Samstag, 20. Mai 2017

Google: Die verengte und manipulierte Welt als Werbeprospekt

Googles digitale Karten sind nichts weiter als Werbeverzeichnisse, garniert mit Straßennamen. Sie werden von Firmen manipuliert – und sie manipulieren selbst die Wege, die die Nutzer nehmen sollen. 

Kürzlich berichtete die „New York Times“, wie der Fahrdienstvermittler Uber über Jahre hinweg Behörden in Ländern, in denen der Dienst nicht zugelassen war, mit einer geheimen Software täuschte. Die Software namens Greyball sammelte Standortdaten, Kreditkarteninformationen und Details zu verwendeten Social-Media-Konten, um Behördenmitarbeiter zu identifizieren und Kontrollen ins Leere laufen zu lassen. Die Kontrolleure bekamen auf der App eine Fake-Karte mit „Phantom-Fahrzeugen“ angezeigt, die gar nicht existierten. Die Geisterkarte legte sich wie eine Folie, eine fiktionale Story über das Straßennetz, das die Kontrolleure in die Irre leitete. 

Der Fall wirft nicht nur ein Schlaglicht auf die illegalen Geschäftspraktiken der kalifornischen Plattformökonomie – die amerikanischen Behörden wollen Ermittlungen einleiten –, sondern auch darauf, wie manipulationsanfällig Karten im digitalen Zeitalter sind. Digitale Karten, auf die wir uns in Navigationsgeräten stützen, liefern Fake-News und verkommen selbst zum Fake. Kartographen wussten, dass Karten immer nur eine Annäherung an die Wirklichkeit waren. Die Karte, mit der Kolumbus nach Amerika und nicht nach Indien segelte, war gewissermaßen auch Fake. Doch das kartographische Ideal war stets, eine vollständige und korrekte Repräsentation von Geoobjekten herzustellen (einmal abgesehen von geopolitischen Grenzstreitigkeiten). Mit der Digitalisierung hat sich das geändert: Karten werden nicht mehr allein zu kartographischen, sondern auch zu kommerziellen Zwecken kreiert. Die „areas of interest“, die Google algorithmisch anhand der Konzentration von Bars und Restaurants auf seinen Karten ausweist, markieren eher Googles Geschäftsinteressen als die der Besucher. Google zeichnet eine eigene Version der urbanen Landschaft. Wer in diesen digitalen Karten nicht verzeichnet ist, existiert faktisch nicht. „Diese Repräsentationen“, schreibt der Internetkritiker Nicholas Carr auf seinem Blog „Rough Type“, „vermitteln nicht nur ihre Wirklichkeit; sie schaffen ihre eigene Wirklichkeit.“ Doch dieses Abbild der Wirklichkeit ist nicht nur verzerrt und lückenhaft, sondern wird auch gezielt mit falschen Informationen infiltriert.
mehr:
- Manipulationen bei Google Maps: Fahr doch auf einen Kaffee bei Starbucks vorbei (Adrian Lobe, FAZ, 20.05.2017, Hervorhebung von mir)

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 HauptartikelAbschnitt „Kritik an der Google-Suche“ im Artikel Kritik an Google Inc.
Die Suchmaschine Google und Google Inc., die nach Gründung anfänglich eine sehr gute Presse hatten, werden in jüngerer Zeit häufig wegen Datenschutzproblemen kritisiert. So wurden nach Ankündigung im Rahmen einer angeblichen „Vereinfachung“ der Datenschutzbestimmungen ab März 2012 Daten über Nutzer quer über alle Dienste von Google Inc. ausgewertet, um einen möglichst vielfältigen Wissensstand über alle Lebensbereiche eines Nutzers aufbauen zu können.
Die Personalisierung der Suchergebnisse wurde unter anderem von der Wochenzeitung Die Zeit kritisiert. Im Juni 2011 schrieb sie: „Wenn wir mit Google suchen oder Neuigkeiten bei Facebook lesen, passt das Netz sich unmerklich unseren Vorlieben an. Was bedeutet diese Verengung der Welt?“[68] [Google, Kritik, Wikipedia, abgerufen am 20.05.2017]
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mein Kommentar:
Wer Karten nachmacht oder fälscht
oder nachgemachte oder gefälschte Karten 
sich verschafft und in den Verkehr bringt,
wird mit mindestens einem Umweg zu Starbucks* bestraft!

