Dienstag, 11. August 2015

Atombombe und Demokratie – Sprache und Deutungssysteme

Dem moralischen Urteil muss eine zivilisatorische Perspektive folgen. Anmerkungen zu den Massenmorden in Japan am 6. und 9. August 1945

Über Paul Tibbets, den Todespiloten der Hiroshima-Bombe, hat Spiegel-Online vor wenigen Tagen einen Beitrag mit der Überschrift "Der reuelose Massenmörder" veröffentlicht. Angesichts des zivilisatorischen Abgrundes, der sich mit den Weltbeherrschungs-Experimenten über Hiroshima und Nagasaki aufgetan hat, führt der Blick auf eine unreife und zynische Einzelpersönlichkeit freilich nicht weiter. [Anmerkung von mir: Sollte er das oder sollte er das verhindern, um genau die Systemfrage zu verhindern und das System zu schützen?] Paul Tibbets ist nur einer von ungezählten Repräsentanten der "Banalität des Bösen" (Gerd Appenzeller, Tagesspiegel, 27.04.2015, Link von mir). Lange bevor er ins Spiel kam, gab es schon jenen zivilisatorischen Komplex der Menschenverachtung, der bereitet war für Erfindung, Produktion, Einsatz oder Nachbau der Atombombe.
Zu sprechen ist also an erster Stelle nicht von zufällig involvierten Menschlein und Möchtegern-Helden, sondern von einem massenmörderischen Zivilisationskomplex, nicht von kleinen Soziopathen, sondern von gigantischen soziopathischen Strukturen, nicht von einem reuelosen Sünder, sondern von einem systematischen Apparat der Verdrängung und Lüge. Jener Abgrund unserer Gattung, der die dunkle Kehrseite einer möglichen Schönheit jedes Menschen ist, hat sich in Form der Atombombe gleichsam "materialisiert". Dieses Ereignis des Abgrundes betrifft die menschliche Familie auf dem Planeten als Ganzes, auch die zukünftigen – noch nicht geborenen – Generationen.
Entscheidend ist für eine grundlegende Betrachtungsweise – auf Zukunft hin – nicht, welcher ideologische "Überbau" jeweils die nationalen Atomwerkstätten überdacht. Entscheidend ist vielmehr, dass die Atombombe das mit dem Menschsein latent einhergehende Totalitäre auf eine bislang unübertroffene Weise offenbar gemacht hat. Unsere Gattung zeichnet sich fortan durch die Fähigkeit aus, über sich selbst die universale Todesstrafe zu verhängen. Ist eine kulturelle Höchstleistung, die dieses Ereignis wieder rückgängig macht und also ein "Zivilisationsdenken" in den Kategorien der Todesstrafe schon von der Wurzel her überwindet, überhaupt denkbar?
mehr:
- Atombombe oder Demokratie? (Peter Bürger, Telepolis, 09.08.2015, Hervorhebung von mir)

Die Wahrheit über den Vietnamkrieg (Doku) Daniel Ellsberg und die Pentagon Papiere {1:31:15}


vatomato1
Am 12.12.2011 veröffentlicht
Die Wahrheit über den Vietnamkrieg (Doku) Daniel Ellsberg und die Pentagon Papiere GERMAN Dokumentation Deutsch
Im Jahr 1971 befinden sich die USA im Würgegriff des Vietnamkrieges. Daniel Ellsberg, einer der national führenden Kriegsplaner, spielt der New York Times Dokumente zu, die auf 7.000 streng geheimen Seiten die Wahrheit über diesen schmutzigen Krieg enthalten. Ellsberg riskiert, lebenslänglich ins Gefängnis zu kommen. Doch sein Ziel ist es, einen mörderischen, auf Lügen basierenden Krieg zu beenden, den er selbst mitgeplant hat. Der Dokumentarfilm erzählt eine Geschichte, die seinerzeit die Welt in Atem hielt und über Wochen hinweg die Top-Story in den Abendnachrichten war.
Was treibt einen engagierten Kämpfer des Kalten Krieges dazu, seine Familie, Karriere, Freunde und sogar lebenslange Haft zu riskieren und dafür zu kämpfen, einen Krieg - den Krieg der Amerikaner in Vietnam - zu beenden, den er zuvor selbst mit vorbereitet hat? Der Ökonom und Pentagon-Mitarbeiter Daniel Ellsberg war ein brillanter Mann, der mit seinem Gewissen über die eigene Rolle in einem Krieg rang, den er als einen hoffnungslosen Stillstand beziehungsweise als Verbrechen betrachtete, und der um jeden Preis gestoppt werden musste. Seine Weitergabe streng geheimer Dokumente an die New York Times setzte eine außergewöhnliche Serie von Ereignissen in Gang. Ellsberg tauchte zunächst unter, um einer landesweiten Hetzjagd durch das FBI zu entgehen. Als er schließlich wieder auftauchte, wird er von den einen als Held gefeiert, von anderen als Verräter beschuldigt. Durchgehend präsent in Talkshows und Pressekonferenzen, enthüllte er den Amerikanern wichtige Wahrheiten über den Vietnam-Krieg. Von Außenminister Henry Kissinger wurde er als "der gefährlichste Mann in Amerika" bezeichnet. Präsident Nixon selbst nannte Daniel Ellsberg gar "den Hurensohn, der statt als Dieb gebrandmarkt zu werden, als Nationalheld gefeiert wird". Doch letztendlich führte die Affäre zum Ende des Vietnamkrieges.
In einer Zeit, in der die Nationale Sicherheit und das Recht der Bürger auf Informationen in einem konstanten Spannungsverhältnis standen, stellte "der gefährlichste Mann in Amerika" Fragen über Zivilcourage und das eigene Gewissen und darüber, was es bedeutet, Risiken einzugehen und die Wahrheit auszusprechen.
Der Dokumentarfilm lässt Daniel Ellsberg seine Geschichte mittels Interviews und fesselnden Archivmaterials selbst erzählen. Weitere Interviewpartner sind Ellsbergs Frau und Sohn, "Mitverschwörer" Tony Russo, der Historiker und Aktivist Howard Zinn, die Journalisten Hedrick Smith und Max Frankel, die Juristen Lenny Weinglass und James Goodale sowie die Watergate-Beteiligten Egil "Bud" Krogh und John Dean. Und schließlich kommt Präsident Nixon selbst zu Wort, in selten gesehenen Interviews und durch seine eigenen geheimen Tonbandaufnahmen aus dem Weißen Haus.
Die Wahrheit über den Vietnamkrieg (Doku) Daniel Ellsberg und die Pentagon Papiere GERMAN Dokumentation Deutsch
Im Jahr 1971 befinden sich die USA im Würgegriff des Vietnamkrieges. Daniel Ellsberg, einer der national führenden Kriegsplaner, spielt der New York Times Dokumente zu, die auf 7.000 streng geheimen Seiten die Wahrheit über diesen schmutzigen Krieg enthalten. Ellsberg riskiert, lebenslänglich ins Gefängnis zu kommen. Doch sein Ziel ist es, einen mörderischen, auf Lügen basierenden Krieg zu beenden, den er selbst mitgeplant hat. Der Dokumentarfilm erzählt eine Geschichte, die seinerzeit die Welt in Atem hielt und über Wochen hinweg die Top-Story in den Abendnachrichten war.
Was treibt einen engagierten Kämpfer des Kalten Krieges dazu, seine Familie, Karriere, Freunde und sogar lebenslange Haft zu riskieren und dafür zu kämpfen, einen Krieg - den Krieg der Amerikaner in Vietnam - zu beenden, den er zuvor selbst mit vorbereitet hat? Der Ökonom und Pentagon-Mitarbeiter Daniel Ellsberg war ein brillanter Mann, der mit seinem Gewissen über die eigene Rolle in einem Krieg rang, den er als einen hoffnungslosen Stillstand beziehungsweise als Verbrechen betrachtete, und der um jeden Preis gestoppt werden musste. Seine Weitergabe streng geheimer Dokumente an die New York Times setzte eine außergewöhnliche Serie von Ereignissen in Gang. Ellsberg tauchte zunächst unter, um einer landesweiten Hetzjagd durch das FBI zu entgehen. Als er schließlich wieder auftauchte, wird er von den einen als Held gefeiert, von anderen als Verräter beschuldigt. Durchgehend präsent in Talkshows und Pressekonferenzen, enthüllte er den Amerikanern wichtige Wahrheiten über den Vietnam-Krieg. Von Außenminister Henry Kissinger wurde er als "der gefährlichste Mann in Amerika" bezeichnet. Präsident Nixon selbst nannte Daniel Ellsberg gar "den Hurensohn, der statt als Dieb gebrandmarkt zu werden, als Nationalheld gefeiert wird". Doch letztendlich führte die Affäre zum Ende des Vietnamkrieges.
In einer Zeit, in der die Nationale Sicherheit und das Recht der Bürger auf Informationen in einem konstanten Spannungsverhältnis standen, stellte "der gefährlichste Mann in Amerika" Fragen über Zivilcourage und das eigene Gewissen und darüber, was es bedeutet, Risiken einzugehen und die Wahrheit auszusprechen.
Der Dokumentarfilm lässt Daniel Ellsberg seine Geschichte mittels Interviews und fesselnden Archivmaterials selbst erzählen. Weitere Interviewpartner sind Ellsbergs Frau und Sohn, "Mitverschwörer" Tony Russo, der Historiker und Aktivist Howard Zinn, die Journalisten Hedrick Smith und Max Frankel, die Juristen Lenny Weinglass und James Goodale sowie die Watergate-Beteiligten Egil "Bud" Krogh und John Dean. Und schließlich kommt Präsident Nixon selbst zu Wort, in selten gesehenen Interviews und durch seine eigenen geheimen Tonbandaufnahmen aus dem Weißen Haus.
Alter InfoText: 
Am 12.12.2011 veröffentlicht 
Daniel Ellsberg und die Pentagonpapiere - Die Wahrheit über den Vietnamkrieg
Dr. Daniel Ellsberg war von Ende der 50er bis Mitte der 60er Jahre ein ziviler Mitarbeiter des Pentagons und Analyst bei der RAND Coperation. Durch seine Arbeit bekam er Einblick in streng geheime Papiere des US-Außenministeriums und des US-Verteidigungsministeriums. Er erkannte daß die US-Präsidenten Johnson und Nixon die Öffentlichkeit bewußt täuschten um in den Krieg in Vietnam einzutreten (Tonking-Zwischenfall) und ihn immer weiter auszuweiten. Aufgrund dieser Erkenntnis verlor er den Glauben in die US-Regierung und sein Gewissen gebot ihm diese Täuschungsvorgänge der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Er kopierte die 47 Ordner mit 7000 Seiten umfassenden Dokumenten und trug sie zunächst der New York Times, dann der Washington Post an, denen nach ersten Veröffentlichungen eine weitere Wiedergabe durch das Bundesgericht untersagt wurde. 15 Zeitungen, die sich davon nicht abschrecken ließen, führten diese Arbeit fort. In der Folge wurde er der Spionage angeklagt, vom FBI zur Fahndung ausgeschrieben und damit zum meistgesuchtesten Mann in den USA. Kissinger bezeichnete ihn als "den gefährlichsten Mann der USA".
Der republikanische Kongressabgeordnete Mike J. Rogers wollte sogar die Todestrafe für Ellsberg fordern, für den Fall das US-Soldaten durch die Veröffentlichung der Pentagonpapiere gefährdet wurden.
Nach der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere engagierte sich Ellsberg weiterhin politisch. Im Laufe der Ereignisse, die zur Watergate-Affäre führten, wurden unter anderem auch die Unterlagen von Ellsbergs Psychiater durchsucht, um diskreditierendes Material zu finden. Nach den Enthüllungen des Watergate-Skandals wurde sein Verfahren wegen unerlaubten Besitzes und Diebstahls von Staatsgeheimnissen wegen Verfahrensfehlern eingestellt. Die Pentagon-Papiere waren nicht zuletzt Anlass für die Verabschiedung des Freedom of Information Act. Ellsberg hält bis heute weltweit Vorträge über aktuelle Ereignisse, etwa über das Vorgehen der US-Regierung im Irak, wofür er von der Regierung Bush heftig kritisiert wurde. In den letzten Jahren arbeitete Ellsberg am Massachusetts Institute of Technology.
Daniel Ellsberg tritt entschieden für WikiLeaks ein.
Eine Dokumentation von ARTE. Fair Use Clause 1976!


