Mittwoch, 15. März 2017

Der stille Sieg der Autonomie auf der einen und die US-amerikanische Nebenregierung auf der anderen Seite

Ein Dokumentarfilm über die selbsternannte Donezker Volksrepublik

Mark Bartalmai lebt seit Juli 2014 mit kurzen Unterbrechungen als Journalist in Donezk. Manche werfen ihm vor, dass er keine klassische Journalistenausbildung habe, dennoch ist er der einzige deutsche Journalist, der dauerhaft vor Ort ist. Eine Qualität, die ihm kein anderer Journalist streitig machen kann. Ganz sicher nicht die ARD-Korrespondentin Golineh Atai, die mit ganz wenigen Ausnahmen aus dem Pressezentrum von Kiew berichtet, also Informationen über den Konfliktgegner ausschließlich aus "Feindeshand" bezieht, was mit journalistischer Qualität nicht viel zu tun haben kann.

Alle Angebote, die Bartalmai den öffentlich rechtlichen Medien und führenden Nachrichtenmagazinen gemacht hat, wurden ausnahmslos abgelehnt. Und als wäre das nicht genug, hat die ARD-Sendung "Fakt" ein Porträt über den Journalisten gesendet, das sich als durchschaubares Diffamierungsstückchen auf dem untersten Niveau journalistischer Leistung bewegte. (siehe dazu "Fakt ohne Fakten…" vom Juli 2016).

Die Sendung war vermutlich eine Reaktion auf den ersten Dokumentarfilm des Journalisten "Ukrainian Agony - der verschwiegene Krieg". Doch trotz aller Warnungen vor dem "Putin-Propagandisten" hat dieser erste Film eine große Zahl von Zuschauern gefunden, wird noch immer weiter verbreitet und ist Grundlage für das Crowdfunding, mit dem Bartalmai sich über Wasser hält. Von unterschiedlicher Seite wurde diesem ersten Film eine propagandistische Machart vorgeworfen. Tatsächlich hatte sich Bartalmai mit vielen Erklärungen um eine historische Aufarbeitung des Konfliktes bemüht, und es gehört schon zur Standard-Kultur in dieser Debatte, dass NATO-Verteidiger Propaganda nennen, was NATO-Kritiker als Aufklärung bezeichnen würden.

Im neuen Film von Bartalmai, "Frontstadt Donezk - die unerwünschte Republik", spielt die Darstellung globaler Machtinteressen in der Ukraine eher eine untergeordnete Rolle. Und das hat Vorteile. Es macht ihn noch viel stärker zu einem Dokumentarfilm, in dem sich der Zuschauer seine eigene Meinung bilden kann.

Natürlich verzichtet Bartalmai auch diesmal nicht darauf, seine eigenen Ansichten darzustellen, doch bringt er sie diesmal eher zum Schluss als seine ganz persönlichen Schlussfolgerungen. Bis dahin folgen wir ihm auf eine Erkundungsreise durch die selbst ernannte Donezker Volksrepublik.

mehr:
- Der stille Sieg der Autonomie (Katrin McClean, Telepolis, 15.03.2017)
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KenFM im Gespräch mit: Mark Bartalmai {1:07:42}

KenFM
Veröffentlicht am 02.10.2014

Vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer, der Kalte Krieg fand sein Ende und Deutschland wurde wiedervereinigt. Diese Wiedervereinigung wäre ohne eine wohlwollende Sowjetunion nicht möglich gewesen. Der damalige Präsident der UdSSR, Gorbatschow, hielt sein Versprechen gegenüber dem Westen, zog sämtliche sowjetischen Streitkräfte aus der DDR ab und gab sein Go zum Wunsch der alten BRD, die ehemalige DDR in die NATO aufnehmen zu dürfen. Als Gegenleistung versprach die NATO, keine weiteren europäischen Länder in das militärische Verteidigungsbündnis aufzunehmen, vor allem keine Länder, die zuvor dem Warschauer Pakt angehörten. Mit der sogenannten NATO-Ost-Erweiterung wurde das Moskau gegenüber geäußerte Versprechen zwölf Mal gebrochen. Die Ukraine sollte der 13. Staat in der Reihe dieser Erweiterung werden, und auch Georgien hatte man bereits als Nr. 14 im Visier. Da diese Staaten unmittelbar an die Russische Föderation grenzen, war Washington klar, dass Moskau dies als Provokation empfinden würde. Diese Provokation war von Anfang an beabsichtigt, um das Ziel, die Strategie der Spannung, neu aufleben zu lassen. Fünf Milliarden US-Dollar investierte Washington in die Destabilisierung der Ukraine, um dort einen Bürgerkrieg herbeizuführen. In unseren Medien wird diese Machiavelli-Politik dann als Aggression Russlands dargestellt und der Leser wird über die tatsächliche Krise in der Ukraine auf ganzer Linie belogen. Unabhängige Berichterstattung gibt es nur noch sporadisch, und nur noch im Internet. Freie, nicht embeddete Reporter sind die einzige Möglichkeit, um der westlichen Propaganda alternative Informationen entgegenzustellen, die dem näher kommen, was man als Wahrheit bezeichnen könnte. Der unabhängige Journalist und Fotograf Mark Bartalmai hält sich seit Ende Juli in und um Donezk auf, da er hier ursprünglich die Durchführung einer Hilfslieferung dokumentieren wollte. Aufgrund der vorgefundenen Kluft zwischen der Berichterstattung und der Realität wurde neben dem Hilfstransport auch verstärkt das Kriegsgebiet mitsamt der betroffenen Zivilisten dokumentiert. In den letzten zwei Monaten entstanden so bereits hunderte Gigabyte an Film- und Fotomaterial, die zeitnah zu einem Kinofilm verarbeitet werden und das Leid der Bevölkerung authentisch abbilden. Wir trafen Bartalmai, der sich für wenige Wochen in Deutschland aufhält, bevor er zurück in das Krisengebiet reist, und sprachen über den Status Quo in der Ost-Ukraine. Ein Gespräch, das unter die Haut geht, da es die Folgen des Krieges schonungslos benennt. http://www.kenfm.de http://www.facebook.com/KenFM.de http://www.twitter.com/wwwKenFMde http://kenfm.de/unterstutze-kenfm

siehe auch:
- Ukrainian Agony - Der verschwiegene Krieg (Post, 21.06.2015)


