither verbessert hat, ist unklar.
Dem Abschlussbericht vehement widersprochen hat die russische Regierung, die auf Experimente des Rüstungskonzerns verweist, der die Buk-Systeme herstellt. Danach müsse die Rakete von einem ukrainisch kontrollierten Gebiet abgefeuert worden sein, zudem habe es sich um eine Rakete gehandelt, die in Russland schon längst ausrangiert worden sei. Beklagt wird zudem, dass Russland nicht ausreichend in die Untersuchung einbezogen wurde, Informationen aus Russland seien nicht berücksichtigt worden (Russland kritisiert erneut MH17-Abschlussbericht).
mehr:
- Der Fall MH17 köchelt weiter (Florian Rötzer, Telepolis, 09.02.2016)
mein Kommentar:
Wenn die Ukraine-Krise hauptsächlich eine Propaganda-Angelegenheit ist, welchen Vorteil sollten die »prorussichen Separatisten« von einem MH-17-Abschluß gehabt haben? Jeder Separatisten-Kommandeur muß ein Interesse daran gehabt haben, ein solches Fanal zu vermeiden.
siehe auch:
- Ukraine 13 – Unser westliches System und die MH 17-Berichterstattung, 27.07.2014)
- Ukraine: Informationskrieg um MH17 (6) (Gabriele Wolff, Unnützliche Kommentare zur Welt, 10.10.2015)
Ablehnungsquoten wissenschaftlicher Journale
Prestigegeprange oder Indiz für Exzellenz?
Je höher die Ablehnungsrate eines wissenschaftlichen Journals, desto exklusiver aus Sicht von Autoren das Privileg einer akzeptierten Einreichung. Und - so die Annahme - umso größer die Qualität der publizierenden Journale. Eine Untersuchung widerspricht nun dieser landläufigen Meinung und spielt in die Hände von Kritikern wie Prof. Gerhard Fröhlich von der Universität Linz, der Ablehnungsquoten als reinen Prestigeschmuck ansieht.
Die American Psychological Association (APA) berichtet für das Jahr 2013 eine Ablehnungsquote von satten 98 % für das Journal The Counseling Psychologist. Realistisch betrachtet birgt die Einreichung eines Artikelvorschlags in einem solchen Journal ein immens hohes Risiko der Ablehnung inklusive des zu berücksichtigenden Zeitverlustes für Peer Review und Mitteilung der Herausgeberentscheidung über die Einreichung. Dieser kann mithin zwischen sechs bis zwölf Monaten oder länger betragen.
Was aber treibt Wissenschaftler an, eine Einreichung in einem solchen Journal vorzunehmen? Vermutlich am ehesten der Sensationseffekt im Falle der Annahme und das Gefühl, eine publizistische Trophäe erbeutet zu haben. Die Passion für derartige Coups ist sicher auch dem harten Existenzkampf weit überwiegend befristet arbeitender Wissenschaftler geschuldet, die derartige Erfolge dringend brauchen, um für zukünftige Bewerbungsverfahren attraktiv zu bleiben (Prekäre Arbeitsbedingungen an deutschen Hochschulen).
mehr:
- Ablehnungsquoten wissenschaftlicher Journale (Ulrich Herb, Telepolis, 09.02.2016)
Je höher die Ablehnungsrate eines wissenschaftlichen Journals, desto exklusiver aus Sicht von Autoren das Privileg einer akzeptierten Einreichung. Und - so die Annahme - umso größer die Qualität der publizierenden Journale. Eine Untersuchung widerspricht nun dieser landläufigen Meinung und spielt in die Hände von Kritikern wie Prof. Gerhard Fröhlich von der Universität Linz, der Ablehnungsquoten als reinen Prestigeschmuck ansieht.
Die American Psychological Association (APA) berichtet für das Jahr 2013 eine Ablehnungsquote von satten 98 % für das Journal The Counseling Psychologist. Realistisch betrachtet birgt die Einreichung eines Artikelvorschlags in einem solchen Journal ein immens hohes Risiko der Ablehnung inklusive des zu berücksichtigenden Zeitverlustes für Peer Review und Mitteilung der Herausgeberentscheidung über die Einreichung. Dieser kann mithin zwischen sechs bis zwölf Monaten oder länger betragen.
