Samstag, 12. September 2015

Dieter Nuhr und der Islam – Er hat es wieder getan

Der Kabarettist Dieter Nuhr bleibt in seinem neuen Programm dem Islam auf der Spur. Vor allem nimmt er staatliche Moralapostel und Genderexpertinnen in den Blick und gelangt zu der Erkenntnis: Wer heute glücklich sein will, braucht Anarchie und Askese

Und? Hat er wieder den Islam kritisiert? Mit dieser Frage dürften die Massen, die sich für Dieter Nuhr begeistern, sein neues Programm „Nur Nuhr“ besuchen. Sofern sie zuvor eine andere Frage, die mir die Dame am Prosecco-Stand vor den Berliner „Wühlmäusen“ stellte, bejahen konnten. „Glück gehabt? Karte bekommen?“

Dieter Nuhr ist Monate im Voraus ausverkauft, egal, wo er auftritt. Das hat zwei Gründe. Gewiss trägt dazu der televisionäre Nasenfaktor bei. Der Moderator des in „Nuhr im Ersten“ umbenannten „Satire Gipfels“ – heute Abend wieder im Programm – ist in seiner Rolle als Chefironiker der ARD-Nach-Nachfolger von Dieter Hildebrandt.

Andererseits hat der Kartenkauf Bekenntnischarakter. Der belesene Komiker, der sich Kabarettist nicht schimpfen lassen will, löckt wider den Stachel jenes vulgärlinken Juste Milieus, in dem die meisten Kollegen es sich eingerichtet haben. Zeitgeistopposition ist im Preis inbegriffen.

Die Bühnenfigur Nuhr, ein sportlicher Fünfziger in Turnschuhen, Jeans, Schlabbershirt, ist kein Antikapitalist, kein Israelkritiker, kein Gleichstellungsbeauftragter. Auszusetzen hat er trotzdem manches am Lauf der Welt. Politische Unterhaltung braucht einen Grundfuror.

mehr:
- Er hat es wieder getan (Alexander Kissler, Cicero, 10.09.2015)

Pervers  Dieter Nuhr Dieter Nuhr über Islam Koran Terrorismus [14:55]

Veröffentlicht am 31.05.2013


Besorgter Bürger und Betroffenheitspornografie – Deutschland gehört auf die Couch

Kolumne: Zwischen den Zeilen. Deutschland fällt von einem Extrem ins andere. Der besorgte Bürger sieht das Abendland bedroht und das ZDF kontert mit lupenreiner Betroffenheitspornografie. Sorry, aber dieses Land gehört in Therapie

Nicht ärgern, nur wundern, würde mein Analytiker sagen. Wenn ich denn einen hätte. Also wundere ich mich. Über dieses Land, in dem die einen die vielen Vertriebenen aus dem Morgenland so beispiellos willkommen heißen, während gleichsam andere ihr achso konformes Abendland ganz kommentarspaltenmundgerecht betrauern.

Man wundert sich. Darüber, dass sich Menschen über Menschen aufregen, die andere Menschen willkommen heißen.

Da twittern sich Konservative die Finger wund, weil sie es nicht ertragen, dass es in Deutschland eine Mehrheit gibt, die die Integration der Flüchtlinge für lösbar hält. Die lindert, anpackt, Strukturen schafft, wo keine sind und sich nicht von einer Überforderungsrhetorik anstecken lässt. Sondern schlicht hilft.

Dem entgegen steht der feuchte Traum des besorgten Bürgers, der es gar nicht abwarten kann, die Willkommensblase platzen zu sehen. Sehnsüchtig wird herbeigeschrieben, dass es bald vorbei sei mit der Hilfsbereitschaft und mit Spannung wird erwartet, was denn zuerst zur Neige gehe: das Geld oder die Willkommenskultur. Schon putzig, wie sie sich so furchtbar politisch unkorrekt geben, um gleichsam ihr korrekt homogenes Bild einer biederen Nation runter zu beten. Unter tosendem Applaus einer überraschungsbefreiten Kommentarspalten-Bohème, versteht sich. Na, Halleluja.

mehr:
- Besorgter Bürger und Betroffenheitspornografie – Deutschland gehört auf die Couch (Timo Stein, Cicero, 11.09.2015)

Wie sich die Kehrtwende in der Flüchtlingsfrage erklärt

Noch vor wenigen Wochen zeigte Angela Merkel in der Flüchtlingspolitik Härte, nun gilt sie vielen Hilfesuchenden als Schutzheilige. Ihre Botschaft: „Wir schaffen das.“ Wie erklärt sich diese 180-Grad-Wende?

Viele Flüchtlinge haben auf dem Weg nach Europa inzwischen eine Art Marienbildnis dabei. Ein Foto von Angela Merkel, ein zusammengefaltetes Stück Papier. „Wir wollen zu Mother Merkel“, sagen sie in die Kameras. Die deutsche Kanzlerin als Schutzheilige in der Jackentasche, Deutschland als Ziel der Träume im Herzen. So kommen Tausende und Abertausende verzweifelte Menschen aus den Kriegsgebieten an den Außengrenzen der Europäischen Union an. Und wollen weiter. Zu Mutter Merkel.

