Donnerstag, 2. November 2017

Das Koordinatensystem in Bewegung: Wittgenstein, die Linken und Jan Fleischhauer, der aus Versehen konservativ wurde

Heute mache ich es mir ganz leicht und paste (oder wie heißt das, wenn man eine Doktorarbeit schreibt und doch nicht selbst schreibt?) einen Leserbrief, den ich bei Telepolis zum Artikel Den Rechten nicht in die Falle gehen gefunden habe.
mehr:
- Kann dieses Links-Rechts-Gesabbel nicht mal enden? (AltermannBlog, 26.10.2017)


Unter Linken - Von einem, der aus Versehen konservativ wurde from TV-Reports on Vimeo.


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Sein erstes Buch Unter Linken erschien 2009. Darin begründet er seine Entwicklung zum Konservativen mit dem Dogmatismus seines sozialdemokratischenElternhauses und ähnlicher Milieus. Das Werk wurde zum „meistverkauften politischen Sachbuch des Jahres“.[2] Fleischhauer betreibt zum Buch einen Themen-Blog.[3] Der zugehörige Fernsehfilm verwendet einige Methoden des Filmemachers Michael Moore und zeigt unter anderem Interviews mit Frank Bsirske und Christian Ströbele.[4] [Jan Fleischhauer, Biografie, Wikipedia, abgerufen am 02.11.2017
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Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache. [Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen 109 (1953, posthum)]
Die Ergebnisse der Philosophie sind die Entdeckung irgendeines schlichten Unsinns und die Beulen, die sich der Verstand beim Anrennen an die Grenze der Sprache geholt hat. Sie, die Beulen, lassen uns den Wert jener Entdeckung erkennen. [Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen 119 (1953, posthum)]
Man hört immer wieder die Bemerkung, daß die Philosophie keinen Fortschritt mache, daß die gleichen philosophischen Probleme, die schon die Griechen beschäftigten, uns noch beschäftigen. Die das aber sagen, verstehen nicht den Grund, warum es so sein muß. Der ist aber, daß unsere Sprache sich gleich geblieben ist und uns immer wieder zu denselben Fragen verführt. Solange es ein Verbum «sein» geben wird, das zu funktionieren scheint wie «essen» und «trinken», solange es Adjektive «identisch», «wahr», «falsch», «möglich» geben wird, solange von einem Fluß der Zeit und von einer Ausdehnung des Raumes die Rede sein wird, usw., usw., solange werden die Menschen immer wieder an die gleichen rätselhaften Schwierigkeiten stoßen, und auf etwas starren, was keine Erklärung scheint wegheben zu können. [Vermischte Bemerkungen: Aus dem Nachlaß (1950/51), Suhrkamp, Frankfurt/Main, 1977, S. 163]
siehe auch:
- Salonlinke in die Produktion! (Jens Berger, NachDenkSeiten, 30.10.2017)
Ich weigere mich, zu schweigen (Bassam Tibi, Baseler Zeitung, 05.08.2016)
- ISLAMEXPERTE TIBI: „Deutschland ist immer noch kein normales Land“ (Andrea Seibel interviewt Bassam Tibi, N24, 04.07.2016)

Um das Durcheinander komplett zu machen, ein Ausschnitt aus der gestrigen ZAPP-Sendung:

Wie Frieden für Propaganda missbraucht wird | ZAPP | NDR {6:47}

Veröffentlicht am 02.11.2017
ZAPP - Das Medienmagazin
Druschba heißt auf Russisch Freundschaft. Und wer will dazu schon Nein sagen? Erst Recht, wenn mit der Freundschaft eine Fahrt von Berlin nach Moskau winkt.
Damit nicht jemand aus Versehen glaubt, hier ginge es um Frieden, bekommt der Zuschauer gleich zu Beginn die passende Orientierung (ab 0:42):
»… denn über solche Bilder will der Gründer der Initiative Rainer Rothfuss […] sein einseitiges Weltbild verbreiten, ein anti-westliches!«

mein Kommentar:
ZAPP wirft Rainer Rothfuß vor, sich für russische Propaganda mißbrauchen zu lassen, sich mit von Putin mitfinanzierten Rockern getroffen zu haben und die Krim-Annexion zu verharmlosen. Klappe zu, Affe tot!

siehe auch:
- Von Putinverstehern und Journalistenverstehern (Stefan Niggemeier auf seiner Seite, 05.11.2014)

Heute vor 100 Jahren – 2. November 1917: Balfour-Deklaration zur jüdischen Besiedlung Palästinas

