Dienstag, 16. Februar 2016

Fernsehempfehlung: »Familie Braun«

Das ZDF überrascht und nimmt die giftige Komödienserie„Familie Braun“ ins Hauptprogramm. Ursprünglich war sie fürs Netz entwickelt worden. Es geht um eine Nazi-WG, die ein schwarzes Kind aufnimmt.


Kai und Thomas sind grade damit beschäftigt, Nazi-Parolen auf Jutebeutel zu drucken, mit Kartoffelstempeln, hergestellt aus deutschen Kartoffeln. "Wir zeigen euch, wie ihr das zu Hause allein nachmachen könnt."

Schlechter Sex vor dem Flüchtlingsheim

Da klingelt es. Thomas geht zur Tür und schaut durch den Spion. "Sind es die Bullen?", fragt Kai. Es ist viel schlimmer. "Eine Negerin!" ruft Thomas, als stünde der Leibhaftige im Hausflur. Widerwillig macht er die Tür auf. Die Frau sagt: "2009... Demo vorm Flüchtlingsheim ... beide besoffen ... nachts im Keller..." Thomas dämmert es. "Ach ja, Scheiße ..." Die Frau macht es kurz. "Das ist deine Tochter." Und zu der Tochter, die neben ihr steht, gewandt: "Lara, das ist der Wichser, der sich nicht mehr gemeldet hat nach dem echt schlechten Sex." – "Hallo, was ist'n das jetzt?", stammelt Thomas. "Ich hab mich sechs Jahre um sie gekümmert, jetzt bist du dran!", sagt die Negerin. "Und was ist mit dir?", fragt Thomas. "Ich werde abgeschoben, Ausländer raus, kennst du doch ..." Und weg ist sie.

mehr:
- Wo das "Negerkind" unterm Hitlerbild aufwächst (Henryk M. Broder, die Welt, 13.02.2016)

Lara - Kapitel 1 - FAMILIE BRAUN | ZDF [4:39]

Veröffentlicht am 05.02.2016
Die Nazis Thomas und Kai wollten eigentlich nur Youtube-Videos drehen. Doch dann klingelt es an der Tür...

#FamilieBraun bis zum 12.02.2016 JEDEN TAG 17.00h eine neue Folge hier und in der ZDF Mediathek: http://familiebraun.zdf.de/

Hier geht es zur #FamilieBraun Playlist:
https://www.youtube.com/playlist?list...

+++

Titelsong: "Hitler im Hirn"
Musik: Marti Fischer (https://www.youtube.com/user/theclavi...), Frodo (https://www.youtube.com/user/Frodoapp...)
Text: Manuel Meimberg

+++

CAST & CREW
Edin Hasanovic als Thomas Braun
Vincent Krüger als Kai Stahl
Nomie Laine Tucker als Lara
Karmela Shako als Laras Mama

Buch: Manuel Meimberg
Regie: Maurice Hübner
Kamera: Julia Hönemann
Musik: Maik Oehme
Online Konzept und Realisation: Marie Meimberg
Creative Producer: Uwe Urbas und Manuel Meimberg
Produzenten: Uwe Urbas, Beatrice Kramm, Christoph Bicker
Produktion: Polyphon im Auftrag von ZDF Quantum/Das kleine Fernsehspiel
Redaktion: Lucia Haslauer, Lucas Schmidt
x

Montag, 15. Februar 2016

Der nächste Todesfall im NSU-Komplex

Der Verlobte der toten Zeugin Melisa M. soll Suizid begangen haben - Gibt es einen Zusammenhang mit dem Fall Florian H. und dem Kiesewetter-Mord?


Im NSU-Komplex gibt es den nächsten Todesfall. Mit einer Woche Verspätung erfährt man vom Tod des 31jährigen Sascha W. aus Kraichtal in Baden-Württemberg. W. war der Verlobte von Melisa M., die im März 2015 vom NSU-Untersuchungsausschuss in Stuttgart befragt worden war und vier Wochen danach an einer Lungenembolie verstarb, 20 Jahre alt.


Melisa M. wiederum war einmal Freundin von Florian Heilig, einem Neonazi-Aussteiger, der am 16. September 2013 in seinem Auto auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart verbrannte. Am selben Tag sollte er vom Landeskriminalamt zum Thema NSU vernommen werden. Heilig hatte in der Vergangenheit gesagt, er wisse, wer die Polizeibeamtin Michèle Kiesewetter 2007 ermordet hatte. Das sollen aber nicht Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gewesen sein.

