Mittwoch, 17. Juni 2009

Zerstörerische Glücksbringer

Die Sportler haben es nur gut gemeint. In Swasiland im südlichen Afrika haben Fußballer den Rasen im Nationalstaidon von Lobamba quasi umgepflügt. Ziel war es, unter der Grasnarbe sogenannte "Muti" zu platzieren - traditionelle Amulette, die Glück bringen sollen. Vor allem der Mittelkreis und der Bereich vor den Toren wurden reichlich mit Mutis versehen. Der Sportminister will Klage erheben, und die Polizei ermittelt bereits, denn der 600.000 Dollar teure und ein Jahr alte Rasen ist leider vollkommen im Eimer.

Schöne Frau, dummer Mann

Amsterdam: Schöne Frauen machen Männer dümmer – zumindes zeitweise. Das jedenfalls glauben Wissenschaftler der Radboud Univerisät in der niederländischen Stadt Mijmegen. Sie beobachteten die intellektuelle Leistungsfähigkeit von Studenten kurz nachdem diese mit besonders attraktiven Kommilitoninnen zusammengebracht wurden. Fazit: Ein Mann kann während und kurz nach der Begegnung mit einer schönen Frau nicht mehr klar denken. Für Frauen galt das umgekehrt jedoch nicht.
Quelle: HAZ vom 13.06.2009

Dienstag, 16. Juni 2009

Chushi Gangdruk wird 51 Jahre alt.

Chushi Gangdruk

Französisch im Internet

http://www.arte-tv.com
der deutsch-französische Kultursender

http://www.tv5.org
der französische Fernsehkanal im Ausland

http://www.rfi.fr
der internationale französische Radiosender

http://www.franceguide.com
alles über Frankreich als Urlaubsland

http://www.lemonde.fr
die Online-Ausgabe einer der renommiertesten französischen Tageszeitungen

http://www.orthographe-recommandee.info
Neues und Wissenswertes zur französischen Sprache

http://www.fplusd.de
das deutsch-französische Sprachenportal

http://www.botschaft-frankreich.de

informiert über Frankreich, französische Events und die deutsch-französischen Beziehungen


Sonntag, 14. Juni 2009

Haifische am Pokertisch

Um den Zustand seiner Magenschleimhaut zu testen, kann man sich die letzte Sendung des Monitor vom 11. Juni zu Gemüte führen.

Die Themen:

- Wie SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier die Reichen schonen will
- Wie Karstadt-Manager an hohen Mieten mitverdienen
- Pharmahersteller halten Studien unter Verschluss
(das dritte Thema wäre noch mal einen eigenen Post wert…)

Inzwischen nachgeholt:
- Ist die Psychopharmakologie verrückt geworden? – Kapitalismus-infizierte Wissenschaft (Post, 31.01.2016)

Ein Hoch auf unseren öffentlich-rechtlichen Rundfunk, von unseren privaten Fernsehsendern hätten wir sowas nicht erfahren!


Besonders der Karstadt-Bericht ist anläßlich der Diskussion um Staatshilfen interessant:



- Da gibt es erst einmal Josef Esch, der war früher Maurer und leitet inzwischen de facto die größte deutsche Privatbank Sal. Oppenheim. Diese wurde 1789 in Bonn gegründet, in der Nazizeit arisiert und hat ihren Sitz inzwischen in Luxemburg. 1992 trat der frühere Bundesbankpräsident Karl Otto Pöhl als Teilhaber ein. Im gleichen Jahr gründete die Bank zusammen mit Josef Esch die Fondsgesellschaft Oppenheim-Esch-Holding. Die war auch schon in Köln tätig. Der sogenannte Kölner Klüngel, der auch eine Zeit lang Konrad Adenauer tangierte, wurde 2005 einem größeren Publikum bekannt. In der WDR-Sendereihe »Die Story« berichtete die Sendung »Die Milliarden-Story« von dubiosen Geschäften der Oppenheim-Esch-Holding. (Bild: Oberbürgermeister Fritz Schramma (links) und Josef Esch bei der Grundsteinlegung zu den Messehallen (2004), aus der Neuen Rheinischen Zeitung)

Systematischer Irrsinn - Karstadt {45:47}

geigin2001
Am 21.10.2012 veröffentlicht

Die Nachdenkseiten berichteten 2007 über einen Rechtsstreit bezüglich einer einstweiligen Verfügung, die das Bankhaus Sal. Oppenheim gegen Werner Rügemer erwirkt hatte. Dieser hatte nämlich ein Buch geschrieben: »Der Bankier«. Und in der zweiten Auflage mußten einige Stellen über die Verwicklungen des Bankhauses mit der Kölner Politik geschwärzt werden. Das Landgericht Berlin, so die Nachdenkseiten, hob einige der Verbots-Verfügungen wieder auf.

Der Hobby-Journalist Karl-Heinz Dittberner hat zu Oppenheim-Esch einen eigenen Thread angelegt, auch im Goldseiten-Forum wird man fündig. Eine Zusammenfassung findet sich auch bei Duckhome (mit der in handliche Video-Stücke zerlegten Milliarden-Story). Frank Überall darf man auch nicht vergessen. Und sogar der SPIEGEL widmet den Vorgängen jetzt einen Artikel.