*oder zu einem anderen Café, Schnellimbiß oder Restaurant, in welchem Sie innerhalb der letzten 30 Tage mehr als 10 EUR verzehrt haben. Änderungen vorbehalten! Ihre Daten sind bei uns sicher! Wir werden Sie auch in Zukunft mit auf Sie zugeschnittenen Informationen versorgen.
Wir wollen nur das Beste für Sie – weil wir Sie lieben!

Hauptsache wettbewerbsfähig: Deutschlands Gesundheitssystem auf Platz 20

Nirgends ist die Gesundheitsversorgung so gut wie in Andorra, das behauptet eine neue Studie. Deutschland landet auf Platz 20, noch hinter Griechenland. 

Die Gesundheitsversorgung hat sich in den allermeisten Ländern der Welt zwischen 1990 und 2015 verbessert. Das zeigt zumindest eine internationale Studie unter der Leitung von Christopher Murray von der University of Washington in Seattle. Demnach hat die medizinische Betreuung in 167 von 195 untersuchten Ländern in den vergangenen Jahren an Qualität gewonnen. 

Auf einer Skala von 0 bis 100 erreichte 2015 Andorra mit 94,6 den höchsten Wert, die Zentralafrikanische Republik mit 28,6 den niedrigsten. Das deutsche Gesundheitswesen landete mit 86,4 Punkten im weltweiten Vergleich auf dem 20. Platz, unter anderem hinter der Schweiz, Griechenland und Slowenien.
mehr:
- Weltweiter Vergleich: Deutschlands Gesundheitssystem landet auf Platz 20 (SPON, 19.05.2017)

mein Kommentar:
Immerhin besser als beim ESC! 
Noch ein klitzekleines Bißchen mehr Bürokratie und wir schaffen auch noch die Griechen!
Gesundheit wird ohnehin überbewertet…

Gesoffen, geschieden, Leben geordnet – Brad Pitt geht jetzt die wirklich großen Fragen an

Brad Pitt hat sein Leben neu geordnet, jetzt ist Zeit für die wirklich großen Fragen: "Was existierte vor dem Universum?", rätselt er in einer TV-Show - und lässt sich dann noch mathematisch bewerten. 

Brad Pitt hat sich den ganz wichtigen Fragen des Lebens zugewendet: Bei einem Auftritt in der "Late Show" mit Stephen Colbert philosophierte er mit dem Moderator über das Leben, das Universum und den ganzen Rest - ganz stilecht auf einer Wolldecke mit entrücktem Blick in die Ferne.
mehr:
- Colberts "Late Show" – Philosophieren mit Brad Pitt (SPON, 17.05.2017)
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Väter machen die meisten Überstunden

Zuhause sind es in der Regel die Frauen? Neue Zahlen des Bundesamts für Statistik

Erwerbstätige Väter im Alter von 25 bis 49 Jahren leisten die meisten wöchentlichen Arbeitsstunden ab, im statistischen Durchschnitt 42. Danach kommen Männer ohne Kind mit 41 Stunden.

Warum Väter mehr Zeit an ihrem Arbeitsplatz verbringen - ob sie den Küchenarbeiten, der Wäsche, dem Einkaufen, dem Aufräumen, anderen lustvollen Hausarbeiten oder der manchmal mühevollen Betreuung des Nachwuchses aus dem Weg gehen oder ob sie einfach mehr Verantwortung im Job übernehmen, um Einkünfte zu sichern - dazu liefern die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts keinerlei Hinweise.

Anhand der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit der erwerbstätigen Mütter, "rund 27 Stunden" (in ganz Deutschland und nicht nur im Westen, wie zuvor versehentlich geschrieben, Einf. d.A), und damit 10 Stunden weniger als gleichaltrige Frauen "ohne im Haushalt lebendes Kind", läßt sich jedoch eine Beobachtung bestätigen, die aus dem Bekanntenkreis stammt: Die Paare mit Kindern, bei denen die Frau Vollzeit arbeitet und der Mann Teilzeit, sind noch immer die Ausnahme.

