Donnerstag, 17. September 2015

Heute vor 35 Jahren – 17. September 1980: Gründung der Gewerkschaft »Solidarność«

Die »Solidarność« schreibt Geschichte 

Mit der Gründung der Gewerkschaft »Solidarność« heute vor 35 Jahren hatten die Werftarbeiter der Danziger Lenin-Werft unter ihrem Führer Lech Wałęsa ihr Ziel erreicht. Vorausgegangen waren wochenlange Streiks und Demonstrationen, die ab Mitte August in einen Generalstreik im ganzen Land mündeten. Millionen polnische Arbeiter und Angestellte gingen für Meinungsfreiheit, bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Lebensmittelversorgung auf die Straße. 
Streikende Arbeiter der Lenin-Werft in Danzig
mit der Fahne der » Solidarność«
und der polnischen Fahne, 1980

Der Auslöser war eine eher banale Begebenheit: Die kommunistische Regierung hatte die Fleischpreise in der Kantine der Danziger Werft erhöht und eine Arbeiterin, die sich darüber beschwert hatte, entlassen, woraufhin Hunderttausende auf die Straßen gegangen waren. Am 31. August 1980 schließlich einigte man sich mit der Regierung auf das »Danziger Abkommen«, in dem die meisten der Forderungen der Streikenden erfüllt wurden. Am 17. September wurde der Gewerkschaftsverband »Solidarnos(<< gegründet, der am 10. November gerichtlich registriert wurde und damit die erste unabhängige Gewerkschaft im seinerzeitigen »Ostblock« darstellte. 

Lech Wałęsa (* 1943) 

▪︎ Elektriker auf der Lenin-Werft 
▪︎ 1980-90 Vorsitzender der Gewerkschaft » Solidarność« 
▪︎ erhielt 1983 des Friedensnobelpreis 
▪︎ 1990-95 Staatspräsident Polens 

Harenberg - Abenteuer Geschichte 2015 
siehe auch:
- Lech Wałęsa : "Die Deutschen sollten mutiger sein" (Max Ruppert im Interview mit Lech Wałęsa, ZEIT Online, 19.09.2012)
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Solidarność 1980-1989 [5:06]

Hochgeladen am 15.08.2007
Film upamiętniający wydarzenie Solidarności

Jaruzelski declares martial law in Poland (English subtitles) [3:09]

Veröffentlicht am 31.05.2012
This clip is from General Jaruzelski's televised address on December 13th, 1981, declaring the imposition of martial law in Poland.

Poland's Perfect Storm: The Solidarity Revolution [10:04]

Veröffentlicht am 03.07.2012
This documentary about the Polish Solidarity movement was created for the National History Day competition and won third place for senior group documentaries in 2012. The theme was "Revolution, Reaction, and Reform".

siehe auch:
- «ICH ENTSCHULDIGE MICH, ICH SCHÄME MICH» (Matthias Plüss, Das Magazin, 29.02.2008)

meine Sichtweise:

Mit der Verhängung des Kriegsrechts hat General Jaruzelski der Oppositionsbewegung den Rücken freigehalten und den Einmarsch der Sowjets verhindert.

Mittwoch, 16. September 2015

Heute vor 1680 Jahren: 16. September 335 : Weihe der Grabeskirche in Jerusalem

Ein Heiligtum der Christenheit 

An dem Ort nahe dem Golgatha-Hügel, an dem nach der Überlieferung Jesus Christus gekreuzigt und bestattet wurde, befand sich seit dem 2. Jahrhundert ein römischer Tempel zu Ehren der Aphrodite. Antike Geschichtsschreiber berichten, dass 325 an eben dieser Stätte an lässlich eines Besuches der Mutter von Kaiser Konstantin das Grab Christi entdeckt worden sei. Archäologische Forschungen legen nahe, dass es sich bei dieser Stätte durchaus um den Ort des Geschehens handeln könnte. 
Pilger vor der Grabeskirche in Jerusalem, Illustration um 1420
Kaiser Konstantin der Große (um 280-337) gab 326 den Bau einer Kirche an der Stelle des Aphrodite-Tempels in Auftrag. Am 16. September 335 wurde diese Grabeskirche geweiht. Trotz wiederholter Zerstörungen, Wiederaufbauten und Umbauten sind Teile der ursprünglichen Grabeskirche bis heute erhalten. Das christliche Heiligtum in der Altstadt Jerusalems wird heute von sechs christlichen Konfessionen verwaltet, hauptsächlich von der griechisch-orthodoxen, der römisch-katholischen und der armenisch-apostolischen Kirche. Die Schlüsselgewalt liegt seit Jahrhunderten bei zwei muslimischen Familien, die auch als Schlichter bei Streitigkeiten zwischen den christlichen Kirchen auftreten. 

Was am 16. September noch geschah: 
1964: Die Bundesregierung unter Kanzler Konrad Adenauer beschließt die Gründung der »Stiftung Warentest«. 


Harenberg - Abenteuer Geschichte 2015 

Die Arbeit der Stiftung Warentest (Teil 1) [6:30]
Hochgeladen am 11.02.2010
Auf das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest ist Verlass. Doch wie kommen die Prüfer zu ihrem Urteil? Der Film gibt einen Einblick in die Testarbeit von der Idee bis zum fertigen Artikel im Heft. Ein Prüflabor untersucht Laufschuhe für die Zeitschrift test, für Finanztest werden Auslandsreise-Krankenversicherungen auf den Azoren geprüft. Auch ein Besuch der Online-Redaktion von http://www.test.de steht auf dem Programm.

Die Arbeit der Stiftung Warentest (Teil 2) [6:26]

Hochgeladen am 11.02.2010
Auf das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest ist Verlass. Doch wie kommen die Prüfer zu ihrem Urteil? Der Film gibt einen Einblick in die Testarbeit von der Idee bis zum fertigen Artikel im Heft. Ein Prüflabor untersucht Laufschuhe für die Zeitschrift test, für Finanztest werden Auslandsreise-Krankenversicherungen auf den Azoren geprüft. Auch ein Besuch der Online-Redaktion von http://www.test.de steht auf dem Programm.
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Neues aus der Anstalt - Rainald Grebe - Bernd (Stiftunwarentest) [3:04]

Hochgeladen am 24.07.2007
Ein Lied über die Stiftungwarentest.
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Maischberger - 06.05.2014: "Warum ist Stiftung Warentest so mächtig?" [HD] [1:48:54]

Veröffentlicht am 07.05.2014
Menschen bei Maischberger, komplette Sendung in HD vom 6.5.14 in der ARD: Millionen Verbraucher vertrauen ihr seit 50 Jahren -- ob beim Kauf von Waschmaschinen, Zahncreme oder Orangensäften. Kaum eine andere Institution ist so mächtig wie die Stiftung Warentest. Das Testurteil "sehr gut" macht ein Produkt oft zum Verkaufsrenner, ein "mangelhaft" zum Flop. Wie wurde die Stiftung Warentest seit 1964 zu einer unangefochtenen Instanz? Wie reagieren Deutschlands oberste Produkttester auf Kritik wie im jüngsten Streit um "Ritter Sport"-Schokolade? Wie nah sind die Testkriterien an der Wirklichkeit der Verbraucher?

