Sonntag, 22. November 2015

Perversionen: »Die Geschichte der O« hatte dieses Jahr 40. Geburtstag

Mit "Fifty Shades of Grey" feiert das SM-Kino ein Comeback - ein Skandal? Wohl kaum: Die Heldin des Films erniedrigt sich viel emanzipierter als jene der "Geschichte der O" - die 1975 Feministinnen dazu trieb, Stinkbomben zu werfen und auf Kinosessel zu pinkeln.

Sie ließ sich geduldig auspeitschen, gehorsam fremden Männern zuführen, zur willfährigen Lustdienerin ausbilden. Mit Hundehalsband, ohne Höschen, stets gefügig. Mund und Beine nie ganz geschlossen, immer bereit. Ihr Abschlusszeugnis? Ein "O", von ihrem Besitzer Sir Steven in die Haut eingebrannt. Der Buchstabe "O" steht für "Objekt".

Am Ende des Films wagt diese gelehrige, unterwürfige O jedoch plötzlich Unerhörtes: Vor dem flackernden Kaminfeuer, auf der braunen Ledercouch eng an ihren Herrn und Meister gekuschelt, stellt sie IHN, dem zuliebe und zu Ehren sie all diese "süßen Qualen" über sich ergehen lassen durfte, infrage. Sie möchte wissen, ob er, der behaupte, sie zu lieben, denn auch bereit wäre, nur eine der vielen Prüfungen zu bestehen, die sie für ihn auf sich nahm. Als er halbherzig bejaht, brennt sie ihm mit der glühenden Spitze eines Zigarillos ein ringförmiges Zeichen auf den Handrücken: Erst jetzt ist die Sadomaso-Ehe besiegelt.

Diesen Schluss, der das Gleichgewicht der Geschlechterkräfte symbolisch wieder herstellen soll, hatten Drehbuchautor Sébastien Japrisot und Regisseur Just Jaeckin für ihre Verfilmung des 1954 erschienen Skandalromans und Weltbestsellers "Geschichte der O" von Dominique Aury eigens hinzuerfunden. So ganz geheuer war ihnen die Sache mit dem Sadomasochismus in der ganzheitlichen 24/7-Variante der Romanvorlage offenbar nicht. Wohl ahnten sie auch, dass ihre Adaption ähnlich wie die Vorlage mächtig Staub aufwirbeln würde.
mehr:
- Sadomaso-Filmklassiker: Mit Hundehalsband, ohne Höschen (Stefan Volk, SPON, 11.02.2015)

Die Geschichte der O - Trailer [1:05]

Veröffentlicht am 30.01.2015

siehe auch:
- Die Geschichte der O und der Feminismus (Susan Sontag, ZEIT Online, 23.04.1976)
Das Schicksal der „O“ scheint mir keine taugliche Allegorie für das feministische Bewußtsein noch auch nur für die althergebrachte Unterwerfung der Frau abzugeben.

Mein Interesse an dem Buch beruhte und beruht noch immer auf dem Freimut, mit dem es sich der dämonischen Seite der sexuellen Phantasie annimmt. Die grausame Unbedingtheit der Phantasie, für die es Partei nimmt (und die es keineswegs beklagt), ist mit der optimistischen und rationalistischen Denkweise nicht zu vereinbaren, die im Feminismus vorherrscht. Das utopische Denken der Pornographie ist auf eine negative Utopie aus, wie die meiste Science-fiction-Literatur. Da es in der Regel männliche Schriftsteller waren, die betont haben, wie wild, zersetzend und paradox die Kraft der Sexualität (potentiell, ideell) ist, wird gemeinhin angenommen, daß diese Art der Phantasie Frauen diskriminiere. (Sie kann auch Männer diskriminieren, wie in Monique Wittigs Lobliedern auf die entfesselte sexuelle Kraft.)

Was ein Werk der „pornographischen Phantasie“ von anderen Darstellungen des Geschlechtslebens unterscheidet, ist der Umstand, daß es Sexualität als Extremsituation behandelt. Was die Pornographie schildert, wirkt dadurch in einem sehr offensichtlichen Sinn ziemlich unrealistisch. Die sexuelle Kraft ist nicht unversieglich; sexuelle Akte lassen sich nicht unermüdlich wiederholen. In einem anderen Sinn jedoch verfährt die Pornographie mit wesentlichen Realitäten des Begehrens auf eine geradezu rüde Weise genau. Daß Wollust Hingabe und Selbstaufgabe bedeutet, daß die sexuelle Hingabe (phantasievoll genug vollzogen, maßlos genug fortgesetzt) den individuellen Stolz unterhöhlt und der Vorstellung Hohn spricht, der Wille könne jemals frei sein – dieses sind Wahrheiten über die Sexualität selber und ihre möglichen natürlichen Konsequenzen. Weil es eine derartige Askese darstellt, vollständig für die Wollust zu leben, geben sich nur wenige Menschen der Lust bis an ihr äußerstes Ende hin. Die Phantasievorstellung einer sexuellen Apokalypse ist jedoch weit verbreitet – zweifellos ist sie ein Mittel zur Steigerung der sexuellen Lust. Und was uns das über den sozusagen inhumanen Charakter intensiver Lust mitteilt, wird von den? humanistischen „revisionistischen“ Freudianismus ignoriert, der die unbändigen Kräfte der unbewußten oder irrationalen Gefühle minimalisiert und mit dem sich die meisten Feministinnen zufrieden geben.
- Liebe als Versklavung (Dieter E. Zimmer, ZEIT Online, 14.11.1975)
Einige Frauenorganisationen wandten sich an Françoise Giroud, früher Mitherausgeberin eben von „L’Express“, heute Staatssekretärin für die Lage der Frau – eine erstaunliche Frau, die mit gleicher Intelligenz und Kompetenz über Politik, Moral und Kunst zu sprechen weiß. Während der Veröffentlichung des Romans hatte sie ihren Namen aus dem Impressum von „L’Express“ zurückgezogen. Ihre Antwort an die protestierenden Frauen aber war keineswegs die erwartete Verdammung: „Zu seinerZeit handelte es sich um einen außerordentlich befreienden Text, da hier zum erstenmal eine Frau wagte, von ihren Phantasmen zu erzählen ... ‚O‘ war jenseits des Skandals. Eine Frau, man denke nur! Frauen hatten also auch Geschlecht und Gehirn, die sich gegenseitig beeinflußten? Man hatte doch geglaubt, sie seien Kinder ... Ihres historischen Kontextes be raubt, mit den Augen von 1975 gelesen, ist die ‚Geschichte der O‘ eine Art Hymnus an die Sklaverei, die als höchste Vollendung einer leidenschaftlichen Liebe erlebt wird. Jedem seine Obsessionen. Vielleicht treffen sich die der Autorin mit denen zahlreicher Frauen? Oder sind im Gegenteil die Frauen zahlreicher, die im Geheimen ihrer Phantasie davon träumen, die Männer bis aufs Blut zu peitschen? Keiner weiß das, ausgenommen vielleicht einige Psychiater, die sich in den Träumen ihrer Patienten auskennen. Aber ist es nicht die natürlichste Haltung, sogar vor sich selber abzustreiten, was man durchaus an seine innere Leinwand zu projizieren imstande ist? Dennoch, im Klima des Kampfes, den die Frauen heute liefern, um sich die Maske der devoten Dienerin vom Gesicht zu reißen, die die Jahrhunderte ihnen aufgedrückt haben, ... muß man verstehen, daß die Veröffentlichung dieses Textes sie verletzen muß.“

