Ein 19-jähriger Coldplay-Fan hält bei einem Konzert ein Schild hoch - mit der Bitte, den Song "Everglow" spielen zu dürfen. Tatsächlich darf er seine Idole am Keyboard begleiten. Und überzeugt vollkommen.
Als Ferdinand Schwartz beim Konzert der Band Coldplay in München sein Schild mit der Aufschrift "Can I play Everglow for you?" hochhielt, rechnete er wohl eher nicht damit, dass er am Dienstagabend wirklich mit Frontman Chris Martin auf der Bühne stehen würde. Doch genau so kam es. Der Sänger entdeckte das Plakat im Publikum und forderte den 19-Jährigen auf, zu ihm auf die Bühne zu kommen.
mehr:
- Fan bei Coldplay-Konzert in München: Bühne frei für Ferdinand (SPON, 07.06.2017)
Coldplay LIVE - Everglow (on piano Ferdinand Schwartz) - Munich June 6th 2017 Text (Songtexte.com) Übersetzung (Songtexte.com) {7:33}
Veröffentlicht am 06.06.2017
Donnerstag, 8. Juni 2017
Gravitationslinse: Forscher wiegen Stern mit Einstein-Trick
Sternenlicht vom Kurs abgebracht: Erstmals haben Astronomen einen Weißen Zwerg mit einer Methode vermessen, die Albert Einstein einst erdacht hat. Der Ausnahmephysiker "wäre stolz" angesichts der Entdeckung, sagen Kommentatoren.
Es ist ein ungleiches Paar von Winzlingen, das da durchs All tanzt. In den Katalogen der Astronomen findet man unter dem Namen Stein 2051 ein sogenanntes Binärsystem. Es besteht zum einen aus einem Roten Zwerg, also einem sehr kleinen Stern, zum anderen aus einem Weißen Zwerg, also sozusagen einer ziemlich dusteren Sternenleiche. Die ist zwar noch immer recht heiß, aber hat wegen ihrer geringen Größe kaum Leuchtkraft.
Rund 18 Lichtjahre von der Erde drehen die beiden ihre Runden. Der noch quicklebendige Mini-Stern trägt dabei den Namen Stein 2051 a. Sein dahingeschiedener Partner, ähnlich wird auch unsere Sonne in ferner Zukunft aussehen, firmiert unter Stein 2051 b. Und genau dort ist Wissenschaftlern kürzlich eine faszinierende Beobachtung geglückt: Der kleine Himmelskörper lenkt durch seine Gravitationswirkung nämlich das Licht eines entfernteren Sterns auf so besondere Weise ab, dass sich daraus die Masse des Weißen Zwergs berechnen lässt.
mehr:
- Gravitationslinse: Forscher wiegen Stern mit Einstein-Trick (Christoph Seideler, SPON, 08.06.2017)
siehe auch:
- Gravitationswellen-Entdeckung ist Durchbruch des Jahres (Post, 23.12.2016)
- Forscher weisen Gravitationswellen nach (Post, 12.02.2016)
- Ein adretter Psychologe und BigData (Post, 06.12.2016)
- Einsteins Idee der variablen Lichtgeschwindigkeit (Post, 18.10.2015)
- Einstein hatte wieder mal recht – und wir können es beweisen (Post, 06.05.2011)
- Geist ist geil! (Post, 26.09.2008)
- Vielleicht geht’s auch einfach (Post, 12.02.2007)
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How did an Eclipse prove the Theory of Relativity? {4:11}
Schwerkraftillusionen: Der Gravitationslinseneffekt {6:16}
Es ist ein ungleiches Paar von Winzlingen, das da durchs All tanzt. In den Katalogen der Astronomen findet man unter dem Namen Stein 2051 ein sogenanntes Binärsystem. Es besteht zum einen aus einem Roten Zwerg, also einem sehr kleinen Stern, zum anderen aus einem Weißen Zwerg, also sozusagen einer ziemlich dusteren Sternenleiche. Die ist zwar noch immer recht heiß, aber hat wegen ihrer geringen Größe kaum Leuchtkraft.
Rund 18 Lichtjahre von der Erde drehen die beiden ihre Runden. Der noch quicklebendige Mini-Stern trägt dabei den Namen Stein 2051 a. Sein dahingeschiedener Partner, ähnlich wird auch unsere Sonne in ferner Zukunft aussehen, firmiert unter Stein 2051 b. Und genau dort ist Wissenschaftlern kürzlich eine faszinierende Beobachtung geglückt: Der kleine Himmelskörper lenkt durch seine Gravitationswirkung nämlich das Licht eines entfernteren Sterns auf so besondere Weise ab, dass sich daraus die Masse des Weißen Zwergs berechnen lässt.
mehr:
- Gravitationslinse: Forscher wiegen Stern mit Einstein-Trick (Christoph Seideler, SPON, 08.06.2017)
siehe auch:
- Gravitationswellen-Entdeckung ist Durchbruch des Jahres (Post, 23.12.2016)
- Forscher weisen Gravitationswellen nach (Post, 12.02.2016)
- Ein adretter Psychologe und BigData (Post, 06.12.2016)
- Einsteins Idee der variablen Lichtgeschwindigkeit (Post, 18.10.2015)
- Einstein hatte wieder mal recht – und wir können es beweisen (Post, 06.05.2011)
- Geist ist geil! (Post, 26.09.2008)
- Vielleicht geht’s auch einfach (Post, 12.02.2007)
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Die allgemeine Relativitätstheorie postuliert, dass eine Masse von der Größe der Sonne in der Lage sein müsse, den sie umgebenden Raum deutlich zu krümmen. Demnach müssten Sterne, die, von der Erde aus gesehen, in der Nähe der Sonne stehen, ein wenig verschoben erscheinen, weil die Lichtstrahlen durch das Gravitationsfeld der Sonne gekrümmt würden. Zur Beobachtung dieses Effekts braucht man allerdings eine totale Sonnenfinsternis, da eine optische Beobachtung von Sternen im Umfeld des hellen Sonnenlichts unmöglich ist. Deshalb reiste Eddington nach Afrika, um dort die Sonnenfinsternis am 29. Mai 1919 zu beobachten. Ein weiteres Team der Expedition beobachtete gleichzeitig die Sonnenfinsternis von Sobral (Ceará) in Brasilien aus. Eddingtons Beobachtungen wurden durch Bewölkung erschwert, trotzdem gelang es ihm, Aufnahmen zu machen. In der nachfolgenden Analyse wurden sie von Eddington als Bestätigung von Einsteins Theorie gewertet. Spätere Auswertungen kamen allerdings zur Schlussfolgerung, dass die damaligen Beobachtungen dazu zu ungenau waren. [3][4][5] [Arthur Stanley Eddington, Relativitätstheorie, Wikipedia, abgerufen am 08.06.2017]==========
Das Jahr 1905 wird häufig auch als annus mirabilis der Physik bezeichnet. In diesem Jahr veröffentlicht Albert Einstein neben seiner Dissertationsschrift vier bahnbrechende Arbeiten in der Fachzeitschrift Annalen der Physik.
- In einem am 9. Juni veröffentlichten Artikel zur Deutung des Photoeffekts wird erstmals der Begriff des Lichtquants eingeführt. (Über einen die Erzeugung und Verwandlung des Lichtes betreffenden heuristischen Gesichtspunkt, Annalen der Physik 17 (6), 132-148)
- Die Erklärung der Brownschen Bewegung, publiziert am 18. Juli, gilt als wichtiger Schritt für den wissenschaftlichen Nachweis von Molekülen und schließlich von Atomen. (Über die von der molekularkinetischen Theorie der Wärme geforderte Bewegung von in ruhenden Flüssigkeiten suspendierten Teilchen, Annalen der Physik 17 (8), 549-560)
- Am 26. September erscheint die grundlegende Arbeit zur Speziellen Relativitätstheorie. (Zur Elektrodynamik bewegter Körper, Annalen der Physik 17 (10), 891-921)
- In einem Nachtrag vom 21. November leitet er die Äquivalenz von Masse und Energie ab. (Ist die Trägheit eines Körpers von seinem Energieinhalt abhängig?, Annalen der Physik 18 (13), 639–641)
- Am 30. April legt Einstein der Universität Zürich seine Dissertation Eine neue Bestimmung der Moleküldimensionen vor, für die er am 15. Januar 1906 den Doktorgrad in Physik erhält.
In Würdigung der Arbeiten jenes Jahres wurde 2005 in Deutschland das Einsteinjahr unter anderem mit der Einstein-Meile begangen, zum ersten Mal stand ein Mensch im Mittelpunkt eines Jahres der Wissenschaft. Auch international, insbesondere in der Schweizer Bundesstadt Bern, in der Einstein während des Annus mirabilis lebte und arbeitete, wurde Einstein im Rahmen des Jahres der Physik 2005 geehrt. [Annus mirabilis, 1905 (Albert Einstein), Wikipedia, abgerufen am 08.06.2017]==========
How did an Eclipse prove the Theory of Relativity? {4:11}
Veröffentlicht am 05.06.2016
Exactly how did a Solar Eclipse prove or provide evidence for Albert Einstein's General Theory of Relativity? This clip helps explains how and why. NEXT: We .
Einstein's theories provided elegant explanations for existing phenomena—but he didn't quite hit the big time until experiments during a solar eclipse verified .
General relativity, or the general theory of relativity, is the geometric theory of gravitation published by Albert Einstein in 1916 and the current description of .
One eclipse is enough of an event to experience, what purpose do we have chasing eclipses outside of our Solar System? NEXT: How did a Solar Eclipse help .
Einstein's theories provided elegant explanations for existing phenomena—but he didn't quite hit the big time until experiments during a solar eclipse verified .
General relativity, or the general theory of relativity, is the geometric theory of gravitation published by Albert Einstein in 1916 and the current description of .
One eclipse is enough of an event to experience, what purpose do we have chasing eclipses outside of our Solar System? NEXT: How did a Solar Eclipse help .
Schwerkraftillusionen: Der Gravitationslinseneffekt {6:16}
Hochgeladen am 27.02.2010
http://facebook.com/WissensMagazin ... Geheimnisse des Universums ... Hubble - 15 Jahre auf Entdeckungsreise (Teil 8): "Schwerkraftillusionen: Der Gravitationslinseneffekt" von Lars Lindberg Christensen und Robert Fosbury.
Der Film ist Teil der Aktivitäten der ESA, der Europäischen Raumfahrtagentur, anlässlich des 15. Geburtstages des Hubble Weltraumteleskops.
Der Film ist Teil der Aktivitäten der ESA, der Europäischen Raumfahrtagentur, anlässlich des 15. Geburtstages des Hubble Weltraumteleskops.
Mittwoch, 7. Juni 2017
Dylan’s Nobelpreisrede: »Songs wollen gesungen, nicht gelesen werden.«
Er hat es getan, und aus den Worten von Sara Danius, der Vorsitzenden des Auswahlgremiums für die Vergabe des Literaturnobelpreises, spricht vor allem Erleichterung. Das Abenteuer Dylan neige sich für die schwedische Akademie nun allmählich dem Ende zu.
Ein paar Tage vor Ablauf der ihm gesetzten Frist hat Bob Dylan seine Nobelpreisrede eingereicht. Sie ist die obligatorische Gegenleistung für die Verleihung des Literaturnobelpreises, deren Zeremonie Dylan im vergangenen Dezember ferngeblieben war. Ein wochenlanges Rätselraten über die Motive dieses eher schwach begründeten Fernbleibens war die Folge.
mehr:
- Kommentar: Bob Dylan, der Literaturnobelpreis und das poetische Ende eines Abenteuers (Harry Nutt, Berliner Zeitung, 06.06.2017)
siehe auch:
- Bob Dylan reichte Nobelpreis-Rede ein (Paul Mucke, hearZone, 06.06.2017)
- Literaturnobelpreis: Lektion in Geradeaushaftigkeit (Jan Kedves, Süddeutsche Zeitung, 06.06.2017)
- Bob Dylan (Heinrich Detering, Reclam, Leseprobe, PDF)
Bob Dylan 2016 Nobel Lecture in Literature {27:02}
siehe auch:
- 42 Dinge, die wir von Bob Dylan über das Leben gelernt haben. (Markus Brandstetter, RollingStone, 18.12.2013)
Zu Ding 3 (»Ich folge Gott. Wenn meine Jünger also mir folgen, folgen sie indirekt auch Gott. Es gibt keinen Song, den ich nicht von Gott erhalten hätte.«)
folgender Auszug aus der englischen Wikipedia:
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Ein paar Tage vor Ablauf der ihm gesetzten Frist hat Bob Dylan seine Nobelpreisrede eingereicht. Sie ist die obligatorische Gegenleistung für die Verleihung des Literaturnobelpreises, deren Zeremonie Dylan im vergangenen Dezember ferngeblieben war. Ein wochenlanges Rätselraten über die Motive dieses eher schwach begründeten Fernbleibens war die Folge.