Ein ähnlicher Artikel bei Karl Martell , daraus ein Zitat:


»Mit dabei waren beim Start der Fonds – außer Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff, seiner Frau Cornelie und anderen – die Kunstsammlerin Claudia Oetker, der Bofrost-Gründer Josef Boquoi und Maxdata-Gründer Holger Lampatz, der 2006 und 2007 im Aufsichtsrat von KarstadtQuelle saß. … Auch Münchner Oppenheim-Konkurrenten, die Privatbankiers Wilhelm von Finck Junior und Senior, zeichneten Anteile; ebenso die Ehefrau eines Ministerialbeamten aus dem Bundesjustizministerium, der dort für Gesellschaftsrecht zuständig ist.«

- Als nächster Mitspieler ist da natürlich Arcandor (toll, wer hat sich den Namen ausgedacht? Erinnert mich irgendwie an Bertelsmanns Arvato – siehe da den dritten Artikel »Ein Konzern übernimmt die Stadt«; und hier noch ein Link zu einem Artikel auf brand eins Online) mit den Geschäftsfeldern Warenhäuser, Versandhandel und Touristik. Arcandor ist gleich KarstadtQuelle, diese AG entstand 1999 durch Fusion von Karstadt und Quelle. Hauptaktionäre sind Sal. Oppenheim und Madeleine Schickedanz. Wie es für mich aussieht, ist Arcandor der Kuchen für die Heuschrecken (oder das Holz für die Würmer). Im Monitor-Bericht wird deutlich, wie sich Karstadt (laut T-Online im letzten Jahr mit einem operativen Verlust von 272 Milionen Euro, angeblich inzwischen wieder mit Gewinn) durch sehr seltsame Mietverträge und dubiose »weiche Kosten« selbst das Wasser abgräbt (dazu weiter unten ausführlicher). Übrigens sind seltsame Mietverträge eine Spezialität von Oppenheim-Esch, davon kann der Kölner Rathaus-Klüngel ein Lied singen.




Bis 31. Dezember 2008 gehörte auch der wegen Steuerhinterziehung verurteilte ehemalige Aufsichtsratsvor-sitzende der Deutschen Telekom Klaus Zumwinkel (hier im Bild mit René Obermann, seit November 2007 Telekom-Vorstandsvorsitzender und offiziell mit Maybrit Illner zusammen) zum Arcandor-Aufsichtsrat. (Seit 2002 nimmt er, wie – weiter unten erwähnt – auch Ted Turner, regelmäßig an den Bilderberg-Konferenzen teil. (Weitere frühere Posten als Aufsichtsrat: Allianz, Deutsche Lufthansa und Morgan Stanley
Am 26. Januar 2009 wurde Klaus Zumwinkel von der 12. großen Strafkammer des Landgerichts Bochum wegen Steuerhinterziehung zu einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Zugleich erteilte das Gericht eine Bewährungsauflage, nach der ein Geldbetrag in Höhe von einer Million Euro zu zahlen ist. Zumwinkel hatte gestanden, über eine Stiftung in Liechtenstein Steuern in Höhe von knapp 970.000 Euro hinterzogen zu haben. Laut Anklage soll Zumwinkel in den Jahren 2001 bis 2007 sogar Abgaben in Höhe von 1,2 Millionen Euro hinterzogen haben. Bezüglich des Jahres 2001 ließ das Gericht die Anklage allerdings nicht zur Hauptverhandlung zu, weil die Tat verjährt war und die Verjährung nicht rechtzeitig unterbrochen wurde. (Ein Ermittlungsrichter hatte Beschlüsse 12 Stunden zu spät ausgefertigt. Quelle: Wikipedia) Zumwinkel kündigte an, Deutschland zu verlassen, um auf Castello di Tenno zu residieren. Zur Diskussion um ausgezahlte Pensionsansprüche und Bonus-Zahlungen siehe Wikipedia.


- Und als dritter im Milliarden-Skat sitzt Thomas Middelhoff am Tisch. Gegen den ermittelt inzwischen die Essener Staatsanwaltschaft (Essen ist Arcandor-Sitz). Von 1986 bis 2002 war Middelhoff bei der Bertelsmann AG. In den vier Jahren seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender (1998 bis 2002) verdoppelte er den Umsatz der Bertelsmann AG (von denen hab’ ich auch was). In seine Zeit bei Bertelsmann fallen der Aufbau der RTL Group, der Kauf von Random House, die Pleite der Musikbörse Napster und der Verkauf von AOL Europe (7,5 Millarden – der höchste Gewinn bis dahin in der Geschichte des Internets) an den Konkurrenten Time Warner.


ein kurzer Ausflug über den großen Teich:


Á propos Time Warner: Da ist Jane Fonda gleich um die Ecke, die Tochter von Henry und Schwester von Peter Fonda. Henrys Tochter war mal mit Ted Turner verheiratet, und zwar von 1991 bis 2001. Der ist mit 7.500 qkm – dreimal so viel wie das Saarland, das wird Heinz Becker aber nicht stören – der größte private Grundbesitzer der USA und Mitglied der Bilderberg-Gruppe. (Der Bilderberg-Link führt zur Hompage eines Teils des Forschungsprojektes »Wem gehört die EU?« am Institut für Soziologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, der Wikipedia-Link findet sich weiter oben bei Klaus Zumwinkel.)

