Donnerstag, 4. Mai 2017

Correctiv – Professionelle Heuchelei

Der Blick hinter die Fassade offenbart: Das Journalistenbüro Correctiv ist alles andere als unabhängig, aufklärerisch und investigativ.

Kommentar zum Bild: "Das Foto zeigt ein Gebäude in der Altstadt von Montpellier, bei dem der größte Teil der Fassade gemalt (oder foliert) ist. Auch die Spiegelung der gegenüberliegenden Kirche ist gemalt. Das Verrückte ist: Man steht da und schaut auf das Haus und kann kaum unterscheiden, wo echte Mauern, Fenster und Leute sind, und wo diese nur gemalt und also 'Fake' sind. So ist es mir auch mit Correctiv ergangen, vor allem mit den Artikeln zu Putin und MH17. Es wirkt erstmal alles schlüssig und bewiesen, bis man genauer hinsieht."
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In einer Zeit, in der Fakten, Quellencheck und Hintergrundrecherche in etablierten Medien immer weniger gefragt sind, investigative, herrschaftskritische Journalisten und Wissenschaftler aus Redaktionen und Universitäten gedrängt werden und bestenfalls unter sehr prekären Bedingungen ihre Aufklärungsarbeit fortsetzen können, in einer Zeit, in der kritische Geister durch Querfront-Vorwürfe mundtot gemacht werden (sollen), taucht im Sommer 2014 ein sich „CORRECT!V“ nennendes Recherchebüro auf, das a) innerhalb kürzester Zeit aufwändige Rechercheprojekte abschließt, die es b) kostenfrei den Redaktionen zur Verfügung stellt, die c) in den Mainstreammedien breit und unkritisch rezipiert werden und das d) innerhalb weniger Monate renommierte Journalistenpreise erhält, wie zum Beispiel den Grimme Online-Award für die Webreportage zum Abschuss des Malaysischen Verkehrsflugzeugs MH17 über der Ukraine. Zuletzt war Correctiv Gegenstand der Berichterstattung, nachdem Facebook angekündigt hat, in Deutschland Correctiv mit der Markierung von Fake-News zu beauftragen. Dieses an sich schon fragwürdige und von Paul Schreyer als „Privatisierung der Zensur“ bezeichnete Vorhaben steht und fällt vollends mit der Seriosität der beauftragten Kontrollstelle.
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Redaktionelle Vorbemerkung: Die Recherche von Elke Schenk zu Correctiv erscheint als Vierteiler. Beim hier vorliegenden Text handelt es sich um den ersten Teil. Den zweiten Teil lesen Sie hier, den dritten hier, den vierten hier.

Im Folgenden möchte ich das Selbstbild von Correctiv kritisch befragen. Dazu erscheint eine mehrteilige Serie bei Rubikon.

Zunächst untersuche ich Gründung und finanzielle Basis, Selbstverständnis und Ziele von Correctiv sowie die politische und berufliche Herkunft und Verbindungen des Personals in Redaktion, Geschäftsführung und Ethikrat.

Um zu einer fundierten Beurteilung von Correctiv zu gelangen, ist es zudem nötig, die Substanz der Enthüllungen zu prüfen, indem exemplarisch einige Rechercheprodukte einer argumentativ-inhaltlichen und rhetorischen Analyse unterzogen werden. Dies ist bislang nicht in der erforderlichen Tiefe geschehen.

Ein Schwerpunkt sind Correctivs Enthüllungen zum 'System Putin' und zum Abschuss der malaysischen Verkehrsmaschine MH17 im Sommer 2014. Die Ergebnisse sollen eine weitere Beurteilungsgrundlage liefern, ob Correctiv unabhängig vom traditionellen Medienbetrieb und von Machteliten ist und ob die „Recherche“ergebnisse als sachlich fundiert und aufklärerisch angesehen werden können.

Vor diesem Hintergrund wird die Rolle von Correctiv als Kontroll-Instanz für Fake-News betrachtet. Ein Fazit zu Vorgehensweise, Agenda und Einordnung von Correctiv schließt die Studie ab.
mehr:
- Professionelle Heuchelei (1/4) (Elke Schenk, Rubikon, 04.05.2017)
siehe auch:
- Bye-Bye Facebook! (Maren Müller, publikumskonferenz.de, 09.04.2017)
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Heute vor 47 Jahren – 4. Mai 1970: Das Kent-State-Massaker

Beim Kent-State-Massaker (englisch Kent State ShootingsKent State Massacre) wurden am 4. Mai 1970 an der Kent State University in den USA vier Studenten erschossen und neun teils schwer verletzt, als die Nationalgarde des Staates Ohio während einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg das Feuer auf die Menge unbewaffneter Demonstranten eröffnete. Bis heute wurde niemand dafür zur Verantwortung gezogen. 
[Kent-State-Massaker, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 02.04.2018]
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siehe dazu:
- Vor vierzig Jahren: Das Kent State Massaker (Fred Mazelis, Patrick Martin, World Socialist Web Site, 15.05.2010)

ohio- neil young {2:59}

Hochgeladen am 21.01.2010
movie for a history project

The 1970 Kent State massacre {2:37}

Veröffentlicht am 01.06.2017
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Nearly five decades ago on May 4, the Ohio National Guard killed four people and wounded nine while trying to disperse an anti-war rally at Kent State University in Ohio. The four people killed were Kent State students. The event is remembered as one of the darkest tragedies of contemporary American history.

Kent State massacre 1970: National Guard shootings killed 4 students and wounded 9 - TomoNews {4:55}

TomoNews US
Am 04.05.2017 veröffentlicht
KENT, OHIO — On May 4, 1970 the Ohio National Guard killed four students while trying to disperse an unpermitted anti-war rally at Kent State University. Then-U.S. President Richard Nixon announced the Cambodian incursion on Thursday April 30, sparking anti-war demonstrations in campuses across the country. Lootings and violence prompted a State of Emergency in the city and the National Guard were mobilised over the weekend. The situation came to a head the following Monday when the guardsman tried break up a crowd of some 500 anti-war protesters, along with nearly 2,500 spectators. Their advances scattered much of the crowd, but some remained, so the guardsmen decided to return to their original position. However at least 28 of them turned on the crowd and started shooting. Four were killed and nine wounded in the 13-second volley of gunfire. -~-~~-~~~-~~-~- Please watch: "Crying dog breaks the internet’s heart — but this sad dog story has a happy ending" https://www.youtube.com/watch?v=4prKT... -~-~~-~~~-~~-~-

Refuses to Reopen Kent State Investigation {36:53}

Veröffentlicht am 25.05.2013
May 2012 Mike Alewitz, a Central Connecticut State University professor and eyewitness to the Kent State massacre of 1970 talks about the killings shortly after the Justice Department decided not to take a new look at the killings of students. After you hear his talk and look at his photos it's pretty obvious someone ordered the Guard to open fire on the few people in a near empty parking lot.

