Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
Badawis Vergehen: Er hatte im Internet eine Debatte über das Verhältnis von Politik und Religion in Saudi-Arabien angestoßen. 2008 hatte er im Netz das Forum "Freie Saudische Liberale" gegründet, das fortan ins Visier der Behörden in dem konservativen Königreich geriet.
Es ist ein Symbol des Kalten Krieges: Das Rote Telefon. Der Kommunikationskanal zwischen dem Westen und der Sowjetunion sollte den Dritten Weltkrieg verhindern. Auf deutsche Initiative reaktiviert die Nato nun die Direktverbindung zum russischen Militär. mehr: - Direkter Draht nach Moskau – Nato reaktiviert das Rote Telefon für Ernstfall (03.05.2015)
Nur noch sechs Stunden arbeiten pro Tag, und trotzdem das gleiche Gehalt einstreichen - für viele Arbeitnehmer ist dies ein Wunschtraum. In Schweden wird dieser in einigen Betrieben Realität. Sie haben diese verkürzte Arbeitszeit eingeführt. Ist das ein Schritt in die Zukunft? Zumindest ist es der Versuch einer Antwort auf die steigende Arbeitsbelastung und die steigenden Krankenstände. mehr: - Vollzeitgehalt für 6 Stunden Arbeit – Neues Arbeitsmodell könnte Schule machen (n-tv-Mediathek, Video)
Feine Gedecke für prominente Gäste, Holztische für die Überlebenden – nach der Gedenkfeier im KZ Ravensbrück wird Kritik an den Veranstaltern laut. Ein Helfer sagt: "Es war einfach beschämend." mehr: - Irritierende Zwei-Klassen-Gesellschaft in Ravensbrück (Die Welt, 26.04.2015)
»Meinungen sind wie Arschlöcher: Jeder hat eins.« (Clint Eastwood)
Ich habe mal eine Zeitlang bei der Friedensuniversität Berlin mitgemacht. Ich weiß, was für eine Veranstaltungsqualität dabei herauskpommt, wenn die Personaldecke sehr dünn ist. Wehe, man stolpert dabei über die Lichtschranken von Politik, Medien oder sonstigen Gutmenschen! Während einer Veranstaltung Im Agathenhof in Kärnten (damals ein Esoterik-Wellness-Hotel, heute ein »Gesundheitsresort«) Anfang der 90er kam ein Student aus Wien zu Besuch zu seiner Großmutter, die dort als ehemalige Angestellte kostenlos wohnen durfte. Dieser junge Mann gehörte in Wien zur rechtsradiklen Szene. Da war was los in den Medien hinterher!
Ein Spieler-Etat von 3 Millionen Euro und ein Stadion, in das keine 4200 Zuschauer passen. In Carpi wird erfolgreich mit kleiner Kelle angerührt. Schon bald sollen hier Juve, Inter und Lazio spielen. Blitze und Donnergrollen leiten die Nachspielzeit des Fussballspiels zwischen Carpi und Bari ein. Der Himmel über dem Stadion Sandro Cabassi verfärbt sich in der Nacht auf Mittwoch in den unterschiedlichsten Violetttönen. Spannung liegt aber nicht nur in der Luft. «Nur noch 240 Sekunden trennen Carpi vom historischen Aufstieg in die Serie A», brüllt der Reporter des Lokalsenders Radio Bruno ins Mikrofon. Die knapp 4200 Zuschauer im randvollen Stadion sind elektrisiert. Auch sie wissen, dass das 0:0 genügen würde, um zu erreichen, was bis vor ein paar Monaten undenkbar war. Der Trainer Fabrizio Castori tigert im strömenden Regen vor der Bank auf und ab. Ein letztes Aufbäumen der Mannschaft aus Apulien könnte das Fussballfest noch ruinieren. Wie sich das anfühlt, wissen die Spieler. Ein paar Tage zuvor sind sie nach sieben Siegen in Serie in Frosinone gestrauchelt und haben die erste Gelegenheit zum vorzeitigen Aufstieg verpasst.
Ein Barkeeper als Türöffner
Nochmals werde sich die Mannschaft aber nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, zeigt sich Castori am Vortag des Spiels überzeugt. «Wir sind bereit für den letzten Schritt», sagt der 60-Jährige nach dem montäglichen Training in den heruntergekommenen Katakomben des Stadions. Die Mannschaft habe die Meisterschaft dominiert und sich den Aufstieg verdient.
Tatsächlich hat Carpi eine traumhafte Saison gespielt. Nach einem Start mit dem Ligaerhalt als Ziel zeigte sich rasch, dass es mit der Taktik des zu Saisonbeginn engagierten Trainers, die auf ein intensives, schnelles Spiel mit weiten Pässen in die Spitze fusst, möglich ist, auch Gegner zu schlagen, die auf dem Papier übermächtig erscheinen. Schritt um Schritt kletterte Carpi die Tabelle der Serie B hoch. Und wenn während der Vorrunde das Augenmerk des Vereins noch auf dem Punkte-Unterschied zu den Abstiegsplätzen lag, begann man Mitte Herbst mehr und mehr an das Unmögliche zu glauben. Nach den Weihnachtsferien grüsste die Mannschaft von der Tabellenspitze, hatte jedoch Mühe, ins neue Jahr zu starten. Mehrere Verletzungen unter anderem des nigerianischen Torjägers Jerry Mbakogu führten zu vier torlosen Remis in Folge.
