Montag, 21. Juni 2010
Gangsterwirtschaft
Dienstag, 15. Juni 2010
Focus
Thijs van Leer - Vox, Flute, Organ
Jan Akkerman - Guitar (-god!)
Bert Ruiter - Bass
Pierre van der Linden - Drums
Announced by the lovely Gladys Knight
Focus Live 1990 - Sylvia {4:01}
focus - Focus 2 (moving waves) {3:36}
www.myspace.com/stefeblues
Focus - Focus 3 {7:43}
Focus performed on may 15, 2008 in Odeon in Zwolle. Absolutely fabulous!
Pierre van der Linden - drums
Niels van der Steenhoven - guitar
Bobby Jacobs - bass
http://www.nufoto.nl/2008/05/16/focus...
Donnerstag, 3. Juni 2010
Köhlers Rücktritt und die Kommentatoren
Am 2. Juni 2010 um 12:04 Uhr
Ein Busfahrer wird von einem berunkenen Fahrgast (Presse) angekotzt. Der Busfahrer beschwert sich lautstark: SIE Schwein!
Der Betrunkene antwortet grinsend: Schau doch DICH erst einmal an, DU Sau! Angewidert verlässt der Busfahrer den Bus mit den Fahrgästen, um sich zu reinigen und die Fahrgäste von dem ihm beigebrachten üblen Anblick und Gestank zu befreien.
Der Busfahrer kommentiert: Jetzt ist er beleidigt, die dünnhäutige Sau und lässt uns einfach hocken und wir kommen nicht weiter. Das ist doch verantwortungslos, oder.. hups?
Viele Fahrgäste geben dem Besoffenen recht; nur weil sie nicht weitertransportiert werden. Eine schöne Geschichte nicht wahr?
Das Schlimmste was man einem Brunnenwart zu früheren Zeiten antun konnte, war, zu behaupten, er habe den Brunnen vergiftet.
Herr Köhler hat sich nach meinem Verständnis nicht gegen eine Kritik gewehrt, sondern gegen die Behauptung: er habe mit der Billigung von militärischen Einsätzen das Grundgesetz missachtet. Für den Bundespräsidenten ist dies ein schwer- wiegender unakzeptabler Vorwurf. Und recht hat er.
Wenn Kommentatoren dies nicht so eng sehen (dünnhäutig) so werden sie einem allgemein festzustellenden Werteverfall gerecht. Die kann nicht der Inhalt und Ziel einer Pressefreiheit sein. Zur Freiheit gehört auch eine Verantwortung, die bedauerlicherweise ungern wahrgenommen wird. Tendenz steigend.
Wenn ein Mahner, und das beinhaltet wohl die Aufgabe eines Bundespräsidenten, sein Amt ernst nimmt, dann versucht manihn als Tollpatsch (Respektlosigkeit) in der Öffentlichkeit darzustellen. Diesem Zeitgeist (Werteverfall) fallen Köhler, Pabst, Merkel usw. zum Opfer. Unterstellungen, Mutmaßungen, Verdrehungen (Spiegelungen) usw. haben nichts mehr mit seriöser Kritik zu tun.
Wie charakterstark müssen Personen sein, die diese gewaltige auf sie zukommende Unredlichkeit verarbeiten können? - Finden sich noch Personen, die derartige Belastungen ertragen können?
Für Politik, Medien und Gesellschaft soll die Handlung von Herrn Köhler eine Warnung sein, die mit Dünnhäutigkeit der Person Köhler nicht vom Tisch gewischt werden sollte.
Gesundheit und Bildung
Weitere Spitzer-Links
Mittwoch, 2. Juni 2010
Lebenserwartung bei Paaren – Gleichaltrige Männer sind gut für die Frauen
Frauen profitieren gesundheitlich nicht von einem jüngeren Partner:

Dienstag, 1. Juni 2010
Hygiene – Was Keime wirklich ausknockt
Lebensgefahr in vollen Kliniken?