Gäste:

Hubertus Primus (Vorstand Stiftung Warentest)
Etwa 100.000 Produkte haben die Experten der Stiftung Warentest in den letzten 50 Jahren in mehr als 5000 Tests geprüft. Zum Nutzen der Verbraucher, sagt der Warentest-Chef. "Wir testen immer mit wissenschaftlichen Methoden und legen für jeden Test offen, wie wir getestet haben." Ausgerechnet im Jubiläumsjahr steht die Stiftung selbst in der Kritik. Der Grund: Die Test-Note "mangelhaft" für eine "Ritter Sport"-Schokolade wegen der angeblich falschen Kennzeichnung eines Aromas.

Christian Rach (Koch und Fernsehmoderator)
Der Moderator der Verbrauchersendung "Rach tischt auf!"(ZDF) hält die Stiftung Warentest für eine "wunderbare Einrichtung, die bei der Bevölkerung eine ungeheure Akzeptanz hat". Bei ihrer Gründung sei sie dringend notwendig gewesen, weil man "im Wirtschaftsboom erkannt hat, dass dem Verbraucher gegenüber der Industrie ein neutrales Korrektiv an die Seite gestellt werden muss". In unserer Sendung unterzieht der frühere Sternekoch Testurteile der Stiftung zu Lebensmitteln einem eigenen Geschmackstest.

Uschi Glas (Schauspielerin)
Der Fall machte große Furore: Nachdem eine Gesichtscreme ihrer Pflegeserie "Uschi Glas Hautnah" von Stiftung Warentest mit der Note "mangelhaft" bewertet worden war, stürzten die Verkaufszahlen der Produkte ab. "Warentest hat meine Produkte gekillt", sagt die Schauspielerin. "Ich bin bis heute zu 100 Prozent davon überzeugt, dass meine Creme einwandfrei war. Wir hatten 120.000 Tiegel verkauft, es gab keinerlei Beschwerden, keine einzige Reklamation von einer Kundin", so Uschi Glas. Der Hersteller der Creme klagte gegen Stiftung Warentest, verlor den Prozess aber. Daraufhin wurde die Produktserie vom Markt genommen.

Yvonne Willicks (WDR-Verbraucherschützerin)
"Deutschlands bekannteste Hauswirtschaftsmeisterin" kämpft sich in ihren WDR-Verbrauchersendungen ("Servicezeit", "Der große Haushaltscheck") unermüdlich durch die Warenwelt, testet Kosmetik am eigenen Körper, checkt Angaben auf Lebensmittelverpackungen oder untersucht Mikrowellengeräte und Schuhe. "Schon bevor der Verbraucherschutz in meinen beruflichen Fokus kam, war die Stiftung Warentest immer ein Wahrzeichen für mich. Wenn wir uns etwas Neues angeschafft haben, haben wir immer zuerst gefragt: 'Was hat die Stiftung dazu gesagt?'"", sagt die Mutter von drei Kindern.

Jörg Schieb (ARD-Internet-Experte)
Millionen Nutzer, die im Internet einkaufen, stellen ihre Produktbewertungen ins Netz. Und wer im Internet einkauft, orientiert sich in der Regel daran. Können diese Meinungen mit den Ergebnissen der Stiftung Warentest mithalten oder gar nützlicher sein? "Das Kaufverhalten wird durch eine positive oder negative Bewertung erheblich beeinflusst", weiß Jörg Schieb ("ARD-Ratgeber: Internet"). Doch Branchenkenner wie er gehen davon aus, dass 20 bis 30 Prozent der Bewertungen gefälscht sind.

Stefan Genth (Handelsverband Deutschland, Hauptgeschäftsführer)
Ein Urteil der Stiftung Warentest entscheidet oft über den Erfolg oder Misserfolg eines Produktes. Die Note "Gut" etwa kann erfahrungsgemäß den Umsatz eines Produktes massiv ankurbeln. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes HDE mahnt deshalb zur Sorgfalt: "Die Tests haben eine hohe Glaubwürdigkeit bei Kunden. Daraus ergibt sich eine große Verantwortung für die Tester."
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Ritter Sport erwirkt einstweilige Verfügung gegen Stiftung Warentest | Kanzlei WBS [2:58]

Veröffentlicht am 06.01.2014
Das Landgericht München hat auf Antrag von Ritter Sport eine einstweilige Verfügung gegen die Stiftung Warentest erlassen. Damit ist der Stiftung Warentest die Behauptung verboten, der Schokoladenhersteller würde chemische Aromen verwenden.

Die Stiftung Warentest hatte behauptet, dass die Sorte Voll-Nuss das chemisch hergestellte Piperonal enthalten würde und die Deklaration auf der Verpackung "Natürliches Aroma" somit als irreführend beanstandet, so die Meldung von Ritter Sport.

Weitere Infos unter: http://www.wbs-law.de/medienrecht/rit...

Rechtsanwalt Christian Solmecke
Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen im Bereich Internetrecht und IT-Recht.. Darüber hinaus ist Solmecke Lehrbeauftragter der FH Köln für Social Media Recht.
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Weitere Links zum Thema:

Nutzerfragen: http://youtu.be/NMhUxaqmaTk
Rechtliche Tipps rund um das Weihnachtsfest: http://youtu.be/16O4ba0PSIM
Rechtliches Wissen rund um Silvester und Neujahr: http://youtu.be/UkVH-aDz-D4
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http://www.facebook.com/die.aufklaerer

Hotline: 0221 / 400 67 550
E-Mail: info@wbs-law.de
Ritter Sport vs. Stiftung Warentest [2:34]

Veröffentlicht am 13.01.2014
Ritter Sport gewinnt Prozess gegen Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest darf dem Schokolade-Hersteller Ritter Sport keine irreführende Kennzeichnung eines Vanillearomas in seiner Schokolade vorwerfen. Das entschied heute das Landgericht München.

In dem Test von Vollmilch-Nuss-Schokoladen hatte die Stiftung Warentest der Ritter Sport-Tafel die Note fünf gegeben, weil die Schokolade das Aroma Piperonal enthalte, das künstlich hergestellt worden sei. Ritter Sport hatte dies zurückgewiesen und die einstweilige Verfügung erwirkt. Das Gericht hatte beiden Seiten im Dezember einen Vergleich vorgeschlagen. Darauf waren Ritter Sport und die Stiftung Warentest aber nicht eingegangen. Es ist die erste Niederlage vor Gericht für Stiftung Warentest seit den 80er Jahren.

