Donnerstag, 9. November 2017

Fernsehempfehlung – heute auf Arte: Lenin im Zug

Das Deutsche Reich kämpft während des Ersten Weltkrieges 1917 an zwei Fronten. Der deutsche Generalstab entwickelt einen wagemutigen Plan, um die Kämpfe im Osten zu beenden: dem russischen Revolutionär Lenin (Ben Kingsley) soll die Möglichkeit gegeben werden, in seine Heimat zurückzukehren. In einem versiegelten Sonderzug fährt er von Zürich durch Deutschland nach Petrograd.
mehr:
- Der Zug (1/2) (arte, heute, 20:15, Online vom 09. November bis zum 16. November 2017)

"Lenins Rückkehr nach Russland 1917" (Filmausschnitt) {6:43}

Veröffentlicht am 30.04.2015
Kabarett- & Filmraritäten
Ein Ausschnitt aus dem Fernsehfilm "Lenin - Der Zug" (1988, Regie: Damiano Damiani) mit Ben Kingsley, Jason Connery, Dominique Sanda, Leslie Caron, Franz Gary u.v.a.

Die Gekaufte Revolution. Wie Kaiser Wilhelm II. Lenin's Oktober Revolution finanzierte 1917. {10:00}

Veröffentlicht am 11.05.2014
IsmailoDemeniz
Die Gekaufte Revolution.
Vor 90 Jahren: 1917 wie Kaiser Wilhelm II. Lenin's Okktober Revolution finanzierte.
VIDEO Dokumentation: http://youtu.be/VWZLhQ8RdSI
SPIEGEL TV: http://mamekiye.de/08/1301444480/1301...
In Berlin steht am 10. April 1917 ein Zug auf einem Abstellgleis. Als es dunkel ist, betreten Vertreter der kaiserlichen Reichsregierung einen der Waggons, in dem sich Wladimir lljitsch Lenin befindet. Die Deutschen lassen den Führer der russischen Bolschewiki aus seinem Schweizer Exil nach Petrograd reisen. Was Gegenstand des Gesprächs ist, bleibt bis heute unklar.
War Lenin ein Agent der Deutschen? Gelang die glorreiche Oktober revolution nur, weil die Bolschewiki finanzielle Unterstützung aus Berlin bekamen? Welche Rolle spielte ein gewisser Dr. Parvus, ein schillernder russischer Sozialist mit einem Hang zum Luxus und exzellenten Verbindungen in ganz Europa? Auf welchen Kanälen gelangten 100 Millionen Mark aus Deutschland nach Russland, um das Zarenreich zu zerschlagen und die Bolschewiki an der Macht zu halten?
Marc Brasse und Michael Kloft rekonstruieren diese nahezu unbekannte Episode der Weltgeschichte in einer aufwendigen Dokumentation von SPIEGEL TV. Sie folgt dem Parvus-Plan von der Entstehung bis zum Ziel - ein historischer Krimi über Agenten, Revolutionäre und Strategen

Der Mann, der sich Lenin nannte {43:23}

Veröffentlicht am 22.07.2015
lzpbnrw
Wladimir Iljitsch Uljanow: Wer ist dieser Mann, der sich Lenin nannte? Ein Politiker, ein Revolutionär, ein marxistischer Theoretiker - und schließlich der Präsident der von ihm mitgegründeten Sowjetunion. Dieses filmische Porträt stützt sich auf Dokumente, die nach deren Zusammenbruch im Archiv des Präsidenten und des KGB gefunden wurden.
Im Jahr 1994 liegt der tote Körper des „Führers des Weltproletariats“ noch einbalsamiert im Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau. Dies ist sowohl den neuen Demokraten als auch den alten Zaristen ein Dorn im Auge. Die historische Person Lenins und seine Rolle in der Geschichte wird Mitte der Neunziger Jahre neu diskutiert.
Der Film des preisgekrönten Dokumentarfilmers Hartmut Kaminski besticht durch sein umfangreiches zeitgenössisches Material und viele Zeitzeugeninterviews, unter anderem mit der Nichte Lenins.
Ein Film von Harmut Kaminski, produziert 1995. Für YouTube lizensiert von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen. Der Film kann beim Lizenzgeber allstar Media International GmbH unter www.download-films.de käuflich erworben werden.

Der Rote Oktober - Die großen und die kleinen Lügen {56:06}

Veröffentlicht am 12.01.2017
lzpbnrw
Die Oktoberrevolution wurde in der Sowjetunion und ihren Satellitenstaaten Jahr für Jahr mit großem Pomp gefeiert. Hierbei bediente sich das Regime der "großen und kleinen Lügen", denn die "größte Befreiungstat" von 1917 war nicht alleine dem Konto der Bolschewiki zuzurechnen. Legenden und Fälschungen mußten die historische Wahrheit verschleiern. Auch das wohl bekannteste Foto der Oktoberrevolution - "Sturm auf das Winterpalais" - ist eine Fälschung.
Die "kleinen Lügen" machen den Film kurzweilig und unterhaltsam, denn viele Details und Geschichten der Fälschungen sind skurril und absurd: da führen Arme von in Ungnade gefallenen Mitstreitern auf Fotos oder im Film auf einmal ein Eigenleben, da übersah man in Spielfilmen und Gemälden, dass Lenin im 'Roten Oktober" in Wirklichkeit gar keinen Bart trug. Und neben Lenin steht statt Trotzki plötzlich jemand ganz anderer - reinretuschiert in das Negativ.
Für den Film "Der Rote Oktober" konnte der Regisseur Hartmut Kaminski hochrangige Interviewpartner gewinnen, die auch 'Mitakteure' jener Zeit waren, zum Beispiel Michail Gorbatschow, den letzten Generalsekretär der KPdSU. Es kommen aber auch Menschen zu Wort, die mit den "großen und kleinen Lügen" leben mussten, wie die Geschichtslehrerin Irina Chromova. Beim Vergleich der alten mit den neuen Lehrbüchern von heute stellt sie fest: "Man glaubt, Geschichtsbücher von zwei völlig unterschiedlichen Ländern vor sich zu haben."
Für YouTube lizensiert von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen. Lizenzgeber: allstar Media International GmbH, Düsseldorf / Germany. Dieser Film kann unter www.download-films.de käuflich erworben werden.