mehr:
- Väter arbeiten am längsten - am Arbeitsplatz (Thomas Pany, Telepolis, 12.05.2015)
dazu auch:
- KIND UND KARRIERE: Männer arbeiten länger, wenn sie Kinder haben (FAZ, 12.05.2015)
- Verblüffende Arbeitszeiten: Väter arbeiten mehr als kinderlose Kollegen (SPON, 15.12.2011)

mein Kommentar:
Da kann man natürlich jede Menge spekulieren. Z.B. wird über die Möglichkeit, daß sich die Männer einerseits so vor der Hausarbeit drücken und andererseits ihre Karrieregeilheit pflegen können, in allen verlinkten Artikeln nachgedacht. Darüber, daß die Angst von Vätern, ihren Job zu verlieren oder ihr Bedürfnis, der Familie ein angenehmes finanzielles Polster zur Verfügung zu stellen größer ist als zur Zeit vor der Geburt ihrer Kinder, habe ich nichts gefunden. 
Die mangelnde Wertschätzung (sprich: die selbstverständlich erscheinenden reflexhaften Verdächtigungen beim gleichzeitigen Fehlen positiver interpretationsversuche) von Männern/Vätern genügt mir als Erklärung für deren abnehmende Spermienzahl:
- Die Fruchtbarkeit westlicher Männer sinkt kontinuierlich (Post, 12.10.2017)
Da brauche ich keine Gifte oder Hormone im Trinkwasser mehr als Begründung.

siehe auch:
- »Halt die Klappe, Alice!« – Endlich (Post, 16.11.2013)
- »Natürlich nehmen wir den Mann mit.« (Post, 22.04.2012)
- Gewalt durch Männer, Gewalt durch Frauen: Im Inneren des Walfischs (Post, 11.05.2009)



aktualisiert am 15.11.2017

Monsanto in Südamerika

In Argentinien sind 20 Millionen Hektar mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. In Monokultur. Das Land wird mit Herbiziden, Insektiziden, Fungiziden und künstlichem Dünger überflutet. Argentinien hält den weltweiten Rekord, was den Verbrauch an Glyphosat angeht. Anfangs war das für die Landwirte, die Saatgutverkäufer und die Chemie-Konzerne ein Freudenfest. Allen voran: Monsanto.
mehr:
- Tödliche Agri-Kultur – Wie Monsanto die Welt vergiftet (Kritisches Netzwerk, 17.05.2017)

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet {1:15:51}

Veröffentlicht am 15.05.2017
Seit 20 Jahren werden in Argentinien riesige Flächen mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. In Monokultur. Anfangs war das für die Landwirte, die Saatgutverkäufer und die Chemie-Konzerne ein Freudenfest. Allen voran: Monsanto. Heute ist das Modell Monsanto gescheitert. Nicht für die Investmentfonds, aber für die Landwirte vor Ort und für die Verbraucher in den Städten.

20 Millionen Hektar Land werden mit Herbiziden, Insektiziden, Fungiziden und künstlichem Dünger überflutet. Die Folge sind Überschwemmungen riesiger Landesteile. Staatliche Kontrollen sind nicht vorhanden. Argentinien hält den weltweiten Rekord, was den Verbrauch an Glyphosat angeht. Was die Lebensmittelindustrie von diesen Feldern in die Supermärkte bringt und exportiert, ist giftig. Aber es gibt Alternativen zu dieser tödlichen Agri-Kultur.

Achtung: Bei der im Abspann angegebenen IBAN fehlen vier Nummern. Richtig ist: DE53 2004 1155 usw. also die "2004" muss eingefügt werden.

siehe auch:
- Glyphosat: Wissenschaft im Kapitalismus (Post, 28.04.2017)
- Monsanto: Roundup Ready v2.0 (Post, 28.11.2016)
- Zunehmende Resistenzen – Das Monster auf dem Acker (Post, 30.07.2016)
- Gerichtsprozess gegen Monsanto: Medien verweigern Berichterstattung (Post, 24.08.2015)
- Superweeds als Symbol für den entfesselten Kapitalismus (Post, 29.05.2015)
- Patente auf Brokkoli und Tomaten (Post, 01.05.2015)
- Hawaii: Rote Karte für Monsanto & Co (Post, 06.11.2014)
- Genmais? – Nein, nein, nein, ja! Fuck the Bürger! (Post, 20.04.2014)
- Neros Gäste (Post, 14.12.2012)
- Monsanto? Brauchen wir nicht (Post, 29.04.2009)
- Gen-Scheiß, die nächsten drei von allen (Post, 31.03.2008)
- Bush & Monsanto (Post, 16.03.2008)
- Monsanto, mit Gift und Genen (Post, 12.03.2008)
- Gen Mais macht Ratten krank (Post, 30.05.2007)
- Gentechnik durch die Hintertür (Post, 25.04.2006)

KenFM im Gespräch mit: Gaby Weber ("Krater für den Frieden") {1:49:57}

Veröffentlicht am 12.09.2016
Gaby Weber ist das, was man eine Nervensäge nennt. Nur, dass diese Nervensäge seit Jahrzehnten mit einem Presseausweis unterwegs ist und auch dann immer noch nachbohrt, wenn andere längst aufgegeben hätten. Nicht, weil es keine neuen Fakten zum Fall X geben würde, sondern im Gegenteil. 

