Mittwoch, 9. August 2017

Kapitalismus als religiöse Massenpsychose

Gängige Ökonomiebücher versuchen Studierende zu manipulieren, kritisiert eine Studie
Gemäß Karl Marx sind bekanntlich die "herrschenden Ideen einer Zeit stets nur die Ideen der herrschenden Klasse". Kritische Zeitgenossen haben schon länger den Verdacht, dass das auch auf die heutigen Wirtschaftswissenschaften zutrifft: Zu viel neoliberale Ideologie, zu wenig kritische Wissenschaft, so der Vorwurf.

Befeuert wird die Debatte nun durch die neue Studie "Beeinflussung und Manipulation in der ökonomischen Bildung", die Silja Graupe für das Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung vorgelegt hat. Die Professorin an der Privathochschule in Bernkastel-Kues hat sich zwei Standardlehrbücher der Wirtschaftswissenschaften vorgenommen, um den "Vorwurf der Indoktrination" zu überprüfen.

Es handelt sich um Economics von Paul A. Samuelson und William D. Nordhaus sowie Economics von N. Gregory Mankiw. Das erste ist erstmals 1948 erschienen, wurde millionenfach und mittlerweile in der 19. Auflage verkauft und gilt als kanonisch. Das zweite ist ein neuer Beststeller der ökonomischen Lehrbuchliteratur.

mehr:
- Markt und Eigeninteresse positiv, Kommunismus und Regierung negativ (Dirk Eckert, Telepolis, 08.08.2017)

Dienstag, 8. August 2017

Putin – Narzisst – Putin – Narzisst – Putin – Narzisst – Putin – Narzisst – Putin – Narzisst – Putin – Narzisst

Ich war schon leicht enttäuscht: Das Sommerloch ohne Putin?
Aber die ZEIT wärmt auf:

Sommer ist die Zeit der Bilder von Spitzenpolitikern im Urlaub. Wladimir Putin nutzt das auch in diesem Jahr zur Inszenierung. Bilder eines wahrhaft männlichen Urlaubs. 

Da ist er wieder, der nackte Oberkörper des russischen Präsidenten. In diesem Sommer nicht zu Pferd, sondern umgeben von Angelruten und dem etwas schüchtern zur Seite blickenden russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Kann ja nicht jeder so wie Putin mit 64 Jahren noch einen Sixpack-Ansatz haben.
mehr:
Wladimir Putin: Ein toller Hecht! (ZONm 06.08.2017)
(leider machen die Kommentatoren größtenteils nicht so richtig mit 😂)

Putin spricht deutsch und Klartext {1:34}

Veröffentlicht am 20.04.2014
Die Propaganda wirkt:
2014 in Deutschland wird "Putinversteher" als Schimpfwort benutzt!

Sonntag, 6. August 2017

German Angst vs. gesellschaftlicher Optimismus

Glaubt man den Wahlprogrammen der Parteien, leben wir in einer Epoche des bedingungslosen Optimismus. Jede will den fortschrittlichsten Fortschritt bieten. Wirklich modern wäre, ausgetrampelte Denkpfade zu verlassen. Aber das traut sich keiner 

In was für seligen Zeiten leben wir doch. Wir kennen nur einen Weg, und der führt nach steil oben. Denn die Zukunft, sie wird schöner werden, besser, gerechter, digitaler, ökologischer, vielfältiger und vor allem grenzenloser. Der Fortschritt, er ist unaufhaltsam. Moderne, wir kommen!

Modernisierungsskepsis war einmal. Zumindest auf politischer Ebene. Glaubt man den Wahlprogrammen der Parteien, leben wir in einer Epoche des bedingungslosen Optimismus. Nicht über den Fortschritt wird gestritten, sondern über den fortschrittlichsten Fortschritt. Nicht die Moderne selbst wird diskutiert, sondern über den modernsten Weg in die Moderne. Man will zukunftsfähig sein, auf Teufel komm raus.

mehr:
- Parteiprogramme - Im Modernitätswahn (Alexander Grau, Cicero, 05.08.2017)

Bertelsmann, Frauke Petry und Populismus in Deutschland

Studie Die Bertelsmann-Stiftung hat den Populismus in Deutschland so untersucht, dass Schwarz-Grün als Hüter der wahren politischen Vernunft übrig bleibt 

Es gibt ein ganz tolles neues Bild von Frauke Petry. In ihren Armen hält sie ihr neugeborenes Baby, die Hand mit dem Ehering stützt den schlafenden Kopf. Sie lächelt milde, vielleicht ein bisschen erschöpft. Eine deutsche Madonna.

Wie macht die das, denkt man, dass sie immer noch so jugendlich aussieht, obwohl sie fünf Kinder hat und Marcus Pretzell? Vielleicht steht irgendwo auf dem Dachboden ein Bild, wie bei Dorian Gray, auf dem sich die physiognomischen Spuren der ganzen bösen Gedanken abzeichnen, die sie als Rechte doch dauernd denken muss – Untergang des Abendlandes, Islamisierung, Ficki-Ficki-Migranten. Wie sonst kann das alles so spurlos an der Frau vorübergehen?