Stalin und Trotzki - Die Todfeinde - (Dokumentation 2017 HD *NEU*) {52:07}

Veröffentlicht am 12.01.2017
Doku Junkie 2017 HD
Für mehr neue deutsche Dokumentationen (Dokus) und Reportagen in HD aus 2017 bitte abonnieren! Vielen Dank!
x

Mittwoch, 8. November 2017

Im Saarland-Abitur verwirrt eine Prüfungsfrage

Mit einer unlösbaren Scherzfrage sahen sich Schüler bei ihrer Abschlussprüfung konfrontiert. Die Regierung des Saarlandes stellt jetzt klar: Spaßaufgaben sind tabu.
Scherzfragen sind bei Abschlussprüfungen nicht zulässig - zumindest im Saarland. Derlei führe "zu Missverständnissen, Verwirrung, unnötigem Stress und Zeitverlust", stellte die saarländische Landesregierung in einer Antwort auf eine Anfrage der Linken klar. Dies gelte übrigens für alle Prüfungen.

Im Mai war bei der Mathe-Abschlussprüfung für junge Leute, die nach dem Berufsvorbereitungsjahr den Hauptschulabschluss machen wollten, eine völlig unsinnige Aufgabe gestellt worden. Dabei ging es um Dinge, die für ein Fest aus der mit 180 Euro gefüllten Klassenkasse gekauft werden sollten. Die Frage am Schluss der Aufgabe lautete: "Wie viele Indianer mit knallrotem Gummiboot saßen im Kühlschrank?"

mehr:
- Saarland: Prüfungsfrage sorgt für Wirbel: "Wie viele Indianer mit knallrotem Gummiboot saßen im Kühlschrank?" (Stern-Neon, 06.11.2017)

Marilyn Manson zielt auf sein Publikum

Provokation gehört zu seinem Geschäft. Doch für manche hat es Marilyn Manson bei einem Auftritt in Kalifornien nun - mal wieder - übertrieben: Der Sänger richtete ein Gewehr auf seine Zuschauer. Das war allerdings nicht echt. Und Manson hat eine Erklärung parat.

Nein, heutzutage können Künstler eigentlich kaum noch schocken - "jedenfalls nicht, so lange man nicht etwas vollkommen Irrsinniges macht - sich auf der Bühne den Arm abschneidet und ihn isst zum Beispiel". Das erklärte vor Kurzem kein Geringerer als der "Godfather" des Schock-Rocks, Alice Cooper, im n-tv.de Interview. Doch Marilyn Manson scheint ihn da gerade eines Besseren zu belehren. Jedenfalls sorgt dessen Auftritt bei einem Konzert im kalifornischen San Bernardino in den USA derzeit für einige Empörung.

Es war einer der ersten Auftritte Mansons nach einem Bühnenunfall Ende September, bei dem er sich ein Bein gebrochen hatte. In San Bernardino ließ sich der 48-Jährige nun von einem "Pfleger" in einem Rollstuhl auf die Bühne bringen, dazu trug er einen Krankenhauskittel. Während des Songs "We Know Where You Fucking Live" ("Wir wissen, wo ihr verdammt nochmal wohnt") holte Manson den Nachbau eines Sturmgewehrs hervor - und zielte mit der Fake-Waffe in Richtung seiner Zuschauer.

mehr:
- Die Knarre im Anschlag – Marilyn Manson zielt auf sein Publikum (n-tv, 07.11.2017)

Marilyn Manson wields fake rifle at San Bernardino concert {1:52}

Veröffentlicht am 06.11.2017
NEW Gds
Marilyn Manson wields fake semi-automatic weapon at San Bernardino concert. San Bernardino is the city that suffered a terrorist attack in December 2015 with the loss of 14 people.

G20-Aufarbeitung: Lügen und geschwärzte Akten

Das Hick-Hack um den G20-Gipfel in Hamburg ist noch lange nicht zu Ende. Die Innenbehörde räumt ein, dass sich ihre Darstellung der G20-Krawalle in wesentlichen Punkten nicht beweisen lasse.

