Videos und mehr beim WDR-Fernsehen
Montag, 14. Mai 2012
Sonntag, 13. Mai 2012
Piraten, Kompetenz, Markus Lanz und JP Morgan
In der Sendung vom 9. Mai 2012 führte Gottschalk-Nachfolger Markus Lanz einmal wieder einen Piraten vor: Torge Schmidt. (Unter dem Stichwort »Piratenpartei-Bashing« finden sich bei youtube einige kernige Kommentare zu Lanz.)
Nach einigen gekonnten Falschunterstellungen durch Markus Lanz ließ sich Schmidt zu einer Aussage über den Schutz von Urheberrechten hinreißen und wurde dann von einigen Talkshow-Teilnehmer genüßlich auseinandergenommen.
Soweit, so gut, der Zuschauer denkt: »Die müssen sich auch erst mal die Hörner abstoßen!«
Ich kann mich auch noch an Zeiten erinnern, als Joschka Fischer in Turnschuhen vereidigt wurde, oder, noch früher, wie sich die Grünen die Köpfe heißredeten über das Abhalten eines Parteitages in einem Zirkus-Zelt. Es gab auch eine Zeit, da diskutierten die Grünen darüber, ob denn die gewählten Abgeordneten zur Halbzeit der Legislatur-Periode zurücktreten und sich durch andere Parteimitglieder ersetzen lassen sollten (Stichwort: Rotationsprinzip). Die Grünen wollten damals das Entstehen einer Art Polit-Prominenz verhindern. (Frage: Welcher »normale« Fernsehzuschauer kennt denn außer Gregor Gysi oder Oskar Lafontaine noch einen anderen Linken?)
Keine Frage: Kompetenz ist wichtig, Verläßlichkeit von Parteien ebenso.
Aber: Möglicherweise ist fehlende Verläßlichkeit (siehe die jetzige Entwicklung in Griechenland, welches möglicherweise den Euro-Raum verläßt) auch wichtig.
[kompl.] Georg Schramm @ Occupy Frankfurt 12.11.2011 [19:05]
Hochgeladen am 23.11.2011
Rede von Georg Schramm auf der Kundgebung der Demonstration "BANKEN IN SCHRANKEN". Vorher hatten ca. 8000 Menschen das Bankenviertel von Frankfurt am Main umzingelt. Zeitgleich kreisten in Berlin Tausende die Regierungsgebäude ein. Eine Aktionen von Campact und Attac mit der Occupy-Bewegung. Forderungen an die Regierung den systemischen Fehlern mit konkreten Reformen zu Begegnen: Steuerreform, Finanztransaktionssteuer, New Deal, Geldreform, Sozial-Reform, echte Demokratie Jetzt!
Zitat Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank:
»Mit anderen Worten reden wir hier sowohl über menschliches Versagen innerhalb eines sehr komplexen Systems als auch voraussichtlich über Fehler in dem internen Kontrollsystem.
Übergeordnet erlaubt die aktuelle über die vergangenen 20 Jahre immer laxer werdende Regulierung Instituten wie JPMorgan eine derartige Positionierung, die hier Ausgangspunkt der Schieflage ist. Entsprechend wäre ich für eine Umkehr der Deregulierung [Hervorhebung von mir] der letzten 20 Jahre. Es geht darum, den Finanzsektor wieder zu einer der Realwirtschaft dienenden Funktion zu bringen.« [das gesamte Interview bei tagesschau.de, siehe auch bei wikipedia zur griechischen Finanzkrise]
Kompetenz
ursprünglich = Recht auf Abgaben, Einkünfte, Lebensunterhalt (16. Jahrhundert)
heute = Zuständigkeit, Befugnis, Befähigung, Fähigkeit, Sachverstand (seit 19. Jahrhundert)
Entlehnung aus lateinisch competentia = Zusammentreffen, Symmetrie, Analogie;
Verbform: competere = zusammentreffen; zutreffen; zukommen, zustehen; etwas gemeinsam erstreben, zu erreichen suchen.
»Wer kompetent ist, der ist nicht nur für etwas zuständig, für eine Tätigkeit oder einen Problembereich, den er fachlich gut beherrscht und mit Sachverstand bewältigt. Nein, wer kompetent ist, dem steht auch etwas zu: das Recht auf gute Einkünfte zum Lebensunterhalt.«
[Quelle: redenwelt.de]
siehe auch: wiktionary.org oder wortschatz.uni-leipzig.de
Die Frage, die sich mir stellt: Hätten die Piraten die Griechen in die Euro-Zone reingelassen oder hätten sie auf der Erfüllung der Zulassungs-Kriterien gepocht? [Daß die Griechen mogelten, war allen »Kompetenten« klar.] Würden Piraten den Handel mit Hedgefonds erlaubt haben [Investmentmodernisierungsgesetz 2003]?
Was ich vermisse: Einen Wirtschaftsfachmann, der erklärt, daß bei dem Sparzwang der Griechen trotzdem zumindest ein Nullwachstum erreichbar ist.
Das Weltfinanzsystem [15:17]
Was ich vermisse: Einen Wirtschaftsfachmann, der erklärt, daß bei dem Sparzwang der Griechen trotzdem zumindest ein Nullwachstum erreichbar ist.
Das Weltfinanzsystem [15:17]
Veröffentlicht am 02.05.2013
Das Weltfinanzsystem erklärt vom ehrlichen Aufklärer und Kabarettisten Georg Schramm.
The world financial system declared by honest reconnaissance and comedian Georg Schramm.
Le système financier mondial a déclaré par la reconnaissance honnête et comédien Georg Schramm.
The world financial system declared by honest reconnaissance and comedian Georg Schramm.
Le système financier mondial a déclaré par la reconnaissance honnête et comédien Georg Schramm.
Ist das Risiko, das kompetente Leute eingehen geringer als das, welches inkompetente Menschen eingehen? Ist die Inkompetenz von Inkompetenten gefährlicher als die Betriebsblindheit Kompetenter? Hätten die Piraten damals die Sicherheit von Salzstöcken beurteilenden Wissenschaftler genauso unter Druck gesetzt wie bestimmte Politiker? Würde es etwas nützen, wenn Inkompetente mit »gesundem Menschenverstand« über Fukushima entscheiden würden?
Ist es in einer Demokratie möglich, die Betriebsblindheit Kompetenter oder die Rücksichtslosigkeit politischer Interessen zu vermeiden? Ist die Demokratie da besser als zum Beispiel eine Diktatur? Ist eine nicht-demokratische Regierungsform denkbar, in der ein Film wie »Spur der Steine« zugelassen werden würde? Ist eine kritikfähige nicht-demokratische Regierungsform denkbar?
Kann es wirklich eine wirtschaftlich überlebensfähige kritische Presse oder überhaupt wirtschaftlich überlebensfähige kritische Medien geben?
Läßt sich ein »Stuttgart 21«-Projekt ökologisch finanzierbar und gleichzeitig mehrheitsfähig in wettbewerbsfähiger Geschwindigkeit realisieren? Fordere ich hier die eierlegende Wollmilchsau und muß noch ein paar Jahre älter werden? Könnte es sein, daß die eierlegende Wollmilchsau zur Familie der Steinläuse gehört?
Ist es in einer Demokratie möglich, die Betriebsblindheit Kompetenter oder die Rücksichtslosigkeit politischer Interessen zu vermeiden? Ist die Demokratie da besser als zum Beispiel eine Diktatur? Ist eine nicht-demokratische Regierungsform denkbar, in der ein Film wie »Spur der Steine« zugelassen werden würde? Ist eine kritikfähige nicht-demokratische Regierungsform denkbar?
Kann es wirklich eine wirtschaftlich überlebensfähige kritische Presse oder überhaupt wirtschaftlich überlebensfähige kritische Medien geben?
