Freitag, 26. Januar 2018

Heute vor 17 Jahren – 26. Januar 2001: Joseph Kabila wird Präsident der Demokratischen Republik Kongo

Joseph Kabila Kabange (* 4. Juni 1971 in Hewa Bora, Sud-Kivu) ist seit dem 26. Januar 2001 Präsident der Demokratischen Republik Kongo. [Joseph Kabila, Wikipedia, abgerufen am 04.02.2018]
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 Kabila wurde im Wahlkampf der Ausverkauf der Rohstoffe des Landes vorgeworfen, an dem seine Familie verdiene[4]. Er verkaufte Vermögenswerte aus dem Bergbau zu umstrittenen tiefen Preisen. Im britischen Parlament wurden 59 Offshorefirmen publik gemacht, die mit Vermögenswerten handeln, 47 davon mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln.[7] […]
Am 19. Dezember 2016 endete Kabilas Amtszeit als Präsident der DR Kongo, ohne dass es einen Nachfolger gegeben hätte: Dessen eigentlich für November 2016 vorgesehene Wahl war auf 2018 verschoben worden. Kabila ließ verlautbaren, dass er gleichwohl weiterhin im Amt bleiben wolle. Trotz eines Demonstrationsverbotes kam es zu Protesten in verschiedenen Teilen des Landes. Mehrere Mobilfunk- und Internetanbieter sperrten die Zugänge zu FacebookTwitter und weiteren sozialen Medien.[8] [Joseph Kabila, Präsidentschaft seit 2001, Ende der Transitionsphase, Wikipedia, abgerufen am 04.02.2018]
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zum Kongo siehe:
- UN-Bericht: Flugzeug von Dag Hammarskjöld wurde wohl abgeschossen (Post, 19.10.2017)
- AIDS - Erbe der Kolonialzeit (Post, 27.11.2016)
- Ein Blick auf die Geschichte des Kongo (Post, 09.08.2016)
- Märtyrer des Kongo: Patrice Lumumba - gewählt, ermordet, verehrt (Post, 30.01.2016)

"Neues aus der Republik Kongo." - Mit offenen Karten | ARTE {11:48}

Am 27.07.2017 veröffentlicht
der Wolpertinger.  
Die Republik Kongo liegt in Zentralafrika, beiderseits des Äquators. Das Land grenzt an Gabun, Kamerun, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, die angolanische Exklave Cabinda sowie auf einer Länge von 170 km an den Atlantik. Das Land ist mit 342.000 km² etwa so groß wie Deutschland.
86 % der Einwohner des Landes sind Christen und es gibt eine animistische und eine muslimische Minderheit, aber die Religionen sind nicht immer klar voneinander getrennt. Die wichtigsten Volksgruppen sind die Bakongo, die etwa die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, die Bateke und die Mbochi.
1960 wurden Mittelkongo und Belgisch-Kongo unabhängig. Beide nannten sich Republik Kongo und man unterschied sie meistens nach dem Namen ihrer Hauptstadt: Kongo-Léopoldville bzw. Kongo-Kinshasa und Kongo-Brazzaville. Kongo-Kinshasa hieß anschließend Zaire und nennt sich heute Demokratische Republik Kongo. Kongo-Brazzaville hieß eine Zeitlang „Volksrepublik Kongo“ und nennt sich inzwischen wieder Republik Kongo.
Das Land ist sehr reich, im Gegensatz zu seinen Einwohnern. Denn über die Hälfte von ihnen verfügen über weniger als den Gegenwert von 1,25 US-Dollar (nach Kaufkraftparität) pro Tag und leben somit der Definition der Weltbank zufolge in absoluter Armut. Ein Drittel der Bevölkerung leidet an Unterernährung.
Die Republik Kongo – nicht zu verwechseln mit der Demokratischen Republik Kongo – liegt in Zentralafrika. MIT OFFENEN KARTEN beschäftigt sich mit den Widersprüchen des Landes, das über zahlreiche Bodenschätze verfügt, in dem aber ein Drittel der Bevölkerung unterernährt ist.
Die Republik Kongo – nicht zu verwechseln mit der Demokratischen Republik Kongo – liegt in Zentralafrika. MIT OFFENEN KARTEN beschäftigt sich mit den Widersprüchen des Landes, das über zahlreiche Bodenschätze verfügt, in dem aber ein Drittel der Bevölkerung unterernährt ist.
Beitragslänge: 11.48 Minuten
Erstausstrahlung: Mai 2014
Literatur: http://ddc.arte.tv/zur-das-thema/neue...
Quelle: ddc.arte.tv/de

Schatten über dem Kongo (1 / 11) {9:36}

Am 27.07.2017 veröffentlicht
robczyk2  
Im Jahr 1885 wurde auf der Kongo-Konferenz in Berlin der belgische König Leopold II. als Herrscher über den Kongo eingesetzt. Damit begann eine beinahe beispiellose Geschichte von Ausbeutung und Verfolgung mit millionenfachem Mord an der Bevölkerung, deren Auswirkungen bis heute reichen. Seine brutale Tyrannenherrschaft raubte dem Land alle kostbaren Naturschätze und kostete etwa 10 Millionen Menschen das Leben.

Doku: Black Heart, White Men, Das Leiden des Kongo {1:44:31}

Am 26.12.2015 veröffentlicht
Mad Madursklix  

Joseph Kabila: The DR Congo president who won't step down - BBC News {1:54}

Am 19.12.2016 veröffentlicht
BBC News
The president of the Democratic Republic of Congo, Joseph Kabila, is due to end his term in power on Monday but he is not stepping down. There is growing concern that street protests will erupt in the country.
Please subscribe HERE http://bit.ly/1rbfUog
World In Pictures https://www.youtube.com/playlist?list...
Big Hitters https://www.youtube.com/playlist?list...
Just Good News https://www.youtube.com/playlist?list...


Wir sind uns mal einig: Bitcoin ist doof! … oder?

Der heftige Kursturz des Bitcoin senkt den Preis, aber nicht den Wert. Denn die Kryptowährungen stehen für ein dezentrales Finanzsystem und eine Welt, die Hunger auf Experimente hat.

Platzt jetzt die Blase? Es scheint, als ob viele Finanz-Experten erleichtert aufatmen. Endlich passiert das, was sie die ganze Zeit vorausgesagt haben. Bitcoin und die restlichen Kryptowährungen fallen auf den Wert, der ihnen zusteht: null. Seit Dezember hat Bitcoin immerhin mehr als 50 Prozent seines Kurses eingebüßt.

Viele andere Coins sind auch in den Keller gerauscht. Es wird verzweifelt nach Gründen gesucht. Verbote in Korea oder das chinesische Neujahrsfest, zu dem traditionell Anlagen in Bargeld gewandelt werden, um Geschenke zu kaufen. Doch langsam. Ist es wirklich eine Blase, die gerade platzt?

