Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
„Ganz abgesehen vom ganzen Drumherum und der politischen Situation . . . Was bleibt, ist das Porträt dieser Frau . . . Machtstrukturen gibt es überall. In anderen Ländern hat das Publikum da einen anonymen Apparat gesehen, der das Individuum Katharina Blum erdrückt, aber sie konnten das übertragen, weil sie von vornherein mit der Frau, mit dem Porträt dieser einzelnen, gewerbstätigen, lohnabhängigen, einsamen Frau, die aber trotzdem so eine Gradheit hat, die sich an ihre Ehre klammert - das konnten sie verstehen. Warum ist die Ehre gerade für einen mittellosen Menschen, der kein großes Einkommen und kein großes Haus und kein dickes Auto hat, so wertvoll? Weil es das Einzige ist, was er hat. Das ist das Bild von ihm. Er kann mit seinem Bild keine Kompromisse machen. Das ist, was ihm wichtig sein muss, er kann sich nicht verschanzen hinter irgendeinem Reichtum und eine Fassade aufbauen.“ [Volker Schlöndorf 1975 in einem Interview] mehr: - „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ – Ein Mensch, gefangen in einer kapitalistischen Welt (FAZ, 24.09.2015)
Es geht um ein Massenblatt, das skrupellos Informationen über eine zu Unrecht als Mitglied einer linksradikalen Terroristengruppe verdächtigte 27-jährige Hausangestellte zusammenträgt und veröffentlicht, nicht vor Verdrehungen und hetzerischer Meinungsmache zurückschreckt und auf diese Weise die bürgerliche Existenz des Opfers zerstört. Die Erzählung handelt auch von Polizeibeamten und Staatsanwälten, die das Privatleben einer wehrlosen Verdächtigen respekt- und rücksichtslos durchleuchten. Auf die entwürdigende Behandlung und das übermächtige System reagiert das Opfer anfangs mit Fassungslosigkeit, am Ende mit verzweifelter Gegengewalt.
Vor dem Hintergrund der Hysterie über den Terrorismus der RAF protestiert Heinrich Böll mit der Erzählung "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" gegen den Menschen verachtenden Sensationsjournalismus und nicht zuletzt gegen den Missbrauch der Staatsgewalt sowie die korrumpierenden Verflechtungen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Medien, Polizei und Rechtsprechung.
Und den bislang gültigen Gebrauch der Namen für die Dinge vertauschten sie nach ihrer Willkür: unbedachtes Losstürmen galt nun als Tapferkeit und gute Kameradschaft, aber vordenkendes Zögern als aufgeschmückte Feigheit, Sittlichkeit als Deckmantel einer ängstlichen Natur, Klugsein bei jedem Ding als Schlaffheit zu jeder Tat […] Wer schalt und eiferte, galt immer für glaubwürdig, wer ihm widersprach, für verdächtig.
Als ich beim Bund war, war EPA die Abkürzung für Einmannpackung, im Neusprech ist EPA
ein von der EU gefördertes Abkommen über Freihandelszonen zwischen der EU und den 78 AKP-Staaten (in der Mehrzahl ehemalige europäische Kolonien in Afrika, der Karibik und im Südpazifik).
Die vertragliche Grundlage der EPA liegt im Cotonou-Abkommen, welche am 23. Juni 2000 von den Mitgliedstaaten der EU und den Mitgliedstaaten der Gruppe der AKP- Staaten in Cotonou, Benin, unterzeichnet wurde.
Zentrales Ziel des Abkommens war es, die von der WTO kritisierten nicht-reziproken Handelspräferenzen der Lomé-Abkommen (1975 bis 2000) durch reziproke Handelsabkommen bis zum 1. Januar 2008 zu ersetzen.
Bis Januar 2008 wurde jedoch nur ein WPA mit dem CARIFORUM und 9 Interim-WPAs mit einzelnen AKP-Staaten bzw. Staatengruppen unterzeichnet.[1][Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, Wikipedia]
EU and KENYA : EPA : A Reinforced Partnership [6:54]
Veröffentlicht am 20.01.2014
EU and KENYA : EPA : A Reinforced Partnership
EU head of delegation to Kenya happy with elections [7:52]
Veröffentlicht am 09.03.2013
http://www.ntv.co.ke In the meantime, European Union observers have given the just concluded election a clean bill of health. The observers say in spite of the challenges posed by the electronic tallying system, the outcome of the election demonstrated the will of the people.
Mit offenen Karten - Aufschwung in Afrika [10:05]
Hochgeladen am 24.07.2011
Mit offenen Karten - Aufschwung in Afrika
Mit offenen Karten - Ernüchterung in Afrika [11:00] Hochgeladen am 16.11.2011 Huehner fuer Afrika - Vom Unsinn des globalen Handels [43:01]
Veröffentlicht am 23.01.2015
....die Länder der sog. ersten Welt sind Schuld, dass die afrikanischen Länder auf keinen grünen Zweig kommen. Und wir wundern uns, dass die sich in Boote setzen und versuchen nach Europa zu schippern... Aber die Gutmenschen Europas demonstrieren nicht gegen den perversen Freihandel mit Afrika... nein... sie demonstrieren gegen die Gruppen die versuchen die Verursacher dieser Misere zu verjagen...
siehe dazu auch: - Der Kannibalismus und die Doppelzüngigkeit des Westens (Post, 16.11.2014) Wenn ich in den letzten Monaten von »unseren Werten« hörte, rollten sich – angesichts des politischen und medialen propagandistischen Dauerfeuers wider den narzißtisch gestörten expansionistischen Putin meine Zehnägel. Immer wieder beeindruckend und desillusionierend, wie plump – und gleichzeitig gekonnt – wir ständig manipuliert werden. Neuestes Beispiel: »Faßbomben« (alte US-amerikanische Erfindung in alter deutsche Rechtschreibung, die Integration der Flüchtlinge wird dadurch auch nicht einfacher…). Also, das läuft so: Wenn dieser böse Assad seine Bevölkerung schon nicht mit Chemiewaffen abmurkst (heißt: wenn die syrische Opposition das auch macht und unser Bild-»Zeitung«s-gestähltes gut-böse-Schema damit überfordert ist), dann macht er das mit Faßbomben (Was ist das eigentlich: Faßbombe? egal: was Böses!) Und weil wir die Guten sind, müssen wir was dagegen unternehmen, zumal der Assad dran schuld ist, daß die ganzen schwer integrierbaren Flüchtlinge aus Syrien zu uns kommen und wir hoffnunglos mit den ganzen armen Leuten, die, bis sie das Rentenalter erreicht haben, noch nicht mal genug in die Kassen eingezahlt haben werden und unser wohlhabendes europäisches Schiff alleine durch ihre Anzahl zum Kentern bringen werden.
