Donnerstag, 24. März 2016

Über mein Verhältnis zur Seriosität

Seit Beginn der Ukraine-Krise habe ich die Lektüre bzw. das Zitieren bestimmter Personen und Websites vermieden: Sie erschienen mir zu abgedreht, und ich war sehr darauf bedacht, möglichst verlässliche Informationen präsentieren zu können.
Wie enttäuscht und erschrocken war ich dann, als ich bemerkte, daß in unseren Leitmedien über bestimmte, mir wichtige Themen überhaupt nicht, und über andere völlig »gleichgeschaltet« berichtet wurde. In den 70er Jahren hätte ich, so dachte ich, davon ausgehen können, daß die sogenannte Krim-Annexion in der »Welt« und der »FAZ« pro-USA, im SPIEGEL und der ZEIT aber eher Putin-verstehend berichtet worden wäre.
Mehrere Vorfälle haben mich völlig entsetzt und dazu gebracht, unsere Leitmedien eher selten zu konsultieren:

1. Die stark tendenziöse Berichterstattung über den MH-17-Abschuß und den angeblich menschenverachtenden Umgang der Ostukrainer mit den Leichen und den Besitztümern der Opfern; siehe dazu

Ukraine 13 – Unser westliches System und die MH 17-Berichterstattung (27.07.2014, zuletzt aktualisiert am 14.09.2014)

2. die »gefärbte« Nachrichten-Berichterstattung in der ARD und dem ZDF (z. B. die eindeutig propagandistische Sendung der Tagesthemen über die angebliche Paria-Position Putins auf dem G20-Gipfel in Brisbane); siehe dazu

Tagesschau sachlich und objektiv: »Putin, einsam und verlassen«, Post, 19.11.2014)
Wenn mir sowas jemand vor noch drei Jahren erzählt hätte, ich hätte es nicht glauben wollen!

3. die Nicht-Weiterbeschäftigung von Journalisten (Moritz Gathmann und Alisa Bauchina) bei der ZEIT, weil sie vorher für RT deutsch tätig waren; siehe dazu

- Neue Feindsender? (Paul Schreyer, Telepolis, 25.04.2014) 
[Ich hätte nie und nimmer geglaubt, daß es sowas – eine Art Berufsverbot – in Deutschland gibt!] und

4. die vier Tage lang andauernden medialen Aufgeregtheiten über

Die – zumindest teilweise – Vernichtung eines gepanzerten russischen Phantom-Konvois (15.08.2014): vier oder fünf Tage lang droht in unseren Leitmedien der 3. Weltkrieg, und dann ist von dem Konvoi nichts, aber auch überhaupt nichts mehr [null, niente, nada!] zu hören 
– und niemandem in unserer Qualitätsmedien-Landschaft scheint das aufzufallen.

Nachdem mir die Beschäftigung mit der Ukraine zu dumm wurde: immer wieder Quellen überprüfen, Unwahrheiten oder Halbwahrheiten rauszusieben versuchen, zusätzliche Quellen suchen

und mir die Anzahl der Falsch- oder der tendenzösen Meldungen über den Kopf wuchsen (dummes Zeug ist innerhalb weniger Minuten in die Tastatur gehauen, es zu widerlegen dauert Stunden!), beschäftigte ich mich mehr mit der Art der medialen Inszenierung selber (also: wie wird die Geschichte erzählt) – und mußte zu meinem Entsetzen feststellen, daß es Themengebiete in unserer deutschen Geschichte gibt, für die wir kein für mich akzeptables gemeinsames Narrativ haben: 

Zum Beispiel gab es in meiner Heimatstadt Idar-Oberstein nach dem Krieg ein Lager, in welchem die Gefangenen regelmäßig – sei es von den Amerikanern, sei es von den Franzosen – gequält (und auch verprügelt) wurden. (Mein Deutschlehrer aus meiner Gymnasialzeit hat einen entsprechenden Artikel aus den inzwischen nicht mehr existierenden »Idar-Obersteiner Nachrichten« (der Tageszeitung meiner Kindheit) nachrecherchiert, sein Buch hat er nach einer Klage zurückgezogen) siehe dazu:

- Das Internierungslager in Algenrodt (Post, 01.11.2014)

Ich bin mir nach dem, was ich alles über die Vorfälle im Iran und Irak, in Chile und vor allem im ehemaligen Jugoslawien gelesen habe, auch nicht mehr so sicher, daß Hitler tatsächlich den Zweiten Weltkrieg wollte – wozu hätte er dann soviel Geld in den nie fertiggewordenen »Koloss von Rügen« (Jochen Lambernd, NDR, 07.03.2016) stecken sollen 

(Frage von jemandem, der sich immer mehr um die Erzählung der Geschichte kümmert: Warum ist eine  Saturn V-Rakete ein »Meisterwerk amerikanischer Ingenieurskunst« [Trägerraketen: Saturn V, Raumfahrtkalender], während Prora »eindrucksvoll den Größenwahn der Hitler-Zeit dokumentiert« (so Lambernd in seinem Artikel) – obwohl (nächster Satz in dem Artikel) »der Gesamtentwurf auf der Weltausstellung in Paris 1937 sogar mit dem Grand Prix ausgezeichnet« wurde? Wieso scheint es auch 70 Jahre nach der Hitler-Diktatur notwendig, Leistungen aus dieser Zeit und aus diesem Kontext negativ zu konnotieren?
 – aber da lasse ich vorerst mal die Finger von, das ist für meinen Kenntnisstand (und für die jetzige Zeit) noch ein zu heißes Eisen.

Was für mich inzwischen klar ist:

- Menschen, die dem gemeinsamen deutschen/westlichen Narrativ nicht folgen, werden (wahrscheinlich zur Aufrechterhaltung einer gemeinsamen Realität) zu Außenseitern gemacht, entweder öffentlich medial hingerichtet (siehe Eva Hermann, CDU-Politiker Jenninger oder Thilo Sarrazin) – oder totgeschwiegen – am besten beides. siehe zu diesem Punkt
- Eva Herman: Hat sie oder hat sie nicht? (Post, 19.10.2007)

- Die Probleme mit einer gemeinsamen nationalen Realität sehen wir zur Zeit in Polen, in der Ukraine und in einigen ehemaligen Ostblockstaaten auch. Zu den Parias unserer gemeinsamen Medien- und politischen Realität gehören z. B. Paul Craig Roberts und Willy Wimmer.

siehe dazu:
- Menschen, die mir während der Ukraine-Krise positiv aufgefallen sind (Post, 17-09-2014)