Männer leben kürzer, haben aber tänger Spaß
Eine 55-jährige Frau wird hingegen nur noch elf Jahre sexuell aktiv sein, bei exzellenter Gesundheit drei bis was Jahre länger. Dies ergab eine Studie der Universität Chicago. Da Frauen älter werden als Männer, leben 72% der Männer, die ein Alter zwischen 75 und 85 Jahren erreichen, noch in einer Partnerschaft, während es bei den gleichaltrigen Frauen nur ca. 40% sind. Ein Trost für ältere Frauen: Während bei den Männern der Altersgruppe 75-85 Jahre noch 57% an Sex interessiert sind, sind es bei den Frauen dieser Altersgruppe nur noch 11%.
Donnerstag, 20. Mai 2010
Piet Klocke in der Anstalt vom 11. Mai 2010
Piet Klocke in "Neues aus der Anstalt" vom 11. Mai 2010 [6:41]
Dienstag, 18. Mai 2010
Blind für Besseres
Montag, 17. Mai 2010
Mittwoch, 12. Mai 2010
Männerbild und Vatertag
(Sie seien von der Geburt her das schwächere Geschlecht, wow! Meine Mutter hat mir auch schon oft begreiflich zu machen versucht, daß Frauen stärker seien. Das ist inzwischen also gottseidank schon zu den Hirnforschern durchgedrungen. Hüther begründet seine These damit, daß das Y-Chromosom so winzig und zudem noch allein sei. Es hat auch mal Zeiten gegeben, da hat mann am kleineren Gehirn der Frauen alles Mögliche festzumachen versucht.)

Wenn man sich nun das Portrait des Hirnforschers ansieht, welches Publik-Forum dem Interview voranstellt, kann mann (vielleicht auch frau) nur den Kopf schütteln. Da sitzt ein ganz Lieber, stark angegraut, in legerer Freizeitkleidung und hat – damit er vor lauter Denken nicht runterfällt – den Kopf in beide Hände gestützt. Wahrscheinlich sind Männer so verkopft, daß sie fürs Abstützen beide Hände brauchen. Und da sie sowieso besser gucken als denken können, macht dieser Akt die Birne dermaßen schwer, daß man den Kopf schon festhalten muß, um ihn nicht zu verlieren. Ein wahres Prachtexemplar von einem Mann, dem alle Frauen nachlaufen werden. Bruce Willis, Pierce Brosnan, Brad Pitt, George Clooney und Sean Connery können ihre Hüte nehmen…
Aber im Ernst: das Protrait zeigt das Männerbild von Publik Forum und ist symptomatisch für das Männerbild der intellektuellen Elite Deutschlands. Symptomatisch auch für die Kluft zwischen der gedachten und der vermittelten Wirklichkeit. Kann man diese Selbstkastrierung vielleicht als Reaktion auf die kastrierende Aggressivität von Alice Schwarzer sehen? Das würde dann an die Seeräuber bei Asterix und Obelix erinnern, die, wenn sie schon Gefahr laufen, innerhalb der nächsten zehn Minuten ihr Schiff von den beiden Galliern in alle möglichen Einzelteile zerlegt zu bekommen, sich dann wenigstens den letzten Rest von Souveränität dadurch zu retten versuchen, daß sie dies selbst erledigen.
Eine Patientin, die ich bat, morgen ihren Mann gut zu behandeln, meinte lapidar: »Den schick’ ich morgen mit seinen Freunden weg, da kann er sich dann besaufen.« Und in dem Moment ging mir ein psychotherapeutisches Männerlicht auf. Auch ich habe mich ja schon oft über die teilweise wikingerbehelmten Jammergestalten mit dem kleinen Leiterwägelchen lustig gemacht, wie sie wankend und grölend durch die Welt ziehen, um abends bei Muttern ihren Rausch auszuschlafen. Wenn ich mir das mit therapeutischem Abstand betrachte, ist folgende Interpretation nicht so leicht von der Hand zu weisen: Während noch vor wenigen Tagen Mutter einen Kuchen gebacken und einen großen Strauß Blumen geschenkt bekam, vielleicht sogar den ganzen Tag die Beine hochlegen sollte, werden sich morgen viele Männer verdünnisieren. Ausdruck der Tatsache, daß ein Mann nur ein Mann sein kann, wenn er seine Familie hinter sich läßt? Wird hier vielleicht die Trauer und der Frust über die mangelnde Wertschätzung durch den angehimmelten weiblichen Gegenpart weggesoffen? Wird hier vielleicht eine Unabhängigkeit demonstriert, die über den Schmerz über die Abhängigkeit von der positiven weiblichen Resonanz, die mal wieder ausgeblieben ist bzw. die mann vielleicht ja noch nicht mal mehr erhoffen kann, hinwegtäuschen soll?