Beginn des Nahostkonflikts 

Die Palästina- bzw. Sinaifront war ein Nebenkriegsschauplatz im Ersten Weltkrieg. Von Oktober bis Dezember 1917 eroberte der britische General Edmund Allenby Palästina von den Osmanen. Um die Unterstützung jüdischer Organisationen, vor allem in den USA, zu erlangen, sicherte der britische Außenminister Arthur James Balfour (1848-1930) in einer Erklärung die Unterstützung des jüdischen Weltkongresses bei der Suche nach einer »nationalen Heimstätte« für Juden in Palästina zu. Die Briten, die die Region anschließend im Auftrag des Völkerbunds verwalteten, versprachen sich von jüdischen Siedlern außerdem die wirtschaftliche Erschließung des Landes. 
Bildunterschrift hinzufügen
Im Vertrag von Sevres setzte Großbritannien 1920 die Anerkennung dieser Bestimmungen durch und legte die Zahl jüdischer Zuwanderer auf 80 000 pro Jahr fest. Die Frage eines eigenen Staates (wie er 1948 gegründet wurde) blieb zunächst ausgespart. Die palästinensischen Araber hatten der jüdischen Zuwanderung 1918 zunächst zugestimmt, doch kam es bereits 1920 zu ersten gewaltsamen Zusammenstößen. Die britische Mandatsmacht garantierte Anfang der 1920er-Jahre sowohl den Juden als auch den Arabern die Selbstverwaltung, ohne dass Klarheit über Umfang, Gebiete und Grenzen sowie die Form des Zusammenlebens herrschte. Der künftige Konflikt war damit programmiert. 
 Harenberg - Abenleuer Geschichte 2017
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In der Balfour-Deklaration vom 2. November 1917 erklärte sich Großbritannien einverstanden mit dem 1897 festgelegten Ziel des Zionismus, in Palästina eine „nationale Heimstätte“ des jüdischen Volkes zu errichten. Dabei sollten die Rechte bestehender nicht-jüdischer Gemeinschaften gewahrt bleiben. Zum damaligen Zeitpunkt befand sich Palästina noch im Machtbereich der Osmanen. Die damalige britische Regierung unter Lloyd George versprach sich von der Zusage an die zionistische Bewegung Vorteile in der Mobilisierung zusätzlicher Ressourcen während des Krieges und auch langfristige strategische Vorteile.
Am 31. Oktober 1917 war die Eroberung von Be’er Scheva unter dem britischen General Edmund Allenby erfolgt und somit hatte die Eroberung Palästinas durch britische Truppen eingesetzt, die bis Dezember 1917 faktisch beendet wurde. Die britische Balfour-Deklaration war an die Führer der zionistischen Weltorganisation gerichtet. Sie wird als eine entscheidende Garantieerklärung an den Zionismus angesehen, um in Palästina eine „nationale Heimstätte für das jüdische Volk“ errichten zu dürfen.[1] [Balfour-Deklaration, Wikipedia, abgerufen am 03.11.2017]
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Pariser Vorortverträge ist ein gemeinsamer Oberbegriff für die Friedensverträge der alliierten und assoziierten Siegermächte des Ersten Weltkrieges mit den unterlegenen Mittelmächten. Die Verträge wurden in der Folge der Pariser Friedenskonferenz 1919 von den Siegermächten einseitig aufgesetzt. Sie mussten von den Vertretern der unterlegenen Mittelmächte unterzeichnet werden. Sie beendeten damit formal den Ersten Weltkrieg.
Die Bezeichnung Pariser Vorortverträge rührt von dem Umstand her, dass jeder der Verträge an verschiedenen Orten im Umland von Paris, meist in ehemaligen Palästen, unterschrieben wurde.

Orte vor den Toren von Paris
Die Verträge enthalten nicht nur für die jeweiligen Kriegsgegner spezifische Punkte, sondern auch je gleichlautend die Satzungen des Völkerbunds und der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO).
Die einzelnen Verträge sind:
Die Verfassunggebende Deutsche Nationalversammlung hatte am 22. Juni 1919 mit Mehrheit für die Annahme des Versailler Vertrags gestimmt.
Im Türkischen Befreiungskrieg lehnten die Nationalisten in Ankara den Vertrag von Sèvres ab und ließen die Unterzeichner des Vertrags am 19. August 1920 zu Vaterlandsverrätern erklären. Am 1. November 1922 erklärte die Nationalregierung das Sultanat für abgeschafft.
Für den Vatikan, der sich während des Krieges erfolglos als Vermittler eingesetzt hatte, bezeichnete Papst Benedikt XV. die Pariser Vorortverträge als „rachsüchtiges Diktat“ und forderte Gerechtigkeit für die besiegten Mittelmächte. In der Enzyklika Pacem Dei munus vom 23. Mai 1920 distanzierte er sich von den Friedensverträgen.[1] [Pariser Vorortverträge, Wikipedia, abgerufen am 03.11.2017]
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Das Faisal-Weizmann-Abkommen ist eine am 3. Januar 1919 auf der Pariser Friedenskonferenz zwischen Arabern (Delegationsleiter Emir Faisal) und Zionisten (Delegationsleiter Chaim Weizmann) getroffene Übereinkunft über die politische Neuordnung Palästinas, die niemals in Kraft trat.