Die Verfolger konnten daraus jedoch keinen Profit schlagen. Und so setzte Carpi zu einem Höhenflug an, bei dem der Mannschaft alles zu gelingen schien, ganz zum Ärger Claudio Lotitos. Der wiederholt in juristische Querelen verwickelte Präsident der SS Lazio Rom und Besitzer der US Salernitana sagte in einem mitgeschnittenen und Mitte Februar von den Medien publizierten Telefongespräch , dass der Aufstieg von Mannschaften wie Carpi der Serie A schade, weil sich die TV-Rechte nicht verkaufen liessen. Seither ist Lotito nicht nur in Carpi regelmässig Zielscheibe von Spruchbändern und Fan-Chören. Die Mannschaft dürfte derweil von solcher Polemik zusätzlich angespornt worden sein.
Spätestens seit dem 3:0-Sieg im Spitzenspiel gegen das einst so grosse Bologna Anfang April sei allen klar gewesen, dass diese Mannschaft heuer nicht mehr zu stoppen sei, erzählt Romeo Girelli. Der Besitzer des Caffè Madera und langjährige Carpi-Fan ist zum Mannschaftstraining gekommen, in der Hoffnung, ein Ticket für das seit Tagen ausverkaufte Dienstags-Spiel zu ergattern. Als er erfährt, dass sich eine Schweizer Zeitung für «seinen» Klub interessiert, lässt er alles stehen und liegen, um uns zum Klubhaus auf der gegenüberliegenden Seite des Stadions zu begleiten. Ohne uns ausweisen zu müssen oder kontrolliert zu werden, werden wir vom Barkeeper ins Herz der Klub-Verwaltung eingeschleust.
Im Innern des Gebäudes an der Via Carlo Marx geht es zu wie in einem Bienenhaus. Dauernd klingelt irgendwo ein Telefon. «Pronto!», widerhallt es von den nackten Wänden, die sich einzig durch die vielen Mannschafts-Fotos von einem Hinterstübchen eines in die Jahre gekommenen Tabacchinos unterscheiden. Die Gesichter, die von den vergilbten Postern lachen, freuen sich über gewonnene Meisterschaften der Serie D oder Aufstiege in die Serie C1. Vom «grande calcio» wurde in «Cäärp», wie die Stadt im lokalen Dialekt heisst, immer nur geträumt. Über weite Strecken seiner 106-jährigen Geschichte pendelte Carpi zwischen den Serien C, D – und noch tieferen Ligen. Im Jahr 2000 ging der Klub in Konkurs. In der Folge spielte die Mannschaft bis 2010 in Amateurligen, auf Plätzen, auf denen kaum ein Grashalm wuchs. Der erstmalige Aufstieg in die Serie B vor zwei Jahren wurde von den Fans bereits als «Ankunft im Paradies» bezeichnet – ohne die geringste Hoffnung auf mehr. mehr: - Italienisches Fussballmärchen – Carpi diem (Ronny Nicolussi, NZZ, 02.05.2015)
Für Nepals Machtelite ist der Staat ein Mittel zur Selbstbereicherung. Auch deshalb ist das Land nach dem Beben so stark auf internationale Hilfe angewiesen. Die Geber laufen Gefahr, diese Missstände zu verfestigen.
Einer der meistgehörten Sätze dieser Tage in Kathmandu ist ein Misstrauensvotum. «Vom Staat erwarten wir nichts.» Die Menschen unter den Zeltplanen, die aus Furcht vor Nachbeben nicht in ihre Häuser zurückkehren wollen, die Freiwilligen, die in den Trümmerhaufen nach Überlebenden suchen, die Verschonten, die den weniger Glücklichen mit Nahrungsmitteln helfen – von der Regierung erwarten sie nichts. Und dies zu Recht, denn mit Ausnahme der Armee glänzen die staatlichen Institutionen nach der schwersten Naturkatastrophe der letzten acht Jahrzehnte in jeglicher Hinsicht mit Abwesenheit. Die Auftritte von Premierminister Koirala an Unglücksorten lassen sich an einer Hand abzählen.
Günstlingswirtschaft
«Nepals Eliten haben den Staat nie als Leistungserbringer für das Volk, sondern immer als Bereicherungsmöglichkeit verstanden», erklärt Thomas Bell. Der Brite lebt seit über einem Jahrzehnt in Nepal und hat mit dem Buch «Kathmandu» eine vielbeachtete Beschreibung seiner Wahlheimat vorgelegt. «Auch vor dem Beben funktionierten Wasser- und Stromversorgung dort am besten, wo Günstlinge der Regierung lebten. Das Einzige, was die Regierung effizient betreibt, ist die Bewirtschaftung ihres Patronagesystems.» Auch nach dem Hochwasser im Sommer 2014 habe die Regierung nicht viel mehr getan, als internationale Hilfe zu fordern.