- Das Ausmaß, in welchem die USA Menschen, Medien und Nachrichten manipulierten (und auch jetzt noch manipulieren), ist kaum faßbar. siehe dazu:

- Der Fall Wilhelm Reich (Post, 15.09.2013) und
- Church Committee (Wikipedia)

- Die Unfähigkeit unserer Leitmedien, Falsch- und tendenziöse Berichterstattung zuzugeben ist erschreckend, für mich Resultat eines gewaltigen Konformitätsdrucks. Siehe dazu:

- Der Gruppendruck in der westlichen Wertegemeinschaft – Cicero: »Es kann uns keiner vorwerfen…« (Post, 20.12.2015)
dazu auch:
- Medienkritik: Anweisungen ohne Anweisungen (Marcus Klöckner, Telepolis, 03.02.2016)
- Erregungsbereitschaft und Schießbefehl (Mathias Bröckers, Telepolis, 03.02.2016)


Am meisten hat mich aber erschreckt, 

1. wie sehr Deutschland (wie sehr die gesamt NATO) vor den USA kuscht; siehe dazu:
Victoria Nuland: »Fuck the EU« in 
- Der Ukraine-Konflikt 6 – Wer stoppt die USA? (Post, 25.04.2014) und

2. was sich die amerikanischen Geheimdienste alles erlauben können. 


Zu Punkt 1 (Stichwort »Kanzlerakte«) gibt es zwei Videos mit Gesprächen mit Egon Bahr (Ukraine 13 – Unser westliches Propaganda-System am Beispiel der MH 17-Berichterstattung, Post, 27.07.2014) 


Zu Punkt 2 siehe:

- Dianne Feinstein, CIA, NSA (Post, 09.08.2014)

Ein besonders beeindruckendes Beispiel für die Manipulierbarkeit unseres Medien-Systems und unserer intellektuellen Elite (und für das »Hinausstellen« von Menschen anderer Meinung, sprich: Peter Handke) ist der Kosovo-Krieg. siehe dazu:

- Frieden muss gestiftet werden – Europas Sündenfall: der Kosovo-Krieg (Post, 24.11.2014)




Was verschwiegen wird: Kopp Online so erfolgreich wie noch nie
Von einem Rekord zum nächsten: Im September 2015 feierte Kopp Online bereits das Allzeithoch und hatte mehr Leser als je zuvor. Nur einen Monat später wird auch dieser Rekord von einem neuen abgelöst. Das zeigen wieder die neuesten Zahlen der IVW. Im Oktober sind wir noch einmal um 2,5 Prozent gewachsen. Die Zahl der Besuche stieg von 5,98 Millionen auf 6,13 Millionen. Besonders beeindruckend fällt aber der Jahresvergleich aus – also das Wachstum seit Oktober 2014: Wir haben um 56 Prozent zugelegt!
Der Branchendienst Meedia würfelt mit den IVW-Zahlen Monat für Monat eine eigene Top-50 der deutschen Nachrichtenseiten zusammen. Kopp Online könnte mittlerweile dort auf Platz 26 landen, wenn Meedia alternative Angebote nicht klammheimlich zensieren würde. [„Lügenpresse“ vs. „Propaganda“: Warum alternative und nicht-westliche Medien auf dem Vormarsch sind, Pravda-tv, 15.11.2015]


Langer Rede kurzer Sinn:
Ich werde in Zukunft auch Artikel von der Internet-Seite des »esoterisch-bekloppten« Kopp-Verlages posten, wenn es mir im Kontext sinnvoll erscheint! 
Howgh!

siehe auch:
- Warum schweigen die Lämmer? – Der Mensch im Geflecht von Medien, Manipulation und Macht (Post, 16.07.2016)

Der Mars greift an

Zum Neoliberalismus gehört der Krieg. Über die NATO-Aggression 1999 gegen Jugoslawien und ­darüber, dass »Deutsche wieder töten, aber nicht ­sterben dürfen«

Am heutigen Mittwoch feiert der marxistische Philosoph Wolfgang Fritz Haug seinen 80. Geburtstag. Der Emeritus der Freien Universität Berlin ist Mitbegründer und Herausgeber der seit 1959 erscheinenden Zeitschrift Das Argument und zudem Mitherausgeber der kritischen Gesamtausgabe der »Gefängnishefte« von Antonio Gramsci sowie des »Historisch-kritischen Wörterbuchs des Marxismus«. Wir gratulieren Haug und veröffentlichen aus seinem jüngst erschienenen»Werkstatt-Journal 1990–2000«an dieser Stelle Auszüge, in denen er sich kritisch mit dem NATO-Krieg gegen Jugoslawien auseinandersetzt, der am Donnerstag vor 17 Jahren begann. (jW)

28. März 1999
Krieg gegen Jugoslawien. – Die FAZ radikalisiert, wie die Alldeutschen im Ersten Weltkrieg, die Ziele des Krieges. Autonomie des Kosovo genügt ihnen nicht mehr. Nun soll es herausgelöst werden aus dem Staatsverband. Derweil erscheint im Feuilleton die radikalste Kritik an diesem Krieg (Robert Menasse). Die Aufnahmefähigkeit dieser Zeitung kennt kaum Grenzen – im Feuilleton. Klugheit, gemischt mit Verachtung. (…)

Wenige Tage vor dem Angriff auf Jugoslawien erklärte der deutsche NATO-General Naumann: »Wir werden nicht dulden, dass es in Europa Krieg gibt.« Das war die Kriegserklärung, die erste in Europa seit 1945. Ähnliche Heuchel-Paradoxe sammelte Robert Menasse (»Serbische Lektionen«, FAZ, 27.3.): Der Expazifist Fischer legitimiert die Aggression mit dem Satz: »Aggression darf sich nicht lohnen.« Verantwortlich für Bomben auf Belgrad zum Schutz von Separatisten ist ein Bündnis von Ländern, die seit Jahren Separatisten bei sich als Terroristen bekämpfen: Spanien (die Basken), England (die Iren), Türkei (die Kurden) – und eines Landes, der Bundesrepublik, das es für selbstverständlich ansah, dass eine Separation mit Wiedervereinigung zu Bedingungen des Stärkeren enden muss. »Bombenflugzeuge zum Schutz der Albaner starten von den Flughäfen jenes Landes (Italien), von dessen Häfen die Schiffe mit Albanern wieder ins offene Meer geschickt werden.« Österreich lässt seit einem halben Jahrhundert den staatsvertraglich zugesicherten Anspruch der slowenischen Minderheit auf eigne Ortstafeln und slowenisch erteilten Schulunterricht unerfüllt. Im Namen der Nichtwiederholung des Weltkriegs wird der dritte herbeigeredet. Die UNO ist bereits so ausgeschaltet wie seinerzeit der Völkerbund.