Die Idee für das Foto, so liest man, stammt von einem Mann, an den man sich gar nicht erinnern will: Thor Kunkel. Der hatte vor mehr als zehn Jahren einen dollen Erfolg mit einem Roman über Nazi-Pornos und wird jetzt als „Creative Director“ der AfD gehandelt. Vor diesem Hintergrund muss man das Petry-Bild mit Kind vermutlich als neurechtes popkulturelles Zeichenspiel verstehen. Oder man kann es auch lassen.

mehr:
- Frauke Petry, eine deutsche Madonna (Jakob Augstein, der Freitag 31/2017)
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von Laffert, Gaddafi, Schramm und Schirrmacher: Migration und der Lebenswandel von Europas Spaßgesellschaft

Flucht Nicht die freiwilligen Retter im Mittelmeer sind schuld an Migration. Es ist der Lebenswandel von Europas Spaßgesellschaft 

Wer nicht unterschreibt, der hat etwas zu verbergen. Das ist das Bild, das die Medien gerade über Nichtregierungsorganisationen (NROs) verbreiten, die auf dem Mittelmeer Flüchtlinge retten. Die NROs hatten sich geweigert, einen von Italiens Regierung vorgelegten Verhaltenskodex zu unterschreiben. Ein Papier wie eine Klageschrift: Es suggeriert, die NROs hätten bislang keine Regeln der Seefahrt eingehalten. Es scheint, als wolle die Regierung den Rettern den Garaus machen – um Flüchtlinge von Italien fernzuhalten.

Das italienische Parlament hat derweil beschlossen, die Marine zur Unterstützung der libyschen Küstenwache einzusetzen. Völkerrechtlich ist das mehr als fragwürdig. Immerhin besagt Artikel 33 der Genfer Flüchtlingskonvention, dass Flüchtlinge nicht in ein Land zurückgeschickt werden dürfen, in dem Gefahr für Leib und Leben besteht. Genau das aber ist in Libyen der Fall, wo Migranten strukturell gefoltert und sexuell missbraucht werden. Das Signal ist klar: Italien will die Mittelmeerroute sperren. Wenn die EU tatenlos bleibt, dann handelt Italien zur Not alleine.

Wer kann es den Italienern verübeln? Sie sind das Opfer einer verfehlten EU-Flüchtlingspolitik. Opfer eines Dublin-Systems, das nach der Logik funktioniert: Die Rand-Staaten der EU sichern die Außengrenze, also sind sie auch zuständig für die Menschen, die es schaffen, die Grenzen zu überwinden. In Italien sind 2017 bis Anfang August 95.000 Menschen an Land gegangen. Selbst schuld!, sagt Dublin.

mehr:
- Das Ende der Party (Bartholomäus von Laffert , der Freitag 31/2017)

5 Jahre nach Gaddafi: RT schaut zurück auf eine Katastrophe {6:15}

Veröffentlicht am 20.10.2016
Im Frühling 2011 begann ein Bürgerkrieg. Die USA, Frankreich und Großbritannien nutzten die Flugverbotszone, um mit ihrer Luftwaffe die libysche Armee anzugreifen. Am 20. Oktober ermordeten Aufständische den ehemaligen Präsidenten. Seine letzte Vorhersage lautete: "Die Terroristen werden die Macht übernehmen, Flüchtlinge werden Europa stürmen."

Georg Schramm: Die Heuchelei in der Flüchtlings Politik {15:19}

Veröffentlicht am 16.10.2017
Informations Krieger

Frank Schirrmacher hat ein Buch geschrieben ... {34:37}

Veröffentlicht am 27.03.2013
keuronfuih
Es sind alles seine Ideen und Überlegungen. Schirrmacher ist der Herausgeber der FAZ. Leider hat er viel mitgelesen, was ich schrieb, doch leider so wenig von dem verstanden, was er vor gibt zu verstehen.
Eine wirklich traurige Angelegenheit. Am Ende landet er wie alle in einer systemischen Lösung. ... In einer neuen Theorie der Spiele. Er benutzt eben auch nur seine Vernunft, um den Verstand verstehen zu können. Euro Keuronfuih (Politprofiler)


Kagame: Demokratie? Wir drücken mal ein Auge zu!


Nach der Unabhängigkeit am 1. Juli 1962 folgten zunächst eine erste (1962–1973) und dann eine zweite Republik (Juli 1973–1994). Vor allem die erste Republik war begleitet von Massakern, Vertreibungen und Fluchtbewegungen von Tutsi. Eine große Anzahl von ihnen war danach an der Rückkehr nach Ruanda gehindert und lebte jahrzehntelang in den Nachbarländern (Uganda, Burundi, Tansania und DR Kongo, zum Teil auch Kenia).
Am 1. Oktober 1990 griff die Ruandische Patriotische Front (RPF), in der Exil-Ruander aus Uganda stark vertreten waren, das Land an, um militärisch die Rückkehr von Flüchtlingen zu erzwingen. Sie besetzte Teile des Nordens des Landes (in Byumba und Mutara). International vermittelte Verhandlungen führten zunächst zu einem Waffenstillstand im Juli 1992. Nach dem Friedensvertrag von Arusha im Januar 1993 kam es aber mehr oder weniger zu einer politischen Blockade der Umsetzung der Vereinbarungen des Friedensvertrags. Radikale Kräfte waren nicht zur Kooperation mit dem Gegner in Übergangsstrukturen von Regierung, Parlament und Armee bereit.