siehe dazu:
- Wem gehört die EU? (Hans-Jürgen Krysmanski, Studie im Auftrag der PDS-Delegation in der Konföderalen Fraktion der Vereinigten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke (GUE/NGL) im Europäischen Parlament, gefunden bei Tadema, online gestellt am 02.08.2006 – PDF)



Nachdem sein Versuch gescheitert war, den US-amerikanischen Fernsehsender CBS aufzukaufen, übernahm Ted Turner 1986 von Kirk Kerkorian (der hatte mal seine Finger bei Daimler-Chrysler, General Motors und Ford drin) für einen Kaufpreis von 1,5 Milliarden Dollar das Hollywood Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) und dessen Tochterfirma United Artists. Dabei hätte er sich fast verschluckt. Im Jahre 1996 fusionierte Time Warner mit Ted Turners Turner Broadcasting System (TBS). Und während der Dotcom-Blase 1999/2000 fusionierte AOL mit Time Warner.



zurück nach Deutschland:

Middelhoff verließ Bertelsmann 2002 mit einer zweistelligen Millionen-Abfindung, weil er sich mit Firmenpatriarch Reinhard Mohn nicht über eine Zukunftsstrategie einigen konnte. Als Vertrauter von Madeleine Schickedanz wurde Thomas Middelhoff im Juni 2004 als Vorsitzender des Aufsichtsrates der KarstadtQuelle AG bestellt und übernahm im Mai 2005 den Posten des Vorstandsvorsitzenden, nachdem sich KarstadtQuelle in einer existenziellen Schieflage befand. Er stabilisierte Arcandor, indem er das Tafelsilber verkaufte: danach war Karstadt Mieter in den eigenen Häusern. Am 1. März 2009 wurde er in seiner Position als Vorstandsvorsitzender der Arcandor AG und der Thomas Cook Group von Dr. Karl-Gerhard Eick, dem ehemaligen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom AG, abgelöst.





Im Februar 2009 gründete Thomas Middelhoff [Link zur Financial Times] mit Roland Berger und Florian Lahnstein in London die Investmentgesellschaft Berger Lahnstein Middelhoff & Partners LLP (BLM), deren Chairman Middelhoff seitdem ist. Das Unternehmen sucht unterbewertete Firmen, um dort einzusteigen.


Roland Bergers Strategy Consultants ist heute mit 36 Büros in 25 Ländern Nr. 4 der weltweit größten Strategieberatungen und berät international führende Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie öffentliche Institutionen. Die Gesellschaft beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter, die 2007 einen Umsatz von mehr als 600 Mio. EUR erwirtschaftet haben.

Roland Berger ist Mitglied verschiedener Aufsichts- und Beiräte von nationalen und internationalen Unternehmen, Stiftungen und Organisationen, u. a. Fiat Group, Turin, Italien; Telecom Italia, Mailand, Italien; Fresenius SE (Vorsitzender des Prüfungausschusses), Bad Homburg; Prime Office AG, München (Vorsitzender); FC Bayern München. Außerdem gehört er International Advisory Boards an, etwa der Deutschen Bank AG, Frankfurt a.M.; von MillerBuckfire New York, USA; der Sony Corporation, Tokio, Japan, und The Blackstone Group, New York, USA.
(Angaben nach Frankfurt School Cenference 2009)



Florian Lahnstein ist der Sohn von Manfred Lahnstein, letzterer sitzt auch im Aufsichtsrat von BLM. Er war Chef des europäischen Investmentbanking von Bear Stearns sowie Chef des deutschen Investmentbanking bei UBS. (Link zu einer etwas seltsamen Meldung von Markt und Mittelstand aus dem Juli des letzten Jahres, da firmiert Florian Lahnstein noch als Vorsstandschef der Germany 1 Acqusition Limites, zu der auch »Arcandor-Chef Thomas Middelhoff und der Unternehmensberater Roland Berger berufen worden« sind.)


Manfred Lahnstein war 1982 Bundesminister der Finanzen und Bundesminister für Wirtschaft und bis 2004 für Bertelsmann tätig. Sein Sohn Florian über die Aussichten der BLM: »Wir haben Zugänge in Deutschland wie kaum ein anderer.« Link zu Finanztreff.de)











Im Februar 2009 wurde auch Wolfgang Clement, ehemaliger nordrhein-westfälischer Minsterpräsident (1998-2002), in den Aufsichtsrat der BLM berufen. Dieser ist seit September 2008 auch Vorsitzender des EU-Russland-Forums und seit April 2009 auch Mitglied im Aufsichtsrat des russischen Beratungsunternehmens Energy Consulting. Neben vier Untersuchungsausschüssen gegen ihn während seiner Amtszeit als Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen gab es weitere Kritikpunkte: Der Umzug der Staatskanzlei aus den bisherigen Liegenschaften in das mondäne Düsseldorfer Stadttor wurde als überflüssig und überteuert bewertet. Besonders brisant wurde die Affäre, als bekannt wurde, dass ein Clement-Vertrauter den Umzug geleitet und dafür Aufträge in Millionenhöhe erhalten hat. Nachdem er den umstrittenen Braunkohletagebau Garzweiler II genehmigt hatte, trat Clement anschließend einen Aufsichtsratsposten beim Tagebaubetreiber RWE Power AG an.




