Freitag, 5. April 2019

COG nach 9/11 – Der Ausnahmezustand – und seine Vorbereitung – laden zum Mißbrauch ein

NATO Secretary General Warns US Congress of Challenges to Alliance {3:06 – Start bei 0:17}

VOA News
Am 03.04.2019 veröffentlicht 
NATO Secretary General Jens Stoltenberg used a speech to a joint session of the U.S. Congress Wednesday to warn of a growing threat from Russia. Stoltenberg's unusual speech marked the 70th anniversary of the North Atlantic Treaty Organization. NATO has been criticized by President Trump. As VOA's congressional correspondent Katherine Gypson reports, Stoltenberg acknowledged the role President Trump has played in reshaping the U.S. role in the alliance. Originally published at - https://www.voanews.com/a/nato-secret...

- Russland und Ukraine: Nato kündigt stärkere Präsenz im Schwarzen Meer an (SPON, 01.04.2019)

Mein Kommentar:
Wer bei dem Video und dem SPON-Artikel nicht laut zu lachen beginnt, hat von der Geschichte keine Ahnung…

Dirk Pohlmann über "Der duale Staat: Recht, Macht und Ausnahmezustand" {2:06:59 – Start bei 1:47:10}

Gruppe42
Am 16.05.2018 veröffentlicht 
"Der Staat - das klingt in unseren Ohren nicht unbedingt freundlich, aber es klingt nach Recht und Ordnung. In der Schule und an der Universität erfahren wir von den ehernen Regeln der Demokratie. Gewaltenteilung, Rechtsstaat, Wahlen, parlamentarische Repräsentanz, alles scheint altehrwürdig und wohlgeregelt im Staats und Verfassungsrecht. Bis in die Details und bis in die letzten Winkel ist festgelegt, wer nach welchen Regeln für was zuständig und verantworlich ist. Dass daran nicht gerüttelt wird, dafür sorgt die Demokratie, sie bezeichnet sich selbst gerne als „wehrhaft“.
Da ist ein Begriff wie „Deep State“ oder „Dualer Staat“ störend. Er legt nahe, dass es neben dem bekannten, demokratisch legitimierten Staat noch einen anderen gibt, der nicht gewählt wird, der sich selbst ermächtig, der eingreift, wann es passt. Aber wann? Wer bildet ihn? Was tut er? Wann tötet er? Warum liest man darüber so wenig? Und warum beschäftigen sich „seriöse“ Medien damit eigentlich überhaupt nicht? Medien, Politiker und Universitätslehrer verweisen den Begriff des „parallelen Staates" gerne in den Bereich der „Verschwörungstheorien“.
Und doch ist er real. In allen Staatsformen, aber insbesondere in der Demokratie, gibt es im Unterschied zum normativen Ideal die realpolitische Existenz eines „Machtstaates“ oder „Maßnahmenstaates“, des "Deep State". Auch akademische Politologen und Rechtswissenschaftler haben sich damit beschäftigt, ausnahmslos Personen, die sich mit dem Widerspruch zwischen Realpolitik einerseits und der Idee des liberalen Rechtsstaates andererseits beschäftigt haben. Sie haben erkannt: Der „Deep State" hängt mit den Erfordernissen der Hegemonialmacht im „Grossraum“ zusammen.
Dementsprechend gibt es Länder, in denen der „Tiefe Staat“ Alltagswissen ist, z.B. die Türkei oder Italien. Dort ist die Realität des parallelen Staates so unübersehbar zutage getreten, dass auch Staatspräsidenten von ihm reden - müssen. Und es gibt Länder, in denen man in öffentlichen Ämtern nicht von ihm sprechen kann, ohne Reputation und Karriere zu riskieren.
Die staatstragenden Kräfte vieler Länder blenden diese Realität deshalb weiter aus. Oder sie versuchen es zumindest. Aber auch in diesen Ländern ist der „Deep State“ aktiv geworden. Nicht nur in Vasallenstaaten, sondern auch im Zentralreich des Hegemons selbst.
Anhand praktischer Beispiele legt der Journalist Dirk Pohlmann praktisch und theoretisch dar, was es mit dem "Deep State“ auf sich hat. Sein Vortrag ist eine Mischung aus staatsrechtlicher Analyse und Bericht, wann und wo der Deep State sichtbar geworden ist. Ein spannendes Thema, dessen Bedeutung kaum überschätzt werden kann. Es ist besser, darüber Bescheid zu wissen, als nur die Konsequenzen verständnislos erleben zu müssen.
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Jeder Staat plant für den Ausnahmezustand. Daß diese Pläne geheim sind, ist klar, und daß während dieses Ausnahmezustands die bürgerlichen und demokratischen Rechte eingeschränkt sind, ist ein notwendiges Übel.
Aber: 
Die Geschichte zeigt, daß es immer wieder Vorkommnisse gab, in welchen geheime Operationen mißbraucht wurden:


1. Aufklärungsflüge über der Sowjetunion (50er Jahre)
Mit den Aufklärungsflügen in das Hoheitsgebiet der Sowjetunion wollten US-amerikanische Generale den Dritten Weltkrieg provozieren. 
In 1954, LeMay remarked to a reconnaissance pilot whose plane had been damaged by a MiG-17 while over the Soviet Union, “Well, maybe if we do this overflight right, we can get World War III started.” The pilot, Hal Austin, told the documentary filmmaker Paul Lashmar that he assumed LeMay was joking, but years later, after LeMay retired, Austin saw him again and “brought up the subject of the mission we had flown. And he remembered it like it was yesterday. We chatted about it a little bit. His comment again was, ‘Well, we’d have been a hell of a lot better off if we’d got World War III started in those days.’ ”
1954 hat sich LeMay einem Aufklärungspiloten gegenüber geäußert, dessen Flugzeug von MiG 17 beschädigt worden war, während über die Sowjetunion, “So, vielleicht wenn wir diesen Überflug richtig machen, wir Dritten Weltkrieg anfangen lassen können.” Der Pilot, Hal Austin, hat dem dokumentarischen Filmemacher Paul Lashmar gesagt, dass er angenommen hat, dass LeMay scherzte, aber einige Jahre später nachdem sich LeMay zurückgezogen hat, hat Austin ihn wieder gesehen, und “hat das Thema der Mission heraufgebracht, die wir geflogen waren. Und er hat sich erinnert, dass es wie es gestern war. Wir haben darüber ein kleines bisschen geplaudert. Seine Anmerkung war wieder, ‘So, wir wären sehr viel besser dran gewesen, wenn wir damals den Dritten Weltkrieg hätten anfangen lassen.”
 [The General and World War III, Richard Rhodes, The New Yorker, 19.06.1995 – Translate.Google – Hervorhebung von mir]

