Mittwoch, 25. Oktober 2017

Das Gift der Mafia

'Ndrangheta lautet der Name der im süditalienischen Kalabrien agierenden Mafia. Ihre Haupteinnahmequelle ist neben dem Handel mit Drogen die illegale Entsorgung von Giftmüll. Mit der Entdeckung von 60 Tonnen Krankenhausmüll in der Provinz Cosenza beginnt im Jahr 1989 eine Reihe kalabrischer Giftmüllskandale: Über 100 Schiffe mit Giftmüll an Bord sollen vor der italienischen Küste versenkt worden sein. Doch der seit 2013 amtierende Staatsanwalt der Region, Federico Cafiero De Raho, bringt Bewegung in die Giftmüllszenerie. Der Journalist Sandro Mattioli begibt sich in Deutschland, Frankreich und Italien auf Spurensuche.
mehr:
- Das Gift der Mafia – Und das europäische Gesetz des Schweigens (Arte, 24.10.2017)

Das Gift der Mafia & das EU-Gesetz des Schweigens {1:27:07}

Veröffentlicht am 24.10.2017
Grenz Wert
Da kann einem die Mafia schon fast leidtun, wenn sie die Drecksarbeit von Geheimdiensten und entsprechenden Staaten machen muss. Wären die Verursacher von Giftmüll nicht existent, wäre das Geschäft dann auch noch so lukrativ für die Mafia? Aus der Rubrik politische Heuchelei und ihre Ursachenbekämpfung.
'Ndrangheta lautet der Name der im süditalienischen Kalabrien agierenden Mafia. Ihre Haupteinnahmequelle ist die illegale Entsorgung von Giftmüll. Mit der Entdeckung von 60 Tonnen Krankenhausmüll beginnt im Jahr 1989 eine Reihe kalabrischer Giftmüllskandale. Doch der amtierende Staatsanwalt der Region, Federico Cafiero De Raho, bringt Bewegung in die Giftmüllszenerie.
1989 gilt als eine Art „Geburtsjahr“ kalabrischer Giftmüllskandale der dort ansässigen Mafia 'Ndrangheta: Rein zufällig wurden im Ort Santa Domenica Talao in der Provinz Cosenza 60 Tonnen Krankenhausmüll entdeckt, die illegal in einem Firmenofen verbrannt werden sollten. Ein Jahr später strandete das Schiff „Rosso“, das vermutlich Giftmüll transportierte, nahe dem Küstenort Amantea. Das Schiff wurde abgewrackt – was mit dem Müll geschah, bleibt Spekulation. Große Teile der tödlichen Fracht werden im nahe gelegenen Tal Oliva vermutet, wo durch Analysen toxische Substanzen und Cäsium-137 im Boden festgestellt wurden. Mehr als 100 solcher Schiffe sollen im Mittelmeer mit Giften jeder Art an Bord versenkt worden sein. In Kalabrien selbst stehen zudem mehr als 600 Müllkippen auf der staatlichen Sanierungsliste. Obwohl Umweltaktivisten seit mehr als 20 Jahren Alarm schlagen und davor warnen, dass Kalabrien zur Müllkippe Europas verkommt, ist von Seiten der zuständigen Umweltbehörden bisher wenig geschehen. Stattdessen wurden Ermittler kaltgestellt, Prozesse verschleppt und brisante Akten verschwanden in den Archiven. Doch es gibt Bewegung in der Giftmüllszenerie Kalabriens. Seit 2013 leitet Federico Cafiero De Raho, der zuvor die Müll-Mafiosi rund um Neapel aufmischte, die Staatsanwaltschaft der Provinz Reggio Calabria. Nun intensivieren kalabrische Staatsanwälte und die Parlamentarische Anti-Ökomafia-Kommission in Rom ihre Ermittlungen im illegalen Müllgeschäft. Der Journalist Sandro Mattioli macht sich in Deutschland, Frankreich und Italien auf Spurensuche. Ermittler, Experten, Aktivisten, Informanten und Mafia-Aussteiger kommen dabei zu Wort.

Quelle: Aus der Traum vom schnellen Geld (LVT Lebensmittelindustrie)

in den folgenden Artikeln suche man nach »Veolia«:
- Wüstenflüsse, wie ein Diktator verrückt wird, westliche Werte und ein moderater Moderator (Post, 23.07.2016)
- TTIP: Die Zukunft des Wassers (Post, 01.06.2015)
- CETA – TTIP – Eine Paralleljustiz für Umweltzerstörer (Jürgen Maier, campact, 17.09.2014)
- Veolia, Wasser, Schiedsgericht & Gier (17.08.2014) – Originalartikel:
- Profit als höchstes Rechtsgut (Le Monde diplomatique, 12.06.2014)
- Water Makes Money - Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen (Post, 16.02.2013)

Kennedy-Attentat: Das Narrativ unserer Leitmedien – und wie es verteidigt wird

Einen Tag vor der Freigabe der JFK-Akten beweist die deutsche Presse erstaunliche Inkompetenz 

Während Telepolis immer wieder darauf hinwies, dass diesen Donnerstag die Geheimhaltungsfrist für ca. 3.000 noch gesperrte Akten zum Kennedy-Attentat ausläuft, scheinen die konventionellen deutschen Medien erst aus dem Tweet des amtierenden US-Präsidenten am Samstag von diesem vor 25 Jahren angekündigten Ereignis Notiz genommen zu haben. Das Attentat auf JFK ist seit 54 Jahren der Lackmus-Test für die Qualität und Unabhängigkeit politischer Berichterstattung. 

Der deutsche Rudeljournalismus [siehe dazu auch: »Unwort des Jahres« – Die Lufthoheit über meinem Gehirn, Post, 14.01.2016, Link eingefügt von mir] versagte jedoch bereits im Ansatz. Was man im Blätterwald und im teuersten Rundfunksystem der Welt zum Kennedy-Attentat vernehmen konnte, löst Fremdscham aus. Durchweg halten es deutsche Qualitätsjournalisten für eine ausgemachte Sache, Oswald habe Kennedy erschossen, und wer das bezweifelt, sei ein Verschwörungstheoretiker – ganz so, wie es unstreitig die CIA 1967 in einem inzwischen freigegebenen Memo bei Einflussjournalisten bestellt hatte (50 Jahre "Verschwörungstheoretiker").
mehr:
- JFK - blown away (Markus Kompa, Telepolis, 25.10.2017)

Quelle: Vortrag Reiner Mausfeld »Warum schweigen die Lämmer?« (Screenshot)
siehe auch:
Freigabe von JFK-Akten: Mythen um Kennedys Mörder (Christoph Tanneberg, FaktenfinderTagesschau, 26.10.2017; Wikipedia-Link von mir hinzugefügt)
Top 4 revelations from the new JFK files (Jeff Morley, JFKFacts, 10.09.2017)

Oliver Stone on 50th Anniversary of JFK Assassination {14:54}

Veröffentlicht am 05.11.2013
freespeechtv
Oliver Stone discusses the 50th anniversary of President John F. Kennedy's assassination on November 22, which was chronicled in his blockbuster film, "JFK." A Vietnam War veteran, Stone has made around two dozen acclaimed Hollywood films, including "Platoon," "Salvador," "Born on the Fourth of July," "Nixon," "South of the Border" and "Wall Street: Money Never Sleeps." A commemorative edition of "JFK" comes out next week.

