Montag, 29. September 2014

„Die westliche Unternehmenskultur beruht auf Stress, Schlafentzug und Burnout“

Die Unternehmerin und Online-Pionierin Arianna Huffington fordert in ihrem aktuellen Buch, unser Verständnis von Erfolg neu zu definieren. Ein Gespräch über Zeithunger, die Magie des Nickerchens und eine neue Frauenrevolution 

 Sie schreiben, wir befinden uns auf der „Herzinfarktstraße nach Stress City“ und fordern, dass eine globale Neudefinition von Erfolg stattfindet: Was schwebt Ihnen da vor? 
Wenn jemand Geld und Macht hat, wird er allgemein schon als erfolgreich angesehen. Ich spreche im Englischen von einer „Third Metric“, einer dritten Maßeinheit, die über Geld und Macht hinausgeht und etwas über das Wohlbefinden, die Zufriedenheit und die Gesundheit aussagt. Die westliche Unternehmenskultur beruht jedoch auf Stress, Schlafentzug und Burnout – das alles nehmen wir in Kauf. Wie müde und ausgepowert eine erfolgreiche Person ist, spielt keine Rolle. Dabei brauchen wir Freiräume, regelmäßige Pausen und auch mal Stille, um uns zu regenerieren.

mehr:

Heute vor 60 Jahren – 29. September 1954: CERN-Forschungszentrum eröffnet

Heute vor 60 Jahren wurde in Genf die Europäische Organisation für Kernforschung, CERN, eröffnet. Ihr Ziel ist die Grundlagenforschung im Bereich der Nuklearphysik. Außerdem sollen Bau und Betrieb von Großbeschleunigern zur Erforschung der elementaren Bausteine der Materie sowie ihre Wechselwirkungen untersucht werden. 


Das CERN-Forschungszentrum ist mittlerweile das größte seiner Art. An den Projekten des Instituts sind rund 5000 Gastforscher aus mehr als 70 Ländern beteiligt. Seine 3000 Mitarbeiter setzen sich aus Wissenschaftlern, Technikern und Handwerkern zusammen. Aufgrund der langjährigen wissenschaftlichen Führungsposition wird heute mehr als die Hälfte der weltweiten Forschung auf dem Gebiet der Teilchenphysik am CERN durchgeführt.

(Quelle: Kalenderblatt.de)

CERN NEWS: Higgs boson- LHC Experiments 7-24-13 [7:53]
Veröffentlicht am 24.07.2013

(See Links Below)
What is the Higgs boson? John Ellis,theoretical physicist, answers the question "What is the Higgs boson?" in preparation for the press conference following the seminar on LHC 2012 results on the Higgs boson search, due on July 4 2012 at CERN. For more details: http://cern.ch/press/PressReleases/Re...

Posted July 17, 2013-LHC experiments prepare for summer conferences
Rumors about imminent results on the Higgs boson from the LHC experiments are appearing in blogs, social media and newspapers all over the world. Meanwhile, thousands of physicists are carefully analyzing the data, looking not only for the Higgs but for many other new phenomena.
http://cern.ch/press/PressReleases/Re...

For UPDATES:
http://home.web.cern.ch/about/updates......

The Large Hadron Collider (LHC) is the world's largest and most powerful particle accelerator. It first started up on 10 September 2008, and remains the latest addition to CERN's accelerator complex. The LHC consists of a 27-kilometre ring of superconducting magnets with a number of accelerating structures to boost the energy of the particles along the way.

Inside the accelerator, two high-energy particle beams travel at close to the speed of light before they are made to collide. The beams travel in opposite directions in separate beam pipes -- two tubes kept at ultrahigh vacuum. They are guided around the accelerator ring by a strong magnetic field maintained by superconducting electromagnets. The electromagnets are built from coils of special electric cable that operates in a superconducting state, efficiently conducting electricity without resistance or loss of energy. This requires chilling the magnets to ‑271.3°C -- a temperature colder than outer space. For this reason, much of the accelerator is connected to a distribution system of liquid helium, which cools the magnets, as well as to other supply services.

Thousands of magnets of different varieties and sizes are used to direct the beams around the accelerator. These include 1232 dipole magnets 15 metres in length which bend the beams, and 392 quadrupole magnets, each 5--7 metres long, which focus the beams. Just prior to collision, another type of magnet is used to "squeeze" the particles closer together to increase the chances of collisions. The particles are so tiny that the task of making them collide is akin to firing two needles 10 kilometres apart with such precision that they meet halfway.

All the controls for the accelerator, its services and technical infrastructure are housed under one roof at the CERN Control Centre. From here, the beams inside the LHC are made to collide at four locations around the accelerator ring, corresponding to the positions of four particle detectors -- ATLAS, CMS, ALICE and LHC
http://home.web.cern.ch/about/acceler......

•Download The LHC Guide [PDF] for facts and figures

http://cds.cern.ch/record/1165534/fil......

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- Dem Urknall ein Stück näher (Die Welt, 30.03.2010)

Prof. Lesch zur Entdeckung des Higgs-Teilchens [4:08]

Hochgeladen am 20.12.2011
Mehr von Prof. Harald Lesch auf: www.der-wissens-verlag.de


Heute vor 2494 Jahren – 29. September v. Chr.: Die Seeschlacht von Salamis

Freiheit oder Knechtschaft? 