Flüchtlingslager im damaligen Zaireals Folge des Genozids 1994
Am 6. April 1994 wurde das Flugzeug des damaligen Staatspräsidenten Juvénal Habyarimana beim Landeanflug auf die Hauptstadt Kigali abgeschossen. Vom 7. April bis Juni 1994 kam es daraufhin zum Völkermord an den Tutsi, verbunden mit der Liquidation von dissidenten Hutu. Die RPF nahm die Kampfhandlungen gegen das den Völkermord organisierende Regime wieder auf. Sie eroberte bis Juli den Norden, Osten und Südosten sowie die Hauptstadt, danach auch den zentralen und nördlichen Westen des Landes. Französische Truppen, von Ostkongo aus kommend, besetzten vorübergehend den Südwesten des Landes. Am 19. Juli 1994 wurde Pasteur Bizimungu zum Präsidenten ernannt. Es folgte eine Übergangsphase mit am Arusha-Vertrag angelehnten Übergangsregierungen, die bis 2003 dauerte. Seit 2003 hat Ruanda eine neue Verfassung, ein gewähltes Parlament und einen gewählten Staatspräsidenten.
1998 begann im Kongo der Zweite Kongokrieg, an dem sich Ruanda (wie auch Uganda) beteiligte — offiziell, um dorthin geflohene Reste der Hutu-extremistischen Interahamwe-Milizen zu verfolgen, aber auch, um sich an den kongolesischen Bodenschätzen zu bereichern. 2002 wurde ein Friedensabkommen mit dem Kongo geschlossen. Präsident Joseph Kabila kündigte im Oktober 2007 die Entwaffnung der Hutu-Milizen an.[36] Bis heute dauern im Osten des Kongo die Kämpfe zwischen verschiedenen Rebellengruppen sowie der kongolesischen Regierung an.
Anfang Januar 2009 wurde der kongolesische Milizenchef Nkunda in einem Machtkampf innerhalb der Führung der CNDP von seinem Militärchef Bosco Ntagandagestürzt.[37] Ntaganda unterzeichnete einen Waffenstillstand und ging gemeinsam mit kongolesischen und ruandischen Regierungstruppen gegen Nkunda vor. Am 22. Januar 2009 wurde Laurent Nkunda auf ruandischem Gebiet festgenommen.[38] [Ruanda, Unabhängigkeit, Wikipedia, abgerufen am 06.08.2017]
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Porträt Paul Kagame wird in Ruanda wieder als Präsident gewählt. Die Bürger vertrauen dem ehemaligen Rebellenführer 

"Wenn ihr behauptet, dass ihr Stammeskonflikte bekämpfen wollt und Rassismus, eure Taten aber von Rassismus und Stammeskonflikten geleitet sind, dann gibt es keinen Unterschied zwischen euch und denen, gegen die ihr kämpft.“ Das war 1990 die Botschaft des 32-jährigen Rebellenführers Paul Kagame an seine Soldaten von der Rwandan Patriotic Front (RPF). Als Kind war Kagame auf dem Rücken seiner Mutter nach Uganda geflohen, er schloss sich der Armee an und kehrte als Anführer einer Rebellenbewegung nach Ruanda zurück. 1994 würde diese Armee die Regierung besiegen und den Genozid gegen die Tutsi beenden, der über eine halbe Million Menschen das Leben gekostet hatte.

Das muss man bedenken, wenn am Freitag Paul Kagame mit gewaltiger Mehrheit ein drittes Mal zum ruandischen Präsidenten gewählt wird. Dafür wurde die Verfassung geändert. Als Kagame die Nominierung durch seine Partei akzeptierte, sagte er: „Ich hätte hier stehen und die Verantwortung an meinen Nachfolger übergeben sollen. Aber hier ist der Deal: Ich möchte, dass ihr mir versprecht, dass wir anders arbeiten, besser, härter, so dass es in sieben Jahren einen Übergang geben kann.“ Kagame war zeitweise in den USA an einer Elite-Akademie des Militärs ausgebildet worden. Als er nach Afrika zurückkehrte, begann er mit seiner Rebellenarmee RPF, die Regierung Ruandas zu stürzen – und den Genozid an 800.000 Ruandern zu stoppen.

mehr:
- Kein afrikanisches Muster (Thierry Kevin Gatete, der Freitag, 31/2017)

Did a climate of fear keep Paul Kagame in power? {25:15}

Veröffentlicht am 05.08.2017
Did a climate of fear keep Paul Kagame in power?
It was seen by many as a done deal. Paul Kagame was returned as Rwanda’s president in a landslide win.
His leadership in the past 17 years has been viewed by many as a success story.
The 59-year-old has been credited with bringing stability and economic development after the horrors of the 1994 genocide.
But he's also been criticised for abusing civil liberties and suppressing his opponents.
He had two challengers in the election. But Kagame's critics are asking: did Rwandans dare vote for them?
And has the west turned a blind eye to a leader accused of creating a climate of fear?
Presenter: Hazem Sika

Guests:
Nii Akuetteh - Executive Director of the African Immigrant Caucus, in Washington D.C.
TK Gatete - A senior researcher at the Institute for Policy and Research in Rwanda, and a government supporter.
Justin Bahunga - Member of the unregistered FDU-Inkingi Opposition Party.

