Freitag, 20. Mai 2011

Unser Katastrophengedächtnis

• "Wir Geologen sind es gewohnt, in sehr langen Zeiträumen zu denken, aber die Menschen haben im Allgemeinen ein katastrophales Katastrophengedächtnis. Was nur alle hundert Jahre auftritt, existiert in unserer Wahrnehmung einfach nicht", sagte der Erdbebenexperte Rainer Kind kürzlich in der Zeit. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass es im Jahr 2015 mindestens 25 Megacitys in hochgefährdeten Erdbebenregionen geben wird. Dann werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen in Tokyo 36 Millionen Mcnschen leben, in Mexico-City über 20 Millionen, in Dhaka und Los Angeles je fast 18 und in Istanbul immerhin 14 Millionen. Sie alle leben mit der Gewissheit drohender Katastrophen – und der großen Hoffnung, dass sie nicht eintreten.
aus der Osho-Times 5/2011

Grüner Strom und grünes Geld

• Die Atom-Katastrophe in Japan hat zu einem regelrechten Boom von Ökostrom geführt. "Seit die ersten Bilder aus Fukushima eintrafen, haben sich die Vertragsabschlüsse im Internet bei uns verachtfacht", sagte Martin Schaefer, der Sprecher von Greenpeace Enerqv im Stern. "Ich denke, dass die Verbraucher merken, dass sie mit ökologischem Konsum etwas verändern können. Und je mehr Kunden wechseln, desto eher denken auch die großen Konzerne um, so Schaefer. Tarsächlich haben die großen Energieriesen wie RWE und Vattenfall längst eine Vielzahl schön klingender Ökotarife im Programm, während sie gleichzeitig noch Geschäfte mit Atomstrom und wenig klimafreundlichen Kraftwerken machen. Dann doch lieber zu Greenpeace Energy oder Lichtblick, die konsequent den Ausbau erneuerbarer Energie fördern! Und noch eine gute Nachricht: Auch der Anteil alternativer Banken, die ihre Bankgeschäfte an ökologischen und sozialen Kriterien ausrichten, wächst. Allein zwischen 2008 und 2009 konnten sie laut Stiftung Warentest rund 30.000 neue Kunden gewinnen. Einen guten Überblick gibt der Ratgeber der Stiftung Warentest "Grüne Geldanlagen". Es gibt also noch Hoffnungsschimmer am Katastrophenhimmel! Oder wie der Dichter Hölderlin schrieb. "Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch!"
aus der OSHO-Times 5/2011

Bakterien und Pilze schützen vor Asthma

Schon länger bekannt ist, dass Kinder, die von Geburt an in einem bäuerlichen Umfeld aufgewachsen sind, seltener unter Asthma und Allergien leiden. In der GABRIEL-Studie waren dazu die Daten von 10 000 Bauernkindem aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Polen ausgewertet worden. Neueste Ergebnisse der Studie, für die auch Hausstaub aus den Kinderzimmern analysiert wurde, deuten daraufhin, dass der Asthma-Schutz vor allem auf der erhöhten Exposition mit Bakterien und Pilzen beruht. Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass Bauernkinder offenbar einer größeren Vielfalt von Mikroorganismen ausgesetzt sind. Je vielfältiger der Mikrozoo im Hausstaub war, desto geringer war das Asthma-Risiko. Wahrscheinlich ist eine Kombination bestimmter Bazillen und Staphylokokken sowie Schimmelpilze der Gattung Eurotium entscheidend für die Schutzwirkung. Auf welche Weise diese Keime das Asthma-Risiko senken, ist noch unklar. Die Forscher haben zwei Hypothesen: Die Umweltkeime regen das angeborene Immunsystem an und verhindern so eine die Entwicklung von Asthma begünstigende Immunlage. Oder die Auseinandersetzung mit vielfältigen Umweltmikroorganismen verhindert die übermäßige Besiedelung der unteren Atemwege mit asthmaauslösenden Keimen.
Ege MJ al. (2011) N Engl J Med 364; 8: 701-709
aus Der Hausarzt 8/2011

