Samstag, 19. September 2015

Vor 2067 Jahren – September 52 v. Chr.: Schlacht von Alesia in Gallien

Entscheidungsschlacht im Burgund 

Sechs Jahre lang führte Iulius Caesar (100-44 v. Chr.) als Statthalter der römischen Provinzen in Gallien bereits Krieg, als im Spätsommer 52 v. Chr. die entscheidende Schlacht um die Macht im Land zwischen Pyrenäen und Rhein bevorstand. Vercingetorix (82 v. Chr. bis 46 v. Chr.), Fürst des gallischen Stammes der Averner, war es gelungen, die zerstrittenen gallischen Stämme im Kampf gegen Rom hinter sich zu vereinen. Mit 20.000 Kriegern zog er sich in die Bergfestung Alesia (beim heutigen Dijon) in Burgund zurück, um den Angriff der Römer zu erwarten. 
Der gallische Fürst Vercingetorix ergibt sich Caesar,
Holzstich nach einem Gemälde von Henri Motte, 1886
In Eilmärschen rückten die römischen Legionen auf Alesia vor und kesselten die Gallier mit komplexen Befestigungsanlagen ein. Gegen die zu erwartenden gallischen Entsatzheere ließ der römische Feldherr  einen zweiten, nach außen gerichteten Befestigungsring errichten. Als das Entsatzheer mit 50.000 Galliern anrückte, startete Vercingetorix zugleich den Angriff von innen. Die Lage schien aussichtslos für die Römer, doch Caesar ließ einige Kohorten das Schlachtfeld weiträumig umreiten und die Gegner umfassen. Daraufhin gerieten die Gallier in Panik und gaben die Schlacht verloren. 

Folgen der Schlacht 
• 8000 gefallene Römer und 20.000 tote Gallier 
• Vercingetorix wurde 46 v. Chr. in Rom hingerichtet 
• Caesar stieg zum mächtigsten Mann Roms auf 

Harenberg - Abenteuer Geschichte 2015 
Gallia Narbonensis [Wikipedia]
Unterwerfung Vercingetorix' bei Asterix & Obelix (Asterix-Obelix.nl)
Caesars größte Schlacht - Die Eroberung Galliens (HD Doku) {1:28:23} 

Hochgeladen am 20.11.2017
mircoterror
Zwischen 58 und 50 vor Christus führte Julius Caesar einen blutigen Feldzug, um ganz Gallien - das heutige Frankreich - in das Römische Reich einzugliedern. 
7cy3b.
Mein Blog: Das 1. Jahrtausend vor Christus war die große Zeit der keltischen Kultur. Dokureihe. Zweite Folge: Sieben Jahre dauert .
Mit 40 Elefanten über die Alpen dem Krieger Hannibal gelingt das Undenkbare. Er marschiert mit einer riesigen Armee aus Karthago ins Römische Reich ein.
"Gaius Iulius Caesar (* 13. Juli 100 v. Chr. in Rom; † 15. März 44 v. Chr. in Rom) war ein römischer Staatsmann, Feldherr und Autor, der maßgeblich zum Ende .
alter Info-Text:
Veröffentlicht am 26.02.2015

Zwischen 58 und 50 vor Christus führte Julius Caesar einen blutigen Feldzug, um ganz Gallien - das heutige Frankreich - in das Römische Reich einzugliedern. Caesar beschreibt in "De Bello Gallico" seine Taten als heldenhaft. Aber in jenem Zeitraum wurden eine Million Menschen getötet, eine weitere Million gefangen genommen und 800 Städte zerstört. Waren Caesars Schilderungen nur ein Meisterwerk der Propaganda, die die düstere und brutale Realität des Feldzugs verschleierten?

Die letzte Schlacht der Kelten {43:20}  

Hochgeladen am 03.12.2011
BaldrOkiss
Im Schicksalsjahr 52 v. Chr. hat Caesar das sagenhafte Volk der Kelten, das die Römer "Gallier" nannten, endgültig unterworfen. Wer waren diese Kelten und woher kamen sie? In Frankreich, Österreich und Deutschland begibt sich der Film auf die Suche nach den Spuren, die dieses Volk hinterließ.
Aufwändige Computeranimationen und Gespräche mit Militärhistorikern sollen verstehen helfen: Warum haben die Römer in der legendären Schlacht von Alesia doch noch gesiegt?
Im Winter 53/52 v. Chr. versammeln sich Galliens Stammesführer in einem entlegenen Wald, um einander auf den nahenden Krieg einzuschwören. Seit fünf Jahren schon hat Caesar Stück für Stück ihres Landes unterworfen, Frauen und Getreide geraubt, Geiseln genommen und mit seiner geschickten Bündnispolitik jeden gemeinsamen Widerstand der Gallier verhindert. Nun aber tritt ihm zum ersten Mal ein Mann gegenüber, der verspricht, das Schicksal aller Kelten zu wenden und sie in die Freiheit zurückzuführen: Vercingetorix. Mit großer Überzeugungskunst, aber auch durch bittere Strafen vereint er die zerstrittenen Stämme Galliens, um gegen die römische Besatzungsmacht anzutreten.
Eine Zeit kurzzeitiger Siege und großer Entbehrungen bricht über Gallien herein. Erst in der legendären Schlacht von Alesia wird sich das Schicksal der Gallier entscheiden. Mit 50.000 Soldaten trifft Caesar vor der Stadt ein, in der sich Vercingetorix mit seinen Männern verschanzt hat. Der römische Feldherr ersinnt eine der wahnwitzigsten Belagerungsanlagen, die je erdacht wurden. Als die eingeschlossenen Krieger schon fast verhungert sind, rückt endlich das Entsatzheer mit 340.000 Galliern an. Doch die Schlacht verläuft anders als erwartet. Von all diesen dramatischen Ereignissen wissen wir aus einem Buch, das der Sieger Caesar schrieb: "De Bello Gallico".
Film von Eike Schmitz (2005)

Le Siège d' Alésia raconté Par Jules César Dans La Guerre Des Gaules {41:25}


Veröffentlicht am 04.04.2014
5000ansdhistoire
Documentaire sur le légendaire siège d' Alésia ou de la bataille antique entre deux chefs de guerre, Vercingétorix le gaulois et Jules César le romain.