mehr:
- Kommentar: Bob Dylan, der Literaturnobelpreis und das poetische Ende eines Abenteuers (Harry Nutt, Berliner Zeitung, 06.06.2017)
siehe auch:
- Bob Dylan reichte Nobelpreis-Rede ein (Paul Mucke, hearZone, 06.06.2017)
- Literaturnobelpreis: Lektion in Geradeaushaftigkeit (Jan Kedves, Süddeutsche Zeitung, 06.06.2017)
- Bob Dylan (Heinrich Detering, Reclam, Leseprobe, PDF)
Bob Dylan 2016 Nobel Lecture in Literature {27:02}
Veröffentlicht am 05.06.2017
Bob Dylan received the 2016 Nobel Prize in Literature "for having created new poetic expressions within the great American song tradition".
siehe auch:
- 42 Dinge, die wir von Bob Dylan über das Leben gelernt haben. (Markus Brandstetter, RollingStone, 18.12.2013)
Zu Ding 3 (»Ich folge Gott. Wenn meine Jünger also mir folgen, folgen sie indirekt auch Gott. Es gibt keinen Song, den ich nicht von Gott erhalten hätte.«)
folgender Auszug aus der englischen Wikipedia:
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A theme of "Life Seeker" is the search for God.[2][4] Anderson has stated that the lyrics:
==========Mother life hold firmly onto meSpread my knowledge higher than the dayRelease as much as only you can showrefer to "the point within yourself that knows you," which we call "God."[4] The lyrics accept the fact that "no matter how much you want to get clearer visions of what you're up to, you're only going to get a certain amount."[4] [Starship_Trooper, Lyrics and music, Wikipedia, abgerufen am 07.06.2017]
»Jon Anderson is the only man I know who is single-handedly trying to save this planet by living on a totally different one.« [Rick Wakeman über Jon Anderson in: The creation and the conduit – Muirsical Conversation with Jon Anderson, FabricationsHQ, Mai 2012]
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Mein Schnellkurs in moralischem Höhenflug
Biel ist eine Arbeiterstadt in der Westschweiz mit 54.000 Einwohnern, für deutsche Verhältnisse ein Provinzstädtchen. Das sahen auch die deutschen Medien so, als herauskam, dass die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel dort eine Aufenthaltsgenehmigung hat, weil ihre Lebenspartnerin in dieser Stadt lebt. Der „Spiegel“ nannte Biel ein Städtchen, die „Süddeutsche“ ein Dorf. Weltweit berühmt sind hingegen die beiden Uhrenmarken Rolex und Swatch, die in Biel ihren Sitz haben. Biel hat die höchste Sozialquote in der Schweiz (über 11Prozent) und jeder fünfte Jugendliche bezieht staatliche Unterstützung. Selbstredend ist Biel auch eine linke Stadt mit einer linken Regierung und hat auch ein Stadtparlament, das in der föderalen Schweiz relativ viele Kompetenzen besitzt.
Wenn im eher beschaulichen Bieler Stadtrat Weltpolitik gemacht wird, getreu nach dem Motto „Global denken, lokal handeln“, ist aber jeweils für Stimmung gesorgt. Das war schon in der letzten Legislatur so, als die grüne Stadträtin Lena Frank den Gemeinderat dazu verpflichten wollte, sich gegen das Freihandelsabkommen TTIP einzusetzen. Der leicht genervte Stadtpräsident, ein Sozialdemokrat, versuchte damals vergeblich, seine Genossinnen zu überzeugen, dass hier Kompetenzen überschätzt werden.
Aber eben, was ist schon eine Diskussion über die Sanierung der Abwasserleitung im einem Stadtquartier gegen eine Debatte über die Globalisierung und den Raubtierkapitalismus? Es gehe darum, so die grüne Stadträtin, ein Zeichen zu setzen. Nun, seit sich US-Präsident Donald Trump zu den Globalisierungsgegnern gesellte, haben die weltweiten Demonstrationen aufgehört und auch unsere Exekutive wird in nächster Zukunft kaum mehr aufgefordert werden, sich gegen den Freihandel zu wehren. Denn wer will schon neben so einem Verbündeten marschieren?
mehr:
- Mein Schnellkurs in moralischem Höhenflug (Alain Pichard, Achgut.com, 07.06.2017)
Wenn im eher beschaulichen Bieler Stadtrat Weltpolitik gemacht wird, getreu nach dem Motto „Global denken, lokal handeln“, ist aber jeweils für Stimmung gesorgt. Das war schon in der letzten Legislatur so, als die grüne Stadträtin Lena Frank den Gemeinderat dazu verpflichten wollte, sich gegen das Freihandelsabkommen TTIP einzusetzen. Der leicht genervte Stadtpräsident, ein Sozialdemokrat, versuchte damals vergeblich, seine Genossinnen zu überzeugen, dass hier Kompetenzen überschätzt werden.
Aber eben, was ist schon eine Diskussion über die Sanierung der Abwasserleitung im einem Stadtquartier gegen eine Debatte über die Globalisierung und den Raubtierkapitalismus? Es gehe darum, so die grüne Stadträtin, ein Zeichen zu setzen. Nun, seit sich US-Präsident Donald Trump zu den Globalisierungsgegnern gesellte, haben die weltweiten Demonstrationen aufgehört und auch unsere Exekutive wird in nächster Zukunft kaum mehr aufgefordert werden, sich gegen den Freihandel zu wehren. Denn wer will schon neben so einem Verbündeten marschieren?
mehr:
- Mein Schnellkurs in moralischem Höhenflug (Alain Pichard, Achgut.com, 07.06.2017)
Dienstag, 6. Juni 2017
Anonymes Drucken und Kopieren nahzu unmöglich
Moderne Drucker und Kopierer verraten eine Menge Informationen über ihre Nutzer. Wer bei der Weitergabe von Dokumenten später nicht identifiziert werden möchte, sollte das berücksichtigen
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Nachdem eine US-Whistleblowerin offenbar durch das von ihr weiter gegeben NSA-Dokument identifiziert werden konnte, ist die Diskussion um bestimmte Sicherheitsmechanismen beim Digitaldruck wieder aufgeflammt. Bereits seit vielen Jahren ist bekannt, dass Farblaserdrucker und -kopierer ihre Ausdrucke mit fast unsichtbaren Mustern aus gelbem Toner eindeutig identifizierbar machen.
Die Pünktchen-Codes enthalten die eindeutige Seriennummer des Druckers sowie Datum und Uhrzeit. Offiziell sollen diese Signaturen – auch Machine Identification Code (MIC) genannt – dem Aufspüren von Geldfälschern dienen. In der Praxis der Strafverfolgung spielt das nach c't-Recherchen aber eine eher untergeordnete Rolle.
Vielmehr sei die versteckte Signatur auf massives Drängen der Sicherheitsbehörden vor allem in den USA entwickelt worden, bestätigte ein ehemaliger Xerox-Manager gegenüber c’t bereits 2005 (Datenschützer entschlüsseln Geheimcode auf Farblaserdrucken).
mehr:
- Anonymes Drucken und Kopieren nahzu unmöglich (Tim Gerber, heise ct’, 06.06.2017)
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Nachdem eine US-Whistleblowerin offenbar durch das von ihr weiter gegeben NSA-Dokument identifiziert werden konnte, ist die Diskussion um bestimmte Sicherheitsmechanismen beim Digitaldruck wieder aufgeflammt. Bereits seit vielen Jahren ist bekannt, dass Farblaserdrucker und -kopierer ihre Ausdrucke mit fast unsichtbaren Mustern aus gelbem Toner eindeutig identifizierbar machen.
Die Pünktchen-Codes enthalten die eindeutige Seriennummer des Druckers sowie Datum und Uhrzeit. Offiziell sollen diese Signaturen – auch Machine Identification Code (MIC) genannt – dem Aufspüren von Geldfälschern dienen. In der Praxis der Strafverfolgung spielt das nach c't-Recherchen aber eine eher untergeordnete Rolle.
Vielmehr sei die versteckte Signatur auf massives Drängen der Sicherheitsbehörden vor allem in den USA entwickelt worden, bestätigte ein ehemaliger Xerox-Manager gegenüber c’t bereits 2005 (Datenschützer entschlüsseln Geheimcode auf Farblaserdrucken).
mehr:
- Anonymes Drucken und Kopieren nahzu unmöglich (Tim Gerber, heise ct’, 06.06.2017)
Es wird langweilig: Jede Menge »Einschätzungen« zur angeblichen russischen Wahlbeeinflussung
Hat Russland in die US-Präsidentschaftswahl zugunsten Donald Trumps eingegriffen? Geheimdienstdokumente sollen das belegen. Sie stammen von der NSA, werden aber von einer Whistleblower-Webseite veröffentlicht. Das FBI geht gegen die Quelle vor.
Das FBI hat eine 25-jährige Frau festgenommen, die vertrauliche Informationen des Geheimdienstes NSA an die Website "The Intercept" weitergegeben haben soll. Das Justizministerium teilte eine entsprechende Festnahme im US-Bundesstaat Georgia mit. Dem US-Sender NBC wurde ein unmittelbarer Zusammenhang mit dem nur eine Stunde zuvor erschienenen "Intercept"-Bericht bestätigt.
Der "Intercept"-Bericht befasst sich mit russischen Versuchen einer Beeinflussung der US-Wahl 2016. Demnach zeigten die NSA-Dokumente eindeutig, dass der russische Militärgeheimdienst noch weitgehender in die Wahl einzugreifen versuchte als bekannt. Belegt seien demnach nun auch Attacken auf Systeme der Wählerregistrierung.
Die Dokumente geben indes keine Auskunft darüber, ob die Einmischungsversuche auch einen Effekt hatten. Zudem wird nicht offengelegt, auf welchen Informationen die Einschätzungen der NSA beruhen. So zitiert auch "The Intercept" einen US-Geheimdienstmitarbeiter, der davor warnt, die gelakten NSA-Papiere zu hoch zu bewerten. Es handele sich lediglich um eine Einschätzung von vielen.
mehr:
- NSA-Bericht zu Russland-: Frau wegen Geheimnisverrats festgenommen (n-tv, 06.06.2017)
captain "divert your course imediately" This is a lighthouse mate your call {1:10}
Veröffentlicht am 12.09.2013
siehe dazu:
Leuchtturm und Kriegsschiff (Moderne Sage) [Wikipedia, abgerufen am 06.06.2017]
Das FBI hat eine 25-jährige Frau festgenommen, die vertrauliche Informationen des Geheimdienstes NSA an die Website "The Intercept" weitergegeben haben soll. Das Justizministerium teilte eine entsprechende Festnahme im US-Bundesstaat Georgia mit. Dem US-Sender NBC wurde ein unmittelbarer Zusammenhang mit dem nur eine Stunde zuvor erschienenen "Intercept"-Bericht bestätigt.
![]() |
| Colin Powell präsentiert den Beweis für den Abschuss von MH17 (lachschon.de) |
Die Dokumente geben indes keine Auskunft darüber, ob die Einmischungsversuche auch einen Effekt hatten. Zudem wird nicht offengelegt, auf welchen Informationen die Einschätzungen der NSA beruhen. So zitiert auch "The Intercept" einen US-Geheimdienstmitarbeiter, der davor warnt, die gelakten NSA-Papiere zu hoch zu bewerten. Es handele sich lediglich um eine Einschätzung von vielen.
mehr:
- NSA-Bericht zu Russland-: Frau wegen Geheimnisverrats festgenommen (n-tv, 06.06.2017)
captain "divert your course imediately" This is a lighthouse mate your call {1:10}
Veröffentlicht am 12.09.2013
siehe dazu:
Leuchtturm und Kriegsschiff (Moderne Sage) [Wikipedia, abgerufen am 06.06.2017]
Montag, 5. Juni 2017
Am deutschen Wesen… oder Die politisch korrekte Form des Faschismus
72 Jahre haben wir auf diesen Moment gewartet: Nach Energiewende und Flüchtlingswende steht jetzt die Friedenswende und damit die endgültige Heiligsprechung Deutschlands ins Haus.
Seit Längerem habe ich das Gefühl, in einer Zeitschleife zu leben. Ich bin ein Kind der Siebzigerjahre. Das ist das Jahrzehnt, in dem ich aufwuchs und politisiert wurde, wie das damals hieß. Wie jeder älter werdende Mensch sehe ich mit Unbehagen, dass der Abstand zu dem, was mich bewegte und prägte, wächst.
Ich hätte mir keine Sorgen machen müssen, dass ich den Anschluss verliere. Alles, was ich aus den Siebzigern kenne, ist wieder da: die Angst vor dem ökologischen Untergang. Das Gefühl, dass einem die Mächtigen nicht die Wahrheit sagen und die Medien einen nur belügen. Die Bezüge zu George Orwell und seiner berühmten Überwachungsdystopie "1984" (wobei ich gestehen muss, dass ich nie auf die Idee gekommen wäre, einen Hänfling wie Heiko Maas in der Rolle des Big Brother zu sehen. Das ist wirklich mal eine überraschende Besetzung!).
Seit einer Woche ist Deutschland auch wieder Friedensmacht. Nachdem die Bundeskanzlerin in einer Rede vor Parteianhängern Deutschlands sicherheitspolitische Unabhängigkeit erklärte, überschlägt sich das Berliner Establishment mit Vorschlägen, wie man der neuen Feindnation USA am besten beikommt. In der Stunde der Not gibt es keine Parteien mehr, nur noch Patrioten. Wir sollten uns dem amerikanischen Präsidenten "mit allem, was wir vertreten, in den Weg stellen", befand Martin Schulz stellvertretend für die Sozialdemokraten.
mehr:
- Gegen Trump: Wir, die moralische Supermacht (Jan Fleischhauer, SPON)
mein Kommentar:
Na sowas, da werde ich ja richtig durcheinander. Der SPIEGEL-Fleischhauer redet so über die Mächtigen und die Medien? Da richtet ja Trump auch was Gutes an!