Natürlich ist Nepal nicht das einzige arme Land mit Eliten, die sich nicht um das Wohl der Bevölkerung kümmern. Die Stabilität der Machtverhältnisse ist aber aussergewöhnlich. Der Himalajastaat war nie eine westliche Kolonie, seit dem 18. Jahrhundert herrscht eine relativ homogene städtische Oberschicht aus Angehörigen der höchsten Kasten über nahezu alle Aspekte des Lebens. Dies hat sich auch nicht geändert, als nach dem Ende des Bürgerkrieges die Monarchie abgeschafft wurde. Das Land führt zwar demokratische Wahlen durch, ist aber weiterhin von feudalen Machtstrukturen geprägt. Wie stark diese auf enge Kreise in Kathmandu beschränkt sind, zeigt sich auch daran, dass ältere Generationen von «Nepal» sprechen, wenn sie die Hauptstadt meinen. Das Machtzentrum steht fürs ganze Land. Wer nicht dazugehört, sieht nur im Ausland Perspektiven. Kaum ein Land der Erde ist so stark auf Überweisungen von Gastarbeitern im Ausland angewiesen wie Nepal. mehr: - Nepals korrupte Eliten – «Vom Staat erwarten wir nichts» (Volker Pabst, NZZ, 03.05.2015)
»Die in Teilen Griechenlands über 400 Jahre währende osmanische Herrschaft führte dazu, daß die Griechen den Staat im wesentlichen als Ausbeuter erlebten. Während in Westeuropa ein selbstbewußtes Bürgertum entstand, welches den Staat als das eigene Staatswesen, als die eigene bürgerliche Republik empfand, war der Staat für die Griechen gleichbedeutend mit Fremdherrschaft, gegen die es sich zu wehren galt und die man haßte. Steuervermeidung und Diebstahl von staatlichem Eigentum waren typische Abwehrreaktionen. Diese Einstellung zum Staat wurde zu einer Tradition, die bis heute fortwirkt.« (Heinz A. Richter, Athener Klientelismus, in: Lettre international 96, Frühjahr 2012)
Es gibt Soldaten, die Strichlisten über die getöteten Feinde führen. Einer hat eben seinen 182. Strich gemacht. Mit den kurdischen Peschmerga, an der Front im Nordirak, im Kampf gegen den «Islamischen Staat».
Dohuk, Nordirak, 40 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Morgens um sieben. Es ist sonnig, aber kalt. Allan, Cameran und ich stehen auf der Strasse herum und warten. Das Lokal, das gross mit «Caffee» angeschrieben ist, serviert keinen Kaffee. Der Mann, der schon an einem Kebab herumsäbelt, weiss gar nicht, wovon wir reden. Also trinken wir Tee, der wie immer viel zu süss ist.
Wir sind um fünf Uhr in Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan, aufgebrochen. Ausserhalb der Stadt assen wir unter Lastwagenfahrern im Neonlicht frischen Joghurt und warmes Brot. Jetzt warten wir auf unseren Fixer. Fixer werden in Ländern wie dem Irak jene Leute genannt, die für Journalisten übersetzen und organisieren, deren Hauptaufgabe aber darin besteht, dafür zu sorgen, dass der Journalist überlebt.
Unser Fixer soll uns heute an die Front bringen. Wir wollen sehen, wo die kurdischen Streitkräfte, die Peschmerga, gegen die Truppen des «Islamischen Staates» (IS) kämpfen. Doch als ich ihn vor einer Viertelstunde anrief, weckte ich ihn offensichtlich. Er versprach, gleich zu kommen. Bis er da ist, bleibt genug Zeit für die erste Auseinandersetzung des Tages.
Allan und Cameran kennen sich vom Studium, beide studierten internationale Beziehungen in Genf. Allan ist Schweizer, er hat über Kurdistan lizenziert, Cameran ist ein in der Schweiz aufgewachsener Kurde und feuriger Nationalist. Wie viele seiner Landsleute sieht er im momentanen Kriegs-Chaos im Mittleren Osten die Stunde für einen Kurdenstaat gekommen.
Letztes Jahr wollte er sich den Peschmerga anschliessen, er stellte sich vor, seine Ausbildung an der Panzerfaust im Schweizer Militär könnte nützlich sein. Doch seine Eltern protestierten. Neben dem IS gilt Camerans Feindschaft den Arabern im Allgemeinen und den Irakern im Speziellen. Dafür lässt er nichts auf Israel kommen; diese Sympathie ist in Kurdistan weit verbreitet. Umzingelt von Todfeinden, damit können sich die Kurden identifizieren. mehr: - Reportage: Im Irak im Schützengraben (Christoph Zürcher, NZZ, 03.05.2015)
Sie waren Verbrecher, Folterer und Massenmörder: 1945 fliehen Dutzende hochrangige Nationalsozialisten vor der Justiz der Alliierten ins sichere Exil. Dort weiß man ihre Erfahrung durchaus zu nutzen. Rekrutiert von der CIA, werden die alten Feinde zu Verbündeten im Kalten Krieg mehr: - ZDF-History: Vertrauter Feind – Nazis im Dienst der CIA (Phoenix, heute abend, 02.05.2015, 21:45h, Wiederholung: Mittwoch, 06.05.2015, 03:45 h)
ZDF History - Vertrauter Feind - Nazis im Dienst der CIA [41:51]
Veröffentlicht am 31.01.2015
Ausgestrahlt: 23.11.2014 | 45:00 Min.| Quelle: ZDF Sie waren Verbrecher, Folterer und Massenmörder: 1945 fliehen Dutzende hochrangige Nationalsozialisten vor der Justiz der Alliierten ins sichere Exil. Dort weiß man ihre Erfahrung durchaus zu nutzen. Rekrutiert von der CIA, werden die alten Feinde zu Verbündeten im Kalten Krieg. Zahlreiche ehemalige Nazigrößen und italienische Faschisten heuern als Agenten für weltweite Operationen gegen den Kommunismus an: Sie organisieren Folter und Todesschwadronen in den pro-amerikanischen Militärdiktaturen Südamerikas und sind beteiligt an Putschversuchen in Italien. "ZDF-History" rekonstruiert die Pfade eines weltumspannenden Netzwerks, dessen geheime Macht auch in Regierungskreise der Bundesrepublik reichte.