Four Dead in Ohio {22:33}

Hochgeladen am 05.05.2010
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Forty years after the campus shooting in Kent, Ohio that left four students dead, shot by US soldiers during an anti-war demonstration, the controversy has not died, and the site has become a listed historic place. A look at how the Kent State shooting impacted the course of the Vietnam war.

Orangeburg Massacre 1968 {4:20}

Veröffentlicht am 09.04.2014
The murder of 3 young men,Henry Smith, Samuel Hammond, Delano Middleton and the wounding of 27 young men and women in a incident on the campus of South Carolina State College, over two years before the Kent State shooting, has received limited exposure to this day.
Dean of Student Life at Ferris State University, Leroy Wright tells the story of the Orangeburg Massacre.
http://www.ferris.edu/htmls/news/jimc...

siehe dazu auch:
- 1968 riots (engl. Wikipedia – Google-Übersetzer)

Viola Liuzzo {10:09}

Veröffentlicht am 16.03.2012

The 1965 murder of James Reeb {5:14}

Veröffentlicht am 14.02.2013
The attack on and death of James Reeb helped draw national attention to the voting rights struggle. The death of a white minister drew the personal attention of President Lyndon B. Johnson. On March 15, President Johnson publicly advocated for the passage of a strengthened voting rights bill in a televised address to Congress. Congress subsequently passed the Voting Rights Act, and President Johnson signed it into law in August 1965.
http://www.ferris.edu/jimcrow/

Heute vor 130 Jahren – 4. Mai 1887: Emil Berliner erhält das Patent auf die Schallplatte

Berliners Schellack-Schätzchen 

Der aus Hannover stammende und 1870 in die USA ausgewanderte Emil Berliner (1851-1929) experimentierte leidenschaftlich gern mit elektrischen Geräten. 1876 erfand er ein Mikrofon und erhielt 1887 das Patent (No. 372, 786) auf einen scheibenförmigen Tonträger, die Schellack-Schallplatte. Sie wurde mit einem eigenen Abspielapparat (Grammofon) geliefert. Der Vorteil der Schallplatte gegenüber der Tonwalze Thomas Edisons war ihre Reproduzierbarkeit. 
Emil Berliner (r.) testet 1927 in seinem Labor
eine Maschine zur Herstellung von Schallplatten 
Die frühen Platten wurden aus Schellack mit Zusätzen aus Baumwollflocken, Schieferpulver und Ruß gepresst. Ab 1889 lief ihre Serienproduktion an. Nach 1900 wurde die Schallplatte zum Massenmedium und erhielt die bekannte Beschriftung durch Papieretiketten in der Mitte. Emil Berliner, der nach 1907 weitere Erfindungen, etwa Hubschrauber und Rotoren, anmeldete, gründete mehrere Schallplattenfirmen. Die Schellackplatte wurde im Westen bis 1955 und im Ostblock bis 1961 nahezu unverändert produziert. Dann setzte sich die leichtere Vinyl-Schallplatte durch. 

 Geschichte der Schallplatte
 • 1857: Phonautograph (Tonwalze) 
 • 1877: Edison-Phonograph - erste Wiedergabe von Schall 
 • 1887: Erste Schellack-Schallplatte mit Rillen (Berliner) 
 • 1889: Beginn der Serienproduktion von Schallplatten 
 • 1930: Erste Vinyl-LP 
 • 1931/58: Erste Schallplatte mit Stereoton 
 Harenberg -Abenteuer Geschichte 2017

Die Enstehung der Phonographie/Herstellung der Schellackplatte {13:59}
Veröffentlicht am 10.07.2016
Die Enstehung der Phonographie von Thomes Edison bis Emil berliner und seine Schallplatte

Herstellung einer Schellackplatte {2:47}

Hochgeladen am 19.06.2009
Herstellung einer zweiseitigen Schellackplatte im Jahre 1949.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Heute vor 180 Jahren – 3. Mai 1837: Otto I. gründet die Athener Universität

König Otto - ein gescheiterter Idealist 

Nach rund 500 Jahren türkischer Herrschaft in ihrem Land begehrten die Griechen ab 1821 auf. Viele europäische Staaten unterstützten ihren Freiheitskampf, darunter auch die Könige Bayerns. Als die unabhängigen Griechen 1831 nach einem Staatsoberhaupt suchten, war der 16-jährige Bayernprinz Otto von Wittelsbach (1815-1867) zur Stelle. Im Februar 1833 wurde er als Otto I. König der Hellenen. Der junge Regent brachte aus Bayern einen Stab fähiger Verwaltungsexperten mit, die alle wichtigen Posten im Land besetzten. Sie drängten die zerstrittenen Griechen, für deren Mentalität sie kein Verständnis aufbrachten, zur Seite. Auch das Militär wurde von Bayern und anderen Ausländern geführt. 

Der schwärmerische, vom deutschen Idealismus geprägte König gründete 1837 in Athen die Ottonische Universität – die heutige Nationale und Kapodistria-Universität – als erste neuzeitliche Universität des östlichen Mittelmeerraums. Sie hatte anfangs vier Fakultäten (heute sechs): Theologie, Jura, Medizin und Kunst. Weitere Großprojekte des Königs belasteten den Haushalt schwer und führten zum Staatsbankrott. Die weitgehend von der politischen Gestaltung ausgeschlossenen Griechen erhoben sich 1843 gegen die »Fremdherrschaft«. Ein zweiter Volksaufstand 1862 trieb den König außer Landes, Otto I. zog sich enttäuscht nach Bamberg zurück. Die Athener Universität hat heute mehr als 50.000 Studenten. 