Seit Längerem habe ich das Gefühl, in einer Zeitschleife zu leben. Ich bin ein Kind der Siebzigerjahre. Das ist das Jahrzehnt, in dem ich aufwuchs und politisiert wurde, wie das damals hieß. Wie jeder älter werdende Mensch sehe ich mit Unbehagen, dass der Abstand zu dem, was mich bewegte und prägte, wächst.
Ich hätte mir keine Sorgen machen müssen, dass ich den Anschluss verliere. Alles, was ich aus den Siebzigern kenne, ist wieder da: die Angst vor dem ökologischen Untergang. Das Gefühl, dass einem die Mächtigen nicht die Wahrheit sagen und die Medien einen nur belügen. Die Bezüge zu George Orwell und seiner berühmten Überwachungsdystopie "1984" (wobei ich gestehen muss, dass ich nie auf die Idee gekommen wäre, einen Hänfling wie Heiko Maas in der Rolle des Big Brother zu sehen. Das ist wirklich mal eine überraschende Besetzung!).
Seit einer Woche ist Deutschland auch wieder Friedensmacht. Nachdem die Bundeskanzlerin in einer Rede vor Parteianhängern Deutschlands sicherheitspolitische Unabhängigkeit erklärte, überschlägt sich das Berliner Establishment mit Vorschlägen, wie man der neuen Feindnation USA am besten beikommt. In der Stunde der Not gibt es keine Parteien mehr, nur noch Patrioten. Wir sollten uns dem amerikanischen Präsidenten "mit allem, was wir vertreten, in den Weg stellen", befand Martin Schulz stellvertretend für die Sozialdemokraten.
mehr:
- Gegen Trump: Wir, die moralische Supermacht (Jan Fleischhauer, SPON)
mein Kommentar:
Na sowas, da werde ich ja richtig durcheinander. Der SPIEGEL-Fleischhauer redet so über die Mächtigen und die Medien? Da richtet ja Trump auch was Gutes an!
Ein Teil von jener Kraft,[Johann Wolfgang von Goethe: Faust: Eine Tragödie - Kapitel 6, Studierzimmer, gefunden beim Projekt Gutenberg]
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.
Die einfache Entscheidung über Volksverhetzung
Spitzenpolitiker stürzen sich auf das Thema der sogenannten Fake-News, doch die vermeintliche Besorgnis wirkt aufgesetzt und verlogen - Wie ich lernte, die Fake-News zu lieben, Teil 8
Die Musikgruppe Kraftschlag beschreibt in ihrem Musikstück "Ausländerhure", wie sich eine blonde, blauäugige (Rasse)Frau zu dem entwickelt, was der Titel aussagt. In die "linke Szene" abrutschend und sich zu sehr für Ausländer und Asylanten einsetzend, trifft sie auf einer Demonstration "ihren Ali", beide werden ein Paar, er schleppt sie in die Moschee und darf nach der Heirat in Deutschland bleiben. Ihre Moral, so der Text, übt die "Ausländerhure" Volksverrat, Rassenmischung töte den deutschen Staat. Der Titel endet mit den Worten "Raus mit den Ausländerhuren, raus mit der Asylantenflut, weg mit dem Ausländerpack, denn in uns da wacht die weiße, weiße Wut."
Für viele dürfte es sich in diesem Fall um einen eindeutigen Fall der Volksverhetzung im Sinne des §130 Strafgesetzbuch (StGB) handeln. Der Bundesgerichtshof sah dies anders und urteilte mit Beschluss vom 14. April 2015, dass es sich hier eben nicht um einen solchen Fall handele.
mehr:
- Die einfache Entscheidung über Volksverhetzung (Alexander und Bettina Hammer, Telepolis, 05.06.2017)
Die Musikgruppe Kraftschlag beschreibt in ihrem Musikstück "Ausländerhure", wie sich eine blonde, blauäugige (Rasse)Frau zu dem entwickelt, was der Titel aussagt. In die "linke Szene" abrutschend und sich zu sehr für Ausländer und Asylanten einsetzend, trifft sie auf einer Demonstration "ihren Ali", beide werden ein Paar, er schleppt sie in die Moschee und darf nach der Heirat in Deutschland bleiben. Ihre Moral, so der Text, übt die "Ausländerhure" Volksverrat, Rassenmischung töte den deutschen Staat. Der Titel endet mit den Worten "Raus mit den Ausländerhuren, raus mit der Asylantenflut, weg mit dem Ausländerpack, denn in uns da wacht die weiße, weiße Wut."
Für viele dürfte es sich in diesem Fall um einen eindeutigen Fall der Volksverhetzung im Sinne des §130 Strafgesetzbuch (StGB) handeln. Der Bundesgerichtshof sah dies anders und urteilte mit Beschluss vom 14. April 2015, dass es sich hier eben nicht um einen solchen Fall handele.
mehr:
- Die einfache Entscheidung über Volksverhetzung (Alexander und Bettina Hammer, Telepolis, 05.06.2017)
Bernie Sanders, der gute Ami
Der von seiner eigenen Partei verhinderte Präsidentschaftskandidat der Demokraten Bernie Sanders war in Berlin und wurde wie ein Star gefeiert
Tosender Applaus und "Bernie,Bernie"- Rufen bevor der Mann auch nur ein Wort sagte, dem die Huldigungen galten. Am 31. Mai war der von seiner eigenen Partei verhinderte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten Bernie Sanders zu Gast an der FU-Berlin. Er redete in einem Teil der FU, der nach den umstrittenen antisemitischen Henry Ford benannt ist.
Bisher scheiterten alle Versuche, das Gebäude nach einer Figur der demokratischen US-Geschichte umzubenennen. Wenn es nach dem überwiegend studentischen Publikums gegangen wäre, das Sanders zujubelte, wäre die Umbenennung schon längst vollzogen. Es sind die Menschen, die in Zeiten von Trump auf der Suche nach dem guten Ami sind und ihn in Sanders gefunden haben.
Dabei geht es weniger um Inhalte, sondern um Projektionen. Sanders, der sich selber demokratischer Sozialist nennt, vertritt einen gemäßigten Sozialdemokratismus, der an die New Deal-Politik eines Roosevelt erinnert. Eine Krankenversicherung für alle US-Bürger, moderate Steuererhöhungen für Reiche und, was das akademische Publikum in Berlin besonders begeisterte, der Wegfall der Studiengebühren sind zentrale Forderung von Sanders.
mehr:
- Die Sehnsucht nach dem "guten Ami" (Peter Nowak, Telepolis, 05.06.2017)
Bernie Sanders in Berlin {2:50}
Veröffentlicht am 01.06.2017
x
Bernie Sanders at Berlin FU Introducting Book Unsere Revolution 20170531 {1:40:37}
mein Kommentar:
Ich kann mich ja einer leichten Übelkeit nicht erwehren.
Auf den Verrückten wird der nächste folgen, der sich von Koch-Brüdern die Millionen in den A… blasen läßt…
Tosender Applaus und "Bernie,Bernie"- Rufen bevor der Mann auch nur ein Wort sagte, dem die Huldigungen galten. Am 31. Mai war der von seiner eigenen Partei verhinderte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten Bernie Sanders zu Gast an der FU-Berlin. Er redete in einem Teil der FU, der nach den umstrittenen antisemitischen Henry Ford benannt ist.
Bisher scheiterten alle Versuche, das Gebäude nach einer Figur der demokratischen US-Geschichte umzubenennen. Wenn es nach dem überwiegend studentischen Publikums gegangen wäre, das Sanders zujubelte, wäre die Umbenennung schon längst vollzogen. Es sind die Menschen, die in Zeiten von Trump auf der Suche nach dem guten Ami sind und ihn in Sanders gefunden haben.
Dabei geht es weniger um Inhalte, sondern um Projektionen. Sanders, der sich selber demokratischer Sozialist nennt, vertritt einen gemäßigten Sozialdemokratismus, der an die New Deal-Politik eines Roosevelt erinnert. Eine Krankenversicherung für alle US-Bürger, moderate Steuererhöhungen für Reiche und, was das akademische Publikum in Berlin besonders begeisterte, der Wegfall der Studiengebühren sind zentrale Forderung von Sanders.
mehr:
- Die Sehnsucht nach dem "guten Ami" (Peter Nowak, Telepolis, 05.06.2017)
Bernie Sanders in Berlin {2:50}
Veröffentlicht am 01.06.2017
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Bernie Sanders at Berlin FU Introducting Book Unsere Revolution 20170531 {1:40:37}
Veröffentlicht am 31.05.2017
Beschreibung
mein Kommentar:
Ich kann mich ja einer leichten Übelkeit nicht erwehren.
Auf den Verrückten wird der nächste folgen, der sich von Koch-Brüdern die Millionen in den A… blasen läßt…
Putin zu westlichen Dauerverdächtigungen – "Habt ihr alle euren Verstand verloren?"
Wladimir Putin hat Vorwürfe zurückgewiesen, Russland habe Einfluss auf die US-Wahl genommen: Nicht auszuschließen sei ein Komplott amerikanischer Geheimdienste.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat US-Spekulationen scharf zurückgewiesen, wonach der Kreml über Druckmittel gegen US-Präsident Donald Trump verfüge. Berichte über angeblich in Moskau gesammeltes kompromittierendes Material (russisch: Kompromat) seien "Blödsinn", sagte Putin in einem Interview mit dem US-Sender NBC News (Hier geht es zur englischen Version des Gesprächs).
Zwischen ihm und Trump gebe es keinerlei persönliche Beziehung, obwohl Trump als Geschäftsmann einst auch nach Russland gereist war. Putin mokierte sich über die Vorstellung, russische Geheimdienste könnten ausländische Wirtschaftsgrößen bei Reisen in Russland überwachen. Derzeit seien etwa Vertreter von hundert US-Firmen in Russland. "Gehen Sie davon aus, dass wir über alle kompromittierendes Material sammeln?", sagte Putin. "Habt ihr alle euren Verstand verloren?"
Putin stellte sich im Interview mit NBC-Starmoderatorin Megyn Kelly erstmals auch ausführlich Fragen zu jenem Thema, das seit Monaten die ganze Welt beschäftigt: den von US-Geheimdiensten kolportierten Einflussversuchen Russlands auf die Wahl 2016. Wenn 17 US-Geheimdienste zur gleichen Einschätzung kommen würden, fragte Kelly, "lügen sie dann alle"?
mehr:
- "Habt ihr den Verstand verloren?" Putin liefert sich Schlagabtausch mit NBC-Moderatorin Kelly (SPON, 05.06.2017)
siehe auch:
- "Das ist alles Blödsinn" Putin dementiert Verbindungen zu Trump (n-tv, 05.06.2017)
- Comey sagt zu Kreml-Affäre aus – Trumps wichtigste Woche seit Wahlkampf (n-tv, 05.06.2017)
President Vladimir Putin On Russian Election Interference (Full Exclusive) | Megyn Kelly | NBC News {11:23}
Putin Informs Hacking Expert Megyn Kelly That She Has No Idea What She's Talking About {4:48}
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Russlands Präsident Wladimir Putin hat US-Spekulationen scharf zurückgewiesen, wonach der Kreml über Druckmittel gegen US-Präsident Donald Trump verfüge. Berichte über angeblich in Moskau gesammeltes kompromittierendes Material (russisch: Kompromat) seien "Blödsinn", sagte Putin in einem Interview mit dem US-Sender NBC News (Hier geht es zur englischen Version des Gesprächs).
Zwischen ihm und Trump gebe es keinerlei persönliche Beziehung, obwohl Trump als Geschäftsmann einst auch nach Russland gereist war. Putin mokierte sich über die Vorstellung, russische Geheimdienste könnten ausländische Wirtschaftsgrößen bei Reisen in Russland überwachen. Derzeit seien etwa Vertreter von hundert US-Firmen in Russland. "Gehen Sie davon aus, dass wir über alle kompromittierendes Material sammeln?", sagte Putin. "Habt ihr alle euren Verstand verloren?"
Putin stellte sich im Interview mit NBC-Starmoderatorin Megyn Kelly erstmals auch ausführlich Fragen zu jenem Thema, das seit Monaten die ganze Welt beschäftigt: den von US-Geheimdiensten kolportierten Einflussversuchen Russlands auf die Wahl 2016. Wenn 17 US-Geheimdienste zur gleichen Einschätzung kommen würden, fragte Kelly, "lügen sie dann alle"?
mehr:
- "Habt ihr den Verstand verloren?" Putin liefert sich Schlagabtausch mit NBC-Moderatorin Kelly (SPON, 05.06.2017)
siehe auch:
- "Das ist alles Blödsinn" Putin dementiert Verbindungen zu Trump (n-tv, 05.06.2017)
- Comey sagt zu Kreml-Affäre aus – Trumps wichtigste Woche seit Wahlkampf (n-tv, 05.06.2017)
President Vladimir Putin On Russian Election Interference (Full Exclusive) | Megyn Kelly | NBC News {11:23}
Veröffentlicht am 04.06.2017
Megyn Kelly sits down for an exclusive interview with President Vladimir Putin, asking him about allegations that the Russians interfered in the 2016 U.S. presidential election.
