Freitag, 11. Januar 2019

Explosion verblüfft nach 200 Millionen Jahren

Rund 200 Millionen Lichtjahre entfernt gab es vergangenen Sommer eine ungewöhnlich helle Explosion. Astronomen nähern sich der Klärung des Phänomens.

Eine ungewöhnliche Explosion am Nachthimmel lässt Astronomen rätseln: Am 16. Juni 2018 hatten Teleskope im Sternbild Herkules plötzlich einen sehr starken Ausbruch registriert, der drei Tage lang rund zehn Mal heller leuchtete als eine typische Supernova in derselben Entfernung.

Zwei Forscherteams haben jetzt unterschiedliche Erklärungen für die Beobachtung vorgeschlagen: Demnach könnte es sich entweder um eine besonders starke Supernova gehandelt haben, in der ein Stern am Ende seiner Existenz explodiert ist, oder um ein monströses Schwarzes Loch, das einen ausgebrannten Stern zerrissen hat, einen Weißen Zwerg. Beide Teams stellten ihre Deutungen am Donnerstag (Ortszeit) auf der Jahrestagung der Amerikanischen Astronomischen Gesellschaft (AAS) in Seattle vor.

mehr:
- Supernova oder Sternentod? Mysteriöse Explosion verblüfft Astronomen (dpa, heise online, 11.01.2019)

Sternen Größenvergleich 2 {6:50}

morn1415
Am 01.08.2016 veröffentlicht 
Liebe Welt,
Lasst uns über die Zeit reden.
Als ich meinen erstes YouTube Video vor 7 Jahren hochgeladen habe, hätte ich niemals gedacht, dass ich soviel Aufmerksamkeit erhalten würde.
Ich habe viele Diskussionen geführt, neue Leute kennengelernt und Videos über Dinge gemacht, die mich faszinierten. Neue Effekte habe ich auch ausprobiert.
Ich habe es sehr genossen und ich lese noch heute jeden neuen Kommentar. Und es kommen immer neue dazu. Ich bin froh, dass ich mit diesem Hobby angefangen habe. Ich bin überwältigt von der ganzen Aufmerksamkeit.
Mit der Zeit wurde es immer schwieriger, Zeit zu finden, um Videos zu produzieren. Da waren andere Dinge in meinem Leben, mit denen ich fertig werden musste, und ich war mir nicht sicher, ob ich jemals wieder Zeit finden würde, ein Video zu machen.
Aber einer Sache war ich mir immer bewusst:
Ich schulde euch etwas. Die ganze Zeit wollten die Leute einen Nachfolger von "Sternen Größenvergleich". Und ja, ich habe es versprochen.
Meine Versprechen halte ich auch. Wann immer ich im vergangenen Jahr Zeit fand, habe ich hier dran gearbeitet. Und nun ist es so weit.
Ich hoffe es gefällt euch. Neugierig über eure Reaktionen, habe ich es diesmal etwas anders gemacht. Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass ich die Musikwahl des ersten Teil nicht übertreffen kann. Aber lasst mich euch sagen, Vangelis Alpha ist ein Stück, das mir sehr am Herzen liegt. Das habe ich immer im Kopf behalten. Ich bin immer noch auf der Suche nach Kontakt zu Musikern.
Ich weiß nicht, was die Zukunft für mich bereit hält, aber ich hoffe wir hören voneinander.
Genießt es.

Donnerstag, 10. Januar 2019

Der misstrauische Drogenboss

In New York steht der Boss des Sinaloa-Drogenkartells vor Gericht. Der hat sein engstes Umfeld überwacht und Ermittlern einen Schatz offengelegt. 

