Sonntag, 10. April 2016

Panama Papers – Hirn aus, Empörung an

Eine Blendgranate oder Schockgranate, auch Flashbang, ist eine Granate, die mit einem lauten Knall (ca. 170–180 dB) und sehr hellem Licht (6–8 Millionen Candela) explodiert. Personen, die sich in der Nähe des Explosionsbereiches aufhalten, werden dabei kurzzeitig orientierungslos, da Seh- und Hörwahrnehmung stark beeinträchtigt werden. In der Regel entstehen bei der Explosion keine Splitter, was Blendgranaten auch einsetzbar macht, wenn sich Zivilpersonen in der Nähe der Explosion aufhalten (z. B. bei Geiselnahmen). Jedoch kann von dem Knalltrauma auch eine bleibende Hörbeeinträchtigung zurückbleiben.[1] Die Zündmischung basiert meist auf Magnesium- und Perchlorat-Basis.
Oftmals kommt auch eine Kombination von Lärm- und Blendgranate zum Einsatz, was zur vollkommenen Verwirrung von Personen führt, die der extremen Belastung unerwartet ausgesetzt werden. Diese Art Granate wird vor allem von Spezialeinheiten der Polizei und des Militärs bei der Erstürmung eines Raums oder Gebäudes eingesetzt.
Die Verzögerungszeiten liegen zwischen 0,5 s und 1,5 s. Es wird zwischen taktischen Blendgranaten und Irritationswurfkörpern unterschieden. Bei der Blendgranate wird durch den Überdruck/Lautstärke der Gleichgewichtssinn im Innenohr überlastet. Beim Irritationswurfkörper, der zwischen sechs und neun Knalleffekte besitzt, sollen die Dauer und die Lautstärke den Täter von der eigentlichen Aktion (z. B. Zugriff der Polizei) ablenken. [Blendgranate, Wikipedia]
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In der Biosoziologie, einem Teilbereich der Soziologie, wird von manchen Forschern die These vertreten, dass die Geschichte des Menschen mit der Erfindung des Erzählens beginnt. Es gibt keine Möglichkeit, diese Hypothese empirisch zu belegen; vielmehr ist damit gemeint, dass das Menschsein sich zentral über die Fähigkeit des Erzählens definiert (siehe Anthropologie).
So geht man in der Soziologie davon aus, dass in vielen Völkern der Urzeit – ebenso wie bei manchen noch heute existierenden Stämmen, die keine Schrift kennen – der Erzähler eine wichtige soziale Funktion hat. Ein Erzähler trägt die MythenGenealogienMärchen und Sagen eines Volkes mündlich weiter. Dadurch bildet er das soziale Gedächtnis seines Stammes.Weiterführende Artikel hierzu: Mündliche ÜberlieferungOralität [Erzähltheorie, Soziokulturelle Funktion des Erzählens, Wikipedia]
1990 gelangte Christine Brooke-Rose zu der Einschätzung, dass Narratologie selbst kaum mehr als Geschichtenerzählen sei (wie alles Benennenwollen), auch wenn es als eine gute Geschichte anzusehen sei. Narratologie werde aber dann trivial, wenn sie sich darauf verlegt, Gesetzmäßigkeiten von universaler Gültigkeit zusammentragen zu wollen. Interessant sei es immerhin, wenn sich analytisches Interesse wegwende von Text als Objekt (mit inhärenten Strukturen) und hin zum Leser, von dem angenommen wird, dass er diese Strukturen internalisiert habe und gelernt habe, sie zu erkennen. Narratologische Forscher würden allerdings den Eindruck machen, sie selbst hätten die Erfahrung dringend nötig, was passiert, wenn sie einen Text nicht ohne Hindernisse verstehen. Sehr nützlich sei Narratologie gewesen, um einzelne Mechanismen von Sprache und Text genauer zu bestimmen, aber Diskussionen über narratologische Phänomene seien in der Selbstbezüglichkeit stecken geblieben, ähnlich wie der „postmoderne“ Roman. Jede Phase habe eben die Rhetorik, die sie verdiene, resümiert Brooke-Rose.[4] [Erzähltheorie, Kritik an der Narratologie, Wikipedia] 
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Es gab eine ausgeprägte Vorliebe für germanische Mythologie im Nationalsozialismus. Der Ideologe Alfred Rosenberg schrieb 1930 Der Mythus des 20. Jahrhunderts, ein Werk, mit dem er sich gegen das Christentum richtete und das weite Verbreitung fand. Die Blut-und-Boden-Ideologie, nach Michel Foucault,
„[…] verband sich mit einem träumerischen Schwärmen von einem höheren Blut, das sowohl den systematischen Völkermord an anderen wie auch die Bereitschaft zur totalen Selbstaufopferung einschloss. Und die Geschichte hat es gewollt, daß die hitlerische Sexualpolitik eine lächerliche Episode geblieben ist, während sich der Mythos vom Blut in das größte Massaker verwandelte, dessen sich die Menschen bis heute erinnern können“– Michel Foucault: Der Wille zum Wissen[39]
Max Horkheimer und Theodor W. Adorno behandelten in ihrer Dialektik der Aufklärung (1944) das „Scheitern der Aufklärung“ im Nationalsozialismus. Mit dem Versuch, die Natur zu beherrschen, wird ihrer Auffassung nach der einst mythische Zugang zur Welt seit der Aufklärung rational gemacht, als „Herrschaft“ aber schlage Aufklärung selbst in Mythos zurück, in den „Positivismus“ einer Affirmation des Bestehenden. Seit diesem Scheitern stehen die Mythen der Moderne wie Fortschritt und Nationalismus verstärkt in der Kritik. Ernst CassirerGeorges Sorel oder Elias Canetti brachten kritische Begriffe wie „Mythos des Staates“, Geschichtsmythospolitischer Mythos ins Gespräch.Die Mythenkritik hat im 20. Jahrhundert auch durch Roland Barthes eine Neufassung erfahren. Anlass für seine Untersuchungen war
„[…] Meistens ein Gefühl der Ungeduld angesichts der ‚Natürlichkeit‘, die der Wirklichkeit von der Presse oder der Kunst unaufhörlich verliehen wurde, einer Wirklichkeit, die, wenn sie auch die von uns gelebte ist, doch nicht minder geschichtlich ist. Ich litt also darunter, sehen zu müssen, wie ‚Natur‘ und ‚Geschichte‘ ständig miteinander verwechselt werden.“– Roland Barthes: Mythen des Alltags[40]
Nach Barthes ist es eine wesentliche Funktion des Mythos – wie beispielsweise die conditio humana des klassischen Humanismus –, an Stelle der Geschichte der Dinge, eine sich vorgestellte „Natur“ zu stellen. Es verberge sich dahinter ein „ideologischer Missbrauch“[41] dem er in seinen Mythen des Alltags nachging. [Mythos, Missbrauch und Kritik, Wikipedia]
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Mit dieser modernen „Anti-Ideologie“ werden alle gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen (Technologischer Fortschrittdemokratische Systemekapitalistische Gesellschaftsordnung, stetig zunehmendes Wirtschaftswachstum u. a.) als „wahr und ehrlich“ legitimiert. Die Philosophen Slavoj Žižek und Herbert Schnädelbach weisen jedoch darauf hin, dass solch technokratisches Denken alles andere als nicht-ideologisch sei: Eine der idealen Grundbedingungen für eine Ideologie sei die Annahme, dass es keine Ideologie gäbe.
„Die vollkommene Anpassung des Bewusstseins und seine objektive Unfähigkeit, sich Alternativen zum Bestehenden auch nur vorzustellen, ist die Ideologie der Gegenwart.“
– Herbert Schnädelbach[17]
Žižek sieht darin gar eine weitaus gefährlichere Ideologie als in den Diktaturen: Despoten legitimieren Enteignung, Vertreibung, Gewalt usw. im Bewusstsein ihrer Machtfülle mit offensichtlichen Unwahrheiten. Demgegenüber ist im modernen Pluralismus ein Konsens der gesamten Gesellschaft notwendig: Tatsächlich ideologische Begründungen würden im alltäglichen Diskurs als unumstößliche Wahrheiten akzeptiert und bestimmten somit ohne offensichtlichen Zwang durch die Politik den sozialen Prozess. Je mehr sich die Bürger mit dieser versteckten Ideologie identifizierten, desto weniger brauche der Staat einzugreifen. Vordenker dieser „diskursiven, alles durchdringenden, sich sozial organisierenden Ideologie der Gegenwart“ sind vor allem Ernesto Laclau und Chantal Mouffe.[16][18] [Ideologie, Ideologie der Gegenwart, Wikipedia]
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Kaum wurden die „Panama Papers“ veröffentlicht, wurden sie instrumentalisiert. Ideologen fühlen sich in ihrer Weltanschauung bestätigt. Bei der Empörung geht es eigentlich um etwas ganz Anderes
Ideologien sind bequem. Sie unterteilen die Welt in gut und böse, in gerecht und ungerecht, in oben und unten. Das erspart das Denken und bestätigt einen darin, den Überblick zu behalten in einer komplexen Welt. Vor allem aber geben Ideologien das gute Gefühl, es schon immer gewusst zu haben und moralisch auf der richtigen Seite zu stehen. Deshalb sind wir für sie so anfällig.