aus dem Film (ab 1:14:10)
John Dean (Rechtsberater des Weißen Hauses unter Richard Nixon […])
»Es gibt gute Gründe für Nixens intensive Reaktion: Er trifft im nationalen Sicherheitsrat eine Entscheidung und liest sie am nächsten Tag auf der Titelseite der New York Times oder irgendeiner anderen Zeitung. Das macht es praktisch unmöglich zu regieren.«[…] Das Bekanntwerden der Pentagon-Papiere veränderte das Weiße Haus, es war, wie einige von uns sagten, der Beginn der dunklen Ära. Es ging chaotisch und rau zu. Aber dann wurde es richtig schmutzig.Es war wirklich ein Ereignis, das Nixon’s Präsidentschaft bestimmte. Dann wurde Egil ›Bud‹ Krogh zum Leiter der sogenannten Klempner-Truppe berufen. […] In einer verdeckten Operation sollten alle Akten beschlagnahmt werden, die sich noch bei Dr. Ellsbergs Psychiater, Dr. Lewis Fielding befanden. Der Auftrag ging an
John Ehrlichman.« […]
Sprecher: » [Ellsberg] drohten 115 Jahre Gefängnis.«
Howard Zinn [Historiker]:
»Dan war enttäuscht, weil er sich von der Veröffentlichung der Papiere zuviel versprochen hatte. […] Ich glaube, er war enttäuscht von der Tatsache, daß der Inhalt der Papiere von der Öffentlichkeit nicht richtig wahrgenommen wurde.«
»Ich gab meinen Arbeitsplatz, meine Karriere, meine Sicherheitseinstufung auf und setzte meine Freiheit aufs Spiel, und das alles für ein Unterfangen mit ungewissem Ausgang, in der Annahme, daß sich die Öffentlichkeit, wenn sie die Tragweite der ihr 25 Jahre lang aufgetischten Lügen zur Schlächterei in Vietnam erführe, gegen den Krieg entscheiden würde. Leider lernt man dabei etwas über seine Mitmenschen, das man eigentlich nicht wissen will: daß sie zuhören, daraus lernen, es sogar verstehen und es dann aber weiter ignorieren.«
[
Daniel Ellsberg in einem Radio Interview 1972]

»Man gewinnt Einsicht und handelt aus dieser Einsicht heraus. Und diese Handlung ist logisch, vernünftig, geistig gesund. Es ist nicht so, daß man eine Einsicht hat und dann das Gegenteil tut. Dann war es keine Einsicht.« 
[Krishnamurti, Fragen und Antworten, Goldmann, S. 23f.]
Sprecher [1:20:05]:
»November 1972. Präsident Nixon wurde wiedergewählt, erdrutschartig, mit den Stimmen von 49 der 50 Bundesstaaten.«
aus einem Gespräch zwischen Richard Nixon und Henry Kissinger (im Film ab 1:20:20):
K: Ich meine immer noch, wir sollten die Deiche endlich plattmachen.
N: Werden Leute absaufen?
K: Dabei werden ungefähr 200.000 Menschen ertrinken.
N: Also nein, nein, nein, nein, nein; ich nehme lieber eine Atombombe. Steht eine bereit?
K: Das wäre übertrieben.
N: Eine Atombombe, das macht Dir zu schaffen? Ich will, daß Du groß denkst, Henry, Himmelhergottnochmal! 
Daniel Ellsberg [1:20:47]: 
»Ich erinnere mich, daß ich vor einem Jahr eine Rede hielt und die Hoffnung ausdrückte, daß wir diesen Krieg beenden würden, ehe eine weitere Million Bomben auf die Vietnamesen niedergeht. Diese Hoffnung wurde zerstört. […]
Es ist uns nie gelungen mit Meldungen über die Anzahl der Bomben in die Zeitung zu kommen. […] Sie haben nie auch nur erwähnt, daß wir sie aufzählten, geschweige denn darüber nachgedacht, als es passierte.«
Leonard Weinglass [Verteidiger von Anthony Russo] [1:21:45]:
»Als wir begannen, die Geschworenen auszuwählen, brachten wir ihm einen Psychiater als Experten mit. Er sagte uns, daß wir zwei junge Männer verteidigen würden, kluge Männer, die viel erreicht hätten; Männer mit einer Zukunft, die bereit wären, all das nicht für sich selbst oder ihre Karriere zu opfern, sondern für ein Prinzip. Und der Psychiater riet uns: ›In diese Jury sollten Sie keine Männer mittleren Alters berufen, denn das könnten Männer sein, die vielleicht im Laufe ihres Lebens Prinzipien für ihre Karriere, für ihre Familie geopfert haben.‹ Sie hätten nur Geringschätzung, womöglich nur Verachtung übrig für zwei Männer, die um ihrer Prinzipien willen all das aufs Spiel gesetzt haben.«

DIE VERLEGERIN Trailer German Deutsch (2018) {2:37}

KinoCheck
Am 23.11.2017 veröffentlicht
Offizieller "Die Verlegerin" Trailer Deutsch German 2018 | Abonnieren ➤ http://abo.yt/kc | (OT: The Post) Movie #Trailer | Kinostart: 22 Feb 2018 | Filminfos https://KinoCheck.de/film/2s9/die-ver...
In den 70er Jahren übernimmt Kay Graham (Meryl Streep) das Familienunternehmen „Washington Post Company“ und wird damit die erste weibliche Zeitungsverlegerin der USA. Gemeinsam mit ihrem Redakteur Ben Bradley (Tom Hanks) wird sie durch diese spektakuläre Aufdeckung, die sogenannten „Pentagon Papers“, die vier US-Präsidenten betrifft, in eine beispiellose Auseinandersetzung zwischen Regierung und Journalisten verwickelt, welche die USA nachhaltig erschüttert.


Die Meinung der Arbeiter über Studenten der 68er-Bewegung {0:43}

Veröffentlicht am 21.08.2012
Gegen-Sozialismus.jimdo.com
Zitat aus obigem Video:
»Irgendwie wollten die Arbeiter nicht das richtige Klassenbewußtsein eintwickeln. Vielleicht wollten sie lieber einen Opel Kadett…Dutschke & Co. hofften auf ein Proletariat, das es nicht gab.«

Freud bereitet in dieser Abhandlung die Politisierung der Psychoanalyse vor: „Wenn die Kulturentwicklung so weitgehende Ähnlichkeit mit der des Einzelnen hat, und mit denselben Mitteln arbeitet, soll man nicht zur Diagnose berechtigt sein, daß manche Kulturen - oder Kulturepochen - möglicherweise die ganze Menschheit, - unter dem Einfluß der Kulturstrebungen „neurotisch“ geworden sind? An die analytische Zergliederung dieser Neurosen könnten therapeutische Vorschläge anschließen, die auf großes praktisches Interesse Anspruch hätten. Ich könnte nicht sagen, dass ein solcher Versuch zur Übertragung der Psychoanalyse auf die Kulturgemeinschaft unsinnig oder zur Unfruchtbarkeit verurteilt wäre.“ Nun folgen relativierende Bedenken. Danach aber fährt Freud fort: „Trotz aller dieser Erschwerungen darf man erwarten, daß jemand eines Tages das Wagnis einer solchen Pathologie der kulturellen Gemeinschaft unternehmen wird.“  
[Freud, Sigmund: Das Unbehagen in der Kultur. Wien: Psychoanalytischer Verlag 1930, 136 Seiten, S. 133 -34, Wikiversity]

mein Kommentar:
Ich muß meine Patienten immer wieder auf folgende Erfahrung hinweisen: Wenn sie sich ein Ereignis in Erinnerung rufen, glauben sie, wenn sie dieses Ereignis (aus einer gewissen Distanz) interpretieren, sie stünden außerhalb. Aber mit ihrer Beurteilung des Ereignisses stehen sie immer noch innerhalb eines (wenn auch innerhalb eines größeren) Bewertungssystems. Es kommt also darauf an, sich auch die Beurteilung anzusehen, um sich des Bewertungssystems bewußt werden zu können.
Angesichts des medialen Umgangs mit Paul Tibbets komme ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Was unterscheidet Paul Tibbets von Adolf Eichmann oder von Oskar Gröning?
Wer ist so ignorant und urteilt über den, der auf den Knopf drückt und läßt diejenigen außen vor, die das befehlen? Wer spricht von General Ent oder von General Arnold? (s.o.) Wer spricht von der RAND Corporation?

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Am 14. Mai 1948 wurde aus dem Project RAND mit Unterstützung der Ford Foundation die Non-Profit-Organisation RAND.[1] RAND-Experten spielten eine Rolle im Koreakrieg und der Propaganda des Kalten Krieges.[2] 
[RAND Corporation, Geschichte, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 02.04.2018]
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Whistleblower der Vergangenheit bekommen Preise (Daniel Ellsberg). Whistleblower der Obama-Ära müssen in der USA um ihr Leben fürchten. Die Beurteilungen des Handelns von Menschen wie Edward Snowden, Bradley Manning oder WikiLeaks-Initiator Julian Assange in den USA und Europa ist sehr unterschiedlich. Warum? Fehlt in den USA Unrechtsbewußtsein? Oder ist Europa einfach nur zu altmodisch?
Wer sagt, daß dem moralischen Urteil eine zivilisatorische Perspektive folgen muß? Nach welcher Logik? Ist vielleicht der militärisch-industrielle Komplex an dieser zivilisatorischen Perspektive interessiert? Der MIK interessiert sich nur für sein Geld auf seinen Konten und dafür, seine Hände in Unschuld zu waschen.

Was unterscheidet die medial effektiv aufbereiteten Halsabschneide-Aktionen des IS von dem armseligen Menschenversuchs-Gewürge US-amerikanischer Hinrichtungen mittels Elektrizität oder Todesspritze? (Mit Menschenversuchen haben die USA ja Erfahrung…, siehe Menschenversuche, 20. u. 21. Jahrhundert, Vereinigte Staaten, Wikipedia)


Das alles sagen (und fragen) wir, die wir näher an Russland leben als die Menschen in den USA. Das sagen wir, die wir zwei Weltkriege verloren haben. Das sagen wir, die wir Angst davor haben, daß uns Atombomben auf den Kopf fallen und die wir 90 Jahre lang an den Schulden des 1. Weltkriegs bezahlt haben und die wir seit dem 2. (1.?) Weltkrieg kein souveräner Staat mehr sind.


Ich behaupte: Wir sind nicht moralisch gut, weil wir moralisch gut sein wollen, sondern weil wir es sein mußten (müssen?) – und das muß ich mit meinen 60 Jahren inzwischen zugeben: Es ist einfacher, sich Gartenzwerge in den Garten zu stellen und an seinem Auto rumzubasteln als sich in Mutlangen verkloppen zu lassen oder sich auf dem Bonner Hofgarten die Beine in den Bauch zu stehen.


Warum sollten die USA, die ungestraft einen Umsturz in Chile in die Wege leiten durften (Heute vor 44 Jahren – 4. September 1970: Salvador Allende wird zum Präsidenten Chiles gewählt, Post, 04.09.2014Selbstkritik üben?

Wozu sollten die Amerikaner, die bis heute nie für den Genozid an den Indianern zur Rechenschaft gezogen wurden, Selbstkritik üben?
siehe auch:
- Völkermorde (Auswahl) (Wikipedia) und
- Sonderfälle (Wikipedia)
»I don't feel we did wrong in taking this great country away from them. There were great numbers of people who needed new land, and the Indians were selfishly trying to keep it for themselves.«
»Ich finde nicht, dass wir falsch lagen, als wir ihnen dieses große Land wegnahmen. Es gab eine große Anzahl der Leute, die neues Land gebraucht haben, und die Indianer versuchten egoistisch, es für sich zu behalten.«
[John Wayne, brainiquote]

Wozu sollten die USA, die nur lächerliche Summen an durch Agent Orange geschädigte US-Soldaten – und überhaupt nichts an Vietnamesen – zahlen mußten, Selbstkritik üben?