Einer der mächtigsten Drogenbosse Mexikos hat auf Telefonen seiner engsten Vertrauten Überwachungs-Apps installiert und US-Ermittlern damit tiefe Einblicke in seine intimste Kommunikation ermöglicht. Das wurde beim Prozess gegen Joaquín Archivaldo Guzmán Loera alias "El Chapo" deutlich, der derzeit vor einem US-Bundesbezirksgericht in New York geführt wird. Dort sagte diese Woche ein Mann aus, der dem Chef des Drogenkartells Sinaloa bei der IT geholfen hat, dann aber mit dem FBI kooperierte, wie Reuters berichtet.
mehr:
- Prozess gegen El Chapo: Drogenboss setzte auf Spyware und half so den Ermittlern (Martin Holland, heise online, 10.01.20149)

DEA vs Drogenmafia - Drogen im Visier 2017 DOKU {43:29}

INFO TV
Am 15.07.2017 veröffentlicht 


Privatsphäre? Forget it: Datenkraken im Wohnzimmer

Bald könnten Sprachassistenten unseren Alltag weitgehend regeln. Für einen besseren Schutz der Privatsphäre soll eine lokale Art der Datenverarbeitung sorgen.

Im Haus von Morgen genügt ein Sprachbefehl, um Badewasser einzulassen, eine Geste, um den Fernseher zu bedienen. Wann die Bewohner das tun, was sie gucken und welche Befehle sie geben – all das sind Informationen für Konzerne, die die Daten verwerten und damit Milliarden verdienen.

Rund die Hälfte der Sprachassistenten in Haushalten stammen gegenwärtig von Amazon und Google. Dem Technologiemarkt-Analysten Canalys zufolge soll die Anzahl der Geräte weltweit von derzeit rund 100 Millionen bis 2022 auf mehr als 300 Millionen zunehmen. Die Branchenexperten schätzen, dass nahezu drei Viertel der Geräte mit Technik von Amazon oder Google ausgestattet sein wird.

mehr:
- Datenkraken im Wohnzimmer – Ist die Privatsphäre noch zu retten? (Matthias Arnold, heise online, 10.01.2019)

Mittwoch, 9. Januar 2019

Britische Seltsamkeiten im postfaktischen Zeitalter:
Die Skripals und ihr Dach

Britische Seltsamkeiten: Das Militär baut wie um einen havarierten Reaktor ein Gerüst, um über vier Monate die Dächer von Haus und Garage auszutauschen, die Kontamination soll an der Türklinke geschehen sein

Blickt man dieser Tage nach Großbritannien, wirkt nicht nur das Getue um den Brexit reichlich seltsam und unüberlegt. Es ist fast schon ein bisschen lästig, das immer wieder zu dokumentieren, aber es scheint notwendig zu sein, weil andere Medien nur das vorgegebene Narrativ wiederholen und, aus welchen Gründen auch immer, eine kritische Berichterstattung eingestellt haben.

Da finanziert eben jene Regierung, die den Brexit umsetzen will, der sich angeblich auch durch russische Beeinflussung beim Referendum knapp durchsetzen konnte, die Integrity Inititiative, die für antirussische Stimmung sorgen soll. Und dann gibt es immer weiter, seltsame Informationseskapaden der britischen Regierung und mancher Medien, wenn es darum geht, die Russen für den seltsamerweise nichttödlichen Nervengiftanschlag mit Nowitschok auf die Skripals just dann verantwortlich zu machen, als die Tochter ihren Vater besuchte.

mehr:
- Warum wird ausgerechnet das Dach von Skripals Haus abgebaut und erneuert? (Florian Rötzer, Telepolis, 09.01.2019)
siehe auch:
Britische Medienaufsicht droht RT Sanktionen wegen einseitiger Berichterstattung an (Post, 25.12.2018)
Das Skripal-Labyrinth (Post, 20.10.2018)
Womit hat Ex-Doppelagent Skripal sein Geld verdient? (Florian Rötzer, Telepolis, 01.10.2018)
Mit aller Macht: Wladimir Putin zum Vierten (August Pradetto, Blätter für deutsche und internationale Politik 4/2018)
- Nervengift als Designerdroge? (Gunnar Jeschke, Freitag-Community, 15.07.2018)
- Skripal-Fall: OPCW kritisiert den Direktor (05.05.2018)
Seltsame Medienkorrekturen im Skripal-Fall (Florian Rötzer, Telepolis, 03.05.2018)
- Genauer Wortlaut des CSJ-Artikels und Links [Korrektur] (Lasse Reden, Telepolis-Kommentar, 03.05.2018)
Es ist ein Fehler aufgetreten (Jürgen Beineke, Freitag-Community, 28.04.2018)
Fall Skripal – Sanktionen, Lügen, Eskalation und 64 offene Fragen (Jens Berger, NachDenkSeiten, 04.04.2018)
- „Nervengifte wirken sofort. Warum nicht bei den Skripals?“ (Welt, 31.03.2018)
Jenseits der Propaganda im Fall Skripal (Gunnar Jeschke, Freitag-Community, 17.03.2018)
Der Fall Skripal: Lügen ohne Ende (Post, 18.01.2018)