Der erste Versuch der Perser, auf dem europäischen Kontinent Fuß zu fassen, war 490 v. Chr. bei Marathon gescheitert. Ein Jahrzehnt später machte Xerxes I. (519-465 v. Chr.) die größte Streitmacht des Altertums für einen erneuten Feldzug gegen die Griechen mobil: Auf dem Landweg und parallel dazu auf See rückten insgesamt rund 150.000 Krieger vor. 
Griechische Galeeren in der Schlacht von Salamis (Lithografie, 19. Jh.)
Mit der Verteidigung ihres Landes auf See hatten die Griechen wenig Erfahrung, dennoch war es dem Strategen Themistokles gelungen, ein Flottenprogramm und den Bau neuer Kriegsschiffe durchzusetzen. Am 29. September 480 v. Chr. fand in der Meerenge zwischen Attika und der Insel Salamis eine Seeschlacht statt, die über die Zukunft der griechischen Welt entschied. Nach zwölf Stunden hatte die verbündete Flotte der griechischen Stadtstaaten gesiegt, die Perser zogen sich nach großen Verlusten zurück. Die griechischen Historiker, allen voran Herodot, sahen in der erfolgreichen Abwehr der persischen Invasion den Sieg der griechischen Demokratie und der Freiheit über die Knechtschaft und die Despotie der »asiatischen Barbaren«. 

Perserkriege (5. Jh. v. Chr.)  [Wikipedia]
▪︎ von den persischen Königen Dareios I. und Xerxes I. geführt 
▪︎ Versuche, Griechenland mit militärischer Gewalt dem persischen Reich anzugliedern 
▪︎ Kriegsziele konnten trotz Übermacht nicht erreicht werden 

Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014 

Sonntag, 28. September 2014

Von der moralischen Überlegenheit der Staatschefs der BRICS-Länder

Es gibt derzeit zwei vollkommen verschiedene Gruppierungen von Staaten auf der Welt, die sich in einem ganz entscheidenden Punkt von einander unterscheiden: In der moralischen Qualität ihrer Staatschefs. Auf der Seite der BRICS-Staaten und einer ganzen Reihe anderer Entwicklungs- oder sogenannter Schwellenländer finden wir Staatsoberhäupter, die mutig das Gemeinwohl ihrer Bevölkerungen verteidigen und darüber hinaus versuchen, die ganze Welt in eine harmonische einheitliche Dynamik zu bringen. Auf der anderen Seite präsentieren sich die Führer des sogenannten „Freien Westens“ als gnadenlose Statthalter der Banken, der Kasino-Wirtschaft und einer arroganten Politik, die außer der Verteidigung des eigenen Machterhalts kaum eine ethische Norm erkennen läßt.
mehr:
- Von der moralischen Überlegenheit der Staatschefs der BRICS-Länder (Helga Zepp-Larouche, Bürgerrechtsbewegung Solidarität, 28.09.2014)

Georg Ringsgwandl – Nix mitnehma



Bob Dylan - Gotta Serve Somebody von f1218300711 

Infos: Wikipedia, Text

Serve Yourself [June 27 1980] [3:53] Text

Veröffentlicht am 18.08.2009
sianara  
This infamous acoustic version of 'Serve Yourself' first surfaced in the collector community around 1985 after Albert Goldman began to hand out copies of it (from a copy of the Bermuda demos he had received from Fred Seaman) to some of the persons he interviewed for his biography, and was soon bootlegged. It appears that the ending has been patched from a second generation, possibly offline overdubbed tape on the official Anthology release; it's not clear why the master couldn't be used throughout. The bootleg appearance on Your Daddy's Here doesn't solve the mystery, as the majority of the track has there been copied from Anthology — the very end and beginning are, however, very slightly longer and from a tape source. Bag's vinyl bootleg Yin Yang has an even longer, otherwise unavailable introduction.


Mit dem verstehen ist das so’ne Sache…
- Serve Yourself (Beatles Bible)
Dylan – damals auf dem Jesus-Trip (das Lied ist 1979 komponiert) – sang über Gott und den Teufel, und Lennon machte sich über ihn lustig.
Hier (Mr. Mark & Mr. Bob, Post, 07.11.2011) findet sich ein Video über seine Konzertreise, die ihn 1978 auch nach Nürnberg führte. Ich habe keine Zweifel: ein über Jahre tief verunsicherter, hochsensibler und -intelligenter Mann, der Halt sucht.

Und wenn man sich

1. das Haiku Bashos über die Nazuna [Daisetz Teitaro Suzuki – Über Zen-Buddhismus, Post, 10.12.2012, ganz am Anfang] und
2. den Spruch Meister Eckharts: 
»Das Auge, in dem ich Gott sehe, das ist dasselbe Auge, darin mich Gott sieht; mein Auge und Gottes Auge, das ist ein Auge und ein Sehen und ein Erkennen und ein Lieben.« - Predigt: Qui audit me, non confundetur. [Wikiquote, Eckhart von Hochheim]
zu Gemüte führt (ich benutze den Begriff »nachdenken« absichtlich nicht), kommt man vielleicht zu dem Ergebnis, daß es sich hier möglicherweise nur um einen Streit um Worte nicht aber um die Sache geht. [Wer hat recht?, Post, 27.09.2014]
Man hört immer wieder die Bemerkung, daß die Philosophie keinen Fortschritt mache, daß die gleichen philosophischen Probleme, die schon die Griechen beschäftigten, uns noch beschäftigen. Die das aber sagen, verstehen nicht den Grund, warum es so sein muß. Der ist aber, daß unsere Sprache sich gleich geblieben ist und uns immer wieder zu denselben Fragen verführt. Solange es ein Verbum «sein» geben wird, das zu funktionieren scheint wie «essen» und «trinken», solange es Adjektive «identisch», «wahr», «falsch», «möglich» geben wird, solange von einem Fluß der Zeit und von einer Ausdehnung des Raumes die Rede sein wird, usw., usw., solange werden die Menschen immer wieder an die gleichen rätselhaften Schwierigkeiten stoßen, und auf etwas starren, was keine Erklärung scheint wegheben zu können. [Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen: Aus dem Nachlaß (1950/51), Suhrkamp, Frankfurt/Main, 1977, S. 163] 