Dass der Informationskreis geschlossen ist, verrät das Fernsehen, wenn es »live« in sogenannte Krisengebiete schaltet und der dortige Korrespondent auf die Frage, welche Kenntnisse er habe, sagt, »dieselben wie Sie zu Hause! Wir schauen die ganze Zeit CNN!« – Die Feuilleton-Redaktion, erschrocken ob ihrer eigenen Kühnheit, diese Äußerung abgedruckt zu haben, eskortiert sie mit einer Kritik an Handke, der den Krieg zuvor kritisiert hatte, Kritik freilich vorgeblich nicht an seiner Kriegskritik, sondern an der dabei gebrauchten Metaphorik. Handke hatte geschrieben: »Der Mars greift an, und seit dem 24. März sind Serbien, Montenegro, die Republika Srbska und Jugoslawien das Vaterland für alle, die keine Marsianer und grüne Schlächter geworden sind.«

29. März 1999
Krieg gegen Jugoslawien. – Der russische Premierminister befand sich auf dem Flug nach Washington, als ihn die Nachricht von der Bombardierung Jugoslawiens durch die NATO unter amerikanischer Führung erreichte. Er ließ das Flugzeug umdrehen. Der Petersburger Schriftsteller Viktor Kriwulin (»Der neue Kalte Krieg«, FAZ, 27.3.) interpretiert dies als Kehrtwende der russischen Politik und als »ebenso symbolischen Akt wie der Schuss von 1914«, der den Ersten Weltkrieg ausgelöst hat. Primakows Befehl, die Maschine umdrehen zu lassen, ein defensiver und reaktiver Akt, erscheint nun im Organ der hiesigen Kriegstreiber (denn als solche betätigen sich die politischen Redakteure der FAZ seit Jahren) als »Erklärung eines neuen ›Kalten Krieges‹«. Kriwulins Artikel ist interessant, weil er die Dynamik der möglichen Entgrenzung des Krieges gegen Jugoslawien zeigt.

mehr:
- Der Mars greift an (in: Wolfgang Fritz Haug: Jahrhundertwende – Werkstatt-Journal 1990–2000. Argument Verlag, Hamburg 2016, 877 Seiten, 38 Euro (auch im jW-Shop erhältlich) bezahlfrei noch auf Haugs Internet-Präsenz)

siehe auch:

- Frieden muss gestiftet werden – Europas Sündenfall: der Kosovo-Krieg (Post, 24.11.2014)
- Die ehemaligen Satellitenstaaten (in: Manfred Peter, Russlands Platz in Europa [Dokumente und Schriften der Europäischen Akademie Otzenhausen e.V.; Bd. 94], Duncker & Humblot, Berlin, 2001, GoogleBooks, S. 117ff.)
- Selbstzerstörung als Drohung – Zur Modellierung des Kosovo-Kriegs (Bernhard Prosch, Sören Petermann in: Behnke, Plümper, Burth (Hrsg.), Jahrbuch für Handlungs- und Entscheidungstheorie, Bd. 3, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2004, GoogleBooks, S. 95f.)
- Konträre moralische Intuitionen (in: Lothar Fritze, Die Tötung Unschuldiger – Ein Dogma auf dem Prüfstand, de Gruyter, Berlin, 2004, GoogleBooks, S. 18ff.)
- Zum Erfolg verdammt, zum Scheitern verurteilt? – Zur pragmatischen Komplexität humanitärer Interventionen (Karsten Malowitz in: Münckler, Malovitz (Hrsg.), Humanitäre Intervention – Ein Instrument außenpolitischer Konfliktbeareitung, VS Verlag für Sozialwissenschaften, GoogleBooks, S. 143)


Oliver Stone: Obama – Wolf im Schafspelz

KenFM im Gespräch mit: Prof. Rainer Mausfeld ("Warum schweigen die Lämmer?") {1:38:19 – Start bei 51:06}

KenFM
Am 02.10.2018 veröffentlicht
Dass Professor Rainer Mausfeld es im Alter von 68 Jahren mit seinen Vorträgen noch zu einem Millionenpublikum bringen würde, hätte er selbst vermutlich als Letzter vermutet. Doch ganz offensichtlich trifft er mit seinen Inhalten, verbildlicht durch die inzwischen weitläufig bekannte politische Metapher der „schweigenden Lämmer“, den Nerv der Zeit. Es ist, als hätten wir jahrelang eine dunkle Vermutung gehegt und endlich spricht sie einmal jemand aus – Unsere Demokratie ist bei weitem nicht so demokratisch, wie sie uns verkauft wird.
Nun ist der Kaiser also nackt. Dennoch hält sich die gesellschaftliche Empörung in Grenzen. Wie lässt sich das erklären? Professor Mausfeld ist überzeugt: Es liegt an der Beschaffenheit des Kaisers, der nicht mehr in schicker, feudaler Tenue, sondern in Form unpersönlicher, intransparenter und abstrakter Machtstrukturen daherkommt. Genannte Strukturen, man kann sie auch als Elitenetzwerke bezeichnen, bedienen sich des Begriffes der Demokratie, weil er sich für sie als ideale Revolutionsprophylaxe in Zeiten zunehmend feudal anmutender sozialer Ungleichheit herausgestellt hat. Da diese Verschleierungstaktik, bei der ideologisch aufgeladene Begriffe inhaltlich in ihr Gegenteil verkehrt werden, sich zu Indoktrinationszwecken als besonders effektiv erwiesen hat, kommt sie auch in aller Regelmäßigkeit zur Anwendung. So z.B. bei Wörtern wie „Globalisierung“ oder „freie Märkte“, welche der desorientierten Bevölkerung als naturgegebene Phänomene verkauft werden, um über das in ihrer neoliberalen Interpretation verankerte Recht des Stärkeren hinwegzutäuschen.
Hieraus ergibt sich die Aufgabe, die Kluft zwischen dem vorgegaukeltem und dem eigentlichen Wortsinn, zwischen PR und Realität, zu überwinden, mit dem Ziel sich dabei Schritt für Schritt an das Ideal demokratischer Verhältnisse im Sinne der Aufklärung anzunähern. Dafür bedarf es nicht nur der intellektuellen Bewaffnung und Bewusstwerdung über die subtilen Techniken der Meinungskontrolle des Einzelnen, sondern vor allem auch des Eingeständnisses, dass man einem gigantischen Betrug aufgesessen ist.
Professor Mausfelds Buch „Warum schweigen die Lämmer?“, welches die Inhalte des beliebten gleichnamigen Vortrages weiter vertieft, kann diesen kollektiven Aufwachprozess mit anschieben. Ins Handeln kommen müssen wir dann aber schon selber.
Inhaltsübersicht:
0:04:56 Der Kaiser ist nackt – wir wissen es alle
0:13:15 Der „Feind“ ist abstrakt
0:21:50 Aber wir haben doch eine Demokratie…
0:31:16 Wie wichtig ist Repräsentation in einer Demokratie?
0:40:43 Meinungsmanagement
0:57:29 Definition von Links und Rechts: ein „Haufen Spaghetti“
1:03:02 Chemnitz aktuell – Ablenken von den wahren Problemen
1:13:25 Programme zur Angst-Induktion
1:20:37 Für das Warten auf bessere Zeiten ist keine Zeit
1:34:08 Feedback aus der Bevölkerung
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Oliver Stone: Obama a Wolf in Sheep's Clothing [14:17]