 Harenberg - Abenteuer Geschichte 2017

Die Bayern in Griechenland {26:10}

Veröffentlicht am 19.04.2014
Spurensuche einer deutsch-griechischen, bisher kaum bekannte Beziehung

Dresscode in Ost und West

Im Streit um das Kopftuchverbot für Lehrerinnen an allgemeinbildenden Schulen in der Hauptstadt hat eine abgelehnte Bewerberin eine Entschädigung erstritten. Wegen Benachteiligung sprach ihr das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg am Donnerstag 8680 Euro zu. Damit war die Berufung der jungen muslimischen Frau erfolgreich (Az. 14 Sa 1038/16). Laut Gericht war es eine Einzelfall-Entscheidung. 

Richterin Renate Schaude bezog sich im Urteil auf das Bundesverfassungsgericht. Das Berliner Neutralitätsgesetz müsse an dessen Entscheidungen ausgelegt werden. Das höchste Gericht hatte zuletzt im Januar 2015 ein pauschales Kopftuchverbot an nordrhein-westfälischen Schulen gekippt und die Bedeutung der Glaubensfreiheit betont. Allein vom Tragen eines Kopftuchs geht demnach keine Gefahr aus. 
mehr:
- Berliner Gerichtsurteil: Wegen Kopftuch abgelehnte Lehrerin bekommt Entschädigung (Kölnische Rundschau, 09.02.2017)

siehe auch:
- Zu wenig Haut an Nizzas Strand: Muslima muss Oberteil ausziehen (n-tv, 24.08.2016)
- Wirbel um "aufreizendes" Kleid: Zwölfjährige fliegt aus Schachturnier (n-tv, 02.05.2017)

Dienstag, 2. Mai 2017

Heute vor 60 Jahren – 2. Mai 1957: Der US-amerikanische Senator Joseph McCarthy stirbt

Der Hexenjäger 

Die McCarthy-Ära (1950-54) gilt als eines der dunkelsten Kapitel in der jüngeren Geschichte der USA, als antikommunistische Hysterie und Denunziation das gesellschaftliche Klima vergiftete. Der Jurist Joseph McCarthy (1908-1957) zog 1946 als Vertreter Wisconsins für die Republikanische Partei in den US-Senat ein. Im Februar 1950 begann er seine Kampagne mit der Behauptung, eine Liste mit 205 Namen prominenter US-Amerikaner zu besitzen, die Mitglieder der Kommunistischen Partei seien. Diese Liste existierte freilich nicht. In der Folgezeit denunzierte er vor allem das Außenministerium als vollständig von Kommunisten unterwandert. McCarthys aggressive Polemik trieb die Regierung vor sich her, als er die Ära Roosevelt und Truman als »20 Jahre Hochverrat« bezeichnete. Mit einem Stab skrupelloser junger Mitarbeiter sorgte er dafür, dass sich der »Ausschuss für unamerikanische Umtriebe« in ein lnquisitionsgericht verwandelte. Vor allem die Karrieren linksliberaler Journalisten, Literaten und Künstler wurden durch faktische Berufsverbote zerstört. McCarthy stürzte im Dezember 1954, als er versuchte, mit gleichen Vorwürfen gegen Militärs und hohe Offiziere vorzugehen. Auch nachdem McCarthy an Leberzirrhose verstorben war, blieb seine »Hexenjagd« für lange Jahre eine offene politische Wunde. 
 Harenberg - Abenteuer Geschichte 2017

The Hollywood Ten (1950) {15:01}
Hochgeladen am 09.01.2011
"Who were the Hollywood Ten? This 1950 documentary gives us a closer look at the ten blacklisted film writers and directors who defied the government and the sentiments of their day by refusing to testify during the HUAC anti-Communist hearings. John Berry, who directed the documentary, was blacklisted himself upon its release." (Ironweed Films)

Good Night, and Good Luck (2005) german Trailer {2:33}

Hochgeladen am 03.01.2012
Good Night, and Good Luck. ist ein US-amerikanischer Kinofilm über die McCarthy-Ära. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung zwischen dem Fernsehjournalisten Edward R. Murrow und dem Senator Joseph McCarthy. George Clooney führte bei diesem Schwarzweiß-Film nicht nur die Regie, er verfasste auch das Drehbuch und agiert als Darsteller vor der Kamera.

Die Person Joseph McCarthy wird im Film von diesem selbst dargestellt, indem Originalausschnitte damaliger Fernsehsendungen verwendet werden, in denen er seine Reden hält.

In den 50er Jahren durchlief die USA eine Welle der Angst vor dem Kommunismus, angeführt durch die politischen Hexenjagden des Senators Joseph McCarthy, der ganz Amerika von anti-amerikanischen Umtrieben säubern wollte. Im Jahr 1953 nahm der CBS-Journalist Ed Murrow (David Strathairn) samt seinen Kollegen (Robert Downey jr., Ray Wise, Patricia Clarkson) die Machenschaften und Verhörmethoden McCarthys genauer unter die Lupe und entlarvten langsam aber sicher den falschen Schein, gedeckt durch ihren Produzenten Friendly (George Clooney). Als sie ihre Sendung "See it now" für die Aufklärung des Bevölkerung einsetzen, geraten sie bald in Bedrängnis, die Chefs des Senders, die Sponsoren und die Regierung selbst läuft gegen die Journalisten Sturm. Selbst als sie in McCarthys Visier geraten, machen Murrow und seine Leute weiter und setzen Ereignisse in Gang, die den Senator schließlich stürzen...

In der Sache I. Robert Oppenheimer {2:16:00}

Veröffentlicht am 11.07.2014
Autor: Heinar Kipphardt
Regie: Gerhard Klingenberg

Hauptdarsteller:
Oppenheimer: Charles Regnier
Robb: Siegfried Wischnewski
Sprecher: Robert Freitag

Szenischer Bericht über das Verfahren vor einem Untersuchungsausschuss der Atomenergiekommission zur Erteilung der "Sicherheitsgarantie" für die weitere Teilnahme an geheimen Atomprojekten gegen den "Vater der Atombombe", I. Robert Oppenheimer, in Zeiten der "McCarthy-Ära". Hessischer Rundfunk. Preisgekrönt.