Im vergangenen Jahr hat es eine eindrucksvolle Rallye bei Kryptowährungen gegeben. Alle Ampeln standen das ganze Jahr auf Grün. Es ging nur noch nach oben. Wer früh mit übersichtlichen 250 Euro zum Beispiel in Ether eingestiegen war, durfte sich am Ende des Jahres über den Gegenwert eines Luxusurlaubes in der Karibik freuen. Das lockte schließlich auch viele Nicht-Experten und Abenteurer in den Markt.

mehr:
- Wer an eine Bitcoin-Blase glaubt, hat null kapiert (Frank Schmiechen, Welt, 20.01.2018)

Donnerstag, 25. Januar 2018

Widerstand gegen Trump

Hält der US-Präsident allem stand? Die Empörung der Zivilgesellschaft zeigt jedenfalls keine Erfolge. Ein Politologe erklärt, woran das liegen könnte.

Zum Jahrestag der Amtseinführung Donald Trumps werden derzeit Dutzende Bücher auf den amerikanischen Markt geworfen, die vor dem Untergang der US-Demokratie warnen. Angesichts dieses politischen Pessimismus können sich die Resultate des selbstdeklarierten "Widerstands" gegen Trump aus der Zivilgesellschaft nach zwölf Monaten eigentlich sehen lassen: Mit Ausnahme des großen Steuergeschenks an die 0,1 Prozent hat Trump kein großes Gesetz zustande gebracht - und die Steuersenkung für die Happy Few hätte ein konventioneller republikanischer Präsident wohl auch durchgesetzt.

Steven Bannon, der die Welt wieder so "aufregend" machen wollte wie in den Dreißigerjahren, ist aus dem Trump'schen Universum verbannt. Ein Demokrat hat zum ersten Mal seit Menschengedenken einen Senatssitz im tiefsten Süden, in Alabama, gewonnen. Und in allen Wählergruppen verliert Trump stetig an Zustimmung.
mehr:
- Die Fehler der Trump-Gegner (Jan-Werner Müller, Süddeutsche Zeitung, 19.01.2018)

siehe auch:
Rechtsradikalismus in den USA – Der abtrünnige Sohn von Amerikas Ultrarechten (Johanna Bruckner, Süddeutsche Zeitung, 18.01.2018)
- Timothy Snyder im Interview: "Trump will die Politik zerstören" (Interview von Sacha Batthyany, Süddeutsche Zeitung, 16.01.2018)

Dienstag, 23. Januar 2018

Heute vor 105 Jahren – 23. Januar 1913: Militärputsch bringt Jungtürken an die Macht

Jungtürken übernehmen das Ruder 

Die Bewegung der Jungtürken im Osmanischen Reich entstand 1889 zunächst als Geheimbund. Mit der nationalen Modernisierungsbewegung sympathisierten zahlreiche türkische Beamte und Offiziere. Zunächst kämpften die Jungtürken für eine konstitutionelle Monarchie gegen den despotischen Sultan Abdülhamid II. (reg. 1876-1909). Im Juli 1908 probten sie den Aufstand, bildeten in Mazedonien eine Gegenregierung und übernahmen schließlich die Macht in Konstantinopel. 1909 ersetzten sie Abdülhamid durch den gefügigen Mehmed V. (reg. 1909-18). Die instabilen Verhältnisse begünstigten die Balkankriege, deren ungünstiger Verlauf 1912 zum Sturz der Jungtürken führte. 
Jungtürken-Führer Enver Pascha (Mitte) organisierte 1908 in Thessaloniki
eine Revolte gegen die Regierung in Konstantinopel
Daraufhin putschten sich im Januar 1913 die Jungtürken-Führer Enver Pascha (1881-1922), Talaat Pascha (1872-1921) und Cemal Pascha (1872-1922) als Triumvirat an die Macht. Während des Ersten Weltkrieges agierten sie extrem nationalistisch. Ihre Regierung ist hauptverantwortlich für die Deportation und Ermordung Hunderttausender Armenier im Osmanischen Reich (ab 1915). Die militärische Niederlage des Osmanischen Reichs 1918 führte zum Sturz der Jungtürken, ihre Führer emigrierten. Talaat Pascha und Cemal Pascha wurden von Exil-Armeniern ermordet, Enver Pascha fiel im heutigen Tadschikistan im Kampf gegen sowjetische Truppen. Die Ideen der Jungtürken griff ein erfolgreicher Weltkriegsgeneral auf, der zum Gründer der modernen Türkei wurde: Mustafa Kemal Pascha
Atatürk. 
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2018
Der Untergang des Osmanischen Reiches {49:25}
Am 25.08.2016 veröffentlicht
MyDokuChannel      
Mit den von den Mächten eingeforderten Reformen gingen zunehmend wirtschaftliche Probleme einher. In den „Kapitulationen“ genannten Handelsverträgen wurde der Markt im Osmanischen Reich für die Europäer geöffnet, und die Einfuhrzölle lagen unter den Ausfuhrzöllen. Durch die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit des osmanischen Handwerks wurde das Osmanische Reich zum Importeur von europäischen Waren und der Aufbau einer eigenen Industrie unterbunden. Unterdessen fanden die Unruhen auf dem Balkan kein Ende. Nach einem Krieg gegen Serbien 1876 wurde in Istanbul eine internationale Konferenz einberufen, auf der die Zukunft des Balkan diskutiert wurde. Um seine Reformbereitschaft zu demonstrieren, kündigte der durch einen Staatsstreich an die Macht gekommene Abdülhamid II. eine liberale Verfassung an, die ein parlamentarisches System eingeführt hätte. Als Ergebnis der Konferenz fassten die Mächte eine Autonomie sowohl für zwei Provinzen auf bulgarischem Gebiet als auch für Bosnien und Herzegowina ins Auge. Als die „Hohe Pforte“ dies ablehnte, erklärte Russland den Krieg, besetzte den gesamten europäischen Teil der Türkei und rückte auf Istanbul vor. Nach der Entscheidungsschlacht am Schipkapass im Januar 1878 war der Sieg der russischen Truppen nicht mehr zu verhindern. Ende Januar 1878 bat das Osmanische Reich um den Abschluss eines Friedensvertrages.