Ich habe Anfang 2014 festgestellt, dass wir von den Medien und den Politikern über die Vorgänge in der Ukraine, die dann zur sogenannten Maidan-Revolte geführt haben, nicht korrekt unterrichtet wurden. Das hat mich zuerst irritiert und schließlich mehr und mehr empört. Ich habe seit meiner Jugend in der Nachkriegszeit, als ich in einem Barackenlager aufwuchs, ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Das wurde gravierend verletzt, und so kam es, dass ich begann, mich mit den Hintergründen und Ursachen der Ukraine-Krise zu befassen. Ich unterbrach die Arbeit an einem Roman und schrieb zunächst aufgrund meiner Recherchen mehrere Beiträge für Zeitungen und Zeitschriften. Als ich feststellen musste, dass daraufhin mehrere Kontakte zu Medien, denen ich jahrelang verbunden war, abrissen, veröffentlichte ich meine Artikel und Essays in Internetforen, die mir gewogen waren. […]

Es gibt in den USA offensichtlich eine Art Nebenregierung aus global agierender Hochfinanz in Verbindung mit dem militärisch-industriellen Komplex, den Geheimdiensten, der Fed und anderen Institutionen des Machtapparats. Ihnen ist nicht an Frieden in der Welt und auch nicht an einem friedlichen und prosperierenden Europa gelegen. Sie bestimmen nach meinem Eindruck die Politik entsprechend einer Langzeitstrategie, die beispielsweise der Politikwissenschaftler und langjährige Regierungsberater Zbigniew Brzezinski eindrucksvoll in seinem 1997 erschienenen Buch „Die einzige Weltmacht“ dargestellt hat. Er schrieb, dass die USA ihre globale Vormachtstellung nur erhalten könnten, wenn sie das Aufkommen einer dominierenden Macht auf dem eurasischen Kontinent verhindern würden. Für die einzige Supermacht USA ist nach Brzezinski – jedenfalls aus damaliger Sicht – Eurasien das Schachbrett, auf dem sich der Kampf um die globale Vorherrschaft abspielt.

Wenn wir dazu die Aussagen republikanischer Bellizisten wie McCain oder George Friedman oder von NATO-Befehlshabern wie Philip Breedlove nehmen – aber auch Hillary Clinton und ihr Anhang gehören dazu – dann kann einem angst und bange werden. Friedman, der Direktor des einflussreichen Think Tanks Stratfor war, hat das in einer Rede auf den Punkt gebracht: Ziel der US-Politik seit einem Jahrhundert sei gewesen, ein Bündnis zwischen Russland und Deutschland zu verhindern. Denn wenn sich deutsches Kapital und deutsche Technologie mit russischen Rohstoff-Ressourcen und russischer Arbeitskraft verbänden, entstünde für die USA eine wirtschaftliche und militärische Konkurrenz, die nicht hinnehmbar sei.

Daher habe man einen „Cordon Sanitaire“ – so Friedman –, also einen Sicherheitsgürtel um Russland herum aufgebaut. Die unglaubliche Hybris dieses amerikanischen Establishments kommt zutage, wenn es weiter heißt, dass die USA aus ihrem fundamentalen Interesse alle Ozeane der Welt kontrollieren und jederzeit überall intervenieren könnten, ohne selbst angegriffen zu werden. Das ist die Imperialpolitik und die Vorstellung von einer unipolaren Welt, mit der wir es zu tun haben und vor der unsere Politiker und ihre Medien die Augen verschließen, aus welchen Gründen auch immer. Ich halte das für unverantwortlich.
 [Wolfgang Bittner in einem Interview mit den DeutschenWirtschaftsNachrichten („Wir haben eine akute Kriegsgefahr in Europa“, DeutscheWirtschaftsNachrichten, 26.03.2017)]

„Europa muss sich von der Pseudo-Zivilisation USA emanzipieren“ {30:53}

RT Deutsch
Veröffentlicht am 22.07.2015
Dr. Wolfgang Bittner, Publizist, promovierter Jurist und Autor des Buches „Die Eroberung Europas durch die USA“ spricht im Interview mit dem russischen Fernsehsender Rossija 1 über seine Einschätzung der Ukraine-Krise, der völkerrechtlichen Einordnung der Krim-Frage, die entsprechende Berichterstattung in den deutschen „Leitmedien“ sowie über den nötigen Mentalitätswechsel in Europa, um sich von der „US-amerikanischen Pseudo-Zivilisation“ und dem Kulturimperialismus Hollywoods zu emanzipieren. Mehr auf unserer Webseite: http://rtdeutsch.com Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtdeutsch Folge uns auf Twitter: https://twitter.com/RT_Deutsch Folge uns auf Google+: https://plus.google.com/1068940314550... RT Deutsch nimmt die Herausforderung an, die etablierte deutsche Medienlandschaft aufzurütteln und mit einer alternativen Berichterstattung etablierte Meinungen zu hinterfragen. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder weggeschnitten wird. RT - Der fehlende Part.


siehe auch:
USA – Die Heimat von Freiheit, Demokratie und militärisch-industriellem Komplex (Post, 30.04.2016)
- Medien: intellektuelle Korrumpierbarkeit in Konfliktzeiten (Post, 06.02.2016)
NATO gegen Russland – Brzezinski gibt zu: Es herrscht Kalter Krieg (Post, 02.07.2015)
- US-Geostrategie und deutsche Souveränität: Ein heißes Eisen (Post, 07.12.2014)
- Frieden muss gestiftet werden – Europas Sündenfall: der Kosovo-Krieg (Post, 24.11.2014)

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Dienstag, 14. März 2017

Zweifelhafte Umfrageergebnisse

Dauernd werden Umfragen erhoben und Daten gesammelt. Dass diese Erhebungen oftmals aber nichtssagend oder sogar falsch sind, ist vielen nicht bewusst. Das Gefährliche: Politiker fallen auf den Datenmüll genauso herein wie Laien 

Daten sind allgegenwärtig. Egal ob in Politik, Wirtschaft, Talkshows, Diskussionen im Freundeskreis oder zur eigenen Meinungsbildung: Daten dienen als Begründung, Beweis, Entscheidungsgrundlage, Rechtfertigung und Legitimationsnachweis und entfalten so eine enorme Reichweite und Macht. Leider wird damit aber auch jede Menge Unsinn getrieben und Schaden angerichtet. Zunächst: Die Macht der Daten hat Gründe. Daten wirken objektiv, mathematisch, unbestechlich. Sie gelten als das Gegenteil von bloßer Meinung, nämlich als Repräsentanten der Wirklichkeit, die durch Messungen entstehen, statt durch bloße Sinneseindrücke. Sie sind deshalb das Futter für Evidenzbasierung, einem der zentralen Paradigmen unserer durch Wissenschaft und den Versuch der Rationalität geprägten Gesellschaft. Es geht nicht einfach nur um das Recht des Stärkeren, sondern um richtig oder falsch. Dieses Paradigma ist nicht Willkür, sondern hat sich seine Berechtigung erarbeitet, weil die Orientierung an Wirklichkeit und Evidenz sehr häufig zu besseren Resultaten führte.
mehr:
- Daten und Umfragen: Prozente, die nichts bedeuten (Thomas Perry, Cicero, 07.03.2017)