Was aber treibt Wissenschaftler an, eine Einreichung in einem solchen Journal vorzunehmen? Vermutlich am ehesten der Sensationseffekt im Falle der Annahme und das Gefühl, eine publizistische Trophäe erbeutet zu haben. Die Passion für derartige Coups ist sicher auch dem harten Existenzkampf weit überwiegend befristet arbeitender Wissenschaftler geschuldet, die derartige Erfolge dringend brauchen, um für zukünftige Bewerbungsverfahren attraktiv zu bleiben (Prekäre Arbeitsbedingungen an deutschen Hochschulen).
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- Ablehnungsquoten wissenschaftlicher Journale (Ulrich Herb, Telepolis, 09.02.2016)
Vermeintliches Flash-Update installiert Mac-Malware
Mit einem angeblichen Flash-Update sollen Nutzer zur Installation von Schad-Software gebracht werden. Um die OS-X-Schutzfunktion Gatekeeper zu umgehen, setzen die Angreifer auch auf ein Apple-Entwickler-Zertifikat.
Ein angebliches Flash-Update will Mac-Nutzer derzeit wieder zur freiwilligen Installation von Schad-Software bringen, wie das SANS Internet Storm Center berichtet. Den Nutzern werde ein Browser-Dialog gezeigt, der zum Einspielen des vermeintlichen Updates auffordert und auf eine Download-Seite weiterführt.
Zertifikat gegen Gatekeeper
Um die in OS X integrierte Schutzfunktion Gatekeeper beim Öffnen des vermeintlichen Flash-Installers zu umgehen, benutzen die Angreifer ein Entwickler-Zertifikat. Das System warnt beim Öffnen zwar, dass die Datei aus dem Internet heruntergeladen wurde, führt diese aber aus, wenn der Nutzer auf "Öffnen" klickt.
Apple hat das in diesem Fall verwendete Zertifikat inzwischen offenbar zurückgezogen, allerdings könnten bereits wieder modifizierte Installer mit einem neuen Zertifikat im Umlauf sein. In der Standardeinstellung von OS X erlaubt Gatekeeper das Ausführen von mit Apples Entwickler-Zertifikat signierten Programmen sowie von Apps aus dem Mac App Store.
Der von Johannes B. Ullrich vom Internet Storm Center analysierte Installer spielte eine Scareware ein, die dem Nutzer Sicherheitsprobleme auf seinem Mac vorgaukelt und zur "Beseitigung" ein bezahltes Upgrade unterbreitet. Zugleich wird auch eine offenbar echte Flash-Version installiert.
mehr:
- Vermeintliches Flash-Update installiert Mac-Malware (Leo Becker, mac & i, 09.02.2016)
Ein angebliches Flash-Update will Mac-Nutzer derzeit wieder zur freiwilligen Installation von Schad-Software bringen, wie das SANS Internet Storm Center berichtet. Den Nutzern werde ein Browser-Dialog gezeigt, der zum Einspielen des vermeintlichen Updates auffordert und auf eine Download-Seite weiterführt.
Zertifikat gegen Gatekeeper
Um die in OS X integrierte Schutzfunktion Gatekeeper beim Öffnen des vermeintlichen Flash-Installers zu umgehen, benutzen die Angreifer ein Entwickler-Zertifikat. Das System warnt beim Öffnen zwar, dass die Datei aus dem Internet heruntergeladen wurde, führt diese aber aus, wenn der Nutzer auf "Öffnen" klickt.
Apple hat das in diesem Fall verwendete Zertifikat inzwischen offenbar zurückgezogen, allerdings könnten bereits wieder modifizierte Installer mit einem neuen Zertifikat im Umlauf sein. In der Standardeinstellung von OS X erlaubt Gatekeeper das Ausführen von mit Apples Entwickler-Zertifikat signierten Programmen sowie von Apps aus dem Mac App Store.
