Montag, 14. November 2011

Heute vor 65 Jahren: Nobelpreis für Hermann Hesse



Datei:Hermann Hesse 1927 Photo Gret Widmann.jpg
Hermann Hesse 1929 (aus Wikipedia)
»Für sein schriftstellerisches Werk, welches sich – mit zunehmender Kühnheit und Durchdringung – durch humanistische Ideen und hohe stilistische Qualität auszeichnet«, erhielt Hermann Hesse den Literatur-Nobelpreis. Kennzeichnend für sein Schaffen war die Auseinandersetzung mit schmerzhafter Selbstfindung und innerer Zerrissenheit. Er zählt mit einer Auflage von mehr als 60 Millionen Exemplaren seiner Bücher zu den meist gelesenen Dichtern des 20. Jahrhunderts. Alle seine Werke stellen ein persönliches Bekenntnis seines konfliktreichen Lebens dar. Wegen seiner klaren pazifistischen Einstellung wurde er im Ersten Weltkrieg kritisiert, die Nationalsozialisten erklärten ihn zum »Volksverräter».

Eine meiner liebsten Geschichten ist der zweite der drei Lebensläufe aus Hermann Hesses Glasperlenspiel: Der Beichtvater.





Die US-amerikanische Hardrock-Band (ich glaube, damals gab’s das Wort noch gar nicht) Steppenwolf benannte sich nach einem der bekanntesten Romane Herman Hesses. Berühmt wurde sie mit dem Song »Born to be Wild«, mit das US-amerikanische Road-Movie (ich glaube, das Wort gab’s damals auch noch nicht) »Easy Rider« beginnt.

Sarkozy und Obama ziehen über Netanjahu her

Panne beim G-20-Gipfel: Journalisten hören zufällig mit, wie Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy über Benjamin Netanjahu herzieht. Sarkozys Gesprächspartner, US-Präsident Barack Obama, äußert sich ebenfalls nicht besonders charmant über den israelischen Premier. 

Es war eigentlich nur eine technische Panne - doch sie offenbart nach französichen Medienberichten ungewöhnliche Einblicke in die internationale Politik und speziell in eine sehr offene Aussprache der Präsidenten Barack Obama (USA) und Nicolas Sarkozy (Frankreich).
mehr:
- Sarkozy lästert über Netanjahu "Ich kann ihn nicht ausstehen, er ist ein Lügner" (Süddeutsche Zeitung, 08.11.2011)

Oskar und Sahra…

Oskar Lafontaine hat seine Beziehung mit Sahra Wagenknecht öffentlich gemacht.

Wagenknechts Ehemann Ralph T. Niemeyer, Filmproduzent und Autor satirischer Bücher, lebt in Irland. Er schrieb gestern in seinem Internetblog, dass er keinen Gram empfinde. Seine Frau habe von „Oskar“ erzählt. „Sahra und ich haben diese Entwicklung stets miteinander gelebt und besprochen.“ Da es sich nicht um Helmut Kohl handele, sei es kein Schock gewesen. (aus der HAZ vom 14. November 2011)

Heute vor 50 Jahren: Die erste Ministerin der BRD wird vereidigt

Dr. Elisabeth Schwarzhaupt wird als erste Ministerin der Bundesrepublik vereidigt. Die 60jährige CDU-Frau, seit 1953 im Bundestag, übernimmt das neu eingerichtete Gesundheitministerium.

mehr bei WDR-Stichtag
Programmtip: Druck der weiblichen CDU/CSU-Abgeordneten bei WDR
»Ich begrüße die Herren«: Adenauer mit Anredeproblemen, bei SPIEGEL-Online

Samstag, 12. November 2011

Steve Jobs: Nur drei kleine Geschichten

Appell des Apple-Gründers

"Eure Zeit ist begrenzt!"

Einmal überraschte Steve Jobs durch Offenheit: Der so auf Geheimhaltung und seine Privatsphäre bedachte Apple-Visionär wandte sich vor sechs Jahren an Studenten der US-Elite-Uni Stanford. Drei Geschichten erzählte er - eine handelte von Leben und Tod.

Es war heiß, kein Schatten im Stadion von Stanford, die Studenten hatten gesoffen, sie grinsten und kicherten, und darum dauerte es, bis sie verstanden, dass dort vorn ein Herrscher der westlichen Welt zum Geständnis schritt: Steve Jobs, damals Apple-Chef.

Seine Produkte, zu erkennen am angebissenen Apfel, sind Produkte, die die Menschheit verlangt, weil die Menschheit offenbar glaubt, dass diese Produkte das moderne Leben erleichtern, mehr noch: dass modernes Leben aus dem Besitz dieser Produkte besteht. Der Herrscher aber redet nicht über sich, normalerweise. Von Schwächen sagt er sowieso nichts. Damals in Stanford aber, im heißen Juni 2005, sprach er zu den Studenten in seltener Offenheit.

Er sei schüchtern, sagten manche, die ihn gut kannten, noch zu seinen Lebzeiten. Nur dann sage er etwas, gütig lächelnd, wenn er etwas zu verkaufen habe, ein neues Telefon (iPhone), ein flaches Wunderding (iPad) oder eine neue Werbeplattform (iAd), oder wenn er einen neuen Rekordgewinn verkünden konnte. Ansonsten schweige er, und er fordere Schweigen von allen, die er in seine Nähe lasse, und es lässt sich nicht sagen, warum er an jenem Juni-Tag von Stanford gestand, was ihn trieb, was er fürchtete, was er dachte, nur dort, dieses Mal und nie wieder.

Drei Geschichten wolle er erzählen, nicht mehr, "no big deal", sagte Jobs, Bart- und Brillenträger, die Stirn hoch, er trug eine schwarze Robe, ein dünner Mann schon damals, nach seiner ersten Krebserkrankung. Nun ist er wohl an den Folgen der Krankheit gestorben. Er zitterte ein wenig, hob die Stimme, atmete schnell. Drei Geschichten, keine große Sache. (von Spiegel.de)

Steve Jobs Rede bei der Wirtschaftswoche im Wortlaut, hier das Video:




(von flickr)

Bye!

Heute vor 78 Jahren: Die Reichtstagswahlen vom 12.11.1933

Nach Verbot und Selbstauflösung aller Parteien bis auf die NSDAP ist mit den Reichstagswahlen im November 1933 die Entwicklung Deutschlands hin zum totalitären Führerstaat vollzogen. Was mit dem Versailler Vertrag begann endet nun im Prolog zur größenwahnsinnigen Inszenierung geistig Gestörter, die die Minderwertigkeitsgefühle und die unterschwellige Wut der Deutschen geschickt zu bündeln und für sich zu nutzen wissen.

Die Organisation der Wahl sollte dafür sorgen, dass die Wahl zu einem Erfolg des Einheitsstaates werden sollte: In den Wahllokalen saßen drei bis sechs Beisitzer, „die im Benehmen mit der NSDAP berufen" wurden, der ganze Wahlvorstand durfte in Uniform und mit Parteizeichen erscheinen. Es sollte ja keine freie Wahl mehr sein, sondern eine „machtvolle Demonstration". Stimmzettel, die mit einem Hakenkreuz versehen wurden, waren als gültig anzusehen. Stimmte ein Wähler dagegen mit „Nein", dann war der Stimmzettel ungültig, denn der Wähler „will die NSDAP nicht wählen, gibt aber nicht zu erkennen, was er wählen will. Da es keine weiteren Parteien gibt, kann in diesem Fall der Stimmzettel nur ungültig sein." Mit dieser Logik erzielte die NSDAP auch in Garmisch-Partenkirchen ein eindeutiges Ergebnis: 4635 Wähler von 4745 hatten ihre Stimme für Hitler abgegeben, 60 hatten mit Nein gestimmt. Das waren 98,71 Prozent für Hitler, 1,29 gegen ihn.
(Quelle: members.gaponline.de)

mehr bei Wikipedia
Wahlpropaganda der NSDAP zur Reichstagswahl in Weilburg, November 1933
Wahlpropaganda der NSDAP zur Reichstagswahl in Weilburg, November 1933 (Quelle: lagis-hessen.de)
Wie in anderen Städten warb die NSDAP bei der von ihr beherrschten und durch Ausschluss der demokratischen Parteien manipulierten Reichstagswahl vom 12. November 1933 auch in Weilburg mit der Parole "Mit Adolf Hitler "Ja" für Gleichberechtigung und Frieden". Mit der Forderung nach "Gleichberechtigung" ist die mit der Reichstagswahl verbundene Abstimmung über den Austritt des nationalsozialistischen Deutschland aus dem Völkerbund gemeint, den die Nationalsozialisten als "Gleichberechtigung" gegenüber anderen Nationen verkauften. Links unten (etwas verdeckt) sieht man ein Wahlplakat mit den Porträts des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg und Adolf Hitlers mit der Parole "Der Marschall und der Gefreite kämpfen mit uns für Frieden und Gleichberechtigung". (Quelle: lagis-hessen.de)

Stimmzettel zur Reichstagswahl am 12. November 1933
Stimmzettel zur Reichstagswahl (Quelle: akens.org)

siehe auch: Die Grafschaft Bentheim in der Geschichte zur Vorbereitung der Machtübernahme (Quelle: grafschafter-geschichte.de)

Freitag, 11. November 2011

Recht und Gesetz gegen Menschlichkeit

Am Dienstag dieser Woche ist die vietnamesische Flüchtlingsfamilie Tuong und Sang Nguyen aus dem niedersächsischen Hoya mit ihren beiden in Deutschland geboren Kindern, Esther und Andre, um drei Uhr morgens von der Polizei aus dem Schlaf gerissen und zur Abschiebung nach Frankfurt am Main gebracht worden. Nur die älteste Tochter durfte hier bleiben. Herr Tuong lebte seit 1992 in Deutschland. Die Kinder Esther und Andre sind hier geboren. Seit 16 Jahren arbeitete der Familienvater in Hoyerhagen in einer Baumschule. Die Familie (Foto re.) galt als vorbildlich integriert.

mehr bei

Recht ist Recht und muß Recht bleiben. Trotzdem ist die Abschiebung – sei es einer Einzelperson, sei es einer ganzen Familie – nach 19 Jahren – zumal die Leute voll integriert sind – ein furchtbarer und retraumatisierender Vorgang, auch wenn die Leute hier illegal gelebt haben. Nach Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (siehe nds-fleurat.org) darf eine Abschiebung jedenfalls dann nicht erfolgen, wenn die Betroffenen in Deutschland integriert und verwurzelt sind und die Abschiebung daher im Ergebnis einer zweiten Vertreibung gleich käme. Ich finde, das ist eindeutig. Und daher ist das scheinbare Recht, welches Innenminister Schünemann hier bei Nacht und Nebel umsetzen läßt, Unrecht. Aber auch, wenn es die wiederholten Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs nicht geben würde: was hier geschieht, ist unmenschlich.

siehe auch einen Artikel auf inforiot über die Abschiebeprobleme einer Familie Nguyen in Brandenburg (2001!), hier vor allem den Kommentar.