Jan van Aken fühlt sich bestätigt. „Wir haben das Gleiche erlebt wie beim G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm“, sagte der einstige linke Bundestagsabgeordnete aus Hamburg, der die Proteste gegen den G20-Gipfel Anfang Juli organisieren half. „Zuerst wurde gelogen. Und dann stellte sich heraus, dass es gar nicht so war.“ Van Aken bezieht sich auf die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Christiane Schneider. Darin räumte die Hamburger Innenbehörde ein, dass sich ihre Darstellung der G20-Krawalle in wesentlichen Punkten nicht beweisen lasse. So gebe es keine Belege für die Behauptung, dass sich Gewalttäter auf Dächern in der Straße Schulterblatt versammelt hätten, um die Polizei mit Steinen, Gehwegplatten, Eisenstangen und Molotowcocktails zu bewerfen.

mehr:
- G20 in Hamburg Lügen, Exempel und geschwärzte Akten (Markus Decker, FR online, 24.10.2017)
siehe auch:
- HAMBURG – Die G-20-Dilemmata der Aufklärer (Denis Fengler, Geli Tangermann, Philipp Woldin, N24, 08.11.2017)
- Hamburger Innenbehörde gibt zu: keine Beweise für die Darstellung der G20-Proteste (Freie-Radios.net, 31.10.2017)
- HAMBURG – G-20-SONDERAUSSCHUSS: Olaf Scholz wird mit seinen umstrittenen Aussagen konfrontiert (N24, 08.11.2017)
- „Die Polizei Hamburg hat die Gewaltorgie losgetreten“ (Post, 07.10.2017)
- G20-Nachbereitung: Pleiten, Pech und Pannen (Post, 06.10.2017)

Dienstag, 7. November 2017

Warren Beatty, die Oktoberrevolution und ein fast vergessener Journalist

Gestern lief der Film »Reds« auf Arte. Auch, wenn der Film auf der Arte-Mediathek nicht mehr verfügbar ist: Er erzählt die tragisch anmutende Geschichte des heute fast vergessenen Journalisten John Reed, zu dessen Roman »Zehn Tage, die die Welt erschütterten« Wikipedia berichtet:
Die New York Times wählte das Buch 1999 auf Platz 7 der hundert bedeutendsten journalistischen Werke.[3] [Zehn Tage, die die Welt erschütterten, Internationale Rezeption, Wikipedia, abgerufen am 07.11.2017]
==========

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts engagiert sich der Harvard-Absolvent John Reed in der amerikanischen Arbeiterbewegung. 1914 geht er als Kriegsberichtserstatter zunächst nach Mexiko ... – Warren Beatty fungierte als Hauptdarsteller, Regisseur und Produzent dieses aufwendigen Epos (1981) über das Leben des fast vergessenen Journalisten John Reed (1887-1920).
mehr:
Reds – Ein Mann kämpft für Gerechtigkeit (Arte-Mediathek, nicht mehr verfügbar)
- Warum es sich lohnt, "Reds - Ein Mann kämpft für Gerechtigkeit" anzuschauen (Arte, verfügbar bis 08.11.2017)

Reds - Official Trailer [1981] {1:16}

Veröffentlicht am 28.09.2010
RutasDeCine
Trailer de la película ROJOS de 1981. Más información en:
http://www.rutasdecine.com/content/rojos

REDS PART I {9:34}

Veröffentlicht am 12.06.2009
channelclassic
red's part one
"Red's (1981)" is owned by paramount
This movie tells the true story of John Reed, a radical American journalist around the time of World War I. He soon meets Louise Bryant, a respectable married woman, who dumps her husband for Reed and becomes an important feminist and radical in her own right. After involvement with labor and political disputes in the US, they go to Russia in time for the October Revolution in 1917, when the Communists siezed power. Inspired, they return to the US, hoping to lead a similar revolution. A particularly fascinating aspect of the movie is the inclusion of interviews with "witnesses", the real-life surviving participants in the events of the movie.

Reds – Best Scene {3:25}

Veröffentlicht am 11.12.2012
funtimes78
Eugene O'Neill (Jack Nicholson) and Louise Bryant (Diane Keaton) have a nice chat about politics.
from the film "Reds" (1981) directed by Warren Beatty, written by Warren Beatty and Trevor Griffiths

Eugene O'Neill {1:58:48}

Veröffentlicht am 29.12.2014
Brutus Alwaysmind

Warren Beatty ‪Wins Best Directing: 1982 Oscars {5:38} {5:38}

Veröffentlicht am 11.12.2012
Oscars
Jack Lemmon and Walter Matthau presenting Warren Beatty with the Oscar® for Directing "Reds" at the 54th Academy Awards® in 1982. Introduced by Johnny Carson.

Legends: Warren Beatty {8:14}

Veröffentlicht am 13.11.2016
CBS Sunday Morning
Warren Beatty doesn't need a star on Hollywood Boulevard to remind anyone that he's a living legend. The actor, producer and Oscar-winning director is now back in a new film, playing Howard Hughes in 1958 Hollywood, in "Rules Don't Apply." Mo Rocca sits down with Beatty, who admits he's not the easiest interview.

siehe auch:
- Vom russischen Bürgerkrieg 1917-1923 zur Stalin-Diktatur (Post, 08.01.2016)
- Frida Kahlo – Ein Leben voller Schmerz und Lust (Post, 07.01.2016)
- Reds wins votes left, right and centre (Alex von Tunzelmann, The Guardian, 02.05.2012)
- Warren Beatty breaks his long silence about ''Reds'' (Mark Harris, Entertainment, 17.10.2006)