JFK (2/7) Movie CLIP - Crossfire in Daley Plaza (1991) HD {3:36}

Veröffentlicht am 06.10.2012
Movieclips
CLIP DESCRIPTION:
Lou Ivon (Jay O. Sanders) gives Jim Garrison (Kevin Costner) a demonstration in shooting a rifle at the book depository in Daley Plaza to show that it would be impossible for one man to have shot President Kennedy alone.
FILM DESCRIPTION:
The November 22, 1963, assassination of U.S. President John F. Kennedy shocked the nation and the world. The brisk investigation of that murder conducted under the guidance of Supreme Court Justice Earl Warren distressed many observers, even though subsequent careful investigations have been unable to find much fault with the conclusions his commission drew, the central one of which was that the assassin, Lee Harvey Oswald, acted alone. Instead of satisfying the public, one result of the Warren Commission Report was that an unimaginable number of plausible conspiracy theories were bruited about, and these have supported a sizeable publishing mini-industry ever since. In making this movie, director Oliver Stone had his pick of supposed or real investigative flaws to draw from and has constructed what some reviewers felt was one of the most compelling (and controversial) political detective thrillers ever to emerge from American cinema. Long before filming was completed, Stone was fending off heated accusations of artistic and historical irresponsibility, and these only intensified after the film was released. In the story, New Orleans District Attorney Jim Garrison (Kevin Costner) is convinced that there are some big flaws in the investigation of Oswald (Gary Oldman), and he sets out to recreate the events leading up to the assassination. Along the way, he stumbles across evidence that a great many people had reason to want to see the president killed, and he is convinced that some of them worked in concert to frame Oswald as the killer. Among the suspects are Lyndon Baines Johnson (the next president), the CIA, J. Edgar Hoover, and the Mafia. Over the course of gathering what he believes to be evidence of a conspiracy, Garrison unveils some of the grittier aspects of New Orleans society, focusing on the shady activities of local businessman Clay Shaw (Tommy Lee Jones). Garrison's investigations culminate in his conducting a show trial that he knows he will lose and which he is sure will ruin his career in order to get his evidence into the public record where it can't be buried again. This movie won two of the many Academy Awards for which it was nominated: one for Best Photography (Robert Richardson) and the other for Editing (Joe Hutshing).
CREDITS:
TM & © Warner Bros. (1991)
Cast: Kevin Costner, Jay O. Sanders, John Connally, Nellie Connally, Jacqueline Kennedy, John F. Kennedy
Director: Oliver Stone
Producers: A. Kitman Ho, Arnon Milchan, Joseph P. Reidy, Oliver Stone, Clayton Townsend Screenwriters: Oliver Stone, Zachary Sklar, Jim Garrison, Jim Marrs

siehe auch:
- Kennedy-Attentat (Verschwörungen-Wiki)
- Verschwörungstheorien: Das Attentat auf US Präsident John F. Kennedy – WER ERSCHOSS JOHN F. KENNEDY WIRKLICH? (Deutsches Institut für Parapsychologie, undatiert)
Die Rede, die Kennedy das Leben kostete? – Mythos und Wirklichkeit (Markus Kompa, Telepolis, 28.02.2019)
- Das Volk ./. Lee Harvey Oswald (Markus Kompa, Telepolis, 26.10.2017)
- JFK-Attentat (4): Das Geheimnis des Grassy Knoll (SPON, 15.11.2013)

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 HauptartikelAttentat auf John F. Kennedy
Am 22. November 1963 wurde US-Präsident John F. Kennedy unterwegs vom Flughafen in die Innenstadt an der Dealey Plaza erschossen. Offiziellen Angaben zufolge wurde der tödliche Schuss aus dem Texas School Book Depository durch Lee Harvey Oswaldabgegeben. Mehrere Zeugen meinten, von einem als Grassy Knoll bekannt gewordenen Hügel im Nordwesten der Plaza ebenfalls Schüsse gehört zu haben. [Dealey Plaza, Attentat auf John F. Kennedy, Wikipedia, abgerufen am 27.10.2017]
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- Die Ermordung von John F. Kennedy – Ungereimtheiten (Post, 27.10.2017)
- DAS KENNEDY-ATTENTAT – Das Ende der Verschwörungstheorien (Ulf von Rauhhaupt, FAZ.net, 21.11.2013)
- JFK-Attentat: Das ballistische Jahrhunderträtsel (Peter Huber, die Presse, 18.11.2013)
- ATTENTAT AUF KENNEDY – Wie starb JFK wirklich? Fünf Mythen im Faktencheck (Alain Posener, N24, 18.11.2013)
- 50. Jahrestag: Die Waffe CARCANO 91/38 und das John F. Kennedy-Attentat (all4Schooters, Verfasser und Datum unbekannt)

Dienstag, 24. Oktober 2017

Volle Zensur, jetzt offiziell – und für die ganze EU

Am 1. Oktober 2017 trat ein neues Gesetz zur Einführung der staatlichen Zensur auf Social-Media-Plattformen in Kraft. Das neue Gesetz sieht vor, dass Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter und YouTube ihre Nutzer im Auftrag des Deutschen Staates zensieren müssen. Social Media Unternehmen sind verpflichtet, alle Online- „Straftatbestände“ wie Verleumdung, üble Nachrede, Verleumdung, Diffamierung oder Anstiftung innerhalb von 24 Stunden nach Erhalt einer Benutzerbeschwerde zu löschen oder zu blockieren – unabhängig davon, ob der Inhalt korrekt ist oder nicht. Social-Media-Unternehmen erhalten sieben Tage für kompliziertere Fälle. Wenn sie dies versäumen, kann die Bundesregierung Strafzahlungen in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro verhängen.

Diese staatliche Zensur unterwirft die freie Meinungsäußerung den willkürlichen Entscheidungen von Unternehmenseinheiten, die wahrscheinlich eher mehr als absolut notwendig zensieren, statt eine erdrückende Geldstrafe zu riskieren. Wenn Mitarbeiter von Social-Media-Unternehmen als private Gedankenpolizei des Staates eingesetzt werden und die Macht erhalten, den gegenwärtigen politischen und kulturellen Diskurs durch die Entscheidung darüber, wer reden darf und was er sagen darf und wer gesperrt wird, mitzugestalten, wird die freie Meinungsäußerung zu einem Märchen. Oder ist das vielleicht der springende Punkt?

Inzwischen hat das Landgericht München kürzlich einen deutschen Journalisten, Michael Stürzenberger, zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt, weil er auf seiner Facebook-Seite ein historisches Foto des Großmufti von Jerusalem, Haj Amin al-Husseini, gepostet hat, der 1941 in Berlin einem hohen Nazi-Beamten die Hand geschüttelt hatte. Die Staatsanwaltschaft warf Stürzenberger vor, mit der Veröffentlichung des Fotos „den Hass auf den Islam fördern“ und „den Islam verunglimpfen“ zu wollen. Das Gericht befand Stürzenberger für schuldig, „die Propaganda verfassungsfeindlicher Organisationen verbreitet zu haben“. Während die gegenseitige Bewunderung, die einst zwischen al-Husseini und deutschen Nazis bestand, eine unbestrittene historische Tatsache ist, wird nun offensichtlich Geschichte von deutschen Gerichten neu geschrieben. Stürzenberger hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.

mehr:
- Deutschland erweckt fatale Traditionen wieder: Volle Zensur, jetzt offiziell – und für die ganze EU (Judith Bergmann, Philosophia perennis, 24.10.2017)
siehe auch:
- Islam-Kritiker Stürzenberger freigesprochen: Bezeichnung „Islam ist faschistische Ideologie“ von Meinungsfreiheit gedeckt (08.12.2017)
- Die Verurteilung des PI-News-Autors Michael Stürzenberger: Der Münchner und der Mufti (Marcus Latton, jungle.world, 31.08.2017)
Und wieder grüßt der Großmufti (Henryk M. Broder, Achgut, 29.08.2017)
- Die Wolfsschanze und der Terror (Vera Lengsfeld, ihr Seite, 19.08.2017)
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Montag, 23. Oktober 2017

„Radikale Umverteilung stärkt die Nachfrage“

Interview Silke van Dyk forscht zur Postwachstumsökonomie und hält Verzicht für keine Systemalternative

Studierende und Besserverdienende mögen die Zeit haben, sich in Repair-Cafés und solidarischen Gartenprojekten für eine Welt ohne Wachstumszwang und Umweltzerstörung zu engagieren. Wie aber soll das eine alleinerziehende Kassiererin schaffen?