Medien- Das Versagen als vierte Gewalt und die Bildung im Staat [8:49]
Hochgeladen am 08.01.2012
Medien im Staat - Veröden und Verblöden
Es sieht gar nicht gut aus mit Deutschland. Zum Beispiel mit den Medien. Unter der Ankündigung "Mittelmaß und Wahn: Wie das deutsche Fernsehen verödet" widmete die Süddeutsche Zeitung eine ganze Seite über die "ödeste Gleichförmigkeit" im TV. Beklagt wird das Fehlen von Kreativität in der Sender-Bürokratie. "So wenig Niveau war nie!" konstatiert auch auf 320 Seiten ein Buch mit dem Titel "Die verblödete Republik. Wie uns Medien, Wirtschaft und Politik für dumm verkaufen". Ob falsche Betroffenheit in Talkshows, prollige Vorbilder wie Mario Barth oder Dieter Bohlen, von Supernannys statt von ihren Eltern erzogene Kinder. Und Medien entscheiden immer öfter über Karrieren von Politiker und „Menschen des öffentlichen Lebens", wie wir gerade jetzt erleben......weiter lesen bei Nachrichtenspiegel online
Es sieht gar nicht gut aus mit Deutschland. Zum Beispiel mit den Medien. Unter der Ankündigung "Mittelmaß und Wahn: Wie das deutsche Fernsehen verödet" widmete die Süddeutsche Zeitung eine ganze Seite über die "ödeste Gleichförmigkeit" im TV. Beklagt wird das Fehlen von Kreativität in der Sender-Bürokratie. "So wenig Niveau war nie!" konstatiert auch auf 320 Seiten ein Buch mit dem Titel "Die verblödete Republik. Wie uns Medien, Wirtschaft und Politik für dumm verkaufen". Ob falsche Betroffenheit in Talkshows, prollige Vorbilder wie Mario Barth oder Dieter Bohlen, von Supernannys statt von ihren Eltern erzogene Kinder. Und Medien entscheiden immer öfter über Karrieren von Politiker und „Menschen des öffentlichen Lebens", wie wir gerade jetzt erleben......weiter lesen bei Nachrichtenspiegel online
Wer weiß das? Die Piraten, die Grünen oder die CDU? Ich nicht!
Loriot - Die Steinlaus
Loriot - Die Steinlaus
Hochgeladen am 09.07.2008
Loriot als Bernhard Grzimek erklärt das Leben der Steinlaus
Labels:
Gesellschaft,
Nachdenkliches,
Politik,
Raubtierkapitalismus
Samstag, 12. Mai 2012
Tampons…
Auf dem Weg vom Musee d’Histoire in Marseille zum Vieux Port …
sah ich in der Rue Henri Barbusse folgendes alt-ehrwürdig wirkendes Geschäft
Das Bild in Google StreetView ist übersichtlicher:
Ein Geschäft, daß mit solch seriöser Aufmachung Tampons verkauft?
Die Schaufenster-Auslage:
Aha, könnte was anderes gemeint sein? Leo ergibt:
Die elegant gestaltete Visitenkarte habe ich mir besorgt:
sah ich in der Rue Henri Barbusse folgendes alt-ehrwürdig wirkendes Geschäft
Das Bild in Google StreetView ist übersichtlicher:
Ein Geschäft, daß mit solch seriöser Aufmachung Tampons verkauft?
Die Schaufenster-Auslage:
Aha, könnte was anderes gemeint sein? Leo ergibt:
Die elegant gestaltete Visitenkarte habe ich mir besorgt:
Hier der Link zum 1896 gegründeten Geschäft
Freitag, 11. Mai 2012
Eine Internetadresse ins Adressbuch von Mac OS X aufnehmen
Wenn sie eine Internetadresse (URL) in eine Visitenkarte des Adressbuchs
von Mac OS X aufnehmen wollen, gehen Sie wie folgt vor: Falls mehrere
Tabs in Safari vorhanden sind, aktivieren Sie das, dessen Adresse Sie
übernehmen wollen. Anschließend wechseln Sie zum Adressbuch und öffnen
die gewünschte Visitenkarte. Nun aktivieren Sie hier den Befehl „URL von
Safari hinzufügen“, den Sie im Menü „Visitenkarte“ vorfinden.
Beachten Sie aber, dass Sie die Visitenkarte im Adressbuch nicht in den Modus Bearbeiten versetzen. Dadurch sparen Sie sich zusätzlich etwas Zeit.
Beachten Sie aber, dass Sie die Visitenkarte im Adressbuch nicht in den Modus Bearbeiten versetzen. Dadurch sparen Sie sich zusätzlich etwas Zeit.
gefunden in der Trickkiste
Donnerstag, 10. Mai 2012
Altes vom Job-Center
»[…] Ich fühle mich unnütz, das hat damit zu tun, was passiert ist und wie man von den Behörtden behandelt wird.
[…] Und jetzt kriege ich von den Ärzten gesagt: Das Einzige, was Sie noch tun können, ist, einen Rentenantrag auszufüllen. Und im Job-Center wird man behandelt wie der letzte Dreck.
[…] Heute stehe ich auf, mache mir Kaffee, gucke raus und denke: eigentlich kannst Du gleich wieder ins Bett. Der Grund ist die Vorfreude auf ein Leben in Armut. 400 EUR würde ich kriegen. Habe ich dafür die ganzen Jahre malocht?«
Es ist beileibe nicht das erste Mal, daß ich sowas höre.
Was sagt da der Psychotherapeut?
[…] Und jetzt kriege ich von den Ärzten gesagt: Das Einzige, was Sie noch tun können, ist, einen Rentenantrag auszufüllen. Und im Job-Center wird man behandelt wie der letzte Dreck.
[…] Heute stehe ich auf, mache mir Kaffee, gucke raus und denke: eigentlich kannst Du gleich wieder ins Bett. Der Grund ist die Vorfreude auf ein Leben in Armut. 400 EUR würde ich kriegen. Habe ich dafür die ganzen Jahre malocht?«
Es ist beileibe nicht das erste Mal, daß ich sowas höre.
Was sagt da der Psychotherapeut?
Dienstag, 8. Mai 2012
Das Samenkorn
| Ringelnatz’ Grab in Berlin auf dem Waldfriedhof an der Heerstraße |
Die Amsel wollte es zerpicken.
Aus Mitleid hat sie es verschont
Und wurde reich dafür belohnt.
Das Korn, das auf der Erde lag,
Das wuchs und wuchs von Tag zu Tag.
Jetzt ist es schon ein hoher Baum
Und trägt ein Nest aus weichem Flaum.
Die Amsel hat das Nest erbaut;
Dort sitzt sie nun und zwitschert laut.
Joachim Ringelnatz (1883-1934)
Das letzte Konzert der Beatles
1969 kriegten die Beatles Streit. Heute vor 43 Jahren, am 8. Mai 1969, setzten John Lennon, George Harrison und Ringo Starr den Geschäftsmann Allen Klein gegen den Willen von Paul McCartney als Manager ein.