==========
Zehn Tage, die die Welt erschütterten, im englischen Original Ten Days that Shook the World, ist ein Roman des US-amerikanischen Journalisten und überzeugten Sozialisten John Reed (1887–1920) über die Oktoberrevolution von 1917. Reed betont in seinem Vorwort (Januar 1919), dass er es den Lesenden durch gewissenhafte journalistische Arbeit ermöglichen will den Einzelheiten nachzuspüren, "was sich im November 1917 in Petrograd zutrug, welcher Geist die Menschen beseelte, wie ihre Führer aussahen, wie sie sprachen und wie sie handelten." Reeds Vorwort bietet eine kurze Einführung zur russischen Revolution in ihrem weltgeschichtlichen Zusammenhang.
Das Buch, zu dem Lenin ein positives knappes Vorwort schrieb, erschien 1919 und wurde in der russischen Ausgabe von Stalin später wegen der angeblichen Sympathien für Leo Trotzki zensiert. Mit dem Buch wurde Reed weltbekannt. Reed beschreibt die Oktoberrevolution und die Schicksale vieler anderer Revolutionäre wie Grigori Sinowjew und Karl Radek, die er persönlich kannte und damals begleitete. [Zehn Tage, die die Welt erschütterten, Wikipedia, abgerufen am 07.11.2017]
==========
John Silas Reed (* 22. Oktober 1887 in PortlandOregon; † 19. Oktober 1920 in Moskau) war ein US-amerikanischer Journalist und 1919 Begründer und Vorsitzender der ersten kommunistischen Partei der USA, der Kommunistischen Arbeiterpartei, aus der – zusammen mit anderen revolutionär-sozialistischen Gruppierungen – nur wenig später die CPUSA hervorging. [John Reed, Wikipedia, abgerufen am 07.11.2017]
==========
Warren Beatty spielt den Autor John Reed, der neben seiner journalistischen Tätigkeit auch aktiv am Aufbau sozialistischer Parteistrukturen in den USA (während und nach dem Ersten Weltkrieg) beteiligt ist. Die Schriftstellerin Louise Bryant, die damals noch verheiratet war, trifft 1915 Reed das erste Mal. Der sozialradikale Journalist Reed hatte eine Vorlesung in Portland, Oregon, gehalten und sie war von seinem Idealismus fasziniert. Er lernt sie kennen und beide gehen eine wechselvolle Beziehung ein.
Bryant möchte auch dem High-Society-Leben entfliehen, das sie langweilt. Bryant verlässt schließlich ihren Mann und lebt mit Reed in Greenwich Village, New York City, wo sie die linke Aktivisten- und Künstlerszene kennenlernt. Sie trifft auch die Anarchistin und Autorin Emma Goldman und Eugene O’Neill. Später ziehen sie nach Provincetown, Massachusetts, um sich auf das Schreiben zu konzentrieren. Bryant wird Feministin. Reed beteiligt sich an Streiks und Protesten der Communist Labor Party of America – einer Vorläuferpartei der Kommunistischen Partei der USA. Bryant beginnt eine komplizierte Affäre mit O’Neill, während Reed beim Konvent der Demokraten 1916 weilt. Als Reed zurückkehrt, kämpft er um Bryant und beide heiraten und ziehen nach Croton-on-Hudson, nördlich von New York City. Doch die Beziehung ist schwierig und Reed geht alleine nach Europa, um dort als Korrespondent zu arbeiten.
In Russland treffen sich Reed und Bryant wieder. Sie erleben zusammen auch die Tage der bolschewistischen Revolutionin Petrograd mit. Nach diesem Aufenthalt schreibt Reed das Buch, mit dem er berühmt wurde: Zehn Tage, die die Welt erschütterten.
Reed versucht, den Geist der Revolution in die USA zu bringen, ist aber auch von der Politik der Bolschewisten unter Grigori Jewsejewitsch Sinowjew enttäuscht. Nach einer kurzen Verhaftung in Finnland kehrt er nach Russland zurück, wo er Bryant wiedertrifft. Er stirbt an einem Nierenleiden.
Die Handlung des Films wird immer wieder unterbrochen durch kurze Statements von zum Zeitpunkt der Produktion noch lebenden Zeitzeugen, unter ihnen der Lehrer und Friedensaktivist Scott Nearing (1883–1983), die Schriftstellerin Dorothy Frooks (1896–1997) sowie der Reporter George Seldes (1890–1995). [Reds, Handlung, Wikipedia, abgerufen am 07.11.2017
==========

1981 Reds {4:01:29}

Veröffentlicht am 12.03.2016
Jose Ferris
Reds (1981) Movie

Montag, 6. November 2017

Was jetzt: Ein Steuerskandal ohne Putin?!

In den letzten Wochen war es merkwürdig still um Putin. Nun ja, Zapp hat Rainer Rothfuß, dem Initiator der Bürgerinitiative »internationale Friedensfahrt Berlin – Moskau«, die im August mit einem Fahrzeugkonvoi nach Russland fuhr, eine Watschn verpaßt 
(siehe Das Koordinatensystem in Bewegung: Wittgenstein, die Linken und Jan Fleischhauer, der aus Versehen konservativ wurde, Post, 02.11.2017), 
weil er sich für russische Propaganda mißbrauchen ließ, sich mit von Putin mitfinanzierten Rockern traf und die Krim-Annexion verharmlost (Ich wage hinzuzufügen: … wenn es denn eine war),
aber sonst ist mir nichts untergekommen.
Dafür enthüllen jetzt öffentlich-rechtliche und Leitmedien-Investigativjournalisten, daß es doch tatsächlich Politiker gibt, die mit einer Firma, die mit der Familie von Kreml-Chef Putin verbunden ist, Geschäfte machen. Sowas aber auch! 
- Paradise Papers Trump-Minister verdient an Russland-Geschäften (Frederik Obermaier, Bastian Obermayer, Nicolas Richter, Süddeutsche Zeitung, 06.11.2017)
Irgendwie hat mir aber was gefehlt. Während bei der Panama-Serie kein Artikel der Süddeutschen ohne die üblichen Verdächtigen auskam,
Wo bleiben Sadam Hussein und Gadafi?
Wenigstens an den Ahmadinedschad haben sie gedacht!
begnügt sich das aktuelle Paradise-Titelbild der Süddeutschen mit so unscheinbaren und eher feindbild-ungeeigneten Gestalten wie Königin Elizabeth II., Kanadas Premier Justin Trudeau, Kongos Präsident Joseph Kabila und US-Wirtschaftsminister Handelsminister Wilbur Ross.
Süddeutsche vom 06.11.2017
Als hingegen der Sohn des US-amerikanischen Vizepräsidenten auf dem Höhepunkt der Ukraine-Krise in den Vorstand des größten privaten ukrainischen Gaskonzerns berufen wurde (siehe Ukraine 10 - Joe Bidens Sohn fällt die Treppe hoch, Post, 12.05.2014), war das für den SPIEGEL allenfalls »eine delikate Personalie«. 
In neoliberalen Zeiten des Umbruchs wird sowas einfach abgehakt.