Julius Caesar: The Siege of Alesia 52 BC. {9:58}

Hochgeladen am 19.05.2009
Supressingfire
From the film Julius Caesar, the siege of Alesia & the Surrender of Vercingetorix King of all the Gauls in September 52 BC. Caesar's 12 Legions of approx 60,000 men against a total of 360,000 Gauls, 80,000 of them under the command of Vercingetorix were besieged in the Alesia oppidium & 250,000 reliefe force under the command of Commius. The badley outnumbered Romans fought stubbornly & defended both Contravallation & Circumvallation (Defence walls) at once. Despite the odds, the result was a decisive Roman victory & the conquest of all Gaul. Roman casualties were 12,800 while the Gauls suffered 250,000 casualties & 40,000 captured.

Terra X - Die Kelten [1/3] - Europas vergessene Macht [Doku] {43:22}

Hochgeladen am 19.05.2009
EverythingAboutHistory
Im 1. Jahrtausend vor Christus ist Europa fest in der Hand der Kelten. Ihre Stammesgebiete reichen von Britannien über Zentraleuropa bis nach Anatolien. Als im 4. Jahrhundert vor Christus große Stammesverbände die Alpen überqueren, fordern sie damit Rom heraus.
Mehr Informationen: http://www.zdf.de/terra-x/die-kelten-...
Quelle: Terra X (ZDF)

Was ist der Unterschied zwischen Kelten und Germanen? {13:26}

Hochgeladen am 04.06.2017
tomski thompson
Das Video geht oben genannter Frage nach. Speziell geht es um Wirtschaft und Technik als wesentliche Unterscheidungsmerkmale von verschiedenen Kulturkreisen. Literatur dazu:
"Westfalen in der Eisenzeit"; Gaffrey, J.; Cichy, E.; Zeiler, M.; LWL
"Frühe Burgen in Westfalen, Nr 6."; Zeiler, M.; Cichy, E; LWL
"Die Kelten"; Demandt, A.; C.H.Beck-Verlag
"Die Germanen"; Wolfram, H.; C.H.Beck-Verlag
www.wikipedia.de; diverse Seiten
aktualisiert am 26.11.2017

Freitag, 18. September 2015

Der Spanner in uns will bedient werden: Leitmedien – Voyeurismus sells!

Zusammenbruch des BMW-Chefs bedient primitiven Voyeurismus

Die Bilder sind eine "Sensation." Medien "müssen" sie der Öffentlichkeit zugänglich machen. Das, was sie zeigen, "muss" man gesehen haben.

BMW-Manager Harald Krüger ist bei einem Auftritt auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt kollabiert. Ein gesundheitliches Problem. Fotografen waren zur Stelle. Ihre Reflexe greifen. Sie tun das, was Fotografen eben tun: Sie fotografieren, sie halten drauf. Die Bilder sind gemacht. Da liegt er nun. Der Chef eines großen Automobilkonzerns. Am Boden. Welch eine Symbolik.

Die Nachrichtenportale und Internetseiten der großen Medien erkennen den Wert der Bilder. Rasch "informieren" sie den Mediennutzer darüber, was Krüger passiert ist. Dank der gestochen scharfen Aufnahmen dürfen sich die Rezipienten den Kollaps des Spitzenmannes aus der Wirtschaft im Detail anschauen. Den Fall, die Körperhaltung, die Gestik, die Gesichtszüge. So sieht es also aus, wenn der "große BMW-Chef" aufgrund eines gesundheitlichen Problems zusammenbricht.

Stern.de, Spiegel Online, Süddeutsche.de, Focus-Online, Bild.de, Welt.de bis hin zu lokalen Medien wie die Osnabrücker Zeitung, Der Westen oder RP Online sind am Geschehen dran - für ihre Leser, versteht sich. Unter Google News finden sich derzeit 374 Artikel zu dem Vorfall, viele davon mit Bildern, die Krüger beim Kollabieren zeigen.

Das ist es, was eine Medienberichterstattung leisten kann, deren überragende Qualität allenfalls von einigen notorischen Medienkritikern in Frage gestellt wird. Klingt in diesen Zeilen Sarkasmus an? Nein, um Himmelswillen. Das ist alles ernst gemeint.

mehr:
- Journalismuskritik: Schaut ihn euch an, den Kollabierenden (Marcus Klöckner, Telepolis, 16.09.2015)
siehe auch den verlinkten FOCUS-ARtikel, der den Sturz Müllers in einem einminütigen Video zeigt:
- Auf der Bühne – BMW-Chef Krüger bricht bei IAA-Präsentation zusammen (FOCUS Online, 15.09.2015)

mein Kommentar:
nicht so eng sehen, ein bißchen Spaß muß sein! The Medium is the Message! Gib’ ma taz!

70er Jahre - Musik Die hartnäckigsten Ohrwürmer [8:57]

Veröffentlicht am 27.03.2013
70er Jahre - Musik Die hartnäckigsten Ohrwürmer
Zeitreise in ein Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts mit Kommentaren unterlegt
1. Thomas Gottschalk und Dschinghis Khan
2. Roberto Blanco - Ein bisschen Spass muss sein
3. Marianne Rosenberg - Er gehört zu mir
4. Rex Gildo - Fiesta Mexicana
5. Helga Feddersen & Didi Hallervorden - Die Wanne ist voll

Fette Frau rutscht aus und stirbt in Rutsche ! [2:15]

Veröffentlicht am 21.10.2012
Das war mein erstes Video ich hoffe es hat euch gefallen !

Marshall Mcluhan Full lecture: The medium is the message - 1977 part 2 v 3 [13:55]

Hochgeladen am 09.08.2011
Herbert Marshall Mcluhan (*1911 - +1979) lecture recorded by ABC Radio National Network on 27 June 1979 in Australia. 
For the best resource collection of his work check out the page Mcluhan on Maui (MOM) here: http://www.mcluhanonmaui.com/
The best documentary about Mcluhan (in four parts) is definitely CBC's Life and Times: Understanding Mcluhan here:
part 1: http://www.youtube.com/watch?v=WvpPb8...
People seriously studying his work I can point to Douglas Hofstaedter. His work resembles Mcluhan's understanding on the basic mechanics behind the mind: http://www.youtube.com/watch?v=n8m7lF...
Further elaboration on the process chiasmus upholds for analogy and the role of metaphor as linguistic device under-grinding its mechanics might find ample references in Patricia's Phd Paper Chi-thinking: Chiasmus and cognition here: http://www.scribd.com/doc/19115184/Ch...
Note that she departs from Mark Turner's assumption of the parable as a substitute for chiasmus.
Then of course there is the great Noam Chomsky who Mcluhan mentiones in his letters as "stuffing language into grammar". Transcripts of his theories on language and the mind can be found here: http://hotbookworm.wordpress.com/cate...