Allerdings bleiben Fragen offen: Wieso haben die Gerichte und wieso hat der Petitionsausschuß so entschieden?

Donnerstag, 10. November 2011

Eric Burdon – Good Times

Für Herrn S.:



When I think of all the good times that I've wasted having good times

When I think of all the good time that 's been wasted having good times

When I was drinkin'
I should've been thinkin'
When I was fighting
I could've done the right thing
All of that boozin'
I was really losin'
Good times
Good times

When I think of all the good time that's been wasted having good times
When I think of all the good time that's been wasted having good times

All of my lying
I remember her crying
My useless talkin'
I couldv'e been walkin'
Instead of complainin'
I couldv'e been gainin'
Good times
Good times

Yes, here we all are having a jolly good time
And everything is working out fine, ha ha ha ha ha

Useless talkin'
All that walkin
All of my sinnin'
I could've been winnin'
I have it too easy

And its a beginning of good times
Good times
I said good times
Talking bout good times

Wenn ich an all die guten Zeiten denke, die ich verschwendet habe, weil ich es mir gut gehen ließ!
Wenn ich an all die guten Zeiten denke, die verschwendet werden, weil man es sich gut gehen läßt!

Anstatt zu trinken
hätte ich nachdenken können.
Anstatt zu kämpfen
hätte ich das Richtige tun können.
All das ganze Saufen ...
Ich habe sie wirklich verloren:
die gute Zeiten,
die gute Zeiten.

Wenn ich an all die guten Zeiten denke, die verschwendet werden, weil man es sich gut gehen läßt!
Wenn ich an all die guten Zeiten denke, die verschwendet werden, weil man es sich gut gehen läßt!

All meine Lügen
Ich erinnere mich an ihr Schreien
Mein nutzloses Reden
Ich hätte gehen können.
Statt zu jammern
hätte ich sie gewinnen können:
die gute Zeiten,
die gute Zeiten.

Ja, wir alle hier lassen es uns so richtig gut gehen.
Alles funktioniert ganz gut. Ha, ha, ha, ha, ha!

 Nutzloses Reden
All das ganze Herumlaufen
All diese meine Sünden
Ich hätte gewinnen können.
Ich habe es zu leicht.

Aber die guten Zeiten beginnen.
Gute Zeiten.
Ich sage: gute Zeiten!
Ich rede über gute Zeiten.


Eric Burdon auf Wikipedia

Und noch ein Spruch von ihm:
Vielleicht glaubst du, daß du mal in den Himmel kommst. Vielleicht glaubst du auch an Gott. Aber bis du dahin kommst, brauchst du den Blues.

Vor 93 Jahren: Die erste Deutsche Republik

»Es lebe das Neue, es lebe die deutsche Republik!«

Der 9. November ist ein Tag, an dem sich in der deutschen Geschichte eine ganze Reihe bedeutender Ereignisse zugetragen hat. Die Häufung ist so markant, dass Historiker vom »Schicksalstag der Deutschen« gesprochen haben. An einem 9. November (1989) fiel die Berliner Mauer, an einem 9. November (1938) begannen die Novemberprogrome gegen die Juden, an einem 9. November (1923) fand in München der Hitler-Ludendorff-Putsch statt.
Ansprache Scheidemanns von einem Fenster der Reichskanzlei, November 1918
An einem 9. November, und zwar im Jahr 1918, wurde in Berlin auch die erste deutsche Republik ausgerufen. Es war der führende Sozialdemokrat Philipp Scheidemann (1865-1939), der, von Arbeitern und Soldaten dazu gedrängt, im politischen Chaos von Revolution, Abdankung des Kaisers und Not der Bevölkerung um 14 Uhr auf den Balkon des Reichstags trat, die Menge vom Ende der Monarchie und des Militarismus informierte und die »deutsche Republik« proklamierte. Er kam damit Spartakusführer Karl Liebknecht zuvor, der zwei Stunden später vom Balkon des Berliner Schlosses die »freie sozialistische Republik« ausrief. Scheidemann wurde in die Weimarer Nationalversammlung gewählt und amtierte bis Juni 1919 als Reichsministerpräsident.

Quelle: Brockhaus – Abenteuer Geschichte 2011

Dienstag, 8. November 2011

Stuttgart 21: Tarnen, Täuschen und nach uns die Sintflut

Immer deutlicher wird, dass Stuttgart 21 vor allem auch in finanzieller Hinsicht auf einem schwankenden Boden steht. Kostenrechnungen werden unterdrückt und Kosteigerungen werden verschwiegen.
mehr auf den immer wieder lesenswerten Nachdenkseiten

Montag, 7. November 2011

Mr. Mark & Mr. Bob

Ich wollte sie [noch] mal sehen. Dire Straits war die erste große Gruppe, bei denen mir das Gefühl kam: Das interessiert mich nicht mehr. Eigentlich haben mich viele große Namen nicht so interessiert: Die Stones waren mir zu rotzig, Zappa zu chaotisch, Leonard Cohen zu depressiv, Joan Baez zu edel-weltschmerzig, Santana zu gitarrenspieltechnikverliebt, die Who zu düster, Crosby, Stills, Nash & Young nicht mitreißend genug. Progressive Rock war mein Ding. Und einigen der oben genannten mußte ich später Abbitte tun. Man wird älter und reifer, und der Geschmack verändert sich. Bei der Filmmusik zu »Local Hero« (von Mark Knopfler) dachte ich »Oh-ha, Klasse, hätte ich ihm nicht zugetraut«.

Dire Straits - Going Home: Theme of the Local Hero (Live, The Final Oz, Australia, 1986) [9:50]

Hochgeladen am 26.09.2009
The Dire Straits perform "Going Home: Theme of the Local Hero" Live at the Sydney Entertainment Centre in Sydney, Australia, on April 26th, 1986.


Band members for this performance are Mark Knopfler on lead guitar and vocals, John Illsley on bass, Jack Sonni on guitar, Chris White on saxaphone, Guy Fletcher on keyboards, Terry williams on drums and Alan Clark on keyboards.

Als Knopfler gestern auf der Bühne der TUI-Arena stand, erinnerte er mich mit seinem Aussehen an einen geschätzten Kollegen. Spielen kann er, keine Frage. Und Mühe macht er sich auch: zwei Keyboards, vier Gitarren. Weniger hätte man wohl nicht bemerkt. Aber: Der Geiger geigte sich einen ab, man hörte ihn kaum. Das Akkordeon hörte man manchmal, die Flöte auch. Die Lautstärke schaffte eine Art dreckiger akustischer Windschutzscheibe, durch die man die Musik durchhören mußte. Es knallte in den Bauch wie ins Ohr, aber so, als ob man was reingedrückt kriegt. Es war nicht ganz so furchtbar wie bei Supertramp September letzten Jahres, aber vielleicht habe ich mich an den Krach inzwischen auch gewöhnt. Die Lautstärke verwischt die Feinheit der Musik, als ob man durch eine Mauer aus brüllend lauter Klangsuppe durchhören muß. Anscheinend ist das die Zeit, und anscheinend gibt’s im ganzen Netz nur zwei Leute (LittlebyLittle-Forum und tacrolimus’ Blog), die das vorsichtig beklagen. Ich werde alt.

Und dann Mr. Bob. 1978 habe ich ihn in Nürnberg auf dem Zeppelinfeld, da wo die Nazis ihre gigantischen Aufmärsche machten, gesehen. Wenige Tage zuvor hatten sie ihn in Dortmund ausgebuht und mit Tomaten beworfen. In der alternativen Berliner Zeitung Tip erschien eine Todesanzeige, in der sein Abgang beklagt wurde: der Star wurde den Erwartungen seiner Fans nicht mehr gerecht. (Mehr dazu bei Nichterschienen) Das habe ich erst vor wenigen Wochen in einer Filmdokumentation erfahren, damals wußte ich das nicht. Abgesehen davon, daß nicht genug Toiletten da waren, fand ich das Konzert ganz gut. Mehr nicht. Ich hatte ihn gesehen und war nicht auf ihn abgefahren.