So, die drei Zocker sitzen also am Tisch. Um was geht’s nun bei dem Spiel? Wolfgang Urban handelte mit Josef Esch einen Deal aus: Karstadt verkaufte fünf seiner großen Häuser für sehr wenig Geld an Oppenheim-Esch, um sie nach deren Sanierung für sehr viel Geld zurückzumieten. (Der Vollständigkeit halber: Privatmann Urban hat bei Oppenheim-Esch sein Geld angelegt, und Josef Esch ist der Vermieter von Urbans Villa bei – na wo wohl? – Köln!)


Bei dem Geschäft Urban-Esch fallen zwei Dinge auf:


1. Der Oppenheim-Esch-Fonds hatte zum Beispiel das Karstadt-Gebäude in Leipzig für 10,4 Millionen Euro gekauft. Die Jahresmiete beträgt allein 11,3 Millionen, über 20 Jahre (Vertragslaufzeit), steigend. Die Miete in Leipzig macht 16% des Umsatzes aus, doppelt so viel üblich. Der Monitor-Experte sieht bei solchen Bedingungen keine Möglichkeit, ein Kaufhaus rentabel zu betreiben. Genauere Zahlen bei Karl Martell:


»In München betrug die Garantiemiete 23,2 Prozent vom Umsatz, in Leipzig 19,6 Prozent, in Potsdam 16,4 Prozent und in Karlsruhe 14,5. Schon bei einem Verhältnis Umsatz zu Miete von zehn Prozent, so Einzelhandelsexperten, beginne die sogenannte Todeszone, in der ein Warenhaus die Miete gemeinhin nicht mehr erwirtschaften könne.«

2. Bei Gesamtinvestitionskosten von 180 Millionen Euro tauchen 44 Millionen Euro »weicher Kosten« auf, also 25%. Die setzen sich wie folgt zusammen:

Man achte dabei auf die Posten für die Geschäftsführung (sowohl für Esch wie auch für Oppenheim) und dann für die Mietervermittlung (Karstadt stand als Mieter ja von vorneherein fest): zusammen 42 Millionen Euro.

Hier wird mit einem Riesen-Besen gekehrt, da bleiben schon ein paar Krümel liegen.

Jetzt zu Thomas Middelhoff: Der erfuhr 2004 als Vorstandsvorsitzender bei Arcandor – zumindest offiziell – von den Geschäften mit Esch. In einem 22-seitigen Gutachten, das der ehemalige Syndikus des Konzerns, Bernd-Volker Schenk, mit Datum vom 8. November 2006, an Middelhoff schickte, rügte dieser, daß weder die Kaufpreisfestsetzung noch Teile der so genannten weichen Kosten nachvollziehbar seien. Wenn die Gegenseite aus der Vereinbarung aussteige, »muss sie mindestens die Erträge an KarstadtQuelle zahlen« – nach Schenks Berechnungen, inklusive einiger Nebenansprüche, mehr als 110 Millionen Euro. Der Vorstand der KarstadtQuelle AG müsse deshalb »mit Herrn Esch vor Eintritt der Verjährung entweder ein Verhandlungsergebnis erzielen oder aber die Forderung verjährungsunterbrechend gerichtlich geltend machen« – also klagen [Quelle: SPIEGEL Online]. Jedoch ging Middelhoff nicht gegen Esch vor. Das wundert nicht. So hatte er nämlich Josef Esch schon vor vielen Jahren zu seinem persönlichen Vermögensverwalter gemacht und besitzt selbst Anteile an fast allen Oppenheim-Esch-Fonds, die mit Karstadt die Geschäfte gemacht hatten. Rund 7,4 Millionen Euro hat Middelhoff allein für Karstadt in Leipzig angelegt, noch mal 7,4 Millionen seine Ehefrau.


Übrigens: Seit 2007 ist Middelhoff Mitglied der von Bundesminister Sigmar Gabriel anlässlich der CBD-COP9 ins Leben gerufenen Naturallianz, die sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzt. Und im Oktober 2007 wurde Middelhoff von der Universität Bayreuth mit dem Vorbildpreis ausgezeichnet.

Let's make MONEY - DVD ab 18.06. im Handel. {2:03}


letsmakemoneyfilm
Am 02.10.2008 veröffentlicht
"Wenn es einen Film gibt, der eine Revolution auslösen kann, dann dieser." [CINEMA] 
http://www.lets-make-money.info
Ab 18.Juni 2009 auf DVD erhätlich.
Mit seinem Dokumentafilm "Let's make MONEY" folgt der Filmemacher Erwin Wagenhofer (WE FEED THE WORLD) der Spur unseres Geldes im weltweiten Finanzsystem und blickt dabei hinter die Kulissen der bunten Prospektwelt von Banken, Investmentmanagern und Versicherern.
"Let's make MONEY" ist ein bewegender Film, der aufgrund der aktuellen Bauchlandung der Finanzbranche nicht nur topaktuell ist, sondern auch Hintergründe und Zusammenhänge liefert, die uns die Probleme unserer Finanzwelt in eindrucksvollen Bildern vor Augen führt.
Ab 18.Juni 2009 auf DVD erhätlich.
Weitere Informationen zum Film unter:
http://www.lets-make-money.info