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TCDD ist der giftigste Vertreter der Dioxine. Es wirkt unter anderem fetotoxisch (teratogen), schädigt also das ungeborene Kind im Mutterleib, und ist sehr persistent, das heißt, es verbleibt lange Zeit in der Umwelt. Die andauernde Belastung der vietnamesischen Bevölkerung mit Dioxin wird in Zusammenhang mit dem – bis in die Gegenwart – drastisch erhöhten Auftreten schwerer Fehlbildungen bei Kindern, KrebserkrankungenImmunschwächen und einer größeren Zahl weiterer Erkrankungen gebracht.[2] 2002 litten nach Schätzungen des Roten Kreuzes etwa eine Million Vietnamesen an gesundheitlichen Schäden durch Spätfolgen von Agent Orange, darunter sind etwa 100.000 Kinder mit angeborenen Fehlbildungen.[3] Während geschädigte ehemalige US-Soldaten nach gerichtlichen Auseinandersetzungen von den damaligen Herstellerfirmen finanziell entschädigt wurden, erhielten vietnamesische Opfer bis heute keine Entschädigung. Eine entsprechende Sammelklage in den USA wurde 2005 abgewiesen, da der Einsatz von Agent Orange „keine chemische Kriegsführung“ und deshalb kein Verstoß gegen internationales Recht gewesen sei.[4]
[Agent Orange, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 02.04.2018]
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Es ist im Prinzip ganz einfach, Sprache nach eigenen Bedürfnissen zu manipulieren:
Der Einsatz von Agent Orange ist keine chemische Kriegsführung und deshalb kein Verstoß gegen internationales Recht.
Warum sollten die Armerikaner über die mehreren Millionen Toten der unter falschen Vorwänden [Brutkastenlüge, Massenvernichtungswaffen] und teurer Medienpropaganda begonnenen Irak-Kriege nachdenken, wenn wir sie machen lassen? Wer in der sogenannten »freien Welt« die sogenannte »Strukturelle Gewalt« beim Namen nennt, lebt zumindest unbequem (siehe Jean Ziegler weiter unten):

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Johan Galtung ergänzte den traditionellen Begriff der Gewalt, der vorsätzlich destruktives Handeln eines Täters oder einer Tätergruppe bezeichnet, um die strukturelle Dimension:
„Strukturelle Gewalt ist die vermeidbare Beeinträchtigung grundlegender menschlicher Bedürfnisse oder, allgemeiner ausgedrückt, des Lebens, die den realen Grad der Bedürfnisbefriedigung unter das herabsetzt, was potentiell möglich ist.“
Diesem erweiterten Gewaltbegriff zufolge ist das Zurückbleiben der aktuellen Selbstverwirklichung hinter der in einer Gesellschaft möglichen Selbstverwirklichung eine Form von Gewalt. Wenn Menschen im Mittelalter an Tuberkulose stürben, wäre dies nicht unbedingt Gewalt, weil die Medizin noch nicht weit genug entwickelt war. Wenn heute Menschen an Tuberkulose sterben, kann dies hingegen auf strukturelle Gewalt zurückgeführt werden.[2] 
Unter Strukturelle Gewalt fallen nicht nur alle Formen der Diskriminierung, sondern auch die ungleiche Verteilung von Einkommen, Bildungschancen und Lebenserwartungen, sowie das Wohlstandsgefälle zwischen der ersten und der Dritten Welt. Selbst eingeschränkte Lebenschancen auf Grund von Umweltverschmutzung oder die Behinderung emanzipatorischer Bestrebungen werden hierunter subsumiert.Gewalt kann in dieser umfassenden Definition, die allein die Effekte benennt, nicht mehr konkreten, personalen Akteuren zugerechnet werden.[3] Sie basiert nurmehr auf Strukturen einer bestehenden Gesellschaftsformation, insbesondere auf gesellschaftlichen Strukturen wie WertenNormenInstitutionen oder Diskursen sowie Macht­verhältnissen.
Diese Begriffsbestimmung verzichtet auch auf die Voraussetzung, dass, um von Gewalt sprechen zu können, eine Person oder Gruppe subjektiv Gewalt empfinden muss. Strukturelle Gewalt werde von den Opfern oft nicht einmal wahrgenommen, da die eingeschränkten Lebensnormen bereits internalisiert seien. 1996 fügte er die strukturelle Gewalt als neben personaler und kultureller Gewalt als einen der drei Pole in sein Konzept eines interdependenten Gewaltdreiecks ein.
Galtungs Ansatz wurde in den 1970er und 1980er Jahren verschiedentlich herangezogen, etwa zur Analyse des Imperialismus und des Nord-Süd-Konflikts.[4] 
[Strukturelle Gewalt, Der Ansatz von Galtung, Wikipedia, abgerufen am 11.08.2015]
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siehe dazu:
- Der Kannibalismus und die Doppelzüngigkeit des Westens (Post, 16.11.2014)

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Wegen massiver Kritik an Schweizer Politik, Wirtschaft, Finanzwesen sowie deren Institutionen in seinen Publikationen wurde er immer wieder als „Landesverräter“ angegriffen und von mehreren Instituten und Privatpersonen, zum Teil erfolgreich, zivil- und strafrechtlich belangt. Die Verurteilungen zu Schadensersatzleistungen trieben ihn in den wirtschaftlichen Ruin. Im Jahr 2011 soll sein Schuldenstand nach eigener Aussage bei 5,5 bis 6 Millionen Euro gelegen haben, die vor allem aus verlorenen Prozessen wegen Rufschädigung und ähnlichem stammen, die durch von ihm zuvor kritisierte Unternehmer und Banken angestrengt wurden.[4][5] Ziegler meinte dazu in einem Interview, dass ihn alleine die Bezeichnung eines bekannten Schweizer Wirtschaftsanwalts als „Geier“ 320'000 Schweizer Franken gekostet habe, der allerdings später rechtskräftig als Betrüger verurteilt worden und daher nun legal auch so bezeichnet werden dürfe. Moussa Traoré, der 23 Jahre Präsident von Mali (einem der ärmsten Länder der Welt) war, bekam 180'000 Franken Schadensersatz zugesprochen. Ziegler hatte ihn als „Kleptokrat“ bezeichnet und geschrieben, dass dieser zwei Milliarden US-Dollar aus der Staatskasse auf sein Privatkonto in der Schweiz verschoben habe, während die Menschen in seinem Land an Hunger starben. Traoré wurde später in Mali wegen der Veruntreuung von Staatsgeldern zum Tode verurteilt.[4] Die Bezeichnung des chilenischen Diktators Augusto Pinochet als „Faschist“ sei dagegen mit 2'000 Franken Bussgeld wegen „Übler Nachrede“ eher günstig gewesen. Ziegler hat ferner mehrfach öffentlich bekannt, wegen der Prozessschulden insolvent zu sein. Das Haus, in dem er wohne, gehöre daher seiner Frau, und sein Auto sei nur geleast.[4]  
[Jean Ziegler, Biografie, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 02.04.2018]
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In September 1944, it was General Ent who selected Lieutenant Colonel Paul Tibbets to put together an organisation and train them to drop atomic weapons from B-29 bombers. Given Tibbets and two other names by General Arnold, General Ent replied without hesitation, "Paul Tibbets is the man to do it." [2] 
[Uzal Girard Ent, Biography, engl. Wikipedia]

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Wer redet von General Arnold oder General Ent, die den Bombenabwurf planten?
Wie kommt es, daß der SPIEGEL über den Kommandeur der Bombenstaffel richtet, nicht aber über diejenigen die Tibbet auswählten und beauftragten?

Enola Gay and Bockscar Drop the First Nuclear Warheads on Japan [5:45]
Veröffentlicht am 23.07.2014
The Enola Gay is a Boeing B-29 Superfortress bomber, named for Enola Gay Tibbets, the mother of the pilot, Colonel Paul Tibbets, who selected the aircraft while it was still on the assembly line. On 6 August 1945, during the final stages of World War II, it became the first aircraft to drop an atomic bomb. The bomb, code-named "Little Boy", was targeted at the city of Hiroshima, Japan, and caused unprecedented destruction. Enola Gay participated in the second atomic attack as the weather reconnaissance aircraft for the primary target of Kokura. Clouds and drifting smoke resulted in Nagasaki being bombed instead.
Bockscar, sometimes called Bock's Car, is the name of the United States Army Air Forces B-29 bomber that dropped the Fat Man nuclear weapon over the Japanese city of Nagasaki during World War II in the second - and the last - nuclear attack in history. One of 15 Silverplate B-29s used by the 509th, Bockscar was built at the Glenn L. Martin Aircraft Plant at Bellevue, Nebraska, at what is now Offutt Air Force Base, and delivered to the United States Army Air Forces on 19 March 1945. It was assigned to the 393d Bombardment Squadron, 509th Composite Groupto Wendover Army Air Field, Utah in April.
Bockscar was used in 13 training and practice missions from Tinian, and three combat missions in which it dropped pumpkin bombs on industrial targets in Japan. On 9 August 1945, Bockscar, piloted by the 393d Bombardment Squadron's commander, Major Charles W. Sweeney, dropped the Fat Man nuclear bomb with a blast yield equivalent to 21 kilotons of TNT over the city of Nagasaki. About 44% of the city was destroyed; 35,000 people were killed and 60,000 injured.
mein Kommentar: 
Es hat für einen Psychoanalytiker schon eine seltsame, wenn nicht perverse Ästhetik, wenn das Flugzeug, aus dessen Bauch die Bombe, die Hunderttausenden Tod und Verstümmelung brachte und mit ihrer Tötungsmacht ein neues Zeitalter einläutete, herausfällt, nach der Mutter des Piloten benannt wird…

Legends of Airpower Season 3 Episode 3 Opening: Paul Tibbets {1:37}

3 Roads Communications
Am 24.01.2014 veröffentlicht

World War II Weekend in Reading, PA with Paul Tibbets {1:49}

D.J. Soto
Am 22.04.2007 veröffentlicht
WFMZ's Joel D. Smith reports on Paul Tibbets, the man who flew the Enola Gay.

Wir im Nachkriegs-Deutschland halten uns zugute, daß wir nach möglichst moralischen Maßstäben handeln. Wir machen auf Political correctness, Bio, regenerierbare Energien, Barrierefreiheit und sexuelle Vielfalt. 
Und das ist auch gut so.
Aber wir tun das nur, weil wir zwei Weltkrieg verloren, den Holocaust verursacht haben und es zu unserer bundesrepublikanischen Identität gehört, »gut« zu sein. Wir tun es nicht aus freien Stücken. (Welcher Psychoanalyse-Kenner glaubt schon, daß wir aus freien Stücken handeln?! Welches Kind macht schon aus freien Stücken sein Bett oder seine Schulaufgaben?)

Eric Woolfson - Little Hans (Graham Dye) {3:15}


Hochgeladen am 11.11.2011
Terrible playbacking !

siehe auch:
- Der kleine Hans, der arme Hans – Über die Unberührtheit in der psychoanalytischen Tradition – eine Leseerfahrung (Rudolf Gaßenhuber, Zeitschrift für Psychotraumatologie, Psychotherapiewisssenschaft und Psychologische Medizin, Heft 3/2013, Gassenhuber.de)

mein Kommentar: 

bei der Lektüre des Textes wird offensichtlich, daß Freud zwar außerhalb des familiären Systems stand, seine weitgehend empathiearmen Deutungen aber gleichwohl als zu einem gesellschaftlichen Denk- und Wertesystem gehören, welches mit dem Familiensystem kongruent war.
Das Gassenhubersche Wertesystem sagt: »Empathie ist gut, mangelnde Empathie ist schlecht.« (Ich wage zu behaupten, daß Empathie im heutigen Russland/Osteuropa wohl einen anderen Stellenwert hätte.)