Zitate von Pauline Réage:
"Ich glaube, daß der Mensch ein Bedürfnis nach Gewalttätigkeit und Grausamkeit hat, nach Gefahr und Verzweiflung, das der Krieg befriedigt. Daß eine Nachtseite der menschlichen Natur da zutage drängt. Nach meiner Ansicht dient dazu ein großer Teil der Literatur, sie macht diese abscheuliche Seite frei und bringt sie ans Licht. Wenn Sie Kriegsfilme gesehen, Bücher über Konzentrationslager oder Folterungen gelesen haben, so werden Sie feststellen, daß alles Böse in Ihnen sich gewissermaßen daran weidet." -(Régine Deforges, Pauline Réage: Die O hat mir erzählt, Ullstein, Berlin 1994, zit. in Pauline Réage, Wikiquote)
(Régine Deforges, Pauline Réage: Die O hat mir erzählt, Ullstein, Berlin 1994, zit. in Pauline Réage, Wikiquote)
Pablo Picasso Der Stierkampf 50 x 40 Kunstdruck [Quelle: Yatego]
dazu:
- Der Stierkampf bei Picasso (P. F. Althaus, Du: kulturelle Monatsschrift, 1958, gefunden bei retro.seals.ch)
- Michel Leiris: Spiegel der Tauromachie eingeleitet durch Tauromachien (Lothar Glauch, satt.org)
- Ihr müßt den Luftzug der Hörner spüren (Helmut Sorge, SPON, 23.05.1988)
- Psychoanalyse des Toreros (Taurino-Verlag)



meine Frage:
Was geschieht mit einer Gesellschaft, die die Energie aus ihren dunklen Seiten nicht mehr abzuführen imstande ist? (zumal sie ihre dunklen Seiten verleugnet)


"Danken Sie dem Himmel für die Augenblicke, in denen jemand in Ihren Armen vergeht und Sie in den seinen. In diesen Augenblicken gleichen Sie den Wolken, den Wassern, sind ein Wehen im Wind - der Rest ist das harte, unbegreifliche Leben, das man uns bereitet hat und das wir einander bereiten, man muß es eben erdulden." - (Régine Deforges, Pauline Réage: Die O hat mir erzählt, Ullstein, Berlin 1994, zit. in Pauline Réage, Wikiquote)
(Régine Deforges, Pauline Réage: Die O hat mir erzählt, Ullstein, Berlin 1994, zit. in Pauline Réage, Wikiquote)
" Wer die Wahrheit besitzt, wird früher oder später einen anderen töten, um sie durchzusetzen. Die schrecklichsten Kriege wurden nicht geführt, weil man Gebiete erobern wollte, sie wurden geführt, weil man Ideen verbreiten wollte. " - (Régine Deforges, Pauline Réage: Die O hat mir erzählt, Ullstein, Berlin 1994, zit. in Pauline Réage, Wikiquote)
(Régine Deforges, Pauline Réage: Die O hat mir erzählt, Ullstein, Berlin 1994, zit. in Pauline Réage, Wikiquote)

"The Act of Killing": New Film Shows US-Backed Indonesian Death Squad Leaders Re-enacting Massacres [13:40]

Veröffentlicht am 19.07.2013
http://www.democracynow.org - This is the first part of a 45-minute interview Joshua Oppenheimer, the director of a groundbreaking new documentary called, "The Act of Killing." To watch the full interview, visit http://owl.li/n7Zkz.

The film is set in Indonesia, where beginning in 1965, military and paramilitary forces slaughtered up to a million Indonesians after overthrowing the democratically elected government. That military was backed by the United States and led by General Suharto, who would rule Indonesia for decades. There has been no truth and reconciliation commission, nor have any of the murderers been brought to justice. As the film reveals, Indonesia is a country where the killers are to this day celebrated as heroes by many. Oppenheimer spent more than eight years interviewing the Indonesian death squad leaders, and in "The Act of Killing," he works with them to reenact the real-life killings in the style of American movies in which the men love to watch — this includes classic Hollywood gangster movies and lavish musical numbers. A key figure he follows is Anwar Congo, who killed hundreds, if not a thousand people with his own hands and is now revered as a founding father of an active right-wing paramilitary organization. We also ask Oppenheimer to discusses the film's impact in Indonesia, where he screened it for survivors and journalists who have launched new investigations into the massacres. The film is co-directed by Christine Sin, and an Indonesian co-director who remains anonymous for fear of retribution, as does much of the Indonesian film crew. Its executive producers are Werner Herzog and Errol Morris. "The Act of Killing" opens today in New York City, and comes to Los Angeles and Washington, D.C., on July 26, then to theaters nationwide.

Read the full transcript of the interview at http://owl.li/n7Zkz.

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Der Film ist noch bis 26. November in der Arte Mediathek zu sehen.
Der Film konfrontiert den Zuschauer auf nie dagewesene Weise mit der banalen Alltäglichkeit des Bösen…(Arte-Mediathek)
- Genozid-Doku: „Als wollte er Dämonen auskotzen” (Christophe Braun, Interview mit Joshua Oppenheimer, Cicero, Datum nicht eruierbar)
- Vergangenheitsbewältigung – Indonesiens verdrängter Massenmord (Arne Perras, Süddeutsche, 11.10.2015)
- Die langen Leiden der "Tapols" – Indonesiens Generäle entfesselten vor 40 Jahren einen der schlimmsten Massenmorde des 20. Jahrhunderts (Jochen Reinert, Neues Deutschland, 30.09.2005, gefunden bei der AG Friedensforschung)

Mit offenen Karten: Schwellenland Indonesien [12:01]

Veröffentlicht am 20.02.2015
Mit offenen Karten: Sendung über die Entwicklung Indonesiens. Thematisiert werden die geografische und geopolitische Lage des Landes, die Vielfalt der Bevölkerung, die Demokratisierung Indonesiens, sowie die wirtschaftliche Entwicklung und Aktivität, Bodenschätze, die Bedeutung der Handelsrouten für die Wirtschaft, Umweltprobleme, die Auswirkungen der Verstädterung. Schließlich werden die Unabhängigkeitsbewegungen in Papua, Timor und Aceh sowie Terroranschläge im Land behandelt Erstausstrahlung: 07.02.2015.

- Massaker in Indonesien 1965–1966 (Wikipedia)
- Was geschah 1965 in Indonesien? : Größtes Massaker seit Hitlers Tagen (Peter Christian Hausdewell, ZET Online, 03.11.1967)

Dokumentation über "Die Geschichte der O" [1:02:05]

Veröffentlicht am 24.04.2015
" Der Anstand sollte allein schon durch die Lektüre der Tageszeitung verletzt sein… "

" Wenn der Betrachter findet, daß meine Bilder dem gesunden Menschenverstand Hohn sprechen, wird er sich einer offensichtlichen Tatsache bewußt. Ich möchte aber trotzdem hinzufügen, daß für mich die Welt ein Hohn auf den gesunden Menschenverstand ist. "(René Magritte)

Xavier Naidoo und der Euro Vision Song Contest – Nun kommt mal wieder runter, Leute

"Xavier singt für Deutschland", heißt es knapp auf der Homepage des Soulsängers Xavier Naidoo. Am 19. November war bekannt geworden, dass ARD und NDR Naidoo im nächsten Jahr zum Euro Song Context nach Stockholm schicken wollen. Sofort gab es dagegen Widerspruch und Protest.

Dabei wurde einerseits moniert, dass Naidoo ohne Vorentscheid ernannt wurde. Mehr noch aber stritt man sich über die politische Positionierung des Sängers. Manche wollen in seiner Nominierung sogar einen Skandal sehen.