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Kagame A Totalitarian Dictator Or Visionary? {9:01}

Veröffentlicht am 04.08.2017
David Himbara, Kagame's former strategist who fled his violence and Andrew Mitchell, former British aid minister, battle over the nature of the Rwandan dictator.


Freitag, 4. August 2017

Eier, Diesel, Doping: Wir konnten es uns nicht vorstellen

Afrikas Läufer dominieren seit vielen Jahren die Leichtathletik. Ihr Antrieb sei die Hoffnung auf ein besseres Leben, weshalb viele zu Doping-Mitteln greifen, sagt ARD-Korrespondent Hajo Seppelt. Seine Recherchen führen nach Europa - und Deutschland. 

Die ARD-Recherchen zeigten, welchen Preis viele der afrikanischen Läufer für Siege und Gewinnmaximierung zahlen müssen. "Ausländische Verbände ködern junge Talente und Spitzenläufer mit falschen Versprechungen", sagt ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt. Die Manager sähen ihre Athleten vor allem als Ware. Läufer klagen über fragwürdige Verträge, berichten, wie sie um Startgelder geprellt werden.
mehr:
- Doping in der Leichtathletik Der Lauf ums große Geld (ARD, 03.08.2017)

ARD Sportschau 25.03.2017 - Dissertation enthüllt Doping in Westdeutschland {9:52}

Veröffentlicht am 25.03.2017

Deutschland dopt | NEU | 2017 {43:53}

Veröffentlicht am 21.03.2017
Deutschland dopt

Die Dopingspirale - Dokumentation ARTE 2016 [HD] {1:29:37}

Veröffentlicht am 02.10.2016
Ob im Fußball, in der Leichtathletik, im Tennis oder im Radsport: Fast jede Woche kommt irgendwo ein neuer Dopingskandal ans Licht. Dass in allen Disziplinen im Spitzen- wie im Breitensport gedopt wird, ist ein offenes Geheimnis. Doch was sich hinter den Kulissen der Dopingindustrie abspielt, bleibt verborgen. Welche verbotenen Substanzen werden derzeit bevorzugt verabreicht? Und wer bezahlt sie? Kann man noch an den "sauberen" Sport glauben?

In Vorfeld der Fußball-EM 2016 und der Olympischen Spiele in Rio gewährt die Dokumentation Einblicke in das Kräfteverhältnis zwischen den Anti-Doping-Agenturen und der Welt des Sports: Sporthersteller wie Nike sponsern gedopte Athleten, Sportverbände machen sich zu Komplizen oder sind korrupt, wie der Leichtathletik-Weltverband IAAF. Die Organisatoren großer Sportereignisse und die ausrichtenden Staaten verurteilen zwar jeglichen Verstoß gegen die Fairness, haben letztlich aber selbst wenig Interesse an allzu effektiven Dopingkontrollen, denn das würde dem Image der Sportwettkämpfe schaden und ihren Marktwert schmälern.

Wie sollte es ausgerechnet der Sportwelt gelingen, den selbst miterzeugten Dopingsumpf trockenzulegen? Die Verfechter des "sauberen" Sports scheinen auf verlorenem Posten zu kämpfen. Die Dokumentation, die in acht Ländern gedreht wurde, lässt Athleten zu Wort kommen, die selbst gedopt haben oder sauber geblieben sind, sich vom Doping losgesagt haben oder gesperrt wurden. Sie befragt Anti-Doping-Beauftragte, denen die Betrüger häufig genug einen Schritt voraus sind, und begleitet zwei mutige Whistleblower, die sich mit ihren Enthüllungen über das systematische Doping im russischen Spitzensport in Lebensgefahr gebracht haben: die Läuferin Julia Stepanowa und ihr Mann Witali Stepanow.

siehe auch:
Erste Dopingfälle bei Leichtathletik-WM: Zwei Ukrainerinnen gesperrt Dopingfälle schon vor WM-Start (Sport1.de, 03.08.2017)
- Name aus Siegerlisten des Berlin-Marathons unter Dopingverdacht – Doping-Verdacht bei Berlin-Marathon (Sport1.de, 03.08.2017)
- Positive Dopingprobe bei Nesta Carter: Jamaikas Staffel verliert Olympiagold von Peking (Sportschau, 25.01.2017)
Doping bei Olympia: Der schwarze Medaillenspiegel (Post, 21.08.2016)
Sport, Staats-Doping und zweierlei Maß (Post, 14.08.2016)
Jelena Issinbajewa – Russischer Leichtathletik-Star: Systematisches Doping in Deutschland (Focus, 31.05.2016)

Doping: Neue Anschuldigungen gegen Kenia (Post, 25.08.2015)