Faisal I. (rechts) und Chaim Weizmann (in arabischer Tracht, als Zeichen der Freundschaft), 1918
Das Faisal-Weizmann-Abkommen bestimmte die einvernehmliche Festlegung von Staatsgrenzen für das von Faisal angestrebte arabische Königreich und den von Weizmann gemäß der Balfour-Deklaration angestrebten jüdischen Staat. Die Araber stimmten damit der Herauslösung Palästinas aus dem arabischen Königreich und der Existenz eines jüdisch-zionistischen Staates grundsätzlich zu.
Das Abkommen betonte die gemeinsame Abstammung der Juden und Araber Palästinas und legte darüber hinaus die Religionsfreiheit und den freien Zugang der Moslems zu den heiligen islamischen Stätten in Palästina fest. Großbritannien war als Schiedsstelle bei Konflikten vorgesehen.
Im Schlusswort machte Faisal jedoch klar: „Ich werde die Klauseln dieses Vertrages wirksam machen, sobald die Araber ihre Unabhängigkeit unter den Bedingungen erlangt haben, welche in meinem Memorandum verzeichnet sind, das ich am 4. Januar 1919 an den britischen Staatssekretär im Außenministerium sandte. Wenn jedoch [die Bedingungen meines Memorandums] auch nur der leichtesten Veränderung unterzogen würden, wäre ich mit keinem Wort mehr an den dann null und nichtigen Vertrag gebunden und zu seiner Einhaltung nicht mehr verpflichtet.“
Faisal machte die Wirksamkeit des gesamten Vertrages also davon abhängig, dass die Araber die ihnen versprochene Unabhängigkeit erhalten; diese Bedingung wurde jedoch nicht erfüllt. Anstatt politische Unabhängigkeit zu erlangen, wurde die Levante sowie das Gebiet des heutigen Irak an der Konferenz von Sanremo zwischen Frankreich (Völkerbundmandat für Syrien und Libanon) und Großbritannien (Britisches Mandat über PalästinaBritisches Mandat Mesopotamien) aufgeteilt.
Die Einigung aus dem Abkommen hielt nur kurz. Briten und Franzosen hatten sich während des Ersten Weltkrieges im (geheimen) Sykes-Picot-Abkommen über die Aufteilung ihrer Interessensphären im Nahen Osten geeinigt und Frankreich drängte nun auf die Erfüllung der Vereinbarungen. Aus diesem Grund zogen sich die Briten Ende 1919 aus dem syrisch-libanesischen Küstengebiet zurück und die Franzosen übernahmen das Mandat für Syrien und Libanon.
Die Araber standen dieser Entwicklung feindselig gegenüber, ihr Ziel war die Gründung eines großsyrischen Königreiches. Nachdem der syrische Kongress am 7. und 8. März 1920 zur Unabhängigkeit von Großsyrien im Königreich Syrien aufgerufen hatte und Faisal zum König ausgerufen worden war, kam es zu Massendemonstrationen in Jerusalem und ganz Palästina. Die Mehrheitsmeinung forderte Palästina als Süd-Syrien für das arabische Königreich ein und erwartete von Faisal die Distanzierung von dem Abkommen. Spätestens nach den anti-jüdischen Ausschreitungen am 4. April 1920 waren die  angestrebten Ziele des Faisal-Weizmann-Abkommens hinfällig geworden. [Faisal-Weizmann-Abkommen, Wikipedia, abgerufen am 03.11.2017]
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siehe dazu auch:
- 1914-2014: Der Vatikan als erfolgloser Vermittler (religion.ORF.at/APA, 01.04.2014)
- 4. Kein Mangel an Land im Jahr 1918 (in: Landerwerb und erste jüdische Siedlungen, Auszug aus: Wer verdrängt hier wen? - Die andern „Siedler“, von Dr. Herbert Hillel Goldberg, Haschiwah – die Rückkehr, Nr. 1/1997 , gefunden bei der Deutsch-israelische Gesellschaft, Arbeitsgruppe München)
- Die Palästinensische Gesellschaft zu Zeiten des Britischen Mandats (Thomas Philipp, Bundeszentrale für politische Bildung, 28.03.2008)
- Jüdische Migration (Tobias Brinkmann, Europäische Geschichte online, 03.12.2010)


Sonntag, 29. Oktober 2017

Alte neue Weltordnung

Das sich deutlich abzeichnende Ende der globalen US-Hegemonie blamiert den deutschen Antiamerikanismus bis auf die Knochen 

Es war ein Meisterstück imperialistischer Kanonenbootpolitik: Unter Ausnutzung der inneren Spannungen und Konflikte innerhalb der korrupten kurdischen Klans haben es die regionalen Mächte im Nah- und Mittelost geschafft, den kurdischen Traum von nationaler Selbstbestimmung binnen weniger Tage zu zerschlagen. Der in den Kurdengebieten des Irak herrschende Barzani-Klan steht vor den Trümmern seiner per Referendum forcierten Unabhängigkeitspolitik, nachdem konkurrierende Kurdengruppen sich aus den Frontlinien um die umkämpfe Ölstadt Kirkuk schlicht zurückzogen.
mehr:
- Alte neue Weltordnung (Tomasz Konicz, Telepolis, 28.10.2017)

Vor 1240 Jahren – 777: Gründung des Stifts Kremsmünster

Dem Sohn zum Gedächtnis 

Das im 18. Jahrhundert im barocken Stil prächtig ausgebaute oberösterreichische Stift Kremsmünster beherbergt heute noch 51 Benediktinermönche (Stand: Mitte 2015). Es wurde 777 vom letzten Bayernherzog aus dem Hause der Agilolfinger, Tassilo III. (um 741-796), gestiftet. Karl der Große setzte diesen 788 ab und verbannte ihn als Mönch nach Jumèges, weil er angeblich die Heerfolge verweigert hatte. In der Schatzkammer des Klosters wird als besonderer Schatz der »Tassilo-Kelch« aufbewahrt. Die Kostbarkeit aus Kupfer und Gold, geschmückt mit Silbermedaillons, stifteten laut Inschrift Tassilo und seine Gemahlin Luitpirga. 
Die prächtige Bibliothek des Stifts Kremsmünster; zu den Kostbarkeiten
unter den 100.000 Büchern gehört der Codex Millenarius.
Der Bayernherzog hatte das Kloster angeblich an der Stelle errichten lassen, an der ein wilder Eber seinen Sohn Gunther auf der Jagd getötet hatte. In der prächtig mit Gemälden und Deckenfresken ausgekleideten Klosterkirche findet sich daher auch das Gunthergrab. 