EU schafft Ursachen für Flüchtlinge - Georg Restle Tagesthemen [1:22]
Veröffentlicht am 31.08.2015
Like https://www.facebook.com/newskritik Die Flüchtlingskrise sorgt für Zündstoff und hitzige Debatten aber keiner spricht das wahre Problem an. Nämlich: Der Fluchtgrund ist das wahre Problem und wem verdanken wir das? Georg Restle erklärt, wem wir was zu verdanken haben.
1500 Hühner besitzt Goedfrey Ng'anga am Rande Nairobis, dazu sechs Kühe - er ist ein typischer Kleinbauer wie Tausende in Kenia - aber er hat auch Angst, dass ihm die Marktmacht aus Europa bald die Existenz zerstört: "Sie sollten unsere Produkte kaufen: Eier, Milch, Hühner. Aber ihre Technologie ist sehr gut und sie können ihre Produkte sogar viel billiger bei uns verkaufen als wir selbst.
Der Grund für seine Angst und die der meisten Kleinbauern ist das Freihandelsabkommen (kurz EPA) zwischen der EU und der Ostafrikanischen Gemeinschaft vom vergangenen Jahr. Das sollte angeblich nur Vorteile für alle bringen, wie es ein Werbefilm der EU für Kenia aus dem Jahr 2013 einflüstern will. Das Abkommen sei eben mehr als die gegenseitige Marktöffnung: eine echte Partnerschaft, die die Integration Ostafrikas in die EU voranbringe und gute Bedingungen für Investitionen schaffe.
[…]
Nun, wer nicht will, der muss wohl zu seinem Glück gezwungen werden. Denn als Kenia, das wirtschaftliche Schwergewicht der Region, das Abkommen nicht unterschreiben wollte, spielte die EU im vergangenen Oktober ihre Wirtschaftsmacht aus mit ihrem riesigen Absatzmarkt - und verhängte umgehend Zölle auf kenianische Waren - von 8,5 Prozent bis weit über 30 Prozent etwa auf Schnittblumen, eines der wichtigsten Exportgüter, Röstkaffee, Dosenananas oder verpackten Tee.
Diese "Erpressung", wie man in Kenia sagt, hat schnell gewirkt - wenige Wochen später unterschrieb auch die kenianische Regierung das Freihandelsabkommen. Kritik an den rüden Verhandlungsmethoden haben viele geübt - unter anderem auch der Afrikabeauftragte der Bundesregierung, Nooke. Und Wirtschaftsexperten, etwa der Vereinten Nationen sehen in dem Abkommen keine Chance für die Ostafrikaner, sondern langfristig sogar eine Bedrohung durch die europäischen Märkte.
Freihandelsabkommen EPA - EU und Afrika [6:46]
Veröffentlicht am 20.04.2015
Economic Partnership Agreement (EPA) - Freihandelsabkommen EU und Afrika
04.11.2014 - ARD Report Mainz Rücksichtsloses Abkommen - Wie die EU ihre wirtschaftlichen Interessen gegenüber Afrika durchsetzt
Das Abkommen namens EPA (Economic Partnership Agreement) legt fest, dass die afrikanischen Länder ihre Märkte bis zu 83 Prozent für europäische Importe öffnen und hierbei schrittweise Zölle und Gebühren abschaffen müssen.
Im Gegenzug wird ihnen weiterhin zollfreier Zugang zum europäischen Markt gewährt. Weil viele afrikanische Regierungen das Abkommen nicht unterzeichnen wollten, hat die EU zum 01. Oktober 2014 Einfuhrzölle auf mehrere Produkte aus Afrika verhängt. Nach Recherchen von REPORT MAINZ hat das bereits zu Entlassungen z.B. in Kenia geführt. Unter diesem Druck haben die ostafrikanischen Länder, darunter Kenia, das Abkommen nun doch unterschrieben.
Der zuständige UN-Wirtschaftsexperte für Ostafrika, Andrew Mold, sieht dadurch die afrikanische Wirtschaft langfristig bedroht. "Die afrikanischen Länder können mit einer Wirtschaft wie der Deutschen nicht konkurrieren. Das führt dazu, dass durch den Freihandel und die EU-Importe bestehende Industrien gefährdet werden und zukünftige Industrien gar nicht erst entstehen, weil sie dem Wettbewerb mit der EU ausgesetzt sind."
Über Flüchtlingsaufnahme in Deutschland, die Überforderung deutscher Kommunen und wo die Ursachen von aktuell mehr als 51 Mio. Flüchtlingen zu suchen sind, aufgezeigt am Beispiel Landkreis Dahme-Spreewald. http://zu-gast-in-kw.jimdo.com/lds-fr...
Immer mehr Menschen in Europa begehren gegen die drohenden Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TiSA auf, weil sie um sozial- und arbeitsrechtliche Standards, die Umweltgesetze oder die Gesundheitsvorsorge in der EU bangen. Während (auch diesseits des Atlantiks beheimatete) Großkonzerne die schrankenlose Einflussnahme auf die Legislativein der „Partnerstaaten“ begrüßen und sich auf üppige – ihnen von ominösen Schiedsgerichten zugesprochene – Schadenersatz-summen bei unbotmäßigem Verhalten von Behörden und gewählten Funktionsträgern freuen, wird Millionen immer klarer, dass die letzten Hemmschwellen für globale Profitgier mit Hilfe politischer Handlanger beiseite geräumt werden sollen.
Doch die EU ist nicht nur potentielles Opfer des von der Kette gelassenen Freihandels, sie ist längst auch Täter und Nutznießer, wie ihr rücksichtsloses Vorgehen in Afrika belegt. Sie erzwingt für ihre Industriekonzerne und Agrarproduzenten den uneingeschränkten Zugang zu den Märkten in Kenia oder Ruanda und nimmt dabei billigend in Kauf, dass alle bescheidenen Ansätze dort, zu einer ökonomischen Selbständigkeit und einer Versorgungsautarkie zu gelangen, von minderwertigen Warenlawinen überrollt werden, bis sich das um Arbeit und Perspektive gebrachte Volk nicht einmal den letzten Ramsch mehr leisten kann.