Und zum Schluß blenden wir zu Franz-Walter Steinmeiers Verzweiflungs-Wahlkampf zurück (Bericht 1 der Monitor-Sendung). O-Ton Steinmeier: »Und wir haben in unserem Regierungsprogramm deshalb noch mal sehr genau an den Artikel 14 erinnert, dick unterstrichen, was dort da steht: Eigentum verpflichtet, steht nämlich dort.« Monitor: »Die SPD will die sogenannte Reichensteuer. Das heißt, die Reichen sollen mehr zahlen auf ihr Einkommen, aber nicht auf ihr Vermögen. Eine Vermögensteuer schließt Steinmeier aus.« (Klar, wir leben ja im Zeitalter der Globalisierung, viele Reiche würden dann in Steueroasen auswandern.)

Dann wird der Millionär Klaus Barski vorgestellt. Der mag die SPD nicht. Angst vor der Einkommenssteuer hat er aber nicht. Klaus Barski geht es gut, auch in der Krise – er hat nie mit Aktien spekuliert. Er lebt von seinem Immobilienvermögen. Das schätzt er auf fünf Millionen Euro. Sein letzter Einkommmensteuer-Bescheid betrug 2.300 Euro. O-Ton Barski: »Und dann habe ich dieses Haus, habe ich wie gesagt, gekauft für knapp 70.000 Mark und dann für eine halbe Million wieder verkauft. Und das war dann der weitere Grundstock, um wieder in die nächsten Häuser einzusteigen. Mein erstes Mietshaus. Sehe ich immer wieder gern. Muss man nur aufpassen, dass es nicht umkippt.« Reporter: »Zahlen Sie da Steuern, wenn Sie das Haus verkauft haben?« Barski: »Ne, bei dem Haus habe ich natürlich keine Steuern bezahlt, aus dem einfachen Grund, … ich habe es Jahrzehnte besessen und nach zwei Jahren hätte es schon gereicht, … steuerfrei das Haus für … hätte ich es für zehn Millionen verkauft, ich hätte keinen Pfennig Einkommensteuer … Das war ja das Geheimnis der großen Spekulanten hier.«


DieStory 21.11.2011 Adel vernichtet - Untergang des Bankhauses Oppenheim {42:45}


Bewußtseinonlinemag
Am 24.11.2011 veröffentlicht
DieStory 21.11.2011 Adel vernichtet - Der bemerkenswerte Untergang des Bankhauses Oppenheim WDR
Wer nichts weiß muss alles glauben ...
http://bewusstsein-online.de
http://www.youtube.com/user/Bewusstse...
http://www.facebook.com/pages/bewusst...
DieStory 21.11.2011 Adel vernichtet - Der bemerkenswerte Untergang des Bankhauses Oppenheim WDR

siehe auch:
- Hungergeister (Post, 08.05.2008)

zuletzt aktualisiert am 04.03.2016



60 Jahre Bundesrepublik – Quo vadis, Deutschland?

Nur mehr knapp ein Drittel der Deutschen (31 Prozent) glaubt, heute noch in einer Wohlstandsgesellschaft zu leben. Mehr als doppelt so viele (66 Prozent) aber wünschen sich für die Zukunft eine "Sozialgesellschaft", in der der Staat die Bürger vor Not, Armut und Arbeitslosigkeit schützt und "sozial absichert" sowie allen eine individuelle Zukunftsvorsorge ermöglicht.

Dies geht aus einer aktuellen Repräsentativbefragung der Stiftung für Zukunftsfragen hervor, bei der 2.000 Teilnehmer ab 14 Jahren befragt wurden. "Die Deutschen wollen nach wie vor ein sicheres Einkommen haben und sorgenfrei und ohne Zukunftsangst leben können", so Prof. Dr. Horst W. Opaschowski, der Wissenschaftliche Leiter der Zukunftsstiftung. "Sie erwarten, dass der Staat seine Sicherheitsversprechen einlöst, und hoffen auf mehr soziale Gerechtigkeit."

Denn nur drei Prozent glauben, in einer Zivilgesellschaft zu leben, in der Freiheit, Gleichheit und Sicherheit garantiert und gelebt werden können. 39 Prozent finden, dass sie in einer Klassengesellschaft leben, in der das Wohlstandsgefälle wächst und die soziale Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird. Insbesondere die Landbewohner sähen sich benachteiligt, weil die Grundversorgung vom Nahverkehr bis zur ärztlichen Versorgung nicht mehr gewährleistet sei. Und auch die Ostdeutschen fühlten sich – zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung – ausgegrenzt, weil Arbeit und Wohlstand zunehmend in den Westen wanderten.