Eine kurze Hilfestellung: Bei Basho geht es eindeutig (dies stellt Suzuki in seinem Aufsatz eindrücklich klar) um einen Bewußtseinszustand.
Bei Eckhart geht es um die Kombination eines Bewußtseinszustandes mit einer Beziehung.
Eindeutig dürfte sein, daß es in der Sprache Meister Eckharts nur um ein scheinbares »außen« geht, also eigentlich um eine innere Beziehung. (Psychotherapeutisch korrekt ausgedrückt: um die Beziehung zu einem inneren Objekt; Thomas Szasz unterscheidet in seinem Aufsatz »Es gibt keine Geisteskrankheit« sehr deutlich – man suche den Begriff »Semantik« – zwischen »Objekt« und »Zeichen«: »Es gibt keine Ähnlichkeit zwischen dem Zeichen und dem Bezeichneten.«)

So habe ich – wenn ich Dylans Text nicht zu eng sehe – keine Schwierigkeiten, ihm zuzustimmen: Wir dienen immer irgendetwas (außerhalb wie auch in uns). Lennon zieht einen scheinbaren Gegensatz auf und drischt drauf ein. Ich habe auch keine Schwierigkeiten, Lennon zuzustimmen: »You got to serve yourself«. Die Frage ist nur, welchem Teil in uns wir dienen und welchem Teil in uns wir dienen sollten… (Wir bedienen ja immer irgendetwas in uns.)


Ringsgwandl "Nix mitnehma" [3:50] Text


Veröffentlicht am 18.10.2010
RadosSchergen  
Georg Ringsgwandl "Nix mitnehma ", Mitschnitt aus einer Sendung von Radio Bremen 1990.

siehe auch:
- Biographie Georg Ringsgwandl (Laut.de)
- Der geborene Grattler, Interview (03.06.2017)
- Ringsgwandl in der Volksbühne Berlin: Am Hühnerarsch der Heimat (Gunda Bartels, Tagesspiegel, 04.10.2016)
- Georg Ringsgwandl: "Tief drinnen bin ich ein Krattler" (Till Hofmann, Augsburger Allgemeine, 01.09.2016)
- Georg Ringsgwandl - dahoam is net dahoam (BR Fernsehen, 15.06.2015)
- Georg Ringsgwandl: Verrückt, oder? (Sabine Hottowy, Die Presse, 03.10.2013)
- Georg Ringsgwandl, Portrait (Internationales Biographisches Archiv 39/2013, Munzinger, 24.09.2013)
- Im Gespräch: Georg Ringsgwandl – Auch wilde Hunde trinken irgendwann Kamillentee (faz.net, 02.08.2013)
- Der deutsche Dylan? Zu Ringsgwandls „Nix mitnehma“ (Deutsche Lieder. Bamberger Anthologie, 17.09.2012)
- Alle wollen nur das Beste – Georg Ringsgwandl über sein neues Buch "Das Leben und Schlimmeres" (Neckar-Chronik, 05.07.2011)
- Homöopathische Wurmkur (in Ringsgwandl, Das Leben und Schlimmeres: Hilfreiche Geschichten, 2011, 3. Gechichte, GoogleBooks)
- Interview mit Ringsgwandl: "Ich brauche freieren Wind um die Nase" (Interview: Sarina Pfauth, Süddeutsche Zeitung, 17.05.2010 )
- Georg Ringsgwandl über die Kunst und das Leben (Georg Jahn auf seiner Seite, Main Post, 06.05.1999)

Vor 20 Jahren – 28. September 1994: In der Ostsee sinkt die Fähre »Estonia«

Schiffskatastrophe in der Ostsee 

Um 19:15 Uhr lief die Fähre »Estonia« aus dem Hafen der estnischen Hauptstadt Tallinn aus und nahm Kurs auf Stockholm. Sie sollte am folgenden Morgen gegen 9:30 Uhr im Hafen der schwedischen Hauptstadt einlaufen. An Bord waren rund 1000 Passagiere, der Seewetterbericht hatte Sturm und schwere See angekündigt. Kurz nach Mitternacht, das Schiff befand sich vor der finnischen Insel Utö, wurden der Brücke erste Wassereinbrüche gemeldet. Die Gründe dafür bleiben bis heute rätselhaft. Trotzdem setzte der Kapitän die Fahrt mit unverminderter Geschwindigkeit fort. Um 1:15 Uhr brach die Bugklappe weg und es strömten riesige Wassermassen in den Rumpf. Die Fähre geriet in Schieflage, um 1:22 Uhr setzte die »Estonia« den ersten Notruf ab, eine knappe halbe Stunde später versank sie in der Ostsee. 
Die Bugklappe der »Estonia« wird im Hafen der finnischen Stat Hanko aus dem Wasser gehievt, 19.11.1994
852 Menschen fielen der größten' europäischen Schiffskatastrophe der Nachkriegszeit zum Opfer. Die meisten ereilte das Unglück im Schlaf, es gelang ihnen nicht einmal mehr, an Deck zu kommen. Viele Menschen ertranken im kalten Wasser der Ostsee. Eine Stunde nach dem ersten Notruf war bereits das erste Schiff am Unglücksort. Lediglich 137 Menschen konnten gerettet werden. 