Und anschließend veranstaltet man Gipfeltreffen in feudaler Abgeschiedenheit und erörtert in entspannter Atmosphäre Strategien für den Kampf gegen den Hunger in Afrika…
Für das Assad-Regime bedeutet die Massenauswanderung der „Schabab“ (arabisch: junge Menschen) eine weitere Niederlage, die es um keinen Preis eingestehen will, zumal die Opposition das Thema für sich ausschlachtet. Sie sieht nicht nur ihre Behauptung bestätigt, dass das Regime zu keinem Zeitpunkt reformfähig gewesen sei, weshalb dem Land jetzt noch mehr Menschen den Rücken kehrten; in oppositionellen Kreisen nennt man als Grund für die jetzige Auswanderungswelle auch die verstärkten Angriffe der syrischen Luftwaffe auf die Hochburgen der Rebellen, die das im Oppositionslager beliebte Bild von der Staatselite als grausamer Verbrecherbande noch weiter zementieren.
Damaskus hingegen sieht in dem angeblichen brutalen Vorgehen und „Terrorismus“ der Aufständischen die Hauptursache für die stark angestiegene Migration. Schon seit längerem bezichtigt die Regierung auch den Westen, die Rebellen aufzurüsten, und so beschwert sich Präsident Assad in einem Interview mit einem russischen Fernsehsender darüber, dass Europa, wo es doch die „Terroristen“ unterstütze, nun über den Flüchtlingsstrom auch noch jammere.
Das EPA-Abkommen zwischen mehreren Ost-Afrika-Ländern und der EU wurde sogar vom Afrika-Beauftragten der Bundeskanzlerin, Günter Nooke kritisiert. Die kenianische Regierung bezeichnete es als pure „Erpressung“. In Kenia kann die heimische Landwirtschaft mit den niedrigpreisigen Importen aus der EU nicht mithalten, wodurch Bauern pleite gehen. Auch steht in dem Freihandelsabkommen zum Beispiel ein Verbot neuer Steuern auf Exportgüter in die EU. Die wären aber nötig, um ein Ausbluten der eigenen Wirtschaft zu verhindern.
zusammengefaßt: - die afrikanischen Flüchtlinge kommen, weil die EU die afrikanische Wirtschaft kaputtmacht - die syrischen Flühtlinge kommen, weil der Westen die Assad-Regierung destabilisiert und den IS finanziell und mit Waffen stark gemacht hat. - die Leute aus dem ehemaligen Jugoslawien kommen, weil das ehemalige Jugoslawien nach dem Krieg ein »failed state« geworden ist. Ich kann das Wort »Wettbewerbsfähigkeit« kann ich nicht mehr hören. »Ausbeutung« wäre richtiger. Armenhaus Kosovo: Trotz Milliardenhilfe kein Fortschritt {10:28}
Veröffentlicht am 18.03.2015
Trotz verschärfter Grenzkontrollen suchen immer noch täglich über hundert Kosovaren ihr Heil in der Flucht nach Deutschland. Sie fliehen vor Arbeitslosigkeit und Korruption. Die einstigen Schutzmächte versprachen einst Aufbauhilfe für die Wirtschaft und den Rechtsstaat. Doch bei den Menschen ist davon nicht viel angekommen.
Die Frage, ob derzeit Frieden oder Krieg gestiftet wird, ist allerdings offen. Offen ist auch, wer die Deutungshoheit darüber gewinnt. Erleben wir mit dem Islamischen Staat (IS) wirklich den „Rückfall in die Barbarei“, wie unser Außenminister überzeugt ist? Immerhin gleicht ihr Fundamentalismus dem der wahabitischen Sunniten in Saudi-Arabien, unserem verbündeten Handelspartner. Doch „Bild“ weiß alles, über die „geisteskranken“ Terroristen, die „Blutbäder“ anrichten und ledige Mädchen vergewaltigen. Jedoch: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Das gezielte Töten von Journalisten – es ist noch nicht so lange her, dass auch die Nato das getan hat – nur gibt es davon keine sadistischen Videos. Ich komme darauf zurück.
Auch im Informationskrieg zur Ukraine sind von Anfang an von allen Seiten Nebelkerzen zur Kaschierung geostrategischer Interessen geworfen worden, was eine objektive Sicht erschwerte. In Chats und Kommentaren kam es gegen die einseitige Berichterstattung zu einem Aufstand der Leser und Zuschauer, die die Fakten checkten und sich nicht selten als besser informiert erwiesen als die Journalisten. Der Philosoph Julian Nida-Rümelin beklagte, dass „die deutschen Medien auffallend wenig Resistenz gegen eine Ideologisierung der Außenpolitik des Westens“ haben. Es fehle an kritischer Distanz gegenüber Nato- und CIA-gesteuerten Informationen. Er sprach von doppelten Standards, gar von „Kriegspropaganda gegen Putin“. […]
Der Gründungsvater der Friedensforschung, der Norweger Johan Galtung, nannte als wirklichen Kriegsgrund die Disziplinierung des „Fremdkörpers“ Serbien als letztes mit Russland und China verbundenem Land in Europa, das sich der neoliberalen Globalisierung widersetzt. Solche Erklärungen hatten keine Chance, gehört zu werden, für eine weitgehende Gleichschaltung der öffentlichen Meinung war gesorgt. Die Buchautoren Mira Beham und Jörg Becker[10] haben 31 PR-Agenturen erfasst, die für alle nichtserbischen Kriegsparteien tätig waren. Allein Kroatien gab mehr als fünf Millionen US-Dollar an US-Agenturen, um die öffentliche Meinung in seinem Sinn zu beeinflussen. Propaganda-Ziele dieser Agenturen waren unter anderem: Darstellung der Serben als Unterdrücker und Aggressor, wobei sie mit den Nazis gleichzusetzen und entsprechend emotional geladene Begriffe zu etablieren sind; Darstellung der Kroaten und Bosnier als unschuldige Opfer, wobei die Eroberung der serbischen Krajina als legal hinzustellen ist; Völkermordanklage gegen Jugoslawien und Miloševic´ in Den Haag; günstige Verhandlungsergebnisse für die albanische Seite in Rambouillet und Sezession Montenegros.[…]Während die eigenen Informationen manipuliert wurden, sollten die Informationen der Gegenseite ganz verschwinden. Sender und Journalisten als Angriffsziele zu bestimmen, ist nach dem Genfer Abkommen verboten. Doch in der Nacht des 23. April 1999 griff die Nato ohne Vorwarnung den Hauptsitz der serbischen Radio- und Fernsehgesellschaft RTS im Zentrum Belgrads an. Die intelligente Bombe traf zielgenau ins Erdgeschoss, um dann von unten nach oben alle Etagen zu durchbohren. Das Dach blieb unversehrt, aber die darunter waren, hatten keine Chance. 16 Hingerichtete und eine größere Zahl von Verletzten waren zu beklagen. In einem Interview mit der BBC vom 12. März 2000 erklärte Tony Blair, der Angriff auf den RTS sei notwendig geworden, weil auch westliche Sender die Videos von zivilen Opfern übernommen hätten. „Das ist eines der Probleme, wenn man in einer modernen Kommunikations- und Informationsgesellschaft Krieg führt. Uns war klar, dass diese Bilder auftauchen und eine instinktive Sympathie für die Opfer bewirken würden.“ - Die Bombardierung der RTS-Studios (Le Monde diplomatique, 14.07.2000, Link von mir hinzugefügt)