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Putin Informs Hacking Expert Megyn Kelly That She Has No Idea What She's Talking About {4:48}
Veröffentlicht am 04.06.2017
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Samstag, 3. Juni 2017
Ältester Vormensch lebte möglicherweise in Europa
Die gemeinsame Linie von Schimpansen und Menschen hat sich möglicherweise mehrere hunderttausend Jahre früher getrennt als bislang angenommen: Diese These veröffentlichte ein internationales Forschungsteam um Professorin Madelaine Böhme vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen jetzt in zwei zeitgleich erschienen Publikationen im Fachjournal PLOS One.
Heute ist der Schimpanse der nächste Verwandte des Menschen. Wann ihr letzter gemeinsamer Vorfahr lebte, ist ein zentrales und sehr umstrittenes Forschungsthema der Paläoanthropologie. Bislang nimmt die Forschung an, dass sich die Linien vor fünf bis sieben Millionen Jahren trennten und die erste Vormenschenart im heutigen Afrika entstand. Nach der Theorie des französischen Paläoanthropologen Ives Coppens von 1994 könnten dabei Klimaveränderungen in Ostafrika eine entscheidende Rolle gespielt haben. Mit der neuen Studie entwirft das Forscherteam aus Deutschland, Bulgarien, Griechenland, Kanada, Frankreich und Australien nun ein völlig anderes Szenario für die früheste Menschheitsgeschichte.
mehr:
- Ältester Vormensch lebte möglicherweise in Europa (ArchäologieOnline, 26.05.2017)
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Heute ist der Schimpanse der nächste Verwandte des Menschen. Wann ihr letzter gemeinsamer Vorfahr lebte, ist ein zentrales und sehr umstrittenes Forschungsthema der Paläoanthropologie. Bislang nimmt die Forschung an, dass sich die Linien vor fünf bis sieben Millionen Jahren trennten und die erste Vormenschenart im heutigen Afrika entstand. Nach der Theorie des französischen Paläoanthropologen Ives Coppens von 1994 könnten dabei Klimaveränderungen in Ostafrika eine entscheidende Rolle gespielt haben. Mit der neuen Studie entwirft das Forscherteam aus Deutschland, Bulgarien, Griechenland, Kanada, Frankreich und Australien nun ein völlig anderes Szenario für die früheste Menschheitsgeschichte.
mehr:
- Ältester Vormensch lebte möglicherweise in Europa (ArchäologieOnline, 26.05.2017)
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Friedemann Schrenk, einer der führenden deutschsprachigen Paläoanthropologen, schlug zu Beginn des 21. Jahrhunderts folgende Sprachregelung vor: die Australopithecinen werden als Vormenschen; Homo habilis und Homo rudolfensis als Urmenschen; alle späteren Arten der Gattung Homo (außer Homo sapiens) als Frühmenschen; Homo sapiens als Jetztmensch oder „moderner Mensch“ bezeichnet.[13] Die zeitliche Reihung des Urmenschen vor den Frühmenschen weicht von früheren Gliederungen ab.
Ein einheitlicher Sprachgebrauch ist bis heute nicht zu verzeichnen. So werden in anderer Fachliteratur alle auf die Vormenschen folgenden Arten (vor Homo sapiens) als Urmenschen bezeichnet.[14] Ernst Probst verwendet zum Beispiel im Jahre 2008 Frühmensch im Sinne der von Schrenk eingeführten Gliederung, hier jedoch nur für Homo erectus bzw. Homo heidelbergensis und nicht für den Neandertaler.[15] In Lexika und Schulbüchern des 21. Jahrhunderts werden Urmensch und Frühmenschzuweilen als austauschbare Begriffe verwendet.[9][16]
Der Cro-Magnon-Mensch wird trotz zeitlicher Überschneidung mit späten Vertretern von Homo erectus und dem Neandertaler einhellig als Jetztmensch oder Neumensch bezeichnet.[17][13] Darin spiegelt sich die Zugehörigkeit zum anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens) als einziger heute noch existierenden Menschenart. [Urmensch, Mitte des 20. Jahrhunderts bis heute, Wikipedia, abgerufen am 03.06.2017]
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Freitag, 2. Juni 2017
Heute vor 50 Jahren – 2. Juni 1967: Benno Ohnesorg wird erschossen
[Doku] Der Tod des Benno Ohnesorg - 2 Juni 1967 [HD] {42:21}
Eva Quistorp: Tod von Benno Ohnesorg {4:21}
Ein Schuss verändert die Republik
Seit 1966 ging die Polizei Westberlins verschärft gegen protestierende Studenten vor; der Polizeipräsident sprach von »Studentenkrieg«. Zusätzlich heizte die Springer-Presse die öffentliche Stimmung gegen die »Gammler und Arbeitsscheuen« an. Als der autokratisch regierende Schah Reza Pahlewi von Persien am 2. Juni 1967 Westberlin besuchte, demonstrierten Studenten vor dem Schöneberger Rathaus und am Abend vor der Deutschen Oper in Charlottenburg.
Die Polizei und schahtreue Schläger (»Jubelperser«) gingen massiv gegen die Protestler vor. Der Germanistikstudent Benno Ohnesorg (* 1940), der abends am Rande dabei war, wurde mit anderen in die Seitenstraßen getrieben. Auf einem Innenhof wurde er von Polizisten festgehalten und verprügelt. Gegen 20:30 Uhr traf ihn ein Kopfschuss aus anderthalb Metern Entfernung. Ohnesorg starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Täter, der Polizeibeamte Karl-Heinz Kurras (1927-2014), stellte sich später vor Gericht als das eigentliche Opfer dar. 2009 wurde bekannt, dass er für die DDR-Staatssicherheit gearbeitet hatte.
Der Regierende Bürgermeister Heinrich Albertz (1915-1993) gab zunächst den Studenten die Schuld, änderte seine Meinung jedoch und trat im September 1967 zurück. Der Tod Benno Ohnesorgs heizte die Studentenproteste an. 1972 wurde in Berlin die »Bewegung 2. Juni« gegründet, die als Keimzelle des deutschen Terrorismus gilt.
siehe auch die Bilderserie:
- Ein Schuss verändert Deutschland – Vor 50 Jahren starb Benno Ohnesorg
(n-tv, 02.06.2017)
Der Fall Benno Ohnesorg - 3sat Kulturzeit - Manipulation, Vertuschung {6:59}
siehe auch:
- Video: Wie starb Benno Ohnesorg? (Das Erste, 29.05.2017, Verfügbar bis 05.06.2017)
Inzwischen steht das Video auf Youtube:
Wie starb Benno Ohnesorg? {44:36 – Start bei 9:21}
In den ARD-Mediathek-Kommentaren wird nach der verwendeten Musik gefragt, ich habe recherchiert:
Iron Butterfly – In A Gadda-da-Vida
The Doors – Light My Fire
Pink Floyd – Careful With That Axe Eugene
- Wie der Tod eines Studenten eine Bewegung radikalisierte – Uwe Soukup: "Wie starb Benno Ohnesorg?", Verlag 1900 Berlin, 272 Seiten (Buchrezension, Winfried Sträter, Deutschlandfunk Kultur, 01.06.2007; Zitat:)
- JUSTIZ / BERLIN Insel ohne Moral (SPIEGEL 49/1960, 30.11.1960)
Ich lasse dies alles unkommentiert, obwohl mir vieles dazu einfallen würde!
Aber tendenziell erinnert mich das an das Kent-State-Massaker:
- Heute vor 47 Jahren – 4. Mai 1970: Das Kent-State-Massaker (Post, 04.05.2017)
Einige Leute wollen es diesen langhaarigen, nichtstuenden Floh-Trägern mal richtig zeigen.
Hat ja auch gewirkt!
Und 50 Jahre später kommen die Dinge ans Licht, und es bleibt einem nichts anderes übrig, als Trauerarbeit zu leisten und »Vater Staat« zu verzeihen. Ist halt so…
Zwischenbemerkung:
Im ARD-Film wird kurz ein Artikel des Sternredakteurs Heiko Gebhardt eingeblendet: »Ein sauberer Schütze« (»Sternredakteur Heiko Gebhardt sprach mit dem Mann, der Benno Ohnesorg erschoß«)
- Zeitzeugin wider Willen (Leonie Feuerbach, ZON, 02.06.2017)
- Tod von Benno Ohnesorg: Der Zeuge, den keiner hören wollte (Michael Brettin, Berliner Zeitung, 01.06.2017)
- Vor 50 Jahren: Der Tod des Benno Ohnesorg (Michael Brettin, Berliner Zeitung, 01.06.2017)
Fall der Woche: Die Erschießung von Benno Ohnesorg {4:17}
- Benno Ohnesorg: Chronik einer Hinrichtung (Margot Overath, Radio Bayern 2 Kultur, 23.05.2017)
- Benno Ohnesorg: Der Tod des Träumers (Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung, 19.05.2010)
- 2. Juni 1967: Die Stunde der Zeugen (Uwe Soukup, ZON, 02.06.2009)
- Die Erschießung von Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 (Wolf Wetzel, ScharfLinks, 26.05.2009)
- 40 Jahre 68er: "Heute gibt's Dresche" (Reinhard Mohr, SPON, 02.02.2008)
- Der Tag, der Deutschland veränderte (Sven Felix Kellerhoff, n24, 27.05.2007)
Retro spezial 1968 Jahr des Aufstands {3:02:18}
„Bommi" Baumann: Benno Ohnesorgs Tod als Fanal {1:58}
Ulrike Meinhof-RAF-Wege in den Terror-Doku.avi {43:06}
zu Ulrike Meinhof siehe auch:
- Heute vor 43 Jahren – 15. Juni 1972: RAF-Terroristin Ulrike Meinhof verhaftet (Post, 15.06.2015)
- Striptease und Ulrike Meinhof: Wie nahe doch die Gefühle beieinanderliegen… (Post, 08.12.2011)
Den entscheidenden Fakt, nämlich, daß von HINTER dem Bauzaun von Polizisten in Zivil Steine über Bauzaun und »Leberwurst«-Schlauch hinweg auf die Treppe vor der Oper geworfen wurden, kann ich nicht mit Quellen belegen. Ich bin mir aber sicher, daß ich das irgendwo gelesen habe…
ZDF-History - Die RAF - Phantom ohne Gnade {45:07 – Start bei 3:28}
zu der von Horst-Eberhard Richter in obigem Video angesprochenen Sekten-/Opfer-Mentalität siehe auch:
- Chosen trauma and the inabilty to mourn (Post, 08.12.2014, englisch)
Gefangene aus der RAF im Gespräch {42:22}
Hans-Ulrich Jörges: Kardinalfehler der 68er {5:00}
Die Meinung der Arbeiter über Studenten der 68er-Bewegung {0:42}
Peter Schneider | Rebellion und Wahn der 68er (NZZ Standpunkte 2008) {55:31}
kulturzeit extra - mythos 68 - die revolte und ihre archäologen {59:07}
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siehe auch:
- Süddeutsche-Artikel zu Benno Ohnesorg
- Sie waren keine "Duckmäuse" (Peter Nowack, Telepolis, 02.06.2017)
- Benno Ohnesorg: "Es war der Beginn eines großen Aufbegehrens" (Interview von Carly Laurence mit dem Journalisten Uwe Dannenbaum, ZON, 02.06.2017)
- Berlin – Justizsenator entschuldigt sich für Polizeieinsatz bei Tod von Ohnesorg (SPON, 02.06.2017)
- 68er-Bewegung: "Verrohung ist eine falsche Vorstellung von Freiheit" (Interview von Lars Langenau mit Oskar Negt, SPON, 02.06.2017)
- 2. Juni 1967: Der vertuschte Mord am Studenten Benno Ohnesorg (Fotostrecke, SPON, 01.06.2017)
- Tod von Benno Ohnesorg: "Bitte nicht schießen!" (Uwe Soukup, SPON, 01.06.2017)
- Studentenrevolte 1967/68: Als Polizisten Pflastersteine warfen ( Barbara Galaktionow, Süddeutsche Zeitung, , 27.05.2017)
- Tag des Zorns – Der Tod Benno Ohnesorgs am 2. Juni 1967 als Fanal (Volksstimme, 09.05.2017)
- 1966: Das Neue der Revolte – Benno Ohnesorg und die Prügelperser – Sie wollten es nicht wissen… (Post, 02.01.2017)
- Michael "Bommi" Baumann ist tot – Benno Ohnesorgs Tod als Fanal (Post, 21.07.2016); zu Michael Baumann siehe auch:
- Bommi Baumanns finale Pointe (Günter Langer, Telepolis, 19.08.2016)
- Heute vor 40 Jahren – 24. September 1975… Premiere von »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« (Post, 24.09.2015)
- "Ich habe demonstriert." – "Ich nicht." (ein Gespräch mit Eberhard Diepgen und Walter Momper, Berliner Morgenpost, 05.07.2015)
- Die 68er – Aufbegehren gegen starre Strukturen (Post, 03.07.2008)
- Wie wir wurden, was wir sind (Post, 03.07.2008)
- Um 20.30 Uhr fällt der Schuss, der Deutschland verändert (Sven Felix Kellerhof, N24, 16.04.2008)
- Die 68er Revolution – Wie es anfing (Post, 21.05.2007)
zuletzt aktualisiert am 04.01.2018
MüllerMann
Am 12.03.2017 veröffentlicht
Am 12.03.2017 veröffentlicht
"Er liegt am Boden, eine junge Frau kniet neben ihm und hält den Kopf des Sterbenden. Das Foto wird zum Symbol. Am 2. Juni 1967 beginnt ""1968"". An diesem Tag wird unweit der Deutschen Oper in Berlin der Student Benno Ohnesorg von einem Polizisten niedergeschossen und stirbt wenig später. Für die Studentenbewegung ist der Tod Ohnesorgs eine Zäsur - der 2. Juni wird zum Katalysator der Unruhen. Der tote Ohnesorg wird zu einer Ikone.