Politisch programmatische Leitbilder wie die Bürgergesellschaft (5 Prozent) und die Wissensgesellschaft (9 Prozent) sind bei den meisten nicht angekommen. Vor allem präsent ist dagegen die Leistungsgesellschaft (39 Prozent). Für die Zukunft wünschen sich die Deutschen eine Sozial-, Generationen- und Hilfeleistungsgesellschaft. Statt Erlebnis und Konsum ist Wohlfühlen gefragt. Motto: Weniger ist mehr. Quelle: Stiftung für Zukunftsfragen

aus Der niedergelassene Arzt 5/2009

Schwindel – Mit Bewegung Stürze vermeiden

Wer unter Schwindel leidet, fällt eher hin. Das Sturzrisiko kann man jedoch durch gezieltes körperliches Training deutlich reduzieren. Dasfanden Wissenschaftler des Departments Sportwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) heraus. Für das Gleichgewicht des Menschen sind vier Systeme verantwortlich, die ständig Informationen über den Gleichgewichtszustand an das Gehirn senden: zwei Gleichgewichtsorgane im Innenohr, das visuelle System, das System der Körperwahrnehmung sowie das System der Informationsverarbeitung. Fällt ein Gleichgewichtsorgan im Innenohr aus, leidet der Patient unter Drehschwindel und Übelkeit sowie einer Fallneigung mit möglichen Stürzen.

Die Ursache der Erkrankung ist allerdings weitgehend unbekannt und bis heute gibt es keine wirksame Therapie. Um Patienten mit geschädigtem Gleichgewichtsorgan dennoch zu helfen, haben die MLU-Wissenschaftler eine besondere Behandlungsmethode entwickelt. "Bei einer Schädigung des Gleichgewichtsorgans müssen die drei intakten Systeme idealerweise die Funktion des ausgefallenen Organs übernehmen", sagt Andreas Lauenroth, der zu dem Thema seine Doktorarbeit verfasste. Durch ein bewegungstherapeutisches Rehabilitationsprogramm können die drei intakten Systeme so sensibilisiert werden, dass den Patienten die alte Standsicherheit zurückgegeben und damit die Sturzgefahr reduziert wird.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Therapie keine Regeneration der erkrankten Gleichgewichtsorgane ermöglichte. Der Erfolg ist also auf eine bessere Informationsverarbeitung im Gehirn zurückzuführen, die durch das Training erreicht wurde. Die Erkenntnisse sollen jetzt in die Arbeit des Netzwerks Altersforschung der Uni Heidelberg einfließen. Quelle: Martin-Luther-Universität Wittenberg

aus Der niedergelassene Arzt 5/09

Mittwoch, 10. Juni 2009

Raubtierkapitalismus und kranke Bankangestellte

Gefunden auf Frau Neumanns Seite, Link direkt zu der taz

Medizin-Standesfürsten und die Medizin

Kommentar von Kollegin Neumann zu untenstehendem Link:

Bundesärztekammerpräsident Hoppe will rationieren. So weit so gut. Aber dass dies derart ignorant, gedankenlos auf Stammtischniveau geschieht, ist eine Schande:

„Wunschmedizin ist, wenn man beim Genuss von Speisen und Getränken keine Abstriche machen will, aber Medikamente braucht, damit die Magenschleimhaut das auch verträgt. Da muss man dann ehrlich sein und dem Patienten sagen, dass er das selbst bezahlen oder auf Alkohol und fettes Essen verzichten muss.'"...Bei zu hohen Cholesterinwerten kann man auch eine Diät machen. Medikamente sind nur in Ausnahmefällen nötig. Die Menschen müssen bei der Erhaltung ihrer Gesundheit mitwirken, damit das System möglichst wenig in Anspruch genommen wird.“

So spricht ein Angehöriger der oberen Schicht, der anscheinend noch nie was davon gehört hat, dass Alkohol und Übergewicht zum Beispiel schicht- und bildungsabhängig ist oder mit längerer Arbeitslosigkeit korreliert – das ist ja so einfach, das als Willenssache hinzustellen! Das ist schick, das gibt Missfelder-Applaus vom Stammtisch (genau da!) Wenn (laut Robert-Koch-Institut) lediglich 8.2% der 11-15-jährigen Jungen aus wohlhabenden Familien Übergewicht haben, aber 15,8 % derselben Altersgruppen aus armen Verhältnissen, dann sollte man das Maul nicht zu sehr aufreißen (Bei den Mädchen ist das Verhältnis 3.7% zu 9,4%. Wenn man mit 1 Dollar 250 Kalorien an Karotten aber 1200 Kalorien an Keksen kaufen kann, wenn die Morbiditätsquote bei länger als 12 Monaten arbeitslosen Männern bei 59,7% liegt, bei den Erwerbstätigen bei 27,7% und, und und…. dann sollte ein Ärztekammerpräsident mal sein Auge auf den Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit legen und nicht von Diät schwadronieren. Aber – wie titelt Bettina Schmidt in ihr sehr lesenswertes Buch:

Eigenverantwortung haben immer die andern.

Da fällt mir ein, dass immer noch niemand mein Referat „Gesundheit – soziale Ungleichheit – Eigenverantwortung“ abgerufen hat….