Fritz Rau (der Dylan übrigens Günter Amendt mit in den Zug setzte – Dylan reiste mit dem Zug –, um ihm dessen Fragen zu Deutschland beantworten zu können – gibt’s das heute noch?) zu dem Konzert:

Bob Dylan 1. Juli 1978 auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg [1:28]


Veröffentlicht am 21.02.2010
Mein grösstes Open-Air Ereignis war am 1. Juli 1978 in Nürnberg, Zeppelinfeld. 
Über 80'000 Zuschauer, ich war mit der ganzen Familie mit dem Klappanhänger dort. Es war unheimlich friedlich. Kein Gedränge wie heute. Es waren viele 68er da.
Ich möchte nicht sagen dass es zu dieser Zeit keine Ego-Trips gab, aber es war vepöhnt. Nicht wie heute wo jeder nur auf seinen eigenen Vorteil schaut. Am Morgen lagen einige Festivalbesucher und unserem Klapper weil es in der Nacht regnete

Günter Amendt remembers Dylan's 1978 tour (Nuremberg concert) [1:03]

folkarchivist Hochgeladen am 14.03.2011 
Günter Amendt remembers Dylan's 1978 tour (Nuremberg concert). From the 2001 Arte documentary "Knockin' On Dylan's Door" to commemorate the death of Günter Amendt in a freak accident on March 12, 2010.

zu Dylans Auftritt in Nürnberg siehe auch:
- Erinnern an Legenden: Als Dylan und Joel in Nürnberg gegen Nazis sangen (Bayerischer Rundfunk, 24.02.2016)

Was ich gestern hörte, machte mich für Stunden völlig ratlos. Dylan nahm seine Texte und kaute sie wie Kaugummi. Er hat ja schon seit vielen Jahren genäselt, gequakt und genuschelt. Aber gestern hat er seine Texte rausgekotzt, wie zerkauten Kaugummi rausgespuckt. Beim Lied »Don't Think Twice, Its All Right« – das Einzige, was ich erkannt habe – war er mit dem Text der Zeile »It ain't no use to sit and wonder why, babe« schon fertig, als die Instumentalbegleitung noch »sit and wonder why, babe« spielte.

Don't Think Twice It's All Right - Bob Dylan [3:34]   Text (Songtexte.com)   Übersetzung (ebda) 


Veröffentlicht am 27.06.2014
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E.Clapton - B.Dylan - Don't Think Twice, It's All Right - LIVE [6:02]
Veröffentlicht am 13.03.2014
E.Clapton - B.Dylan - Don't Think Twice, It's All Right - LIVE

Ich hab’s versucht nachzumachen, ich weiß nicht, wie er das macht, ich kann das nicht. Das muß Kunst sein. Ich sah ihn sich auf der Bühne bewegen und mußte an Michael Jackson denken: ein unverstandener Freak, der weiß, daß er nicht verstanden wird und trotzdem sein Ding macht. Fast so als, ob er nicht verstanden werden will oder er Dich zwingt: Wenn Du mich verstehen willst, mußt Du was tun. (Kommentare bei der HAZ und auf WELT-Online)
aus dem SPIEGEL-Artikel
Nachdem er 1965 viele Folkrock-Fans vergrätzt hatte, als er es wagte, seine Texte mit E-Gitarre zu begleiten, schockierte er seine Anhänger 1978 mit einer »… durchchoreografierten Show, Dylan geschminkt mit Lidschatten, die Band in Bühnenklamotten, 'Don't Think Twice' im Reggae-Rhythmus, 'All Along The Watchtower' dominiert von der virtuosen Geige David Mansfields, the silver saxophone von Steve Douglas, die Kongas von Bobby Hall und das Schubidubidu der Girls im Hintergrund … Das war schon gewöhnungsbedürftig.« (Günter Amend). Der letzteren zitierende SPIEGEL-Artikel ist sehr zu empfehlen, gibt er doch die Atmosphäre der damaligen Zeit wieder: Große Teile des Publikums waren ärgerlich, weil Dylan sich dem Protestsong-Image zu entziehen versuchte.
Bis zu diesem Morgen überlegte ich mir, was ihn dazu treibt, sich selbst zu persiflieren und zu demontieren. (Sich selbst oder das Bild, welches wir sturerweise noch von ihm haben?) Es ist so, als ob er seine Songs von damals als Felsbrocken, als Rohmaterial nimmt, was er dann wie ein Steinmetz bearbeitet. Felsbrocken trifft es nicht so richtig: Mehr Kaugummi oder Knet. Er verformt seine schon zu Monumenten gewordenen Songs (jemand hat gesagt, seine Lieder stellten inzwischen schon einen Teil des amerikanischen kollektiven Unbewußten dar): Man stelle sich die amerikanische Freiheitsstatue aus Knet vor und dann drückt jemand auf ihr rum und macht eine kleine Badewanne draus. Was soll das? Merkwürderweise mache ich häufiger die Erfahrung, daß Menschen mit dem Stellen einer Frage ihren Denkprozeß einstellen. Die zerebrale Arbeit endet mit einer Frage, Punkt!
aus dem am Schluß gelinkten WELT-Artikel
Wenn Dylan nicht einfach nur bekloppt ist und wenn er doch noch eine Botschaft hat, könnten wir uns folgendes vorstellen (wir PTs – solo-insider für Psychotherapeuten – können ja aus jeder – scheinbaren? – Sch… noch was machen):
Wir können unsere damaligen Ideale als Freiheitsstauen aus Knet verstehen. Und dann sehen wir, was die Zeit aus ihnen gemacht hat: zerknautschte Werte. Geiz ist geil, Kinderarbeit als Preisbrecher auf den Wühltischen von KIK, 90-Euro-Nike-Windbreaker aus Bangladesh, bench-Jacken aus upgecyleten PET als peer-group-Uniform, giftige Auto-Akkus oder giftige Energiesparlampen, »Öko«-Diesel als Energiesparmaßnahme der reichen Länder, die Lebensmittel in der Dritten Welt noch teurer macht, Abfischen der westafrikanischen Küste durch hochtechnisierte Fischfang-Gangster-Flotten, und dann »Kampf gegen den Terrorismus«. Ist das das Ergebnis der 68er? Sind Bankenkrise, Rettungsschirme, Designer-Babys und Nano-Technologie wirklich stärker als unsere Ideen von damals?


Quelle: The Persistence of Memory (engl. Wikipedia)
Anfang der 70er wurden Multiple-Choice-Fragen im Medizin-Studium eingeführt, um aus der Prüfungs-Abhängigkeit von Professoren herauszukommen, heute werden MC-Fragen durch mündliche Prüfungen ergänzt. – Das Verbot von Kettenarbeitsverträgen ist faktisch aufgehoben. – Heute diskutieren wir über Grundeinkommen, Mindestlohn und Steuerentlastung, während wir den gigantischsten Schuldenberg der deutschen Geschichte vor uns her und aufs Tablett unserer Kinder schieben. – Irgendwelche Fanatiker fällen die Twin-Towers, und dann macht der sich moralisch überlegen dünkende Westen mal kurz einen Billionen teuren »Krieg gegen den Terrorismus« (an die zwei Millionen Tote), hebelt mal kurz die Bürgerrechte aus, foltert vor den Augen der Weltöffentlichkeit und zieht sich dann ratlos und mit markigen Sprüchen aus einem unkontrollierbaren Terrain zurück. 
Werte? Scheiß drauf! Es geht um Macht und Geld. Und wir halten alle still, weil wir mit Konsumieren und der Sicherung unseres Lebensstandards beschäftigt sind.  Derweil bauen die Mächtigen Scheiße, die wir nachher auslöffeln können (siehe: Ich kann gar nicht so viel essen…, Post, 25.03.2006).

Vielleicht will uns Mr. Bob unsere vom Zeitgeist zerknautschen Ideen vor Augen halten…

1978 als »Entertainer aus Las Vegas« und heute als Freak, der seine eigenen Songs zermanscht.

Ich wollte es mir nicht länger antun und bin gegangen…


siehe auch:
„Der Kongress teilt das Bett mit der Wall Street“ (22.05.2015 – Bob Dylan Performs at the White House)
Heute vor 20 Jahren – Bob Dylans versteckte Botschaft bei der Grammy-Verleihung (Post, 20.02.2011)
Heute wird Bob Dylan 70 Jahre alt (Splitter, 24.05.2011) 
und noch ein tolles Musik-Video mit einem gnadenlos guten Text

zuletzt aktualisiert am 27.11.2016


Freitag, 4. November 2011

Die berechenbare Unberechenkeit des Datenschutzes

Panne im Norden: Patientendaten im Internet

Virtuelle Menschen aus Zahlen abgebildet. © Benjamin Haas, Fotolia Fotograf: Benjamin Haas Detailansicht des Bildes Tausende Daten psychisch kranker Menschen sind im Internet abrufbar gewesen. Vor- und Nachnamen, Geburtsdaten, medizinische Befunde, Klinikbriefe, psychologische Dokumentationen - zahlreiche hoch sensible Daten psychisch erkrankter Menschen sind monatelang frei im Internet zugänglich gewesen. Der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftrage Thilo Weichert bestätigte der NDR 1 Welle Nord einen entsprechenden Bericht der "Lübecker Nachrichten". Schuld ist anscheinend eine Sicherheitslücke bei dem Rendsburger Internet-Dienstleister Rebus. Weichert will jetzt klären, wie Tausende Patientendaten öffentlich werden konnten. Das Prüfteam des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) werde am Montag den verantwortlichen Internet-Dienstleister besuchen, sagte Weichert am Freitag.

mehr beim NDR, und ein dreifaches Hoch (oder auch Helau – es ist ja nur noch eine Woche) auf die elektronische Gesundheitskarte.