Wenn die Presse nahezu unisono hierzulande ihre große, nahezu unfassbare Bestürzung bekundet, dann kann man fast immer davon ausgehen, dass es sich um eine Bestürzung über Tatsachen handelt, die eigentlich jedem bekannt sein konnten. Die offenen Geheimnisse werden immer mit dem größten Radau aufgedeckt, ob es sich nun um gekaufte Sportereignisse, den Kindesmissbrauch in religiösen Einrichtungen oder eben die Autoindustrie dreht.    [Marcus Hammerschmitt, Automobile Revolutionen und ihre Nebenwirkungen, Telepolis, 02.08.2017]
siehe auch:
- Die Wehrmacht im 2. WK – Dopen für den Endsieg (Post, 16.11.2016)
- Fernsehtip: Vertrauter Feind - Nazis im Dienst der CIA (Post, 02.05.2015)
- Real existierender Kapitalismus und Psycho-Doping (Post, 20.03.2015)
- Kämpfer gegen Doping und die Mafia (Post, 04.06.2007)


Vor 90 Jahren – 1921-30: Der Teapot-Dome-Skandal in den USA

Im Sumpf der Korruption 

Der Teapot-Dome-Skandal, benannt nach der »Teekessel-Kuppe« (Teapot Dome) eines Ölfelds, erschütterte das politische Gefüge der USA nachhaltig. Er prägte die Amtszeit des seit 1921 amtierenden republikanischen 29. US-Präsidenten Warren G. Harding (1865-1923), der eine Politik der Nichteinmischung in wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten betrieb. Mitglieder seiner Regierung waren in mehrere Skandale verwickelt, die Harding auch selbst unter Druck brachten. 

Der Teapot-Dpme-Skandal als mächtige Dampfwalze auf dem Weg
nach Washington, Karikatur von Clifford Berryman, 1924
Die Ausbeutung der in Staatsbesitz befindlichen Ölfelder lag zunächst beim Marineministerium. 1921 zog Innenminister Albert Fall (1861 bis 1944), der sich von Ölkonzernen hatte bestechen lassen, die Kompetenzen an sich. Ein Jahr später deckte das »Wall Street [ournal« auf, dass Konzessionen ohne Ausschreibung an Sinclair Oil gegangen war. Enthüllungen des einberufenen Senatsausschusses führten 1923 nicht nur zum Rücktritt Falls, sondern 1924 auch zum Sturz des ebenfalls in den Skandal verwickelten Justizministers Harry Daugherty und zur Anklage gegen Marineminister Edwin Denby. Der Ölmagnat Harry Sinclair und Fall wurden 1927 bzw. 1929 zu jeweils einem Jahr Haft und Geldzahlungen verurteilt. Präsident Harding starb unter nicht geklärten Umständen am 2. August 1923 während einer Reise durch die USA. 
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2017

History Brief: The Ohio Gang and the Teapot Dome Scandal {4:00}
Veröffentlicht am 15.11.2015
For teaching resources covering this material, check out our 1920s workbook: http://www.amazon.com/Roaring-Twentie...

In this episode the scandals of the Ohio Gang and Warren G. Harding's presidency are documented.

siehe auch:
- "America will rise again": Trump über dem Weißen Haus (Hans Schmid, Telepolsi, 24.12.2016)
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Donnerstag, 3. August 2017

Tangerine Dream - One Night In Space: Live at the Alte Oper Frankfurt (2007)

Tangerine Dream - One Night In Space: Live at the Alte Oper Frankfurt (2007) {1:54:13}

Zmey Leo
Am 03.08.2017 veröffentlicht
Треклист: 1. Yesterday (Music Box)
2. Ayumi's Butterflies
3. No More Candles Burning
4. Lady Monk
5. Carmel Calif
6. After The Call
7. Hyper Sphinx
8. Midwinter Night
9. One Night In Space
10. Part Of Logos
11. Navel Of Light
12. Elf June And The Midnight Patrol
13. Nutshell Awakening
14. Iguana
15. Story Of The Brave
16. Bells Of Accra
17. Girl On The Stairs
18. Streethawk
19. Teetering Scale
20. La Liberation
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Diesel: Mobilität und Umwelt – Wasch mich, aber mach mich nicht nass!

Der Chef der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, wirft der Bundesregierung vor, dass sie noch immer die schützende Hand über die Autobauer hält: "Wir haben leider einige Paten in der Politik." Über das Versagen von Politikern und Autobauern sowie den "mausetoten" Diesel spricht er mit n-tv.
mehr:
- Jürgen Resch zum Dieselgipfel "Das ist ein Marionettentheater" (n-tv, 02.08.2017)

siehe auch:
- Chef der Umwelthilfe – Ein Missionar gegen Vieles (Susanne Preuss, FAZ, 28.07.2017)
- Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch: Der Mann, der die Autoindustrie vor Gericht zermürbt (Henrik Mortsiefer, Tagesspiegel, 28.07.2017)
- Die dubiosen Machen­schaften der Deutschen Umwelt­hilfe und ihres Führers Jürgen Resch (Chris Frey, Europäisches Institut für Klima und Energie, 18.07.2017)