Wir tun das, womit wir glauben, erfolgreich zu sein (oder überleben zu können – ein stark reduzierter Erfolgsanspruch). Dem passen wir unsere Weltanschauung und unsere Überzeugungen an.
Welches Mitglied der »Grande Nation« hält schon Napoleon für gestört? Ich habe nie mitbekommen, daß die französischen Eroberungskriege von Franzosen für krank gehalten werden – zumindest nicht offiziell. Aber es gab auch gute Dinge, die Napoleon tat:

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Mit dem Code civil schuf Napoleon ein bedeutendes Gesetzeswerk der Neuzeit. In Frankreich ist es in wesentlichen Teilen noch heute gültig.
[Code civil, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 02.04.2018]
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Napoleon Bonaparte Biographie Doku deutsch [42:25]

Veröffentlicht am 07.07.2015

Über Napoleon darf man das sagen, über Hitler nicht. Warum?
Immer schreibt der Sieger die Geschichte der Besiegten.
Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge.
Aus der Welt geht der Schwächere und zurück bleibt die Lüge.
 [Bertolt Brecht, "Die Verurteilung des Lukullus" in: Stücke, Band 7, Berlin und Weimar 1964, S. 261]
siehe auch:
Die Wahrheit über den Vietnamkrieg: Die Falschen haben gesiegt! (Vera Lengsfeld, Ach.Gut, 15.03.2014)
- Der Sieger schreibt die Geschichte – Wahrheiten über den 2. Weltkrieg (Buchrezension zu Schultze-Ronhof, Der Krieg, der viele Väter hatte, WeltderFertigung, PDF, 2012?)

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Am 6. Juni 1986 veröffentlichte Nolte in der FAZ den Vortrag Vergangenheit, die nicht vergehen will, den er für die Frankfurter Römerberggespräche vorgesehen, dort aber nicht gehalten hatte. Als Gründe, warum die gemeinte NS-Zeit nicht vergehen wolle, nannte er vor allem die Erinnerung an die „Ungeheuerlichkeit der fabrikmäßigen Vernichtung von mehreren Millionen Menschen“. Dann fragte er, ob die verbreitete Schlussstrich-Mentalität nicht einen wahren Kern enthalte: Die Rede von einer „Schuld der Deutschen“ ähnele der NS-Propaganda von der „Schuld der Juden“ und sei bei Deutschen unaufrichtig, da bloß gegen „alte Gegner“ gerichtet. Die Aufmerksamkeit für den Holocaust lenke von anderen NS-„Tatbeständen“, etwa der Euthanasie und Behandlung der russischen Kriegsgefangenen, und von gegenwärtigen Fragen ab, etwa nach dem ungeborenen Leben (Abtreibung) und danach, ob die sowjetische Besetzung Afghanistans Völkermord sei. Auf diese angebliche Nichtbeachtung führte er auch damalige Skandale zurück, bei denen Politikern Antisemitismus vorgeworfen wurde. Dabei mache der Film Shoah wahrscheinlich, dass SS-Lageraufseher „auf ihre Art Opfer sein mochten“ und es unter polnischen NS-Opfern „virulenten Antisemitismus gab“. Eine Revision früherer „Schwarz-Weiß-Bilder“ erscheine gefährlich, weil die Deutschen sich mit der NS-Zeit bis 1939 identifizieren könnten. Dies sei aber schon wegen Hitlers „Vernichtungsbefehlen gegen das deutsche Volk“ im März 1945 undenkbar. 
Dann fragte er, was spätere Nationalsozialisten zum Holocaust bewogen habe, die den Völkermord an den Armeniern 1915 direkt beobachtet und als Vernichtung nach „asiatischer Art“ beurteilt hätten. Hitler habe eine mögliche Antwort gezeigt, indem er 1943 nach der Niederlage von Stalingrad auf den „Rattenkäfig“ verwiesen habe, mit dem die Sowjets gefangene deutsche Offiziere in Moskau zu Geständnissen und Zusammenarbeit bringen würden. Nolte deutete „Rattenkäfig“ nach George Orwells Roman 1984 als Androhung einer von chinesischen Tschekisten überlieferten Foltermethode; die Deutung auf die Lubjanka, die Folterzentrale der sowjetischen Geheimpolizei, sei falsch. Ferner seien alle späteren Verbrechensmethoden der Nationalsozialisten außer der Vergasung in den 1920er Jahren schon beschrieben worden. Deshalb sei die Frage zulässig und unvermeidbar:[11]
„Vollbrachten die Nationalsozialisten, vollbrachte Hitler eine ‚asiatische‘ Tat vielleicht nur deshalb, weil sie sich und ihresgleichen als potentielle oder wirkliche Opfer einer ‚asiatischen‘ Tat betrachteten? War nicht der ‚Archipel Gulag‘ ursprünglicher als Auschwitz? War nicht der ‚Klassenmord‘ der Bolschewiki das logische und faktische Prius des ‚Rassenmords‘ der Nationalsozialisten? Sind Hitlers geheimste Handlungen nicht gerade auch dadurch zu erklären, daß er den ‚Rattenkäfig‘ nicht vergessen hatte? Rührte Auschwitz vielleicht in seinen Ursprüngen aus einer Vergangenheit her, die nicht vergehen wollte?“
[Historikerstreit, Debattierte Texte, Ernst Nolte, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 02.04.2018] 
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Ein heut hoch angesehener Psychotiker sagte vor 2.000 Jahren: »Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.« (Jesus und die Ehebrecherin, Wikipedia) Die ganze Welt ist ein Wettbewerb von Werbeveranstaltungen von Oligarchen. Entweder wir werden verführt oder mit Gewalt dazu gebracht, das zu tun, was die wollen.

Tiananmen Square Massacre [7:59]

Veröffentlicht am 16.06.2013
The Tiananmen Square protests of 1989, also known as the June Fourth Incident in Chinese, were student-led popular demonstrations in Beijing which took place in the spring of 1989 and received broad support from city residents, exposing deep splits within China's political leadership. The protests were forcibly suppressed by hardline leaders who ordered the military to enforce martial law in the country's capital. The crackdown that initiated on June 3--4 became known as the Tiananmen Square Massacre or the June 4 Massacre as troops with assault rifles and tanks inflicted thousands of casualties on unarmed civilians trying to block the military's advance on Tiananmen Square in the heart of Beijing, which student demonstrators had occupied for seven weeks. The scale of military mobilization and the resulting bloodshed were unprecedented in the history of Beijing, a city with a rich tradition of popular protests in the 20th century.
The Chinese government condemned the protests as a "counterrevolutionary riot", and has prohibited all forms of discussion or remembrance of the events since. Due to the lack of information from China, many aspects of the events remain unknown or unconfirmed. Estimates of the death toll range from several hundred to the thousands.
Visite-nos em http://dmareport.blogspot.pt
Estamos no twitter, em www.twitter.com/dmpa; no Facebook, em www.facebook.com/dinis.alves

Kent State Massacre [6:46]

Hochgeladen am 14.10.2006
In 1970, in response to Nixon's widening of the Vietnam War into Cambodia, students throughout the US protested. Nixon sent the National Guard to restore order to the Kent State campus. The resulting consequences changed the course of the war.

Kent State Shootings - Ohio - Neil Young (1970)   Text   Analyse
 
bels59
Hochgeladen am 12.01.2011
Social Studies 30-1 AP Assignment.
Video about the Kent State Shootings in Kent, Ohio. University students were protesting against the American invasion of Cambodia.
When National Guards could not get the students to stop protesting, some of them panicked and shot randomly into the protesting crowd. 4 people died, and 9 others were injured - one suffering permanent paralysis.
When the United States began involvement in the conflict in Vietnam, the response was uproarious and rampant. Many young Americans despised the idea that their country was involved in an armed conflict that in no part was their own fault, and did not even directly effect them. They believed that the United States had no real business in Vietnam.
One of the most outspoken songwriters of this era and calling was Neil Young. Whether it was with Buffalo Springfield or with his other group, Crosby, Stills, Nash, and Young, Neil Young expressed his opinion at every opportunity that presented itself. In his song Ohio, he expresses both his opinions about the war, and about a specific event that took place on the campus of Kent State University in Ohio
["Ohio" - Neil Young Lyrics Analysis, thrasherswheat.org]
zu CSN&Y siehe:
- Ein anderes Amerika und Lieder mit fraglichem Inhalt (Post, 11.10.2011)
My Back Pages (Bob Dylan, Roger McGuinn, Tom Petty, Neil Young, Eric Clapton & George Harrison) {4:42}


Hochgeladen am 19.08.2011
Great Version!!!
Bob Dylan 30th Anniv of 1st album, 1992

Crimson flames tied through my ears
Rollin' high and mighty traps
Pounced with fire on flaming roads
Using ideas as my maps

"We'll meet on edges, soon", said I
Proud 'neath heated brow
But I was so much older then
I'm younger than that now

Half-wracked prejudice leaped forth
"Rip down all hate", I screamed
Lies that life is black and white
Spoke from my skull, I dreamed

Romantic facts of musketeers
Foundationed deep, somehow
But I was so much older then
I'm younger than that now

Girls faces formed the forward path
From phony jealousy
To memorizing politics
Of ancient history

Flung down by corpse evangelists
Unthought of though, somehow
But I was so much older then
I'm younger than that now

A self-ordained professors tongue
Too serious to fool
Spouted out that liberty
Is just equality in school

"Equality", I spoke the word
As if a wedding vow
But I was so much older then
I'm younger than that now

In a soldiers stance, I aimed my hand
At the mongrel dogs who teach
Fearing not I'd become my enemy
In the instant that I preach

My existence led by confusion boats
Mutiny from stern to bow
But I was so much older then
I'm younger than that now

Yes, my guard stood hard when abstract threats
Too noble to neglect
Deceived me into thinking
I had something to protect

Good and bad, I define these terms
Quite clear no doubt, somehow
But I was so much older then
I'm younger than that now

China - ein Börsencrash lässt die Welt erzittern

Mehr Grund zur Sorge als das Griechenlandproblem bereitet uns China 

Im größten "kommunistischen" Land der Erde herrscht seit geraumer Zeit etwas sehr unkommunistisches - der Turbokapitalismus in seiner perversesten Form. Ironischerweise hat gerade in China die pure Gier und der Turbokapitalismus auf seinem destruktiven Beutezug sein neues Zuhause gefunden. Das Land hat drei gewaltige Probleme: Eine immense Immobilienblase In China zählte, auf Grund der minimalen Zinsen der staatlichen Geldinstitute, eine Eigentumswohnung zur Wertanlage Nummer eins. Über 70 Prozent der Chinesen, welche bereits selbst eine Wohnung besitzen, haben deshalb ihr Vermögen in weiteren Immobilien angelegt. Aus diesem Grund sind bereits Geisterstädte in der Größe von Stuttgart entstanden, in denen fast niemand lebt. Mittlerweile verliert der Immobilienmarkt an Fahrt. Bereits 2014 sind die Preise von Wohnimmobilien um zehn Prozent zurückgegangen. Mittlerweile beeinflusst der Immobiliensektor bereits zwischen 15 und 25 Prozent der lokalen Wirtschaft. Ein Implodieren des Immobilienmarktes würde die chinesischen Banken vor gravierende Probleme stellen, denn seit 2008 ist das Volumen an Hypothekenkrediten exorbitant gestiegen. Für zahlreiche Banken machen Hypothekenkredite bereits etwa 40 Prozent des gesamten Kreditvolumens aus.
mehr:
- China - ein Börsencrash lässt die Welt erzittern (Matthias Weik, Marc Friedrich, Telepolis, 09.08.2015)

Bob Dylan - Man Of Constant Sorrow [3:03]

Veröffentlicht am 02.12.2012
Bob Dylan's first TV appearance in 1963.

History of this traditional American folk song. It was first recorded by Dick Burnett, a partially blind fiddler from Kentucky. "Man of Constant Sorrow" is a traditional American Folk Song. Although he song was originally recorded by Burnett as "Farewell Song" printed in a Richard Burnett songbook, c. 1913. An early version was recorded by Emry Arthur in 1928 (Vocalion Vo 5208).

On October 13, 2009 on the Diane Rehm Show, Dr. Ralph Stanley of the Stanley Brothers, born in 1927, discussed the song, its origin, and his effort to revive it: "Man of Constant Sorrow" is probably two or three hundred years old. But the first time I heard it when I was y'know, like a small boy, my daddy -- my father -- he had some of the words to it, and I heard him sing it, and we -- my brother and me -- we put a few more words to it, and brought it back in existence. I guess if it hadn't been for that it'd have been gone forever. I'm proud to be the one that brought that song back, because I think it's wonderful."
There is some uncertainty whether Dick Burnett himself wrote the song. One claim is that it was sung by the Mackin clan in 1888 in Ireland and that Cameron O'Mackin emigrated to Tennessee, brought the song with him, and performed it. In an interview he gave toward the end of his life, Burnett himself indicated that he could not remember:

Charles Wolfe: "What about this "Farewell Song" -- 'I am a man of constant sorrow' -- did you write it?"
Richard Burnett: "No, I think I got the ballad from somebody -- I dunno. It may be my song..."