Du mit deinem Jugoslawien

Im Gespräch: Peter Handke 
Du mit deinem Jugoslawien
26.11.2010, 18:08
Interview: Thomas Steinfeld

"Die Frage nach der Schuld teilt die Welt": Der Schriftsteller Peter Handke spricht über die Unmöglichkeit von Heimkehr - und erklärt, warum er 1996 zu Besuch bei Kriegsverbrecher Radovan Karadzic war. 
Peter Handke in Salzburg
"Immer noch Sturm" heißen Peter Handkes Erinnerungen an seine Kindheit in Kärnten. Der österreichische Schriftsteller war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, als publik geworden war, dass er im Dezember 1996 Kriegsverbrecher Radovan Karadzic getroffen hatte. (© dpa)
mehr bei der Süddeutschen Zeitung Bild vergrößern

Mittwoch, 18. Mai 2011

Schadet vegane Ernährung dem Herzen?

ATHEROSKLEROSEWer sich vegetarisch ernährt, hat in der Regel ein geringeres kardiovaskuläres Risiko als »Allesesser«. Doch für Veganer scheint dies nicht zuzutreffen – im Gegenteil. Dies ist zumindest der Tenor einer chinesischen Untersuchung. 

Im Gegensatz zu Vegetariern verzichten Veganer bei ihrer Ernährung nicht nur auf Fleisch und Fleischprodukte, sondern auf sämtliche Lebensmittel tierischen Ursprungs also auch auf Eier, Milch und Milchprodukte oder Honig.

Was die körperlichen Auswirkungen dieser strengen Diät betrifft, tun sie damit offenbar zu viel des Guten: Wie eine chinesische Untersuchung an der Zhejiang University gezeigt hat, droht Veganern eine Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen und Spurenelementen, darunter nicht nur Zink und Eisen, sondern vor allem auch Vitamin B12 und Omega-3-Fettsäuren.

Die Folgen sind ein erhöhter Homocysteinspieget sowie eine Reduktion des HDL-Anteils des Cholesterins. Dies begünstigt sowohl atherosklerotische Gefäßveränderungen als auch die Thromboseentstehung und stellt daher einen Risikofaktor für Herzinfarkt und Apoplex dar.

Über diese Risiken sollten Menschen, die sich vegan ernähren, aufgeklärt werden. Außerdem rät Studienautor Duo Li, dass Veganer potenzielle Defizite frühzeitig durch vermehrte Zufuhr ausgleichen und nicht nur Eisen und Zink, sondern auch Vitamin B12 und Omega-3-Fettsäuren konsequent supplementieren.

dka/J Agric Food Chern 2011; 59(3):777-784
aus Der Hausarzt 7/11

Jemandem die Leviten lesen

Regelwerk für gottgefälliges Verhalten

Wenn jemand wegen eines Fehlverhaltens getadelt oder ermahnt, so werden ihm »die Leviten gelesen«. Eine solche Strafpredigt fällt häufig etwas länger aus und zeigt auch auf, wie der Getadelte sich stattdessen hätte verhalten sollen.

Im Alten Testament bilden die Leviten einen der zwölf Stämme Israels. Sie waren nach ihrem Stammvater Levi benannt und für den Tempeldienst verantwortlich, somit auch dafür, dass die vielfältigen Regeln und Vorschriften bis ins Detail eingehalten wurden. Diese Verhaltensregeln sind im 3. Buch Mose, auch »Levitikus« genannt, ausführlich dargelegt. Im 8. Jahrhundert entstand in Klöstern der Brauch, während der üblichen Andachts- und Betübungen aus diesem Regelwerk vorzutragen. Mönche, die das fromme Leben nicht ganz so ernst nahmen, mussten lange Vorlesungen aus dem Levitikus über sich ergehen lassen.