Another introduction to MKULTRA, how 34 Nazi scientists secretly brought here after WWII turned into 9,000 Nazis conducting MKULTRA on unknowing citizens. Discusses key players in the start up. Some very nasty characters were brought here and unleashed on We The People secretly.
Emphasizing that 9,000 Nazi scientists started this monstrous mind control operation that has spanned about 6 decades.
Merrill Reed Weiner, die jüngere Schwester von Lou Reed, hat einen Essay über ihren 2013 verstorbenen Bruder geschrieben, in dem sie sich mit Gerüchten über Reeds Kindheit und die angeblich homophoben Neigungen ihrer Eltern auseinandergesetzt hat.
John Cale and Lou Reed on Sunday Night (1989) [9:00]
Veröffentlicht am 21.01.2013
John Cale and Lou Reed perform two songs on Sunday Night (later called "Night Music") show #120 in 1989.
1. "You Got The Style It Takes" (00:00) Text
2. "Nobody But You" (03:17) Text
siehe auch – Donald Ewen Cameron [Wikipedia]: Mitte der 1950er wurde Cameron Professor für Psychiatrie der McGill University, leitender Psychiater des Royal Victoria Hospitals und Direktor des Alan Memorial Institutes. 1952/53 war er Präsident der American Psychiatric Association. Ferner wurde er zum Präsident des Psychiatrieverbandes von Quebec und Kanada, der World Psychiatric Association (Weltverband der Psychiatrie), der Gesellschaft für Biologische Psychiatrie und des Amerikanischen Psychopathologischen Verbandes gewählt. […] 1956/57 begab sich Val Orlikow, die Frau des kanadischen Parlamentsmitglieds David Orlikow, wegen Depressionen zu ihm in Behandlung. An ihr, wie auch an hunderten weiteren Patienten mit geringfügigen Problemen, machte er seine Driving-Experimente mit LSD und Elektroschocks. Als Val Orlikow das Allan Memorial wieder verließ, hatte sie den Verstand eines Kleinkinds und keine Erinnerung mehr an ihren Ehemann und ihre Kinder. Erst zehn Jahre nach Camerons Tod, nachdem die Orlikows von einer Kongressanhörung zu den CIA-Gehirnwäsche-Experimenten lasen, gelang es ihnen, diese „Behandlungen“ aufzudecken. Eine weitere Patientin war Linda McDonald. Im Jahre 1962, nach der fünften Schwangerschaft, bekam sie postnatale Depressionen. Innerhalb von drei Wochen in seiner Klinik diagnostizierte Cameron, dass sie unter akuter Schizophrenie litt. Er behandelte sie innerhalb von vier Monaten mit 102 Elektroschocks, 6 Joule Elektrizität pro Behandlung, und setzte sie für 86 Tage in ein künstliches Koma. Dies löschte ihr Gedächtnis auf Kleinkindniveau, sie musste wieder lernen auf die Toilette zu gehen. Sie hatte keine Erinnerungen mehr über ihr früheres Leben, bei der Rückkehr erkannte sie ihre eigene Familie nicht mehr.
In August 1951, inhabitants of the picturesque French village of Pont-Saint-Esprit were suddenly tormented by terrifying hallucinations. People imagined lions and tigers were coming to eat them. A man jumped out of a window thinking he was a dragonfly. At least seven people died, dozens were taken to the local asylum in strait jackets and hundreds were affected. Almost immediately, wild theories started circulating to explain the this mysterious case of mass insanity. There were claims of poisoned flour, contaminated water and even witchcraft. But the truth was stranger than many of the theories: the CIA had spiked the local food with LSD as part of a mind control experiment at the height of the Cold War. In this documentary, we reveal how for decades, the CIA has been using unconsenting people as guinea pigs in thousands of different experiments. Want to watch more full-length Documentaries? Click here: http://bit.ly/1GOzpIu Follow us on Twitter for more - https://twitter.com/realstoriesdocs Facebook - https://www.facebook.com/RealStoriesC... Instagram - @realstoriesdocs Content licensed from Java Films. Any queries, please contact us at: realstories@littledotstudios.com Produced by Piments Pourpres
En 1951, les habitants du village de Pont-Saint-Esprit (Gard) avaient été pris de démence après avoir mangé du pain. D'après les Inrocks , la crise de folie viendrait d'une expérience secrète sur le LSD menée par la CIA. Pain maudit ou empoisonné? En Août 1951, le bourg de Pont-Saint-Esprit (Rhône) avait été atteint d'une espèce de folie collective et hallucinatoire. Bilan: Au moins cinq morts, plus de trente personnes hospitalisées et près de 300 malades. Nausées, brûlures d'estomac, vomissements, suicides. Des études menées par les scientifiques montrent que le seigle du pain aurait été contaminé. Un champignon parasite des graminées, l'ergot de seigle serait la cause de ce délire collectif. Mais cette maladie a disparu en France depuis le XVIIIe siècle. D'autres scientifiques ont cherché de nouvelles pistes. Deux scientifiques ont découvert par hasard du LSD, synthétisé à partir d'ergot. Une opération de la CIA? 59 ans après les faits, les chercheurs n'apportent pas d'explications définitives puisque aucune des pistes suivies ( fongicides, eaux, toxines...) ne tient la route. Pourtant, fin 2009, un journaliste, Hank Albarelli affirme que la crise de démence des habitants du Pont-Saint-Esprit viendrait d'une expérience secrète menée par la CIA et l'armée américaine. En pleine guerre froide, la CIA a mené beaucoup d'opérations secrètes. Hank Albarelli dit avoir appris que la DGSE aurait demandé des informations sur l'affaire au Département d'Etat américain, ce que les services français démentent. L'affaire du Pont-Saint-Esprit est-il le fruit d'une de ces expériences confidentielles? La thèse du journaliste américain entretient le suspense.