Doch hier beginnt schon das Problem. Im Rhythmus von wenigen Wochen werden im Kulturbereich Skandale ausgerufen, die meistens irgendwann mangels Interesse an Bedeutung verlieren. Nur die Skandalisierten sind in der Regel dann noch bekannter und profitieren davon.

mehr:
- Xavier Naidoo - die deutsche Stimme beim Euro Vision Song Contest (Peter Nowak, 20.11.2015)

Xavier Naidoo - Verschieden [Official Video] {3:41}
Xavier Naidoo
Am 24.06.2014 veröffentlicht
"Verschieden" aus dem Album "Alles kann besser werden"
"Alles kann besser werden // Live" (CD & DVD)
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"Alles kann besser werden" (Album CD)
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iTunes ►► http://bit.ly/1ro69Rx

http://www.xavier.de
https://www.facebook.com/XavierNaidoo

siehe auch:
- Rothschild-Verschwörungen bei Xavier Naidoo (Silvio Duwe, Telepolis, 11.12.2014)
Vereinfachte Kapitalismuskritik zeichnet sich oft dadurch aus, dass sie "die Kapitalisten" als monolithischen Block mit gleichgerichteten Interessen wahrnimmt. Dass es auch unter den Kapitalisten Konkurrenz und damit widersprüchliche Interessen gibt, die miteinander ringen, wird ausgeblendet. Statt die Ursache aktueller Probleme wie Kriegen, Umweltverschmutzung, schlechte Arbeitsbedingungen und Ausbeutung der Dritten durch die Erste Welt differenziert zu analysieren fragt die verkürzte Kapitalismuskritik gerne: "Wem nützt es?" - und unterstellt, dass der, der von einer aktuellen Entwicklung profitiert auch derjenige ist, der diese Entwicklung angestoßen hat.
mein Kommentar:
Es gehört wirklich nicht viel dazu, diejenigen Medienmacher, die 
a) die ostukrainischen »Separatisten« als menschenverachtenden Terroristen 
- Ukraine 13 – Unser westliches System und die MH 17-Berichterstattung (Post, 27.07.2014)
und
b) wie Eric Frey (im PULS 4 News-Talk) die USA als unbeteiligten Zuschauer am Ukraine-Konflikt
Ukraine und USA: Interessen, Nebelkerzen und Deutungshoheit (27.11.2014)
Ukraine 10 - Joe Bidens Sohn fällt die Treppe hoch (12.05.2014, zuletzt aktualisiert am 29.10.2014)
oder
c) wie die Tagesschau Putin als Paria (heißt: als von der gesamten Weltgemeinschaft ausgestoßen)
- Tagesschau sachlich und objektiv: »Putin, einsam und verlassen« (Post, 19.11.2014)
darzustellen versuchen, als monolithischen Block mit gleichgerichteten Interessen wahrzunehmen.

siehe auch:
- It’s politics, stupid! (Peter Rehberg, der Freitag, 26.11.2015)
Man kann Naidoos Äußerungen nicht als naive Entgleisungen abtun. Er bedient sich althergebrachter Argumentationsfiguren: Eine jüdische Finanzelite regiere die Welt, und Homosexuelle seien nicht nur aus Angst vor Frauen fehlgeleitet, sondern in ihrem Herzen pädophil. Solche Argumente sind nicht weniger antisemitisch oder homophob, wenn ein Künstler irgendwie meint, er sei nicht rechts.
Eine Klarstellung kam in diesem Fall übrigens auch weniger von Naidoo selber, der bekannte sich nur indifferent zu „Liebe, Toleranz und Frieden“. Die Rolle der Erklärung hatte der NDR übernommen. Aber weder Sendeanstalt noch Künstler haben hier unbedingt die Deutungshoheit. Das liegt nicht an der medialen Wucht des Online-Protests, wie der NDR die Kritik an Naidoo inhaltlich zu bagatellisieren versuchte. Vielmehr könnte man sagen: Naidoos Texte sprechen für sich selbst.
Seine Texte sprechen für sich selbst?
meinen Kommentar übergebe ich an Mark Twain:
It ain't what you don't know that gets you into trouble. It's what you know for sure that just ain't so.


zuletzt aktualisiert am 27.11.2015

Samstag, 21. November 2015

Große Berliner WC-Party

Bei manchen Dingen übertrifft die Realität die Satire. In Berlin können sie zwar keine Flughäfen bauen, bzw. stellen sie eine Woche vor Eröffnung fest, dass der Flughafen gar nicht fertig ist, aber in allen anderen Dingen, was Unnützlichkeiten betrifft, sind sie ganz vorne. Statt Flughäfen zu eröffnen werden jetzt senatsfeierlich Scheißhäuser umgewidmet. Dazu ist die Öffentlichkeit eingeladen. Schade, dass ich nicht in Berlin wohne, denn dieses Event ließe ich mir nicht entgehen. Hier der offizielle Text, den ich gerne veröffentliche, damit keiner den Termin versäumt:
mehr:
- Große Berliner WC-Party (AltrMannBlog, 20.11.2015)
Bislang sind die meisten öffentlichen Toiletten entweder für Frauen oder für Männer ausgeschildert. Für trans- und intergeschlechtliche Menschen gehört das zu den größten Problemen im Alltagsleben, da es hierbei zu einer Vielzahl diskriminierender und ausgrenzender Erlebnisse kommen kann.
mein Kommentar.
Möglicherweise hilft da ein Besuch von Hogwarts

Harry Potter scene 1 - Platform 9 3/4 [2:15]
Veröffentlicht am 19.10.2014
Scene from The Sorcerer's Stone
Characters: The stationmaster, Harry Potter, Mrs Weasley, Fred and George (+ Ron and Ginny)

Überwindung der männlichen Gesellschaft?

Gewalt und Männlichkeit Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden. Das schrieb - vor vielen Jahren schon - Erhard Eppler der SPD ins Parteiprogramm.