Von Bild verbotener taz-Spot [1:09]

Hochgeladen am 01.10.2009
Im Oktober 2005 ließ die "Bild"-Zeitung diesen zweiteiligen Werbespot der taz per einstweiliger Verfügung sperren. Zwei Jahre später gab das Hamburger Oberverwaltungsgericht der Bild-Zeitung damit recht.
Wieder zwei Jahre später, am 1. Oktober 2009, setzte die taz vorm Bundesgerichtshof durch, ihn doch zeigen zu können.

Die Filmemacher

Gedreht wurde der Werbespot von Jens Junker und Philip Haucke. Die beiden hatten mit dem Spot den "First Steps Commercial Award 2006" gewonnen. In der Begründung hieß es, es gelinge ihnen "auf überzeugende Art und Weise, den Kampf 'David gegen Goliath' zu visualisieren und den journalistischen Anspruch der taz klar von einem 'beschränkten Horizont' abzugrenzen."

- "#BILDnotwelcome": Fußball-Fans fordern Boykott von "Bild"-Aktion (Daniel Raecke, SPON, 16.09.2015)
Anhänger aller Bundesligisten forderten ihre Vereine auf, sich dem "Boykott" St. Paulis anzuschließen. Die Aktion "Wir helfen" wurde immer wieder als "heuchlerisch" bezeichnet, weil die "Bild"-Zeitung seit Jahren "gegen Flüchtlinge hetze". Sogar Anhänger des Lokalrivalen HSV bezeugten dem FC St. Pauli Respekt.
Nochmal n’ Aufreger: Das Medium ist die Botschaft! [Quelle: SPON]
- Nein zu Kampagne: Wir sind Helden watschen "Bild" ab (SPON, 25.02.2011)
"Ich glaub, es hackt" [Judith Holofernes in ihrem Offenen Brief, weiter:] Zum Ende beschreibt Holofernes ihre Sicht auf das Boulevardblatt. Die Zeitung sei weder "augenzwinkernd zu betrachtendes Trash-Kulturgut" noch eine "witzige soziale Referenz". Vielmehr sei sie "ein gefährliches politisches Instrument – nicht nur ein stark vergrößerndes Fernrohr in den Abgrund, sondern ein bösartiges Wesen, das Deutschland nicht beschreibt, sondern macht".
- BILD-Zeitung wirbt mit Holofernes-Absage (taz.blog, 27.02.2011)
Die BILD-Zeitung schaltet in der morgigen Ausgabe der taz eine ganzseitige bezahlte Anzeige (hier als PDF). Darauf zu lesen ist der Brief von Judith Holofernes, in dem sie es ablehnt, in einer Anzeige der BILD-Zeitung zu erscheinen – mit dem Zusatz “BILD bedankt sich bei Judith Holofernes für ihre ehrliche und unentgeltliche Meinung”. In der gleichen Ausgabe erscheint auch ein ganzseitiges taz-Interview mit Judith Holofernes. Sie bezeichnet es darin als “interessant, dass sich die taz dafür zur Verfügung stellt”. Sie will allerdings nicht gegen die BILD-Zeitung klagen: “Ich hab auch keine Lust, da jetzt einen Fehdehandschuh aufzunehmen. Es ist ja doch das Berechenbarste, was sie machen konnten.” Es sei “ein ziemlich lahmer Versuch, ein Rückspiel zu erzwingen, weil man aus der ersten Runde nicht besonders glorios hervorgegangen ist. Aber ich sehe nicht ein, warum ich mich drauf einlassen sollte, wenn ich schon geduscht habe und mit meinen Leuten singend im Bus sitze.”

Judith Holofernes ( Wir sind Helden ) und die BILD ZEITUNG ( GQ ) [14:40]
Einbetten auf Anfrage deaktiviert

Donnerstag, 17. September 2015

Heute vor 35 Jahren – 17. September 1980: Gründung der Gewerkschaft »Solidarność«

Die »Solidarność« schreibt Geschichte 

Mit der Gründung der Gewerkschaft »Solidarność« heute vor 35 Jahren hatten die Werftarbeiter der Danziger Lenin-Werft unter ihrem Führer Lech Wałęsa ihr Ziel erreicht. Vorausgegangen waren wochenlange Streiks und Demonstrationen, die ab Mitte August in einen Generalstreik im ganzen Land mündeten. Millionen polnische Arbeiter und Angestellte gingen für Meinungsfreiheit, bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Lebensmittelversorgung auf die Straße. 
Streikende Arbeiter der Lenin-Werft in Danzig
mit der Fahne der » Solidarność«
und der polnischen Fahne, 1980

Der Auslöser war eine eher banale Begebenheit: Die kommunistische Regierung hatte die Fleischpreise in der Kantine der Danziger Werft erhöht und eine Arbeiterin, die sich darüber beschwert hatte, entlassen, woraufhin Hunderttausende auf die Straßen gegangen waren. Am 31. August 1980 schließlich einigte man sich mit der Regierung auf das »Danziger Abkommen«, in dem die meisten der Forderungen der Streikenden erfüllt wurden. Am 17. September wurde der Gewerkschaftsverband »Solidarnos(<< gegründet, der am 10. November gerichtlich registriert wurde und damit die erste unabhängige Gewerkschaft im seinerzeitigen »Ostblock« darstellte. 

Lech Wałęsa (* 1943) 

▪︎ Elektriker auf der Lenin-Werft 
▪︎ 1980-90 Vorsitzender der Gewerkschaft » Solidarność« 
▪︎ erhielt 1983 des Friedensnobelpreis 
▪︎ 1990-95 Staatspräsident Polens 

Harenberg - Abenteuer Geschichte 2015 
siehe auch:
- Lech Wałęsa : "Die Deutschen sollten mutiger sein" (Max Ruppert im Interview mit Lech Wałęsa, ZEIT Online, 19.09.2012)
x
Solidarność 1980-1989 [5:06]

Hochgeladen am 15.08.2007
Film upamiętniający wydarzenie Solidarności

Jaruzelski declares martial law in Poland (English subtitles) [3:09]

Veröffentlicht am 31.05.2012
This clip is from General Jaruzelski's televised address on December 13th, 1981, declaring the imposition of martial law in Poland.