Das Interview in Publik Forum ist übrigens folgendermaßen überschrieben: Mit Pauken und Trompeten. Na denn laßt mann hören…
zuletzt aktualieisert am 21.06.2015
Montag, 10. Mai 2010
Ein blaues Wunder für das alternde Gehirn
Sonntag, 2. Mai 2010
Der Unternehmer hat als Held längst ausgedient
Michel Villette
Paris


Freitag, 16. April 2010
Mittwoch, 14. April 2010
224 Patienten pro Woche – Akkordarbeit in deutschen Praxen

18,1mal ist ein durchschnittlicher Bundesbürger im Jahr 2008 zum Arzt gerannt. Das ist nochmals mehr als im Vorjahr (17,7 Arztbesuche) und wahrscheinlich Weltrekord, wie im letzte Woche veröffentlichten Barmer GEK Arztreport nachzulesen ist. Rein rechnerisch hat damit jeder der etwa 140.000 niedergelassenen Ärzte im vorletzten Jahr 10.735 Patientenkontakte gehabt. Das würde 224 Kontakten pro Woche entsprechen. Ungefähr zum gleichen Ergebnis kommt eine internationale Befragung von Ärzten der Primärversorgung. Hier ergab sich für deutsche Ärzte mit 243 wöchentlichen Patientenkontakten eine etwa doppelt so hohe Zahl wie für Ärzte der anderen Länder (102 USA, 154 Großbritannien). Dementsprechend war natürlich die Zeit für den einzelnen Patienten in Deutschland mit 7,8 Minuten erheblich kürzer als in allen anderen Ländern mit 11,1-9,1 Minuten.
Joggen lieber barfuß? Moderne Laufschuhe schädigen die Gelenke

Die Hüfte wurde in der Studie mit Laufschuhen durchschnittlich um 54 Prozent stärker belastet als ohne, im Knie lagen die Werte zwischen 36 und 38 Prozent. Dem Fuß gaben die Trainingsschuhe dagegen einen guten Halt. Die negativen Effekte auf die Gelenke würden wahrscheinlich zu großen Teilen von dem erhöhten Absatz und Stützmaterial unter dem Fußgewölbe verursacht, erklärten die Wissenschaftler. Beides sei charakteristisch für heutige Laufschuhe. Es sollten Laufschuhe entwickelt werden, die den Fuß stützen, ohne die Gelenke zusätzlich zu belasten, fordern die Forscher.
The effect of running shoes on lower extremity joint torques. Kerrigan DC, Franz JR. Keenan GS, DicharryJ, Della Croce U, Wilder RP. PM R. 2009 Dec;1 (12):1058-63.
Quelle: Universität von Virginia
Montag, 12. April 2010
Methylenblau gegen Rückenschmerzen?
Zwischen 28 und 43 % aller Rückenschmerzen sollen auf eine diskogene Ursache zurückzuführen sein. Dabei ist die strukturelle und biochemische Integrität der Bandscheibe durch Überlastungsschäden gestört. Die chinesischen Wissenschaftler hatten 72 Frauen und Männer im Alter zwischen 20 und 65 Jahren mit diskogenen Rückenschmerzen in zwei gleich große Gruppen unterteilt: Der einen Hälfte wurde 10 Milliliter 10% Methylenblau injiziert, die Plazebogruppe erhielt einen Milliliter physiologische Kochsalzlösung. Nach sechs, zwölf und 24 Monaten wurden die Patienten im Hinblick auf Schmerzreduktion und Verbesserung der Funktion nachuntersucht. Anhand einer 101 Punkte umfassenden Skala (Numerical Rating Scale, NRS-101) wurde das individuelle Schmerzempfinden gemessen. Bereits nach sechs Monaten sank in der Methylenblau-Gruppe der Wert von initial 72 auf 20 Punkte (Plazebo von 67 auf 63). Und auch auf einer 100 Punkte umfassenden Funktionsskala (Oswestry Disability Index, ODI) verringerte sich der Punktwert in der Verumgruppe von 48 auf 13 (Plazebo von 49 auf 48). Die Autoren vermuten, dass durch Methylenblau die radialen Fissuren denerviert und so der Schmerz beseitigt werden.