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Magda

Wenn wir gleiche Teilhabe für Frauen und Männer verwirklichen wollen, müssen wir alle Lebensbereiche umgestalten: Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden. Das schrieb - vor vielen Jahren schon - Erhard Eppler der SPD ins Parteiprogramm. Der Satz ist - trotz mancher Debatten - auch im zuletzt 2007 verabschiedeten Programm noch immer drin.
mehr:
- Ein noch immer gültiger Appell (Magda, Freitag-Community, 20.11.2015, beachte auch die Kommentare)
"All (diese)Scheußlichkeiten werden in aller Regel von Männern begangen. Welche Rolle Frauen dabei auch immer spielen mögen - sie sind es nicht, die andere Menschen zerhacken, verdreschen, vergewaltigen, versklaven, erschießen, steinigen. Sie sind es bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht, vor denen Menschen rund um den Globus flüchten. Es sind Männer, häufig junge. Im Fall von Paris wohl blutjunge."
Während im Logischen Atomismus und im Logischen Positivismus bzw. Empirismus noch der Gedanke einer zu konstruierenden Idealsprache vorherrschend war und man die Wahrheit von Sätzen und komplexen Satzverbindungen als Wahrheitsfunktion ihrer elementaren Bestandteile verstand, die es durch logische Analyse zu bestimmen galt, wird dies in der Linguistischen Analyse grundlegend anders. Dort rückt die „ganz normale“, gesprochene Sprache in den Mittelpunkt und wird zum Objekt der Analyse. Der als Schlagwort berühmt gewordene linguistic turn in der modernen Philosophie setzt hier endgültig ein. Die Methode, derer man sich bedient, ist nun nicht mehr vor allem logisch-analytisch, sondern es wird vielmehr gefragt: Wie wird das betreffende Wort im alltäglichen Sprachgebrauch verwendet? Was will der Sprecher damit zum Ausdruck bringen? Oder: Welches sind die Regeln des Sprachspiels, das speziell hier gespielt wird? An die Stelle der formal-logischen Sprachanalyse tritt also die deskriptive Analyse von Sprachspielen bzw. – im Rückgriff auf Moore – die Begriffsanalyse.
Initiator dieser neuen Art zu philosophieren ist in Cambridge Ludwig Wittgenstein. In einer radikalen Abkehr von vielen seiner ursprünglich im „Tractatus“ vertretenen Ansichten entwirft er ein völlig neues Verständnis von Sprache. Sprache wird von ihm und seinen Schülern nunmehr verstanden als ein unüberschaubares Konglomerat einzelner „Sprachspiele“, die je eigenen Regeln gehorchen, sich aber dennoch durch ihre „Familienähnlichkeiten“ überschneiden (z. B. das Sprechen über Spiele mit dem Sprechen über Sport). Philosophische Probleme sind nichts anderes als „Scheinprobleme“, also lediglich „Sprachverwirrungen“, die durch die Rückkehr zur normalen, also umgangssprachlichen Verwendungsweise der Begriffe und Wörter aus der Welt geschafft, gleichsam „wegtherapiert“ werden können. Dies wird möglich, indem man die internen Spielregeln eines Sprachspiels, das heißt die Regeln der Verwendungsweise der einzelnen Wörter und Sätze darin aufdeckt. In den postum 1953 veröffentlichten „Philosophische Untersuchungen“ hat Wittgenstein seine neuen sprachphilosophischen Überzeugungen ausführlich dargelegt. (Geschichte der analytischen Philosophie, Dritte Phase, Wikipedia)
"Diese latent-strukturelle Gewalt tritt im Alltag zutage im Autofahrer, der wütend einen Fußgänger schneidet, dem beim Überqueren der Kreuzung die Ampel auf Rot umgesprungen ist. Oder in der Managementsitzung, bei der die einzige Frau im Kreis mit einer Mischung aus anzüglichen Witzchen und väterlicher Gönnerhaftigkeit bedacht wird. Oder in der Zweifelsfreiheit, mit welcher im Moment die politischen Positionen zementiert und die jeweiligen Gegner diskreditiert werden.
Mit anderen Worten: Die Gewalt, die wir so verabscheuen, hat mit uns als Einzelnen zu tun. Verehrte Hörer: mit Ihnen und mit mir!"
Er wird ziemlich viel Ärger bekommen, denn mit "männlicher Gesellschaft" fühlen die meisten Männer sich gerade nicht gemeint oder sehen in Epplers Satz gar eine Kampfansage an die Männer insgesamt. Aber, es ist dennoch viel Wahrheit in diesem Einwurf.
Viele vermeintliche philosophische Probleme seien überhaupt nur entstanden, indem man in falscher Weise mit Sprache umging. Ein Beispiel sind so genannte „Kategorienfehler“, die etwa entstehen, wenn man für eine Aussage eine syntaktische Form wählt, die dem wiederzugebenden Sachverhalt nicht angemessen ist, wie in folgendem Beispiel:
„Ein Südseeinsulaner sieht seinem ersten Fußballspiel zu. Man erklärt ihm die Funktion des Torwarts, der Stürmer, der Verteidiger, des Schiedsrichters usw. Nach einer Weile sagt er: „Aber da ist doch niemand, der den berühmten Mannschaftsgeist beisteuert. Ich sehe wer angreift, wer verteidigt, wer die Verbindung herstellt und so weiter: aber wessen Rolle ist es, den Mannschaftsgeist zu liefern?“ Und wieder müssten wir erklären, dass er nach der falschen Kategorie eines Dinges Ausschau halte. Der Mannschaftsgeist ist nicht noch eine Fußballoperation wie das Toreschießen, das Einwerfen usw.
Aber er ist auch nicht ein drittes Ding, von dem wir sagen könnten, der Mittelstürmer habe zuerst eingeworfen und dann Mannschaftsgeist gezeigt, oder der Verteidiger werde jetzt entweder köpfen oder Mannschaftsgeist zeigen. Die Irrtümer wurden von Menschen begangen, die nicht wussten wie die Begriffe […] zu handhaben sind. Die Schwierigkeiten erwachsen aus ihrer Unfähigkeit, gewisse Wörter richtig zu verwenden.“
– RyleDer Begriff des Geistes (zit. in Geschichte der analytischen Philosophie, Dritte Phase, Wikipedia)
Die Frage, welche Rolle junge Männer, die in ihren Ländern keine wirkliche Bestätigung, keine Anerkennung, keinen Broterwerb finden, beim Ausbruch künftiger Kriege spielen mögen, hat der Soziologe Gunnar Heinsohn vor Jahren gestellt.

Eine leicht radikalisierbare Masse von Halbwüchsigen, ein Millionenheer gewaltbereiter Krieger sah er 2004 am Horizont. Diese Thesen wurden entschieden abgelehnt - einige Kritiker sprachen von Stammtischnähe
Bei der Dekonstruktion geht es um die Analyse von Sprache bzw. Texten, genauer gesagt von ZeichenSinn und Bedeutung.[8] Dabei werden selbst diese Begriffe in Frage gestellt, ebenso wie der ontologische Status des Subjekts.
„Was ich Dekonstruktion nenne, kann natürlich Regeln, Verfahren oder Techniken eröffnen, aber im Grunde genommen ist sie keine Methode und auch keine wissenschaftliche Kritik, weil eine Methode eine Technik des Befragens oder der Lektüre ist, die ohne Rücksicht auf die idiomatischen Züge des Gegenstandes in anderen Zusammenhängen wiederholbar sein soll. Die Dekonstruktion hingegen befasst sich mit Texten, mit besonderen Situationen, mit der Gesamtheit der Philosophiegeschichte, innerhalb derer sich der Begriff der Methode konstituiert hat. Wenn die Dekonstruktion also die Geschichte der Metaphysik oder die des Methodenbegriffs befragt, dann kann sie nicht einfach selbst eine Methode darstellen. Die Dekonstruktion setzt die Umwandlung selbst des Begriffes des Textes und der Schrift voraus. […] Ich nenne eine Institution ebenso wie eine politische Situation, einen Körper oder einen Tanz ›Text‹, was offenbar zu vielen Mißverständnissen geführt hat, weil man mich beschuldigte, die ganze Welt in ein Buch zu stecken. Das ist offensichtlich absurd.“
– DerridaFalter-Interview 1987[9] (zit. in Begriff der Dekonstruktion und Einflüsse, Wikipedia)
siehe auch:
- Systemische Therapie 2 – Kernfragen systemischer Therapie (Post, 15.05.2014)
Die Aufgabe der Sprache sehen wir meist darin, Beschreibungen zu liefern, die sich an Begriffen wie Wahrheit, Objektivität und Realität messen lassen. Daß und in welchem Ausmaß Sprache jedoch gerade eine konstituierende Funktion für unsere Erfahrung von Wirklichkeit hat, müssen wir uns immer wieder ins Bewußtsein holen. (aus Schlippe, Schweitzer, Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung, Hervorhebung von mir)
siehe auch:
- Thomas Mann : Krieg veredelt den Menschen (Thomas Assheuer, ZEIT Online, 04.03.2010)
Unter den Großdichtern, die vom Schreibtisch aus zu den Waffen riefen, gehörte auch der für seine Empfindsamkeit gerühmte Thomas Mann. Noch ehe der erste Schuss gefallen war, stand sein »Herz in Flammen« und triumphierte über den Zusammenbruch der verhassten, von den »Zersetzungsstoffen der Zivilisation« stinkenden »Friedenswelt«. Gedanken im Kriege hieß der Aufsatz, in dem Thomas Mann 1914 den militärischen Kampf der deutschen Kultur gegen die barbarische Flachheit des Westens rühmte, den bewaffneten Widerstand gegen den »anti-heroischen« und »anti-genialen« Geist der »wölfisch-merkantilen Bourgeoisie-Republiken«. Das »heute wichtigste Volk Europas« sträube sich, den »zivilen Geist als letztes und menschenwürdigstes Ideal anzuerkennen«.
Es ist schwer zu fassen: Auch nach dem Gemetzel von Verdun, an der Somme und an der Marne, auch nach Millionen von Toten, Halbtoten, Verstümmelten, Vergifteten, Traumatisierten – unbeirrt schreibt der bürgerliche Kulturträger Thomas Mann weiter, und er tut es auch dann noch, als Mitstreiter wie Ernst Troeltsch längst Abbitte leisten und zur »Demobilisierung des Geistes« aufrufen. Zeitgleich mit der deutschen Generalität befällt ihn die Ahnung, die Demokratie werde nicht mehr aufzuhalten sein, und dann wünscht er sich eine Art Volksherrschaft, aber bitte ohne Parlamentarismus und Parteienstreit. Nach dem Waffenstillstand im September 1918 gibt Thomas Mann nach kurzem Zögern die Betrachtungen zum Druck frei, die Rechten und Rechtsradikalen applaudieren ihm artig. Nur vier Jahre später geschieht die spektakuläre Wende: In seiner Rede Von deutscher Republik bekennt sich Thomas zur Weimarer Demokratie. Fortan steht für ihn der Feind nicht mehr im Westen, sondern im eigenen, im deutschen Lager. Deutschlands Feinde – das sind die Faschisten.  
Was war geschehen? Warum verteidigte Thomas Mann plötzlich einen demokratischen Verfassungsstaat, von dem er in seinen Betrachtungen noch behauptet hatte, er sei dem Deutschen »wesensfremd«? Meinte er es ernst – oder war er tief im Herzen, unter seinem vernunftdemokratischen Federkleid, doch ein Kulturnationaler geblieben? Oder, zweite Möglichkeit: Sind die Betrachtungen eines Unpolitischen gar kein antidemokratisches Pamphlet, sondern eine für damalige Zeiten durchaus handelsübliche Kulturkritik, die wir heute zur geistigen Mobilmachung der Neuen Bürgerlichkeit beruhigt aus der rechten Schmuddelecke herausziehen und stolz wieder ins Furnierholz-Regal stellen dürfen? Wenn ja, dann hätte Heinrich Mann seinen Bruder grandios missverstanden und ihn zu Unrecht verdächtigt, das Grauen schönzureden und dem deutschen Militarismus ein gutes Gewissen zu verschaffen. Und auch die deutsche Rechte, zum Beispiel Armin Mohler, wäre einer Fehllektüre aufgesessen, als sie Thomas Mann zu einem Gründungsvater der Konservativen Revolution ernannte.  
siehe auch:
Über Menschenwürde und Demokratie (Thomas Mann, 1938, gefunden bei Universität Siegen)
- Das Übel der Zivilisation (Frank Lisson, Zum Verhältnis von Thomas Mann und Oswald Spengler, junge Freiheit, 04.12.1998)