2. Invasion in der Schweinebucht (1961)
Mit der Schweinebucht-Invasion 1961 wollte die CIA den noch unerfahrenen Präsidenten Kennedy in militärische Maßnahmen gegen Kuba hineinziehen.
Im Juli 1960 verhängten die USA ein Import- und Exportembargo über Kuba. Der Wirtschaftskrieg war eröffnet: Denn damit waren auch die Öllieferungen gesperrt worden, was wiederum die Stromerzeugung lahmlegte. Die Sowjetunion sprang als Lieferant ein, und 
der Anschluss an Moskau wurde für Kuba zu einer Frage des Überlebens. Erst recht, als klar wurde, 
dass die USA sogar eine kriegerische Lösung in Betracht zogen. Doch der Invasionsversuch in der Schweinebucht schlug katastrophal fehl. Es wurden dabei insgesamt so viele Fehler gemacht, dass bis heute ein grausamer Verdacht herrscht: Das Militär habe den ungeliebten neuen Präsidenten Kennedy und die verhasste CIA vorführen wollen.
[Castros Kuba Die Schweinebucht-Invasion, Bernd Rill, Geschichte – Menschen – Ereignisse – Epochen, undatiert]
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Bereits im März 1960 beauftragte US-Präsident Dwight D. Eisenhower die CIA mit der Beseitigung des revolutionären Regimes von Fidel Castro. Den Planungen wurde ein Budget von 13 Mio. US-Dollar zur Verfügung gestellt, um paramilitärische Kräfte und Aktionen in Form einer Guerilla zu unterstützen oder zu initiieren. Für die strategische Planung waren Richard Bissell und Richard Helms zuständig. […]
Nach der gescheiterten Landung in der Schweinebucht vom 17. April 1961 rief Präsident John F. Kennedy ein Komitee ins Leben, dessen Vorsitzender Robert F. Kennedy war und dem auch Dulles für die CIA angehörte, der später jedoch durch John McCone ersetzt wurde.
Weitere Mitglieder waren Alexis Johnson (Außenministerium), McGeorge Bundy (Nationaler Sicherheitsberater), Roswell Gilpatric(Verteidigungsministerium), General Lyman Lemnitzer (Joint Chiefs of Staff) und General Maxwell D. Taylor. Auch Außenminister Dean Rusk und Verteidigungsminister Robert McNamara waren zeitweise bei Sitzungen anwesend, auch wenn sie offiziell keine Mitglieder des Ausschusses waren.
Auf einer Sitzung dieses Ausschusses im Weißen Haus am 4. November 1961 wurde dann beschlossen, das geheime Programm zur Sabotage und Unterwanderung Kubas Operation „Mongoose“ zu nennen. Justizminister Robert F. Kennedy übertrug die Leitung des Unternehmens an General Edward Lansdale, der in Vietnam bereits Erfahrungen auf dem Gebiet der Guerillabekämpfung hatte sammeln können. Eine der ersten von Landsdales Entscheidungen war es, William King Harvey zum Leiter der Task Force W zu ernennen. Harveys Auftrag war es, zahlreiche Aktivitäten zur Unterminierung von Castros Regierung zu entwickeln.
[Operation Mongoose, Geschichte, Wikipedia, abgerufen am 05.04.2019] 
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3. Tonkin-Zwischenfall (1964):
Nachdem der US-Zerstörer Maddox in den Golf von Tonkin gefahren war, um die Nordvietnamesen zu militärischen Maßnahmen zu provozieren, meldete am 4. August 1964 Admiral Sharp, Kommandeur der Einsatzgruppe Pazifik, fälschlicherweise an Verteidigungsminister McNamara, die Maddox und die USS Turner Joy lägen unter Torpedobeschuß. Der angebliche »Tonkin-Zwischenfall« führte zur Tonkin-Resolution (7. August 1964), die das direkte Eingreifen der USA in den seit 1956 dauernden Vietnamkrieg forderte.

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1971 gab der Pentagon-Mitarbeiter Daniel Ellsberg die von ihm mitverfassten „Pentagon-Papiere“ an US-Medien und deckte durch sie die amtliche Darstellung des Zwischenfalls als bewusste Falschinformation auf. Er trug damit zur Rücknahme der Tonkin-Resolution im US-Kongress bei, löste aber auch die illegale Überwachung von Vertretern der Demokratischen Partei und in deren Folge die Watergate-Affäre aus.
Am 30. November 2005 vom US-Geheimdienst NSA freigegebene Dokumente bestätigten nochmals, dass der an US-Präsident Johnson gemeldete Angriff Nordvietnams vom 4. August 1964 durch einseitige Auswahl von Funkmeldungen suggeriert, also gezielt vorgetäuscht worden war.
[Tonkin-Zwischenfall, Spätere Einordnung, Wikipedia, abgerufen am 05.04.2019] 
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zur Tonkin-Resolution siehe auch:
- Allein gegen alle: Wayne Morse, Barbara Lee (Post, 06.07.2016)


Wenn die NSA Informationen vor wichtigen Beamten zurückhielt, würde das an die Rolle der NSA in der Zeit während des zweiten Tonkin-Zwischenfalls im August 1964 erinnern. Damals leitete die NSA in einem entscheidenden Moment 15 Stücke an SIGINT (Signal Intelligence) weiter, die – fälschlicherweise – darauf hinwiesen, dass es einen nord-vietnamesischen Angriff auf zwei US-Zerstörer gegeben hatte. Gleichzeitig hielt die NSA 107 Stücke an SIGINT zurück, die – richtigerweise – darauf hinwiesen, dass kein nordvietnamesischer Angriff aufgetreten war.86 Das Verhalten der NSA zu dieser Zeit wurde bei der CIA gespiegelt: beide Behörden waren sich eines starken Konsens‘ innerhalb der Johnson-Regierung bewusst, die sich bereits auf eine Provokation Nord-Vietnams in der Hoffnung auf die Chance zu einer militärischen Reaktion geeinigt hatte.
[Terroristen auf dem Schachbrett, Peter Dale Scott, Übersetzung Lars Schall, 911-Archiv, 20.12.2013]


Seien es die CIA-Aktivitäten, die vom Church Committee aufgedeckt wurden, seien es die CIA-Aktivitäten, die zur Iran-Contra-Affäre führten: 
Die Beurteilung solcher Vorgänge hängt zum großen Teil von der politischen Überzeugung des Betrachters ab. Oliver North z.B. ist Star der US-amerikanischen Konservativen geworden und seit 2018 Präsident der National Rifle Association.

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  • Januar 1970: Der Ex-Soldat Christopher Pyle enthüllt, dass die US-Army im eigenen Land Anti-Kriegsproteste und -aktivisten überwacht. Mitte des Jahres beginnt der Senat mit ersten Ermittlungen unter Sam Ervin.
  • Juni 1971: Die New York Times veröffentlicht trotz massiven Drucks der Regierung die sogenannten „Pentagon Papers“ über das langjährige und geheime politische und militärische Engagement der USA in Vietnam schon vor und während des Beginns des Vietnamkriegs.
  • 1972: Eine Serie zunächst kleiner Artikel der Journalisten Bob Woodward und Carl Bernstein in der Washington Post enthüllt die Hintergründe eines Einbruchs in das Hauptquartier der Demokratischen Partei im „Watergate-Hotel“. Erst der Prozess gegen die Einbrecher im Januar 1973 legt die Hintergründe der Watergate-Affäre offen und löst massive Senatsermittlungen aus, geleitet wieder von Sam Ervin. Im August 1974 tritt US-Präsident Richard Nixon unter der Last der Vorwürfe zurück, nachdem ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn eingeleitet wurde.
  • Dezember 1974: Der Journalist Seymour Hersh enthüllt in einer Serie der NYT die „Familienjuwelen“ der CIA, geheime Operationen zur Ermordung ausländischer Staatschefs und Putsche. Er erwähnt zudem massive Überwachungsoperationen der CIA gegen politische Gegner des Vietnamkrieges in den USA unter dem Codenamen Operation CHAOS.
[Church Committee, Die Entwicklung Wikipedia, abgerufen am 05.04.2019]


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4. Iran-Contra-Affäre (1985-1986)