Gabbee
Am 28.12.2012 veröffentlicht
Americans are living in an Orwellian state argue Academy Award-winning director Oliver Stone and historian Peter Kuznick, as they sit down with RT to discuss US foreign policy and the Obama administration's disregard for the rule of law.
Both argue that Obama is a wolf in sheep's clothing and that people have forgiven him a lot because of the "nightmare of the Bush presidency that preceded him."
"He has taken all the Bush changes he basically put them into the establishment, he has codified them," Stone told RT. "It is an Orwellian state. It might not be oppressive on the surface, but there is no place to hide. Some part of you is going to end up in the database somewhere."
According to Kuznick, American citizens live in a fish tank where their government intercepts more than 1.7 billion messages a day. "That is email, telephone calls, other forms of communication."
RT's Abby Martin in the program Breaking the Set discusses the Showtime film series and book titled The Untold History of the United States co-authored by Oliver Stone and Peter Kuznick.

Full Documentary - Bush & Obama Age Of Terror - The Untold History of the United States [58:39]

TheHunter scholargypsys
Am 15.08.2018 veröffentlicht
Oliver Stone and his collaborators focus on the wars in both Iraq and Afghanistan during the Bush administration.
The Film presents how many American lives were lost as well as the torture incidents that American soldiers were involved in.
As for the conspiracies involved, it also presents the personal motive of Bush was more of a personal vendetta against Saddam Hussein rather than catching the terrorists who were guilty of the September 11 attacks in New York.
Added to that, it also tries to portray how the Bush administration attempted to manipulate the terror warnings to the Americans to fulfill their political motives

siehe auch:
Friedensnobelpreisträger und Narzisst rüsten auf (22.03.2016)
Edward Snowden als Ziel des Angriffs auf Lavabit enthüllt (24.03.2016)
Daniel Ellsberg, Vater aller Whistleblower (03.03.2016)
Vertuschung von CIA-Staatsmorden (03.03.2016)
Die Nato und der Neoliberalismus – Jugoslawien war nur der Anfang (12.02.2016)
Willy Wimmer: »Es gibt ein NATO-Netzwerk in den deutschen Medien« (23.01.2016)
Angstmanagement und die auffällige Häufung vom Terroranschlägen (Michael Lehnerüber den von Christoph Hörstel verwendeten Begriff des Terrormanagements, NEOPresse, 20.01.2016)
Obamas Todesliste im Krieg gegen den Terror im Netz (02.01.2016)
Der Abschuß von KAL 007: Das westliche Narrativ in der Schlacht um die Deutungshoheit (Post, 30.12.2015)
Russland in Atem halten – USA verkaufen ihre expansionistischen Bestrebungen als Angst (Post, 27.11.2015)
Able Archer 83: "Um Haaresbreite" (Post, 13.11.2015)
Nato probt den hybriden Krieg und den Cyberwar (02.09.2015)
Täuschung - Die Methode Reagan, Ressourcenkriege und medial vemittelte Feindbilder (Post, 14.05.2015)
Wer verdient am Krieg? (07.01.2015)
Die CIA bei den Uiguren (07.12.2014)
China protestiert gegen den Aufbau eines amerikanischen Raketenabwehrsystems in Südkorea (28.11.2014)
Wimmer: Für USA geht Macht vor Recht (Post, 28.11.2014)
Noam Chomsky – The Ideology of the Ruling Elite (Post, 28.11.2014)
Zbigniew Brzezinski, Die einzige Weltmacht (Post, 28.11.2014)
Frieden muss gestiftet werden (24.11.2014)
Speech on America (Boston Legal) (Post, 17.11.2014)
Heute vor 44 Jahren – 4. September 1970: Salvador Allende wird zum Präsidenten Chiles gewählt (19.10.2014)
Dianne Feinstein, CIA, NSA (09.08.2014) 
Ukraine 10 - Joe Bidens Sohn fällt die Treppe hoch (12.05.2014, zuletzt aktualisiert am 29.10.2014)
Die US-amerikanische Außenpolitik (27.04.2014)

Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik? (25.03.2014, zuletzt aktualisiert am 26.07.2014) 
Der Ukraine-Konflikt 6 – Wer stoppt die USA? (25.04.2014, zuletzt aktualisiert am 28.10.2014)

»Der größte Einzelerfolg der CIA« (01.05.2012)
Lachen ist gesund! – Die Vierte (03.11.2006)
Ich kann gar nicht so viel essen… (Eliot Weinberger in Lettre International, Was ich hörte vom Irak, 25.03.2006)