Diese Entwicklung hat mit einer Kehrtwende der Kanzlerin zu tun. Einer Kehrtwende, die sich zwischen dem 16. Juli und dem 31. August dieses Jahres vollzogen haben muss. Eine Kehrtwende, für die es ein Erklärungsmuster gibt.

mehr:
- Wie sich die Kehrtwende in der Flüchtlingsfrage erklärt (Christoph Schwennicke, Cicero, 11.09.2015)

Propaganda machen immer nur die anderen

Über die Deutsche Welle, Russland und den neuen europäischen Medienkrieg

Die Aufstockung des Budgets der Deutschen Welle Anfang des Jahres war begleitet von Konflikten und kritischen Kommentaren über die neue politische Ausrichtung des Auslandssenders. Inzwischen lassen sich Tendenzen und Zusammenhänge erkennen, die bestehende Befürchtungen weitgehend bestätigen: Der Ausbau der Deutschen Welle steht offensichtlich im Zusammenhang mit außenpolitischen Frontstellungen der EU. Ausmachen lässt sich das vor allem – wenn auch nicht nur – am Verhältnis zu Russland und zum Ukraine-Konflikt. Dabei ist die Neuausrichtung der Deutschen Welle in eine gesamteuropäische Medienstrategie gegen Moskau eingebunden. Der diskursive Einfluss russischer Akteure soll über politische Gegenprogramme eingedämmt werden, aber auch durch restriktive Maßnahmen gegen regierungsnahe Journalisten. Das von Deutsche-Welle-Intendant Peter Limbourg formulierte Ansinnen, russischen Medien "Paroli zu bieten" ist also Teil eines umfassenden Medienkrieges um die Köpfe der Menschen in West und Ost. Hier ein Zwischenresümee.


Über Jahre hinweg hatte die Deutsche Welle ein Nischendasein gefristet. In Deutschland war der steuerfinanzierte Sender kaum wahrgenommen, auf internationaler Ebene neben den großen Playern nie erstgenommen worden. Die Konsequenz: 2004 musste die Deutsche Welle 4,5 Millionen Euro einsparen, 2005 waren es sogar 8,5 Millionen. Es folgten interne Verteilungskämpfe und zermürbende Debatten darüber, welchen Programm gestrichen und welche Mitarbeitergruppen entlassen werden könnten.

Die massiven Einschnitte blieben am Ende zwar aus; erholt hat sich der Auslandssender von den Sparauflagen aber nie. Das lag allerdings auch daran, dass die Deutsche Welle nie eine klare Aufgabe hatte, geschweige denn eine Vision.

Doch eben das soll sich nach dem Willen des 2013 berufenen Intendanten Peter Limbourg ändern. Der ehemalige Nato-Korrespondent der Deutschen Fernsehnachrichten Agentur will den Auslandssender zum medialen Flaggschiff gegen ein zunehmend auf nationale Interessen bedachtes Russland ausrichten. Ausgebaut werden soll vor allem das englischsprachige Programm, aber eben auch russischsprachige Angebote.

Um die nötigen Ressourcen freizumachen, könnten zahlreiche kleinere Programme für den zentralasiatischen Raum, Lateinamerika und sogar China wegfallen. Man sehe die Aufgabe darin, "ausgewogenen Journalismus zu präsentieren, auch auf Russisch", sagte Limbourg der Wochenzeitung Die Zeit im April dieses Jahres, um auf den Ausbau des russischen Auslandsfernsehens Russia Today zu verweisen, das im Internet auch auf Deutsch präsent ist.

Gegen die russischen Medien vorzugehen, sei eine vorrangige Aufgabe, so Limbourg im Duktus des Kalten Krieges. "Unsere Werte in der Welt zu vertreten ist eine nationale Aufgabe", hieß es da. Und: Im Zuge der Umbrüche in der arabischen Welt haben man – gemeint sich westliche Akteure – gesehen, dass eine stärkere Präsenz sinnvoll sei. "Mit Soft Power", fügte Limbourg an: "Dazu würden wir uns auch zählen."

mehr:
- Propaganda machen immer nur die anderen (Harald Neuber, Telepolis, 30.07.2015)

Medien Krieg Propaganda Feindbilder - Die Putinversteher-- Die Anstalt [5:34]


Veröffentlicht am 05.05.2014
Obwohl die Zusammenhänge längst rekonstruierbar sind, bedienten sich die Abendnachrichten der "Tagesschau" noch 24 Stunden nach dem Verbrechen einer absichtsvoll unbestimmten Sprachversion. Wie es am 3. Mai um 20.15 Uhr im ersten deutschen TV-Programm über die Ereignisse in Odessa hieß, "geriet ein Gebäude der Gewerkschaft in Brand". Diese Formulierung ließ auch an einen technischen Defekt denken und vermied die Verknüpfung des Ereignisses mit dem ausreichend vorliegenden Nachrichtenmaterial internationaler Agenturen. Eingeräumt wurde lediglich, dass eventuell "Unbekannte" ein Feuer gelegt hätten; über die näheren Umstände wisse man nichts.

Die staatsnahe TV-Anstalt zog sich nach 48 Stunden auf die Sprachregelung zurück, "beide Konfliktparteien" beschuldigten sich nun gegenseitig, so dass die Informationslage unklar bliebe. Zu einer eigenen Recherche schien der ARD-Sender außerstande zu sein, nachdem er die russophoben Gewalttaten auf dem Kiewer Maidan im Februar mit aufwendigen Live-Schaltungen seiner Korrespondenten und in teils schrillen Tönen hatte begleiten lassen.

mehr unter
http://www.german-foreign-policy.com/

Richard David Precht: Die "Knalltüte" Rasmussen - Maybrit Illner 04.09.2014 - die Bananenrepublik [12:21]

Veröffentlicht am 05.09.2014
► Homepage: http://www.Bananenrepublik.tv - Bananenrepublik.tv 

Putin on Western propaganda (subtitled) [1:54]

Hochgeladen am 15.01.2012
Putin is amazed by how powerful Western propaganda is.
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) lehnte Hermans Beschwerde gegen dieses BGH-Urteil am 25. November 2012 ab: Die Entscheidung des BGH habe Herman nicht in ihren Grundrechten verletzt. Die vom Hamburger Abendblatt zitierten Äußerungen seien im Gesamtzusammenhang zu betrachten und stellten eine Meinungsäußerung dar. „Die Beschwerdeführerin, der es nicht gelungen war, sich unmissverständlich auszudrücken, muss die streitgegenständliche Passage als zum ‚Meinungskampf‘ gehörig hinnehmen.“[52] (Eva Herman, Gerichtsurteile, Wikipedia)

siehe auch:
- Tagesschau sachlich und objektiv: »Putin, einsam und verlassen« (Post, 19.11.2015)
Deutschland im Zensurtaumel (Peter Mühlbauer, Telepolis, 12.09.2015)
OLG Hamburg versteht keinen Spaß: Satiriker müssen genau recherchieren (Markus Kompa, Telepolis, 09.09.2015)