Auf dem Dach der Apple-Studios in der Londoner Savile Row hatten die Beatles (mit Billy Preston) somit am 30. Januar 1969 unter freiem Himmel ihr letztes öffentliches Konzert gegeben. Genießen, so lange es noch zu sehen ist:
The Beatles - Rooftop Concert (London Original Version) [21:47] [dailymotion]
(Laut Wikipedia dauerte es eine knappe Dreiviertelstunde)
Auf dem Dach der Apple-Studios in der Londoner Savile Row hatten die Beatles (mit Billy Preston) somit am 30. Januar 1969 unter freiem Himmel ihr letztes öffentliches Konzert gegeben. Genießen, so lange es noch zu sehen ist:
The Beatles - Rooftop Concert (London Original Version) [21:47] [dailymotion]
(Laut Wikipedia dauerte es eine knappe Dreiviertelstunde)
Samstag, 5. Mai 2012
Heute vor 250 Jahren – 5. Mai 1762: Rußland und Preußen schließen Friedensvertrag
Wendepunkt im Siebenjährigen Krieg
Heute vor 250 Jahren, am 5. Mai 1762, schlossen Russland und
Preußen in Sankt Petersburg einen Friedensvertrag, der Preußen und seinen König Friedrich II., den Großen, aus einer schier aussichtslosen militärischen Lage rettete. Die glückliche Fügung für Preußen, das nach Einschätzung seines Monarchen bereits »in Agonie lag« und »die letzte Ölung erwartete«, war der Tod von Kaiserin Elisabeth im Januar 1762, unter deren Herrschaft Russland sehr erfolgreich im Siebenjährigen Krieg (1756-63) in einer antipreußischen Koalition gekämpft hatte.
Elisabeths Nachfolger Peter III., ein Holsteinischer Prinz, war ein Bewunderer Friedrichs II. Er ließ umgehend alle Kampfhandlungen einstellen, richtete die russische Außenpolitik neu aus und gab besetzte preußische Territorien zurück. Mit dem Ausscheiden Russlands aus dem Krieg war die antipreußische Allianz unter Führung Österreichs entscheidend geschwächt. So wurden jetzt auch militärische Kräfte frei, mit denen Preußen seine Stellung behaupten konnte. Der Frieden von Hubertusburg zwischen Preußen, Österreich und Sachsen zu Beginn des Jahres 1763 beendete den Siebenjährigen Krieg und stellte die Situation vor Beginn des Kriegs wieder her.
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| Allegorische Darstellung des Friedens von Hubertusburg, mit dem der Siebenjährige Krieg endete, Gemälde von Johann Heinrich Ramberg, 1834 |
| Kaiser Peter III., Gemälde von Lucas Conrad Pfandzelt, 1761 [Wikipedia] |
Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2012
Friedrich II., Sinfonie D-dur, 1 - Allegro assai
Freitag, 4. Mai 2012
Jackson Browne
Running on Empty, 1977
Cocaine
From Jackson Browne's BBC concert in 1978
The Load Out / Stay - Live 1978
Live At Shepherd's Bush Theatre, London
Cocaine
From Jackson Browne's BBC concert in 1978
The Load Out / Stay - Live 1978
Live At Shepherd's Bush Theatre, London
Donnerstag, 3. Mai 2012
Strahlende Brennstäbe und benebelter Kraftwerksbetreiber
Brennstäbe in Fukushima
In den Abklingbecken des havarierten Atomkraftwerks Fukushima lagern bis heute ungeheure Mengen heißer Brennstäbe, und damit hochgefährliches Material. Ein weiteres Erdbeben könnte eine neue Atomkatastrophe auslösen. Denn niemand weiß, wie stabil die Gebäude noch sind.
mehr auf SPIEGEL Online
Zu Weihnachten bekommt jedes Tepco-Vorstandsmitglied ein erdbebensicheres Abklingbecken für zuhause…
Gefahr aus dem Abklingbecken
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| aus der SPIEGEL-Photostrecke |
mehr auf SPIEGEL Online
Zu Weihnachten bekommt jedes Tepco-Vorstandsmitglied ein erdbebensicheres Abklingbecken für zuhause…
brand eins: Was dagegen?
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brand eins 01/2012 -
|
Wer Ja sagt, muss auch B sagen. Aber wie ist das mit dem Nein? Dagegen sein ist nicht genug.
1. Falsche Antwort. Tut mir leid
Das
Inserat, das in einer Lokalzeitung der Stadt New Haven im
US-Bundesstaat Connecticut erschien, lockte unverhohlen: "Wir zahlen
vier Dollar für eine Stunde Ihrer Zeit", stand da in großen Lettern.
Das
war im Jahr 1961 eine Stange Geld, und es ließ sich vermeintlich leicht
verdienen. Gesucht wurden Menschen, die an "einer Gedächtnis- und
Lernstudie" teilnehmen wollten. Eine bestimmte Ausbildung wurde nicht
gefordert, es gab auch keine weiteren Verpflichtungen. Willkommen seien,
so konnte man lesen, "Fabrikarbeiter, Geschäftsleute, Verkäufer,
Friseure und Kommunalangestellte". Das Geld gab es bar bei Erscheinen im
Labor. Dazu 50 Cent Fahrtspesen. Und der Rahmen war auch seriös. Der
Test fand schließlich an der Yale-Universität statt. Wichtig war nur,
dass man zwischen 20 und 50 Jahre alt war und männlichen Geschlechts.
Wer diese Kriterien erfüllte, musste nur noch den gedruckten
Antwortschein unter dem Inserat ausfüllen, Name, Adresse, Alter, Beruf,
und ihn an folgenden Empfänger schicken: "Professor Stanley Milgram,
Department of Psychology, Yale University, New Haven /Connecticut".
Das war alles.
Mehr
als zehn Jahre später, 1974, veröffentlichte Stanley Milgram die
Ergebnisse seiner Versuche als Buch. Mit seinem Werk "Das Milgram-Experiment. Zur Gehorsamsbereitschaft gegenüber Autorität" wurde
der Professor zum Star. Das Buch fand sich in fast jedem besseren
Bücherregal in den westlichen Wohlstandsnationen. Wer es nicht gelesen
hatte, der kannte es aus dem Fernsehen, in dem Dokumentationen von
Milgrams Experiment berichteten. Was nach dem Inserat in einer
Lokalzeitung in New Haven, Connecticut, geschah, hat eine ganze
Generation geprägt, die Nachkriegsgesellschaft - ganz besonders die
deutsche - an ihre dunkelste Seite erinnert und nachhaltig geschockt.
Wobei macht man mit? Wozu sagt man Ja? Wann muss man Nein sagen? Diesen
Fragen konnte sich niemand entziehen.
Den ganzen Artikel findet man auf der brand-eins-Seite
(eine beachtenswerte Wirtschafts-Zeitung, der gesamte Artikel ist zu lesen und sogar downloadbar!)
Wikipedia:
Bei einer Umfrage, die 2007 im Vorfeld der LeadAwards
unter „3150 Top-Entscheidern aus Medien, Werbung und Industrie“
durchgeführt wurde, kam Brand eins bei der Frage nach den „Ihrer Meinung
nach derzeit wichtigsten und bestgemachten deutschen Zeitschriften“ auf
den zweiten Platz.
Mittwoch, 2. Mai 2012
Die 68er: Wie alles begann…
Die 68er sind neben den beiden Weltkriegen die wichtigste Epoche des 20. Jahrhunderts
==========
einige Posts zu den 68ern:
- Springer und die 68er – ein Online-Archiv (Post, 18.01.2010)
- Die 68er – Aufbegehren gegen starre Strukturen (Post, 03.07.2008)
- Wie wir wurden, was wir sind (Post, 03.07.2008)
- Geburtstag (Post, 02.05.2008)
- Von Lucy zu Gorillas im Nebel (Post, 25.06.2007)
- Die 68er Revolution – Wie es anfing (Post, 21.05.2007)
==========
Der Mai 1968 (auch Pariser Mai) bildet das zeitliche Zentrum der 68er-Bewegung in Frankreich. Neben Verbesserungen der Studienbedingungen wurden politische Forderungen zur Arbeitslosigkeit, zur Konsumgesellschaft (Kapitalismuskritik), zur Friedensbewegung (vor allem gegen den Vietnamkrieg, zum Prager Frühling, Internationale Solidarität) und zur Demokratisierung der Gesellschaft erhoben.