Türken, Türkei & Atatürk.Der erste Welt Krieg und seine Auswirkungen. Islam und Nationalismus?Teil 1 {49:42}

Am 08.06.2015 veröffentlicht
MyDokuChannel      
Der erste Teil der Preisgekrönten Dokumentation
Türken, Türkei & Atatürk . Der erste Weltkrieg und seine Auswirkungen.
Geburt der Jön - Türken (Jung - Türken)

Mustafa Kemal Atatürk - Die Geburt einer Republik {51:38}

Am 08.06.2015 veröffentlicht
IndyCamFilms      
Mustafa Kemal Atatürk wurde 1881 geboren. Von heftigem und leidenschaftlichem Naturell, machte er zuerst beim Militär Karriere. 1908/09 nahm er am Aufstand der Jungtürken teil, und im Ersten Weltkrieg führte er eine Armee. 1920 rief er die erste Große Nationalversammlung ein, deren Präsident er drei Jahre lang war. Seine bahnbrechende Leistung war die Abschaffung des Sultanats.
Auf der Grundlage des zerfallenden Osmanischen Reiches schuf er einen neuen, homogenen Staat. Vor allem zwischen 1924 unddem Beginn der 30er Jahre modernisierte Mustafa Kemal Atatürk die noch weitgehend ländliche und stark religiös geprägte Gesellschaft seines Landes. Seine Reformen veränderten den Alltag der Türken von Grund auf. Er duldete keinerlei Protest, und bis zu seinem Tod 1938 nahm sein Regime immer autoritärere Züge an.

KenFM-Spotlight: Uli Gellermann über Seriosität und Russophobie in der Tagesschau

Die Tagesschau ist die erfolgreichste Nachrichtensendung im Deutschen Fernsehen. Meldungen, die es in die Tagesschau geschafft haben, sind relevant oder genauer geben vor relevant zu sein.

Neutral im Sinne von ausgewogen oder unparteiisch ist und war die Tagesschau nie. Das aber konnte den Machern stets egal sein, denn die Quoten sind bis heute extrem hoch und extrem stabil. Damit leistet das Produkt Tagesschau das, was die Erfinder dieser Nachrichtensendung als Ziel vorgaben. Die Massen sollten auf ein neues Feindbild eingeschworen werden. Den Kommunismus. Es ging um variable Konditionierung.

Den Kommunismus als DAS Böse kannten die Deutschen noch von Adolf Hitler. So lag es nahe, die seinerzeit ihm Propaganda-Ministerium geschulten Fachkräfte auch bei der Tagesschau zu beschäftigen. Die DNA der Tagesschau ist die Deutsche Wochenschau, die von 1940 bis 1945 in den Kinos gezeigt wurde, um die Nation auf Linie zu bringen. Die neue Gehirnwäsche begann konkret im Dezember 1952 und war für viele Bürger der BRD lange alternativlos.
mehr:
siehe auch:
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Montag, 22. Januar 2018

Die neue "Nationale Verteidigungsstrategie" der USA: Achse des Bösen 2.0

Die neue "Nationale Verteidigungsstrategie" der USA erklärt China und Russland neben Nordkorea und Iran zu den größten Sicherheitsbedrohungen

Jetzt wird es klar. Die Zeit des Antiterrorkampfs wird als beendet erklärt. Die war bestimmt von Strategien, gegen verstreute, mäßig bewaffnete Gruppen mit ebenfalls kleinen Einheiten (Schwärmen) vorzugehen und sich auf einen Stadtkrieg vorzubereiten. Die Wirklichkeit war allerdings in den asymmetrischen Kriegen anders, da die Gegner massiv aus der Luft mit Drohnen, Flugzeugen und Raketen angegriffen wurden, um dann lokale Bodentruppen als Söldnerheere vorrücken zu lassen. Aber mit diesen Spielereien im Klein-Klein ist jetzt Schluss. Die neue Nationale Verteidigungsstrategie der USA macht klar: Die Zeit nach dem Ende des Kalten Kriegs ist vorbei, wir kehren zurück in die Zeit, wo große Truppenverbände gegeneinander antreten und schweres, d.h. teures Gerät gefragt ist.

Die Sicht dürfte die von Verteidigungsminister Jim Mattis und vom Sicherheitsberater HR McMaster sein, beide ehemalige Militärs, die ihre militärische Weltsicht offenbar pflegen, begünstigt durch die Haltung von Donald Trump, mit der überlegenen Militärmacht und dem größeren roten Knopf letztlich die Dinge regeln zu können.

Erst einmal wird wie immer beschworen, wie unsicher die Welt geworden ist, weswegen es wichtig ist, die Verteidigungsausgaben hoch zu halten. Die globale Unordnung nehme zu, die lange bestehende, auf Regeln bestehende internationale Ordnung - die amerikanische, müsste man hinzufügen - erodiere, die "Sicherheitsumgebung" werde komplexer und volatiler. Die USA habe eine "freie und offene Ordnung" vertreten. Natürlich ist alles immer unsicherer als jemals zuvor. Nicht Terrorismus ist die primäre Herausforderung, sondern die "zwischenstaatliche strategische Konkurrenz", schlicht die Wiederaufnahme des Wettrüstens zwischen den USA und "revisionistischen" Konkurrenten.

Als Gegner werden vor allem – in der Reihenfolge – China und Russland, Nordkorea und Iran genannt. Auf dem neuen Schlachtfeld sei nicht mehr sicher, dass die US-Streitkräfte überlegen sind (sonst gäbe es ja keinen Anlass, die Rüstung hochzufahren). Notwendig seien tödlichere, resilientere und innovativere Streitkräfte, da aus Sicht des Pentagon einzig militärisch gedacht wird und nur Stärke Frieden erhält.

Nur wer, so die altbekannte Logik, der Drohung mit Gewalt eine ebensolche Drohung entgegensetzt, ist vernünftig. Und diese Vernunft wird mit Angst geschürt. Wenn man nicht hochrüstet, verlören die USA an Einfluss auf allen Gebieten (der offenbar nur militärisch gewahrt werden kann), löst sich die Allianz der Alliierten auf und sinkt der Zugang zu Märkten. Das wiederum führe zu einem "Niedergang des Wohlstands und des Lebensstandards". Wohlstand, so die Botschaft, kann nur militärisch aufrechterhalten werden.

mehr:
- Pentagon: Nach dem Terrorismus rüsten für zwischenstaatliche Kriege (Florian Rötzer, Telepolis, 20.01.2018)

Eisenhower's "Military-Industrial Complex" Speech Origins and Significance {3:16}

Am 19.01.2011 veröffentlicht
US National Archives
President Dwight D. Eisenhower's farewell address, known for its warnings about the growing power of the "military-industrial complex," was nearly two years in the making. This Inside the Vaults video short follows newly discovered papers revealing that Eisenhower was deeply involved in crafting the speech, which was to become one of the most famous in American history. The papers were discovered by the family of Eisenhower speechwriter Malcolm Moos and donated to the Eisenhower Presidential Library and Museum. Eisenhower Library director Karl Weissenbach and presidential historian and Foundation for the National Archives board member Michael Beschloss discuss the evolution of the speech.
Inside the Vaults includes highlights from the National Archives in the Washington, DC, area and from the Presidential libraries and regional archives nationwide. These shorts present behind-the-scenes exclusives and offer surprising stories about the National Archives treasures. See more from Inside the Vaults at http://www.youtube.com/playlist?list=...