In den Chefetagen der großen Medienhäuser existiert Unabhängigkeit von der Politik nicht ab Werk. Sie kommt und geht, was mit der Haltung von Chefredaktionen und Intendanten zu tun hat. Aber auch altgediente Schlachtschiffe des investigativen Journalismus mit Linksdrall haben enorme Probleme, wenn eine Geschichte der eigenen Ideologie widerspricht. So musste Gaby Weber es immer häufiger erleben, dass sie ihre Geschichten nicht loswurde, wenn sie herausfand, dass auch linke Regierungen extrem korrupt sein konnten und sind.

Gaby Weber lebt seit über 20 Jahren in Südamerika und beobachtet von Buenos Aires aus, wie der Kontinent zwischen den Interessen des Imperiums und linken Dogmatikern aufgerieben wird. Sie berichtet über Morde an Gewerkschafter, die sich von Mercedes Benz nicht ausbeuten lassen wollten, über geheime Atomdeals zwischen Israel und der alten BRD und immer wieder über die Geschäftstätigkeit der CIA in ganz Südamerika.

Gaby Weber recherchiert vor allem in den großen Archiven. Wenn man ihr Akten vorenthält, klagt sie. Auch das macht sie zur Nervensäge für die Justiz, denn oft ist der BND die andere Partei.

KenFM traf Gaby Weber, die lange Jahre auch beim SFB in Berlin gearbeitet hat, um mit ihr über den Journalismus im Allgemeinen und ihren aktuellen Film im Speziellen zu sprechen. Dieser Film trägt den Titel: „Krater für den Frieden“. Er wurde von ihr mit bescheidenen Mitteln selber realisiert und auf Youtube veröffentlicht. Die Geschichte war den großen Anstalten zu heiß.

Es geht im Kern um die Anstrengungen, die der militärisch-industrielle Komplex unternahm, um die Abrüstung nach einem Ende des Kalten Krieges zu überleben.

Vor allem das deutsch-russische Verhältnis wurde entscheidend sabotiert, denn die Idee des damaligen russischen Staatschefs musste mit allen Mitteln hintertrieben werde. Nikita Sergejewitsch Chruschtschow fordert 1960 auf einer Gipfelkonferenz in Paris ein neutrales Deutschland, das weder der NATO noch dem Warschauer Pakt angehören sollte. Dafür sollte Deutschland schon 1960 wiedervereinigt werden.

Warum sind diese Fakten den deutschen Leitmedien keinen Sendeplatz wert?

Wir können Nervensägen mit Presseausweis, wie sie Gaby Weber darstellt, heute an einer Hand abzählen und wir brauchen dazu nicht mal alle Finger.

Inhaltsangabe in Kapiteln:
00:12:03 Veränderungen im Journalismus: uslandskorrespondenz in Bezug auf Südamerika praktisch nicht vorhanden
00:18:53 Journalistische Kontrolle über wirtschaftliche und politische Macht: notfalls über den Gang zum Gericht. BND: Unklarheiten im Eichmann-Prozess
00:29:14 Adolf Eichmann, Geheimdienst-Operationen und illegale Atomtests durch die USA
00:44:53 Journalistisches Vorgehen von Gaby Weber: Archivarbeit, Forderungen nach Akteneinsicht, ggf. Anklage
00:58:40 Journalismus heute: Grenzen der Crowdfunding-Finanzierung und die Notwendigkeit für ein neues Mediengesetz
01:12:28 Gezielte Desinformation im Netz: Zwischen Orientierungslosigkeit und dem Wachstum eines kritischen Bewusstseins
01:24:24 Der südamerikanische Blick auf Deutschland. Deutschland nach der Wiedervereinigung
01:31:21Russland-Argentinien, Europa und der Brexit
01:38:04 Die Rolle Südamerikas und der BRICS Staaten

Link zu "Krater für den Frieden": https://www.youtube.com/watch?v=UFzVn...