Noch während des Krieges sind auch beim damaligen Generalbundesanwalt Kay Nehm 50 Strafanzeigen gegen die deutsche Regierung eingegangen. Der „Spiegel“ erlaubte sich die Respektlosigkeit, sich vorzustellen, Schröder, Scharping und Fischer würden unter folgender Anklage verhaftet: „Die Bundesrepublik habe sich an einem Staatsverbrechen beteiligt, dem schwersten, das im deutschen Strafgesetz aufgeführt ist – einem Angriffskrieg von deutschem Boden aus. Darauf steht lebenslang.“[15] Dass der Generalbundesanwalt keine Ermittlungen aufnahm, überraschte nicht. Er ist als politischer Beamter den Weisungen des Justizministeriums unterstellt. Überraschend war nur, wie dünn die Hilfskonstruktion war, mit der er vor den Juristen, Politikern und Journalisten durchkam: Der Jugoslawien-Einsatz habe eine „dem Völkerfrieden dienende, nicht eine ihn beeinträchtigende Krisenintervention“ dargestellt, sei also kein Angriffskrieg gewesen.
[…]
Aus Mangel an unabhängiger Justiz, „kontrolliert“ von Medien und zivilgesellschaftlichen Zusammenschlüssen, die nicht mit der nötigen Hartnäckigkeit am Thema blieben oder kein ins Gewicht fallendes öffentliches Gehör fanden, gibt es kaum Möglichkeiten, in der Bundesrepublik solche Rechtsverletzungen aufzudecken, zu ahnden und künftig zu verhindern. Sie werden stattdessen staatlicherseits gedeckt und vertuscht. Der erste Krieg der Nato nach 50 Jahren, der erste Krieg nach Wegfall des Systemkonkurrenten, ist heute, immerhin fünfzehn Jahre später, weder zeitgeschichtlich noch juristisch, noch rechtsphilosophisch aufgearbeitet.
[…]
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, verwies am 22. Juni dieses Jahres in der Talk-Show von Günter Jauch unwidersprochen auf Völkermord als Grund für das militärische Eingreifen in Jugoslawien. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen widersprach bei einem Truppenbesuch im Kosovo im Mai der Auffassung, der Krieg sei völkerrechtswidrig gewesen. Schließlich habe es Beweise „von einem drohenden Völkermord“ gegeben. Zuvor hatte Exkanzler Schröder immerhin eingeräumt, in diesem Krieg gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben, diesen Verstoß aber mit der Hilfe für Menschen in Not gerechtfertigt. Sein Gesprächspartner Josef Joffe brachte es auf den Punkt:
„Die humanistische Pflicht hat über das Völkerrecht triumphiert.“[16]
Was für ein Triumph! War das Völkerrecht der eigentliche Gegner? Kann Frieden so gestiftet werden?
„Kriege, was auch immer ihr Ziel sein mag, schaden der ganzen Menschheit; sie schaden auch den Völkern, die Sieger bleiben.“ [Henri de Saint-Simon]
»Aber was ist eigentlich eine monopolare Welt? Wie man diesen Terminus auch schmückt, am Ende bedeutet er praktisch nur eines: es gibt ein Zentrum der Macht, ein Zentrum der Stärke, ein Entscheidungs-Zentrum.Es ist die Welt eines einzigen Hausherren, eines Souveräns. Und das ist am Ende nicht nur tödlich für alle, die sich innerhalb dieses Systems befinden, sondern auch für den Souverän selbst, weil es ihn von innen zerstört.Das hat natürlich nichts mit Demokratie gemein. Weil Demokratie bekanntermaßen die Herrschaft der Mehrheit bedeutet, unter Berücksichtigung der Interessen und Meinungen der Minderheit.Nebenbei gesagt, lehrt man uns - Russland – ständig Demokratie. Nur die, die uns lehren, haben selbst, aus irgendeinem Grund, keine rechte Lust zu lernen.Ich denke, dass für die heutige Welt das monopolare Modell nicht nur ungeeignet, sondern überhaupt unmöglich ist. Nur nicht, weil für eine Einzel-Führerschaft in der heutigen, gerade in der heutigen, Welt weder die militärpolitischen, noch die ökonomischen Ressourcen ausreichen. Aber was noch wichtiger ist – das Modell selbst erweist sich als nicht praktikabel, weil es selbst keine Basis hat und nicht die sittlich-moralische Basis der modernen Zivilisation sein kann.«(Wladimir Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2007: 09.-11.02.2007, Wortprotokoll auf der Seite der AG Friedensforschung der Universität Kassel, Hervorhebung von mir)
-Kosovo – Gewalt löst keine Probleme – Interview mit Horst Grabert(Wissenschaft und Frieden, 2000-1;Horst Grabert, ehemaliger Kanzleramts-Chef und Botschafter in Österreich, Jugoslawien und Irland, in Wikipedia)Natürlich hatten wir Alternativen. Nehmen Sie nur die von der OSZE beschlossene Mission. Milosevic hat ihr zugestimmt und sie nicht behindert. Sie nahm unter der Stabführung des Amerikaners Walker sehr zögerlich ihre Arbeit auf. Es ist überzeugend in dem Bericht des deutschen Brigadegenerals a.D. Heinz Loquai dargelegt, dass die OSZE-Beobachtermission bestenfalls halbherzig verfolgt wurde – weil die Maßgeblichen wollten, dass es zu einem NATO-Einsatz kommt. […]
Es hat sich erwiesen, dass die NATO nicht geeignet ist, eine wirklich krisenbewältigende Politik zu machen. Wenn sich die Politik des Westens unter Führung der Vereinigten Staaten nicht erheblich ändert, wird es sogar immer schwerer werden, regionale Konflikte dieser Art zu lösen. Die eigentlichen Krisen haben wir noch vor uns. Wir sollten nicht der Illusion anhängen, mit dem Kosovo wäre das Schlimmste überstanden. In spätestens zwanzig Jahren werden wir mit sehr viel schlimmeren Krisengefahren zu tun haben – v.a. was das Gebiet um das Kaspische Meer betrifft. Da geht es real um die letzten großen Erdölreserven der Welt. Insofern sollte niemand den gegenwärtigen Tschetschenien-Krieg falsch einordnen. Es handelt sich auch dort nicht um die Verfolgung von Terroristen, genauso wenig wie in Armenien, in Georgien oder der ganzen Kaukasusregion.