Poland's Perfect Storm: The Solidarity Revolution [10:04]

Veröffentlicht am 03.07.2012
This documentary about the Polish Solidarity movement was created for the National History Day competition and won third place for senior group documentaries in 2012. The theme was "Revolution, Reaction, and Reform".

siehe auch:
- «ICH ENTSCHULDIGE MICH, ICH SCHÄME MICH» (Matthias Plüss, Das Magazin, 29.02.2008)

meine Sichtweise:

Mit der Verhängung des Kriegsrechts hat General Jaruzelski der Oppositionsbewegung den Rücken freigehalten und den Einmarsch der Sowjets verhindert.

Mittwoch, 16. September 2015

Heute vor 1680 Jahren: 16. September 335 : Weihe der Grabeskirche in Jerusalem

Ein Heiligtum der Christenheit 

An dem Ort nahe dem Golgatha-Hügel, an dem nach der Überlieferung Jesus Christus gekreuzigt und bestattet wurde, befand sich seit dem 2. Jahrhundert ein römischer Tempel zu Ehren der Aphrodite. Antike Geschichtsschreiber berichten, dass 325 an eben dieser Stätte an lässlich eines Besuches der Mutter von Kaiser Konstantin das Grab Christi entdeckt worden sei. Archäologische Forschungen legen nahe, dass es sich bei dieser Stätte durchaus um den Ort des Geschehens handeln könnte. 
Pilger vor der Grabeskirche in Jerusalem, Illustration um 1420
Kaiser Konstantin der Große (um 280-337) gab 326 den Bau einer Kirche an der Stelle des Aphrodite-Tempels in Auftrag. Am 16. September 335 wurde diese Grabeskirche geweiht. Trotz wiederholter Zerstörungen, Wiederaufbauten und Umbauten sind Teile der ursprünglichen Grabeskirche bis heute erhalten. Das christliche Heiligtum in der Altstadt Jerusalems wird heute von sechs christlichen Konfessionen verwaltet, hauptsächlich von der griechisch-orthodoxen, der römisch-katholischen und der armenisch-apostolischen Kirche. Die Schlüsselgewalt liegt seit Jahrhunderten bei zwei muslimischen Familien, die auch als Schlichter bei Streitigkeiten zwischen den christlichen Kirchen auftreten. 

Was am 16. September noch geschah: 
1964: Die Bundesregierung unter Kanzler Konrad Adenauer beschließt die Gründung der »Stiftung Warentest«. 


Harenberg - Abenteuer Geschichte 2015 

Die Arbeit der Stiftung Warentest (Teil 1) [6:30]
Hochgeladen am 11.02.2010
Auf das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest ist Verlass. Doch wie kommen die Prüfer zu ihrem Urteil? Der Film gibt einen Einblick in die Testarbeit von der Idee bis zum fertigen Artikel im Heft. Ein Prüflabor untersucht Laufschuhe für die Zeitschrift test, für Finanztest werden Auslandsreise-Krankenversicherungen auf den Azoren geprüft. Auch ein Besuch der Online-Redaktion von http://www.test.de steht auf dem Programm.

Die Arbeit der Stiftung Warentest (Teil 2) [6:26]

Hochgeladen am 11.02.2010
Auf das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest ist Verlass. Doch wie kommen die Prüfer zu ihrem Urteil? Der Film gibt einen Einblick in die Testarbeit von der Idee bis zum fertigen Artikel im Heft. Ein Prüflabor untersucht Laufschuhe für die Zeitschrift test, für Finanztest werden Auslandsreise-Krankenversicherungen auf den Azoren geprüft. Auch ein Besuch der Online-Redaktion von http://www.test.de steht auf dem Programm.
x
Neues aus der Anstalt - Rainald Grebe - Bernd (Stiftunwarentest) [3:04]

Hochgeladen am 24.07.2007
Ein Lied über die Stiftungwarentest.
x
Maischberger - 06.05.2014: "Warum ist Stiftung Warentest so mächtig?" [HD] [1:48:54]

Veröffentlicht am 07.05.2014
Menschen bei Maischberger, komplette Sendung in HD vom 6.5.14 in der ARD: Millionen Verbraucher vertrauen ihr seit 50 Jahren -- ob beim Kauf von Waschmaschinen, Zahncreme oder Orangensäften. Kaum eine andere Institution ist so mächtig wie die Stiftung Warentest. Das Testurteil "sehr gut" macht ein Produkt oft zum Verkaufsrenner, ein "mangelhaft" zum Flop. Wie wurde die Stiftung Warentest seit 1964 zu einer unangefochtenen Instanz? Wie reagieren Deutschlands oberste Produkttester auf Kritik wie im jüngsten Streit um "Ritter Sport"-Schokolade? Wie nah sind die Testkriterien an der Wirklichkeit der Verbraucher?

Gäste:

Hubertus Primus (Vorstand Stiftung Warentest)
Etwa 100.000 Produkte haben die Experten der Stiftung Warentest in den letzten 50 Jahren in mehr als 5000 Tests geprüft. Zum Nutzen der Verbraucher, sagt der Warentest-Chef. "Wir testen immer mit wissenschaftlichen Methoden und legen für jeden Test offen, wie wir getestet haben." Ausgerechnet im Jubiläumsjahr steht die Stiftung selbst in der Kritik. Der Grund: Die Test-Note "mangelhaft" für eine "Ritter Sport"-Schokolade wegen der angeblich falschen Kennzeichnung eines Aromas.

Christian Rach (Koch und Fernsehmoderator)
Der Moderator der Verbrauchersendung "Rach tischt auf!"(ZDF) hält die Stiftung Warentest für eine "wunderbare Einrichtung, die bei der Bevölkerung eine ungeheure Akzeptanz hat". Bei ihrer Gründung sei sie dringend notwendig gewesen, weil man "im Wirtschaftsboom erkannt hat, dass dem Verbraucher gegenüber der Industrie ein neutrales Korrektiv an die Seite gestellt werden muss". In unserer Sendung unterzieht der frühere Sternekoch Testurteile der Stiftung zu Lebensmitteln einem eigenen Geschmackstest.