Dort heißt es für den Fall des Ungehorsams: »Werdet ihr mir aber nicht gehorchen und nicht tun diese Gebote alle ... so will ich euch auch solches tun: ich will euch heimsuchen mit Schrecken, Darre und Fieber, dass euch die Angesichter verfallen und der Leib verschmachte; ihr sollt umsonst euren Samen säen, und eure Feinde sollen ihn essen; und ich will mein Antlitz wider euch stellen, und sollt geschlagen werden vor euren Feinden; und die euch hassen, sollen über euch herrschen, und sollt fliehen, da euch niemand jagt.« [3. Mose - Kapitel 26, 14-17, die Drohungen gehen übrigens noch 21 Sätze weiter…]
aus dem Brockhaus-Kalender »Abenteuer Geschichte«

Dienstag, 17. Mai 2011

Heute vor 40 Jahren: Mick Jagger kommt unter die Haube


Kurz nach der Veröffentlichung von »Sticky Fingers«, des neunten Studioalbums der Rolling Stones heiratet Mick Jagger am 12. Mai 1971 im Jet-set-Dorf Saint-Tropez an der Côte d'Azur die 21jährige Nicaraguanerin Bianca Pérez Moreno de Macías, Ex-Freundin des Schauspielers Michael Caine. Nach Gründung eines eigenen Labels und einigen Abschiedskonzerten in Großbritannien hat sich die Band aus steuerlichen Gründen nach Südfrankreich zurückgezogen. 










1971 The Rolling Stones Sticky Fingers 

»Sticky Fingers« ist die erste Platte, die die Stones nach der Trennung von Decca Records unter ihrem eigenen Plattenlabel Rolling Stones Records veröffentlichen. Auf diesem Album taucht auch zum ersten Mal das Zungenlogo auf, das sich die Stones extra von dem Designer John Pasche haben  entwerfen lassen, und welches seit diesem Zeitpunkt alle Veröffentlichungen der Band ziert. Besonders auffällig für die damalige Zeit ist das Plattencover, das von Andy Warhol für 15.000 Pfund gestaltet wurde und einen Mann in knallenger Röhrenjeans von vorne und von hinten darstellt, wobei sich deutlich dessen Geschlechtsorgane abzeichnen. In die Hose ist ein echter, funktionsfähiger Reißverschluss eingearbeitet. Nach dem Öffnen des Reißverschlusses kann man die weiße Unterwäsche sehen.

»Brown Sugar« ist das erste Stück auf der Platte
Rolling Stones - Brown Sugar - 1971 - Top of The Pops - BBC UK. [3:45]
Hochgeladen am 01.08.2010

Das zweite Stück heißt Sway:
The Rolling Stones with Mick Taylor - Sway - Chicago - 2013 June 3 [4:08]
Veröffentlicht am 23.06.2013
Best audio added to a great video
* credits and thanks to ironchef for the audio recording
* credits and thanks to Bob Walczak for the video recording

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Im Keller der von Keith Richards für 2400 Dollar pro Woche gemieteten Villa Nellcôte im südfranzösischen Villefranche-sur-Mer (während der deutschen Besetzung im 2. Weltkrieg wurde das Gebäude als Gestapo-Hauptquartier genutzt) entsteht in dieser Zeit das Doppelalbum »Exile on Main St.«. Der Strom für das Equipment wird illegal von einer Stromleitung, die durch den Villenpark führt, abgezapft. Ab Oktober 1971 wird gegen die Stones wegen Drogenhandels ermittelt, im Dezember des gleichen Jahres führen die Vorwürfe dazu, dass Keith Richards mit einem Einreiseverbot nach Frankreich belegt wird. Zu diesem Zeitpunkt liegen die Songs nur als Rohmaterial vor, das Hinzufügen der Overdubs und das endgültige Mastering erfolgt bis Mai 1972 in den Sunset Sound Recorders Studios in Los Angeles.
Heute gilt die Platte als eine der besten Veröffentlichungen der Band.
Der Song Happy, von Keith Richards gesungen, wurde im Laufe der Zeit zu dessen „Markensong“, der heute noch im Konzertprogramm seinen festen Platz hat.
(2007 wurde ein Buch des amerikanischen Journalisten Robert Greenfield veröffentlicht, in dem dieser die Zeit des Entstehens des Doppelalbums in Südfrankreich beschreibt. Der Titel: Exile on Main St. – A season in hell with the Rolling Stones [deutsche Ausgabe: Exile on Main St. – Ein höllischer Sommer mit den Rolling Stones].) [The Rolling Stones, Juli 1969 bis 1974: Die Jahre mit Mick Taylor, Wikipedia, abgerufen am 17.05.2011]
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siehe auch:
- Exile on Main St. - Ein höllischer Sommer mit den Rolling Stones (Buchbesprechung, Frank Ipach, Home of Rock, 14.05.2007)
- Mythos eines endlosen Sommers (Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung, 04.07.2010)
- Exile on Main St. – Ein höllischer Sommer (Gerhard Pretting, oE1.ORF, 05.07.2007)