mein Kommentar:
Die Amis brauchen immer jemanden, der ihnen Angst macht…

Eine kurze Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika {3:12}

Am 19.01.2011 veröffentlicht
burly1988
Micheal Moore's Film "Bowling for Columbine" enthält die zusammenfassung der kleinen Geschichte von Amerika. Diese Animierte Version erzählt in kurzer Zeit alles was man wissen muss. Warum die Amerikaner alle Waffen tragen, warum sie immer Angst haben und warum es den Ku-Klux-Klan gibt. Eine sehr schöne, lustige Geschichte.... mehr Dokumentationen auf.
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Des Kaisers neue Algorithmen

Das Big-Data-Programm ist nicht besser als eine Zufallsgruppe von Menschen, die aus dem Bauch heraus entscheiden

Eine Studie stellt Programme bzw. Algorithmen in Frage, die Vorhersagen über künftiges Verhalten von Menschen machen (preditive analytics). In den USA wird das Programm Correctional Offender Management Profiling for Alternative Sanctions (COMPAS), das mittlerweile equivant heißt, vielfach auch von Gerichten eingesetzt, um das Risiko abzuschätzen, ob Straftäter wieder rückfällig werden. Solche Beurteilungen haben Folgen für die Betroffenen und können beispielsweise das Strafmaß beeinflussen. Aber das Programm, das angeblich neutral viele Parameter in die Vorhersage einbezieht, arbeitet nicht besser als Menschen, die keine Ahnung von der Rechtsprechung haben.

Predictive Analytics oder Vorhersageprogramme, die mit großen Datenmengen (Big Data) und Maschinenlernen arbeiten, werden für viele Zwecke eingesetzt oder entwickelt. So will man damit das Risiko von Erkrankungen oder die Wahrscheinlichkeit des Begehens von Straftaten in der Zukunft berechnen, um präventiv handeln zu können. Sagt das Programm, dass etwa in einem Stadtviertel zu einer bestimmten Zeit vermehrt Einbrüche oder Gewaltverbrechen zu erwarten sind, werden dort verstärkt Polizeikontrollen durchgeführt. Mit Prädiktiven Algorithmen kann auch die Kreditfähigkeit, die Jobeignung oder die beste Möglichkeit errechnet werden, wann und wo Werbung geschaltet oder Angebote gemacht werden sollen.

Die Wissenschaftler des Dartmouth College haben mit COMPAS bzw. equivant eines der Programme untersucht, die Entscheidungen mit nachhaltigen Folgen beeinflussen. Das Programm kam 1998 auf den Markt, seit 2000 wurden eine Million Angeklagte beurteilt, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie innerhalb von zwei Jahren wieder rückfällig werden können. Dafür werden 137 Eigenschaften der geprüften Person ausgewertet. Untersuchungen stellten bereits heraus, dass das Programm nicht zuverlässig ist und rassistische Vorurteile pflegt. Es bezieht zwar nicht direkt die ethnische Herkunft der Personen ein, die aber durch verschiedene Merkmale einfließt. Zwar ist die Genauigkeit der Vorhersage bei Weißen und Schwarzen in etwa gleich hoch, aber es werden doppelt so viele Schwarze falsch beurteilt als Weiße. Rückfälligkeit wird danach beurteilt, ob Menschen erneut in Haft kommen. Allein das verzerrt bereits das Bild, weil Schwarze beispielsweise wegen Drogen viermal so häufig wie Weiße inhaftiert werden.

mehr:
- Algorithmus zur Vorhersage der Rückfälligkeit von Straftätern: Blendwerk an Komplexität (Florian Rötzer, Telepolis, 19.01.2018)

mein Kommentar:
Wie lange wird es dauern, bis mir eine Flugreise mit der Begründung verwehrt wird, daß jemand, der so aussieht wie ich in der Stadt XY heute einen Bombenanschlag ausführen wird?

Newtons instabiles Universum

Von Newton zum Big Bang und der Ausdehnung des Raums

Im Jahr 1687 erschien Isaac Newtons Fundamentalwerk "Philosophiæ Naturalis Principia Mathematica". Mit der ausführlichen Darlegung der Gravitationstheorie wurden zum ersten Mal die Planetenbewegungen und die Keplerschen Gesetze auf nachvollziehbare mathematische Grundlagen reduziert. Heute ist das Gravitationsgesetz Schulwissen: Die Gravitationskraft zwischen zwei Körpern ist proportional zum Produkt ihrer jeweiligen Massen und umgekehrt proportional zum Quadrat ihrer Entfernung.

Zum Gravitationsgesetz kam Newton nicht ohne Vorgänger. Kepler hat dafür einen entscheidenden Beitrag geliefert, als er u.a. postulierte, dass die Planeten elliptischen Bahnen, mit der Sonne in deren Brennpunkt, folgen. Dass unsere Sonne die Planeten durch die Wirkung einer Anziehungskraft in diese Bahnen zwingen würde, war Kepler einleuchtend. Allerdings dachte er, dass die Kraft umgekehrt proportional zum einfachen Abstand zwischen den Himmelkörpern und von "magnetischer" Art wäre.

Magnetische Fernwirkung war seit der Antike bekannt, d.h. eine ähnliche Kraft könnte Himmelkörper womöglich aneinander binden. Das war immerhin eine bessere Hypothese als Aristoteles Vorstellung der Himmelkörper als Feuer, das leichter als Erde und Wasser wäre, und deswegen am Himmel zu finden ist.

mehr:
- Newtons instabiles Universum (Raúl Rojas, Telepolis, 21.01.2018)

Keplersche Gesetze – Umlaufbahnen von Planeten {5:46}

Am 30.03.2015 veröffentlicht
TheSimplePhysics
Die Keplerschen Gesetze von Johannes Kepler beschreiben ziemlich genau, wie Planeten, also auch unsere Erde, um die Sonne fliegen. Und wenn das nicht interessant ist, dann weiß ich auch nicht weiter. :p

siehe auch:
- Das Poincaré-Abenteuer (Post, 06.01.2009)

What is the Poincare Conjecture? {3:26}

Am 19.02.2015 veröffentlicht
World Science Festival
Is it possible to deduce the shape of the universe without stepping outside of it? Henri Poincaré thought so. Similar to how the Greeks were able to discern the spherical nature of the earth (and even its rough diameter) using mathematics, he proposed that we should be able to make conclusions about our universe. Stanford University mathematician Keith Devlin explains the Poincaré Conjecture, which became a legendary problem in mathematics, with the help of a short animation.
Watch the Full Program Here: https://youtu.be/_PnnzB-1LcI
Original Program Date: June 3, 2011
The World Science Festival gathers great minds in science and the arts to produce live and digital content that allows a broad general audience to engage with scientific discoveries. Our mission is to cultivate a general public informed by science, inspired by its wonder, convinced of its value, and prepared to engage with its implications for the future.