Uschi Glas (Schauspielerin)
Der Fall machte große Furore: Nachdem eine Gesichtscreme ihrer Pflegeserie "Uschi Glas Hautnah" von Stiftung Warentest mit der Note "mangelhaft" bewertet worden war, stürzten die Verkaufszahlen der Produkte ab. "Warentest hat meine Produkte gekillt", sagt die Schauspielerin. "Ich bin bis heute zu 100 Prozent davon überzeugt, dass meine Creme einwandfrei war. Wir hatten 120.000 Tiegel verkauft, es gab keinerlei Beschwerden, keine einzige Reklamation von einer Kundin", so Uschi Glas. Der Hersteller der Creme klagte gegen Stiftung Warentest, verlor den Prozess aber. Daraufhin wurde die Produktserie vom Markt genommen.

Yvonne Willicks (WDR-Verbraucherschützerin)
"Deutschlands bekannteste Hauswirtschaftsmeisterin" kämpft sich in ihren WDR-Verbrauchersendungen ("Servicezeit", "Der große Haushaltscheck") unermüdlich durch die Warenwelt, testet Kosmetik am eigenen Körper, checkt Angaben auf Lebensmittelverpackungen oder untersucht Mikrowellengeräte und Schuhe. "Schon bevor der Verbraucherschutz in meinen beruflichen Fokus kam, war die Stiftung Warentest immer ein Wahrzeichen für mich. Wenn wir uns etwas Neues angeschafft haben, haben wir immer zuerst gefragt: 'Was hat die Stiftung dazu gesagt?'"", sagt die Mutter von drei Kindern.

Jörg Schieb (ARD-Internet-Experte)
Millionen Nutzer, die im Internet einkaufen, stellen ihre Produktbewertungen ins Netz. Und wer im Internet einkauft, orientiert sich in der Regel daran. Können diese Meinungen mit den Ergebnissen der Stiftung Warentest mithalten oder gar nützlicher sein? "Das Kaufverhalten wird durch eine positive oder negative Bewertung erheblich beeinflusst", weiß Jörg Schieb ("ARD-Ratgeber: Internet"). Doch Branchenkenner wie er gehen davon aus, dass 20 bis 30 Prozent der Bewertungen gefälscht sind.

Stefan Genth (Handelsverband Deutschland, Hauptgeschäftsführer)
Ein Urteil der Stiftung Warentest entscheidet oft über den Erfolg oder Misserfolg eines Produktes. Die Note "Gut" etwa kann erfahrungsgemäß den Umsatz eines Produktes massiv ankurbeln. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes HDE mahnt deshalb zur Sorgfalt: "Die Tests haben eine hohe Glaubwürdigkeit bei Kunden. Daraus ergibt sich eine große Verantwortung für die Tester."
x
Ritter Sport erwirkt einstweilige Verfügung gegen Stiftung Warentest | Kanzlei WBS [2:58]

Veröffentlicht am 06.01.2014
Das Landgericht München hat auf Antrag von Ritter Sport eine einstweilige Verfügung gegen die Stiftung Warentest erlassen. Damit ist der Stiftung Warentest die Behauptung verboten, der Schokoladenhersteller würde chemische Aromen verwenden.

Die Stiftung Warentest hatte behauptet, dass die Sorte Voll-Nuss das chemisch hergestellte Piperonal enthalten würde und die Deklaration auf der Verpackung "Natürliches Aroma" somit als irreführend beanstandet, so die Meldung von Ritter Sport.

Weitere Infos unter: http://www.wbs-law.de/medienrecht/rit...

Rechtsanwalt Christian Solmecke
Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen im Bereich Internetrecht und IT-Recht.. Darüber hinaus ist Solmecke Lehrbeauftragter der FH Köln für Social Media Recht.
________________________________________­____

Weitere Links zum Thema:

Nutzerfragen: http://youtu.be/NMhUxaqmaTk
Rechtliche Tipps rund um das Weihnachtsfest: http://youtu.be/16O4ba0PSIM
Rechtliches Wissen rund um Silvester und Neujahr: http://youtu.be/UkVH-aDz-D4
___________________________________

http://www.facebook.com/die.aufklaerer

Hotline: 0221 / 400 67 550
E-Mail: info@wbs-law.de
Ritter Sport vs. Stiftung Warentest [2:34]

Veröffentlicht am 13.01.2014
Ritter Sport gewinnt Prozess gegen Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest darf dem Schokolade-Hersteller Ritter Sport keine irreführende Kennzeichnung eines Vanillearomas in seiner Schokolade vorwerfen. Das entschied heute das Landgericht München.

In dem Test von Vollmilch-Nuss-Schokoladen hatte die Stiftung Warentest der Ritter Sport-Tafel die Note fünf gegeben, weil die Schokolade das Aroma Piperonal enthalte, das künstlich hergestellt worden sei. Ritter Sport hatte dies zurückgewiesen und die einstweilige Verfügung erwirkt. Das Gericht hatte beiden Seiten im Dezember einen Vergleich vorgeschlagen. Darauf waren Ritter Sport und die Stiftung Warentest aber nicht eingegangen. Es ist die erste Niederlage vor Gericht für Stiftung Warentest seit den 80er Jahren.