Dagegen geht es jetzt Trump an den Kragen!
- US-Handelsminister Wilbur Ross hat Beteiligung mit Russland-Kontakten. (Andreas Schwarz, Kurier.at, 05.11.2017)
- Paradise Papers: US-Handelsminister Ross an Firma mit Putin-Nähe beteiligt (Die Presse, 05.11.2017)
Wäre doch gelacht, wenn das politisch-korrekte Amerika nicht die Oberhand behält!
Und vielleicht findet sich ja irgendwann was, womit man dem Sebastian Kurz an die Karre pinkeln kann…

Schreibschrift im Zeitalter der »Kopf-unten-Generation«

An vielen Schulen lernen Kinder nicht mehr die Schreibschrift, sondern die einfachere Grundschrift. Aktivisten kritisieren das - und haben im ganzen Land Unterstützer gefunden.
Die Kultusminister sollen dafür sorgen, dass Grundschülern wieder bundesweit die Schreibschrift beigebracht wird. Das fordern Sprachaktivisten - und übergaben nun in Stuttgart rund 15.100 Unterschriften an die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Susanne Eisenmann.

Wie die Zeitung "Deutsche Sprachwelt" am Freitag mitteilte, erfolgte die Übergabe bereits in der vergangenen Woche. Eisenmann habe die mehrere Ordner umfassende Liste "erfreut" entgegengenommen, sagte Chefredakteur Thomas Paulwitz. Die Unterschriften habe man in den vergangenen Jahren bundesweit gesammelt, zum Beispiel auf der Leipziger Buchmesse.

Hinter der Aktion "Rettet die Schreibschrift" stehen neben der "Deutschen Sprachwelt" die Aktion Deutsche Sprache (ADS) und die Neue Fruchtbringende Gesellschaft (NFG). Weitere 2100 Unterschriften hatten die Initiatoren der KMK bereits vor einigen Jahren übergeben.

mehr:
- Unterschriftenaktion: 15.100 Menschen fordern Rettung der Schreibschrift (SPON, 03.11.2017)

Schreibschrift - Lateinische und Vereinfachte Ausgangsschrift - Grundschrift {3:05}

Veröffentlicht am 30.07.2016
Lehrerschmidt
Kannst du alle gängigen Handschriften schreiben? Welche Schrift hast du in der Schule gelernt?
Sag mir welche Schrift du schreibst und ich sage Dir wie alt du bist...
Ganz so ist es nicht, aber ein bisschen ist an dem Spruch schon dran.
x

Zwei Hübe in die Nase, und der Antisemit strahlt!

Hirnforschung und der "Bessere Mensch"

Wir leben in herausfordernden Zeiten. Täglich erfahren wir aus den Medien etwas über neue Probleme aus allen Teilen der Welt. Da scheint es verlockend, sich die Menschen, die diese Probleme verursachen, genauer anzuschauen.

Ein Forscherteam um den Bonner Psychiatrieprofessor Rene Hurlemann mag sich so etwas gedacht haben, als es dieses Experiment plante: Lassen sich fremdenfeindliche Menschen mit der als "Kuschelhormon" bekannten Substanz Oxytocin toleranter machen? Die Untersuchung erschien Ende August in der namhaften Zeitschrift PNAS.
mehr:
- Nasenspray gegen Fremdenfeindlichkeit? (Stephan Schleim, Telepolis, 10.05.2013)

Sonntag, 5. November 2017

Realität, Interpretationen und Koordinatensysteme

4 Beispiele:
1. Martin Luther als Rassist und Judenhasser
2. Daniel Cohn-Bendit als Kinderschänder
3. Eugen Gomringer als frauenverachtender Macho
4. Daniel Barenboim als Gefahr für Israel


  • 1. zu Martin Luther:
- Verdient der Reaktionär und Antisemit Luther einen Feiertag? (Peter Nowak, Telepolis, 31.10.2017)



- Deutschland hat Merkel verdient oder Wahlkampf im Pädophilie-Gulli (Post, 19.09.2013)
- Das "Monster Cohn-Bendit" und die Kinder: Alles ein großes Missverständnis? (Marcus Klöckner, Telepolis, 22.05.2013)
- Cohn-Bendit und Kindesmissbrauch Der Tabubrecher (Christian Füller, taz, 19.04.2013)
- Sexueller Missbrauch : "Wir haben Fehler gemacht" (Thomas Kersten interviewt Daniel Cohn-Bendit, ZON, 11.03.2010)

siehe folgendes Video ab 0:30 (Beachte auch die Kommentare):
Gründungsparteitag der GRÜNEN 1980 {5:00}

Veröffentlicht am 05.10.2008
Berlinbroadcaster
Legalisierung sexueller Beziehungen zu Minderjährigen....etc.