Freitag, 11. September 2015

9/11 Billionen: Folge dem Geld

zur Zahl:
Trillion (Wikpedia)

9/11 Trillions: Follow The Money {59:34}

corbettreport
Am 11.09.2015 veröffentlicht 
TRANSCRIPT, SOURCES AND MP3: https://www.corbettreport.com/?p=16167
Forget for one moment everything you've been told about September 11, 2001. 9/11 was a crime. And as with any crime, there is one overriding imperative that detectives must follow to identify the perpetrators: follow the money. This is an investigation of the 9/11 money trail.
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Redewendung: Etwas im Schilde führen

Ritter führten stets etwas im Schilde 

Der Schild war in der Zeit des Rittertums nicht nur eine unverzichtbare Verteidigungswaffe, sondern auch eine Art Visitenkarte. Er trug das Wappen des Ritters, aufgemalte Symbole oder Parolen und bot dem Träger allerlei Möglichkeiten, von seinem Status und seinen Werten zu künden. In Schlachten war es häufig notwendig, die Schilde »lesen« zu können, um nicht auf Verbündete loszugehen. Was einer im Schilde führte, gab offen zu erkennen, ob es sich um Freund oder Feind handelte. Und natürlich wäre es undenkbar und gegen jede ritterliche Ehre gewesen, durch das Tragen von Wappen anderer auf dem eigenen Schild den Gegner zu hintergehen. 

Spezialisten im Lesen der Schilder - und damit in der Identifizierung der Ritter in Turnieren und Schlachten - waren die Herolde, die über Wappenrollen und Wappenbücher verfügten, mithilfe derer sie ihre Kenntnisse verfeinerten. Zuweilen wird die heutige negative Ausrichtung der Wendung damit erklärt, dass hinter dem Schild andere Waffen verborgen wurden, die erst im letzten Moment zur Anwendung kamen. Solch eine Praxis könnte allerdings erst mit dem Niedergang des Rittertums eingezogen sein, denn sie wäre alles andere als ritterlich gewesen. 

Harenberg - Abenteuer Geschichte 2015 
Die Welt der Ritter - Helden aus Eisen [43:43]

Veröffentlicht am 29.04.2014
Die erste Folge zeigt den Beginn des Rittertums im frühen Mittelalter. Wann wurde aus dem Reiter ein Ritter? Einer der ersten wahren Ritter könnte Heinrich Tangel aus dem Heer Ottos I. gewesen sein
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Donnerstag, 10. September 2015

Heute vor 72 Jahren – 10. September 1943: Die deutsche Wehrmacht besetzt Rom

Das Ende der »Achse Berlin-Rom«

Im Juli 1943 waren die Alliierten in der bis dahin größten amphibischen Operation des Zweiten Weltkriegs auf Sizilien gelandet, Mitte August hatten sie die Insel vollständig erobert. In ganz Italien machte sich Kriegsverdrossenheit breit, die Arbeiterschaft begehrte in Streiks gegen die faschistische Regierung auf. Benito Mussolini wurde von König Viktor Emanuel III. zum Rücktritt gedrängt und verhaftet. Anfang September schloss Italien einen Waffenstillstandsvertrag mit den Alliierten.
Deutscher Posten vor dem Innenministerium in Rom, September 1943
Deutschland musste auf den italienischen Kriegsaustritt reagieren, wollte es nicht den ganzen italienischen Machtbereich verlieren. In Südfrankreich, auf dem Balkan und in Italien selbst wurden die italienischen Truppen daher entwaffnet. Am 8. September 1943 griffen deutsche Truppen die Hauptstadt des noch wenige Tage zuvor verbündeten Staates an. Zwei Tage dauerten die Kämpfe, dann einigten sich Italiener und Deutsche, Rom zur »offenen Stadt« zu erklären, ihr also neutralen Status zu verleihen. Die tatsächliche Kontrolle über Rom übernahm am 10. September 1943 aber das deutsche Militär. Wenige Tage später wagten sich auch die nach dem Sturz Mussolinis untergetauchten Faschisten wieder auf die Straße.

»Unternehmen Eiche« 
• Codename für die erfolgreiche Aktion zur Befreiung Mussolinis 
• durchgeführt von deutschen Fallschirmjägern am 12. September 1943


 Harenberg - Abenteuer Geschichte 2015

Benito Mussolini Reportage über Benito Mussolini [40:33]

Veröffentlicht am 17.05.2013
Benito Amilcare Andrea Mussolini (* 29. Juli 1883 in Dovia, Region Emilia-Romagna; † 28. April 1945 in Giulino di Mezzegra, Region Lombardei) war ein italienischer Politiker und Ministerpräsident des Königreiches Italien (1922--1943) und der Italienischen Sozialrepublik (1943--1945), ab 1926 diktatorisch regierend.
Als Gründer und Führer der Faschistischen Partei (1921--1945) und des faschistischen Regimes führte er den Titel Duce del Fascismo („Führer des Faschismus"; in der Kurzform auch Duce, siehe „Führer").