Sascha W. ist der dritte in einer Kette von Todesfällen, die mit dem NSU-Komplex zusammenhängen.

Er wurde am Montag vor einer Woche (8. Februar) abends gefunden. Weil keine natürliche Todesursache festgestellt wurde, ordnete die Staatsanwaltschaft Karlsruhe eine Obduktion an. Nach Auskunft von Behördensprecher Tobias Wagner habe man "bislang keine Anhaltspunkte für Fremdverschulden" gefunden. Man gehe von einem Suizid aus. Zusätzlich gebe es eine Abschiedsnachricht von Herrn W., die elektronisch verschickt wurde.

mehr:
- Nächster Todesfall im NSU-Komplex (Thomas Moser, Telepolis, 15.02.2016)

Der Fall Melisa M. - Das NSU-Zeugensterben geht weiter {7:28}

NuoViso.TV
Am 04.04.2015 veröffentlicht
Ein weiterer Zeuge im NSU-Prozess ist gestorben - oder gestorben worden? Erst 2013 verbrannte der damalige Freund von Melisa M. in seinem Auto - angeblich Selbstmord aus Liebeskummer. Sein Vater bestritt dies gegenüber COMPACT. Nun ist Melisa selber tot und reiht sich ein in eine Reihe mysteriöser Todesfälle um den NSU-Prozess.
Die komplette Sendung gibt es unter: https://www.youtube.com/watch?v=Ngtr0...
Unterstütze die Produktion von COMPACT-TV mit einem Abonnenement der monatlichen Heftausgabe: http://abo.compact-online.de

Das unheimliche NSU-Zeugensterben (Jürgen Elsässer) {11:17}

Neue Horizonte
Am 27.03.2014 veröffentlicht
Im NSU Prozess geht es zu wie im belgischen Dutroux-Prozess. Reihenweise werden die Zeugen gestorben - durch mysteriöse und obskure Umstände.
Ein Verschwörungstheoretiker, wer böses dabei denkt?
Ausschnitt aus dm kompletten Interview der COMPACT Ausgabe vom Januar 2014:
https://www.youtube.com/watch?v=MRSKp...

Skandal (NSU) Unglaubliches Interview mit Richter a D Heindl {1:30:20}

GameOverBilderbergr
Am 26.07.2017 veröffentlicht
Gruß an die, die Gerechtigkeit wollen.
Quelle: http://derhonigmannsagt.wordpress.com
Das Video darf verbreitet werden.

siehe auch:
- Das Mord-Trio (Thomas Fischer, ZEIT-Online, 14.07.2015)

zu Thomas Fischer siehe auch:
- Bundesgerichtshof: Der unbequeme Richter (Sabine Rückert, ZEIT Online, 06.10.2014)
- Netzpolitik.org: BGH-Richter Thomas Fischer liest die Leviten (Markus Kompa, Telepolis, 11.08.2015)
Fischer vermisst zudem eine Haltung der Bundesrichterkollegen zum NSA-Skandal: "Wann immer, so mein Eindruck, an den Tischen der bundesgerichtshöflichen Kollegenschaft das Akronym "NSA" fiel und das Wort "Generalbundesanwalt" und der Begriff "Legalität", senkten sich die Köpfe rasch über die Salatsauce und die Fusilli siciliana."
zum NSA-Skandal:
- NSA-BND: Der Bericht des Sonderermittlers (Post, 31.10.2015)

x

Samstag, 13. Februar 2016

Heute vor 49 Jahren – 13. Februar 1967: die Beatles veröffentlichen »Penny Lane«

Penny Lane ist ein von Paul McCartney und John Lennon komponiertes Lied der Beatles. Es wurde am 13. Februar 1967 zusammen mit Strawberry Fields Forever als Single mit zwei A-Seiten veröffentlicht. Die beiden Stücke waren ihnen gleich wichtig; keinem wollte oder konnte die Gruppe den Vorzug geben und damit das andere auf die B-Seite verbannen. [Penny Lane, Wikipedia]
=======================
The Beatles - Penny Lane [3:06]   Text (Songtexte)   Übersetzung (ebda)

Veröffentlicht am 30.10.2015
The Beatles 1 Video Collection is Out Now. Get your copy here: http://thebeatles1.lnk.to/DeluxeBluRay

Two days after recording some overdubs for 'A Day In The Life', The Beatles spent the afternoon in East London at Angel Lane, Stratford, filming scenes for the video of 'Penny Lane' with Scandinavian director, Peter Goldmann.