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Das Europäische Institut für Klima und Energie e. V. (EIKE e. V.) ist ein Verein, der seine Aufgabe darin sieht, „Klima- und Energiefakten ideologiefrei darzustellen, Kongresse auszurichten und Veröffentlichungen zur Klimaforschung zu verbreiten“.[1] EIKE e. V. ist kein Forschungsinstitut und publiziert nicht in wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Der Verein wird von der Fachwelt nicht als seriöses Institut, sondern als klimaskeptische und politisch aktive Lobbyorganisation betrachtet. [Europäisches Institut für Klima und Energie, Wikipedia, abgerufen am 03.08.2017]
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Mittwoch, 2. August 2017

Der Untergang von Kulturen

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Als Hochkultur wird in der Geschichtswissenschaft eine frühe Gesellschaftsordnung bezeichnet, die komplexer als andere Kulturen war und sich gegenüber ihren Vorgängern und Nachbarn unter anderem durch die folgenden Merkmale auszeichnet:
  • die Gesellschaft organisiert sich politisch mit einem zentralisierten Verwaltungs­system (PlanungHierarchie, organisiertes Regierungs-, Rechts- und Verwaltungssystem und ein schlagkräftiges Militärwesen)
  • anspruchsvolle künstlerische Leistungen (Schriftkultur, Musik, bildende Kunst, Architektur)
  • die Entwicklung von Wissenschaften
  • durch Sprache, Kultur und Religion bildet sich ein gemeinsames Denken und Fühlen
  • einheitliches Kalendersystem
Welche Kulturen als Hochkulturen eingeordnet werden, ist dabei durchaus strittig. Selten wird ihre Anzahl in der bisherigen Weltgeschichte höher als zwei Dutzend angesetzt. Am bekanntesten dürften ihre Definition und vergleichende Analyse durch Arnold J. Toynbee in dessen Werk A Study of History (in neun Bänden, London 1934–1954) geworden sein. Für das Vorliegen einer Hochkultur müssen nicht immer alle aufgeführten Merkmale gemeinsam in Erscheinung treten. [Hochkultur (Gechichtswissenschaft), Wikipedia, abgerufen am 02.08.2017]
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Das Erlöschen von Imperien 1 - Ägypten {59,56}

Veröffentlicht am 28.10.2014
Das Ende des Pyramidenzeitalters

Apokalypse in der Bronzezeit - Das Ende der ersten Hochkulturen {44:05}

Veröffentlicht am 04.12.2013
Apokalypse in der Bronzezeit - Das Ende der ersten Hochkulturen
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Das Erlöschen von Imperien 2 - Angkor {53:04}

Veröffentlicht am 29.10.2014
das blühende Angkor geht unter

Untergang der Imperien - Das byzantinische Reich {28:25}

Veröffentlicht am 15.04.2013
Mit dem Bau einer neuen kaiserlichen Residenz begann die Geschichte des byzantinischen Reichs. Dort regierte der Kaiser über ein Imperium, das von Spanien über Asien bis nach Ägypten reichte. Das Imperium war erstaunlich widerstandsfähig und erholt sich von Plünderungen ebenso wie von der Pest. Nach mehr als eintausend Jahren, 1453, zerstörten Kanonen die größte Stadtmauer des Reiches. Dramatische Bilder und spannende Erzählungen von bedeutenden Althistorikern veranschaulichen den Niedergang Roms, den Aufstieg Konstantinopels und dessen Zerstörung.
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under construction…
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Rente mit 96: Prinz Philip geht in den Ruhestand

Nach einem letzten offiziellen Termin ist heute Schluss mit Händeschütteln für Prinz Philip. Der 96-jährige Ehemann von Königin Elisabeth II. geht dann offiziell in Rente. 
(Quelle: SPON)

The Duke: A Portrait of Prince Philip Part 1 {46:07}


Veröffentlicht am 07.01.2013
A major two-part documentary series offers a unique and personal insight into the life and work of The Duke of Edinburgh.Over the past six decades as consort to the Queen The Duke of Edinburgh has been a constant figure in the lives of the British people a fixed point in a changing landscape. But he still remains something of an enigma.Bombastic and autocratic say his critics. Colourful and stimulating say his admirers. Famous for his so-called gaffes while some of his initiatives have shown him to be a man ahead of his time such as The Duke of Edinburgh Award Scheme which has been an outstanding success and imitated around the world.Granted unparalleled access over recent months ITV has followed the Duke producing a fascinating chronicle of the solo portfolio HRH has carved out for himself. The films include an exclusive conversation between the Duke and Sir Trevor McDonald at the Dukes Sandringham private estate and never-before-seen cine footage of his travels around the world taken from private film archive which he shot himself.For the past 50 years the Duke has been a keen conservationist with International President of the World Wide Fund for Nature amongst his roles. Soon after being released from hospital having been treated for a chest infection the Duke invited Sir Trevor McDonald for a tour of the Sandringham private estate and the conservation projects he has initiated there plus to talk on camera about his lifes work.At 86-years-old the Duke shows no signs of slowing his commitment to public life. Cameras follow HRH on a range of royal visits and appointments including one for the Commonwealth Heads of Government in Uganda last November where the Duke squeezed a flying visit by light aircraft to the Queen Elizabeth National Park which he first visited with the Queen back in 1954. Cameras also film HRH at the recent state visit of French President Nicolas Sarkozy and his new bride Carla Bruni. Throughout the programmes several eminent individuals including Sir David Attenborough journalist and broadcaster Andrew Neil and Charles Clarke MP offer their assessment on the contribution the Duke has made to widely differing areas of public life.