Official music video for the single "Cloudbusting" written, produced and performed by the British singer Kate Bush. It was the second single released from her no.1 1985 album Hounds of Love. "Cloudbusting" peaked at no.20 in the UK Singles Chart. The music video, directed by Julian Doyle, was conceived by Terry Gilliam and Kate Bush. The video features Canadian actor Donald Sutherland playing the role of Wilhelm Reich, and Bush playing the part of his young son, Peter.
Christoph Schröder steht als Amateurschiedsrichter Wochenende für Wochenende auf zugigen Dorfsportplätzen und lässt sich beschimpfen. In seinem Buch erzählt er skurrile, faszinierende und rührende Geschichten von merkwürdigen Ritualen, absurden Regeln, Sportplätzen mit Schieflage und von der Schönheit des wahren Fußballspiels mehr: - ICH PFEIFE! (über Christoph Schröders Buch, der Freitag, 01.05.2015, Linksammlung)
Einsatz Flüchtlinge sind hierzulande oft in Not, man weiß es. Und doch tut man viel zu wenig – meistens
Herr Husvari* stammt aus Turkmenistan. Das Land grenzt an Afghanistan, das weiß man, aber warum Menschen von dort flüchten, könnte ich jetzt nicht beantworten. Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht. Es klingt vielleicht brutal, aber Turkmenistan kommt mir dabei nicht als erstes in den Sinn.
Mein deutscher Alltag. Mann, Arbeit, Kinder, die Tischtennis spielen und Klavier. Man ärgert sich über die unaufgeräumte Wohnung. Man hat Urlaubspläne für den Sommer. Dann noch Zeitung lesen, Deutschlandfunk, Facebook. Da waren die Morde an den Redakteuren von Charlie Hebdo. Das schreckliche Attentat verdrängte für eine Zeit die schrecklichen Bilder vom Bürgerkrieg in Syrien. Ein anderer Tag. Die Stadt Kobane soll jetzt irgendwie befreit sein. Ein anderer Tag. Kopenhagen. Zwischendurch rücken die Kosovaren kurz ins Bewusstsein. Ihr Staat ist als „nicht sicheres Herkunftsland“ eingestuft, weshalb Serben, die zu uns wollen, ihre Pässe fälschen und Kosovaren werden. Täglich kommen Tausende echte und unechte Kosovaren nach Deutschland. Und jetzt bringen sie auch noch Masern mit. Ich könnte immer so weiterschreiben.
mehr: - Weg mit dem Schweinehund (Katharina Schmitz, der Freitag, 29.04.2015)
Prostitution In Schöneberg soll ein Straßenstrich durch Scheinwerfer vertrieben werden. Unser Autor hat dort zehn Jahre gewohnt und weiß: So läuft's nicht.
Nutten auf dem Spielplatz, das wäre für den Prenzlauer Berg der nackte Wahnsinn. Wir Schmuddelkinder aus Berlin-Schöneberg sind da etwas entspannter. Wer schon mal so lange im Pinguin-Club hängengeblieben ist, bis die alten Geschichten ausgegraben wurden, von David Bowie, von Helden und Verlierern, von den Kindern vom Bahnhof Zoo, von der Geisterbahn und dem Rotlicht, der weiß: Während die Kinder im Prenzlberg von ihren busy parents verzogen werden, wird bei uns lieber der lustvolle Akt vollzogen. Es war schon immer die Partymeile von Westberlin. Hier konnte man morgens im Bademantel zum Bäcker gehen, und niemand hat einen komisch angeschaut. Das machte die Gegend lässig. Wer hier hinzieht, weiß: Wir gehen ins Schwulen- und Stricherviertel.
