Donnerstag, 27. August 2015

Läuft ganz hervorragend, dieser Krieg

US-Militärs sollen Berichte frisiert haben, um den Kampf gegen den IS im Irak als erfolgreicher darzustellen. Kein Wunder, sie profitieren selbst am meisten vom Krieg.

Dass Kriege selten so verlaufen, wie sich das Politiker und Militärs erhofft haben, ist eine Binse. Sie sind unberechenbar. Besonders dann, wenn sie gegen Akteure geführt werden, die sich zwar Staat nennen, aber von Grenzen und Regeln eher nichts halten. So wie die IS-Dschihadisten im Irak und in Syrien. Man mag sich dabei nicht gern vollends verzetteln und jahrelang in diesem Chaos mitmischen. Deshalb schickt man lieber keine Bodentruppen, sondern Kampfjets. Lieber noch Drohnen. Und wenn jemand fragt, wie erfolgreich der Einsatz ist, werden die Offiziellen fast immer sagen: Läuft ganz hervorragend, dieser Krieg.

Die Gründe dafür sind so vielfältig wie menschlich. Warum ohne Not den eigenen Misserfolg zugeben? Sowieso muss ja nicht alles an die Öffentlichkeit. Das ist die eine Seite. Die andere Seite der Kriegsdiagnose ist: Wenigstens wer das Sagen hat, sollte ein realistisches Bild der Lage haben. Und hier wird die Schönfärberei gefährlich. Der Generalinspekteur des US-Verteidigungsministeriums geht jetzt genau einem solchen Verdacht nach.

Er hat Ermittlungen aufgenommen, weil es den Vorwurf gibt, dass oben (vielleicht sogar ganz oben bei Präsident Barack Obama) nicht immer richtig ankommt, was unten in Erfahrung gebracht und analysiert wird.

Da saßen, so hat es die New York Times erfahren, kluge Köpfe in der Defense Intelligence Agency (DIA) und zogen ihre Schlüsse aus den Informationen, die sie über den Einsatz im Irak zur Verfügung hatten. Bis die Erkenntnisse des militärischen Nachrichtendienstes der Politik vorliegen, gehen sie für gewöhnlich durch viele Hände. In diesem Fall war die entscheidende Station Centcom, das zentrale Kommandozentrum der US-Streitkräfte, auch zuständig für den Nahen Osten, also für den Kampf gegen den IS. Dort sollen die Berichte frisiert worden sein, bevor sie an Politiker weitergereicht wurden. Oben kam dann die Einschätzung der Erfolge im Irak offenbar deutlich optimistischer an als sie unten noch gemeint war.

mehr:
- US-Militär: Läuft ganz hervorragend, dieser Krieg (Carsten Luther, DIE ZEIT Online, 27.08.2015)
siehe auch:
- Geheimdienstberichte über Inherent Resolve verschönt? (Florian Rötzer, Telepolis, 26.08.2015)

Krieg und Terrorismus – Das Grauen der Kompromisslosigkeit

Wer Hoffnung auf Frieden hat, muss dem Gegner einen Ausweg aus der Gewaltspirale aufzeigen. Doch in den Kriegsgebieten des Nahen Ostens ist die Schwelle zum Punkt ohne Wiederkehr überschritten.

In dem berühmten US-amerikanischen Antikriegsfilm „Apocalypse Now“ von Francis Ford Coppola – der in seiner Handlungsstruktur auf dem Roman „Heart of Darkness“ („Herz der Finsternis“) von Joseph Conrad beruht – gibt es eine Schlüsselszene, die die Perversion des Krieges bloßlegt.

In einer Szene monologisiert Colonel Walter E. Kurtz, dargestellt von Marlon Brando, über die Kompromisslosigkeit des erfolgreichen Kriegers. Er erzählt von einer schockierenden Erfahrung, die ihm anschließend wie eine Erleuchtung vorkam:

Die Soldaten seiner Truppe hatten in einem Dorf vietnamesische Kinder gegen Polio geimpft. Als sie zu einem späteren Zeitpunkt in das Dorf der Kinder zurückkamen, sahen sie, dass die Einwohner allen Kindern die geimpften Arme abgehackt hatten. Walter E. Kurtz sei daraufhin weinend zusammengebrochen. Doch dann fühlte er sich schlagartig von einer klaren Erkenntnis getroffen: Die Vietnamesen waren stärker, weil sie alles zu ertragen bereit waren und die kompromisslose Energie hatten, bis zum Äußersten zu gehen.

mehr:
- Krieg und Terrorismus – Das Grauen der Kompromisslosigkeit (Institut für Strategische Studien Berlin (ISSB e.V.), Die freie Welt, 21.08.2015)

»Der Westen glaubt, es müsse für alles eine Lösung geben.« (Peter Scholl-Latour)
siehe auch:
- Orient und Okzident (Phoenix) 

IS - Die Wirtschaftsmacht der Gotteskrieger ARTE Doku 2015 german deutsch [1:06:43]