In einer Geheimaktion hatte North, damals Mitglied von Reagans Sicherheitsrat, den Verkauf von Waffen an das Mullah-Regime im Iran organisiert, um mit den Erlösen den Kampf der Contras gegen Ortegas Sandinistenregierung zu finanzieren. Der Kongress hatte diese Unterstützung im sogenannten „Boland Amendment“ verboten. Die Waffenverkäufe an Iran, für Amerikaner ein Erzfeind seit der Besetzung der US-Botschaft in Teheran mit mehrmonatiger Geiselnahme während der islamischen Revolution 1979, kamen im November 1986 ans Licht, im Zusammenhang mit dem Freikauf von Hisbollah-Geiseln im Libanon. Reagan behauptete, er habe von den Vorgängen nichts gewusst, und warf North aus dem Sicherheitsrat. Bei Befragungen belog North die Untersuchungskommission zunächst, wie er später in einer weiteren Sitzung vor laufenden Kameras zugab. Er nannte es „eine gute Sache, den Freiheitskämpfern zu helfen“. 1988 verurteilte ihn ein Gericht zu drei Jahren Gefängnis auf Bewährung und einer Geldstrafe von 150000 Dollar. Die Berufungsinstanz kassierte das Urteil 1990 – mit der Begründung, North habe während seiner offenen Aussagen im Untersuchungsausschuss eine begrenzte Immunität genossen. Seine Aussagen hätten nicht zu seinem Nachteil verwendet werden dürfen, denn sie hätten womöglich zu seiner Vorverurteilung geführt und ein faires Strafverfahren verhindert.
[Lord of War, Cicero, undatiert]

Waffengeschäfte 
Von der Reagan-Regierung wurden Einnahmen aus geheimen Waffenverkäufen an den Iran an die rechtsgerichtete Guerilla-Bewegung der Contras in Nicaragua weitergeleitet, um sie im Contra-Krieg gegen die sandinistische Regierung zu unterstützen. Zum einen war die Unterstützung der Contras ein klarer Verstoß gegen einen entsprechenden US-Kongressbeschluss (Boland-Amendment), zum anderen war das Geld ursprünglich zum Freikauf US-amerikanischer Geiseln im Libanon vorgesehen. Im Zeitraum vom 20. August 1985 bis zum 28. Oktober 1986 wurden insgesamt 2.515 TOW-Systeme sowie 258 HAWK-Systeme bzw. deren Teile, auch via Israel, an den Iran geliefert.[1] Die Transporte wurden überwiegend von zivilen Fluggesellschaften, wie beispielsweise Southern Air Transport oder St. Lucia Airways, ausgeführt.[2]
Dies war auch deshalb in mehrerer Hinsicht innen- und geopolitisch problematisch, weil der Iran seit der mehr als einjährigen Geiselnahme von 52 amerikanischen Bürgernwährend der Revolution 1979 als mit den USA verfeindeter Staat galt. Gleichzeitig führte er Krieg gegen den Irak, bei dem die USA tendenziell, wenn auch nicht offiziell, eher den Irak unter Saddam Hussein unterstützten.
 Drogenschmuggel
In den Anhörungen zu der Affäre im US-Kongress kam auch ans Licht, dass die Contras über Jahre mehrere Tonnen Kokain in die USA geschmuggelt hatten und die CIA diese Aktivitäten kannte und duldete. Aus den Erlösen des Drogenverkaufs finanzierten die paramilitärischen Contra-Verbände ihren Kampf gegen die linksgerichtete Regierung der Sandinisten. Bei der Aufdeckung tat sich besonders US-Senator John Kerry hervor, der auch eine eigene Untersuchungskommission zu den Drogenhandelsverbindungen von US-Behörden leitete.Obwohl diese illegalen Aktivitäten ebenso gravierend waren wie die Waffengeschäfte mit dem verfeindeten Iran, spielen sie bis heute in der öffentlichen Wahrnehmung der Affäre kaum eine Rolle. 1996 beschrieb der Enthüllungsjournalist Gary Webb in der Artikelserie Dark Alliance detailliert, wie die großen Mengen an Kokain vor allem in den Ghettos von Los Angeles auf den Markt gebracht worden waren.
[Iran-Contra-Affäre, Wikipedia, abgerufen am 05.04.2019]
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mehr zu Oliver North siehe:


Dirk Pohlmann über "Der duale Staat: Recht, Macht und Ausnahmezustand" {2:06:59 – Start bei 1:50:03}

Gruppe42
Am 16.05.2018 veröffentlicht 
Info-Text: s.o.

FEMA Power Grab - Oliver North and COG plans {2:03 – Start bei 0:49}

Sean Ackley
Am 28.05.2007 veröffentlicht 
Continuity of Government or a Secret plan to overthrow the United States? Did too much information get out and they had to delay their plans?
I would love to hear this subject brought up in Congress again. Now that we know Bush has overstepped his authority with our Continuity of Government plans again by issuing the new Homeland Security and Presidential directives [NSPD 51. HSPD 20].
Video from:
"Coverup: Behind the Iran Contra Affair"
Empowerment Project Films
http://www.empowermentproject.org/fil…




5. Nach 9/11: Haben wir jetzt Ausnahmezustand oder nicht?

Dirk Pohlmann über "Der duale Staat: Recht, Macht und Ausnahmezustand" {2:06:59 – Start bei 1:54:43}

Gruppe42
Am 16.05.2018 veröffentlicht 
Info-Text: s.o.

Continuity of the US government.. TOP SECRET! {1:37}

IntellectualEnema
Am 05.10.2007 veröffentlicht 
Rep. Peter DeFazio gives a speech on the house floor to fellow members discussing the fact that Bush Administration has denied the entire Dept of Homeland Security Committee access to the so called detailed plans that the White House has drafted to ensure the continuity of government in case of a major terrorist attack.
Do you really trust George Bush?
siehe dazu:
- DeFazio demands access to classified information (Jeff Kosseff, blog.oregonlive.com, 27.07.2007) – automatisierte Google-Übersetzung