Zum Interview mit Hoppe bei FR-Online
 

Donnerstag, 28. Mai 2009

Streichelnetzwerk entdeckt

GÖTEBORG – Beruhigung, Schmerzlinderung, Wohlbefinden – all das kann ein sanftes Streicheln der Haut bewirken. Schwedische Forscher liefern jetzt Gründe dafür. Die Haut ist von einem Netzwerk C-taktiler Nerven durchzogen, die gezielt auf Streicheln reagieren. Sie schicken ihre Signale direkt in das Hirnareal, in dem positive Gefühle verarbeitet werden. NATURE NEUROSCIENCE berichtet, dass Probanden feinste Elektroden in die Unterarmhaut gestochen wurden, sodass jede das Signal einer einzelnen Nervenfaser registrierte. Anschließend streichelte ein Roboter mit einem weichen Ziegenhaarpinsel in einer genau festgelegten Geschwindigkeit und mit speziellem Druck über die Haut der Teilnehmer. Ein Teil der Testpersonen sollte angeben, welche Druck-Geschwindigkeit-Kombi am angenehmsten war. Genau in dem Geschwindigkeitsbereich, der am positivsten empfunden wurde, feuerten die CT Fasern am stärksten. Das "Streichelnetzwerk" dient dazu, soziale Nähe zu vermitteln und einen Gegenpol zu Schmerzreizen zu schaffen, vermuten die Forscher.
Der Kassenarzt 9/2009

Draufgängern genügen Placebos

MONTREAL – Je mutiger ein Mensch, desto empfänglicher für Placebos. Dies stellten kanadische Wissenschaftler von der McGill-Universität fest, so NEW SCIENTIST. Hierzu testeten sie an Probanden eine wirkstofffreie Creme die sie als schmerzlindernd ausgaben. Der Schmerz wurde durch eine Salzlösung ausgelöst, die man den Testpersonen in die Beine injizierte. Außerdem führte man einen Persönlichkeitstest mit den Teilnehmern durch, um ihre Abenteuerlust einzustufen. Je abenteuerlustiger, desto besser half die angeblich lindernde Creme gegen die Schmerzen. Die Forscher führen dieses Ergebnis auf eine höhere Empfindlichkeit der Personen auf Dopamin zurück. Allein die Vorstellung, dass der Schmerz nachlässt, aktiviere das Belohnungszentrum und sorge für das angenehme Gefühl, dass ein Ziel erreicht ist.
Der Kassenarzt 9/2009

Dicke schaden dem Klima

LONDONÜbergewicht ist ungesund, auch für die Umwelt. Phil Edwards und Ian Roberts von der School of Hygiene and Tropical Medicine fanden heraus, dass eine schlanke Gesellschaft eine Gigatonne weniger CO2 ausstößt als eine fettleibige Bevölkerung. Im INTERNATIONAL JOURNAL OF EPIDEMIOLOGY erläutern die Forscher, dass dünne Menschen, zum Beispiel in Vietnam, weniger essen. Weniger Lebensmittelproduktion bedeutet weniger Treibhausgase. Darüber hinaus verbrauche der Transport von Dicken mehr Energie. "Wenn man sich in einem schweren Körper bewegt, ist es, als wurde man mit einem Spritfresser durch die Gegend fahren", schreibt das Fachmagazin. Auch die Abhängigkeit von Autos steige mit dem Körpergewicht. Die Wissenschaftler fordern auf, Übergewicht als "Schlüsselfaktor" für den Klimaschutz zu erkennen.
Der Kassenarzt 9/2009

Montag, 25. Mai 2009

Geriatrie – Frauen leben länger, sind aber kränker

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen ist in den meisten Ländern höher als die von Männern. Dafür sind alte Frauen 2,5-mal so oft pflegebedürftig wie gleich alte Männer. In einer Studie des Duke Medical Center wurde eine Population von 888 Menschen im Alter über 65 Jahren untersucht. Der Geschlechtsunterschied in der Pflegebedürftigkeit ist zu 48% auf Gelenkerkrankungen (Arthrose und Arthritis) sowie auf Übergewicht zurückzuführen. Vor allem während Schwangerschaften und in der Menopause neigen Frauen dazu, bleibende Extrapfunde zuzulegen. Jedes Kilo Übergewicht geht mit Verlust an Lebensqualität im Alter einher, so die Forscher.
Annual Scientific Meeting of the American Geriatric Society, Chicago, 29.4-2.5.2009
aus MMW-Fortschr. Med. Nr. 20/2009

Schröpfen gegen das Karpaltunnelsyndrom

Schröpfkopfmassage, unblutig. Mit der blutigen Variante, bei der vor dem Aufsetzen der Schröpfköpfe die Haut leicht angeritzt wird, kann bei Karpaltunnelsyndrom geholfen werden.















Die Wirksamkeit des blutigen Schröpfens beim Karpaltunnelsyndrom konnte erstmals belegt werden. Häufig ist die Brachialgie mit Nacken- und Schulterschmerzen assoziiert. Forscher der Universitat Essen haben sich diese Verbindung zwischen Handgelenk und Schulter zunutze gemacht. In einer randomisierten kontrollierten Therapiestudie wurden 52 Brachialgiepatienten in zwei Gruppen unterteilt Eine Gruppe wurde im Schulterbereich blutig geschröpft – dabei werden die Schröpfköpfe an Hautstellen angesetzt, die zuvor mit einer kleinen Kanüle oder Lanzette eingeritzt wurden –, die Kontrollgruppe bekam eine Wärmetherapie. Nach sieben Tagen gingen die Beschwerden (Schmerzen in Schulter und Hand, Kribbeln, Taubheitsgefühl) der Schröpfgruppe um 60 Prozent zurück, in der Kontrollgruppe nur um 23 Prozent. Der Wirkmechanismus basiert vermutlich auf dem Prinzip der Reflexzonen. Das Schröpfen fördert die Durchblutung und muskuläre Spannungslösung in einem bestimmten Areal – hier im Schulterdreieck. Dies wiederum habe günstige reflektorische Effekte auf den betroffenen Nerv, so die Naturmediziner.
aus Der Kassenarzt Nr./2009