Der von Johannes B. Ullrich vom Internet Storm Center analysierte Installer spielte eine Scareware ein, die dem Nutzer Sicherheitsprobleme auf seinem Mac vorgaukelt und zur "Beseitigung" ein bezahltes Upgrade unterbreitet. Zugleich wird auch eine offenbar echte Flash-Version installiert.
mehr:
- Vermeintliches Flash-Update installiert Mac-Malware (Leo Becker, mac & i, 09.02.2016)
Sind deutsche Elitesoldaten im Irak?
Britische Zeitung berichtet von einem heldenhaftem Einsatz – Deutsches Verteidigungsministerium dementiert
Sind deutsche Spezialeinheiten mit anderen Eliteeinheiten gegen ISIS im Irak aktiv? Ja, das sind sie. Zumindest wenn man einem Bericht der britischen Boulevard-Zeitung Daily Mirror Glauben schenkt. Nein, deutsche Spezialkräfte kämpfen auf keinen Fall im Irak am Boden gegen ISIS, lautet jedoch die Antwort des Verteidigungsministerium.
"Das ist eine Falschmeldung. An dem Bericht ist nichts dran." Mit diesen Worten zitiert der Blog Augen geradeaus!, der die Meldung aufgriff und an offizieller Stelle nachhakte, einen Sprecher des Ministeriums von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU).
In dem Bericht des Daily Mirror vom vergangenen Freitag heißt es, dass ein Team bestehend aus Mitgliedern des Special Air Service (SAS) - eine Spezialeinheit der britischen Armee -, gemeinsam mit deutschen und US-amerikanischen Eliteeinheiten, die auf der Suche nach ISIS-Stellungen waren, in einen Hinterhalt gerieten. Der Einsatz im Norden des Iraks nahe der Stadt Mossul, so schreibt das Blatt, sei streng geheim gewesen.
mehr:
- Sind deutsche Elitesoldaten im Irak? (Marcus Klöckner, Telepolis, 09.02.2016)
Sind deutsche Spezialeinheiten mit anderen Eliteeinheiten gegen ISIS im Irak aktiv? Ja, das sind sie. Zumindest wenn man einem Bericht der britischen Boulevard-Zeitung Daily Mirror Glauben schenkt. Nein, deutsche Spezialkräfte kämpfen auf keinen Fall im Irak am Boden gegen ISIS, lautet jedoch die Antwort des Verteidigungsministerium.
"Das ist eine Falschmeldung. An dem Bericht ist nichts dran." Mit diesen Worten zitiert der Blog Augen geradeaus!, der die Meldung aufgriff und an offizieller Stelle nachhakte, einen Sprecher des Ministeriums von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU).
In dem Bericht des Daily Mirror vom vergangenen Freitag heißt es, dass ein Team bestehend aus Mitgliedern des Special Air Service (SAS) - eine Spezialeinheit der britischen Armee -, gemeinsam mit deutschen und US-amerikanischen Eliteeinheiten, die auf der Suche nach ISIS-Stellungen waren, in einen Hinterhalt gerieten. Der Einsatz im Norden des Iraks nahe der Stadt Mossul, so schreibt das Blatt, sei streng geheim gewesen.
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- Sind deutsche Elitesoldaten im Irak? (Marcus Klöckner, Telepolis, 09.02.2016)
Großbritannien: Erneut parlamentarische Rüge für Überwachungsgesetz
Für das geplante Überwachungsgesetz IPB läuft es auf seiner ersten Runde durchs britische Parlament nicht gut. Nun hat der zweite Ausschuss nach einer intensiven Prüfung massive Kritik geäußert. An mehreren Stellen müsse dringend nachgearbeitet werden.
Nach dem Ausschuss für Wissenschaft und Technologie hat nun auch der Ausschuss für Geheimdienste und Sicherheit des britischen Parlaments unerwartet scharf das geplante Überwachungsgesetz der Regierung kritisiert. Insgesamt liefere das sogenannte Investigatory Powers Bill nicht die Klarheit, die im Bereich der Geheimdienstarbeit so dringend nötig sei, beklagen der Abgeordneten: "Der Entwurf scheint unter Zeitmangel und nach ungenügender Vorbereitung entstanden zu sein." Zwar sei man sich des Zeitdrucks bewusst, der auf der Regierung laste, trotzdem dränge man auf eine vollständige und klare juristische Grundlage für die Geheimdienstarbeit.