Veröffentlicht am 18.04.2015
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Gestatten Sie die Frage: Woher haben die Rebellen Geld, Waffen und Militärexperten? Woher kommt denn all das? Wie ist es zu erklären, daß diese berüchtigte sogenannte ISIS zu einer gewaltigen de facto Armeegruppierung werden konnte? Was deren finanzielle Zuströme angeht, so sind das zum heutigen Tag nicht nur Einkünfte aus dem Drogengeschäft, deren Produktion übrigens im Verlauf der Stationierung der internationalen Kräfte in Afghanistan nicht nur um ein paar Prozent, sondern um das Vielfache gestiegen ist. Das wissen wir alle. Sondern diese Finanzen resultieren auch aus dem Verkauf von Erdöl, das in Gebieten das von Terrosten kontrolliert wird, gefördert wird. Sie verkaufen es zum Spottpreis. Sie fördern und transportieren es ungehindert. Aber es gibt ja solche, die es kaufen, weiterverkaufen und daran verdienen, ohne darüber nachzudenken, daß sie damit Terroristen finanzieren, die früher oder später auch auf ihr Gebiet kommen werden. Und sie werden kommen, um die Saat des Todes in ihren Ländern auszusäen. 
Und woher kommen neue Rekruten? Im Irak sind infolge des Sturzes Saddam Husseins staatliche Institutionen, einschließlich der Armee, zerstört worden. Wir haben es damals noch gesagt: Seid vorsichtig! Wohin habt ihr diese Leute vertrieben? Auf die Straße. Und was sollen sie dort machen? Vergeßt nicht: Ob es gerecht oder ungerecht war, aber sie saßen an den Hebeln eines nach regionalem Maßstab durchaus großen Staates.Und wohin treibt ihr sie? Was haben wir als Ergebnis? Zehntausende Soldaten und Offiziere, ehemalige Baath-Partei-Aktivisten, die auf die Straße gesetzt worden sind. Und sie sind es, die heute die Einheiten der Rebellenbanden auffüllen. Vielleicht ist es ja das, worin das Geheimnis der Operationsfähigkeit der ISIS besteht. Sie handeln vom militärischen Gesichtspunkt aus sehr effektiv. Wir haben es mit wirklichen Profis zu tun. Rußland hat mehrfach vor einseitigen gewaltsamen Aktionen, vor Einmischung in die Angelegenheiten souveräner Staaten, vor dem Anbandeln mit Extremisten und Radikalen gewarnt und darauf bestanden, daß man jene Gruppierung, die gegen die syrische Zentralregierung vorgeht, vor allem die ISIS, Aktivisten (?) terroristischer Organisationen sind. Und was war das Ergebnis? Es gab keine Reaktion.
Mitunter bekommt man den Eindruck, daß unsere Kollegen und Freunde ständig mit den Ergebnissen ihrer eigenen Politik kämpfen.(Wladimir Putin in seiner Rede auf dem Waldai-Forum [»Forum« hört sich größer an als »Klub«])

Video der Waldai-Rede und Übersetzung der Waldai-Rede:
- Putin hat gesprochen! Howgh! (Post, 26.10.2014)

siehe auch:
- Überleben in Damaskus (Karin Leukel, junge Welt, 28.08.2015)
»Erst kürzlich starben hier Angehörige von unserem Nachbarn«, erzählt der hochgewachsene 18jährige Anas, der vor wenigen Wochen sein Abitur mit Auszeichnung abgeschlossen hat. Er hat angefangen, Deutsch zu lernen, weil er in der Bundesrepublik studieren will. Die palästinensische Familie von Anas gehört zu der einst gutsituierten Mittelschicht Syriens. Bis auf Anas, den Jüngsten, haben die Kinder Syrien verlassen und sind in alle Himmelsrichtungen zerstreut.

Entscheide dich endlich, Deutschland [Updates]

In den späten sechziger und frühen siebziger Jahren – als Deutschland noch geteilt war und es eine BRD und eine DDR gab, als die SPD noch eine sozialdemokratische Partei war und als die Gründung des Grünen-Vorläufers AL (Alternative Liste) in Westberlin noch ein paar Jahre dauern sollte – beschäftigten sich Menschen mit der Tatsache, dass Deutschland seine junge Vergangenheit keineswegs aufgearbeitet hatte, sondern dass stattdessen frühere Nazis weiterhin für den deutschen Staat arbeiteten, in den Behörden saßen, in den Unternehmen und in der Politik. Die Gründung der RAF basierte u.a. auf dieser Tatsache, in den Taten der terroristischen Vereinigung äußerte sich die Wut darüber in gewaltsamen Anschlägen und Morden.

Der westdeutsche Staat reagierte mit einer manchmal verständlichen und sicher richtigen, manchmal aber auch komplett übertriebenen erhöhten Wachsamkeit gegenüber allem, was als politisch links galt. Er reagierte leider nicht mit einer Aufarbeitung der Nazi-Zeit oder mit erhöhter Aufmerksamkeit gegenüber denen, die sich von anti-demokratischen und rechten Gedanken nicht distanzieren und lösen wollten. Die Behauptung, dass bestimmte Behörden und die Politik in Westdeutschland „auf dem rechten Auge blind“ seien, stammt aus dieser Zeit. Und war alles andere als unbegründet.

Das junge erwachsene Volk der BRD, die nach dem Krieg geborene, nicht intellektuelle Arbeiterklasse, hegte hier und da heimliche Sympathien für diejenigen, die sich gegen das herrschende System auflehnten. Nicht für ihre Morde oder Attentate natürlich, sehr wohl aber für die Kritik an den Mächtigen, die sich gegenseitig die Millionen zuschoben und unter denen noch viele alte Nazis saßen. Unzufriedenheit mit dem System machte diese Generation eher zu Linken als zu Rechten. Ich habe als Kind in den Siebzigern viele (auch ange- und betrunkene) Gespräche der Arbeitskollegen meiner Eltern mitgehört – unter denen kein einziger Akademiker war und viele nicht einmal einen Schulabschluss hatten – die inhaltlich sicher nicht durchweg 1A waren, die aber gleichzeitig weit entfernt von rechtem Gedankengut waren. Die Generation meiner Eltern, mein Vater, seine Kollegen, sie waren SPD-Wähler und stolz darauf. Gerechtigkeit, gleiche Rechte für alle, Solidarität mit Schwächeren, das war ihnen wichtig. Obwohl sie nicht besonders gebildet waren.

Als Jugendlicher im Westberlin der frühen achtziger Jahre hatte man hin und wieder mit jungen Nazis zu tun, mit Neonazis eben. Einige Leute lösten sich aus der Punk-Szene und wurden Skinheads, meist eher aus modischen und musikalischen Gründen (die Musik der englischen Skins der sechziger Jahre, die eher Arbeiter- als Nazi-Wurzeln hatten, war Soul, Reggae und Ska, also schwarze Musik). Manche wechselten aber auch ins politisch rechte Lager, nicht zuletzt beeinflusst von britischen Soldaten, die zur dieser Zeit noch in Westberlin stationiert waren und von denen sich einige Skins mit Sympathie für die National Front in das Berliner Nachtleben und unter die lokale Skinhead-Szene mischten. Diese Phase war manchmal gefährlich in Westberlin, es gab Konzerte mit Schlägereien zwischen Skins und anderen, doch sie hielt nicht an. Linke Skins („Redskins“) formierten sich, die Antifa war zugegen, rechte Skins und andere Neonazis wurden ausgeschlossen und gingen teilweise wegen Gewalttaten auch in den Knast.

mehr:
- Entscheide dich endlich, Deutschland [Updates] (Spreeblick, 25.08.2015)

Die Opfer-Logik

Entlastung Der Maskulismus gibt Frauen die Schuld am Scheitern von Männern

„Immer mehr Schwule: Verdirbt der Feminismus Männern die Lust am Sex?“, fragt Walter im Forum wgvdl.com. Das Buchstabenhäufchen steht für die Frage: Wie viel Gleichberechtigung verträgt das Land? „Lieber 100 Prozent Single sein, als sich mit einer Falschbeschuldigerin, Abzockerin usw. abzugeben“, antwortet ein Nutzer.