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The National Security and Homeland Security Presidential Directive (National Security Presidential Directive NSPD 51/Homeland Security Presidential Directive HSPD-20, sometimes called simply "Executive Directive 51" for short), signed by President of the United States George W. Bush on May 4, 2007, is a Presidential Directive establishing a comprehensive policy on the federal government structures and operations in the event of a "catastrophic emergency". Such an emergency is defined as "any incident, regardless of location, that results in extraordinary levels of mass casualties, damage, or disruption severely affecting the U.S. population, infrastructure, environment, economy, or government functions." [1]
The unclassified portion of the directive (which replaced President Bill Clinton's 1998 Presidential Decision Directive 67), was posted on the White House website on May 9, 2007, without any further announcement or press briefings,[2] although Special Assistant to George W. Bush Gordon Johndroe answered several questions on the matter when asked about it by members of the press in early June 2007.[2]
automatisierte Google-Übersetzung:
Die Präsidentschaftsrichtlinie für nationale Sicherheit und Heimatschutz ( Richtlinie über die nationale Sicherheit des Präsidenten, NSPD 51 / Präsidentenrichtlinie für die Staatssicherheit HSPD-20, manchmal einfach als "Executive Directive 51" bezeichnet), unterzeichnet am 4. Mai vom Präsidenten der Vereinigten Staaten, George W. Bush 2007 ist eine Präsidialrichtlinie, die eine umfassende Politik zu den Strukturen und Operationen der Bundesregierung im Falle eines "katastrophalen Notfalls" festlegt. Ein solcher Notfall wird definiert als "jeder Vorfall, unabhängig vom Standort, der zu außergewöhnlichen Massenunfällen, Schäden oder Störungen führt, die die US-Bevölkerung, die Infrastruktur, die Umwelt, die Wirtschaft oder staatliche Funktionen stark beeinträchtigen." [1] 
Der nicht klassifizierte Teil der Richtlinie (die Präsident Bill Clintons Direktive 67 von 1998 ersetzte) wurde am 9. Mai 2007 auf der Website des Weißen Hauses veröffentlicht, ohne weitere Ankündigungen oder Pressekonferenzen, [2] obwohl Sonderassistent bei George W. Bush Gordon Johndroe mehrere Fragen zu diesem Thema beantwortete, als er Anfang Juni 2007 von Pressevertretern dazu befragt wurde. [2] 
[National Security and Homeland Security Presidential Directive, Reception, engl. Wikipedia, abgerufen am 05.04.2019] 
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 The signing of this Directive was generally not covered by the mainstream U.S. media or discussed by the U.S. Congress. While similar executive security directives have been issued by previous presidents, with their texts kept secret, this is the first to be made public in part. It is unclear how the National Security and Homeland Security Presidential Directive will reconcile with the National Emergencies Act, a U.S. federal law passed in 1976, which gives Congress oversight over presidential emergency powers during such emergencies. The National Emergencies Act is not mentioned in the text of the National Security and Homeland Security Presidential Directive.
After receiving concerned communications from constituents, in July 2007 U.S. Representative and Homeland Security Committee member Peter DeFazio made an official request to examine the classified Continuity Annexes described above in a secure "bubbleroom" in the United States Capitol, but his request was denied by the White House, which cited "national security concerns." This was the first time DeFazio had been denied access to documents. He was quoted as saying, "We're talking about the continuity of the government of the United States of America ... I would think that would be relevant to any member of Congress, let alone a member of the Homeland Security Committee." After this denial, DeFazio joined with two colleagues (Bennie Thompson, chairman of the committee; and Chris Carney, chairman of the Homeland Security oversight subcommittee) in a renewed effort to gain access to the documents.[needs update]
automatisierte Google-Übersetzung:
Die Unterzeichnung dieser Richtlinie wurde im Allgemeinen nicht von den US-amerikanischen Mainstream-Medien abgedeckt oder vom US-Kongress diskutiert. Während ähnliche Exekutiv-Sicherheitsrichtlinien von früheren Präsidenten mit geheim gehaltenen Texten erlassen wurden, ist dies die erste, die zum Teil öffentlich gemacht wurde. Es ist unklar, wie sich die Richtlinie des Präsidenten für nationale Sicherheit und Heimatschutz mit dem Nationalen Notstandsgesetz (National Emergency Act) , einem 1976 verabschiedeten US-Bundesgesetz, vereinbaren wird, das dem Kongreß die Dringlichkeitskräfte des Präsidenten in solchen Notfällen überwacht. Das National Emergency Act (Nationales Notfallsgesetz) wird im Text der Präsidentenrichtlinie für nationale Sicherheit und Heimatschutz nicht erwähnt.
Nachdem er betroffene Mitteilungen von Mitgliedsgruppen erhalten hatte, beantragte der US-Vertreter und das Mitglied des Homeland Security Committee, Peter DeFazio , im Juli 2007 einen offiziellen Antrag, die oben beschriebenen klassifizierten Kontinuitätsanhänge in einem sicheren "Bubbleroom" im Kapitol der Vereinigten Staaten zu prüfen, dessen Antrag jedoch vom US-amerikanischenStaatspräsidenten abgelehnt wurde Das Weiße Haus , in dem "nationale Sicherheitsbedenken" genannt wurden. Dies war das erste Mal, dass DeFazio der Zugriff auf Dokumente verweigert wurde. Er wurde mit den Worten zitiert: "Wir reden über die Kontinuität der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ... Ich denke, das wäre für jedes Mitglied des Kongresses von Belang, ganz zu schweigen von einem Mitglied des Homeland Security Committee." Nach dieser Ablehnung schloss sich DeFazio mit zwei Kollegen ( Bennie Thompson , Vorsitzender des Ausschusses; und Chris Carney , Vorsitzender des Aufsichtsausschusses Homeland Security) erneut an, um Zugang zu den Dokumenten zu erhalten. muss aktualisiert werden ] 
[National Security and Homeland Security Presidential Directive, Reception, engl. Wikipedia, abgerufen am 05.04.2019
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siehe auch:
Ausnahmezustand in den USA: National Emergencies Act (emergency.hypotheses.org, 09.01.2019)
Düsterer Dienst: Recherche deckt Geschäftspraktiken von Palantir auf (Leon Kaiser, netzpolitik.org, 15.08.2017)
- Who Will Rule Us After the Next 9/11? (Ron Rosenbaum, SLATE, 19.10.2007) – automatisierte Google-Übersetzung

Donnerstag, 4. April 2019

Hikikomori: Mehr als 600.000 Japaner über 40 leben sozial isoliert

Sie verlassen ihr Haus nicht mehr und schotten sich von der Außenwelt ab: Das Problem der Hikikomori galt in Japan bislang vor allem unter jungen Menschen als verbreitet. Doch auch ältere sind betroffen.

In Japan leben Hunderttausende Menschen über 40 Jahren extrem zurückgezogen. Die Regierung in Tokio hat Zahlen veröffentlicht, laut denen mehr als 600.000 Menschen in dieser Altersklasse sozial isoliert sind. Bisher galt das Phänomen der sogenannten Hikikomori vor allem unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen als verbreitet.

Als Hikikomori gilt, wer mindestens sechs Monate lang nicht zur Schule oder zur Arbeit geht und keinen Kontakt mit Menschen außerhalb der engen Familie hat. Nach Einschätzung der Regierung trifft das auf 613.000 Japaner zwischen 40 und 64 Jahren zu. Fast drei Viertel von ihnen sind Männer. Etwa die Hälfte der Betroffenen lebt bereits seit mehr als sieben Jahren in sozialer Isolation.

Ein Regierungsmitglied sagte, die Zahl sei höher als erwartet. "Hikikomori ist nicht nur bei jüngeren Menschen ein Thema", hieß es weiter. Eine ähnliche Untersuchung war im Jahr 2016 zu dem Schluss gekommen, dass rund 541.000 Japaner unter 39 die Definition eines Hikikomori erfüllen. (Lesen Sie hier mehr über das Phänomen Hikikomori.)

mehr:
Hikikomori: Mehr als 600.000 Japaner über 40 leben sozial isoliert (SPON, 29.03.2019)
siehe auch:
- Japanische Frauen sind zu müde, um nach einem Liebespartner zu suchen (Post, 29.03.2019)
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zwischen Skylla und Charybdis

Jetzt bekommen sie die Quittung und wundern sich - Der Niedergang der Volksparteien ist unvermeidlich, Teil 6
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Seit die Herrschaft der Volksparteien sich zu voller Blüte entfaltete, geht es den Völkern deutlich schlechter. Das Elend rührt nicht in erster Linie von den Volksparteien, aber ihr Vordringen hat die Gesamtlage verschlechtert.