Fährunglücke auf Nord- und Ostsee 
▪︎ 1987: »HeraId of Free Enterprise«, 193 Tote 
▪︎ 1990: »Scandinavian Star«, 161 Tote 
▪︎ 1993: »Jan Heweliusz«, 55 Tote 
▪︎ 1999: »Sleipner«, 16 Tote 

Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014 

Samstag, 27. September 2014

Pink Floyd: Live at Pompeii, 1972

Pink Floyd: Live at Pompeii, 1972 [Part 1] [10:00]

Hochgeladen am 18.08.2009

Pink Floyd: Live at Pompeii is a 1972 film featuring Pink Floyd performing six songs in the ancient Roman amphitheatre in Pompeii, Italy. It was directed by Adrian Maben and recorded in the month of October with 24 tracks studio quality without a live audience

The performances of "Echoes," "A Saucerful of Secrets," and "One of These Days" were filmed from October 4, 1971 to October 7, 1971. The remaining songs were filmed in a Paris studio, along with additional front projection footage for insertion into the Pompeii performances. The sequences in Paris were filmed in late 1971/early 1972, and can be distinguished by the absence of Richard Wright's beard. This version was released in theaters in September 1972 and is also included on the DVD edition as an extra feature.

In August 1974, another version was released combining the original film with supposed recording sessions of The Dark Side of the Moon at Abbey Road Studios. These sessions were actually staged for the film, as the recording of the album had been completed when these sessions were filmed in January 1973 and the band was mixing the album at the time.

This version is the Director's Cut. The Director's Cut is a 2003 DVD re-release running 92 minutes. In addition to the concert and interview footage, it includes more overlaid imagery including footage from the Apollo space program and computer-generated images of space and Pompeii, and overall has a busier, "updated" feel. The original 4:3 aspect footage is presented in "fake widescreen" in this version. The DVD contains the original one-hour release in the "features" section.

"Echoes, Part 1"/"On the Run" (Studio Footage) (Uncredited) (from Meddle/The Dark Side of the Moon, 1971/1973)
"Careful with That Axe, Eugene" (B-side of "Point Me at the Sky" single, 1968)
"A Saucerful of Secrets" (from A Saucerful of Secrets, 1968)
"Us and Them" (Studio Footage) (from The Dark Side of the Moon, 1973)
"One of These Days" (from Meddle, 1971)
"Mademoiselle Nobs" (from Meddle, 1971 previously known as "Seamus")
"Brain Damage" (Studio Footage) (from The Dark Side of the Moon, 1973)
"Set the Controls for the Heart of the Sun" (from A Saucerful of Secrets, 1968)
"Echoes, Part 2" (from Meddle, 1971)

I do not own any rights for this video.

Pink Floyd: Live at Pompeii, 1972 [Part 2] [10:03]


Pink Floyd: Live at Pompeii, 1972 [Part 3] [10:00]


Pink Floyd: Live at Pompeii, 1972 [Part 4] [10:00]


Pink Floyd: Live at Pompeii, 1972 [Part 5] [10:00]


Pink Floyd: Live at Pompeii, 1972 [Part 6] [10:00]



Freitag, 26. September 2014

Gorbatschow vs. Obama: Zwei Friedensnobelpreisträger in Rage

Moskau - Sie haben beide einst den Friedensnobelpreis erhalten. Michail Gorbatschow 1990 für seine Rolle im internationalen Friedensprozess, Barack Obama 2009 für seinen Einsatz für die Völkerverständigung. Doch jetzt lieferten sie sich einen wenig friedvollen Schlagabtausch. Ein Hauch Kalter Krieg weht dabei mit - auch wenn beide das abstreiten.

Gorbatschow verurteilte die USA am Freitag als "Fieber der Welt". Damit reagierte er auf eine Attacke Obamas am Mittwoch vor den Vereinten Nationen. Der US-Präsident hatte in seiner Rede von den größten internationalen Gefahren gesprochen - und dabei Russland und Ebola in einem Satz erwähnt. [nachfolgendes Video ab 1:50, Anmerkung von mir]

Obama UN Speech on ISIS SYRIA Militant Islam President Obama Addresses United Nation [38:22]

Veröffentlicht am 24.09.2014
'Obama UN Speech' 'Obama UN Speech' Obama UN Speech on ISIL ISIS SYRIA Militant Islam President Obama Addresses United Nation



Daraufhin erwiderte der frühere Sowjetpräsident nun: "Es gibt nur ein wesentliches Fieber auf der Welt - die USA und ihren Führungsanspruch." [Hervorhebung von mir] Dem russischen Radiosender RSN sagte er, "das ist kein politischer Dialog, sondern eine Beschimpfung".

mehr:

Gorbatschow über den neuen Kalten Krieg (2014) [7:57]

Veröffentlicht am 22.09.2014
17 September 2014. Der sowjetische Ex-Präsident Michail Gorbatschow sieht die Welt an einem Wendepunkt der Geschichte. Im Exklusiv-Interview mit der «Rundschau» äussert er sich zum neuen Konflikt zwischen dem Westen und Russland. Schweizer Fernsehen SRF vom 17.9.2014. Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=sVSFZ...

siehe auch:
- Wer hat recht? (Psychoblog, 27.09.2014)

Was mich bei den Recherchen zum Post über die Chruschtschow-Reise in die USA 1959 am meisten beeindruckt hat, waren die Schwierigkeiten beider Staatschefs, sich gegenüber den eigenen Generälen zu behaupten. (Erneut eine Berliner Krise und Bewaffnung und Entwaffnung in van den Berghe, Der Kalte Krieg 1917-1991, S. 203ff., googlebooks
In dem Zusammenhang erinnere ich an Eisenhowers Abschiedsrede 1961, in welcher er vor dem Einfluß des militärisch-industriellen Komplexes (den auch Gorbatschow in obigem Video anspricht – ab 4:35) warnte. (Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik?, Post vom 25.03.2014, 3. Video)


Donnerstag, 25. September 2014

Vor 55 Jahren – 15.-27. September 1959: Nikita Chruschtschow besucht die Vereinigten Staaten


Eisenhower & Khrushchev, New Diplomacy 1959/8/3 [1:56]

Hochgeladen am 15.09.2006
Ike special press conference, reads joint text, that Khrushchev has accepted invitation to visit U.S., and Ike will visit USSR (partial newsreel).