Edward Snowden als Ziel des Angriffs auf Lavabit enthüllt

Lavabit war ein Anbieter eines Webmail-Service und ein US-amerikanisches Unternehmen, das verschlüsselte E-Mail-Dienste anbot. Der Dienst wurde im Jahr 2004 von Ladar Levison gegründet und am 8. August 2013 von ihm als Betreiber eingestellt.[1][2]
Lavabit wurde von Programmierern aus Texas als eine Antwort auf den Dienst Gmail gegründet, da Bedenken zur Wahrung der Privatsphäre bestanden. Die Seite bot ihren Benutzern die Möglichkeit, deren E-Mails in einem hohen Maße asymmetrisch zu verschlüsseln. Der Dienst wurde vom Weblog Ghacks als „der momentan wohl sicherste, private E-Mail-Dienst“ bezeichnet. Im Juli 2013 hatte Lavabit 350.000 Benutzer und bot kostenfreie sowie bezahlte Konten an, der mögliche Speicherplatz pro Benutzer betrug zwischen 128 Megabyte und 8 Gigabyte.[3][4]
Über Lavabit wurde in den Medien berichtet, als bekannt wurde, dass der Whistleblower Edward Snowden den Dienst verwendete, um mit den Anwälten von Human Rights Watch und Aktivisten zu kommunizieren, als er sich auf dem Flughafen Moskau-Scheremetjewo in Moskau befand.[5] [Lavabit, Wikipedia]
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Die US-Regierung hat versehentlich ein offenes Geheimnis gelüftet: Bei ihrem massiven Vorgehen gegen den E-Mail-Anbieter Lavabit ging es im Sommer 2013 um Edward Snowden. Das steht in einem nicht ausreichend geschwärzten Gerichtsdokument.
Durch einen Fehler bei der Schwärzung von Gerichtsdokumenten ist jetzt endlich offiziell, was seit mehr als zwei Jahren als sicher galt: Bei ihrem massiven Vorgehen gegen den sicheren E-Mail-Anbieter Lavabit ging es der US-Regierung um Informationen über deren prominentesten Kunden: Edward Snowden. Das steht schwarz auf weiß in Gerichtsdokumenten, die vor einigen Tagen fast unbemerkt veröffentlicht wurden und inzwischen auf Cryptome stehen. Wie Wired erläutert, hatte ein Gericht die Veröffentlichung angeordnet, aber verfügt, dass jegliche Information über die Zielperson geschwärzt werden müsse. Das hat jedoch nicht ganz geklappt.

Kampf gegen die Behörden
Lavabit und dessen Gründer Ladar Levison waren 2013 einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. Als Edward Snowden sich zu den NSA-Enthüllungen bekannte, war auch auch seine E-Mail-Adresse veröffentlicht worden: Ed_Snowden@lavabit.com. Die US-Regierung wollte den Account überwachen und wandte sich hinter den Kulissen an Levison. Der weigerte sich vehement, die verlangte Hilfe zu leisten, und lieferte sich ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Behörden. Wie später bekannt wurde, hatte die Regierung die Herausgabe der privaten SSL-Schlüssel von Lavabit gefordert, was die Privatsphäre aller seiner Kunden ausgehebelt hätte. Levison musste sich trotzdem fügen, druckte einen verlangten SSL-Schlüssel aber in Schriftgröße 4 Punkt auf 11 Seiten aus – wodurch er nutzlos blieb. Nach weiteren juristischen Niederlagen musste er alle öffentlichen und privaten SSL-Schlüssel herausrücken, schloss aber gleichzeitig Lavabit.

mehr:
- Schwärzung vergessen: Edward Snowden als Ziel des Angriffs auf Lavabit enthüllt (Martin Holland, heise online, 18.03.2016)

siehe auch:
- Asyl für Snowden: US-Regierung drohte wohl Deutschland (Martin Holland, heise online, 19.03.2016)



Mittwoch, 23. März 2016

Heute vor 250 Jahren – 23. März 1766: Der Madrider Hutaufstand

Spanier wollen die alten Hüte behalten
Als Karl III. (1716-1788) 1759 König von Spanien wurde, beendete er den zuvor herrschenden Schlendrian. Als Vertreter des »Aufgeklärten Absolutismus- (»Dispotismo llustrado«) verpasste er dem rückständigen Land Straßenbeleuchtungen und Abwassersysteme, errichtete Nutzbauten und besiedelte karge Landstriche. Spanien blühte auf, die Einwohnerzahl stieg von 6 Mio. auf 10,5 Mio. Menschen. Karl beschnitt nicht nur radikal den Einfluss der Kirche, sondern verfügte im März 1766 auch die Abschaffung des traditionellen langen Mantels sowie der breitkrempigen Hüte zugunsten der moderneren französischen Kleidung. 

Soldaten versuchen einem Bürger seinen altspanischen breitkrempigen Hut abzunehmen,
Straßenszene in Madrid, 1766
Die überforderten traditionalistischen Spanier richteten ihre Wut vor allem gegen Karls italienischen Minister Marques de Esquilache (1699-1785), den er aus seiner Zeit als König von Neapel und Sizilien (1735-59) mitgebracht hatte: Heute vor 250 Jahren brach der »Madrider Hutaufstand« aus, der rasch auf andere Städte Spaniens übergriff und an dem sich etwa 50000 Menschen beteiligten. Karl, der zunächst gemeint hatte, die Spanier seien wie Kinder, die schreien, wenn man ihnen das Gesicht wäscht, musste aus Madrid fliehen, den Italiener entlassen und das Militär einsetzen. Da er die Jesuiten als Drahtzieher des Aufstands im Verdacht hatte, ließ er den Orden 1767 aus Spanien und Lateinamerika ausweisen.
Harenberg - Abenteuer Geschichte 2016 

Madrider Hutaufstand im folgenden Video ab 1:50:
Geschichtlicher Rückblick von 23.03.-29.03. [5:14]


Veröffentlicht am 27.05.2015
Die ersten Wahlen in der Ukraine nach der Orangenen Revolution, der erste Flug eines Hundes ins Weltall oder der Madrider Hutaufstand, dies und mehr in dieser Folge von WikiVid Geschichte. Mehr dazu auf: https://wikivid.eu/de/VIDs-Seite/603/...

Dienstag, 22. März 2016

Bernie Sanders, Hillary Clinton und das Geld

Der US-Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei, Bernie Sanders, hat die korrumpierende Rolle des Geldes in der Politik zu einem zentralen Thema seiner Kampagne gemacht. Er argumentiert, dass die Reichen durch die finanzielle Unterstützung von Wahlkämpfen und politischen Kampagnen den politischen Prozess kontrollieren. Dies führe zu einem politischen System, das sehr effektiv darin sei, die Interessen von Wall Street, Versicherungen und Pharma-Industrie zu bedienen. Es sei weit weniger effektiv darin, den Bedürfnissen der einfachen Menschen gerecht zu werden.

Diese Positionierung hat im Rennen um die Präsidentschafts-Kandidatur der Demokratischen Partei zu einer interessanten Dynamik geführt. Sanders’ Kontrahentin Hillary Clinton hat dessen Behauptung umgedreht und ihn aufgefordert, zu zeigen, wo sie eine politische Position geändert habe, um den Interessen der Reichen zu dienen.