Wir müssen die Anwendung des Gewaltpotenzials in die Hände des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zurück geben. Die Akzeptierung des Gewaltmonopols der Vereinten Nationen ist eine Grundvoraussetzung für die friedliche Entwicklung in Europa.[…]Auch in Deutschland wird dieser Unterschied zwischen Verteidigungspolitik und militärisch aktiver Außenpolitik zusehends verwischt. Ein außenpolitischer Gestaltungsanspruch, der unsere Interessen aktiv militärisch verteidigen bzw. durchsetzen will, ist äußerst gefährlich und führt in die Irre.
Wladimir Putins Rede im Valdai-Klub im Jahre 2014. Es werden allgemeine Probleme der Weltgemeinschaft angesprochen, der Eine oder Andere gerügt und die USA vor ein Spiegel gezerrt. Ich bedanke mich bei Allen die die Übersetzung und die Vertonung ermöglicht haben und wünsche und hoffe eine rasche und lebhafte Verbreitung, egal welcher der vier Versionen. Playliste mit anderen Varianten: https://www.youtube.com/watch?v=urJra...
Da die Erstellung des Videos Zeit in anspruch genommen hat und sollte dies Jemanden etwas wert sein so würde ich mich über eine Spende, egal welcher Höhe freuen: https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr...
Ich werde nicht müde mich dessen zu wundern, wie unsere Partner, Mal ums Mal, wie man bei uns in Rußland zu sagen pflegt, auf ein und dieselbe Harke treten. Das heißt: immer wieder dieselben Fehler begehen. [aus Wladimir Putins Rede im Valdai-Klub im Jahre 2014]
Die Prophezeiung von Muammar Gaddafi an Europäer: Ihr seid Idioten! [2:46]
Veröffentlicht am 12.09.2015
Ein Beitrag des russischen TV über aktuelle Flüchtlingskrise in Europa, es werden die Worte von Muammar Gaddafi zitiert, die er kurz vor seiner Ermordung an die NATO-Staaten adressiert hat, die Libyen bombardiert haben. August 2015. Quelle Rossija24.
Putin auf deutsch zur EU-Flüchtlingskrise [3:58]
Veröffentlicht am 04.09.2015
Selbst den russischen Präsidenten Putin verfolgen die Flüchtlingswellen nach Europa und Deutschland auf seinen Pressekonferenzen bis nach Russisch Fernost, wo er eigentlich zu einem ganz anderen Thema weilt.
Bereits einige Male im deutschsprachigen Raum erwähnt wurde sein dortiges Statement zu diesem Thema - und wie immer nehmen wir das zum Anlass, die entsprechende Stelle nach Originalmaterial vom Kreml und dem dortigen Manuskript unkommentiert auf deutsch zu präsentieren. Bitte schön - Putin auf deutsch zur Flüchtlingskrise. Den weitaus größten Wert legte er hierbei auf die Ursachen der Flucht im islamischen Extremismus in den Krisengebieten und der falschen dortigen Politik des Westens unter Führung der USA.
Schwimmen zwei junge Fische des Weges und treffen zufällig einen älteren Fisch, der in die Gegenrichtung unterwegs ist. Er nickt ihnen zu und sagt: »Morgen, Jungs. Wie ist das Wasser?« Die zwei jungen Fische schwimmen eine Weile weiter, und schließlich wirft der eine dem anderen einen Blick zu und sagt: »Was zum Teufel ist Wasser?«
Kurz darauf folgt eine weitere Parabel:
Sitzen zwei Männer in einer Bar irgendwo in der Wildnis von Alaska. Der eine ist religiös, der andere Atheist, und die beiden diskutieren über die Existenz Gottes mit dieser eigentümli-chen Beharrlichkeit, die sich nach dem, sagen wir mal, vierten Bier einstellt. Sagt der Atheist: »Pass auf, es ist ja nicht so, dass ich keine guten Gründe hätte, nicht an Gott zu glauben. Es ist nämlich nicht so, dass ich noch nie mit Gott oder Gebeten experimentiert hätte. Letzten Monat erst bin ich weit weg vom Camp in so einen fürchterlichen Schneesturm geraten, ich konnte nichts mehr sehen, hab mich total verirrt, vierzig Grad unter null, und da hab ich's gemacht, ich hab’s probiert: Ich bin im Schnee auf die Knie und hab geschrien: ›Gott, wenn es dich gibt, ich stecke in diesem Schneesturm fest und sterbe, wenn du mir nicht hilfst!‹«
Der religiöse Mann in der Bar schaut den Atheisten ganz verdutzt an: »Na, dann musst du jetzt doch an ihn glauben«, sagt er. »Schließlich sitzt du quicklebendig hier.«
Der Atheist verdreht die Augen, als wäre der religiöse Typ der letzte Depp: »Quatsch, Mann, da sind bloß zufällig ein paar Eskimos vorbeigekommen und haben mir den Weg zurück ins Camp gezeigt.«
Schon in den ersten Absätzen spannt Wallace das Feld auf, um das es ihm geht: 1. Es gibt Dinge, die für uns dermaßen selbstverständlich sind, daß wir sie in ihrer Existenz (und in ihrer Wirkung auf uns) gar nicht wahrnehmen. und 2. Es gibt Vorkommnisse, die wir ganz selbstverständlich auf eine bestimmte Art und Weise interpretieren. Was hat das mit den USA zu tun? Michael Moore hat es in seinem Film Bowling for Columbine auf den Punkt gebracht:
Eine kurze Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika [3:12]
Hochgeladen am 08.04.2009
Micheal Moore's Film "Bowling for Columbine" enthält die zusammenfassung der kleinen Geschichte von Amerika. Diese Animierte Version erzählt in kurzer Zeit alles was man wissen muss. Warum die Amerikaner alle Waffen tragen, warum sie immer Angst haben und warum es den Ku-Klux-Klan gibt. Eine sehr schöne, lustige Geschichte....