Die Unruhen, die nach Studentenprotesten im Mai 1968 zunächst durch die Räumung einer Fakultät der Pariser Universität Sorbonne ausgelöst wurden, führten zu einem wochenlangen Generalstreik, der das ganze Land lahmlegte. Langfristig zog diese Revolte kulturelle, politische und ökonomische Reformen in Frankreich nach sich. [Mai 1968, Wikipedia, abgerufen am 02.06.2017]==========
einige Posts zu den 68ern:
- Springer und die 68er – ein Online-Archiv (Post, 18.01.2010)
- Die 68er – Aufbegehren gegen starre Strukturen (Post, 03.07.2008)
- Wie wir wurden, was wir sind (Post, 03.07.2008)
- Geburtstag (Post, 02.05.2008)
- Von Lucy zu Gorillas im Nebel (Post, 25.06.2007)
- Die 68er Revolution – Wie es anfing (Post, 21.05.2007)
zuletzt aktualisiert am 02.06.2017
Dienstag, 1. Mai 2012
»Zeichen der Unfreiheit in unserer freien Welt«
Anmerkungen eines Freundes Israels zur Grass-Debatte
_________________
Von Paul Oestreicher
Nur mit Gewalt, nur mit Terror war es möglich, einen jüdischen Staat
auf dem Boden Palästinas zu gründen. David Ben Gurion, der Vater des
modernen Israels, hat es selber so dargestellt: »Wäre ich ein
Palästinenser, hätte auch ich um meinen Heimathoden gekämpft.« Die
neuen Ankömmlinge siegten. Sie waren unerbittlich. Sie waren zum
großen Teil die Überlebenden des Massenmordes am jüdischen Volk. So
wie die Deutschen in Schlesien und Ostpreußen wurde eine gute Hälfte
der Palästinenser in die Flucht getrieben. Unzählige ihrer Dörfer wurden
vernichtet. Der Gründungstag Israels war der »Tag der Tragödie« für
die Palästinenser. So begann der tragische Konflikt, der heute noch
andauert.
Die Welt hat ein hartes Urteil getroffen, und es musste so kommen.
Eine Heimat für das geschundene jüdische Volk war ihnen nicht mehr
zu verwehren. Ihnen wurde etwas mehr als die Hälfte des kleinen
Landes zugesprochen, den Palästinensern das, was übrig blieb. Ohne
Auschwitz gäbe es den
Staat Israel nicht. So wurden auch indirekt die arabischen Bewohner
des Landes zu Opfern des Nazi-Terrors. Sie bekamen aber keine
Wiedergutmachung vom reichen Deutschland. Auch ihre arabischen
Nachbarn kamen ihnen kaum zur Hilfe. Sie wehrten sich, wurden aber
immer wieder besiegt. Das kleine Israel wurde unter dem Schutzmantel
der USA zu einer der stärksten Militärmächte der Welt.
Siegreich hat Israel im Laufe des Konfliktes ganz Palästina besetzt, hat
das Nachbarland jüdisch besiedelt und hält es unter einem harten
Joch. Widerstand hat sich immer wieder als sinnlos erwiesen. Trotzdem
und deswegen lebt Israel, leben fast alle Israelis in permanenter
Angst. Diese Angst
ist in der Gegenwart nicht unberechtigt und ist angesichts der
jahrhundertelangen Verfolgung des jüdischen Volkes, meist durch
Christen, aber auch durch den Islam, nicht verwunderlich. Die
Krankheit Antisemitismus lebt weiter und findet in der heutigen Politik
Israels immer neuen Nährboden. Kollektive Angst ist ein schlechter
politischer Wegweiser, führt leicht zu Hass, zur Intoleranz, zum
Rassismus, den Wahrzeichen des hochmilitarisierten Israels. Dieses
Land glaubt es sich leisten zu können, die Beschlüsse der Vereinten
Nationen – denen Israel seine Geburt verdankt – konsequent zumissachten.
Dieses Israel hat sich zur einzigen Atommacht im Mittelmeerraum
gemacht. Dieses Israel droht nun Iran anzugreifen, in der Vermutung,
Iran habe die Absicht, nichts anderes zu tun, als das, was Israel schon
längst getan hat. Die Konsequenzen eines solchen Angriffes wären
unermesslich. All das – so sagt »Political Correctness« – darf vor allem
angesichts der deutschen Schuld von keinem Deutschen und
angesichts der christlichen Schuld von keinem Christen ausgesprochen
werden. Wer es doch ausspricht, wird gleich zum Antisemiten gebrandmarkt. Auf diese Art die Wahrheit zu unterdrücken
ist nichts anderes als moralische Erpressung. Sie ist erstaunlich
wirkungsvoll. Wer will sich heute sagen lassen, er oder sie sei
Antisemit, oder Neofaschist? Erst recht kein Politiker. Das hat US-Präsident Barack Obama schnell lernen müssen. Sagt es ein Jude, und
nicht wenige haben den Mut dazu, dann handelt es sich eben um einen
sich selbst hassenden Juden.
Ich spreche es als Deutscher mit einer geliebten jüdischen Großmutter
aus, die zum Opfer der Naziherrschaft wurde. Ich spreche es als Freund
Israels aus, der sich mit der tapferen israelischen Minderheit solidarisch
fühlt, die sich der Politik ihres Landes schämt, genauso wie sich einst
die deutschen Widerständler schämten über das, was aus ihrem Land
geworden war. Ich liebe Israel genauso, wie ich und meine Eltern im
Exil Deutschland liebten, als Hitler noch herrschte. Bei allem
Vergleichbaren sage ich damit aber nicht, Netanjahus Politik sei mit
Hitlers Wahnsinn zu vergleichen. In Israel haben Araber noch
begrenzte Rechte. Als Hitler losschlug, war Deutschland von keinem
bedroht.
Ich sage all dies in Einklang mit denen, die – wie einst meine
Gesinnungsfreunde in der DDR – heute in Israel friedlichen Widerstand
leisten und die in Israel vergleichbar behandelt werden. Ich sage es in
Hochachtung vor Mordechai Vanunu, der der Welt die Wahrheit über
Israels Atomwaffen bekannt gab und dafür mit siebzehn Jahren
Einzelhaft bestraft wurde und heute noch das Land nicht verlassen
darf. Ich sage es im Einklang mit dem Nobelpreisträger Desmond Tutu
und mit Jimmy Carter, dem einstigen, guten und ehrlichen
amerikanischen Präsidenten. Ich sage es nun im Einklang mit Günter Grass, [Originaltext der Erstveröffentlichung in der Süddeutschen Zeitung vom 4. April 2012, online auf Süddeutsche.de] der spät, aber nicht zu spät – wohl wissend, was auf ihn
zukommen würde – den Mut fand, das zu sagen, was gesagt werden
muss.
Dass Mut dazu gehört vor allem in Deutschland –, diese Wahrheit
auszusprechen, ist eines der vielen Zeichen der Unfreiheit in unserer
»freien Welt«. Zwar darf sich ein Dichter erlauben, nicht alles in einem
Gedicht auszusprechen. Der Vorwurf, Günter Grass habe Iran nicht oder
kaum angeprangert, ist in einer Situation, wo er es als allgemein
anerkannte Tatsache sah, ein solches Regime sei untragbar,
ungerecht. Der öffentlich ausgesprochene Wunsch, Israel zu
vernichten, ist Welten entfernt von dem, was Grass bekundet hat,
nämlich den Wunsch, Israel möge in sicheren Grenzen leben, Dazu
gehört jedoch auch für Günter Grass - eine menschlich-freundlichere
Politik Israels.