Datenschutz nur stiefmütterlich behandelt
Das Gremium hat sich auf jene Bereiche des Gesetzentwurfs konzentriert, die sich auf die Kompetenzen der Geheimdienste beziehen und fordert wesentliche Änderungen in gleich mehreren Bereichen. So schreiben die Parlamentarier, dass sie allgemeingültige Regeln zum Datenschutz erwartet hatten. Stattdessen behandle der Entwurf dieses wichtig Thema eher stückweise, was die Schutzmaßnahmen untergrabe. Deswegen müsse ein ganzer Teil ergänzt werden, der sich übergeordnet dem Datenschutz widme. Dieser Teil solle das Rückgrat des Gesetzes bilden, um den herum die außergewöhnlichen Kompetenzen der Geheimdienste begründet werden.
In Bezug auf die Regeln zur sogenannten Gerätemanipulation ("Equipment Interference") kritisiert der Ausschuss, dass nur der Zugriff auf Geräte zur Informationsgewinnung (Computer Network Exploitation) geregelt werde. Eingriffe aus einem anderen Zweck müssten weiter unter Rückgriff auf mehr als 20 Jahre alte Regeln erfolgen, sollten aber eigentlich auch erfasst werden. Außerdem habe man nicht genug Argumente für massenhafte Gerätemanipulationen ("‘Bulk’ Equipment Interference") – die "gezielte" sollte ausreichen.
mehr:
- Großbritannien: Erneut parlamentarische Rüge für Überwachungsgesetz (Martin Holland, heise News, 09.02.2016)
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Nach dem Ausschuss für Wissenschaft und Technologie hat nun auch der Ausschuss für Geheimdienste und Sicherheit des britischen Parlaments unerwartet scharf das geplante Überwachungsgesetz der Regierung kritisiert. Insgesamt liefere das sogenannte Investigatory Powers Bill nicht die Klarheit, die im Bereich der Geheimdienstarbeit so dringend nötig sei, beklagen der Abgeordneten: "Der Entwurf scheint unter Zeitmangel und nach ungenügender Vorbereitung entstanden zu sein." Zwar sei man sich des Zeitdrucks bewusst, der auf der Regierung laste, trotzdem dränge man auf eine vollständige und klare juristische Grundlage für die Geheimdienstarbeit.
Datenschutz nur stiefmütterlich behandelt
Das Gremium hat sich auf jene Bereiche des Gesetzentwurfs konzentriert, die sich auf die Kompetenzen der Geheimdienste beziehen und fordert wesentliche Änderungen in gleich mehreren Bereichen. So schreiben die Parlamentarier, dass sie allgemeingültige Regeln zum Datenschutz erwartet hatten. Stattdessen behandle der Entwurf dieses wichtig Thema eher stückweise, was die Schutzmaßnahmen untergrabe. Deswegen müsse ein ganzer Teil ergänzt werden, der sich übergeordnet dem Datenschutz widme. Dieser Teil solle das Rückgrat des Gesetzes bilden, um den herum die außergewöhnlichen Kompetenzen der Geheimdienste begründet werden.
In Bezug auf die Regeln zur sogenannten Gerätemanipulation ("Equipment Interference") kritisiert der Ausschuss, dass nur der Zugriff auf Geräte zur Informationsgewinnung (Computer Network Exploitation) geregelt werde. Eingriffe aus einem anderen Zweck müssten weiter unter Rückgriff auf mehr als 20 Jahre alte Regeln erfolgen, sollten aber eigentlich auch erfasst werden. Außerdem habe man nicht genug Argumente für massenhafte Gerätemanipulationen ("‘Bulk’ Equipment Interference") – die "gezielte" sollte ausreichen.
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- Großbritannien: Erneut parlamentarische Rüge für Überwachungsgesetz (Martin Holland, heise News, 09.02.2016)
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