Wie mächtig Ideologien sind, kann man in diesen Tagen studieren: bei der Diskussion um die so genannten „Panama Papers“.

Allein schon der Name: „Panama Papers“. Da gruselt es den Rechtschaffenen gewaltig. Das klingt geradezu nach dunklen Geschäften, nach unlauteren Machenschaften und schmierigen Betrügereien. Überhaupt: Liegt Panama nicht in Mittelamerika? Vor dem geistigen Auge des durchschnittlichen Nordeuropäers entsteht da umgehend ein düsteres Bild von Korruption und halbseidenen Mafiosi.

Und dann auch noch Begriffe wie „Briefkastenunternehmen“ und „Offshore-Firmen“. Da weiß der normale Giro-Konten-Besitzer, was er davon zu halten hat. Klingt alles ziemlich kriminell.

Kaum Handfestes unter den Enthüllungen

Ist es ja auch. Zumindest möglicherweise. Denn an Briefkastenunternehmen und Offshore-Firmen ist erst einmal nichts illegal. Manchmal sind sie auch für redliche Investoren überaus sinnvoll. Aber genau hier liegt der Punkt.

Denn was bisher ans Tageslicht kam, mag einen überaus schlechten Beigeschmack haben, wirklich Handfestes war aber bislang kaum darunter. Selbst die Machenschaften des ersten Opfers von Panama-Leaks, Islands Ministerpräsident Sigmundur Davið Gunnlaugsson, fallen eher unter die Kategorie Doppelmoral als unter die des Rechts – Gunnlaugssons politische Karriere begann mit dem Kampf gegen die Verfilzung von Politik und Finanzwirtschaft.

Gleichwohl, allein die Liste der Namen und Institutionen, die in Umlauf gebracht wurden, bestätigt auf das Wunderbarste Vorurteile: Man nehme nur den ukrainischen Präsidenten Poroschenko, Saudi-Arabiens König Salman, Putinfreund Roldugin oder Fifa-Präsident Infantino – da weiß man doch, woran man ist. Dass auch der in kapitalismuskritischen Kreisen so beliebte Regisseur Pedro Almódovar Gelder via Jungferninseln anlegte, wird dabei umgehend ausgeblendet.

Stimmiger ist da schon, dass auch die Deutsche Bank im Reigen der Beschuldigten nicht fehlt. Dann tobt das antikapitalistische Volksempfinden und die Ressentiments gegen „die da oben“ haben freie Bahn. Hirn aus, Empörung an.

mehr:
- Verschwörungstheorien um die Panama Papers: Hirn aus, Empörung an (Alexander Grau, Cicero, 09.04.2016)

mein Kommentar:

Ach, mein lieber Herr Grau, es ist also nichts Handfestes in den 2,6 TB Offshore-Leaks. Vielleicht machen Sie sich ja mal Gedanken darüber, wieso im größten virtuellen Datenleck aller Zeiten nichts Handfestes ist und fragen sich: Cui bono?

- Panama Papers: „Cui Bono?“ bzw. „Wer soll damit getroffen werden?“ (Konjunktion.info, 06.04.2016)
- Panama Papers: Cui bono? Wer hat davon einen Vorteil? Ernst Wolff – Bananenrepublik (Ernst Wolff, Terraherz, 05.04.2016)
- Die Panama Papers und der große Unbekannte: Wie glaubhaft ist die Saga vom hehren Whistleblower? (ga, Meedia, 05.04.2016)
So ist womöglich auch das internationale Investigativ-Netzwerk ICIJ, das die SZ um Hilfe bat, nicht ganz frei von Einflüssen. Wie der Publizist und frühere britische Diplomat Craig Murray in seinem Blog schreibt, wird das ICIJ-Netzwerk vollständig vom US-amerikanischen Center for Public Integrity finanziert und organisiert. Zu den Finanziers dieses Centers gehören u.a. die Ford Foundation, Carnegie Endowment, Rockefeller Family Fund, W K Kellogg Foundation und die Open Society Foundation (von US-Investor George Soros). Die Oberklasse des US-Kapitalismus. Murray stellt die These auf, die Panama-Rechercheure seien quasi auf dem westlichen Auge blind gewesen, indem sie bei ihren Suchanfragen die „schmutzigen Geheimnisse des westlichen Kapitalismus“ ausgeklammert hätten:
- Lesetipps: Rund um die Panama Papers (Pinksliberal, 09.04.2016)
- #Panamaleaks – Einsatz von Streumunition in der Info-OP gegen Putin (Ein Parteibuch, 08.04.2016)
- Geld ist dicker als Wasser, Teil 2: Panama Papers – Was soll man von den Jägern halten? (Bettina Röhl, Tichys Einblick, 07.04.2016)

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Der ehemalige Diplomat und Menschenrechtsaktivist Craig Murray kritisierte in Zusammenhang mit den jüngst veröffentlichten Panama Papers die Art der Finanzierung und zweifelt an der Unabhängigkeit des ICIJ , weil man unter den Unterstützern und Finanziers dieses Instituts Namen wie die Ford Foundation, Carnegie Endowment, Rockefeller Family Fund, W K Kellogg Foundation und die Open Society Foundation (Soros) findet. Er rechne daher nicht mit der "[...]schonungslosen Offenlegung des westlichen Kapitalismus. Die dreckigen Geheimnisse der westlichen Unternehmen werden auch weiterhin verschlossen bleiben.[...]"[19][20] [Center for Public Integrity, Kritik, Wikipedia]
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Einige Empfehlungen der Operation Northwoods lauteten: [3]
  • Verbreitung von Gerüchten über Kuba durch geheime Radiosender
  • Anschläge gegen kubanische Flüchtlinge in den USA, für die man Castro verantwortlich machen wollte
  • Zerstörung einer amerikanischen Militärbasis oder eines amerikanischen Flugzeuges, anschließende Beschuldigung kubanischer Truppen
  • Störung des zivilen Luftverkehrs, Angriffe auf Schiffe und Zerstörung eines US-Militärflugzeuges durch Flugzeuge vom Typ MiG
  • Zerstörung eines angeblich mit ferienreisenden Studenten gefüllten Passagierflugzeuges
  • möglichen Unfalltod des Astronauten John Glenn als kubanische Sabotage darstellen
  • Inszenierung einer Terroraktion mittels des tatsächlichen oder simulierten Versenkens kubanischer Flüchtlinge
  • Angriff und Abschuss einer zivilen Chartermaschine durch ein kubanisches Flugzeug.
Für den Angriff und Abschuss einer zivilen Chartermaschine sah man vor, ein genaues Duplikat eines tatsächlich registrierten Zivilflugzeuges der CIA anzufertigen. Vorgesehen war hierfür der Luftwaffenstützpunkt Eglin. Das Duplikat sollte durch ein Rendezvous beider Flugzeuge südlich von Florida ausgetauscht werden. Zuvor haben bereits Passagiere mit falschem Namen das tatsächlich registrierte Flugzeug betreten und fliegen auf Minimalhöhe zum vorgesehenen Luftwaffenstützpunkt Eglin zurück. Das Duplikat sollte als Drohne weiter Richtung Kuba fliegen und mit dem Notsignal „Mayday“ einen Angriff durch ein kubanisches Kampfflugzeug simulieren. Indem das Signal aufgefangen und der International Civil Aviation Organization gemeldet wird, würde der Vorfall von ganz allein genug Aufsehen erregen, ohne großes Zutun der US-Regierung.[4]
Da das Dokument von John F. Kennedy abgelehnt wurde, blieb Operation Northwoods ein Entwurf ohne tiefgreifende Folgen für die kurz darauf folgende Kubakrise.[5] Bedeutung erlangte das Dokument erst wieder mit der Veröffentlichung in den 1990ern und der Auswertung interner Geheimdienstprotokolle aus der Zeit der Kubakrise, sowie durch die Terroranschläge vom 11. September 2001. Der Schweizer Historiker Daniele Ganser argumentiert in diesem Zusammenhang, Operation Northwoods liefere den auch für 2001 relevanten Beleg, dass weder die Planung von inszenierten Terroranschlägen gegen das eigene Land durch US-Regierungsbehörden noch die erfolgreiche Geheimhaltung solcher Pläne als abwegig auszuschließen seien.[6] [Operation Northwoods, Inhalt des Dokuments, Folgen, Wikipedia]

KenFM über: Die Panama-Putin-Posse [19:16]

Veröffentlicht am 05.04.2016
Was ist eine Briefkastenfirma?