The Duke: A Portrait of Prince Philip Part 2 {45:02}
Veröffentlicht am 07.01.2013
Part 2 An intimate portrait of Prince Philip, the Duke of Edinburgh, presented by Trevor McDonald. For a man who's been in the public eye for 60 years, the Duke of Edinburgh remains something of an enigma. Sir Trevor McDonald's two-part profile in which the knighted newsreader follows the Duke on state visits and discusses his conservation work with him. There's also footage of the Prince's own films of his travels.

Prince Philip at 90 - Part 1 {21:19}

Veröffentlicht am 25.05.2011
Prince Philip at 90 - Part 1

The Duke at 90 - Part 2 of 2 {31:46}

Veröffentlicht am 09.06.2011
The Duke at 90 - Part 2 of 2

Vergessene Sütterlinschrift – Ururomas Liebesbriefe

Sie retten die Geheimnisse unserer Vergangenheit: Hamburger Senioren entziffern alte, für Laien unleserliche Schriften. Der weltweit angefragte Verein fördert Schockierendes zutage - aber auch Wunderschönes.
"Mein Heinrich, wenn wir uns erst wiedersehen! Die Stunde und den Tag stelle ich mir als den schönsten meines Lebens vor, wie oft, wie glücklich male ich es mir jetzt schon aus!"
Als Helene diese Zeilen schreibt, ist Heinrich schon fünf Jahre in Australien. Zwei weitere bleibt er noch, bevor er 1862 zu Helene nach Hamburg zurückkehrt, die Taschen voller Geld. Endlich eine gute Partie für sie, die Tochter aus bestem Unternehmerhause.

Sieben Jahre lang vergehen die beiden fast vor Sehnsucht, getröstet nur durch Briefe, die sechs Monate unterwegs sind, oft aber auch verloren gehen. 33 blieben erhalten. Eine Flut von Schnörkeln auf hauchzartem Papier, mal hellblau, mal beige. Hübsch anzuschauen – und nahezu unleserlich.

Was genau drinsteht, dass Helene diverse Heiratsanträge anderer Männer ausschlug, wie erzürnt der Vater zunächst darüber war, all das weiß Anne Wenzel erst jetzt – dank der Sütterlinstube Hamburg. "Plötzlich entstand ein Bild der beiden, mit all ihren Ängsten und Hoffnungen", sagt die 56-jährige Hamburgerin und strahlt, zärtlich streichelt sie über die eng beschriebenen Blätter. Familiengeschichte ist der Grafikerin wichtig, ihre Ahnen kann sie mütterlicherseits bis ins Jahr 1530 zurückverfolgen.

mehr:
- Vergessene Sütterlinschrift – Ururomas Liebesbriefe (Katja Iken, SPON, 02.08.2017)

Senioren halten altdeutsche Handschrift "Sütterlin" am Leben {2:45}

Veröffentlicht am 28.01.2015
Wenn die Kinder heute Schreiben lernen, dann lernen sie die Schreibschrift und die Druckschrift. Die Erstklässler in den 30Jahren, die haben eine ganz andere Schrift gelernt: Sütterlin. Damit Sütterlin nicht ausstirbt, gibt es eine Gruppe von Senioren, die die alte Schrift retten wollen. CityVision Reporterin Stefanie Anders hat die Sütterlin-Fans mal besucht!
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Alle reden von Fake-News…

Wird die kommende Bundestagswahl gehackt? 

Am späten Montagabend versteckte die ARD zwei Dokumentationen zu einem in diesem Bundestagswahlkampf besonders heißen Thema: politische Fake News im Internet. Beide Dokus sind durchaus sehenswert, scheitern aber am verfehlten Selbstanspruch gepachteter Wahrheit. 

Im Netz der Lügen 

Im Netz der Lügen untersucht u.a. mit einer von einem Kommunikationswissenschaftler lancierten Fake News, wie sich eine eigentlich leicht erkennbare Lügengeschichte im Netz verbreitet, etwa wenn sie das gewünschte Feindbild bedient. Neben den absichtlichen Fake News sind den Autoren allerdings selbst erstaunliche Fehler unterlaufen. 

"Denn die Behauptung falscher Tatsachen ist laut Presserecht unzulässig. Dagegen hätte beispielsweise die Polizei juristisch vorgehen können", heißt es ab Minute 13:30. Wirklich? Über erfundene Personen kann man bis zur Grenze der Volksverhetzung fabulieren, was man will. Staatsanwaltschaften (oder Medienanwälte) werden erst aktiv, wenn existente Personen in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt werden. Soweit im Pressekodex des Deutschen Presserats etwas von Wahrheitspflicht zu lesen ist, ist das eine Fake "News", denn auch dort kümmert man sich vor allem um Persönlichkeitsrechte. 