Die Stunde der Populisten

Die Politik hat sich verändert: Populismus ist salonfähig geworden, nicht zuletzt seit Donald Trump US-Präsident ist. Florian Hartleb schreibt in seinem neuen Buch, was wir dagegen tun können. Dem Nationalstaat kommt dabei eine besondere Rolle zu 

Was ist mit unseren westlichen Demokratien los? Geben Demagogen bald den Takt vor? Ist US-Präsident Donald Trump ein Vorbote für Europa? Und wie wurden aus Mutbürgern, die freiheitsliebend den Fall des Kommunismus bejubelten, die das Ende der Ideologien herbeisehnten und sich in den Dienst der Zivilgesellschaft stellten, egogesteuerte Wutbürger, die sich von der Demokratie abwenden und in fataler Konsequenz skrupellosen Narzissten auf dem Leim gehen? 2016, das Jahr des Populismus, Menetekel eines Zeitalters der Angst und Unsicherheit und einer allgemeinen, virtuell befeuerten Empörungswelle, hat viele Fragen aufgeworfen – vieles scheint möglich.
mehr:
- Politik im Wandel: Die Stunde der Populisten (Florian Hartlieb, Cicero, 08.03.2017)

Neue Studie: Rechtspopulistische Parteien in Europa {2:27}

onlinekas
Hochgeladen am 07.07.2011

Rechtspopulistische Parteien erzielten in den letzten Jahren in zahlreichen europäischen Ländern zum Teil beachtliche Erfolge, zuletzt die Partei „Wahre Finnen" bei der Parlamentswahl in Finnland im April 2011. Sehen Sie hier den Autor Dr. Florian Hartleb im Interview! Erfahren Sie in Kürze welche die wichtigsten Ergebnisse dieser neuen Studie sind!


Kiss-Bassist Gene Simmons: "Ich bin zu reich, um mich aufzuregen!"

Seine Zunge gehört zu Kiss wie das Make-up: Aus bitterer Armut kämpfte Gene Simmons sich zum Rock-Millionär empor. Ein Gespräch über seine Kindheit in Israel, Trump - und wie Twitter uns vor dem Bösen rettet. 

Zur Person: Gene Simmons wurde am 25. August 1949 als Chaim Witz in Haifa, Israel, geboren. 1957 emigrierte er mit seiner Mutter nach New York und hieß fortan Eugene Klein. 1973 gab er seinen Lehrerberuf auf und gründete als Gene Simmons mit Paul Stanley die Schockrock-Gruppe Kiss, die mit Make-up auftrat und bis heute als eine der erfolgreichsten Rockbands der Welt gilt. Bassist und Sänger Simmons kümmert sich als Unternehmer um den Verkauf von Hunderten Kiss-Produkten. Seit 1986 ist er liiert mit Ex-Playmate und Schauspielerin Shannon Tweed, hat zwei Kinder und lebt in Beverly Hills.
mehr:
- Kiss-Bassist Gene Simmons: "Ich bin zu reich, um mich aufzuregen!" (Interview von Alex Gernandt, SPON, 09.03.2017)

KISS Front Man Gene Simmons Says That Celebrities Should Shut Their Mouths {3:31}

News Select
Veröffentlicht am 04.12.2016
KISS Front Man Gene Simmons Says That Celebrities Should Shut Their Mouths. 2016 Presidential Election. Donald Trump. Electoral College. Former US Secretary of State Hillary Clinton from the Barack Obama administration. Fox Business.


Gene Simmons talks Donald Trump, 2016 election {4:57}

Fox Business
Veröffentlicht am 16.07.2015
Legendary rock star Gene Simmons weighs in on Donald Trump and the 2016 presidential election. Watch Melissa Francis talk about Elections, Management, and Media Advertising on After The Bell.

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Krebskranke sucht Frau für ihren Mann

Mit einer Kontaktanzeige suchte sie für ihren Mann eine neue Frau, weil sie wusste, dass sie nicht mehr lange leben wird. Nun ist die amerikanische Autorin Amy Krouse Rosenthal an Krebs gestorben.

Die Autorin und Filmemacherin Amy Krouse Rosenthal ist in Chicago gestorben. Das bestätigte ihre langjährige Agentin Amy Rennert der Nachrichtenagentur AP. Rosenthal litt seit 2015 an Eierstockkrebs und wusste, dass sie die Krankheit nicht überleben würde.

In einer ergreifenden Liebeserklärung in der "New York Times" hatte sich die Schriftstellerin von ihrem Mann Jason Brian Rosenthal verabschiedet. 26 Jahre waren die beiden verheiratet. Sie würde gern weitere 26 Jahre mit ihm zusammen sein, hieß es in dem Brief. Wenn sie nicht sterben müsste.

mehr:
- Rührender Abschiedsbrief an ihren Mann - Schriftstellerin Rosenthal ist tot (SPON, 14.03.2017)

Official trailer // Textbook Amy Krouse Rosenthal {0:54}

amy krouse rosenthal
Veröffentlicht am 21.07.2016


TEDxWaterloo - Amy Krouse Rosenthal - 7 Notes on Life {21:55}

TEDx Talks
Hochgeladen am 22.03.2010
Amy Krouse Rosenthal is a person who likes to make things. She writes books for grown-ups, such as the alphabetized memoir "Encyclopedia of an Ordinary Life" (named one of the top 10 memoirs of the decade); she writes books for children, such as "Little Pea", "Spoon", "Duck! Rabbit!", and "The Wonder Book"; she makes interactive films like "The Beckoning of Lovely", "The Money Tree", and "The Kindness Thought Bubble"; and she creates weekly missions for the universe to play along with via http://www.MissionAmyKR.com -- a project in conjunction with Chicago's NPR affiliate. Amy led the PUBLIC heART "Lost and Found Project" at TEDActive 2011. She resides online at http://whoisamy.com -- In the spirit of ideas worth spreading, TEDx is a program of local, self- organized events that bring people together to share a TED-like experience. At a TEDx event, TEDTalks video and live speakers combine to spark deep discussion and connection in a small group. These local, self-organized events are branded TEDx, where x=independently organized TED event. The TED Conference provides general guidance for the TEDx program, but individual TEDx events are self-organized.* (*Subject to certain rules and regulations)


Wer zur Hölle ist Kilroy?

Wo auch immer US-Soldaten ankamen - Kilroy war schon da. Der ominöse Schriftzug "Kilroy was here" wurde im Zweiten Weltkrieg zum Phänomen, das die Truppen erheiterte und Generäle ratlos machte. Erst später fand sich die erstaunliche Geschichte hinter dem legendären Phantom. 