Stift Kremsmünster
Stiftsgymnasium (seit 1549 öffentliche Schule) 
 Sternwarte »Mathematischer Turm« (1750 erbaut) 
 Fünf Fischkalter (Wasserbecken für Fischzucht) 
 Tassilo-Kelch (gestiftet um 780) 
 Codex Millenarius (Handschrift, um 800) 

Was am 30. Oktober noch geschah: 
1611: Durch vorzeitige Mündigkeitserklärung wird Gustav II. Adolf regierender König von Schweden. 
 Harenberg - Abenteuer Geschichte 2017

KenFM im Gespräch mit: Patrik Baab ("Im Spinnennetz der Geheimdienste")

KenFM im Gespräch mit: Patrik Baab ("Im Spinnennetz der Geheimdienste") {1:32:14}

KenFM
Am 29.10.2017 veröffentlicht 
Was haben Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby gemeinsam?
Sie alle wurden ermordet, sie alle wussten zu viel und sie alle waren direkt oder indirekt für die CIA tätig.
Bei Colby ist das bekannt. Er war von September 1973 bis Januar 1976 Direktor Central Intelligence Agency und die hatte unmittelbar nach Ende des 2. Weltkrieges in Europa "Gladio" aufgebaut. Eine NATO-Geheimarmee, deren Ziel es war, hinter und vor dem Eisernen Vorhang alles zu tun, um den Klassenfeind zu vernichten.
Dazu gehörten in den 80igern auch massive Waffengeschäfte mit dem Iran. Während der sogenannten Iran-Contra-Affäre lieferte der Westen, allen voran die USA, Waffen im Wert von rund 82 Millionen US-Dollar an Teheran, das sich im Krieg mit dem Irak befand. Der Irak wurde parallel ebenfalls mit Waffen versorgt, aber das gehörte zum schon damals ausgeheckten Plan, den Orient ins Chaos zu stürzen. Die dafür später massiv finanzierten und ausgebildeten "Freiheitskämpfer", die heute den IS, Al-Qaida und die Al-Nusra-Front befehligen, waren schon damals vorgesehen, den weichen muslimischen Unterbauch der damaligen noch existierenden UdSSR mittels lanciertem Terror zu destabilisieren.
Um in den 80igern die illegal und ohne Wissen des US-Kongresses gelieferten Waffen an den Iran exportieren zu können, mussten die sogenannten Endverbleibs-Zertifikate gefälscht werden. Das gelang, indem man Israel angab und dann über die Häfen im gelobten Land direkt an die schon damals herrschenden Mullahs lieferte.
Für den guten alten Mossad und der neue SAVAK gab es plötzlich keine ideologischen Grenzen mehr. Wer heute Trump über den Iran sprechen hört, kann sich nur an den Kopf fassen. Man war immer wieder Partner.
Olof Palmes neutrales Schweden war damals Teil des Drehkreuzes, das die Waffen in den Orient verschiffte, bis der Ministerpräsident ganz offen einen Kurs einschlagen wollte, was später als "Der Dritte Weg" bekannt wurde. Palme wollte, dass Schweden neutral bleibt, begann aber parallel, Unabhängigkeitsbewegungen wie den ANC in Südafrika zu finanzieren. Als Palme in Schweden erschossen wurde, geschah dies über die Gladio-Netzwerke der CIA.
Uwe Barschel war, bevor er in einer Hotelbadewanne in Genf für immer abtauchte, als wichtigster Deutscher in die Iran-Contra-Affäre verwickelt. So pendelte er als CDU-Spitzenpolitiker ständig mit dem Dienstwagen zwischen West- und Ostdeutschland hin und her, ohne dass BND und Stasi sich daran gestört hätten. Warum auch. Beide Dienste waren in die Waffenschiebereien involviert, da beide Staaten dabei fette Profite abgriffen.
Als Uwe Barschel nach nicht zu haltendem Ehrenwort ohne Job dastand, plante er, sich nach Kanada abzusetzen. Was fehlte, war das nötige Kleingeld. Alles deutet darauf hin, dass das Wunderkind der damaligen CDU in Norddeutschland seine ehemaligen Auftraggeber um Summe X erpresste und im Gegenzug versprach, für immer zu schweigen wie ein Grab. Und tatsächlich, Uwe Barschel hat nie gesungen.
Und Colby? Der Ex-Chef der CIA? Er war über Barschel und Palme bestens im Bilde, hatte während seiner Amtszeit die CIA von innen gesäubert und auch im Alter jede Menge Feinde. Colby wurde tot im See gefunden, nachdem er offiziell zum Fischen herausgefahren war. Seine Leiche lag Tage im Wasser, sah aber so aus, als ob sie erst Stunden im See gelegen hätte. Die CIA hatte sich an den groß angelegten Suchaktionen des Ex-Chefs null beteiligt. Auch eine Message.
KenFM traf Patrik Baab, Autor des Buches, „Im Spinnennetz der Geheimdienste - Warum wurden Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby ermordet?"
Der Politikwissenschaftler Baab drehte für die ARD u. a. die Dokumentationen „Der Tod des Uwe Barschel - Skandal ohne Ende“ (2007), „Der Tod des Uwe Barschel - Die ganze Geschichte“ (2008) und wirkte 2016 an „Uwe Barschel - Das Rätsel“ mit.
Er ist Lehrbeauftragter für praktischen Journalismus an der Christian-Albrechts-Universität Kiel und an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Berlin.
Dass Baab den Fall Barschel jetzt völlig neu interpretieren musste, ihn im Zusammenhang mit Olof Palme und der Iran-Contra-Affäre als Puzzle-Teil des Kalten Krieges erkannte, hat er seinem amerikanischen Co-Autor Robert E. Harkavy zu verdanken. Der Politik-Professor aus den USA hatte die Barschel-Filme von Patrik Baab gesehen und griff als ehemalige Pentagon-Berater zum Telefon.
Inhaltsübersicht:
00:01:16 Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby – Wer waren sie und was haben sie gemeinsam?
00:10:28 Die Iran-Contra-Affaire und die Rolle von Olof Palme
00: 22:31 Auftragsmorde durch das Anheuern von Subunternehmern
00:38:28 Der Mythos um Uwe Barschel und seine Kontakte zur CIA
00:59:29 Das Ausscheiden Barschels aus der Politik und der Mord an seiner Person
01:15:22 Das Agieren westlicher Geheimdienste in der heutigen Zeit
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Freitag, 27. Oktober 2017