Skripal: BBC weist auf verblüffende Ungereimtheiten hin {3:12}

RT Deutsch
Am 30.05.2018 veröffentlicht 
Vermutlich ungewollt hat eine BBC Dokumentation auf weitere Ungereimtheiten im Fall Skripal hingewiesen. Für die Dokumentation hatte der Sender Zugang zu den Ärzten, die die Skripals behandelt haben. Nach Aussagen der Mediziner gab es während der ersten beiden Tage den Verdacht, die Skripals litten an einer Fentanyl Vergiftung. Dementsprechend seien sie auch behandelt worden. Zudem gab es im Krankenhaus keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen, wie sie bei einem chemischen Kampfstoff zwingend notwendig gewesen wären. Dennoch haben nicht nur die Skripals überlebt, auch das Personal wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Ein sehr abwegiges Szenario.
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RT Deutsch nimmt die Herausforderung an, die etablierte deutsche Medienlandschaft aufzurütteln und mit einer alternativen Berichterstattung etablierte Meinungen zu hinterfragen. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder weggeschnitten wird. RT - Der fehlende Part.
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mein Kommentar:
Nach mehrmonatiger Beschäftigung mit dem Skripal-Fall kann ich Folgendes sagen:
1. Die Aufgeregtheiten in diesem Fall, verbunden mit unbedachten Äußerungen und vorschnellem Handeln, liegen vor allem bei den westlichen Politikern, insbesondere bei den britischen.
2. Die Aussagen in den Artikeln der alternativen Medien hören sich für mich sehr viel logischer, klarer und in sich stimmiger an als in den Artikeln der Mainstream-Medien
3. Auch die Glaubwürdigkeit der OPCW ist nach dem Fall beschädigt [s.o. den Telepolis-Artikel vom 05.05.2018]
4. Je genauer man hinsieht, desto mehr Vorgänge (z.B. nachträgliche Manipulationen von Artikeln oder sogar deren Verschwinden) entdeckt man, von denen man nie geglaubt hätte, daß sie im sogenannten »Freien Westen« geschehen würden.
5. Ergo: Nichts ist sicher! (außer der West-Propaganda in den Maintream-Medien)
6. Einen hab’ ich noch, einen hab’ ich noch:
Wer also über Deutschlands Verhältnis zu Russland nachdenkt, sollte Europas Verhältnis zu Russland nicht aus dem Blick verlieren. Und dieses Verhältnis wird von einer latenten Aggression Russlands geprägt, die in Deutschland gerne ausgeblendet oder relativiert wird. Vor allem die Destabilisierung demokratischer Institutionen, die Manipulation der Öffentlichkeit durch ein Bombardement von Lügen treffen den Lebensnerv westlicher Demokratien: die Konsensfindung auf der Basis eines fairen und sachlichen Streits. Gibt es diesen Konsens nicht mehr, dann gibt es auch keinen gesellschaftlichen Frieden, sondern Unruhe, Hass, Demagogie.
[aus: Stefan Kornelius, Russlands Politik passt nicht zu Europa , Süddeutsche Zeitung, 07.05.2018, Hervorhebung von mir]
😂

Was am Nowitschok-Narrativ nicht passt:

1. Nowitschok ist eine Gruppe von ACE-Hemmern. Die wirken sehr schnell und verursachen irreversible Veränderungen im Nervensystem (einfach ausgedrückt: Sie »verstopfen« die Synapsen dauerhaft.)
Wie kann es sein, daß sowohl die Skripals wie auch Dawn Sturgess und ihr Lebensgefährte 
(Andreas Neuhaus, Zwei Briten kamen offenbar durch Parfümfläschchen mit Nowitschok in Berührung, Handelsblatt, 16.07.2018)
erst nach mehreren Stunden ins Koma fielen?