Kindervergewaltigung durch Nonnen {8:23}

Veröffentlicht am 26.05.2013
Zweck Kind
http://www.youtube.com/user/Zweckkind www-youtube-com-user-Zweckkind http://twitter.com/Zweckkind twitter-com-Zweckkind ZDF, ML Mona Lisa, März 2010 Thema u. a.:
- Kindervergewaltigung durch Nonnen
("Kindesmissbrauch" ist ein politisch gewollter Verharmlosungsbegriff. Es ist und bleibt Vergewaltigung und damit eine Straftat)
-----------------------------------------------------------------------
Nonnen als Huren, Mörder und Giftmischer:
http://www.bild.de/news/inland/fuerst...
----------------------------------------------------------
Historische Missionare:
https://twitter.com/ZweckKind/status/...
----------------------------------------------------------
Webseiten Religions-Kritik:
http://www.atheisten-info.at/
http://www.kreudenstein-online.de/Rel...
http://www.theologe.de/kirchensubvent...
http://www.udo-frohnapfel.de/gottespe...
http://www.gotteswahn.info/
---------------------------------------------
Papst betet gegen die "Versuchung des gesunden Menschenverstandes":
http://de.radiovaticana.va/news/2013/...



  • 3. zu Eugen Gomringers Gedicht »avenidas« an einer Berliner Schulfassade:
- Wie Studentinnen Frauen sehen (Peter Epperlein, Telepolis, 30.10.2017)
- Ein „sexistisches Gedicht“? (Post, 08.09.2017)
»It ain't what you don't know that gets you into trouble. It's what you know for sure that just ain't so.« [Mark Twain]
Hinhören genau hinhören !!!! {1:11}

Veröffentlicht am 13.07.2015
GameOverBilderberger

siehe dazu auch:
- Frieden muss gestiftet werden – Europas Sündenfall: der Kosovo-Krieg (Post, 24.11.2014)

==========
Der Friedenszustand unter Menschen, die neben einander leben, ist kein Naturstand (status naturalis), der vielmehr ein Zustand des Krieges ist, d.i. wenn gleich nicht immer ein Ausbruch der Feindseligkeiten, doch immerwährende Bedrohung mit denselben. Er muß also gestiftet werden; denn die Unterlassung der letzteren ist noch nicht Sicherheit dafür, und, ohne daß sie einem Nachbar von dem andern geleistet wird (welches aber nur in einem gesetzlichen Zustande geschehen kann), kann jener diesen, welchen er dazu aufgefordert hat, als einen Feind behandeln.3 [Immanuel Kant, Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf, Zweiter Abschnitt, welcher die Definitivartikel zum ewigen Frieden unter Staaten enthält, gefunden in: Immanuel Kant: Werke in zwölf Bänden. Herausgegeben von Wilhelm Weischedel. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1977, veröffentlicht auf Zeno.org]
==========
1793 verkündet Kant im Vorwort zur Kritik der Urteilskraft, mit dieser Schrift sei sein kritisches Geschäft abgeschlossen. Nunmehr wolle er „ungesäumt zum doktrinalen“ (Immanuel Kant: AA V, 170[35]) Geschäft schreiten, also der Ausarbeitung eines Systems der Transzendentalphilosophie. Voraus geht jedoch noch Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (1793), worin Kant den Vernunftgehalt der Religion untersucht und den Ansatz einer moralisch-praktischen Vernunftreligion, wie ihn schon die Postulatenlehre der zweiten und dritten Kritik entwickelt, weiter erläutert.
Als Ausarbeitung des Systems veröffentlicht Kant 1797 Die Metaphysik der Sitten, in der er in den beiden Hauptabschnitten über die Rechtslehre und über die Tugendlehre eine detaillierte politische Philosophie und Ethik entwirft. Den Rechtsbegriff leitet Kant aus der Notwendigkeit ab, das Verletzen von Freiheitsrechten anderer sanktionierbar zu machen. Seine Rechtsphilosophie und den dort entwickelten Grundsatz der Gegenseitigkeit erweitert Kant in dem Traktat Zum ewigen Frieden zu einem schließlich alle Staaten und Völker umfassenden Völkerbund:
„Denn wenn das Glück es so fügt: daß ein mächtiges und aufgeklärtes Volk sich zu einer Republik (die ihrer Natur nach zum ewigen Frieden geneigt sein muß) bilden kann, so gibt diese einen Mittelpunkt der föderativen Vereinigung für andere Staaten ab, um sich an sie anzuschließen und so den Freiheitszustand der Staaten gemäß der Idee des Völkerrecht zu sichern und sich durch mehrere Verbindungen dieser Art nach und nach immer weiter auszubreiten.“– Immanuel Kant: AA VIII, 356[36] [Immanuel Kant, Rechtsphilosophie und Ethik, Wikipedia, abgerufen am 05.11.2017] 
==========



  • 4. zu Daniel Barenboim:
Daniel Barenboim schadet Israel. Ministerin Miri Regev kämpft um Merkel-Räson (Post, 31.08.2015)
- Barenboim im Interview "Wagner war antisemitisch, seine Musik nicht" (SPON, 15.07.2001)

Samstag, 4. November 2017

Wie sich die “verwirrte Herde” auf Kurs halten lässt – Rainer Mausfelds Vortrag zu den Pleisweiler Gesprächen als Video