Genau zwei Jahre nach der Entsendung von 1000 Soldaten, um neun schwarze Kinder beim Besuch einer bisher rein weißen Schule in Little Rock, Arkansas, vor der militant rassistischen Bevölkerung zu schützen…

The Little Rock 9 - Arkansas 1957 [9:56]

Hochgeladen am 24.03.2011

… trifft sich US-Präsident Eisenhower mit dem sowjetischen Regierungschef Chruschtschow. Dieser war nach dem Tod Stalins 1953 Erster Parteisekretär geworden (Heute vor 55 Jahren – 27. März 1958: Nikita Chruschtschow wird Regierungschef, Post, 27.03.2013), hatte in einer gewagten Geheimrede 1956 den Personenkult um Stalin und die damit verbundenen Verbrechen kritisiert, damit die Entstalinisierung eingeleitet und zahlreiche Gulags öffnen lassen. Gleichzeitig mußte er Stärke demonstrieren:

Soviets Crush Hungarian Revolt (1956) [2:12]

Veröffentlicht am 13.04.2014
Soviets Crush Hungarian Revolt (1956). A Day that Shook the World. On 4 November 1956, the popular Hungarian uprising against communist rule was ruthlessly crushed by Soviet forces.The brutality with which the revolt was crushed shocked the world, causing thousands of card-carrying communists in the West tear up their membership papers in protest. Hungary wouldn't taste freedom for 30 further years.
A Day That Shook The World is the classic series that recalls the days of the 20th century that proved to be era-defining and pivotal in the course of modern history.
90,000 historic films, all SEARCHABLE on Youtube at:
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Check out our "A Day That Shook the World" playlist:
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Er vertrat das Prinzip der »friedlichen Koexistenz« und wollte den Kapitalismus vor allem wirtschaftlich besiegen. 

SPUTNIK 1 CBS NEWS SPECIAL REPORT ON TV, October 6 1957 [8:08]

Hochgeladen am 14.11.2011
The launch is October 4 1957, was launched during the International Geophysical Year from Site No.1/5, at the 5th Tyuratam range, in Kazakh SSR (now at the Baikonur Cosmodrome). The satellite travelled at 29,000 kilometers (18,000 mi) per hour, taking 96.2 minutes to complete an orbit, and emitted radio signals at 20.005 and 40.002 MHz[4] which were monitored by amateur radio operators throughout the world.[5] The signals continued for 22 days until the transmitter batteries ran out on 26 October 1957.[6] burned up on 4 January 1958, as it fell from orbit upon reentering Earth's atmosphere, after travelling about 60 million km (37 million miles) and spending 3 months in orbit.[7]INFO: WIKIPEDIA CUTS


Die Tatsache, daß die Sowjets schon 1957 den ersten Satelliten in die Erdumlaufbahn geschossen hatten, veranlasste 1962 Präsident Kennedy dazu, einen Flug zum Mond vor 1970 anzukündigen.

"We Choose To Go To The Moon" - John F. Kennedy [2:02]

Veröffentlicht am 22.06.2013
''But why, some say, the moon? Why choose this as our goal? And they may well ask why climb the highest mountain? Why, 35 years ago, fly the Atlantic? Why does Rice play Texas? We choose to go to the moon. We choose to go to the moon in this decade and do the other things, not because they are easy, but because they are hard, because that goal will serve to organize and measure the best of our energies and skills, because that challenge is one that we are willing to accept, one we are unwilling to postpone, and one which we intend to win, and the others, too. We shall send to the moon, 240,000 miles away from the control station in Houston, a giant rocket more than 300 feet tall, the length of this football field, made of new metal alloys, some of which have not yet been invented, capable of standing heat and stresses several times more than have ever been experienced, fitted together with a precision better than the finest watch, carrying all the equipment needed for propulsion, guidance, control, communications, food and survival, on an untried mission, to an unknown celestial body, and then return it safely to earth, re-entering the atmosphere at speeds of over 25,000 miles per hour, causing heat about half that of the temperature of the sun--almost as hot as it is here today--and do all this, and do it right, and do it first before this decade is out--then we must be bold. ''
- President John F. Kennedy- Moon Speech - Rice Stadium - September 12, 1962


Zurück zu Chruschtschow: Wenige Monate vor seiner USA-Reise, am 24. Juli 1959, war er auf der Amerikanischen Nationalausstellung in Moskau mit Richard Nixon in für Politiker sehr ungewöhnlichen Küchendebatte aneinandergeraten.

Nixon vs. Khrushchev - The Kitchen Debate (1959) [7:38]

Hochgeladen am 09.02.2010
The Kitchen Debate was a series of impromptu exchanges (through interpreters) between then U.S. Vice President Richard Nixon and Soviet Premier Nikita Khrushchev at the opening of the American National Exhibition at Sokolniki Park in Moscow on July 24, 1959. For the exhibition, an entire house was built that the American exhibitors claimed anyone in America could afford. It was filled with labor-saving and recreational devices meant to represent the fruits of the capitalist American consumer market.
http://en.wikipedia.org/wiki/Kitchen_...