Geheimer Zahlentrick überlistet jeden Blitzer

Geheimer Zahlentrick überlistet jeden Blitzer [Postillon24] {2:34}

Veröffentlicht am 06.04.2017
Postillon24
📯📯📯 Kanal abonnieren: http://www.youtube.com/user/Postillon... 📯📯📯
Ein Ingenieur aus Hannover hat einen geheimen Trick entdeckt, mit dem sich Radarfallen und Blitzer auf Autobahnen zu 100 Prozent überlisten lassen.
Die ganze Story: http://www.der-postillon.com/2015/10/...
Weitere ehrliche Nachrichten:
http://www.der-postillon.com

Die Ermordung von John F. Kennedy – Ungereimtheiten

Zahlreiche Verschwörungstheorien umranken den Tod von US-Präsident John F. Kennedy. Nun werden weitere Geheimakten für die Öffentlichkeit freigegeben. Die neuen Informationen dürften die Zweifler an der offiziellen Version vom Einzeltäter aber wahrscheinlich nicht überzeugen. 

Es muss ein schöner Morgen gewesen sein, am 22. November 1963 in Dallas. Die Luft kühl, der Himmel klar und sonnig. Wahrscheinlich fuhr die Präsidentenlimousine deswegen später als Cabrio durch Dallas - und ohne das schützende Plexiglasdach. John F. Kennedy dürfte das gefallen haben. Die winkenden Menschen am Straßenrand konnten ihn und seine Frau Jackie so besser sehen. Kennedy wollte wiedergewählt werden. Volksnähe machte sich schon damals gut. 

 Attentat in Dallas 

Doch dann ging alles sehr schnell. Plötzlich waren drei Schüsse zu hören. Einige der Zuschauer warfen sich zu Boden. Kennedys Kopf fiel zur Seite. Der 34. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ermordet. Wenige Stunden später wurde sein Stellvertreter Lyndon B. Johnson an Bord der Air Force One als neuer Präsident vereidigt.
mehr:
- Freigabe von JFK-Akten: Mythen um Kennedys Mörder (Christoph Tanneberg, FaktenfinderTagesschau, 26.10.2017; Wikipedia-Link von mir hinzugefügt)
- JOHN F. KENNEDY (Kabeleinsdoku)
- Wer erschoß John F. Kennedy? Fakten, Theorien, Vermutungen! (Icky’s Welt)
- Neue Erkenntnisse aus den JFK-Dokumenten (Freeman, AllesSchallundRauch, 29.10.2017)
- JFK-Akten: FBI wurde vor Anschlag auf Kennedy-Mörder gewarnt (ZON, 27.10.2017)
- Oswald und der KGB – Was die Kennedy-Dokumente enthüllen (n-tv, 27.10.2017)

Top 4 revelations from the new JFK files (Jeff Morley, JFKFacts, 10.09.2017)
- Labyrinth der Wahrheiten - Antworten zum Attentat auf John F. Kennedy (Lothar Buchholz, Kennedy-Attentat.de, 04.04.2015)
- JFK-Attentat (1): Augenzeugen-Film zeigt Kennedys letzte Sekunden (SPON, 28.11.2013)
- Zum 50. Jahrestag der Ermordung von JFK (Freeman, AllesSchallundRauch, 22.11.2015)
- DAS KENNEDY-ATTENTAT: Das Ende der Verschwörungstheorien (Ulf von Rauchhaupt, FAZ.net, 21.11.2013)
- Die Schüsse auf John F. Kennedy – Zweifel an der offiziellen Version (taz, 21.11.2013)
- Die Ermordung John F. Kennedys: Ein Schuss, der die Welt erschütterte (Ronald D. Gerste, Ärzteblatt.de 110/47 2013, auch als PDF)
- Viele Ungereimtheiten (Stefan Fröhlich, FAZ.net, 13.12.2006)
- Verschwörungen, Komplotte & Intrigen: John F. Kennedy (Verfasser und Datum unbekannt)
- John F. Kennedy – Früher Tod wichtiger Zeugen (Focus, Verfasser und Datum unbekannt)
- KEIN MEISTER TRAF DEN KOPF DER PUPPE (03.04.1967)

zum Zapruder-Film:
- What Does the Zapruder Film Really Tell Us? (Ron Rosenbaum, Smithsonian Magazine, Oktober 2013)

Trumps Russland-Beziehungen – Aufgeregtheiten ohne Ende

Laut einem Bericht der Washington Post soll die Materialsammlung über Trumps Beziehungen zu Russland von der Wahlkampagne Clintons und dem nationalen Komitee der Demokraten finanziert worden sein 

Hillary Clinton und das nationale Komitee der Demokraten (DNC) sollen Millionen für Recherchen bezahlt haben, die sich zur Dauer-Affäre um die Verbindungen von Donald Trump und seiner politischen Umgebung zu Russland sowie zu Vorwürfen der "Koordination der Wahlkampagne Trumps mit dem Kreml" entwickelt haben - diesen Vorwurf erhebt ein aktueller Bericht der Washington Post. 