Die Diskussionen in den maskulistischen Foren und Blogs folgen oft denselben Mustern. Männer sind Opfer, werden diskriminiert, und keiner schaut hin. Alle sähen immer nur die Frauen, die gefördert und bemitleidet würden. Wann ist endlich der Mann dran? Maskulismus ist eine Ideologie des Patriarchats. Ihre Vertreter legitimieren einen männlichen Überlegenheitsanspruch und wittern eine feministische Verschwörung in Politik und Gesellschaft. Aber was sind das für Männer, die diese Denkweise übernehmen? Für wen ist der Maskulismus attraktiv, und welche psychologischen Funktionen erfüllt er?

mehr:
- Die Opfer-Logik (Nina Marie Bust-Bartels, der Freitag, 24.08.2015)

siehe auch:
- Vermischtes vom 26. August 2015 (Arne Hoffmann, Genderama, 26.08.2015)
(...) In Kalifornien setzen sich Studierende inzwischen dafür ein, dass ein Mann erst nach einer Einverständniserklärung mit einer Frau flirten oder gar mit ihr Sex haben darf. "Affirmative consent" – schriftlich bestätigtes Einverständnis – heißt diese Bewegung. (...) Es gibt sogar schon Consent-Kits zu kaufen, mit Kondomen und Formularen, auf denen die verschiedenen Stufen Nähe zuvor von den beiden Partnern unterschrieben werden, nach dem Motto: "Darf ich dich jetzt küssen?", "Ja, aber erst unterschreiben bitte."
Das mündet dann in Aussagen wie: "Hiermit willige ich zum Geschlechtsverkehr mit xyz ein. Ich bin mir bewusst, dass ich jederzeit zurücktreten kann." Derzeit wird heiß diskutiert, ob der "affirmative consent" eine Empfehlung bleiben oder verpflichtend für alle Hochschulen eingeführt werden soll.
(...) "Es kommt zu einer Verlaberung der Lust", sagt auch Jakob Pastötter von der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung. "Wir erschaffen uns durch solche Einverständniserklärungen, genauso wie durch die Flirt-Apps und Dating-Portale, eine schöne sexuelle Scheinwelt, in der alles perfekt aufeinander abgestimmt ist und in der trotzdem nichts passt, weil das Wesentliche fehlt, nämlich die Spannung und die Wertschätzung der Andersartigkeit des Partners." […]
Feministinnen konzentrieren sich derweil auf viel naheliegendere Probleme: zum Beispiel, dass sie in der Öffentlichkeit nicht oben ohne herumlaufen dürfen. Um dagegen anzukämpfen, protestierten mehrere hundert barbusige Frauen in New York und 60 anderen Städten dieser Erde. Der Protest könnte ein wenig darunter gelitten haben, dass Männer diese Frauen ignorieren mussten, weil mittlerweile schon Anstarren als sexuelle Belästigung gilt.

Heute vor 245 Jahren – 27.08.1770: Georg Wilhelm Friedrich Hegel wird geboren

Ein Schwabe als Preußens Staatsphilosoph 

 Geboren wurde der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel zwar im schwäbischen Stuttgart, heute vor 245 Jahren, doch zu einem der bedeutendsten deutschen Denker, zum Staatsphilosophen und »Professor der Professoren«, avancierte er ab 1818 in Berlin, wo seine Vorlesungen nicht nur von Studenten, sondern auch von Kollegen, Staatsbeamten und Schriftstellern besucht wurden. Nach seinem überraschenden Tod - Hegel starb 1831 auf dem Höhepunkt seines Ruhms an der Cholera - beriefen sich Konservative, aber auch Revolutionäre wie Karl Marx gleichermaßen auf ihn. Noch das gesamte 19. Jahrhundert über prägte sein Denken die Philosophie und das geistige Leben. 
Georg Wilhelm Friedrich Hegel,
porträtiert von Jakob Schlesinger, 1831 (Quelle: Wikpedia)


 Hegel war in erster Linie Geschichtsphilosoph. Seine Philosophie sah einen »Weltgeist« walten, der sich in großen, tatkräftigen Persönlichkeiten offenbart, um die Geschichte in einem dialektischen Prozess zu lenken und voranzutreiben. [Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Jena: Beginn der Universitätskarriere (1801–1807), Wikipedia] Alles Seiende ist darin objektive Erscheinung einer absoluten Wirklichkeit, welche Idee, Vernunft, Denken ist und sich in der Natur wie im Bewusstsein entfaltet. Das war ganz im Sinne der preußischen Obrigkeit, die in diesem Teil der HegeIschen Philosophie die Grundsätze ihres Staates wohlformuliert sah.
»Die Weltgeschichte ist nicht der Boden des Glücks. Die Perioden des Glücks sind leere Blätter in ihr.«
(Georg Wilhelm Friedrich Hegel)
Harenberg - Abenteuer Geschichte 2015 

Edgar Reitz’ Deutschland-Chronik bei Arte

Zum Wieder- und Neuentdecken: Arte zeigt den Kinofilm "Die andere Heimat" (MI, 26.8.2015, 20.15 Uhr) und Teil 1 der TV-Chronik "Heimat" (ab DO, 27.8.2015, 22.15 Uhr) in neuer Fassung 

Es war nicht weniger als ein Fernsehereignis, was die ARD am 16. September 1984 ausstrahlte. Eine Art Grenzstein mit der Aufschrift "Made in Germany", darüber in klobiger Blockschrift sechs Buchstaben: HEIMAT. 