Wie Demokratie unterhöhlt wird

Über die Folgen der Auslagerung staatlicher Verantwortung an Private – ein paar Denkanstöße

Verantwortlich: Albrecht Müller | Druckversion | Beitrag versenden | < zurück Am 30. Oktober machte uns Dr. Martin Weigele, früherer stv. Aufsichtsratsvorsitzender von T-Mobile und Herausgeber von T-Blog, darauf aufmerksam, dass ihn die Fehlbuchungen von 55 Milliarden bei der Bad Bank der HRE an eigene Erfahrungen mit der Deutschen Telekom und ihrer Privatisierung erinnern. Die Beteiligungen des Bundes seien außer Kontrolle geraten, meint Weigele. Damit hat er vermutlich Recht. Sein Hinweis sollte ein Anstoß sein, darüber nachzudenken und zu recherchieren, welche schrecklichen Folgen die Überantwortung staatlicher Verantwortung an Private haben kann und vermutlich mit mehrstelligen Milliardenfolgen auch tatsächlich hat. Albrecht Müller.

weiter bei den immer wieder lesenswerten Nachdenkseiten

Donnerstag, 3. November 2011

Mac-OS X: Mehrere PDF-Seiten in Vorschau zusammenfügen

PDF-Dokumente, die mehrere Seiten enthalten, lassen sich schon länger über die Miniaturansicht in der Seitenleiste von Vorschau ("Darstellung > Seitenleiste > Miniaturen") neu zusammenstellen. Dazu zieht man einfach die Miniaturen eines PDFs in die Seitenleiste eines anderen PDFs. Eine rote Linie unter der Seitenminiatur markiert dabei die Stelle, an der die Seite eingefügt wird. Nach dem Sichern sind die Dokumente wie gewünscht neu arrangiert

Von Volker Riebartsch (28.01.2011)

Seit Snow Leopard funktioniert das Kombinieren von mehrseitigen PDFs über die Seitenleiste etwas anders. Wenn man einfach auf die gewohnte Art die Miniaturen von einem ins andere Fenster zieht und anschließend sichert und dann wieder öffnet, enthält das neue Dokument nur die Seiten, die man mit der Maus eingefügt hat. Grund ist ein neues Verhalten von Vorschau: Öffnet man mehrere PDFs mit mehreren Seiten gleichzeitig, werden diese nicht mehr wie vorher in einzelnen Fenstern geöffnet, sondern erscheinen zusammengefasst in einem. Erkennbar ist dies durch die Zusatzinfos in der Leiste oben. Mehrseitige PDFs kennzeichnet Vorschau durch einen "Plastikhefter" am linken Rand der Miniatur. Bewegt man den Mauszeiger über ein mehrseitiges PDF in der Seitenleiste, erscheint ein grauer Pfeil, mit dem sich die Einzelseiten des Dokuments ein- und ausklappen lassen.

Nach wie vor ist es aber möglich, PDFs in einzelnen Fenstern zu öffnen. Das sorgt unter Umständen für Verwirrung. Folgender Trick hilft: Will man Seiten von PDFs, die in mehreren Fenstern gleichzeitig geöffnet sind, über die Miniaturen kombinieren, muss man sie nicht mehr unter, sondern genau oben auf den Dokumenten-Thumbnail ziehen (beim Einfügen erscheint ein blauer Rand um die Miniatur statt einer blauen Linie). Zum Verändern der Seitenreihenfolge anschließend einfach aufklappen und die Seiten an die gewünschte Stelle ziehen und schließlich sichern.

Hat man hingegen zwei mehrseitige Dokumente gleichzeitig in einem einzigen Fenster geöffnet und will diese kombinieren, dann am besten zuerst das ausklappen, aus dem man die Seiten herausziehen möchte und dann die Seiten auf die Miniatur des anderen (in das sie eingefügt werden sollen) ziehen. Wiederum erscheint dabei der blaue Rand. Danach die Seiten neu anordnen und mit "Datei > Alles sichern" die Änderungen speichern.

aus Macwelt, Tipps

Freitag, 28. Oktober 2011

Renaud - Tournée d’enfer

So, die Renaud-Übersetzungen sind fertig. Hier noch der Link zum Live-Album im französischen Wikipedia.
Ich hoffe, es gefällt und macht Appetit. Für Fehler bitte ich um Nachsicht. Viel Spaß!


Renaud - Docteur Renaud,Mister Renard von guenael76

Text
Comme y'a eu Gainsbourg et Gainsbarre
Y'a le Renaud et le Renard
Le Renaud ne boit que de l'eau
Le Renard carbure au Ricard

Un côté blanc, un côté noir
Personne n'est tout moche ou tout beau
Moitié ange et moitié salaud
Et c'est ce que nous allons voir.
Docteur Renaud, Mister Renard…

Renard est un sacré soiffard
Renaud est sobre comme un moineau
Quand Renaud rejoint son plumard
Renard s'écroule dans l'caniveau

Renaud se méfie des pétards
Et du chichon qui rend idiot
Renard se les roule, peinard
Pour s'exploser le ciboulot
Docteur Renaud, Mister Renard…

Renaud s'efforce, c'est son boulot
D'écrire de jolies histoires
Pour séduire les gens, les marmots
Pour amuser, pour émouvoir

À la pointe de son stylo
Le Renard n'a que des gros mots
La parano et le cafard
N'lui inspirent que des idées noires
Docteur Renaud, Mister Renard…


Renaud souffre de tous les maux
Qui accablent ce monde barbare
Il porte les croix sur son dos
Des injustices les plus notoires


Renard, désabusé, se marre
Se contrefout de ce bazar
Le monde peut crever bientôt
Renard s'en réjouirait plutôt
Docteur Renaud, Mister Renard…

Renaud a choisi la guitare
Et la poésie et les mots
Comme des armes un peu dérisoires
Pour fustiger tous les blaireaux

Renard, c'est son côté anar
Crache sur tous les idéaux
Se moque du tiers comme du quart
Des engagements les plus beaux
Docteur Renaud, Mister Renard…

Renaud mérite les bravos
Car en amour, et c'est sa gloire
Il est tendre comme un agneau
Pour une seule et même histoire

Renard se frotte à toutes les peaux
N'a que des aventures d'un soir
Avec des canons, des cageots,
Renard s'rait-il un brin vic'lard ?

Docteur Renaud, Mister Renard…
Docteur Renaud, Mister Renard…

C'est à cause du désespoir
Qui tombe à 50 ans bientôt
Que le Renard, tôt ou tard
Prendra le dessus sur Renaud

Aujourd'hui son amour se barre,
Son bel amour, sa Domino
Elle quitte le vilain Renard
Mais aimera toujours Renaud

Docteur Renaud, Mister Renard…
Docteur Renaud, Mister Renard…


 
Wie es Gainsbourg und Gainsbarre gegeben hat
Gibt’s den Renaud und den Fuchs
Der Renaud trinkt aussschließlich Wasser
Der Fuchs läuft mit [trinkt nur] Ricard
[bekannte Anisschnaps-Marke]

Eine weiße Seite, eine schwarze Seite
Niemand ist ganz scheußlich oder ganz schön

Hälfte Engel und Hälfte Schweinehund
Und das ist, was wir sehen werden.
Doktor Renaud, Mister Renard…

Fuchs ist ein verfluchter Säufer
Renaud ist maßvoll wie ein Spatz

Wenn Renaud wieder zu Bett geht

Stürzt Fuchs in die Gosse

Renaud misstraut Joints
Und dem Shit, der einen blöde macht
Fuchs dreht sie sich, ruhig
Um sich das Hirn in die Luft zu jagen
Doktor Renaud, Mister Renard…

Renaud bemüht sich, das ist sein Job
Hübsche Geschichten zu schreiben
Um die Leute, die Knirpse zu verführen
Um zu amüsieren, anzurühren

An der Spitze seinem Kugelschreiber
Der Fuchs hat nur unanständige Wörter
Die Paranoia und den Katzenjammer
Nichts inspiriert ihn außer trübsinnige Gedanken
Doktor Renaud, Mister Renard…

Renaud leidet an allen Übeln
Die diese barbarische Welt niederdrücken
Er trägt die Kreuze auf seinem Rücken
Der allgemein bekanntesten Ungerechtigkeiten

Fuchs, ernüchtert, amüsiert sich
Pfeift auf dieses Tohuwabohu
Die Welt kann bald abkratzen
Fuchs freute sich noch drauf
Doktor Renaud, Mister Renard…

Renaud hat die Gitarre gewählt
Und die Dichtung und die Worte
Wie ein wenig lächerliche Waffen

Um all diese Einfaltspinsel anzuprangern

Fuchs, das ist seine anarchistische Seite
Spuckt auf alle Ideale
Ihm sind schnurzpiepegal
Die schönsten Engagements
Doktor Renaud, Mister Renard…

Renaud verdient die Bravos
Weil in der Liebe, und das ist ihr Ruhm
Er zart wie ein Lamm ist
Für eine einzige Geschichte

Fuchs reibt sich an allem
Hat nur Abenteuer für einen Abend
Mit Gläsern Wein, Latten[Flaschen-?]kisten,
Fuchs, könnte er ein hinterfotziger Sproß sein?