Das Russland-Dossier 

Das Material gegen Trump wird im Bericht mit dem Begriff "Russland-Dossier" bezeichnet. Eine maßgebliche Rolle beim Zusammentragen des Materials spielte Christopher Steele, der als "ehemaliger britischer Geheimagent" mit Verbindungen zum FBI und US-Geheimdienstkreisen geschildert wird. Dessen "Enthüllungen" von kompromittierenden Informationen, über die Russland zu Trump verfügen soll, sorgten Anfang Januar für weltweites Aufsehen (siehe Trump, die Russen und goldene Duschen). 

Die Sache wurde von damaligen US-Geheimdienstchefs als "explosiv" gewertet, weil Trump damit erpressbar sei. Im Kontrast zur Höhe des Verdachts stand die Beweislage, die dem Spektakel, das die Vorwürfe auslösten, nicht annähernd Paroli bieten konnte. Es hieß, dass einige Informationen des Dossiers von M16-Agent Steele "falsch seien und dass keine der Behauptungen verifiziert werden konnten" (siehe Wie im Kalten Krieg: Trump, die Geheimdienste, Medien, Fake News).
mehr:
- "Russland-Dossier" über Trump: Vorwürfe gegen Hillary Clinton und die Demokraten (Thomas Pany, Telepolis, 25.10.2017)

siehe auch:

Trumps Russland-Beziehungen – Aufgeregtheiten ohne Ende (Post, 27.10.2017)

Erwin Pelzig - Goldman Sachs, TK, Atlantik Brücke, CFR & Club of Thirty {8:13}

Am 17.11.2012 veröffentlicht
peacefulwarrior2012  
Erwin Pelzig über die verbindungen zwischen Goldman Sachs, Politik und verschiedenen einflussreichen Organisationen wie der Trilateralen Kommision, der Atlantik Brücke, des Council on Foreign Relations und der Group of Thirty.
Mehr informationen über die verbindungen zwischen Goldman Sachs und der Politik in der Doku Goldman Sachs - Eine Bank lenkt die Welt:
http://www.youtube.com/watch?v=IT_wRP...

Die Anstalt - Deutsche Presse als NATO-Außenstelle {6:06}

Am 10.05.2014 veröffentlicht
grmblfzzzt      
Info-Text zu einem ähnlichen Video:
Was ist passiert? Am 29. April kritisierten die Kabarettisten Max Uthoff und Claus von Wagner in der ZDF-Sendung "Die Anstalt" die Verbindungen deutscher Journalisten zu transatlantischen Lobbyverbänden. Darunter auch die Zeit-Journalisten Josef Joffe und Jochen Bittner. Diese haben dann eine Einstweilige Verfügung gegen die Sendung erwirkt und das ZDF hat das Video aus ihrer Mediathek gelöscht. Zensur pur würde ich sagen.
Dabei steht in Artikel 5 des Grundgesetz zum Thema "Garantie der Meinungs- und Informationsfreiheit":
"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äussern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt."
Aber Zensur findet eben doch statt !!!


Donnerstag, 26. Oktober 2017

Der Blaue Bote im Gerichtsverfahren gegen den Stern

Herzlichen Dank für die bisherige Unterstützung im Gerichtsverfahren gegen den Stern (Bertelsmann-Konzern, Verlag Gruner + Jahr) um den wissenschaftlich belegten Missbrauch des kleinen Mädchens Bana Alabed zu Propagandazwecken im Syrienkrieg („Brutkastenlüge 2.0“)

Jeder Beitrag hilft, ob finanzielle Unterstützung über das unten genannte Konto oder Bekanntmachen des Falles in Netzwerken, per Mundpropaganda oder in Artikeln über die Affäre. Und dieses Verfahren und die Wahrheit, die es ans Licht bringt, hilft letztlich auch den Menschen in Syrien und dem Frieden weltweit.
mehr:
- Vielen Dank für die Unterstützung (Blauer Bote, 23.10.2017)
- Webseite des Anwalts
siehe auch:
- Fake News – Stern vs. Blauer Bote (Post, 21.03.2017)

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Der Deutsche Presserat, eingetragen als Trägerverein des Deutschen Presserats e.V.[1], ist eine Organisation der großen deutschen Verleger- und Journalistenverbände Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e. V. (VDZ), Deutscher Journalisten-Verband (DJV) sowie Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di. Gegründet wurde der Presserat am 20. November 1956 nach dem Vorbild des britischen „Press Council“ (heute: „Press Complaints Commission“), um ein geplantes Bundespressegesetz zu verhindern. Die Geschäftsstelle hat seit Juni 2009 ihren Sitz in Berlin; bis dahin residierte sie in Bonn.[2] 
[Deutscher Presserat, Wikipedia, abgerufen am 26.10.2017]
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- Presserat sanktioniert Spiegel, Bild und Stern wegen MH17-Berichterstattung (Wilhelm von Pax, neopresse, 11.09.2014)
- "Stoppt Putin jetzt!"-Cover war nur halbschlimm (Post, 11.09.2014)
- Opferdarstellung: Presserat tadelt "Spiegel" (Anja Janotta, W&V, 09.09.2014)
- Was der Presserat empfiehlt, ist dem „Spiegel“ egal (Stefan Niggemeier, 29.09.2014)