Im Hintergrund Wolken im Zeitraffer, dazu düster-hypnotische Klavier- und Holzbläsermusik, die einen heute ­entfernt an das Titelthema der Krimireihe "Inspector Barnaby" erinnert. Dann wird es schwarz-Weiß. Und das in Zeiten, in denen alles immer bunter, lauter, schneller sein sollte; 1984 gingen die ersten Privatsender Sat.1 (noch unter anderem Namen) und RTL plus auf Sendung. 

"Heimat": Am 19. Mai 1919 kehrt Paul Simon aus dem Weltkrieg zurück, sechs Tage ist er aus Frankreich in den heimischen Hunsrück gelaufen. Die in elf Kapitel aufgeteilte Chronik beschreibt anhand von Fami­lienschicksalen der Simons und anderer im fiktiven Dorf Schabbach im Hunsrück die Geschichte der Deutschen, von den beiden Kriegen bis zum Wirtschaftswunder, in den Fortsetzungen "Die zweite Heimat" und "Heimat 3" weiter bis Mauerfall und deutscher Einheit.
mehr:
- Überall ist Heimat (TV-Spielfilm)
- Heimat, Eine deutsche Chronik (Arte)
(1): Fernweh (1919-1928) Donnerstag, 27. August um 22:15 Uhr (120 Min.) 
Die Geschichte der Familie der Maria Simon im Hunsrückdorf Schabbach: Im Jahr 1919 kehrt Paul Simon (Michael Lesch) aus der Kriegsgefangenschaft in sein Heimatdorf zurück. Er baut das erste Radio des Dorfes und öffnet so ein Fenster zur Welt... Deutsche, vielfach preisgekrönte Chronik (1984) von Edgar Reitz.

Heimat-Trilogy (Heimat / Heimat II / Heimat 3) - Deutscher Trailer mit engl. UT [6:30]

Hochgeladen am 08.02.2008
(Heimat [DE 1981-1984] / Heimat II [DE 1988-1992]/ Heimat 3 [DE/GB 2002-2004])
German Title: Heimat / Die zweite Heimat / Heimat 3 - Chronik einer Zeitwende
Director: Edgar Reitz
Produktion Company: Edgar Reitz Filmproduktions GmbH (München)
Distributor: Edgar Reitz Filmproduktion (München) / Kinowelt Filmverleih GmbH (Leipzig)
© Edgar Reitz / Kinowelt

Am Mittwoch, 26. August 2015, zeigt arte um 20.15 Uhr Die andere Heimat. arte hat seinerzeit den Film co-produziert und veranstaltet somit die TV-Premiere. 

Ab dem 27. August zeigt arte dann auch HEIMAT in der neuen, digital restaurierten Kinofassung in 7 Kapiteln.

Hier die Sendetermine:
Donnerstag, 27.08., 22.45 Uhr: 1. Kapitel: Fernweh (1919-1928), und 2. Kapitel: Die Mitte der Welt (1929-1933)
Donnerstag, 03.09., 22.45 Uhr: 3. Kapitel: Weihnacht wie noch nie / Reichshöhenstraße (1935-1938), und 4. Kapitel: Auf und davon und zurück / Heimatfront (1938-1943)
Donnerstag, 10.09., 22.45 Uhr: 5. Kapitel: Die Liebe der Soldaten / Der Amerikaner (1943-1947), und 6. Kapitel: Hermännchen (1955-1956)
Donnerstag, 24.09., 23.50 Uhr: 7. Kapitel: Die stolzen Jahre / Das Fest der Lebenden und der Toten (1967-1982)

Ausführliche Informationen zur digital restaurierten Neufassung finden Sie auf der Homepage von Edgar Reitz. (Heimat123.de)



»Wenn das Kino überhaupt leben können soll in Zukunft, muss es eine Insel bilden in dieser Welt. Ein Ausflug auf eine Insel hat einfach die Konsequenz, dass man sich aus seiner gewohnten Welt entfernt.« (Edgar Reitz im SPIEGEL, s.u.)

siehe auch:
- Kinoempfehlung: Die andere Heimat von Edgar Reitz (Post, 10.11.2013)

Das verwandelte Dorf [6:25]

Veröffentlicht am 24.07.2012
Edgar Reitz verwandelt ein Dorf von heute in ein Dorf ins Jahr 1850

DIE ANDERE HEIMAT - Trailer #1 [2:42]
Veröffentlicht am 22.07.2013
Zweiter Trailer für "DIE ANDERE HEIMAT" von Edgar Reitz.
Kinostart 3.10.13

Edgar Reitz, Alle Realitäten, die wir schaffen, fangen im Kopf an [45:05]
Veröffentlicht am 18.01.2014
Der Filmemacher Edgar Reitz im Gespräch mit Alexander Kluge über sein Projekt "Die andere Heimat". Eine "News & Stories"-Sendung vom 4. September 2011.

siehe auch:
- Sprachgenie und unbekannter Bruder (Volksfreund)
(Morbach) Die Morbacher haben Guido Reitz, Bruder des Filmregisseurs Edgar Reitz, nur als zurückgezogenen und wortkargen Menschen kennengelernt. An der Uni in Marburg galt dieser als hochintelligenter Experte für Sprachenforschung. Edgar Reitz hat seinen neuen Film „Die andere Heimat“ seinem 2008 verstorbenen Bruder gewidmet.

- Morbach: Der Bruder von Edgar Reitz beherrschte 50 Sprachen (Christoph Strouvelle, Rhein-Zeitung, 08.10.2013)
Zeitlupe (Susanne Beyer, SPIEGEL, 30.09.2013)
- Interview mit "Heimat"-Regisseur Edgar Reitz: "Das Fernsehen ist kein narratives Medium mehr" (SZ-Magazin-Interview: Johannes Waechter und Jan Weiler, Süddeutsche Zeitung, 17.05.2010)
aktualisiert am 31.07.2018

Mittwoch, 26. August 2015

Angie: Wo steht sie?

Ich habe keine Ahnung, ob Angela Merkel für Atomkraft ist oder dagegen. Ich habe keine Ahnung, was sie über Putin denkt oder über den IS oder über Griechenland.
Ich habe auch keine Ahnung, wie es ihr mit den Flüchtlingen geht, die ins Land strömen. (Jedenfalls wird uns das jeden Abend katastrophisierend in den Nachrichten gezeigt.)
Was ich von ihr höre, ist das, was man von einem Bundeskanzler der Bundesrepublik, dem Rechtsnachfolger des Dritten Reiches, welches die Ermordung von 6 mio Juden und den Zweiten Weltkrieg auf dem Kerbholz hat, erwarten kann.