Doktor Renaud, Mister Renard…
Doktor Renaud, Mister Renard…

Aufgrund dieser Verzweiflung
Die bald auf die 50 zustürzt
Wird der Fuchs, früher oder später
Über Renaud die Oberhand gewinnen

Heute haut seine Liebe ab,
Seine schöne Liebe, ihr Domino
Sie verlässt den ungezogenen Fuchs
Aber wird Renaud immer lieben

Doktor Renaud, Mister Renard…
Doktor Renaud, Mister Renard…


Renaud - en cloque (live) [3:10]

Hochgeladen am 03.08.2010
Zénith 1986 - La chetron sauvage

Text


Elle a mis sur l' mur
Au dessus du berceau
Une photo d'Arthur
Rimbaud
Avec ses cheveux en brosse
Elle trouve qu'il est beau
Dans la chambre du gosse
Bravo
Déjà les p'tits anges
Sur le papier peint
J' trouvais ça étrange
J' dis rien
Elle me font marrer
Ses idées loufoques
Depuis qu'elle est
En cloque


Elle s' réveille la nuit
Pour bouffer des fraises
Elle a des envies
Balaises
Moi, j' suis aux p'tits soins
J' me défonces en huit
Pour qu'elle manque de rien
Ma p'tite
C'est comme si j' pissais
Dans un violoncelle
Comme si j'existais
Plus pour elle
Je m' retrouve planté
Tout seul dans mon froc
Depuis qu'elle est
En cloque

Le soir elle tricote
En buvant d' la verveine
Moi j' démêle ses p'lotes
De laine
Elle use les miroirs
A s' regarder dedans
A s' trouver bizarre
Tout le temps
J' lui dit qu'elle est belle
Comme un fruit trop mûr
Elle croit qu' je m' fous d'elle
C'est sûr
Faut bien dire s' qu'y est
Moi aussi j' débloque
Depuis qu'elle est
En cloque

Faut qu' j' retire mes grolles
Quand j' rentre dans la chambre
Du p'tit rossignol
Qu'elle couve
C'est qu' son p'tit bonhomme
Qu'arrive en Décembre

Elle le protège comme
Une louve
Même le chat pépère
Elle en dit du mal
Sous prétexte qu'il perd
Ses poils
Elle veut plus l' voir traîner
Autour du paddock
Depuis qu'elle est
En cloque

Quand j' promène mes mains
D' l'autre côté d' son dos
J' sens comme des coups de poings
Ça bouge
J' lui dis "t'es un jardin"
"Une fleur, un ruisseau"
Alors elle devient
Toute rouge
Parfois c' qu'y m' désole
C' qu'y fait du chagrin
Quand j' regarde son ventre
Et l' mien
C'est qu' même si j' devenais
Pédé comme un phoque
Moi j' serais jamais
En cloque
Sie hat an die Wand gehängt
Über der Wiege
Ein Foto von Arthur
Rimbaud
Mit seinem Bürstenhaarschnitt
Sie findet, dass er schön ist
Im Zimmer des Kindes
Bravo
Schon die kleinen Engel
Auf der Tapete
Ich fand das seltsam
Ich sage nichts
Sie machen mich lachen
Über ihre verrückten Ideen
Seitdem sie
Einen Braten in der Röhre hat
(argaut/umgangssprachlich …sie schwanger ist)

Sie wacht in der Nacht auf
Um Erdbeeren zu essen
Sie hat Gelüste
Die gut durchdacht sind (ironisch)
Ich, ich bediene sie von hinten bis vorne
Ich vierteile mich
Damit ihr nichts fehlt
Meiner Kleinen
Das ist als ob ich pisste
In ein Cello
Als ob ich existierte
Nicht mehr für sie
Ich steh’ dumm rum
Ganz allein in meiner Büx (Hose)
Seitdem sie
Einen Braten in der Röhre hat

Im Abend strickt sie
Verveine trinkend
Ich, ich bürste ihre Kissen
Aus Wolle
Sie benutzt die Spiegel
Um sich darin zu betrachten
Um sich wunderlich zu finden
Die ganze Zeit
Sage ich ihr, dass sie schön ist
Wie eine überreife Frucht
Sie glaubt, daß sie mir egal ist
Das ist sicher
Es ist notwendig zu sagen, was da los ist
Auch ich rede Unsinn
Seitdem sie
Einen Braten in der Röhre hat

Muss meine Latschen ausziehen
Wenn ich ins Schlafzimmer komme
Von der kleinen Nachtigall
Die sie ausbrütet
Das ist nur ihr kleines Männchen
Das im Dezember kommt

Sie beschützt ihn wie
Eine Wölfin
Sogar die gemütliche Katze
Sie sagt Schlechtes über sie
Unter dem Vorwand, daß sie verliert
Ihre Haare
Sie will sie nicht mehr herumtollen sehen
Um den Kletterbaum
Seitdem sie
Einen Braten in der Röhre hat

Wenn ich meine Hände spazieren führe
Auf die andere Seite ihres Rückens
Spüre ich wie Faustschläge

Das bewegt sich
Ich sage ihr »du bist ein Garten«
»Eine Blume, ein Bach«
Dann wird sie
Ganz rot
Manchmal was mich tief betrübt
Was mir Kummer macht
Wenn ich ihren Bauch ansehe
Und meinen
Das ist: selbst wenn ich würde
Schwul wie ein Seehund
Ich hätte niemals
Einen Braten in der Röhre

Renaud - La pêche à la ligne (live) [3:51]

Hochgeladen am 04.08.2010
Zénith 1986 - La chetron sauvage

Text
C'est à peine l'aurore
Et je tombe du plume
Mon amour dort encore
Du sommeil de l'enclume
Je la laisse à ses rêves
Où je n' suis sûrement pas
Marlon Brando l'enlève,
Qu'est c' que je foutrais là?
Sur un cheval sauvage,
Ils s'en vont ridicules
Dehors y a un orage,
Y sont mouillés c'est nul !
Moi j'affûte mes gaules
Pour partir à la pêche
Musette sur l'épaule,

Saucisson, bière fraîche

Quand le soleil arrive,
Mon amour se réveille
Le cœur à la dérive,
Les yeux pleins de sommeil
Téléphone à sa mère
Qu'est sa meilleure amie
Paroles éphémères
Et tous petits soucis
J'aimerais bien entendre
Ce qu'elle dit de moi
C'est sûrement très tendre,
Enfin bon, j'entends pas
Moi je plante mon hameçon
Tout en haut d'une branche
Je tire sur le nylon,
Me ruine une phalange

Le jour avance un peu,
Mon amour se maquille
Un œil et puis les deux,
C'est futile mais ça brille
Qui veut-elle séduire,
Je suis même pas là
Je me tue à lui dire

Qu'elle est mieux sans tout ça
Que ses yeux sont plus clairs
Quand ils sont dans ma poche
Que vouloir trop plaire
C'est le plaisir des moches
Moi je sors une truite
D'au moins cent vingts kilos
J' l'ai pitié trop petite,
Je la rejette à l'eau

Il est midi passé,
J e reviens les mains vides
Trop de vent, pas assez,
L'eau était trop humide
Alors je rentre chez moi
Triste comme un menhir
Et personne n'est là
Pour m'entendre mentir
Mon amour est partie,
Est partie pour toujours
J'ai perdu mon amour
Et j'ai perdu ma vie

deux fois:
J'emmènerai dimanche
Si je peux ma gamine
S'emmêler dans les branches
A la pêche à la ligne

Es ist kaum Morgengrauen
Und ich falle aus den Federn
Meine Liebe schläft noch
Den Schlafes des Ambosses
Ich lasse sie ihren Träumen
Wo ich sicher nicht bin
Marlon Brando entführt sie,
Was hätte ich da zu suchen?
Auf einem Wildpferd,
Lächerlich, wie sie abhauen
Draußen ist ein Unwetter,
Sie sind nass, das ist noch gar nichts!
Ich mach meine Ruten fertig
Um zum Angeln aufzubrechen
Musettemusik auf der Schulter,
[Musette = franz. Tanz]
Wurst, frisches Bier

Wenn die Sonne kommt,
Erwacht meine Liebe
Das Herz noch abgedriftet,
Die Augen noch vollen Schlaf
Ruft ihre Mutter an
Die ihre beste Freundin ist
Flüchtige Worte
Und winzig kleine Sorgen
Ich würde gern hören
Was sie über mich sagt
Das ist sicherlich sehr zärtlich,
Naja gut, ich höre es nicht
Mein Angelhaken verfängt sich
Ganz oben an einem Zweig
Ich ziehe an der Nylonschnur,
Verletze mir ein Fingerglied

Der Tag rückt etwas vor,
Meine Liebe schminkt sich
Ein Auge und dann zwei,
Das ist belanglos aber das glänzt
Wen will sie verführen,
Ich bin nicht einmal da
Ich würde mich umbringen, um ihm sagen zu können
Dass sie ohne das alles besser dran ist
Dass ihre Augen klarer sind
Wenn sie zu mir gehören
Daß zu sehr gefallen wollen
Das Vergnügen der Miesen ist
Ich ziehe eine Forelle heraus
Mindestens hundertzwanzig Kilo
Ich habe Mitleid mit der Kleinen,
Ich werfe sie in Wasser zurück

Es ist zwölf Uhr mittags vergangen,
Ich kehre mit leeren Hände zurück
Zu viel Wind, nicht genug,
Das Wasser war zu feucht
Also kehre ich nach Hause zurück
Traurig wie ein Hinkelstein
Und niemand ist da
Um mir beim Lügen zuzuhören
Meine Liebe ist gegangen,
Ist für immer gegangen
Ich habe meine Liebe verloren
Und ich habe mein Leben verloren

zweimal:
Ich werde sie am Sonntag mitnehmen
Wenn ich kann, meine Kleine
Sich in den Zweigen verfangen
Beim Angeln


Coeur Perdu Renaud Clip Officiel [4:13]
Veröffentlicht am 26.09.2012
2002. Album: Boucan d'enfer
x
Text