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Gaby Weber im Interview:
»Die Panama-Leaks sind doch Augenwischerei!«

Die Faschisten schießen wie Pilze aus dem Boden

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz ist neuer Chef der Österreichischen Volkspartei und greift gleich voll durch. Er hat die Partei nach seinen Vorstellungen reformiert und strebt nun Neuwahlen an. Manch einer spricht von einem „präfaschistischen Putsch“. Geht’s auch eine Nummer kleiner?

Das, was sich nun in der Österreichischen Volkspartei abspiele, das sei ein präfaschistischer Putsch, eine autoritäre Wende, die Wiederkehr der Dreißigerjahre. Und dessen Protagonist angesiedelt irgendwo zwischen Viktor Orban und Recep Tayyip Erdogan.

Das ist zusammengefasst in etwa das, was namhafte Publizisten, PR-Menschen, Wirtschaftsforscher, Künstler und andere sogenannte Intellektuelle am Wochenende im Internet über Sebastian Kurz von sich gegeben haben. Der Erdogan-Unsinn schaffte es sogar in die linke deutsche Taz: „Außenminister Kurz fordert für sich Vollmachten, wie sie sich Erdogan in die Verfassung schreiben ließ.“

mehr:
- Österreich: Gerechtigkeit für Sebastian Kurz (Oliver Pink, Cicero, 15.02.2017)

Das Sebastian Kurz Netzwerk {7:49}

Veröffentlicht am 15.05.2017
Sebastian Kurz hat seit Jahren ein Netzwerk von Förderern und Unterstützern aufgebaut, mit deren Hilfe er nun nach der Macht strebt. Wie haben Wegbegleiter seinen Aufstieg erlebt, was trauen sie ihm zu, wo liegen Stärken und Schwächen, wie setzt sich das Netzwerk des Sebastian Kurz in der ÖVP durch?

siehe auch:
- Die Hexenjagd auf die AfD (Vera Lengsfeld, The European, 15.05.2017)

Freitag, 19. Mai 2017

Politik und Leitmedien: Tut sich endlich was?

Im französischen Sprachgebrauch wird von Gewalten (quatrième pouvoir) gesprochen. Grundlage dieser analogenBegriffsbildung ist das auf Charles de Montesquieu zurückgehende rechtsstaatliche Prinzip der Gewaltentrennung, wodurch die Staatsgewalt zwischen gesetzgebender Gewalt (Legislative, also das Parlament), ausführender Gewalt (Exekutive, also Regierung und Verwaltung) und rechtsprechender Gewalt (Judikative, also die Gerichte) aufgeteilt und somit beschränkt wird. Schon Jean-Jacques Rousseau hat die Presse als die vierte Säule des Staates bezeichnet.[1] Im Kontext der liberalen Theorie der Presse, die ihre Blütezeit im 19. Jahrhundert erlebte, wurde die Bezeichnung der Presse als „vierte Gewalt“ gebräuchlich.[2]Analog zur vierten Gewalt wird der Lobbyismus oder werden soziale Medien als fünfte Gewalt bezeichnet. [Vierte Gewalt, Hintergrund, Wikipedia, abgerufen am 19.05.2017]
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Brexit, Trump, AfD, "Volksverräter"-Rufe, Fake-News, Hacker – die politische Klasse in Deutschland steht mächtig unter Druck. Auch Journalisten erleben einen Umbruch. Politische Debatten werden zunehmend in sozialen Medien geführt – mal belebend, oft verletzend. Gerüchte und Verschwörungstheorien kommen ungebremst im Umlauf, ebenso Hassmails.

Deutschland im Zustand der Dauererregung

So eilen Politiker zwischen Beschimpfungen, Meinungsumfragen und Wahlkampfauftritten durch die Woche, umlauert von unzähligen Kamerateams. Dazu blasen Online-Redaktionen hektisch Eil-Meldungen ins Land. Deutschland im Zustand der Dauererregung.

mehr:
- Nervöse Republik – Ein Jahr Deutschland (ARD, Sendetermin: 19.04.2017)

Nervöse Republik - Ein Jahr Deutschland {1:30:11}

Veröffentlicht am 21.04.2017
Brexit, Trump, AfD, "Volksverräter"-Rufe, Fake-News, Hacker – die politische Klasse in Deutschland steht mächtig unter Druck. Auch Journalisten erleben einen Umbruch. Der Film hat einige der wichtigsten Protagonisten ein Jahr lang beobachtet.