Doch wer war Benno Ohnesorg, von dem man kaum mehr weiß als den Namen - und das Sterbedatum? Fast vier Jahrzehnte später begibt sich der Schriftsteller Uwe Timm auf die Suche. Timms Buch ""Der Freund und der Fremde"" (2005) ist das literarische Ergebnis dieser Suche. Es ist keine faktenorientierte Biografie, sondern eine Erzählung, die Erinnerungen vorsichtig arrangiert. Es ist ein persönliches Buch, das über den Freund reflektiert, über seinen Tod und über die prägenden 60er Jahre. Es geht in ""Der Freund und der Fremde"" aber auch um 1968, um die großen Entwürfe und Theorien. Timm zeigt, wie der Tod von Ohnesorg viele aus seiner Generation zu ""68ern"" werden ließ.
Die beiden lernten sich Anfang der 60er Jahre in einem Kolleg in Braunschweig kennen, wo sie das Abitur nachholten. Für Ohnesorg und Timm waren vor allem Kunst und Kultur der Schlüssel zu einem anderen Leben. Sie hofften, in der Literatur ihr Glück zu finden. Die beiden 20-Jährigen freundeten sich an, diskutierten über Lyrik und offenbarten sich ihre ersten literarischen Schreibversuche. Nach dem Abitur trennten sich ihre Wege. Timm ging nach München, später nach Paris. Benno Ohnesorg zog nach Berlin. Sie verloren sich aus den Augen. Im Juni 1967 hörte Uwe Timm in Frankreich von den Ereignissen der Berliner Anti-Schah-Demonstration und sah in einer Pariser Zeitung das Foto - den toten Freund."
alter Info-Text:Doch wer war Benno Ohnesorg, von dem man kaum mehr weiß als den Namen - und das Sterbedatum? Fast vier Jahrzehnte später begibt sich der Schriftsteller Uwe Timm auf die Suche. Timms Buch ""Der Freund und der Fremde"" (2005) ist das literarische Ergebnis dieser Suche. Es ist keine faktenorientierte Biografie, sondern eine Erzählung, die Erinnerungen vorsichtig arrangiert. Es ist ein persönliches Buch, das über den Freund reflektiert, über seinen Tod und über die prägenden 60er Jahre. Es geht in ""Der Freund und der Fremde"" aber auch um 1968, um die großen Entwürfe und Theorien. Timm zeigt, wie der Tod von Ohnesorg viele aus seiner Generation zu ""68ern"" werden ließ.
Die beiden lernten sich Anfang der 60er Jahre in einem Kolleg in Braunschweig kennen, wo sie das Abitur nachholten. Für Ohnesorg und Timm waren vor allem Kunst und Kultur der Schlüssel zu einem anderen Leben. Sie hofften, in der Literatur ihr Glück zu finden. Die beiden 20-Jährigen freundeten sich an, diskutierten über Lyrik und offenbarten sich ihre ersten literarischen Schreibversuche. Nach dem Abitur trennten sich ihre Wege. Timm ging nach München, später nach Paris. Benno Ohnesorg zog nach Berlin. Sie verloren sich aus den Augen. Im Juni 1967 hörte Uwe Timm in Frankreich von den Ereignissen der Berliner Anti-Schah-Demonstration und sah in einer Pariser Zeitung das Foto - den toten Freund."
Deutschlands Studenten proben den Aufstand: Der Schah von Persien und seine Frau sind auf Staatsbesuch in Deutschland. Von offizieller Seite wird der .
Während einer Demonstration gegen den Besuch des Schahs von Persien wurde der Student Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 in Berlin durch Polizisten brutal .
alexander binder info: Keine Insel Die Palmers Entführung 1977 Bewegung 2 Juni entführt in Wien den .
Die erste Radikalisierung bestimmter Teile der Protestkultur stellte der Besuch des Schahs von Persien am 2. Juni 1967 dar.
Während einer Demonstration gegen den Besuch des Schahs von Persien wurde der Student Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 in Berlin durch Polizisten brutal .
alexander binder info: Keine Insel Die Palmers Entführung 1977 Bewegung 2 Juni entführt in Wien den .
Die erste Radikalisierung bestimmter Teile der Protestkultur stellte der Besuch des Schahs von Persien am 2. Juni 1967 dar.
Eva Quistorp: Tod von Benno Ohnesorg {4:21}
Veröffentlicht am 07.08.2013
Eva Quistorp, damals Studentin, beteiligte sich am 2. Juni 1967 an den Protesten gegen den Besuch des Schahs von Persien vor der Deutschen Oper in Berlin. Als die Polizei versuchte, die Menge auseinanderzutreiben, wurde Quistorps Komilitone Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen.
Ein Schuss verändert die Republik
Seit 1966 ging die Polizei Westberlins verschärft gegen protestierende Studenten vor; der Polizeipräsident sprach von »Studentenkrieg«. Zusätzlich heizte die Springer-Presse die öffentliche Stimmung gegen die »Gammler und Arbeitsscheuen« an. Als der autokratisch regierende Schah Reza Pahlewi von Persien am 2. Juni 1967 Westberlin besuchte, demonstrierten Studenten vor dem Schöneberger Rathaus und am Abend vor der Deutschen Oper in Charlottenburg.
Die Polizei und schahtreue Schläger (»Jubelperser«) gingen massiv gegen die Protestler vor. Der Germanistikstudent Benno Ohnesorg (* 1940), der abends am Rande dabei war, wurde mit anderen in die Seitenstraßen getrieben. Auf einem Innenhof wurde er von Polizisten festgehalten und verprügelt. Gegen 20:30 Uhr traf ihn ein Kopfschuss aus anderthalb Metern Entfernung. Ohnesorg starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Täter, der Polizeibeamte Karl-Heinz Kurras (1927-2014), stellte sich später vor Gericht als das eigentliche Opfer dar. 2009 wurde bekannt, dass er für die DDR-Staatssicherheit gearbeitet hatte.
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| Benno Ohnesorg wird schwer verletzt abtransportiert, er stirbt auf dem Weg ins Krankenhaus |
Harenberg - Abenteuer Geschichte 2017
siehe auch die Bilderserie:
- Ein Schuss verändert Deutschland – Vor 50 Jahren starb Benno Ohnesorg
(n-tv, 02.06.2017)
Der Fall Benno Ohnesorg - 3sat Kulturzeit - Manipulation, Vertuschung {6:59}
Hochgeladen am 23.02.2012
http://www.todesnacht.com
Vor 45 Jahren wurde der junge Student Benno Ohnesorg in einem Berliner Hinterhof erschossen. Von einem Polizisten. Und die Lüge begann. Der Schütze wurde nie verurteilt, Zeugen in Prozessen nicht gehört und wichtige Beweise unterschlagen. Selbst vor der Leiche des Studenten machte man nicht Halt. Zwei Berliner Journalisten haben nun heraus gefunden, dass sogar an der Leiche von Ohnesorg manipuliert wurde und im ersten Todesschein von "stumpfer Gewalteinwirkung" statt einem Schuss gesprochen wurde. Und sie haben neue Filme und Fotos entdeckt, die Licht ins Dunkel dieser Nacht bringen.
Daraus entwickelte sich die "Bewegung 2. Juni", aus der einige sich später der Roten Armee Fraktion (RAF) angeschlossen haben.
Ein Film von Katja & Clemens Riha
http://candoberlin.de
Vor 45 Jahren wurde der junge Student Benno Ohnesorg in einem Berliner Hinterhof erschossen. Von einem Polizisten. Und die Lüge begann. Der Schütze wurde nie verurteilt, Zeugen in Prozessen nicht gehört und wichtige Beweise unterschlagen. Selbst vor der Leiche des Studenten machte man nicht Halt. Zwei Berliner Journalisten haben nun heraus gefunden, dass sogar an der Leiche von Ohnesorg manipuliert wurde und im ersten Todesschein von "stumpfer Gewalteinwirkung" statt einem Schuss gesprochen wurde. Und sie haben neue Filme und Fotos entdeckt, die Licht ins Dunkel dieser Nacht bringen.
Daraus entwickelte sich die "Bewegung 2. Juni", aus der einige sich später der Roten Armee Fraktion (RAF) angeschlossen haben.
Ein Film von Katja & Clemens Riha
http://candoberlin.de
siehe auch:
- Video: Wie starb Benno Ohnesorg? (Das Erste, 29.05.2017, Verfügbar bis 05.06.2017)
Inzwischen steht das Video auf Youtube:
Wie starb Benno Ohnesorg? {44:36 – Start bei 9:21}
SuperOssi
Am 31.05.2017 veröffentlicht
Am 31.05.2017 veröffentlicht
"Das Bild des sterbenden Demonstranten wird 1967 zum Symbol und zum Katalysator des studentischen Aufbegehrens. Die Dokumentation rekonstruiert minutiös die Abläufe des 02. Juni 1967, wertet Aufnahmen aus und interviewt Augenzeugen"
http://www.ardmediathek.de/tv/Reporta...
http://www.ardmediathek.de/tv/Reporta...
In den ARD-Mediathek-Kommentaren wird nach der verwendeten Musik gefragt, ich habe recherchiert:
Iron Butterfly – In A Gadda-da-Vida
The Doors – Light My Fire
Pink Floyd – Careful With That Axe Eugene
das verhaeltnis zwischen polizei und studierenden wurde laengst zum massstab fuer den inneren zustand west-berlins. senatsrat prill betonte auf einer podiumsdiskussion seine auf 'wilde demonstranten' gemuenzte aeusserung: 'die sollen nur kommen, dann kriegen sie eins mit dem knueppel auf den kopf, das ist dann ein gutes uebungsfeld fuer unsere polizeibeamten.' (die welt, 2.2.67) [aus: die ermordung benno ohnesorgs am 2. juni 1967, zusammengestellt von joerg prante, Haschrebellen, Datum unbekannt]
Der Ausschuss stellte fest, dass Innensenator Wolfgang Büsch (SPD) und der Kommandeur der Schutzpolizei Hans-Ulrich Werner die Freigabe des südlichen Gehwegs vor der Oper am 30. Mai geplant hatten, um „die Störer auf einem Haufen zu haben“. Der stellvertretende Polizeipräsident Georg Moch (CDU) hatte diesen Plan abgelehnt. Albertz und Staatssekretär Ernst Benda (CDU) vom Bundesinnenministerium hatten mit dem Protokollchef des Senats und dem Bundespräsidenten Heinrich Lübke verabredet, den Vorplatz der Oper weiträumig sperren zu lassen. Albertz ließ dies der Senatsinnenverwaltung mündlich und schriftlich mitteilen. Doch der zuständige Senatsrat Hans-Joachim Prill (SPD) informierte den Polizeipräsidenten nicht darüber, da der Regierende Bürgermeister kein direktes Weisungsrecht gegenüber der Polizei gehabt habe. Auch über ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom Februar 1967, das die Verhältnismäßigkeit der Mittel auch im Fall von Krawallen anmahnte, hatte er die Polizeiführung nicht informiert.
[Zitat aus dem »Benno-Ohnesorg-Artikel« der Wikipedia, verwendet bei dict.cc, bei Wikipedia nicht mehr auffindbar, Stand: 04.06.2017, Hervorhebung von mir – Update 23.06.2020: Nunmehr zu finden bei: Benno Ohnesorg, Todesumstände, Parlamentarische Untersuchung, veikkos-archiv.com – empfehlenswert!]
Erstes Ergebnis des Verhörs: Berlins Polizeipräsident Erich Duensing verträgt keine Sonne. Befragt, wer wohl am Mittag des 2. Juni jenen Jubel-Persern, die vor dem Rathaus mit Totschlägern und Latten auf friedliche Demonstranten eingedroschen hatten, einen Sonderplatz unter der Freiheitsglocke eingeräumt habe, antwortete der Präsident: "Ich weiß es nicht." Sein Schupo-Kommandeur Hans -- Ulrich Werner wußte es: "Ich hatte Weisung vom Herrn Präsidenten." Duensing, erneut im Zeugenstand: "Äh, ja, wenn ich etwas anderes gesagt habe, so lag das daran, daß es sehr heiß war."