Die öffentliche Einwanderungs-Diskussion ist erstickt worden mit abwertenden Zuweisungen.
Wir werden das Problem auch nicht lösen. Wir werden noch zwanzig bis dreißig Jahre lang mit dem Problem leben müssen.

Daß es überhaupt zu fremdenfeindlichen Demonstrationen kommt, hat unter anderem damit zu tun, daß die Kommunen und die Länder überfordert sind. So, als habe man das Ganze nicht kommen sehen. Und ich hege den Verdacht, daß das so gewollt ist. Weshalb es so gewollt sein könnte? Keine Ahnung, da kann ich nur spekulieren.

Ich selbst wollte es vor 15 Jahren nicht, daß meine Tochter in eine Klasse kommen sollte, in der mehr als drei Viertel der Nachnamen nicht deutsch waren.

Und wenn 4.000 Flüchtlinge in einen Ort mit knapp 2.000 Einwohnern kommen, dann kann ich gut verstehen, wenn die Menschen Angst bekommen. Wer denkt sich sowas aus?
Wenn die Polizei über eine künftige Flüchtlingsunterkunft informiert wird, nachdem die Löschzüge der Feuerwehr schon ausgerückt sind, ist das zu spät. (Der Vizevorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, beklagte am Donnerstag Informationsdefizite seiner Beamten, Zitat des Tages in junge Welt, 28.08.2015)

Rödgen: Mehr Flüchtlinge als Einwohner [3:53]

Veröffentlicht am 06.04.2015
Weit über 4.000 Menschen leben in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Gießen. Die meisten von ihnen in einer ehemaligen Kaserne nahe Rödgen, einem Ort mit gerade mal 1.800 Einwohnern. Das Miteinander ist nicht immer einfach.

DGB schmeißt Asylanten raus ! [1:52]
Veröffentlicht am 03.10.2014
Quelle des Videos:
rbb - Abendschau vom 02.10.2014
Quelles des Videos:
https://www.youtube.com/channel/UCgfh...
Was so eine Woche Lebenswirklichkeit beim DGB ausmachen kann!Solange die Anonyme Solidargemeinschaft das stemmt war ja alles gut.Wenn man jedoch selbst betroffen ist "Schafft man das nicht mehr". Entlarvend.

Ansprüchlichkeit hilft nicht…

Der Medien-Wissenschaftler Wolfgang Storz über die Entstehung einer Gegenöffentlichkeit:
»Was sicher eint, ist die Feststellung: Unsere Themen oder unsere Perspektiven kommen in diesen Medien nicht vor oder nur am Rande. Beispiel: Jemand, der die Euro-Währung und ihre Folgen kritisiert, der findet sicher immer wieder Platz in den Medien. Aber grundsätzliche Euro-Gegner, die also die Einführung im Prinzip für falsch halten, die wurden nach meiner Beobachtung in den vergangenen Jahren sicher nicht wahrgenommen oder als Vorgestrige abgetan. Ein anderes Beispiel haben Sie eingeführt: 9/11. Ein drittes ist sicher: Verlauf, Hintergründe und Ursache der Ukraine-Krise.«
"Der Journalismus produziert seine Kritiker und Gegner selbst" (Marcus Klöckner, Telepolis, 25.08.2015)

Anwohner lehnen Asylanten-Heim ab | Exakt | MDR [6:43]

Veröffentlicht am 27.11.2014
http://www.mdr.de/exakt Abneigung gegenüber Flüchtlingen, Angst vor Asylanten in der Nachbarschaft - das findet man in immer breiteren Schichten der Gesellschaft. Exakt-Reporter berichten.

Es ist schon entlarvend, wie Äußerungen eines Mannes, der sich vor die Kamera stellt, so hintenherum durch den Kommentar der Sprecherin »reframed« werden. Als ob das Einzige, was den kümmert, sein Mittagsschlaf ist! (ab 0:50)

Wenn der Staat seine Bürger mit ihren Ängsten allein läßt, dann machen sich die Menschen Luft. Und da sie meist keine Kommunikationsberater haben, fallen dabei Ausdrücke, die dabei helfen, sie in die bereitstehenden Deutungscontainer abzuschieben und eine öffentliche Diskussion zu ersticken. (siehe: Pegida) Die Frage ist ja nicht: Ausländer ja oder nein, die Frage lautet: zuviel oder nicht zuviel. Und wenn ein Lehrer in seiner Klasse keine Ruhe mehr herzustellen imstande ist, kümmert das die Eltern der Schulkinder, die sich am Abend in den Nachrichten Statistiken ansehen, worin gezeigt wird, welche europäischen Ländern mit wievielen Flüchtlingen zu hantieren haben, recht wenig.

In mir keimt der Verdacht auf, daß die Not vor Ort billigend in Kauf genommen und danach massenmedial wirksam inszeniert wird… Worauf hin das hinausläuft…

Thüringen 30 Asylanten wollten Studentenfestival stürmen [1:02]

Veröffentlicht am 14.06.2015
Ihr hättet diese lieben jungen Männer doch mitfeiern lassen, gerade weil sie so traumatisiert sind und ihre Familien zurücklassen mussten! Ihr könnt doch nicht die Versprechen ihrer Schleuse, äh Reiseleiter brechen die ihnen Deutschalnd als Feier und Partyland versprochen haben! 
Ironiemodus -Off-!
Grammatikfehler in den Video-Infos helfen bestimmt nicht weiter…

siehe auch:
- Die Würde Deutschlands ist unantastbar (Felix Werdermann, der Freitag, 25.08.2015)
mein Vorschlag übrigens (anläßlich des Gabriel-Statements) fürs Unwort des Jahres 2015: »undeutsch«
- Flüchtlinge: Der inszenierte Notstand (Marei Pelzer, Blätter für deutsche und internationale Politik, September 2015)
- Ich bin Pack (Alexander Augustin, Telepolis, 27.08.2015)
- Heimatlose und Heimathaber (Egon W. Kreutzer, 29.07.2015)
zuletzt aktualisiert am 31.08.2015