Politische Fake News bekämpfen weder der Presserat noch eine Behörde. Die Autoren dozieren weiter: "Die Meinungsfreiheit endet da, wo das Strafrecht beginnt." Auch das ist ungenau, denn etliche Äußerungsverbote werden privatrechtlich durchgesetzt, ohne dass es auf eine Strafbarkeit ankäme. Unkritisch präsentieren dann die Autoren als Mittel gegen Fake News ausgerechnet das Recherche-Büro Correctiv, das sich inzwischen mehrfach für seriösen Journalismus disqualifiziert hat.
mehr:
- Fake News in ARD-Dokus (Markus Kompa, Telepolis, 01.08.2017)
ScreenShot aus der Fernsehdoku
Bild-Fake für 12 Millionen Leser
siehe auch:
- Demagogen: "Alle sprechen vom 'Volk', das von 'der Elite' unterdrückt wird" (Marcus Klöckner im Interview mit Walter Ötsch, Telepolis, 01.08.2017)
zwei Rezensionen zu Ötschs Buch »Mythos Markt«:
- Mythos Markt. Alles nur Propaganda? (Rezension von Gérard Bökenkamp, Liberales Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, 02.02.2010)

- Warum profitiert die Linke nicht von der Krise? (NachDenkSeiten, 11.08.2009)

Volker Pispers - Realität und Wirklichkeit {52:32}
Veröffentlicht am 03.01.2017
aktualisiert am 12.08.2017

Dienstag, 1. August 2017

Ethik, Chlorhühnchen und US-Massentierhaltung: Wie schmeckt das Leiden fühlender Wesen?

Die völlig ungeregelte Massentierhaltung von Hühnern in den USA scheint beispiellos brutal zu sein, Chlor dient dazu, die Folgen wegzuwaschen 

Einer der Aufreger während der Auseinandersetzungen um das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA waren neben genveränderten Pflanzen und hormonbeladenem Fleisch die Chlorhühnchen, die in die EU gelangen könnten. Das fanden viele unappetitlich oder fürchteten gesundheitliche Folgen. In den USA werden Hühnchen mit Chlor desinfiziert, was in der EU verboten ist. Wie schon damals bekannt, steht hinter der Chlordesinfektion der Hühner das Problem der Massentierhaltung und der damit verbundenen Hygiene. Allerdings wurde von TTIP-Vertretern den Gegnern eine angeblich irrationale Haltung zugeschrieben, da doch von Chlorhühnchen keine gesundheitlichen Risiken ausgehen. 

Verboten ist die Desinfektion mit Chlor auch deswegen - im Übrigen ganz vernünftig -, weil befürchtet wird, dass die Hühnerzüchter in der Massentierhaltung noch weniger auf Hygiene und Aufzuchtbedingungen schauen könnten, weil sie sich auf die nachträgliche Desinfizierung verlassen. Zudem könnte durch das Waschen mit Chlor das Fleisch haltbarer gemacht werden. Chlor verspricht, alles abzuwaschen und sauber zu machen. 

Donald Trump hat die Europäer und insbesondere die Deutschen von der Angst vor den importierten Chlorhühnchen befreit, als er die TTIP-Verhandlungen beendete. Das Brexit-Großbritannien begrüßte er, weil er hier über bilaterale Abkommen ein Modell für die EU-Staaten setzen will - und die konservative britische Regierung eine stärkere Anbindung an den amerikanischen Markt dringend benötigt, auch wenn die wirtschaftliche Macht, herausgelöst aus der EU, deutlich kleiner geworden ist.
mehr:
- Streit um amerikanische Chlorhühnchen im Brexit-Großbritannien (Florian Rötzer, Telepolis, 01.08.2017)

siehe auch:
- DasErste, Quelle: ARDBild zur Sendung Reportage & Dokumentation, Quelle: Das Erste Exclusiv im Ersten: Die Eierlüge (ARD, 31.07.2017, verfügbar bis 31.07.2018)

Verzicht auf Bio-Prüfsiegel | die nordstory | NDR {58:49}

Veröffentlicht am 20.05.2016
Das Tierwohl liegt ihnen am Herzen und Pestizide kommen ihnen nicht aufs Feld. Trotzdem verzichten viele Landwirte in Norddeutschland bewusst auf Bio-Prüfsiegel.

http://www.ndr.de

Pro/Contra: Jutta Ditfurth, Jean Ziegler u.a. zu "Ungerechte Welt, arm u. reich" {52:41}

Veröffentlicht am 05.10.2012
Pro und Contra - Der AustriaNews Talk am 01.10.2012 (PULS4)
"Ungerechte Welt: Warum werden die Reichen immer reicher, die Armen immer ärmer?"
TeilnehmerInnen: Jutta Ditfurth, Eric Frey, Reinhold Lopatka, Jean Ziegler
Moderation: Corinna Milborn

http://www.puls4.com/austrianews/Pro-...

http://www.jutta-ditfurth.de/

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mein Kommentar:
Solange wir nur über das Geld reden, reden wir an der Sache vorbei!

Gutes Gewissen kostet!
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