Ausbeutung des siebenjährigen Kindes Bana aus Aleppo {7:50}

Veröffentlicht am 01.03.2017
451 Grad
In dieser "Denkschablone" beschäftigen wir uns noch einmal mit dem kleinen Mädchen Bana, die vermeintlich in perfektem Englisch aus Aleppo twitterte. Das Team von 451 Grad ist auf ein beunruhigendes Video gestoßen. In diesem wird deutlich, wie Bana von ihrer eigenen Mutter für politische Zwecke instrumentalisiert wird.
Ausschnitt aus Sendung 22 vom 24.02.2017

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Bana's mother, Fatemah, was an English teacher before the war. Bana al-Abed also reportedly wanted to be a teacher, but stopped going to school because of the war which destroyed it.[8]
She received an ebook copy of Harry Potter from J. K. Rowling in November 2016 after tweeting that she could not obtain a physical copy locally.[9] Her family's house was destroyed during a bombing later that month, but she and her family said that they survived with minor injuries.[10]
Her father Ghassan is a lawyer who worked for the ruling local council in southeastern Aleppo.[11]. He was injured on 21 December 2016 [12]. She has two younger brothers, Noor and Mohamed.[13] [Bana al-Abed, engl. Wikipedia, abgerufen am 27.10.2017]
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On 12 May 2017, she and her family were granted Turkish citizenship by Turkish President Recep Tayyip Erdoğan.[20] [Bana al-Abed, Early life, engl. Wikipedia, abgerufen am 21.01.2018]
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siehe auch:
- Bana al-Abed: From a Syrian War Zone to New York City (Megan Specia, New York Times, 06.10.2017)

mein Kommentar:
Laut der engl. Wikipedia lebt Bana inzwischen in der Türkei und wird von der britischen PR-Agentur The Blair Partnership, die auch J.K. Rowling vertritt, gemanagt (Abschnitt Professional Career). Dann hat sich der ganze Aufwand ja gelohnt…
Jetzt müssen sich nur noch der Stern und der Blaue Bote fertigstreiten…

Bräutigam und Klinkhammer stören mal wieder

Der frühere Tagesschau-Redakteur Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, Ex-Vorsitzender des ver.di-Betriebsverbandes NDR, haben Programmbeschwerde gegen die ARD eingereicht. Der Vorwurf: manipulative Berichterstattung zur Dämonisierung Russlands.
mehr:
- Programmbeschwerde gegen ARD-Tagesschau: AgitProp-Journalismus und antirussische Hetze (RT deutsch, 12.10.2017)

siehe dazu auch:
- Deutsche glauben den Medien nicht (Post, 26.12.2014)

Der vorläufige Schlußpunkt unter die MH17-Sache

Die Beziehungen zu anderen Ländern könnten gefährdet werden, JIT-Leiter Westerbeke lässt in einem Interview klar werden, dass die Ermittlungen stocken, man sich aber des Ergebnisses sicher ist
Der MH17-Prozess findet in den Niederlanden nach niederländischem Recht statt. Das haben die Regierungen der Länder beschlossen, die am Gemeinsamen Ermittlungsteam (JIT) zur strafrechtlichen Verfolgung der Täter beteiligt sind, weil Bürger beim Absturz der Maschine gestorben sind. Zum Team gehört auch die Ukraine, weil das Flugzeug über dem Territorium abgeschossen wurde, allerdings steht die Ukraine unter Kritik, den Luftraum nicht gesperrt zu haben, vollständig ist der Verdacht auch nicht ausgeräumt, dass möglicherweise ein Buk-System der Ukraine für den Abschuss verantwortlich war. Und ausgerechnet waren an dem Tag angeblich alle zivilen und militärischen Radarstationen nicht aktiv.

Wann der Prozess stattfinden wird, steht weiter in den Sternen. Das JIT hat sich faktisch bereits festgelegt, dass die MH17 von Separatisten mit einem von Russland herangeschafften Buk-System von einem Gebiet, das von den Separatisten kontrolliert wurde, abgeschossen wurde. Offenbar fehlt es noch an Zeugenaussagen, die das belegen können. Aus Georgien hat sich die niederländische Staatsanwaltschaft nun ein Buk-System kommen lassen, um die Klage zu erhärten. Unklar bleibt freilich, was damit bewiesen werden kann, zumal Russland behauptet, das in Frage kommende Buk-System schon lange ausrangiert zu haben.