La liberté c'est l'enfer
Quand elle tombe sur un cœur prisonnier
Enchaîné comme aux galères
Au cœur de son âme sœur, de sa moitié
Les chaînes se sont brisées
Et mon cœur n'appartient plus à personne
A quarante ans bien sonné
J'ai peur qu'il ne soit perdu à jamais

Cœur à prendre, pas à vendre, à donner
Un peu naze, un peu d'occase, un peu cassé
Cœur en miettes, en détresse, en compote
En morceaux, en lambeaux, au fond des bottes

Il a aimé bien longtemps
La plus belle de tous les temps
Il a chanté,
L'a battu pendant vingt ans
Pour un amour à présent
Envolé
Il a eu plus que d'aucun
Du bonheur au quotidien
Chaque seconde
Il a pleuré en silence
Pour l'éternelle souffrance
De ce monde

Cœur à prendre, pas à vendre, à donner
Un peu naze, un peu d'occase, un peu cassé
Cœur en miettes, en détresse, en compote
En morceaux, en lambeaux, au fond des bottes

Qui voudra bien ramasser
Ce petit cœur abandonné, à la casse
C'est pas un cadeau ma belle
Il est plein d'idées rebelles
Mais hélas, il aura du mal un jour
A croire encore à l'amour
Si tu veux
Je t'offre ce cœur perdu
Qui n'aimera jamais plus
Ou si peu

Refrain 2 x

Die Freiheit ist die Hölle
Wenn sie auf ein gefangenes Herz trifft

Angekettet wie auf Galeeren
Ans Herz seiner Seelenverwandten, seiner besseren Hälfte
Die Ketten sind gerissen
Und mein Herz gehört niemandem mehr.

Hat 40 Jahre gut geschlagen,
ich habe Angst, dass es für immer verloren ist.


Herz zu vergeben, nicht zu verkaufen, zu verschenken.
Ein wenig kaputt, ein wenig abgenutzt, ein wenig zerbrochen.
Herz in tausend Stücken, hilflos, zermürbt

zersprungen, zerfetzt, zu Boden geworfen.


Es hatte lange
die Schönste aller Zeiten geliebt.
Es hat gesungen
Es hat jetzt über 20 Jahre
für eine Liebe geschlagen.
Entflogen.
Es hatte mehr als kein Glück
im täglichen Leben.
Jede Sekunde
hat es für sich geweint,
um den ewigen Schmerz
dieser Welt.

Herz zu vergeben, nicht zu verkaufen, zu verschenken.
Ein wenig kaputt, ein wenig abgenutzt, ein wenig zerbrochen.
Herz in tausend Stücken, hilflos, zermürbt

zersprungen, zerfetzt, zu Boden geworfen.


Wer wird dieses kleine verlassene Herz
aus dem Schrott auflesen?

Es ist kein Geschenk meine Schöne,
es ist voll mit aufsässigen Gedanken.
Aber eines Tages wird es ihm schwer fallen,
noch an die Liebe zu glauben.
Wenn du willst
öffne ich dir dieses verlorene Herz,
dass nie mehr oder weniger
lieben wird.

Refrain 2 x

(Übersetzung von esge auf razyboard.com )


Louane EMERA - La mère à Titi (Reprise de Renaud) [3:24]

Veröffentlicht am 24.01.2015
Louane EMERA reprend "La mère à Titi" de Renaud, à l'Olympia

mein Kommentar:
für mich ist das Musikvideo völlig nebendran:
- Paul Watzlawick - Wenn die Lösung das Problem ist (Post, 24.05.2014)

Text:
Sur la tabl' du salon
Qui brille comme un soulier
Y a un joli napp'ron
Et une huitr'-cendrier

Y a des fruits en plastique
Vach'ment bien imités
Dans une coupe en cristal
Vach'ment bien ébréchée

Sur le mur, dans l'entrée
Y a les cornes de chamois
Pour accrocher les clés
D' la cave où on va pas

Les statuettes africaines
Côtoient sur l'étagère
Les p'tites bestioles en verre
Saloperies vénitiennes

C'est tout p'tit, chez la mère à Titi
C'est un peu l'Italie
C'est l' bonheur, la misère et l'ennui
C'est la mort, c'est la vie

Y a une belle corrida
Sur un moche éventail
Posé au d'ssus du sofa
Comme un épouvantail

Sur la dentelle noire
Y a la mort d'un taureau
Qui a du mal à croire
Qu'il est plus sous Franco

Y a une pauvre vierge
Les deux pieds dans la flotte
Qui se couvre de neige
Lorsque tu la gigotes

Le baromètr' crétin
Dans l'ancre de marine
Et la photo du chien
Tirée d'un magazine

C'est tout p'tit, chez la mère à Titi
Mais y a tout c' que j' te dis
C'te femme là, si tu la connais pas

T'y crois pas, t'y crois pas


Sur la télé qui trône
Un jour j'ai vu un livre
J' crois qu' c'était Le Grand Meaulnes
Près d' la marmite en cuivre

Dans le porte-journeaux
En rotin tu t'en doutes
Y a Nous-Deux, l' Figaro
L' Catalogue d' la Redoute

Pi au bout du couloir
Y a la piaule à mon pote
Où vivent ses guitares
Son blouson et ses bottes

Sa collec' de B.D.
Et au milieu du souk
Le mégot d'un tarpé
Et un vieux New Look

C'est tout p'tit, chez la mère à Titi
Le Titi y s'en fout
Y m' dit qu' sa vie est toute petite aussi
Et qu' chez lui, c'est partout

Quand y parle de s' barrer
Sa mère lui dit qu'il est louf'
Qu'il est même pas marié
Qu' ses gonzesses sont des pouffes

Et qu' si y s'en allait
Pas question qu'y revienne

Avec son linge sale à laver

A la fin d' chaque semaine

Alors y reste là
Ettouffé mais aimé
S'occupe un peu des chats
En attendant d' bosser

Y voudrait faire chanteur
Sa mère y croit d'ailleurs
Vu qu'il a une belle voix
Comme avait son papa

C'est tout p'tit, chez la mère à Titi
C'est un peu l'Italie
C'est l' bonheur, la misère et l'ennui
C'est la mort, c'est la vie
Auf dem Wohnzimmertisch,
Der wie einen Schuh glänzt
Liegt ein schönes Deckchen
Und ein Austern-Aschenbecher

Es gibt Plastikfrüchte
Tierisch gut nachgemacht
In einer Kristallschale
Tierisch gut angeschlagen

An der Wand, im Eingang,
Gibt’s die Gemshörner
Um die Schlüssel aufzuhängen
Zum Keller, wo man nie hingeht.

Die afrikanischen Statuetten
Kommen auf dem Wandbrett in Berührung
Mit den kleinen Glastierchen,
Venezianischem Schund

Es ist echt klein bei Titis Mutter
Es ist ein bißchen wie Italien
Es ist das Glück, das Elend und die Langeweile
Es ist der Tod, es ist das Leben


Da gibt’s einen schönen Stierkampf
Auf einem hässlichen Fächer
Über dem Sofa aufgelegt
Wie eine Vogelscheuche

Auf der schwarzen Spitze
Gibt’s den Tod eines Stiers
Der nicht glauben kann
Dass er nicht mehr unter Franco ist

Es gibt eine arme Jungfrau
Die beiden Füße im Wasser
Die sich mit Schnee bedeckt
Wenn du sie schüttelst

Das blöde Barometer
Im Schiffsanker
Und das Bild des Hundes
Aus einer Zeitschrift ausgeschnitten

Es ist echt klein bei Titis Mutter
Aber es gibt alles, was ich dir sage
Die Frau da, wenn du sie nicht kennen würdest,
Du würdest es nicht glauben, du würdest es nicht glauben

Auf dem thronenden Fernsehgerät
Habe ich eines Tages ein Buch gesehen
Ich glaube, es war „Der große Meaulnes“,

Neben dem Kupfertopf

Im Zeitungsständer
Aus Rattan, wie du vermuten kannst,
Liegen „Nous-Deux“, der „Figaro“
Der Katalog von „La Redoute

Dann am Ende des Flurs
Gibt’s die Bude meines Freunds
Wo seine Gitarren leben
Seine Jacke und seine Stiefel

Seine Comicssammlung
Und inmitten dieses Basars
Die Kippe eines Joints
Und eine alte „New Look“-Ausgabe

Es ist echt klein bei Titis Mutter
Dem Titi ist es Wurst
Er sagt mir, sein Leben ist auch ganz klein

Und daß es bei ihm so ist wie überall

Wenn er drüber redet, abzuhauen,
Sagt ihm seine Mutter, er sei bekloppt
Daß er noch nicht mal verheiratet ist
Und daß seine Freundinnen Dummerchen sind

Und daß er, wenn er ginge,
Nicht mehr zurückkommen braucht, keine Frage,
Mit seiner zu waschenden schmutzigen Wäsche
Am Ende jeder Woche

Also bleibt er da
Erstickt, aber geliebt
Kümmert sich ein bisschen um die Katzen
Während er auf die Maloche wartet

Er würde gern Sänger werden
– Seine Mutter glaubt außerdem auch dran –
Denn er hat eine schöne Stimme
So, wie sein Vater eine hatte

Es ist echt klein bei Titis Mutter
Es ist ein bißchen wie Italien
Es ist das Glück, das Elend und die Langeweile
Es ist der Tod, es ist das Leben



Renaud Chante baltique chez Drucker von alber57

lls ont peut-être eu peur que je pisse
Sur le marbre du bénitier
Ou pire que je m'accroupisse

Devant l'autel immaculé
Peur que je ne lève la patte
Quelque part dans les allées
Où siège cette foule ingrate
Qui nous parle d'humanité
Ils ont considéré peut-être
Que c'est un amour pas très catholique
Que celui d'un chien pour son maître
Alors, ils m'ont privé de cantiques


[Répétition] :

Un jour pourtant je le sais bien
Dieu reconnaîtra les chiens
Me voilà devant la chapelle
Sous cette pluie qui m'indiffère
Tenu en laisse par un fidèle
Allergique aux lieux de prières
Les gens parlent à côté de moi
Tu as de la chance toi au moins
La souffrance ne t'atteint pas
L'émotion c'est pour les humains
Et dire que ça se veut chrétien
Et ça ne comprend même pas
Que l'amour dans le cœur d'un chien
C'est le plus grand amour qu'il soit

[Répétition]

Je pourrais vivre dans la rue
Etre bourré de coups de pieds
Manger beaucoup moins que mon dû
Dormir sur le pavé mouillé
En échange d'une caresse
De temps en temps d'un bout de pain
Je donne toute ma tendresse
Pour l'éternité ou plus loin
Prévenez-moi lorsque quelqu'un
Aimera un homme comme moi
Comme j'ai aimé cet humain
Que je pleure tout autant que toi

[Répétition] x2

Baltique (1987-?) était la chienne labrador noire emblématique du président de la République française François Mitterrand.
Cette chanson de Renaud lui est consacrée.