The Rolling Stones: Stones in Exile (Documentary azeka's 20'10) [1:29:19]
Veröffentlicht am 16.04.2016
In 1971, to get breathing room from tax and management problems, the Stones go to France. Jimmy Miller parks a recording truck next to Keith Richards and Anita Pallenberg's Blue Coast villa, and by June the band is in 
the basement a few days at a time. Upstairs, heroin, bourbon, and visitors are everywhere. The Stones, other musicians and crew, Pallenberg, and photographer Dominique Tarle, plus old clips and photos and contemporary
footage, provide commentary on the album's haphazard construction. By September, the villa is empty; Richards and Jagger complete production in LA. "Exile on Main Street" is released to mediocre reviews that soon
give way to lionization.
rekonstruiert am 07.08.2016



Vor 70 Jahren: Vorführung des ersten digitalen Rechners

Der erste Computer stand in Berlin

Diese Aussage ist nach wie vor ein wenig umstritten, weil ihr Wahrheitsgehalt davon abhängt, wie man »Computer« definiert. Doch immer mehr Fachleute teilen die Meinung, dass der von Konrad Zuse heute vor 70 Jahren, am 12. Mai 1941, in Berlin erstmals öffentlich präsentierte programmierbare Rechner Z3 der Prototyp jener Maschine war, die die Welt nachhaltig verändert hat. Was dabei besonders beachtenswert ist: Anders als die einige Jahre später in den USA und Großbritannien entstehenden Computer wurde dieser Rechner von Zuse allein entwickelt, ohne finanzielle Unterstützung des Militärs und einer ganzen Heerschar von Forschern und Ingenieuren.

Zuses Z3 wog 1000 kg und besaß eine numerische Tastatur sowie eine numerische Anzeige. Das Rechenwerk hatte 600 Relais, der Speicher 1400 Relais, der Taktgeber erreichte etwas mehr als 5 Hz. Das Programm wurde über einen Lochstreifen eingelesen. Der Z3 wurde im Krieg zerstört. Zuse gründete nach dem Krieg eine eigene Computerfirma. Seine Rechner waren brillant, doch als er in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet, kaufte Nixdorf das Unternehmen auf.




Erfinder Konrad Zuse mit einem Nachbau seines Rechner, 1989

aus dem Brockhaus-Kalender »Abenteuer Geschichte«


siehe auch: 
Ein Rückblick: Zu Besuch bei Konrad Zuse (Fuldaer Zeitung)


Kuriosa:
- Zuse meldete sein Patent 1941 an, die Bekanntgabe erfolgte 1952. Triumph und IBM erhoben Einspruch, und das Bundespatentgericht entschied 1967, „mangels Erfindungshöhe“ könne Zuse kein Patent erteilt werden.
- Mit der Z5 berechnete die Firma Leitz Objektive.
- Seine Idee, der Kosmos selbst könnte als gigantische Rechenmaschine aufgefasst werden schrieb Zuse 1969 in dem Buch »Der rechnende Raum« niede. Darin entwickelte er eine Theorie der zellulären Automaten.
- Zuses Firma entwickelte auch den ersten Plotter, den „Graphomat Z64“. Das schnelle Wachstum überforderte jedoch die Firma, Banken waren nur gegen hohe Zinsen bereit, Kredite für das ihnen unbekannte Computergeschäft zu geben, eine staatliche Forschungsförderung gab es noch nicht, und als es zu Verzögerungen bei der Auslieferung der Z25 kam, stand die Firma vor dem Ruin.
- Der Chaos Computer Club ernannte Zuse zu seinem Ehrenmitglied. Konrad Zuse besaß zeitlebens keinen eigenen PC.