Flüchtlingspolitik mit Kant – Wir sind die Guten

Helfen Es ist schon ein verdammt gutes Gefühl, Gutes zu tun: Über den Enthusiasmus als ästhetisch-moralische Kraft

Norbert Mappes-Niediek ist ein unverdächtiger Zeuge. Der österreichische Journalist und Balkan-Experte, der auch für den Freitag schreibt, hat in vielen Beiträgen seine Sympathie für bedrängte Minderheiten gezeigt. Nun hat er auf Facebook eine irritierende Beobachtung vom Wiener Westbahnhof mitgeteilt. „Aufgefallen ist mir dort die merkwürdige Euphorie bei den Helfern. Strahlende Augen, Klatschen, Schulterklopfen, Rührung – von Helferszenen anderswo kenne ich das so nicht. Was ist da los?“ Später wurde er deutlicher: „Schön, dass so viel geholfen wird.Aber ich habe jetzt schon mehrere Helferszenen erlebt, auf dem Balkan und am Brenner, und da war die Stimmung eine ganz andere. Freundlich, aber viel nüchterner.“

Als ich seinen Eintrag las, stimmte ich sofort innerlich zu. Ich glaubte zu wissen, was er meint: dass außer dem Gefühl der Empathie noch etwas anderes in den Handlungen und Gesten mitschwingt. Dass sich im Strahlen, Klatschen und Schulterklopfen etwas zeigt, das nicht die Flüchtlinge meint, sondern uns. Aber was genau?

mehr:
- Flüchtlingspolitik mit Kant (Michael Angele, der Freitag, 10.09.2015)
[…] es reicht ein Blick auf Immanuel Kants Überlegungen zum Enthusiasmus. Enthusiasmus nannte der gerade oft zitierte Philosoph in der Kritik der Urteilskraft die „Idee des Guten mit Affekt“.

Und er präzisierte: „Wie jeder Affekt ist dieser Gemütszustand blind, er kann also der Vernunft nicht wohlgefallen. Ästhetisch aber ist er erhaben, weil er eine Anspannung der Kräfte durch Ideen ist, welche dem Gemüte einen Schwung geben, der weit mächtiger und dauernder wirkt als der Antrieb durch Sinnenvorstellungen.“ Ohne hier auf die knifflige Ästhetik des Erhabenen eingehen zu können, kann man Gefühle, die nachhaltiger wirken als Affekte, die auf Sinneseindrücken basieren, als Stimmung bezeichnen.

Heute vor 51 Jahren – 10. September 1964: Der millionste Gastarbeiter

Als millionster Gastarbeiter erhält der portugiesische Zimmermann Armando Rodrigues bei seiner Ankunft auf dem Bahnhof Köln-Deutz im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände als Willkommensgruß ein Moped.

siehe auch:
- Der Millionste Gastarbeiter kam vor 50 Jahren – Ankunft im Wirtschaftswunderland Deutschland (Ralph Schulze, Tagesspiegel, 10.09.2014)

Lokalzeit aus Köln Vor Der millionste Gastarbeiter kam nach Köln [6:34]

Veröffentlicht am 09.09.2014
 


Mittwoch, 9. September 2015

Vor etwa 3000 Jahren – 1300 - 800 v. Chr.: Die Späte Bronzezeit

Eine Kultur der auslaufenden Bronzezeit 

Prähistorische Kulturen, deren Träger noch nicht die Namen von Völkern oder Ethnien tragen, werden meist nach ihren typischen Hinterlassenschaften (etwa Glockenbecher-Kultur), nach Hauptfundorten dieser Relikte (wie die Hallstatt-Kultur) oder auch nach der gängigen Bestattungsart bezeichnet. Letzteres ist bei der Urnenfelder-Kultur der Fall, die sich 1250-750 v. Chr. in Mitteleuropa verbreitete und als jüngste Stufe der Bronzezeit auf die Hügelgräber-Kultur folgte. 
Goldschale mit Sonnenkultur-Zeichen, um 1200 v. Chr.

Geprägt waren diese Kultur und Zeit vor allem durch die Vereinheitlichung und räumliche Festigung der Glaubensvorstellungen. Die Toten wurden fast ausnahmslos verbrannt und in großen Urnenfeldern beigesetzt. Die Zahl befestigter Siedlungen, besonders an den Ufern großer Flüsse, stieg deutlich an, aber auch Höhlensiedlungen waren noch verbreitet. Wie zahlreiche Funde belegen, verfeinerten sich durch Spezialisierung die handwerklichen Fähigkeiten. Auf Bronze- und Goldobjekten finden sich Ziermotive, unter denen die Sonne als Leben spendende Kraft eine besondere Rolle einnimmt. 

 Bronzezeit 
 • in Mitteleuropa etwa 2100-700 v. Chr. 
 • folgte auf die Jungsteinzeit 
 • wurde von der Eisenzeit abgelöst 
 Harenberg - Abenteuer Geschichte 2015 

Verbreitung der Urnenfelderkultur [Wikipedia]

Dienstag, 8. September 2015

Willkommenskultur ist ein Widerspruch in sich

Kisslers Konter: So sympathisch und menschlich das Anliegen auch ist – der Begriff „Willkommenskultur“ hat keinen Sinn. Die Versuche, Deutschland so eine neue Identität zu geben, werden scheitern. Zum Nachteil für Alteingesessene wie Zugewanderte gleichermaßen

Das Rätsel ist gelöst, die Debatte beendet. Die SPD teilt uns mit, wonach wir lange suchten, seit mindestens 1949. Sie weiß, was Deutschland ausmacht, worin sein identifikatorischer Kern besteht. Der Verfassungspatriotismus hat ausgedient, Leitkultur und Kulturnation waren gestern: „Deutschland heißt Willkommen“. Der neue SPD-Slogan lässt sich unverfänglich deuten als Willkommensgruß, im Sinne von „Deutschland sagt Guten Tag“. Die tiefere und gewiss intendierte Deutung, beglaubigt durch Großschreibung, besagt hingegen, dass Deutschland prinzipiell Willkommen bedeute; dass das Land zwischen Garmisch und Kiel sich als Willkommensrepublik definiere. Deutschlands neue Grenzen sind die Grenzen seiner Willkommenskultur; sie gehen mitten durch die Bürgerschaft.