Bei einer Briefkastenfirma handelt es sich nicht um eine klassische Fabrik mit echten Mitarbeitern, die morgens wirklich zur Arbeit kommen, um tatsächlich irgendetwas zu produzieren. Auch wird in einer Briefkastenfirma keine echte Dienstleistung erbracht. Eine Briefkastenfirma ist nichts anderes, als eine Postadresse, die der Täuschung dient. Wie zu erwarten war, geht es um Geld. Extrem viel Geld. Dieses Geld wird über die Briefkastenfirma in einer Steueroase geparkt, gewaschen oder weitergeleitet.

Dieses Phänomen ist nicht neu, sondern so alltäglich wie Prostitution. Wer über eine Briefkastenfirma verfügt, kann gegenüber dem heimischen Finanzamt behaupten, er würde schon Steuern auf seine Gewinne bezahlen, aber eben an ein Finanzamt, das sich in einer Steueroase befindet. Das aber wäre völlig legal, denn schließlich wäre auch der eigene Firmensitz zufälligerweise an diesem Ort. Praktisch. Und einen Briefkasten gäbe es dort auch. Der ist nur sehr klein, was aber damit zu tun hätte, dass auch die abzuführenden Steuern sehr klein seien. Wie passend!

Wer sich die Nutzer von Briefkastenfirmen ansieht, wird feststellen, dass sich kaum Hartz-IV-Empfänger unter ihnen befinden. Dieses Geschäftsmodell lohnt nur, wenn man nicht mehr weiß, wohin mit seinem Schotter. Nur wer schon reich ist, wird sich um einen Briefkasten in einer Steueroase bemühen. Natürlich macht ein Bonze, eine Firma oder ein Konzern das nicht selber. Dafür gibt es schließlich Profis. Eine ganze Branche lebt davon, die Institution „Finanzamt“ zum Narren zu halten. Legal, versteht sich.

Es lebe das Gewerbe der Wirtschaftsberatungsunternehmen, die schon deshalb dem Fiskus oder den Anwälten immer einen Schritt voraus sind, da auch hier die Politik der Drehtür fest zum Geschäftsmodell gehört.

Profis in Sachen Steuervermeidung werben die Fachleute von den ermittelnden Behörden einfach ab. Später wechseln die mit Cash auf Linie gebrachten Personen auch gerne wieder zurück auf Staatsposten, oder aber werden Teilhaber großer Kanzleien, die wiederum beratend den agierenden Wirtschaftsprüfern zur Seite stehen. Ein Kreis schließt sich hier nicht, der Ring kann gar nicht verlassen werden, denn er ist extrem stabil und sorgt dafür, dass die Multimilliarden der Kunden mit einem Speed von A nach Z verschoben werden, dass man in Cern schon fast neidisch wird.

Das Ganze ist ein großer Circus, bei dem eine Krähe der anderen kein Auge aushackt, denn jeder, der sich zu den Reichen oder Superreichen zählt, spielt in diesem Casino mit. Jeder.

...

Wer hat die Panama Papers bezahlt?
Das ICIJ, ein internationales Konsortium für investigative Journalisten. Das ICIJ wurde 1997 gegründet und gehört zum CPI, dem Center for Public Integrity. ICIJ und CPI werden vor allem aus Stiftungen finanziert. US-Stiftungen steinreicher Oligarchen, gegen die Putin selbst dann noch ein armes Würstchen wäre, sollte er tatsächlich 200 Milliarden gemopst haben.

Finanziert hat die Enthüllungsstory, genannt Panama Papers, die Ford Foundation, der Rockefeller Family Fund, die W. K. Kellogg Foundation, Carnegie Endowment und, wie nicht anders zu erwarten, die Open Society Foundation eines gewissen, na klar, George Soros.

Das könnte erklären, warum die Süddeutsche Zeitung, die Russland auch 2016 noch bezichtigt, die Krim annektiert zu haben, obwohl rechtlich längst bewiesen ist, dass hier eine Sezession vorliegt, in ihrem Text zu den Panama Papers Putin als den Bösewicht Nummer Eins darstellt.

Die Krim wollte sich nicht der durch Faschisten unterstützten Putsch-Regierung in Kiew anschließen, nur hat dies das State-Department innerhalb der Süddeutschen Zeitung noch immer nicht verkraftet. Und dass Soros in der Ukraine während des Putsches auch das ZDF mit von ihm gezimmerten Nachrichten versorgte, ist der SZ anscheinend egal.

Ist es nicht verwirrend, dass ausgerechnet ein Netzwerk von Superreichen über ihre Stiftungen, die sie gründeten, um Steuern zu sparen und das gesparte Geld politisch nutzen, jetzt DIE Enthüllung des Jahrhunderts in Sachen Steuerschlupflöcher finanziert hat, und keine Sau in den Leitmedien sich die Frage stellt, wie das zusammenpasst?

Gut, dass wir alternative Blogs wie den von Alexandra Bader aus Österreich haben. Sie stellt die Frage, ob Putins Intimfeind George Soros als Mitfinanzier des Enthüllungspapiers nicht stutzig machen müsste.

Reichlich dubios.

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Samstag, 9. April 2016

Ukraine und Panama Papers – Vertreibung aus dem Steuerparadies

Poroschenko gab Anfang April 2014 in einem Interview mit der Bildzeitung bekannt, sollte er die Präsidentschaftswahl in der Ukraine 2014 gewinnen, würde er den Roshen-Konzern verkaufen.[17] Tatsächlich schien Nestlé um einen Betrag von einer Milliarde Dollar Interesse zu bekunden, dies bei einem Wert von 3 Milliarden. Aufgrund der schweren Verkäuflichkeit wurde die Idee eines "Blind Trust" lanciert, dessen Existenz und Unabhängigkeit jedoch im April 2016 nicht gesichert war.[18][19][20] Mit der Veröffentlichung der Panama Papers wurde bekannt, dass Poroschenko am 21. August 2014 die Offshore-Firma Prime Asset Partners Ltd. auf den Britischen Jungferninseln für sich gründen ließ. Poroschenko kommentierte dies mit der Begründung, er habe nach seiner Wahl seine geschäftlichen von politischen Interessen trennen wollen. Die ukrainischen Finanzbehörden hätten stets von den in der Firma geparkten Vermögenswerten gewusst.[21] Hingegen behauptet das Medium Hromadske.tv, die Gesellschaft sei in seiner Vermögenserklärung der Jahre 2014 und 2015 nicht aufgeführt gewesen. Auf Grundlage dieser bislang nicht gesicherten Behauptung vermutet es, die Ukraine sollte bei einem potentiellen Verkauf von Roshen über die Offshoregesellschaft um Steuereinnahmen gebracht werden.[22][23] Die NZZ schrieb hingegen, dass steuerliche Motive kaum eine Rolle gespielt haben dürften.[18] (Petro Poroschenko, Karriere als Unternehmer, Wikipedia)
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Die Enthüllungen über Offshore-Firmen von Politikern bringen auch den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko in Bedrängnis. Seine Firma „Prime Asset Partners“ kann ihm gefährlich werden.