Das Vorhandensein von a) äußerer Bedrohung und b) daraus resultierender Angst sowie c) »alternativloser aggressiver Anwehrmaßnahme ist für die Bewohner des Nordamerikanischen Kontinents dermaßen selbstverständlich, daß sie gar nicht mehr groß drüber nachdenken.
Für einen Zauberer, sagte er, sei die Welt des alltäglichen Lebens nicht wirklich oder so, wie wir dies annehmen. Für einen Zauberer sei die Wirklichkeit oder die Welt, die wir alle kennen, nur eine Beschreibung.
Um diese Prämisse zu begründen, gab Don Juan sich alle Mühe, mich davon zu überzeugen, daß das, was in meinen Augen die wirklich vorhandene Welt war, nur eine Beschreibung der Welt sei; eine Beschreibung, die mir seit dem Augenblick meiner Geburt eingehämmert worden sei.
Jeder, der mit einem Kind in Kontakt komme, erklärte er, sei ein Lehrer, der unaufhörlich die Welt erkläre, bis zu dem Augenblick, wo das Kind die Welt so wahrnehmen könne, wie sie ihm erklärt wird. Nach Don Juan haben wir keine Erinnerung an diesen folgenschweren Augenblick, einfach weil wir keinen Bezugsrahmen hatten, in dem wir ihn mit etwas anderem hätten vergleichen können. Doch von diesem Augenblick an ist das Kind ein Mitglied. Es kennt die Beschreibung der Welt; und es erreicht, glaube ich, die volle Mitgliedschaft, wenn es in der Lage ist, alle seine Wahrnehmungen so zu deuten, daß sie mit dieser Beschreibung übereinstimmen und sie dadurch bestätigen.
Für Don Juan besteht die Wirklichkeit unseres alltäglichen Lebens daher aus einem endlosen Fluß von Wahrnehmungsinterpretationen, welche wir, die Individuen, denen eine bestimmte Mitgliedschaft gemeinsam ist, gemeinsam anzustellen gelernt haben.
Die Vorstellung, daß die Wahrnehmungsinterpretationen, welche die Welt konstituieren, im Fluß begriffen sind, stimmt mit der Tatsache überein, daß sie ununterbrochen stattfinden und selten, wenn überhaupt, in Frage gestellt werden. Tatsächlich wird die Realität der Welt, wie wir sie kennen, als so feststehend angesehen, daß die Grundprämisse der Zauberei, nämlich daß unsere Realität nur eine von vielen möglichen Beschreibungen ist, kaum eine Chance hat, als ernsthafte These akzeptiert zu werden.[aus Castaneda, Die Reise nach Ixtlan, zit. in So kann man’s auch sehen…, Post, 09.04.2008]
Die Amis nennen ihr Land gern »God’s Own Country«
During WWII, GermanNazi propaganda minister Joseph Goebbels sarcastically mocked the USA as "Aus Gottes eigenem Land" (From God's Own Country) in an essay that appeared in the German newspaper Das Reich on August 9, 1942.[9] Goebbels ridiculed America as a young land that lacked culture, education and history in contrast with Germany. In 1943, the Nazis published an anti-American, anti-semitic propaganda book written by Erwin Berghaus called "USA - nackt!: Bilddokumente aus Gottes eigenem Land" (USA naked! Photo documents from God's own country) which also mockingly characterized the USA with the phrase.[10][11] Several modern German newspapers such as Die Welt, Der Tagesspiegel and Die Zeit have also used the phrase "Gottes eigenem Land" (God's own country) to criticize American culture and society. [12][13][14][God’s Own Country, Early Uses, United States, engl. Wikipedia]
Wenn man in Gottes eigenem Land lebt, braucht man sich über das eigene Tun keine Gedanken machen. Wie z.B. über gebrochene Versprechen (die nicht existieren, solange sie nicht schriftlich fixiert sind). Man braucht sich auch keine Gedanken darüber zu machen, was im Gegenüber möglicherweise vorgeht. Z. B. daß der sich bedrängt oder eingeengt fühlt. Wenn ich der Gute bin und nur Gutes tue, kann sich das Gegenüber nur wohl fühlen.
Bereits im Vorfeld wurde mit großer Spannung die Rede von Russlands Präsident Wladimir Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 erwartet. Kaum einer der Konferenzteilnehmer hatte jedoch damit gerechnet, dass Putin mit seiner Brandrede ein Sturmgewitter am Tagungsort im Hotel Bayerischer Hof entfacht. In drastischer Weise warnte er massiv vor einer amerikanischen Weltherrschaft, bezeichnete die NATO-Osterweiterung als Provokation und drohte: Moskau verfüge über Waffen, die das geplante US-Raketenabwehrschild in Osteuropa wirkungslos machen würde.(Ein Hauch von Kaltem Krieg(Artikel auf der Internetpräsenz der Münchner Sicherheitskonferenz, zit. in Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik?, Post, 25.03.2014)
Drinnen: Wladimir Putin. Es war der erste Auftritt eines russischen Staatspräsidenten auf der Sicherheitskonferenz. Und er wirbelte das transatlantische Wohlgefühl ordentlich durcheinander: Den USA unterstellte er das Streben zu "monopolarer Weltherrschaft", sie hätten "ihre Grenzen in fast allen Bereichen überschritten". Die Nato warnte er vor "ungezügelter Militäranwendung". Nordatlantik-Allianz und Europäische Union würden anderen Ländern ihren Willen aufzwingen und auf Gewalt setzen, so Putin. Die Nato-Osterweiterung kritisierte Russlands Präsident massiv, weil deren militärische Infrastruktur "bis an unsere Grenzen" heranreiche.