Mehr Informationen unter: http://www.daserste.de/information/po...
x
siehe auch:
- Schokoladenstreit – Ritter Sport gewinnt gegen Stiftung Warentest (Sidney Gennies, Tagesspiegel, 13.01.2014)
- Gerichtsentscheidung zu Aromen in Schokolade – Ritter Sport siegt gegen Stiftung Warentest (Süddeutsche Zeitung, 13.01.2014)
- Schokoladenstreit: Ritter Sport siegt gegen Stiftung Warentest (SPON, 13.01.2014)
Das Münchner Landgericht hat im Januar 2014 eine einstweilige Verfügung gegen die Stiftung Warentest bestätigt, dass diese nicht mehr behaupten darf, das von Ritter Sport verwendete Piperonal sei falsch als „natürliches Aroma“ deklariert worden. Wie das von dem Unternehmen Symrisegelieferte Piperonal tatsächlich hergestellt wurde, geht aus dem Urteil, das die Stiftung Warentest anfocht, nicht hervor.[6][7] Nach einer später erfolgten Darstellung nutzt das Unternehmen das aus dem Sassafrasbaum (Sassafras albidum) extrahierte und angereicherte Safrol als Vorstufe einer biochemischen Umwandlung zur Herstellung von Piperonal, von dem Ritter Sport im Jahr sechs Kilogramm bezieht.[8] Im September 2014 bestätigte das Oberlandesgericht München das Urteil und wies den Widerspruch der Stiftung Warentest endgültig ab.[9]  [Piperonal, Gewinnung und Darstellung, Wikipedia]

Sue, Dinosaurier Nr. 13

Es war der Fund ihres Lebens, als die Paläontologen Sue Hendrickson Peter Larson und ihr Team am 12. August 1990 in den öden, heißen Badlands von South Dakota das größte und vollständigste Skelett eines Tyrannosaurus Rex entdeckten, das je gefunden wurde. Es war der bedeutendste Dinosaurier-Fund der Geschichte.
mehr:
- SUE, DINOSAURIER NR. 13 (Arte-Mediathek)

siehe auch: 
- Sue (Dinosaurier)
- The Story of a Dinosaur Named SUE (Neal L. Larson, Black Hills Institute, 18.05.2000) 

Polit-Smart-Mobs aus dem Kalten Krieg

Nukleare Skurrilitäten aus dem Kalten Krieg: Arte zeigt den Dokumentarfilm "Die Atombombe im Vorgarten", der von menschlicher Leichtfertigkeit und Verblendung erzählt - und sprachlos macht.


Der Schaffner Walter Gregg aus South Carolina war gerade in seiner Garage beschäftigt, als eine Atombombe in seinen Garten fiel. Was nach dem Untergangsszenario eines Katastrophenfilms klingt, ist am 11. März 1958 wirklich passiert. Ein B47-Jet hatte die Bombe auf einem Testflug fallen gelassen, versehentlich. Der Copilot war ausgerutscht und auf den Hebel gefallen, der die Schleusen öffnete und die Bombe freigab. Das Unglück endete glimpflich: Niemand wurde getötet, der Copilot fiel nicht mit aus dem Flieger, die Familie Gregg kam mit Verletzungen davon. Der Plutoniumkern steckte nicht in der Bombe, weil sich die USA nicht im Krieg befand. So explodierte nur das TNT. Bis heute zeugen Bombenteile und ein zwölf Meter breiter Krater im Garten der Greggs von dem Vorfall.

Für seinen Dokumentarfilm Die Atombombe im Vorgarten hat der Regisseur Rudolph Herzog Geschichten wie diese gesammelt, Geschichten aus dem Kalten Krieg, die von der Hemdsärmeligkeit und von der Naivität der Atommächte erzählen. Der Film beruht auf Recherchen zu Herzogs Buch "Der verstrahlte Westernheld und anderer Irrsinn aus dem Atomzeitalter". In seiner Doku verwebt Herzog Archivmaterial, TV-Nachrichten und Propagandafilme mit Zeitzeugeninterviews, die sprachlos machen.

mehr:
- Arte-Doku "Die Atombombe im Vorgarten" John Wayne und die verstrahlte Wüste (Thorsten Glotzmann, Süddeutsche, 19.08.2014, den Film kann man sich noch bis 22.09.2015 ansehen)


siehe auch:
- Der_Eroberer, Folgen (Wikipedia)
Die Außenaufnahmen fanden in Windrichtung des Atomwaffentestgeländes Nevada Test Site in der Stadt St. George im US-Bundesstaat Utah statt. Auf der Nevada Test Site wurde am 19. Mai 1953 die Atombombe Harry, später „Dirty Harry“ genannt, gezündet, die zu dem schlimmsten radioaktiven Fallouteines Atombombentests auf dem amerikanischen Kontinent führte. Eine Abbildung zeigt John Wayne mit seinen beiden Söhnen und einer weiteren unbekannten Person beim Blick auf einen Geigerzähler während der Außendreharbeiten.[2] Ferner wurden auch einige Tonnen strahlender Sand aus der Gegend im Studio zur Dekoration benutzt. Der Zusammenhang zwischen der Radioaktivität als möglicher Ursache von Waynes Erkrankung wurde unter anderem 1979 vom Boulevardmagazin Star enthüllt.30 Jahre später waren 91 Mitglieder des 220-köpfigen Filmteams an Krebs erkrankt, 1981 waren bereits 46 der Beteiligten gestorben. Dazu gehörten der Regisseur Dick Powell († 1963) und die Darsteller John Wayne († 1979), Agnes Moorehead († 1974) und Susan Hayward († 1975). Zu den weiteren Verstorbenen zählt John Hoyt († 1991). Der Schauspieler Pedro Armendáriz hatte sich bereits 1963 das Leben genommen, nachdem er erfahren hatte, dass er unheilbar an Krebs erkrankt war.[3]

Westliche Syrien-Diplomatie als Flashmob

UN-Diplomat Martti Ahtisaari hält die aktuelle Katastrophe für "selbstgemacht"


Dem ehemaligen finnischen Präsidenten Martti Ahtisaari zufolge ignorierte der Westen vor drei Jahren einen russischen Friedensplan für Syrien, der einen Rücktritt des syrischen Staatspräsidenten Baschar al-Assad vorsah. Trifft der Vorwurf zu, wäre das insofern bemerkenswert, als der Alawit von westlichen Politikern immer wieder als Haupthindernis für eine mit Russland abgestimmte Anti-Terror-Politik im Nahen Osten präsentiert wurde.


Wäre der russische Friedensplan damals umgesetzt worden, dann hätte das Ahtisaari nach dazu geführt, dass sich die erst 2013 erstarkte Terrororganisation islamischer Staat (IS) kein Kalifat erobern hätte können - und dass nicht Millionen syrischer und irakischer Christen, Jeziden, Kurden, Alawiten, Drusen, Schiiten und säkulare Sunniten ins Ausland oder in den noch von der Regierung kontrollierten Westen Syriens geflüchtet wären. Von den Geköpften, Verbrannten und auf andere Weisen Ermordeten ganz zu schweigen.