Paul Oestreicher wurde 1931 als Sohn des Kinderarztes Paul Oestreicher im thüringischen Meiningen geboren. Aufgrund der jüdischen Abstammung seines Vaters musste seine Familie 1939 aus Deutsch' land fliehen. Sie fand in Neuseeland Asyl. Später ging er nach England. Er ist anglikanischer Pfarrer, Publizist und war Leiter des Versöhnungszentrums der Kathedrale von Coventry. Heute lebt er mit seiner Frau Barbara Einhorn, deren Eltern ebenfalls einst vor dem Nazi-Terror aus Deutschland geflohen waren, in England und Neuseeland.
Man beachte das Video ab 2:58 Min.:
| Bildschirmphoto aus dem Sanftleben-Vortrag |
- von Freeman auf seinem Blog Alles Schall und Rauch
- von ATetzlaf auf seinem Blog Das Denken
- in einem Artikel der AG Friedensforschung
- in einem Artikel der Steinbergrecherche
- offener Brief der Arbeiterfotografie an die Bundeszentrale für Politische Bildung (hochinteressant!)
- Katajun Amirpur – Der iranische Schlüsselsatz bei der Süddeutschen
- Mahmud Ahmadinedschad bei Wikiquote
- Katajun Amirpur – Der iranische Schlüsselsatz bei der Süddeutschen
- Mahmud Ahmadinedschad bei Wikiquote
»Uncle Sam« greift zu den Waffen
Die Welt muß sicher gemacht werden für die Demokratie. Ihr Friede muß auf den erprobten Grundlagen politischer Freiheit errichet werden … Wir werden kämpfen … für eine allgemeine Herrschaft des Rechts durch ein Konzept der freien Völker, das allen Nationen Frieden und Sicherheit bringen und die Welt selbst endlich frei machen wird.
US-Präsident Woodrow Wilson,
2. April 1917
| Woodrow Wilson [Wikipedia] |
Wenige Tage vor dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg am 6. April 1917 plädierte US-Präsident Woodrow Wilson mit diesen Worten vor dem Kongress für eine internationale Ordnung, die Frieden und Demokratie weltweit stärken und der Geißel Krieg den Garaus machen sollte. Gegen Ende des Kriegs, im Januar 1918, legte Wilson dann sein berühmtes 14-Punkte-Programm vor, das die Grundzüge einer Friedensordnung für das vom Krieg gezeichnete Europa enthielt.
Lange hatten die USA versucht, sich aus dem Ersten Weltkrieg herauszuhalten, auch wenn sie aus ihrer Sympathie für die EntenteMächte, vor allem für Großbritannien, keinen Hehl machten. Als Deutschland im Februar 1917 mit Hinweis auf die britische Seeblockade den »uneingeschränkten U-Boot-Krieg« erklärte und fortan auch unbewaffnete Handelsschiffe neutraler Staaten angriff, brachen die USA die diplomatischen Beziehungen ab, erklärten den Mittelmächten (Deutsches Reich, Österreich-Ungarn) den Krieg und veränderten die Kräfteverhältnisse in Europa entscheidend zugunsten der Entente.
Brockhaus - Abenteuer Geschichte 2012
Vielleicht sieht ja jemand einen Zusammenhang zwischen diesem und den beiden vorhergehenden Posts (Gracchen, CIA): Freiheit, Kampf, Herrschaft des Rechts… Es ist immer die Frage, um wessen Freiheit, um wessen Herrschaft es geht … und wer an dem Kampf verdient!
2. Jahrhundert v. Chr.: Die Reformen der Gracchen im Römischen Reich
Kampf um den »ager publicus«
![]() |
| »Cornelia, die Mutter der Gracchen« Gemälde von Philipp Friedrich Hetsch, 1794 |
Infolge des Zweiten Punischen Kriegs (218-201 v. Chr.) geriet die römische Gesellschaft in eine Krise. Die Kleinbauern mussten Kriegsdienst leisten, viele Felder lagen lange brach, was die Bauern ruinierte. Nutznießer der Situation waren die römischen Eliten, die durch den Handel und Investitionen in landwirtschaftliche Betriebe reich wurden. Größere Ländereien entstanden auf Kosten des »agerpublicus« (staatliches Land), der eigentlich den Bauern Roms zustand. Diese Entwicklung gipfelte in einem politischen Kampf im Senat.
Zur Gesundung des Kleinbauerntums, also zur Wiederherstellung der Heereskraft Roms, ließ Volkstribun Tiberius Sempronius Gracchus um 133 v. Chr. Land aus dem Gemeinde- und Großgrundbesitz an Proletarier verteilen. Der Adel missachtete das Ackergesetz jedoch oder umging es. Seine Reformbemühungen bezahlte Gracchus mit dem Leben: Er wurde von seinen Gegnern auf dem Marsfeld ermordet. Zehn Jahre später versuchte sein Bruder, Volkstribun Gaius SemproniusGracchus, sich erneut an einer Land- und Sozialreform, aber auch er fand keine Mehrheit im Senat und wurde ebenfalls ermordet.
ager publicus
• ursprünglich das Gemeindeland Roms
• später Land im Staatsbesitz
• die versuchte Privatisierung führte zu scharfen Konflikten
aus Brockhaus – Abenteuer Geschichte 2012
Operation Ajax: »Der größte Einzelerfolg der CIA«
Heute vor 61 Jahren, am 1. Mai 1951, stimmte der iranische Senat dem Ausführungsgesetz zur Verstaatlichung der iranischen Ölindustrie zu.
Im Folgenden ein Ausschnitt aus Tim Weiners Buch »CIA – Die ganze Geschichte«, in welchem er aufzeigt, wie die britischen und amerikanischen Geheimdienste erfolgreich versuchten, den Iran zu destabilisieren, um die Kontrolle über die iranische Ölförderung zu behalten.
Ich finde diese Ausführungen sehr aufschlußreich, passen sie doch sehr gut zu dem Bild, welches uns in den Medien vom iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad gezeichnet wird. Und genauso, wie damals von amerikanischer und britischer Seite vor der kommunistischen Einflußnahme gewarnt wurde, wird heute vor der möglichen Herstellung einer iranischen Atombombe gewarnt. Und mit Angst und einem äußeren Feind läßt sich bekanntermaßen gut regieren (siehe Irak-Krieg). Es ist Günter Grass hoch anzurechnen, daß er in unserer terrorismusgetränkten Zeit den von den Herrschenden des sogenannten freien Westens verwendeten Sprachduktus hinterfragt und die Selbstversändlichkeit der israelischen Vorwärtsverteidigung anprangert. [siehe: Günter Grass, Kontroverse um das Gedicht Was gesagt werden muss, Wikipedia, abgerufen am 23.07.2019]
Auch sollte man sich erinnern, das der Vater des unseligen George W. Bush, der den Krieg gegen den Terrorismus einläutete und den Dritten Golfkrieg (oder auch Irakkrieg) führte, George H. W. Bush war, der bisher einzige Präsident der Vereinigten Staaten (1989-1993), der zuvor CIA-Direktor war (1976-77) [unsere freiheitlich-demokratischen West-Medien werden ja im Zuge des transatlantisch angesagten Putin-Bashings nicht müde, ständig auf dessen Geheimdienst-Vergangenheit hinzuweisen] und den Zweiten Golfkrieg führte. Wie nie zuvor in der US-amerikanischen Geschichte wurden während des Irakkrieges (1990/91) die enge Verflechtung von Ölindustrie und Politik einerseits und andererseits die verlogene Aggressivität des US-amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes deutlich, der sich sogar erdreistet, die militärischen Verbündeten (siehe auch »Koalition der Willigen«), die UNO sowie die gesamte Weltöffentlichkeit mit voller Absicht zu belügen. (Wenn Angela Merkel damals Bundeskanzlerin gewesen wäre, würden heute deutsche Soldaten auch im Iran fallen. Wir können Gerhard Schröder nur danken, daß er das verhindert hat!)