mehr:
- MH17: Niederländische Regierung will Geheimdokumente zum Fall nicht freigeben (Florian Rötzer, Telepolis, 26.10.2017; Hervorhebung von mir; Man beachte auch die Kommentare! Zitat aus dem Artikel:)
We no longer need anything about the radars! We have more than enough evidence and proof of what had happened. Imagine: you have eyewitnesses of a crime where one individual shot another. And you have video records and photos of the perpetrator buying the gun. And he discussed all this on the phone. And you have every bit of proof. So, what’s the point in looking for and investigating other guns in the city, and keep asking oneself, "Where are the radar data?"
[Westerbeke]
zu Bellingcat siehe:
- Interview zu angeblichen MH17-Manipulationen "Bellingcat betreibt Kaffeesatzleserei" (Benjamin Bidder interviewt Jens Kriese, SPON, 03.06.2015)
Bellingkatzenfotos im Infokrieg (Mathias Broeckers auf seiner Seite, 02.06.2015)
- Ukraine-Intermezzo: wie Bellingcat arbeitet (2) (Gabriele Wolff, Unnützliche Kommentare zur Welt, 28.03.2015)


Mittwoch, 25. Oktober 2017

Das Gift der Mafia

'Ndrangheta lautet der Name der im süditalienischen Kalabrien agierenden Mafia. Ihre Haupteinnahmequelle ist neben dem Handel mit Drogen die illegale Entsorgung von Giftmüll. Mit der Entdeckung von 60 Tonnen Krankenhausmüll in der Provinz Cosenza beginnt im Jahr 1989 eine Reihe kalabrischer Giftmüllskandale: Über 100 Schiffe mit Giftmüll an Bord sollen vor der italienischen Küste versenkt worden sein. Doch der seit 2013 amtierende Staatsanwalt der Region, Federico Cafiero De Raho, bringt Bewegung in die Giftmüllszenerie. Der Journalist Sandro Mattioli begibt sich in Deutschland, Frankreich und Italien auf Spurensuche.
mehr:
- Das Gift der Mafia – Und das europäische Gesetz des Schweigens (Arte, 24.10.2017)

Das Gift der Mafia & das EU-Gesetz des Schweigens {1:27:07}

Veröffentlicht am 24.10.2017
Grenz Wert
Da kann einem die Mafia schon fast leidtun, wenn sie die Drecksarbeit von Geheimdiensten und entsprechenden Staaten machen muss. Wären die Verursacher von Giftmüll nicht existent, wäre das Geschäft dann auch noch so lukrativ für die Mafia? Aus der Rubrik politische Heuchelei und ihre Ursachenbekämpfung.
'Ndrangheta lautet der Name der im süditalienischen Kalabrien agierenden Mafia. Ihre Haupteinnahmequelle ist die illegale Entsorgung von Giftmüll. Mit der Entdeckung von 60 Tonnen Krankenhausmüll beginnt im Jahr 1989 eine Reihe kalabrischer Giftmüllskandale. Doch der amtierende Staatsanwalt der Region, Federico Cafiero De Raho, bringt Bewegung in die Giftmüllszenerie.
1989 gilt als eine Art „Geburtsjahr“ kalabrischer Giftmüllskandale der dort ansässigen Mafia 'Ndrangheta: Rein zufällig wurden im Ort Santa Domenica Talao in der Provinz Cosenza 60 Tonnen Krankenhausmüll entdeckt, die illegal in einem Firmenofen verbrannt werden sollten. Ein Jahr später strandete das Schiff „Rosso“, das vermutlich Giftmüll transportierte, nahe dem Küstenort Amantea. Das Schiff wurde abgewrackt – was mit dem Müll geschah, bleibt Spekulation. Große Teile der tödlichen Fracht werden im nahe gelegenen Tal Oliva vermutet, wo durch Analysen toxische Substanzen und Cäsium-137 im Boden festgestellt wurden. Mehr als 100 solcher Schiffe sollen im Mittelmeer mit Giften jeder Art an Bord versenkt worden sein. In Kalabrien selbst stehen zudem mehr als 600 Müllkippen auf der staatlichen Sanierungsliste. Obwohl Umweltaktivisten seit mehr als 20 Jahren Alarm schlagen und davor warnen, dass Kalabrien zur Müllkippe Europas verkommt, ist von Seiten der zuständigen Umweltbehörden bisher wenig geschehen. Stattdessen wurden Ermittler kaltgestellt, Prozesse verschleppt und brisante Akten verschwanden in den Archiven. Doch es gibt Bewegung in der Giftmüllszenerie Kalabriens. Seit 2013 leitet Federico Cafiero De Raho, der zuvor die Müll-Mafiosi rund um Neapel aufmischte, die Staatsanwaltschaft der Provinz Reggio Calabria. Nun intensivieren kalabrische Staatsanwälte und die Parlamentarische Anti-Ökomafia-Kommission in Rom ihre Ermittlungen im illegalen Müllgeschäft. Der Journalist Sandro Mattioli macht sich in Deutschland, Frankreich und Italien auf Spurensuche. Ermittler, Experten, Aktivisten, Informanten und Mafia-Aussteiger kommen dabei zu Wort.

Quelle: Aus der Traum vom schnellen Geld (LVT Lebensmittelindustrie)

in den folgenden Artikeln suche man nach »Veolia«:
- Wüstenflüsse, wie ein Diktator verrückt wird, westliche Werte und ein moderater Moderator (Post, 23.07.2016)
- TTIP: Die Zukunft des Wassers (Post, 01.06.2015)
- CETA – TTIP – Eine Paralleljustiz für Umweltzerstörer (Jürgen Maier, campact, 17.09.2014)
- Veolia, Wasser, Schiedsgericht & Gier (17.08.2014) – Originalartikel:
- Profit als höchstes Rechtsgut (Le Monde diplomatique, 12.06.2014)
- Water Makes Money - Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen (Post, 16.02.2013)