François Mitterrand avait déclaré ironiquement qu'il envisageait de nommer « Baltique » au Conseil économique et social. Dans son livre Interlocuteur privilégié, j'ai protégé Mitterrand, Daniel Gamba raconte l'importance incroyable que ce labrador avait à l'Élysée. Il témoigne que lorsque la chienne s'est enfuie, « la vie s'est arrêtée au palais ».

Le 11 janvier 1996, trois jours après la mort de l'ancien président, à l'occasion des funérailles « privées » à Jarnac (tandis que se déroulait, au même moment, une messe en la cathédrale Notre-Dame de Paris), Baltique resta cantonnée à l'entrée de l'église, tenue en laisse par Michel Charasse, ancien ministre du budget, durant toute la cérémonie.
Sie haben vielleicht Angst gehabt, dass ich pisse
Auf den Marmor des Weihwasserbeckens
Oder schlimmer: ich mich auch noch niederhocke
Vor dem strahlend weißen Altar
Angst, dass ich die Pfote hebe
Irgendwo in den Alleen
Wo diese undankbare Menge tagt
Die uns von Menschlichkeit erzählt
Sie haben vielleicht gedacht
Dass das eine nicht sehr katholische Liebe ist
Die eines Hundes für seinen Herrn
Dann haben sie mir die Kirchenlieder entzogen

[Wiederholung]:

Eines Tages jedoch, ich weiß es genau
Wird Gott die Hunde (an)erkennen
Ich also vor der Kapelle
In diesem Regen, der mich nicht kümmert
An der Leine von einem Gefolgsmann gehalten
Allergisch auf Andachtsorte
Die Leute sprechen neben mir
Du hast zumindest Glück, du
Das Leiden erreicht dich nicht
Gefühl, das ist was für Menschen
Und sagen, dass das christlich sein soll
Und noch nicht mal verstehen
Dass die Liebe im Herzen eines Hundes
Die größte Liebe ist, die es gibt

[Wiederholung]

Ich könnte auf der Straße leben
Durch Fußtritte vollgestopft sein
Viel weniger essen als meine Schuld groß ist
Auf dem feuchten Pflasterstein schlafen
Als Ersatz für eine Liebkosung
Von Zeit zu Zeit ein Stück Brot

 

Ich gebe meine ganze Zärtlichkeit
Für die Ewigkeit oder weiter
Benachrichtigen Sie mich, wenn jemand
Einen Mensch so liebt wie ich
Da ich diesen Menschen geliebt habe
Dass ich genau so viel weine wie du

[Wiederholung] x2

Baltique (1987-?) war die schwarze symbolträchtige Labradorhündin des französischen Staatspräsidenten François Mitterrand.
Dieses Lied von Renaud ist ihr gewidmet.


François Mitterrand hatte ironisch erklärt, dass er vorhatte, Baltique zum Berater in Wirtschafts- und Sozialfragen zu ernennen. In seinem Buch »Privilegierter Gesprächspartner, ich habe Mitterrand geschützt«, erzählt Daniel Gamba über die unglaubliche Bedeutung, die dieser Labrador im Élyséepalast hatte. Er bezeugt, dass, wenn die Hündin weglief, »das Leben im Palast anhielt«.


Am 11. Januar 1996, drei Tagen nach dem Tod des ehemaligen Präsidenten, anlässlich der  »privaten« Beerdigung in Jarnac, (während in demselben Moment eine Messe in der Kathedrale Notre-Dame de Paris stattfand), blieb Baltique am Eingang der Kirche, von Michel Charasse, dem ehemaligem Haushaltsminister, während der ganzen Zeremonie an der Leine gehalten.



Renaud - 500 Connards Sur La Ligne De Départ von Yentime

Cinq cents connards sur la ligne de départ
Cinq cents blaireaux sur leurs motos
Ça fait un max de blairs
Aux portes du désert
Un paquet d'enfoirés
Au vent du Ténéré

Le rallye mécanique
Des Mad Max de bazar
A r'commencé son cirque
Au soleil de janvier

Vont traverser l'Afrique
Avec le pieds dans l' phare
Dégueulasser les pistes
Et revenir bronzés

Ravis de cet obscène
Et pitoyable jeu
Belle aventure humaine
Selon les journaleux

Cinq cents connards sur la ligne de départ
Cinq cents couillons dans leurs camions
Ça fait un max de blairs
Aux portes du désert
Un paquet d'enfoirés
Au vent du Ténéré

Passe la caravane
Et les chiens n'aboient plus
Sous les roues des bécanes
Y a du sang répandu

C'lui des quelques sauvages
Qui ont voulu traverser
Les rues de leurs villages
Quand vous êtes passés

Comme des petits Romel
Tout de cuirs et d'acier
Crachant vos décibels
Aux enfants décimés

Cinq cents connards sur la ligne de départ
Cinq cents guignols dans leurs bagnoles
Ça fait un max de blairs
Aux portes du désert
Un paquet d'enfoirés
Au vent du Ténéré

Combien d'années encore
Ces crétins bariolés
F'ront leur terrain de sport
D'un continent entier

Combien d'années enfin
Ces bœufs sponsorisés
Prendront l' sol africain
Pour une cour de récré

Dans leurs joutes odieuses
Les bonbons bien au chaud
Au fond de leurs délicieuses
Combinaisons fluos



Fünfhundert Blödmänner auf der Startlinie
Fünfhundert Einfaltspinsel auf ihren Motorrädern

Das ergibt ein Maximum an Zinken [Nasen]*
Vor den Toren der Wüste
Ein Paket von Arschlöchern
Im Wind der Ténéré

Die mechanische Rallye
Der Mad Maxe des Tohuwabohus
Hat wieder mit seinem Zirkus angefangen
In der Sonne des Januar

Werden Afrika überqueren
Mit den Füßen im Scheinwerfer
Die Pisten verdrecken
Und gebräunt zurückkehren

Begeistert von diesem obszönen
Und Mitleid erregendem Spiel
Dem schönen menschlichen Abenteuer
Folgen dahinter die Zeitungsfritzen

Fünfhundert Blödmänner auf der Startlinie

Fünfhundert Armleuchter in ihren Lastwagen

Das macht ein Maximum an Zinken
Vor den Toren der Wüste
Ein Paket von Arschlöchern
Im Wind der Ténéré

Die Karawane zieht weiter
Und die Hunde bellen nicht mehr
Unter den Rädern der Kisten [=Autos]
Geflossenes Blut

Das einiger Wilder
Die überqueren wollten
Die Straßen ihrer Dörfern
Als ihr durchgefahren seid

Wie kleine Rommel
Alles aus Leder und Stahl
Eure Dezibel ausspeiend
Auf dezimierte Kinder

Fünfhundert Blödmänner auf der Startlinie

Fünfhundert Kasper in ihren Karren

Das ergibt ein Maximum an Zinken
Vor den Toren der Wüste
Ein Paket von Arschlöchern
Im Wind der Ténéré

Wie viel Jahre noch werden
Diese kunterbunten Quatschköpfe
Einen ganzen Kontinent
Zu ihrem Sportplatz machen

Wie viel Jahre noch werden
Diese gesponserten Ochsen
Den afrikanischen Boden
Zu einem Pausenhof machen

In ihren abscheulichen Tjosten**
Die Bonbons schön warm
Im Inneren ihrer köstlichen
floureszierenden Kombinationen

*Wortspiel: Max Blair ist ein bekannter Motorrad-Rennfahrer
**ritterlicher Zweikampf

renaud le deserteur [4:02]

Hochgeladen am 11.08.2008
le deserteur ac un peu d'anti sarko vs pouvé laché dé comse svp
x
Text:
Monsieur le président
Je vous fais une bafouille
Que vous lirez sûrement
Si vous avez des couilles
Je viens de recevoir
Un coup d'fil de mes vieux
Pour m'prévenir qu'les gendarmes
S'étaient pointés chez eux
J'ose pas imaginer
C'que leur a dit mon père
Lui, les flics, les curés
Et pis les militaires
Les a vraiment dans l'nez
P't-être encore plus que moi
Dès qu'il peut en bouffer
L'vieil anar' y s'gêne pas

L'vieil anar' y s'gêne pas

Alors y parait qu'on m'cherche
Qu'la France a besoin d'moi
C'est con, j'suis en Ardèche
Y fait beau, tu crois pas
J'suis là avec des potes
Des écolos marrants
On a une vieille bicoque
On la retappe tranquillement
On fait pousser des chèvres
On fabrique des bijoux
On peut pas dire qu'on s'crève