"Der Journalismus produziert seine Kritiker und Gegner selbst"

Wolfgang Storz im Interview über seine Studie zur "Querfront" und die Entstehung einer Gegenöffentlichkeit

Die Verbreiterung des Meinungsspektrums in den großen deutschen Medien ist für Wolfgang Storz "unabdingbar." "Kommt diese Verbreiterung nicht bald und sichtbar, wird das Misstrauen gegenüber den klassischen Medien noch stärker werden und ihre Gegner noch zahlreicher", sagt der ehemalige Chefredakteur der Frankfurter Rundschau im Interview mit Telepolis. Storz ist der Autor einer aktuellen Studie der Otto Brenner Stiftung, die sich mit dem Phänomen "Querfront" auseinandersetzt. Bei seiner Arbeit hat Storz bemerkt, dass eine Gegenöffentlichkeit entstanden ist, die sich eine Art eigenes Mediensystem geschaffen hat. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA betrachtet Storz "unverändert als eines der identitätsstiftenden Themen" für die Gegenöffentlichkeit - neben weiteren Themen, die in den großen Medien nicht oder nur am Rande aufgegriffen werden.
mehr:
- "Der Journalismus produziert seine Kritiker und Gegner selbst" (Marcus Klöckner, Telepolis, 25.08.2015)
»Was ich feststelle: Mindestens große Teile dieser Gegenöffentlichkeiten gehen von der These aus, wir haben es hier in Deutschland mit keiner Demokratie mehr zu tun. Es herrschen Eliten, die im Bündnis mit den Medien, die wiederum nicht frei sind, versuchen, die Wahrheit zu unterdrücken und im Zweifel gegen das Volk regieren. Was diese Öffentlichkeiten auch eint, nach meiner Bewertung: Es handelt sich hier fast ausschließlich um Akteure mit einem inhaltlich-politischen Anliegen, die mit journalistischen Instrumenten arbeiten. Aber sie arbeiten nicht als Journalisten. Ihr Ziel ist es ja, der eigenen Deutung Gehör zu verschaffen.«(Wolfgang Storz)
Querfront Studie | KenFM | Compact | Kopp... Die Anti-Lügenpresse-Medien [5:16]

Veröffentlicht am 24.08.2015
http://Wahrheit.TV | Audio: Wolfgang Storz im #DLF Gespräch
Sie heißen Jürgen Elsässer (Compact Magazin) oder Ken Jebsen #KenFM, sind politisch an den Rändern unterwegs und wollen mit eigenen Medienangeboten einen Gegenpol zur sogenannten #Lügenpresse schaffen. Wolfgang Storz, ehemaliger Chefredakteur der 'Frankfurter Rundschau' hat sich für eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung die relativ erfolgreichen Medienproduzenten näher angeschaut, und – wie er im DLF erklärte – einige Gemeinsamkeiten festgestellt. ...weiterlesen @ DLF ► http://nyc.de/1h9MoPl

► Die OBS Studie "Querfront" .PDF - http://nyc.de/1FGm5WR
► https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgan...

► Dieser Beitrag dient nur dem Bildungsgebrauch und wurde mit freundlicher Ungenehmigung hier eingebaut.
Das verantwortliche Kuratorenteam arbeitet ehrenamtlich, verfolgt keine Gewinnerzielungsabsicht und ist politisch und konfessionell unabhängig.
Sollten Sie eine begründbare Urheberrechtsverletzung vermuten, bitten wir um eine entsprechende Nachricht bei http://facebook.com/impressum .
Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir die öffentliche Darstellung schellstmöglich beenden.

http://www.Mediengenossenschaft.de i.G.

22.08.2015 | 05:15 Min. | Quelle: Deutschlandfunk - Wolfgang Storz im Gespräch mit Brigitte Baetz

siehe auch:
- Verteilungskampf der Etablierten (Daniel Hermsdorf, 26.08.2015)
Ein Kommentar zum Querfront-Gutachten

Catch 22 Hospital Scene [0:45]

Hochgeladen am 17.01.2009

Terrorverdächtige in Oberursel: Zweifel an Anschlagsplanung auf ein Radrennen

Sachverständige sprechen von einer "sprengtechnisch unlogischen" Rohrbombe und der Verwendung des Wasserstoffperoxids zur Schimmelbeseitigung Ende April dieses Jahres wurde ein Ehepaar in Oberursel verhaftet; ihnen wurde vorgeworfen, dass sie einen Anschlag auf ein größeres Radrennen - "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" - geplant hatten. Die Frau ist seit Anfang Juli auf freiem Fuß, der Mann befindet sich noch in Untersuchungshaft. Jetzt werden Zweifel an den Anschlagplänen laut.


Vor knapp vier Monaten erregte der Fall großes Aufsehen. Polizei und das Spezialeinsatzkommmando (SEK) hatten bei einer Hausdurchsuchung nach einem Bericht auf der SEK-Webseite "eine Rohrbombe, Zündstoff, ein Sturmgewehr sowie scharfe Munition" gefunden. Aufgefallen war das Paar durch den Kauf einer größeren Menge Wasserstoffperoxid und Spiritus in einem Baumarkt.

Dazu wurde von einem "vermutlich salafistischen Hintergrund" der Verdächtigen berichtet und davon, dass der Mann beobachtet wurde, "wie er ein Waldstück in der Nähe von Oberursel erkundete, in dem das Radrennen durchläuft". Laut Link-Überschrift ging das SEK davon aus, einen Terroranschlag vereitelt zu haben.

Genau so sahen das auch Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) und der Chef der Innenministerkonferenz Roger Lewentz (Innenminister: "Terroranschlag in Hessen vereitelt"). Auch Medien schlossen sich dem aufgeregten Situationsbefund an: Der "wohl im letzten Moment vereitelte Terroranschlag in Hessen".

mehr:
- Terrorverdächtige in Oberursel: Zweifel an Anschlagsplanung auf ein Radrennen (Thomas Pany, Telepolis, 25.08.2015)

mein Kommentar: Aufgeregtheit verkauft sich. Alle haben was davon: die Sicherheitsorgane kämpfen um ihre Existenzberechtigung, die Medien um Zuschauer und Leser, die Politik um Aufmerksamkeit. Keiner will zurückstehen.