Auch der Polizeioberrat Heribert Iwicki, am 2. Juni Einsatzleiter vor der Oper, kollidierte mit seinen Untergebenen. Bis 20 Uhr, so Iwicki, seien bereits elf seiner Polizisten von Anti-Schah-Demonstranten verletzt worden, davon fünf durch Steinwürfe. "Ich selbst", so klagte der Oberrat, "wurde von einem Frisch-Ei beschmutzt, das an der Hauswand zerschellte." Und um weiteren Verlusten vorzubeugen, habe er den Einsatzbefehl gegeben.
Die blessierten Polizisten, die daraufhin im Zeugenstand erschienen, erinnerten sich anders. Fast alle -- bis auf zwei -- sagten aus, sie seien nicht vor, sondern erst während des Einsatzes verletzt worden. […]
Und immer wieder unterbrachen Ausschuß-Mitglieder die Aussagen hoher Polizeibeamter, um deren offenkundig voreingenommene Darstellung zu rügen:
Polizeipräsident Duensing ereiferte sich über die "Exzesse" der Studenten: Er habe "tiefe Scham" empfunden, "als der oberste Vertreter des Landes" von Studenten "ausgemährt" worden sei. Darauf der Abgeordnete Vortisch: "Geht diese Wertung, die doch emotionell zu sein scheint, nicht über die Aufgabe der Polizei hinaus?" Duensing: "Ich verstehe die Frage nicht."
[Zitat aus: BERLIN / POLIZEI – Sehr heiß, SPIEGEL 28/1967, 03.07.1967]
»Das habe ich getan«, sagt mein Gedächtnis. »Das kann ich nicht getan haben« – sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich – gibt das Gedächtnis nach.
[Friedrich Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, Viertes Hauptstück. Sprüche und Zwischenspiele, Nr. 68]
Terroristisches Handeln ist ex definitione unwahrscheinliches Verhalten einer Minderheit. Terroristen versuchen, mit der Schreckenswirkung gezielter Gewalttätigkeit ein Fanal zu setzen, die Mehrheit der Bevölkerung zum Umsturz der gegebenen staatlichen Ordnung motivieren sollen. Das ist ein kühner Plan, der mit der Routine zivilen Verhaltens radikal bricht. Die Anmaßung von Gewalt widerspricht nicht nur allgemeinen kulturellen Normen, sie verstößt auch, wo sie mit politischem Anspruch auftritt, gegen jene Selbstverständlichkeit, mit der moderne Staatswesen das Monopol auf Gewalttätigkeit für ihre eigenen Instanzen reklamieren.Mehr zu den Vorgängen hinter den Kulissen:
Fragt man, warum die Mitglieder der Baader-Meinhof-Gruppe gegen alle Tabus nicht nur gewalttätig wurden, sondern Gewalttätigkeit zum politischen Programm erhoben, so stößt die Analyse an Grenzen, die sie sich eingestehen muss. Zwar sind Bedingungen erkennbar, die in die Nähe dieser Entscheidung führen konnten (dazu Kap. III): da gab und gibt es in der Bundesrepublik Deutschland objektive Anlässe zu politischer Opposition. Da gab und gibt es die Tradition linksradikaler Theorien, die für eine Dramatisierung solcher Anlässe Argumente lieferte. Da gab es in den Herkunftsbereichen des Terroristen politische Bewegungen, die den Beteiligten den Anschein einer allgemeinen Aufbruchstimmung glauben machen. Da gab es das Erlebnis handgreiflicher Provokationen der »anderen Seite«…
[aus: Merkwürdigkeiten des Falles (Abschnitt VIII in Friedhelm Neidhardt, Soziale Bedingungen terroristischen Handelns. Das Beispiel der "Baader-Meinhof-Gruppe" (RAF) in: Wanda von Baeyer-Katte, Dieter Claessens, Hubert Feger, Friedhelm Neidhardt, Gruppenprozesse, Analysen zum Terrorismus 3, Springer Fachmedien, Wiesbaden, 1982, S. 308ff, GoogleBooks), Hervorhebungen von mir]
- Wie der Tod eines Studenten eine Bewegung radikalisierte – Uwe Soukup: "Wie starb Benno Ohnesorg?", Verlag 1900 Berlin, 272 Seiten (Buchrezension, Winfried Sträter, Deutschlandfunk Kultur, 01.06.2007; Zitat:)
Im Zentrum [ des Machtkampfes um den Posten des Regierenden Bürgermeisters ] stand ein Ränkeschmied, der in den 60er und frühen 70er Jahren in der SPD die Fäden zog: Kurt Neubauer. Er versuchte, Brandts Nachfolger Heinrich Albertz innerparteilich das Wasser abzugraben – letztlich um selber Regierender Bürgermeister zu werden. Sein engster Verbündeter in der Polizeiführung war der Senatsrat und spätere Polizei-Vizepräsident Hans-Joachim Prill. Auch er strebte ungestüm an eine Spitzenposition: Prill wollte Polizeipräsident werden. Diese beiden Männer verstanden es, die Eskalation der Gewalt und die Radikalisierung der Studentenbewegung 1967/ 68 für sich zu nutzen. So musste drei Monate nach dem 2. Juni 1967 Heinrich Albertz als Regierender Bürgermeister zurücktreten. Sein Widersacher Kurt Neubauer hatte erfolgreich darauf hingearbeitet, dass Albertz in der Berliner SPD keine Unterstützung mehr hatte.Siehe auch:
Nach Auffassung Soukups hatte der Abgang Albertz´ tragische Folgen für die politische Szene West-Berlins. Albertz, den offenbar weniger Schuld am Tod Ohnesorgs traf, als er bis zu seinem Lebensende selbst glaubte, hätte vielleicht eine Erneuerung der SPD durchsetzen können. Stattdessen hatten nun die Männer um Neubauer das Sagen, die unfähig waren, in einen Dialog mit den rebellierenden Studenten zu treten. Schlimmer noch: die Gewaltausbrüche offenbar suchten, um ihre politischen Spielchen zu treiben. Letztlich kann Uwe Soukup weder Neubauer noch Prill nachweisen, dass sie die verantwortlichen Hintermänner des merkwürdig harten Polizeieinsatzes am 2. Juni 1967 waren. Aber die Indizien, die Soukup zusammengetragen hat, weisen in ihre Richtung. Soukup geht noch weiter und fragt, ob das Attentat auf Rudi Dutschke 1968 wirklich aufgeklärt sei; und er weist auf Merkwürdigkeiten bei der Geburtsstunde der RAF, der Befreiung Andreas Baaders aus dem Gefängnis 1970, hin.
- JUSTIZ / BERLIN Insel ohne Moral (SPIEGEL 49/1960, 30.11.1960)
Ich lasse dies alles unkommentiert, obwohl mir vieles dazu einfallen würde!
Aber tendenziell erinnert mich das an das Kent-State-Massaker:
- Heute vor 47 Jahren – 4. Mai 1970: Das Kent-State-Massaker (Post, 04.05.2017)
Einige Leute wollen es diesen langhaarigen, nichtstuenden Floh-Trägern mal richtig zeigen.
Hat ja auch gewirkt!
Und 50 Jahre später kommen die Dinge ans Licht, und es bleibt einem nichts anderes übrig, als Trauerarbeit zu leisten und »Vater Staat« zu verzeihen. Ist halt so…
Zwischenbemerkung:
Im ARD-Film wird kurz ein Artikel des Sternredakteurs Heiko Gebhardt eingeblendet: »Ein sauberer Schütze« (»Sternredakteur Heiko Gebhardt sprach mit dem Mann, der Benno Ohnesorg erschoß«)
In der Ankündigung der "Stern"-Serie "Annas Mutter" heißt es auf Seite drei: "Seit über einem Jahr besucht ''Stern''-Autor Heiko Gebhardt Marianne Bachmeier im Gefängnis. Er ist der einzige, dem sie ihre Geschichte erzählt hat, die Geschichte eines zerstörten Lebens."
[Zitat aus: Der einzige, dem sie ihre Geschichte erzählte ... – Gerhard Mauz zur Aufhebung des Haftbefehls gegen Marianne Bachmeier, SPON, 16.08.1982]
Wer über Spracharmut, Gewalt, verschlissene Gefühle und Demütigungen im ramponierten Kleinstbürger-Milieu Genaues erfahren will, lernt alles dies aus der scheinbar distanziert und vorsätzlich nüchtern geschriebenen „Rekonstruktion“ der beiden Autoren, die sensibel mit diesem schrecklichen Stoff umgegangen sind. Ohne soziologische Kommentare, ohne Statistiken, ohne psychologische Erläuterungsversuche werden Ursachen, Bedingungen und Auslöser für Gewalt deutlich.Kann sich jemand vorstellen, was in jemandem, der einen Artikel über ein Gespräch mit Karl-Heinz Kurras schreibt, vorgegangen sein könnte, daß er Marianne Bachmeier über ein Jahr lang besuchte und zeitnahe ein Buch mit einem solchen Inhalt (»Der beihnahe zufällige Tod…«) schrieb?
[Zitat aus: Ohnmacht und Mord, Buchbesprechung von Winfried Kaminski, u.a. über Kai Hermann, Heiko Gebhardt: „Andi – Der beinahe zufällige Tod des Andreas Z., 16“; Stern-Buch Verlag, Hamburg; 280 S., 20,–DM., ZEIT-Magazin auf ZON, 01.01.1982]
- Zeitzeugin wider Willen (Leonie Feuerbach, ZON, 02.06.2017)
- Tod von Benno Ohnesorg: Der Zeuge, den keiner hören wollte (Michael Brettin, Berliner Zeitung, 01.06.2017)
- Vor 50 Jahren: Der Tod des Benno Ohnesorg (Michael Brettin, Berliner Zeitung, 01.06.2017)
Fall der Woche: Die Erschießung von Benno Ohnesorg {4:17}
Veröffentlicht am 31.05.2017
Am 2. Juni 1967 erschoss der Polizist Karl-Heinz Kurras den Studenten Benno Ohnesorg. Bis heute sind nicht alle Fragen rund um diese Tat geklärt.
- Benno Ohnesorg: Chronik einer Hinrichtung (Margot Overath, Radio Bayern 2 Kultur, 23.05.2017)
- Benno Ohnesorg: Der Tod des Träumers (Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung, 19.05.2010)
- 2. Juni 1967: Die Stunde der Zeugen (Uwe Soukup, ZON, 02.06.2009)
Lieselotte Schröder, heute 72 und zu jener Zeit Krankenschwester in Moabit, erinnert sich im Gespräch mit dem SPIEGEL, dass Ohnesorg nach der Einlieferung gegen 21.25 Uhr gleich in den Röntgenraum gefahren wurde. Röntgen war Routine, schließlich war den Ärzten noch nicht klar, welche Kopfverletzung Ohnesorg harre. Dann aber hätte man die Kugel im Kopf gleich gesehen, sagt der Berliner Rechtsmediziner Volkmar Schneider, der bei der Obduktion von Ohnesorg einen Tag später dem Chefpathologen Walter Krauland assistierte.KenFM im Gespräch mit: Uwe Soukup ("Wie starb Benno Ohnesorg?") {1:48:06 – Start bei 1:09:47}
Sicher ist: Noch in der Nacht wird Ohnesorg in der Klinik das Haar über der Einschussstelle wegrasiert, wird das Schädelstück mit dem Loch herausgebrochen, mit einer Zange. Die Ärzte, glaubt Schneider, könnten so versucht haben, das Projektil zu entfernen und den Hirndruck zu mindern. Doch er wundert sich. Um die Kugel herauszuholen, hätten sie den Schädel auf der anderen Seite öffnen müssen. Dass sie dort steckte, müssen die Röntgenbilder gezeigt haben. Oder ging es bei der Operation um etwas ganz anderes? Verschleierung etwa?
Das Schädelstück mit dem Einschussloch ist am nächsten Tag verschwunden, die Haut über dem Loch zugenäht. Und im Totenschein steht: „Tod durch Schädelverletzung durch stumpfe Gewaltemwirkung". Das, so sagte jetzt der Arzt, der den Schein ausstellte, dem SPIEGEL, habe er aber „nicht aufgrund eigener Feststellungen, sondern auf Anweisung meines damaligen Chefs gemacht".
[aus: 2. Juni 1967 - Der Schuss auf Benno Ohnesorg: Ein SPIEGEL E-Book, GoogleBooks]
KenFM
Am 26.05.2017 veröffentlicht
Am 26.05.2017 veröffentlicht
Am 2. Juni 1967 wurde in West-Berlin der Student Benno Ohnesorg durch die Polizei erschossen. Obwohl der Schütze nicht, wie er behauptete, aus Notwehr gehandelt hatte, wurde er zweimal vor Gericht freigesprochen. Es war die Zeit des Kalten Krieges. Berlin war geteilt und die USA und ihre Verbündeten witterten an allen Ecken die „Rote Gefahr“.
Wer als Teil der Studentenbewegung Kritik am Vietnam-Krieg äußerte oder den Schah von Persien bei seinem Besuch in der BRD als Diktator bezeichnete, bekam die volle Staatsmacht zu spüren.
Der Tod des Studenten Benno Ohnesorg durch den Polizisten Karl-Heinz Kurras löste in West-Deutschland eine politische Lawine aus. Seine Ermordung durch einen Staatsbeamten führte zur 68er-Bewegung. Die Grünen und die TAZ muss man als direkten Spin-off des 2. Juni 1967 verstehen.