In der Ukraine wachsen keine Erdnüsse, aber für die verschwiegene Milliardärskaste dieses Landes, und erst recht für Präsident Petro Poroschenko, dessen Vermögen die Presse unlängst auf 754 Millionen Euro geschätzt hat, passt nur das Wort „Peanuts“: glaubt man den „Panama Papers“, die ein Recherchenetzwerk um die „Süddeutsche Zeitung“ jetzt offenlegt, hat das Staatsoberhaupt 2014 und 2015 genau 3085 Dollar in seiner Vermögenserklärung nicht angegeben. Poroschenko schrieb am Montag auf Facebook: „Als ich Präsident wurde [also bevor die Firma in British Virgin Islands eingetragen wurde], habe ich mich von der Verwaltung meiner Aktiva zurückgezogen und diese Angelegenheiten verantwortlichen Consultingfirmen und Rechtskanzleien übertragen. Ich erwarte, dass diese der ukrainischen und internationalen Presse erschöpfend Auskunft geben.“

Die Firma „Prime Asset Partners“, die Poroschenko am 21. August 2014 mit Hilfe der Kanzlei Mossack Fonseca im Steuerparadies British Virgin Islands eintragen ließ, kann für Poroschenko gefährlich werden. Wegen seines hinhaltenden Widerstandes gegen eine entschlossene Reform der Justiz und vor allem der notorisch korrupten Generalstaatsanwaltschaft ist sein Ruf ohnehin angeschlagen, und jetzt, nach der „Panama-Affäre“ haben zwei der bekanntesten Bürgerrechtler in seiner eigenen Parlamentsfraktion, die früheren investigativen Journalisten Mustafa Najem und Serhij Leschtschenko, die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses verlangt. Nur auf diesem Wege könne der Vorwurf – Verschweigen von meldepflichtigen Vermögenswerten durch das Staatsoberhaupt – geklärt werden. Ein Amtsenthebungsverfahren kommt nach Najems Deutung nicht in Betracht, denn im Raum stehe keine Straftat, sondern nur ein verwaltungsrechtlicher Verstoß.
mehr:

- Ukraine und Panama Papers – Vertreibung aus dem Steuerparadies (Konrad Schuller, FAZ, 04.04.2016)
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siehe auch:
- Eine Welt voller Oligarchen (Post, 04.04.2016)
- Massenmedien, Panama Papers und West-Oligarchen (Post, 08.04.2016)

Geheimnisverrat: Gesetze haben keine Geltung

Geoffroy de Lagasnerie verklärt den Geheimnisverrat im Internet zu einer neuen "Kunst der Revolte": Niemand muss sich an staatliche Regeln halten.

Uns fragt ja keiner! Wir werden in einen Staat hineingeboren und sind dessen Bürger, ohne dass wir entscheiden können, ob wir die damit verbundenen Rechte und Pflichten überhaupt haben wollen. An der unfreiwilligen Tatsache der Staatsbürgerschaft arbeitet sich die politische Philosophie seit Langem ab.

Der Sprachphilosoph Jacques Derrida hat das Problem einmal an der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung untersucht. Deren Autoren erklären "in the Name, and by Authority of the good People" die Kolonien zum unabhängigen Staat. Der rhetorische Trick, sagt Derrida, bestehe darin, so zu tun, als habe es schon immer ein "Volk" gegeben, das sich jetzt erst eine Verfassung gibt. Dabei waren die "guten Leute" der Kolonien womöglich Glückssucher mit ganz unterschiedlichen Zielen. Die Unabhängigkeitserklärung sei ein "Rechtsstreich" (so Derridas Abwandlung des Wortes Gewaltstreich), durch den aus verstreuten Leutchen ein Volkssouverän geworden sei. Dessen Willen, der mit dem Willen des Einzelnen nichts zu tun haben muss, legitimierte die Gründung des neuen Staates. Im Falle der USA war damit 1776 auch entschieden, wer nicht zum souveränen Volk zählte, die schwarzen Sklaven zum Beispiel.

mehr:
- "Die Kunst der Revolte": Gesetze haben keine Geltung (Marie Schmidt, ZON, 09.04.2016)

Abgeschrieben

Es war das erste Wochenende ohne "Sonntag Aktuell". Ein langjähriger StZ-Abonnent und Journalist hat seine neue Samstagszeitung mal genauer angeschaut. Es wurde ein Blick im Zorn.
Es war ja schon zunehmend peinlich, wie die "Stuttgarter Zeitung" (StZ) seit Wochen für die Zusammenlegung mit den "Stuttgarter Nachrichten" (StN) geworben hat, um der Leserin und dem Leser zu suggerieren, dass sie danach etwas viel Besseres zum – zunächst – gleichen Preis bekommen. Und dass nach der Einstellung von "Sonntag Aktuell" die neue Wochenendbeilage natürlich noch toller sein wird. Wenn man schon als Student aus Berlin in den späten 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts für die StZ arbeiten durfte und sie seit mehr als dreißig Jahren abonniert hat, verfolgt man deren Entwicklung mit einer gewissen Sympathie. Dass diese in den vergangenen Jahren deutlich nachgelassen hat, mag damit zusammenhängen, dass die Geschäftsleitung wohl den Begriff "Qualitätsjournalismus" für nicht kurzfristig bilanzierbar hält.

mehr:
- Abgeschrieben (Klaus H. Grabowski, Kontext, 06.04.2016)

Nachruf für Andreas Buro

Während fünfzig seiner 87 Lebensjahre engagierte sich der Sozialwissenschaftler und aufgeklärte Pazifist Andreas Buro in unterschiedlichen Funktionen und Organisationen für Frieden, Abrüstung, zivile Konfliktberatung und zivilen Ungehorsam. In die Wiege gelegt wurde ihm das nicht. Elternhaus und Erziehung in der Nazizeit vermittelten dem 1928 in Berlin Geborenen so gut wie nichts von dem, wofür sich Andreas Buro als Erwachsener mit Kopf und Hand und Herz einsetzte: Frieden und Gewaltfreiheit.

1944 wurde der 16-Jährige als „Kind mit Gewehr“, wie Buro in seiner Autobiographie („Gewaltlos gegen Krieg“, 2011, Verlag Brandes&Apsel) mitteilt, als Flak-Helfer eingezogen. Nach einem Praktikum als Waldarbeiter studierte Buro zunächst Forstwirtschaft an der Humboldt-Universität und promovierte dort 1954. Mangels reeller beruflicher Chancen verließ er die DDR und studierte ab 1955 Politikwissenschaft in Frankfurt, wo er nach dem Studium von 1970 bis zur Emeritierung als Lehrbeauftragter, Privatdozent und Professor an der Goethe-Universität lehrte und forschte.

1969 gehörte Andreas Buro mit Klaus Vack u.a. zu den Gründern des „Sozialistischen Büros“ und der Zeitschrift „links“, die eine undogmatische linke Position vertrat gegen die staatssozialistischen „Marxisten-Leninisten“ und die verbiesterten Campus-Maoisten. Oskar Negt, Klaus Meschkat, Ursula Schmiederer, Elmar Altvater, Ekkehart Krippendorff, Arno Klönne, Wolf-Dieter Narr, Gerd Schäfer, Joachim Hirsch u.a. gehörten mit Buro zu den Autoren der Zeitschrift, die bis 1994 existierte.

mehr:
- Nachruf für Andreas Buro (Rudolf Walther, Links-Netz, Februar 2016)
- Wir haben Andreas Buro verloren (attac, 19.01.2016)

8. Strategiekonferenz der Kooperation für Frieden 2011 - Andreas Buro [publicsolidarity] [22:24]

Veröffentlicht am 28.12.2013
Kooperation für den Frieden - 8. Strategiekonferenz 2011 in Hannover 
(http://www.koop-frieden.de/strategiek...)
Alle Videos der Konferenz auf http://www.publicsolidarity.de
Eröffnungsreden am Freitag
• Monty Schädel - DFG-VK
• Wiltrud Rösch-Metzler - pax christi
• Christiane Fröhlich - FEST Heidelberg
Das 1. Podium am Freitag zum Thema:
"Kriegsgefahren im Nahen und Mittleren Osten - unsere Handlungsmöglichkeiten für Frieden"
• Reiner Braun mit den einführenden Worten - IALANA
• Bernhard Krane - Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
• Wiltrud Rösch-Metzler - pax christi
• Raif Hussein - Deutsch-Palästinensische Gesellschaft
• Rolf Verleger - Jüdischen Stimme für Gerechten Frieden
• Ulrich Gottstein -- IPPNW
Das 2. Podium am Samstag zum Thema:
"Eine Region zwischen Krieg und Frieden"
• Kathrin Vogler mit den einführenden Worten
• Clemens Ronnefeldt -- Internationaler Versöhnungsbund
• Dawood Hamoudeh -- The Grassroots Palestinian Anti Apartheid Wall Campaign
• Adam Keller -- Gush Shalom
• Die 2. Podiumsrunde
Die workshops am Samstag
• Dawood Hamoudeh - Input-Referat zum 2. workshop
• Manfred Lotze - Input-Referat zum 2. workshop
• Martin Forberg - Input-Referat zum 2. Workshop
• Diskussionsrunde zum 2. Workshop
• Arbeitsgruppenergebnisse des 2. Workshop
• Alle Arbeitsgruppenergebnisse der 4 workshops
• Diskussionsrunde nach der Vorstellung aller Arbeitsergebnisse der 4 workshops
Die Abschlussveranstaltungen der Konferenz am Samstag
• Andreas Buro - Resümee der Konferenz
• Renate Wanie - Verabschiedung

siehe auch:
- Überlegungen zum Ukraine-Konflikt (Andreas Buro, AG Friedensforschung, 13.03.2014)
- "Aus Sorge um den Frieden" in der Ukraine und in Europa ( Bundesausschusses Friedensratschlag - Presseerklärung vom 20. Mai 2014 )

Referendum in den Niederlanden: Perversion der Demokratie?