Ist die Postwachstumsbewegung nicht nur ein elitäres Projekt? Ist sie blind für die soziale Frage? Und was hat der Rechtspopulismus mit dem Wachstumszwang zu tun? Solchen Fragen gehen die Soziologin Silke van Dyk und ihr Kollegium am Forschungskolleg Postwachstumsgesellschaften der Universität Jena nach, das als führende Denkfabrik der Wachstumskritik gilt.

mehr:
- „Radikale Umverteilung stärkt die Nachfrage“ (Jonas Weyrosta, der Freitag 39/2017)

Die soziale Frage in der (Post-)Wachstumsökonomie {1:09:03}

Veröffentlicht am 20.11.2015
BoellSachsen
Vortrag von Prof. Dr. Silke van Dyk am 11.11.2015

Ungleichheit: Jedes fünfte Kind in Deutschland lebt dauerhaft in Armut

Nur für das Notwendigste ist Geld da: 20 Prozent aller Kinder in Deutschland leben laut einer neuen Studie länger als fünf Jahre in Armut.

Mehr als jedes fünfte Kind in Deutschland lebt laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung länger als fünf Jahre in armen Verhältnissen. Für zusätzlich zehn Prozent der Kinder ist Armut zumindest ein zwischenzeitliches Phänomen. "Kinderarmut ist in Deutschland ein Dauerzustand. Wer einmal arm ist, bleibt lange arm. Zu wenige Familien können sich aus Armut befreien", sagt Stiftungsvorstand Jörg Dräger.

Als armutsgefährdet gelten Kinder, die in einem Haushalt leben, der über weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommens verfügen kann oder vom Staat eine Grundsicherung erhält. Für die Studie haben die Forscher erstmals untersucht, wie undurchlässig die sozialen Milieus für Kinder sind. Die Forscher werteten Daten für 3.180 Kinder über einen Zeitraum von fünf Jahren aus und konnten so nachvollziehen, wie sich die Einkommenssituation in deren Haushalten in dieser Zeit änderte.

"Die zukünftige Sozialpolitik muss die Vererbung von Armut durchbrechen. Kinder können sich nicht selbst aus der Armut befreien. Sie haben deshalb ein Anrecht auf Existenzsicherung, die ihnen faire Chancen und gutes Aufwachsen ermöglicht", sagt Dräger. Daher solle die Politik Kinder nicht wie kleine Erwachsene behandeln, sondern die bisherigen familienpolitischen Leistungen neu bündeln und unbürokratisch helfen.

mehr:
- Ungleichheit: Jedes fünfte Kind in Deutschland lebt dauerhaft in Armut (ZON, 23.10.2017)

Political correctness – Elitenversagen – Fake News – Rechtsruck – Autonomiebestrebungen

Noch ging es bei den Volksbefragungen in der Lombardei und Venetien um nicht viel. Dennoch zeigt sich in den Ergebnissen ein tiefes Misstrauen gegen den Süden Italiens.

Nein, weder in Mailand noch in Venedig wird die von der Regierung in Rom kommandierte Polizei anrücken, um nach dem Autonomiereferendum der beiden Regionen Lombardei und Venetien die Macht des Zentralstaats zu bekräftigen. Das Ergebnis – Ja zur Autonomie – ist eindeutig, die Beteiligung des Wahlvolks war überraschend hoch, doch niemanden versetzt das in Aufregung.

Italien ist eben nicht Spanien, Venetien und die Lombardei sind nicht Katalonien. Weder reisten Kamerateams aus der ganzen Welt an, um die Stimmungen der Bevölkerung und die (schier nicht existierende) Krise zwischen Nationalstaat und Regionalregierungen einzufangen, noch sind die Parlamente in Rom oder den Regionshauptstädten zu Sondersitzungen einberufen.

Warum auch? Nicht um Volksabstimmungen, sondern um Volksbefragungen handelte es sich bei den beiden Referenden, und sie waren vom Verfassungsgericht in Rom genehmigt. Ganz höflich baten die beiden Regierungen ihre Bürger, ihnen den Auftrag zur Verhandlung mit der Zentralregierung in Rom über erweiterte Autonomierechte zu erteilen, bei der Kultur-, der Schul- oder der Arbeitsmarktpolitik. Solche Verhandlungen sieht Italiens Verfassung sowieso vor, ganz ohne Bürgerbefragung. Es reicht ein Brief des Regionspräsidenten an die Regierung in Rom.

mehr:
- Italien: Ein bisschen Katalonien spielen (Michael Braun, ZON, 23.10.2017)

siehe auch:
- Telepolis-Salon im November: Separatisten oder die Sehnsucht, unter sich zu sein (Peter Mühlbauer, Telepolis, 26.10.2017)
aktualisiert am 27.10.2017

Sonntag, 22. Oktober 2017

Gastbeitrag: Was ist in Myanmar los? Über die wahren Hintergründe werden wir massiv getäuscht

Schon seit einigen Jahren - seit Ende August 2017 nun massiv - berichten Nachrichten-Medien eindringlich und dramatisch über die gewaltsame Vertreibung der moslemischen Minderheit der Rohingya aus der burmesischen Grenzprovinz Rakhine (auch Arakan genannt) durch die Armee Myanmars (Burmas). Fast immer wird dabei betont, dass auch Teile der buddhistischen Bevölkerung sowie buddhistische Mönche sich daran in Wort und Tat beteiligen. Dass die Buddhisten dieser Region jedoch vor den Angriffen der islamischen Terrororganisation „Arakan Rohingya Salvation Army (ARSA) in die andere Richtung fliehen, wird hierbei nicht erwähnt. Besonders scharf wird inzwischen die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wegen ihres (angeblichen) Schweigens zu den Vorgängen angeprangert und bereits die Aberkennung ihres Nobelpreises gefordert. (Gegenüber dem Friedensnobelpreisträger und US-Präsidenten Barack Obama, der während seiner gesamten 8-jährigen Amtszeit ständig mehrere Kriege führte, eine Vielzahl von Menschen durch ferngelenkte Drohnen töten und das Folterlager Guantanamo, entgegen seinem Wahlversprechen, weiter bestehen ließ, wurde diese Forderung nie erhoben!) 

Ohne Zweifel gibt es in Burma (und in anderen asiatischen Ländern) auf buddhistischer Seite seit einigen Jahren einige inzwischen sehr einflussreich gewordene Mönche, die eine unakzeptable, hasserfüllte rassistische Hetze und pauschale Demagogie gegen sämtliche Moslems betreiben. (Solche Leute haben wir aber auch massenhaft in Deutschland, auch unter Christen und leider auch unter Buddhisten und sogar im Dachverband, der DBU. Wir schauen aber geflissentlich weg). Dass die Mehrheit der burmesischen Bevölkerung und die Mehrheit des burmesischen Mönch- und Nonnen-Sangha dem aber nicht folgen, dass sich die nationale Sangha-Leitung und eine Vielzahl von prominenten Mönchen, Dhamma- und Vipassana-Lehrern davon ausdrücklich distanziert haben, wird in der weltweiten Berichterstattung und insbesondere im Westen mit keinem Wort erwähnt. Auch in unseren Medien herrscht so pauschale einseitige Verurteilung. Ja, es muss gesagt werden, dass die Vorgänge in Myanmar und Bangladesh in den westlichen und insb. deutschen Medien auf eine geradezu extrem einseitige, verfälschende und den Buddhismus pauschal diffamierende Weise dargestellt werden. 

Während es in der westlichen Welt seit 20 Jahren ständig zu schlimmsten mörderischen Terrorangriffen gegen unschuldige Menschen durch islamistische Fundamentalisten kommt und die Medien seit dem 11.9.2001, was Religion betrifft, nur noch das Thema Islam, Islam, Islam kennen und hier seither pausenlos über die Integrierbarkeit des Islam in die aufgeklärte westliche Kultur und Gesellschaft gestritten wird, wird eine Auseinandersetzung über genau dieselbe Problematik den buddhistischen Ländern und Menschen Asiens nicht zugestanden und nun ein ausgesprochen scheinheiliger Betroffenheits- und Solidaritäts-Medienhype gegenüber den sehr, sehr weit entfernten Flüchtlingen zelebriert. Zugleich ertrinken täglich vor den Mittelmeerküsten Europas Hunderte bis Tausende Flüchtlinge, vegetieren Millionen Syrer und Iraker in türkischen, arabischen und afrikanischen Flüchtlingslagern vor sich hin, Menschen in großer Not, die Europa nicht haben will. Und „Abschiebung“ ist längst zum liebsten Wort vieler Deutscher geworden. Was für eine schamlose Doppelmoral.

Auch ist nichts davon zu hören, dass die seit Jahren zunehmenden Spannungen zwischen Moslems und Buddhisten in ganz Asien mit der barbarischen Zerstörung der einzigartigen historischen Buddhafiguren, Mönchshöhlen und Wandmalereien von Bamiyan in Afghanistan und von Tausenden „griechischen“ Buddhafiguren im Nationalmuseum von Kabul durch die (von Saudi-Arabien finanzierten und gesteuerten) Taliban begonnen haben. Auch nichts davon, dass Al Quida schon seit Jahren terroristische Aktivitäten in Burma und anderen buddhistischen Ländern plant, dass in zahlreichen islamischen Ländern Asiens seit langem fanatische und hasserfüllte Demonstration mit dem Verbrennen von Bildern und Fahnen gegen Burma, Aung San Suu Kyu und den Buddhismus stattfinden. Auch nichts davon, dass die Minderheit der ca. 1 Million Theravada-Buddhisten in Bangladesh (wohl die älteste buddhistische Sangha der Welt) schon seit der Unabhängigkeit des Landes aufs schwerste unter der Diskriminierung, Verfolgung und Vertreibung durch die moslemische Mehrheit und Regierung zu leiden hat und vor ihrer Auslöschung steht. Siehe dazu: www.buddhanetz.org (Aktuelles) und http://paritosh-chakma.blogspot.de/2012/10/the-buddhist-world-erupted-in-protests.html

Die Hintergründe und Ursachen für die derzeitige, zweifelslos furchtbare und für Praktizierende der Lehre des Buddha nicht zu rechtfertigende, antimuslimische Propaganda und Hetze mit zahlreichen schlimmen Gewaltereignissen von buddhistischer Seite gegenüber Menschen anderer Ethnie und Religion habe ich versucht, bereits vor ein paar Jahren in einem Aufsatz unter dem Titel „Burma im Zwiespalt - zwischen Demokratie und Nationalismus“ aufzuzeigen. Er wurde im September 2013 in der Zeitschrift „Ursache und Wirkung“ abgedruckt und ist auch auf meiner Internet-Homepage zu finden: http://www.buddhanetz.org/aktuell/zwiespalt.pdf Ebenso hier im Anhang.

Dass die Probleme und Ereignisse jedoch weit komplexer und weniger einseitig verursacht sind, sollen nachfolgend nochmal drei, für ihre Unparteilichkeit (was Islam und Buddhismus betrifft) verlässliche Quellen zeigen. Hier ein aktuelles Radiointerview des Deutschlandfunks mit dem Asienexperten und evangelischen Theologen Hans Bernd Zöllner aus Hamburg (er lebt seit vielen Jahren in Burma). „Die Buddhisten haben Angst, von Muslimen verdrängt zu werden"  http://www.deutschlandfunk.de/myanmar-buddhisten-haben-angst-von-muslimen-verdraengt-zu.886.de.html?dram:article_id=395675

Zum anderen zwei Beiträge des Völkerkundlers und Journalisten Peter Mühlbauer vom 9.9.2017 aus der seit Jahren von Vielen für ihre gründlich recherchierten Hintergrundberichte sehr geschätzten Nachrichten-Plattform Telepolis (Heise-Verlag) mit dem Titel: „Aung San Suu Kyi kritisiert ‚Fake News‘ über Konflikt in Rakhine“ 
https://www.heise.de/tp/features/Aung-San-Suu-Kyi-kritisiert-Fake-News-ueber-Konflikt-in-Rakhine-3825685.html 

Der Beitrag zeigt auf, wie sehr hinter diesen Unruhen – wie in so vielen anderen Fällen, die mit dem Islam zu tun haben – die weltweiten Machenschaften des radikalfundamentalistischen (wahabitischen) Islamismus Saudi-Arabiens zu finden sind und wie hierbei mit erfundenen und gefälschten Bildern und Nachrichten (fake news) weltweit Hass und Hetze gegen Buddhisten und Burmesen geschürt wird. Des weiteren der Beitrag: „Wird-Rakhine-der-neue-Kosovo“, der aufzeigt, wie in den Vorgängen in Myanmar eine Strategie wiederzuerkennen ist, die bereits in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das einstige Jugoslawien in seiner staatlichen Einheit zerstörte und viele Tausende Tote kostete (auch hier zog vor allem Saudi-Arabien die Fäden): 
https://www.heise.de/tp/features/Wird-Rakhine-der-neue-Kosovo-3827286.html 

Aber da gibt es noch weitere, sehr gut verstecke, bzw. verschwiegene Strippenzieher im Hintergrund. Der obigen Beitrag nennt den weltweit reichsten und gewissenlosesten US-Börsen-Spekulanten George Soros. Er ist aber nur eine Seite davon. Tatsächlich geht es bei dem ganzen Geschehen um den großen Konkurrenzkampf oder ökonomischen Krieg, der schon lange das globale Weltgeschehen am stärksten prägt, nämlich den Kampf zwischen den USA und China um den Zugriff auf die derzeit wichtigsten Rohstoffe und Energieträger: Erdöl und Erdgas. Eben diese beiden „Bodenschätze“ sind seit über 100 Jahren die wichtigsten und fatalsten Ursachen fast aller Kriege und Weltkriege. Und von Erdöl und Erdgas (und anderen Kohlenwasserstoffen) hat Burma vor seinen Küsten sehr viel, bisher kaum ausgebeutet (und das in Zeiten, wo beides zu Ende geht). Und so hat China in genau jener Region, um die es derzeit geht, bereits mächtig investiert und Pipelines nach China verlegen lassen, um diese Schätze auszubeuten. Mit diesen kann China auch seinen Öltransport aus den arabischen Ländern nach China um ein Vielfaches an Entfernung verkürzen. Und schließlich soll bei der Stadt Kyaukphyu – exakt der Hauptstadt des Rakhine-Gebietes – die mächtigste industrielle Sonderzone Myanmars, ja, eine der bedeutendsten ganz Südostasiens entstehen. Siehe Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Kyaukpyu 

Dasselbe Zugriffs-Interesse auf diese Reichtümer haben aber auch mächtige US-amerikanische Energie-Konzerne und Investoren wie z.B. George Soros (möglicherweise auch Saudi-Arabien dessen Ölreichtum zu Ende geht). Soros ist die Person, die schon seit vielen Jahren von der Verfolgung der Rohingya in Burma spricht und seit langer Zeit großes Interesse an „Veränderungen in Burma“ bekundet. Von ihm stammt auch der in diesem Zusammenhang inzwischen stereotyp wiederholte Satz, dass es sich bei den Rohingya um „die am meisten verfolgte Minderheit der Welt“ handele (was eine krasse Blindheit darstellt), Vor kurzem sprach er sogar vom „Holocaust“ an den Rohingya. Und Soros ist einer der mächtigsten Medienmogule und Meinungsmacher der westlichen Welt. Der folgende Beitrag aus der Internet-Tageszeitung „International Tech Times“ deckt diese letztlich wichtigsten Hintergründe der Sache klar auf. 
http://www.epochtimes.de/china/rohingyia-myanmar-soros-erdgas-und-china-soros-erdgas-und-china-das-verbirgt-sich-hinter-der-krise-in-myanmar-a2212852.html

Über all das hinaus werden die Vorgänge in Myanmar nun aber auch von interessierter Seite in Deutschland gezielt dazu benutzt, um den Buddhismus pauschal auf grobe Weise zu diffamieren. Hierbei tut sich schon seit Jahren der Berliner Religionswissenschaftler Hartmut Zinser, Professor am Institut für Religionswissenschaft der Freien Universität Berlin besonders hervor. Ihm (wie auch dem Münchner evangelischen Theologie-Professor Friedrich Wilhelm Graf) dienen die Ereignisse dazu, seine (ihre) schon lange verbreiteten Aussagen glaubhaft zu machen, dass sich der Buddhismus Asiens in nichts von der blutigen Gewaltgeschichte des Christentums unterscheide. (Wohl wissend, dass es dort nie gewalttätige Missionierung gab, nie Kreuzzüge gegen andere Religionen, nie grausame Ketzerverfolgung, Folter und Hexenverbrennung, nie einen buddhistischen Kolonialismus und nie einen gewaltsamen Widerstand oder gar Krieg gegen die Vertreibung und Vernichtung des Buddhismus aus Indien, Zentralasien, Indonesien usw.). 

In einer Sendung des Deutschlandfunks vom 17.6.2015 mit dem Titel: Rohingya in Deutschland, Die muslimische Minderheit aus Myanmar vernetzt sich“ heißt es: „Buddhismus und Gewalt – ist das nicht eigentlich ein Widerspruch?“ Der Religionswissenschaftler Hartmut Zinser: "Wenn man in Europa den Buddhismus als besonders friedfertig ansieht, dann macht man sich ein Wunschbild. Zwar sind die Lehren von Buddha friedfertig und er predigt Gewaltlosigkeit, aber der Buddhismus hat eine zweieinhalbtausendjährige Geschichte, die genauso von Blut und Schwert und Tränen gekennzeichnet ist wie das Christentum." In seinem kürzlich veröffentlichten Buch "Religion und Krieg" beschreibt Zinser wie Buddhisten die Anwendung von Gewalt  rechtfertigen: "Nach dem Buddhismus gibt es ja eigentlich kein Ich. Wenn es das Ich nicht gibt, weil es eine Illusion ist von Wahrnehmungsinstanzen, dann kann man es auch nicht töten. Das ist dann so, wie wenn Sie ein Spiegelbild erschlagen: Da erschlagen Sie auch das Nichts, und folglich sind Sie nicht an einer Sünde oder an einem Verbrechen beteiligt. Eine weitere Strategie ist, wenn man die Buddha-Weihe erhält, werden alle vergangenen Verbrechen gelöscht. Also holt man sich jährlich die Buddha-Weihe als Krieger. Da werden noch andere Sachen eingesetzt: die nationale Gemeinschaftsbildung. Aber die ist eben buddhistisch und da hat jemand anderes nichts zu suchen.“ http://www.deutschlandfunk.de/rohingya-in-deutschland-die-muslimische-minderheit-aus.886.de.html?dram:article_id=323374

Das ist eine geradezu unfassbar demagogische Verfälschung  der zentralen Lehre des Buddha von Nichtich (anatta) und Leerheit (sunyata), welche nicht eine Grundlage für das Recht auf Töten sondern für die Erfahrung von grenzenloser Verbundenheit und liebendem Mitgefühl mit allen empfindenden Wesen ist. Das zentrale ethische Grundprinzip des Buddha, das hier wie für die Vorgänge in Asien gilt, unterschlägt Zinser darum auch vorsätzlich (wie kann eine solche Person Prof. für Religionswissenschaft an einer der bedeutendsten Universitäten Deutschland sein?) 

Hier zur Erinnerung: Der erste Satz der pañca sila heißt: Pānātipata veramanī sikkhāpadam samādiyāmi – „Kein lebendes Wesen zu töten oder zu verletzen, diese Übungsregel nehme ich auf mich.“

Hören wir damit auf, uns von bestimmten unheilsamen Interessen so massiv täuschen und diffamieren zu lassen.

siehe auch:
- Myanmar: "Buddhisten haben Angst, von Muslimen verdrängt zu werden" (Hans Bernd Zöllner im Gespräch mit Monika Dittrich, Deutschlandfunk, 30.09.2017)
- Aung San Suu Kyi kritisiert "Fake News" über Konflikt in Rakhine (Peter Mühlbauer, Telepolis, 09.09.2017)
- Wird Rakhine der neue Kosovo? (Peter Mühlbauer, Telepolis, 12.09.2017)
- Soros, Erdgas und China: Das verbirgt sich hinter der Krise in Myanmar (Epoch Times, 10.09.2017)
- Burma im Zwiespalt – Zwischen Demokratie und Nationalismus (Franz-Johannes Litsch, Engagierter Buddhismus, September 2013, PDF)

Franz Johannes Litsch

Gastbeitrag: Tierschutz und Agrarlobby

Ein übermäßig großes Netzwerk der Agrarlobby beeinflusst und steuert seit vielen Jahren die deutsche Landwirtschaft und ist somit auch für die aktuell herrschenden Zustände in der sogenannten Nutztierhaltung mitverantwortlich. Dies führt dazu, dass Personen, die maßgeblich die Gesetze verändern könnten, daran überhaupt kein Interesse haben. Sie scheinen weder daran interessiert zu sein, wie es den Tieren aktuell geht, noch wie man Bedingungen verbessern könnte, so dass Tiere weniger leiden müssten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sie neben ihrer Rolle als Lobbyistinnen und Lobbyisten selbst Akteurinnen und Akteure der Landwirtschaft sind und von der Massentierhaltung profitieren. Bei allen diesen Verstrickungen und persönlichen Interessen der Agrarlobby und des Deutschen Bauernverbands wird deutlich, dass hier niemand den Tieren wirklich nachhaltig helfen will oder wird (vergl. Newsletter Dt. Tierschutzbüro, 24.9.17).
Hieran zeigt sich im besonderen Maße, dass Menschen, die Massentierhaltung unterstützen tendenziell entweder uninformiert sind oder daran verdienen. Beides ist leider sehr häufig.

Lesen Sie hier mehr über das Thema und erhalten Sie Einblick in die Verstrickungen der deutschen Agrar-Lobby.
Lobbyismus auf Kosten der Tiere

 Lobbyismus auf Kosten der Tiere

Selbstredend hält sich dieses System mit Unterstützung der Konsumentinnen und Konsumenten am Leben. Denn es gibt eine Vielzahl derjenigen, denen der eigene kurzzeitige Gaumenkitzel wichtiger ist, als ein leidendes Lebewesen. Der Großteil der Bevölkerung ist auf Tierkonsum sozialisiert und meint, darauf nicht verzichten zu können (Vergl. Dr. Melanie Joy, Beyond Carnism, 2016, www.vebu.de - ProVeg International).
Was dies für das Leben und Sterben von Tieren bedeutet, wird dabei gekonnt ausgeblendet und Menschen, die sich für Tiere einsetzen werden noch zu oft in die Schublade der nervigen Missionar_innen einsortiert. Es geht darum, Gedankengebäude bezüglich unserer Einstellung zu Tieren zu hinterfragen.

Alles getreu dem Motto:

Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen,
müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.

Die folgenden Videos und Links habe ich selbst hinzugefügt:
Die Macht des Lobbyismus {8:31}

Veröffentlicht am 02.12.2015
MrWissen2go
Politik wird von Politikern gemacht, das ist klar. Oft mischen aber auch Interessengruppen oder Einzelpersonen mit, die Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen wollen. Aber wie machen sie das? Und vor allem: Ist das überhaupt erlaubt?
Mehr zum Thema "Lobbyismus" erfahrt ihr auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung - http://www.bpb.de/dialog/netzdebatte/...
Die Homepage der Organisation "Lobbycontrol" - https://www.lobbycontrol.de
Hier https://www.bundestag.de/dokumente/lo... und hier http://docs.dpaq.de/10031-gesamtliste... findet ihr seit neuestem Listen der im Bundestag registrierten Lobbyisten
Das "Transparenzregister" der EU - http://ec.europa.eu/transparencyregis...
Mit freundlicher Unterstützung der Joachim Herz Stiftung - http://www.joachim-herz-stiftung.de
Das Video spiegelt nicht unbedingt die Meinung der Joachim Herz Stiftung wider.
Produzent: UFA GmbH/ MESH COLLECTIVE - http://ufa.de und http://meshcollective.de
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Alle in diesem verwendeten Videos, Fotos, Grafiken und sonstige Bilder habe ich über die Google-Bildersuche für lizenzfreies Bildmaterial gefunden. Sie sind zur Wiederverwendung freigegeben. Sollte dir auffallen, dass eine Kennzeichnung falsch und ein Foto/ eine Grafik/ ein Bild doch nicht lizenzfrei ist, melde dich bitte umgehend bei mir, damit ich mich um die Klärung der Rechte kümmern kann.
Thumbnail-Designer: David Weber.

USA - Die gekaufte Demokratie? ZDFzoom {43:59}

Veröffentlicht am 04.11.2016 
K. Willems

Erwin Pelzig - Die Wahrheit der Lobbyisten | 01.10.2013 Neues aus der Anstalt {6:40}

Veröffentlicht am 02.10.2013 
Der Wahrheitsgehalt
Wie funktioniert eigentlich Meinungsmache so dass es die Manipulierten gar nicht merken? Ganze Industriezweige haben sich dieser Frage gewidmet und wie gut sie ihr Werk verstehen das erläutert Erwin Pelzig. Die Bankenkrise wird zur Länderfinanzkrise und Schuld sind nicht mehr skrupellose Banker die auf alles Wetten abschließen und Märkte stürzen sondern die faulen Südländer, auch Parteien (AfD) wissen dieses schamlos auszunutzen. Die wollen ja schließlich, auf die alten Tage, auch noch was vom Kuchen der Macht und Politikerpensionen abbekommen. Die Inszenierungen von Ereignissen (strategisches Themen-Setting) um die eigene Stellung voranzubringen ist bei den PR-Firmen angekommen, und die Nachrichtenagenturen sind ein dankbarer Abnehmer. Aber wo bleibt die Wahrheit?

siehe auch:
- USA - Die gekaufte Demokratie? – Trump die Alternative? (Post, 03.11.2016)
- Ist die Psychopharmakologie verrückt geworden? – Kapitalismus-infizierte Wissenschaft (Post, 31.01.2016)

Sowas macht eine moderne Frau nicht!

Eine Diskussion darüber, ob eine Frau ihrem Mann Essen für den Arbeitstag mitgeben sollte, zeigt, wieso der Feminismus immer öfter auf Ablehnung stößt. Statt für freie Wahl zu streiten, gibt es Verhaltensvorschriften

Blick zurück - von Henkelmännern und Bentoboxen


Für viele Menschen dürfte der Begriff "Henkelmann" fremd klingen, vielleicht sogar unbekannt. Als "Henkelmann" wird ein Metallbehälter bezeichnet, der mit warmem Essen gefüllt und ähnlich wie ein Weckglas verschlossen wurde, so dass das darin transportierte Essen möglichst für eine lange Zeit warm blieb. Ein solcher Henkelmann wurde den größtenteils männlichen arbeitenden Menschen mitgegeben, so dass sie während der Arbeitszeit eine warme Mahlzeit in der Mittagspause zu sich nehmen konnten. Eine Praxis, die zu der Zeit, als Kantinen und Imbissbuden sowie Geschäfte, die Essen zum Mitnehmen ("to go") anbieten, spärlich gesät bis nicht vorhanden waren, gängig war.

Nicht nur der Henkelmann war selbstverständlich, auch die Brotdose (heute Lunchbox genannt) war es, später diente die Thermoskanne nicht nur zum Transport von Kaffee oder Tee, auch Brühe oder kleingeschnittene Spaghetti in Tomaten- oder Tomatenhackfleischsauce, pürierte Suppen oder auch Hackbällchen in Sauce finden ihren Platz darin. Wurde das Brot, das in der Brotdose war, nicht aufgegessen, landete es oft im Viehfuttertrog. In Niedersachsen, wo einer von uns aufwuchs (Bettina), wurde dies "Hasenbrot" genannt, weil es den Hasen gegeben wurde.

Auch den Kindern wurden gefüllte Brotdosen zur Schule mitgegeben, eine Praxis, die in Japan noch heute gängig ist, wo die Bentodosen heutzutage auch bereits fertig gefüllt erworben werden können, von vielen Japanern aber auch noch selbst bestückt werden, gerade auch für Kinder. Diverse Gerätschaften dienen dazu, die enthaltenen Gerichte für die Kinder attraktiv zu gestalten und ihnen so nicht nur Nahrung, sondern auch das Gefühl, die Eltern (meist die Mutter) hätten sich Mühe gegeben und mit Liebe die Box bestückt, zu geben. Reisbällchen werden zu Pandagesichtern geformt, Eier in Herz-, Stern- oder Bärenform gebracht, kleine Würstchen verwandeln sich in Tintenfische und aus Möhren und Rettichstücken werden kleine Kunstwerke. Chara-Ben, wie diese Art der Nahrungsgestaltung genannt wird, ist nicht nur in Japan ein nicht unumstrittener Trend geworden.

mehr:
- Wenn überzogener Feminismus ins Gegenteil umschlägt ( Alexander und Bettina Hammer , Telepolis, 21.10.2017)
Der Kommentar, der mir am besten gefallen hat:
- 10% der Frauen hassen Männer = 90% tun dies nicht (Sideshow-Bob, 22.10.2017)

Samstag, 21. Oktober 2017

Für Zivilcourage muß man bezahlen, auch heute noch

Colin Kaepernick war der erste US-Footballstar, der gegen Rassendiskriminierung protestierte und von Donald Trump beschimpft wurde. Jetzt findet er kein Team mehr. 

Für die Green Bay Packers ist der vergangene Sonntag nicht gut gelaufen. Die Niederlage bei den Minnsesota Vikings war schon die zweite in dieser Saison. Als noch schlimmer aber stellte sich die Verletzung des Quarterbacks Aaron Rodgers heraus. Der Superstar brach sich das Schlüsselbein, die Saison ist für ihn gelaufen und der Verein kann sie eigentlich auch vergessen. Ohne einen guten Quarterback ist in der NFL nichts zu holen, entsprechend hysterisch ist die Gemengelage im footballverrückten Green Bay: Was tun? Wer springt für den heiligen Aaron ein? Wo in aller Welt soll plötzlich mitten in der Saison adäquater Ersatz herkommen? 

Eigentlich liegt die Antwort auf der Hand. Schließlich ist seit Monaten ein vertragsloser Spieler auf dem Markt, der seine Klasse längst nachgewiesen und zufälligerweise sogar in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin geboren wurde. Colin Kaepernick, 29 Jahre alt, der schon zwei NFL-Rekorde aufgestellt hat, wäre die perfekte Besetzung, da sind sich die unzähligen Experten und Analysten ausnahmsweise mal einig. Dumm nur, das Kaepernick in der NFL einfach nicht mehr zu vermitteln ist.
mehr:
- Colin Kaepernick : Der Verstoßene (Christoph Dach, ZON, 20.10.2017)
siehe auch:
- Olympia-Protest Zwei Fäuste, ein Skandal (Martin Krauß, SPON, 19.08.2008)

Salute (trailer) {2:35}

Veröffentlicht am 08.12.2009
DOXAFestival
DOXA Documentary Film Festival screening Salute on February 25, 2010 as part of DOXA's Motion Pictures series.
One of 2008's biggest documentary films is about to be unleashed onto screens Worldwide. SALUTE is a film by Matt Norman, the nephew of 200m Silver Medalist Peter Norman who was involved in one of the most powerful moments in Olympic history where Tommie Smith and John Carlos gave their Black Power Salute at the 1968 Mexico City Olympics. Being released through Paramount Pictures and Transmission films in Australia on the 24th of July 2008, and then around the world shortly after Salute promises to be a wake up to what's happening today especially with the 2008 Beijing Olympics just around the corner.
Production Company
Salute The Movie Pty Ltd - Matt Norman
The Actors Cafe Pty Ltd
www.theactorscafe.com
Writer: Matt Norman
Director: Matt Norman
Producer: Matt Norman
Paramount Pictures
Transmission Films
More about DOXA at http://doxafestival.ca and http://blog.doxafestival.ca

Ob man Kaepernick wünschen soll daß er einen Verein findet?
- Studie zu CTE – Football ist gefährlich! (Jürgen Schmieder, Süddeutsche Zeitung, 27.07.2017)
- AMERICAN FOOTBALL: Wenn vom Hirn nur noch ein Klumpen übrig bleibt (Christoph Cöln, N24, 30.01.2014)
- AMERICAN FOOTBALL: Die Schattenseite des amerikanischen Lieblingssports (Frank Siering, N24, 11.01.2013)

Colin Kaepernick Highlights {4:34}

Veröffentlicht am 23.12.2015
Qik Logic
These are highlights of Colin Kaepernick! All proper rights go to the 49ers, the NFL & its brodcasters. I do not own the music and footage used in this video. No copyright infringements intended. This video is for entertainment purposes only :)
Colin Kaepernick
Height 6'4 Position :Quarterback Weight Weight:230lbs
College: Nevada
NFL draft:2011/Round 2/Pick:36
NFC Champion (2012)
2x USA Today-Joe Team (2012,2013)
Humanitarian Bowl MVP (2008)
2x WAC Offensive Player of the Year (2008,2010)
WAC Freshman of the Year (2007)
Firemans Award (2007)
NFL records
181 rushing yards in a posteseason game by a quarterback
58 yards run by a quarterback in a postseason game
Holds numerous other records and achievements

Colin Kaepernick explains why he won't stand during National Anthem {18:23}

Veröffentlicht am 29.08.2016
KTVU
Raw Video - 49ers quarterback Colin Kaepernick explains why he is refusing to stand during the National Anthem.

Colin Kaepernick remains unsigned amid national anthem controversy {3:19}

Veröffentlicht am 25.09.2017
ABC News
The former San Francisco 49ers quarterback found himself back in the spotlight after President Trump, at a political rally, blasted NFL owners for allowing players to kneel during the national anthem.

Das Wagnis der politischen Entscheidung

Kommt das Aus für Glyphosat in der Landwirtschaft? Die EU muss bald entscheiden – der Streit spitzt sich zu.
Wer die Wahrheit hinter Glyphosat sucht, riskiert Verwirrung: "Wir vertreten die Bürger! Was sollen wir ihnen antworten, wenn wir hier so unterschiedliche Auffassungen hören?" Der EU-Abgeordnete Alojz Peterle war nicht allein mit seiner Ratlosigkeit. Letzte Woche saß der Slowene in einem Hearing, das die Ausschüsse für Landwirtschaft und Umwelt anberaumt hatten. Beide Parlamentsgremien wollten endlich Klarheit gewinnen: Ist das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat nun riskant für die Gesundheit oder nicht? Doch nach der Expertenbefragung fühlten sich viele Volksvertreter kaum klüger.

Die Kontroverse über Risiken und Nebenwirkungen des weltweit meistverkauften Herbizids spitzt sich kurz vor dem Entscheidungs-Showdown in Europa noch einmal zu. Am 25. Oktober wird der EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis die Regierungen erneut zusammenrufen. Dann sollen sie sich endlich über die Wiederzulassung des Wirkstoffs verständigen, denn die vorläufige Genehmigung läuft Ende des Jahres definitiv aus. Und eine Einigung ist nicht in Sicht.

mehr:
- Glyphosat: Ein Gift mit Zukunft ... (Christian Greve, ZON, 18.10.2017)
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siehe auch:
- Wird Dicamba (Monsanto) in Arkansas verboten? (Post, 01.10.2017 – mit weiteren Montanto-Links)

Die latente Kriminalität des einfachen Bürgers

Mit einer angeblichen Lebensmittelvergiftung auf Schadenersatz pochen, ist eine beliebte Masche bei britischen Touristen in Spanien. Nun hat die spanische Polizei rund 800 Hotelgäste ermittelt, die so versucht haben sollen, an Geld zu kommen. 

Die spanische Polizei hat rund 800 britische Touristen ermittelt, die nach einem Urlaub auf den Balearen mutmaßlich eine Lebensmittelvergiftung simulierten und damit Schadenersatz ergaunern wollten. Wie die Polizei mitteilt, liegt ihr eine Liste mit 77 Firmen vor, die sich offenbar auf diese Betrugsmasche spezialisiert haben und den Touristen ihre Dienste anbieten.
mehr:
- Betrugsmasche in Spanien: Rund 800 Briten simulierten Vergiftung (n-tv, 21.10.2017)

George Soros übergibt 18 Milliarden US-Dollar seiner Open-Society-Stiftung

Wo und wie will der Spekulant damit in die Politik eingreifen?
Eine der Personen, die von Rechten gerne in Verschwörungstheorien als dunkler Drahtzieher gesehen wird, ist der aus Ungarn stammende Milliardär George Soros. Er hatte bekanntlich den Grundstein seines Vermögens 1992 mit einer Wette auf den Fall britischen Pfunds gelegt und seitdem in die "Offene Gesellschaft" vor allem im Osten Europas investiert.

Die sogenannten bunten Revolutionen waren von seiner Stiftung mit finanziert. Er ist gegen George W. Bush und später für Hillary Clinton angetreten ("Dear Hillary" - Politik und Philanthropie in den Soros-Leaks), kritisierte die Deregulierung der Finanzmärkte, spielte mit seinem Geld eine wichtige Rolle in der Ukraine bei der Orangen Revolution und nach dem Sturz der Regierung durch die Maidan-Bewegung.

mehr:
- George Soros übergibt 18 Milliarden US-Dollar seiner Open-Society-Stiftung (Florian Rötzer, Telepolis, 18.10.2017)

siehe auch:
- USA: Die Superreichen sind wieder reicher geworden (Florian Rötzer, Telepolis, 18.10.2017)
- Westliche Dominanz – Die USA wollen Iran und Nordkorea in die Knie zwingen. (Jochen Mitschka, Rubikon, 20.10.2017)

Freitag, 20. Oktober 2017

Es wird nicht besser, wenn wir rechtes Denken wie die Pest behandeln

Buchmesse Wir stehen vor einem Kulturkampf. Er wird nicht zu gewinnen sein, wenn wir rechtes Denken wie die Pest behandeln 

Wie gehen wir mit der erstarkten Rechten um? Eine häufig gewählte Methode ist die verweigerte Auseinandersetzung: der Ausschluss. Den rechten Intellektuellen soll „kein Forum“ gegeben werden. Peinlich wird darauf geachtet, sie nicht „aufzuwerten“, ihr Denken nicht zu „normalisieren“. Dem gegenüber steht der liberale Anspruch, kontroverse Ansichten öffentlich zu diskutieren. Das wurde auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse exemplarisch klar. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Messeleitung bemühten gleich beide Strategien. Sie verteidigten die Präsenz rechter Verlage und inszenierten sich als Spitze des Protests gegen dieselben. Man wolle niemanden ausschließen, verkündete Buchmesse-Direktor Juergen Boos, sondern eine Plattform für Diskussionen bieten. Zur gleichen Zeit demonstrierte der Geschäftsführer des Börsenvereins vor dem Stand des rechten Antaios-Verlags und markierte ihn damit als demokratiegefährdend. Für entsprechende Aufklärung sollte ein schräg gegenüber platzierter Stand der Amadeu Antonio Stiftung sorgen, die gegen Rassismus und Rechtsextremismus arbeitet. 