50 Jahre nach der Tat gibt es in Berlin noch immer keinen Platz, keine Straße, die nach Benno Ohnesorg benannt ist. Auch sind zahlreiche Akten und Zeugenaussagen zum Fall bis heute nicht Teil des gesellschaftlichen Bewusstseins. Den wenigsten ist bekannt, dass Ohnesorg als Toter im Krankenhaus am Schädel operiert wurde, um das Knochenstück, das vom Projektil durchdrungen wurde, zu entfernen.
Wie wir heute wissen, hatte der Todesschütze Kurras Zugang zur Leiche im Krankenhaus und stimmte seine Verteidigung mit der Justiz ab. Im Jahre 2012 konnten die Fotos vom Tatort durch digitale Bildbearbeitungs-Technik aufgehellt und der Tathergang abermals detaillierter nachvollzogen werden.
Dass all dies jetzt in seiner ganzen Brisanz ans Tageslicht kommt,
verdanken wir dem Journalisten Uwe Soukup, der sich wie kein anderer vor ihm in den Fall verbissen hat. Seine Recherchen führten ihn zu unbekannten Akten und Zeugen, deren Aussagen damals manipuliert oder ungehört blieben. Soukup traf auch den Todesschützen, der 2009 als Stasi-Spitzel enttarnt wurde und bis zu seinem Tod im Jahre 2014 den Schuss auf Ohnesorg rechtfertigte, denn ihn zu bereuen. Zeit seines Lebens wurde der Mörder von Benno Ohnesorg durch Justiz und Staat gedeckt. Mord verjährt nicht. Erst recht nicht, wenn er als Exempel gedacht war.
Uwe Soukup veröffentlichte 2017 die überarbeitete Version seines
Standard-Werkes zum Tod von Benno Ohnesorg unter dem Titel "Der 2. Juni 1967 - Ein Schuss, der die Republik veränderte" und wirkte an dem Dokumentarfilm "Wie starb Benno Ohnesorg?" mit, der am 29. Mai 2017 um 23:45 Uhr in der ARD ausgestrahlt wird.
Inhaltsübersicht:
00:06:55 Der 2. Juni 1967 - Eine Kurzfassung
00:20:45 Demonstrationen während des Besuchs des Schahs von Persien - gezielte Eskalation
00:30:36 Die Füchsejagdtaktik - Die Maske des Staates fällt
00:37:30 Wie kam es zum Schuss auf Benno Ohnesorg?
00:47:10 Ablauf am Tag des Mordes: Vertuschung, Geheimdienste und Manipulation am toten Körper Ohnesorgs
01:05:07 Karl-Heinz Kurras: Freispruch für den Täter und die Rolle der Berliner Staatsanwaltschaft
01:12:58 30 Jahre später: Motivation für das Aufrollen des Falles Ohnesorg und die Begegnung mit dem Täter
01:20:11 Sozialisation: Wer war Benno Ohnesorg? Wie verlief das Leben von Karl-Heinz Kurras?
01:31:11 Ein Platz für Benno Ohnesorg
01:38:14 Die Bedeutung und die Folgen des 2. Juni 1967
+++
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Der Tod des Studenten Benno Ohnesorg durch den Polizisten Karl-Heinz Kurras löste in West-Deutschland eine politische Lawine aus. Seine Ermordung durch einen Staatsbeamten führte zur 68er-Bewegung. Die Grünen und die TAZ muss man als direkten Spin-off des 2. Juni 1967 verstehen.
50 Jahre nach der Tat gibt es in Berlin noch immer keinen Platz, keine Straße, die nach Benno Ohnesorg benannt ist. Auch sind zahlreiche Akten und Zeugenaussagen zum Fall bis heute nicht Teil des gesellschaftlichen Bewusstseins. Den wenigsten ist bekannt, dass Ohnesorg als Toter im Krankenhaus am Schädel operiert wurde, um das Knochenstück, das vom Projektil durchdrungen wurde, zu entfernen.
Wie wir heute wissen, hatte der Todesschütze Kurras Zugang zur Leiche im Krankenhaus und stimmte seine Verteidigung mit der Justiz ab. Im Jahre 2012 konnten die Fotos vom Tatort durch digitale Bildbearbeitungs-Technik aufgehellt und der Tathergang abermals detaillierter nachvollzogen werden.
Dass all dies jetzt in seiner ganzen Brisanz ans Tageslicht kommt,
verdanken wir dem Journalisten Uwe Soukup, der sich wie kein anderer vor ihm in den Fall verbissen hat. Seine Recherchen führten ihn zu unbekannten Akten und Zeugen, deren Aussagen damals manipuliert oder ungehört blieben. Soukup traf auch den Todesschützen, der 2009 als Stasi-Spitzel enttarnt wurde und bis zu seinem Tod im Jahre 2014 den Schuss auf Ohnesorg rechtfertigte, denn ihn zu bereuen. Zeit seines Lebens wurde der Mörder von Benno Ohnesorg durch Justiz und Staat gedeckt. Mord verjährt nicht. Erst recht nicht, wenn er als Exempel gedacht war.
Uwe Soukup veröffentlichte 2017 die überarbeitete Version seines
Standard-Werkes zum Tod von Benno Ohnesorg unter dem Titel "Der 2. Juni 1967 - Ein Schuss, der die Republik veränderte" und wirkte an dem Dokumentarfilm "Wie starb Benno Ohnesorg?" mit, der am 29. Mai 2017 um 23:45 Uhr in der ARD ausgestrahlt wird.
Inhaltsübersicht:
00:06:55 Der 2. Juni 1967 - Eine Kurzfassung
00:20:45 Demonstrationen während des Besuchs des Schahs von Persien - gezielte Eskalation
00:30:36 Die Füchsejagdtaktik - Die Maske des Staates fällt
00:37:30 Wie kam es zum Schuss auf Benno Ohnesorg?
00:47:10 Ablauf am Tag des Mordes: Vertuschung, Geheimdienste und Manipulation am toten Körper Ohnesorgs
01:05:07 Karl-Heinz Kurras: Freispruch für den Täter und die Rolle der Berliner Staatsanwaltschaft
01:12:58 30 Jahre später: Motivation für das Aufrollen des Falles Ohnesorg und die Begegnung mit dem Täter
01:20:11 Sozialisation: Wer war Benno Ohnesorg? Wie verlief das Leben von Karl-Heinz Kurras?
01:31:11 Ein Platz für Benno Ohnesorg
01:38:14 Die Bedeutung und die Folgen des 2. Juni 1967
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- Die Erschießung von Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 (Wolf Wetzel, ScharfLinks, 26.05.2009)
- 40 Jahre 68er: "Heute gibt's Dresche" (Reinhard Mohr, SPON, 02.02.2008)
- Der Tag, der Deutschland veränderte (Sven Felix Kellerhoff, n24, 27.05.2007)
"Die Demonstranten am 2. Juni 1967 demonstrierten friedlich. Darauf hat die Polizei mit äußerster Brutalität reagiert: Knüppel frei und drauf. Dabei hat der Zivilpolizist Karl-Heinz Kurras dem Studenten Benno Ohnesorg von hinten in den Kopf geschossen. Damit war klar: Die haben zuerst geschossen."- „In Notwehr“ wurde Benno Ohnesorg von hinten erschossen (Aus der FR-Sonderausgabe von Anfang Juni 1967, FR Online)
[Till Meyer, Mitbegründer der Bewegung »2. Juni«, zitiert in obigem Artikel]
Retro spezial 1968 Jahr des Aufstands {3:02:18}
Veröffentlicht am 05.01.2011
Awe Pow
Awe Pow
Das waren noch Zeiten - über drei Stunden dauerte der Club 2 (ORF) vom 13. Juni 1978 zum Thema "1968 - Jahr des Aufstands", der auf 3sat ausgestahlt worden ist. Zu Gast waren die 68er-Ikonen Rudi Dutschke und sein Freund Daniel Cohn-Bendit, der Axel Springer Journalist Matthias Walden sowie der Politikwissenschaftsprofessor Kurt Sontheimer. Auf neutralem Boden diskutierten die Protagonisten "open end" ...
„Bommi" Baumann: Benno Ohnesorgs Tod als Fanal {1:58}
Veröffentlicht am 11.01.2012
Michael „Bommi" Baumann, ehemaliges Mitglied der „Bewegung 2. Juni", war empört über die Erschießung des Studenten Benno Ohnesorg durch einen Westberliner Polizisten und schloss sich daraufhin den Studentenprotesten an.
Ulrike Meinhof-RAF-Wege in den Terror-Doku.avi {43:06}
Veröffentlicht am 05.06.2012
Interessanter Bericht über Ulrike Meinhof
zu Ulrike Meinhof siehe auch:
- Heute vor 43 Jahren – 15. Juni 1972: RAF-Terroristin Ulrike Meinhof verhaftet (Post, 15.06.2015)
- Striptease und Ulrike Meinhof: Wie nahe doch die Gefühle beieinanderliegen… (Post, 08.12.2011)
Meine Bemerkung:
Die Geduld der Stadt ist am Ende. Einige Dutzend Demonstranten, unter ihnen auch Studenten, haben sich das traurige Verdienst erworben, nicht nur einen Gast der Bundesrepublik Deutschland in der deutschen Hauptstadt beschimpft und beleidigt zu haben, auf ihr Konto gehen auch ein Toter und zahlreiche Verletzte - Polizeibeamte und Demonstranten. Die Polizei, durch Rowdies provoziert, war gezwungen, scharf vorzugehen und von ihren Schlagstöcken Gebrauch zu machen. Ich sage ausdrücklich und mit Nachdruck, dass ich das Verhalten der Polizei billige und dass ich mich durch eigenen Augenschein davon überzeugt habe, dass sich die Polizei bis an die Grenze des Zumutbaren zurückgehalten hat.
Ignorierte Anweisungen
Wie der Journalist, Buchautor und Herausgeber der Schriften Sebastian Haffners, Uwe Soukup, in einem Booklet zur nun erschienenen DVD Der 2. Juni 1967 schreibt, stammt diese Erklärung nicht von Albertz selber, der von den realen Vorkommnissen getäuscht wurde, sondern von seinem Pressesprecher Hanns Peter Hertz, welcher später das Statement selber als "schweren politischen Fehler" bezeichnete. Diese kam in dieser Schärfe auch dadurch zustande, weil der damalige Berliner Polizeipräsident Erich Duensing, der bis dahin das Vertrauen des Bürgermeisters besaß, weil er den zur Bekennenden Kirche gehörenden und im Dritten Reich mehrmals inhaftierten Theologen während des 2. Weltkriegs in seiner Kompanie mehrfach geschützt hatte, eine klare Einverständniserklärung des Bürgermeisters zum Polizeieinsatz forderte.
Auch wusste Albertz damals noch nicht, dass seine Anweisungen, die Demonstranten nicht so weit an die Berliner Oper herankommen zu lassen, schlichtweg ignoriert wurden. Diese blieben nämlich beim damals höchsten Aufsichtsbeamten der Berliner Polizei, Hans-Joachim Prill, dem Freund des parteiinternen Rivalen und Anführers des hiesigen rechten SPD-Flügels Kurt Neubauer (von dem später noch die Rede sein wird) hängen - mit der Begründung, sie seien ihm lediglich telefonisch und noch dazu von Albertz Sekretärin übermittelt worden. Schriftliche Anweisungen wurden jedoch gleichfalls nicht beachtet - schließlich habe "der Regierende Bürgermeister [...] kein direktes Weisungsrecht gegenüber der Polizeibehörde."
Agents provocateur hinter dem Bauzaun?
So wurden am Abend des 2. Juni 1967 die Demonstranten in Wurfweite in einen engen Schlauch eingezwängt, der nach vorne durch Polizeiabsperrungen und nach hinten durch einen Bauzaun begrenzt war, hinter dem Steine auf die Oper geschmissen wurden. Bevor aber von dort Steine flogen, wurden die Demonstranten von Bäumen und vom Bauzaun heruntergeprügelt, sodass es keine offiziellen Augenzeugen dafür gibt, wer letztendlich diese Steine geworfen hat. Passenderweise war vorher ein in der Nähe der Oper parkender Lieferwagen, der Tomaten und Eier geladen hatte, von der Polizei nicht als potenzieller Wurfgeschosslieferant erkannt worden.
Bewusste Eskalationsstrategie
Als sich die Demonstranten sich mehrheitlich nicht dieser bedienten und die Protestkundgebung weitgehend friedlich verlief, wurden nach Soukup Steine über den Bauzaun in Richtung Oper geworfen. – Ein Vorwand für den erbarmungslosen Polizeieinsatz war somit gegeben.