Insgesamt zeigten sich mehr als 91 % der Patienten mit der Methylenblau-Behandlung zufrieden, in der Plazebogruppe waren es nur ca. 14%. 19 % der mit Methylenblau behandelten Patienten waren vollkommen schmerzfrei, weitere 72 % empfanden nur noch geringe Schmerzen und konnten auf Schmerzmittel verzichten. Unerwünschte Nebenwirkungen traten auch nach zwei Jahren nicht aufIn einem Kommentar warnt der britische Orthopäde Nikolai Bogduk davor, voreilige Schlüsse aus dieser Studie zu ziehen. Eine wissenschaftliche Wahrheit werde nicht durch eine einzelne Publikation etabliert. Vielmehr müssten die Ergebnisse der chinesischen Forscher nun umgehend durch andere Laboratorien überprüft werden.
Hausärzte sollten dennoch auf Nachfragen ihrer Patienten vorbereitet sein und diese auch ermahnen, nicht vorzeitig irgendwelchen Scharlatanen auf den Leim zu gehen, bevor die Resultate dieser Studie nicht mehrfach wissenschaftlich bestätigt wurden.
Peng B et al. (2010) Pain 149, 124-129
Auf sowas kommen nur Chinesen, vielleicht funktioniert’s mit Indigo-Blau noch besser…
Samstag, 10. April 2010
Griechenland und seine Schulden
MSNMoney zeigt in einer Bilderstrecke erstaunliche Fakten über das Finanzgebaren in Griechenland. Daß sowas nicht gutgehen kann, erkennt schon ein Hauptschüler.
Ein paar Fakten:
- Laut Transparency International zahlten Griechen im vergangenen Jahr durchschnittlich 1.355 Euro Bestechungsgeld. Das Geld gaben sie aus, wenn sie die Ausstellung eines Führer- oder Fahrzeugscheins beschleunigen oder eine Baugenehmigung kaufen wollten. Auch die schnellere Aufnahme in ein öffentliches Krankenhaus verlief auf diese Weise. Geld floß auch, wenn sie die Ergebnisse einer Steuerprüfung manipulieren wollten. Promi-Ärzte im Athener Nobelviertel Kolonaki geben laut "Bild Online" Monatseinkommen von nur 300-1000 Euro an. Zum Vergleich: schon ein Assistenzarzt verdient in Deutschland rund 3.600 Euro im Monat.
- Vor der Krise wurde laut "Bild Online" knapp 30 Prozent der griechischen Wirtschaft schwarz abgewickelt. Dem Staat entgingen dadurch 30 Milliarden Euro an Mehrwertsteuer im Jahr.
- Angestellte in Griechenland zahlen 6,7 % ihres Lohnes in die Rentenkasse. Hierzulande sind es knapp 10 %. Renten in Griechenland betragen aber bis zu 95,7 % des letzten Gehaltes. Die Deutschen bekommen lediglich 43 %. In der Rentenkasse fehlen 2010 knapp 13 Milliarden Euro.
- Rund 300 Berufe wie „Fernsehansager" gelten als „schwere und ungesunde Tätigkeit", so "Bild Online". Dadurch wird ein früher Austritt aus dem Arbeitsleben gerechtfertigt. Viele Staatsdiener können laut "Zeit Online" bisher mit Anfang 50 schon in Pension gehen.
- Auf 1000 Angestellte kommen "Bild Online" zufolge 23 Streiktage. Die Deutschen kommen auf 12 Streiktage.
Dazu auch ein Interview mit Prof. Starbattay im Tagesspiegel