Und nun hat ausgerechnet die Schöneberger Bezirksverordnetenversammlung beschlossen, das unsittliche Rumhuren am Spielplatz Ecke Eisenacher-/Fuggerstraße mit Flutlicht zu bestrahlen, um die dunklen Machenschaften auszuleuchten. Licht an! Kriminalität aus! Das ist so, als wenn man auf die Große Freiheit zieht und alle SM-Läden schließen will. Natürlich finde ich es auch suboptimal, dass das Rotlicht ausgerechnet einen Spielplatz zur Lustschaukel macht. Aber die Idee mit dem Scheinwerfer, der die Sexmotten vertreiben soll, erinnert mich an den Hauptbahnhof in Hamburg, wo Dealer und Obdachlose durch Dauerbeschallung mit Klassik vertrieben werden sollen. Das ist Spießermentalität: Wir bestrahlen einen Ort, an dem das Dreckige ist. Aber das gehört eben zur Subkultur. Mit solchen Aktionen machen sie den Stadtteil kaputt. Der hatte immer etwas Rotlichtiges.
mehr: - Licht an, Kriminelle raus? (Axel Brüggemann, der Freitag, 01.05.2015)
Fall der Ukraine wird das Wort "Krieg" gern vermieden - und durch "Konflikt" oder "Krise" ersetzt. Woher die Scheu vor dem Klartext? mehr: - Die Scheu vor dem gewissen K-Wort (Lukasz Szopa, Freitag-Community, 29.04.2015)
meine Antwort: Investoren,Investoren,Investoren,Investoren,Investoren,Investoren
Volker Pispers: Westen gut, Osten böse [15:41]
Veröffentlicht am 15.02.2015
Prix Pantheon 2014. Bananenrepublik auf - Google+: und volker pispers, despite what many might think, volker pispers is well known across hundreds of nations all over the world. volker pispers has been around for. CIA Folter in Abu Ghraib und Guantanamo Al Qaida ISIS Irak Afghanistan Irakkrieg Krieg Islam Islamisten Extremisten Islamischer Staat NSA Busch Obama Iran Pe.
Wir leben in einer Wertegemeinschaft. Einer Gemeinschaft, deren Zusammenhalt auf dem Einhalten gemeinsamer Werte beruht.
Diese Werte sind vielfältig. Sie betreffen nahezu jeden Bereich unseres Lebens. Redefreiheit und Demokratie gehören genauso dazu wie Marktwirtschaft und Bankensystem. Werte sind Grundlagen. Grundlagen für eine Gesellschaft, die auf einheitliche Ziele eingeschworen wird. Dieser Gesellschaft wird suggeriert, dass sie die eine wahre Lebensform darstellt. Dass jedes einzelne Zahnrad in diesem unendlich großen Getriebe seinen Sinn und Zweck erfüllt. Einblick in dieses übergeordnete nicht greifbare Getriebe haben allerdings die wenigsten Menschen. Zusammenhänge spielen keine Rolle und sollen nicht erfasst werden können.
Wir haben Experten für alles: Für die Finanzwelt, für Familienpolitik, für die Verteidigung unseres Landes, für die Bildung… Uns wird immer vor Augen geführt, dass wir uns keine Gedanken machen müssen, denn wir haben Experten für jeden nur erdenklichen Bereich.
Wir sind nicht mündig genug uns selbst ein Bild von der Lage zu machen. Wir sind nicht vertrauenswürdig.
Als kleines Entgegenkommen dürfen wir alle vier Jahre unser Kreuz auf dem Wahlzettel hinterlassen. Eine Suggestion von Mitbestimmung, die zur Beruhigung beiträgt, brav hofiert von der Medienwelt, die als wichtigste Macht im Staate, die Stimmung der Menschen lenkt.
Wahlen haben eine enorme Bedeutung, werden sie doch als ultimatives Recht der Mitbestimmung hingestellt. Ein Recht, das so kostbar ist, dass es nur alle vier Jahre zur Anwendung kommt. Zwischenzeitlich sehen die Experten nach dem Rechten und schaffen die Rahmenbedingungen für unsere Wertegemeinschaft.
Wir sollen uns keine Gedanken machen! Volksentscheide oder andere alternative Formen der Teilhabe sind nicht erwünscht.
mehr: - Kommentar: Die Demokratie-Lüge (Leo Thalheim, Neopresse, 01.05.2015)
Tomaten und Brokkoli stehen nun im Rechtsbereich des Europäischen Patent Offices (EPO) unter Patentschutz. Bereits 2010 lagen Anträge vor, die die Patentierung von Brokkoli und Tomaten vorsah. Im zweiten Anlauf ist der Patentantrag nun doch angenommen worden, womit beide Gemüse unter Patentschutz stehen.