If Burnett wrote the song, the date of its composition, or at least of the editing of certain lyrics by Burnett, can be fixed at about 1913. Since it is known that Burnett was born in 1883, married in 1905, and blinded in 1907, the dating of two of these texts can be made on the basis of internal evidence. The second stanza of "Farewell Song" mentions that the singer has been blind six years, which put the date at 1913. According to the Country Music Annual, Burnett "probably tailored a pre-existing song to fit his blindness" and may have adapted a hymn. Charles Wolfe argues that "Burnett probably based his melody on an old Baptist hymn called "Wandering Boy".

Stanley's autobiography is titled Man of Constant Sorrow

"I am a man of constant sorrow
I've seen trouble all my days
I'll say goodbye to Colorado
Where I was born and partly raised.

Your mother says I'm a stranger
My face you'll never see no more
But there's one promise, darling
I'll see you on God's golden shore.

Through this open world I'm about to ramble
Through ice and snow, sleet and rain
I'm about to ride that morning railroad
Perhaps I'll die on that train.

I'm going back to Colorado
The place that I started from
If I knowed how bad you'd treat me
Honey, I never would have come."

Bob Dylan stated, "Roscoe Holcomb has a certain untamed sense of control, which makes him one of the best." Eric Clapton called Holcomb "my favorite [country] musician." Holcomb's white-knuckle performances reflect a time before radio told musicians how to play, and these recordings make other music seem watered-down in comparison. His high, tense voice inspired the term "high lonesome sound." Self-accompanied on banjo, fiddle, guitar, or harmonica, these songs express the hard life he lived and the tradition in which he was raised. Includes his vintage 1961 "Man of Constant Sorrow."

Roscoe Holcomb - I am a man of constant sorrow [3:02]

Hochgeladen am 08.08.2008
I found so many treasures here on youtube that I want to share another diamond with you to say "thank you!". Roscoe learned this from a record by Ralph Stanley done in the 1950s. This was recorded in New York City, 1961. I can't really put in words what Roscoe's voice does with me...

Sonntag, 9. August 2015

No Direction Home

Martin Scorsese ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Regisseure. 2005 schnitt er eine Dokumentation über Bob Dylan zusammen: No Direction Home, die gestern auf Arte lief und noch eine Woche lang auf der Mediathek zu sehen ist.

Allen Ginsberg on Poetry - No Direction Home: Bob Dylan {0:49}

Veröffentlicht am 03.12.2013
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Renowned director Martin Scorsese's documentary No Direction Home: Bob Dylan chronicles the career of the singer and songwriter during the tumultuous years between 1961 and 1966. Dylan allowed Scorsese to have access to hours of footage that had never before been made public, including a number of live performances, and footage of Dylan in the recording studio.
Director: Martin Scorsese
Producers: Martin Scorsese, Nigel Sinclair, Jeff Rosen, Anthony Wall, Susan Lacy.

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For Bob Dylan it is Always the Same Interview 42 Years in 24 Minutes {24:43}

Veröffentlicht am 01.12.2013
All clips fair use under Title 17, Section 107, United States Code
http://AustrianAnarchy.Blogspot.Com

Featuring questions by:
Studs Terkel
Ralph J. Gleason
Ed Bradley
Horace Judson
Eric Weil
Michelle Basil
Larry Hankin
Michael Grieg
Allen Ginsberg
Rollin Post

Commentary by:
Allen Ginsberg
Joni Mitchell
Joan Baez

Alan Ginsberg on Bob Dylan {3:48}

Veröffentlicht am 15.11.2014

Bob Dylan and Johnny Cash Cover "I'm So Lonesome I Could Cry" - No Direction Home: Bob Dylan {1:07}

Veröffentlicht am 03.12.2013
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Mr. Tambourine Man (Live at the Newport Folk Festival. 1964) {5:55}   Text   Übersetzung (Songtexte.com)

Veröffentlicht am 11.09.2012

Preisfrage:
Wer ist der Tambourine Man?
Auflösung: Die Antwort ist die gleiche wie bei Jokerman
Nimm mich auf eine Reise auf deinem wirbelnden Zauberschiff mit
Meiner Sinne beraubt, meine Hände kraftlos
Meine Zehen zu gefühllos um zu laufen, warten nur darauf, dass meine Stiefelabsätze
Wieder wandern
Ich bin bereit überall hinzugehen, ich bin bereit mich gehen zu lassen
In meiner eigenen Parade
Verzaubere mich mit deinem Tanzzauberspruch
Ich verspreche dir, dass er wirkt
Dylan hat es den Leuten immer und immer wieder gesagt, aber sie wollten nicht hören. Sie wollten einem Idol nachlaufen, anstatt selbst was zu tun. Sie wollten Antworten bekommen, für die sie die Fragen nicht formulieren konnten. Deshalb waren sie wütend, als Dylan sich ihnen entzog.
Und bis heute hat Dylan nicht aufgehört, die Leute immer wieder vor den Kopf zu stoßen. Was soll er auch tun, wenn die Leute einfach nicht zuhören?
In einem Interview sagte er:
»Every time I sing it, someone writes that it's an antiwar song. But there's no antiwar sentiment in that song. I'm not a pacifist. I don't think I've ever been one. If you look closely at the song, it's about what Eisenhower was saying about the dangers of the military-industrial complex in this country. I believe strongly in everyone's right to defend< themselves by every means necessary . . . you are affected as a writer and a person by the culture and spirit of the times. I was tuned into it then, I'm tuned into it now. None of us are immune to the spirit of the age. It affects us whether we know it or whether we like it or not.« (Interview from the Tour Program, Arts & Opinion, 2005, 4/1)
Aber selbst auf dem englischsprachigen Wikipedia wird der Song noch in der List of anti-war songs aufgeführt…
Er veröffentlichte 1984 eine Platte mit dem Namen Another Side of Bob Dylan. Aber die andere Seite wollten die Leute nicht sehen. 
Er sang
- All I Really Want to Do,
- My Back Pages und 
- It Ain't Me Babe.
Es war ihnen gleichgültig! Sie wollten ihm nicht wirklich zuhören, sie wollten ihm nachlaufen.

Forest Gump long run scene {7:00}


Veröffentlicht am 11.03.2013
The movie forest gump is amazing and this scene where Forest goes on a very very long run is great. Dont forget to LIKE and SUBSCRIBE.

Seine Aufführung im Weißen Haus, ist, wenn man es richtig versteht, ein Schlag mit dem nassen Handtuch ins Gesicht der politischen Prostituierten (Heute wird Bob Dylan 70 Jahre alt, Post, 24.05.2011), und seinen Auftritt bei der Grammy-Verleihung 1991, wenige Wochen nach Beginn des Ersten Irak-Kriegs, wo er den Grammy für sein Lebenswerk erhielt, bezeichnet Maurenbrecher als »Terrorakt beim Fest« (Heute vor 20 Jahren – Bob Dylan: »Masters of War« bei der Grammy-Verleihung, Post, 20.02.2011).
Gott gebe Dylan noch viele Jahre. Solche bösen Männer halten unsere Gesellschaft lebendig!
Ich weiß nicht, ob die Worte von Alan Ginsberg stammen, einer der im Scorcese-Film Interviewten meinte (sinngemäß): »Bob Dylan ist ein Genie, und auf Genies treffen unsere normalen Kategorien nicht zu.«
Ein weiteres sinngemäßes Zitat: »Wenn es so etwas wie das Jung’sche Kollektive Unbewußte gibt, dann steht Dylan damit in Verbindung.«
Solche Menschen hören das Gras wachsen, sie sehen die hinter der Wirklichkeit wirkenden Kräfte, aber sie werden selten wirklich verstanden…

Bob Dylan.Funny Interview. {5:54}

Hochgeladen am 26.06.2010

Am heutigen 25. Juli jährt sich zum 50. Mal der Tag, an dem Bob Dylan seinen Folk elektrifizierte – und dafür beim Newport Folk Festival erst ausgepfiffen und vom Rest der Welt später gefeiert wurde.

Bob Dylan - Live at the Newport Folk Festival {2:08}
(Einbetten auf Anfrage deaktiviert)

No time for heroes: Als der an Dave van Ronk angelehnte Protagonist aus Ethan und Joel Coens Film Inside Llewyn Davis am Ende einer von Niederlagen und Demütigungen geprägten Woche in der Gasse hinter seinem Stammclub ein paar auf die Fresse bekommt, betritt gerade ein Mann die Bühne, der das Folk-Revival der Greenwich-Village-Szene ins Licht der internationalen Öffentlichkeit katapultieren sollte: Bob Dylan.

Man erkennt im Film, der mit dieser Szene endet, lediglich Dylans Schatten als Ahnung einer neuen Zeitrechnung. Zuvor fällt einem in gut 100 höchst unterhaltsamen Minuten vor allem eines auf: Wenn es denn so war, wie von den Coens beschrieben, bestand die damalige Folk-Szene überwiegend aus bornierten Spießern im Rollkragenpulli.

Eine These, die durch eine Begebenheit im Leben des echten Dylan einige Jahre später belegt werden sollte: Bob Dylan war damals, 1961, gerade 20 Jahre alt. Im folgenden Jahr erschien sein erstes Album, nur ein Jahr danach zementierte er mit The Freewheelin’ Bob Dylan ein Image, das in unzähligen Inkarnationen bis zum heutigen Tag die Fußgängerzonen der Welt bevölkert: das des klampfenden Protestsängers mit Mundharmonika und Message.

Natürlich war keiner je so gut wie Dylan selbst. Der sang »Blowin’ In The Wind«, nahm am Marsch auf Washington teil, bildete mit Joan Baez das Traumpaar der noch jungen Friedensbewegung.

Bob Dylan and Joan Baez 1963 March on Washington {9:54}

Hochgeladen am 29.11.2011
Bob Dylan and Joan Baez 1963 March on Washington. Acesse: http://andreaneves.com

Bob Dylan And Joan Baez In 2005[No Direction Home] [9:01]

Veröffentlicht am 19.03.2015

Immer schon ebenso Eigenbrötler wie künstlerisches Genie, hatte er freilich kein Interesse daran, sich von der Szene vereinnahmen zu lassen – und zur Stimme einer Generation taugte der verschrobene Mann mit dem besonderen Humor schon gar nicht. Im Verlauf der Jahre 1964 und 1965 änderte er sukzessiv Auftreten und Garderobe und beschäftigte sich, von den Beatles inspiriert, mit Pop- und Rockmusik. Bob Dylans großer Punk-Moment kam dann im Rahmen des Newport Folk Festivals 1965.
mehr:
- Moderne Zeiten / Modern Times – wie Bob Dylan heute vor 50 Jahren seinen Folk elektrifizierte (Torsten Groß, Spex, 25.07.2015)

Bob Dylan vs. The Press - No Direction Home: Bob Dylan {1:52}


Veröffentlicht am 03.12.2013
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Director: Martin Scorsese
Producers: Martin Scorsese, Nigel Sinclair, Jeff Rosen, Anthony Wall, Susan Lacy.

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No direction Home - Bob Dylan {3:53}

Veröffentlicht am 13.12.2012
Source : No direction home .-by Martin Scorsese on Bob Dylan
Obviously, I dont own the content of this video.

*Copyright Disclaimer Under Section 107 of the Copyright Act 1976, allowance is made for "fair use" for purposes such as criticism, comment, news reporting, teaching, scholarship, and research. Fair use is a use permitted by copyright statute that might otherwise be infringing. Non-profit, educational or personal use tips the balance in favor of fair use.
I loved this part of the movie so I recorded and shared with the people.

siehe auch:
- Heute vor 45 Jahren – 25. Juli 1965: Die Geburtsstunde des Folk-Rock (Post, 25.07.2010)

Der Scorsese-Film endet mit Dylans Motorradunfall

siehe auch:
- Scorseses Bob Dylan-Film – Oh, die Fische werden lachen! (Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung, 11.05.2010)
Bob Dylan, der einzige, der größte, hat die Marotte perfektioniert, in Interviews auf zutiefst nachdenkliche Art nichts zu sagen. Jedenfalls nichts über sich. Das ist in dem Dokumentarfilm "No Direction Home" von Martin Scorsese kaum anders. Auch hier schreibt Bob Dylan sein Leben und Werk mal wieder völlig um.[ich erspare mir einen Kommentar, die Filmsequenzen oben sagen fast alles]
Die besten Szenen stammen aus dem unveröffentlichten Film "Eat the Document" von D. A. Pennebaker, der den zunehmend erschöpften, besinnungslos überdrehten Künstler während seiner allzu vielen Auftritte 1965 und 1966 aus porentiefer Nähe gefilmt hat.