Arzthonorare

Wir haben für Allgemeinarzt-Leser eine neue Tabelle gebaut. Tatsächlich stehen die Radiologen bei den Umsätzen an der Spitze mit den fachärztlich tätigen Internisten. Die Hausarztinternisten dagegen rangieren nur knapp vor den Allgemeinärzten. Sehen wir uns dagegen die Gewinne an, ändert sich das Bild an der Spitze: Nach Abzug von Personal- und Praxiskosten bleiben den Radiologen von 402 300 Euro nur 142 300, den fachärztlich tätigen Internisten von 396 500 Euro immerhin noch 225 400. Bei den Allgemeinärzten halbiert sich der Wert nahezu: von 180 500 Euro Jahresumsatz bleiben 100 900 Euro Bruttoeinkommen.

Radiologen stehen gemeinsam mit den Internisten an der Spitze der Arzt-Honorare in Deutschland. Hausärzte landen nach aktuellen Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung abgeschlagen auf Platz 9 und 10. Die rote Laterne halten die Psychotherapeuten auf Platz 13 (nicht in der Graphik). www/kbv.de


aus Der Allgemeinarzt 9/2009




Und noch ein Artikel in der FAZ, auf den ich durch Oster aufmerksam wurde: bei FAZ.NET

Donnerstag, 21. Mai 2009

Auf Sauftour

Wie Harald Martenstein den Vatertag findet
bei ZEIT-Online
Und bei SPIEGEL-Online lüftet Frank Plasberg das Geheimnis von 30, 60 und 95. Wenn wir René Weller nicht hätten: »Meine Frau macht den Haushalt ich mach’ den Rest.« Renée, das war … »SPITZE!«

Mittwoch, 20. Mai 2009

Schmerzforschung – Wer das Risiko liebt, reagiert besser auf Placebo

Ob eine Placebobehandlung Wirkung zeigt, ist möglicherweise auch eine Frage der Persönlichkeit. Einer kanadischen Studie zufolge bestehen bei risikofreudigen Menschen besonders gute Erfolgschancen. Die Forscher hatten 22 Probanden die analgetische Wirkungen von zwei Placebosalben, von der sie eine als Verum ausgegeben hatten, vergleichen lassen. Die Forscher vermuten, dass größere Risikobereitschaft mit einer erhöhten Dopaminsensitivität einhergeht, die wiederum eine verstärkte Placebowirkung beinhaltet.
Journal of Neuroscience 2009;29:4882-87
aus MMW-Fortschr. Med. Nr. 17

Schlafstörungen – Erhöhte Suizidgefahr

Schlafstörungen können auf ein erhöhtes Suizidrisiko hinweisen. Zu diesem Ergebnis kam eine große bevölkerungsbezogene Befragung in den USA. Wenn andere Risikofaktoren für Suizidalität abgezogen wurden, hatten Personen mit Schlafproblemen jeweils ein etwa doppelt so hohes Risikofür suizidale Gedanken und Suizidversuche. Die Autoren empfehlen, Schlafprobleme beim Abschätzen des Suizidrisikos regelhaft mit einzubeziehen.
Wojnor M. et al. International Congress of the World Psychiatric Association, Florenz, April 2009
aus MMW-Fortschr. Med. Nr. 17

Menopause – Akupunktur bei Hitzewallungen nicht wirksam

Für Frauen in der Menopause ist die Akupunktur anscheinend keine wirksame alternative Behandlungsoption bei Hitzewallungen. Die Auswertung von sechs randomisierten klinischen Studien ergab in fünf Studien keine Wirksamkeit dieser Methode gegenüber den Kontrollgruppen. Lediglich eine kleine Studie zeigte positive Effekte der Akupunktur auf Häufigkeit und Frequenz der Hitzewallungen.
Lee et al. Climateric 2009;12(1):16-25
aus MMW-Fortschr. Med. Nr. 17

Dienstag, 19. Mai 2009

Betagter Patient muß ins Krankenhaus – Danach nicht mehr der Alte

Wenn ältere Patienten ins Krankenhaus müssen, stellt das oft einen Wendepunkt dar, von dem aus es abwärts geht. Dass diese Beobachtung für internistische Erkrankungen tatsächlich zutrifft, belegt eine prospektive Beobachtungsstudie mit 678 Teilnehmern mit einem Durchschnittsalter von 75 Jahren. Die Patienten, die z. B. wegen einer Pneumonie oder Herzerkrankung hospitalisiert wurden, wiesen nach der Entlassung einen deutlichen funktionellen Abbau auf, von dem sie sich auch nach zwei Jahren nicht erholten. Dagegen zeigten diejenigen, die sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen mussten, zwar unmittelbar nach Entlassung deutlichere funktionelle Einschränkungen. In der Regel erhalten he sich jedoch danach rasch wieder, ohne dass bleibende körperliche oder geistige Beeinträchtigungen zurückblieben.
Annals of Internal Medicine 2009;150:372-78
MMW-Fortschr. Med. Nr. 16