Damit wird die moralische wie praktische Tragweite der Willkommenskultur leider überschätzt. Was einmal mit dem recht hohl gewordenen Begriff der Willkommenskultur gemeint war, ist eindeutig und ist eindeutig löblich. Kein „Haut doch ab!“, kein „Wir wollen unter uns bleiben!“ sollte Deutschland je wieder den anderen Nationen entgegen brüllen. Kein Muffelkopf mit Rückfahrkarte oder Peitschenknall sollte den Menschen aus aller Herren Länder den Grenzübertritt vergällen. Einen herzlichen Willkommensgruß wollen die Deutschen stattdessen den Durch- und Einreisenden entbieten. Aus Abschottung, Chauvinismus, Engstirnigkeit und Fremdenangst sollten Herzlichkeit, Freundlichkeit, Friedfertigkeit werden. In sehr weiten Teilen ist dieser Mentalitätswandel vollzogen, glücklich und glücklicherweise vollzogen.
mehr:
- Flüchtlinge: Willkommenskultur ist ein Widerspruch in sich (Alexander Kissler, Cicero, 08.09.2015)

siehe auch:
- Gräben in der Flüchtlingsdebatte: Wir müssen nicht so tun, als gäbe es kein Problem (Marie Amrhein, Cicero, 04.09.2015)

Montag, 7. September 2015

Gendertheorie: Aufklärung oder ideologische Verblendung?

Gender Mainstreaming ist in aller Munde. Ampelmännchen sollen Ampelfrauen werden und es muss auch schwule und lesbische Ampelmännchen geben. Röhrende Hirsche müssen aus Prospekten für Wildparks verschwinden und der Begriff Gender-Mainstreaming wurde vor Kurzem in die 24. Ausgabe des Dudens aufgenommen.

Der Begriff wurde erstmals Mitte der 1980er Jahre auf einer UN-Weltfrauenkonferenz vorgeschlagen. Die Gleichstellung der Geschlechter sollte nicht mehr als Frauenproblem gesehen werden, sondern als gesamtgesellschaftliches. Seit Ende der 90er Jahre ist Gender Mainstreaming erklärtes Ziel der EU.

Es geht um Geschlechtergerechtigkeit. Und diese muss überall hergestellt werden. Kindern soll in der Schule erklärt werden, dass es unendlich viele sexuelle Identitäten gibt, und "besorgte Bürger" und rechtspopulistische Organisationen laufen dagegen Sturm, fordern "ein Ende des Gender-Schwachsinns" und verlangen die "widernatürliche Ideologie an den Wurzeln auszumerzen".

Gleichzeitig werden EU-weit Milliarden von Euro für Genderprojekte ausgegeben. Neben Klos für Männer und Frauen soll es ein drittes Klo geben, ein Unisex-Klo für all die, die nicht wissen, ob sie Männlein oder Weiblein sind. Es entstanden mittlerweile etwa 200 Professuren für Genderstudien und 2000 Gleichstellungsbeauftragte sind bundesweit beschäftigt. Als der renommierte Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera Gendertheorie als eine spezifisch europäische Variante der Leugnung der Evolution beschrieb, war das Geschrei groß. Man könnte meinen, dass, wenn es heute einen Kulturkampf gibt, er hier stattfindet.

Dabei hatte alles so schön begonnen, nämlich mit der umwerfenden Agnes-Studie des amerikanischen Soziologen Harold Garfinkel, der in den 1960er Jahren eine Geschlechtsumwandlung forschend begleitete. Agnes wurde mit einem männlichen Genital geboren, fühlt sich aber, solange sie denken kann, als Frau.

mehr:
- Gender und Sex (Till Nikolaus von Heiseler, Telepolis, 07.09.2015)

Hart aber Fair Nieder mit den Ampelmännchen Deutschland im Gleichheitswahn 02 03 2015 360p [2:15:38]


Veröffentlicht am 24.08.2015
Die ARD hat eine weitere Ausstrahlung der Sendung verboten, aus der Mediathek ist sie gelöscht. Grund genug, sie zu konservieren 
Alter Info-Text: Veröffentlicht am 16.03.2015
Gleichstellungsgesetz, Quotenregelung, Genderforschung - bei uns wird das Verhältnis von Mann und Frau zur Staatsraison. Braucht echte Gleichberechtigung meh...

FDP-Mann im Interview: "Hart aber fair"-Kubicki: Thomallas ... Am Montagabend diskutierte FDP-Politiker Wolfgang Kubicki bei "Hart aber fair" über den Gender...

Nieder mit den Ampelmännchen - Deutschland im Gleichheitswahn?. Gleichstellungsgesetz, Quotenregelung, Genderforschung - bei uns wird das Verhältnis von Mann und Frau zur Staatsraison.

Nieder mit den Ampelmännchen - Deutschland im Gleichheitswahn?. Gleichstellungsgesetz, Quotenregelung, Genderforschung - bei uns wird das Verhältnis von Mann...

Hart aber Fair | Nieder mit den Ampelmännchen Deutschland im Gleichheitswahn | 02.03.2015

siehe auch:
- Zensur im Namen der Gleichberechtigung (Post, 24.08.2015)
- Gleichstellungsbeauftragte und bayerische Tradition (Post, 25.05.2015)
- Realsatire: Nennen Sie mich Prosecco Hornscheidt (Post, 26.12.2014)
- Gender-Studien – Heldenhafte Spermien und wachgeküsste Eizellen (Hans Peter Klein, ZEIT Online, 30.05.2015)
- Uni Kassel – Professor nennt Genderforschung unwissenschaftlich (Ludger Fittkau, Deutschlandfunk, 01.09.2015)
- Kampf um Geschlechter tobt an der Uni – Kasseler Professor feindet Vertreter feministischer Theorien an (HNA, 31.08.2015)
- Gender, Pseudowissenschaft und der hpd (Evidenz-basierte Ansichten, 28.04.2015)
- Genderwahn und der Aufstand der Wissenschaft (Die Kehrseite, 17.07.2015)
- Genderkritischer Wissenschaftler mit abenteuerlichem Statement gerügt (Arne Hoffmann, Genderama, 01.09.2015)
- Prof. Ulrich Kutschera: Genderismus ist der Kreationismus Europas (Sciencefiles, 13.04.2015)
- Genderismus ist der Kreationismus Europas (Michael Klein, Frankfurter Erklärung, 13.05.2015)
- Gender Mainstreaming im Nationalpark Eifel (Interview mit Henning Walter, Leiter der Nationalparkverwaltung, Nationalpark Eifel, Datum unbekannt)

Hirsch gibt sich Duftmarke Brunft/Eifel 2010 [0:49]


Hochgeladen am 24.09.2010
Ein Hirsch markiert sich um dem Kahlwild gegenüber einen guten Duft abzugeben. Aufgenommen im September 2010 in freier Wildbahn in der Vulkaneifel.