Dies mag als Kampagnen-Taktik nützlich sein, aber es stellt die Art und Weise völlig falsch dar, in der Geld politische Kampagnen beeinflusst. Zweifellos gibt es Fälle, in denen ein Individuum oder eine industrielle Gruppe im Austausch für politische Unterstützung bei einem bestimmten Thema eine umfangreiche Zahlung verspricht, doch ist dies sehr selten. Häufiger ist die Unterstützung der Interessen der Reichen durch Politiker Teil eines sehr viel längeren Prozesses. Es ist nicht einfach so, dass der Politiker bewusst handelt, um sich die Gunst der Reichen und Mächtigen zu erschmeicheln. Viel häufiger identifizieren sich Politiker mit den Interessen der Reichen und Mächtigen, sodass sie ihr Verhalten nicht einmal für eine Verletzung von Prinzipien halten.

mehr:
- Bernie Sanders, Hillary Clinton und das Geld (Dean Baker, annotazioni, 02.03.2016)

siehe auch:

- Ein Blick in die amerikanische Seele (Post, 22.03.2016)
- So wollen die Republikaner Trump stoppen (Johannes Altmeyer, AmerikaWählt, 20.03.2016)
- US-Wahl: Trump vertritt auch deutsche Interessen (Yasha Mounk, ZON, 29.02.2016)
- USA:Trump, Sanders oder Clinton - Amerika rückt nach links (Claus Hulverscheidt, Süddeutsche, 14.02.2014)
- Der amerikanische (Alb-)Traum (Willy Wimmer, Zeitgeist, 03.08.2015)
- USA: Bekloppte aller Länder vereinigt Euch (Post, 09.12.2015)
- Shutdown in den USA Stunde der Ideologen (Hubert Wetzel, Süddeutsche, 02.10.2013)
Die Schuld der Parteien: Die Parteien in den USA sind zu Heimstätten der Radikalität geworden. Die Amerikaner neigen ohnehin mehr und mehr dazu, unter Gleichgesinnten zu leben. Die Parteien verschärfen diese selbstgewählte rot-blaue Apartheid, sie vertiefen die politische, kulturelle und geografische Spaltung der Gesellschaft. Ihre Art der Kandidatenauswahl und der von ihnen gesteuerte Zuschnitt von Wahlkreisen befördert den Aufstieg kompromissloser Ideologen. Statt als Puffer wirken die Parteien als Brennkammern, in denen extreme Positionen befeuert werden.

Die Schuld der Politiker: Mandatsträger, die über ihren Wahlkreis (und ihre Karriere) hinaus denken, sind in Amerika rar; ebenso Politiker, die dem Gegner mit Respekt oder gar Verständnis begegnen. Die Republikaner beschimpfen Obama als Sozialisten (schlimmer noch: als Europäer), als heimlichen Muslim, als Lügner. Obama, der Mann, der einst versprach, den brutalen Ton in Washington zu ändern, tituliert die Republikaner heute als Verrückte. Zivilität und der Glaube ans Gemeinwohl gelten als Zeichen der Schwäche.
- "Lage der Nation"– Die Deutschen lieben Obama und verachten die USA (Hannes Stein, die Welt, 09.02.2013)

UpFront - Noam Chomsky on Clinton vs Sanders [9:29]


Veröffentlicht am 30.01.2016
Renowned political theorist Noam Chomsky is often cited for his criticism of the US political system.

In the second of a special two-part interview, Chomsky sits down with Mehdi Hasan to discuss the US presidential election and the rise of Islamophobia.

The US academic says Democratic presidential candidate Bernie Sanders has the "best policies", but little chance of winning in a "mainly bought" election.

When asked if he would vote for presidential hopeful Hillary Clinton if he lived in a swing state, Chomsky says: "Oh absolutely... my vote would be against the Republican candidate."

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siehe auch:

- US-Wahlkampf: Die USA rücken nach links (Daniel Haufler, FR Online, 16.03.2016)
- Essay: Being the Donald (Peter Pelinka, trend, 21.03.2016?)


Verbreitung von Regierungspropaganda und Täuschung der Bevölkerung: Leben in einer Scheinwelt mittels Inszenierungen?

Die meisten Menschen, die sich noch eigene Gedanken machen, haben es aufgegeben, sich auf die "Mainstream-Medien" zu verlassen. Die sich prostituierende Presse hat ihre Glaubwürdigkeit selbst zerstört, weil sie nur noch die Lügen aus Washington verbreitet – über "die Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins", die "iranische Atombombe", "Assads Giftgaseinsatz", "die russische Invasion der Ukraine" und andere Täuschungsmanöver. Das Vertrauen in die "Mainstream-Medien" ging auch deshalb verloren, weil sie ungeprüft alle Behauptungen von Regierungsbehörden über angebliche "Terroranschläge" verbreitet haben – über die Anschläge am 11.09.2001, die Explosionen beim Marathonlauf in Boston oder die Schießereien in Sandy Hook und San Bernardino. Trotz offensichtlicher Unstimmigkeiten, unglaublicher Widersprüche und des behaupteten Versagens sämtlicher Sicherheitsmaßnahmen stellen die "Mainstream-Medien" niemals Fragen und verzichten auf eigene Recherchen. Regierungsmitteilungen werden als unanfechtbare Tatsachen dargestellt.

Kennzeichen eines totalitären und autoritären Staates
Es ist ein Kennzeichen eines totalitären und autoritären Staates, wenn Medien ihre Verantwortung als Kontrollinstrumente, die den Wahrheitsgehalt von Meldungen zu überprüfen haben, nicht mehr wahrnehmen und sich stattdessen als Propagandawerkzeuge missbrauchen lassen. Die gesamten westlichen Medien verbreiten schon lange nur noch Regierungspropaganda. In den USA hat sich die Transformation von Journalisten in Propagandisten mit der Konzentration unterschiedlicher, unabhängiger Medien in sechs riesigen Medienkonzernen vollzogen, die nicht mehr von Journalisten geleitet werden.