Diskussion "Die nervöse Republik" vom 30.03.2017 {54:29}

Veröffentlicht am 30.03.2017
Brexit, Trump, AfD, "Volksverräter"-Rufe, Fake-News, Hacker - die politische Klasse in Deutschland steht mächtig unter Druck. Auch Journalistinnen und Journalisten erleben einen Umbruch. Politische Debatten werden zunehmend in sozialen Medien geführt - mal belebend, oft verletzend. Gerüchte und Verschwörungstheorien kommen ungebremst in Umlauf. Ist Deutschland im Zustand der Dauererregung?

Zu diesem Thema moderiert Anne Will eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion in Berlin. Ihr Hauptgast ist Stephan Lamby. Der vielfach preisgekrönte Autor hat gerade für seine 90-minütige Dokumentation "Nervöse Republik" (NDR/rbb 2017) ein Jahr lang Politiker und Journalisten aus der Nähe beobachtet. Darunter die SPD-Generalsekretärin Katarina Barley, die AfD-Vorsitzende Frauke Petry, CDU-Generalsekretär Peter Tauber sowie Sahra Wagenknecht, Fraktionschefin der Linken. Alle vier sitzen auch im Podium. Die Journalisten Klaus Brinkbäumer, "Spiegel"-Chefredakteur, und Julian Reichelt, Vorsitzender der "Bild"-Chefredaktionen, sind ebenfalls zu Gast und vertreten in der Runde die Medien: In ihren Redaktionen recherchierte Lamby.

Hinweis: Die NDR/rbb-Dokumentation "Nervöse Republik" ist am Mittwoch, 19. April um 22.45 Uhr in Erstausstrahlung im Ersten zu sehen.

Hinweis: Die NDR/rbb-Dokumentation "Nervöse Republik" ist am Mittwoch, 19. April um 22.45 Uhr in Erstausstrahlung im Ersten zu sehen.

Harald Kujat - VS - Lügenpresse - 23.1.2017 {26:31}

Veröffentlicht am 26.01.2017
Weil Kujat nicht dezidiert Russland-feindlich ist und sogar manchmal die Politik Russlands nachvollziehen kann (wie z.B: in Syrien) wurde eine koordinierte Hetz-Kampagne gegen ihn gestartet.

ZAPP: Vertrauen in Medien ist gesunken {13:46}

Veröffentlicht am 22.12.2014
Like http://www.facebook.com/newskritik - Das stärkt uns.
Kein Wunder sinkt das Vertrauen der Leute in die Medien. Es wird überall manipuliert, unkontrolliert abkopiert, Nachrichten von Agenturen abgekauft, usw.
Inzwischen weiss ein jeder, dass man den Massenmedien nicht bei Allem glauben sollte. Daran sind die Massenmedien vielfach selber Schuld.

Richard David Precht: Die "Knalltüte" Rasmussen - Maybrit Illner 04.09.2014 - die Bananenrepublik {12:21}

Veröffentlicht am 05.09.2014

siehe auch:
- Soziale Ansteckung (Manfred Spitzer, Editorial in der Zeitschrift Nervenheilkunde, Nr. 5/2017)
Moralische Hysterie, missionarische Außenpolitik und falsche Kriege (Post, 24.01.2017)
Warum schweigen die Lämmer? – Der Mensch im Geflecht von Medien, Manipulation und Macht (Post, 16.07.2016)
Nehmt dem irren Putin die Killerdelfine weg! (Post, 02.05.2016)
Warum schweigen die Lämmer? – Der Mensch im Geflecht von Medien, Manipulation und Macht (Post, 16.07.2016)

Misstrauen gegen Medien - Umfrage bei Netzwerk Recherche (dbate) {2:35}Veröffentlicht am 12.07.2016
"Journalisten und Politiker stecken unter einer Decke" Solchen und anderen Vorwürfen müssen sich Journalisten immer häufiger stellen. Wie groß ist der Vertrauensverlust der etablierten Medien tatsächlich? Auf der Jahrestagung von Netzwerk Recherche 2016 berichteten Journalisten über ihre Grenzerfahrungen.

dbate-Reporterin Denise Jacobs war in Hamburg bei der Jahreskonferenz der Netzwerk Recherche #nr16unterwegs und hat mit Besuchern und Referenten gesprochen. Unter dem Motto "Journalismus an der Grenze" trafen sich am 8. und 9. Juli mehrere hundert Journalisten und sprachen von ihren Grenzerfahrungen - z.B. bei ihrer Berichterstattung über die Grenzen Europas, oder wenn sie mit Verschwörungstheorien konfroniert werden.