Hier also ein Rückblick auf die Vorwärtsverteidigung der sogenannten freien Welt im damaligen Persien vor 60 Jahren:
Dwight D. Eisenhower
|
Im Januar 1953, ein paar Tage vor Eisenhowers Amtseinführung, wurde Kim Roosevelt von Walter Bedell Smith in die CIA-Zentrale bestellt und mit der Frage konfrontiert: »Wann geht unsere verdammte Operation endlich los?«
Zwei Monate zuvor, Anfang November, war Roosevelt, der die CIA-Operationen in Nahost leitete, nach Teheran geflogen, um seinen Freunden vom britischen Nachrichtendienst aus einer bösen Patsche zu helfen. Der iranische Premierminister Mohammad Mossadegh hatte die Briten beim Versuch erwischt, ihn zu stürzen. Er hatte alle Mitarbeiter ihrer Botschaft ausgewiesen, auch die Spione. Roosevelt kam, um ein Netz von iranischen Agenten mit Geld bei der Stange zu halten; sie hatten für die Briten gearbeitet, nahmen jedoch die milde Gabe der Amerikaner hocherfreut an. Auf dem Heimflug legte er eine Zwischenlandung in London ein, um seinen britischen Kollegen Bericht zu erstatten.
Hier erfuhr er vom Wunsch des Premierministers Winston Churchill, die CIA möge ihm beim Sturz der iranischen Regierung behilflich sein. Vierzig Jahre zuvor hatte das Erdöl des Iran – damals noch Persien – Churchill zu Macht und Ruhm verholfen. Jetzt wollte Sir Winston es wiederhaben.
| Winston Churchill 1943 |
Am Vorabend des Ersten Weltkrieges hatte er als höchster Beamter der britischen Admiralität die Königliche Marine von kohle- auf ölbetriebene Schiffe umgestellt. Er plädierte dafür, daß die Briten 51 Prozent der neuen Anglo-Persian Oil Company [1954 in British Petroleum Company umbenannt, der heutigen BP, Ergänzung von mir], die fünf Jahre zuvor das erste Erdöl in Persien entdeckt hatte, übernehmen sollten. Die Briten verschafften sich einen Löwenanteil. [Die Konzession mit dem iranischen Staat sahen eine Gewinnbeteiligung von lediglich 20 % bis maximal 25 % vor. Angaben aus Wikipedia] Das persische Öl lieferte nicht nur den Brennstoff für Churchills neue Armada; die Einnahmen sorgten auch für deren Bezahlung. Das Erdöl wurde zum Lebensquell des britischen Finanzministeriums. Während Britannia die Weltmeere beherrschte, überrannten britische, russische und türkische Soldaten den Norden Persiens, verwüsteten einen Großteil der landwirtschaftlichen Anbauflächen des Landes und lösten eine Hungersnot aus,, der womöglich zwei Millionen Menschen zum Opfer fielen. Aus diesem Chaos stieg ein Kosakenführer namens Resa Chan auf, der mit List und Gewalt die Macht eroberte. Im Jahr 1925 wurde er zum Schah von Persien ausgerufen.
Unter den vier Abgeordneten des persischen Parlaments (des Majles), die
gegen den Schah opponierten, war auch ein nationalistischer Politiker
namens Mohammad Mossadegh.
Operation Ajax (eigentlich TPAJAX, wobei TP für Tudeh-Party und AJAX für den Reiniger „Ajax“ von Colgate-Palmolive steht) bezeichnet eine historische und in ihrer Art für weitere Aktionen beispielgebende CIA/MI6-Operation im August 1953 im Iran, mit der Premierminister Mohammad Mossadegh gestürzt und Fazlollah Zahedi als neuer Premierminister installiert werden sollte. Der Plan wurde am 1. Juli 1953 vom britischen Premierminister Winston Churchill und am 11. Juli 1953 vom amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower genehmigt. Von den beiden Regierungen war ein Budget von $ 285.000 bereitgestellt worden, wobei die Vereinigten Staaten $ 147.000 und Großbritannien $ 137.000 zugesagt hatten. Der Plan basierte auf einer Zusammenarbeit mit prominenten Geistlichen, der Unterstützung der iranischen Armee und einer Mehrheit der Abgeordneten des iranischen Parlaments sowie des Schahs.[1]
Die genauen Abläufe sind bis heute nicht eindeutig geklärt, da zahlreiche in den US-amerikanischen und britischen Archiven liegende Akten bis August 2013 unter Verschluss waren und erst seither zugänglich sind. Es ist aber davon auszugehen, dass der ursprüngliche Plan, Mossadegh durch ein Dekret des Schahs abzusetzen und General Zahedi zum neuen Premierminister zu ernennen, zunächst gescheitert ist und Mossadegh, der an seinem Amt festhielt, die weitere Unterstützung der USA hatte, um den Iran vor einer kommunistischen Machtübernahme zu schützen. Erst durch massive Pro-Schah-Demonstrationen im ganzen Land, die von der Geistlichkeit auf Anweisung von Großayatollah Husain Borudscherdi organisiert worden waren, wendete sich die politische Lage und Mossadegh gab auf. [Operation Ajax, Wikipedia]===================
Die britische Regierung wandte sich nach dem Scheitern der Verhandlungen an den UN-Sicherheitsrat, der am 1. Oktober 1951 beschloss, die Beschwerde der Briten gegen den Iran anzunehmen und einen Lösungsvorschlag auszuarbeiten. Mossadeghs Kampf um die wirtschaftlichen Interessen seines Landes wurde von der westlichen Presse nicht ohne Sympathie begleitet. So kürte das Nachrichtenmagazin Time Mossadegh 1951 zum Man of the Year. [Mohammad Mossadegh, Premierminister, 1951, Wikipedia]===================
| Reza Schah Pahlavi mit Pahlavi-Mütze |
Während die Streitkräfte der Sowjets und Briten den Iran besetzt hielten, benutzten die amerikanischen Truppen seine Flughäfen und Straßen, um Stalin Militärhilfe im Wert von ungefähr 18 Milliarden Dollar zukommen zu lassen.
Der einzige Amerikaner, der zur Zeit des Zweiten Weltkriegs im Iran Spuren hinterlassen hat, war General Norman Schwarzkopf, der die iranische Gendarmerie, eine auf dem Land operierende Polizeitruppe, aufbaute (sein gleichnamiger Sohn führte das Kommando über den Irakkrieg von 1991, die Operation »Desert Storm«). Roosevelt, Churchill und Stalin trafen sich Ende November 1943 in Teheran zu einer Kriegskonferenz, aber zurück ließen die Alliierten ein Land, das dem Verhungern nahe war, in dem Erdölarbeiter umgerechnet 50 Cent pro Tag verdienten und der junge Schah sich durch Wahlbetrug an der Macht hielt. Nach dem Krieg forderte Mossadegh den Majles auf, neu über die britischen Ölkonzessionen zu verhandeln. Die Anglo-Iranian Oil Company hatte die damals größten bekannten Ölvorkommen in der Hand. Auch ihre Raffinerie vor der Küste bei Abadan war die größte der Welt. Während britische Angestellte und Techniker sich in privaten Klubs und Swimmingpools vergnügten, lebten die iranischen Ölarbeiter in Hütten ohne fließendes Wasser, Strom oder Kanalisation; diese Ungerechtigkeit brachte der kommunistischen Tudeh-Partei, die damals nach eigenen Angaben etwa 2500 Mitglieder hatte, neuen Zulauf. Die Briten zogen doppelt so viel Einnahmen aus dem Öl wie die Iraner. Jetzt forderte der Iran eine Fifty-fifty-Aufteilung. Die Briten lehnten ab. Sie versuchten, Einfluß auf die öffentliche Meinung zu nehmen, und bestachen unter anderem Politiker, Zeitungsherausgeber sowie den Direktor des Staatsrundfunks.
|
Schwarzkopf, erster Superintendent der State Police von New Jersey (1921) |
| Premierminister Mossadegh vor dem UN-Sicherheitsrat |
»Politik per Verweigerung«
| Walter Bedell Smith |
| Allen W. Dulles |
![]() |
| Kermit Roosevelt jr., Enkel von Theodor Roosevelt, 1950 [redfellow.blogspot.de] |
10 000 Stammeskrieger sechs Monate lang zu unterstützen. Roosevelt besaß außerdem die Erlaubnis, gegen die Tudeh-Partei, die kleine, einflußreiche verbotene Kommunistische Partei des Iran, vorzugehen. Jetzt wechselte er das Zielobjekt und versuchte, Mossadegh die Unterstützung in den politischen und religiösen Mehrheitsparteien des Iran zu entziehen.