Als die erste Welle der 4. US-Infanteriedivision am 6. Juni 1944 an der französischen Atlantikküste an Land ging, machten einige der GIs eine merkwürdige Entdeckung. Offenbar waren sie dort nicht die ersten Amerikaner. Jemand musste vor ihnen dagewesen sein - und hatte ihnen an einem deutschen Bunker ein Zeichen hinterlassen. An einer der grauen Wände stand: "Kilroy". Mehr als 15 Kilometer entfernt machten Soldaten der 1. US-Infanteriedivision etwa zur selben Zeit eine ganz ähnliche Entdeckung. Auch dort hatte ein "Kilroy" seinen Namen hinterlassen. 

Niemand wusste, woher der Soldat kam, welcher Einheit er angehörte oder welche Mission er hatte. Bevor man ihn fragen konnte, war das Phantom verschwunden. Auf den Einsatz in der Normandie hatte der Unbekannte scheinbar keinerlei Einfluss. Trotzdem wurde der Fall bald mysteriös: Kilroy hatte seine Spuren offenbar noch in ganz anderen Teilen Europas hinterlassen.
mehr:
- Legendärer Weltkriegs-Slogan: Wer zur Hölle ist Kilroy? (Solvier Grothe, SPON, 26.11.2013)
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The World War II meme that circled the world {2:07}

Vox
Veröffentlicht am 11.12.2015
Kilroy was here — those three words showed up in a lot of surprising places. We know about the epic drama of World War II, but what about the jokes? The above video tells the story (as best as we can). The iconic piece of graffiti that was known, in America, as "Kilroy Was Here" traveled the world in a fashion remarkably similar to a modern meme. Read some more background here: http://www.vox.com/2015/12/11/9886246... Sounds via RiverNile7, Daemeon1427, and JasonElrod, found at Freesound.org. Subscribe to our channel! http://goo.gl/0bsAjO Vox.com is a news website that helps you cut through the noise and understand what's really driving the events in the headlines. Check out http://www.vox.com to get up to speed on everything from Kurdistan to the Kim Kardashian app. Check out our full video catalog: http://goo.gl/IZONyE Follow Vox on Twitter: http://goo.gl/XFrZ5H Or on Facebook: http://goo.gl/U2g06o


feministische Pornos: »Ich überlasse vieles dem Zufall«

Die Opernsängerin Adrineh Simonian sah sich weder als Feministin noch als politischer Mensch – bis sie damit begann, Pornofilme zu drehen.

Sex zieht, aber dass es gleich so viel Sex sein muss? Das Publikum im prall gefüllten Wiener Ateliertheater ist hörbar überfordert vom keineswegs jugendfreien Treiben auf der Leinwand. In Stuhlreihe 14 kichern Mittvierzigerinnen wie peinlich berührte Teenager. Vier Kurzfilme werden an diesem Abend gezeigt. Porno war bei der Werkschau der Wiener Regisseurin Adrineh Simonian zwar angekündigt worden, aber der Zusatz vom Porno mit "neuem, ästhetischen und feministischen Zugang" werde oft missverstanden. "Viele glauben, wir zeigen Blümchen- oder Lesbensex", sagt Simonian nach der Vorstellung und stellt gleich mit aller Vehemenz klar: "Aber es ist Porno!"

Seit Anfang vergangenen Jahres vertreibt Adrineh Simonian, 44 Jahre alt, geboren in Teheran, aufgewachsen in Wien, mit ihrer Produktionsfirma Arthouse Vienna Pornofilme, die keine frauenfeindliche Masturbationsvorlage sein sollen. Simonian spricht lieber von Sexualstudien, mit denen sie Pornografie neu definieren möchte: Wie entsteht Erregung? Was macht der Körper? Wie erleben Frauen ihre Lust? Interesse für die cineastische Auseinandersetzung mit solchen Fragen gibt es, das zeigt nicht nur der volle Saal im Ateliertheater. Adrineh Simonian ist als Regisseurin und Produzentin in kürzester Zeit zu einer Marke geworden, über die in der Süddeutschen Zeitung geschrieben und die ins TV-Studio von Willkommen Österreich eingeladen wird. Das liegt auch an der Geschichte der erfolgreichen Quereinsteigerin ins Film- und Sexfach: Noch vor zweieinhalb Jahren stand die heutige Pornografin auf der Opernbühne.

mehr:
- Pornofilme – Sex in der Blackbox (Judith E. Innerhofer, ZON, 06.03.2017; Beachte auch die Kommentare!)

Der übliche Sexismus am Arbeitsplatz

Ein Mann und eine Frau machen den gleichen Job, aber alles dauert bei der Frau immer ein bisschen länger. Dem Chef fällt das auch auf. Aber dann passiert ein Missgeschick und plötzlich sieht das alles ganz anders aus.
Viele meinen ja, dass sich Frauen den Sexismus in der Arbeitswelt einbilden oder einfach zu empfindlich sind. Martin R. Schneider von einer Arbeitsagentur in Philadelphia hätte darüber möglicherweise nie nachgedacht, wenn ihm nicht ein Malheur passiert wäre. Schneider verschickte eine E-Mail an einen Kunden und verwendete dabei versehentlich auf einem Sammelaccount die persönliche Signatur seiner Kollegin Nicole Pieri.

Die Antwort, die er erhielt, überraschte ihn doch sehr. Denn der Klient antwortete sehr unhöflich und ignorierte sämtliche Fragen, die Schneider gestellt hatte. Da bemerkte er den Fehler in der Signatur. Als er die gleiche E-Mail mit seiner eigenen Signatur versendete, fiel die Antwort des Kunden vollkommen anders aus. Er bedankte sich für die Vorschläge, antwortete prompt und fand die Fragen großartig.

Daraufhin entschloss sich Schneider zu einem Experiment. Für zwei Wochen tauschte er mit seiner Kollegin die Rollen. Er unterschrieb als Nicole Pieri, sie als Martin R. Schneider. Ansonsten machten sie ihre Arbeit wie immer. Pieri hatte die produktivste Woche ihrer Karriere. Zuvor war sie manchmal kritisiert worden, weil sie nach Ansicht des Chefs mit den Klienten zu lange brauchte. Schneider, der unmittelbar mit ihr zusammenarbeitete, hatte das auf ihre Unerfahrenheit zurückgeführt. Aber das war offenbar nicht der Grund.

mehr:
- Signatur der Kollegin verwendet: Mann erlebt Sexismus am Arbeitsplatz (n-tv, 13.03.2017)

Zwölf-Stunden-Arbeitstage "nicht sinnvoll"

Wiener Studie warnt vor gesundheitlichen Risiken einer Verausgabung, die durch Tagesfreizeit nicht mehr auszugleichen ist
Wer österreichischen Medie liest, trifft hier und da auf ein schönes Wort, das hierzulande wenig gebräuchlich ist: "Tagesrand" zum Beispiel. An den Tagesrand knüpft sich eine bemerkenswerte Feststellung, die in einer Nachricht der Medizinischen Universität Wien zu lesen ist. Grob gekürzt besagt sie, dass lange Arbeitszeiten mit einer Erholung am Tagesrand nicht sofort auszugleichen sind.