Deshalb verlassen sich denkende und kritische Menschen zunehmend auf alternative Medien, die noch eigene Recherchen betreiben, "Tatsachen" in Frage stellen und den Wahrheitsgehalt unglaubwürdiger Regierungsmitteilungen überprüfen.

mehr:
- Leben die US-Bürger in einer durch inszenierte Vorkommnisse geschaffenen Scheinwelt? (Paul Craig Roberts, Institute for Political Economy, Luftpost – Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein, 11.03.2016 )

FRA - 10 02 15 - Dr. Paul Craig Roberts - TALKS ABOUT THE ALARMING DECLINE IN WESTERN DEMOCRACY [34:00]

Veröffentlicht am 02.10.2015
FRA’s Gordon T Long talks financial repression and the decline in democracy with Paul Craig Roberts. Paul is the chairman of the institute for political economy, he was also the former assistant secretary of the US treasury for economic policy in the Reagan administration. 
“As far as I can tell not only has democracy departed the western world but also compassion empathy for others, morality integrity respect for truth justice fairness self-respect western civilization has become a hollow shell there is nothing left but greed and coercion and the threat of coercion”.
He believes this outcome is based on the behavior and statements of the government and the public’s acceptance of it. Part of the reason the public doesn’t care, is due to a lack of information as about 90% of the American media is owned by 6 large mega corporations that manipulate the news.
“The story that is told by the American media is Washington’s propaganda line and of course whatever the corporation’s propaganda line is and there is no challenge to either”.
On the republican debates, Paul questions the aggressive stands that most of the candidates seemed to have towards foreign policy. He states that this stand will simply create distrust among nuclear wielding powers.
“Every American president since John F Kennedy worked with the soviet leadership to diffuse the nuclear issue”.
He says that this shift in culture across the candidates is a combination of both campaign finance and a shift in culture.
“There’s no such thing as a free market in the United States, it requires many producers none of which can affect price…………….look at the banks, the banks are so concentrated that they are too big to fail. How do you have capitalism if a failed enterprise doesn’t close down instead it is bailed out by the people or by the Federal Reserve printing money to buy its worthless portfolio. This not capitalism, there’s no capitalism here, this is an oligarchy!”
“What has the government said that’s true? Think of anything, can you think of anything they’ve said that’s true? We know that the unemployment rate they’re reporting is false, inflation rate is false, and the gross domestic product is false. We know all of this, we know that Saddam Hussein did not have weapons of mass destruction, he did not have Al Qaeda connections, that Assad of Syria did not use chemical weapons. We know Russia did not invade Ukraine but they say this over and over and over. I can’t think of one thing that the government or corporate world has said in 20 years that’s true”.

Friedensnobelpreisträger und Narzisst rüsten auf

Washington will für Hunderte von Milliarden US-Dollar die Atomwaffen – auch in Deutschland – "modernisieren", Russland erklärt, "angemessen" darauf zu reagieren


Nordkorea droht immer wieder mit seinen Atombomben. Um deren Existenz zu demonstrieren, werden auch die unterirdischen Atomwaffentests durchgeführt. Ob das Land tatsächlich über einsatzfähige Atomwaffen verfügt, ist umstritten, es hält seine Abschreckung jedenfalls auch mit Raketentests aufrecht. Angenommen wird, dass Nordkorea über einige Sprengköpfe mit Plutonium und mit angereichertem Uran verfügen könnte. Behauptet hat Nordkorea, im Januar eine Wasserstoffbombe getestet zu haben.

Aber es geht nicht allein um Nordkorea, wenn nach dem Ende des Kalten Kriegs trotz einiger Abrüstungsbemühungen die atomare Rüstung weiter als zentraler Garant der Abschreckung gilt, unter dessen Deckung auch Interventionen ausgeführt werden können, wie die USA und Russland demonstrieren. Mit der Verstärkung des Konflikts und des Rüstungswettlaufs vor allem zwischen Russland und den USA, auch China mischt zur Besorgnis der USA immer stärker mit, wird weiterhin kräftig in Atomwaffen investiert. Von der Ankündigung, eine atomwaffenfreie Welt anzustreben, mit der US-Präsident Obama angetreten ist und auch deswegen den Friedensnobelpreis erhielt, ist nichts umgesetzt worden, ganz im Gegenteil.

mehr:
- Zurück im Kalten Krieg und im atomaren Wettrüsten (Florian Rötzer, Telepolis, 21.03.2016)

Die heißesten Momente des kalten Krieges - ZDF-History {42:42}

Iris Sahnewas
Veröffentlicht am 14.05.2013
Es waren die gefährlichsten 40 Jahre der Weltgeschichte. Im Kalten Krieg standen sich Ost und West unversöhnlich gegenüber. Beide Seiten verfügten über Arsenale von mehreren zehntausend Nuklearsprengköpfen.
ZDF-History rekonstruiert fünf Momente, in denen der Kalte Krieg kurz davor stand, ein Dritter Weltkrieg zu werden. Beteiligte beider Seiten beschreiben, wie störanfällig das Gleichgewicht des Schreckens tatsächlich war.
Die Öffentlichkeit auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs hatte den Eindruck, dass die Regierungen der USA und der Sowjetunion die brisante Situation weitgehend im Griff hätten. Das "Gleichgewicht des Schreckens", so hieß es, sorge für stabile Verhältnisse.
Tatsächlich jedoch gab es im Verlauf des Kalten Krieges mehrere Situationen, in denen das Schicksal der Menschheit am seidenen Faden hing. Die meisten dieser kritischen Momente wurden vom Militär beider Seiten verschwiegen. Nie erfuhr die Öffentlichkeit die ganze Wahrheit.Während der Kubakrise 1962 erfuhren die westlichen Medien zwar von der Seeblockade der US-Navy gegen kubanische Häfen, nicht aber von der Beinahe-Katastrophe, die dadurch um ein Haar ausgelöst worden wäre. Ebenso unbekannt blieb eine kurze, aber hochbrisante Episode im Herbst 1983. Die Entspannungspolitik der 70er Jahre war vorbei.Reagan forcierte die so genannte "Nachrüstung" der NATO, die Sowjetunion stand wegen ihrer Invasion in Afghanistan unter Druck. In dieser angespannten Lage meldete ein sowjetischer Spionagesatellit am 26. September 1983 den Abschuss von fünf US-Interkontinentalraketen. Dem diensthabenden Offizier der sowjetischen Raketenabwehr, Oberstleutnant Petrow, blieben nur wenige Minuten, um einen Gegenschlag autorisieren zu lassen. Warum er das nicht tat und weshalb er dafür von der Sowjetarmee mit einem hohen Orden ausgezeichnet wurde, berichtet er exklusiv im Interview.