Roosevelt startete eine Schritt für Schritt schärfer werdende Bestechungs- und Subversions-kampagne. Die CIA-Beamten und ihre iranischen Agenten kauften sich die Gefolgschaft von politischen Schreiberlingen, Geistlichen und Gangstern. Sie mieteten die Dienste von Straßenbanden, die die Versammlungen der Tudeh mit Fäusten auseinandertrieben, und von Mullahs, die Mossadegh von den Moscheen aus diffamierten. Die CIA hatte weder die jahrzehntelange Erfahrung der Briten im Iran noch annähernd so viele eigene iranische Agenten. Aber sie hatte mehr Geld zu verteilen: mindestens eine Million Dollar pro Jahr, was in einem der ärmeren Länder der Welt eine Riesensumme war.
zum Parlament vor seiner Vereidigung als Schah (1941) |
| General Norman Schwarzkopf |
| Mohammad Mossadegh (1951) |
| Fazlollah Zahedi |
Am 18. März 1953 lies Frank Wisner Roosevelt und Woodhouse wissen, daß sie das Startsignal von Allen Dulles hätten. Am 4. April überwies die CIA-Zentrale dem Teheraner Büro eine Million Dollar. Aber Eisenhower hatte noch immer Zweifel – ebenso wie andere, die für den Umsturzplan im Iran eine Schlüsselrolle spielten.
| Harry S. Truman (1945) |
Ungeachtet dessen wurde Sahedi, der Einzige, der sich ganz offen um die Macht bewarb und als pro-amerikanisch galt, von den Briten nominiert und von der CIA unterstützt. Ende April, nach der Entführung und Ermordung des iranischen Polizeipräsidenten, tauchte er unter – mit gutem Grund, denn die mutmaßlichen Mörder waren seine eigenen Anhänger. Elf Wochen lang tauchte er nicht mehr auf.
| Loy W. Henderson |
| Schah Mohammad Reza Pahlavi |
Am 15. Juni flog Roosevelt nach London, um den Spezialisten des britischen Nachrichtendienstes seinen Plan vorzustellen. Das Treffen fand in einem Konferenzraum der Zentrale statt, wo auf einem Schild zu lesen war: »Gäste bitte an der Leine führen.« Es kamen keine Einwände. Die Rechnung wurde ja von den Amerikanern bezahlt. Die Briten hatten sich den Staatsstreich zwar ausgedacht, aber ihre Spitzenpolitiker konnten das Kommando über seine Durchführung nicht übernehmen. Am 23. Juni unterzog sich Außenminister Anthony Eden in Boston einer umfangreichen Darmoperation. Am selben Tag erlitt Winston Churchill einen schweren Schlaganfall und war dem Tod nahe; die Nachricht wurde so geheim gehalten, daß die CIA nichts davon erfuhr.
| Reza Schah Pahlavi im Exil in Johannesburg |
»Nach Ihnen, Majestät«
Bereits vor dem Tag eins war die Geheimhaltung der Mission geplatzt. Am 7. Juli hörte die CIA eine Sendung des Tudeh-Rundfunks ab. Der Geheimsender warnte die Iraner: die amerikanische Regierung arbeite, zusammen mit mehreren »Spionen und Verrätern«, darunter General Sahedi, darauf hin, »die Regierung Mossadegh zu beseitigen«. Mossadegh hatte, unabhängig von der Tudeh-Partei, seine eigenen Quellen im militärischen und politischen Nachrichtendienst, und er wußte, was ihm bevorstand.
[…]
aus Tim Weiner, CIA – Die ganze Geschichte, S. 122 ff.
»Sollte jemand bisher der Ansicht gewesen sein, dass Geschichte langweilig ist, wird ihn die Lektüre dieses Buches eines Besseren belehren. »CIA« ist ein Werk, das jeden Thriller deklassiert, denn wieder einmal ist die Realität stärker als jede Fiktion.« zur vollständigen Rezension auf krimi-couch.de
Siehe auch:
- Die CIA und das Öl (Markus Kompa, Telepolis, 19.07.2016)
- Zeittafel zur Verstaatlichung der iranischen Ölindustrie (Wikipedia, letzte Änderung: 03.10.2014)
- Installing A Dictatorship, A 'How-To' – Top Secret 1953 Memorandum Grooms Mossadegh’s Successor (Arash Norouzi, mohammadmossadegh.com, 15.05.2014)
- Von Mossadegh zu Ahmadinedschad: Die CIA und das Iran-Experiment (Thierry Meyssan, Earthfiles, 30.06.2009)
- Die CIA und das Iran-Experiment (Wahrheitsecke, 28.06.2009)
- Eine (sicher unvollstaendige) Chronik der Verbrechen der USA-Aussenpolitik in der 2. Haelfte des 20. Jahrhunderts (CathrinkaBlog, 02.10.2007)
- Die persische Tragödie - Teil 2 - Mossadeghs Kampf um Souveränität - von Muriel Mirak-Weißbach (politonline.ch, 13.01.2006)
- Die persische Tragödie - Teil 1 - Mossadeghs Kampf um Souveränität - von Muriel Mirak-Weißbach (politonline.ch, 17.12.2005)
- Die Asadis - Mohsen demonstriert (Ulrich Ladurner, ZEIT, 12.10.2005)
- Der Militär-Industrie-Komplex: Wie man Firmenverbindungen untersucht (Frida Berrigan, War Resisters’ International, 31.08.2005)- The United States and Middle East: Why Do "They" Hate Us? (Stephen R. Shalom, ThirdWorldTraveller, 12.12.2001 – Google-Übersetzer)
nicht mehr auffindbar:
- Was steckt hinter den Revolten im Iran? Die Rolle der angelsächsischen Geheimdienste auf mynous.org
Die Geschichte der CIA - Teil 1/3 (1947-1977 Geheime Operationen) {52:39}
Hochgeladen am 31.10.2011
Dreiteilige Doku
Teil1: http://www.youtube.com/watch?v=1peuO7...
Teil2: http://www.youtube.com/watch?v=hUadyr...
Teil3: http://www.youtube.com/watch?v=a7f-ux...
Die dreiteilige Dokumentationsreihe erzählt die Geschichte der amerikanischen Geheimdienstorganisation von den Anfängen im Jahre 1947 bis heute. Neben Aufbau, Organisation, Sicherheitsstruktur, Handlungs- und Einflussbereich der CIA werden die Agentengewinnung, aber auch die - häufig missglückten - geheimdienstlichen Ermittlungen und Manipulationen sowie die Beziehung der CIA zur amerikanischen Regierung dargestellt.