2. Wie kann es sein, daß drei der vier vergifteten Personen nicht starben?

3. Anfänglich gingen die behandelnden Ärzte von einer Fentanyl-Vergiftung aus, und das Krankenhaus-Personal trug keine spezielle Schutzkleidung:
Wie kann es sein, daß niemand vom Krankenhauspersonal erkrankte?

4. Gifte wirken bei jedem Menschen (u.a. aufgrund von unterschiedlichem Gewicht, Stoffwechsel-Situation und Alter) unterschiedlich schnell.
Wie kann es sein, daß die Skripals nach mehreren Stunden gleichzeitig ins Koma fielen?

5. Die nachlässige und irreführende Verwendung von Sprache:
Nowitschok ist kein Gift, Nowitschok ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Giften

6. Wie kann es sein  daß die Vergiftungs-Symptome der Skripals eher zu einer Fentanyl- denn zu einer Nowitschok-Vergiftung passten?

7. Wie kann es sein, daß offizielle britische Stellen im Nachhinein Zeitungs-Meldungen, die von einer Fentanyl-Vergiftung berichten, manipulieren oder verschwinden lassen?

8. Geschichtsfrage: Wie kann es sein, daß seit Anfang des 20. Jahrhunderts alles, was östlich der Linie Tallinn - Mariupol liegt, aus westlicher Sicht anscheinend von Morlocks bewohnt wird? [=> Die Zeitmaschine, Inhalt, Wikipedia]

Was ärgerlich und besorgniserregend ist:
1. Die unbeirrbare Sturheit westlicher Politiker und Medien, hinter jedem umgefallenen Sack Kartoffeln den bösen Putin zu vermuten
2. Die reflexionsfreie Aufgeregtheitsbereitschaft von Politikern, Medien und Medienkonsumenten
3. Die zur Gewohnheit gewordene Geld-getriggerte Infiltration und Korruption von Medien und Politik durch die transatlantischen Netzwerke.
zuletzt bearbeitet am 12.01.2019

Sonntag, 6. Januar 2019

Tiefer Staat

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Die Klugen und die Starken

Erfahrungen von Unterlegenheit und Ausgrenzung beeinträchtigen das Denkvermögen. Das muss aber nicht heißen, dass die Stärksten auch die Schlauesten sind

Alle Säugetiere sind soziale Lebewesen. Ihre Artgenossen bilden einen maßgeblichen Teil ihrer Umwelt, den sie laufend überwachen und mit einem breiten Repertoire spezialisierter Verhaltensweisen ihrerseits formen. Das gilt sogar für die klassischen Einzelgänger wie die großen Raubkatzen: Auch sie etablieren Territorien, unterhalten Beziehungen zu Nachbarn, werben um Partner, erziehen ihren Nachwuchs. Die völlige Vereinzelung ist schädlich - sogar Hauskatzen sollte man mindestens zu zweit halten -, und zumindest bei Mäusen hat man sogar eine eigene neuronale Bahn gefunden, die Einsamkeit signalisiert. Und dieses Signal ist den Tieren unangenehm.

Für den Menschen gilt das in besonderem Maße. Er ist ein Zoon politicon, mehr noch als seine nächsten Anverwandten. Als Einziger unter den Primaten haben wir die Zwillingsfähigkeiten zur Sprache und zur Musik - beides grundsätzlich soziale Verhaltensweisen. Mehr als vielleicht jedes andere Säugetier - mit möglicher Ausnahme der Wale - sind wir auf den Kontakt zu Artgenossen angewiesen.

Leider ist dieser Kontakt nicht immer positiv. Auch Aggression gehört zum sozialen Verhalten. Und wo Mitglieder einer Art zusammenleben, entsteht eine Gruppenorganisation, die häufig eine Rangordnung beinhaltet. Dann gibt es die Starken, die auf alle Ressourcen den ersten Zugriff haben. Und die Schwachen, die das Nachsehen haben und sich unwohl fühlen. Ja, das fühlt sich dann fast so an wie Einsamkeit.

mehr:
- Die Klugen und die Starken (Konrad Lehmann, Telepolis, 06.01.2019)
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Freitag, 4. Januar 2019

Die Treibhaus-Ideologie

Wer sagt, dass das CO2 überhaupt etwas mit unserem Klimawandel zu tun hat? Ich habe da große Zweifel. Der CO2-Gehalt dieser, unserer Luft liegt aktuell bei circa 400 ppm, also 400 parts per million, beziehungsweise bei 0,04 Prozent. Ich frage Sie: Die letztgenannten 0,04 Volumenprozent sollen einen Treibhauseffekt bewirken?