Der Vortrag ist mit gut zwei Stunden recht lang geraten. Aber er war spannend und Rainer Mausfeld präsentierte viel Material, viele Anregungen, viele Daten, viele Zitate, viele Hinweise auf Literatur – der Vortrag enthält ein Bündel von nützlichen Informationen. Sie können dann, wenn Sie sich für eine der vielen benutzten Abbildungen und Folien besonders interessieren, das Video anhalten, nachlesen und notieren.
mehr:
- Wie sich die “verwirrte Herde” auf Kurs halten lässt – Rainer Mausfelds Vortrag zu den Pleisweiler Gesprächen als Video (Albrecht Müller, NachDenkSeiten, 03.11.2017)
x

Freitag, 3. November 2017

Prof. Mausfeld: Die »verwirrte Herde« auf Kurs halten… (28. Pleisweiler Gespräch)

28. Pleisweiler Gespräch mit Professor Mausfeld - 22. Oktober 2017 {2:07:02}

NachDenkSeiten
Am 03.11.2017 veröffentlicht 
Wie sich die "verwirrte Herde" auf Kurs halten lässt - Rainer Mausfelds Vortrag zu den Pleisweiler Gesprächen als Video
Der Vortrag ist mit gut zwei Stunden recht lang geraten. Aber er war spannend und Rainer Mausfeld präsentierte viel Material, viele Anregungen, viele Daten, viele Zitate, viele Hinweise auf Literatur - der Vortrag enthält ein Bündel von nützlichen Informationen. Sie können dann, wenn Sie sich für eine der vielen benutzten Abbildungen und Folien besonders interessieren das Video anhalten, nachlesen und notieren.
Was mir beim Noch-mal-anschauen besonders auffiel: Rainer Mausfeld und mit ihm viele NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser leben in einer anderen Welt als die Mehrheit der in unserem Land dominierenden Personen in Politik und Medienwelt. Wer das Geschehen kritisch betrachtet, ist weit weg von jenen, die in unserer Gesellschaft das Sagen haben. Sie unterscheiden sich vor allem im Blick auf das, was bei uns Demokratie genannt und als solche tagaus tagein gerühmt wird. Da gießt Rainer Mausfeld kübelweise Wasser in den üblichen politischen Bildungswein. Er beschreibt und belegt, wie alt und wie geplant die neoliberal geprägte Zerstörung demokratischen Zusammenlebens ist. Der historische Abriss ist ganz und gar nicht langweilig. Am Schluss kommt die große Frage: Was tun? Selbst aktiv werden.
Das vollständige Thema des Vortrags lautete:
Wie sich die "verwirrte Herde" auf Kurs halten lässt:
Neue Wege der "Stabilitätssicherung" im autoritären Neoliberalismus
Nachzutragen bleibt noch eine Bitte an Sie. Unterstützen Sie uns, falls Sie sich das finanziell leisten können, bei der Finanzierung der entstandenen Kosten für Veranstaltung und Videoaufnahmen.
Nutzen Sie bitte dazu das Konto des Fördervereins der NachDenkSeiten:
http://www.nachdenkseiten.de/?page_id...

Alternativ ist das Video auch auf Vimeo zu sehen. Desweiteren finden Sie hier das Transkript des Vortrags auf deutschdie präsentierten Folien auf deutsch und das Transkript des Vortrags ins Englische übertragen

siehe auch:
- Zu Ihrer Verfügung und Nutzung: Die schriftliche Fassung des Vortrags von Professor Mausfeld und eine Datei mit seinen Folien. (Albecht Müller, NachDenkSeiten, 13.11.2017)
- Warum schweigen die Lämmer? – Der Mensch im Geflecht von Medien, Manipulation und Macht (Post, 14.07.2016)
- Wertes Individuum: (MachtderPolitEntscheidung, 19.08.2011)

ZDF - Die Anstalt: Journalismus Propaganda: Zeitungen + Zeitschriften Bildung oder Indoktrination??? {2:59}

3D Fragen 
Am 28.07.2018 veröffentlicht 
Quelle: ZDF - Die Anstalt (https://youtu.be/MOpNkgFTuBU)
aktualisiert am 27.05.2018

Cum-Ex-Geschäfte vor der Verjährung

Laut Finanzministerium sind mittlerweile erst 23 Verfahren von 259 rechtskräftig abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft Köln muss wegen Verjährung nun Tempo machen

Sogenannte Cum-Ex-Geschäfte sind für die Nicht-Eingeweihten selbst in ihrer Grundkonstruktion (erklärt hier und hier) nicht auf den ersten Blick zu verstehen, da Zwischenhändler, die mit Leerverkäufen von Aktien spekulieren, eine wichtige Rolle spielen - und es dem Laien unverständlich bleibt, dass die Buchführung der Finanzbehörden nicht dazu imstande war, zu erkennen, dass sie Kapitalertragssteuern mehrfach zurückzahlt.

Die einfache Seite der Geschäftsmasche, die über zwischengeschaltete Händler sehr raffinierte und schwer zu durchschauende Konstrukte entwickelt hat, sieht so aus: Extra-Gewinne werden auf Kosten des Fiskus gemacht. Der Profit lag in der Steuerrückzahlung. Der Fiskus zahlte die Kapitalertragssteuer mehrfach zurück, ohne sie mehrfach eingenommen zu haben. Die "Sollbruchstelle", erklärte ein Experte der FAZ, lag im Auseinanderfallen der steuereintreibenden Behörde und der Stelle, welche die Bescheinigung für die Steuern erteilt hatte.