Bob Dylan - Eat The Document (1966) {51:56}

Veröffentlicht am 30.04.2015
'Eat The Document' is a documentary of Bob Dylan's 1966 tour of the United Kingdom with the Hawks. It was shot under Dylan's direction by D. A. Pennebaker,  whose groundbreaking documentary 'Don't Look Back' chronicled Dylan's 1965 British tour. The film was originally commissioned for the ABC television series Stage '66.

Though shooting had completed for the film, Dylan's July 1966 motorcycle accident delayed the editing process. Once well enough to work again, Dylan edited the film himself. ABC rejected the film as incomprehensible for a mainstream audience.

It has never been released on home video and prints are rarely screened in theaters. Some footage from 'Eat The Document' was used in Martin Scorsese's 2005 documentary on Bob Dylan, No Direction Home.


'Eat The Document' includes footage from the infamous Manchester Free Trade Hall concert, wherein an audience member shouted "Judas!" during the electric half of Dylan's set. Dylan's band during these shows were The Hawks (later to become The Band). Songs from various shows throughout the tour featured in the film include "Tell Me, Momma", "I Don't Believe You (She Acts Like We Never Have Met)", "Ballad Of A Thin Man", and "One Too Many Mornings."

Other scenes include Dylan and Robbie Robertson in hotel rooms writing and working through new songs, most of which remain unreleased and unpublished. Among these songs are "I Can't Leave Her Behind", which was later covered by Stephen Malkmus for the I'm Not There soundtrack.

The film also includes a piano duet with Johnny Cash performing Cash's "I Still Miss Someone".

Track listing:

Start
Tell Me, Momma
What Kind Of Friend Is This?
I Can't Leave Her Behind
Like A Rolling Stone
I Still Miss Someone
I Don't Believe You
Ballad Of A Thin Man
Just Like Tom Thumb's Blues
Baby Let Me Follow You Down
Mr. Tambourine Man
One Too Many Mornings
On A Rainy Afternoon


»All my songs are Protest-Songs.«

Gegner des Grundgesetzes

Realsatire Ein alternativer Verfassungsschutzbericht zeigt die Geheimdienste als Gefahr. Die Lektüre ist informativ – und sehr unterhaltsam

Auf den ersten Blick verwundert der Titel, auf den zweiten Blick passt er perfekt – nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich: „Das dunkle Kapitel – Verfassungsfeindliche Bestrebungen inländischer Geheimdienste“. Die kürzlich erschienene Broschüre der Naturfreunde Berlin zeigt, wie die angeblichen Verfassungsschützer gegen Demokratie und Grundgesetz verstoßen; Wortwahl, Schreibstil und Aufmachung sind den offiziellen Verfassungsschutzberichten nachempfunden. Das macht die Lektüre informativ und sehr unterhaltsam.

Es ist kein unverständliches Bürokratendeutsch, vielmehr eine seriös-distanziert-korrekte Sprache. Das erkennt man schon an einzelnen Wörtern, wenn statt „fälschlicherweise“ von „wahrheitswidrig“ gesprochen wird. Richtig lustig wird es aber erst, wenn ganze Sätze im Jargon des Verfassungsschutzes die Geheimdienste als grundgesetzfeindliche Organisationen beschreiben. Die Sätze erschrecken, denn Witze haben immer einen wahren Kern. Sie zeigen aber auch, wie abwegig teilweise die Vorwürfe an „extremistische Gruppen“ in den Verfassungsschutzberichten sind.

Beispiele gefällig? „Neben ihrer starken Abschottung von der Öffentlichkeit versuchen die Geheimdienste, Einfluss auf politische EntscheidungsträgerInnen (…) und durch Tarnung als unabhängige ExpertInnen auf ihre öffentliche Wahrnehmung zu nehmen.“ Oder: „In ihren (…) jährlich erscheinenden Periodika ‚Verfassungsschutzbericht‘ brüsten sich die Gruppierungen mit ihrem Personenpotenzial und monetären Zuwendungen des Staates.“ Bei der Gelegenheit erfährt man gleich, welche Bundesländer wie viel Geld pro Einwohner für ihren Geheimdienst ausgeben – Hamburg liegt ganz vorne, Nordrhein-Westfalen ganz hinten. In der Hansestadt arbeiten mehr als acht Mitarbeiter pro 100.000 Einwohner, im westlichen Flächenland sind es immer noch fast zwei.

mehr:
- Gegner des Grundgesetzes (Fritz Walders, der Freitag, 05.08.2015)
siehe dazu auch:
- Geheimer Drahtzieher (Andreas Förster, der Freitag, 06.08.2015)
Pressefreiheit Im Skandal um die Verantwortung für die Ermittlungen gegen netzpolitik.org geht eines ganz unter: Das eigentliche Problem ist der Chef des Verfassungsschutzes

Gender Studies: Schafft doch gleich die Geisteswissenschaften ab!

Gender Studies seien Wahn, nicht Wissenschaft, heißt es häufig. Bisher verweigern die meisten Geistes- und Sozialwissenschaften ihnen die Solidarität. Das ist gefährlich.

Bis vor Kurzem dachte ich, es gebe, stark vereinfacht, zwei Formen der Verweigerung gegenüber den Anliegen der Geschlechterfreiheit: zum einen den altmodischen Glauben des heute fast schon unter Artenschutz gehörenden Gentlemans, dass nur die traditionelle Geschlechterordnung es ihm erlaube, jede Frau als eine Dame zu behandeln und ihr die Tür aufzuhalten. Diese altmodische Überzeugung ist genau genommen nicht Anti-, sondern nur A-Feminismus, weil die Gentlemanhaftigkeit notwendigerweise auch die Radikalfeministin als Dame miteinschließt, sonst wäre sie nicht gentlemanhaft.

Mein Großvater war von der Sorte. Er lebte im herrlichsten Frieden mit den zwei bis drei Radikalfeministinnen in seinem privaten Umfeld (ich gehörte nicht dazu; sie waren natürlich Amerikanerinnen), lud sie ein und war ihnen herzlich zugetan, während andererseits für ihn außer Frage stand, dass seine Frau keinen Führerschein machte, sondern auf seine Chauffeursdienste angewiesen blieb. Und zum anderen gab es den groben, unfreundlichen Antifeminismus der Machos, die sich in der Defensive fühlten und aus Schwäche, aus Egoismus, aus Gleichgültigkeit, Überheblichkeit und Mangel an Souveränität und Erziehung (nicht aus Mangel an Bildung!) misogyn waren oder wurden. Dieser Antifeminismus schien mir, so unausrottbar und unangenehm er auch sein mag, nie besonders interessant. Viel interessanter fand ich den A-Feminismus, weil er die Frauen zu Komplizinnen macht und historisch wahrscheinlich genauso wirkmächtig ist wie männlicher Narzissmus und Misogynie.

Ich dachte, gegen die Misogynie und gegen die offenkundige Ungerechtigkeit muss man politisch kämpfen, hier reicht es, Feminist oder Feministin zu sein. Die komplizierten Geschlechterverhältnisse hingegen, von denen nicht nur Männer, sondern auch Frauen profitieren oder unter denen auch Männer leiden, entziehen sich zunächst dem feministischen Aktivismus. Hier braucht es erst einmal Wissenschaft. Diese Verhältnisse muss man historisch und sozialwissenschaftlich analysieren, bevor man weiß, ob und in welche Richtung man sie verändern will. Wie gut, dass es die Gender Studies gibt, dachte ich, und wie schade eigentlich, dass zumindest in der Zeitgeschichte eher wenig Gebrauch von geschlechterwissenschaftlichen Fragestellungen und Methoden gemacht wird.

Nun verbreiten nicht erst seit gestern, aus Angst vor einem anderen Leben, alle möglichen Leute in den Medien ziemlich absurde Verschwörungstheorien, in denen die Gender Studies als Popanz der Begründung und Durchsetzung eines angeblichen "Staatsfeminismus" fungieren. Und auch nicht erst seit gestern werden Irrtümer, Probleme, Fehlentwicklungen, die es in den Gender Studies wie in allen Wissenschaften gibt, auf unfairste Weise dem Fach als Ganzes angelastet, um ihm die Existenzberechtigung abzusprechen. Das ist nicht schön, aber auch keine Katastrophe, so funktioniert eben die Medien- und Meinungsdemokratie.

Doch jetzt zeichnet sich eine neue Konstellation ab. Mit dem Evolutionsbiologen und Lehrstuhlinhaber Ulrich K. hat vor drei Wochen zum ersten Mal ein Naturwissenschaftler versucht, einen Aufschlag zu landen, indem er mit der Autorität und im Namen der Wissenschaft die Gender Studies als den Fakten der Biologie widersprechend, als unwissenschaftlich diffamierte. Sex sei für einen Biologen Fortpflanzung, ein Mann sei ein Mann, eine Frau sei eine Frau, und wer das nicht anerkenne, betreibe politische Ideologie. Ein Globalangriff von Wissenschaft gegen Wissenschaft. Medial ist der Fünf-Minuten-Skandal dieses Mannes, dessen persönliche Ressentiments allzu offenkundig unter dem evolutionsbiologischen Mäntelchen hervorlugten, beantwortet und erledigt. Aber nicht für die Wissenschaft. In der Wissenschaft herrscht Klärungsbedarf.
mehr:
- Gender Studies: Schafft doch gleich die Geisteswissenschaften ab! (Marion Detjen, ZEIT Online, 07.08.2015)

G7-Gegner und die Medien

Benjamin Ruß, ein Sprecher des Bündnisses "Stop G7", über die Erfahrungen in der Pressegruppe der Gegner des G7-Gipfels Der G7-Gipfel auf Schloss Elmau im vergangenen Juni war auch ein gewaltiges Medienspektakel, 3.000 Journalisten hatten sich für das Pressezentrum akkreditiert. Die Berichterstattung lief dabei nach einem vorgegebenen Zeitplan ab, nur wenige Journalisten kamen überhaupt in die Nähe der sieben Regierungschefs.

Neben der Gipfel-Berichterstattung prägte auch die Berichterstattung über die Proteste der G7-Gegner vor Ort in Garmisch das mediale Gesamtbild. TV-Sender übertrugen live die Bilder der Demonstrationen und Aktionen. Die Medien griffen dabei auch auf die Informationen zurück, die das Bündnis "Stop G7" über eine Pressegruppe zur Verfügung stellte. Über die Erfahrungen mit einer "Protest-Pressearbeit" sprach Rudolf Stumberger mit Benjamin Ruß, einem der Sprecher des Bündnisses.

mehr:
- "Erst als es wichtig wurde, kamen die Männer" (Rudolf Stumberger, Telepolis, 09.08.2015)

Verfassungsrechtliche Analphabeten

Generalbundesanwalt Range und Bundesjustizminister Maas haben Unrecht, es gibt keine Unabhängigkeit der Justiz 
Wer und was sind verfassungsrechtliche Analphabeten? Bei den strafrechtlichen Ermittlungen wegen Landesverrates gegen die Journalisten von netzpolitik.org lassen sich diese Fragen schnell beantworten.

Generalbundesanwalt Range und Bundesjustizminister Maas haben sich diese Kennzeichnung durch ihre öffentlichen Äußerungen zur angeblichen Unabhängigkeit der Justiz zu Recht erworben. Warum?

Sie können offensichtlich unsere Verfassung nicht lesen. Es gibt keine Unabhängigkeit der Justiz: Das ist eine publizistische Fata Morgana, ein Märchen.

mehr:
- Verfassungsrechtliche Analphabeten (Wolfgang Neskovic, Telepolis, 06.08.2015)
siehe auch:
- Anfangsverdacht für Landesverblödung (Post, 08.08.2015)
- Ermittlungen gegen Netzpolitik.org dienen objektiv der Einschüchterung von Journalisten und Informanten (Post, 08.08.2015)

Bis zu 2,4 Millionen Kundendaten von Carphone Warehouse geklaut.