Ein Buch trifft ins Schwarze

Anstatt über Sarrazins Thesen zu diskutieren, erteilt die regierende Klasse dem Autor ein politisches Berufsverbot.

Hans-Ulrich Wehler, laut ZEIT »der bedeutendste Sozialhistoriker der Gegenwart« (seine fünfbändige Deutsche Gesellschaftsgeschichte zählt zu den Standardwerken der deutschen Geschichtsschreibung) kritisiert den Umgang mit Thilo Sarrazins Buch »Deutschland schafft sich ab«.

mehr bei ZEIT-Online

(gerade weil der Artikel schon sechs Monate alt ist, hat er recht)

Steve Winwood hat Geburtstag

Steve Winwood, ehemaliges Mitglied in der Spencer Davis Group (der gerade erst 15-jährige Steve Winwood war als Leadsänger, Leadgitarrist, Pianist bzw. Organist und später als Songschreiber der musikalische Kopf der Band), von Taffic und der Supergroup Blind Faith wurde am 12. Mai 63 Jahre alt.





Mal wieder: Georg Schramm

Mein Lieblings-Kabarettist Georg Schramm hat es sich mal wieder nicht nehmen lassen.

mehr:
Vergabe Kleinkunstpreis – Georg Schramm sorgt für Eklat im Europa-Park (Heinz Siebold, Badische Zeitung, 01.05.2011)
"Arschloch", Aufhören" oder "Sauerei", das sind einige der Reaktionen auf den Auftritt von Georg Schramm im Europa-Park. Hintergrund: Der Kabarettist nimmt sich die CDU vor.
- Kleinkunstpreis für Georg Schramm – „Dombrowski“ lässt nicht mit sich spaßen (Heinz Siebold, Stuttgarter Zeitung, 02.05.2011)
Der Kabarettist Georg Schramm bereitet CDU-VIPs einen ungemütlichen Abend. Als Kunstfigur Dombrowski nimmt er die Gäste aufs Korn.

"Die Gier ist in uns allen"

Ein Gespräch mit dem Regisseur Oliver Stone über seinen neuen Wall-Street-Film, seinen Banker-Vater, die Unersättlichkeit des Menschen und die zerstörerische Macht Amerikas

mehr bei ZEIT-Online

Erich Kästner – Der Mai

Im Galarock des heiteren Verschwenders,
ein Blumenzepter in der schmalen Hand,
fährt nun der Mai, der Mozart des Kalenders,
aus seiner Kutsche grüßend, über Land.

Es überblüht sich, er braucht nur zu winken.
Er winkt! Und rollt durch einen Farbenhain.
Blaumeisen flattern ihm voraus und Finken.
Und Pfauenaugen flügeln hinterdrein.

Die Apfelbäume hinterm Zaun erröten.
Die Birken machen einen grünen Knicks.
Die Drosseln spielen, auf ganz kleinen Flöten,
das Scherzo aus der Symphonie des Glücks.

Die Kutsche rollt durch atmende Pastelle.
Wir ziehn den Hut. Die Kutsche rollt vorbei.
Die Zeit versinkt in einer Fliederwelle.
O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai!

Melancholie und Freude sind wohl Schwestern.
Und aus den Zweigen fällt verblühter Schnee.
Mit jedem Pulsschlag wird aus Heute Gestern.
Auch Glück kann weh tun. Auch der Mai tut weh.

Er nickt uns zu und ruft: "Ich komm ja wieder!"
Aus Himmelblau wird langsam Abendgold.
Er grüßt die Hügel, und er winkt dem Flieder.
Er lächelt. Lächelt. Und die Kutsche rollt.