Freitag, 20. November 2015

Perversion in der Nahrungsmittelindustrie: Frankenfisch auf dem Teller – »kein materieller Unterschied«!

Die zuständige Behörde genehmigte unter Einschränkungen den Verkauf eines gentechnisch veränderten Lachses und öffnete damit die Tür für weitere transgene Tiere Viele Jahre hat es gedauert, bis die FDA, die Behörde, die für die Zulassung von 
Lebensmitteln und Medikamenten zuständig ist, den Schritt gewagt hat, eine Genehmigung für das erste genveränderte Tier zu fällen. Schon bald 20 Jahre hatte die kanadische Firma AquaBounty versucht, die genveränderte Lachssorte AquAdvantage Salmon (AAS) als Lebensmittel genehmigen zu lassen. Schon vor 5 Jahren stand man kurz vor der Entscheidung (Durchbruch für Frankensteinfood von transgenen Tieren?), jetzt kann also nach ungewöhnlich langer Zeit für solche eine Entscheidung der Turbo-Lachs, der durch die eingebauten Wachstumshormone doppelt so schnell wachsen soll, in den USA auf den Tisch kommen. Der Lachs, dem die FDA schon vor Jahren bescheinigt hatte, dass er für den Verzehr unbedenklich sei, da er sich biologisch nicht von normalem Lachs unterscheide, galt stets als Türöffner, um weitere genveränderte Tiere - von Kritikern gerne mal Frankenfood genannt - auf den Markt durchzusetzen. Auch AquaBounty hat noch andere Fischarten im Angebot, ansonsten warten zahlreiche transgene Tiere von Ziegen über Fische und Hühner bis hin zu Kühen und Schweinen auf eine Zulassung und die dahinter stehenden Firmen auf die entsprechenden Profite.
mehr:
- USA: Erste Zulassung eines genveränderten Tiers als Lebensmittel (Florian Rötzer, Telepolis, 20.11.2015)
Um den Kritikern entgegenzukommen, wurde gleichzeitig noch beschlossen, dass im Widerspruch zu den Forderungen der Industrie Lebensmittelprodukte, freiwillig gekennzeichnet werden dürfen, ob sie genveränderten Lachs enthalten oder nicht. Das gilt ab nun auch für andere tierische und pflanzliche Lebensmittel, wogegen die Industrie lange Sturm gelaufen ist, weil sie nun eben so gekennzeichnet werden können, dass sie keine genveränderten oder auch durch Bioengineering hergestellten Bestandteilen enthalten ("not bioengineered", "not genetically engineered" oder "not genetically modified through the use of modern biotechnology"). Vorschreiben dürfe die FDA dies nur, wenn zwischen einem genveränderten und einem nicht genveränderten Produkt ein "materieller Unterschied", beispielsweise im Ernährungswert, besteht. Das habe man bei dem genveränderten Lachs nicht erkennen können. Die FDA empfiehlt aber nicht, Kennzeichnungen zu verwenden, die behaupten, die Produkte würden aus gentechnikfreien Bestandteilen bestehen. (Hervorhebung von mir)
Screenschot aus dem folgenden Film
siehe auch:
- Genmanipulierter Lachs in den USA zum Verzehr zugelassen (Politparadox, 26.11.2015)

'Frankenfish' may be coming to a dinner table near you [4:03]

Veröffentlicht am 11.01.2013
SALEM, Ore. -- Some call it "Frankenfish."

It's a new genetically-engineered salmon that could soon land on your dinner table, and for the first time the FDA is looking at approving a genetically modified meat.

The meat is controversial and you might end up eating the new "super-fish" without even knowing it.

A company called AquaBounty started with a regular Atlantic salmon. It then added the DNA of a chinook salmon and an eel-like fish, which is how they made the super-fish.

The new DNA changes the hormones in the Atlantic salmon, making it grow quickly.

Scott Dahlman, with Oregonians for Food and Shelter in Salem, says the super-fish is safe to eat and is highly regulated by the FDA.

"There'll be a lot of curiosity about it to start off with," he says. "If it meets the needs of the people, if they're able to get what they want at a price that they want, and it's got the taste and characteristics they want, I think it will really take off."

But George Kimbrell with the Center for Food Safety in Portland believes the FDA is not doing a thorough enough job to make sure this scientific experiment is safe to eat and let loose on the world.

"Our position is this is a dangerous and irresponsible idea," he says.

Critics say 15 percent of farmed salmon escape. They believe the super-salmon could get out and cause damage.

Like something out of the movie "Jurassic Park," with its genetically engineered dinosaurs, some think the genetically engineered salmon will eat voraciously to keep up with their own growth, interbreed with other fish and weaken and destroy salmon in the wild. The fear is that jobs and fish could disappear.

"People don't want this fish. It has no redeeming social value. As we said, it creates only risk," says Kimbrell.

But supporters say AquaBounty is farming the fish securely by harvesting eggs on an island in Canada and flying them to landlocked tanks in Panama.

If they do escape somehow, supporters say the fish will all be female. They will also be sterile and so unable to breed.

"I mean, this is really just a new way to farm salmon, which is something we've actually been doing for years," says Dahlman. "It's just a new species of fish that some of these farmers might be using."

The FDA may soon approve the fish but whether you think it's a "super-salmon" or a "Frankenfish," you may not know if you're eating it. The FDA will not require labels telling you it's genetically engineered (GE).