NGOs und Bevölkerung sind empört
Aus der Sicht vieler NGOs, bei Bauern und in Teilen der Bevölkerung ist die Empörung groß. Im Zusammenhang mit genetisch modifizierten Organismen (GMO) und dem Agrochemie-Konzern Monsanto sind die Befürchtungen groß, dass die Patentierung von Nahrungsmitteln, in dem Fall Gemüse, zu weitere Monopolstellungen schafft, die einen negativen Einfluss auf essentielle Dinge wie Lebensmittel haben werden mehr: - Patente auf Brokkoli und Tomaten (Florian Müller, Neopresse, 01.05.2015) Zitat:
Der ‘Product-by-Process’ Anspruch
Rechtlich steht hinter dem Patentanspruch die Definition Product-by-Process:
Patentansprüche für Erzeugnisse, die die Erzeugnisse durch ein Verfahren zu ihrer Herstellung kennzeichnen, sind nur dann gewährbar, [wenn] sie unter anderem NEU und ERFINDERISCH sind. […] Die Vorschrift dieses Artikels ist so zu verstehen, dass sie sich sowohl auf Verfahren bezieht, durch die Erzeugnisse hergestellt werden, die von dem Ausgangsmaterial völlig verschieden sind, als auch auf Verfahren, mit denen lediglich Veränderungen der Oberfläche bewirkt werden.[1]
Bisherige Verbote nun wirkungslos
Seit gut zehn Jahren herrscht rechtliche Unklarheit bei der Patentierung von Gemüse. Bisher war die Patentierung von Erzeugnissen der konventionellen Landwirtschaft, also der genfreien Produkte, verboten. Nun aber, im Kontext der Patentansprüche von 2010, entschied die Große Beschwerdekammer der EPO,
dass Pflanzen und Tiere, die mit ‘im wesentlichen biologischen Verfahren’ gezüchtet werden, trotzdem patentiert werden dürfen (G2/12 und G2/13). Lediglich das Verfahren zur Züchtung soll nicht patentiert werden, das Saatgut, die Pflanze und die essabren Teile aber schon. Durch diese Auslegung der Gesetze werden die bestehenden Verbote im Patentrecht wirkungslos. [2]
Der Krieg ist ein besseres Geschäft als der Friede. Ich habe noch niemanden gekannt, der sich zur Stillung seiner Geldgier auf Erhaltung und Förderung des Friedens geworfen hätte. Die beutegierige Canaille hat von eh und je auf Krieg spekuliert.
The most common way people give up their power is by thinking they don't have any.
(AliceWalker, *1944, US-amerikanische Schriftstellerin und Aktivistin)
Menschen kämpfen für ihre Freiheit und gewinnen diese mittels einer sehr harten Schule. Ihre Kinder, aufgewachsen in Gelassenheit, lassen sie sich wieder entgleiten, diese armen Narren. Und deren Enkel avancieren einmal mehr zu Sklaven.
(D. H. Lawrence, 1885 - 1930, englischer Schriftsteller)
Der Westen gewann die Weltherrschaft nicht durch die Überlegenheit seiner Ideen oder Werte oder Religion, sondern vielmehr durch seine Überlegenheit bei der Anwendung organisierter Gewalt.
März 2015 - Nemzov: "Russland wird faschistisch" (Florian Rötzer, Telepolis 03.03.2015) Interview kurz vor seinem Tod: "Selbst in meinen wildesten Träumen würde ich nicht versuchen, einen Maidan in Moskau zu organisieren" Als vor kurzem die so genannte Antimaidan-Bewegung in Moskau im Vorfeld zu der für den 1. März eigentlich geplanten Protestveranstaltung der Opposition demonstrierte und von der Regierung wohl geduldet einige zehntausend Anhänger auf die Straße brachte, ging es nicht nur um eine Ablehnung gegen die Regierung in Kiew und eine Stärkung des russischen Präsidenten Putin. Einer der Anführer, Nikolai Starikow, der Stalinverehrer und Gründer der rückwärts gewandten nationalistischen Partei "Großes Vaterland", warnte auch russische Oppositionelle, keine Umsturzversuche zu machen.
Zitat: Aus dieser gewalttätigen Stimmung der Rechten und Nationalisten heraus, die derzeit in Russland Aufwind haben, ist gut vorstellbar, dass aus diesem Kreisen der Mordanschlag auf den Oppositionspolitiker Nemzov geplant und ausgeführt wurde. Offenbar gehen die russischen Sicherheitskräfte davon aus (Nemzow-Mord - gibt es eine rechtsradikale Spur?). Dabei ist die Putin-Opposition sowieso schwach und zersplittert. Die Zeiten, wo sie hunderttausend Menschen auf die Straße brachte, ist längst vorbei.
Der Ukraine-Konflikt und der neue Kalte Krieg zwischen den USA und Russland hat die Menschen noch mehr hinter Putin gebracht und dürfte die russische Regierung auch dazu treiben, eine offensive, nationalistische Politik zu betreiben, um als Großmacht nicht einzuknicken. Nach einer Umfrage des Levada- Instituts vom letzten Freitag äußerten nur 15 Prozent der Befragten Sympathie für Oppositionspolitiker wie Nemzov, Kaspari oder Navalny. 68 Prozent sympathisieren nicht mit diesen. Das mag sich nach der Ermordung etwas verändert haben, zeigt aber, die Opposition wenig Rückhalt hat und möglicherweise durch den Anschlag noch weiter eingeschüchtert werden soll. Ein Grund ist sicher auch, dass es nur noch wenige unabhängige Medien in Russland gibt und alle großen Fernsehsender staatstreu berichten.
Nemzov soll schon vor seiner Ermordung Todesdrohungen erhalten haben. Der frühere Regierungschef Litauens Andrius Kubiliusberichtete, Nemzov habe ihn 2012 gefragt, ob er in Litauen Asyl erhalten würde. Newsweek hat gestern ein zuerst in der polnischen Newsweek-Ausgabe erschienenes Interview mit dem Oppositionspolitiker veröffentlicht, das er angeblich Stunden vor seinem Tod gegeben haben soll. Erklärt wird, dass paramilitärisch angezogene Pro-Putin-Typen erklärt hätten, sie würde jeden Protest gegen die Regierung in Blut ertränken: "Sie begannen mit Nemzov", so Newsweek, ohne allerdings dafür mehr als Spekulation zu bieten.