Warum die Blockchain eine fürchterlich überhypte Technologie ist

Der Blockchain wird großes Weltveränderungspotenzial nachgesagt. Doch die Widersprüche zwischen dem öffentlichen Image und der Realität der Technologie wecken Zweifel.

Eigentlich sollte der folgende Text in meinem Newsletter erscheinen. Jedoch wurde er schnell deutlich zu lang für eine E-Mail, weswegen ich mich entschlossen habe ihn als eigenständigen Text zu veröffentlichen. Normalerweise versuche ich in meinem Newsletter regelmäßig über Technologien zu schreiben und ihre Auswirkungen, Entwicklung und Bedeutung einzuordnen. Entsprechend war mein Ziel, dies auch für die Blockchain zu tun.

Nur hier ist das Problem: Es ist für mich fast unmöglich zu einer klaren Aussage zur Blockchain zu kommen oder eine finale Einschätzung abzugeben. Je tiefer man in die Materie einsteigt, desto mehr Widersprüche scheinen sich zwischen dem öffentlichen Image von Blockchain und der Realität der Technologie aufzutun.

mehr:
- Warum die Blockchain eine fürchterlich überhypte Technologie ist (Johannes Klingebiel, t3n, 18.01.2018)

siehe auch:
- Bitcoins: Alle reden von der Absahn-Blase, wer vom Energieverbrauch? (Post, 19.12.2017)

Freitag, 19. Januar 2018

Ausgebremste Steuerfahnder

Die Steuerfahnder in Wuppertal kauften Steuer-CDs und trieben Schwarzgeld in Milliardenhöhe ein, gestützt von der SPD in Nordrhein-Westfalen. Nun regiert Schwarz-Gelb und deren neue Politik vertreibt die Spitzenbeamten.

Die Wuppertaler Steuerfahndung ist legendär für ihren entschlossenen Kampf gegen Steuersünder. Doch nun, so fürchten viele Beamte, könnten diese Zeiten vorbei sein.

Mit Sandra Höfer-Grosjean und Volker Radermacher hat die bisherige Führungsspitze ihre Kündigung eingereicht. Ende Februar soll Schluss sein, dann wechseln die beiden in die freie Wirtschaft, zur Kanzlei Deloitte Legal.

Es ist kein einfacher Schritt, zu dem sich die beiden Beamten entschlossen haben. Die Bitte um Entlassung aus dem Staatsdienst bedeutet den Verzicht auf einen sicheren Arbeitsplatz, hohe Pension und großzügige Beihilfe bei den Gesundheitskosten. Wer Familie hat, wie die beiden, wird sich die Entscheidung nicht leicht gemacht haben.

Zudem sind Steuerfahnder meist überzeugt von ihrer Aufgabe - auf die andere Seite zu wechseln ist da eine schwierige Angelegenheit. Warum also der Wechsel?

mehr:
- Abgang der Top-Steuerfahnder – Früher gefeiert, heute brüskiert (Barbara Schmid, SPON, 19.01.2018, siehe auch die Links unten)
siehe auch:
- Cum-Ex und kein Ende (Post, 14.01.2018)
- Cum-Ex-Geschäfte vor der Verjährung (Post, 05.11.2017)
- Maschmeyer: Schmarotzer mit Heiligenschein (Post, 04.03.2016)
Für paranoid erklärte Steuerfahnder werden rehabilitiert (Post, 02.01.2016, siehe auch die Links!)
- Rudolf Schmenger im Interview (Post, 30.07.2013)

mein Kommentar:
Alle reden von Umverteilung…
… wir auch!
Leistung soll sich wieder lohnen!

Donnerstag, 18. Januar 2018

Wir kommen in dieser Gesellschaft nicht mehr hinterher.

Wir kommen in dieser Gesellschaft nicht mehr hinterher. Sie ist schwindel-erregend geworden und lockt deshalb Schwindler an. Ist die Zukunft post-demokratisch und neo-feudal?

Vielen Menschen ist im vergangenen Jahr wieder schwindlig geworden. Unsere Gesellschaft nimmt Fahrt auf. Alles wird schneller, unübersichtlicher und fragmentierter, darin sind sich Soziologen einig. Man kommt nicht mehr so recht hinterher, manchmal auch nicht mehr wirklich klar in dieser komplexen Welt: Globalisierung, Klimawandel, Migration, Diversität; und jetzt auch noch Digitalisierung und Robotik und was noch alles.

Moderne, auf Fortschritt basierende Gesellschaften stehen vor der ständigen Herausforderung, ihre Regeln und kulturellen Normen weiterzuentwickeln und so die komplexer werdende Wirklichkeit verständlich zu machen. Transformationsprozesse, die wir aktuell politisch, ökonomisch, technologisch und kulturell bezeugen, bieten sowohl Chancen als auch Gefahren.

Der überforderte Mensch

Der Anthropologe Joseph Tainter untersucht in seinen Arbeiten gesellschaftliche Entwicklungen und Gründe für den Zusammenbruch von Gesellschaften. Er zeigt dabei, dass gesellschaftliche Krisen und Zusammenbrüche neben organisationalen auch individual-psychologische Ursachen haben. Durch eine zunehmende Komplexität haben die Menschen keine Bewältigungsstrategien mehr, mittels derer sie ihre Existenz sinnvoll in eine verändernde Welt einschreiben können. Die genannten Begriffe wie Globalisierung, Migration, Digitalisierung etc. verkommen schnell zu abstrakten Ungetümen in Aufzählungen von Zeitdiagnosen. Was wesentlich erscheint, ist der Einfluss von Veränderungen im konkreten Leben von Menschen.