"There's no requirement by the FDA because the FDA says that these things are not materially different," Dahlman says.

Kimbrell says many other countries require GE labels and he thinks Oregon and the entire United States should as well, especially for a creature he sees as a danger to humans, fish and jobs.

"People have a right to know," he says. "If this is going to be approved, and we think it shouldn't be, but if it is, it needs to be labeled."

mein Kommentar:
Es lebe der American Way of Life! Warum sie (islamische Terroristen) uns so hassen? Weil wir vor nichts Respekt haben.
But the anger among the security forces is about more than the big provocations. The commonplace, daily cultural misunderstandings and mistranslations on both sides can be just as damaging to relations, says the major. For example he recounts an incident that took place when he and his men were on patrol with U.S. troops in a dangerous and contested area. Through an interpreter, one of his soldiers asked one of the Americans if he believed in God. The American shook his head no and said he didn’t. Overhearing the conversation, Hasanzada quickly ordered the interpreter not to respond. But it was no use: the Afghan soldier had seen the American’s body language and understood. “My soldier got very upset, quit the army within days, and gave his salary to poor local people,” says Hasanzada. (aus Afghanistan: ‘Green on Blue’ Killings Explained, Sami Yousafzai, Newsweek, 27.08.2012)
aktualisiert am 26.11.2015
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Laura Wunsch, Kenny der kleine Kämpfer

Als ich das Video mit dem Bericht über Lauras Buch und ihr Leben sah, hatte ich Tränen in den Augen. Wieviel Leid für diese vom Leben geknüppelte junge Person – und ihre Angehörigen!
Wenn sich römische Diktatoren nach erfolgreichen Schlachten mit Triumphzügen feiern ließen, stand ein Sklave oder ein Priester neben ihnen, dessen Aufgabe es war, ihnen ständig zu sagen: »Bedenke, daß Du sterblich bist

Krankheit und Leiden - Ein Buch, das Mut macht [3:38]

Veröffentlicht am 15.11.2015
Laura Wunsch ist 27. Dass sie 28 wird, ist unwahrscheinlich. Laura leidet an einem Hirntumor, der nicht zu heilen ist. Um ihre Krankheit und ihr Leiden zu verarbeiten, hat sie ein Buch geschrieben. Ein Buch, das manchmal traurig ist, das aber auch das Leben bejaht.


Wie kleinkariert angesichts dieses Schicksals kommen mir die täglichen Nickeligkeiten und Aufgeregtheiten vor!

Donnerstag, 19. November 2015

Die Terroranschläge in Paris, 9/11, Amalgam Virgo und
»Niemand konnte es vorhersehen…«

Ermittler bezweifeln die offiziell behauptete Logik der Pariser Anschläge. Eine Übung am gleichen Tag wirft Fragen auf. Zahlreiche Übungen vor vergleichbar schweren Anschlägen in der Vergangenheit legen zudem ein Muster nahe

Ein französischer Ermittler wird in einem Bericht von Spiegel Online mit den Worten zitiert: "Das Vorgehen der Attentäter macht überhaupt keinen Sinn." Hintergrund: Die drei Selbstmordattentäter, die sich zeitversetzt in der Nähe des Fußballstadions in die Luft sprengten, standen abseits größerer Menschenmengen. Lediglich ein einzelner Passant kam dabei zu Tode. "Wenn man ein Blutbad anrichten will, macht man das, wenn die Zuschauer reingehen oder rauskommen", so der Ermittler. Eben dies aber geschah nicht.

Ganz anders das Vorgehen der Attentäter im Konzertsaal, wo es zu einem riesigen Massaker kam (etwa 90 Tote), und anders auch bei den in rascher Folge stattfindenden Angriffe auf mehrere Straßencafés (etwa 40 Tote). In beiden Fällen waren die Terroristen tatsächlich "effektiv". Anders als ihre Mittäter, brachten sich die Killer, die vor den Cafés um sich schossen, auch nicht um, sondern tauchten ab und sind seither spurlos verschwunden.

Wie bereits berichtet (Paris, der Terror und die Übungen), fand am Morgen der Anschläge in Paris eine Notfallübung statt, bei der ein Szenario trainiert wurde, das dem glich, was wenige Stunden später Realität wurde: Angriffe einer "bewaffneten Gruppe" an "mehreren Orten in Paris", inklusive einer hypothetischen "Massenerschießung", wie Dr. Mathieu Raux, ein leitender Pariser Notarzt erklärte. Laut Raux hatte so gut wie jeder Pariser Notarzt, der Freitagabend im Dienst war, auch an der Übung am selben Tag teilgenommen, was eine rasche und koordinierte Reaktion auf die Anschläge nochmals verbessert hätte.

Eine Anfrage an den französischen Rettungsdienst SAMU, wie oft solche Übungen stattfinden, blieb zunächst unbeantwortet. Laut eines Berichtes gab es seit den tödlichen Angriffen auf die Redaktion der Zeitschrift "Charlie Hebdo" im Januar diesen Jahres "regelmäßige Übungen" der Pariser Notfallkräfte.

Die Gleichzeitigkeit für sich genommen ist wohl kaum mehr als ein ungewöhnlicher Zufall. Eine weitergehende Prüfung ergibt allerdings, dass vielen der bekanntesten Terroranschläge der letzten 15 Jahre in westlichen Metropolen (Paris 2015, Boston 2013, Norwegen 2011, London 2005, Madrid 2004, New York und Washington 2001) Notfallübungen unmittelbar voraus gingen, die oftmals auch noch einem Szenario folgten, das ganz ähnlich dann Realität wurde. Zumindest für einige der bekanntesten Anschläge ist das belegbar (Details siehe unten).

mehr:
- Der trainierte Terror (Paul Schreyer, Telepolis, 19.11.2015)

zur Erinnerung:
On May 16, 2002, Condoleezza Rice, as National Security Advisor, said, “No one could have predicted that planes could be used as missiles.”
Am 16. Mai 2002 sagte Condoleezza Rice als Nationaler Sicherheitsberater: “Keiner konnte voraussehen, dass Flugzeuge als Raketen verwendet werden könnten.”

[September 11th Advocates Kristen Breitweiser, Patty Casazza, Monica Gabrielle, Mindy Kleinberg & Lorie Van Auken , September 11th Advocates Statement on Hayden, others rewarded after 9/11, 11.05.2006 – Google-Übersetzer – man suche nach dem Stichwort »Hayden«]