- Nixon gegen Chruschtschow – Kalter Krieg in der Küche (SPIEGEL Online, 22.07.2009)

- Heute vor 55 Jahren – 24. Juli 1959: Nixon und Chruschtschow führen »Küchendebatte« (Post, 24.07.2014)

Heute also vor 55 Jahren trafen sich die beiden wichtigsten Politiker der beiden miteinander konkurrierenden Systeme in Camp David. (Anläßlich dieser Begegnung wurde der Begriff »Geist von Camp David« geprägt.)
- Eisenhower bekam 1959 Besuch aus Moskau (Berliner Zeitung, 24.09.1994)
- Staatsbesuch beim Klassenfeind (Deutschlandradio Kultur, 15.09.2009)
Chruschtschow und Eisenhower beschlossen für Mai des darauffolgenden Jahres eine Konferenz auf höchster Ebene in Paris. (»Ike«, wie der damals beliebteste Amerikaner genannt wurde, mochte Chruschtschow überhaupt nicht: »Chruschtschow ekelt mich an.« zitiert nach Dwight D. Eisenhower, SPIEGEL, 31.03.1969)

Doch dann wurde Anfang Mai 1960 Gary Powers in einem Lockheed U-2-Spionageflugzeug über der Sowjetunion abgeschossen, und US-Präsident Eisenhower verweigerte eine Entschuldigung. 

Failed Diplomacy: The U-2 Spy Plane Incident [8:41]

Hochgeladen am 23.11.2011
My NHD project for last year. It is a brief documentary on the U-2 Incident.


Desweiteren mißlang den US-Amerikanern ein Jahr später, im April 1961, die Invasion in der Schweinebucht, ein von der CIA organisierter Versuch von ca. 1300 Exilkubanern, Fidel Castro zu stürzen.


Nachdem die US-Regierung vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen zunächst jede Beteiligung an der Invasion abgestritten hatte, übernahm Präsident John F. Kennedy vier Tage später die volle Verantwortung.
Die gescheiterte Invasion war nicht nur ein militärisches, sondern vor allem ein politisches Debakel für die Vereinigten Staaten. Neben scharfer Kritik im In- und Ausland und verlorenem Vertrauen in die nur 90 Tage alte Regierung unter Kennedy stärkte sie Castro, der die bereits 1959 eingeleitete kommunistische Ausrichtung der kubanischen Revolution nun offen vertrat. Befürchtungen eines zweiten Invasionsversuchs beschleunigten die weitere Annäherung Kubas an die Sowjetunion bis zur Eskalation in der Kubakrise 1962.[1]


Lessons Learned: Bay of Pigs Invasion [6:05]

Veröffentlicht am 17.04.2012
On April 17, 1961, 1,511 Cuban exiles in the U.S.-backed Brigade 2506 landed on Cuba's shores at the Bahía de Cochinos--the Bay of Pigs. Their brief invasion ended on April 19 when the exiles surrendered to Fidel Castro's army, and the incident has gone down as one of the biggest fiascoes in the history of U.S. foreign policy. The U.S.-backed operation, which originated under President Dwight Eisenhower but was ultimately approved by President John F. Kennedy, called for a small invasion force, armed with the element of surprise, to trigger a general uprising in Cuba and overthrow the Castro regime. But the Cuban people did not revolt, and Castro was not surprised. Kennedy refused to commit significant U.S. military support, and the operation failed.

James M. Lindsay, CFR's senior vice president and director of studies, argues that the Bay of Pigs serves as a valuable reminder that one should be "prepared for failure and plan accordingly." "Had JFK thought through the possibilities of failure," Lindsay says, "he might have canceled the operation or fundamentally reshaped it." Planning for failure and "taking steps to minimize it" are "especially important when talking about decisions to use force," he argues. An analysis of a military strike on Iran, for example, would be "incomplete unless it also grapples with how a military strike might fail, or create entirely new problems to handle."

This video is part of Lessons Learned, a series dedicated to exploring historical events and examining their meaning in the context of foreign relations today: http://www.youtube.com/playlist?list=...
http://www.cfr.org/us-strategy-and-po...


Ein Jahr nach der fehlgeschlagenen Geheiminvasion in der Schweinebucht durch CIA und Exilkubaner schlug der Vereinigte Generalstab der Teilstreitkräfte vor, auf Kuba mit dem offiziellen US-Militär einzumarschieren. Für die amerikanische Öffentlichkeit bedurfte es hierzu eines Vorwands, der die scheinbare Notwendigkeit eines Kriegs „begründen“ sollte. Bereits am 13. März 1962 unterzeichnete der höchste amerikanische Soldat, General Lyman Louis Lemnitzer, das berüchtigte Northwoods-Dokument. Die Generäle präsentierten hierin diverse Vorschläge für fingierte Attentate auf amerikanische Schiffe, Flugzeuge oder Städte, die entweder vorgetäuscht oder tatsächlich begangen werden sollten. Die Anschläge sollten Fidel Castro angelastet werden und damit in den USA die für einen Angriffskrieg erforderliche Stimmung provozieren.