Mehr Videos gibt´s hier:
http://dbate.de
http://facebook.com/dbate.de
http://twitter.com/dbateonline
http://instagram.com/dbate.de

Ukraine-Krise: Unsere offiziellen Rußland-Versteher konnten sie angeblich nicht kommen sehen! (Post, 09.12.2014)
Unsere Qualitätsmedien: Das sind keine Irrtümer; das sind Lügen, Propaganda und Zensur! (Post, 09.12.2014)
Die Propaganda-Suppe stetig am Köcheln halten… (29.11.2014)
Frieden muss gestiftet werden (Post, 24.11.2014)
Tagesschau sachlich und objektiv: »Putin, einsam und verlassen« (Post, 19.11.2014) 
Speech on America (Boston Legal) (Post, 17.11.2014)
Was sich in den Medien ändern muss (Post, 07.11.2014)
interview2: Giovanni di Lorenzo über die Flüchtlings-Fehltritte der Medien {2:52}

Veröffentlicht am 10.07.2016
Vertrauen verspielt: Die einhellige Pro-Flüchtlinge-Stimmung kostet Medien nachhaltig Ansehen, meint "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. Ihn verwundert, dass selbst "Bild" den linken Slogan "Refugees Welcome" übernahm. "Da fand das Vorurteil Bestätigung, dass wir mit der Macht, mit den Eliten unter einer Decke stecken", sagt di Lorenzo im turi2.tv-Interview bei der Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche. Dieser falsche Eindruck wirkt nach.

Journalisten müssten sich vorwerfen lassen, zu Mitgestaltern der Flüchtlingsbewegung geworden zu sein, statt sich auf die Beobachter-Rolle zu konzentrieren. Auch die "Zeit" habe Fehler begangen, etwa mit einem "Willkommen"-Titel, "der Zurückhaltung nicht hat erkennen lassen", wie di Lorenzo einräumt. Redaktionen müssten künftig transparent darstellen, wenn es interne Positionskämpfe gibt: "Ich kann und will nicht verordnen, wer welche Position einnehmen muss, aber wir müssen dem Leser sichtbar machen, dass wir unterschiedlicher Meinung sind."

Donnerstag, 18. Mai 2017

Russland-Debatte mit Fachleuten: Welches Bild haben wir von Russland?

Bei einer Russland-Debatte mit Fachleuten in Hannover gab es spannende Diskussionen, aber auch unversöhnliche Konfliktlinien

Welches Bild haben wir von Russland? Kein eindeutiges, kann man sicher sagen. Die deutsche Bevölkerung spaltet sich auf, wenn es um Fragen zu Russland geht. Höchstens das Bild von den USA sorgt hierzulande noch für vergleichbares Diskussionspotenzial. Von erbitterten Russlandgegnern über Menschen mit ambivalentem Russlandbild bis hin zu treuen Freunden des Landes sind in Deutschland zahlreiche Haltungen vertreten.

Bei einer Veranstaltung an der Universität Hannover trafen nun Experten und Zuhörer ganz verschiedener Russlandperspektiven aufeinander und diskutierten "Bilder von Russland, Bilder von Deutschland". Eingeladen hatte der "Verein für Geschichte des Weltsystems". Die gut fünfstündige Debatte brachte viel Erhellendes, zeigte im Lauf der Zeit aber auch immer stärker unversöhnliche Konfliktlinien auf.

mehr:
- Russland: Feindbild, Trugbild, Abbild? (Stefan Korinth, Telepolis, 16.05.2017)

Die Krim einmal de-ideologisiert {9:43}

Veröffentlicht am 23.01.2015
Prof. Dr. Reinhard Merkel, Professor für Strafrecht und Rechtsphilosoph zur Frage, „Hat Russland die Krim annektiert?“
DER FEHLENDE PART - Montag bis Freitag um 19:30 Uhr

Mehr auf unserer Webseite: http://rtdeutsch.com

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dazu:
- Die Krim und das Völkerrecht: Kühle Ironie der Geschichte (Reinhard Merkel, 07.04.2014)