- Regierung: Der neue Mensch (René Pfister, 30.12.2006)
- Schlecht, schlechter, Geschlecht (Harald Martenstein, 08.06.2013)
- 15 Jahre Gender Meinstreaming: Von Männern, Frauen und Hirschen (Birgit Kelle, The European, 28.06.2012)
Man hätte es auch einfach bei Gleichstellungspolitik belassen können. Wer Gleichheit zwischen Männern und Frauen will, braucht keinen englischen Kunstbegriff wie Gender Mainstreaming, den kaum ein Deutscher in zwei vernünftigen Sätzen erklären kann – und der dann doch wieder in Gleichstellungspolitik zurück übersetzt wird und sowieso nur Frauenpolitik beinhaltet. Gender Mainstreaming konnte niemals die Lösung für die Geschlechterfrage sein, weil es einfach nur eine krude Theorie ist, die darauf hinarbeitet, Geschlechtsunterschiede auszumerzen, anstatt Mann und Frau gleichwertig zu behandeln.

Birgit Kelle: Gender-Mainstreaming ist „wirre Ideologie" [14:55]

Veröffentlicht am 06.02.2013
Laut dem Gender-Mainstreaming-Konzept definiert sich das Geschlecht vor allem über die Erziehung. Die gläubige Journalistin Birgit Kelle spricht sich öffentlich gegen den „Gender-Wahn" aus und behauptet, dass es keine Wissenschaft sei, sondern eine wirre Ideologie, die uns die Politik aufzwinge.

Wir haben Frau Kelle gefragt, ob sie lieber das traditionelle Familienbild zurück haben will und warum sie auch gegen das Recht auf Adoption für homosexuelle Paare ist.

http://www.pro-medienmagazin.de

ALICE SCHWARZER vs. ESTHER VILAR | Die ganze Sendung! [42:41]

Veröffentlicht am 16.01.2014
Im Februar 1975 strahlte das WDR Fernsehen ein unmoderiertes Streitgespräch zwischen Alice Schwarzer (Journalistin, Publizistin und Feministin) und Esther Vilar (Autorin) aus, welches darauf in den Massenmedien ausführlich kommentiert wurde. Vilar hatte in ihrem Buch "Der dressierte Mann" mit der These provoziert, dass nicht die Frau durch den Mann unterdrückt werde, sondern umgekehrt der Mann durch die Frau. Das Buch war in feministischen Kreisen sehr umstritten, da es, so die Meinung der Kritikerinnen, sexistische Vorurteile weiterverbreite. Schwarzer erklärte unter anderem, Vilar sei zynisch, eine Verräterin am eigenen Geschlecht und "nicht nur Sexistin, sondern Faschistin".
In dieser Auseinandersetzung hob Alice Schwarzer nachdrücklich hervor, dass das Ziel des feministischen Kampfes keineswegs eine Angleichung an die männliche Lebensform sei.

"Nicht unsere Integrierung ist wünschenswert, nicht die Vermännlichung der Frauen, sondern die Vermenschlichung der Geschlechter."
- Alice Schwarzer (1975)

Original-Titel der Sendung 1975:
"ALICE KONTRA ESTHER - EIN STREITGESPRÄCH ZWISCHEN ESTHER VILAR und ALICE SCHWARZER"

Infos zu Alice Schwarzer: http://de.wikipedia.org/wiki/Alice_Sc...
Infos zu Esther Vilar: http://de.wikipedia.org/wiki/Esther_V...

Birgit Kelle im Gespräch mit Evolutionsbiologe Professor Ulrich Kutschera [37:31]

Veröffentlicht am 30.07.2015
http://nicht-feminist.de bittet zum Gender-Tanz:
Die einzigartige Birgit Kelle im Gespräch mit dem Evolutionsbiologen und Gender-Kritiker Professor Ulrich Kutschera.
http://www.kingfm.net/2015/07/birgit-...
Birgit Kelle unterhält sich mit einem alleinerziehenden Vater:
https://www.youtube.com/watch?v=SZa4y...
Alles präsentiert vom ersten nicht-feministischen Magazin im deutschsprachigen Web:
http://nicht-feminist.de

siehe auch:
Politisch korrekter Feminismus an der Schmerzgrenze – McCarthyismus linksrum (Post, 12.08.2017)
Der studentische Initiationsritus und der Vergewaltigungs-Reißer (Post, 11.12.2014)

Wer mehr Posts zu dem Thema lesen will, klicke unter den Stichworten auf »Gender«

Wer versucht, Meinungen aus dem öffentlichen Diskurs, dem Wettbewerb der Meinungen auszuschließen, ist nicht zur Teilhabe am demokratischen Diskurs fähig und entsprechend auszuschließen, und zwar solange, bis er die menschliche und geistige Reife gewonnen hat, um Meinungen Anderer mit Respekt, Anstand und Toleranz gegenüberzutreten.