Mehr Informationen unter: http://www.daserste.de/information/po...
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siehe auch:
- Schokoladenstreit – Ritter Sport gewinnt gegen Stiftung Warentest (Sidney Gennies, Tagesspiegel, 13.01.2014)
- Gerichtsentscheidung zu Aromen in Schokolade – Ritter Sport siegt gegen Stiftung Warentest (Süddeutsche Zeitung, 13.01.2014)
- Schokoladenstreit: Ritter Sport siegt gegen Stiftung Warentest (SPON, 13.01.2014)
Das Münchner Landgericht hat im Januar 2014 eine einstweilige Verfügung gegen die Stiftung Warentest bestätigt, dass diese nicht mehr behaupten darf, das von Ritter Sport verwendete Piperonal sei falsch als „natürliches Aroma“ deklariert worden. Wie das von dem Unternehmen Symrisegelieferte Piperonal tatsächlich hergestellt wurde, geht aus dem Urteil, das die Stiftung Warentest anfocht, nicht hervor.[6][7] Nach einer später erfolgten Darstellung nutzt das Unternehmen das aus dem Sassafrasbaum (Sassafras albidum) extrahierte und angereicherte Safrol als Vorstufe einer biochemischen Umwandlung zur Herstellung von Piperonal, von dem Ritter Sport im Jahr sechs Kilogramm bezieht.[8] Im September 2014 bestätigte das Oberlandesgericht München das Urteil und wies den Widerspruch der Stiftung Warentest endgültig ab.[9]  [Piperonal, Gewinnung und Darstellung, Wikipedia]

Sue, Dinosaurier Nr. 13

Es war der Fund ihres Lebens, als die Paläontologen Sue Hendrickson Peter Larson und ihr Team am 12. August 1990 in den öden, heißen Badlands von South Dakota das größte und vollständigste Skelett eines Tyrannosaurus Rex entdeckten, das je gefunden wurde. Es war der bedeutendste Dinosaurier-Fund der Geschichte.
mehr:
- SUE, DINOSAURIER NR. 13 (Arte-Mediathek)

siehe auch: 
- Sue (Dinosaurier)
- The Story of a Dinosaur Named SUE (Neal L. Larson, Black Hills Institute, 18.05.2000) 

Polit-Smart-Mobs aus dem Kalten Krieg

Nukleare Skurrilitäten aus dem Kalten Krieg: Arte zeigt den Dokumentarfilm "Die Atombombe im Vorgarten", der von menschlicher Leichtfertigkeit und Verblendung erzählt - und sprachlos macht.


Der Schaffner Walter Gregg aus South Carolina war gerade in seiner Garage beschäftigt, als eine Atombombe in seinen Garten fiel. Was nach dem Untergangsszenario eines Katastrophenfilms klingt, ist am 11. März 1958 wirklich passiert. Ein B47-Jet hatte die Bombe auf einem Testflug fallen gelassen, versehentlich. Der Copilot war ausgerutscht und auf den Hebel gefallen, der die Schleusen öffnete und die Bombe freigab. Das Unglück endete glimpflich: Niemand wurde getötet, der Copilot fiel nicht mit aus dem Flieger, die Familie Gregg kam mit Verletzungen davon. Der Plutoniumkern steckte nicht in der Bombe, weil sich die USA nicht im Krieg befand. So explodierte nur das TNT. Bis heute zeugen Bombenteile und ein zwölf Meter breiter Krater im Garten der Greggs von dem Vorfall.

Für seinen Dokumentarfilm Die Atombombe im Vorgarten hat der Regisseur Rudolph Herzog Geschichten wie diese gesammelt, Geschichten aus dem Kalten Krieg, die von der Hemdsärmeligkeit und von der Naivität der Atommächte erzählen. Der Film beruht auf Recherchen zu Herzogs Buch "Der verstrahlte Westernheld und anderer Irrsinn aus dem Atomzeitalter". In seiner Doku verwebt Herzog Archivmaterial, TV-Nachrichten und Propagandafilme mit Zeitzeugeninterviews, die sprachlos machen.

mehr:
- Arte-Doku "Die Atombombe im Vorgarten" John Wayne und die verstrahlte Wüste (Thorsten Glotzmann, Süddeutsche, 19.08.2014, den Film kann man sich noch bis 22.09.2015 ansehen)


siehe auch:
- Der_Eroberer, Folgen (Wikipedia)
Die Außenaufnahmen fanden in Windrichtung des Atomwaffentestgeländes Nevada Test Site in der Stadt St. George im US-Bundesstaat Utah statt. Auf der Nevada Test Site wurde am 19. Mai 1953 die Atombombe Harry, später „Dirty Harry“ genannt, gezündet, die zu dem schlimmsten radioaktiven Fallouteines Atombombentests auf dem amerikanischen Kontinent führte. Eine Abbildung zeigt John Wayne mit seinen beiden Söhnen und einer weiteren unbekannten Person beim Blick auf einen Geigerzähler während der Außendreharbeiten.[2] Ferner wurden auch einige Tonnen strahlender Sand aus der Gegend im Studio zur Dekoration benutzt. Der Zusammenhang zwischen der Radioaktivität als möglicher Ursache von Waynes Erkrankung wurde unter anderem 1979 vom Boulevardmagazin Star enthüllt.30 Jahre später waren 91 Mitglieder des 220-köpfigen Filmteams an Krebs erkrankt, 1981 waren bereits 46 der Beteiligten gestorben. Dazu gehörten der Regisseur Dick Powell († 1963) und die Darsteller John Wayne († 1979), Agnes Moorehead († 1974) und Susan Hayward († 1975). Zu den weiteren Verstorbenen zählt John Hoyt († 1991). Der Schauspieler Pedro Armendáriz hatte sich bereits 1963 das Leben genommen, nachdem er erfahren hatte, dass er unheilbar an Krebs erkrankt war.[3]

Westliche Syrien-Diplomatie als Flashmob

UN-Diplomat Martti Ahtisaari hält die aktuelle Katastrophe für "selbstgemacht"


Dem ehemaligen finnischen Präsidenten Martti Ahtisaari zufolge ignorierte der Westen vor drei Jahren einen russischen Friedensplan für Syrien, der einen Rücktritt des syrischen Staatspräsidenten Baschar al-Assad vorsah. Trifft der Vorwurf zu, wäre das insofern bemerkenswert, als der Alawit von westlichen Politikern immer wieder als Haupthindernis für eine mit Russland abgestimmte Anti-Terror-Politik im Nahen Osten präsentiert wurde.


Wäre der russische Friedensplan damals umgesetzt worden, dann hätte das Ahtisaari nach dazu geführt, dass sich die erst 2013 erstarkte Terrororganisation islamischer Staat (IS) kein Kalifat erobern hätte können - und dass nicht Millionen syrischer und irakischer Christen, Jeziden, Kurden, Alawiten, Drusen, Schiiten und säkulare Sunniten ins Ausland oder in den noch von der Regierung kontrollierten Westen Syriens geflüchtet wären. Von den Geköpften, Verbrannten und auf andere Weisen Ermordeten ganz zu schweigen.

Auch die ähnlich gefährliche al-Nusra-Front und ihre Verbündeten würden heute wahrscheinlich nicht praktisch die komplette Provinz Idlib, den Westen der Provinz Aleppo[1], über die Hälfte der Provinzen Dar'a und Quneitra sowie größere Gebiete in den Provinzen Hama, Homs, Damaskus und Latakia beherrschen, wenn sie es mit einer syrischen Armee zu tun gehabt hätten, die nicht nur von Russland und dem Iran, sondern auch von der NATO unterstützt worden wäre.

mehr:
- Westen soll 2012 russischen Syrien-Friendsplan ohne Assad ignoriert haben (Peter Mühlbauer, Telepolis, 16.09.2015)


Das ist menschlich. Wir lassen gewöhnlich jemand anderen für unsere Versäumnisse büßen, wenn sich ein plausibler Grund dafür findet. [Mark Twain (1835 - 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker; Quelle: »Jugenderlebnisse«]

Mit offenen Karten - Der Islam im Konflikt 1: Sunniten und Schiiten [11:50]

Veröffentlicht am 25.01.2015
Das geopolitische Magazin MIT OFFENEN KARTEN, für dessen Inhalt der Moderator der Sendung, Jean-Christophe Victor, verantwortlich zeichnet und das von ARTE produziert und ausgestrahlt wird, ist nach nahezu 20 Jahren immer noch einzigartig in der französischen und der deutschen Fernsehlandschaft.