The House Un-American Activities Committee {6:27}

Veröffentlicht am 02.12.2013
The House Un-American Activities Committee Witch Hunt

Bertolt Brecht singt sein 'Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens' – Kurt Weill {2:50}

Hochgeladen am 14.09.2009
Ausschnitt aus der
Brecht-Gala: 'Ungeheuer oben!'
Eine Hommage an Bertolt Brecht aus Anlass seines 50. Todestages
Aufzeichnung einer Aufführung im Berliner Ensemble vom August 2006 (Erstsendung 13.8.2006)
Das Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens - Peachum (Altsaxophon, Tenorsaxophon, 2 Trompeten, Posaune, Becken, Triangel, Tamburo Legno, Große Trommel, Bandoneon, Klavier)

Historische Aufnahmen von 1930 mit der Lewis Ruth Band , Leitung Theo Mackeben und Bertolt Brecht (singt selbst)
Originaltitel: Die Dreigroschenoper
Gattung: Theaterstück mit Musik
Originalsprache: deutsch
Autor: Bertolt Brecht
Literarische Vorlage: Gay / Pepusch: The Beggars Opera
Musik: Kurt Weill
Uraufführung: 31. August 1928
Ort der Uraufführung: Theater am Schiffbauerdamm, Berlin

Ukraine stellt Strom in Luhansk ab

Luhansk im Osten der Ukraine muss kurze Zeit ohne Strom auskommen. Wegen angeblich offener Rechnungen stellt die Regierung in Kiew die Energieversorgung ein. Russland wirft dem Land andere Absichten vor und eilt dem Rebellengebiet zur Hilfe. 

Die Ukraine hat die Energieversorgung der von Rebellen kontrollierten Gebiete in der östlichen Provinz Luhansk vollständig eingestellt. Die Belieferung der "zeitweise unkontrollierten Teile von Luhansk" sei in der Nacht zu Dienstag beendet worden, teilte das Staatsunternehmen Ukrenergo auf Facebook mit. Kiew wirft den prorussischen Rebellen dort vor, Strom im Wert von 90 Millionen Euro nicht bezahlt zu haben. 


Die Rebellen hoben hervor, der Lieferstopp wirke sich praktisch kaum aus, weil es sofort Energielieferungen aus Russland gegeben habe. Der Katastrophenschutzminister der selbsternannten Rebellen-Regierung in Luhansk, Sergej Iwanuschkin, erklärte, in den größten Städten der Provinz sei der Stromausfall bereits nach weniger als 40 Minuten beendet worden, weil die Rebellen auf "eigene Ressourcen" zurückgegriffen hätten.

mehr:
- "Letzte Verbindung" gekappt: Ukraine stellt Strom in Luhansk ab (n-tv, 25.04.2017)

Samstag, 29. April 2017

Wilhelm von Humboldt, der liberale Rebell

Niemand prägte das Bildungsideal der deutschen Universitäts- und Schullandschaft wie Wilhelm von Humboldt. Und auch als Ahnherr des Liberalismus ging er in die Geschichtsbücher ein. Die aktuelle Cicero-Ausgabe verrät, warum die Lehren des Ausnahmegeists ein Vierteljahrtausend nach seiner Geburt wieder akut sind


Schon 20 Jahre, bevor Wilhelm von Humboldt sich anschickte, einen Staat und dessen Bildungssystem neu zu ordnen, hatte er seine Gedanken geordnet. „Der wahre Zweck des Menschen“, notiert er als 25-Jähriger 1792, „ist die höchste und proportionierlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen.“ Dieser Satz umreißt eben das, was seither als humboldtsches Bildungsideal erst Preußen groß gemacht und dann die universitäre Lehre und Forschung in Deutschland geprägt hat.
Der Ausnahmegeist verlangte von jedem Lernenden, seinen „inneren Wert“, sein enzyklopädisches und sittliches Wissen so hoch zu steigern, dass „der ganze Begriff der Menschheit“ im Extremfall aus einem einzigen Individuum heraus „einen großen und würdigen Gehalt gewönne“. Welch ein Anspruch! Erinnert mich stark an den Satz meines Professors für Neuere deutsche Literatur, der sagte, wir sollten vor dem Berg an Klassikern, die man gelesen haben muss, nicht verzweifeln. „Jeden Tag einen davon reicht völlig“, meinte er vermeintlich milde und verständnisvoll für all die anderen Lockungen jenseits von Lektüre, die das Studentenleben sonst noch bereithält.

mehr:
- Wilhelm von Humboldt, der liberale Rebell (Christoph Schwennicke, Cicero, 27.04.2017)

Das Europa der Aufklärung existiert nicht mehr

Kacem El Ghazzali kam 2011 als politischer Flüchtling nach Europa. Die Ideale der Aufklärung, die er dort suchte, sieht er zunehmend in Gefahr

An meinem fünfzehnten Geburtstag war es, im Sommer 2005 in Nord-Marokko, als ich zufällig an eine Reihe kurzer Online-Artikel über die europäische Aufklärung geriet.

Was ich las, war ebenso fesselnd wie aufwühlend und markierte den Beginn einer radikalen Veränderung in meinem Leben.

Sehr eindrücklich war die Erkenntnis, dass Europa, heute ein entwickelter und freier Kontinent, bis zum 18. Jahrhundert auf denselben religiösen Pfeilern ruhte wie heute viele muslimische Länder, durchwirkt von religiösem Dogma, Sektierertum und Angriffen auf die Redefreiheit. Es war ermutigend, zu lesen, wie die Philosophen Europas an der vordersten Front des Kampfes für die Freiheit so viel erreicht hatten, obwohl sie, Verfechter von individueller Unabhängigkeit, intellektueller Offenheit und von Austilgung religiöser Unterdrückung, doch so wenige waren. Einsame Stimmen, ohne Unterstützung im Volk, unter Verfolgung leidend, im Exil lebend; verwandt vielen Säkularisten und Intellektuellen in der heutigen muslimischen Welt.

mehr:
- Ist Europa erloschen? (Kacem El Ghazzali, Freitag-Community, 26.04.2017)