Bei dem Referendum in den Niederlanden wurden die Unterstützer des EU-Ukraine-Abkommens darin bestraft, dass sie ihr Stimmrecht ausübten. Das zeigt, dass direkte Demokratie tatsächlich zu weniger Demokratie führt

Wer am Morgen nach diesem unglücklichen Referendum in den Niederlanden die Zeitung aufschlug oder sich durch die Onlineseiten klickte, musste ein betrübliches Bild von unseren Nachbarn erhalten: „Ein klares Nee richtet sich gegen Europa“, „Nee“ zum Ukraine-Abkommen, „Nee“ zur EU, so lauteten einige der Schlagzeilen. Die BILD-Zeitung meldete „Niederlande stimmen gegen EU-Ukraine-Abkommen“, 64 Prozent der Wähler hätten engere Beziehungen zur Ukraine abgelehnt – ohne auch nur in einem einzigen Satz zu erklären, dass das 30-Prozent-Quorum wackelte. Am Donnerstag war klar: Es wurde nur ganz knapp erreicht, mit 32 Prozent.

mehr:
- Die Perversion der Demokratie (Petra Sorge, Cicero, 07.04.2016)

mein Kommentar:
Die Welt besteht aus Geschichten: Putin ist der Böse, wir sind die Guten, die AfD ist ausländerfeindlich, und die Nee-Kampagne in den Niederlanden wurde von Populisten inszeniert. Was nicht paßt, wird passend gemacht…

siehe auch:
- Referendum in den Niederlanden: Asselborn gegen weitere Volksabstimmungen ()
- Holland, schütz uns vor der Ukraine! (AlterMannBlog, 06.04.2016)
Braucht jemand TTIP um glücklich zu sein? Weshalb dürfen nicht mal Abgeordnete das frei einsehen, über das sie abstimmen sollen? Weshalb lässt sich der Bundestag so etwas gefallen? Weshalb macht da der große Sozialdemokrat Gabriel mit? Ist Geheimhaltung ein sozialdemokratischer Wert, von dem ich bislang noch nichts wusste? Von jedem Hartzer wird ökonomisches Naggischmachen verlangt, das Kapital ist aber ein scheues Reh und frisst ungehindert – und unter staatlichem Schutz – die Schonung kahl.

Die Liste der Irrationalismen, mit der man die Bevölkerung piesackt, kann beliebig erweitert werden. „Da es nicht für alle reicht, springen die Armen ein“ schrieb Ernst Bloch, der einzige Pfälzer Philosoph. Die beiden Lichtgestalten Schulz und Juncker haben Europa nicht mehr im Griff – und das ist gut so. Neidisch blicken wir zu den Niederländern, die erst seit letztem Jahr dieses Gesetz haben: Es sollte das Vertrauen des Volkes in seine gewählten Volksvertreter erhöhen (!!). Es ermöglicht den Niederländern, über jedes vom Parlament erlassene Gesetz einen Volksentscheid zu organisieren. Wenn dann so abgestimmt wird, wie es die Regie nicht will, dann wurde das Gesetz „instrumentalisiert“, wie o.g. Steffen Dobert meint. Die Leserschaft seines Artikels sieht das diametral anders, wie die Sortierung der Leserbriefe nach Zustimmung zeigt. Das Verhalten der EU im Zusammenhang mit dem Maidan-Putsch und die Rolle der Frau „Fuck-the-EU“-Nuland (da hat sie eigentlich ja was Wahres gesagt) bleibt unvergessen! An die Journaille: Ihr hättet darüber auch ordentlich berichten können und nicht die Soros-Propaganda verblasen müssen! Nur das mal nebenbei.

Neue EU-Richtlinie bedroht Pressefreiheit

Am 14. April stimmt das Europaparlament über die EU-Richtlinie zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen ab. Und die hat es in sich: Sie könnte Leaks, Recherchen und Veröffentlichungen wie die Panama Papers in Zukunft deutlich erschweren. Journalisten sehen die Richtlinie als Bedrohung, für Whistleblower ist sie gefährlich und Gewerkschaften fürchten um die Rechte von Arbeitnehmern.

Pikant: Nach Bekanntwerden der Panama Papers forderte sogar die SPD-Generalsekretärin einen stärkeren Whistleblowerschutz. Die Sozialdemokraten haben nun in der kommenden Woche im Europäischen Parlament die Chance, sich gegen eine Verschlechterung der Situation von Whistleblowern und der Pressefreiheit einzusetzen, indem sie die neue EU-Richtlinie ablehnen.

mehr:
- Panama Papers: Neue EU-Richtlinie bedroht Pressefreiheit (Update) (Markus Reuter, Netzpolitik.org, 07.04.2016)
Die zentralen Probleme bleiben aber: Unternehmen bestimmen eigenständig, was ein Geschäftsgeheimnis ist. In vielen Ländern, unter anderem in Deutschland, bedeutet die EU-Richtlinie eine Ausweitung der Geschäftsgeheimnisse. Zudem bekommen Unternehmen ein zivilrechtliches Instrumentarium an die Hand, mit dem sie Whistleblower, Journalisten und Gewerkschaftsvertreter einschüchtern können. Denn um straffrei zu bleiben, müssen nach der Richtlinie Journalisten – und nicht etwa die Kläger – beweisen, dass sie im öffentlichen und nicht im privaten Interesse gehandelt haben.

Das moniert auch Christian Humborg vom investigativen Recherchebüro Correctiv.org:

Die geplante Richtlinie ermöglicht Unternehmen, gegen jede Berichterstattung zunächst einmal rechtlich vorzugehen, denn sie können selbst definieren, was ein Geschäftsgeheimnis ist. Ob sie am Ende den Prozess gewinnen, ist doch vielen Unternehmen egal, Hauptsache sie haben den Journalisten das Leben schwer gemacht.

Freitag, 8. April 2016

US-Wahlen: Hillary Clinton verschärft den Ton

In den USA zeichnet sich im Wahlkampf ein Linksruck ab, der im Kontrast zu der Entwicklung in Europa steht 

Guts vs. Brains - Eingeweide gegen Hirn. So interpretieren US-Demokraten oftmals die politischen Frontverläufe in den Vereinigten Staaten, bei denen der zum Extremismus tendierende Irrationalismus der Republikaner sich im Wettstreit mit dem rationalen und gemäßigten Denken der Demokraten befinde. Diese würden einen zivilisierten Umgang untereinander pflegen, während die Republikaner gewohnheitsmäßig die neandertalerhaften verbalen Keulen schwingen würden. Der aktuelle Vorwahlkampf schien bis vor kurzem dieser Einschätzung vollauf recht zu geben. Während bei den Republikanern mehr oder minder durchgeknallte Milliardäre und Rechtsextremisten eine politische Freakshow veranstalteten, die selbst bei hochrangigen US-Politikern wie Außenminister Kerry Gefühle des Fremdschämens auslöste, schien der demokratische Wahlkampf zwischen Hillary Clinton und Bernie Sanders von der Auseinandersetzung über - zumeist sozioökonomische - Sachthemen geprägt.
mehr:
- Hillary Clintons Nerven liegen blank (Tomasz Konicz, Telepolis, 08.04.2016)

siehe auch:
- US-Wahlen: Wen unterstützt die Rüstungsindustrie? (Florian Rötzer, Telepolis, 08.04.2016)