Montag, 16. Mai 2011

Nochmal: Griechenland

Freie Tage hatten 28 Stunden, und Urlaube im Luxushotel bezahlte der Fiskus. Staatsangestellte hatten in Griechenland viele Privilegien. Jetzt sind diese durch den Sparkurs bedroht, und Gewerkschafter Nikos Fotopoulos sagt: "Das werden wir nicht zulassen".
mehr im Artikel »Griechenland – Der geplünderte Staat« beim Tagesspiegel
man vergleiche mit »Griechenland – Der geplünderte Staat« bei »Der Westen«

Georg Schramm über Geld, Geldsysteme und Staatsbankrotte, Anstalt - Folge 35 - Part 6 / 12 [2:29]

Hochgeladen am 11.05.2010
Neues aus der Anstalt Live aufgezeichnet von ZDF HD am 11.05.2010

Georg Schramm und Urban Priol über Griechenland Anstalt HD Folge 35 Part 7 12 [2:39]

Hochgeladen am 26.03.2011

Georg Schramm – Die Hoffnung stirbt zuletzt [3:05]

Hochgeladen am 03.04.2008
Georg Schramm, Gottheit des Kabaretts, als Lothar Dombrowski in "Neues aus der Anstalt" am 01.04.2008.
Er gibt uns Hoffnung - oder zumindest versucht er es, gemeinsam mit einem deprimierten Urban Priol. ;-)

Samstag, 14. Mai 2011

Warnung an Italienreisende!

Der Sizilianer [1:37]

Hochgeladen am 09.10.2010
Meiner meinung nach ein lustiges Video xD


Vielen Dank für den Hinweis!

Vor 40 Jahren: Mick Jagger kommt unter die Haube, und Wibke Bruhns liest die Nachrichten


Kurz nach der Veröffentlichung von »Sticky Fingers«, des neunten Studioalbums der Rolling Stones heiratet Mick Jagger am 12. Mai 1971 im Jet-set-Dorf Saint-Tropez an der Côte d'Azur die 21jährige Nicaraguanerin Bianca Pérez Moreno de Macías, Ex-Freundin des Schauspielers Michael Caine. Nach Gründung eines eigenen Labels und einigen Abschiedskonzerten in Großbritannien hat sich die Band aus steuerlichen Gründen nach Südfrankreich zurückgezogen.








1971 The Rolling Stones Sticky Fingers 
»Sticky Fingers« ist die erste Platte, die die Stones nach der Trennung von Decca Records unter ihrem eigenen Plattenlabel Rolling Stones Records veröffentlichen. Auf diesem Album taucht auch zum ersten Mal das Zungenlogo auf, das sich die Stones extra von dem Designer John Pasche haben  entwerfen lassen, und welches seit diesem Zeitpunkt alle Veröffentlichungen der Band ziert. Besonders auffällig für die damalige Zeit ist das Plattencover, das von Andy Warhol für 15.000 Pfund gestaltet wurde und einen Mann in knallenger Röhrenjeans von vorne und von hinten darstellt, wobei sich deutlich dessen Geschlechtsorgane abzeichnen. In die Hose ist ein echter, funktionsfähiger Reißverschluss eingearbeitet. Nach dem Öffnen des Reißverschlusses kann man die weiße Unterwäsche sehen.

»Brown Sugar« ist das erste Stück auf der Platte
Rolling Stones - Brown Sugar - 1971 - Top of The Pops - BBC UK. [3:45]   Text (Lyricsfreak)
Hochgeladen am 01.08.2010


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Im Keller der von Keith Richards gemieteten Villa Nellcôte im südfranzösischen Villefranche-sur-Mer begannen wenig später die Aufnahmen zum Doppelalbum Exile on Main St., das im folgenden Jahr in Los Angeles fertiggestellt und veröffentlicht wurde. Von Kritikern zunächst geringgeschätzt, erlangte dieses Album später Anerkennung als eines der besten Rolling-Stones-Alben. Das amerikanische Musikmagazin Rolling Stone führt es auf Platz sieben seiner Liste der 500 besten Alben der Musikgeschichte.[28] Die Berichte über die Entstehung des Albums im Exil, die Aufnahmebedingungen und das Leben in Nellcôte trugen zur Mythosbildung um die Band bei.
Die Tourneen der Jahre 1972 (Nordamerika) und 1973 (EuropaAustralienAsien) knüpften an den Erfolg des Doppelalbums an. Auf der Nordamerika-Tournee wurde in den texanischenStädten Fort Worth und Houston der Konzertfilm Ladies and Gentlemen, the Rolling Stonesgedreht. Er kam am 1. März 1974 in die Kinos. Ein anderer, von Mick Jagger in Auftrag gegebener Film, Robert Franks Dokumentation Cocksucker Blues, wurde nicht für das breite Publikum veröffentlicht, da er das Tourneeleben ungeschminkt mit Sex- und Drogenszenen zeigt und die Band fürchtete, er könnte zukünftige Einreisen in die USA gefährden. Jagger ging vor Gericht mit dem Resultat, dass der Film laut Urteil nur wenige Male jährlich in Anwesenheit des Regisseurs vorgeführt werden darf.[29] [The Rolling Stones, Juli 1969 bis 1974: Die Jahre mit Mick Taylor, Wikipedia]