Über zwei Wochen haben Cyber-Gangster Kundendaten von den Portalen des weltgrößten unabhängigen Telekommunikationsfialisten Carphone Warehouse abgezogen.

Mit 2400 Filialen ist der britische Konzern Carphone Warehouse der weltweit größte unabhängige Filialist für Telekommunikation. Auf dem europäischen Festland kooperiert er unter anderem mit Saturn und Mediamarkt in den Niederlanden. In Deutschland war bis zum Verkauf im April 2015 die Phone House Telecom GmbH als Tochtergesellschaft aktiv.

Cyber-Gangster haben nun auf den Portalen der Firma sowie von OneStopPhoneShop.com, e2save.com und Mobiles.co.uk bis zu 2,4 Millionen Kundendaten abgegraben, darunter vermutlich bis zu 90.000 Kreditkartendaten.

mehr:
- Bis zu 2,4 Millionen Kundendaten von Carphone Warehouse geklaut. (heise News, 09.08.2015)

Ehemaliger Nato-Chef Rasmussen geht zu Goldmann Sachs

Goldman Sachs Direktor Martin Hintze hat öffentlich bekannt gegeben, dass der ehemalige NATO-Generalsekretär und Ministerpräsident Dänemarks Anders Fogh Rasmussen als „Kommunikationsberater“ für das Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen tätig sein wird. Man erhofft sich von ihm „einen Imagegewinn“ für das Unternehmen. Laut Hintzes weiteren Ausführungen soll Rasmussen dabei helfen, besser die positive Rolle der Investmentbank in Dänemark gegenüber Öffentlichkeit und Politik herauszustellen und somit einen „Imagegewinn“ zu erzielen. Besonders der Aufkauf des ehemaligen staatlichen dänischen Energiekonzerns DONG Energy durch Goldman Sachs gilt in Dänemark als sehr umstritten.
aus:
- Ehemaliger Nato-Chef Rasmussen geht zu Goldmann Sachs (Forum der Ständigen Publikumskonferenz der öff.-rechtl. Medien)
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Die Verstrickung der Goldman-Sachs in die Politik - Erwin Pelzig Neues aus der Anstalt 13.11.2012 [8:15]

Veröffentlicht am 16.02.2013
Erwin Pelzig zählt mehrere Fälle auf in den hochrangige Mitarbeiter der Goldman Sachs Group, Inc. in politische Ämter gewechselt sind. Die Goldman Sachs Group ist ein weltweit tätiges Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen.

"Ehemalige Goldman Sachs-Banker sind der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi, der italienische Ministerpräsident Mario Monti, der Vorsitzende des Financial Stability Board zur Überwachung des globalen Finanzsystems Mark Carney sowie die wirtschaftspolitischen Berater des US-Finanzministeriums Robert Rubin und Henry Paulson.

Vorsitzender von Goldman Sachs International ist der ehemalige EU-Kommissar, erste Generaldirektor der Welthandelsorganisation WTO, Peter Sutherland.

Vorsitzender von Goldman Sachs Deutschland ist Alexander Dibelius. Dibelius ist Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Goldman Sachs Group Inc. gehört zu den Hauptstiftungsfirmen des privaten US-amerikanischen Think Tanks für Außenpolitik, dem Council on Foreign Relations."
Quelle: wikipedia.de am 16.02.2013
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Samstag, 8. August 2015

Pinochets Folterknecht Geheimdienst-Chef Contreras ist tot

Ehemalige politische Gefangene feiern seinen Tod: Manuel Contreras war unter dem chilenischen Diktator Pinochet der Chef des Geheimdienstes. Erst spät wurde er für Mord, Folter und andere Verbrechen zur Rechenschaft gezogen.

Der berüchtigte Chef der Geheimpolizei unter Chiles einstigem Diktator Augusto Pinochet ist tot: Manuel Contreras starb in der Nacht in einem Militärkrankenhaus in Santiago de Chile im Alter von 86 Jahren, wie die Polizei mitteilte. Der Ex-General war in Chile wegen Entführung, Folter und Mordes zu 529 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Contreras galt als rechte Hand Pinochets, der in Chile von 1973 bis 1989 eine Militärdiktatur führte. Die meisten der 3200 Todesopfer oder Vermissten aus dieser Zeit werden dem Geheimdienst Dina angelastet, den Contreras gegründet und geleitet hatte. Hinzu kommen mehr als 38.000 Folteropfer.

mehr:
- Pinochets Folterknecht – Geheimdienst-Chef Contreras ist tot (n-tv, 08.08.2015) 
siehe auch:
- Heute vor 44 Jahren – 4. September 1970: Salvador Allende wird zum Präsidenten Chiles gewählt (Post, 04.09.2014)

Chile - Militärputsch 1973 und deutsche Außenpolitik [12:09]

Hochgeladen am 18.11.2011
Unter der Militärdiktatur verschwanden Tausende Oppositionelle. In den ersten vier Wochen der Diktatur wurden nach Erhebungen der internationalen Menschenrechtskommission alleine Viertausend Menschen ermordet. Heute wird die Gesamtzahl der Toten auf 5.000 geschätzt, Zehntausende wurde verhaftet und gefoltert.
Gefoltert und getötet wurde in Chile unter den Augen auch der Regierung der Bundesrepublik Deutschland, die sich nicht gegen das Militärregime wendete.
Die die Menschenrechte damals wie heute auf dem Altar wirtschaftlicher Interessen und eines pathologischen Antikommunismus opfert.

http://www.laika-verlag.de/bibliothek...

Der amerikanische (Alb-)Traum

Obwohl das Geschehen auf unserem Planeten längst von einem tiefgreifenden Wandel bestimmt ist, empfinden sich die Vereinigten Staaten noch immer als einzige verbliebene Weltmacht. Dass und wie sie diese Stellung demonstrieren, vielmehr missbrauchen, wird deutlich, wenn man die auf der Hand liegenden Informationen miteinander verbindet, und das bedarf nicht einmal großartiger Recherche. zeitgeist-Autor Willy Wimmer spannt den Bogen von der Rolle der NATO über die Drohneneinsätze bis hin zum sogenannten Freihandelsabkommen. Die Fakten liegen auf dem Tisch – nun braucht es nur noch den Willen zum Verstehen.

Die Herolde des Großatlantischen Rundfunks machen den feinen Unterschied. Das wird darin deutlich, wie höchst unterschiedlich der amerikanische Präsident Obama und sein russisches Pendant, Präsident Putin, behandelt werden. Obama lässt in jeder Woche, die Gott erschaffen hat, nach einer mörderischen Hitliste Menschen töten. Für das berüchtigte Lager Guantanamo ist er unverändert verantwortlich. Über seine im Nahen und Mittleren Osten losgetretenen Kriege in Syrien, Irak, Jemen sowie Libyen hat er Europa und uns die gewaltigsten Migrationsströme seit Jahrzehnten eingetragen. Dennoch schwimmt er bei der deutschen „Wahrheitsindustrie“ auf einer Welle aufgeregter Hofberichterstattung. Das hat sich zuletzt bei seinem Familienbesuch in Nairobi gezeigt. Bei Präsident Putin sieht das ganz anders aus. Dem kann man einen mitgeben oder einschenken, je nachdem, für welchen Sender man tätig ist. Keine Gelegenheit bleibt ungenutzt, wie man jüngst wieder im ZDF bestaunen konnte: Der Reisebericht über eine interessante Tour von Bulgarien nach St. Petersburg musste am Ende mit Seitenhieben gegen Putin versehen werden. Es wird indoktriniert, was das Zeug hält. Mündige Bürger, die sich selbst ein Urteil bilden, sind weder vorgesehen noch erwünscht. Es ist wie beim Staat auch. Gütersloh ist überall.

Dennoch kann sich jeder ein Urteil darüber erlauben, warum das bei Präsident Putin so abläuft. Es scheint der ganze Frust zu sein, dass man ihn nicht „knacken“ kann und die Verhältnisse, wie sie in Berlin und anderswo herrschen, nicht auch in Moskau gang und gäbe sind. Das gilt gleichermaßen für den politischen wie auch den journalistischen Bereich. Es geht nicht an, öffentlich-rechtlich finanzierte Geheimgehälter in Luxushöhe einzustreichen und gleichzeitig Meinungssteuerungsgesellschaften fremder Mächte anzugehören. Dazu zählen auch die investigativen Netzwerke in einer Kombination zwangsfinanzierter Medien mit privaten Eigentümermedien, die einer „Presse-Nato“ in Washington zugeordnet werden müssen. Niemand kommt mehr auf den Gedanken, den USA noch irgendeine Nähe zur althergebrachten Pressefreiheit zuschreiben zu wollen. Wahrscheinlicher scheint, dass im Regelfall NSA-Aufklärungsergebnisse aufbereitet werden. Sogenannte „Netzwerke investigativer Journalisten“ mit Sitz in Washington dürften ein Widerspruch in sich sein. Mediendrohnen eben.

mehr:
- Der amerikanische (Alb-)Traum (Willy Wimmer, Zeitgeist, 03.08.2015)
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Demokratie: Fernsehsender darf auch die Propaganda der Anderen ausstrahlen

In Thüringen zeigt der Lokalsender Salve.TV das Programm des russischen Propagandakanals RT und die Ich-Show von Ministerpräsident Ramelow. Die Landesmedienanstalt prüfte – und winkte durch.

RT Deutsch sei „nun offiziell unbedenklich“, heißt es auf der Internetseite des russischen Propagandasenders Russia Today (RT). Denn die Landesmedienanstalt Thüringen habe die Ausstrahlung des deutschen Programms „Der fehlende Part“ durch das Erfurter Lokalfernsehen Salve.TV für „zulässig“ erklärt. In einer Presseerklärung aus Moskau des Programmanbieters ist sogar von einer „Untersuchung“ der Landesmedienanstalt die Rede, deren Resultat und Konsequenzen der russische Kanal nun genüsslich darlegt.

Nachdem Ende April Salve.TV begonnen hatte, „Der fehlende Part“ auszustrahlen, habe dies „eine Beschwerde verschiedener Politiker bei der Landesmedienanstalt“ ausgelöst. Die Kritiker fürchteten „schlimme russische Propaganda“, die einseitig die Sicht des Kremls zum Ausdruck bringe. Nun aber herrsche „Katerstimmung bei den Meinungswächtern“, diagnostizieren die russischen Medienmacher, denn die Landesmedienanstalt habe die Beschwerde aus den Reihen von CDU, AfD, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke gegen RT Deutsch und Salve.TV abgelehnt. RT zitiert die Thüringer Zeitung „Freies Wort“, in der Jochen Fasco, der Direktor der Landesmedienanstalt, „der Beschwerde nun eine Absage“ erteilt habe „und erklärte, man müsse den Inhalt der Sendung nicht mögen“. Aus medienrechtlicher Sicht gebe es keine Einwände gegen die Ausstrahlung im thüringischen Fernsehnetz. „Die Vielfalt und die Freiheit der Medien sind ein hohes Gut“, zitiert RT aus der Zeitung den Direktor und dann sich selbst: „RT Deutsch freut sich über die höchstamtliche Unbedenklichkeitserklärung aus Thüringen und trägt gerne weiterhin seinen Teil dazu bei, das hohe Gut der Medienvielfalt und -freiheit in Deutschland zu stärken.“
mehr:
- Thüringer Sender darf russische Propaganda zeigen (Claus Peter Müller, FAZ, 07.08.2015)

»Mord mit Aussicht«: Institutionen können nicht intelligent sein, dafür braucht es Menschen mit Rückrat

In der Eifel geht es nicht nur am Nürburgring auf die Überholspur: Großartiger Slapstick, Lokalkolorit und eine Kommissarin, die mit dem Sportwagen in Schafherden hängenbleibt, machen „Mord mit Aussicht“ zur besten deutschen Fernsehserie. (Episodenliste)

Die Subversion kommt aus der Provinz. Mag sonst überall das Arbeitsleben nach dem echten, dem privaten Dasein greifen - denn wer ist nicht ständig erreichbar und schuftet rund um die Uhr? -, macht sich im Polizeirevier des fiktiven Eifeldorfs Hengasch das Leben über die Arbeit her. Die Polizeimeisterin Bärbel Schmied (Meike Droste) schläft neuerdings über der - jawohl - Schreibmaschine ein, weil sie nebenher den Hof ihres Bruders bestellen muss, der unter Burn-out leidet. Und ihr Kollege, Polizeiobermeister Dietmar Schäffer (Bjarne Mädel), denkt schon morgens nur an sein Lieblingsgulasch am Abend, das von seiner Frau Heike (Petra Kleinert) rund um die Uhr mit dem Probierlöffel überwacht wird.