In der etwas längeren Fassung wird aus der Feststellung sogar eine Art Formel: "Nach zwei aufeinanderfolgenden Tagen mit je zwölf Stunden Arbeitszeit müsste man drei Tage freinehmen, um sich vollständig zu erholen." Die Empfehlung stammt aus einer Studie, die am Zentrum für Public Health der Universität durchgeführt wurde, in der Abteilung für Umwelthygiene und Umweltmedizin.

Gegenstand der Studie war die mit Arbeit verbundene Müdigkeit und Erholung nach Selbsteinschätzung von Altenpflegerinnen (mit fast 90 Prozent in der übergroßen Mehrzahl) und Altenpflegern in Senioren-Wohnheimen in Niederösterreich und Oberösterreich. Damit stellt sich natürlich die Frage nach der Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Berufs- und Tätigkeitsfelder.

mehr:
- Zwölf-Stunden-Arbeitstage "nicht sinnvoll" (Thomas Pany, Telepolis, 06.03.2017)

Montag, 13. März 2017

Wenn San Francisco ein Dorf wäre

Tal der Träumer Diese Stadt besteht aus mehr als Start-ups, Hippies und polyamourösen Beziehungen. Darüber wird nur zu wenig geredet

Ein Bot auf Twitter verkauft automatisch Aktien, wenn Donald Trump sich negativ über ein Unternehmen auslässt, und spendet den Gewinn dann an Planned Parenthood für deren gemeinnützige Aufklärungs- und Beratungsarbeit. Die 97 Jahre alte American Civil Liberties Union (ACLU) wird demnächst Zögling eines Start-up-Inkubators und darf von Mentoren etwas über abruptes Wachstum lernen. Die Stadt verklagt die Regierung und weigert sich, ihre illegalisierten Einwanderer abzuschieben. Auf den Bürgersteig hat jemand per Schablone „Queers Hate Techies“ gesprüht. Darunter steht, etwas hastiger und mit kleinen Herzchen dekoriert: „Techies Love Queers. Sorry you are hurting.“ So sehen feuchte Träume in San Francisco aus: Alles wird technologisiert, automatisiert, aber bitte bunt, mit Humor und Glitzer, in unserem patentierten Mix aus libertär und links-progressiv.

Und wenn Sie diese Kolumne häufiger lesen, könnten Sie leicht zu der Annahme gelangen, diese Stadt bestünde nur aus Start-ups, polyamourösen Beziehungen und Hippies.

Stellen wir uns einmal vor, San Francisco wäre ein Dorf mit 100 Einwohnern. Das Dorf ist so dicht besiedelt, dass es knapp auf zwei Fußballfelder passt, von denen eines meist von Nebel bedeckt ist. Zwei Fußballfelder, auf denen die Hälfte der Bundesligaklubs und ein Schiedsrichter gleichzeitig spielen, leben, essen, trinken, duschen, schlafen, arbeiten. So wuselig ist San Francisco.

Zwei Zweifamilienhäuser am Stadtrand reichen, um diejenigen Einwohner, die in San Francisco geboren sind, zu beherbergen, während die Mehrheit nicht mal aus den USA kommt.

mehr:
- Wenn San Francisco ein Dorf wäre (Manuel Ebert, der Freitag, 08.03.2017)
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Dokumentation@San Francisco {28:29}

ONESHOTONEKILL PLAYTHROUGH
Veröffentlicht am 10.09.2013
Enjoy

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Sonntag, 12. März 2017

George Soros und Viktor Organ: Geliebter Feind

George Soros wird vieles vorgeworfen: Einflussnahme im US-Wahlkampf und eine aktive Mobilisierung gegen die bestehende ungarische Politik und Präsident Viktor Orban. Jetzt will die ungarische Regierung Soros und sein Imperium „aus dem Land fegen“. Dabei hat Orban dem Milliardär einiges zu verdanken 

In letzter Zeit gab es in mehreren osteuropäischen Ländern und vor allem in der US-amerikanischen Alt-Right-Szene zahlreiche verbale Angriffe auf einen alten Mann aus Ungarn: den 86-Jährigen Milliardär George Soros. Seine Person, seine Open-Society-Stiftung, wie auch eine große Zahl der von ihm geförderten zivilgesellschaftlichen Organisationen wurden in vielen Ländern zu Feinden des Staates erklärt. In Russland ist die Open-Society-Stiftung als „unerwünscht“ eingestuft und dementsprechend verboten, in den Artikeln der Trump-nahen US-amerikanischen Breitbart News erscheint Soros als skrupelloser Intrigant, der mit allen Mitteln versucht hätte, Hillary Clinton zur Präsidentin zu machen, und in Mazedonien gibt es seit Januar eine neue Bürgerinitiative mit dem Namen Stop Operation Soros (SOS), die das Geld des Milliardärs vom Land fernzuhalten versucht. 
mehr: 
- George Soros und Viktor Organ: Geliebter Feind (Krisztian Simon, Cicero, 24.02.2017) 

Kriselnde Ideologien: Fakten vs. Narrative

Journalismus In Zeiten kriselnder Ideologien ist mit Fakten kein Staat mehr zu machen – mit Narrativen hingegen schon. Das allerdings haben bis dato nur rechte Medien begriffen

Donald Trump hat am Samstag die Behauptung in den Cyberspace erbrochen, Obama habe ihn im Monat vor der Wahl abhören lassen. Beweise für diese Behauptung blieb er allerdings schuldig. Tatsächlich war der einzige Beleg für die Story ein Breitbart-Artikel, der sich wiederum auf einen Artikel auf der Webseite Heat Street bezog, der "namentlich nicht genannte Quellen" zitierte.

Bevor wir zur Wahrheit kommen, müssen wir uns die Lügen ansehen. Denn die Lügen haben derzeit die Oberhand – und neue Untersuchungen von Wissenschaftlern der Columbia University zeigen, wie und warum. Die Forscher haben 1,3 Millionen Artikel analysiert, die im Vorfeld der US-Wahlen online erschienen sind. Die Ergebnisse zeigen, dass es nicht das Internet als Technologie ist, das die Wahrheit fragmentiert oder Fake News und unverblümten Lügen den Vorzug gibt. Vielmehr kommt dieser Effekt durch die verdeckte Übernahme von Desinformation und Propagandastrategien politisch motivierter rechter Nachrichtenkanäle zustande.