Bereits am Nachmittag hatte die Polizei vor dem Rathaus in Schöneberg tatenlos zugesehen, wie mit Bussen angekarrten Schahanhänger, welche sich unter anderem aus Schlägertruppen des iranischen Geheimdienstes rekrutierten, mit Gummiknüppeln, Totschlägern und Dachlatten auf die Sprechchöre skandierenden und Plakate hochhebenden Demonstranten losgingen. Nach einiger Zeit ließ sich berittene Polizei blicken - um nun ihrerseits auf die friedlichen Protestierer einzuprügeln. Dies war, wie sich zeigen sollte, der erste Schritt einer bewusst brutalen Eskalationsstrategie der Berliner Polizei, die mit insgesamt 5000 Beamten in Uniform und Zivil gegen unbedarfte Demonstranten losging. Am Abend prügelte man die Demonstranten unweit der Berliner Oper noch erbarmungsloser, wobei die Polizei die Demonstration nach dem berüchtigten Leberwurst-Prinzip teilte. Unmittelbar vor der Prügelorgie wurde laut Soukup per Lautsprecherdurchsage die unwahre Behauptung mitgeteilt, dass ein Polizist erstochen worden sei. Nun prügelte man die Mehrheit der Demonstranten in Richtung Krumme Straße. Hier wurden gezielt "Rädelsführer" aus der Menge gerissen, geprügelt, verhaftet und weitergeprügelt.
[Reinhard Jellen, "Der Blick fällt unweigerlich auf den rechten Flügel der SPD", Telepolis, 14.05.2010]
Den entscheidenden Fakt, nämlich, daß von HINTER dem Bauzaun von Polizisten in Zivil Steine über Bauzaun und »Leberwurst«-Schlauch hinweg auf die Treppe vor der Oper geworfen wurden, kann ich nicht mit Quellen belegen. Ich bin mir aber sicher, daß ich das irgendwo gelesen habe…
ZDF-History - Die RAF - Phantom ohne Gnade {45:07 – Start bei 3:28}
luckystriker1992
Am 07.06.2012 veröffentlicht
Mit dem Selbstmord der RAF-Gründer im Stammheimer Hochsicherheitstrakt 1977 scheint die Eskalation der Gewalt beendet. Doch dann schlagen Terroristen wieder zu, kaltblütiger und planmäßiger als zuvor. Eine neue Generation ist am Werk. Die neuen Täter hinterlassen nur schwache Spuren, sind kaum zu fassen. Die meisten ihrer Morde sind bis heute ungeklärt. Der größte Teil der "dritten Generation" der RAF ist namenlos geblieben - ein Phantom.Am 07.06.2012 veröffentlicht
zu der von Horst-Eberhard Richter in obigem Video angesprochenen Sekten-/Opfer-Mentalität siehe auch:
- Chosen trauma and the inabilty to mourn (Post, 08.12.2014, englisch)
Gefangene aus der RAF im Gespräch {42:22}
Hochgeladen am 18.12.2010
Gefangene aus der RAF im Gespräch
Ein Videofilm von Oliver Tolmein und Roger Willemsen, BRD 1992
(ungeschnittene Fassung)
Die Gefangenen aus der RAF sind nicht nur eingesperrt, sondern seit bis zu 26 Jahren weggesperrt.
Sie haben zwar eine Knastanschrift aber tatsächlich sind sie Verschwundene. Die Wenigen, die sie besuchen können, nehmen erhebliche Risiken auf sich: Überwachung, Berufsverbote, Staatsschutzschikanen.
Alle anderen können nur auszugsweise und bruchstückhaft, oder von fremden Interessen bestimmt, etwas über die Gefangenen erfahren.
Vor dem Hintergrund des Deeskalationsangebotes der RAF 1992 und der zunächst hoffnungsvoll erscheinenden "Kinkel-Initiative" haben die Justizminister Schleswig-Holsteins und Niedersachsens 1993 die Pforten geöffnet.
Erstmals konnten Kamerateams in der JVA Lübeck und Celle drehen. An dem Gespräch nahmen Karl-Heinz Dellwo, Lutz Taufer und Knut Folkerts teil.
Die Männer sprechen über ihre Geschichte in der Isolationshaft und ihre Hungerstreiks gegen die Haftbedingungen. Sie werden befragt nach der Legende "ohne diese Haftbedingungen gäbe es keine RAF mehr" und nach ihren Verbindungen zur RAF.
Sie äußern sich zu der angekündigten Deeskalation und wie sie 1992 zur Gewalt stehen.
Ein Videofilm von Oliver Tolmein und Roger Willemsen, BRD 1992
(ungeschnittene Fassung)
Die Gefangenen aus der RAF sind nicht nur eingesperrt, sondern seit bis zu 26 Jahren weggesperrt.
Sie haben zwar eine Knastanschrift aber tatsächlich sind sie Verschwundene. Die Wenigen, die sie besuchen können, nehmen erhebliche Risiken auf sich: Überwachung, Berufsverbote, Staatsschutzschikanen.
Alle anderen können nur auszugsweise und bruchstückhaft, oder von fremden Interessen bestimmt, etwas über die Gefangenen erfahren.
Vor dem Hintergrund des Deeskalationsangebotes der RAF 1992 und der zunächst hoffnungsvoll erscheinenden "Kinkel-Initiative" haben die Justizminister Schleswig-Holsteins und Niedersachsens 1993 die Pforten geöffnet.
Erstmals konnten Kamerateams in der JVA Lübeck und Celle drehen. An dem Gespräch nahmen Karl-Heinz Dellwo, Lutz Taufer und Knut Folkerts teil.
Die Männer sprechen über ihre Geschichte in der Isolationshaft und ihre Hungerstreiks gegen die Haftbedingungen. Sie werden befragt nach der Legende "ohne diese Haftbedingungen gäbe es keine RAF mehr" und nach ihren Verbindungen zur RAF.
Sie äußern sich zu der angekündigten Deeskalation und wie sie 1992 zur Gewalt stehen.
Hans-Ulrich Jörges: Kardinalfehler der 68er {5:00}
Veröffentlicht am 02.09.2011
GDN1960bis1969
Der Journalist Hans-Ulrich Jörges kritisiert rückblickend den Antisemitismus innerhalb der westdeutschen Linken.
Der Journalist Hans-Ulrich Jörges kritisiert rückblickend den Antisemitismus innerhalb der westdeutschen Linken.
Die Meinung der Arbeiter über Studenten der 68er-Bewegung {0:42}
Veröffentlicht am 21.08.2012
Nihilistible
Gegen-Sozialismus.jimdo.com
http://gegen-sozialismus.jimdo.com
Gegen-Sozialismus.jimdo.com
http://gegen-sozialismus.jimdo.com
»Irgendwie wollten die Arbeiter nicht das richtige Klassenbewußtsein eintwickeln. Vielleicht wollten sie lieber einen Opel Kadett…«nachdenKEN: Rudi Dutschke 1967 {5:07}
[Zitat aus obigem Video]
Veröffentlicht am 23.09.2013
Ken FM
Der kollektive Verlust von Gedächtnis ist die Basis für den Machterhalt durch die Eliten. Das Wahlergebnis 2013 hat erneut gezeigt, auch die Wiedervereinigte BRD bleibt ein geistiges Entwicklungsland.
Der kollektive Verlust von Gedächtnis ist die Basis für den Machterhalt durch die Eliten. Das Wahlergebnis 2013 hat erneut gezeigt, auch die Wiedervereinigte BRD bleibt ein geistiges Entwicklungsland.
Peter Schneider | Rebellion und Wahn der 68er (NZZ Standpunkte 2008) {55:31}
Veröffentlicht am 21.11.2015
NZZ Standpunkte
Er war 1968 an der Seite von Rudi Dutschke einer der Wortführer der Studentenrevolte in Berlin. Vor kurzem hat er eines der aufschlussreichsten Erinnerungsbücher über diese Zeit geschrieben: der Schriftsteller und Essayist Peter Schneider. Mit ihm diskutieren der NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann und Marco Färber über Idealismus und Verblendung der 68er- Generation und darüber, ob und wie 1968 auch unsere heutige Zeit geprägt hat.
Abonniere NZZ Standpunkte: https://goo.gl/QcwGjL
Sendung vom 29. März 2008
Er war 1968 an der Seite von Rudi Dutschke einer der Wortführer der Studentenrevolte in Berlin. Vor kurzem hat er eines der aufschlussreichsten Erinnerungsbücher über diese Zeit geschrieben: der Schriftsteller und Essayist Peter Schneider. Mit ihm diskutieren der NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann und Marco Färber über Idealismus und Verblendung der 68er- Generation und darüber, ob und wie 1968 auch unsere heutige Zeit geprägt hat.
Abonniere NZZ Standpunkte: https://goo.gl/QcwGjL
Sendung vom 29. März 2008
kulturzeit extra - mythos 68 - die revolte und ihre archäologen {59:07}
Veröffentlicht am 21.11.2015
alexomat2
Andres Veiel, Franziska Augstein, Klaus Theweleit, Götz Aly und Axel Honneth streiten lebhaft um die Deutungsmacht über die 68er. Hauptstreitpunkt ist Alys Behauptung, die 68er seien Widergänger der Elterngeneration und dem Faschistenpack ähnlicher, als uns und ihnen lieb sein kann. Theweleit kontert, wird ruppig (0:20:30). Moderation: Cécile Schortmann.
Andres Veiel, Franziska Augstein, Klaus Theweleit, Götz Aly und Axel Honneth streiten lebhaft um die Deutungsmacht über die 68er. Hauptstreitpunkt ist Alys Behauptung, die 68er seien Widergänger der Elterngeneration und dem Faschistenpack ähnlicher, als uns und ihnen lieb sein kann. Theweleit kontert, wird ruppig (0:20:30). Moderation: Cécile Schortmann.
siehe auch:
- Süddeutsche-Artikel zu Benno Ohnesorg
- Sie waren keine "Duckmäuse" (Peter Nowack, Telepolis, 02.06.2017)
- Benno Ohnesorg: "Es war der Beginn eines großen Aufbegehrens" (Interview von Carly Laurence mit dem Journalisten Uwe Dannenbaum, ZON, 02.06.2017)
- Berlin – Justizsenator entschuldigt sich für Polizeieinsatz bei Tod von Ohnesorg (SPON, 02.06.2017)
- 68er-Bewegung: "Verrohung ist eine falsche Vorstellung von Freiheit" (Interview von Lars Langenau mit Oskar Negt, SPON, 02.06.2017)
- 2. Juni 1967: Der vertuschte Mord am Studenten Benno Ohnesorg (Fotostrecke, SPON, 01.06.2017)
- Tod von Benno Ohnesorg: "Bitte nicht schießen!" (Uwe Soukup, SPON, 01.06.2017)
- Studentenrevolte 1967/68: Als Polizisten Pflastersteine warfen ( Barbara Galaktionow, Süddeutsche Zeitung, , 27.05.2017)
- Tag des Zorns – Der Tod Benno Ohnesorgs am 2. Juni 1967 als Fanal (Volksstimme, 09.05.2017)
- 1966: Das Neue der Revolte – Benno Ohnesorg und die Prügelperser – Sie wollten es nicht wissen… (Post, 02.01.2017)
- Michael "Bommi" Baumann ist tot – Benno Ohnesorgs Tod als Fanal (Post, 21.07.2016); zu Michael Baumann siehe auch:
- Bommi Baumanns finale Pointe (Günter Langer, Telepolis, 19.08.2016)
- Heute vor 40 Jahren – 24. September 1975… Premiere von »Die verlorene Ehre der Katharina Blum« (Post, 24.09.2015)
- "Ich habe demonstriert." – "Ich nicht." (ein Gespräch mit Eberhard Diepgen und Walter Momper, Berliner Morgenpost, 05.07.2015)
- 68er-Revolte und Ukraine-Krise: Die Identität des Westens und der Kampf um die Deutunghoheit oder Der Unterschied zwischen Pudding und Sprengstoff (Post, 27.06.2015)
- Heute vor 43 Jahren – 15. Juni 1972: RAF-Terroristin Ulrike Meinhof verhaftet (Post, 15.06.2015)
- 50 Jahre »Summer of Love« – Enthemmte Jünglinge, LSD-Glück und Liebe (Post, 05.06.2015)
- Heute vor 43 Jahren – 15. Juni 1972: RAF-Terroristin Ulrike Meinhof verhaftet (Post, 15.06.2015)
- 50 Jahre »Summer of Love« – Enthemmte Jünglinge, LSD-Glück und Liebe (Post, 05.06.2015)
- Karl-Heinz Kurras' Schuss auf Benno Ohnesorg: Stasi-Auftrag scheint ausgeschlossen (Tagesspiegel, 14.03.2015)
- Zeugenaussagen (aus: Marc Tschernitschek, Der Todesschütze Benno Ohnesorgs, Tectum Verlag, Marburg, 2013, S. 72, Googlebooks)
- Heute vor 45 Jahren – 2. Juni 1967: Tödlicher Zwischenfall bei Schahbesuch (Post, 02.06.2012)- Zeugenaussagen (aus: Marc Tschernitschek, Der Todesschütze Benno Ohnesorgs, Tectum Verlag, Marburg, 2013, S. 72, Googlebooks)
- Die 68er – Aufbegehren gegen starre Strukturen (Post, 03.07.2008)
- Wie wir wurden, was wir sind (Post, 03.07.2008)
- Um 20.30 Uhr fällt der Schuss, der Deutschland verändert (Sven Felix Kellerhof, N24, 16.04.2008)
- Von Lucy zu Gorillas im Nebel (Post, 25.06.2007)
- Der Tag, der Deutschland veränderte (Sven Felix Kellerhof, N24, 27.05.2007)
- Der Tag, der Deutschland veränderte (Sven Felix Kellerhof, N24, 27.05.2007)
zuletzt aktualisiert am 04.01.2018
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