Massenmedien, Panama Papers und West-Oligarchen

Wer sich heute einmal die Startseiten der großen Nachrichtenportale anschaut, kommt nicht um den Eindruck herum, der russische Präsident Wladimir Putin sei die Schlüsselfigur in den jüngst aufgedeckten Enthüllungen um internationale Steuerstraftaten. Diese „Panama Papers“, die offensichtlich den digitalisierten Datenbestand der einschlägig bekannten Kanzlei Mossack Fonseca umfassen, könnten in der Tat eine Steilvorlage für den investigativen Journalismus sein. Leider „versemmeln“ die großen westlichen Medienkonzerne, die an der Aufarbeitung der Panama Papers beteiligt sind, diese Steilvorlage jedoch erbärmlich. Dazu hatte bereits gestern Abend der ehemalige britische Botschafter Craig Murray einen sehr empfehlenswerten Artikel geschrieben, den ich gerne für unsere Leser ins Deutsche übersetze. Am Ende des Textes finden Sie auch noch eine Ergänzung von mir.
mehr:
- Die Massenmedien beschützen die westlichen Eliten vor den Panama Papers (Jens Berger, NachDenkSeiten, 04.04.2016)

Originalartikel:
- Corporate Media Gatekeepers Protect Western From Panama Leak (Craig Murray, CraigMurray, 03.04.2016)

siehe auch:

- „Panama Papers“: Das Problem ist nicht die Art der Berichterstattung (Constanze, Netzpolitik.org, 06.04.2016, man beachte auch die Links!)
- Oh, wie kriminell ist Panama? (AlterMannBlog, 04.04.2016)
Aber eins ist sicher: Keine Meldung darf aber ohne die Schurken der Welt sein: Putin nicht dabei, aber sein Umfeld! Assad nicht dabei, aber einer aus seinem Umfeld! Wieso eigentlich nicht die Meldung: Merkel nicht dabei, aber ihr Umfeld? Die Strolche dieser Welt sind so vernetzt, dass sie alle aus einem „Umfeld“ kommen und zwar aus dem Umfeld derjenigen, die über das Nichtumfeld herrschen. Das können sie aber nur, wenn sie ihre Knechte dafür haben.

Die betreiben dann das Geschäft der „anderen“ und wie das geht kann man in der weißen Propaganda propagandaschau ausführlich nachlesen. Da lernt man, dass Assad zwar nicht auf der Liste steht, aber jemanden der ihn kennt und dann müssen noch unbedingt die „Fassbomben“ reingedrückt werden, auch wenn diese zum Thema nichts, aber auch gar nichts, beitragen. So wird man dann auch Mitglied der Atlantikbrücke: Georg Mascolo. Statt Putin und Assad sollte sich diese Flachpfeife dieser Qualitätsjournalist eher mal bei Siemens umgucken.

Bevor wieder die üblichen Nasen auf dem Bildschirm erscheinen: Diese Nasen haben das ja alles erst möglich gemacht. Allein die Gesetze, die unter Eichel zugunsten des Kapitals verabschiedet wurden, hätten dazu führen müssen, dass – außer den Geldsäcken – keiner mehr die Sozialdemokraten wählen dürfte. Die Scheinheiligkeit erblüht und Populismus ist, das zu beklagen und nichts zu machen. Weshalb gibt es in der EU die Steueroasen Guernsey, City of London und all die anderen Finanzplätze immer noch?

"Panama Papers": Was ist eigentlich neu an diesem Skandal? Welche Intentionen stehen dahinter? [6:53]


Veröffentlicht am 05.04.2016
Weitere Themen des heutigen Tagesausblicks:
• Konflikte rund um Russland herum: Armenien/Aserbaidschan, Ukraine, Syrien...
• Devisen: Interessante Entwicklung bei Yen/Renminbi
• US-Wirtschaftsdaten: Handelsbilanz, ISM-Index Dienstleistungen

www.cashkurs.com – Ihre unabhängige Finanzinformationsplattform zu den Themen Börse, Wirtschaft, Finanzmarkt von und mit Dirk Müller

Kuhherde verfolgt ferngesteuertes Auto [3:15]

Veröffentlicht am 21.05.2013
das ist der Beweis das Kühe nicht nur träge sind, im Gegenteil sie sind sehr neugierig

mein Kommentar:
Leute, rettet die Demokraatie, geht wählen!

DIE UNFASSBAREN - NOW YOU SEE ME | Trailer & Filmclips german deutsch [HD] [3:52]

vipmagazin
Am 03.07.2013 veröffentlicht
http://youtube.com/vipmagazin ... http://facebook.com/vipmagazin1 ... Die Unfassbaren - Now You See Me (deutscher Trailer / Trailer deutsch german HD) - Kinostart: 11.07.2013
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• Aktuelles Kinoprogramm - Neustarts der Woche: http://www.youtube.com/playlist?list=...
• Kino-Charts: http://www.youtube.com/playlist?list=...
• Die neuesten Kinotrailer: http://www.youtube.com/playlist?list=...
• Die neuesten Gamestrailer: http://www.youtube.com/playlist?list=...
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Offizieller deutscher Kino-Trailer zu dem Film "Die Unfassbaren - Now You See Me".
Originaltitel: Now You See Me
Thriller , US 2013
Filmverleih: Concorde Filmverleih GmbH
Kinostart (DE): 11.07.2013
Schauspieler/Darsteller: Jesse Eisenberg , Woody Harrelson , Morgan Freeman , Michael Caine , Isla Fisher , Mark Ruffalo u.a.
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Der charismatische Magier Atlas (Jesse Eisenberg) und seine Zaubertruppe verblüffen in Las Vegas ihr Publikum, in dem sie am anderen Ende der Welt die Bank eines zwielichtigen Wirtschaftsbosses (Michael Caine) ausrauben und das gestohlene Geld unter den Zuschauern verteilen. Alles unter den Augen der staunenden Anwesenden. Doch damit machen sie auch das FBI auf sich aufmerksam. Der Agent Dylan (Mark Ruffalo) und die Interpol-Beamtin Alma (Melanie Laurent) werden gemeinsam auf den Fall angesetzt, misstrauen sich jedoch gegenseitig. Je tiefer die Ermittlungen laufen, desto undurchsichtiger wird der Fall und die Truppe um Atlas muss einen internen Informanten haben. Doch in der Welt der Magier ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint und der einzige, dem man vertrauen kann, ist man selbst ...
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Georg Schramms bester Vortrag (die systematische Volksverblödung) {8:44}

Hochgeladen am 22.11.2011
...ja brauchen sie nich ho ho machen...

mein Kommentar:
Ablenkung, Ablenkung, Ablenkung! Wer mir ein »Qualitätsmedium« nennt, welches sich über die Hintergründe des Leaks Gedanken macht (Cui bono?), bekommt von mir ein Gummiplätzchen oder eine Baggerfahrt durch die Eifel!