Netzwerkanalysen zeigen, dass die großen, etablierten Medienhäuser – von der New York Times über die Washington Post bis zu CNN – in einer vollkommen anderen Welt leben als die der Nachrichten, die rechte Wähler konsumieren. Der Fixstern dieses "Alt-right"-Sonnensystems ist Breitbart, das von zahlreichen anderen Paranoia-Betreibern umkreist wird.

mehr:
- Eil, Eil, Eil: US-Präsident ist Lügner (Paul Mason, der Freitag, 09.03.2017)

Das Anti-CIA-Organizing-Manual

Wie die Studentenbewegung der 80er Jahre den Geheimdienst aus den Unis ekeln wollte
In den USA des Ronald Reagan organisierten vor allem die Studenten den Protest gegen das Establishment. Dies schmerzte die CIA vor allem deshalb, weil sie ihr Personal traditionell an den Universitäten rekrutierte. In einem nun freigegebenen Memo für den CIA-Direktor von 1986 ist ein Handbuch der Geheimdienstgegner für Subversion auf dem Campus enthalten, das nun ironischerweise die CIA selbst auf ihrem Server veröffentlicht.

Das Handbuch zur Organisation gegen die CIA beginnt mit einem kurzen Abriss über deren Geschichte, die nicht unwesentlich mit den Universitäten zusammenhing, wie man seit den Untersuchungsausschüssen Mitte der 1970er Jahre wusste. Allein das berüchtigte MKULTRA-Programm zur Forschung von Drogen involvierte 80 universitäre Einrichtungen, die oft nicht einmal wussten, wer ihr tatsächlicher Auftraggeber war. Die CIA infiltrierte und finanzierte auch die Nationale Studentenbewegung, die an 300 Colleges und Universitäten vertreten war. Dabei interessierte sich der Geheimdienst für organisierte ausländische Studenten und lenkte die Finanzierung für US-freundliche Studentenorganisationen in Lateinamerika. Universitäten wie etwa in Miami hatten auch als Tarnung für die Operationen gegen Kuba gedient.

Das Handbuch erinnerte auch an die Operation CHAOS aus den 1960er Jahren, als der Auslandsgeheimdienst im Inland systematisch 300.000 Kriegsgegner mit nachrichtendienstlichen Methoden ausspionierte, sowie an die Partnerschaft der CIA mit folternden Geheimdiensten wie dem iranischen SAVAK und Südafrika, deren Personal die CIA in den USA ausbildete. Die Autoren befürchteten, dass die von Reagan 1981 beschlossenen Kompetenzen die CIA in eine Art Gestapo verwandeln könne.

mehr:
- Das Anti-CIA-Organizing-Manual (Markus Kompa, Telepolis, 12.03.2017)

Operation CHAOS - Government Spying {2:32}

PressPlayObey
Veröffentlicht am 26.04.2013
Did you know the Federal Government was illegally spying on American citizens before the Patriot Act ? This video explains Operation CHAOS which was used to infiltrate and spy on Americans. I Will make more short informative videos like this explaining our dark history. Please Subscribe for future videos ! Thumbs up if you enjoyed it. Do you want to learn more about Operation CHAOS? Click on this link: http://www.aarclibrary.org/publib/chu... Follow me on Twitter: https://twitter.com/ObeyPressPlay


Griechenland: Aberwitzig postfaktisches Theater

Foto-Montage & angebliche Regie per Skype: Schauspielerin behauptet, sie habe Oscar-prämierten Regisseur für sich gewonnen - und kommt damit durch

Eine kuriose Meldung gibt es aus der griechischen Theaterwelt. Ohne Kenntnis und daraus resultierend wurden die Namen eines Oscar-nominierten Regisseurs aus Zypern und eines amerikanischen Star-Regisseurs darin verwickelt. Der gesamte Plot erscheint in Zeiten der weltweiten Vernetzung aberwitzig - ist jedoch real.

Nicht real ist hingegen, was die in Griechenland mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin und Politikerin Pemi Zouni bislang standfest behauptete. Die frühere Abgeordnete der PASOK hatte gegenüber der Michalis Cacoyiannis Stiftung behauptet, sie habe den Oscar-prämierten Regisseur Ang Lee als Regisseur für ihr Theaterstück "….und Julietta" gewonnen. Auf den entsprechenden Plakaten liest sich die Beteiligung Ang Lees durch das Layout des Plakats als "Ang Lee …..und Julietta". Die Stiftung des 2011 verstorbenen, mehrfach für den Oscar nominierten zypriotischen Regisseurs Michalis Cacoyiannis nahm das Stück in den Spielplan auf.
mehr:
- Griechenland: Aberwitzig postfaktisches Theater (Wassilis Aswestpoulos, Telepolis, 12.03.2017)

Ancient Greek Theatre {4:01}


Meaghan Cahill
Veröffentlicht am 11.03.2012
Project for drama class. (:

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An Introduction to Greek Theatre {6:53}

National Theatre Discover
Veröffentlicht am 11.01.2013
For background detail on Greek theatre productions at the National Theatre, see our online exhibit http://www.google.com/culturalinstitu... This film explores the defining aspects of Greek Theatre. The theatre of Ancient Greece flourished between 550 BC and 220 BC. A festival honouring the god Dionysus was held in Athens, out of which three dramatic genres emerged: tragedy, comedy and the satyr play. Western theatre has its roots in the theatre of Ancient Greece and the plays that originated there. This collection features video about Greek theatre and productions of Greek plays staged at the National Theatre. Featured in this film are experts Edith Hall, professor of Classics at Kings College, London, Laura Swift from the Open University, Dr Sean McElvoy from Varndean College, Brighton and actor Michael Grady-Hall from the cast of Antigone. This film includes performance footage from the 2012 National Theatre production of Antigone, directed by Polly Findlay, starring Christopher Eccleston as Creon and Jodie Whittaker in the title role. This film was made and directed by Chloe White for the National Theatre. Discover more about the art of making theatre with the National Theatre: http://www.nationaltheatre.org.uk/dis... Bookshop: http://www.nationaltheatre.org.uk/boo... Twitter: http://www.twitter.com/nationaltheatre Facebook: http://www.facebook.com/national.thea... iTunes: http://www.nationaltheatre.org.uk/itunes TES: http://www.tes.co.uk/nationaltheatre


Atommüll: Risiko wird sozialisiert

Bundesregierung gibt den Konzernen eine doppelte Absicherung, diese klagen dennoch weiter gegen den Atomausstieg 

Mit einer nahezu inhaltsleeren Meldung, die von vielen Zeitungen übernommen wurde, informiert die Nachrichtenagentur dpa am Donnerstagnachmittag, dass die Bundesregierung einen Vertrag mit den deutschen AKW-Betreibern abgeschlossen habe, der die Entsorgung des radioaktiven Mülls regeln soll.