Die Volksparteien haben wesentlich dazu beigetragen, dass die politischen Verhältnisse erstarrten. Nichts funktioniert mehr richtig. Ob man nun auf den Wohnungsmarkt, den Flughafenbau, die Privatisierung von Autobahnen, den katastrophalen Zustand der Schulen, die massenhafte Schließung öffentlicher Schwimmbäder, das totale Chaos bei der Bundesbahn, den Betrug durch die Autoindustrie, den Notstand bei der Alten- und Krankenpflege, die sich ausbreitende Kinderarmut, die Unfähigkeit, die großangelegte Betrügereien der Großbanken einzudämmen, etc., etc. betrachtet: Wo immer sie die Gelegenheit dazu haben, manifestieren die Volksparteien ihr absolutes Unvermögen, eine Politik zu verwirklichen, in deren Mittelpunkt die Interessen der breiten Bevölkerung stehen.

mehr:
- Die Volksparteien haben das Volk belogen und betrogen (Wolfgang J. Koschnick, Telepolis, 02.04.2019)

Mein Kommentar:Wundern die sich tatsächlich?Das sollte mich wundern…

KenFM im Gespräch mit: Prof. Rainer Mausfeld ("Warum schweigen die Lämmer?") {1:38:19 – Start bei 15:43}

KenFM
Am 02.10.2018 veröffentlicht 
Dass Professor Rainer Mausfeld es im Alter von 68 Jahren mit seinen Vorträgen noch zu einem Millionenpublikum bringen würde, hätte er selbst vermutlich als Letzter vermutet. Doch ganz offensichtlich trifft er mit seinen Inhalten, verbildlicht durch die inzwischen weitläufig bekannte politische Metapher der „schweigenden Lämmer“, den Nerv der Zeit. Es ist, als hätten wir jahrelang eine dunkle Vermutung gehegt und endlich spricht sie einmal jemand aus – Unsere Demokratie ist bei weitem nicht so demokratisch, wie sie uns verkauft wird.
Nun ist der Kaiser also nackt. Dennoch hält sich die gesellschaftliche Empörung in Grenzen. Wie lässt sich das erklären? Professor Mausfeld ist überzeugt: Es liegt an der Beschaffenheit des Kaisers, der nicht mehr in schicker, feudaler Tenue, sondern in Form unpersönlicher, intransparenter und abstrakter Machtstrukturen daherkommt. Genannte Strukturen, man kann sie auch als Elitenetzwerke bezeichnen, bedienen sich des Begriffes der Demokratie, weil er sich für sie als ideale Revolutionsprophylaxe in Zeiten zunehmend feudal anmutender sozialer Ungleichheit herausgestellt hat. Da diese Verschleierungstaktik, bei der ideologisch aufgeladene Begriffe inhaltlich in ihr Gegenteil verkehrt werden, sich zu Indoktrinationszwecken als besonders effektiv erwiesen hat, kommt sie auch in aller Regelmäßigkeit zur Anwendung. So z.B. bei Wörtern wie „Globalisierung“ oder „freie Märkte“, welche der desorientierten Bevölkerung als naturgegebene Phänomene verkauft werden, um über das in ihrer neoliberalen Interpretation verankerte Recht des Stärkeren hinwegzutäuschen.
Hieraus ergibt sich die Aufgabe, die Kluft zwischen dem vorgegaukeltem und dem eigentlichen Wortsinn, zwischen PR und Realität, zu überwinden, mit dem Ziel sich dabei Schritt für Schritt an das Ideal demokratischer Verhältnisse im Sinne der Aufklärung anzunähern. Dafür bedarf es nicht nur der intellektuellen Bewaffnung und Bewusstwerdung über die subtilen Techniken der Meinungskontrolle des Einzelnen, sondern vor allem auch des Eingeständnisses, dass man einem gigantischen Betrug aufgesessen ist.
Professor Mausfelds Buch „Warum schweigen die Lämmer?“, welches die Inhalte des beliebten gleichnamigen Vortrages weiter vertieft, kann diesen kollektiven Aufwachprozess mit anschieben. Ins Handeln kommen müssen wir dann aber schon selber.
Inhaltsübersicht:
0:04:56 Der Kaiser ist nackt – wir wissen es alle
0:13:15 Der „Feind“ ist abstrakt
0:21:50 Aber wir haben doch eine Demokratie…
0:31:16 Wie wichtig ist Repräsentation in einer Demokratie?
0:40:43 Meinungsmanagement
0:57:29 Definition von Links und Rechts: ein „Haufen Spaghetti“
1:03:02 Chemnitz aktuell – Ablenken von den wahren Problemen
1:13:25 Programme zur Angst-Induktion
1:20:37 Für das Warten auf bessere Zeiten ist keine Zeit
1:34:08 Feedback aus der Bevölkerung
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Mausfeld: Neue Wege des Demokratiemanagements {1:27:52 – Start bei 55:55}

Westend Verlag
Am 12.02.2019 veröffentlicht 
Vortrag und Diskussion mit Rainer Mausfeld, Autor des Buchs "Warum schweigen die Lämmer?"
Weitere Infos zum Buch und Leseprobe finden Sie hier:
https://www.westendverlag.de/buch/war...

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Über Skylla gibt es verschiedene Sagen. Nach Ovid ist sie die Tochter der Nymphe Krataiis und wird von Glaukos umworben.[1] Weil Skylla dies nicht erwidert, begibt sich Glaukos zu der Zauberin Kirke, um sich zumindest von der heftigen Liebesglut heilen zu lassen. Kirke aber ist eifersüchtig auf Skylla, da sie sich selbst in Glaukos verliebt hat. Und so vergiftet Kirke das Gewässer, in dem Skylla sich gerne aufhält. Nachdem diese dort ein Bad genommen hat und aus dem Wasser gestiegen ist, wachsen ihr aus dem Unterleib sechs Hundeköpfe und zwölf Hundefüße. Skylla haust dann gegenüber einem anderen Ungeheuer namens Charybdis bei einem Felsen an der Meerenge zwischen Sizilien und Italien. Zusammen sind sie zwei unvermeidliche, gleich große Übel. Sie (Skylla) frisst alles, was lebt und in ihre Reichweite kommt, und ergreift mit ihren Fangarmen vor allem unvorsichtige Seefahrer, die ihr deshalb zu nahe kommen, weil sie Charybdis entgehen wollen. Als Odysseus durch die Enge fährt[2], frisst sie sechs seiner Gefährten.
[Skylla, Wikipedia, abgerufen am 04.04.2019]
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Ovid erlebte noch die letzte Periode der römischen Bürgerkriege und den Übergang zur Monarchie und dann – während seiner eigenen Schaffenszeit – die Blütezeit und schließlich Krisen unter Kaiser Augustus. Der Übergang zur Alleinherrschaft (bis 17 v. Chr.) war von Elegikern wie GallusProperz und Tibull in ihrer Dichtung verschlüsselt kritisiert worden. Deren Beispiel folgte Ovid, als die Friedenszeit langsam zur den Geist lähmenden Alleinherrschaft wurde, und übte versteckte Kritik an der Engstirnigkeit des Kaisers. Die Kritikmöglichkeit dürfte ein wichtiges Moment für die Entstehung der Metamorphosen gewesen sein. Sie werden aber auch als Allegorien für die behauptete Wiederkehr des Goldenen Zeitalters unter Augustus gedeutet.
[Metamorphosen (Ovid), Entstehungsgeschichte, letzter Absatz, Wikipedia, abgerufen am 04.04.2019]
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siehe auch:
- Europa zwischen Scylla und Charybdis! Getrieben vom Gesang der Sirenen? Teil 1: Die „Goldene Regel“: Wer das Gold hat, macht die Regeln?“ – Die spinnen, die Griechen, die glauben an Demokratie! (argejugend.at, 07.07.2015)
„Sozial- und christdemokratische Eliten haben das anteilnehmende Denken verlernt. Auch wenn man seine politischen Gegner oben bekämpft, braucht man/frau die Menschen unten nicht zu vergessen (etwa die Millionen Griechen ohne Krankenversicherung),“ so Schulmeister zur herz- und geistlosen Schwarmunintelligenz der Geldgeber. [Stephan Schulmeister zit. in obigem Artikel der ARGE Jugend.at]
Mein Kommentar:
Jesses, die glauben noch, es ginge um Intelligenz… Die Geldgeber wissen ganz genau, was sie tun! 