Sein Erfolg beruht auf einer engen und fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen dem Forschungsinstitut LEPAC und einem Regie- und Produktionsteam im ARTE Studio.

Die Sendung stützt sich seit ihrem Bestehen auf

- die Verwendung von Landkarten zur Erläuterung internationaler Beziehungen

- die Einbeziehung der geschichtlichen Hintergründe

- die Analyse langfristiger Tendenzen

Mit einer sich ständig erneuernden redaktionellen Linie hinsichtlich der behandelten Themen und der Programmpalette – Atlas, DVD, VOD, regelmäßig aktualisierter Internetauftritt – legt MIT OFFENEN KARTEN besonderen Wert auf den pädagogischen Aspekt der Sendung. Die Zusammensetzung der innerhalb eines Sendejahres behandelten Themen wird jeweils mehrere Monate vor der Produktion festgelegt. Die Filigranarbeit in der Recherche und am Text dient nicht dazu, möglichst aktuell zu sein, sondern bis in die Gegenwart hineinreichende Entwicklungen zu erklären und der Hintergrundanalyse den Vorrang zu geben. Das Ziel der Sendung ist nicht, Wissen zu vermitteln, sondern zum besseren Verständnis beizutragen.

Die Gestaltung und das Format des Wochenmagazins haben sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Inzwischen dauern die Sendungen jeweils 12 Minuten und die Dreharbeiten und die Postproduktion erfolgen komplett in HD-Qualität. Die Postproduktion einer Serie von 4 Sendungen dauert etwa sechs Wochen. Die wöchentliche Ausstrahlung erfordert von den Teams aus Forschern, Regisseuren und Grafikern Gründlichkeit und Phantasie bei der kartografischen Darstellung geografischer Gegebenheiten und abstrakter Konzepte.

Die Besonderheit der Sendung beruht auf der Herstellung von Karten mit regelmäßig aktualisierten Hintergründen. Für die Weltkarte wird zurzeit die Eckert-IV-Projektion verwendet und der für die Sendung verwendete Kartenhintergrund stammt von der Firma InterCarto.

Durch die gelegentliche Zusammenarbeit mit Partnern wie IGN, Google Earth, Planet Observer und BNF lassen sich die kartografische Darstellung verfeinern und neue Quellen erschließen, um dem Fernsehpublikum auch wenig bekannte Karten vorzustellen. Die Karten erleichtern durch ihre Präzision und ihre Anmut Gedankengänge, bieten Schlüssel zum Verständnis der Welt, in der wir leben, und erweitern unser Vorstellungsvermögen.

Mit offenen Karten - Der Islam im Konflikt 2: Der Islamische Staat [ IS / ISIS ] [12:05]

Veröffentlicht am 31.01.2015
Das geopolitische Magazin MIT OFFENEN KARTEN, für dessen Inhalt der Moderator der Sendung, Jean-Christophe Victor, verantwortlich zeichnet und das von ARTE produziert und ausgestrahlt wird, ist nach nahezu 20 Jahren immer noch einzigartig in der französischen und der deutschen Fernsehlandschaft.

Sein Erfolg beruht auf einer engen und fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen dem Forschungsinstitut LEPAC und einem Regie- und Produktionsteam im ARTE Studio.

Die Sendung stützt sich seit ihrem Bestehen auf

- die Verwendung von Landkarten zur Erläuterung internationaler Beziehungen

- die Einbeziehung der geschichtlichen Hintergründe

- die Analyse langfristiger Tendenzen

Mit einer sich ständig erneuernden redaktionellen Linie hinsichtlich der behandelten Themen und der Programmpalette – Atlas, DVD, VOD, regelmäßig aktualisierter Internetauftritt – legt MIT OFFENEN KARTEN besonderen Wert auf den pädagogischen Aspekt der Sendung. Die Zusammensetzung der innerhalb eines Sendejahres behandelten Themen wird jeweils mehrere Monate vor der Produktion festgelegt. Die Filigranarbeit in der Recherche und am Text dient nicht dazu, möglichst aktuell zu sein, sondern bis in die Gegenwart hineinreichende Entwicklungen zu erklären und der Hintergrundanalyse den Vorrang zu geben. Das Ziel der Sendung ist nicht, Wissen zu vermitteln, sondern zum besseren Verständnis beizutragen.

Die Gestaltung und das Format des Wochenmagazins haben sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Inzwischen dauern die Sendungen jeweils 12 Minuten und die Dreharbeiten und die Postproduktion erfolgen komplett in HD-Qualität. Die Postproduktion einer Serie von 4 Sendungen dauert etwa sechs Wochen. Die wöchentliche Ausstrahlung erfordert von den Teams aus Forschern, Regisseuren und Grafikern Gründlichkeit und Phantasie bei der kartografischen Darstellung geografischer Gegebenheiten und abstrakter Konzepte.

Die Besonderheit der Sendung beruht auf der Herstellung von Karten mit regelmäßig aktualisierten Hintergründen. Für die Weltkarte wird zurzeit die Eckert-IV-Projektion verwendet und der für die Sendung verwendete Kartenhintergrund stammt von der Firma InterCarto.

Durch die gelegentliche Zusammenarbeit mit Partnern wie IGN, Google Earth, Planet Observer und BNF lassen sich die kartografische Darstellung verfeinern und neue Quellen erschließen, um dem Fernsehpublikum auch wenig bekannte Karten vorzustellen. Die Karten erleichtern durch ihre Präzision und ihre Anmut Gedankengänge, bieten Schlüssel zum Verständnis der Welt, in der wir leben, und erweitern unser Vorstellungsvermögen.
MIT OFFENEN KARTEN - Syrien: Ursprünge der Krise (1/2) [12:09]

Veröffentlicht am 16.09.2012
ARTE, 15.09.2012
Teil 2 am 22.09.2012, 19:00 Uhr ARTE
Weitere Sendungen zum Thema Syrien:
MIT OFFENEN KARTEN - Syrien auf dem Schachbrett (2007)
http://youtu.be/obFPNXRj7Fo
MIT OFFENEN KARTEN - Der Arabische Frühling (2011)
http://youtu.be/Lk83Tc9cKrU

MIT OFFENEN KARTEN - Syrien: Regionale Auswirkungen der Krise (2/2) [11:50]

Veröffentlicht am 22.09.2012
MIT OFFENEN KARTEN - Syrien: Die Ursprünge der Krise (1/2)  


Flüchtlingsstrom: »You can't have a point of view in the Electronic Age«

Die Regierungen sind überfordert, weil sich die Flüchtlinge über Medien und Internet in Echtzeit ohne zentrale Steuerung netzförmig als Schwärme organisieren 

Die Flüchtlinge haben in den letzten Tagen gesehen, dass sie als Masse Macht ausüben und dass sie über die Medienöffentlichkeit Druck ausüben können. Sie wissen auch, dass die Regierungen möglichst davor zurückschrecken, Gewalt anzuwenden, aber auch überfordert sind, weil sie nicht wissen, wie sich die in Echtzeit organisierenden Flüchtlingsschwärme verhalten werden.

Allein durch die massenhafte Wanderung von Budapest Richtung Österreich hatten sie die Regierungen in Österreich und Deutschland dazu gebracht, die Grenzen zu öffnen. Die Überflutung der griechischen Inseln ließ die dortige Regierung einbrechen, die den Flüchtlingen half, nach Athen zu kommen und von dort aus auf die Balkanroute nach Mazedonien. Das kleine Land schob auch einfach weiter ebenso wie Serbien. Selbst die harte Haltung Ungarns bis hin zu den Notstandsgesetzen und dem Bau des Grenzzauns führte einerseits zum Anschwellen des Stroms, aber förderte auch die Aufmerksamkeit. Mittlerweile hat das Flüchtlingsthema den Ukraine-Konflikt und die Schuldenkrise mitsamt Griechenland an den Rand gedrängt.

Die Regierungen, die versuchen, die Flüchtlingsströme, die durch zirkulierende Informationen, Gerüchte, Empfehlungen und Warnungen als eine Art Flashmob von unten entstanden sind und sich selbstorganisierend schwarmförmig verhalten, zu bremsen und zu regulieren, sind offensichtlich überfordert. Während man es kurz zuvor noch mit den sich sensibel verhaltenden "den Märkten" zu tun hatte, sind es nun diese Massen, die aus dem Verhalten der einzelnen Menschen entstehen, das sich über die Kommunikation und die Medienöffentlichkeit in Echtzeit zu einer kollektiven, aber von niemanden gelenkten und letztlich unvorhersehbaren Dynamik entfaltet.

Europa ist nun konfrontiert mit dem Phänomen, das man aus der Ferne als Arabischen Frühling beobachtet hatte und das etwa in Italien oder in Spanien zu Protesten und dann zu politischen Bewegungen wie Podemos oder MoVimento 5 Stelle geführt hat. Und Europa reagiert auf dem Hintergrund der bereits gewachsenen Strukturen von ausländer- und muslimfeindlichen Bewegungen und Parteien ähnlich netzwerkförmig in einer viralen Erregung, die eben zu plötzlichen Entscheidungen wie der von Bundeskanzlerin Merkel führte, die Grenzen zu öffnen, um sie dann gleich wieder schließen zu wollen.

Rational, vorhersehend, konzeptuell wird weder von den Regierungen noch von den Flüchtlingen gehandelt, die verzweifelt, aber blindlings das Schicksal herausfordern und wohl davon getrieben werden, dass sie als Einzelne vielleicht eine Chance auf ein besseres Leben noch ergreifen können. Wohl wissend, dass die Offenheit schnell in Abwehr umschlägt, schließlich kommen viele aus Kriegsgebieten, wo rohe Gewalt herrscht und man Glück haben muss, um nicht Opfer zu werden. Trotzdem scheinen sie der Logik einer Schwarmintelligenz zu folgen.

mehr:
- Die Flüchtlinge haben ihre mediale Macht entdeckt (Florian Rötzer, Telepolis, 16.09.2015)
Als ein früher zweckloser (und damit vom Smart Mob unterscheidbarer) Flashmob gilt eine Aktion des Journalisten Bill Wasik am 3. Juni 2003 in New York. Mehr als hundert Teilnehmer versammelten sich in einem Kaufhaus um einen Teppich. Kaufhaus-Mitarbeitern teilten sie mit, dass sie einen „Liebesteppich“ suchten und Kaufentscheidungen grundsätzlich gemeinsam träfen. Danach versammelte sich eine noch größere Gruppe in einer Hotel-Lobby und applaudierte exakt 15 Sekunden, schließlich strömten die Teilnehmer in ein Schuhgeschäft und gaben sich dort als Touristen aus.[7] Bill Wasik hat in einem Artikel im März 2006 bekundet, seine Absicht sei gewesen, hippe Leute vorzuführen, die in einer Atmosphäre der Konformität nur danach strebten, Teil der „nächsten großen Sache“ zu werden, egal wie sinnfrei diese sei.[8]  (Flashmob, Geschichte, Wikipedia)
Prison's flash mob.Michel Jackson's song(its realy nice) [4:26]

Hochgeladen am 22.10.2010
2009. Michael Jackson

Dienstag, 15. September 2015

Warum die Kölner so meschugge sind

Außenstehende können über Köln nur den Kopf schütteln: Hier klüngeln Amtsträger, hier wird bei Wahlen getrickst, hier verzögern sich Bauprojekte oder enden gleich im Fiasko. Warum regen sich die Ureinwohner trotzdem nicht auf? Porträt einer Bananencity
Bam! Jetzt also doch.

Köln muss seine für den 13. September angesetzte Oberbürgermeisterwahl verschieben. Die Bezirksregierung entschied, dass 53.000 der schon über Brief- und Direktwahl abgegebenen Stimmen ungültig sind. Die Wahlzettel seien „problematisch“ gestaltet worden, denn die Namen der Parteien sind größer gedruckt worden als die Namen der Kandidaten. Man gehe davon aus, dass „möglicherweise nicht alle Kandidaten die gleiche Chance haben“. Also alles wieder von vorn.

Dabei könnte der Zeitpunkt für eine Oberbürgermeisterwahl in Köln nicht treffender liegen, jährt sich doch der legendäre Müllskandal in diesem Monat zum zehnten Mal. Damals ging es um elf Millionen Euro Schmiergelder für den Bau der Müllverbrennungsanlage, wobei während der Ermittlungen auch gleich die Spendenaffäre der Kölner SPD aufflog.

Nicht-Kölner reiben sich die Augen

Und auch wenn der ein oder andere Kölner tief erschüttert war ob der dreisten Vorgehensweise seiner politischen Amtsträger, scheint sie einer Dauerregentschaft der Kölner Sozialdemokraten nicht wirklich geschadet zu haben. „Kenne mer nit, bruche mer nit“, sagt der Kölner da zu alldem, was nicht der Tradition entspricht. Schon fünf Jahre zuvor hatte der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Klaus Heugel trotz Rücktritts wegen eines Aktienskandals beachtliche Stimmen erhalten, obwohl er gar nicht bei der Wahl angetreten war: Sein Name stand nur pro Forma auf dem Stimmzettel, die SPD hatte offiziell keinen Kandidaten mehr gestellt.

Mit Köln verhält es sich so: Jeder rund um die Stadt reibt sich ungläubig die Augen, nur der Kölner nimmt’s gelassen, tut einfach so, als ob alles in schönster Ordnung sei. Ich selbst komme aus Wuppertal, dort ist man zwar nah dran am Rhein, doch mental gesehen ungefähr so weit weg wie die Bayern. Mit einer gewissen Schadenfreude, zumindest aber einem Kopfschütteln, stürzt man sich in anderen Städten der Region während des morgendlichen Zeitungsschmökerns auf die Köln-Seiten, die gespickt sind mit feinsten Possen und Peinlichkeiten.

Zuletzt die dubiose Stimmzettelaffäre. Es kam ja vor ein paar Monaten dann doch heraus, dass Stimmzettel bei den Kommunalwahlen – irgendwie – vertauscht worden waren. Vehement hatte sich die SPD gegen eine Neuauszählung gewehrt – mit durchaus fantasievollen Begründungen. Genützt hat es nicht, nach einem Jahr dann war es amtlich. Da wurde geschummelt, die CDU wurde stärkste Kraft im Rat. „Wat fott es, es fott“, sagt der Kölner dann. In diesem Falle war es ausgerechnet Jochen Ott, der jetzige SPD-Oberbürgermeisterkandidat, der sein Mandat verlor.

Das Kölner „Jeföhl“: Wenig Kopf, dafür mehr Bauch

Der Wahlkampf wird daher mit Spannung verfolgt: Denn ausgerechnet eine Überparteiliche, Henriette Reker, wagt jetzt die Auflehnung gegen die SPD-Vorherrschaft – und damit gegen Ott. Friedliche Einigkeit bei CDU, FDP und den Grünen in der Idee: Eine Kölner Oberbürgermeisterin – ganz ohne Parteiengerangel und ohne Klüngeloption? Das käme in Köln einer politischen Revolution gleich.

Käme, wäre Köln nicht Köln. Die Stadt mit der gewissen Lockerheit, die alle Fünfe grade sein lässt. Wo die Devise gilt, sich niemals mehr Gedanken zu machen als wirklich nötig. Weniger Kopf, dafür mehr Bauch. Oder wie es die Höhner singen: „Hey Kölle, do bes e Jeföhl!“

Was das „Jeföhl“ angeht, habe ich meinen ersten Schluss zu Köln während des Karnevals gezogen. Die Zeit, in der die Kölner sich selbst genug sind, auf Tischen und Stühlen der Brauhäuser singen, ergriffen von Heimatliebe und mit Tränen in den Augen: „Denn wenn et Trömmelche jeiht, dann stonn mer all parat.”

mehr:
- Klüngel und Katastrophen – Warum die Kölner so meschugge sind (Barbara Opitz, Cicero, 08.09.2015)

Die Botschaft und das Medium

Medien Die Journalistin Barbara Sichtermann hat den Theodor-Wolff-Preis für ihr Lebenswerk erhalten. In ihrer Dankesrede erklärt sie, warum der Botschaft das Medium egal ist

Wir sind alle auf ihn reingefallen. Ich bin auch auf ihn reingefallen. Aber wir haben nicht daran gedacht, dass bei diesem Drauf-Reinfallen ein gehöriges Quantum Selbstüberschätzung eine Rolle spielte. Als Marshall McLuhan verkündete, dass das Medium die Botschaft sei, waren wir alle elektrisiert. O ja, Mann, stimmt überhaupt. Es gibt eigentlich nichts, was so wichtig ist wie Medien – deshalb müssen sie natürlich auch die Botschaft sein.

Dieser McLuhan war schon ein schlauer Hund, er wusste, wie er es anstellen musste, um sein Thema in den Fokus zu rücken. Und sein Thema, das waren Medien, die sich so einschneidend neu in die Menschheitsgeschichte gefressen haben wie der Buchdruck oder die moderne Massenpresse oder das Radio, das Fernsehen und – so wäre zu ergänzen – das Internet. Klar sind das Botschaften. Aber man kann die Perspektive auch umkehren: Es sind NUR Medien. Es sind Träger von Botschaften. Und entsprechend haben sie ihre Message-Qualität im Hintergrund zu halten. Es gibt wahrlich Wichtigeres.

Für McLuhan nicht. Er hatte nun mal dieses Thema am Wickel. Und er hat zugespitzt. Damit hat er uns so verblüfft, dass wir Jahrzehnte gebraucht haben, um aus dieser Medien-Besessenheit wieder emporzutauchen. Weil wir selbst Medienmacher und Medienkritikerinnen waren und sind, hat es uns zunächst mal gut getan, gesagt zu kriegen, dass nichts auf der Welt so wichtig war und ist wie wir selbst und unsere Tätigkeit. Aber jetzt sollte es mal gut sein. Wir sollten zugeben, dass es unendlich viele Botschaften gibt, die nichts mit Medien zu tun haben, außer dass sie von einem Medium getragen werden.

mehr:
- McLuhan hat sich geirrt (Barbara Sichtermann, der Freitag, 11.09.2015)

Marshall McLuhan: The World is Show Business [6:31]

Hochgeladen am 27.04.2010
"You can't have a point of view in the Electronic Age"

~McLuhan

Marshall Mcluhan Full lecture: The medium is the message - 1977 part 1 v 3 [14:22]

Hochgeladen am 09.08.2011
Herbert Marshall Mcluhan (*1911 - +1979) lecture recorded by ABC Radio National Network on 27 June 1979 in Australia. 
For the best resource collection of his work check out the page Mcluhan on Maui (MOM) here: http://www.mcluhanonmaui.com/
The best documentary about Mcluhan (in four parts) is definitely CBC's Life and Times: Understanding Mcluhan here:
part 1: http://www.youtube.com/watch?v=WvpPb8...
People seriously studying his work I can point to Douglas Hofstaedter. His work resembles Mcluhan's understanding on the basic mechanics behind the mind: http://www.youtube.com/watch?v=n8m7lF...
Further elaboration on the process chiasmus upholds for analogy and the role of metaphor as linguistic device under-grinding its mechanics might find ample references in Patricia's Phd Paper Chi-thinking: Chiasmus and cognition here: http://www.scribd.com/doc/19115184/Ch...
Note that she departs from Mark Turner's assumption of the parable as a substitute for chiasmus.
Then of course there is the great Noam Chomsky who Mcluhan mentiones in his letters as "stuffing language into grammar". Transcripts of his theories on language and the mind can be found here: http://hotbookworm.wordpress.com/cate...

siehe auch:
Der skurrile Kampf der Anti-Power-Point-Partei (Kerstin Dämon, Wirtschaftswoche, 20.10.2011)
Internet-Präsenz der Anti-Power-Point-Partei

Gewalt in lesbischen Beziehungen

Das österreichische feministische Magazin "Anschläge" sieht Defizite im Umgang mit häuslicher Gewalt
Häusliche Gewalt, gleichgültig ob sie nun physischer oder psychischer Natur, kommt in vielen Beziehungen vor. Vielfach wird sie fast automatisch mit einem Klischee des schlagenden Mannes innerhalb einer Hetereobeziehung assoziiert. Doch so vielfältig wie die heutigen Beziehungskonstrukte sind, so vielfältig sind auch die Täter-Opfer-Konstellationen. Das österreichische feministische Magazin "Anschläge" hat in seiner derzeitigen Ausgabe Angela Schwarz von der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen (WASt) interviewt, die beim Thema "Gewalt innerhalb von lesbischen Beziehungen" erhebliche Defizite sieht und darauf hofft, dass hier innerhalb der nächsten Jahre ein Umdenken stattfindet.

Frau Schwarz konstatiert, dass das Ausmaß der Beziehungsgewalt ähnlich wie in Heterobeziehungen sei. Jedoch suchten dort bereits ca. 20 bis 24% der Betroffenen Hilfe, bei lesbischen Beziehungen sei die Quote lediglich bei 3% bis 5 %. Hintergrund sei unter anderem, dass viele Frauen denken, sie wären eine Art Nestbeschmutzer, wenn sie zugeben, dass die lesbische Beziehungen auch nicht gewaltfrei sei. Der Anspruch, dass eine lesbische Beziehung, wenn sie schon eingegangen wird, problemlos und vor allen Dingen gewaltfrei sein muss, mache es schwer, sich einzugestehen, dass die Beziehung diesem Anspruch nicht gerecht wird. Hinzu kommen die auch als Heterobeziehungen bekannten Gründe, häusliche Gewalt nicht an die Öffentlichkeit zu tragen: Scham, Angst vor dem Verlust des Partners, die Suche der Schuld bei sich selbst.

mehr:
- Auch Gewalt in lesbischen Beziehungen muss thematisiert werden (Bettina Hammer, Telepolis, 14.09.2015)

- siehe auch:
- Wenn Frauen zuschlagen (Christine Amrhein, Pychologie heute, 10/2015, gefunden bei Literaturprojekt kraftfelder, PDF)
[…] grundsätzlich sind weibliche übergriffe innerhalb der Partnerschaft keineswegs die Ausnahme, als die sie oft angesehen werden. Studien in den USA seit den 1970er Jahren haben gezeigt, dass Frauen ihren Lebensgefährten genauso oft körperlich angreifen wie umgekehrt. Auch eine aktuelle Untersuchung von Robert Schlack und seinem Team am Robert-Koch-Institut in Berlin ergab, dass gleich viele Männer und Frauen in Deutschland zu körperlicher Gewaltgreifen, nämlich etwa vier Prozent.
Sexueller Missbrauch an Kindern geht - Schätzungen zufolge - zu einem Viertel von Frauen aus. Die Motive sind dabei ähnlich wie bei Männern. Manche Frauen fühlen sich sexuell zu Kindern hingezogen. Oft besitzen sie wenig Einfühlungsvermö9en für ihre Opfer - oder sie glauben, dass Kinder sexuelle Aktivitäten mit Erwachsenen möchten und dass dies den Kindern nicht schade. Aber das Gegenteil ist der Fall: Viele Opfer berichten über langfristige psychische Beeinträchtigungen, etwa Depressionen und Beziehungsprobleme. (Helen Gavin, Psychologin und Gewaltexpertin an der Universität Huddersfield in Großbritannien und Mitautorin des Buches Female Aggression , »Manche Mütter empfinden ihre Kinder als störend oder schlicht unerwünscht«, Interview mit Christine Amrhein, Psychologie heute, 10/2015)

- »Natürlich nehmen wir den Mann mit.« (Post, 22.04.2012)
- Anerkennen, daß man selber der Fall ist! (Post, 25.06.2015)
- Ich wusste nicht, dass ich in einer gewalttätigen Beziehung steckte (Post, 15.05.2015)

Montag, 14. September 2015

Heute vor 40 Jahren – 14. September 1975: Elizabeth Ann Seton heiliggesprochen

Die erste heilige Amerikanerin 

 Elizabeth Ann Seton (1774-1821) machte sich um die katholische Kirche der USA verdient, indem sie das Pfarrschulwesen begründete und den ersten Frauenorden des Landes, die »Schwestern der Barmherzigkeit« (»Sisters of Charity«), ins Leben rief. Aufgrund dieses Engagements sprach Papst Paul VI. sie heute vor 50 Jahren, am 14. September 1975, heilig. Die vom protestantischen zum katholischen Glauben übergetretene Amerikanerin gilt als die erste aus den USA stammende Heilige. 
Statue von Elizabeth Ann Seton
im New Yorker Stadtteil Bronx
 Die Mutter von fünf Kindern wurde 1803 Witwe. Um für ihre Familie eine Existenzgrundlage zu schaffen, erteilte sie zunächst Schulunterricht, später richtete sie in Baltimore eine katholische Schule für Mädchen ein, auf die eine weitere in Emmitsburg folgte. Dort gründete Elizabeth 1809 auch die »Sisters of Charity«. In den folgenden Jahren bekleidete sie das Amt der Oberin und bildete Schwestern zu Lehrerinnen aus, erstellte die Ausbildungs- und Lehrpläne, schrieb Schulbücher, sorgte sich um Arme und Kranke und unterstützte die schwarze Bevölkerung Marylands. Außerdem initiierte sie die Einrichtung einer höheren Bildungsanstalt für Frauen und zweier Waisenhäuser in Philadelphia und New York. 

 Was am 14. September noch geschah: 
 1982: Gracia Patricia, Fürstin von Monaco, kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben


 Harenberg - Abenteuer Geschichte 2015

The reality of Confession - God acting through the priest [2:10]

Veröffentlicht am 08.02.2013
This is a short scene from the movie "A Time for Miracles" (about the conversion and life of Elizabeth Ann Seton). This is one of the few times in Hollywood that a movie has been able to lift the veil, and show us a glimpse of the profound reality of what Confession truly is. This clip is worth a watch.

High Noon - Final Showdown [8:34]

Hochgeladen am 31.12.2010
Final scene from the 1952 Western "High Noon" featuring Gary Cooper, Grace Kelly and Lee Van Cleef.


siehe auch:
- Liberaler Anti-Western ohne heroischen Gestus (Marli Feldvoß, Deutschlandradio Kultur, 24.07.2012)


Fred Zinnemann widerspricht auch den Interpreten, die in "High Noon" eine Allegorie auf den Koreakrieg oder einen Kommentar zur McCarthy-Zeit sehen wollen. Er räumt ein, dass allenfalls Drehbuchautor Carl Foreman, der als Kommunist auf der sogenannten schwarzen Liste stand, die damalige "schweigende Mehrheit" anprangern wollte. "High Noon" gilt heute als Musterbeispiel eines liberalen Anti-Western, der den heroischen Gestus und den anarchischen Individualismus des Genres ablehnt. Das Versagen der kollektiven Gemeinschaft macht Sheriff Kane zwar zu einem einsamen und gleichzeitig gebrochenen Helden. Mit seiner Offenheit und seinem Verzicht auf eine ideologische Position verführt der Film zu immer wieder neuen Deutungsmustern.

Der letzte Refrain des Songs verweist allein auf den Helden und unterschlägt den Anteil der Sheriff-Gattin Amy, die zwar eine ausgewiesene Gewaltgegnerin ist, dennoch mit einem entscheidenden Revolverschuss am Sieg und am Happy-End beteiligt ist. Dem "müden" Helden steht damit eine Frau zur Seite, die nicht mehr zwischen Held und Gesellschaft versöhnt, sondern aktiv ins Geschehen eingreift. Auch darin zeigt sich, dass Regisseur Zinnemann weniger an der Gattung "Western" interessiert war, als an einem Stoff, der neue Rollenbilder in den Blick nimmt. Seine raffiniert einfache, eigentlich konventionelle Machart macht "High Noon" bis heute zu einem fesselnden Filmerlebnis.
Foremans Drehbucharbeit litt bereits ab Frühjahr 1951 unter seiner während der McCarthy-Ära prekären politischen Position – von 1938 bis 1942 hatte er der Kommunistischen Partei angehört. Schließlich wurde er im September 1951 vor das Komitee für unamerikanische Umtriebe berufen, wo er seine Aussage verweigerte. Kramer, der Foreman zunächst in dieser Sache noch unterstützt hatte, brach nach den Anhörungen jedoch öffentlich mit Foreman. Foreman erhielt schließlich eine Woche nach Ende der Dreharbeiten eine Abfindung von 250.000 US-Dollar und wurde als Co-Produzent gestrichen. Zu seinen Gunsten wirkte sich dabei aus, dass er die Rechte an The Tin Star persönlich erworben und sie der Produktionsfirma noch nicht überschrieben hatte. Selbst nach seiner Entlassung hatte Foreman noch lange Zeit mit einer von John Wayne angeführten öffentlichen Hetzkampagne zu kämpfen, die ihn schließlich 1953 zwang, nach England ins Exil zu gehen.[8]  [Zwölf Uhr mittags, Drehbuch und Vorbereitung, Wikipedia]

Grace von Monaco - Film zu Cannes Filmfestival [32:36]


Veröffentlicht am 14.05.2014
Diese beeindruckende Dokumentation zeichnet das Leben von Grace Kelly informativ und unterhaltsam nach. Alfred Hitchcock machte Grace Kelly zu seiner Galionsfigur und Rainier von Monaco legte ihr nicht nur sein Herz, sondern auch ein ganzes Fürstentum zu Füßen. Als Tochter eines amerikanischen Millionärs und einer deutschstämmigen Mutter interessierte sich die junge Grace früh für das Theater und die Schauspielerei. Ihr gelang die Aufnahme an einer New Yorker Schauspielschule - und damit begann der ganz große Traum ihres Lebens. Sie wurde ein gefeierter Filmstar und auf dem Höhepunkt ihrer frühen Karriere lernte sie mit 25 Jahren den Fürsten von Monaco kennen. Fürst Rainier verliebte sich sofort in die bildschöne Grace und heiratete sie am 19. April 1956. Sie wurde die Fürstin von Monaco und ihr Leben änderte sich über Nacht. *
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Provence: Les Baux-de-Provence [4:04]

Veröffentlicht am 08.07.2015
skalní hrad v regionu Bouches-du-Rhône

Durch den am 8. Juli 1641 geschlossenen Vertrag von Péronne, der jede französische Einmischung in Regierung oder Justiz Monacos untersagte, wurde Les Baux zum Marquisat ernannt und der Familie Grimaldi übergeben, um dem Fürsten von Monaco dafür zu danken, dass er die Spanier aus der Stadt vertrieben hatte. Als Ausgleich für in Spanien konfiszierte Gebiete erhielten die Grimaldi vier Lehen in Frankreich, darunter Les Baux.[2][3] Den Titel Comtes des Baux („Grafen von Les Baux“) tragen die Grimaldi bis heute, obwohl der Fels staatsrechtlich zu Frankreich gehört. Als einfaches Hirtendorf wurde Les Baux 1791 während der Französischen Revolution gegen eine finanzielle Entschädigung Frankreich angeschlossen.
1822 wurde die Bedeutung eines braun-violetten Minerals entdeckt, das in der Nähe gefunden und nach Les Baux Bauxit benannt wurde. Es enthält eine Aluminiumverbindung, aus der durch Elektrolyse reines metallisches Aluminium gewonnen werden kann. Mit der zunehmenden Globalisierung wurde die Förderung Ende des 20. Jahrhunderts aber unrentabel und in der Folge eingestellt. [Les Baux-de-Provence, Geschichte, Wikipedia]

Skandal Royal (3/8) Gracia Patricia - Die letzte Ausfahrt (HD Doku) [42:49]

Veröffentlicht am 10.01.2015
Der schlimme Autounfall von Gracia Patricia und ihrer Tochter, Prinzessin Stéphanie, 1982 an der Côte d'Azur erregte weltweit großes Aufsehen. Dass die Fürstin von Monaco einen Tag nach der Bekanntgabe, sie habe lediglich Knochenbrüche erlitten, überraschend starb, warf Fragen nach den Ursachen und Details des Unfalls auf.

KENYA: PRINCE ERNST OF HANNOVER - ALLEGED ASSAULT [2:26]

Veröffentlicht am 30.07.2015
Natural Sound
The fight between the husband of Monaco's Princess Caroline and a German disco owner who ended up in a local hospital has become the talk of the Kenyan island of Lamu.
German Prince Ernst August of Hannover allegedly punched Joe Brunnlehner twice in the face on Friday evening.
Brunnlehner was in intensive care Sunday at a hospital in nearby Mombasa on Sunday.
The extent of his injuries was not known and hospital officials refused to comment.
But the Sunday Nation newspaper quoted a business associate of Brunnlehner as saying the hotelier suffered six
broken ribs.
Eyewitnesses said they saw Brunnlehner arrive at the foot of the waterfront Peponi Hotel, where Ernst and several friends were having drinks.
The hotel is located on the island's Shela village.
The prince owns a large house on the beach next to the hotel.
Brunnlehner owns the nearby Manda Beach Club.
SOUNDBITE: (English)
"The Prince, many people just come down for a rest. The is house and he came down just for a rest. But that guy (Prince) never sleeps here for a long time because of the music. Because that music has spoilt everybody here. Also, he (Brunnlehner) has got a spotlight that goes straight into your face and you can't see anything, OK and it goes into the Prince's house and then with that happening he comes down with three other guys from Nairobi to check out what is happening, to check out this place and then the Prince saw him and gives him a punch and that is the end of the story."
SUPER CAPTION: Mohamed, eyewitness and resident of Lamu
A statement issued by Brunnlehner's hotel said he and Kenyan officials had been trying to measure the noise level coming from the beach club.
During the recent Muslim fasting month of Ramadan, the disco's mostly Muslim neighbours found the noise especially irritating.
Eyewitnesses said the prince and several friends went down to the beach to confront Brunnlehner.
An argument broke out in German, and the prince punched Brunnlehner, who stumbled towards his motorized
dhow.
SOUNDBITE: (German)
SUPER CAPTION: Monica, resident of Lamu, heard noise from the hotel
Although Kenyan police said the prince was a "prime suspect" in the assault and were intending to arrest him, he and Princess Caroline flew from neighbouring Manda Island to Nairobi on Sunday.
Later that day, the couple reportedly boarded a regular scheduled British Airways flight bound for London.
The prince has been implicated in violent incidents before.
He was once fined the equivalent of 47-thousand U-S dollars for attacking a photographer.
His bodyguards also allegedly threatened a photographer who tried to take pictures after the birth of his
daughter Alexandra in July.
The guards then allegedly attacked the man at the prince's orders when he saw him again at a charity event in Hanover in November.

- Der einstige Traumprinz macht sich rar – Ernst August von Hannover feiert runde 60 (n-tv., 25.02.2014)
- Prinzessin Caroline von Monaco: Demütigung vom Ex (Wunderweib, 13.10.2014)