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2007 wurde ein Buch des amerikanischen Journalisten Robert Greenfield veröffentlicht, in dem dieser die Zeit des Entstehens des Doppelalbums in Südfrankreich beschreibt. Der Titel: Exile on Main St. – A season in hell with the Rolling Stones [deutsche Ausgabe: Exile on Main St. – Ein höllischer Sommer mit den Rolling Stones].

'Exile on Main Street' Rolling to Big Screen [0:47]

Veröffentlicht am 13.06.2016
A new feature film about the Rolling Stones is in the works. Exile on Main Street: A Season in Hell With the Rolling Stones will be directed by Andy Goddard, who has helmed several episodes of PBS's Downton Abbey. The film is currently looking to cast actors in the roles of Mick Jagger and Keith Richards, Deadline Hollywood reports.
The film is based on Robert Greenfield's 2008 book focusing on the recording of Exile On Main Street at Nellcôte, a villa in southern France, before the release of the legendary double LP in 1972. Richard Branson's Virgin Produced purchased the rights for the book in 2012.
http://www.rollingstone.com/movies/ne...
http://www.wochit.com

This video was produced by YT Wochit Entertainment using http://wochit.com

Am Abend des gleichen Tages liest Wibke Bruhns mit schwarzer Hornbrille und in souveränem Ton als erste Frau die Nachrichten im bundesdeutschen Fernsehen. »Die Nachricht verlangt sachlich unterkühlte Distanz. Bei einem Kriegsfoto muss eine Frau in Tränen ausbrechen, sie hat doch schließlich Gefühle, sonst wäre sie keine Frau.« [Stuttgarter Nachrichten vom 11.05.2011] Diese Aussage des legendären ARD-Nachrichtensprechers Karl-Heinz Köpcke spricht für sich und verdeutlicht das Klima der damaligen Zeit. Der Tipp, den ihr Chefsprecher Wolfgang Behrendt mit auf den Weg gegeben hatte: »Wenig Busen und wenig Bein zeigen.« [Stuttgarter Nachrichten vom 11.05.2011]
Wibke Bruhns 
»Wibke Bruhns aufregende Bluse lenkt selbst den Fernsehmann Werner Höfer von den Nachrichten ab«, weiß die Kölnische Rundschau vom 14.5.71 zu berichten und zählt hämisch die Versprecher der ersten weiblichen Nachrichtensprecherin. [www.geschichte.nrw.de]
siehe auch:
Meines Vaters Land – Geschichte einer deutschen Familie. [www.pudl.de] und
Peter Voß im Gespräch mit Wibke Bruhns – Was bedeuten uns heute noch die Männer des 20. Juli? [www.3sat.de]
Wibke Bruhns - Mein Leben - ma vie [www.ave.de]
Biographie bei klangkontext.de


aktualisiert am 07.08.2016

Mittwoch, 11. Mai 2011

Israelisch-palästinensischer Konflikt – Aus Opfern werden Täter

Palästinenser fordern schnelle UN-Resolution

Die Palästinenser haben eine schnelle UN-Abstimmung über die Verurteilung der israelischen Siedlungspolitik gefordert. Die USA sind in Bedrängnis.
mehr bei WELT-Online