Planten Salafisten Anschlag auf das Radrennen am 1. Mai? [3:23]

Veröffentlicht am 30.04.2015
In Oberursel hat die Polizei zwei verdächtige Islamisten festgenommen. Bei mehreren Durchsuchungen wurde ein Rohrbombe, Waffen und Munition gefunden.

Dienstag, 25. August 2015

Sommerinterview mit dem PARTEI-Vorsitzenden Martin Sonneborn

Sommerinterview mit dem PARTEI-Vorsitzenden Martin Sonneborn 

Nach seinem ersten Jahr im EU-Parlament weht dem Abgeordneten Martin Sonneborn diesen Sommer nun jede Menge Ärger ins Gesicht. Etablierte EU-Politiker feinden den Newcomer an, auch parteiintern wird am Stuhl des Taktikers gesägt. Wird der Noch-PARTEI-Vorsitzende den Bundesparteitag am 3. Oktober ungeschoren überstehen?
mehr:
- "Ich überlege, als Kanzlerkandidat der SPD anzutreten" (Interview mit Markus Kompa, Telepolis, 25.08.2015)

Martin Sonneborn: Fragen an Oettinger [3:09]

Veröffentlicht am 30.09.2014
Martin Sonneborn: Fragen an Oettinger im EU-Parlament am 29.09.2014

Doping: Neue Anschuldigungen gegen Kenia

Die Dopingtests in Kenia sind ins Zwielicht geraten. Athleten und Betreuer erheben schwere Vorwürfe gegen den kenianischen Leichtathletikverband. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) will indes keine Untersuchungskommission zu Doping in Kenia einrichten.
Nach Angaben von Athletenbetreuern ist es in Kenia übliche Praxis, dass Leichtathleten über anstehende Dopingkontrollen außerhalb von Wettkämpfen vorab informiert werden. Dopingtests müssen nach den international einheitlichen Vorgaben des Welt-Anti-Doping-Codes jedoch stets unangekündigt erfolgen. Die kenianischen Athletenbetreuer berichten der ARD-Dopingredaktion im Gegensatz dazu über oftmaliges regelwidriges Verhalten von Dopingtestern: "Die Kontrolleure rufen Dich vorher an. Und sagen Dir, dass sie zu Dir nach Hause kommen wollen. Und wenn Du dann sagst, Du bist nicht da, machen sie eine neue Verabredung mit Dir für den Test", sagte Frimin Kiplagat Kipchoge, der selbst Läufer war und mit dem kenianischen Leichtathletikverband "Athletics Kenya" zusammenarbeitet, der ARD.

mehr:
- Doping: Neue Anschuldigungen gegen Kenia (Hajo Seppelt, ARD Sportschau, 25.08.2015)

So einfach kann Doping sein | Sportschau [2:08]


Veröffentlicht am 09.02.2016
- Ein Lockvogel enthüllt in einer Doping-Doku von Hajo Seppelt, wie einfach es in Kenia ist, an verbotene Substanzen zu kommen.
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Mounir erhält nach einem Probetraining bei den Erfurter Kangoroos einen Platz in der Mannschaft. Sein Vater ist strikt dagegen, aber Frau Steiner gelingt es, ihn .

Kenyan Athletes Involved In Doping Now Risk Prosecution [2:25]

Veröffentlicht am 09.01.2015
Athletics Kenya will starting March this year start involving security agencies in the fight against doping among athletes in Kenya. Security officers will be part of the AK medical and anti-doping commission which was formed recently, and athletes and agents involved in the vice risk facing jail terms.

Ein Kommentator (Mücken, 24.08.2015, 22:12h) schreibt auf Sportschau.de:
»Ich bin für Doping freigeben, dann fallen die ganzen Diskussionen weg was legal und was illegal ist. Die Grenzen sind doch eh sehr verschwommen. Und der Sport macht dann auch wieder richtig Spass, ständig neue Rekorde, das wollen wir doch sehen. Es könnte dann sogar darauf gewettet werden, wie lange der Sportler der gerade einen neuen Weltrekord erziehlt hat, noch lebt. Der Sport wird dadurch viel unterhaltsamer.«

Franz-Josef Strauß und die Schmiergelder

Franz Josef Strauß war einer der umstrittensten Politiker der Bundesrepublik. Jetzt erhält sein Image weitere Kratzer. Nach SPIEGEL-Informationen zahlten Firmen dem CSU-Übervater viel Geld - ohne erkennbare Gegenleistung.
Franz Josef Strauß, der 1988 verstorbene ehemalige Bundesverteidigungs- und Bundesfinanzminister sowie zuletzt Ministerpräsident von Bayern, hat sich nach Informationen des SPIEGEL jahrelang mittels einer Briefkastenfirma von Unternehmern schmieren lassen. Dies belegen bislang unbekannte Akten des Eureco Büro für Wirtschaftsberatung GmbH und Co. KG, die der Politikwissenschaftler Peter Siebenmorgen bei Recherchen für seine Strauß-Biografie (Siedler Verlag) fand. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

mehr:
- Briefkastenfirma: CSU-Ikone Strauß kassierte Schmiergelder (SPIEGEL Online, 21.08.2015)
Die Liste der Unternehmen, die Strauß über das Büro Geld zahlten, reicht von BMW und Bertelsmann über Daimler-Benz und Dornier [der Mann war von 1956 bis 1963 Verteidigungsminister!, Anmerkung von mir] bis hin zu Firmen aus dem Flick-Imperium und der Taurus-Film GmbH des Medien-Moguls Leo Kirch. Allein in den Jahren 1964 bis 1968 addierten sich die Zahlungen auf insgesamt 490.892 Mark. Eine für die damalige Zeit immense Summe: Das Jahresgehalt eines Bundesministers betrug seinerzeit etwa 90.000 Mark.
Schwarze Kassen der CDU/CSU - Dokumentation der Machtkonstruktion [1:11:04]