Und hier zeigt sich eine Tendenz: Viele halten nur noch mit Mühe Schritt. Unsere emotionale und narrative Anpassungsfähigkeit kommt an Grenzen. Der Mensch entfremdet sich von der Welt, wendet sich ab oder einfachen Erzählungen zu, in denen das eigene Leben irgendwie noch Sinn ergeben kann. Es sind also nicht allein und nicht nur technologische Veränderungen oder Ressourcenengpässe, die Krisen auslösen, sondern die Unfähigkeit, das eigene Leben und die Gesellschaft anders zu denken und zu leben. Das hat auch gesellschaftliche Konsequenzen, denn wird das "Wir im Ich" porös, so gefährdet es umgedreht das gesellschaftliche Miteinander.

mehr:
- Erosion der Ordnung: In schwindel-erregender Gesellschaft (Gastbeitrag von Martin Kolmar und Thomas Beschorner, Universität St. Gallen, SPON, 14.01.2018)

mein Kommentar:
Ich frage mich, ob wir überhaupt jemals hinterher gekommen sind.
In einer sich beschleunigenden Welt ist Verlässlichkeit wichtig.
Die Menschen benötigen Vertrauen in die Gesellschaft, in der sie leben.
Und wenn die Geschichten, die sie erzählt bekommen, sich als falsch oder »gefärbt« erweisen, verlieren sie dieses Vertrauen.
Und wenn die Geschichten, die sie selbst erzählen wollen, nicht gehört werden, fühlen sie sich in dieser Gesellschaft nicht mehr aufgehoben.
Fake-News – auch staatlich verordnete – hat es schon immer gegeben. Sie konnten vor 50 Jahren mangels Internet nur noch nicht als solche entlarvt werden.
Die einseitige Ukraine-Berichterstattung in den Leitmedien war mein Anfang:
- Medien: intellektuelle Korrumpierbarkeit in Konfliktzeiten (Post, 06.02.2016)
- Deutsche glauben den Medien nicht (Post, 26.12.2014)
- Ukraine 20 – ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik (Post, 18.09.2014) 

Der Zustrom von Einwanderern, von denen viele traumatisiert sind und von denen sich viele nicht integrieren lassen, führte zur Pegida-Bewegung.
Der krampfhafte Versuch, Griechenland in ein wirtschaftlich hochdrehendes Europa zu integrieren, führte letztlich zu den Rettungsschirmen, was wiederum zur Gründung der AfD führte.
Beide, sowohl Pegida als auch AfD, wurden alsbald in die indiskutable Rechts-Außen-Ecke hineininterpretiert – und damit ein gesellschaftliches Redeverbot verhängt.
Die gesellschaftliche Stimmung fühlt sich seit Beginn der Ukraine-Krise so an, als befänden wir uns im Krieg oder kurz vor einer Katastrophe.
siehe dazu:
- Operation Northwoods (Wikipedia)
- Church Committee (Wikipedia)
- Tonkin-Zwischenfall (Wikipedia)

Mittwoch, 17. Januar 2018

US-Diplomaten auf Kuba: Akustikwaffe oder Massenhysterie?

Kreischender Lärm aus dem Nichts, Kopfschmerz, Schwindel – das Havanna-Syndrom befällt US-Botschaftsmitarbeiter auf Kuba. Ein Geheimwaffen-Angriff? Oder alles Einbildung?

Es klingt nach Parapsychologie – nach einem Fall für eine Folge Akte X. Sie spielt in Kubas US-Vertretung in Havanna und beginnt im Herbst 2016. Plötzlich zeigen Frauen und Männer, die in der Botschaft arbeiten, merkwürdige Krankheitssymptome. Ohne Vorwarnung, aus dem Nichts, erfasst sie in ihren Hotelzimmern und Häusern* ein ohrenbetäubender Lärm - manche reißt er gar aus dem Schlaf. Einige beschreiben das Geräusch wie ein Kreischen, als reibe Metall aneinander, andere hören ein Hämmern oder so etwas wie Schüsse. Stechender Kopfschmerz setzt ein, Übelkeit, Schwindel. Binnen Sekunden sind die Opfer wie ausgeschaltet. Einige erleiden bleibende Schäden: Rauschen im Ohr, Dauerkopfschmerz, Seh- und Konzentrationsstörungen – und die subtile Angst, es könnte wieder passieren. Mindestens sieben sind auch ein gutes Jahr später noch arbeitsunfähig.

Und es geschieht immer wieder. Bis zum Herbst 2017 melden sich um die 80 Botschaftsangehörige und klagen über das, was wir hier Havanna-Syndrom nennen wollen. Einige werden den Moment, als die unsichtbare Kraft auf ihren Körper zu wirken begann, später beschreiben, als habe man sie bei voller Fahrt an das offene Fenster eines Auto gesetzt.
mehr:
- US-Diplomaten auf Kuba: Die Seuche, die niemand erklären kann (Jakob Simmank, ZON, 17.02.2018)

siehe auch:
- US-Massenhysterie auf Kuba? (Post, 28.02.2018)
- Rätselhafte Symptome bei US-Diplomaten in Kuba: Nach Untersuchung durch Ärzteteam neue Details und Erklärungsversuche (Nadine Eckert, Medscape deutsch, 20.02.2018)
- Attacken mit Schallwaffe? Seltsame Symptome bei Diplomaten auf Kuba (n-tv, 19.02.2018)
- Kranke US-Diplomaten in Kuba: Wie nach einer Gehirnerschütterung (Tagesschau, 19.02.2018)
- USA weisen wegen "Akustik-Attacken" 15 kubanische Diplomaten aus (Welt, 03.10.2017)
- ‘Health Attacks’ on U.S. Diplomats in Cuba Baffle Both Countries (Frances Robles, Kirk Semple, NYTimes, 11.08.2017)

mein Kommentar:
Quelle: Lucky Luke: Schon 70 und zieht noch immer schneller als sein Schatten
(KleineZeitung.at, 14.11.2016)

Dienstag, 16. Januar 2018

Der 9/11-Einsturz-Fake

Wissenschaftliche Analyse zu World-Trade-Center-Einstürzen entlarvt offizielle Verschwörungstheorie.

Jedes Jahr verlängert der jeweils amtierende US-Präsident den Ausnahmezustand in den USA und die Grundlagen für den weltweiten "Kampf gegen den Terror" durch die Vereinigten Staaten. Basis dessen sind die Terroranschläge des 11. September 2001, gegen deren wissenschaftliche Aufarbeitung sich die US-Regierung beharrlich sträubt.


Für die auch unter dem Label „9/11“ bekannten Terroranschläge des 11. September 2001 an drei Orten in den USA und mit über 3.000 Toten ist nach offiziellen Angaben die Terrorgruppe al-Qaida verantwortlich. Merkwürdigerweise arbeitet die al-Qaida allerdings im aktuell laufenden Syrienkrieg laut zahlreichen Experten mit der US-Regierung zusammen. In New York stürzten bei der Terrorattacke vom 11. September drei Gebäude des WTC-Komplexes im freien Fall ein: die beiden größten Türme WTC1 und WTC2 sowie das sich hinter den kleineren WTC5 und WTC6 befindende Gebäude WTC7. Die beiden großen Türme waren bekanntlich von jeweils einem Flugzeug getroffen worden, in WTC7 brannten Büromöbel.

Vier Professoren und Ingenieure veröffentlichten im September 2016 anlässlich des fünfzehnten Jahrestages dieses Massenmordes einen wissenschaftlichen Artikel in den Europhysics News – einem Fachmagazin für Physiker – zu dem Zusammenbruch der drei WTC-Hochhäuser in New York. Tenor des Artikels: Alle drei Türme wurden kontrolliert gesprengt, denn etwas anderes kann aus rein wissenschaftlichen Gesichtspunkten nicht den Zusammenbruch der drei Gebäude in der gesehenen Art und Weise verursacht haben.