Shortly after the East London shoot, Goldmann and The Beatles headed to Knole Park, the grounds of a stately home in Kent, to film scenes of the band horse-riding in the countryside. Around this time, Goldmann and his crew (but minus The Beatles) travelled to Liverpool to shoot the sequences near to Penny Lane.

A few days before filming started for 'Penny Lane', Goldmann shot a promo for 'Strawberry Fields Forever'. Both shoots presented a challenge for everyone involved owing to the Musicians' Union ban on any action that could be construed as miming. Despite these limitations, both the films Goldmann made were so innovative that neither would have looked out of place on MTV a decade and a half later.

You can find out more and pre-order at http://www.thebeatles.com

The Beatles - Strawberry Fields Forever [3:52]   Text (Songtexte)   Übersetzung (ebda)

Veröffentlicht am 03.12.2013
[HD] Video

"Strawberry Fields Forever"
is a song by the English rock band
The Beatles. The song was written
by John Lennon and attributed to
the Lennon/McCartney songwriting
partnership. It was inspired by
Lennon's memories of playing
in the garden of a Salvation Army
house named "Strawberry Field"
near his childhood home.

"Strawberry Fields Forever"
è una canzone dei Beatles, pubblicata come singolo nel febbraio 1967 insieme a Penny Lane. È uno dei primi esempi di rock psichedelico della band britannica. Raggiunse il numero otto negli USA, ed è stata descritta da numerosi critici come uno dei brani migliori del gruppo.

"Strawberry Fields Forever"
was intended for the album Sgt.
Pepper's Lonely Hearts Club Band
(1967), as it was the first song
recorded for it, but was instead
released in February 1967 as a
double A-side single with
Paul McCartney's "Penny Lane".
"Strawberry Fields Forever"
reached number eight in the
United States, with numerous
critics describing it as one of
the group's best recordings. It
is one of the defining works of
the psychedelic rock genre and
has been covered by many artists.
The song was later included on
the US Magical Mystery Tour LP
(though not on the British double
EP package of the same name).
The Strawberry Fields memorial
in New York City's Central Park is
named after the song.

LYRICS:

Let me take you down, 'cos I'm going to Strawberry Fields.
Nothing is real and nothing to get hungabout.
Strawberry Fields forever.

Living is easy with eyes closed, misunderstanding all you see.
It's getting hard to be someone but it all works out, it doesn't matter much to me.
Let me take you down, 'cos I'm going to Strawberry Fields.
Nothing is real and nothing to get hungabout.
Strawberry Fields forever.

No one I think is in my tree, I mean it must be high or low.
That is you can't you know tune in but it's all right, that is I think it's not too bad.
Let me take you down, 'cos I'm going to Strawberry Fields.
Nothing is real and nothing to get hungabout.
Strawberry Fields forever.

Always, no sometimes, think it's me, but you know I know when it's a dream.
I think I know I mean a 'Yes' but it's all wrong, that is I think I disagree.
Let me take you down, 'cos I'm going to Strawberry Fields.
Nothing is real and nothing to get hungabout.
Strawberry Fields forever.
Strawberry Fields forever.

EMI  Music Publishing
Warner Chappell
Sony ® ATV Publishing .

• A tibute to Them dedicated:
http://www.beatlesplanet.it
&
http://jaja4fab.wordpress.com
http://fab4ever.peperonity.com

• My playlist, BeatlesPlanet™:
http://www.youtube.com/jajafabfour 

☑ Seguimi/Follow me on FB:
http://facebook.com/Beatlesplanet

®BeatlesPlanet: http://beatlesplanet.it 

Freitag, 12. Februar 2016

Die Nato und der Neoliberalismus – Jugoslawien war nur der Anfang

Wolf im Schafspelz: Mit dem Fall der Berliner Mauer 1989, pünktlich zum Jahrestag der Reichskristallnacht, nach fragwürdiger Fasson und Symbolik auch als „Wende“ bezeichnet, zieht die sowjetische Soldateska zügig aus Deutschland ab. Moskau verabschiedet sich würdevoll, mit einem klaren Njet zum Kalten Krieg. Die Bitburg-Kontroverse von 1985 scheint vergeben und vergessen. Die englischen und amerikanischen Besatzer indessen bleiben zurück, oh Yes, freilich nur als Verbündete. Petitionen zum Abzug ausländischer Truppen werden seitdem vom Bundestag vorab verweigert, neuerdings mit einer Begründung wie aus dem Wahrsagerzelt, wörtlich: weil derlei „nicht den gewünschten Erfolg haben wird“. Der vorauseilende diplomatische Gehorsam, bezahlt aus deutschen Steuermitteln, kostet die Bundesrepublik allein seit 2003 ungefähr eine Milliarde Euro.