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Die nächste Stufe des Wettrüstens folgte noch im selben Jahr. Diese erreichten die USA im Januar 1959 mit der Aufstellung von nuklearen Mittelstreckenraketen des Typs Thor in England sowie Jupiter-Raketen in Südostitalien (Apulien) und in der Nähe von Izmir in der Türkei. Dabei wurde selbst ein nuklearer Erstschlag nicht ausgeschlossen, der den Gegner durch massiven Einsatz von Kernwaffen vernichten und jede Vergeltung unmöglich machen sollte. Anfang der 1960er-Jahre war es erstmals möglich, dass sich beide Supermächte von heimischem Boden aus mit nuklear bestückten Interkontinentalraketen beschießen konnten. [Kubakrise, Vorgeschichte, Wikipedia, abgerufen am 22.03.2016]
Von 1959 an stationierten die USA in Italien eine Staffel mit 25 und in der Türkei zwei Staffeln mit je 25 nuklear bestückten Mittelstreckenraketen vom Typ Jupiter, die auf die UdSSR gerichtet waren. Am 26. und 27. Oktober 1960 starteten die USA von der Laughlin Air Force Base in Texas erstmals auch U-2-Aufklärungsflüge über Kuba. Am 5. September 1961 wurden erstmals Aufnahmen von Flugabwehrraketen vom Typ S-75 und von Kampfflugzeugen vom Typ MiG-21 Fishbed gemacht. Im April 1962 wurden die amerikanischen Thor- und Jupiter-Atomraketen in der Türkei einsatzbereit gemacht. Zudem fuhren auf den Meeren US-U-Boote mit Polaris-Atomraketen. Diese Submarine-launched ballistic missiles konnten auch unter Wasser abgefeuert werden und waren entsprechend schwer zu treffen. Die Sowjetunion hatte zu dem Zeitpunkt nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Ab dem 10. Juli 1962 begann die UdSSR unter dem Decknamen Operation Anadyr auf Kuba heimlich mit der Stationierung von Militär. Die sowjetische Marine und Handelsflotte transportierten mit 183 Fahrten von 86 Schiffen über 42.000 Soldaten und 230.000 Tonnen Ausrüstung nach Kuba, darunter 40 R-12- und 24 R-14-Mittelstreckenraketen mit dazugehörigen Atomsprengköpfen von 0,65 MT (R-12) bzw. 1,65 MT (R-14) (die über Nagasaki abgeworfene Fat Man hatte 0,024 MT). Diese Raketen wurden offensichtlich nicht nur zum Schutz Kubas installiert, sondern dienten vor allem dazu, ein militärisches Drohpotential aufzubauen, welches die Schwäche des sowjetischen Arsenals an Interkontinentalraketen kompensieren sollte.[3] 
[Kubakrise, Unmittelbare Vorgeschichte, Wikipedia, abgerufen am 22.03.2016]
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meine Anmerkung:
Man vergleiche den obigen, am 22.03.2016 abgerufenen, Wikipedia-Abschnitt mit dem entsprechenden Wikipedia-Eintrag vom 14.12.2014, den ich im Post 
- Propaganda, Medien und die Kriege der Guten (28.02.2019)
zitiert habe: 
Der Satz 
»Weil sie [die Thor-Raketen] wegen ihrer ungeschützten Aufstellung leicht angreifbar waren, konnten sie nur zu einem atomaren Erstschlag genutzt werden.«
ist in der aktuellen Wikipedia-Version nicht mehr zu finden!
… dafür aber bei Wiktionary:🤔😝😂
- Erstschlag, Beispiele (Wiktionary, abgerufen am 16.12.2019)
Zur Taktik transatlantischer Wikipedia-Veränderungen:
Die dunkle Seite der Wikipedia (Post, 18.07.2017)

Story of Thor: WS-115A, the Thor Intermediate Range Ballistic Missile {22:42}

Space and Missile Systems Center Los Angeles AFB
Veröffentlicht am 06.06.2014

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Im Mai 1962 besuchte Nikita Chruschtschow, Generalsekretär der KPDSU und Vorsitzender des Ministerrats der Sowjetunion, Bulgarien. Für den dritten Tag seines Aufenthalts war ein Besuch in Burgas am Schwarzen Meer vorgesehen. Chruschtschow erinnerte sich später an seinen Spaziergang am Strand: ein sonniger Tag, das Meer windgepeitscht, und ein junger Mann aus seinem Beraterstab habe hinüber in Richtung Türkei gewiesen: »Sehen Sie, Nikita Sergejewitsch, da drüben haben die Amerikaner jetzt ihre Jupiter-Raketen stationiert. Sie erreichen mit ihren Atomsprengköpfen in 15 Minuten jeden Punkt im europäischen Teil der Sowjetunion.« In diesem Moment, so Chruschtschow, sei ihm die Idee gekommen, sowjetische Atomraketen auf Kuba zu stationieren.

Operation »Anjadir«
Der Kremlchef glaubte auf diese Weise zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Die atomare Überlegenheit der USA würde gebrochen und Kuba erhielte einen wirksamen Schutz gegen jede Aggression. So ließ er sich denn auch gleich nach seiner Rückkehr am 20. Mai seinen Plan vom Präsidium der KPdSU bestätigen. Damit wurde eine Entwicklung in Gang gesetzt, welche die Welt an den Rand eines Atomkrieges führte.

Um Chruschtschows Vorstoß zu verstehen, muss man wissen, dass die USA Anfang der 60er eine erdrückende militärstrategische Überlegenheit erreicht hatten. Sie verfügten über 6000 einsatzbereite Atomsprengköpfe in Bombern, Raketen und Unterseebooten. Das Vernichtungspotenzial war gegen die Sowjetunion und deren Verbündete gerichtet. Die UdSSR hatte dem nichts entgegenzusetzen. Ende 1961 verstärkten die USA - nach dem Desaster in der Schweinebucht im April - ihre Vorbereitungen einer erneuten Invasion gegen Kuba. Unter Leitung des Justizministers Robert Kennedy, Bruder des US-Präsidenten John F. Kennedy, wurde Miami zur größten CIA-Basis ausgebaut, mit über 3000 Exilkubanern unter dem Kommando von 600 Offizieren, mit eigener Flotte und eigener Luftwaffe. Es war klar, dass es früher oder später zum Aggressionsakt kommen würde.

Kennedys Problem war, dass er als Herr über die gewaltigste Militärmacht keine Vorstellungen vom hohen Schutzbedürfnis der Sowjetunion vor dem Hintergrund traumatischer historischer Erfahrung hatte - des überraschenden, vertragsbrüchigen Überfalls des faschistischen Deutschlands 1941. Auch unterschätzte er die Entschlossenheit der UdSSR, dem freien Kuba zur Seite zu stehen.
 (Als die Welt am Abgrund stand ... Vor 50 Jahren: Die Raketenkrise um Kuba und die Missverständnisse in Moskau und Washington, Johnny Norden, Neues Deutschland, 20.10.2012, gefunden bei AG Friedensratschlag)
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Exposing Operation Anadyr {11:10}

DKH at UofM
Veröffentlicht am 23.07.2014
A short film for a technological transformations class on the role of the intelligence agencies in uncovering the Soviet ballistic missiles being placed in Cuba in 1962.