Der Beitrag trägt den Titel „15 years later: On the physics of high rise building collapses“ und ist frei als PDF verfügbar.

Die Europhysics News verstehen sich als Magazin der europäischen Physiker-Gemeinschaft und werden von der European Physical Society herausgegeben, der 100.000 europäische Physiker angehören. Hier eine deutschsprachige Zusammenfassung des Artikels der vier Wissenschaftler:

Nach den offiziellen Untersuchungsergebnissen zum Zusammensturz der drei Gebäude in New York hat das Feuer in den Bauwerken dabei die entscheidende Rolle gespielt. Nie zuvor und auch nie danach stürzte ein großes Hochhaus mit Stahlrahmen (Stahlskelettbau) komplett aufgrund von Feuer ein. Auch ansonsten ist kein Fall bekannt, bei dem ein solches Gebäude überhaupt im Ganzen einstürzte, mit Ausnahme eines mit 21 Stockwerken halb so großen Gebäudes wie das kleine WTC 7 (47 Stockwerke), welches 1985 bei dem großen Erdbeben in Mexiko City einstürzte. Unzählige Stahlskelettgebäude haben trotz lange andauernder Feuer keinen Einsturz erfahren. Bei 9/11 stürzten gleich drei Gebäude unabhängig voneinander ein, wie die Autoren des Artikels betonen. Der einzig bekannte und dokumentierte Weg, dass ein Gebäude so einstürzt, wie dies bei den Anschlägen des 11. September 2001 geschehen ist, sei ein kontrolliertes und genau abgestimmtes Vorgehen mit Sprengladungen und Ähnlichem. Viele Wissenschaftler, Fachleute und Ingenieure gäben sich daher nicht mit der offiziellen Version der Ereignisse zufrieden.

mehr:
- Der 9/11-Fake (Jens Bernert, Rubikon, 16.01.2018)


9/11 - 7 World Trade Center (WTC 7 Free Fall Collapse) {7:52}
Apocalypse
Am 18.06.2018 veröffentlicht 
There are thousands of Architects and Engineers who concluded WTC Building 7 was controlled demolition.
9/11 Victims' Family Members are questioning how this tower came down.
The government admits WTC 7 hit free fall, gravitational acceleration, during its collapse.
They say it fell primarily due to fire, and that the interior of the building separated from the exterior 

WTC- 7 (ehm. N.I.S.T Mitarbeiter spricht Klartext) {31:59}

FAKET NEWS
Am 29.06.2017 veröffentlicht 
ehm. N.I.S.T Mitarbeiter spricht nach 15 jahren Klartext über WTC7 das dritte Gebäude das am 11. September eingestürzt ist obwohl es nicht von einem Flugzeug getroffen wurde fiel das Gebäude um ca 17:20 Uhr im freien Fall in sich zusammen. BBC berichtete davon allerdings 20 min zu früh ... Wie soll das gehn ? Erst kommt das Ereignis und dann der Bericht "" oder nicht ? und wenn das vertauscht wurde kann nur vorwissen bestehen .. im Endeffekt müssen wir alle dioch nur 1 und 1 zusammen zählen =)

World Trade Center 7 - The Implausibility of the Official Story {3:45}

Veröffentlicht am 04.09.2013
ReThink911
http://rethink911.org/
ReThink911 presents 9/11 best evidence - edited from the original 9/11 documentary "9/11: Explosive Evidence - Experts Speak Out" from Architects & Engineers For 9/11 Truth
(911expertsspeakout.org)


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Montag, 15. Januar 2018

Gesundheitspolitik: Am Ende des Quartals schicken Ärzte Kassenpatienten weg


  • Praxen sind bei ihren Patienten durchaus wählerisch. Privatversicherte sind immer willkommen, alle anderen nur so lange, wie die Bezahlung stimmt.
  • Die Universität Hamburg belegt diesen Eindruck in einer Studie.
  • Besonders Hausärzte limitieren ihre Arbeit.

Es sind vier Monate im Jahr, in denen es für viele Bürger schwierig ist, einen Termin beim Arzt zu bekommen. Denn immer im März, Juni, September und Dezember endet ein Quartal. Dann fangen viele Ärzte an zu sparen. Wissenschaftler der Universität Hamburg haben dieses Phänomen nun untersucht. Ihre Studie, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt, zeigt, wie sich Hausärzte und Fachärzte vom Geld leiten lassen - und wie gesetzlich versicherte Patienten am Ende jedes Quartals auf Bereitschaftsdienste ausweichen müssen.

Rund 70 Prozent aller Untersuchungen, die Arztpraxen ihren Patienten anbieten, werden von gesetzlichen Krankenkassen nur bis zu einer bestimmten Obergrenze voll bezahlt. Führt ein Arzt in einem Quartal mehr Patientengespräche als von den Kassen vorgegeben oder überschreitet er sein Limit an Routineuntersuchungen, dann wird ihm für diese Leistung weniger bezahlt als sonst. Anders verhält es sich bei ambulanten Operationen, Impfungen oder bei Schwangeren und Krebskranken: Für solche Termine zahlen die Kassen immer dasselbe Geld.

mehr:
- Gesundheitspolitik: Am Ende des Quartals schicken Ärzte Kassenpatienten weg (Kristiana Ludwig, Süddeutsche Zeitung, 11.01.2018)

mein Kommentar:
Das ist so eine Sache mit der Sprache.
»Praxen sind bei ihren Patienten durchaus wählerisch.«
Klar, jeder ist irgendwe wählerisch! 
Wenn Sie in eine Gaststätte reinkommen, würden Sie wohl eher nicht bedient werden, wenn der Gastwirt davon ausgehen müßte, daß Sie nicht zahlen.
Aber es macht einen Unterschied, ob ein Gastwirt wählerisch ist oder ein Arzt.
Preisfrage: Welchen?