[…]Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer reagierte sichtlich verärgert: Was Putin gesagt habe passe nicht zur viel beschworenen "Partnerschaft zwischen Russland und der Nato". Er sehe da "einen Bruch", sagte de Hoop Scheffer und er fügte hinzu: "Ich kann nicht verbergen, dass ich enttäuscht bin." Wie könne man sich denn sorgen, "wenn Demokratie und Rechtsstaat näher an die Grenzen rücken", fragte er mit Blick auf Putins Äußerung gegen die Nato-Osterweiterung. (Sicherheitskonferenz in München: Putin schockt die Europäer, Sebastian Fischer, SPON, 10.02.2007)
Niemand findet derzeit gegenüber Moskau so deutliche Worte wie Anders Fogh Rasmussen: Russland bedrohe die Stabilität und Sicherheit der euro-atlantischen Region, sagte der Nato-Generalsekretär zu Beginn des Treffens der Verteidigungsminister der 28 Mitgliedstaaten der Allianz in Brüssel mit Blick auf die Ukraine. "Russlands unverantwortliches und illegales Handeln ist eine ernste Herausforderung an ein einziges, freies und friedliches Europa." [Nato-Treffen: Die Osteuropäer haben recht behalten, ZEIT Online, 03.06.2014]
Egal, was der Westen tut: Wir sind die Guten und tun Gutes, und wer sich daran stört, spinnt und bedroht uns! Völlig ausgeschlossen, daß wir jemanden bedrohen. Irak: dumm gelaufen, Afrika: die kriegen ihren Kram nicht auf die Reihe, Kosovo: Pech!
Lebensmittel für die kalte, unfruchtbare Jahreszeit haltbar zu machen, war für die Menschen des Mittelalters eine lebensnotwendige Maßnahme. Vorausgesetzt, es gab überhaupt etwas zu konservieren, denn die Jahre schlechter Ernten und großer Hungersnöte waren reich gesät. Bei der Haltbarmachung von Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst griff man auf Praktiken zurück, die wie das Dörren schon seit der Antike bekannt waren. Es wurden aber auch neue Verfahren entwickelt.
Arbeit in einer italienischen Schlachterei, Illustration, um 1435
Wenn man Mangel an Salz hat, so kann man frisches Fleisch in Honig legen. (Aus einer mittelalterlichen Schrift)
Ein wichtiges Hilfsmittel beim Konservieren war Salz: Fleisch und Fisch wurden gepökelt, zuweilen auch zusätzlich geräuchert. Auch Obst wurde in Salzlaken konserviert und vor dem späteren Verzehr ausgiebig gewässert. Essig fand ebenfalls breite Verwendung beim Einlegen von Fleisch und Fisch in Steintöpfen, häufig in Mixturen mit Wacholder oder Kümmel. Das Wissen, dass Feuchtigkeit wesentlich dafür verantwortlich ist, dass Nahrungsmittel verderben, führte zum Trocknen und Dörren. Die Früchte wurden dazu in Sand oder in die Restwärme des Brotbackofens gelegt und anschließend luftig gelagert. Das Konservieren übernahmen spezielle Gewerbebetriebe, aber auch daheim kannte man die einschlägigen Verfahren für den Eigengebrauch.
Washington riskiert im Wahlkampf lieber den Bruch der über den Ukraine-Konflikt gekitteten transatlantischen Einheit als ein Eingeständnis der VerantwortungDie US-Regierung steht unter enormen Druck wegen der Flüchtlingskrise, in die Europa gefallen ist, weil sich die Politiker trotz des lange anhaltenden Kriegs in Syrien und im Irak sowie den Folgen der Intervention in Libyen und der sich ebenso abzusehenden verschlechternden Bedingungen in Afghanistan blind gestellt haben. Die USA ist mit ihren Kriegen, unterstützt durch unterschiedlich besetzte Koalitionen der Willigen, die treibende Kraft gewesen, die die Bedingungen geschaffen haben, die Millionen von Menschen in der Region zur Flucht getrieben haben und die jetzt auch zunehmend in Europa nach einer sicheren Zukunft suchen.
Der von Washington begonnene Krieg gegen den IS hat bislang keine positiven Ergebnisse gezeigt, die Menschen in den Lagern der Nachbarstaaten Syriens sind verzweifelt, die Welthungerorganisation WFP hat schon länger gewarnt, dass ihr das Geld fehlt, all die Flüchtlinge mit dem Notwendigsten zu versorgen. Die verzweifelte Suche von Washington, möglichst viele in die Koalition einzubinden, weil wegen der Spannungen mit Russland der UN-Sicherheitsrat gelähmt ist, führte nur zu neuen Konflikten. Die Türkei nutzt die Gelegenheit, um einen Krieg gegen die kurdische PKK zu führen, Saudi-Arabien und andere Golfstaaten, um einen ähnlichen Luftkrieg im Jemen zu veranstalten. Beides verschlimmert die Situation und wird zu neuen Flüchtlingsströmen führen. mehr: - US-Regierung nur zur symbolischen oder jämmerlichen Antwort auf die Flüchtlingskrise bereit (Florian Rötzer, Telepolis, 21.09.2015) mein Kommentar: Deutschland und die meisten EU-Staaten sind so lange im Windschatten der USA gesegelt, die wissen nicht, was sie wollen – außer gegen Gewalt sein… Was ist so schlimm dran, wenn wir sagen: O.K., den Assad lassen wir in Ruhe, er ist das geringere Übel? Ich hätte schon Saddam Hussein in Ruhe gelassen.
Sie haben ein Schwarzweißbild ohne Zwischentöne von sich selbst, von ihren Mitmenschen und von der ganzen Welt. In ihrem Leben gibt es keine Stabilität. Sie stehen immer am Rand des Abgrunds und leben in einem Aufruhr der Gefühle, der sich nie beruhigt und der Nahestehende mit sich fortzureißen droht. Und hinter all der lärmenden Erregung verbergen sich Identitätsverlust und ungeheure Leere.[aus Yoram Yovell, Der Feind in meinem Zimmer, über die Borderline-Persönlichkeitsstörung]
Gorbatschow zur Valdai Rede: "Die Rede war erschütternd. Ich glaube, dass es ein solches Statement seit der ganzen Zeit der Regierung Putins nicht gegeben hat. Vielleich deshalb, weil die Situation dies fordert. In den Hauptzügen bin ich mit allen Gedanken einverstanden, die er geäußert hat." https://www.facebook.com/Antimaidan.d...