Wer versucht, Gefühle oder Emotionen in den Wettbewerb der Meinungen einzuführen, ist ebenfalls nicht zur Teilhabe am demokratischen Diskurs fähig und entsprechend auszuschließen, und zwar solange, bis er die menschliche und geistige Reife gewonnen hat, um Meinungen Andrerer mit Respekt, Anstand und Toleranz gegenüberzutreten. […]

Das bedeutet, dass die Zulassung zum Meinungs-Wettbewerb eine Mindestqualifikation erfordert. Wie oben geschrieben wurde: Nicht jeder, der meint, eine Meinung zu haben, kann am Wettbewerb der Meinungen teilnehmen, sondern nur, wer in der Lage ist, seine Aussagen zu begründen, also eine Meinung zu formulieren.
 [aus: Traktat einer wehrhaften Demokratie – Verteidigung der MeinungsfreiheitSciencefiles, 01.01.2014]


Heute vor 37 Jahren – 7. September 1978: Attentat auf den Schriftsteller Georgi Markow

Dissidentenmord mit Regenschirm

Eine Reise nach Italien nutzte der bulgarische Schriftsteller Georgi Markow (1929-1978), um sich 1969 aus seinem Heimatland abzusetzen und sich vor dem Regime in Sofia in Sicherheit zu bringen. Markow ließ sich in London nieder, wo er als scharfer Kritiker des kommunistischen Regimes in Bulgarien für Zeitungen und Radiosender arbeitete und über Korruption und Sexskandale in der bulgarischen Führungsriege um Todor Schiwkow berichtete.
Georgi Mrkow, um 1975

Am 7. September 1978 stand Markow an der Haltestelle auf der Waterloo Bridge und wartete auf den Bus, der ihn zum Sitz der BBC bringen sollte, als er plötzlich einen stechenden Schmerz in der Wade spürte. Ein Mann mit Regenschirm murmelte einige Worte der Entschuldigung und verschwand. Wenige Stunden später fiel Markow ins Koma, vier Tage später starb er. Bei der Obduktion fanden die Mediziner eine winzige Kapsel in Markows Wade und Spuren des Giftes Rizin. Dass die Auftraggeber des Mordes in Sofia saßen, war bald klar, doch der Kalte Krieg verhinderte die Aufklärung. Nach der Wende wurden im Keller des bulgarischen Innenministeriums eine ganze Reihe derart präparierter Regenschirme gefunden.

Todor Schiwkow (1911-1998)
kommunistischer Politiker und Staatsmann
 1954-89 Diktator Bulgariens
 ordnete nach Zeugenaussagen den Mord an Markow persönlich an
 Harenberg - Abenteuer Geschichte 2015


Secrets of the Dead: Umbrella Assassin [53:08]
Veröffentlicht am 24.09.2014
On Monday, September 11, 1978, Bulgarian émigré, writer, and broadcast journalist Georgi Markov died in London at the age of 49. A political murder, his death remains one of the Cold War's greatest mysteries.
Markov was an acclaimed literary figure in Bulgaria before he defected to the West in 1969. Later, he succeeded in getting official permission to leave Bulgaria. After arriving in England, he joined the British Broadcasting Company (BBC) and became a freelance scriptwriter for Radio Free Europe (RFE) in Munich, Germany.
On June 8, 1975, he contributed his first freelance program to RFE, called "The Debts of Contemporary Bulgarian Literature." For the next three years, he wrote more than 130 Sunday-evening programs for his series called IN ABSENTIA: REPORTS ABOUT BULGARIA. These programs not only covered cultural life in Bulgaria but also revealed the otherwise hidden lifestyles of leading regime figures, especially Communist Party leader Todor Zhivkov, who reportedly appealed to the KGB for help in silencing Markov.
Two failed attempts to poison Markov followed. But on September 7, 1978, while Markov was waiting for a bus, he felt a sudden stinging pain in the back of his thigh. He turned and saw a man bending to pick up a dropped umbrella. The man apologized and departed. By evening, Markov developed a high fever. He was taken to a hospital and treated for blood poisoning. But his condition worsened, and three days later he died.

Sonntag, 6. September 2015

Pech für Kiwis – Glück für uns

Na so ein Pech für die Kiwis,
der als evolutionäre Unfall betrachtete flugunfähige Kiwi ist bekanntermaßen das Nationaltier Neuseelands. Genuntersuchungen legen jedoch nahe das der Kiwi mit dem Elefantenvogel von Madagaskar verwandt ist. Mit anderen Worten, er ist ein Einwanderer. Allerdings ist der Kiwi schon ein paar Millionen Jahre im Ländle, also kann man das mit der Einwanderung sehr entspannt betrachten.

Was des einen Pech ist des anderen Glück.
Die Untersuchungen zum Kiwi werfen nun jedoch ein völlig neues Licht auf die Evolution der Vögel. Offensichtlich gelang es zumindestens einem Raptor das Aussterben der Dinosaurier vor 75 Mio Jahren zu überleben. In den folgenden Millionen Jahren nahmen seine Nachkommen die Stellung des größten Jägers ein und brachen vermutlich die Entwicklung zur Flugfähigkeit ab, da ihnen nunmehr die Konkurrenz fehlte.

mehr:
- Pech für Kiwis – Glück für uns (Vanaland, 26.07.2014, tolles Poster!)


Gondwana 2 im Jura vor 180-150 Mio Jahren mit den Landmassen von Südamerika,
Afrika und Madagaskar, Antarktika, Australien und Neuguinea Arabien und Indien.
paläobiogeographische Verbreitungsgebiete aus dem Perm (600 Mio - 3160 Mio Jahre) 

[Quelle: Vanaland]
siehe auch:
- Vorfahren von Strauß und Co. konnten fliegen (Scinex, 09.09.2008)
Die großen, flugunfähigen Vögel des Südens – Strauße, Emus oder Kiwis – gehen nicht auf einen gemeinsamen Vorfahren zurück. Stattdessen hat jede Art ihre Flugfähigkeit unabhängig voneinander verloren. Das zeigt eine jetzt in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences” erschienen Studie. Damit muss auch der gesamte Stammbaum dieser Gruppe umgeschrieben werden.