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Außenminister Lieberman erteilt Abbas klare Absage
Israel stoppt Bau "nicht einmal für drei Stunden"

Israel ist nach Worten von Außenminister Avigdor Lieberman "nicht einmal für drei Stunden" zu einem Siedlungsstopp in den Palästinensergebieten bereit. Mit dieser Aussage reagierte Lieberman auf einen Vorschlag von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Der hatte die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen angeboten, wenn Israel einen zwei- bis dreimonatigen Siedlungsstopp einlegen würde.
mehr bei Tagesschau.de

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Vor allem der (nach Artikel 49 der IV. Genfer Konvention) illegale Siedlungsbau der Israelis in den seit dem Sechstagekrieg 1967 besetzten Gebieten, der in mehreren UN-Resolutionen (446 , 452, [beide 1979], 465 und 471) verurteilt wurde, ist ein erhebliches Hindernis im Friedensprozeß.
Auch die Erweiterung der Stadtgrenzen auf Ost-Jerusalem und die Ausweitung israelischen Rechts auf die Golan-Höhen wurden vom UN-Sicherheitsrat als illegal verurteilt (UN-Sicherheitsratsresolution 267 von 1969 und UN-Sicherheitsratsresolution 497 von 1981) und sind nicht international anerkannt. (Wikipedia)

siehe auch:
Appell an die Vernunft
Klare Worte in Plästina
Was passierte so 1967?

zum historischen Hintergrund des Siedlungsbaus
zum historischen Hintergrund des Staates Israel

zur Geschichte des Staates Israel (bei SPIEGEL-Online, mit viel Kartenmaterial)



zu Israels Wasserdiebstahl
auf der Internet-Präsenz der AG Friedensforschung der Uni Kassel

Samstag, 7. Mai 2011

Mac OS X – Tastaturkürzel

Die definitive Liste alle Mac OS X Tastaturkürzel http://rixstep.com/2/20040510,00.shtml
Apple's Liste der Mac OS X Tastaturkürzel http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=75459
Noch mehr Mac OS X Tastaturkürzel http://homepage.mac.com/frakes/MOSXPT/content/keyboard.html


gefunden bei Arne Schirmacher

Mac OS X-Lexikon sinnvoll ergänzen

Das in Mac OS X 10.5 enthaltene Lexikon-Tool ist für den deutschsprachigen Raum nur bedingt zu gebrauchen – denn sowohl Wörterbuch als auch Thesaurus gibt es lediglich auf Englisch. Abhilfe schaffen zwei als Open Source vorliegende Plug-ins von Wolfgang Reszel. OpenThesaurus Deutsch erweitert das Lexikon um einen Thesaurus in deutscher Sprache, BeoLingus Deutsch-Englisch stellt ein Deutsch-Englisch-Wörterbuch zur Verfügung. Ein Installationsprogramm wird mitgeliefert. Beide Plug-ins setzen "Leopard" voraus und sind nicht mit älteren Mac OS X-Versionen kompatibel. Tipps zum Mac OS X-Lexikon finden sich in einem von Wolfgang Reszel verfassten Artikel.

gefunden bei MacGadget

Freitag, 6. Mai 2011

Einstein hatte wieder mal recht – und wir können es beweisen

Wie die Erde alles an sich reißt … auch unsere kostbare Zeit

Ein NASA-Satellit hat zwei Vorhersagen von Albert Einsteins Relativitätstheorie bestätigt, so genau wie niemals zuvor. Die Erde verbiegt demnach die Raumzeit um sie herum. Der Effekt ist winzig, aber messbar - der Aufwand dafür war enorm.

mehr bei heute.de

da sind auch diese beiden Bilder her:




Ein wenig Harald Lesch:


»Früher hat man geglaubt, wenn alle Dinge aus der Welt verschwinden, so bleiben noch Raum und Zeit übrig; nach der Relativitätstheorie verschwinden aber Zeit und Raum mit den Dingen.«
 [ Einstein 1924 in New York, von einem Reporter nach der Relativitätstheorie gefragt , in: Zitate: Einstein über die Relativitätstheorie, SPON, 11.02.2016, Fotostrecke]
Links: