Freitag, 11. Januar 2013

Downgrade zurück zu iTunes 10 und Fehlermeldung -42408

Allmählich entwickle ich mich zum Computer-Gegner.
Im Somer hat mir ein Java-Update mal kurz die Rosetta-Ebene geklaut, und jetzt kommt dieses neue iTunes…
iTunes 11 ist doof.
Entsprechende Kommentare finden sich zuhauf.
Das Downgrade und die Reinstallation einer älteren iTunes-Version hat seine Tücken: danach kommt – unvermeidlich – die Fehlermeldung »-42408«, oft auch die Meldung, daß das iPhone nicht mehr gelesen werden kann.

Nach sauberem Löschen des ungewünschten neuen iTunes (z.B. mit AppCleaner), dem Retten der auf dem Computer vorhandenen Musik (immer wieder zu empfehlen: Spiegel-Festplatte mit Carbon Copy Cloner) hier noch das Pünktchen auf dem i (gefunden bei karthikk.net; Kommentar in einem User-Thread: »Saved my day.« – Yes, meinen auch):



  • 1. Open Terminal
  • 2. Type killall iTunesHelper 
  • 3. This error occurs when a restore does not happen correctly. So let’s now revert back and restore the following files back to the iTunes:
    1. 1. Access this folder: /System/Library/PrivateFrameworks/ and restore the following files:
    1. 2. AirTrafficHost.framework, CoreFP.framework, DeviceLink.framework, iTunesAccess.framework, MobileDevice.framework
  • 4. Now, Reboot the Mac and you should be having the same old experience that you had with iTunes 10.7 on the iTunes App Store.


  • Read more: http://www.karthikk.net/2012/12/how-to-fix-itunes-11-error-code-42408-itunes-11-tutorial/#ixzz2HeILXvYn




    Vorsicht:
    An den Frameworks rumzubasteln ist gefährlich! 
    Ich weiß nicht, ob obengenannte Ratschläge auf allen Macs funktionieren!
    Ich übernehme natürlich keinerlei Haftung!


    Adlige Revolutionäre proben den Umsturz 

     Die Dekabristen - nach dem russischen »dekabr« für »Dezember« - waren Offiziere der russischen Armee, die mit einem Aufstand im Dezember 1825 den Versuch unternahmen, die staatlichen Verhältnisse nach dem Vorbild westlicher Verfassungen zu reformieren. Die »Dezembermänner« hatten zu diesem Zweck geheime Gesellschaften mit einem südlichen Zentrum in Kiew und einem nördlichen in St. Petersburg gegründet. Sie bildeten die erste revolutionäre Bewegung gegen das zaristische Regime; das Spektrum ihrer politischen Ideale reichte von der Errichtung einer konstitutionellen Monarchie bis hin zur Abschaffung des Zarentums in einer Republik.

    Militäreinsatz gegen die Dekabristen, Gemälde von Georg Timm, 1853
     Als Zar Alexander I. (1801-25) am 1. Dezember 1825 starb, wählten die Dekabristen die Zeit des Thronwechsels für ihren Putschversuch. Sie bezeichneten den Thronfolger Nikolaus I. (1825-55) als Usurpator und verweigerten am 26. Dezember 1825 in St. Petersburg den Eid auf den neuen Zaren. Nach einem kurzen Gefecht mit regierungstreuen Truppen war der Aufstand aber bereits niedergeworfen. Fünf ihrer Anführer wurden öffentlich gehängt, viele Offiziere degradiert und Hunderte zur Zwangsarbeit nach Sibirien verbannt.

     Was am 26. Dezember noch geschah: 
     1991: Das Parlament der Sowjetunion beschließt offiziell die Auflösung des Staats.
     Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2012 

    Dienstag, 8. Januar 2013

    Geschichtsfrage

    Welches Verkehrsmittel 
    wurde in den 1950er-Jahren als 
    »Schneewittchensarg« bezeichnet?


    ■ Isetta von BMW

    ■ Goggomobil
    ■ Messerschmidt-Kabinenroller
    Auflösung

    Heute vor 50 Jahren – 8. Januar 1963: Das Bundesurlaubsgesetz wird verkündet

    BUrlG entzückt die arbeitende Bevölkerung 

     »Jeder Arbeitnehmer hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Der Urlaub beträgt jährlich mindestens 24 Werktage. Als Werktage gelten alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind.« So lauten die wichtigsten Bestimmungen des Bundesurlaubsgesetzes, das heute vor 50 Jahren, am 8. Januar 1963, verkündet wurde. Da samstags in der Regel noch gearbeitet wurde, brauchte der Arbeitnehmer also sechs Tage Urlaub, um bei Lohnfortzahlung eine Woche frei zu haben. Da der Gesetzgeber darauf drang, dass der Jahresurlaub zusammenhängend genommen und auch gewährt wurde, konnte sich der brave Bürger fortan über einen ganzen Monat Müßiggang und Regeneration freuen. 
    Auto deutscher Urlauber am Gardasee, 1963
     Das scheint recht bescheiden im Vergleich zu heutigen Urlaubsansprüchen. Für die meisten Zeitgenossen war es aber ein großer Fortschritt, denn erst seit der Weimarer Republik gab es gesetzlichen Anspruch auf ein paar Tage Urlaub und noch 1954 betrug der durchschnittliche Jahresurlaub nur zwölf Tage. Die Bundesbürger wussten die neuen Regelungen zu schätzen, gab vielen doch der materielle Aufschwung des »Wirtschaftswunders« auch die Mittel an die Hand, zu verreisen. 

     Was am 8. Januar noch geschah: 
     1959: Charles de Gaulle wird in Frankreich Präsident der Fünften Republik
     Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2013 



    Siehe auch den Militärputsch in Algier, die Opération Résurrection sowie die Vorgeschichte zur Fünften Republik!
    … und hier noch ein Schmankerl:





    Montag, 7. Januar 2013

    Zitat

    Man kann mit einer Wohnung 
    einen Menschen genauso töten 
    wie mit einer Axt. 

     Heinrich Zille

    Der »Raffael der Hinterhöfe« 

     Heinrich Zille wusste, was es heißt, arm zu sein und in schäbigsten Verhältnissen zu leben. Am 10. Januar 1858 wurde er in Radeburg bei Dresden als Sohn eines Uhrmachers und einer Bergmannstochter geboren. Neun Jahre nach seiner Geburt zog die Familie nach Berlin, wo sie fünf Jahre lang in einer Kellerwohnung hauste und der Junge das Elend der Berliner Unterschichten in Mietskasernen und kruden Hinterhöfen kennenlernte. 


    Selbstportrait (1922, aus Wikipedia)
     Seit 1875 verdiente »Pinselheinrich« sein Geld mit seiner großen Leidenschaft, dem Zeichnen: Er arbeitete zunächst für Modefirmen und die Werbung, fand bald auch Gefallen am Fotografieren und kam über viele Umwege schließlich zu großen Zeitschriften wie dem satirischen »Simplicissimus«. Zilles künstlerische Vorliebe lag in Szenen des »Milljöhs«. Er streifte durch die Arbeiterviertel Berlins und hielt fest, was er sah – darunter vieles, was der »guten Gesellschaft« als ekelhaft galt. »Gossenmaler« und »Abortzeichner« betitelte sie ihn, seine Bilder waren für sie lediglich »Rinnsteinkunst«. Künstlerkollegen hingegen wussten seine Arbeit zu schätzen. Käthe Kollwitz fand die schönsten Worte: »Er ist restlos Künstler. Ein paar Linien, ein paar Striche, ein wenig Farbe mitunter – und es sind Meisterwerke.« 
     Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2013 




    Sonntag, 6. Januar 2013

    Geschichtsfrage

    Wofür waren die Auguren im antiken Rom verantwortlich? 

    Sie erkundeten den Willen der Götter 
     Sie hielten die öffentliche Ordnung aufrecht 
     Sie sorgten für das Wohl der Senatoren

    Samstag, 5. Januar 2013

    Heute vor 80 Jahren – 5. Januar 1933: Der Bau der Golden Gate Brücke beginnt

    Das Wahrzeichen San Franciscos 

     Heute vor 80 Jahren, am 5. Januar 1933, begannen in San Francisco die Bauarbeiten für eine der berühmtesten und schönsten Brücken der Welt. Viele Experten hegten Zweifel, ob es dem Ingenieur Joseph Strauss tatsächlich gelingen würde, das bautechnisch äußerst gewagte Unterfangen, die Errichtung der längsten Hängebrücke der Welt, zu einem glücklichen Ende zu führen. Denn es musste eine Reihe von Risiken und Schwierigkeiten überwunden werden.

    Arbeiter auf der in Bau befindlichen Golden Gate Bridge
    in San Francisco, Kalifornien, 1934

     Die 1,5 km breite Meerenge an der Einfahrt zur Bucht von San Francisco ist bis zu 97 m tief und wegen ihrer starken Gezeitenströme bekannt und gefürchtet. Nur während des Gezeitenwechsels konnte jeweils eine Stunde lang an den Fundamenten für die Pfeiler gearbeitet werden. An der Brücke selbst, die etwa 70 m über dem Wasser schwebt, waren strenge Sicherheitsmaßnahmen wie ein über die gesamte Länge gespanntes Netz notwendig – 19 Arbeiter verdankten ihm ihr Leben. Stahldrähte mit einer Gesamtlänge von 129.000 km wurden verbaut. Im Mai 1937 war das schöne und nützliche Bauwerk in seinem charakteristischen, rötlich-orangefarbenen Anstrich vollendet. Heute passieren etwa 150.000 Autos täglich die sechs Fahrspuren der Golden Gate Bridge.

     Was am 5. Januar noch geschah: 
     1769: Der schottische Erfinder James Watt erhält ein Patent auf eine Dampfmaschine.
     Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2013 

    Freitag, 4. Januar 2013

    3000 v. Chr.: Uruk – die erste Stadt der Welt

    Das »Venedig des Orients«

     Rund 300 km südlich von Bagdad, wo heute Ruinen, Schutthügel und öder Boden die Landschaft prägen, lag einst ein blühendes städtisches Zentrum: Uruk. Wie alte Quellen berichten und neue archäologische Forschungen bestätigen, durchzog ein Arm des Euphrat die Stadt. Bewässerungskanäle und Wasserstraßen wurden angelegt und machten die Handelsmetropole zu einer grünen Oase. 


    Sumerische Ruinen in Uruk


    Uruk auf der Karte des Irak [Quelle: Wikipedia]
     Die antike Stadt in Südmesopotamien entwickelte sich aus kleinen Siedlungen des späten 5. vorchristlichen Jahrtausends. Um 3000 v. Chr. hatte Uruk 30.000 bis 50.000 Einwohner. Eine Stadtmauer umschloss ihr über 5 km2 großes Terrain. Alte Dichtungen preisen ihre effiziente Verwaltung und ihre Architektur, im Herzen der Stadt erhob sich der Tempel der Ischtar, Göttin der Liebe. Es entstand eine erste Schriftform, Bauern versorgten die Stadt mit Lebensmitteln, Handwerker stellten die Dinge des alltäglichen Lebens her und Künstler schmückten das Stadtbild mit Steinskulpturen. Bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. blieb der Stadtkern bewohnt. 

     Gilgamesch 
     legendärer König von Uruk 
      soll zwischen 2750 und 2600 v. Chr. geherrscht haben 
      ließ angeblich die Stadtmauer errichten 
      von seinen Heldentaten berichtet das berühmte Gilgamesch-Epos
     Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2013 

    Geschichtsfrage


    Wer konstruierte den ersten luftgefüllten Reifen? 

    John Dunlop 
     Charles Goodyear 
     Giovanni Battista Pirelli 

    Donnerstag, 3. Januar 2013

    Sind uns die Götter wohlgesonnen ? 

     Diese Frage stellten sich in früh- und vorgeschichtlicher Zeit sowie vorchristlicher Antike nicht zuletzt auch ämter- und staatstragende Menschen, wenn es galt, eine wichtige Entscheidung zu treffen, einen Krieg zu führen oder ein größeres Unternehmen anzugehen. Doch wie konnte sie beantwortet werden? Durch »Vogelschau«: durch die Beobachtung von Vögeln, ihres Fluges, ihres Fressens, ihres Geschreis, ihres ganzen Verhaltens innerhalb eines fest umgrenzten Gebiets. In Rom war dies die Aufgabe der Auguren. Diese Priester wurden in republikanischer Zeit durch das Kollegium selbst hinzugewählt, in der Kaiserzeit dann auch vom Herrscher ernannt. 

     Die Lehre, dass man aufgrund der Vogelbeobachtung Rückschlüsse auf den Willen der Götter ziehen und somit prophezeien könne, ist schon für Babylonien bekundet. Über Griechen und Etrusker gelangte sie später nach Italien. Das Zeichen der Auguren war ein Krummstab, ihre Rolle in der Gesellschaft bedeutend, konnten sie doch angesichts ihrer Deutungshoheit der Zeichen wichtige Unternehmungen hinauszögern oder beschleunigen. Die gebildete Oberschicht allerdings nahm die Auguren und ihre vermeintliche Wissenschaft nicht allzu ernst. 
     Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2013 

    Vor 60 Jahren – Januar 1953: Im Regensburger Messerschmidt-Werk beginnt die Produktion des KR 175

    Kabinenroller - nichts ist unmöglich 

     Drei Räder, zwei vorn, eins hinten, zwei hintereinander angeordnete Sitze und darüber eine Haube aus Plexiglas. 10 PS, die eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h ermöglicht haben sollen und eine Art Motorradlenker mit Drehgasgriff: Der Messerschmitt-Kabinenroller war nicht gerade der Stolz der deutschen Autoindustrie, aber mit einem Preis von 1200 DM erschwinglich. Allein 1955 wurden 21 000 Stück des transparenten Flitzers aus dem Messerschmitt-Werk in Regensburg verkauft. Dabei war schon das Einsteigen ein Abenteuer. Die Bedienungsanleitung empfahl folgende Prozedur: Haube nach rechts überkippen, Sitz schwenken, Lenkung leicht nach rechts einschlagen, rechten Fuß in Fahrzeugmitte setzen, Platz nehmen, linken Fuß nachziehen, mit beiden Armen an den Seiten abstützen und den Sitz nach vorn schwenken lassen. 


    Messerschmidt tg500
     Saß man dann endlich wie »Mensch in Aspik« im »Schneewittchensarg«, war die Freiheit schier grenzenlos und man hatte die Kleinstwagenkonkurrenz auf der Straße stets gut im Blick, die »Knutschkugel« BMW-Isetta etwa oder auch die »Nuckelpinne« Goggo. 
     Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2012 

    Mittwoch, 2. Januar 2013

    Vor ca. 300 Jahren – um 1720: Piratinnen-Duo macht die Karibik unsicher

    Mutige Piratinnen in Männerkleidern 

     Anne Bonney stammte aus Irland, Mary Read aus England. 1716 trafen sie zufällig aufeinander, an Bord eines Piratenschiffs in der Karibik: Anne gehörte zur Freibeuter-Crew des berüchtigten Jack Rackam, die das Schiff der holländischen Sklavenhändler aufgebracht hatte, auf dem Mary unterwegs war. Zunächst hatten die bei den jungen Damen vor allem eins gemeinsam: Sie waren wie Männer gekleidet und wurden auch als solche angesehen, denn als Frauen hätten sie gar nicht an Bord sein dürfen. Anne erkannte bald das wahre Geschlecht der neuen Gefährtin, die beiden freundeten sich an und wurden als unerschrockene Piratinnen berühmt. 


    Darstellung der Piratinnen Anne Bonney und Mary Read
    1720 wurde ihr Schiff von einem Piratenjäger angegriffen. Die angetrunkene Mannschaft soll sich feige unter Deck verkrochen haben, nur die beiden Damen verteidigten sich noch. Es nutzte nichts: Alle wurden festgesetzt und zum Tode verurteilt. Anne und Mary waren schwanger, ihr Urteil wurde bis nach der Geburt ausgesetzt. Als Anne ihren Liebhaber Rackam in der Todeszelle besuchte, hatte sie nicht viel Mitleid: »Wenn du gekämpft hättest wie ein Mann, brauchtest du jetzt nicht zu sterben wie ein Hund.« 

    Berühmte Piraten 
    Klaus Störtebeker (um 1360-1401) 
     Francis Drake (1540-1596) 
     Henry Morgan (1635-1688) 
     Blackbeard (um 1680-1718)
     Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2012 

    Heute vor 108 Jahren – 2. Januar 1905: Russen räumen den Flottenstützpunkt Port Arthur

    Imperialistisches Ringen mit Überraschungssieger 

     Im Februar 1904 begann der Russisch-japanische Krieg, der sich an Interessengegensätzen in Korea und der Mandschurei entzündete und Teil des imperialistischen Ringens um die Vorherrschaft in Ostasien war: Vor Port Arthur [ehemalige koloniale Bezeichnung des Stadtbezirks Lüshunkou der chinesischen Hafenstadt Dalian, aus Wikipedia], einem russischen Flottenstützpunkt an der Spitze der Halbinsel Liaodong im Gelben Meer, griffen japanische Torpedoboote ohne Kriegserklärung die dort stationierten Schiffe der russischen Flotte an und brachten ihr eine empfindliche Niederlage bei. 

    Japaner feiern die Einnahme von Port Arthur, Tokio, Januar 1905

     Russland hatte das strategisch günstig liegende Port Arthur von China gepachtet, um es – neben Wladiwostok – zu einem zweiten Stützpunkt russischer Interessen in der Region auszubauen. Nach dem Überraschungsangriff belagerte die japanische Flotte den Stützpunkt. Die russischen Schiffe starteten ohne Erfolg Ausbruchsversuche, während im hügeligen Umland von Port Arthur ein Stellungskrieg tobte. Am 2. Januar 1905 musste das russische Kommando in Port Arthur kapitulieren und den Stützpunkt räumen. Der erste große Krieg des 20. Jahrhunderts endete im September 1905 mit einem Sieg Japans über das riesige russische Reich. 

     Frieden von Portsmouth (USA) 
     beendete den Russisch-Japanischen Krieg 
     sicherte Japan die Vormachtstellung in Korea und der Mandschurei 
     Russland musste Port Arthur und Süd-Sachalin an Japan abtreten
     Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2013 

    Geschichtsfrage

    Was ist als »Weihnachtsfrieden« bekannt geworden? 

    ein mittelalterlicher Brauch, am Weihnachtstag kriegerische Handlungen auszusetzen 

     ein spontaner Waffenstillstand im Ersten Weltkrieg zu Weihnachten 1914 
     ein zwischen England und Frankreich am Weihnachtstag 1467 geschlossener Friede

    Dienstag, 1. Januar 2013

    Heute vor 150 Jahren – 1. Januar 1863: Geburtstag von Pierre de Coubertin

    Die Geburt der Olympischen Spiele der Neuzeit

     1501 Jahre nach den letzten Olympischen Spielen der Antike im Jahr 393 beschloss ein internationaler Sportkongress in Paris 1894 die Wiederaufnahme der Spiele. Mentor und treibende Kraft dieser Renaissance des sportlichen Vergleichs war Pierre de Coubertin, der auch dem bald geschaffenen Internationalen Olympischen Komitee (lOC) vorsaß. Nach seinem Rücktritt 1925 blieb er bis zu seinem Tod 1937 Ehrenpräsident des IOC.
    Pierre de Coubertin, um 1890
     Pierre de Coubertin kam heute vor 150 Jahren, am 1. Januar 1863, als Sohn einer adligen Familie zur Welt. Statt die vorgesehene Karriere als Offizier einzuschlagen, studierte er Kunst und Jura, trieb begeistert Sport und interessierte sich für Pädagogik. Neue Wege in der Erziehung einzuschlagen, erschien ihm unerlässlich und so engagierte er sich seit den 1880er-Jahren für die Einbeziehung des Sportunterrichts in die Ausbildung junger Menschen. Die damaligen Ausgrabungen antiker Stätten in Olympia brachten ihn schließlich auf die Idee, die Wettkämpfe der Antike wiederzubeleben. Als 1896 in Athen die 1. Olympischen Spiele der Neuzeit ausgetragen wurden, hatte er sein Ziel erreicht. 

    Olympische Sommerspiele
     1896 Athen
     1900 Paris
     1904 St. Louis
     1908 London
     1912 Stockholm
     1920 Antwerpen
     1924 Paris

    Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2013 


    Neujahr

    Tut mir leid wegen der Werbung, ich habe die beiden Videos nirgendwo anders gefunden!


    John LENNON " happy Christmas " von Sublimissimo



    Michael Jackson - Man In The Mirror von prestige86 Text

    Montag, 31. Dezember 2012

    Heute vor 23 Jahren – 31. Dezember 1989: Letztes »Begrüßungsgeld« für DDR-Bürger

    Einen Blauen als Willkommengruß 

    Schon seit 1970 erhielten Bürger der DDR und auch Deutschstämmige aus der Volksrepublik Polen zur Unterstützung ein »Begrüßungsgeld«, wenn sie nach Westberlin oder in die Bundesrepublik einreisten. Das Kopfgeld betrug zunächst 30 DM und konnte zweimal im jahr in Anspruch genommen werden. In der Öffentlichkeit war dieses Verfahren jedoch kaum bekannt, daher und infolge der rigiden Ausreisebegrenzung für DDR-Bürger hielt sich die Zahl derer, die es in Anspruch nahmen, in engen Grenzen. 
    Schlange vor der Sparkassen-Filiale/Kurfürstendamm, November 1989
     Das änderte sich am 10. November 1989, einem Freitag, grundlegend. Nachdem am Vorabend die Mauer gefallen war, strömten Menschen über die ehemalige Grenze nach Westberlin und »eroberten« die Flanier- und Geschäftsstraßen im Westteil der Stadt. Vor den Geldinstituten standen DDR-Bürger Schlange, um sich ihr Begrüßungsgeld auszahlen zu lassen, das mittlerweile 100 DM betrug. Von einigen Sparkassenfilialen wurden chaotische Zustände gemeldet, da sich Tausende gleichzeitig dort sammelten. Am letzten Tag des jahres 1989 endete die Auszahlung in dieser Form, stattdessen wurde ein entsprechender Devisenfonds eingerichtet. 

    Novalis (zum Jahresende) 
    »Begrüße das neue Jahr vertrauensvoll und ohne Vorurteile, dann hast du es schon halb zum Freunde gewonnen.« 
    Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2012 

    Sonntag, 30. Dezember 2012

    Heute vor 200 Jahren – 30. Dezember 1812: Unterzeichnung der Konvention von Tauroggen

    Preußischer General kündigt Truppenhilfe 

     Eine Mühle in einem kleinen litauischen Dorf nahe der Stadt Tauroggen war heute vor 200 Jahren, am 30. Dezember 1812, Schauplatz einer folgenreichen Unterschrift: Ohne von seinem König dazu ermächtigt zu sein, unterzeichnete General Graf Yorck von Wartenburg, Oberbefehlshaber des preußischen Hilfskontingents Napoleons in dessen Russlandfeldzug, die Konvention von Tauroggen, einen separaten Waffenstillstand mit Russland. Das war Verrat, doch zugleich ein erster Schritt zur Befreiung Preußens von der napoleonischen Fremdherrschaft. 
    General Yorck von Wartenburg (rechts) und ein russischer General
    besiegeln [Hans Karl von Diebitsch-Sabalkanski?] die Übereinkunft, kolorierter Holzstich, 1880


     Yorck schickte umgehend einen Kurier nach Berlin, um seiner Majestät den Vorgang zu melden. Friedrich Wilhelm III. (König von 1797 bis 1840) zeigte sich wenig amüsiert über die Eigenmächtigkeit seines Generals und enthob ihn des Kommandos. Yorck erfuhr nur aus der Zeitung von seiner Degradierung und ignorierte sie. Das militärische Desaster, das die Grande Armee in Russland erlebte, spielte Yorck in die Karten. Schon im März 1813 rief der König selbst sein Volk zum Befreiungskrieg gegen Napoleon auf

     Was am 30. Dezember noch geschah: 
     1947: König Michael I. von Rumänien dankt unter dem Druck der im Land herrschenden Kommunisten ab. 
     Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2012 

    Der Zirkus – eine Welt unerschöpflichen Zaubers

    Die große Parade

    Zirkusbilder sind zentral im Werk Marc Chagalls. Sie sind für ihn Bilder vorn Leben in seiner reinsten Form und bergen tiefe religiöse Dimensionen in sich. „Ich habe Clowns, Akrobaten und Schauspieler immer als tragische menschliche Wesen betrachtet, die für mich den Personen auf gewissen religiösen Gemälden gleichen. Selbst heute noch spüre ich beim Malen einer Kreuzigung oder eines religiösen Werkes die gleichen Gefühle, die ich empfinde, wenn ich Zirkusleute male“, notiert er. Auf dem Grunde des Lächelns schwimmt eine Träne. Um Lebensfreude zu spüren, muss man den Schmerz kennen, und um Zuversicht zu zeigen, muss unter ihrem bunten Gewand auch der Zweifel ein Zuhause haben.


    Auf dem Grunde des Lächelns schwimmt eine Träne
    Der Clown lehrt uns, wie wir über uns selbst lachen sollen. Und dieses unser Lachen wird aus Tränen geboren.
    Freude ist wie ein Strom: sie fließt ohne Unterlass. Das ist nach meinem Glauben die Botschaft, die der Clown uns zu über­bringen versucht, dass wir teilhaben sollen am unaufhörlichen Fluss, der endlosen Bewegtheit, dass wir nicht anhalten sollen, um nachzudenken, zu vergleichen, zu zergliedern, zu besitzen, sondern fließen immerfort, ohne Ende wie Musik. Das ist der Gewinn im Verzicht, und der Clown schafft das Sinnbild dafür. An uns ist es, das Symbol in Wirklichkeit zu wandeln.
    Zu keiner Zeit der menschlichen Geschichte war die Welt so voller Leiden und Angst. Hie und da treffen wir jedoch Men­schen, die unberührt und unbefleckt blieben vom allgemeinen Elend. Es sind keine herzlosen Geschöpfe, weit davon entfernt! Sie haben die Freiheit gewonnen. Die Welt erscheint ihnen anders als uns. Sie sehen mit anderen Augen. Wir sagen von ihnen, dass sie der Welt gestorben sind. Sie erleben den Augenblick in seiner vollen Größe, sie strahlen, und dieses Strahlen rund Inn sie ist ein immerwährendes Lied der Freude.
    Der Zirkus öffnet eine winzige Lücke in der Arena der Verges­senheit. Für eine kurze Spanne dürfen wir uns verlieren, uns auflösen in Wunder und Seligkeit, vom Geheimnis verwandelt. Wir tauchen wieder empor zur Verwirrung, betrübt und entsetzt vom Alltagsanblick der Welt. Aber diese alltägliche Welt, die wir allzu gut zu kennen meinen, es ist dieselbe, die einzige Welt, eine Welt voll Magie, voll unausschöpflichen Zaubers. Wie der Clown führen wir unsere Bewegungen aus, täuschen wir vor, bemühen wir uns, das große Ereignis hinauszuschieben. Wir sterben in den Wehen unserer Geburt. Wir sind niemals gewesen, wir sind auch jetzt nicht. Wir sind immerzu im Werden …

    Henry Miller