Von 1959 an stationierten die USA in Italien eine Staffel mit 25 und in der Türkei zwei Staffeln mit je 25 nuklear bestückten Mittelstreckenraketen vom Typ Jupiter, die auf die UdSSR gerichtet waren.
Am 26. und 27. Oktober 1960 starteten die USA von der Laughlin Air Force Base in Texas erstmals auch U-2-Aufklärungsflüge über Kuba. Am 5. September 1961 wurden erstmals Aufnahmen von Flugabwehrraketen vom Typ S-75 und von Kampfflugzeugen vom Typ MiG-21 Fishbedgemacht.
Im April 1962 wurden die amerikanischen Thor- und Jupiter-Atomraketen in der Türkei einsatzbereit gemacht. Weil sie wegen ihrer ungeschützten Aufstellung leicht angreifbar waren, konnten sie nur zu einem atomaren Erstschlag genutzt werden. [Hervorhebung von mir]
Zudem fuhren auf den Meeren US-U-Boote mit Polaris-Atomraketen. Diese Submarine Launched Ballistic Missiles konnten auch unter Wasser abgefeuert werden und waren entsprechend schwer zu treffen. Die Sowjetunion hatte zu dem Zeitpunkt nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen.
[Kubakrise, Wikipedia]

- Als die Welt am Abgrund stand ... (FriedensAG, Kassel, entnommen aus Neues Deutschland, 20.10.2012)
- Kalter Krieg – Dem Abgrund entgegen (ZEIT Online, 22.10.2012)
- Erneut eine Berliner Krise und Bewaffnung und Entwaffnung (van den Berghe, Der Kalte Krieg 1917-1991, S. 203ff., googlebooks)


Letzte Anlässe für den Sturz Chruschtschows waren seine Annäherungspolitik an die Bundesrepublik Deutschland unter Umgehung des Politbüros und seine Eigenmächtigkeiten gegenüber der staatlichen Planung (Gosplan) mit dem Ziel, die Landwirtschaft wieder einmal umzuorganisieren und zu stärken. Michail Suslow und Breschnew, aber auch Alexei KossyginAnastas Mikojan und Poljanski führten am 14. Oktober 1964 u. a. mit der Kritik an der Parteireform, dem veränderten Parteistatut und der Landwirtschaftspolitik mit Billigung des Zentralkomitees seinen Sturz als Parteichef und als Ministerpräsident herbei. Breschnew wurde sein Nachfolger als Erster Sekretär des Zentralkomitees, Kossygin als Ministerpräsident. Mikojan wurde Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets (de jure Staatspräsident). Bei aller Enttäuschung über seine kalte Abservierung deutete Chruschtschow es dennoch als Sieg der Partei und Zeichen für den inneren Wandel in der Sowjetunion seit 1953, dass er in Rente geschickt – und nicht verhaftet oder gar liquidiert – worden war, wie es in der Stalin-Ära geschehen wäre.
1966 verlor Chruschtschow schließlich auch formell seinen Sitz im ZK der KPdSU. Seit seinem Sturz lebte er in seiner Datscha bei Moskau. Dort starb er am 11. September 1971 im Alter von 77 Jahren an Herzversagen. Sein Grab auf dem Moskauer Nowodewitschi-Friedhof wurde auf seinen eigenen Wunsch hin von Ernst Neiswestny gestaltet, den Chruschtschow in einer Ausstellung 1962 noch als „degenerierten Künstler“ bezeichnet hatte.

- Chruschtschow-Sturz – Erst mal schlafen Bonn (SPIEGEL Online, 22.10.1964)
- Der Sturz Chruschtschows (ZEIT Online, 23.10.1964)
- Hans Kroll über Edward Crankshaw: Der rote Zar - Nikita Chruschtschow – Alleinherrscher war er nie (SPIEGEL Online, 03.04.1967)
- Eklat in der UN-Vollversammlung – Die Sache mit Chruschtschows Schuh (Damals)
Der Schuh auf dem UNO-Tisch (Deutschlandradio Kultur, 13.10.2005)
Kalter Krieg – Schlug er zu? (ZEIT Online, 10.09.2010)
- Vor 50 Jahren: Als Chruschtschow für Schuh-Eklat bei der UNO sorgte (RIA Novosti, 13.10.2010)
- Sowjetunion – Versöhnler muss gehen (junge Welt, 17.10.2014)

aktualisiert am 17.10.2014

Heute vor 70 Jahren – 25. September 1944: Hitler ordnet die Aufstellung des »Volkssturms« an

Hitlers letztes Aufgebot 

»Zur Verstärkung der aktiven Kräfte unserer Wehrmacht und insbesondere zur Führung eines unerbittlichen Kampfes überall dort, wo der Feind den deutschen Boden betreten will, rufe ich daher alle waffenfähigen deutschen Männer zum Kampfeinsatz auf.« Hitlers Erlass über die Bildung des deutschen Volkssturms, der heute vor 70 Jahren erging, spiegelt die militärische Situation im Herbst 1944: Von allen Seiten rückten die Alliierten auf das Deutsche Reich vor, der Krieg, das war allen Nichtverblendeten bewusst, war für Deutschland verloren. 
Hitlerjungen im Volkssturm radeln mit Panzerfäusten zur Front, Berlin, Frühjahr 1945
Im Volkssturm sollten Jugendliche und alte Männer den Kampf aufnehmen, um den »Heimatboden mit allen Waffen und Mitteln« zu verteidigen. Durch die neuen Altersgrenzen von 16 und 60 Jahren wurden zusätzlich etwa 6 Mio. Menschen erfasst. Wie viele von ihnen schließlich wirklich zum Einsatz kamen, ist ungewiss. Die meisten zogen schlecht bewaffnet und kaum ausgebildet in den Krieg. Zur Standardausrüstung gehörte die leicht zu bedienende und zu transportierende Panzerfaust. Zehntausende Volkssturmmänner fielen in den letzten Kriegsmonaten. 

Was am 25. September noch geschah: 
1956: Das erste transatlantische Telefonkabel zwischen Europa und Nordamerika wird in Betrieb genommen. 

Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014 

Das Transatlantikkabel von 1858, 10 vor 11, dctp [23:59]
Veröffentlicht am 08.01.2014
Der Draht zur neuen Welt. Alexander Kluge im Gespräch mit Christian Holtorf über das Transatlantikkabel von 1858. Eine Gruppe von Finanziers und Spekulanten ließ nach achtjähriger Vorbereitung im Jahre 1858 von Irland nach Neufundland das erste transatlantische Kabel verlegen. 4.000 Tonnen Gesamtgewicht. Die zwei größten Kriegsschiffe der Welt waren die einzigen, die es fertigbrachten, ein solches Kabel zu verlegen.Der Kulturhistoriker Christian Holtorf beschreibt.

Mittwoch, 24. September 2014

Alan Parsons - Live In Madrid (2004)

Alan Parsons - Live In Madrid (2004) Complete Concert [1:18:00]

Veröffentlicht am 19.04.2013

1. I Robot
2. Can't Take It With You
3. Don't Answer Me
4. Breakdown / The Raven
5. Time
6. Psychobabble
7. I Wouldn't Want To Be Like You
8. Damned If I Do
9. More Lost Without You
10. Don't Let It Show
11. Prime Time
12. Sirius / Eye In The Sky
13. (The System Of) Dr. Tarr and Professor Fether
14. Games People Play

ALAN PARSONS: Acoustic Guitar, Keyboards and Vocals
P.J. OLSSON: Acoustic Guitar and Vocals
GODFREY TOWNSEND: Lead Guitar and Vocals
STEVE MURPHY: Drums and Vocals
MANNY FOCARAZZO: Keyboards and Vocals
JOHN MONTAGNA: Bass Guitar and Vocals

Heute vor 275 Jahren – 24. September 1739: Grigori Potemkin wird geboren

Keineswegs nur schöner Schein

Wenn hinter schönen Fassaden Hässliches verborgen wird oder sich schlicht gar nichts befindet, wird das Blendwerk häufig als »Potemkinsches Dorf« bezeichnet. Namensgeber dieser Wendung ist der russische Fürst Grigori Potemkin, der heute vor 275 Jahren, am 24. September 1739, in einem Dorf bei Smolensk geboren wurde. 
Portrait des Fürsten Grigori Potemkin
(Gemälde von Dimitri Lewitzki, um 1780)
Als Zarin Katharina die Große 1787 eine Inspektionsreise durch die südlichen Provinzen ihres Reiches unternahm, hatte Potemkin als Gouverneur der Region angeblich prächtige Holzfassaden aufstellen lassen, um das Elend der Dörfer dahinter zu verbergen. Die Mär von den Potemkinschen Dörfern hielt sich hartnäckig und lange, doch sie war das Werk von Neidern, denn Potemkin war mächtig und einflussreich und der einstige Geliebte der Zarin. Potemkin hatte in den südlichen Provinzen, die zuvor den Türken militärisch abgerungen worden waren, gute Aufbauarbeit geleistet. Nach den Berichten vieler Zeitzeugen standen die Dörfer dort tatsächlich in voller Blüte. Ein sächsischer Diplomat am Hofe in Sankt Petersburg steht im Verdacht, den Fürsten und seine Arbeit in Verruf gebracht zu haben. 

Grigori Potemkin (1739-1791) 
▪︎ Mitglied des Reichsrats 
▪︎ Generalgouverneur von »Neurussland« und der Krim 
▪︎ Oberbefehlshaber im Russisch-Türkischen Krieg (1787-92) 

Harenberg - Abenteuer Geschichte 2014 

Dienstag, 23. September 2014

Aufstand – sonst nichts

Philosophie. Slavoj Žižek über den »revolutionären Akt« in ausweglosen Zeiten 
Von Carolin Amlinger 
»Postmarxist«, »Philosophie-Entertainer« und 
Liebling des bürgerlichen Feuilletons: Slavoj Žižek 
Foto: CTK Photo/Sona Remesova
Er ist der »Superstar der Kapitalismuskritik« (Zeit). Er ist radikal. Er gestikuliert wild, fast wie ein Wahnsinniger, das T-Shirt schon längst durchgeschwitzt. Jedes seiner Wörter, abgefeuert wie eine Salve zur Ankündigung der Revolution. Wenn man ihm zuhört, könnte man tatsächlich glauben, die Revolution stehe kurz bevor. 

Und, das zu erwähnen wird nie vergessen: er war – oh Schreck – mit einem Unterwäsche-Model verheiratet. Slavoj Žižek ist der Liebling des bürgerlichen Feuilletons. Für dessen Vertreter ist er »Philosophie-Entertainer« und »Scharlatan« zugleich. Der von der Psychoanalyse Jacques Lacans inspirierte heute 65jährige Slowene hat sich seine eigene theoretische Welt zurechtgebogen, seinen Hegel, seinen Marx. Er betreibt zudem eine bissige Kulturkritik, sinniert über die falsche Wahl zwischen Coca-Cola und Pepsi, philosophiert über den ideologischen Gehalt einer Toilettenspülung. Ein Stehaufmännchen, das in seinem endlosen Gequassel einer Linken gleicht, die zwar etwas orientierungslos herumirrt, aber dabei schier nicht totzukriegen ist.
Mehr:
- Aufstand – sonst nichts (junge Welt, 23.09.2014)

siehe auch:
- Slavoj Zizek: I am not the world’s hippest philosopher! (Salon, 29.12.2012)
- Im Taxi mit dem Philosophen (taz, 07.01.2012)
- Eheberatung mit Hegel (Die Welt, 14.05.2011)
- Guess, where is the object of the real? (https://sachara.wordpress.com, 02.12.2007)