KenFM über: Die Panama-Putin-Posse {19:16}

Veröffentlicht am 05.04.2016
Was ist eine Briefkastenfirma?
Bei einer Briefkastenfirma handelt es sich nicht um eine klassische Fabrik mit echten Mitarbeitern, die morgens wirklich zur Arbeit kommen, um tatsächlich irgendetwas zu produzieren. Auch wird in einer Briefkastenfirma keine echte Dienstleistung erbracht. Eine Briefkastenfirma ist nichts anderes, als eine Postadresse, die der Täuschung dient. Wie zu erwarten war, geht es um Geld. Extrem viel Geld. Dieses Geld wird über die Briefkastenfirma in einer Steueroase geparkt, gewaschen oder weitergeleitet.
Dieses Phänomen ist nicht neu, sondern so alltäglich wie Prostitution. Wer über eine Briefkastenfirma verfügt, kann gegenüber dem heimischen Finanzamt behaupten, er würde schon Steuern auf seine Gewinne bezahlen, aber eben an ein Finanzamt, das sich in einer Steueroase befindet. Das aber wäre völlig legal, denn schließlich wäre auch der eigene Firmensitz zufälligerweise an diesem Ort. Praktisch. Und einen Briefkasten gäbe es dort auch. Der ist nur sehr klein, was aber damit zu tun hätte, dass auch die abzuführenden Steuern sehr klein seien. Wie passend!
Wer sich die Nutzer von Briefkastenfirmen ansieht, wird feststellen, dass sich kaum Hartz-IV-Empfänger unter ihnen befinden. Dieses Geschäftsmodell lohnt nur, wenn man nicht mehr weiß, wohin mit seinem Schotter. Nur wer schon reich ist, wird sich um einen Briefkasten in einer Steueroase bemühen. Natürlich macht ein Bonze, eine Firma oder ein Konzern das nicht selber. Dafür gibt es schließlich Profis. Eine ganze Branche lebt davon, die Institution „Finanzamt“ zum Narren zu halten. Legal, versteht sich.
Es lebe das Gewerbe der Wirtschaftsberatungsunternehmen, die schon deshalb dem Fiskus oder den Anwälten immer einen Schritt voraus sind, da auch hier die Politik der Drehtür fest zum Geschäftsmodell gehört.
Profis in Sachen Steuervermeidung werben die Fachleute von den ermittelnden Behörden einfach ab. Später wechseln die mit Cash auf Linie gebrachten Personen auch gerne wieder zurück auf Staatsposten, oder aber werden Teilhaber großer Kanzleien, die wiederum beratend den agierenden Wirtschaftsprüfern zur Seite stehen. Ein Kreis schließt sich hier nicht, der Ring kann gar nicht verlassen werden, denn er ist extrem stabil und sorgt dafür, dass die Multimilliarden der Kunden mit einem Speed von A nach Z verschoben werden, dass man in Cern schon fast neidisch wird.
Das Ganze ist ein großer Circus, bei dem eine Krähe der anderen kein Auge aushackt, denn jeder, der sich zu den Reichen oder Superreichen zählt, spielt in diesem Casino mit. Jeder.
...
Wer hat die Panama Papers bezahlt?
Das ICIJ, ein internationales Konsortium für investigative Journalisten. Das ICIJ wurde 1997 gegründet und gehört zum CPI, dem Center for Public Integrity. ICIJ und CPI werden vor allem aus Stiftungen finanziert. US-Stiftungen steinreicher Oligarchen, gegen die Putin selbst dann noch ein armes Würstchen wäre, sollte er tatsächlich 200 Milliarden gemopst haben.
Finanziert hat die Enthüllungsstory, genannt Panama Papers, die Ford Foundation, der Rockefeller Family Fund, die W. K. Kellogg Foundation, Carnegie Endowment und, wie nicht anders zu erwarten, die Open Society Foundation eines gewissen, na klar, George Soros.
Das könnte erklären, warum die Süddeutsche Zeitung, die Russland auch 2016 noch bezichtigt, die Krim annektiert zu haben, obwohl rechtlich längst bewiesen ist, dass hier eine Sezession vorliegt, in ihrem Text zu den Panama Papers Putin als den Bösewicht Nummer Eins darstellt.
Die Krim wollte sich nicht der durch Faschisten unterstützten Putsch-Regierung in Kiew anschließen, nur hat dies das State-Department innerhalb der Süddeutschen Zeitung noch immer nicht verkraftet. Und dass Soros in der Ukraine während des Putsches auch das ZDF mit von ihm gezimmerten Nachrichten versorgte, ist der SZ anscheinend egal.
Ist es nicht verwirrend, dass ausgerechnet ein Netzwerk von Superreichen über ihre Stiftungen, die sie gründeten, um Steuern zu sparen und das gesparte Geld politisch nutzen, jetzt DIE Enthüllung des Jahrhunderts in Sachen Steuerschlupflöcher finanziert hat, und keine Sau in den Leitmedien sich die Frage stellt, wie das zusammenpasst?
Gut, dass wir alternative Blogs wie den von Alexandra Bader aus Österreich haben. Sie stellt die Frage, ob Putins Intimfeind George Soros als Mitfinanzier des Enthüllungspapiers nicht stutzig machen müsste.
Reichlich dubios.
+++
Das gesamte Skript und alle weiterführenden Links unter:
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+++
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"Panama-Leaks – Die Trickserei der Reichen" - phoenix Runde vom 06.04.2016 [45:06]

Veröffentlicht am 07.04.2016
Was genau legen die Panamapapers offen? Welche Konsequenzen muss ihre Auswertung haben? Welchen wirtschaftlichen und moralischen Schaden richten Offshore-Finanzparadiese an? Welche Möglichkeiten haben einzelne Staaten gegen sie vorzugehen?

Anke Plättner diskutiert u.a. mit:

- Georg Mascolo (Rechercheverbund NDR, WDR, Süddeutsche Zeitung)
- Reinhard Kilmer (ehemaliger Steuerfahnder)
- Prof. Veronika Grimm (Wirtschaftswissenschaftlerin Uni Erlangen-Nürnberg)
- Dorothea Siems (Die Welt)

Augstein und Blome vom 07.04.2016: „Vertreibung aus dem Steuerparadies - Wie schön war Panama?“ [18:27]

Veröffentlicht am 07.04.2016
Augstein und Blome vom 07.04.2016: „Vertreibung aus dem Steuerparadies - Wie schön war Panama? Der politische Schlagabtausch über das Thema der Woche mit Jakob Augstein, Verleger der Wochenzeitung "der Freitag" und Nikolaus Blome, stellv. Chefredakteur „Bild“.

selective attention test {1:21} (mehr auf the invisible gorilla)

Hochgeladen am 10.03.2010
The original, world-famous awareness test from Daniel Simons and Christopher Chabris. Check out our book and website for more information (www.theinvisiblegorilla.com)

Das Phänomen, um das es in diesem Fall geht, nennt man selektive Wahrnehmung.

Aufmerksamkeit - Der unsichtbare Gorilla {4:52}

Veröffentlicht am 20.03.2012
In dem Artikel "Die Macht der Aufmerksamkeit oder wie man zum Superhuman wird" auf meinem Blog http://www.got-big.de/Blog/?p=10741 beschreibe ich die Möglichkeiten von gezielter Aufmerksamkeit im Sport, beim Muskelaufbau und Abnehmen.
Das Buch "Der unsichtbare Gorilla" kannst du bei Amazon kaufen:
http://tinyurl.com/6q3dsbr
Vielen Dank an http://www.youtube.com/user/piperverl... für das Video.

siehe auch:
- Kapitalismus: Eine Firma mit null Angestellten vergibt Milliardenkredite (Post, 09.11.2014)

George Soros, seine Ukraine-Investitionen und der Maidan

Ukrainian Crisis Media Center (UCMC)
loser321 schrieb am 16. Juni 2014 07:44

> dieses Pressezentrum das extra in Kiew für Westmedien aus dem Boden
> gestampft wurde.
Das ist das 'Ukrainian Crisis Media Center' (UCMC)[1], ein Projekt
von PRP Ukraine, die eine PR Company und Tochter von WEBER SHANDWICK
sind, die wiederum zur Interpublic Group of Companies (IPG) gehören,
eine der vier größten Holdings in der Werbeindustrie.

OT aber witzig:
2010 wurde ein WEBER SHANDWICK Vorstand von HILL & KNOWLTON abgeworben[2].
Und HILL & KNOWLTON ist wer?

Richtig, die Erfinder der Brutkastenlüge :)

Die Journalisten der "freien Presse" (6 Medienkonzerne und das
Staatsfernsehen) sind, "embedded journalists", das bedeutet sie sind
per definition "kontrollierte" Kriegsberichterstatter[3].
Diese unterstehen ausdrücklich dem Schutz der Kriegspartei für die sie
berichten. Dieser Schutz gilt nicht für Journalisten die nicht
"eingebettet" sind, was gefährlich sein kann[4].

Weitere übliche Praxis ist auch die Informationsgewinnung über "stringer"[5].
Das sind lokale Freiberufler, die den Journalisten neben "fixers" zur
Seite gestellt werden. Ein "Fixer" ist mehr für das Praktische
zuständig, wie z.B. Sprachübersetzung und scouting.