Müssen private Anleger auf Einnahmen durch Aktiendividenden eine Kapitalertragssteuer entrichten, so gilt dies nicht für institutionelle Investoren wie Fonds oder Banken. Sie erhielten die bei der Auszahlung der Dividenden bereits abgezogene Kapitalertragssteuer wieder zurück. So konnten auch die Abnehmer von Aktien, die nach der Auszahlung der Dividende gekauft wurden, davon profitieren und erhielten ihrerseits Kapitalertragssteuerrückerstattung, obwohl diese nicht noch einmal einbezahlt worden war.

mehr:
- Cum-Ex-Geschäfte: Die Jagd nach dem verlorenen Steuergeld (Thomas Pany, Telepolis, 03.11.2017)

siehe auch:
Verjährung bei Cum-Ex-Verfahren nicht ausgeschlossen (Juliane Kinast, Westdeutsche Zeitung, 27.03.2019)
Cum-Ex-Verfahren: Verjährung statt Bestrafung? (Juve Steuermarkt, 26.03.2019)
Cum-Ex-Steuerdeals sorgen für Wirbel: Verjährung? (Welt, 25.03.2019)
Neue „Panne“ bei Cum-Ex-Ermittlungen? Drohender Milliardenverlust durch Verjährung (Marcel Joppa, Sputnik-News, 25.03.2019)
- Die Cum-cum-Blase vor dem Platzen (Post, 09.06.2017)
- Cum-cum/Cum-ex: Steuerbetrug unter den Augen des Staates (Post, 03.03.2016)
aktualisiert am 23.05.2019

Donnerstag, 2. November 2017

Das Koordinatensystem in Bewegung: Wittgenstein, die Linken und Jan Fleischhauer, der aus Versehen konservativ wurde

Heute mache ich es mir ganz leicht und paste (oder wie heißt das, wenn man eine Doktorarbeit schreibt und doch nicht selbst schreibt?) einen Leserbrief, den ich bei Telepolis zum Artikel Den Rechten nicht in die Falle gehen gefunden habe.
mehr:
- Kann dieses Links-Rechts-Gesabbel nicht mal enden? (AltermannBlog, 26.10.2017)


Unter Linken - Von einem, der aus Versehen konservativ wurde from TV-Reports on Vimeo.


==========
Sein erstes Buch Unter Linken erschien 2009. Darin begründet er seine Entwicklung zum Konservativen mit dem Dogmatismus seines sozialdemokratischenElternhauses und ähnlicher Milieus. Das Werk wurde zum „meistverkauften politischen Sachbuch des Jahres“.[2] Fleischhauer betreibt zum Buch einen Themen-Blog.[3] Der zugehörige Fernsehfilm verwendet einige Methoden des Filmemachers Michael Moore und zeigt unter anderem Interviews mit Frank Bsirske und Christian Ströbele.[4] [Jan Fleischhauer, Biografie, Wikipedia, abgerufen am 02.11.2017
==========

Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache. [Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen 109 (1953, posthum)]
Die Ergebnisse der Philosophie sind die Entdeckung irgendeines schlichten Unsinns und die Beulen, die sich der Verstand beim Anrennen an die Grenze der Sprache geholt hat. Sie, die Beulen, lassen uns den Wert jener Entdeckung erkennen. [Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen 119 (1953, posthum)]
Man hört immer wieder die Bemerkung, daß die Philosophie keinen Fortschritt mache, daß die gleichen philosophischen Probleme, die schon die Griechen beschäftigten, uns noch beschäftigen. Die das aber sagen, verstehen nicht den Grund, warum es so sein muß. Der ist aber, daß unsere Sprache sich gleich geblieben ist und uns immer wieder zu denselben Fragen verführt. Solange es ein Verbum «sein» geben wird, das zu funktionieren scheint wie «essen» und «trinken», solange es Adjektive «identisch», «wahr», «falsch», «möglich» geben wird, solange von einem Fluß der Zeit und von einer Ausdehnung des Raumes die Rede sein wird, usw., usw., solange werden die Menschen immer wieder an die gleichen rätselhaften Schwierigkeiten stoßen, und auf etwas starren, was keine Erklärung scheint wegheben zu können. [Vermischte Bemerkungen: Aus dem Nachlaß (1950/51), Suhrkamp, Frankfurt/Main, 1977, S. 163]
siehe auch:
- Salonlinke in die Produktion! (Jens Berger, NachDenkSeiten, 30.10.2017)
Ich weigere mich, zu schweigen (Bassam Tibi, Baseler Zeitung, 05.08.2016)
- ISLAMEXPERTE TIBI: „Deutschland ist immer noch kein normales Land“ (Andrea Seibel interviewt Bassam Tibi, N24, 04.07.2016)

Um das Durcheinander komplett zu machen, ein Ausschnitt aus der gestrigen ZAPP-Sendung:

Wie Frieden für Propaganda missbraucht wird | ZAPP | NDR {6:47}

Veröffentlicht am 02.11.2017
ZAPP - Das Medienmagazin
Druschba heißt auf Russisch Freundschaft. Und wer will dazu schon Nein sagen? Erst Recht, wenn mit der Freundschaft eine Fahrt von Berlin nach Moskau winkt.
Damit nicht jemand aus Versehen glaubt, hier ginge es um Frieden, bekommt der Zuschauer gleich zu Beginn die passende Orientierung (ab 0:42):
»… denn über solche Bilder will der Gründer der Initiative Rainer Rothfuss […] sein einseitiges Weltbild verbreiten, ein anti-westliches!«

mein Kommentar:
ZAPP wirft Rainer Rothfuß vor, sich für russische Propaganda mißbrauchen zu lassen, sich mit von Putin mitfinanzierten Rockern getroffen zu haben und die Krim-Annexion zu verharmlosen. Klappe zu, Affe tot!

siehe auch:
- Von Putinverstehern und Journalistenverstehern (Stefan Niggemeier auf seiner Seite, 05.11.2014)