US-Außenpolitik: Befürchten, Fordern und Kämpfen

Berichte über eine mögliche Aufrüstung des Assad-Regimes durch Russland beunruhigen die USA. Außenminister Kerry befürchtet eine Eskalation – und noch mehr Flüchtlinge.
Die USA haben Russland vor einem Militäreingriff in Syrien gewarnt. In einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow äußerte sich US-Außenminister John Kerry besorgt über Berichte, nach denen Moskau planen könnte, seine militärische Unterstützung für das Assad-Regime stark auszuweiten. Ein solcher Schritt könne den Konflikt im Land weiter eskalieren, sagte Kerry nach Angaben des US-Außenamts.

Kerry habe Berichte angesprochen, "die auf einen dortigen unmittelbaren erhöhten russischen Militäraufbau hindeuten". Er habe klar gemacht, dass diese Aktionen "zu einem größeren Verlust unschuldiger Menschenleben führen und die Flüchtlingsströme vergrößern könnten". Zudem bestünde das Risiko einer Konfrontation mit der internationalen Koalition im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Wie es weiter hieß, vereinbarten beide Seiten, ihr Gespräch gegen Ende des Monats am Rande der UN-Vollversammlung in New York fortzusetzen.

Der New York Times zufolge sandte Russland ein militärisches Vorbereitungsteam nach Syrien. Außerdem seien auf einem Flugfeld nahe Latakia vorgefertigte Unterkünfte für Hunderte Menschen und eine mobile Flugkontrollstation angeliefert worden. Die Zeitung berief sich dabei auf US-Geheimdienstanalysten. Russland habe zudem für den Monat September militärische Überflugrechte beantragt.

mehr:
- Syrien: USA warnen Russland vor Militäreingriff (ZEIT Online, 06.09.2015, beachte auch die Kommentare!)

dazu paßt:
- Lindsey Graham: Wie viele Kriege wollen Sie? (Interview: Kerstin Kohlenberg, ZEIT Online, 06.09.2015)
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Lindsey Graham fordert mehr militärische Härte gegenüber Russland und dem Iran.
Aber Staaten haben sich immer gegenseitig ausspioniert. Ihr solltet da nicht übersensibel sein. […]
eure Ukraine-Politik hat viele in Amerika verärgert. Meine Fraktion der Republikaner, aber auch viele Demokraten glauben, dass wir die Ukrainer bewaffnen sollten. […]
Ihr macht da einen großen Fehler! Denn mit diesem Verhalten segnen wir ab, dass man sich seit 2015 einfach nehmen kann, was man auf der Landkarte haben möchte. […]
Ihr Deutschen werdet mit eurem Ansatz Putin gegenüber fürchterlich scheitern. […]
Sollte der Iran versuchen, eine Atombombe zu bauen, während ich Präsident bin, würde ich dies stoppen. Ich würde das Regime, seine Nuklearanlagen, seine Marine und seine Luftwaffe vernichten. Ich würde in den Krieg ziehen – und ich würde ihn gewinnen. […]
Mir geht es einfach nicht in den Kopf, wie Deutschland, das so sehr von einer starken Außenpolitik Amerikas profitiert hat, so indifferent sein kann, wenn es um die Menschen im Nahen Osten geht. Das dort ist ein Kampf von Gut gegen Böse. So einfach ist das. Und Deutschland muss bei diesem Kampf mit von der Partie sein.  
Lindsey Graham Interview: 'I Would Send 10,000 Troops To Fight ISIS' | MSNBC [8:55]

Veröffentlicht am 02.09.2015
GOP 2016 candidate, Sen. Lindsey Graham joins Morning Joe to discuss the threat of ISIS, Ben Carson, the 2016 race and how he would handle ISIS.
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Lindsey Graham Interview: 'I Would Send 10,000 Troops To Fight ISIS' | MSNBC

mein Kommentar:
Schade, daß im mächtigsten Land der Welt solche Schwarz-Weiß-Denker wählbar sind.

Die Anstalt: Der Kampf gegen den Terrorismus - IRAK/IRAN/ISIS - Reportage/doku [13:50]

Veröffentlicht am 08.05.2015
Die Anstalt Der Kampf gegen den Terrorismus IRAK IRAN ISIS Reportage doku.
siehe dazu:
- »Der größte Einzelerfolg der CIA« (Post, 01.05.2012)
siehe dazu auch:
- Wagenknecht und Bartsch: Linke nennen USA Hauptverursacher der Flüchtlingskrise (SPON, 06.09.2015)
Die stellvertretenden Linksfraktionschefs Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch geben den USA einen großen Teil der Schuld für die Flüchtlingskrise, wenn nicht sogar die größte. "Westliche Staaten unter der Führung der USA haben ganze Regionen destabilisiert, indem sie unter anderem Terrororganisationen möglich gemacht und instrumentalisiert haben", heißt es in einem Positionspapier der beiden designierten Vorsitzenden der Linken im Bundestag. Es soll am Montag der Fraktion vorgelegt werden.
"Mörderbanden, wie zum Beispiel der Islamische Staat (IS), wurden indirekt unterstützt und auch von mit Deutschland verbündeten Ländern ungehindert mit Geld und Waffen beliefert. Millionen Menschen wurden so brutalen Kriegen und Bürgerkriegen ausgesetzt."


Es gibt aber auch ein anderes Amerika:
"USA und Israel sind Schurkenstaaten... zerstören die Menschheit und die Umwelt" Noam Chomsky [19:25]

Veröffentlicht am 18.04.2015
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Unbedingt anschauen!
euronews Interview: Avram Noam Chomsky, em. Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT), ist einer der weltweit bekanntesten linken Intellektuellen und seit den 1960er Jahren einer der prominentesten Kritiker verschiedener Aspekte der US-amerikanischen Politik äussert sich zu Russland, Ukraine, USA, Israel, Terrorismus, Umweltfragen, Europa und Iran etc.