Und es wäre, abgesehen von den Kosten alles nicht so schlimm, wenn wirklich Bedarf bestünde. Ein unmittelbares Bedrohungsszenario zum Beispiel. Die diplomatische Pflichterfüllung wäre weniger verwunderlich, wenn nicht gerade wieder einmal – bis hin zur Kanzlerin Merkel – deutsche Staatsbürger über ein Jahrzehnt lang durch die NSA abgehört oder – wie etwa Khaled al-Masri 2003 – vom CIA entführt und in Geheimgefängnissen Polens, Rumäniens oder des Kosovos verhört und gefoltert werden würden. Welcher Bedarf besteht denn danach? In einer Demokratie keiner. Das Kavaliersdelikt, das keines ist, heißt hier Folter, durchgeführt auf 386 Hektar Sperrgebiet hinter den Mauern von Camp Bondsteel, im Wald des Schreckens bei Stare Kiejkuty, oder im Keller eines Bukarester Sicherheitsdienstgebäudes von ORNISS. Politisch-erotisch ganz angetan, laufen bei der bloßen Erwähnung Washingtons schon Berlins und Brüssels Wangen schamhaft rötlich an. Ein Abklingen der Anbiederung ist nicht in Sicht.

Während der Warschauer Pakt mitsamt der Sowjetunion auseinandergeht, hat sich der Nordatlantikpakt (Nato) zum selbsternannten Globalgendarmen aufgeschwungen. Für Wall Street und Square Mile erweist er sich als griffiges Werkzeug fürs Grobe. Am Horn von Afrika sichert er Handelswege für Containerschiffe, in der Wüste Iraks und Libyens das lukrative Ölgeschäft, in den Bergen Afghanistans womöglich seinen Anteil am internationalen Opiumhandel. Letzteres sei dahingestellt. Fest steht, dass seit den neunziger Jahren die militärischen Ausflüge der NATO auf dem Globus merklich zunehmen. Man darf dies nicht einfach kleinreden. Menschen in der Ferne erleben nicht nur Krieg; sie sterben in ihm tatsächlich. Berühmtheit erreichen bei der selbstherrlichen Missachtung von Menschenrechten die üblichen Verdächtigen: Zum Beispiel die USA und die Türkei, die durch ihr Außenpolitik andere Völker und Länder im staatlichen Durcheinander oder in Trümmern zurücklassen. Wo ihre Stiefel und Drohnen hingehen, wächst kein Gras mehr. Souveränität ist ihnen ein Fremdwort, Rechtsstaatlichkeit manchmal nicht mehr als ein Gerücht.

mehr:
- Die Nato und der Neoliberalismus – Jugoslawien war nur der Anfang (Mladen Savić, Balkan21, Freiheitsliebe, 17.01.2016)

siehe auch:
- Europas Militärapparat (Jürgen Wagner, Hintergrund, 28.01.2016)
Forschungsarbeit: Meinungsmanipulationsstrategien in Frieden und Krieg (Jens Wernicke, Institut für Medienverantwortung, Juli 2009?)
Frieden muss gestiftet werden (Post, 24.11.2014)
Der Gründungsvater der Friedensforschung, der Norweger Johan Galtung, nannte als wirklichen Kriegsgrund die Disziplinierung des „Fremdkörpers“ Serbien als letztes mit Russland und China verbundenem Land in Europa, das sich der neoliberalen Globalisierung widersetzt. Solche Erklärungen hatten keine Chance, gehört zu werden, für eine weitgehende Gleichschaltung der öffentlichen Meinung war gesorgt. (Daniela Dahn, zit. in Frieden muss gestiftet werden – Europas Sündenfall: der Kosovo-Krieg, Post, 24.11.2014)
Medien: intellektuelle Korruption in Konfliktzeiten (Post, 06.02.2016)

Die Politik mit der Angst muss aufhören

Frankreich Die Verlängerung des Ausnahmezustands in Frankreich ist leider kein Einzelfall: Durch Angst-Rhetorik werden Grundrechte untergraben

Die französische Regierung rief aufgrund der Terroranschläge in Paris den Ausnahmezustand aus. Das gibt den Ermittlungsbehörden zahlreiche Sonderrechte. Bald läuft diese Regelung aus, soll aber nach dem Wunsch der Regierung noch einmal verlängert werden. Amnesty International kritisiert das: Die Situation greife unverhältnismäßig in die Grundrechte ein. Leider passiert dies nicht nur in Frankreich, denn schon seit Jahren wird der Ausnahmezustand zur Regel – mit schlimmen Folgen für unsere Freiheit. Das betrifft auch die Netzpolitik.


