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„Doch ein Kampf um Leben und Tod fand im Marienhospital nicht statt. ‚Die Krankheitsverläufe waren milder als bei der normalen Influenza; wir haben die Leute nach Hause geschickt und ihnen gesagt, sie sollen sich ins Bett legen‘, berichtet der Mediziner. ‚Das Virus, über das so viel Aufheben gemacht wird, ist vollkommen banal. Gegen die normale Grippe werde ich mich impfen lassen, aber doch nicht gegen die Schweinegrippe!‘
Was den Klinikchef so irritiert, ist der Gegensatz zwischen seiner täglichen Erfahrung als Mediziner und der Aufregung um die Schweinegrippe bei den staatlichen Gesundheitswächtern. Nachdem Deutschland bereits für eine halbe Milliarde Euro Impfstoff gegen den Erreger bestellt hat, sollen nun sogar noch einmal Millionen Dosen nachbestellt werden — für weitere rund 500 Millionen Euro.“
September 2009 war ungefähr der Höhepunkt der letzten angeblichen Superpandemie — der sogenannten Schweinegrippe. Bald entpuppten sich alle Behauptungen über die außergewöhnliche Gefährlichkeit des Schweinegrippeerregers als pure Panikmache. Da blieb die Frage nicht aus, wer oder was hinter diesem globalen Fehlalarm stecken mochte. 2018 recherchierte dasselbe Blatt über Sinn und Unsinn des aus dem Boden gestampften Impfstoffes:
„Das verdeutliche, wie riskant die Impfkampagne war, sagt Becker-Brüser [Herausgeber des pharmakritischen ‚Arznei-Telegramms‘, Anm. d. Red.]. ‚Meines Erachtens wurde das Risiko von den zuständigen Behörden negiert. Man wollte impfen, man wollte den Impfstoff loswerden, den man gekauft hatte.‘ Zumindest von der irischen Regierung ist laut ‚British Medical Journal‘ bekannt, dass den zuständigen Behörden die internen Nebenwirkungs-Berichte von GlaxoSmithKline vorlagen. Dennoch lief die Impfkampagne in Irland uneingeschränkt weiter.“
Es gibt in diesem Zusammenhang ein noch heute sehenswertes Interview, das Monitor im Dezember 2009 mit Michael Kochen, dem Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin, geführt hat und das von der ARD ausgestrahlt wurde — Überschrift: „Horrorszenarien — die Schweinegrippe und die Medien“.
- Der Fall Skripal: Lügen ohne Ende (Post, 18.01.2018)
– Spitzbart: »Was mich so wundert ist, daß die ganzen Journalisten, praktisch im Schulterschluß mit der Regierung, funktionieren…«}
Am 13.04.2020 veröffentlicht
- Dass man auf die Wahl des Wortes „Lügenpresse“ zum Unwort des Jahres stolz sein kann, begreife ich nicht. (Post, 24.06.2015)