siehe auch:
- Was hat das mit den Budgets auf sich ? (Gemeinschaftspraxis Müller/Dix auf ihrer Internetpräsenz)
- Punktwert bei RLV-Überschreitung: Niedersachsen zahlt zwei Cent (Ärzte-Zeitung, 18.12.2009)
- Internet, Obstschalen und Mineralwasser: ein Montagmorgen im MVZ (Dr. Stein, ArztWiki)
- Mit bestem Dank an die Privatpatienten (Lisa Nienhaus, FAZ, 11.09.2014)
- Rezeptabgabe begrenzt? (Medizin-Forum, November 2013)
- Niedersächsische KV treibt erste Landärzte in den Ruin ! (Dorfseite Immenrode, Verfasser und Datum unbekannt, PDF)
- 150 000 Euro Strafe: Hausarzt steht vor dem Ruin (Stefan Corssen, Kölnische Rundschau, Region Oberberg, 02.08.2013)
- Ärzte: Wenn das Tricksen chronisch wird (Elisabeth Niejahr, ZON, 21.10.2016)
- Regress (ArztWiki)
- Patienten leiden unter Regressen gegen Ärzte (Pippa Nachtnebel, NDR, 26.05.2015)
- So verdienen Ärzte ihr Geld (David Matusiewicz, Focus, 03.01.2017)
- So viel verdient Ihr Hausarzt wirklich (Lecturio, 01.02.2017)
- Gehalt Arzt – welcher Arzt verdient am meisten? (praktischArzt, Verfasser und Datum unbekannt)
- Kassenärzte und Psychotherapeuten: KBV legt Honorare offen (Josef Maus, Deutsches Ärzteblatt 2012, Nr. 109)
- Einkommen von Psychotherapeuten: Weit abgeschlagen (Petra Bühring, Ärzteblatt.de, September 2013)

Sonntag, 14. Januar 2018

Krim: „Es hat sich nicht um eine Annexion gehandelt!“

„Es hat sich nicht um eine Annexion gehandelt!“ – Damit widerspricht der Rechtswissenschaftler Reinhard Merkel erneut einer der Begründungen der westlichen Politik für deren antirussische Sanktionen. Er fordert vom Westen und insbesondere von Bundeskanzlerin Angela Merkel, von der eigenen harten Haltung abzurücken. 

Die Rückkehr der Halbinsel Krim zu Russland war keine völkerrechtswidrige Annexion, wie es der Westen Moskau wiederholt vorwirft. Diese Position hat der Rechtswissenschaftler Reinhard Merkel in einem aktuellen Interview mit Sputnik wiederholt, nachdem er damit bereits im Frühjahr 2014 für Aufsehen sorgte. Damals hatte er in einem Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ den westlichen Vorwürfen gegen Russland widersprochen.  

Der Rechtsphilosoph aus Hamburg bekräftigte nun zum Jahresende 2017: Nach vielen Gesprächen, auch mit Kollegen aus dem Fachgebiet Völkerrecht, die ihn für diesen Artikel kritisiert hatten, und nachdem er „alle Dinge noch einmal durchüberlegt und erwogen“ habe, sei er „ganz genau der gleichen Meinung: Es hat sich nicht um eine Annexion gehandelt!“
mehr:
- Warum die Krim nicht annektiert wurde und der Westen „mit gespaltener Zunge“ redet (SputnikNews, 10.01.2018)

zur Auseinandersetzung über den Begriff »Annexion«:
Die EU zieht in den Propagandakampf (Post, 20.03.2015)
Annexion – Sprache: So wird Realität hergestellt (Post, 14.02.2015)
Gabriele Krone Schmalz: Volksabstimmung auf der Krim war nicht völkerrechtswidrig (Post, 28.11.2014)
Aachener Rede von Gabriele Krone-Schmalz (Post, 14.09.2014)
dazu eine Zwischenbemerkung:
Man gebe in Google »krone schmalz aachen rede« als suchbegriffe ein. 
Auf der wievielten Suchergebnis-Seite findet man wohl einen Link zu einem Mainstream-Medium?

zum westlichen Theaterdonner:
- US-amerikanische Russophobie: Nach Krim-Annexion, Luftraumverletzungen und geheimnisvollen U-Booten jetzt Cyberwar (Post, 13.12.2016)
- Philip Breedlove: Wie ein Netzwerk um den Nato-Militärchef den Ukrainekonflikt anheizte (Post, 26.07.2016)
- Der NATO-Generalsekretär warnt mal wieder: Russland rüstet auf (Post, 04.07.2016)
- Permanente Stationierung von US-Truppen in Osteuropa (Post, 01.04.2016)
- Kanzleramt will Aufklärung über mögliche russische Medienkampagne (Post, 20.02.2016)
- Putin 1 – Wer ist hier wie krank? (Post, 18.02.2016)
- Endlich wird über die Medienberichterstattung geredet – Aber wie? (Post, 21.01.2016)
- ZDF bestreitet bezahlte Aussagen von "Igor" (Post, 02.01.2016)
- Wladimir Putin: Der Westen führt einen Vernichtungskrieg gegen Russland (Post, 09.06.2015)
- Ukraine-Berichterstattung: Wie kommt die Wahrheit in die Mitte? (Post, 15.03.2015)
- Rußland spielt Schach – machtpolitisches Agieren und theatralische Empörung (Post, 25.12.2014)
- Ukrainische Mathematik (Post, 17.12.2014)
- Warum Matthias Platzeck recht hat (Post, 12.12.2014)
- Gegen den Krieg – Können wir sachlich bleiben? (Post, 12.12.2014)
- Die nächste Zutat zur Propaganda-Suppe: Scharfe US-Resolution gegen Russland (Post, 10.12.2014)
- Unsere Leitmedien und der Appell zum Dialog (Post, 08.12.2014)


siehe auch:
 Spanische Streitkräfte "waren bereit" zum Einsatz in Katalonien (Ralf Streck, Telepolis, 08.01.2018)

Cum-Ex und kein Ende

Steuerskandal 5,3 Milliarden Euro hat der größte deutsche Steuerbetrug den Fiskus bisher gekostet. Politische Schlussfolgerungen aus dem Skandal harren ihrer Umsetzung

Sicher, es hätte schlimmer kommen können als es nun wahrscheinlich kommt. Zu Zeiten, in denen ein schwarz-gelb-grünes Kabinett noch als möglich galt, war Wolfgang Kubicki (FDP) ein heißer Kandidat für den Posten des Bundesfinanzministers. Kubicki, der Anwalt des mutmaßlichen Strippenziehers im größten Steuerskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte: Hanno Berger, in der vergangenen Legislaturperiode als Zeuge mehrfach in den von Grünen und Linken erzwungenen Cum-Ex-Untersuchungsausschuss des Bundestages geladen, tauchte dort nie auf, weil er sich in die Schweiz abgesetzt hat. Doch auch ohne Kubicki als Finanzminister und mit einer weiteren schwarz-roten Bundesregierung sollte man sich keine Illusionen machen: Der notwendige Paradigmenwechsel in der deutschen Steuerpolitik ist nicht zu erwarten.

mehr:
- Cum-Ex und kein Ende (Sebastian Puschner, der Freitag, 11.01.2018, beachte auch die Kommentare)
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siehe auch:
- Amtseid, Rechtliche Stellung in Deutschland (Wikipedia)
Cum-Ex-Geschäfte vor der Verjährung (Post, 05.11.2017)
- Cum-cum/Cum-ex: Steuerbetrug unter den Augen des Staates (Post, 03.03.2016)
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