[1]
"Mitglied dieser Koordinierungsgruppe ist Nataliya Popovych,
Präsidentin von PRP, der ukrainischen Tochtergesellschaft von Weber
Shandwick und Gründungsmitglied des UCMC.
Entwaffnend ehrlich bekennt sie: "Ich bin stolz, als
Bandera-Anhängerin" bezeichnet zu werden."
http://www.freitag.de/autoren/lapple08m214/zdf-skandal-berichte-im-auftrag-kiews

[2]
http://www.holmesreport.com/news-info/11345/Weber-Shandwick-Brings-Legal-Action-Against-Hill--Knowlton-Duo.aspx

[3]
http://de.wikipedia.org/wiki/Embedded_Journalist

[4]
http://en.wikipedia.org/wiki/April_8,_2003_journalist_deaths_by_U.S._fire

[5]
http://swrmediathek.de/player.htm?show=75a5d790-a60f-11e3-bf3b-0026b975f2e6
(Ukrainian Crisis Media Center (UCMC), heise news, Kommentar-Forum: »Putins Trolle schwemmen die Online-Foren«, 16.06.2014)
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Im Zuge der Euromaidan-Proteste richtete seine Stiftung in der Ukraine das Ukraine Crisis Media Center ein. Nach dem Regierungswechsel forderte er einen "Marshall-Plan" für das Land. Am 23. August 2014 bedankte sich der Präsident Petro Poroschenko bei George Soros für seine „Unterstützung der Ukraine und ihrer demokratischen Entwicklung“. Poroschenko und Soros sprachen darüber, wie man die Attraktivität des Landes für Investoren erhöhen könne.[37]
In einem ZDF-Interview im November 2014 forderte Soros, der stark in ukrainische Staatsanleihen investiert hat, den Sparkurs, den Bundeskanzlerin Angela Merkel der ganzen EU diktiere, zugunsten der Ukraine aufzugeben: „Leider scheint sie nicht zu begreifen, dass ihre Sparpolitik unangemessen ist in Kriegszeiten wie diesen. Wer im Krieg ist, muss an erster Stelle seine Ressourcen nutzen – und wenn nötig seinen Einsatz noch erhöhen.“ Wollte die EU diese massive Unterstützung der Ukraine meiden, könne es übel ausgehen für sie, so Soros.[38] Seiner Meinung nach verteidige die Ukraine die EU gegenüber einer russischen Aggression.[39]
Nachdem Russland androhte, im Jahr 2015 Kredite an die Ukraine in Höhe von etwa 3 Milliarden US-Dollar wegen der deutlichen Überschreitung der bei Kreditabschluss vertraglich vereinbarten Maximalverschuldung von 60 % des Bruttoinlandsprodukts fällig zu stellen, was die Folge gehabt hätte, dass die Ukraine, die für 2015 noch keinen Haushaltsplan erstellt hat, in den nächsten Jahren 8 Milliarden US-Dollar an private Investoren – u. a. auch an Soros – zurückzuzahlen hätte, forderte dieser im Januar 2015 in einem Interview mit der Financial Times die internationale Gemeinschaft und vor allem die Europäische Union auf, der Ukraine möglichst noch im ersten Quartal des Jahres Finanzhilfen in Höhe von 50 Milliarden Dollar zukommen zu lassen, die zum Wiederaufbau des Landes, zur Modernisierung der Wirtschaft und zur Beseitigung der Kriegsschäden in der Ost-Ukraine nötig seien. Das werde auch der EU bei der Rettung des Euros helfen.[40]
In diesem im Januar 2015 veröffentlichten Plan[41] schlug er insbesondere vor, dass der Paris Club die Schulden der Ukraine gegenüber Russland übernehmen solle, um einen generellen Zahlungsausfall und einen Kapitalverlust privater Gläubiger zu verhindern. Die zur Vermeidung eines finanziellen Zusammenbruchs der Ukraine notwendigen Sofortzahlungen, die vom IWF auf 15 Milliarden Dollar beziffert werden, seien bei weitem nicht ausreichend.[42] Vor dem Hintergrund der drohenden Zahlungsausfälle verhandelte Soros in Kiew am 13. Januar 2015 mit Politikern und Parlamentariern u. a. über die Gründung eines staatlichen Fonds zur Absicherung privater Investoren.[43] (George Soros, Politisches und wirtschaftliches Engagement in der Ukraine, Wikipedia, Hervorhebungen von mir)
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1956 zog er in die USA und übernahm 1968 einen Investmentfonds (Hedgefonds) in Curaçao.[2] Auch seine späteren Quantum Funds, die er gemeinsam mit Jim Rogers gründete, haben ihren Sitz in Offshore-Finanzzentren, wie den Niederländischen Antillen und den Jungferninseln. Er entzog damit seine Geschäfte der Kontrolle durch die US-Finanzaufsicht.
1988 erzielte Soros mit dem Kauf und Verkauf von Aktienpaketen der französischen Großbank Société Générale rund 2,2 Millionen US-Dollar Spekulationsgewinn. Die Transaktion erregte zunächst kein Aufsehen. 2006 wurde er von einem französischen Gericht in letzter Instanz für schuldig befunden, von vertraulichen Informationen profitiert zu haben, und wegen Insiderhandels zu einer Geldstrafe in Höhe seines mutmaßlichen Gewinns verurteilt.[5] Seine im Dezember 2006 eingereichte Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte[6] scheiterte, da der Gerichtshof im Oktober 2011 das Urteil des französischen Gerichts bestätigte. [7][8]
Sein Vermögen wird vom Forbes Magazine in seiner 2016er Liste der Milliardäre auf 24,9 Milliarden US-Dollar geschätzt, er ist damit auf Platz 23.[9]
Soros hat die Ehrendoktorwürden der New Yorker Universität The New School, der Universität Oxford (1980), der Wirtschaftshochschule Budapestund der Yale-Universität (1991) erhalten. 2012 wurde er mit dem Adam-Smith-Preis der National Association for Business Economics (NABE) ausgezeichnet. Soros war zweimal verheiratet und hat fünf Kinder. (George Soros, Karriere, Wikipedia)
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Soros unterstützte durch das Open Society Institute verschiedene oppositionelle Gruppen in Südosteuropa und ehemaligen GUS-Republiken finanziell.[21] Damit hat er sich viele Feinde gemacht. Im Juni 2005 wurde er vor einem Hotel in Tiflis von Anhängern des früheren georgischen Präsidenten Swiad Gamsachurdia mit Eiern beworfen.[22]
Er spielte eine wichtige Rolle bei den politischen Prozessen in Osteuropa, die 1989/91 zum Zusammenbruch des Ostblocks führten, und war nach eigener Aussage „aktiv an der Revolution beteiligt, die das Sowjetsystem hinwegfegte“.[23] Bereits seit 1979 unterstützte der gebürtige Ungar osteuropäische Dissidenten mit drei Millionen US-Dollar pro Jahr, darunter die Gewerkschaft Solidarność in Polen, die Bürgerrechtsbewegung Charta 77 in der Tschechoslowakei und den Dissidenten Andrei Sacharow in der Sowjetunion. 2003 wurde ihm vom Journalisten Neil Clark in einem Artikel für die englische Wochenzeitung New Statesman vorgeworfen, er habe in den 90er Jahren mit seiner Unterstützung des Senders B92 und anderer Oppositionsgruppen in Serbien die Bundesrepublik Jugoslawien auch aus eigenen Geschäftsinteressen heraus destabilisiert. Clark bezeichnete Soros als „ungekrönten König von Osteuropa“.[24] Auf der anderen Seite wurde er 1997 im Forbes Magazine dafür kritisiert, den Machterhalt von Altkommunisten zu fördern.[25]
Soros finanziert über die Soros Foundation auch die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen.[26] (George Soros, Philanthropisches und politisches Engagement, Wikipedia) 
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GEORG SCHRAMM: Finanzkrieg - FINANZKRISE - Geldschöpfung - Geldsystem (Börsenbrief) [5:37]

Der INFLATIONSSCHUTZ-BRIEF
Hochgeladen am 11.06.2011
Der INFLATIONSSCHUTZ-BRIEF informiert nur zu Bildungszwecken über: "Georg SCHRAMM" und sein Statement über den seit 2009 herrschenden, weltweiten FINANZKRIEG, bei dem Hedge-Fonds und Groß-Investoren mit gehebelten Finanzprodukten - beruhend auf der "Geldschöpfung / GELD aus dem NICHTS" - die Welt mit US-Dollar aufkaufen und wofür die Menschen in vielen Ländern bezahlen müssen ohne es zu wissen. Ein Schachzug der einem weltweiten Coup d'État (Staatsstreich) gleichkommt, und die Umverteilung von unten nach oben massiv beschleunigt. GEORG SCHRAMM hat die Sendung "Neues aus der Anstalt" dazu benutzt, in Deutschland weitgehend unbekannte Wahrheiten zur "FINANZKRISE" dem aufmerksamen Beobachter zu vermitteln. 
Nähere Informationen über die dazu benutze Geldschöpfung aus dem Nichts im bestehenden Geldsystem (und zu den Ursachen der Finanzkrise) können in der Ausgabe 18/2011 und 1/2011 von "Der INFLATIONSSCHUTZ-BRIEF" (Links nachfolgend) nachgelesen werden:
http://inflationsschutzbrief.synergen...