Hochgeladen am 06.06.2011
"Die brutalstmögliche Aufklärung." Zugänglich gemachte Archive ermöglichen nach Jahrzehnten Recherchen für Journalisten. Im Gegensatz zu den Historikern im finanziell stetig abhängigen Wissenschaftsbetrieb, haben sie ungeklärte Fragen und legen ihre Daten und Argumente filmisch oder literarisch öffentlich dar. 
In der anschließenden Debatte zum Film, die hier nicht gezeigt wird, wurde hysterisch, aber nicht sachlich miteinander geredet, da es offensichtlich im von der Politik finanziell abhängigen "Wissenschaftlichen Betrieb" tabu ist, die konservativen Parteistrukturen zu beleuchten. Eine Gelehrtenregel zur "Hoheit der geschichtlichen Wahrheit", die bei Nichtbeachtung wissenschaftliche Karrieren brechen kann. Es wird notwendig werden, mehr Daten und Schlussfolgerungen, anstatt der Vorurteile abzugleichen.
Selbst in der CDU glaubte man noch 2001 an den späten Geldsegen aus verschollenen Kontoverbindungen (Großes Schwarzgeldtreffen in Luzern). Nichts schien und ist bis heute unmöglich. Verschleierte Organisationsstrukturen, Vertrauensposten, Belohnungs- u. Gefälligkeitssysteme, mediale Deutungshoheit - alles ist machbar in der Mentalität des poltitischen Kampfes, welche gut verborgen und heutzutage wie geschmiert um sich greift.

"Gibt es Netzwerke der Macht, die politische Systemwechsel überstehen?"
Diskurs-Podcast vom 01.05.2011, "Das Comeback der Täter - Elitenkontinuität in Deutschland" (mp3, 26 MB, ca. 1 Stunde)
http://pcast.sr-online.de/play/diskur...

"Großes Schwarzgeldtreffen in Luzern" (Titanic vs. CDU, Juni 2001):
http://bit.ly/jQn0lM oder
http://www.titanic-magazin.de/heftarc...

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Die Komposition ist von Patrice Mestral:
Kauf der Komposition hier:
http://www.emusic.com/album/Patrice-M...
http://www.patrice-mestral.com/

siehe auch:
- FDP fordert Umbenennung des Franz-Josef-Strauß-Flughafens (Peter Mühlbauer, Telepolis, 25.08.2015)

Senkrechtstarter [4:46]

Hochgeladen am 27.07.2010
Der Senkrechtstarter 1969 - die D0-31 E-3 als Lufttransporter. Sie haben ihr Publikum immer fasziniert: senkrecht startende Flugzeuge. Auch deutsche Erfinder haben sich in den 60-ziger Jahren mit der Entwicklung eines solchen Flugzeuges beschäftigt. Auch für das Militär eine damals interessante Entwicklung.
(YTM00569)

Franz Josef Strauß - Ein Deutsches Leben (Doku) [44:09] 
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Der Milliardendeal Strauss und die DDR GERMAN DOKU [44:14]

Veröffentlicht am 18.10.2014
Es war die politische Sensation des Jahres 1983: Nach wochenlangen Geheimverhandlungen vereinbarten der bayerische Ministerpräsident Strauß und Honeckers Unterhändler Schalck-Golodkowski einen Milliardenkredit, der die überschuldete DDR vor einer drohenden Staatspleite rettete. Über die Hintergründe dieses bis dahin einmaligen deutsch-deutschen Deals sprechen u.a. die Strauß-Kinder Monika Hohlmeier und Max Josef Strauß, der damalige CSU-Generalsekretär Edmund Stoiber, Helmut Kohls früherer Kontaktmann zur DDR-Führung, Staatsekretär Philipp Jenninger, sowie der frühere DDR-Außenhändler Alexander Schalck-Golodkowski.

mein Kommentar: 
Was ist das alles für ein Dreck!

Fernsehhinweis: heute abend, 21 Uhr, ZDF: Tierfabrik Deutschland

Massentierhaltung ist beim Verbraucher verpönt. Bauern versprechen mehr Tierschutz im Stall. Doch Glücksschweine zu Discount-Preisen sind nicht zu produzieren. Seit Jahren streiten die Deutschen, was sich in der industriellen Nutztierhaltung ändern muss. 80 Prozent der Verbraucher wollen angeblich mehr zahlen für tierschutzgerechte Lebensmittel. Doch an Ladentheken ist billig König und das Leiden der Tiere kaum Thema.
- Tierfabrik Deutschland – Von Billigfleisch und Wegwerfküken (Dokumentation, 25.08.2015, 21:00 h, Frontal21, ZDF)

Gegen Tierfabriken [9:24]

Veröffentlicht am 19.09.2013
Dokumentation der Fahrraddemo "radeln und tadeln" der Bürgerinitiative Müncheberg e.V. und der Dörfergemeinschaft gegen die Tierfabrik in Steinhöfel von Ingo Kratisch

Das Thema in einem Krimi aufbereitet:

Wolfgang Schorlau:
- Am zwölften Tag – Denglers siebter Fall
- Materialien zum Buch (Schorlau)
daraus:
- Studie: Umweltschützer kritisieren Milliardenhilfe für Massentierhaltung (SPIEGEL Online, 29.08.2011)

- Verlagstext (Kiepenheuer & Witsch)
- Amazon-Kundenrezensionen
Rezension (Krimizeitschrift)
Rezension (Tierbefreiung)
Rezension (Bayerisches Fernsehen, 20.02.2014)
- Rezension (Bettina Schulte, Badische Zeitung, 05.02.2014)
Rezension (Krimi-Couch, mit Leserrezensionen)

Ich habe das Buch an einem einzigen Tag »weggelesen« und war peinlich berührt. Mein Fazit: alles, was halbwegs praktisch an frischen Lebensmitteln beschaffbar ist, hole ich mir jetzt auf dem Wochenmarkt.

siehe auch:
- Meine Landwirtschaft (Meine Landwirtschaft, PDF-Datei einer PP-Präsentation)

"Am zwölften Tag" - Wolfgang Schorlaus neuer Krimi | SWR Kunscht! [4:31]

Veröffentlicht am 24.01.2014
Wolfgang Schorlau schickt in seinem jüngsten Krimi den Privatermittler Georg Dengler mitten hinein in die schmutzigen Geschäfte der Fleischindustrie. Damit trifft der Stuttgarter Autor erneut den Nerv der Zeit. Das Buch geht weg wie warme Leberkäs-Semmeln...


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