Das erinnert alles an selige analoge Zeiten, in denen noch keine Geheimdienste einen online ausspähten und privateste Fotos aus der Cloud regneten. Aber Privatsphäre gibt es auch in Hengasch nicht. Im Landkreis Liebernich weiß auch ohne technischen Schnickschnack jeder, wenn der Nachbar trinkt oder mit wem er ein Verhältnis hat. Doch kommt die traditionelle Dorfschnüffelei, darin besteht ihr zutiefst menschlicher Zug, immer zum selben Ergebnis: So ist er eben, der XY, sein Großvater war genau so, und dem Kleinen merkt man es auch schon an.

Nur die Kriminaloberkommissarin Sophie Haas (Caroline Peters) macht da nicht mit. Die Kölnerin will nicht bleiben in dem Kaff, in das man sie versetzt hat, kann aber auch nicht gehen. Schon allein deshalb, weil sie gleich zu Beginn der nunmehr dritten Staffel von „Mord mit Aussicht“ mit schlafwandlerischer Sicherheit voraussagt, was auf jedem Fleckchen Hengaschs passieren wird. Sophie Haas ist der personifizierte Stadt-Land-Konflikt; in ihrer Figur verbindet sich eine fast kindliche Direktheit mit einer scheinbar unbewussten Attraktivität. Die Kommissarin ist genervt von den provinziellen Atavismen, die sie umgeben - und könnte doch ohne sie nicht sein. Lieber der Erste in der Provinz als der Zweite in Rom, das haben schon Caesar und Franz Josef Strauß gesagt.
mehr:
- Neue Staffel „Mord mit Aussicht“: Verfolgungsjagden mit Schafherde (Uwe Ebbinghaus, FAZ, Feuilleton, 08.08.2015)

Mord mit Aussicht - Staffel 3 - Trailer [1:35]

Veröffentlicht am 08.10.2014
FSK: 12

Lang genug haben wir gewartet, nun ist sie endlich da: die dritte Staffel der Hauptabendserie „Mord mit Aussicht“. Die schräge Sophie (Caroline Peters), die beflissen-naive Bärbel (Meike Droste), der tollpatschige Dietmar (Bjarne Mädel) und seine vor Neugierde und Fürsorge platzende „Muschi“ gehen in 13 neuen Folgen wieder unbeirrt und weitestgehend unverbesserlich ihren Pflichten und Leidenschaften nach. Auf ein Neues also, das heißt: Ab in die Provinz, da, wo Deutschland noch ist, wie es sich der Städter in seinen kühnsten Träumen nicht auszumalen vermag.

Auch die neuen Folgen, ab 09. September 2014 jeden Dienstag um 20.15 Uhr im Ersten, halten wieder jede Menge Skurrilitäten und ein Provinzpanoptikum erster Klasse bereit: sei es der Eiermann und mobile Callboy Rocco, der ermordete Frittenbudenbesitzer, schwule Schafzüchter, ein totes Burgfräulein und eine Dorfhexe, ein um sich schießender Sankt Martin oder das Love Hotel Traube: Die Zuschauer können sich auf einiges gefasst machen!

Die DVD zur neuen Staffel ist ab dem 14.10.2014 im Handel und ab 15.10.2014 als Download erhältlich.

- "Mord mit Aussicht": Bjarne Mädel steigt aus! (rtv)
- "Der Tatortreiniger" im NDR – Viel Lob, wenig Geld und Pflege (Hans Hoff, Süddeutsche Zeitung, 06.01.2014)
"Da loben sie dich und nehmen dir gleichzeitig die Wurst vom Brot"…"Die eigentliche Arbeit eines Schauspielers ist es, kreativ zu sein, aber da kommt man kaum noch zu. Man liefert dann nur noch ab."
Schmerzhafter Talk für Bjarne Mädel! [2:35]

Veröffentlicht am 24.08.2012
In der Talkshow "3nach9" war gestern Abend der Schauspieler Bjarne Mädel („Stromberg", („Tatortreiniger") zu Gast -- doch der wollte eigentlich gar nicht da sitzen. Der Grund: eine dicke Backe wegen einer Zahnbehandlung am selben Tag. Doch zum Glück hat Mädel seinen Humor behalten -- und Tatort-Kommissar Oliver Mommsen auch ;-)

Wir haben von Radio Bremen die Lizenzfreigabe!

Bjarne Mädel ist Schotty - Der Tatortreiniger bei TV total [7:20]
Veröffentlicht am 03.12.2014
Ob als Tatortreiniger, bei "Mord mit Aussicht" oder "Stromberg" - Bjarne Mädel ist nicht nur ein super Schauspieler, sondern auch ein sympathischer Typ. Das beweist er bei seinem Besuch und zeigt gleich ein paar Ausschnitte aus der neuen Staffel seiner blutrünstigen Serie
Die ganze Folge auf MySpass: http://www.myspass.de/20459
Jetzt Abonnieren: http://bit.ly/1aYTIZV

"Mord mit Aussicht" - Caroline Peters Interview westart 2013 [13:51]
Veröffentlicht am 08.07.2013
Beste TV-Unterhaltung. Klasse Schauspielerin (die Kollegen übrigens auch.) Ich mag sie...
Bis zur nächsten Staffel müssen wir noch bis Ende 2014 warten....
Aber Gutes bleibt auch in der Wiederholung gut !!!

Anfangsverdacht für Landesverblödung

Nehmen wir mal an, unsere Bundeskanzlerin dreht gesundheitlich ab und wird als nicht zurechnungsfähig eingeschätzt. Man kann sie nur mit einem konstruktiven Misstrauensvotum aus dem Amt entfernen. Ich glaube nicht, dass ein anderer Weg möglich wäre. Aber wie ist das mit gehobenen Beamten? Was passiert, wenn zum Beispiel ein Generalbundesanwalt die Kontrolle über sein Handlungen verliert (z.B. Alzheimer)? Gibt es da ein Vier-Augen-Prinzip? Was passiert, wenn zwei an einer wichtigen Zentralstelle der Macht katastrophale Fehler verursachen, die nachhaltig den Glauben in den Rechtsstaaten gefährden? Wer beruft die Leute ab? Diese Fragen stellt man sich zwangsläufig, wenn man die ungeheuerlichen Vorwürfe liest, die gegen netzpolitik.org erhoben werden.

Es ist unfassbar, skandalös und ich habe nicht die Worte, um meine Aufgewühltheit darzustellen. Vor kurzen kam die SPIEGEL-Affäre mal im Fernsehen und ich habe gedacht, so etwas könnte sich heute nicht mehr wiederholen. Rudolf Augstein war 103 Tage in Untersuchungshaft! Danach flogen zwei Staatssekretäre und Strauß aus dem Kabinett. Keiner wollte es gewesen sein.
mehr:
- Peinlichkeit hat einen Namen: Bundesstaatsanwaltschaft (AlterMannBlog, 31.07.2015)

Generalbundesanwalt Range: Überwachung durch die NASA gibt es nicht [0:12]

Veröffentlicht am 15.12.2013
Video-Quelle: heute show
Piratenpartei mitmachen → www.piratenpartei.de/mitmachen/

Heute Show: Generalbundesanwalt Range informiert über den Stand des "SNA"-Skandals [7:10]

Veröffentlicht am 12.06.2014
06.06.2014 - Folge 156
siehe auch:
- Anfangsverdacht für Landesverblödung (Markus Kompa, Telepolis, 05.08.2015)
Warum, zum Henker, brauchen Staatsanwälte strafrechtliche Gutachten?
Die behördliche Behandlung des Falles "netzpolitik.org" wirft etliche Fragen auf. Die Beauftragung externer Gutachter durch die Generalbundesanwaltschaft für das Vorliegen eines Anfangsverdachts für Landesverrat ergibt keinen so rechten Sinn. Denn zuständig und hoffentlich qualifiziert zur Beurteilung strafrechtlicher Fragen sind die Staatsanwälte und Ermittlungsrichter. Gutachten benötigen Juristen nur dann, wenn zur Bewertung von Tatsachen der eigene Sachverstand nicht ausreicht.


Ermittlungen gegen Netzpolitik.org dienen objektiv der Einschüchterung von Journalisten und Informanten

Bundesrichter Dieter Deiseroth über das Vorgehen des Generalbundesanwalts und Whistleblowing

Es kann "kein rechtliches Erfordernis geben, etwas gegen das Recht zu sichern (z.B. durch Geheimhaltung), was nach der verfassungsmäßigen Ordnung Unrecht ist." So sieht es Dieter Deiseroth, Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, der im Telepolis-Interview auf die Bedeutung von Whistleblowern verweist, die geheime Unterlagen von Behörden der Öffentlichkeit zugänglich machen, um Unrecht aufzudecken.

Bei den geheimen Plänen zur Überwachung des Internets, über die Netzpolitik.org berichtete, handelt es sich aus Sicht von Deiseroth "um schwerwiegende Eingriffe unseres Inlands-Geheimdienstes in wichtige Grundrechte". Im Interview verdeutlicht er, dass ein großes öffentliches Interesse daran besteht zu erfahren, was es mit diesen Plänen auf sich hat.

Der Vorwurf des Landesverrats gegen die beiden Journalisten von Netzpolitik.org ist für Deiseroth "nach der bisherigen Informationslage in keiner Weise nachvollziehbar." Das Ermittlungsverfahren "hat objektiv die Wirkung, investigative Journalisten und unbequeme Kritiker sowie ihre Informanten einzuschüchtern".

mehr:
- Ermittlungen gegen Netzpolitik.org dienen objektiv der Einschüchterung von Journalisten und Informanten (Marcus Klöckner, Telepolis, 08.08.2015)

siehe auch:
- Sie versuchen es immer wieder (Christian Bangel, Milena Hasselkamp, ZEIT Online, 09.08.2015)
Der Fall Netzpolitik.org ist kein singuläres Ereignis. Er gehört in die lange Reihe juristischer Kämpfe von Behörden gegen Journalisten. Das Ziel: Fast immer dasselbe.

Als vor einigen Tagen das Ermittlungsverfahren des gewesenen Generalbundesanwalts Range gegen netzpolitik.org bekannt wurde, setzte die Journalistin Christine Kröger sich an den Computer und schrieb eine Mail an Markus Beckedahl. Was da in den Nachrichten lief, passte genau zu dem, was sie mit Range erlebt hatte. In den Anhang ihrer Mail setzte sie eine Pressemitteilung von ihm aus dem Jahr 2010.

Kröger veröffentlichte damals im Weser-Kurier Dossiers über die Verbindungen von Hells Angels und der Staatsanwaltschaft Hannover, die später auch bei ZEIT ONLINE erschienen sind. Range, damals noch Generalstaatsanwalt in Celle, griff Kröger daraufhin öffentlich an: Sie habe "ungewöhnlich distanzlos" recherchiert, der Fall sei konstruiert, er beruhe auf überaus zweifelhaften Angaben und längst wiederlegten alten Geschichten.

Range dürfte gewusst haben, dass Kröger Einsicht in Behördendokumente genommen hatte. Anzeige aber erstattete er damals nicht. Ihr Dossier Im Zweifel für den Staatsanwalt erhielt 2011 den Henri-Nannen-Preis für die beste investigative Geschichte des Jahres.

Seit die Ermittlungen gegen Netzpolitik.org bekannt wurden, wird in Deutschland wieder über Pressefreiheit diskutiert. Allerdings scheint es in den Debatten so, als habe es vor diesem Fall nur die Spiegel-Affäre und die Durchsuchung der Cicero-Redaktion gegeben. Dabei sind juristische Schritte von Behörden gegen Journalisten alles andere als ungewöhnlich.