Auch die ähnlich gefährliche al-Nusra-Front und ihre Verbündeten würden heute wahrscheinlich nicht praktisch die komplette Provinz Idlib, den Westen der Provinz Aleppo[1], über die Hälfte der Provinzen Dar'a und Quneitra sowie größere Gebiete in den Provinzen Hama, Homs, Damaskus und Latakia beherrschen, wenn sie es mit einer syrischen Armee zu tun gehabt hätten, die nicht nur von Russland und dem Iran, sondern auch von der NATO unterstützt worden wäre.

mehr:
- Westen soll 2012 russischen Syrien-Friendsplan ohne Assad ignoriert haben (Peter Mühlbauer, Telepolis, 16.09.2015)


Das ist menschlich. Wir lassen gewöhnlich jemand anderen für unsere Versäumnisse büßen, wenn sich ein plausibler Grund dafür findet. [Mark Twain (1835 - 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker; Quelle: »Jugenderlebnisse«]

Mit offenen Karten - Der Islam im Konflikt 1: Sunniten und Schiiten [11:50]

Veröffentlicht am 25.01.2015
Das geopolitische Magazin MIT OFFENEN KARTEN, für dessen Inhalt der Moderator der Sendung, Jean-Christophe Victor, verantwortlich zeichnet und das von ARTE produziert und ausgestrahlt wird, ist nach nahezu 20 Jahren immer noch einzigartig in der französischen und der deutschen Fernsehlandschaft.

Sein Erfolg beruht auf einer engen und fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen dem Forschungsinstitut LEPAC und einem Regie- und Produktionsteam im ARTE Studio.

Die Sendung stützt sich seit ihrem Bestehen auf

- die Verwendung von Landkarten zur Erläuterung internationaler Beziehungen

- die Einbeziehung der geschichtlichen Hintergründe

- die Analyse langfristiger Tendenzen

Mit einer sich ständig erneuernden redaktionellen Linie hinsichtlich der behandelten Themen und der Programmpalette – Atlas, DVD, VOD, regelmäßig aktualisierter Internetauftritt – legt MIT OFFENEN KARTEN besonderen Wert auf den pädagogischen Aspekt der Sendung. Die Zusammensetzung der innerhalb eines Sendejahres behandelten Themen wird jeweils mehrere Monate vor der Produktion festgelegt. Die Filigranarbeit in der Recherche und am Text dient nicht dazu, möglichst aktuell zu sein, sondern bis in die Gegenwart hineinreichende Entwicklungen zu erklären und der Hintergrundanalyse den Vorrang zu geben. Das Ziel der Sendung ist nicht, Wissen zu vermitteln, sondern zum besseren Verständnis beizutragen.

Die Gestaltung und das Format des Wochenmagazins haben sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Inzwischen dauern die Sendungen jeweils 12 Minuten und die Dreharbeiten und die Postproduktion erfolgen komplett in HD-Qualität. Die Postproduktion einer Serie von 4 Sendungen dauert etwa sechs Wochen. Die wöchentliche Ausstrahlung erfordert von den Teams aus Forschern, Regisseuren und Grafikern Gründlichkeit und Phantasie bei der kartografischen Darstellung geografischer Gegebenheiten und abstrakter Konzepte.

Die Besonderheit der Sendung beruht auf der Herstellung von Karten mit regelmäßig aktualisierten Hintergründen. Für die Weltkarte wird zurzeit die Eckert-IV-Projektion verwendet und der für die Sendung verwendete Kartenhintergrund stammt von der Firma InterCarto.

Durch die gelegentliche Zusammenarbeit mit Partnern wie IGN, Google Earth, Planet Observer und BNF lassen sich die kartografische Darstellung verfeinern und neue Quellen erschließen, um dem Fernsehpublikum auch wenig bekannte Karten vorzustellen. Die Karten erleichtern durch ihre Präzision und ihre Anmut Gedankengänge, bieten Schlüssel zum Verständnis der Welt, in der wir leben, und erweitern unser Vorstellungsvermögen.

Mit offenen Karten - Der Islam im Konflikt 2: Der Islamische Staat [ IS / ISIS ] [12:05]

Veröffentlicht am 31.01.2015
Das geopolitische Magazin MIT OFFENEN KARTEN, für dessen Inhalt der Moderator der Sendung, Jean-Christophe Victor, verantwortlich zeichnet und das von ARTE produziert und ausgestrahlt wird, ist nach nahezu 20 Jahren immer noch einzigartig in der französischen und der deutschen Fernsehlandschaft.

Sein Erfolg beruht auf einer engen und fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen dem Forschungsinstitut LEPAC und einem Regie- und Produktionsteam im ARTE Studio.

Die Sendung stützt sich seit ihrem Bestehen auf

- die Verwendung von Landkarten zur Erläuterung internationaler Beziehungen

- die Einbeziehung der geschichtlichen Hintergründe

- die Analyse langfristiger Tendenzen

Mit einer sich ständig erneuernden redaktionellen Linie hinsichtlich der behandelten Themen und der Programmpalette – Atlas, DVD, VOD, regelmäßig aktualisierter Internetauftritt – legt MIT OFFENEN KARTEN besonderen Wert auf den pädagogischen Aspekt der Sendung. Die Zusammensetzung der innerhalb eines Sendejahres behandelten Themen wird jeweils mehrere Monate vor der Produktion festgelegt. Die Filigranarbeit in der Recherche und am Text dient nicht dazu, möglichst aktuell zu sein, sondern bis in die Gegenwart hineinreichende Entwicklungen zu erklären und der Hintergrundanalyse den Vorrang zu geben. Das Ziel der Sendung ist nicht, Wissen zu vermitteln, sondern zum besseren Verständnis beizutragen.

Die Gestaltung und das Format des Wochenmagazins haben sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Inzwischen dauern die Sendungen jeweils 12 Minuten und die Dreharbeiten und die Postproduktion erfolgen komplett in HD-Qualität. Die Postproduktion einer Serie von 4 Sendungen dauert etwa sechs Wochen. Die wöchentliche Ausstrahlung erfordert von den Teams aus Forschern, Regisseuren und Grafikern Gründlichkeit und Phantasie bei der kartografischen Darstellung geografischer Gegebenheiten und abstrakter Konzepte.