- "Gnadenlose Vernichtung von Menschen und Infrastruktur" (Florian Rötzer, Telepolis 03.03.2015) UN-Bericht wirft allen Konfliktparteien schwere Vergehen vor, in den "Volksrepubliken" wird patriotische Mode beworben
Kehrt allmählich in der Ostukraine Normalität ein, nachdem angeblich die schweren Waffen von der Front abgezogen wurden und nur noch kleinere Scharmützel stattfinden? UN-Menschenrechtskommissar Zeid Ra'ad Al Hussein warnte allerdings gestern, dass die Ostukraine, wo bereits 6000 Menschen während des Konflikts getötet wurden, kurz vor einem "neuen und sehr tödlichen Kapitel" des andauernden Konflikts stehen könne. Vor allem das Leben der Menschen in den von den Separatisten kontrollierten Gebieten sei "untragbar", die Menschenrechtssituation sei schlecht. 980.000 Menschen seien in die Ukraine geflüchtet, 600.000 in andere Länder, vorwiegend nach Russland.
Meine aktuelle Zusammenfassung: Ich glaube, es ist ziemlich einfach: Putin hat die Entwicklung vorhergesehen und wußte, daß es angesichts der latenten Aggressivität Kiews gegenüber der russischsprachigen Bevölkerung im Osten der Ukraine [siehe: Ukraine 7 – Der Sprachenkonflikt als Teil des Ukraine-Konfliktes, 03.05.2014], der US-amerikanischen (5 Milliarden US-Dollar investieren für Freiheit und Demokratie? Wer das glaubt, der gehört verprügelt!) und der westeuropäischen Einmischung zu kriegerischen Auseinandersetzungen und zu dem Versuch einer ethnischen Säuberung durch die faschistische Regierung in Kiew kommen würde. (Kiew will die russischsprachigen Menschen loswerden – etwa 15-20 Prozent der Bevölkerung, die Bodenschätze und die Industrieanlage der Ostukraine aber behalten.)
Putin hat sich noch rechtzeitig die Krim geschnappt – er müßte noch blauäugiger sein als Gorbatschow, um seinen Mittelmeerhafen aufzugeben – und danach abgewartet. Er konnte sich die Hände reiben angesichts der US-gesteuerten Medienberichterstattung, der nach kurzer Zeit – zumindest bei der westlichen Intelligenzia – die Glaubwürdigkeit vollkommen abhanden kam und den Fehlleistungen der Kiewer und der US-Politiker (Timoschenkos – »dem Dreckskerl [Putin] in den Kopf schießen« und Nulands – »Fuck the EU« – Telefonate).
Nun hat Europa brav sanktioniert und mit der Ukraine einen Klotz am Bein, der der finanziell schwankenden EU nach all den Banken-Desastern und den aufgespannten Rettungsschirmen zu schwer werden dürfte. Putin hat von Anfang an auf ein Patt gespielt, weil er am Verhandlungstisch die besseren Karten in der Hand hat. Ich bin gespannt, ob er seinen Korridor zur Krim und wie die EU die Ukraine über den Winter bekommt. Nach soviel Tamtam ist die EU der Ukraine gegenüber in der Pflicht.
Worüber keiner bisher gesprochen hat, ist der wahre Konflikt in der Ukraine: da geht es nicht um West oder Ost, da geht es um oben (die Oligarchen-Klicke) gegen unten. Dieser ganze Konflikt ist von den ukrainischen Oligarchen hochgekocht worden, um nun mit frischem EU-Geld ihr korruptes Spiel noch eine Weile weiterspielen und sich dann verdrücken zu können. Wie die EU dann Freiheit und Demokratie in ein solch verfilztes Land bringen will, kann sie sich dann von den Griechen zeigen lassen… Wenigstens hat die Sache ein Gutes: Die alte EU wird den USA jetzt endlich kritischer gegenüberstehen – oder sie geht unter…
Wer mir bei dem ganzen Theater leid tut, ist Obama. Der muß innenpolitisch sowas von unter Druck stehen, daß er das ganze Spiel mitgespielt hat und vom Friedensnobelpreisträger (in Oslo werden sie in Zukunft vorsichtiger sein) zum Falken mutiert ist… [Nope, we can’t…] Ich wäre gespannt, irgendwann einmal zu erfahren, was da alles hinter den Kulissen abgelaufen ist.
gefunden in »Politfratzen« (Die Anmerkung, 11.09.2014)
Und Angie hat – das muß ich ihr lassen – zum ersten Mal in ihrer Regierungszeit mal was richtig gemacht: brav mitgekläfft (was anderes ist ihr wohl nicht übrig geblieben angesichts der deutschen »Souveränität«) und sich ansonsten bedeckt gehalten. Und ich werde mich mit zunehmendem Alter in meinem Sessel zurücklehnen und auf Politiker und Journalisten warten, die Format haben. Vielleicht wird’s ja noch was vor meiner Rente…
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
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