Der wahre Grund der Hetze gegen Rußland {15:29}

Veröffentlicht am 29.12.2015
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Dienstag, 16. Mai 2017

Heute vor 10 Jahren – 16. Mai 2007: Nicolas Sarkozy wird französischer Staaatspräsident

Westentaschen-Napoleon 

Nicolas Sarkozy (* 1955), dessen Vorfahren aus ungarischem Adel stammen, praktizierte als Anwalt und stieg in der konservativ-gaullistischen Partei UMP auf. Deren Vorsitzender war er 2004-07 und erneut ab 2014. Bereits als Innenminister profilierte er sich als Hardliner, der die Jugendlichen der Banlieue-Unruhen 2005 als »Gesindel« bezeichnete und »Säuberungsmaßnahmen« forderte. 

2007 mit über 53% der Stimmen zum Staatspräsidenten gewählt, polarisierte Sarkozy weiterhin die Öffentlichkeit Frankreichs. So ließ er 2010 illegale Siedlungen von Roma räumen und propagierte deren Abschiebung nach Rumänien und Bulgarien. 2011 griff er militärisch in den libyschen Bürgerkrieg ein. Bei den Präsidentenwahlen 2012 verlor er gegen den Sozialisten Francois Hollande, startete 2015 jedoch ein politisches Comeback. 
Nicolas Sarkozy (l.) übernimmt am 16. Mai 2007 das Amt des
französischen Staatspräsidenten von Jacques Chirac (vorn)

Der Geltungsdrang des klein gewachsenen »Sarko«, der 2008 die Sängerin Carla Bruni heiratete, sorgt oft für Spott. So drängte er sich im Januar 2015 beim Gedenkmarsch für die Opfer des Anschlags auf die Satirezeitschrift »Charlie Hebdo« in die erste Reihe der amtierenden Staatsoberhäupter. 

Politische Ämter Sarkozys 
 • 1983-2002: Bürgermeister von Neuilly-sur-Selne 
 • 1993-95: Haushaltsminister 
 • 2002-04 und 2005-07: Innenminister 
 • 2004/05: Superminister für Wirtschaft und Finanzen 
 • 2007-12: Staatspräsident
 Harenberg - Abenteuer Geschichte 2017

siehe auch:
Sarkozy lästert über Netanjahu "Ich kann ihn nicht ausstehen, er ist ein Lügner"(Süddeutsche Zeitung, 08.11.2011)
- Wir werden Monsieur Sarkozy noch vermissen (Clemens Wergin, Die Welt, 06.05.2012)

Nicolas Sarkozy, ein Portrait {1:17:55}
Hochgeladen am 03.01.2012
©Arte

#JeSuisNico – So schmuggelte sich Nicolas Sarkozy in Paris in die erste Reihe {2:48}

Veröffentlicht am 14.01.2015
Aus der vierten Reihe, hinter die Regierungschefs, die Angehörigen der Opfer und die Bodyguard, wo Nicolas Sarkozy eigentlich hingehörte, schmuggelte sich der Ex-Regierungschef Frankreichs geschickt in die erste Reihe neben Angela Merkel. Das Netz spottet, #JeSuisNico ist geboren.

Gaddafi-Sohn: "Wir haben Sarkozys Wahlkampf finanziert" {2:08}

Hochgeladen am 16.03.2011
Während sich Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi in Tripolis von Anhängern feiern ließ, wandte sich sein Sohn Saif al-Gaddafi an die Presse. Im Exklusivinterview mit Euronews prophezeite er ein baldiges Ende der Kämpfe und drohte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy mit pikanten Enthüllungen.

euronews: der meistgesehene Nachrichtensender in Europa.
Abonnieren Sie sich! http://www.youtube.com/subscription_c...

euronews gibt es in 14 Sprachen: https://www.youtube.com/user/euronews...

Auf Deutsch:
Internet : http://de.euronews.com
Facebook: https://www.facebook.com/euronews
Twitter: http://twitter.com/euronewsde
Google+: http://eurone.ws/1idvWZK

Die Republik bin ich! Frankreich und seine Präsidenten (Doku) (Deutsch) (ARTE) {1:37:51}

Veröffentlicht am 06.06.2016
Die Regierungsform der Fünften Französischen Republik gilt als einmalig auf der Welt. In keiner anderen großen Demokratie hat der Präsident so viel Macht wie in Frankreich