Die Besonderheit der Sendung beruht auf der Herstellung von Karten mit regelmäßig aktualisierten Hintergründen. Für die Weltkarte wird zurzeit die Eckert-IV-Projektion verwendet und der für die Sendung verwendete Kartenhintergrund stammt von der Firma InterCarto.

Durch die gelegentliche Zusammenarbeit mit Partnern wie IGN, Google Earth, Planet Observer und BNF lassen sich die kartografische Darstellung verfeinern und neue Quellen erschließen, um dem Fernsehpublikum auch wenig bekannte Karten vorzustellen. Die Karten erleichtern durch ihre Präzision und ihre Anmut Gedankengänge, bieten Schlüssel zum Verständnis der Welt, in der wir leben, und erweitern unser Vorstellungsvermögen.
MIT OFFENEN KARTEN - Syrien: Ursprünge der Krise (1/2) [12:09]

Veröffentlicht am 16.09.2012
ARTE, 15.09.2012
Teil 2 am 22.09.2012, 19:00 Uhr ARTE
Weitere Sendungen zum Thema Syrien:
MIT OFFENEN KARTEN - Syrien auf dem Schachbrett (2007)
http://youtu.be/obFPNXRj7Fo
MIT OFFENEN KARTEN - Der Arabische Frühling (2011)
http://youtu.be/Lk83Tc9cKrU

MIT OFFENEN KARTEN - Syrien: Regionale Auswirkungen der Krise (2/2) [11:50]

Veröffentlicht am 22.09.2012
MIT OFFENEN KARTEN - Syrien: Die Ursprünge der Krise (1/2)  


Flüchtlingsstrom: »You can't have a point of view in the Electronic Age«

Die Regierungen sind überfordert, weil sich die Flüchtlinge über Medien und Internet in Echtzeit ohne zentrale Steuerung netzförmig als Schwärme organisieren 

Die Flüchtlinge haben in den letzten Tagen gesehen, dass sie als Masse Macht ausüben und dass sie über die Medienöffentlichkeit Druck ausüben können. Sie wissen auch, dass die Regierungen möglichst davor zurückschrecken, Gewalt anzuwenden, aber auch überfordert sind, weil sie nicht wissen, wie sich die in Echtzeit organisierenden Flüchtlingsschwärme verhalten werden.

Allein durch die massenhafte Wanderung von Budapest Richtung Österreich hatten sie die Regierungen in Österreich und Deutschland dazu gebracht, die Grenzen zu öffnen. Die Überflutung der griechischen Inseln ließ die dortige Regierung einbrechen, die den Flüchtlingen half, nach Athen zu kommen und von dort aus auf die Balkanroute nach Mazedonien. Das kleine Land schob auch einfach weiter ebenso wie Serbien. Selbst die harte Haltung Ungarns bis hin zu den Notstandsgesetzen und dem Bau des Grenzzauns führte einerseits zum Anschwellen des Stroms, aber förderte auch die Aufmerksamkeit. Mittlerweile hat das Flüchtlingsthema den Ukraine-Konflikt und die Schuldenkrise mitsamt Griechenland an den Rand gedrängt.

Die Regierungen, die versuchen, die Flüchtlingsströme, die durch zirkulierende Informationen, Gerüchte, Empfehlungen und Warnungen als eine Art Flashmob von unten entstanden sind und sich selbstorganisierend schwarmförmig verhalten, zu bremsen und zu regulieren, sind offensichtlich überfordert. Während man es kurz zuvor noch mit den sich sensibel verhaltenden "den Märkten" zu tun hatte, sind es nun diese Massen, die aus dem Verhalten der einzelnen Menschen entstehen, das sich über die Kommunikation und die Medienöffentlichkeit in Echtzeit zu einer kollektiven, aber von niemanden gelenkten und letztlich unvorhersehbaren Dynamik entfaltet.

Europa ist nun konfrontiert mit dem Phänomen, das man aus der Ferne als Arabischen Frühling beobachtet hatte und das etwa in Italien oder in Spanien zu Protesten und dann zu politischen Bewegungen wie Podemos oder MoVimento 5 Stelle geführt hat. Und Europa reagiert auf dem Hintergrund der bereits gewachsenen Strukturen von ausländer- und muslimfeindlichen Bewegungen und Parteien ähnlich netzwerkförmig in einer viralen Erregung, die eben zu plötzlichen Entscheidungen wie der von Bundeskanzlerin Merkel führte, die Grenzen zu öffnen, um sie dann gleich wieder schließen zu wollen.

Rational, vorhersehend, konzeptuell wird weder von den Regierungen noch von den Flüchtlingen gehandelt, die verzweifelt, aber blindlings das Schicksal herausfordern und wohl davon getrieben werden, dass sie als Einzelne vielleicht eine Chance auf ein besseres Leben noch ergreifen können. Wohl wissend, dass die Offenheit schnell in Abwehr umschlägt, schließlich kommen viele aus Kriegsgebieten, wo rohe Gewalt herrscht und man Glück haben muss, um nicht Opfer zu werden. Trotzdem scheinen sie der Logik einer Schwarmintelligenz zu folgen.

mehr:
- Die Flüchtlinge haben ihre mediale Macht entdeckt (Florian Rötzer, Telepolis, 16.09.2015)
Als ein früher zweckloser (und damit vom Smart Mob unterscheidbarer) Flashmob gilt eine Aktion des Journalisten Bill Wasik am 3. Juni 2003 in New York. Mehr als hundert Teilnehmer versammelten sich in einem Kaufhaus um einen Teppich. Kaufhaus-Mitarbeitern teilten sie mit, dass sie einen „Liebesteppich“ suchten und Kaufentscheidungen grundsätzlich gemeinsam träfen. Danach versammelte sich eine noch größere Gruppe in einer Hotel-Lobby und applaudierte exakt 15 Sekunden, schließlich strömten die Teilnehmer in ein Schuhgeschäft und gaben sich dort als Touristen aus.[7] Bill Wasik hat in einem Artikel im März 2006 bekundet, seine Absicht sei gewesen, hippe Leute vorzuführen, die in einer Atmosphäre der Konformität nur danach strebten, Teil der „nächsten großen Sache“ zu werden, egal wie sinnfrei diese sei.[8]  (Flashmob, Geschichte, Wikipedia)
Prison's flash mob.Michel Jackson's song(its realy nice) [4:26]

Hochgeladen am 22.10.2010
2009. Michael Jackson