Freitag, 28. April 2017

Zuwanderungs-Kriminalität: nass bleibt nass


Theater (von altgriechisch τό θέατρον théatron ‚Schaustätte‘, ‚Theater‘; von θεᾶσθαι theasthai‚anschauen‘) ist die Bezeichnung für eine szenische Darstellung eines inneren und äußeren Geschehens als künstlerische Kommunikation zwischen Akteuren (Darstellern) und dem Publikum. Mit dem Wort Theater kann das Gebäude gemeint sein, in dem Theater gespielt wird (siehe Theaterarchitektur), oder der Prozess des Theater-Spielens oder auch allgemein eine Gruppe von Menschen, die Theater machen, also eine Theatergruppe.[1] [Theater, Wikipedia, abgerufen am 28.04.2017, Hervorhebung von mir]
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Die FAZ nahm eine Äußerung Pfeiffers bei einer Diskussionsrunde zu den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht 2015/16 zum Anlass, generelle Vorgaben von Fernsehredakteuren zu kritisieren. Diese forderten laut der FAZ Interviewpartner auf, im Zusammenhang etwa mit den Ereignissen in Köln nicht über Flüchtlinge zu reden, man würde sonst das Interview abbrechen. Pfeiffer, der selbst ein oft gefragter Interview- und Talkshowgast ist, hatte selbst eine solche Bitte abgelehnt und selbst damit gedroht, das Interview nicht durchzuführen. [15] Die FAZ sah in dem (generellen) Umgang mit Interviewpartnern eine Mentalität, die mit journalistischen Prinzipien im grundsätzlichen Widerspruch sei.[16] [Christian Pfeiffer, Umgang mit Medienvorgaben und Integrationsthemen , Wikipedia, abgerufen am 28.04.2017]

siehe dazu auch:
- "Mehr Gewalt in Deutschland – Was sind die Konsequenzen?" (Phoenix-Runde, 25.04.2017)
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Kisslers Konter: Zuwanderer sind überproportional kriminell. Das ist traurig und bitter, aber laut neuen Zahlen ein Faktum. Medien sollten es nicht verharmlosen, doch das tun sie

Das Kind, das in den Brunnen fiel, ist nass. Mag man hinterher noch so lange darüber streiten, ob der Brunnen alle Definitionen eines Brunnens erfüllt, ob nicht schon sehr viele Kinder an ganz anderen Stellen unfreiwillig mit Wasser in Berührung kamen, ob Wasser überholt sei und man doch lieber über das schöne Gras am Rand des Brunnens reden sollte: Nass bleibt nass. An solche schlichten Wahrheiten muss erinnert werden angesichts des Beschwichtigungsspektakels, das mit der Vorstellung der neuen Kriminalstatistik einherging.
mehr:
- Kriminalstatistik 2016: Absurdes Beschwichtigungstheater (Alexander Kissler, Cicero, 26.04.2017)

mein Kommentar:
Jetzt wird über das Beschwichtigungstheater gesprochen…

Was Computer nicht können – zum Tode von Hubert Dreyfus

Der Philosoph Hubert Dreyfus wurde 87 Jahre alt. Der bekannte KI-Kritiker wurde mehrfach für seine Lehrtätigkeit ausgezeichnet. 

Berichte von meinem Ableben sind nicht übertrieben, twitterte der Philosoph Hubert Dreyfus am Ende seines Lebens. Der wohl bekannteste Kritiker der künstlichen Intelligenz (KI) verstarb im Alter von 87 Jahren am 22. April an den Folgen einer Krebserkrankung. Basierend auf den Vorarbeiten von Martin Heidegger und Maurice Merleau-Ponty zeigte Dreyfus, dass die philosophischen Annahmen der KI-Forscher der ersten Generation falsch waren. Dreyfus war der einzige Philosoph, der in der großen KI-Debatte des Institute of Electrical and Electronics Engineers seine Kritik veröffentlichen konnte.
mehr:
- Was Computer nicht können – zum Tode von Hubert Dreyfus (Detlef Borchers, heise online, 25.04.2017)

Is Consciousness an Illusion? - Hubert Dreyfus - Heidegger {6:48}

Veröffentlicht am 27.06.2013
In case you're interested in health, animal welfare, and/or the environment https://youtu.be/vlNiHl36gd8

Artificial Intelligence - Hubert Dreyfus - Heidegger - Deep Learning [10:14]

Veröffentlicht am 27.06.2013

The Magus of Messkirch - Martin Heidegger (ger/eng) {59:04}

Veröffentlicht am 20.12.2015
A 1989 documentary about Martin Heidegger, born and raised a Roman Catholic in Messkirch, Baden-Württemberg. An excellent video with well-translated English subtitles. In a number of interview fragments included here, Heidegger explains his thinking with atypical simplicity and clarity.

siehe auch:
 Sind wir wie Roboter? (Post, 08.05.2015)


Glyphosat: Wissenschaft im Kapitalismus

Wie Wissenschaft in der Diskussion zur Sicherheit des Pflanzenschutzmittels manipuliert wird

Die Verwendung von glyphosatbasierten Herbiziden hat in den vergangenen 40 Jahren um das Hundertfache zugenommen. Eine weitere Zunahme wird erwartet: gentechnisch verändertes, glyphosattolerierendes Saatgut (Kapitulation vor der Agrarchemie-Industrie), die Ausbreitung glyphosatresistenter Unkräuter, neue Anwendungen. All das wird das weltweit am häufigsten genutzte Herbizid in immer größeren Mengen auf die Felder gelangen lassen. Der Goldesel unter den Pflanzenschutzmitteln soll 2019 neun Milliarden Euro ausspucken – 2012 belief sich die weltweite Nachfrage noch auf fünf Milliarden Euro.

In letzter Zeit mehren sich kritische Stimmen, die die bisher postulierte Unbedenklichkeit des Einsatzes in Frage stellen – und das dahinterstehende System: Denn es sind die Hersteller, die die Marktzulassung suchen und gleichzeitig die Studien erarbeiten, die die regulierenden Behörden von der Unbedenklichkeit ihres Produkts überzeugen sollen. Deren Sicherheitsbewertungen beziehen sich zum Teil auf mehr als 30 Jahre alte Studien, nach denen die Verwendung des Pflanzenschutzmittels keine schädlichen Wirkungen auf Mensch und Umwelt zur Folge hat.