Ein ungewöhnliches Verhalten für einen Gastgeber. Ethisch zweifelhaft noch dazu. Immerhin identifizieren sich Antaios-Verleger Götz Kubitschek und seine Frau Ellen Kositza mit Sophie Scholl und dem nationalkonservativen Widerstand gegen das Naziregime. Die in ihrem neurechten Milieu kursierenden Ideen haben vielerlei Quellen – auch viele antidemokratische. Ihre Dämonisierung als vermeintliche Hitler-Wiedergänger ist jedoch unredlich. Die Einladung der Amadeu Antonio Stiftung wirke auf ihn so, als habe man dem Verlag einen Exorzisten an die Seite stellen wollen, sagte Per Leo, Mitautor des Buchs Mit Rechten reden. Das sei „eine rein magische Beschwörung“, bei der sich die Rechten ins Fäustchen lachten. In der Tat: Auf diese Weise verschaffte man dem Kleinverlag eine Öffentlichkeit, von der dieser davor nur hatte träumen können. Der „Schachzug gegen Rechtsextreme“, wie die Aktion auf den Online-Seiten des Hessischen Rundfunks genannt wurde, setzte eher Börsenverein und Messeleitung selbst schachmatt. Deutliche Kritik ernteten sie aus der eigenen Branche.
mehr:
- Es ist nicht ansteckend (Thomas Wagner, der Freitag 42/2017)
Die einzige Art, gegen die Pest zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit. 
[Albert Camus, Die Pest]
siehe auch:
- FRANKFURTER BUCHMESSE - Meinungsfreiheit ist nicht nur ein Recht der Linken (Alexander Grau, Cicero, 21.10.2017)
- Sind Rechte dumm und haben Linke einen erhobenen Zeigefinger? (Florian Rötzer, Telepolis, 20.10.2017)
Rutsch ohne Erdrutsch (Franz Schandl, der Freitag 42/2017)
- Bundestagswahl-»Trance« 2017: Boxen gegen den hypnotischen Nebel der alternativlosen Beliebigkeit (Post 15.08.2017)
- Journalismus als Echokammer (Post, 30.03.2017)
- »Unwort des Jahres« – Die Lufthoheit über meinem Gehirn (Post, 14.06.2016)
- Denken ist gefährlich, wenn es aus dem Ruder läuft (Post, 06.11.2015)


Dr. Norbert Bolz und Katrin Göring Eckardt Sarrazin Debatte {4:07}

ducmau48
Am ??? veröffentlicht 
Gegenüberstellung zweier Meinungen

Klartext vom Medienwissenschaftler Prof. Norbert Bolz: "Medien verschweigen, {12:07 – Start bei 3:01 »Was kann man dem Volk zumuten?«}

klar sehen
Am 04.05.2017 veröffentlicht 
Medienwissenschaftler Prof. Norbert Bolz bei Peter Hahne im ZDF zum Thema: Medien zwischen Gefühl und Fakten
„Medien verschweigen, klären nicht über die Wirklichkeit auf, die Bürger werden für dumm verkauft bzw. gehalten, die Arroganz der Journalisten und Politiker!!  


siehe auch:
- Prof. Norbert Bolz übersieht bei einer messerscharfen Diagnose der Mainstreamkrankheiten einen Tumor (Die Propagandaschau, 10.05.2017)

Ein Mann im Bademantel, mit einer Créme in der Hand…

Bekenntnis Asia Argento wird in Italien angefeindet, seit sie Harvey Weinstein des sexuellen Missbrauchs beschuldigt hat. Nun hat sie ihre Heimat verlassen 

Asia Argento muss ein bisschen atmen. Sie ist nach Berlin gegangen. Oder genauer: geflüchtet. Die italienische Schauspielerin wurde von dort am späten gestrigen Abend zugeschaltet, sie gab das erste exklusive Fernsehinterview seit sie im New Yorker öffentlich gemacht hatte, vom Produzenten Harvey Weinstein sexuell missbraucht worden zu sein. In der populären Talkshow Carta Bianca auf Rai 3 hat sie mit Moderatorin Bianca Berlinguer, der Tochter des großen italienischen Kommunisten Enrico Berlinguer) von den Begegnungen mit Weinstein berichtet. Dem großen, schweren, bedrohlichen Mann.

Sie plustert sich auf, macht dicke Backen, breitet die Arme aus, um ihn zu beschreiben.

Warum hat sie Italien verlassen? "Ich bin in Berlin, weil dieses angespannte Klima auf mir und meiner Familie lastet", erklärt sie, schwarz gekleidet, ernst und schön.

mehr:
- Basta! (Maxi Leinkauf, der Freitag, 18.10.2017)
siehe auch:
Ich auch, ich auch, ich auch, ich auch, ... (Suzanne Moore, der Freitag 42/2017)
- Es fehlt ein Urteil des Gerichts (Annelie Kaufmann, der Freitag 42/2017)
- #Metoo und sexuelle Gewalt – Vergewaltigung in drei Sätzen erklären (Elsa Koester, Neues Deutschland, 02.10.2017)

Asia Argento feels ‘doubly crucified’ after Weinstein rape accusation {2:23}

Veröffentlicht am 18.10.2017
ARIRANG NEWS
An Italian actress and director says she's leaving Italy because the country's media has attacked her for speaking out about sexual harassment in the entertainment industry.
Asia Argento was one of the first women to speak up out about alleged rape by Hollywood producer Harvey Weinstein.
Ro Aram has more.
Argento broke her silence after 20 years, revealing details about her encounter with one of the most powerful producers in Hollywood when she was 21.
This story was published in the New Yorker a few weeks ago and inspired other women to come forward and tell harrowing accounts of sexual harassment, assault and rape.
Weinstein has been insisting, through his spokesperson, that relations with all of them were consensual.
On Tuesday in an interview with Italian state television RAI, Argento described Weinstein as the "biggest serial predator in history".
She has been overwhelmingly praised in the press and social media for her bravery, but in her home country, the reception has been quite different.
(Italian)
"…. these women also decided to come out with their names, with their faces, with their credibility as artists, with the possibility of what happened, and what happened only to be me in Italy, to be doubly crucified for a sexual violence."
The Italian actress has been hounded on Twitter with accusations that she sought out trouble. Italian newspaper "Libero" also ran a scathing opinion piece on her titled "First they put out, and then they whine."
(Italian)
"I was already a victim but I felt even more disgusting. It is terrible that I should feel disgusting for what I was forced to endure. There is something in the mind of women, and not just in the minds of Italian women, but in all women, that we feel guilty for being beautiful, for wearing a dress that is perhaps low-cut, or a skirt that is too short, that somehow, we are the ones that bring out the animal in these men, this is what I cannot stand anymore."
The 42-year-old has relocated to Berlin to escape the media, though she admitted she may eventually return to her home country "for vacation" when tensions die down.
She also tweeted that she plans on suing Libero and other outlets for defamation. Ro Aram, Arirang News.

Harvey Weinstein Accuser Describes Harrowing Encounter: He ‘Began Pleasuring Himself’ {6:56}

Veröffentlicht am 09.10.2017
Jonathan Levine
Harvey Weinstein Accuser Describes Harrowing Encounter: He ‘Began Pleasuring Himself’

You may have missed Hollywood's inside jokes about Harvey Weinstein {2:00}

Veröffentlicht am 12.10.2017
Washington Post
Hollywood executive Harvey Weinstein has been suspected of sexually harassing women for decades. But Weinstein’s behavior was apparently a well-known, dark inside joke in some Hollywood circles. Subscribe to The Washington Post on YouTube: http://bit.ly/2qiJ4dy

Courtney Love Warning Actresses of Harvey Weinstein in 2005 {0:12}

Veröffentlicht am 15.10.2017
ohyouresilly

Courtney Love Recalls Fallout After Making Weinstein Comment {0:38}

Veröffentlicht am 12.10.2017
Wochit Entertainment
“If Harvey Weinstein invites you to a private party at the Four Seasons, don’t go.”
After the clip resurfaced, Love tweeted out some more information about it. She confirmed that she was not a victim of Weinstein, but she still seemed to face repercussions for the short comment and claimed she was banned by Creative Arts Agency as a result:
The musician wrote.
Although I wasn't one of his victims, I was eternally banned by CAA for speaking out against
#HarveyWeinstein
http://uproxx.com/movies/courtney-lov...
http://www.wochit.com

Joan Collins: 'Marilyn Monroe Warned Me About the Wolves in Hollywood' | This Morning {6:39}

Veröffentlicht am 16.10.2017
This Morning
Subscribe now for more! http://bit.ly/1JM41yF
Dame Joan Collins lifts the lid on her 60 years in Hollywood and recalls the time Marilyn Monroe warned her that all studio bosses were 'wolves'.
This Morning is up for the best DAYTIME show at this year’s National Television Awards!
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Broadcast on 16/10/2017