Amnesty International prangert Ausnahmezustand in Frankreich an
Frankreich befindet sich seit den am 13. November 2015 verübten Terroranschlägen in Paris im Ausnahmezustand. Damals kamen 130 Menschen ums Leben, viele weitere wurden verletzt. Die Regierung unter Francois Hollande reagierte mit massiven Notfallmaßnahmen. Durch den verhängten Ausnahmezustand, wurden die Befugnisse der Ermittlungsbehörden massiv erhöht. Unter anderem sind damit nächtliche Wohnungsdurchsuchungen ohne richterlichen Beschluss, Versammlungsverbote sowie Hausarrest für mutmaßliche Gefährder zulässig. Seit den Anschlägen wurden auf dieser Grundlage mehr als 3.200 Wohnungen durchsucht, mehr als 400 Menschen wurden unter Hausarrest gestellt.

Das, so befindet die Menschenrechts-Organisation Amnesty International, geht zu weit. Betroffene würden stigmatisiert und teilweise sogar traumatisiert, einige hätten ihre Arbeit verloren. Zudem, so Amnesty, habe es kaum positive Ergebnisse durch dieses Vorgehen der Ermittler gegeben (was in Bezug auf die Verhältnismäßigkeit dieser Maßnahmen durchaus relevant ist).

“In Ausnahmesituationen können Regierungen außergewöhnliche Maßnahmen ergreifen, sie müssen es aber mit Vorsicht tun”, erklärte der Amnesty-Direktor für Europa und Zentralasien, John Dalhuisen. “In Frankreich haben ausgeweitete Exekutivbefugnisse mit nur sehr wenig Kontrolle über ihre Ausübung zu einer ganzen Reihe von Menschenrechtsverletzungen geführt.” Die Organisation spricht sich daher entschieden gegen eine erneute Verlängerung des Ausnahmezustands in Frankreich bis Ende Mai aus.

mehr:
- Die Politik mit der Angst muss aufhören (Annika Kremer, der Freitag, 10.02.2016)

"Beginn eines instabileren Zeitalters"

Der Vorbericht für die Sicherheitskonferenz in München spricht von endlosen Krisen und hilflosen Politikern, was sich gerade in und um Syrien beobachten lässt
Es naht die Sicherheitskonferenz in München, was wieder auch die Zeit ist, dass die Regierung die Verantwortung im Ausland, die Stärkung der Nato, Bundeswehreinsätze und neue Rüstungsanstrengungen thematisiert. Der Vorsitzende Wolfgang Ischinger gab in einer Pressekonferenz bekannt, dass der Krieg in Syrien und die Lage im Nahen und Mittleren Osten zentrales Thema der Konferenz sein werden. Um für die Konferenz zu werben, schrieb Ischinger mal wieder einen düsteren Text für den Atlantic Council:

Der Nebel der Unordnung verdichtet sich. Konflikte werden zunehmend maß- und grenzenlos. Und die Ordnungswächter sind überwältigt und leisten nicht genug. Ischinger

Die Bundesregierung hatte sich schon für die Sicherheitskonferenz präpariert, nicht zum ersten Mal: Wir sind die Guten, Bundesregierung preist den "öffentlichkeitswirksamen Charakter" der Sicherheitskonferenz. Gerade wurde beschlossen, die Missionen in Mali und im Nordirak zu verstärken, in Afghanistan wird die Bundeswehr länger bleiben, schon auch deswegen, um auch Flüchtlinge abweisen und abschieben zu können. Erwogen wird von der Bundesverteidigungsministerin ein militärischer Einsatz in Libyen, wo sich der IS ausbreitet und von wo ab dem Frühjahr ein neuer Flüchtlingsstrom Richtung Italien aufbrechen könnte.

mehr:
- "Beginn eines instabileren Zeitalters" (Florian Rötzer, Telepolis, 09.02.2016)

Der Fall eines Pornostars

Diese Zusammenfassung ist nicht verfügbar. Klicke hier, um den Post aufzurufen.