Es folgt die deutsche Übersetzung der Rede von Wladimir Putin auf dem Valdai Forum 2014. Diese Rede findet zu einem sehr bedeutenden Zeitpunkt statt und wird von Politexperten als eine seiner bedeutendsten Reden gesehen. Wie alle wichtigen Reden von wichtigen russischen Politikern, findet sich diese Rede nicht unverfälscht in den deutschen Medien. Daher sahen wir Bedarf in einer Vertonung in der deutschen Sprache. Für weitere Informationen insbesondere über die Ukraine findet Ihr unsere Gruppe Antimaidan deutsch auch auf Facebook.
Textauszug der im obigen Video vorgelesenen deutschen Übersetzung (ab 9:40): Ich werde nicht müde mich dessen zu wundern, wie unsere Partner, Mal ums Mal, wie man bei uns in Rußland zu sagen pflegt, auf ein und dieselbe Harke treten. Das heißt: immer wieder dieselben Fehler begehen. Seinerzeit sponserten sie extremistische islamistische Bewegungen für den Kampf gegen die Sowjetunion, und in Afghanistan haben diese ihre Abhärtung bekommen. Daraus entstanden sowohl die Taliban als auch die Al-Kaida. Der Westen hat, wenn diese schon nicht unterstützt, so doch mindestens seine Augen davor verschlossen. Und ich würde sagen, er hat den Einfall internationaler Terroristen nach Rußland und in die Länder Zentralasiens tatkräftig, informationsmäßig, politisch und finanziell unterstützt. Das haben wir nicht vergessen. Erst nachdem es schreckliche Terrorangriffe auf dem Territorium der Vereinigten Staaten selbst gegeben hat, kam das Verständnis für die allgemeine Bedrohung, die der Terrorismus darstellt. Ich möchte daran erinnern, daß wir damals die Ersten waren, die das Volk der Vereinigten Staaten unterstützt haben. Wir reagierten wie Freunde und Partner auf die schreckliche Tragödie des 11. September. Im Verlauf der Gespräche mit Führungskräften der USA und Europas spreche ich ständig von der Notwendigkeit, gemeinsam gegen den Terrorismus als eine Herausforderung von weltweiter Bedeutung vorzugehen. Mit dieser Herausforderung kann man sich nicht abfinden. Man kann sie nicht eingrenzen oder Doppelstandards zur Anwendung bringen. Man erklärte sich mit uns einverstanden, aber es verging nicht viel Zeit, und alles kehrte wieder zum Alten zurück. Es folgte die Einmischung sowohl im Irak als auch in Lybien. Und gerade dieses Land wurde an die Grenze des Zerfalls gebracht. Warum hat man es denn eigentlich dahin gebracht? Es steht doch jetzt noch an diesem Abgrund und ist ein Übungsplatz für Terroristen geworden. Alleine der Wille und die Umsicht der jetzigen ägyptischen Führung haben es gestattet, Chaos und extremistische Exzesse in diesem Schlüsselland der arabischen Welt zu vermeiden. In Syrien gingen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten wie in guten alten Zeiten daran, Terrorbrigaden direkt mit Finanzen und Waffen zu versorgen. Die Aufstockung ihrer Mannkraft durch Söldner aus verschiedenen Ländern zu begünstigen. [ab 11:35] Gestatten Sie die Frage: Woher haben die Rebellen Geld, Waffen und Militärexperten? Woher kommt denn all das? Wie ist es zu erklären, daß diese berüchtigte sogenannte ISIS zu einer gewaltigen de facto Armeegruppierung werden konnte? Was deren finanzielle Zuströme angeht, so sind das zum heutigen Tag nicht nur Einkünfte aus dem Drogengeschäft, deren Produktion übrigens im Verlauf der Stationierung der internationalen Kräfte in Afghanistan nicht nur um ein paar Prozent, sondern um das Vielfache gestiegen ist. Das wissen wir alle. Sondern diese Finanzen resultieren auch aus dem Verkauf von Erdöl, das in Gebieten das von Terrosten kontrolliert wird, gefördert wird. Sie verkaufen es zum Spottpreis. Sie fördern und transportieren es ungehindert. Aber es gibt ja solche, die es kaufen, weiterverkaufen und daran verdienen, ohne darüber nachzudenken, daß sie damit Terroristen finanzieren, die früher oder später auch auf ihr Gebiet kommen werden. Und sie werden kommen, um die Saat des Todes in ihren Ländern auszusäen. Und woher kommen neue Rekruten? Im Irak sind infolge des Sturzes Saddam Husseins staatliche Institutionen, einschließlich der Armee, zerstört worden. Wir haben es damals noch gesagt: Seid vorsichtig! Wohin habt ihr diese Leute vertrieben? Auf die Straße. Und was sollen sie dort machen? Vergeßt nicht: Ob es gerecht oder ungerecht war, aber sie saßen an den Hebeln eines nach regionalem Maßstab durchaus großen Staates. Und wohin treibt ihr sie? Was haben wir als Ergebnis? Zehntausende Soldaten und Offiziere, ehemalige Baath-Partei-Aktivisten, die auf die Straße gesetzt worden sind. Und sie sind es, die heute die Einheiten der Rebellenbanden auffüllen. Vielleicht ist es ja das, worin das Geheimnis der Operationsfähigkeit der ISIS besteht. Sie handeln vom militärischen Gesichtspunkt aus sehr effektiv. Wir haben es mit wirklichen Profis zu tun. Rußland hat mehrfach vor einseitigen gewaltsamen Aktionen, vor Einmischung in die Angelegenheiten souveräner Staaten, vor dem Anbandeln mit Extremisten und Radikalen gewarnt und darauf bestanden, daß man jene Gruppierung, die gegen die syrische Zentralregierung vorgeht, vor allem die ISIS, Aktivisten (?) terroristischer Organisationen sind. Und was war das Ergebnis? Es gab keine Reaktion.
Mitunter bekommt man den Eindruck, daß unsere Kollegen und Freunde ständig mit den Ergebnissen ihrer eigenen Politik kämpfen.
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
Ich übernehme keine Haftung für die Inhalte externer Links, verweise diesbezüglich auf RogerMurtaughund gehe im übrigen davon aus, daß die Besucher meines Blog imstande sind, sich ihre eigenen Gedanken zu machen.
(Was ja auch Ziel dieses Blogs ist!)
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