Bildquelle: Amalgam Virgo 01, Deckblatt der PP-Präsentation zur Übung,
gefunden bei ratical.org – PDF
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The Southeast Air Defense Sector (SEADS), was a unit of the US Air Force located at Tyndall Air Force Basenear Panama CityFlorida. It provided air defense and surveillance of the southeastern region of the US. SEADS closed in winter 2005, giving up surveillance and control of their airspace to the Eastern Air Defense Sector (EADS) and the former Northeast Air Defense Sector (NEADS)
Der Southeast Air Defense Sector (SEADS) war eine Einheit der US Air Force, die sich auf der Tyndall Air Force Base in der Nähe von Panama City , Florida, befand . Es bot Luftverteidigung und Überwachung der südöstlichen Region der USA. SEADS wurde im Winter 2005 geschlossen und gab die Überwachung und Kontrolle ihres Luftraums an den Eastern Air Defense Sector (EADS) und den ehemaligen Northeast Air Defense Sector (NEADS) ab.
[Southeast Air Defense Sector, engl. Wikipedia, abgerufen am 17.09.2019 – Google-Übersetzer]
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Im Vorfeld zum und an dem Tag des 11. September 2001, fanden diverse militärische Übungsszenarien statt. Vom 01. – 02. Juni 2001 fanden die Übungen „Amalgam Virgo I“ sowie „Amalgam Virgo II“ statt. Diese Übungen beinhalteten die simulierte Entführung und den Absturz eines bzw. zweier Flugzeuge auf das Capitol in Washington. Es handelte sich dabei um eine Boeing 757 sowie eine C-9.
[Wargamessmoking-guns.info, abgerufen am 09.09.2019]
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Operation Amalgam Virgo is a CINCNORAD[1] joint task counter-terrorist and field training exercise (FTX) carried out in Tyndall Air Force Base, Florida on early June 2001. NORAD sponsored the multi-agency planning exercise involving the hypothetical scenario of a cruise missile or UAV launched by a terrorist group.[2] Osama bin Laden was pictured on the cover of the proposal for the exercise. Key military players involved in the exercise also included personnel from the 1st Air Force battalion, the U.S. National Guard, the U.S. Reserve forces, and the U.S. Navy.
Several naval ships including the USS Yorktown and the Navy Aegis cruiser were dispatched to the Gulf of Mexico as part of the multi-service anti-cruise missile operation. Military land personnel from the 1st Air Force also engaged in gathering radar information on low-level targets by using the Joint-Based Expeditionary Connectivity Center (JBECC), a mobile shelter capable of being deployed to high-risk regions while providing early warning signals on cruise missile attacks.
Operation Amalgam Virgo ist eine von CINCNORAD [1] durchgeführte Übung zur Terrorismusbekämpfung und zum Training vor Ort (FTX), die Anfang Juni 2001 auf der Tyndall Air Force Base in Florida durchgeführt wurde. NORAD sponserte die Planungsübung für mehrere Agenturen mit dem hypothetischen Szenario einer Kreuzfahrt Rakete oder UAV von einer terroristischen Gruppe ins Leben gerufen. [2] Osama bin Laden war auf dem Cover des Übungsvorschlags abgebildet. Zu den wichtigsten militärischen Akteuren, die an der Übung beteiligt waren, gehörten auch Mitarbeiter des 1. Luftwaffenbataillons, der US-Nationalgarde, der US-Reservestreitkräfte und der US-Marine.
Mehrere Marineschiffe, darunter die USS Yorktown und der Navy Aegis Cruiser, wurden im Rahmen der Mehrzweck-Flugabwehroperation in den Golf von Mexiko entsandt. Militärisches Landpersonal der 1. Luftwaffe sammelte auch Radarinformationen zu Zielen auf niedriger Ebene mithilfe des Joint-Based Expeditionary Connectivity Center (JBECC), einem mobilen Unterschlupf, der in Regionen mit hohem Risiko eingesetzt werden kann und gleichzeitig Frühwarnsignale liefert Marschflugkörperangriffe.  
[Amalgam Virgo, engl. Wkipedia, abgerufen am 09.09.2019 – Google-Übersetzer]
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Amalgam Virgo is a joint-service, cruise-missile defense exercise at Tyndall AFB.
Fast, low-flying cruise missiles are hard to detect. To practice their part in defending the U.S. from these missiles, members of the 513th Air Control Group deployed to Florida for the "Amalgam Virgo" cruise missile defense exercise. The multi-service exercise tested the defense and response capabilities to a cruise missile attack on Tyndall Air Force Base, Fla., June 1-4, 2001. 
Homeland defense is increasingly being discussed as a primary mission for Guard and Reserve forces. The exercise was coordinated by the Air National Guard's 1st Air Force and involved active duty, National Guard and Reserve forces, the U.S. Navy and Coast Guard as players.
Contributing to the air picture was the Navy Aegis cruiser, USS Yorktown, in the Gulf of Mexico. Equipped with a high-powered radar capable of tracking more than 100 targets simultaneously, the Yorktown also played a role in the multi-layered defense used to shoot down a cruise missile
Real-time battle management and the transmission of E-3 aircraft sensor information is nothing new to the members of the 513th ACG. Data linking the Airborne Warning and Control System "picture" involves providing continual updates of the battlefield, thereby providing command leadership the needed information to instantly respond to changing conditions. It is crucial that information gathered by the AWACS aircraft be transmitted to the specified command center for rapid analysis and response.
What was perhaps a bit different about this exercise was that it involved U.S. homeland defense and practicing to merge a variety of sister services' capabilities to create a uniform picture and response. There are 75,000 cruise missiles and cruise missile-like aircraft in about 75 countries around the world. Those facts, coupled with the ease with which a cruise missile can be acquired make cruise missile defense a priority. Because of the capability for people with very limited means, in relative terms, to be able to obtain a cruise missile, NORAD has to be very serious about that threat. Key to defending against cruise missiles is making sure all air defenders see the same thing. The goal of this exercise was to improve the air picture and counter new and emerging threats.
The Coast Guard, Navy and U.S. Southern Command, took the lead in detecting, identifying and prosecuting the surrogate terrorist vessel that "launched" the cruise missiles for the exercise. From an air defense point of view, the exercise was a complete success. Twelve drones were launched, and twelve were 'destroyed.' The multi-layered defense structure worked as advertised.
At the heart of the exercise was the Joint-Based Expeditionary Connectivity Center, or JBECC, which 1st Air Force tested as part of its Area Cruise Missile Defense demonstration. Ackermann explained that the JBECC is a highly mobile connectivity shelter, which can be deployed to high-risk areas to provide early warning of a cruise-missile attack. It does this by collecting and correlating radar information from the different services to provide an accurate tracking picture of low-level targets such as cruise missiles.
During the June 2001 exercise Amalgam Virgo, ANZUS, Inc. demonstrated the Rosetta LINK-16 / Link-11 gateway functionality. Tracks and data were forwarded between both links in both directions in real-time. This demonstration served as the pre-certification contractor test which was scheduled for October 2001 at JITC. Additionally, ANZUS demonstrated the JMMTIDS JICO toolset capabilities developed to support the Joint Interface Control Officer in managing a complex combined interface architecture.