Dieser wurde bisher nicht veröffentlicht, aber im Grunde wurde bereits alles im vergangenen Dezember mit einem kleinen, für die Unternehmen recht vorteilhaftem Gesetzespaket geregelt. Allerdings haben diese noch darauf bestanden, einen öffentlich-rechtlichen Vertrag mit der Regierung abzuschließen.

Durch diesen sind auch künftige Regierungen und Parlamente gebunden, und die Grundlagen der Entsorgungen können nicht mehr ohne weiteres per Gesetz geändert werden. Insbesondere geht es den Unternehmen bei dem Vertrag um die Haftungsfrage, das heißt darum, dem Gesetzgeber die Möglichkeit zu nehmen, die Regelung mit anderen parlamentarischen Mehrheiten zu verschärfen.

Als Gegenleistung für den Vertrag, so hatten die Regierungsfraktionen und offensichtlich auch die Grünen gefordert – die Linkspartei wollte sich von vornherein nicht auf den Deal einlassen –, sollten die Konzerne auf ihre diversen Klagen gegen die Bundesregierung verzichten. Das ist allerdings nicht geschehen oder nur teilweise.

mehr:
- Atommüll: Risiko wird sozialisiert (Wolfgang Pomrehn, Telepolis, 11.03.2017)

siehe auch:
- Rückbau Atomkraftwerke: »Ein gigantischer Griff ins Klo« (Post, 29.07.2016)
- Die zehn schwersten atomaren Unfälle (Post, 25.03.2011)

Doku German Arte - Albtraum Atommüll {1:38:26}


Gilbert Ochsenkühn
Veröffentlicht am 23.07.2016
Dokumentation German Arte Albtraum Atommüll


BRICS: Vorreiter beim Klimaschutz

Wenn bisher darauf verwiesen wurde, dass Costa Rica durch seine Wasserkraft und Island durch seine Geothermie beinahe zu 100 % energetisch erneuerbar seien, wurde entgegengehalten: Das sind ja nur sehr kleine Länder und sie fallen weltpolitisch kaum ins Gewicht. Diese Argumentation ist heute nicht mehr zeitgemäß.

Die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt, China mit 1.4 Milliarden Menschen und Indien mit 1.3 Milliarden, haben die Vorreiterrolle beim Klimaschutz und beim Ausbau der erneuerbaren Energien übernommen.

Als Chinas Premierminister 2012 verkündete, dass sein Land ab 2030 erstmals weniger Treibhausgase emittieren werde als vorher, galt schon diese Ankündigung als Sensation. Dass dann aber sein Land schon seit 2013 Jahr für Jahr weniger CO2 emittiert, ist die eigentlich gute Nachricht fürs Weltklima. Denn China ist als bevölkerungsreichstes Land der Welt auch der größte Klimaschädling. Aber trotz einem Wirtschaftswachstum von 6.7% im Jahr 2016 gingen die CO2-Emissionen im Reich der Mitte um satte 4.3% im gleichen Jahr zurück.

Anfang Januar 2017 erklärte China, dass über 100 bereits im Bau befindliche Kohlekraftwerke geschlossen werden. Allein im Jahr 2016, so berichtet die "Zeit", hat China dreiviertel so viele Solaranlagen gebaut, wie Deutschland insgesamt in den letzten 25 Jahren installiert hat. Bis 2020 will das Reich der Mitte nochmal 340 Milliarden Dollar in erneuerbare Energien investieren. Schon heute ist Solarenergie in China billiger als Strom aus Kohlekraft. Deutschland ist als früherer Wind- und Solarweltmeister schon lange abgehängt und hat in den letzten Jahren über 100.000 Arbeitsplätze in diesen Zukunftstechnologien verloren. Das ist der restriktiven Politik der Bundesregierung geschuldet. Ihr Motto: Kohlekraft ist wichtiger als die Zukunft.

Indiens Regierung will nicht hinter China zurückbleiben. Bis 2022 soll der Anteil der erneuerbaren Energien vervierfacht werden. Schon heute ist Solarstrom auch in Indien die preiswerteste Stromquelle. Deshalb will die indische Regierung bis 2026 alle Kohlekraftwerke abschalten.

Der Finanzdienstleister Bloomberg hat kürzlich errechnet, dass schon heute in 58 Entwicklungsländern Strom aus Sonne und Wind preiswerter ist als aus fossilen Rohstoffen. In zehn Jahren wird das in allen Ländern der Welt so sein.

mehr:
- Indien und China: Die neuen Vorreiter beim Klimaschutz (Franz Alt, Telepolis, 11.03.2017)

Beinaheunfall im Kernkraftwerk? Interessiert nicht!

Die Ursache einer im Januar bekannt gewordenen radioaktiven Wolke über Europa scheint auf kein Interesse zu stoßen 

Ende Januar wurde die Öffentlichkeit mit spärlichen Meldungen über eine radioaktive Wolke informiert. Sie enthalte Jod 131 in geringer Konzentration und verteile sich über ganz Europa, wie Strahlenmessungen in Finnland, dann in Frankreich, Spanien und schließlich auch in Deutschland gezeigt hätten.
mehr:
- Beinaheunfall in Norwegen (Detlef zum Winkel, Telepolis, 09.03.2017)

Trumps Mauer, Zement und IS: Politische Moral und Geschäft

Der Zementriese LafargeHolcim bewirbt sich für lukrative Aufträge, der französische Außenminister appelliert an die Verantwortlichkeit des Konzerns. Im Hintergrund schwärt ein Skandal um frühere Zahlungen an den IS
Trump macht es möglich. Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault entdeckt die Moral. Er fordert den Zementriesen LafargeHolcim zum Nachdenken auf. Es sei unbedingt notwendig, dass das Unternehmen über seine eigenen wirtschaftlichen Interessen sehr genau nachdenke, belehrte Ayrault den französisch-schweizerischen Konzern in einem Gespräch mit dem Sender Franceinfo: Unternehmen hätten auch eine soziale und wirtschaftliche Verantwortung.

Der frühere Premierminister unter Hollande, seit Anfang vergangenen Jahres für die Außenpolitik zuständig, machte keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen den neuen US-Präsidenten und er wurde auch gegenüber LafargeHolcim deutlich: "Ich verurteile die Methoden von Herrn Trump, und was Lafarge betrifft, so appelliere ich an seine Verantwortlichkeit." Andere Kunden weltweit würden Larfages Geschäftsansinnen mit Verblüffung zur Kenntnis nehmen.