Diese Studien wurden vor allem von Industriewissenschaftlern erstellt: nicht öffentlich publizierte Arbeiten und nicht durch unabhängige Gutachter beurteilt. Die Arbeiten sind Geschäftsgeheimnis. Eine Anzahl anderer, unabhängiger Studien berichtet hingegen seit Jahren vom krebserregenden Potential der Substanz und möglichen, von ihr ausgehenden Schädigungen der Erbsubstanz.

mehr:
- Glyphosat: Datenmasseure bei der Arbeit (Bernd Schröder, Telepolis, 27.04.2017)

siehe auch:
- Ist die Psychopharmakologie verrückt geworden? – Kapitalismus-infizierte Wissenschaft (Post, 31.01.2016)
- Gerichtsprozess gegen Monsanto: Medien verweigern Berichterstattung (Post, 24.08.2015)
- Monsanto? Brauchen wir nicht (Post, 29.04.2009)

Kapitalismus in den USA: Humane Tötung als Werbeträger oder Der Delinquent als Grillhähnchen

Auch das Töten verurteilter Menschen durch Hängen sollte durch den elektrischen Stuhl ersetzt werden, was als schmerzfreier angesehen wurde. 1888 wurde dazu in New York ein Gesetz verabschiedet. Ein Unternehmen Edisons bekam den Regierungsauftrag zur Entwicklung. Der bei Edison tätige Ingenieur Harold P. Brown setzte dazu das Wechselspannungssystem des Konkurrenten Westinghouse ein, um dieses als gefährlich zu diskreditieren. Des Weiteren wurde versucht, die Redensart to be westinghoused für das Töten mit elektrischen (Wechsel-)Strom einzuführen und somit über Westinghouses Technik zu spotten und ein negatives Öffentlichkeitsbild zu verpassen. Nach der Verabschiedung dieses Gesetzes wurde Edison gefragt, was der beste Weg sei, um diese neue Art der Hinrichtung einzuführen. „Stellen Sie ihre Kriminellen als Strippenzieher in den elektrischen Stromversorgungsbetrieben New Yorks ein“, war Edisons ironische Antwort.[23][24]
Westinghouse fühlte sich durch die Experimente zutiefst beleidigt, da er nicht wollte, dass jemand durch seine Forschung zu Schaden käme und versuchte, durch ein Schreiben an Edison verbunden mit einer Einladung den Streit beizulegen. Edison hat darauf nur geantwortet, dass seine Arbeit ihm keine Zeit dazu ließe.[25] [Stromkrieg, Ablauf des Streites, Wikipedia, abgerufen am 28.04.2017]
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Im August 1890 richteten die USA erstmals einen Menschen auf dem elektrischen Stuhl hin. Die Exekution per Strom galt als Inbegriff von Fortschritt und Humanität - der Verurteilte litt Höllenqualen.

Der gedrungene Mann mit dem säuberlich getrimmten Bart ist zu seinem Todestag im Sonntagsstaat erschienen. "Ich glaube fest, dass die Welt, in die ich gehe, gut ist", sagt William Kemmler am Morgen des 6. August 1890, bevor er seinen Gehrock ablegt und auf dem massiven Eichenmöbel Platz nimmt. Als der Gefängnismitarbeiter Joe Veiling ihn zögerlich festzuschnallen beginnt, scherzt der Mann, der seine Lebensgefährtin Tillie Ziegler im Rausch mit einer Axt erschlagen hat: "Nicht nervös werden, Joe! Ich möchte, dass jetzt gute Arbeit geleistet wird."

Dann wird Kemmler verkabelt und bekommt eine schwarze Maske übers Gesicht gelegt. Draußen vor dem Staatsgefängnis von Auburn, New York, drängen sich seit 4 Uhr morgens Hunderte von Schaulustigen, eigens für das Ereignis hat die Western Union ein temporäres Telegrafenamt am Bahnhof eröffnet. Kemmlers Sterben errege mindestens so viel Aufmerksamkeit wie eine Präsidentschaftswahl, beschreibt der "Saturday Globe" die volksfestartige Stimmung.

Als ein Elektriker um 6.42 Uhr schließlich den Schalthebel umlegt, sind 25 Zeugen, unter ihnen 14 Ärzte und zwei Reporter, zugegen. Der New Yorker Psychiatrieminister Carlos F. MacDonald höchstpersönlich leitet die Exekution, die als erste Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl in die Geschichte eingeht - und aller Welt vor Augen führen soll: Selbst in puncto Exekutionen sind die USA ab sofort die modernste Nation auf Erden. Und die zivilisierteste noch dazu.

mehr:
- Erfindung des elektrischen Stuhls: Moderner morden (Katja Ilken, SPON, 03.08.2015)

The execution of William Kemmler {3:09}

Hochgeladen am 04.03.2010
Stromkrieg ( The war of currents)
Mmmhhh...it needs more drama.

Donnerstag, 27. April 2017

Giftgas-Angriff Chan Scheichun: Das französische Gutachten klärt wenig

Der französische Außenminister hält die syrische Regierung "ohne Zweifel" für verantwortlich. Die Beweisführung des "nationalen Gutachtens" enthält diesem Anspruch gegenüber große Lücken

Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault hatte vergangene Woche Beweise für die Urheberschaft des Giftgas-Angriffs vom 4.April in Chan Scheichun angekündigt. Er versprach Aufklärung über einen Giftgasengriff, der nach Berichten über 80 Menschen das Leben gekostet hat.

Am Mittwoch, den 26. April, trat Ayrault vor die Kameras und verkündete, dass die Verantwortung bei der syrischen Regierung liege. Daran gebe es "keinen Zweifel", wird er von mehreren Medien zitiert. Auf der Webseite des Außenministeriums (deutsch) wird ein "nationales Gutachten" veröffentlicht (in englischer Sprache), welches zum Schluss kommt, dass "die syrischen Streitkräfte und die Sicherheitsdienste einen Chemiewaffenangriff mit Sarin gegen die Zivilbevölkerung durchführten".