Amalgam Virgo ist eine gemeinnützige Cruise-Missile-Defense-Übung bei Tyndall AFB.
Schnelle, niedrig fliegende Marschflugkörper sind schwer zu erkennen. Um ihren Beitrag zur Verteidigung der USA gegen diese Raketen zu leisten, entsandten sich Mitglieder der 513. Air Control Group nach Florida, um die Raketenabwehrübung "Amalgam Virgo" durchzuführen. In der Multi-Service-Übung wurden die Verteidigungs- und Reaktionsfähigkeiten eines Marschflugkörperangriffs auf die Tyndall Air Force Base, Florida, 1.-4. Juni 2001, getestet.
Die Heimatverteidigung wird zunehmend als Hauptmission der Garde- und Reservetruppen diskutiert. Die Übung wurde von der 1. Luftwaffe der Air National Guard koordiniert und beinhaltete den aktiven Dienst, die Nationalgarde und die Reserve, die US Navy und die Küstenwache als Spieler.
Zu dem Luftbild trug der Navy Aegis Cruiser USS Yorktown im Golf von Mexiko bei. Ausgestattet mit einem leistungsstarken Radar, der in der Lage ist, mehr als 100 Ziele gleichzeitig zu verfolgen, spielte die Yorktown auch eine Rolle bei der mehrschichtigen Verteidigung, mit der eine Marschflugkörper abgeschossen wird.
Echtzeit-Kampfmanagement und die Übertragung von E-3-Flugzeugsensorinformationen sind für die Mitglieder des 513. ACG nichts Neues. Daten, die das "Bild" des Airborne Warning and Control Systems verknüpfen, beinhalten die kontinuierliche Aktualisierung des Schlachtfelds, wodurch die Befehlsführung die erforderlichen Informationen erhält, um sofort auf sich ändernde Bedingungen zu reagieren. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die vom AWACS-Flugzeug gesammelten Informationen zur raschen Analyse und Reaktion an die angegebene Kommandozentrale übertragen werden.
Was vielleicht ein bisschen anders an dieser Übung war, war, dass es um die Verteidigung der US-Heimat ging und das Üben, die Fähigkeiten verschiedener Schwesterdienste zusammenzuführen, um ein einheitliches Bild und eine einheitliche Reaktion zu erzielen. Es gibt 75.000 Marschflugkörper und Marschflugkörper-ähnliche Flugzeuge in 75 Ländern auf der ganzen Welt. Diese Tatsachen, verbunden mit der Leichtigkeit, mit der eine Marschflugkörper erworben werden kann, machen die Abwehr von Marschflugkörpern zu einer Priorität. Aufgrund der Fähigkeit von Menschen mit relativ begrenzten Mitteln, eine Marschflugkörper zu erhalten, muss NORAD diese Bedrohung sehr ernst nehmen. Der Schlüssel zur Abwehr von Marschflugkörpern liegt darin, sicherzustellen, dass alle Luftverteidiger dasselbe sehen. Ziel dieser Übung war es, das Luftbild zu verbessern und neuen und aufkommenden Bedrohungen entgegenzuwirken.
Die Küstenwache, die Marine und das US-Südkommando übernahmen die Führung bei der Aufdeckung, Identifizierung und Verfolgung des Ersatz-Terror-Schiffes, das die Marschflugkörper für die Übung "abfeuerte". Aus Sicht der Luftverteidigung war die Übung ein voller Erfolg. Zwölf Drohnen wurden abgefeuert und zwölf "zerstört". Die mehrschichtige Verteidigungsstruktur funktionierte wie angekündigt.
Im Mittelpunkt der Übung stand das Joint-Based Expeditionary Connectivity Center (JBECC), das die 1. Luftwaffe im Rahmen ihrer Demonstration zur Raketenabwehr in der Region getestet hatte. Ackermann erklärte, dass der JBECC ein hochmobiler Konnektivitätsschutz ist, der in Risikogebieten eingesetzt werden kann, um frühzeitig vor einem Angriff mit Marschflugkörpern zu warnen. Hierzu werden Radarinformationen von den verschiedenen Diensten gesammelt und korreliert, um ein genaues Verfolgungsbild von Zielen auf niedriger Ebene wie Marschflugkörpern zu erhalten.
Während der Übung von Juni 2001, Amalgam Virgo, hat ANZUS, Inc. die Funktionalität des Rosetta LINK-16 / Link-11-Gateways demonstriert. Tracks und Daten wurden in Echtzeit zwischen beiden Links in beide Richtungen weitergeleitet. Diese Demonstration diente als Vorzertifizierungstest für Auftragnehmer, der für Oktober 2001 bei JITC geplant war. Darüber hinaus demonstrierte ANZUS die JICO-Toolset-Funktionen von JMMTIDS, die entwickelt wurden, um den Joint Interface Control Officer bei der Verwaltung einer komplexen kombinierten Schnittstellenarchitektur zu unterstützen. 
[Amalgam Virgo, GlobalSecurity.org, undatiert, abgerufen am 09.09.2019 – Google-Übersetzer]
zeitliche Koinzidenz:
The 1997 hijacking scramble protocol CJCSI 3610, which distinguished emergent situations (requiring immediate action between the FAA and the military) from non-emergent situations (requiring decision input from the highest levels of the DoD) was rewritten June 1, 2001, as ordered by Defense Secretary Donald Rumsfeld.[3] As a result, the number of fighter-interceptor scrambles fell from the usual average of 7-8 per month before the rewrite, to zero during the 3.3 months before September 11th, and to zero on September 11th itself.[4]
Das 1997 verabschiedete Hijacking-Scramble-Protokoll CJCSI 3610, das auf Anordnung von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld am 1. Juni 2001 neu formuliert wurde, um aufkommende Situationen (die ein sofortiges Eingreifen der FAA und des Militärs erfordern) von nicht aufkommenden Situationen zu unterscheiden. [3] Infolgedessen sank die Anzahl der Fighter-Interceptor-Scrambles von durchschnittlich 7 bis 8 pro Monat vor dem Umschreiben auf null in den 3,3 Monaten vor dem 11. September und auf null am 11. September. [4] 
[Elizabeth Woodworth, The Military Drills of September 11th: Why a New Investigation is Needed, Global Research 27.09.2007 – Google-Übersetzer, – Hervorhebungen von mir]
Zusammenfassung:
Im Juni 2019, also ein Vierteljahr vor den Anschlägen fanden in geringem zeitlichen Abstand zwei Dinge statt:
1. Die Übung Amalgam Virgo 01 wurde abgehalten, die genau das zum Gegenstand hatte, von dem Condoleeza Rice später vor der 9/11-Kommission beteuerte, man habe sich das nicht vorstellen können.
und
2. Vizepräsident Dick Cheney ließ am 1. Juni 2001 das Flugzeugentführungs-Abwehr-Protokoll CJCSI 3610 so umschreiben, daß zwischen Vorfällen, die ein sofortiges Eingreifen erforderten und Vorfällen die KEIN sofortiges Eingreifen erforderten, NICHT mehr unterschieden wurde.

Einen Monat zuvor hatte George W. Bush in der Erklärung des Präsidenten vom 8. Mai 2001 die Verantwortung für die Koordinierung, Ausbildung und Planung aller nationalen Verteidigungsprogramme im Zusammenhang mit Massenvernichtungswaffen an Vizepräsident Cheney übertragen, dessen Amt nicht Teil der Nationalen Kommandobehörde war.
siehe dazu:
- Statement by the President – Domestic Preparedness Against Weapons of Mass Destruction (georgewbush-whitehouse.archives.gov, 08.05.2001 – Google-Übersetzer)




9/11 War Games {56:35 – Start bei 1:46}

corbettreport
Am 11.09.2018 veröffentlicht 
Little did we know at the time, 9/11 was not a normal day of blue sky aviation. On the contrary, it was one of the busiest days in the history of American aviation, a dense forest of live fly exercises, drills, simulations, fake radar injects and utter confusion. And that was before the attacks even began. This is the story of 9/11 that you didn't watch unfold on your TV that fateful day in 2001. This is the story of the 9/11 War Games. 

(9/11) Amalgam Virgo 01 and 02 {1:43}
jakoxn 
Am 07.12.2008 veröffentlicht 
Operation Amalgam Virgo is a CINCNORAD joint task counter-terrorist and field training exercise (FTX) carried out in Tyndall Air Force Base, Florida on early June 2001. NORAD sponsored the multi-agency planning exercise involving the hypothetical scenario of a cruise missile launched by a rogue government or threats from a barge off the East Coast. Osama Bin Laden was pictured on the cover of the proposal for the exercise. Key military players involved in the exercise also included personnel from the 1st Air Force battalion, the U.S. National Guard, the U.S. Reserve forces, and the U.S. Navy.
Several naval ships including the USS Yorktown and the Navy Aegis cruiser were dispatched to the Gulf of Mexico as part of the multi-service anti-cruise missile operation. Military land personnel from the 1st Air Force also engaged in gathering radar information on low-level targets by using the Joint-Based Expeditionary Connectivity Center (JBECC), a mobile shelter capable of being deployed to high-risk regions while providing early warning signals on cruise missile attacks.
http://www.ratical.org/ratville/CAH/l...
http://www.globalsecurity.org/militar...
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siehe auch:
- Context of 'July 2001: NORAD Plans a Mock Simultaneous Hijacking Threat from inside the US' (History Commons, Zitate von CNN, USA Today u.a., undatiert)
siehe auch:
- Der trainierte Terror (Paul Schreyer, Telepolis, 19.11.2015)
Vor 9/11: Die Vorbereitung des Chaos – nach 9/11: Beschwichtigungs- und Vertuschungsversuche (Post, 08.09.2007)