L'travail, c'est pas pour nous
On a des plantations
Pas énormes, trois hectares
D'une herbe qui rend moins con
Non, c'est pas du ricard

Non, c'est pas du ricard

Monsieur le président
Je suis un déserteur
De ton armée de glands
De ton troupeau d'branleurs
Ils auront pas ma peau
Toucheront pas à mes cheveux
J'saluerai pas l'drapeau
J'marcherai pas comme les boeufs
J'irai pas en Allemagne
Faire le con pendant douze mois
Dans une caserne infame
Avec des plus cons qu'moi
J'aime pas recevoir des ordres
J'aime pas me lever tôt
J'aime pas étrangler le borgne

Plus souvent qu'il ne faut
Plus souvent qu'il ne faut

Puis surtout c'qui m'déplait
C'est que j'aime pas la guerre
Et qui c'est qui la fait
Ben c'est les militaires
Ils sont nuls, ils sont moches
Et pis ils sont teigneux
Maintenant j'vais t'dire pourquoi
J'veux jamais être comme eux
Quand les Russes, les Ricains
Feront péter la planete
Moi, j'aurais l'air malin
Avec ma bicyclette
Mon pantalon trop court
Mon fusil, mon calot
Ma ration d'topinambour
Et ma ligne Maginot
Et ma ligne Maginot

Alors me gonfle pas
Ni moi, ni tous mes potes
Je serai jamais soldat
J'aime pas les bruits de bottes
T'as plus qu'a pas t'en faire
Et construire tranquilos
Tes centrales nucléaire
Tes sous-marins craignos
Mais va pas t'imaginer
Monsieur le président
Que j'suis manipulé
Par les rouges ou les blancs
Je n'suis qu'un militant
Du parti des oiseaux
Des baleines, des enfants
De la terre et de l'eau
De la terre et de l'eau

Monsieur le président
Pour finir ma bafouille
J'voulais t'dire simplement
Ce soir on fait des nouilles
A la ferme c'est l'panard
Si tu veux, viens bouffer
On fumera un pétard
Et on pourra causer
On fumera un pétard
Et on pourra causer
Herr Präsident
Ich schreibe Ihnen einen Schrieb
Den Sie sicher lesen werden
Wenn Sie Eier [≈ Mut] haben
Ich habe gerade erhalten
Einen Anruf von meinen Alten
Um mir mitzuteilen, dass die Gendarmen
Bei ihnen aufgetaucht sind
Ich wage nicht, mir vorzustellen
Was ihnen mein Vater gesagt hat
Die Bullen, die Pfarrer
Und schlimmer noch die Militärs
Die sind für ihn ein rotes Tuch
Vielleicht sogar noch mehr als für ich
Die hat er wirklich gefressen
Da tut sich der alte Anar[chist] keinen Zwang an
Da tut sich der alte Anar keinen Zwang an

Sieht also aus, dass man mich sucht
Dass Frankreich mich braucht
Das ist saudumm, ich bin in Ardèche
Ist schönes Wetter, du glaubst es nicht
Ich bin mit Kumpeln da
Lustige Umweltschützer
Wir haben eine alte Bruchbude
Wir richten sie in Ruhe wieder her
Wir ziehen Ziegen
Wir stellen Schmuck her
Man kann nicht sagen, dass wir uns abschinden
Die Arbeit, das ist nichts für uns
Wir haben Pflanzungen
Nicht so groß, drei Hektar
Mit Gras, das nicht so reinhaut
Nein, es ist kein Ricard [bekannte Anisschnaps-Marke]
Nein, es ist kein Ricard

Herr Präsident
Ich bin ein Deserteur
Deiner Armee der Eicheln [mutig]
Deiner Herde Wichser
Sie werden micht nicht kriegen
Werden meine nicht Haare anfassen
Ich werde nicht die Fahne grüßen
Ich werde nicht wie die Ochsen marschieren
Ich werde nicht nach Deutschland gehen
Für zwölf Monate den Blödmann machen
In einer abstoßenden Kaserne
Mit noch Bekloppteren als ich
Ich mag mir nichts befehlen lassen
Ich stehe nicht gern früh auf
Ich mag den Dunkelhäutigen nicht unterdrücken
Häufiger als nötig
Häufiger als nötig

Und was mir vor allem mißfällt
Ist, dass ich den Krieg nicht mag
Und den, der ihn macht
Gut, das sind die Militärs
Sie sind Nullen, sie sind scheußlich
Und schlimmer: sind sie schmutzig
Jetzt werde ich dir sagen warum
Ich niemals wie sie sein will
Wenn die Russen, die [Ame]Rikaner
Den Planeten kaputtmachen
Würde ich mir bösartig vorkommen
Mit meinem Fahrrad
Meiner zu kurzen Hose
Meinem Gewehr, meiner Feldmütze
Meiner Ration Topinambur [Erdapfel]
Und meiner Maginot-Linie
Und meiner Maginot-Linie

Also geh’ mir nicht auf die Nerven
Weder ich, noch alle meine Kumpel
Werden jemals Soldat sein
Ich mag das Geräusch von Stiefeln nicht
Dir bleibt nur, Dich nicht drum zu kümmern
Und in Ruhe zu bauen
Deine Atomkraftwerke
Deine furchterregenden U-Boote
Aber stelle dir nicht vor
Herr Präsident
Dass ich manipuliert bin
Von den Roten oder den Weißen
Ich bin nur ein Aktivist
Der Partei der Vögel
Der Wale, der Kinder
Der Erde und des Wassers
Der Erde und des Wassers

Herr Präsident
Um meinen Schrieb zu beenden
Wollte Ich dir einfach sagen
Heute Abend machen wir Nudeln
Im Bauernhof, das wird eine Freude
Wenn du willst, komm mampfen
Wir werden einen Knaller rauchen
Und man kann sich unterhalten
Wir werden einen Knaller rauchen
Und man kann sich unterhalten



Renaud & Axellered Manattan kaboul von cladstrife


Petit Portoricain
Bien intégré, quasiment New Yorkais,
Dans mon building tout de verre et d'acier,
Je prend mon job, un rail de coke, un café

Petite fille Afghane,
De l'autre côté de la Terre,
Jamais entendu parler de Manhattan,
mon quotidien c'est la misère et la guerre

Deux étrangers au bout du monde, si différents
Deux inconnus, deux anonymes, mais pourtant
Pulvérisés sur l'autel
De la violence éternelle

Un 747 s'est explosé dans mes fenêtres,
Mon ciel si bleu est devenu orage,

Lorsque les bombes ont rasé mon village

Deux étrangers au bout du monde, si différents
Deux inconnus, deux anonymes, mais pourtant
Pulvérisés sur l'autel
De la violence éternelle

So long, adieu mon rêve américain,
Moi, plus jamais l'esclave des chiens
Ils t'imposaient l'Islam des tyrans

Ceux-là ont-ils jamais lu le Coran ?


J'suis redevenu poussière,
Je s'rai pas maître de l'Univers,
Ce pays que j'aimais tellement serait-il
Finalement colosse aux pieds d'argile ?

Les dieux, les religions,
Les guerres de civilisations,
Les armées, drapeaux, les patries, les nations
Font toujours de nous de la chair à canon

Deux étrangers au bout du monde, si différents
Deux inconnus, deux anonymes, mais pourtant
Pulvérisés sur l'autel
De la violence éternelle

Deux étrangers au bout du monde, si différents
Deux inconnus, deux anonymes, mais pourtant
Pulvérisés sur l'autel
De la violence éternelle
Kleiner Puerto Ricaner,
Gut integriert, beinah schon New Yorker

In meinem Gebäude, ganz aus Glas und Stahl

Mache ich meinen Job,
eine Dose Cola, ein Kaffee

Kleines afghanisches Mädchen
Von der anderen Seite der Welt
Niemals etwas gehört von Manhatten

Mein Alltag, das ist das Elend und der Krieg.


Zwei Fremde am Ende der Welt - so unterschiedlich!
Zwei Unbekannte, zwei Anonyme, aber dennoch
Vernichtet auf dem Altar
der ewigen Gewalt

Eine 747 ist in meinen Fenstern explodiert

Mein Blauer Himmel wurde zu einem Gewitter
Als die Bomben mein Dorf abrasierten


Zwei Fremde am Ende der Welt - so unterschiedlich!
Zwei Unbekannte, zwei Anonyme, aber dennoch
Vernichtet auf dem Altar
der ewigen Gewalt

Auf Wiedersehen, mein amerikanischer Traum
Ich werde nie mehr die Sklavin der Hunde sein
Sie haben dir den Islam der Tyrannen aufgebürdet
Haben sie denn jemals den Koran gelesen?

Ich bin wieder zu Staub geworden
Ich werde nicht der Meister des Universums sein
Dieses Land, das ich so liebte, wird es
am Ende ein Kolloss auf tönernen Füßen?


Die Götter, die Religionen
Die Kriege der Zivilisation
Die Waffen, die Fahnen, die Heimaten, die Nationen
Machen uns immer zu Kanonenfutter


Zwei Fremde am Ende der Welt - so unterschiedlich!
Zwei Unbekannte, zwei Anonyme, aber dennoch
Vernichtet auf dem Altar
der ewigen Gewalt

Zwei Fremde am Ende der Welt - so unterschiedlich!
Zwei Unbekannte, zwei Anonyme, aber dennoch
Vernichtet auf dem Altar
der ewigen Gewalt

Renaud auf Wikipedia: deutsch - französisch

Layout komplett überarbeitet am 16.01.2016
(paar Kleinigkeiten fehlen noch…)