Franz Josef Strauß: der Prophet, der mit allem Recht behielt. [Unzensierte Fassung] {5:25 – Start bei 2:39}

Der Konservative
Am 07.04.2019 veröffentlicht 
Schon in den 80ern sah Franz Josef Strauß das kommen, was Deutschland heute zerstört. Jedes Wort seiner Reden hat sich bewahrheitet und ist eingetreten. Dieses Video ehrt den großen deutschen Staatsmann und Bayerischen Landesvater.
In dankbarer Erinnerung von https://www.about.me/konservativ
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Mittwoch, 3. April 2019

Neoliberalismus und Neocons sind eine Reaktion auf die Hippies!

Der "Permanent War Complex" - Teil 2

Im April 2017 hat die Regierung Trump eine "Buy American"-Initiative auf den Weg gebracht und drei Monate später festgezurrt. Sie zielt darauf ab, dass mehr Länder mehr und größeres US-Kriegsgerät kaufen können. Auch und vor allem sollen Vertragsverhandlungen deutlich schneller abgewickelt und Abschlüsse entsprechend schneller zustande gebracht werden als bisher. Trumps Kabinettsmitglieder sollen sich gegebenenfalls persönlich einschalten, hohe Regierungsoffizielle auch bei Waffenmessen persönlich Werbung machen. Auch Trump selbst kümmert sich aktiv um die weitere Steigerung der Rüstungsexporte. Schon Obama war ein guter Freund der Rüstungsindustrie gewesen; verglichen mit George W.Bush hatten sich in seiner Zeit die Waffenexporte verdoppelt. Unter Trump scheint es noch besser zu werden: "He’s become a reliable arms-dealer-in-chief."

Es ist nicht verwunderlich, dass ein so gigantischer und profitträchtiger "Permanent War Complex", bestehend aus öffentlichen und privaten Komponenten, dem Missbrauch und der Verschwendung Tür und Tor öffnet. Bereicherung, Betrug, Korruption sind an der Tagesordnung, ebenso mangelnde Effektivität und Effizienz, unzureichende Kontrolle, Misswirtschaft, Fehlinvestitionen. Statt strikt im öffentlichen Interesse gesteuert zu werden, wurde das System von privaten beziehungsweise partikularen Interessen usurpiert. Es entwickelt sich eigendynamisch, ohne Bremsmechanismus in immer größere Dimensionen. Die scheinbar endlos zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel führen zu organisierter Verantwortungslosigkeit.

Teil1: Privatisierung der amerikanischen Kriege.


Es sind nicht die Sicherheitslage oder die real existierende Bedrohungen, die das System antreiben, sondern die Profitinteressen derer, die an ihm beteiligt sind und es aufrechterhalten. Das Gerede von Bedrohungen ist weitgehend Propaganda; sie wird nachgereicht, um gegenüber der Öffentlichkeit zu rechtfertigen, was aus ganz anderen Gründen (und sowieso) geschieht. Tatsächlich ist es so, dass sich eine oligarchische Klasse durch Krieg bereichert und dabei auch vor schweren Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen nicht zurückschreckt. Man erinnere sich beispielsweise an den früheren US-Vizepräsidenten Dick Cheney, der seine Rolle im Irakkrieg mit seiner Beziehung zu einem der großen Kriegsprofiteure, dem Unternehmen Halliburton, verquickte.

mehr:
- Wenn es keine Bedrohungen gibt, dann werden sie erfunden (Ulrich Teusch, Telepolis, 03.04.2019)
aus den Kommentaren:
Wenn man bedenkt, dass allein die Erhöhung des jährlichen US-Militärbudgets so hoch ist, wie die gesamten Rüstungsausgaben Russlands im gleichen Zeitraum, entlarven sich die alltäglichen Warnungen vor der russischen Gefahr als reine Gehirnwäsche.
Das dreiste Spiel hat nur einen Zweck: die geographische Einheit Europas, das bis zu Ural reicht, zu spalten und eine wirtschaftliche Kooperation zwischen Deutschland und Russland - aus der beide Partner gestärkt hervorgingen - zu sabotieren.
Wir sind Teil des makabren Spiels (digifree, 03.04.2019  21:35)

Rede vor dem US-Kongress: Nato-Chef warnt vor Russland (SPON, 03.04.2019 – Link durch BoMbY, 03.04.2019  20:22)
dazu ein Beispiel für deutschen Qualitätsjournalismus:
Dirk Pohlmann über "Der duale Staat: Recht, Macht und Ausnahmezustand" {2:06:59 – Start bei 2:02:59}

Gruppe42
Am 16.05.2018 veröffentlicht
"Der Staat - das klingt in unseren Ohren nicht unbedingt freundlich, aber es klingt nach Recht und Ordnung. In der Schule und an der Universität erfahren wir von den ehernen Regeln der Demokratie. Gewaltenteilung, Rechtsstaat, Wahlen, parlamentarische Repräsentanz, alles scheint altehrwürdig und wohlgeregelt im Staats und Verfassungsrecht. Bis in die Details und bis in die letzten Winkel ist festgelegt, wer nach welchen Regeln für was zuständig und verantworlich ist. Dass daran nicht gerüttelt wird, dafür sorgt die Demokratie, sie bezeichnet sich selbst gerne als „wehrhaft“.
Da ist ein Begriff wie „Deep State“ oder „Dualer Staat“ störend. Er legt nahe, dass es neben dem bekannten, demokratisch legitimierten Staat noch einen anderen gibt, der nicht gewählt wird, der sich selbst ermächtig, der eingreift, wann es passt. Aber wann? Wer bildet ihn? Was tut er? Wann tötet er? Warum liest man darüber so wenig? Und warum beschäftigen sich „seriöse“ Medien damit eigentlich überhaupt nicht? Medien, Politiker und Universitätslehrer verweisen den Begriff des „parallelen Staates" gerne in den Bereich der „Verschwörungstheorien“.
Und doch ist er real. In allen Staatsformen, aber insbesondere in der Demokratie, gibt es im Unterschied zum normativen Ideal die realpolitische Existenz eines „Machtstaates“ oder „Maßnahmenstaates“, des "Deep State". Auch akademische Politologen und Rechtswissenschaftler haben sich damit beschäftigt, ausnahmslos Personen, die sich mit dem Widerspruch zwischen Realpolitik einerseits und der Idee des liberalen Rechtsstaates andererseits beschäftigt haben. Sie haben erkannt: Der „Deep State" hängt mit den Erfordernissen der Hegemonialmacht im „Grossraum“ zusammen.
Dementsprechend gibt es Länder, in denen der „Tiefe Staat“ Alltagswissen ist, z.B. die Türkei oder Italien. Dort ist die Realität des parallelen Staates so unübersehbar zutage getreten, dass auch Staatspräsidenten von ihm reden - müssen. Und es gibt Länder, in denen man in öffentlichen Ämtern nicht von ihm sprechen kann, ohne Reputation und Karriere zu riskieren.
Die staatstragenden Kräfte vieler Länder blenden diese Realität deshalb weiter aus. Oder sie versuchen es zumindest. Aber auch in diesen Ländern ist der „Deep State“ aktiv geworden. Nicht nur in Vasallenstaaten, sondern auch im Zentralreich des Hegemons selbst.
Anhand praktischer Beispiele legt der Journalist Dirk Pohlmann praktisch und theoretisch dar, was es mit dem "Deep State“ auf sich hat. Sein Vortrag ist eine Mischung aus staatsrechtlicher Analyse und Bericht, wann und wo der Deep State sichtbar geworden ist. Ein spannendes Thema, dessen Bedeutung kaum überschätzt werden kann. Es ist besser, darüber Bescheid zu wissen, als nur die Konsequenzen verständnislos erleben zu müssen.
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… und die FAZ freut sich für Morales:
- Boliviens Präsident Morales darf nach Hause fliegen (FAZ, 03.07.2013)
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Nun muss man noch die beiden, gestern und heute, erschienen Buchauszüge zusammenhalten. Gestern ging es darum, dass die u.s.-Wirtschaft in massiver Weise von einem immer weiter überhand nehmenden Militär-Keynesianismus geprägt ist. Staatliche Finanzierung sorgt - ganz entgegen dem offiziell und von nahezu der gesamten Ökonomengilde hochgehaltenen Ideal des freien Marktes - für Millionen Arbeitsplätze.