Ehemalige CIA-Verantwortliche, deren Einfluss ausschlaggebend und deren Macht scheinbar grenzenlos war, liefern Hintergrundinformationen zu entscheidenden historischen Ereignissen. Ohne die übliche Zurückhaltung äußern sich Zeugen und direkt Beteiligte, ehemalige Verteidigungsminister, CIA-Direktoren und Geheimdienstagenten. Sie üben Selbstkritik, kritisieren ihre Vorgänger und Nachfolger sowie auch die verschiedenen amerikanischen Präsidenten.
Mit Unterstützung von Archivmaterial wird die Frage beantwortet, wie es dazu kam, dass die legendäre Geheimdienstbehörde oft zur "Hüterin" der Interessen der amerikanischen Außenpolitik wurde.
Teil1: http://www.youtube.com/watch?v=1peuO7...
Teil2: http://www.youtube.com/watch?v=hUadyr...
Teil3: http://www.youtube.com/watch?v=a7f-ux...
Die dreiteilige Dokumentationsreihe erzählt die Geschichte der amerikanischen Geheimdienstorganisation von den Anfängen im Jahre 1947 bis heute. Neben Aufbau, Organisation, Sicherheitsstruktur, Handlungs- und Einflussbereich der CIA werden die Agentengewinnung, aber auch die - häufig missglückten - geheimdienstlichen Ermittlungen und Manipulationen sowie die Beziehung der CIA zur amerikanischen Regierung dargestellt.
Ehemalige CIA-Verantwortliche, deren Einfluss ausschlaggebend und deren Macht scheinbar grenzenlos war, liefern Hintergrundinformationen zu entscheidenden historischen Ereignissen. Ohne die übliche Zurückhaltung äußern sich Zeugen und direkt Beteiligte, ehemalige Verteidigungsminister, CIA-Direktoren und Geheimdienstagenten. Sie üben Selbstkritik, kritisieren ihre Vorgänger und Nachfolger sowie auch die verschiedenen amerikanischen Präsidenten.
Mit Unterstützung von Archivmaterial wird die Frage beantwortet, wie es dazu kam, dass die legendäre Geheimdienstbehörde oft zur "Hüterin" der Interessen der amerikanischen Außenpolitik wurde.
alter Info-Text:
Veröffentlicht am 24.09.2013
Veröffentlicht am 24.09.2013
History XXL über die Lügen der Geschichte vom Putsch im Iran 1953 bis zur Begründung für den zweiten Irakkrieg 2003
1953
unterstützte die CIA im Iran einen Putsch, bei dem der demokratisch
gewählte Premierminister Mossadegh gestürzt wurde. Es war die erste
Geheimoperation des Auslandsgeheimdienstes der USA, die auf einen
politischen Umsturz abzielte und zugleich Blaupause für spätere
CIA-Aktionen in anderen Ländern. Was von den USA zunächst als
geopolitischer Erfolg gegen eine kommunistische Machtübernahme im Nahen
Osten gefeiert wurde, führte 25 Jahre später jedoch zur Islamischen Revolution.
Oliver Stones Untold History Of The United States - Iran's part "Operation Ajax" {2:30}
Veröffentlicht am 08.01.2013
Iran Part of the movie - "Operation Ajax"
1953 - CIA Overthrow of Iran, Mohammed Mosaddeq {10:17}
Hochgeladen am 31.01.2010
The Secretary of State, John Foster Dulles and his brother Alan, Director of the CIA, decided with Eisenhowers approval, to overthrow Mosaddeq and reinstate the Shah of Iran. The mobs paid by the CIA, and the police and soldiers bribed by the CIA, drove Mosaddeq from office.
The Secretary of State, John Foster Dulles and his brother Alan, Director of the CIA, decided with Eisenhowers approval, to overthrow Mosaddeq and reinstate the Shah of Iran. The mobs paid by the CIA, and the police and soldiers bribed by the CIA, drove Mosaddeq from office.
The National Security Act of 47 gave us the National Security Council. Never have we had a National Security Council so concerned about the nations security that were always looking for threats and looking how to orchestrate our society to oppose those threats. National Security was invented, almost, in 1947, and now it has become the prime mover of everything we do as measured against something we invented in 1947." -- U.S. Navy Admiral Gene La Rocque in PBS Documentary "The Secret Government"
aus der Abschiedsrede des US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower vom 17. Januar 1961:
![]() |
| Ausschnitt aus Eisenhowers Notizen zu seiner Abschiedsrede: "military-industrial complex" |
“In the councils of government, we must guard against
the acquisition of unwarranted influence, whether sought or unsought, by
the military-industrial complex. The potential for the disastrous rise
of misplaced power exists and will persist. We must never let the weight
of this combination endanger our liberties or democratic processes. We
should take nothing for granted. Only an alert and knowledgeable
citizenry can compel the proper meshing of the huge industrial and
military machinery of defense with our peaceful methods and goals, so
that security and liberty may prosper together.”
Michael Lüders - Wer den Wind sät: Was westliche Politik im Orient anrichtet - kompletter Vortrag {1:10:42}
AkademieKanal
Am 12.05.2016 veröffentlicht
Am 12.05.2016 veröffentlicht
Nachgefragt - Abendgespräche zu Gesellschaft, Religion und Politik
Michael Lüders „Wer den Wind sät, wird Stürme ernten.“ - Was westliche Politik im Orient anrichtet
Vortrag vom 11.04.2016 im Tagungszentrum Stuttgart Hohenheim
Michael Lüders ist Politik und Islamwissenschaftler und langjährigen Nahostkorrespondent.
Er beschreibt in seinem 2015 erschienen Buch, das bereits heute in der 14. Auflage steht, die westlichen Interventionen im Nahen und Mittleren Osten und zeigt ihre verheerenden Folgen, darunter Terror, Staatszerfall und der Siegeszug des IS.
„Nachgefragt“ möchte auch hier einen Schritt zurück treten und nach den Ursachen der Konflikte fragen, die uns derzeit in Europa so einholen, dass sie auch hier und in den europäischen Nachbarländern noch nicht absehbare Folgen haben werden. Lüders beginnt seine Analyse mit dem inszenierten Putsch gegen Mossadegh und seine Regierung 1953.
Link zum Veranstaltungsteaser: https://youtu.be/f8H1Wu1LtuE
Michael Lüders „Wer den Wind sät, wird Stürme ernten.“ - Was westliche Politik im Orient anrichtet
Vortrag vom 11.04.2016 im Tagungszentrum Stuttgart Hohenheim
Michael Lüders ist Politik und Islamwissenschaftler und langjährigen Nahostkorrespondent.
Er beschreibt in seinem 2015 erschienen Buch, das bereits heute in der 14. Auflage steht, die westlichen Interventionen im Nahen und Mittleren Osten und zeigt ihre verheerenden Folgen, darunter Terror, Staatszerfall und der Siegeszug des IS.
„Nachgefragt“ möchte auch hier einen Schritt zurück treten und nach den Ursachen der Konflikte fragen, die uns derzeit in Europa so einholen, dass sie auch hier und in den europäischen Nachbarländern noch nicht absehbare Folgen haben werden. Lüders beginnt seine Analyse mit dem inszenierten Putsch gegen Mossadegh und seine Regierung 1953.
Link zum Veranstaltungsteaser: https://youtu.be/f8H1Wu1LtuE
Iran - Du sollst nicht töten {3:06}
zu Gaddafi siehe:
- Wüstenflüsse, wie ein Diktator verrückt wird, westliche Werte und ein moderater Moderator (Post, 23.07.2016)
Jürgen Todenhöfer
Am 13.10.2013 veröffentlicht
Am 13.10.2013 veröffentlicht
7773
zu Gaddafi siehe:
- Wüstenflüsse, wie ein Diktator verrückt wird, westliche Werte und ein moderater Moderator (Post, 23.07.2016)
letzte Aktualisierung am 23.07.2019
Labels:
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