Dafür zu verantwortlich machen sei "Baschar al-Assad und einige der einflussreichsten Mitglieder seines inneren Zirkels, die dazu bemächtigt sind, einen Befehl zum Gebrauch chemischer Waffen zu geben", so die Einschätzung des französischen Geheimdienstes (S. 4 des PDF). Dies zu belegen, gelingt dem Gutachten nicht.

mehr:
- Giftgas-Angriff Chan Scheichun: Das französische Gutachten klärt wenig (Thomas Pany, Telepolis, 26.04.2017)

siehe auch:
- Moral als Speerspitze des Imperialismus oder Was nicht ins Narrativ paßt, wird durch Etikettierung »weggemacht« (Post, 26.04.2017)
Giftgasangriff in Syrien: Täter sind noch unbekannt (Thomas Pany, 06.04.2017)


Psychotherapeuten fordern mehr Honorargerechtigkeit

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat in einem Offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe mehr Honorargerechtigkeit für psychotherapeutische Leistungen gefordert. Der Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses vom 29. März 2017 zur Vergütung hat in der der deutschen Psychotherapeutenschaft für erhebliche Empörung gesorgt. Die falsche Einschätzung der neuen psychotherapeutischen Sprechstunde und Akutbehandlung ist für viele Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ein weiterer Beleg für die strukturelle Unterbewertung ihrer Leistungen.
mehr:
- BPtK fordert mehr Honorargerechtigkeit: Offener Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (BundesPsychotherapeutenKammer, 11.04.2017)

dazu:
- Offener Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (BPtK, PDF)
- BPtK-Faktenblatt Psychotherapeutische Vergütung (BPtK, PDF)

siehe auch:
- Klage vor dem LSG: KBV pocht auf angemessenes Honorar für Psychotherapeuten (Ärztezeitung, 04.05.2017)
- Psychotherapie: KBV und Kassen streiten über Therapeuten-Honorar (Hauke Gerloff, Ärztezeitung, 04.04.2017)

Mittwoch, 26. April 2017

Spießrutenlaufen mit Stil: Obama im Cowboy-Land

2008 beendete Barack Obama, der erste farbige Präsident der USA, die Bush-Ära und eröffnete ein neues Kapitel in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Obama wollte Amerika verändern - wie weit ist er gekommen? Die erste Folge der vierteiligen Dokumentation "Die Ära Obama" erzählt, wie Obama an die Macht kam und den Börsencrash meisterte.
mehr:
- erste Folge der vierteiligen Dokumentation "Die Ära Obama" (in der Arte-Mediathek verfügbar bis 03.05.2017)

Die Ära Obama 2/4: Der schönste Tag des Präsidenten Doku (2016) {55:49}

Veröffentlicht am 23.10.2016
Die zweite Folge „Der schönste Tag des Präsidenten“ erzählt von der schwierigen Reformierung des amerikanischen Gesundheitssystems.

»Der gängigen Meinung nach war das [der Kampf für eine Gesundheitsreform] politischer Selbstmord.« [Obama, Zitat aus dem Film]
»Die Unternehmer und Firmen, für die ich arbeitete, wollten eine Gesundheitsreform unbedingt verhindern.« [Frank Lutz, Kommunikationsberater der Republikaner, Zitat aus dem Film]
»Dies bedeutete einen gewaltigen Eingriff der Staatsmacht in die individuelle Entscheidungsfreiheit der Bürger, was wir auf keinen Fall unterstützen konnten. Es verletzte ein Grundprinzip der Republikaner.« [Rohit Kumar, Leiter der Policy-Entwicklung, Senat, Republikaner, Zitat aus dem Film]
Obama als »Joker« (Screenshot aus dem Film)
»Sozialismus bedeutet, sie nehmen mein Geld und geben es anderen Leuten, die es nicht verdient haben, weil sie nie dafür gearbeitet haben. « [Aussage einer Protestlerin gegen die Gesundheitsreform, Zitat aus dem Film]
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Zwischen dem 1. Oktober 2013 und dem 31. März 2014 schrieben sich über sieben Millionen Amerikaner neu für eine Krankenversicherung ein. Die Zahl erreichte damit trotz der Probleme bei der Umsetzung die vorherige Schätzung.[56] Allerdings ergaben Umfragen, dass gerade die Bevölkerungsgruppe, die am meisten von den Reformen profitieren sollte, sich bislang kaum beteiligt hat. Die sozial Schwächsten mit der geringsten formalen Bildung wurden von Informationen nicht erreicht und haben auch kein Interesse. Den Medien wird vorgeworfen, die Gesundheitsreform nur als politischen Konflikt berichtet zu haben und in viel zu geringem Maß Informationen über die Inhalte zu vermitteln.[57]
Zum Stichtag 1. April 2014 war der Anteil der Amerikaner ohne Krankenversicherung mit 15,6 % annähernd auf die Werte vor der Finanzkrise ab 2007 gefallen.[58] Durch eine Verlängerung der Einschreibephase bis 15. April ergab sich eine weitere Steigerung der Werte, mehr als 8 Millionen wurden bis zu diesem Datum neu versichert.[59] Als primärer Grund gilt die Ausweitung von Medicaid in den Bundesstaaten, die die Erweiterungsmöglichkeiten wahrgenommen haben. Daneben wirkt sich die Erholung des US-Arbeitsmarktes auf die von Arbeitgebern angebotenen Krankenversicherungen aus.[60] Außerdem haben bisher nicht-versicherte Arbeitnehmer unter dem Druck der Versicherungspflicht die schon bisher angebotenen Versicherungen über den Arbeitgeber abgeschlossen.[61] [Obama Care, Vorläufige Ergebnisse, Wikipedia, abgerufen am 28.04.2017]
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Die Ära Obama 3/4 [German HD] {59:14}

Veröffentlicht am 07.10.2016
4-tlg. Dokumentation über die Amtszeit des US-Präsidenten Barack Obama. Obama selbst und seine engsten Angehörigen blicken auf die ersten Jahre zurück, die für Millionen von Wählern eine neue Ära der Hoffnung darstellen sollten. Mit welchen Maßnahmen wollte der Präsident seine Nation verändern und auf welche Widerstände ist er dabei gestoßen? Inwiefern haben sich die USA in der Amtszeit Obamas tatsächlich zum Besseren entwickelt? Und welche Ziele sind auf der Strecke geblieben?