Heute wird dargelegt, wie die u.s.-Allgemeinheit dazu gebracht wird, diesen Vorgang für legitim, ja existenzsichernd zu halten. Am Laufmeter werden Bedrohungen generiert. Eeigentlich ist jedem halbwegs rational denkenden Menschen klar, dass kein Staat der Welt sich von sich aus militärisch mit den usa anlegen würde. Dass man auch den stärksten potentiellen Kontrahenten gewaltig auf die Zehen steigen müsste, um sie dazu zu bewegen, das u.s.-amerikanische Militär - ganz zu schweigen vom u.s.-amerikanischen Territorium - anzugreifen. Eine Mischung aus einem desaströsen Bildungssystem und einer manipulierenden Medienmaschine macht es dennoch möglich, dass die Lügen genügend Ernst genommen werden, um ungestört das von Teusch beschriebene Rüstungs- und Dienste-Monstrum stetig ausbauen und betreiben zu können.

Ohne dieses Monstrum wäre die usa heute wirtschaftlich nicht mehr lebensfähig. Der Krebs ist längst zum Eigentlichen geworden. Um auf diesem mittlerweile also kaum ohne Katastrophe zu verlassenden Weg weitergehen zu können, braucht es all die Kriege. Das, und nicht Öl und auch nicht die geostrategischen Allmachtsfantasien, ist der wahre Grund dafür, dass stets neue Kriege geführt werden. Es ist wie beim Süchtigen; der Sinn der Droge ist die Droge, der Sinn des Krieges ist der Krieg selbst.
(Selbstzweck, Pynx, 03.04.2019  18:41) 

»Tatsächlich sind die Aktivitäten der USA gegen den Terrorismus noch erheblich weiter gestreut, als viele Menschen ahnen. Das US-Militär ist inzwischen in fast 80 Ländern (also 40 Prozent aller Länder der Erde) auf die eine oder andere Weise mit der Bekämpfung des Terrorismus beschäftigt.«
Da es offenbar immer noch nicht jeder mitbekommen hat:
Die USA machen und erschaffen Terror.
Von einer Terrorbekämpfung der USA kann beim besten Willen keine Rede sein! Das ist ein reines Gerücht bzw. leere Behauptung, ohne Beweis und ohne Sinn
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(Guter Witz!, jsm36, 03.04.2019  16:04 )

"Die USA haben es mit einer Reihe gescheiterter oder scheiternder Kriege zu tun: Afghanistan, Irak, Syrien, Jemen, anderswo im Nahen und Mittleren Osten und bis weit hinein nach Afrika. Das US-Militär hat trotz größter Mühe in den letzten 20 Jahren nichts von dem erreicht; was es sich vorgenommen hatte."
Tatsächlich kann es so aussehen, als ob die USA bei zahlreichen Kriegen ihre Ziele verfehlen, und man kann sich fragen, weshalb sie dann alle paar Jahre einen Angriffskrieg begehen, wenn sie dann jedes Mal das Ziel verfehlen. Einige aus dem Lager der "realistischen" Schule der Außenpolitik (im Gegensatz zu Neocons und "liberal interventionists") haben eine beschönigende Interpretation, dass man jeweils gute Absichten gehabt habe, aber dann jeweils Fehler gemacht wurde oder die Ziele von Anfang an unrealistisch gewesen seien. Ist das plausibel? Man kann sicher viel Negatives über all diese Leute in neokonservativen think tanks sagen, aber so strohdumm, dass sie immer wieder die gleichen Fehler wiederholen, obwohl sie sich ehrlich bemühen, sind diese kaum.
Ein Teil einer möglichen Erklärung hat mit dem zu tun, wovon der Artikel handelt – der militärisch-industrielle Komplex ist in den USA sehr einflussreich, und Kriege bedeuten ein gutes Geschäft. Die Rüstungsfirmen haben ihre Arbeitsplätze absichtlich über praktisch alle US-Staaten verteilt – das macht es wahrscheinlich etwas weniger effizient, aber es sichert ihnen Einfluss in allen Wahlbezirken. Dass die Kriege nicht mit dem vorgegebenen Ziel enden (Dinge wie die Installation einer US-freundlichen, stabilen liberalen Demokratie in den überfallenen, sanktionierten oder durch US-unterstützte Terrororganisationen destabilisierten Ländern) ist in diesem Zusammenhang kein Problem, sondern eher im Gegenteil - je mehr Instabilität und internationale Spannungen durch die Interventionen erzeugt werden, desto leichter kann für höhere Militärausgaben argumentiert werden (und Vasallen sollen auch aufrüsten und dabei natürlich nur NATO- und am besten US-Militärmaterial kaufen, sonst drohen Sanktionen).
Das wird ein Teil der Erklärung sein. Ich vermute aber, dass es nicht die ganze Erklärung ist. Zwar geben Neokonservative meistens wenig plausible Erklärungen für die aggressive US-Politik von sich (Humanitäres, Demokratie, Freiheit), aber hin und wieder sagt einer von ihnen etwas Plausibleres. Gemäß Jonah Goldberg lautet die Doktrin des Neokonservativen Michael Ledeen, wie er sie in einer Rede in den 90er Jahren nannte: "Every ten years or so, the United States needs to pick up some small crappy little country and throw it against the wall, just to show the world we mean business." (siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Ledeen).
Das ist auch eine plausible Erklärung. Es funktioniert ähnlich wie die Einschüchterung durch die Mafia. Die einzelnen Mordanschläge der Mafia lohnen sich für sich alleine genommen wahrscheinlich nicht - sie bedeuten ein Risiko, und aus Getöteten kann nichts mehr herausgepresst werden. Aber das Ziel ist, dass dann alle anderen so eingeschüchtert sein sollen, dass ein großer Teil von ihnen nichts tut, was den Interessen der Mafia zuwiderläuft. Alle diese Aggressionen gegen Länder wie Jugoslawien, Libyen, Irak, Afghanistan, Syrien und Jemen haben den USA kaum direkten Nutzen gebracht. Aber das Ziel besteht wohl eher darin, anderen Ländern zu zeigen, dass sie sich besser den wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen der USA unterordnen sollen, weil ihnen sonst ein ähnliches Schicksal droht. Wenn angenommen wird, dass das das Ziel ist, schwächt es die Plausibilität keineswegs, dass das Resultat jeweils keine stabile liberale Demokratie, sondern andauernde Gewalt und Chaos ist - ganz im Gegenteil, die Abschreckung ist noch stärker, wenn nicht nur der Sturz der Regierung, sondern Chaos und andauernde Gewalt während langer Zeit droht.
Deshalb wäre ich vorsichtig, über "Misserfolge" der USA zu sprechen. Sicher - bezüglich der in der Öffentlichkeit genannten humanitären Ziele, sind all diese militärischen Interventionen sicher Misserfolge, aber es ist höchst unplausibel, dass diese tatsächlich das eigentliche Ziel waren und die Spezialisten in den USA nur zu dumm waren, um zu erkennen, dass das so nicht funktioniert. Wenn das Ziel war, "to show the world we mean business", um ein genügendes Drohpotenzial zu haben, waren diese Angriffskriege wahrscheinlich recht erfolgreich.
Ob solche "Erfolge" weitergehen können, ist allerdings fraglich. Ein zentrales Element dieser "throw against the wall"-Strategie ist, dass immer viel schwächere Länder angegriffen werden - schließlich will man nicht einen Krieg mit einem ernsthaften militärischen Gegner beginnen. Das bedeutet aber auch, dass es für andere Mächte wie China und Russland möglich ist, mit relativ günstigen Mitteln (Waffenlieferungen, Militärunterstützung) die US-Pläne zu durchkreuzen, und so ist das Mafia-Einschüchterungspotenzial der USA am Sinken.
(Waren die USA wirklich so erfolglos?, Adrian_E, 03.04.2019  15:07) 
siehe auch:
 Teil 1:
Privatisierung der amerikanischen Kriege (Post, 02.04.2019)
Menschlichkeit, Terrorismus und das Böse (Post, 29.03.2019)
Rainer Mausfeld: Denkfehler der modernen Psychologie, Fehlentwicklungen unserer demokratischen Institutionen und die Rolle der Medien (Post, 06.03.2019)
Thomas Röper: Über Putin ist fast alles erlogen (Post, 01.03.2019)
Propaganda, Medien und die Kriege der Guten (Post, 28.02.2019)
»Wo ein Wort ist, glauben wir, daß es was bedeutet« – Rainer Mausfeld: Neue Wege des Demokratiemanagements (Post, 12.02.2019)
»Ich sehe Mistgabeln« – Menschen ohne Ansprechpartner (Post, 23.01.2019)
Desinformation über Desinformationskampagnen (Post, 10.10.2018)
KenFM im Gespräch mit: Prof. Rainer Mausfeld („Warum schweigen die Lämmer?“) (Post, 02.10.2018)
Moralische Hysterie, missionarische Außenpolitik und falsche Kriege (Post, 24.01.2017)
- Nick Hanauer: »Ich sehe Mistgabeln« (Post, 23.07.2014)