Lieber Herr Nida-Rümelin,
sie veröffentlichten an Weihnachten 2018 auf dieser Online-Plattform unter der Überschrift „Unsere Debatten sind irrational“ einen kurzen Beitrag, den ich mir erlaube, zu kommentieren. Sie schrieben: „Elektromobilität rettet nach Lage der Dinge das Klima nicht, … Es sind weit massivere Maßnahmen erforderlich und ohne Verteuerung fossiler Energiequellen hat zum Beispiel die Power to Fuel Technologie keine Chance, obwohl mit dieser eine rasche, disruptive, weltweite Umstellung auf Klima-neutrale Industrieproduktion und Mobilität möglich wäre“. Da Sie nicht irgendwer sind, sondern als deren Präsident sozusagen Deutschlands oberster Philosoph, darf ich mir erlauben, ein paar Ihrer Aussagen eine etwas andere Farbe zu geben – und ich darf vor allem versuchen, Sie von einem argumentativen Weg abzubringen, der Ihrer nicht würdig ist. Doch, der Reihe nach, die „andere Farbe“ zuerst.

„Elektromobilität rettet … das Klima nicht“, schreiben Sie. Ihre Argumentation dazu ist durchschlagend: Wer rechnen kann, stellt fest, dass die CO2-Belastung der verschiedenen Fahrzeugmotor-Kategorien (Benzin, Diesel, Elektro) kaum differiert. Nur, Sie könnten mit Ihrer Aussage auch völlig falsch liegen, denn wer sagt, dass das CO2 überhaupt etwas mit unserem Klimawandel zu tun hat? Ich habe da große Zweifel.

Nicht nur in meinem, auch in Ihrem Hinterkopf und bei vielen anderen hat der Begriff „Treibhauseffekt“ ein Bild generiert, das dem CO2 eine Abschirmungseigenschaften von Glasscheiben unterstellt bzw. verleiht: Die Sonnenstrahlen kommen herein, heizen auf, aber die aufgeheizten Luftpartikel und die Wärmestrahlung können den Raum nicht verlassen. Der echte Treibhauseffekt ist ein Produkt der besonderen Eigenschaften von Glas, also von dessen Lichtwellen-Durchlässigkeit und zugleich dessen Undurchlässigkeit. Man kann es mit dem Rotwein im Glas oder in der Flasche vergleichen: Man sieht ihn, aber er sickert nicht durch, selbst in Jahrhunderten nicht.

Mit der Lichtdurchlässigkeit von CO2-Gas habe ich, wie bei allen Gasen, eher kein Problem, wohl aber mit der Undurchlässigkeit. Unsere Erdatmosphäre besteht aus Luft, d. h. zu 78 Prozent aus Stickstoff und zu 22 Prozent aus anderen Gasen, vornehmlich aus Sauerstoff und Gasspuren von Helium und CO2. Der CO2-Gehalt dieser, unserer Luft liegt aktuell bei circa 400 ppm, also 400 parts per million, beziehungsweise bei 0,04 Prozent. Ich frage Sie: Die letztgenannten 0,04 Volumenprozent sollen einen Treibhauseffekt bewirken, ähnlich einer Glasscheibe? Und deshalb soll es Sinn machen, klimaneutral zu produzieren?

mehr:
- Die Treibhaus-Ideologie (Florian Josef Hoffmann, The European, 04.01.2019)

Anmerkung von mir:
Irgendwo habe ich gelesen, ein Elektro-Auto müsse 40.000 km fahren, um die gleiche Umwelt-Bilanz zur erreichen wie ein Benziner und gar 60.000 km, um mit einem Diesel gleich zu ziehen…
zumindest ähnliche Zahlen finden sich hier:
- Vergleichsrechnung: So viel CO2 sparen E-Autos gegenüber Verbrennern (Peter Vollmer, Edison-Handelsblatt, 04.07.2018)