Peter Scholl Latour rastet aus Syrien, Salafisten, Islam Der Talkshow Eklat {12:14}

Veröffentlicht am 05.09.2012

»Natürlich gibt es in Teilen Libyens chaotische Zustände. […] Die jungen Leute haben ein neues Freiheitsbewußtsein entwickelt.« [Julian Reichelt, seit Februar 2017 Vorsitzender der Bild-Chefredaktion, Zitat in obiger Fernsehdiskussion]

»Die Freiheitskämpfer von gestern benehmen sich wie die Truppen Gaddafis. […] Ich bin dieses humanitäre Geschwafel leid. […] Es gibt 12 Millionen Alawiten dort. Die Leute sind eingeschworen auf das Regime und haben da Schlüsselstellungen inne. Wenn die Salafisten, das ist die Gegenkraft, dort gewinnen, werden sie massakriert werden. Die Leute werden bis zum Letzten kämpfen!« [Peter Scholl-Latour, Zitat in obiger Fernsehdiskussion]
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Die Alawiten (arabisch علويونDMG ʿAlawīyūntürkisch Arap Aleviler) bzw. Nusairier (arabisch نصيريونDMG Nuṣairiyūntürkisch Nusayriler) sind eine religiöse Sondergemeinschaft in Vorderasien,[1][2] die im späten 9. Jahrhundert im Irak entstanden ist und zum schiitischen Spektrum des Islam gehört.[1] Sie sind nicht zu verwechseln mit den türkischen und kurdischen Aleviten, die früher Kizilbasch genannt wurden.[1][2] [Alawiten, Wikipedia, abgerufen am 28.04.2017]
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mein Kommentar:
Wieso kommen solche Aussagen (und Ansichten, wie die von Scholl-Latour in obiger Fernseh-Diskussion) nicht von links? 
Ist jemandem aufgefallen, daß in der Obama-Dokumentation die Alawiten gar nicht vorkommen?

zu Peter Scholl-Latour siehe:
Peter Scholl-Latour wird heute 90 Jahre alt (Post, 09.03.2014)

"Wir haben dem Assad-Regime und den anderen Akteuren deutlich gesagt, dass eine rote Linie überschritten würde, wenn Chemiewaffen eingesetzt würden", erklärte Obama bei einer Pressekonferenz am 20. August 2012. Sollte Syriens Machthaber Giftgas einsetzen, hätte dies "enorme Konsequenzen", so Obama. Vielleicht lag es am damals nahenden Duell mit dem Republikaner Mitt Romney, dass dem sonst so sprachversierten Präsidenten nicht ganz klar war, welch klares Bild er mit der "roten Linie" zeichnete - und welche Erwartungen er damit auslöste.
Ein Jahr später blickt die Welt schockiert auf die Bilder und Videos aus Syrien, die die Opfer eines brutalen Angriffs mit noch unbekannten Kampfstoffen zeigen sollen. Die Opposition wirft dem Assad-Regime vor, Giftgas eingesetzt zu haben und so 1300 Menschen getötet zu haben. [Matthias Kolb, Giftgaseinsatz in Syrien: Auf der roten Linie, Süddeutsche Zeitung, 22.08.2013]

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Die Giftgasangriffe von Ghuta vom 21. August 2013 sind eine Reihe von Giftgasangriffen, die im Verlauf des syrischen Bürgerkriegs in der Region Ghuta östlich von Damaskus stattgefunden haben. Eine UNO-Untersuchung vor Ort wies den Einsatz des chemischen Kampfstoffs Sarin in hoch konzentrierter Form nach, der mittels Boden-Boden-Raketen verschossen wurde.[1][2][3] Unterschiedlichen Angaben zufolge starben dabei 281,[4] 355,[5] 1429[6] oder 1729[7] Menschen. Einige tausend Personen sollen mit neurotoxischen Reaktionen in die Krankenhäuser eingeliefert worden sein.[5] Welche Bürgerkriegspartei für den Giftgasangriff verantwortlich ist, ist nach wie vor umstritten.
Nachdem die USA verlauten ließen, im Besitz von geheimdienstlichen Beweisen für die Schuld der syrischen Regierung an dem Giftgaseinsatz zu sein, bezweifelte Russlands Präsident Wladimir Putin die Existenz derartiger Beweise. Er warnte die USA vor einem Militärschlag und forderte sie dazu auf die Beweise der UN vorzulegen.[61] Unterdessen sprach sich das britische Unterhaus am 29. August in einer Abstimmung gegen eine militärische Intervention aus.  [Giftgasangriffe von Ghuta, Folgen, Wikipedia, abgerufen am 29.04.2017]
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President Obama plays himself in Steven Spielberg spoof film {2:18}

Veröffentlicht am 28.04.2013
Barack Obama has pretended to be Daniel Day-Lewis playing the US President in a spoof film made with Steven Spielberg. The US President introduced a clip at the annual White House Correspondents' Association dinner, saying the Hollywood director's next movie would be called Obama. Obama can be seen claiming he is actually Day-Lewis and revealing how difficult he found it to play the role. Report by Jeremy Barnes.

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TOP 10 Barack Obama Jokes (dbate) {5:37}

Veröffentlicht am 19.04.2016
Unser TOP 10-Video der besten Barack Obama Jokes.
Barack Obama in Hannover. Seine Reise zur Hannover-Messe am kommenden Sonntag wird vermutlich der letzte Besuch des US-Präsidenten in Deutschland sein. Obama ist auf einer Art Abschieds-Tour, bevor im November die Amerikaner eine/n Nachfolger/in wählen. Lange hat man Barack Obama nicht mehr so entspannt gesehen wie in den letzten Monaten. Er tanzt bei Staatsbesuchen in Lateinamerika. Und er erzählt unablässig lustige Anekdoten und macht Scherze.

dbate hat einmal die besten Witze des US-Präsidenten zusammengestellt. Very funny, Mr. President!

Mehr Videos gibt´s hier:
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http://twitter.com/dbateonline
http://instagram.com/dbate.de

Ellen's Tribute to the Obamas {5:23}

Veröffentlicht am 19.01.2017
To commemorate President Obama's last day in office, Ellen took a look back at some of her favorite moments with President Obama and the First Lady.

Sting - Englishman In New York {4:27}   Text (Songtexte.com)

Hochgeladen am 11.01.2011
Music video by Sting performing Englishman In New York. (C) 1987 A&M Records