"Going up the Country" - Canned Heat / WOODSTOCK '69 {3:13}

Emy B
Am 17.06.2008 veröffentlicht 
Enjoy this GREAT SONG from Woodstock era !
PEACE&LOVE !!!
Lyrics :
-I'm going up the country, babe don't you wanna go
-I'm going up the country, babe don't you wanna go
-I'm going to some place where I've never been before
-I'm going, I'm going where the water tastes like wine
-Well I'm going where the water tastes like wine
-We can jump in the water, stay drunk all the time
-I'm gonna leave this city, got to get away
-I'm gonna leave this city, got to get away
-All this fussing and fighting, man, you know I sure can't stay
-Now baby, pack your leaving trunk, you know we've got to leave today
-Just exactly where we're going I cannot say, but
-We might even leave the USA
-'Cause there's a brand new game that I want to play
-No use of you running, or screaming and crying
-'Cause you've got a home as long as I've got mine
btw I've never made this video
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Flashback - Trailer {1:32}

YouTube-Filme
Am 16.01.2015 veröffentlicht 
At last the Feds have caught him! Infamous 60's radical Huey Walker (Dennis Hopper) is heading for jail. So how come it's Huey's yuptight FBI escort (Kiefer Sutherland) who ends up behind bars? And why do they soon team up as uneasy riders on the lam? With Dennis Hopper as Huey, you couldn't ask for a better match of actor and role. He helped usher in the Age of Aquarius with Easy Rider. Now he takes a look back with Flashback, a comic collision course between the tie-dyed 60's and pin-striped 80's. "The 90's are going to make the 60's look like the 50's," Huey predicts. Put your love beads over your power tie and get in on the good times!
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Easy Rider (3) deutsch / Das Ende {3:26}

AmadeusTV
Am 07.01.2009 veröffentlicht 
Easy Rider war der Kultfilm der Ende der 60er Jahre maßgeblich zur Entstehung der heutigen Weltweiten Bikerscene und dem Mythos um "Harley Davidson" beigetragen hat. Anders als die romantischen Fahrszenen zeigen diese Ausschnitte sehr dramatisch die Intoleranz der Gesellschaft gegenüber den neuen Subkulturen . http://de.wikipedia.org/wiki/Easy_Rider
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Es gibt eine Reihe von Analysen des aktuellen Zerfalls Amerikas in Bezug auf Einkommens- und Vermögensunterschiede, auch in Bezug auf Amerikas zunehmende Militarisierung und seinen Kriegszustand. Was ich heute tun werde, ist neu, denke ich: zu argumentieren, dass sowohl die Einkommensunterschiede – oder was unsere Plutonomie genannt wurde –, als auch die Kriegslust durch Tiefenereignisse erheblich gefördert worden sind.
Wir müssen verstehen, dass die Einkommensunterschiede der aktuellen US-Wirtschaft nicht das Ergebnis von Marktkräften waren, die unabhängig von politischen Interventionen arbeiten. Zum großen Teil ist sie durch einen systematischen und bewusst fortfahrenden politischen Prozess hervorgetreten, der zu den Ängsten der sehr Wohlhabenden in den 1960er und 1970er Jahren zurückgeht, dass ihnen die Kontrolle des Landes entglitt.
Dies war die Zeit, in der der zukünftige Richter am Obersten Gerichtshof Lewis Powell in einem Memorandum aus dem Jahre 1971 davor warnte, dass das Überleben des freien Unternehmertums von „sorgfältiger langfristiger Planung und Umsetzung“ einer gut finanzierten Reaktion auf die Bedrohungen der Linken abhing. (3) Diese Warnung wurde von einer anhaltenden Offensive der Rechten beantwortet, von Think Tanks aufwändig koordiniert und von einer kleinen Gruppe von Familienstiftungen finanziert. (4) Wir sollten uns daran erinnern, dass all dies eine Reaktion auf schwere Unruhen in Newark, Detroit und anderswo war, und dass von der Linken zunehmend Aufrufe zur Revolution kamen (in Europa und auch in Amerika). Ich werde den Schwerpunkt heute auf die Reaktion der Rechten auf diese Herausforderung und auf die Rolle der Tiefenereignisse bei der Förderung ihrer Reaktion legen.
Was an dem Powell-Memorandum wichtig war, war weniger das Dokument selbst als die Tatsache, dass es von der Handelskammer der Vereinigten Staaten in Auftrag gegeben worden war, einer der einflussreichsten und am wenigsten diskutierten Lobbygruppen in Amerika. Und das Memorandum war nur eines von vielen Zeichen für den sich entwickelnden Klassenkrieg in den 1970er Jahren, ein größerer Prozess, der sowohl innerhalb wie auch außerhalb der Regierung arbeitete (einschließlich dessen, was Irving Kristol eine „geistige Konterrevolution“ nannte), der direkt zur sogenannten „Reagan-Revolution“ führte. (5)
[Das Doomsday-Projekt und Tiefenereignisse: JFK, Watergate, Iran-Contra und 9/11, Peter Dale Scott, Übersetzung Lars Schall, LarsSchall.com, 08.01.2014]