Auffällig ist, dass der gelernte Philologe den Konzern nur bei seinem französischen Namen ansprach. Der Zement-und Betonhersteller fusionierte 2014 mit dem Schweizer Baustoffhersteller Holcim und wird seither meist mit dem Doppelnamen LafargeHolcim erwähnt. Seinen Hauptsitz hat der weltgrößte Baustoffhersteller in der Schweiz. Herauszuhören ist auch eine subtile Drohung in den Anmerkungen Ayraults, welche auf die Konzernkunden abzielt.

mehr:
- Trumps Mauer, Zement und IS: Politische Moral und Geschäft (Thomas Pony, Telepolis, 10.03.2017)

Geschlechtsverkehrshäufigkeit unter Amerikanern nimmt ab

Trend wird auch in Großbritannien, Deutschland, Südkorea und Japan beobachtet 

Einer im Archives of Sexual Behavior erschienenen Studie zufolge hatten amerikanische Erwachsene 2013 deutlich weniger Sex als in den 1990er Jahren: Bei Verheirateten sank die Zahl der jährlichen Geschlechtsakte zwischen 1989 und 2014 von durchschnittlich 67 auf durchschnittlich 56. Bei den Singles blieb die Frequenz relativ gleich, aber da diese Gruppe weniger Sex hat als die der Verheirateten, trug ihr heute größerer Anteil an der Gesamtbevölkerung zum Rückgang der allgemeinen Frequenz bei.
mehr:
- Geschlechtsverkehrshäufigkeit unter Amerikanern nimmt ab (Peter Mühlbauer, Telepolis, 09.03.2017)

Deutschland: Selbstzweifel vs. Großartigkeit – oder beides…


Revolution in Deutschland?
Das wird nie etwas,
wenn diese Deutschen
einen Bahnhof stürmen wollen,
kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!
 
Wladimir Iljitsch Lenin



Sagt, ist noch ein Land außer Deutschland,
wo man
die Nase eher rümpfen lernt
als putzen?


Der Deutsche
erlebt keine Zeit so gern
als die Bedenkzeit.


Ich kenne die Deutschen:
sie wollen wie die
Metaphysiker alles von
vorn an wissen, recht
genau, im Großoktav, ohne
übertriebene Kürze und
mit einigen citatis.
Sie versehen ein Epigramm
mit einer Vorrede und
ein Liebesmadrigal mit einem
Sachregister - sie bestimmen
den Zephir mit einer
Windrose - und das Herz
eines Mädchens mit einem
Kegelschnitt - sie bezeichnen
alles mit Fraktur wie
Kaufleute, und beweisen alles
wie Juristen - ihre Gehirn-
häute sind lebendige
Rechenhäute, ihre Beine
geheime Meßstangen und
Schrittzähler - sie
zerschneiden den Schleier
der neun Musen und setzen
auf die Herzen dieser
Mädchen Tasterzirkel und in
ihre Köpfe Visierstäbe.
Der Deutsche fügt sich unter
allen zivilisierten Völkern
am leichtesten und
dauerhaftesten der Regierung,
unter der er ist,
und ist am leichtesten
von Neuerungssucht
und Widersetztlichkeit
gegen die eingeführte
Ordnung entfernt.

Die lieben Deutschen
kenn' ich schon;
erst schweigen sie, dann
mäkeln sie, dann beseitigen,
dann bestehlen
und verschweigen sie.


Scheltet mir nicht die
Deutschen! Wenn sie auch
Träumer sind, so haben
doch manche unter
ihnen so schöne Träume
geträumt, daß ich sie
kaum vertauschen möchte
gegen die wachende Wirklichkeit unserer Nach-
barn. Wenn einst, was
Gott verhüte, in der ganzen
Welt die Freiheit
verschwunden ist, so
wird ein deutscher Träumer
sie in seinen Träumen
wieder entdecken.


Selbst im Fall einer
Revolution würden die
Deutschen sich nur
Steuerfreiheit, nie Gedanken-
freiheit zu erkämpfen suchen.


Wir denken gut
und reden schlecht, reden
viel und tun wenig, tun
manches und vollbringen
nichts. Aber unsre
Gleichgültigkeit gegen
Handlungen entspringt nicht
aus unserer Vorliebe für
Worte, sondern umgekehrt,
unsere Vorliebe für Worte
entspringt aus Scheu
vor Handlungen.
Die keuschen Deutschen
wenden ihre Augen weg vor
jeder nackten Tat.


Wer unter Deutschen
zu leben hat, leidet sehr an
der berüchtigten Grauheit
ihres Lebens und ihrer Sinne,
an der Formlosigkeit,
dem Stumpf- und Dumpf-
sinne, an der Plumpheit
im zarteren Verkehre, noch
mehr an der Scheelsucht
und einer gewissen Versteckt-
heit und Unreinlichkeit
des Charakters;
es schmerzt und beleidigt
ihn die eingewurzelte
Lust am Falschen und
Unechten, am übel Nach-
gemachten, an der
Übersetzung des guten
Ausländischen in ein
schlechtes Einheimisches.


Wir haben die Vaterlands-
liebe kennengelernt
als ein Gefühl, das nur beim
Schmettern der
Trompeten mächtig wirkt.

Der Hang zur Selbstkritik,
der oft bis zum Selbstekel, zur
Selbstverfluchung ging,
ist kerndeutsch, aber ewig
unbegreiflich wird
bleiben, wie ein so zur
Selbsterkenntnis angelegtes
Volk zugleich den
Gedanken der Weltherrschaft
fassen konnte.


Nie geraten die Deutschen
so außer sich, wie
wenn sie zu sich kommen
wollen.


Deutschland, unsere Heimat,
hat sich in ein Volk
von 2 Millionen Spitzeln und
80 Millionen Bespitzelten
verwandelt. Sein
Leben besteht in dem Prozeß,
der ihm gemacht wird. Es
besteht nur aus Schuldigen.


Die Deutschen kommen
immer zu spät. Sie sind spät
wie die Musik, die immer
von allen Künsten die letzte
ist, einen Weltzustand
auszudrücken - wenn dieser
Weltzustand schon im
Vergehen begriffen ist. Sie
sind auch abstrakt und
mystisch wie diese ihnen
teuerste Kunst -
beides bis zum Verbrechen.
Ihre Verbrechen, sage ich,
gehörten nicht notwendig
zu ihrem verspäteten
Ausbeutungsunternehmen;
sie waren ein Hinzu-
kommendes, ein Luxus, den
sie sich leisteten
aus theoretischer Anlage, zu
Ehren einer Ideologie, des
Rassenphantasmas. Klänge es
nicht wie abscheuliche
Beschönigung, so möchte
man sagen, sie hätten ihre
Verbrechen aus weltfremdem
Idealismus begangen.


Ein Deutscher
ist ein Mensch, der keine
Lüge aussprechen kann, ohne
sie selbst zu glauben.


Deutschland ist kein
Modell, es ist ein Grenz-
und Sonderfall.